NahverkehrsForumLeipzig

Städtischer Nahverkehr => Leipzig (Hauptforum) => Thema gestartet von: Jörg.L.E. am 16.08.2010, 19:52:52

Titel: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.08.2010, 19:52:52
Ich mach mal hier nen Fred auf wo in Zukunft sämtliche Kurzmeldungen aus dem Leipziger Umland reingepostet werden können.

Dazu mein Beitrag:

In Delitzsch unt Bf wurden vor ca. 2 Wochen der Zugzielanzeiger am Gleis 1 wieder instand gesetzt. Allerdings zeigt er auf der einen Seite(Ri. Norden) immer einen Zug an der schon vor 3 fuhr.
Am Gleis 2/3 sind die Anzeiger noch tot.
Tipp für Fuzzis: IM RAW Delitzsch stehen immer noch 442er Nürnberger rum (das Gelände ist aber schwer einsehbar).
Am 07.08 wurde ein 423er (194-0) der S-Bahn Köln wieder von Delitzsch nach "Hause" geschickt.
(http://www.fotos-hochladen.net/bild006lrk6u53n.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: FTB am 17.08.2010, 16:17:16
Wie groß fasst Du das Leipziger Umland?
Neugierig fragt...
FTB
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 17.08.2010, 22:11:22
Landkreise Leipziger Land und Nordsachsen.  :D
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: FTB am 18.08.2010, 08:12:04
Entsprechend TDO? Also von Delitzsch bis Torgau und noch der Kragen südlich von Leipzig.
FTB
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 18.08.2010, 21:19:10
Entsprechend TDO? Also von Delitzsch bis Torgau und noch der Kragen südlich von Leipzig.
FTB

Rüschtüsch.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 23.09.2010, 21:11:01
Bereits in der letzten Woche wurden in Delitzsch unt Bf neue dynamische, elektronische Fahrgastinformationssyst eme installiert, ähnlich derer im Bf Möckern. Die Faltblattanzeiger die erst vor kurzem ertüchtigt worden, sind stillgelegt.

EDIT vom 26.09.2010(19:30h):

Das tolle an diesen neuen Anzeigern ist aber, dass diese nichts anzeigen außer den springenden, äh laufenden Punkt.
Titel: 2x PU in Delitzsch unt Bf
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.01.2011, 22:49:45
War ne Menge los die letzten Stunden in Delitzsch. Gestern nahm sich ein Mann im Alter um die 50 das Leben. Er sprang vor eine einfahrende RB nach Leipzig.
Heute gegen 8 Uhr wurde ein alkoholisierter Jugendlicher vom ICE erfasst.

Mehr unter http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?3,5206137
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.03.2011, 18:02:55
Die neuen Digitalanzeigen in Delitzsch (s.o.a. Topic) zeigen seit letzter Woche nicht mehr nur den "laufenden Punkt" bzw. verspätete Züge an, sondern auch die aktuelle Uhrzeit. Diese ist aber nicht fixiert, sondern läuft durchs Display. Da aber neben der Anzeige von Haus aus eine Uhr hängt, ist diese Neuerung in meinen Augen unnütz.
Vielleicht kann jemand Beobachtung vom Bf Möckern schildern, ob das dort auch eingeführt wurde.

MfG
Jörg
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 08.04.2012, 22:52:01
Mal den Thread entstauben.

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Park&Ride Fläche am unteren Bahnhof in Delitzsch sind im vollem Gange.
PKW/Krad Stellflächen, Fahrradständer und Fahrradboxen entstehen.
Es wird auch eine Ladestation für E-Autos geben, im kommenden Jahr soll dann eine Anzeigetafel die die Abfahrtszeiten der Busse anzeigt installiert werden.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 09.04.2012, 00:03:58
Mal ne Frage zu den Zügen der MRB/RB-Linie 118 Eilenburg-Halle.
Bisher war es ja so, dass MRB und RB sich die Strecke teilen. Mo-Fr beide im Verbund mit Schwerpunkt bei den Zügen der MRB, Samstag ist RB-Tag und Sonn- bzw. Feiertag ist wieder die MRB am Start.
Jetzt sehe ich aber verstärkt Samstags am Vormittag MRB-Züge entlang der Strecke. Weiß einer näheres?
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 09.04.2012, 12:09:30
Die Samstagsleistungen von DB Regio beginnen erst um 14.36Uhr mit der Abfahrt in Halle/Saale HBF.

Wenn ich den vom 12.12.2010 bis 11.06.2011 gültigen Fahrplan mit dem aktuellen vergleiche hat sich nichts verändert.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: FTB am 30.04.2012, 13:52:10
Der Stadtbusverkehr in Borna erhält ab morgen eine neue Linienführung.
Siehe hier http://www.mdv.de/inhalte/newsdetail.php?aid=466 (http://www.mdv.de/inhalte/newsdetail.php?aid=466)
FTB
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: FTB am 15.12.2013, 11:40:06
Ich habe mich gerade mal umgetan, was sich mit Fahrplanwechsel bei den Stadtbusverkehren nördlich und östlich von Leipzig getan hat. Zwei signifikante Änderungen sind mir aufgefallen:
(1) Stadtbus Eilenburg wurde noch weiter ausgedünnt und fällt jetzt schon fast unter Gelegenheitsverkehr
(2) Stadtbus Grimma fährt jetzt auch sonnabends
FTB
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.12.2013, 18:05:44
Soweit ich das gesehen habe ist entlang der Strecke gen Bitterfeld an den Bahnhöfen wenig zum S-Bahn Verkehr zu finden. Damit meine ich Logos und Hinweise etc. . Ein Quervergleich zu den S-Bahn Netzen Hannover und Rhein/Neckar zeigt: Es geht auch anders. Selbst die kleinsten Käffer rühmen sich mit den S-Bahn Halten.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 15.12.2013, 20:20:07
ja, das ist leider die Unterlassungssünde, weil sich politisch und medial alles auf den kleinen Abschnitt mit Tunnel gestürzt hat und vergessen wird, dass rundherum hunderte Zugangsstellen auch ihren Generationswechsel brauchen.

Der Generationswechsel rückwärts war ja im Erzgebirge: Pockau - Marienberg wurde abbestellt.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: WTL am 15.12.2013, 20:24:07
^ Vielleicht sollten wir dazu 'nen eigenen Diskussionsstrang aufmachen, also zu den Stationen außerhalb des Tunnels!?
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 15.12.2013, 22:04:12
Soweit ich das gesehen habe ist entlang der Strecke gen Bitterfeld an den Bahnhöfen wenig zum S-Bahn Verkehr zu finden. Damit meine ich Logos und Hinweise etc. .

Stimmt, von seitens der Kommunen wurde so gut wie keine Werbung damit/dafür gemacht, aber auch seitens der Bahn weist eher wenig auf eine  /S-Bahn Bahn hin.
Hier in Delitzsch in Delitzsch gibt es bis auf den  /S-Bahn Punkt (noch?) keinerlei Hinweise auf die S2. In Zschortau und Rackwitz wurde jeweils ein neues Schild aufgestellt welches auf eine S-Bahn verweist, auch die Gleisnummern in den Unterführungen wurden zumindest in Rackwitz mit einem  /S-Bahn versehen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 07.05.2014, 00:11:38
Zoff bei Auto Webel, die Fahrer wollen mehr Geld.
http://www.lvz-online.de/region/delitzsch/zoff-um-busfahrer-loehne-es-droht-ein-streik/r-delitzsch-a-237721.html?src=19472 (http://www.lvz-online.de/region/delitzsch/zoff-um-busfahrer-loehne-es-droht-ein-streik/r-delitzsch-a-237721.html?src=19472)


Webel schiebt dem LK den schwarzen Peter zu, weil er nicht mehr zahlen will. Dabei ist Webel selbst Schuld, schließlich hätte man bei der Ausschreibung ein teureres Angebot abgeben können.
Da wären dann zwar die Gefahr groß das ein anderer günstiger gewesen wäre, aber dann müsste man jetzt auch nicht rum heulen das man bei Umsetzung des Haustarifvertrags innerhalb drei Monate Insolvent wäre.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 07.05.2014, 12:42:04
Dafür gibt es in DZ jetzt eine Blue-Line (B) und eine Red-Line A). Na wenn das mal nix ist. :-)

(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/bluelinehcgisbe6tl.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/redlinefpa1bwsn82.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

Busse seit ca. 2 Monaten im Einsatz, immer im Wechsel mit dem noch bekannten Altmaterial und der unsäglichen Abkürzung "Del" für Delitzsch. Ein  /S-Bahn-Logo  für das Ziel gibts immer noch nicht an den Displays zu sehen. 
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 17.05.2014, 01:37:00
Bei Webel scheint man doch noch Geld gefunden zu haben, ab Juni soll der schon vor einigen Monaten ausgehandelte Haustarifvertrag gelten.
Einsteiger erhalten 8,50€ Stundenlohn, nach zweijähriger Berufserfahrung bekommt man 10€.
Tägliche Arbeitszeit wird auf max. 10h gesetzt, in Ausnahmen sind 12h möglich, bei geteilten Diensten sollen 14h nicht überschritten werden.

Na mal sehen ob man in drei Monaten wirklich Insolvent ist.  ::)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: FTB am 17.05.2014, 10:13:15
Dafür gibt es in DZ jetzt eine Blue-Line (B) und eine Red-Line A).
"Wer nichts zu sagen hat, sagt´s auf Englisch"
Muss an der Stelle die Verdenglischung wirklich sein? Englisch ist so eine schöne Sprache (habe ich in den 2 Jahren Englisch Intensiv 2010 und 2011 wirklich schätzen gelernt). An der Stelle aber ist Englisch wirklich unpassend. Was mag wohl Oma Krause darüber denken?
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 17.05.2014, 11:28:30
Keiner, außer vielleicht Jörg.L.E., nennt die CityBus Linien Blue- bzw. Red-Line, alle sagen CityBus A bzw. CityBus B.
Den Farbunterschied gab es übrigens schon bevor man die Citaros anschaffte, nur eben nicht am Bus ersichtlich und wirklich einen Interessieren tut es in der Stadt auch nicht.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: GK am 19.05.2014, 09:49:37
Ich habe mir aus Interesse mal wie Fahrpläne angeschaut und musste mir ein Lachen verkneifen (wäre ich Betroffener, wäre es wohl eher ein Weinen). Ein 30-Minuten-Takt tagsüber ist toll für so eine kleine Stadt, aber das wochtentags kurz vor 19 Uhr der letzte Bus fährt, ist lächerlich und tötet jegliche Attraktivität für Pendler und andere beruflich-freizeitmäßige ÖPNV-Nutzer ...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Timotimo am 19.05.2014, 17:03:57
Dann schau dir mal den Stadtverkehr Wurzen an - das ist schon sehr interessant, dass so etwas als "Stadtverkehr" verkauft wird.
Ebenso in Grimma. Die Idee dort soweit ganz gut. Nur die fahrplan- und linientechnische Darstellung ist für einen Normalobürger absolut abschreckend. Dazu Fahrten von 5:00 bis 18:30!!! erinnern eher an die Arbeitswelt von vor 25 Jahren. Es ist einfach erbärmlich.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 19.05.2014, 18:23:34
aber das wochtentags kurz vor 19 Uhr der letzte Bus fährt, ist lächerlich und tötet jegliche Attraktivität für Pendler und andere beruflich-freizeitmäßige ÖPNV-Nutzer ...
Einen mehr oder weniger leeren Bus durch die Gegend fahren zu lassen bringt nichts.
Man hat schon mehrfach Versucht die Busse abends länger und auch Sonntags verkehren zu lassen, aber sie werden zu wenig genutzt.
Die Linke hat sich der Sache angenommen, je nachdem wie Delitzsch am Sonntag wählt könnte sich da also was ändern, wobei ich nicht daran denke.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 19.05.2014, 20:18:27
"Wer nichts zu sagen hat, sagt´s auf Englisch"
Muss an der Stelle die Verdenglischung wirklich sein? Englisch ist so eine schöne Sprache (habe ich in den 2 Jahren Englisch Intensiv 2010 und 2011 wirklich schätzen gelernt). An der Stelle aber ist Englisch wirklich unpassend.

Ich sollte nicht zu 100% ernst gemeinte Beiträge EXTRA FETT markieren.

Was mag wohl Oma Krause darüber denken?

Nix, denn die fährt Fahrrad. :-)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 19.05.2014, 23:05:16
@BR1442
^^
Hat man die Ausweitungen des Spät- und Wochenendverkehrs über mehrere Jahre durchgehalten? Wurden sie als Erfolg verkauft oder strohfeuriges nötiges Übel? Wurde lokal intensiv darum geworben? Wurden lokale Akteure wie Arbeitsgeber, Einzelhandel, Events und Vereine einbezogen? Wurde der Tarif autofahrerverständlich erklärt? Wurden die Anschlüsse an andere Buslinien geplant? Wurden diese publiziert? Intensiv beworben? Gar grafisch nachvollziehbar dargestellt? Ist der Linienverlauf auf Selten- bis Nochnie-Nutzern geläufig? Wo bekommt man Fahrscheine her? Erreichte man die Züge (nach Leipzig)? Mit jedem Bus? Werden Haltestellen angesagt? Darf ich Gepäck mitnehmen? und und und... Erst wenn überall ein " Wir haben alles menschenmögliche versucht!" als Antwort dastehen kann, wäre ein "...die wurden einfach nicht genutzt..." akzeptabel.  Oder?

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 19.05.2014, 23:36:10
Da stimme ich dir zu, kann aber auch nichts dafür das man seitens Besteller und Betreiber nicht alle Möglichkeiten nutzt(e) sondern einen mit den Worten " nutzt so spät eh keiner mehr" abspeist.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: GK am 20.05.2014, 10:15:56
^ Nur weil die Besteller aus Faulheit (oder um es schnell in die Versenkung zu treiben) dieses Argument benutzen, muss man es nicht ungeprüft wiederholen. Solange es nicht attraktiv ist, die Information dazu ausreichend gegeben ist (aktives Marketing und verständliche Information) und man der Trägheit potentieller Nutzer auch die Zeit lässt, sich nach Jahren des Autofahrens o.dgl. darauf umzustellen, braucht man sich nicht wundern. Und wenn es dann vielleicht noch als Kurzzeitexperiment gehandelt wird, erst recht nicht - ich ändere mein Verhalten doch nicht für 2-3 Monate, um dann wieder zum ursprünglichen zurückzukehren ...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 20.05.2014, 11:13:40
ich ändere mein Verhalten doch nicht für 2-3 Monate, um dann wieder zum ursprünglichen zurückzukehren ...
Auch nicht wenn du merkst das es nichts bringt?

Hier leben knapp über 25.000 Menschen, von denen die City Busse etwa 17.000 erreichen. Ich weiß nicht ob du hier schon mal abends unterwegs warst, aber sobald die Läden ihre Pforten schließen(in der Innenstadt 20:00 Uhr) ist die Stadt wie ausgestorben. Klar kommen auch danach noch Leute mit der Bahn an, diejenigen die davon allerdings den Bus nutzen würden kann man an einer Hand abzählen, ob es merklich mehr werden wenn man die große Werbetrommel rührt bezweifle ich, jedenfalls wenn man die selbe Linienführung wie am Tag nutzt. Gegen 18:00 Uhr wenn der restliche Linienverkehr ja auch so gut wie beendet ist sehe ich durchaus Potenzial für die City Busse, wenn sie auch ne Runde in die Ortsteile drehen würden.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 20.05.2014, 11:53:11
Die Wechselwirkung Zug - Bus ist nicht zu unterschätzen. Selbst zu später Stunde können (stündlich?) noch mehr als 10 bis 15 Aussteiger aus einem Zug / S-Bahn in einer Kleinstadt zusammen kommen. Das sind nicht mal utopische Werte sondern eher das Spiegelbild heutiger Arbeitsplatz- und Freizeitstrukturen. 10 Fahrgäste im Linienbus wäre schon tagsüber ein guter Wert (von Schülern mal abgesehen, ich meine wahlfreie). Also Gründe genug, dass bis Mitternacht Stadt und Umland wirksam verknüpft bleiben.

Ich will nicht unbedingt auf der Schweiz herumreiten, doch dort klappt selbst der innerörtliche Verkehr. Das größte Dorf (Davos, 17.000 Einwohner langgestreckt mit 5 Bahnhöfen der RhB) hat einen 10 - 30 Minuten Taktverkehr auf knapp 10 Linien, davon viele Gelenkbusse und Dreiachser. Kleinstädte sind generell an die Bahnhöfe angebunden, selbstverständlich integral. Als Ausnahme fiel mir das schöne Städtchen Sion / Sitten auf (im Rhônetal), dort dümpeln nur vereinzelt ein paar Buslinien umher.

Fazit: Erst NACH der Einrichtung eines guten Angebots, dummerweise muss das flächendeckend wirksam sein, stellt sich Erfolg ein. Und jeder kann nachvollziehen, dass dies auch ein paar Jahre dauert. Wenn meine vorgenannten Anstrengungen durchgeführt worden wären, hätten diese selbst hier im nahen Leipzig bemerkt werden müssen. Wurden sie jedoch nicht. Ohne Anstrengung - kein Erfolg.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: GK am 20.05.2014, 14:40:31
Auch nicht wenn du merkst das es nichts bringt? Hier leben knapp über 25.000 Menschen, von denen die City Busse etwa 17.000 erreichen. Ich weiß nicht ob du hier schon mal abends unterwegs warst, aber sobald die Läden ihre Pforten schließen(in der Innenstadt 20:00 Uhr) ist die Stadt wie ausgestorben. Klar kommen auch danach noch Leute mit der Bahn an, diejenigen die davon allerdings den Bus nutzen würden kann man an einer Hand abzählen, ob es merklich mehr werden wenn man die große Werbetrommel rührt bezweifle ich, jedenfalls wenn man die selbe Linienführung wie am Tag nutzt. Gegen 18:00 Uhr wenn der restliche Linienverkehr ja auch so gut wie beendet ist sehe ich durchaus Potenzial für die City Busse, wenn sie auch ne Runde in die Ortsteile drehen würden.
Verhalten ändert sich eben nicht mal eben, zumal wenn es vielleicht nur ein halbherziger Versuch ist.
Eine abendlich tote Delitzscher Innenstadt ist ja eher ein Grund, dann nach 19 oder 20 Uhr eine geänderte Linienführung (unter anderem Buchstaben/Nummer) zu fahren und interessante Ecken (Wohngebiete, Sportstädten, Bahnhöfe) primär anzubinden (aber deswegen bitte keine Bogen um die halbe Stadt, sonst werden dort evtl. Rest-Interessenten auch vergrault, nur eben nicht mehr um jeden Block einzeln fahren). Außerdem muss es ja nicht zwingend ein Bus mit leerer Luft sein, das ALITA-Konzept kennt man vielleicht auch in Delitzsch.

Mit dem aktuellen Zustand wird man in Delitzsch ja zum Autofahren gezwungen - und wenn man das mal vor der Tür hat, dann nutzt man es eben auch sonst schneller als ÖPNV. (Aus aktuellem Anlass kann ich nur sagen, wie angenehm selbst in Leipzig ein Auto zur ständigen Verfügung ist, auch wenn es 2 Querstraßen weiter geparkt ist. Von den Tür-zu-Tür-Zeiten von Nordost nach Süd via A14/A38 ganz zu schweigen.)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 20.05.2014, 17:01:41
(aber deswegen bitte keine Bogen um die halbe Stadt, sonst werden dort evtl. Rest-Interessenten auch vergrault, nur eben nicht mehr um jeden Block einzeln fahren).

Einen Bogen müsste man nicht mal machen, die beiden Linien A und B müssten ihre Bögen einfach ausweiten. So könnte man Nördliche, Westliche und Östliche Gebiete erschließen.
Für den Süden müsste man eine weitere Linie einführen. Kleine utopische Spielerei von mir,Takt Stündlich:
Linie 1(rot) Nord/West, Linie 2(schwarz) (Nord-)Ost
(http://s7.directupload.net/images/user/140520/temp/iiuitykf.jpg) (http://www.directupload.net/file/u/38916/iiuitykf_jpg.htm)
Linie 3 Süd, eher suboptimal der Abstecher nach Zschortau.
(http://s7.directupload.net/images/user/140520/temp/3xrwwxug.jpg) (http://www.directupload.net/file/u/38916/3xrwwxug_jpg.htm)

Aber wir kommen vom Thema ab ;)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 21.05.2014, 11:22:35
^^
nein nein, das passt schon zum Thema! Kannst du eine hilfreiche kleine Skizze anfertigen?

Danke
Der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 21.05.2014, 11:35:50
Was stellst du dir denn unter hilfreicher vor? Mit Haltestellen oder wie?


Übrigens am unteren Bahnhof in Delitzsch ist man aktuell dabei eine Digitale Fahrgastanzeige zu installieren. Laut Stadtverwaltung soll am Freitag der Testbetrieb starten.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 21.05.2014, 11:39:15
De Skizze ist hilfreich, wenn die Idee dahinter auch ortsunkundigen plausibel klar wird. Und halt so simpel wie möglich...

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 21.05.2014, 20:10:42
Effektiv wäre in ein vom LK gefördertes AST-Netz in Kooperation mit den hiesigen Taxiunternehmen.
Das Busnetz in DZ ist aus meiner Sicht in keinster Weise rentabel.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 21.05.2014, 22:56:31
Wobei AST Konstrukte eher den NAchteil haben, dass alle Besucher der Stadt  dieses weder kennen noch nutzen. Feste Linienangebote haben überhaupt Chancen!

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 24.05.2014, 10:37:00
Testbetrieb der Fahrgastanzeige:
(http://s14.directupload.net/images/user/140524/temp/x8re4nkh.jpg) (http://www.directupload.net/file/u/38916/x8re4nkh_jpg.htm)

Eher unschön, das sowohl Bahn- als auch Bussteige nummeriert sind.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 24.05.2014, 20:08:54
^ Ja, aber wie soll man es sonst lösen? Da man hier eine Trennlinie zwischen Bus- und Bahnverbindungen setzt, ist das Risiko durcheinanderzukommen nicht allzu groß.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 24.05.2014, 20:59:35
^ Ja, aber wie soll man es sonst lösen?

Bussteige in A, B, C und D umbenennen ;)
Am S-Bahnhof L-Messe werden die Straßenbahnsteige doch auch als A und B bezeichnet.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 24.05.2014, 21:54:25
Habe heute die Anzeige auch das erste Mal entdeckt. Die wäre mir bestimmt eher aufgefallen wenn der Standort nicht so deplatziert wäre.
Ich hätte das Teil zwischen Kreisverkehr und Bahnsteig 1 gebaut.
Aber eine schicke Sache ist es schon.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 18.09.2014, 20:06:37
Nach knapp Monaten hat man es geschafft den defekten Fahrstuhl in DZ am Bahnsteig 2/3 wieder in Gang zu setzen.
Klasse Leistung.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 19.02.2015, 10:42:02
Ich komme selten am Bf. Grimma lang. Aber dank Extra 3 war es gestern soweit: "Der Irrsinn der Woche"

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Realer-Irrsinn-Bahnsteig-Posse-in-Grimma,extra8916.html (http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Realer-Irrsinn-Bahnsteig-Posse-in-Grimma,extra8916.html)
Die Nachricht: Bahnsteig 2 wurde top behindertengerecht saniert, allerdings fahren alle Züge über Bahnsteig 1, unsaniert und nicht behindertengerecht. Reaktion  von der DB: Quasi keine.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Lößniger am 19.02.2015, 14:05:02
 ::)

ohne Worte...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 19.02.2015, 16:34:04
Die Nachricht: Bahnsteig 2 wurde top behindertengerecht saniert, allerdings fahren alle Züge über Bahnsteig 1, unsaniert und nicht behindertengerecht. Reaktion  von der DB: Quasi keine.

Der Bahnsteig 2 ist nicht saniert worden, der wurde im Zusammenhang mit dem ESTW-Umbau des Bahnhofes in einer anderen Lage als vorher als Außenbahnsteig (statt vorher Zwischenbahnsteig) neu gebaut. Ansonsten ist die Lösung Deiner Frage ganz einfach und auf jedem Satellitenbild zu entdecken. Der nicht sanierte Bahnsteig 1 ist der Hausbahnsteig und der ist direkt aus der Stadt, vom Parkplatz und von der Bushaltestelle zu erreichen. Zum neu gebauten Bahnsteig 2 kommt man nur über den Bahnübergang und hat damit einen Umweg von rund 100 Metern. Ich stelle mir gerade das Gezeter der Fahrgäste vor, die eine Minute vor der Abfahrt ihren Zug nicht mehr erreichen, weil sie vor der geschlossenen Schranke stehen, obwohl das doch bisher so einfach möglich war...

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 19.02.2015, 17:31:00
Danke für die Antwort! Schick sie mal der DB-Pressestelle.  ;)
Aber wahrscheinlich wissen die in dem Beitrag vorkommenden Rollstuhfahrer um diesen Umstand und wünschten trotzdem, auf dem barrierefreien Bahnsteig einzusteigen.
Fährt auf Gleis 2 überhaupt was? Nach Fahrplanaushang anscheinend nicht.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 19.02.2015, 17:38:10
Fährt auf Gleis 2 überhaupt was?

Nein. Außer vielleicht ab und zu mal ein Güter- oder Bauzug, der dort mit einem Reisezug kreuzt.

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 20.02.2015, 18:33:12
Ich hatte schon einmal das eher zweifelhafte Vergnügen, daß mein Zug überraschend am Bahnsteig 2 bereitstand. Wenn man per Bus mit knapper Übergangszeit am Bahnhofsvorplatz ankommt, muß man schon sportliche Qualitäten an den Tag legen, um den von Peter geschilderten Weg über den Bahnübergang noch rechtzeitig zu absolvieren. Und wollte man diesen Bahnsteig 2 wirklich als Hauptbahnsteig nutzen, wäre auch der im Extra-3-Beitrag so gelobte Fahrgastunterstand zu klein bemessen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Linie15E am 20.02.2015, 18:36:00
... wäre auch der im Extra-3-Beitrag so gelobte Fahrgastunterstand zu klein bemessen.

Das ist ne Satire-Sendung ;)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 20.02.2015, 18:41:23
^ Schon klar, das war allerdings die Aussage des ZVNL-Vertreters, die mir durchaus ernstgemeint vorkam.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 22.02.2015, 14:03:56
Der FG-Unterstand zu knapp bemessen? Ich gehe davon aus, dass das das Durchschnitts-Normmaß für solche Bahnsteigneubauten ist.
INteressant aber auch, dass sich der ZVNL dort äußert und sich die DB einen feuchten um die Wünsche des ZVNL schert.

Extra 3 ist eine Satiresendung, "der Irrsinn der Woche" ist aber eine Rubrik, die Real-Satire bringt. Sprich: Inszeniert ist für den Beitrag i.d.R. nix.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 22.02.2015, 14:33:56
Der FG-Unterstand zu knapp bemessen? Ich gehe davon aus, dass das das Durchschnitts-Normmaß für solche Bahnsteigneubauten ist.

Wie bemisst sich ein "Durchschnitts-Normmaß"? Der Unterstand am Bahnsteig 2 hat vier Sitzplätze, zusätzlich passen vielleicht noch drei stehende Fahrgäste drunter. In der HVZ warten dort aber regelmäßig 50 und mehr Leute auf den Zug...

INteressant aber auch, dass sich der ZVNL dort äußert und sich die DB einen feuchten um die Wünsche des ZVNL schert.

Dem Wunsch des Herrn Irrgang vom ZVNL folgend (ausweislich seiner Worte im Fernsehbeitrag: "Wir haben diesen Bahnsteig nicht gefordert.") gäbe es nach dem Umbau gar keinen Bahnsteig 2 in Grimma, sondern nur den Hausbahnsteig. Ich möchte mal sein Geschrei hören, wenn bei verspätungsbedingten Zugkreuzungen in Grimma einer der beiden Züge dort nicht halten könnte...

Sprich: Inszeniert ist für den Beitrag i.d.R. nix.

Nee, gar nix. Nur die beiden Rollstuhlfahrer wurden extra herangeholt, um dem Beitrag einen gewissen Pepp zu geben...

Wobei mich mal interessieren würde, warum dafür extra ein Team vom NDR anreisen musste, anstatt das der ortsansässige MDR sich der Sache annimmt.

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 22.02.2015, 16:08:33
Wie bemisst sich ein "Durchschnitts-Normmaß"? Der Unterstand am Bahnsteig 2 hat vier Sitzplätze, zusätzlich passen vielleicht noch drei stehende Fahrgäste drunter. In der HVZ warten dort aber regelmäßig 50 und mehr Leute auf den Zug...

...

Nee, gar nix. Nur die beiden Rollstuhlfahrer wurden extra herangeholt, um dem Beitrag einen gewissen Pepp zu geben...

Wobei mich mal interessieren würde, warum dafür extra ein Team vom NDR anreisen musste, anstatt das der ortsansässige MDR sich der Sache annimmt.


Ich weiß nicht, ob es ein Maß der Bahn für bestimmte Arten von Bahnsteigneubauten gibt. Könnte mir vorstellen, dass es das gibt, unabhängig vom Bedarf?

Ob die Rollstuhlfahrer extra rangekarrt wurden? Glaube ich nicht, die werden eher Post an Extra 3 geschickt haben.
Warum sich der MDR dem nicht annimmt? Keine Ahnung, vielleicht wurde ja extra Extra 3 angeschrieben? Außerdem gibt es den ARD-Austausch, im Rahmen dessen der Beitrag gestern nochmal im Sachsenspiegel lief. ;D
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Linie15E am 22.02.2015, 16:09:11
Dem Wunsch des Herrn Irrgang vom ZVNL folgend (ausweislich seiner Worte im Fernsehbeitrag: "Wir haben diesen Bahnsteig nicht gefordert.") gäbe es nach dem Umbau gar keinen Bahnsteig 2 in Grimma, sondern nur den Hausbahnsteig. Ich möchte mal sein Geschrei hören, wenn bei verspätungsbedingten Zugkreuzungen in Grimma einer der beiden Züge dort nicht halten könnte...

Zugkreuzungen gibts eh nicht mehr, wenn der ZVNL den Takt so ausgedünnt hat, dass man mit einer Garnitur für die Strecke auskommt ;D
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 22.02.2015, 16:31:38
Ob die Rollstuhlfahrer extra rangekarrt wurden? Glaube ich nicht, die werden eher Post an Extra 3 geschickt haben.

Kann sein. Kann aber auch sein, dass da jemand anderes den NDR informiert hat. Kann auch sein, dass der MDR vielleicht gar kein Interesse an der Story hatte und deswegen der NDR eingesprungen ist. Aber sicher war es blanker Zufall, dass sich neben den beiden Rollifahrern auch noch Herr Irrgang vom ZVNL auf dem Grimmaer Bahnhof rumgetrieben hat...

Zugkreuzungen gibts eh nicht mehr, wenn der ZVNL den Takt so ausgedünnt hat, dass man mit einer Garnitur für die Strecke auskommt ;D

Naja, im Moment ist immer noch von einem Stundentakt Leipzig - Döbeln die Rede, alles darunter wäre auch Irrsinn. Und egal, ob die Zugkreuzungen wie heute in Großbothen oder vielleicht auch in Großsteinberg stattfinden, bei Verspätungen kann dann auch in Grimma gekreuzt werden. Da ist ein zweiter Bahnsteig hilfreich. Von daher irritiert mich die Aussage Irrgangs etwas, dass der ZVNL den zweiten Bahnsteig nicht brauche. Da bräuchte ja beim bevorstehenden Umbau in Beucha auch kein zweiter Bahnsteig neu gebaut werden...

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 22.02.2015, 17:00:08
Kann sein. Kann aber auch sein, dass da jemand anderes den NDR informiert hat. Kann auch sein, dass der MDR vielleicht gar kein Interesse an der Story hatte und deswegen der NDR eingesprungen ist. Aber sicher war es blanker Zufall, dass sich neben den beiden Rollifahrern auch noch Herr Irrgang vom ZVNL auf dem Grimmaer Bahnhof rumgetrieben hat...

Weiß ehrlich gesagt nicht, wieso du so "zickig" bei dem Beitrag reagierst...

Ein TV-Team muss Kenntnis von der Sache bekommen, wird von irgendwem darauf aufmerksam gemacht. Diejenigen sind dann auch anwesend und man bittet den Auftraggeber des Verkehrs mit dazu. Die Betroffenen sind die Rollstuhlfahrer, der Auftraggeber der ZVNL, der in dieser Angelegenheit die DB wohl auch schon angeschrieben und gebeten hat.
Der ZVNL allerdings blitzt bei der DB ab, die Erklärung der DB gegenüber dem NDR ist etwas seltsam.

Bleibt: Manch einer, insbesondere Mobilitätseingeschränkte und der ZVNL, wünschen sich, dass auch der behindertengerechte Bahnsteig angefahren wird, DB erklärt nicht, warum das nicht geht sondern weicht aus.

So weit, so schlecht.
Dass der alte Bahnsteig stadtseitig liegt ist sicher ein Fakt, den man nicht außer Acht lassen sollte. Aber wenn Rollstuhfahrern egal ist, dass sie ihre Gefährte über den Bahnübergang deichseln müssen... ?

Mir kommt's so vor wie: War schon immer so, bleibt so und das ist gut so.

Mal abgesehen davon, dass Geld investiert wurde in einen zeitgemäßen Bahnsteig, das aber erst noch darauf hoffen muss, dass es in 20-30 Jahren gut angelegt ist. Wir sprechen hier übrigens von Investition öffentlicher Mittel.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 22.02.2015, 17:33:42
Weiß ehrlich gesagt nicht, wieso du so "zickig" bei dem Beitrag reagierst...

Sorry, wenn's so rüberkam, es war nicht zickig gemeint. Alles gut! ;)

Der ZVNL allerdings blitzt bei der DB ab, die Erklärung der DB gegenüber dem NDR ist etwas seltsam.

Mir ist jetzt nicht klar, wo der ZVNL bei der DB abgeblitzt sein soll. Ansonsten gebe ich Dir Recht, die Erklärung der DB war viel zu hochtrabend, also einfach doof. Dabei wäre es soooo einfach gewesen. Der Bahnsteig 2 ist einfach ein Ersatzneubau für den früheren Zwischenbahnsteig 2, der dem ESTW-bedingten Spurplanumbau des Bahnhofes zum Opfer gefallen ist. Der Ersatzneubau wurde natürlich nach heutigen Richtlinien realisiert, am alten Hausbahnsteig hingegen musste beim ESTW-Umbau nichts geändert werden. Man hätte den Bahnsteig 2 auch ganz weglassen können, aber mit Sicherheit hätten sich dann verschiedene Institutionen, allen voran der ZVNL, wegen der damit verbundenen Kapazitätseinschränkung der Strecke aufgeplustert. Und wie ich finde auch zu Recht.

Bleibt: Manch einer, insbesondere Mobilitätseingeschränkte und der ZVNL, wünschen sich, dass auch der behindertengerechte Bahnsteig angefahren wird, DB erklärt nicht, warum das nicht geht sondern weicht aus.

Wobei der ZVNL in dieser Frage völlig realitätsfremd argumentiert. Hunderte Fahrgäste täglich müssten einen Umweg sowie ein bis zwei Minuten Mehrfahrzeit (wegen der 40-km/h-Ein- und Ausfahrt über das Überholgleis) hinnehmen, damit wöchentlich (wenn überhaupt) eine einstellige Anzahl Rolli-Fahrer barrierefrei einsteigen können. Letztere haben übrigens die Möglichkeit, sich bei der Mobilitätshotline der DB anzumelden, dann wird auch ihr Zustieg gewährleistet. Entweder durch eine außerplanmäßige Führung des Zuges über Bahnsteig 2 oder auch mittels Service-Team und mobilem Hublift.

Nur eins wird außen vor gelassen, besteht in Grimma überhaupt ein nennenswerter Bedarf für Rollifahrer, die die Züge nutzen wollen?? Ich fahre die Strecke seit über 16 Jahren mehr oder weniger regelmäßig, seit etwa 13 Jahren mit dem Desiro. Ich habe in Grimma noch nie einen Rollifahrer erlebt...

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Thomas L.E. am 23.02.2015, 10:22:52
Fährt auf Gleis 2 überhaupt was? Nach Fahrplanaushang anscheinend nicht.
BILD bildet: Eine Bahnsprecherin erklärt auf BILD-Nachfrage: „Der neue Bahnsteig war Vorgabe im Genehmigungsverfahren für das Elektronische Stellwerk Muldental.“

http://www.bild.de/regional/leipzig/deutsche-bahn/stillgelegter-bahnsteig-fuer-behinderte-umgebaut-39876470.bild.html

Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Linie15E am 23.02.2015, 12:55:48
Nur eins wird außen vor gelassen, besteht in Grimma überhaupt ein nennenswerter Bedarf für Rollifahrer, die die Züge nutzen wollen?? Ich fahre die Strecke seit über 16 Jahren mehr oder weniger regelmäßig, seit etwa 13 Jahren mit dem Desiro. Ich habe in Grimma noch nie einen Rollifahrer erlebt...

Das ist eine gute Frage - würdest du als Rollstuhlfahrer dir überall helfen lassen wollen? Bisher waren die Leute immer auf den Hublift angewiesen - und mussten sich so helfen lassen. Vielleicht möchten sich diese Leute auch gar nicht helfen lassen, sondern ihren Alltag alleine meistern - so wie ich es vielleicht tue oder auch du. Ich stelle es mir als ein sehr unangenehmes Gefühl vor, wenn ich anderen Leuten dabei immer zur Last fallen würde - vielleicht hielt sich der Bedarf bzw. die Nachfrage bzw. das Aufkommen also deshalb auch so sehr in Grenzen.
Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Umbau in der Prager Straße - seit der Neugestaltung nutzen sehr viele mobilitätseingeschränkte Personen (z.B. mit Rollstuhl) diese Haltestelle (Edit: Ich meine die /HS Prager/Russenstraße) zum Ein- und Aussteigen. Vor dem Umbau konnte ich das nicht beobachten - das lag aber sicherlich auch einfach daran, dass kein barrierefreier Zugang eine Mobilitätsschranke ist. Jetzt, wo es diese nicht mehr gibt, sieht man öfter mobilitätseingeschränkte Personen im Rollstuhl ein- und auch aussteigen.

Viele Grüße,
Paul
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Lonestarr am 23.02.2015, 13:09:33
Das ist eine gute Frage - würdest du als Rollstuhlfahrer dir überall helfen lassen wollen?
Mit der Ansicht hast Du vollkommen recht. Nur führt dann im konkreten Fall kein Weg an der Erneuerung des Hausbahnsteiges vorbei. Denn wenn die Züge alle am Bahnsteig 2 halten, nur um einen barrierefreien Zugang zu gewährleisten, würden die Rollstuhlfahrer quasi hintenrum die Hilfe der anderen Reisenden in Anspruch nehmen. Und das wollen sie schließlich nicht.

Gruß Thomas
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Thomas L.E. am 23.02.2015, 15:52:12
Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Umbau in der Prager Straße - seit der Neugestaltung nutzen sehr viele mobilitätseingeschränkte Personen (z.B. mit Rollstuhl) diese Haltestelle (Edit: Ich meine die /HS Prager/Russenstraße) zum Ein- und Aussteigen. Vor dem Umbau konnte ich das nicht beobachten - das lag aber sicherlich auch einfach daran, dass kein barrierefreier Zugang eine Mobilitätsschranke ist. Jetzt, wo es diese nicht mehr gibt, sieht man öfter mobilitätseingeschränkte Personen im Rollstuhl ein- und auch aussteigen.
Wie wir gerade beim Thema Rollstuhlfahrer sind: Wie sieht es eigentlich bei den geplanten neuen Straßenbahen mit der Rollstuhlrampe aus? Die von Hand ausklappbare Variante mit dem störanfälligen Kontakten der Classic XXL ist doch technisch längst überholt. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen (ich glaube es war in Ingolstadt), da konnte der Fahrer per Knopfdruck die Rollstuhlrampe elektrisch ausfahren. Das ist noch einmal eine deutliche Verbesserung, da hiermit das Ein- und Aussteigen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste wesentlich effizienter ist und der Fahrer seinen Platz nicht mehr verlassen muß.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: GK am 23.02.2015, 16:35:32
Wobei ich mich frage, warum - jenseits von Geld und gutem Willen - der alte Bahnsteig nicht umgebaut werden könnte. Gegen den Umbau in DB-Einheitshässlich spricht der Denkmalschutz, aber auch im aktuellen Erscheinungsbild könnte man ihn auf 55cm erhöhen, vom Ausgang des Bahnhofsgebäudes eine kleine Rampe schaffen sowie 2 Treppenstufen (oder was erforderlich ist). Und hätte damit 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: ein vernünftiges Erscheinungsbild erhalten und Barrierefreiheit geschaffen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 23.02.2015, 16:41:22
Vielleicht möchten sich diese Leute auch gar nicht helfen lassen, sondern ihren Alltag alleine meistern - so wie ich es vielleicht tue oder auch du.

Ein berechtigter Einwand. Nur bleibt dann die Frage, wie sind die Rollifahrer bisher von Grimma nach Leipzig gekommen? Da sie sicher auch nicht alleine Auto fahren können (manche können das, aber nicht alle), lassen sie sich vom Fahrdienst fahren und nehmen so zwangsläufig auch fremde Hilfe in Anspruch.

Wobei ich mich frage, warum - jenseits von Geld und gutem Willen - der alte Bahnsteig nicht umgebaut werden könnte.

Du hast es doch selbst geschrieben, weniger der gute Wille als vielmehr das Geld...

Der Aufwand dürfte tatsächlich überschaubar sein, weder Stufen noch Rampe wären zum Bahnhofsvorplatz hin erforderlich und selbst die alte Bahnsteigüberdachung dürfte dem nicht im Wege stehen. Das Bahnhofsgebäude selbst wird ja gar nicht mehr genutzt, das steht schon seit Jahren leer, der Weg zum Bahnsteig liegt daneben.

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: coppy am 23.02.2015, 21:41:49
Na irgentwie besteht die Posse doch wohl nicht darin, das Bahnsteig 2 umgebaut wurde, sondern das Bahnsteig 1 nicht auch umgebaut wurde.
Aber was will man von einem Unternehmer erwarten, dass auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken kann, es aber in dieser Zeit noch nicht geschafft hat, sich überhaupt auf eine einheitliche Bahnsteighöhe zu einigen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 23.02.2015, 22:30:37
Na irgentwie besteht die Posse doch wohl nicht darin, das Bahnsteig 2 umgebaut wurde

neu gebaut.

Aber was will man von einem Unternehmer erwarten, dass auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken kann

Sieht der Laden wirklich so jung aus?? Da ham wor uns ja jutt jehalten...

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Linie15E am 23.02.2015, 22:38:55
Ich zähle 21 Jahre seit 1994, oder täusche ich mich da?

Ein berechtigter Einwand. Nur bleibt dann die Frage, wie sind die Rollifahrer bisher von Grimma nach Leipzig gekommen? Da sie sicher auch nicht alleine Auto fahren können (manche können das, aber nicht alle), lassen sie sich vom Fahrdienst fahren und nehmen so zwangsläufig auch fremde Hilfe in Anspruch.

Dann waren sie halt nicht mobil. Und sind nicht nach Leipzig gefahren. Oder sie hatten feste Bezugspersonen, die sie immer nach Leipzig gefahren haben. Da ist es aber auch einfacher, sich den Menschen anzuvertrauen, die man kennt. Und sich nicht den Blicken und Gedanken der immer wechselnden Fahrgästen auszusetzen, die innerlich alle stöhnen, weil Verspätungen durch die eigene Beförderung aufgebaut wird.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Passagier am 24.02.2015, 09:27:33
Themenwechsel:
Die L-IZ berichtet hinter ihrer neuen Bezahlwand über die Tatsache, dass zwei internationale Lufthäfen in Sachsen zu viel sind. Kurios (und Zufall?), dass diesen Artikel ausgerechnet ein Foto von einem Flieger der Fluggesellschaft "Darwin" schmückt.
http://www.l-iz.de/wirtschaft/metropolregion/2015/02/drei-flughaefen-fuer-mitteldeutschland-sind-zwei-zu-viel-76700 (http://www.l-iz.de/wirtschaft/metropolregion/2015/02/drei-flughaefen-fuer-mitteldeutschland-sind-zwei-zu-viel-76700)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 09.08.2015, 20:18:20
Noch in diesem Jahr soll am Unteren Bahnhof in Delitzsch ein dritter P+R Platz entstehen.
Rund 30 PKW Stellplätze sollen auf einer Bruchfläche gegenüber des bereits seit einigen Jahren bestehenden P+R Plätzes errichtet werden.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Linie15E am 10.08.2015, 23:56:36
Der Landkreis Torgau-Delitzsch-Oschatz (zu dem auch Taucha und z.B. Borsdorf gehören) bekommt neue Haltestellenschilder. Stand letztens in der gedruckten LVZ.

Außerdem
http://www.lvz.de/Region/Taucha/In-Poenitz-plant-die-Bahn-etwas-am-Uebergang (http://www.lvz.de/Region/Taucha/In-Poenitz-plant-die-Bahn-etwas-am-Uebergang)


Viele Grüße
Paul
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 11.08.2015, 09:29:49
Der LK heißt Nordsachsen, nicht "Torgau-Delitzsch-Oschatz" und Borsdorf ist Bestandteil des LK Leipzig. ;)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 06.06.2016, 20:44:33
Auf 900m Länge werden im Bereich Bf. Zschortau bis zum 1. Quartal 2017 Schallschutzwände errichtet. Vorbereitende Maßnahmen hierzu werden derzeit getroffen.

EDIT: Danke für den Hinweis
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 06.06.2016, 23:23:57
Dann hat sich der Bürgermeister doch nach langem Abwägen für die Wände entschieden. Leicht fiel diese Entscheidung nicht, denn die 6 m hohen Wände wirken wie die Berliner Mauer und zerschneiden den Ort radikal. Den Lärmschutz kann er auch nicht negieren und die Bundesregierung fördert aktuell diese Nachrüstungen. Leider gibt es keine Förderung für die nahezu gleichwertige Besonders niedrige Schallschutzwand.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 06.06.2016, 23:40:01
Ich denke es war letztendlich die Entscheidung des Gemeinderates, das Thema wurde meine ich ja schon zu Zeiten des Vorherigen BM heftig diskutiert.

In Delitzsch war man in letzter Zeit übrigens fleißig am werkeln und hat einen Großteil der Haltestellenschilder erneuert.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Lutz G. am 07.06.2016, 07:05:53
Auf 900m Länge werden im Bereich Bf. Zschortau bis zum 1. Quartal Schallschutzwände errichtet. Vorbereitende Maßnahmen hierzu werden derzeit getroffen.
Fehlt leider die Jahresangabe (das 1. Quartal 2016 endete mit dem 31. März ...)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 07.06.2016, 08:06:52
Im Planfeststellungsverfahr en ist übrigens von 431m bahnlinks und 828m bahnrechts und nur 3 Meter hohen Wänden die Rede und aus der Ausschreibung kann man ableiten das der Wunsch nach teilweisen Transparenten Elementen umgesetzt wird.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 07.06.2016, 09:07:50
Dann ist dies vermutlich das Ergebnis des Kompromisses. Als ich mit dem Bürgermeister sprach, ging dieser von deutlich höheren Elementen aus.

Teiltransparent klingt gut, hält in der Regel jedoch nicht bis zur Abnahme, bis es bunt schillert.  ;-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 07.06.2016, 20:24:42
In Delitzsch war man in letzter Zeit übrigens fleißig am werkeln und hat einen Großteil der Haltestellenschilder erneuert.

Wobei die Schilder nicht gut gelungen sind. "Del" ist eine bescheuerte Abkürzung, warum nicht "DZ"? Darüber hinaus hat man es nicht geschafft, die am unteren Bahnhof endende Linie B mit einem  /S-Bahn - Logo zu versehen. Schwach.

(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/cbwbduzbczuhbsd47k65bni1e.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 11.06.2016, 21:34:35
Die Anwohner in Zschortau wirds bestimmt freuen. Hab die Woche mehrfach beobachten können, dass dort um 5h schon fleißig gebuddelt wird.  :o
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Lutz G. am 12.06.2016, 09:36:36
Die Anwohner in Zschortau wirds bestimmt freuen. Hab die Woche mehrfach beobachten können, dass dort um 5h schon fleißig gebuddelt wird.  :o
Kleine Korrektur: Es wird auch nachts fleißig gebuddelt, besonders das Bohren für die Fundamente der Lärmwände (das sind die dicken Rohre, die dort momentan noch rumliegen) erfolgt - bestimmt nicht mit Flüstertechnik - in einseitigen Sperrpausen zwischen 22:00 und 4:00 Uhr.
Dafür wird es dann schön ruhig, wenn die aufregend interessante Architektur der Lärmwände direkt vor dem Wohnzimmerfenster steht (wer dort wohnt, hat das Schlafzimmer traditionell "hinten raus") und nicht mehr die bösen Zuge das Blickfeld verhunzen. Perfektes ganztägiges Sonnenschutzrollo inklusive.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 14.06.2016, 21:29:01
ich bin ja neugierig, wie derartige "Ingenieurskunst" von den Archäologen der Zukunft gedeutet wird!  :-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 23.07.2016, 22:49:05
Fünf Bushaltestellen im Delitzscher Stadtgebiet(Bitterfelder Str., Werbener Str., Düberner Str., R-Wagner-Str., Marienstr.) sollen in diesem Jahr, von Anfang Oktober bis Mitte November, Barrierefrei Ausgebaut werden.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 29.08.2016, 20:49:22
 /S-Bahn 9 Vorlaufbetrieb mit Dreiteiligem MDSBII-Hamster.
1142 160 gesehen heute 14:30h in Eilenburg. Die Desiros verlassen damit die Strecke und man hat rote Hamster in zweierlei Vielfalt (DB + Abellio). Die Dreiteiler haben übrigens keine Sitzclub-Ecke (Lounge) wie in den Fünfteilern.

(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/wp2016082914je8hc95vd3.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 31.08.2016, 07:00:55
Änderungen zum Fahrplanwechsel am 01.09.2016 auf den von Auto-Webel bedienten Strecken.

- Linie 135 wieder auf der gewohnten Streckenführung von Schkeuditz über Kleinliebenau nach Dölzig

- geänderte Streckenführung auf der Linie 192 mit neuer Direktverbindung von Delitzsch Nord zum Klinikum St. Georg und zurück

- umfangreicheres Fahrtenangebot auf der Linie 205 unter der Marke "RegioRing" mit stündlich verkehrende Niederflurbussen in einer einheitlichen Linienführung in den Ortsteilen Benndorf, Werben, Sandmark, Rödgen, Kertitz und Schenkenberg sowie Linienverkehr am Samstag

- Anbindung des Pep-Marktes in Delitzsch mit dem CityBus B.

Detaillierte Änderungen sind hier zu finden:
http://www.auto-webel.de/index.php?site=linienverkehr&usite=linien&linie=DELITZSCH_CITY&plan=Stadt%20Delitzsch&l=DELITZSCH_CITY#mitte
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.09.2016, 19:53:48
Fünf Bushaltestellen im Delitzscher Stadtgebiet(Bitterfelder Str., Werbener Str., Düberner Str., R-Wagner-Str., Marienstr.) sollen in diesem Jahr, von Anfang Oktober bis Mitte November, Barrierefrei Ausgebaut werden.

Gesamtbaukosten: 71.000€. Möglich durch das Förderprogramm "Barrierefreie Haltestellen" des LK Nordsachsen. Abdeckungsgrad der Kosten damit: 90%. Grund für das Förderprogramm ist die Nivellierung des PBefG, dass die Barrierefreiheit des ÖPNV bis 2022 vorsieht. 

Quelle: Amtsblatt Delitzsch 17.09.2016 (Seite 10)
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Lonestarr am 16.09.2016, 20:34:27
Grund für das Förderprogramm ist die Nivellierung des PBefG, dass die Barrierefreiheit des ÖPNV bis 2022 vorsieht.
Die Höhe des Bussteigs wird in der Tat nivelliert. Das PBefG wird jedoch novelliert.

Gruß Thomas
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.09.2016, 21:05:06
Da ist was dran. Hab es übrigens so aus dem (Wortlaut) Amtsblatt entnommen. Die werden es doch wissen (oder auch nicht). 
Titel: Brand im ehemaligen Bahnhofsgebäude in Holzhausen
Beitrag von: MD 612 am 24.09.2016, 13:14:46
In der letzten Nacht hat es im früheren Bahnhofsgebäude von Holzhausen gebrannt. Die Strecke ist zwar nach kurzzeitiger Sperrung seit heute früh wieder frei, der Hp Holzhausen wird durch die RB113 derzeit aber nicht bedient. Ein Großraumtaxi fährt als SEV Liebertwolkwitz - Holzhausen - Mölkau.

lvz.de (http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Brand-im-Bahnhof-Leipzig-Holzhausen-Feuerwehr-findet-33-Kilo-Gasflasche)

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 24.09.2016, 15:53:17
Sanierung der Busspur, neue LED Beleuchtung, weitere Fahrradboxen und noch einiges mehr. Der Vorplatz von Delitzschs unterem Bahnhof wird Modernisiert.
Dafür nehmen ZVNL(90%) und die Stadt Delitzsch(10%) insgesamt 100.000€ in die Hand.

Außerdem entsteht unter Federführung des Landkreises Nordsachsen in der Nähe des Berufsschulzentrums ein weiterer P+R Platz.

http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Delitzscher-Bahnhofs-Vorplatz-wird-bald-schick
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 01.12.2016, 18:32:01
Bis zum Ende des kommenden Frühjahr erhalten 17 Delitzscher Bushaltestellen eine Grundhafte Instandhaltung.
Investitionsvolumen 43.000€, davon kommen rund 38.700€(entspricht 90%) aus dem Fördermitteltopf "Flankierende Maßnahmen im ÖPNV 2016 (Programm 3)"

http://www.delitzsch.de/dz.site,postext,aktuelles,artikel_id,7205,jahr,2016.html#anker
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 27.01.2017, 20:46:40
http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Frust-und-Verstaendnis-fuer-die-Bahn-Huperei-in-Delitzsch

Die klassischen Wutbürger mal wieder. 33 Güterzüge am Tag aber es lärmt ohne Ende. Umgerechnet wird ca. alle 44 min 2x gehupt. Das die ganzen Züge auf der KBS250 beim Befahren der Weichen am unteren Bahnhof mehr Lärm produzieren, interessiert jedoch kaum einen.

Manchmal weiß ich nicht was schlimmer ist in Deutschland. Die Bürger oder die Politiker.


Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: GK am 30.01.2017, 15:49:03
^ Ich wollte gerade sagen, für die direkten Anwohner nervt es, da sie hierzulande ihre Ruhe gewohnt sind. Und für eine "südostasiatische Lösung" wie an der EÜ Equipagenweg in Markkleeberg ist der Bahn wohl viel zu wenig los, sowohl auf der Strecke als auch dem Fußweg.

In den USA ist es übrigens vorgeschrieben, dass selbst an voll beschrankten Bahnübergängen oder bei Durchfahrten am Bahnsteig mehrfach(!) per Hupen/Horn zu warnen ist. Von dem vorgeschriebenen Geläute an Bahnsteigen beim Einfahren und Anfahren von Zügen ganz zu schweigen. Ist eben alles eine Sache der Gewöhnung ...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Halleipzig am 30.01.2017, 16:21:16
Auch in Halle macht man sich Gedanken über die Zukunft, in diesem Fall die Bürgerinitiative für Alternativen zur Hochstraße.

Zitat
Vorgeschlagen werden darin die Weiterführung des S-Bahn vom Neustädter Tunnelbahnhof aus zum Weinberg Campus. Ebenso wird der Weiterbau der Straßenbahn von Kröllwitz aus nach Heide-Nord und Dölau bis zum Krankenhaus Martha Maria vorgeschlagen.
http://dubisthalle.de/debatte-zum-verkehrsplan-s-bahn-nach-heide-sued (http://dubisthalle.de/debatte-zum-verkehrsplan-s-bahn-nach-heide-sued)

Auch eine Zusammenlegung der Haltestellen der  /S-Bahn von Silberhöhe und Südstadt wird vorgeschlagen, welche ich übrigens auch für sinnvoll halte. Der Rest bzgl.  /S-Bahn ist unsinnig. Auch die Verlängerung der Tram bis Heide-Nord bzw. Reideburg könnte irgendwann noch kommen, ebenso eine Strecke von der Damaschkestraße nach Bruckdorf. Auf dieser Strecke wurde beim letzten Fahrplanwechsel der Bus-Takt auf 15min verdichtet.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 30.01.2017, 16:54:10
^ Ich finde die Vorschläge auch teilweise recht abenteuerlich. Wie man z.B. auf der erträumten  /S-Bahn im großen Bogen über Südstadt und Neustadt eine kürzere Fahrzeit zum Weinbergcampus als mit der Straßenbahn erreichen will, ist mir schleierhaft. Und was wird aus der Strecke nach Nietleben - abhängen oder schwächen? Darüber steht nichts im Artikel. Von den Phantasien, die  /S-Bahn per Dreischienengleis durchs Straßennetz zu schleusen (und so noch störungsanfälliger zu machen), mal ganz zu schweigen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: BR 1442 am 02.06.2017, 17:14:23
Der Landkreis Nordsachsen bestellt mehr Fahrten auf der Buslinie 210 (Delitzsch-Bad Düben)
http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Ab-August-fahren-taeglich-mehr-Busse-zwischen-Bad-Dueben-und-Delitzsch
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jo Hey am 02.06.2017, 21:41:31
Da stellt sich die Frage, warum gerade diese Linie und warum gerade jetzt. Da man ganz besonders die Verknüpfung zur S-Bahn in Delitzsch hervorhebt, drängt sich mir der Verdacht auf, man wolle die aktuellen Bestrebungen der Stadt Bad Düben bezüglich S-Bahn-Anschluss unterbinden. Dort drängt man auf eine Reaktivierung der Heidebahn und Anschluss an die S4 über Eilenburg. Die ablehnende Haltung des Landkreises zur Reaktivierung der Linie wurde ja schon mehr als einmal deutlich.

Gruß
Jo Hey
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: MD 612 am 02.06.2017, 22:17:48
Da stellt sich die Frage, warum gerade diese Linie und warum gerade jetzt.
Ganz einfach, weil die Reaktivierung der Heidebahn reine Zukunftsmusik ist, die Verstärkung der 210 aber schon jetzt erfolgen kann.

Gruß Peter
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 02.06.2017, 22:26:54
Wobei ich die Busverbindung Bad Düben-Delitzsch nicht unbedingt als Konkurrenz zur Heidebahn, geschweige denn als Ersatz sehen würde. Dazu ist der Verlauf schon zu unterschiedlich. Und für den Ausflugsverkehr ist eine Buslinie, die am Wochenende nur als Rufbus unterwegs ist, nicht attraktiv.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jo Hey am 02.06.2017, 22:50:07
Immerhin haben die Verbindungen gemeinsam, dass sie den Anschluss nach Leipzig gewährleisten. Ähnlich hat man, als die Reaktivierungsbestrebung en vor 1-2 Jahren aufkamen, die Buslinie 232 (Düben-Eilenburg) mit Rufbussen etwas aufgepeppt. Die Rufbusse werden wohl nur spärlich genutzt werden, so dass man zum Ergebnis kommen kann, dass eine Reaktivierung der Heidebahn nicht opportun sei. Die Stärkung der Buslinien liest sich daher für mich wie eine Entscheidung gegen die Heidebahn. Ohne positives Bekenntnis des Landkreises wird es auf der Heidebahn keinen Personenverkehr geben.

Gruß
Jo Hey
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 07.06.2017, 00:35:17
Bad Dübens Nachbargemeinde Laußig hat in den letzten beiden Jahren neun Bushaltestellen ausgebaut, jetzt geht es mit der Haltestelle Heideschänke an der S11 nach Eilenburg weiter, drei neue FGU kommen und im OT Gruna stockt der Bau:

http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Laussig-baut-weitere-Baushaltestellen-barrierefrei-um
Titel: Sanierung Bahnhof Bad Düben
Beitrag von: elnbb am 07.06.2017, 01:48:40
Nachdem vor vier Jahren der Bad Dübener Bahnhof verkauft wurde,
(Bad Dübens Bahnhof hat neuen Besitzer (LVZ vom 17.05.2013) (http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bad-Duebens-Bahnhof-hat-neuen-Besitzer))
will der neue Eigentümer mit der "Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide eG" das Gebäude sanieren. Die Schäden am Dach und Vandalismus scheinen dem Gebäude schon zugesetzt zu haben.
(Pläne - Bad Dübens ehemaliger Bahnhof soll Schritt für Schritt saniert werden (LVZ vom 24.03.2017) (http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bad-Duebens-ehemaliger-Bahnhof-soll-Schritt-fuer-Schritt-saniert-werden))

An diese Entwicklung kann die Stadt doch anknüpfen und den Weg zum Bahnhof aufwerten. Eine bessere Verknüpfung mit dem Stadt- und Regionalbusverkehr wäre vor allem angesichts der Lage des Bahnhofs nützlich. Damit könnte man zeigen, wie sehr man wirklich an einem Bahnanschluss interessiert ist.

Immerhin haben die Verbindungen gemeinsam, dass sie den Anschluss nach Leipzig gewährleisten. Ähnlich hat man, als die Reaktivierungsbestrebung en vor 1-2 Jahren aufkamen, die Buslinie 232 (Düben-Eilenburg) mit Rufbussen etwas aufgepeppt. Die Rufbusse werden wohl nur spärlich genutzt werden, so dass man zum Ergebnis kommen kann, dass eine Reaktivierung der Heidebahn nicht opportun sei. Die Stärkung der Buslinien liest sich daher für mich wie eine Entscheidung gegen die Heidebahn. Ohne positives Bekenntnis des Landkreises wird es auf der Heidebahn keinen Personenverkehr geben.

Von einem "positiven Bekenntnis" des Landkreises kann man sich auch nicht viel kaufen. Die neuen Wochenendverbindungen sollte man touristisch bestmöglich einbinden und bewerben, um damit vernünftige Fahrgastzahlen zu erreichen. Wenn der ZVNL in zwei oder drei Jahren auf die Auslastung schaut, wird der Daumen nach unten zeigen, wenn nur heiße Luft transportiert wird - dann wäre der Zug im wahrsten Sinne des Wortes für viele Jahre abgefahren. Und erst recht wird keiner der Beteiligten über Nacht eine elektrifizierte S-Bahn-Strecke in einen Ort mit 5000 EW aus dem Boden stampfen. Wenn man so fragt, wird zwangsläufig ein Nein die Antwort sein.

Wenn die Busverbindungen verbessert werden ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung. Hier bestätigt sich mal wieder: wer immer wieder schreit, bekommt auch (irgend)etwas.

Da stellt sich die Frage, warum gerade diese Linie und warum gerade jetzt.
Selbst mit einer reaktivierten Heidebahn sollten Busse Richtung Delitzsch fahren. Da man aber vermutlich in Bad Düben darauf gedrängt hat, dass diese über die Stadtteile Schnaditz und Tiefensee fahren, ist die Fahrtzeit mit ca. 35 min nicht so der Knüller. Da kann man auch gleich über Löbnitz fahren.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jo Hey am 07.06.2017, 15:23:00
Zitat
Von einem "positiven Bekenntnis" des Landkreises kann man sich auch nicht viel kaufen. Die neuen Wochenendverbindungen sollte man touristisch bestmöglich einbinden und bewerben, um damit vernünftige Fahrgastzahlen zu erreichen. Wenn der ZVNL in zwei oder drei Jahren auf die Auslastung schaut, wird der Daumen nach unten zeigen, wenn nur heiße Luft transportiert wird - dann wäre der Zug im wahrsten Sinne des Wortes für viele Jahre abgefahren. Und erst recht wird keiner der Beteiligten über Nacht eine elektrifizierte S-Bahn-Strecke in einen Ort mit 5000 EW aus dem Boden stampfen. Wenn man so fragt, wird zwangsläufig ein Nein die Antwort sein.

Selbst ein gut ausgelastetes touristisches Angebot, wie es jetzt angeboten wird, begründet noch lange keinen täglichen Taktverkehr, wie er angestrebt wird. Da im ZVNL Vertreter des Landkreises sitzen, kann man sich von einem positiven Bekenntnis schon eher etwas kaufen. In jedem Fall wird es keinen Personenverkehr geben, solange sich der Landkreis für den guten Vertragsabschluss mit Vetter Bus feiert und damit jegliche Bemühungen von Seiten der Stadt Bad Düben im Keim zu ersticken versucht. Und diese Strategie baut man gerade aus, indem man die erst vor einigen Jahren zusammengekürzten Wochenendverkehre wieder einführt, nun aber nur noch als Rufbus-Feigenblatt.

Eine Elektrifizierung und S-Bahn-Anbindung ist einfach nur illusorisch und wird auch nicht geschehen. Stattdessen sollte in Verknüpfung mit Bus, Auto und Fahrrad investiert werden, auf lange Sicht auch in die Sicherungstechnik zur Erhöhung der Reisegeschwindigkeit. Für solche Investitionen müssen aber alle Akteure an einem Strang ziehen, und davon ist man im Moment noch meilenweit entfernt.

Gruß
Jo Hey
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 07.06.2017, 22:36:30
Da man ganz besonders die Verknüpfung zur S-Bahn in Delitzsch hervorhebt, drängt sich mir der Verdacht auf, man wolle die aktuellen Bestrebungen der Stadt Bad Düben bezüglich S-Bahn-Anschluss unterbinden.

Die Frage als Dübner ist doch warum über  /S-Bahn DZ bzw.  /S-Bahn EB fahren wenn ich mit der  /BUS 196 schneller nach Leipzig komme und das direkt.
Also Konkurrenz schaut für mich anders aus.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: AntenneKL am 08.06.2017, 08:48:01
Genau so ist es ... die S-Bahn-Diskussion für Bad Düben ist völlig überflüssig, da keine direkte Schienenanbindung nach Leipzig besteht. In Krensitz wird sicher mit Einführung der S9 auch kaum jemand dann auf die Idee kommen, mit der S9 nach Eilenburg oder Delitzsch zu fahren um schließlich in die S4 oder S2 nach Leipzig umzusteigen, wenn der direkte Leipzig-Bus im Ort hält ...

Viel wichtiger wäre, aber das hatten wir schon, dass endlich der Bus 196 in Leipzig Messe unter den S-Bahngleisen hält, dass hier ein direktes Umsteigen möglich ist. Dafür könnte man auf die sinnlose Umrundung des Messeteiches verzichten ...

Beste Grüße     
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 08.06.2017, 09:42:31
Für die Neue Messe in Leipzig müssen die Bus-S-Bahn-Wegebeziehungen grundsätzlich neu geordnet werden, da kann der 196er mit einbezogen werden.

Die 196 ist auch gut nachgefragt, die Haltestellen sind wahrnehmbar entlang der B2 ein guter Anfang. Wichtig ist die Abwägung:
- 30 Minuten Taktverdichter in der HVZ (bis S  Messe) --> sollte finanzierbar sein!
- 30 Minuten Taktverdichter länger, dafür via S Messe bis Sachsenpark
- generell 30er Takt, dafür generell nur  bis S Messe?
- andere Route durch Leipzig wegen Stauanfälligkeit Maximiliansallee / Hbf

Die Pendlerverflechtungen Bad Düben - Leipzig allein reichen für eine Bahnanbindung nicht wirklich aus. Via Eilenburg ist fraglich, wie groß diese Verflechtungen sind und wieviele von der 196 abwandern, welcher jedoch nicht eingestellt werden kann, da die Orte unterwegs auch Anbindungen brauchen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Streckenläufer am 08.06.2017, 10:38:56
In Krensitz wird sicher mit Einführung der S9 auch kaum jemand dann auf die Idee kommen, mit der S9 nach Eilenburg oder Delitzsch zu fahren um schließlich in die S4 oder S2 nach Leipzig umzusteigen, wenn der direkte Leipzig-Bus im Ort hält ...
Das kommt drauf an, zu welcher Zeit man fahren will. Beispielsweise am Sonntag, wenn der Bus nur im 3-Stunden-Takt fährt, ist die  /S-Bahn schon eine Option.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 08.06.2017, 15:35:44
Selbst ein gut ausgelastetes touristisches Angebot, wie es jetzt angeboten wird, begründet noch lange keinen täglichen Taktverkehr, wie er angestrebt wird.
Diese These habe ich auch gar nicht aufgestellt. Es ging mir darum, dass man versucht die Züge bestmöglich zu füllen, um die derzeitigen Fahrten zu erhalten und damit die Infrastruktur vor einem Rückbau zu retten. Dass der ZVNL solche niedrigschwelligen Leistungen auch gerne auf Dauer fährt, sieht man ja an der Döllnitzbahn.

Zitat
Da im ZVNL Vertreter des Landkreises sitzen, kann man sich von einem positiven Bekenntnis schon eher etwas kaufen. In jedem Fall wird es keinen Personenverkehr geben, solange sich der Landkreis für den guten Vertragsabschluss mit Vetter Bus feiert und damit jegliche Bemühungen von Seiten der Stadt Bad Düben im Keim zu ersticken versucht. Und diese Strategie baut man gerade aus, indem man die erst vor einigen Jahren zusammengekürzten Wochenendverkehre wieder einführt, nun aber nur noch als Rufbus-Feigenblatt.
Was aber nichts daran ändert, dass dort noch zwei andere Kreise (Stadt + LK Leipzig) mit zu entscheiden haben, die auch etwas vom Kuchen haben wollen.
Wenn Bad Düben es schafft, einen PlusBus oder ein vergleichbar gutes Angebot Richtung Eilenburg für den Alltagsverkehr zu bekommen, wäre das doch schon ein Erfolg. Also schön weiter protestieren. Das wie viel fährt ist hier doch wichtiger als das was fährt, auch angesichts dessen, dass Bad Düben wirklich eine kleine Stadt ist.

Zitat
Eine Elektrifizierung und S-Bahn-Anbindung ist einfach nur illusorisch und wird auch nicht geschehen. [...] Für solche Investitionen müssen aber alle Akteure an einem Strang ziehen, und davon ist man im Moment noch meilenweit entfernt.
Warum schwirrt dann in der Debatte um den neuen ominösen Regionalplan eine S-Bahn-Anbindung herum, die Bad Düben begrüßt hat? Weil es sich schöner ließt? Ist man sich darüber im Klaren wie illusorisch eine /S-Bahn ist? Am Beispiel der Württembergischen Schwarzwaldbahn sieht man, dass eine bessere, aber auch teurere Variante dafür genutzt werden kann, ein gutes Projekt auf den St. Nimmerleinstag hinauszögern. Das sollte man vor Ort bedenken...

Zitat
Stattdessen sollte in Verknüpfung mit Bus, Auto und Fahrrad investiert werden, auf lange Sicht auch in die Sicherungstechnik zur Erhöhung der Reisegeschwindigkeit.
Ersteres ist aber Aufgabe der Kommunen Bad Düben, Laußig und Doberschütz, wofür es zur Unterstützung auch Fördermittel gibt. Aber die Initiative muss aus der Kommune kommen. Von nichts wird nichts.
Die Bus-Infrastruktur dürfte bis 2020 allerdings größtenteils in einem guten Zustand sein. Bei zweiterem musst du dich außerdem vor den Fans alter Bahntechnik in Sicherheit bringen ;)

Man muss sich nur den Streckenabschnitt im Nachbarbundesland und andere DRE-Strecken ansehen, um zu erkennen wie etwas laufen oder nicht laufen kann. Daraus sollte man seine Lehren ziehen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 08.06.2017, 16:09:18
Für die Neue Messe in Leipzig müssen die Bus-S-Bahn-Wegebeziehungen grundsätzlich neu geordnet werden, da kann der 196er mit einbezogen werden.

Die 196 ist auch gut nachgefragt, die Haltestellen sind wahrnehmbar entlang der B2 ein guter Anfang. Wichtig ist die Abwägung:
- 30 Minuten Taktverdichter in der HVZ (bis S  Messe) --> sollte finanzierbar sein!
- 30 Minuten Taktverdichter länger, dafür via S Messe bis Sachsenpark
- generell 30er Takt, dafür generell nur  bis S Messe?
- andere Route durch Leipzig wegen Stauanfälligkeit Maximiliansallee / Hbf
Erst zum /S-Bahn Messe und dann zum Sachsenpark? Wie soll das in dieser Reihenfolge einigermaßen schnell angefahren werden? Über Messe-Allee und /HS Messeverwaltung und langen Fußwegen von der Brücke runter? Wenn man in der Seehausener Allee in beide Richtungen eine neue /HS Sachsenpark Süd (läge zwar etwas abseits) einrichtet, bevor der Bus Richtung Merkurpromenade abbiegt, könnte man den Bereich ohne viele Schleifenfahrten abdecken und käme in die Busschleife der /BL.086.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 08.06.2017, 21:06:13
vielleicht so:

(https://abload.de/thumb/bus196eapuo7.jpg) (http://abload.de/image.php?img=bus196eapuo7.jpg)


Das bindet alles an einer Perlschnur ein:

Pink = Bus 196E
Fünfeck = in Richtung Bad Düben muss auf 50m Ausstellungsfläche für Baukram in eine Fahrspur verändert werden
Grün = S-Bahn, Halteposition
gerissene schwarze Linie = feste Treppe an den südlichen Bahnsteigenden nach unten + Querungshilfe und Tempo30 (H)
Rot = nahe Haltestellen Tram 16, ebenerdig erreichbar oder mit Rampe (vorhanden) + Treppe

Wendestelle = Parkplatz Lebensmittelmarkt Wiederitzsch Mitte

Die möglichen Haltestellen habe ich nicht eingemalt.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: AntenneKL am 09.06.2017, 08:03:27
Aber man muss es doch nicht komplizierter machen als es ist ... der 196iger fährt - wie jetzt schon am CCL hinunter und dann rechts abbiegend in der Mulde bis zum Messe-Bahnhof, nutzt die bestehende LVB-Wendemöglichkeit - wie ja auch ständig der SE-Verkehr - und fährt wieder so zurück, entweder ins schöne Bad Düben, oder wenn es eben unbedingt - trotz Dieselmotor - sein muss, bis zum Hauptbahnhof. Könnte man umgehend umsetzen, wenn man es wollte ...   
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 09.06.2017, 08:31:57
^ und lässt das Einkaufszentrum aus. Also keine Lösung, die den Bedürfnissen gerecht wird.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Jo Hey am 09.06.2017, 19:51:23
Zitat
Die Frage als Dübner ist doch warum über  /S-Bahn DZ bzw.  /S-Bahn EB fahren wenn ich mit der  /BUS 196 schneller nach Leipzig komme und das direkt.
Also Konkurrenz schaut für mich anders aus.

In den 90ern hatte man schon einmal die Vorstellung, eine schnelle durchgehende Zugverbindung nach Leipzig schaffen; die Fahrzeit sollte dabei über EB etwa 40 Minuten betragen. Dieser sicher auch heute nicht ganz abwegige Ansatz wäre zeitlich eine Alternative zum bisherigen Angebot. Insbesondere, da die Anbindung an die S-Bahn eine Fülle neuer/schnellerer Verbindungen gewährleisten würde.

Zitat
Diese These habe ich auch gar nicht aufgestellt. Es ging mir darum, dass man versucht die Züge bestmöglich zu füllen, um die derzeitigen Fahrten zu erhalten und damit die Infrastruktur vor einem Rückbau zu retten. Dass der ZVNL solche niedrigschwelligen Leistungen auch gerne auf Dauer fährt, sieht man ja an der Döllnitzbahn.

Ich begrüße auch den derzeit angebotenen Ausflugsverkehr, aber es hat eben nichts mit dem zu tun, was sich die Stadt Bad Düben vorstellt. Da die Heidebahn auch gut genutzte Anschlussbahn ist, sollte die Infrastruktur ohnehin erst mal gesichert sein. Bei der Döllnitzbahn kenne ich mich nicht aus, aber das Potential dürfte deutlich geringer sein. Ohne Traditionsverein gäbe es diese sicher nicht mehr, zumal der Fahrplan eher nach Schulbus aussieht und wohl kaum Pendler gen Leipzig ansprechen wird. Warum auch immer Geld des ZVNL dorthin fließt, es ist nicht das, was man aus der Heidebahn machen könnte, wenn man wollte.

Zitat
Wenn Bad Düben es schafft, einen PlusBus oder ein vergleichbar gutes Angebot Richtung Eilenburg für den Alltagsverkehr zu bekommen, wäre das doch schon ein Erfolg. Also schön weiter protestieren. Das wie viel fährt ist hier doch wichtiger als das was fährt, auch angesichts dessen, dass Bad Düben wirklich eine kleine Stadt ist.

Fürs Erste ist der Ausbau der Busleistungen auch begrüßenswert, aber ich halte das Rufbuskonzept für sehr unattraktiv, v.a. wenn man bedenkt, dass Anfang der 2000er noch zwei Linien im Wochenendverkehr zw. EB und Düben fuhren - ganz ohne Rufbus.

Zitat
Warum schwirrt dann in der Debatte um den neuen ominösen Regionalplan eine S-Bahn-Anbindung herum, die Bad Düben begrüßt hat? Weil es sich schöner ließt? Ist man sich darüber im Klaren wie illusorisch eine /S-Bahn ist? Am Beispiel der Württembergischen Schwarzwaldbahn sieht man, dass eine bessere, aber auch teurere Variante dafür genutzt werden kann, ein gutes Projekt auf den St. Nimmerleinstag hinauszögern. Das sollte man vor Ort bedenken...

Wer weiß, was sich in Bad Düben wer wünscht, aber ich denke, dass höchstens eine VT-bediente Zubringerlinie realistisch ist. Wenn man in die Strecke investieren sollte, dann in neue Zugangsstellen z. B. in EB am Kiessee, am BSZ Rote Jahne (ex Mörtitz), in Laußig und Düben näher an den Ortskern heran sowie in die Sicherung der Bahnübergänge, damit diese nicht nur in Schrittgeschwindigkeit überfahren werden können.

Zitat
Ersteres ist aber Aufgabe der Kommunen Bad Düben, Laußig und Doberschütz, wofür es zur Unterstützung auch Fördermittel gibt. Aber die Initiative muss aus der Kommune kommen. Von nichts wird nichts.

Es ist wie gesagt Aufgabe aller Beteiligten. Die Kommunen werden nur sicher kein Geld investieren, solange dort nichts fährt, aber ohne Fahrradständer und PKW-Stellflächen werden die Fahrgäste nur schwer zur Bahn finden können.


Was ich noch nicht ganz verstehe ist, warum die 196 noch innerstädtische Aufgaben erfüllen soll, gerade die Relation Hbf-Messe ist doch bestens bedient. Auch Seehausen und Sachsenpark sind mit /BL.085 und /BL.086 nach meiner Meinung gut abgedeckt, wozu sollte die Stadt zusätzlich noch eine halbstündliche 196 finanzieren?

Gruß
Jo Hey
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 09.06.2017, 22:41:43
Die 196 sollte den Sachsenpark ansteuern, weil dieser mit rund 25.000 täglichen Besuchern / Angestellten / Arbeitern aus dem gesamten Nordraum (=50.000 Fahrten) ein sehr wichtiger Schwerpunkt ist. Bus 85 und 86 reichen da bei weitem nicht aus! Deren Verknüpfung zur Tram / S-Bahn ist auch alles andere als toll. Bereits im Areal da oben die richtige Haltestelle zu finden? Keine DFI, jede Linie anderes Fahrplanlayout... Egal. Selbst wenn nur 50 Leute von den Bussen in die 196 umsteigen, ist das ein Marktanteil von einem Promille - alles andere als "gut abgedeckt"

Ob die stündliche Linie 196 bis zum Hbf fahren muss? Sich im Morgenstau anstellt? Für alle Leipziger erst mal eine Reise zur S Messe vorzusehen, um dann Bad Düben & Co. zu erreichen? Ich weiß nicht, bei Verdichtern kann ich mir das gut vorstellen, doch grundsätzlich? Ob das nun "innerstädtische" Ziele sind, Leipziger oder xyz-Ziele, ist doch völlig wurscht. Entscheidend ist, dass Menschen ihre Ziele bequem erreichen. Kann eine 196 entlang der Delitzscher Straße nicht sinnigerweise das St. Georg bedienen? An der Essener-/Liebermannstr. eine wichtige Tangente, an der Coppistr. ebenso -- das hilft doch allen nach und nach Zeit zu sparen. Denn mit dem PKW suchen sich viele Menschen ihre Ziele und Wege auf der Stadtseite, welche eine Zentrumsquerung vermeidet, sprich - der PKW fühlt sich immer ideal an. Gondelt ein Bus erst mal überall vorbei zum Hbf und nötigt dann wieder zum "Rückweg" zum eigentlichen Ziel, sinkt die Attraktivität.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 11.06.2017, 16:36:30
vielleicht so:

(https://abload.de/thumb/bus196eapuo7.jpg) (http://abload.de/image.php?img=bus196eapuo7.jpg)

Das bindet alles an einer Perlschnur ein:
Ok, wenn man über Seehausen fährt schon, aber das sollte man besser vermeiden. Die Fahrzeit wird so nur unnötig gestreckt. Durch das Fahren auf nachrangigen Straßen (Walter-Köhn-Straße) noch mehr.
Zitat
Pink = Bus 196E
Fünfeck = in Richtung Bad Düben muss auf 50m Ausstellungsfläche für Baukram in eine Fahrspur verändert werden
Kennst du die Straße nur von der Karte(?), denn damit ist es nicht getan. Die Handelsstraße ist von der Seehausener Allee bis zum ersten Kreisverkehr eine Einbahnstraße. Außerdem müsste dann die Kreuzung Seehausener Allee/Handelsstraße umgebaut werden.
Zitat
Grün = S-Bahn, Halteposition
gerissene schwarze Linie = feste Treppe an den südlichen Bahnsteigenden nach unten + Querungshilfe und Tempo30 (H)
Das kann nicht im Sinne der Nutzer sein. Die S-Bahnen halten am anderen Ende des Bahnsteigs, der Bahnsteig ist am Südende nicht überdacht, der Platz unter der Brücke ist nicht so reichlich und das Warten macht bei dem dichten Verkehr auf der Messe-Allee definitiv keinen Spaß. Die Auto bremsen und beschleunigen an der unmittelbar benachbarten Kreuzung, was für eine entsprechend gute Luft unter der Brücke sorgt und die Geräuschkulisse "da unten" ist auch nicht erstrebenswert. Außerdem sind die Fußwege von dort unten weg ebenfalls nicht praktisch und anziehend für Fahrgäste. Wenn es im Messe/...-bereich eine Stelle gibt, wo ich definitiv keine Haltestelle einrichten würde, dann dort.
Zitat
Rot = nahe Haltestellen Tram 16, ebenerdig erreichbar oder mit Rampe (vorhanden) + Treppe
Wendestelle = Parkplatz Lebensmittelmarkt Wiederitzsch Mitte
Messegelände: Warum Treppen, wenn es auch ebenerdig geht?
Edeka: Einen Parkplatz zum Wenden und Enden zu verwenden sollte man eigentlich dann in Betracht ziehen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt (auch beim KFC im Sachsenpark). Und auch gilt wieder (hier vor allem abends), dass es schönere Stellen zum Warten gibt.

Insgesamt wird das investitionsseitig schon ein recht teurer Spaß mit zweifelhaftem Nutzen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 11.06.2017, 17:21:43
In den 90ern hatte man schon einmal die Vorstellung, eine schnelle durchgehende Zugverbindung nach Leipzig schaffen; die Fahrzeit sollte dabei über EB etwa 40 Minuten betragen. Dieser sicher auch heute nicht ganz abwegige Ansatz wäre zeitlich eine Alternative zum bisherigen Angebot. Insbesondere, da die Anbindung an die S-Bahn eine Fülle neuer/schnellerer Verbindungen gewährleisten würde.
Zeitlich können bei einem Infrastrukturausbau durchaus konkurrenzfähige Fahrtzeiten herauskommen. Der Knackpunkt um den es ging: die Verbindungen nach Delitzsch und über Krensitz/Krostitz müssten trotzdem erhalten bleiben und würden Fahrgäste abziehen, weil man niemand zur Benutzung einer bestimmten Linie zwingen kann.

Zitat
Ich begrüße auch den derzeit angebotenen Ausflugsverkehr, aber es hat eben nichts mit dem zu tun, was sich die Stadt Bad Düben vorstellt. Da die Heidebahn auch gut genutzte Anschlussbahn ist, sollte die Infrastruktur ohnehin erst mal gesichert sein. Bei der Döllnitzbahn kenne ich mich nicht aus, aber das Potential dürfte deutlich geringer sein. Ohne Traditionsverein gäbe es diese sicher nicht mehr, zumal der Fahrplan eher nach Schulbus aussieht und wohl kaum Pendler gen Leipzig ansprechen wird. Warum auch immer Geld des ZVNL dorthin fließt, es ist nicht das, was man aus der Heidebahn machen könnte, wenn man wollte.
Ja, bis Sprotta. Das hilft dem Reststück aber auch nicht weiter.

Und ja, die Döllnitzbahn übernimmt den Schülerverkehr. Mehr ist da nicht drin. Der ZVNL finanziert das, weil der Gesamtbetrag dafür nicht sonderlich hoch ist und daher nicht weiter juckt (siehe meine Rede von "niedrigschwelligen Leistungen"), aber trotzdem touristisch anziehend ist, die historischen Anlagen erhält und Arbeitsplätze schafft.

Zitat
Fürs Erste ist der Ausbau der Busleistungen auch begrüßenswert, aber ich halte das Rufbuskonzept für sehr unattraktiv, v.a. wenn man bedenkt, dass Anfang der 2000er noch zwei Linien im Wochenendverkehr zw. EB und Düben fuhren - ganz ohne Rufbus.
Wie gesagt: weiter protestieren, bis weiter verbessert wird (und natürlich das bessere Angebot auch ordentlich nutzen).

Zitat
Wer weiß, was sich in Bad Düben wer wünscht, aber ich denke, dass höchstens eine VT-bediente Zubringerlinie realistisch ist. Wenn man in die Strecke investieren sollte, dann in neue Zugangsstellen z. B. in EB am Kiessee, am BSZ Rote Jahne (ex Mörtitz), in Laußig und Düben näher an den Ortskern
Sehr gute Idee, aber dann zitiere ich mich selbst gleich nochmal:

Man muss sich nur den Streckenabschnitt im Nachbarbundesland und andere DRE-Strecken ansehen, um zu erkennen wie etwas laufen oder nicht laufen kann. Daraus sollte man seine Lehren ziehen.
Man hat ja nebenan einen neuen Hp "Bad Schmiedeberg Kurzentrum" gebaut. Wie wurde er finanziert? Wie kann man kostengünstig, aber trotzdem attraktiv bauen?
Es wäre eine erste Stufe, die DRE, den Landkreis oder den ZVNL zu ersten kleinen Investitionen zu bewegen.
Außerdem kann auch dabei Engagement vor Ort nicht schaden: http://www.unstrutbahn.de/ (http://www.unstrutbahn.de/)

Zitat
Es ist wie gesagt Aufgabe aller Beteiligten. Die Kommunen werden nur sicher kein Geld investieren, solange dort nichts fährt, aber ohne Fahrradständer und PKW-Stellflächen werden die Fahrgäste nur schwer zur Bahn finden können.
Dass nichts fährt ist falsch - es gibt jetzt den angesprochenen Wochenendverkehr. Und auch für den sind Parkplätze schon praktisch.
Wenn sich die Stadt Bad Düben so sehr einen Bahnverkehr wünscht, dann sollte sie auch entsprechend dafür aktiv werden und in Vorleistung gehen. Nur zuschauen und abwarten was passiert, ist nicht die richtige Herangehensweise, wenn man einen vom Freistaat bezahlten Standortvorteil gegenüber anderen Kur-/Urlaubs-/Ausflugsregionen haben will.
Die Stadt ist diejenige, die anfangen muss zu planen, und sich dabei auch nach Fördermitteln umsehen kann. Wer hindert sie denn, jetzt sofort damit anzufangen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 11.06.2017, 17:45:34
Ob die stündliche Linie 196 bis zum Hbf fahren muss? Sich im Morgenstau anstellt? Für alle Leipziger erst mal eine Reise zur S Messe vorzusehen, um dann Bad Düben & Co. zu erreichen? Ich weiß nicht, bei Verdichtern kann ich mir das gut vorstellen, doch grundsätzlich? Ob das nun "innerstädtische" Ziele sind, Leipziger oder xyz-Ziele, ist doch völlig wurscht. Entscheidend ist, dass Menschen ihre Ziele bequem erreichen. Kann eine 196 entlang der Delitzscher Straße nicht sinnigerweise das St. Georg bedienen? An der Essener-/Liebermannstr. eine wichtige Tangente, an der Coppistr. ebenso -- das hilft doch allen nach und nach Zeit zu sparen. Denn mit dem PKW suchen sich viele Menschen ihre Ziele und Wege auf der Stadtseite, welche eine Zentrumsquerung vermeidet, sprich - der PKW fühlt sich immer ideal an. Gondelt ein Bus erst mal überall vorbei zum Hbf und nötigt dann wieder zum "Rückweg" zum eigentlichen Ziel, sinkt die Attraktivität.

Die erste Frage würde ich u. a. wegen der zweiten mit Nein beantworten. Die /S-Bahn zur Messe ist die schnellste Variante und die Kilometerleistung der /BUS 196 kann man im Umland besser einsetzen.
Wie läuft es bei der /BUS 100? Die Situation dürfte vergleichbar sein. Es gab zwar anfangs böse Leserbriefe in der LVZ, aber mittlerweile dürften sich doch alle daran gewöhnt haben.

Was die Delitzscher betrifft:
- Für das St. Georg ist ein Umstieg in die /SL.016 noch attraktiv genug.
- Sie ist ein einziger Ampelwald. Jede noch so unbedeutende Nebenstraße hat eine Ampel - dementsprechend nicht so schnell.
- Umsteiger zu /BL.080 und /BL.090: schwer abzuschätzen, aber ich würde sie als eher gering einstufen (was liegt an deren Strecken, wo Krostitzer/Bad Dübener hinfahren?); Umstieg auch an /S-Bahn Essener Straße und /S-Bahn Nord (bald) möglich
- anderer Effekt: der Autofahrer denkt: "Der /BUS nimmt die langsame Delitzscher. Mit meinem Auto kann ich auf der Maximilianallee (gefühlt) schneller fahren."
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 12.06.2017, 00:03:52
^ jetzt scheinst du die Situation nur von der Karte her zu kennen?  :-)

Dass im Sachsenpark umgebaut werden muss, weiß ich, habe es auch geschrieben. Von "zweifelhaften" Nutzen ist da nichts zu erkennen, denn logischerweise müssen auch andere Linien im Norden diesen Aufkommensschwerpunkt ansteuern. Warum z.B. Bus 87/88 in Sichtweite vorbei fahren, nicht mal die S-Bahn anbinden, erklärt sich nicht. So unangenehm, wie du den S Messe (-Süd) Verknüpfungspunkt schilderst, dachte ich, du beschreibst den jetzigen mit Straßenbahn: Laut, vergammelt, vandaliert, dreckig, unübersichtlich - das ist einerlei. Der Bus hält abseits, da kommt es auf den kurzen Fußweg nach Süden auch nicht mehr an.

Die Maximilianallee fährt sich schneller, außer eben in der HVZ. Kennst du die Rückstaulänge?

Die Delitzscher Str. hat zwar jede Menge Ampeln, doch davon ist die Hälfte aus. Sie ist staufrei bis stauarm. Damit planbar und zuverlässig. Wer Zeit sparen will, fährt ohnhin ab Messe mit der s-Bahn...

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 12.06.2017, 01:05:04
^ jetzt scheinst du die Situation nur von der Karte her zu kennen?  :-)
Wenn du das so sagst, muss es ja stimmen ^^
Zitat
Dass im Sachsenpark umgebaut werden muss, weiß ich, habe es auch geschrieben.
Es sind aber nicht nur die von dir genannten 50m, sondern der Rest, den ich mit aufgezählt habe, gehört noch mit dazu und kann nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden.

Zitat
Von "zweifelhaften" Nutzen ist da nichts zu erkennen, denn logischerweise müssen auch andere Linien im Norden diesen Aufkommensschwerpunkt ansteuern. Warum z.B. Bus 87/88 in Sichtweite vorbei fahren, nicht mal die S-Bahn anbinden, erklärt sich nicht.
Zweifelhaft deshalb, weil einiges investiert werden müsste ohne eine Verbesserung gegenüber der Messeschleife/CCL der /BL.086 zu erhalten.

Die 87/88 kommen von der anderen Seite und sind ein Diskussionsthema für sich. Dass deren Verlängerung sinnvoll ist, habe ich nicht angezweifelt. Die derzeitige Erklärung der LVB gegen eine Verlängerung ist die Umlaufzeit. Daran scheitert auch der Stich zur Endstelle der /SL.004.

Zitat
So unangenehm, wie du den S Messe (-Süd) Verknüpfungspunkt schilderst, dachte ich, du beschreibst den jetzigen mit Straßenbahn: Laut, vergammelt, vandaliert, dreckig, unübersichtlich - das ist einerlei. Der Bus hält abseits, da kommt es auf den kurzen Fußweg nach Süden auch nicht mehr an.
... auf dem man kein Dach und kein Fahrstuhl hat und bei dem es im Wartebereich unter der Brücke noch lauter ist und die Auto direkt vor der eigenen Nase vorbeifahren, bremsen, beschleuigen - das hat man an der Straßenbahnhaltestelle nicht. Außerdem sind die Fußwege dort besser bzw. überhaupt vorhanden, aber das ist scheinbar nicht erwähnenswert.
Bei Problemen mit der Sauberkeit und Vandalismus hat kein Standort per se Vor- oder Nachteile.


Die Maximilianallee fährt sich schneller, außer eben in der HVZ. Kennst du die Rückstaulänge? - Ja, kenne ich. Deswegen schrieb ich es auch als möglichen Gedanken/Gefühl eines x-beliebigen Autofahrers in Anführungszeichen - und Gefühle sind nicht immer richtig. {Ich habe nun im alten Beitrag nochmal ausdrücklich ergänzt, dass es nicht meine Gedanken sind.}

Die Delitzscher Str. hat zwar jede Menge Ampeln, doch davon ist die Hälfte aus. - Aus sind die Ampeln sonntags und abends. Allerdings ist dann auch auf der Maxillianallee freie Fahrt.

Sie ist staufrei bis stauarm. - Staufrei schon, aber keine grüne Welle. Und wenn man dann noch Sonntagsfahrer vor sich hat

Wer Zeit sparen will, fährt ohnehin ab Messe mit der s-Bahn... - Das habe ich ebenfalls geschrieben.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 12.06.2017, 08:12:28
^
gut dass du den Smiley gesehen hast ! 

Dass der screenshot keine vollumfängliche Detailplanung ersetzt, ist sicher verzeihlich. Wichtig ist doch, dass es Haltestellen dort gibt, wo die Leute hin wollen (oder müssen):

- Seehausen, Mühle  --> Umstieg zu den Bussen gen BMW usw.
- Büropaläste Walter-Köhn-Straße  (Arbeitsplätze, wenn voll vermietet, ca. 2.000)
- Sachsenpark Hotel (Gäste, ca. 100)
- Sachsenpark neben Baumarkt
- Sachsenpark neben Globus --> zusammen über 20.000 Kunden/Tag
- Büropark Pelzgasse, bald auch mit weiterem Hotel, wenn voll, ca. 1.000 Arbeitsplätze, ca. 200 Gäste)
- Lagerhalle (vermutlich in Bälde von einem schweizer Möbelhersteller genutzt, ca. 200 Arbeitsplätze
- Tramstation (Umstieg)
- Messeverwaltung (ca 400 Arbeitsplätze, + 2.000 im näheren Umfeld)
- S-Bahn-Umstieg, S-Bahn Station wird derzeit (also mit bescheidener Busverknüpfung) von ca. 3.000 Reisenden/Tag genutzt
- P+R Parkplatz, Wohngebiet nahe Herweghstr. + Potenzialfläche
- Wiederitzsch Mitte, Tramumstieg, Nahversorgung, Anwohner, ca. 1.000

Klingt jetzt nicht so, als gäbe es nichts zu holen. Und ja, es muss die Verkehrsführung in dem unübersichtlichen und ungünstig geschnittenen Areal angefasst werden. Der Schlenker Pelzgasse ist auch Einbahnstraße, deshalb muss der Schwarze Weg in Ostrichtung genutzt werden, notfalls über die Flächen der Frittenbraterei. Haltestellen müssen eingerichtet werden, Ausschilderung verbessert und und und. Insgesamt jedoch ein Klacks im Vergleich zur alternativ im Raum stehenden S-Bahn-Stichstrecke nach Bad Düben.

Strebt man mit Abschlägen wegen Regionalumfeld und Bus wenigstens 10% (statt der Zielvorgabe 25%) Marktanteil an, reden wir von 6.000 Fahrgästen auf dieser kurzen Achse, wieviel sind es heute? 60? 300? oder doch 600? 1% Marktanteil zeigen doch deutlich, dass sowohl Ambiente beim Umsteigen, Fahrplan, Vernetzung und Taktdichte alles andere als brauchbar sind.

Ein möglicher Bushalt am Südende der Bahnsteige braucht Tempo30 + Querungshilfe, das mindert die Raserei. Bessere Angebote im ÖPNV helfen, den MIV mengenmäßig zu dämpfen. Bündelt man dort sämtliche notwendigen Buslinien, um im Leipziger Norden die Wohngebiete mit S-Bahn und wichtigen Arbeitsplätzen sowie Einkaufsmöglichkeiten zu verbinden, ensteht dort eine sehr oft befahrene Busstrecke, Wartezeiten liegen im vernachlässigbaren Bereich.

Das gegenwärtige Schleifen durch die Messemulde ist nicht so irre toll. Es kostet Zeit, die Wege dort sind zerrammelt, bei Veranstaltungen ist alles übervoll, die Orientierung welche Station die Richtige ist, nötigt Kenntnisse und ÖPNV Studium ab und die Taktangebote verdienen den Namen kaum.

Die Delitzscher Str. hat ihre grüne Welle, programmiert ist sie auf ca. 45 km/h, da fährt die sich auch nicht anders als ampelintensive weitere Straßen in der Stadt. Wichtig ist doch, dass auf dem - sofern weiterhin praktizierten Weg gen Hbf - entlang des Weges liegenden Zielen möglichen Ziele und Quellen im Nordraum angebunden sind, es ist ja eine sowieso-Strecke.

Dass die LVB im gegenwärtigen Finanzierungsmodus die 87/88 nicht anfassen mag, ist verständlich. Steht jedoch absolut konträer zu Zielen und Vorgaben. Insgesamt muss davon ausgegangen werden, dass das Stadtwachstum eine Neubewertung des finanziellen Rahmens ergibt, mithin auch Neukonzeptionen im Bussektor.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: nicpe am 17.06.2017, 13:06:28
Die Leute wollten mit dem  /Zug fahren und mußten sich in den  /SEV.00 rein drängeln.

https://www.tag24.de/nachrichten/chemnitz-leipzig-mitteldeutsche-regiobahn-sachsen-mrb-zug-bus-kosmonaut-festival-ueberlastung-273430
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 19.06.2017, 01:16:05
Insgesamt jedoch ein Klacks im Vergleich zur alternativ im Raum stehenden S-Bahn-Stichstrecke nach Bad Düben.
Das hat meines Wissens nach auch niemand angezweifelt. Es ginge aber auch ganz ohne bauliche Veränderung (mal abgesehen von der Einrichtung neuer Haltestellen).

Dass die LVB im gegenwärtigen Finanzierungsmodus die 87/88 nicht anfassen mag, ist verständlich. Steht jedoch absolut konträer zu Zielen und Vorgaben. Insgesamt muss davon ausgegangen werden, dass das Stadtwachstum eine Neubewertung des finanziellen Rahmens ergibt, mithin auch Neukonzeptionen im Bussektor.
[...]
wieviel sind es heute? 60? 300? oder doch 600? 1% Marktanteil zeigen doch deutlich, dass sowohl Ambiente beim Umsteigen, Fahrplan, Vernetzung und Taktdichte alles andere als brauchbar sind.
Das ist (m. E.) ebenfalls unstrittig. Ich wollte dir lediglich den aktuellen Grund der LVB nennen, warum sie es nicht tut.

- Seehausen, Mühle  --> Umstieg zu den Bussen gen BMW usw.
- Büropaläste Walter-Köhn-Straße  (Arbeitsplätze, wenn voll vermietet, ca. 2.000)
- Sachsenpark neben Baumarkt und Globus --> zusammen über 20.000 Kunden/Tag
- Büropark Pelzgasse, bald auch mit weiterem Hotel, wenn voll, ca. 1.000 Arbeitsplätze, ca. 200 Gäste)
- Lagerhalle (vermutlich in Bälde von einem schweizer Möbelhersteller genutzt, ca. 200 Arbeitsplätze
- Tramstation (Umstieg)
- Messeverwaltung (ca 400 Arbeitsplätze, + 2.000 im näheren Umfeld)
- S-Bahn-Umstieg, S-Bahn Station wird derzeit (also mit bescheidener Busverknüpfung) von ca. 3.000 Reisenden/Tag genutzt
- P+R Parkplatz, Wohngebiet nahe Herweghstr.
Und was davon lässt sich nicht (mit günstig gelegenen /HS) von der Seehausener Allee und der Messeschleife aus abdecken? Die 300- bis 400-Meter-Radien decken fast alles ab. Busse, die im Sachsenpark enden (/BL.085, /BL.087, /BL.088,...), können gerne eine große Runde durch das Gebiet fahren, aber muss die /BL.196 das auch tun? Weiterhin würde ich Hotelgäste (peripher in Autobahnnähe)(generell jegliche Art von Busverkehr), den Baumarkt und den Wiederitzscher diska (nachdem man bereits durch den Sachsenpark gefahren ist), nicht unbedingt als Ziele von Regionalbusfahrgästen aus TDO benennen.
Und wenn 300 Meter zu viel sind und man unbedingt alles direkt vor der Haustür mitnehmen will, empfehlen sich noch BMW, der Logistikpark (ex Quelle) und die Potientialfläche Mockauer Flughafen...

Hier einen Marktanteil von 10% als Ziel zu setzen, ist definitiv nicht zu niedrig angesetzt. Da keine Wohnnutzung erfolgt, das Auto schneller und komfortabler ist, ... halte ich das schon für optimistisch genug. Wenn ich mir vorstelle, dass jeder zwanzigste (5%) in den Bus steigt, wäre das schon ein enormer Erfolg im Vergleich zu heute, 10% umso mehr. Die ÖPNV-% sind halt ein Mittelwert für die gesamte Stadt - und das Sachsenparkareal schätze ich als einen der Orte am untersten Ende ein. Der Fuß- und Radverkehr in diesem Gebiet ist auch im Tabellenkeller. Dieses durch und durch für das Auto geschaffene Gebiet umzuprägen, ist schwer.

Das gegenwärtige Schleifen durch die Messemulde ist nicht so irre toll. Es kostet Zeit, die Wege dort sind zerrammelt, bei Veranstaltungen ist alles übervoll, die Orientierung welche Station die Richtige ist, nötigt Kenntnisse und ÖPNV Studium ab und die Taktangebote verdienen den Namen kaum.
Entschuldigung, aber sollen das ernsthafte Gründe dagegen sein? Grünflächen kann man erneuern, die Beschilderung verbessern und der Takt muss sowieso dichter werden. Ein neue Haltestelle an der Messe-Allee bedeutet, dass man sich zusätzlich dort intensiver um das Umfeld kümmern müsste. Was davon ist ein wirklicher Hinderungsgrund? Und wenn du die Orientierung so betonst, warum soll dann der Bus nicht bei der Straßenbahn, sondern parallel etliche Meter entfernt in der Autohöhle halten? Und was wird mit der /BL.086? Die einen Busse halten hier, die anderen dort?

Bündelt man dort sämtliche notwendigen Buslinien, um im Leipziger Norden die Wohngebiete mit S-Bahn und wichtigen Arbeitsplätzen sowie Einkaufsmöglichkeiten zu verbinden, ensteht dort eine sehr oft befahrene Busstrecke, Wartezeiten liegen im vernachlässigbaren Bereich.
Nur zu meiner Information: was ist für dich vernachlässigbar kurz? 5-Minuten-Takt, 10-Minuten-Takt? Kommt dann der 10-Minuten-Takt nach Gottscheina, Breitenfeld oder Kletzen? Sollen die Busse Richtung BMW erst nochmal eine Ehrenrunde durch den Sachsenpark drehen?
Ja, für den Sachsenpark könnten sich wirklich kurze Wartezeiten ergeben, wenn es analog zu S-Bahn 4-5 Fahrten in der Stunde gäbe, aber es ging hier ursprünglich um die TDO´ler (genau so erginge es auch "Westwiederitzschern", diversen Dorfbewohnern, ...) - für die sind weiterhin 10 bis 20 min warten angesagt, und das halte ich an dieser Stelle für zu lang.

Die Delitzscher Str. hat ihre grüne Welle, programmiert ist sie auf ca. 45 km/h, da fährt die sich auch nicht anders als ampelintensive weitere Straßen in der Stadt. Wichtig ist doch, dass auf dem - sofern weiterhin praktizierten Weg gen Hbf - entlang des Weges liegenden Zielen möglichen Ziele und Quellen im Nordraum angebunden sind, es ist ja eine sowieso-Strecke.
So weit die Theorie, jetzt bitte die Praxis. Die grüne Welle in der Delitzscher verdient ihren Namen nicht, selbst wenn sie eine ist. Die Anzahl der roten Ampeln ist sehr stark schwankend und ein wahres Glücksspiel. Selbst wenn die von dir genannten 45 km/h einigermaßen flüssig gefahren werden könnten, ist man über die Maximilianallee einen Tacken schneller, auch wenn man an der Thünen- und Theresienstraße und Am Gothischen Bad auf die nächste Grünphase warten muss. Mit der Rundfahrt durch Seehausen und den Sachsenpark und die Delitzscher braucht man mit dem Bus >30 Minuten ab der Kreuzung B2/S9 bis in die Stadt, mit dem Auto schafft man das in der Hälfte der Zeit.

Die genaue Verknüpfung mit dem Nordraum ist vor allem eines: große Spekulation. Es gibt an der Messe die /S-Bahn und die /SL.016, die wiederum gut mit /BL.080 und /BL.090 sowie zig anderen Linien verknüpft sind (bzw. sein werden) - was will man da mit einer Direktfahrt noch zusätzlich holen? Ich vermute, dass eine Abwägung negativ ausfällt.
Und wieder meine Frage: Wie sind die Erfahrungen mit den Linien /BL.100 und /BL.197? Wie haben sich die Fahrgastzahlen verändert, seit sie umgebogen/eingekürzt wurden? Warum nutzt man die Verkürzung nicht, um ab den /S-Bahn häufiger zu fahren? Ich denke es entstünden keine unverhältnismäßigen Fahrgasteinbußen, wenn man die /BL.196 an der Messe enden lässt - wenn man nach TDO entsprechend verdichtet eher das Gegenteil. Auch für Zwenkau wäre dadurch eine bessere Anbindung möglich.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 19.06.2017, 09:46:41
@ elnbb

gut, ich merke sehr positiv, dass unsere Zielstellungen gar nicht weit auseinander liegen. Kurz war ich mir unsicher...  ;-)

Dass die LVB derzeit nicht können, ist bekannt. Ab und zu wollen sie auch nicht, wie die Diskussion um Plagwitz zeigt. Oder andere Stellen... (H  Baaderstraße) Egal, das wird die Zeit richten, der Druck wird massiv zunehmen.

Dass das Areal massiv versaut ist, alles nur auf MIV ausgerichtet ist und das nicht mal toll gelöst, ist auch klar. Dennoch muss der ÖPNV nicht aufgeben. Einziges Erfolgskriterium ist meiner Meinung nach ein dichter Takt. Weil die anderen Aspekte lassen sich nicht mit wenig Aufwand anpassen. Dichte Takte entstehen durch Bündelung/ Überlagerung. Dazu dienen die vorhandenen Linien als Grundlage:  87 und 88 jeweils halbstündlich, 85 auf neuem Laufweg halbstündlich statt stündlich halte ich nicht für zu utopisch, sondern der Besiedlungsdichte im Norden für zumutbar (klar, besser geht immer). Dazu die 86 stündlich bis halbstündlich, ggf. Schichtwechsel-Verdichter. Gern die Regionalbusse (gibt ja noch mehr da im Norden) Das sind schon 4 Linien im 30er Takt. Nötig ist auch eine Anbindung von Mockau, dazu Straßenbau Friedrichshafner Str.,gern kann die 70 verlängert werden. Immerhin ist der Sachsenpark genau auf diesen Einzugsbereich ausgelegt. DB Schenker mit > 1.000 Arbeitsplätzen wird nebenbei auch bedient, dito die Siedlung Mockau West, Damit wird es eine richtig dicht befahrene Achse. Die Hotelgäste werden gern via S-Bahn ins Zentrum fahren, wenn es attraktiv genug ist. Andernfalls möchte deren Personal gern von und zur Arbeit kommen. usw.   Sprich: Das Potenzial dieser Busachse liegt bei 50.000 bis 60.000 Fahrten / Tag. Als Bus sind 10% sehr ambitioniert, da kann allenfalls die S-Bahn helfen. Doch schon 5% statt gegenwärtig 1% Marktanteil sind eine Hausnummer, von der andere Linien mit profitieren.

Mit zerrammelten Wegen meine ich die Bus-untauglichen Gehwegplatten usw. Das ist keine Lösung auf Dauer. Auch nicht die Schleichtfahrt durch die Messemulde. Bus 86 steuert diese dann nicht mehr an. Die Achse gemäß meiner Skizze hätte den Vorzug, dass rechts und links jede Menge Anrainer liegen, alle Buslinien alle Ziele bedienen. Und durch die verbauten Missstände sind die Kompromisse tauglich, diskutiert zu werden. Die Straßenmulde habe ich mir oft prüfend angesehen, alle möglichen Winkel durchstreift. Das ist nicht so schlimm, wie du es darstellst. Der Krach an der Tramstation ist auch nicht ohne, das nimmt sich nichts.

Alternativ: Jede im Vorschlag durchgebundene Linie könnte die Messemulde und Tram/S-Bf Messe bedienen, dort als Endstelle wenden. Nur halte ich die Zeitverluste für zu groß, als das dies für alle westlich der Eisenbahn eine MIV-Alternative zum Einkaufen usw. werden kann.

Skizziere mal bitte deine Gedanken, wie das Areal optimiert werden kann. Dann ergeben sich bestimmt neue Ideenansätze.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Sven am 19.06.2017, 21:19:07
Mit zerrammelten Wegen meine ich die Bus-untauglichen Gehwegplatten usw. Das ist keine Lösung auf Dauer. Auch nicht die Schleichtfahrt durch die Messemulde. Bus 86 steuert diese dann nicht mehr an. Die Achse gemäß meiner Skizze hätte den Vorzug, dass rechts und links jede Menge Anrainer liegen, alle Buslinien alle Ziele bedienen. Und durch die verbauten Missstände sind die Kompromisse tauglich, diskutiert zu werden. Die Straßenmulde habe ich mir oft prüfend angesehen, alle möglichen Winkel durchstreift. Das ist nicht so schlimm, wie du es darstellst. Der Krach an der Tramstation ist auch nicht ohne, das nimmt sich nichts.

Alternativ: Jede im Vorschlag durchgebundene Linie könnte die Messemulde und Tram/S-Bf Messe bedienen, dort als Endstelle wenden. Nur halte ich die Zeitverluste für zu groß, als das dies für alle westlich der Eisenbahn eine MIV-Alternative zum Einkaufen usw. werden kann.

Hallo Radler,

das Auslassen des Bahnhofs Messe halte ich für fatal. Gerade im ÖPNV sollten kurze Umsteigewege geschaffen werden, um ein schnelles Umsteigen zu gewährleisten. Damit ist auch bei Verspätungsfällen (was ja quasi nie vorkommt  ;D) eine höhere Fehlertoleranz gegenüber Anschlussverlusten möglich. Kurze Wege verzeiht sowas mehr.

Die aktuelle Strecke zwischen G.-Herwegh-Str. und Messe ist aber Mist. Das Rasengleis sollte aufgelöst werden und durch eine Kombispur für Bus und Strassenbahn hergerichtet werden.

Damit wären folgende Lösungen möglich:

 /BL.087 - Durchbindung zur Messe und Sachsenpark. Möglich wäre auch eine Führung durch den Stadtteil nördlich der  /SL.016 zur Erschliessung (Umsteigemöglichkeit zur  /S-Bahn)
 /BL.086 - Durchbindung über Wiederitzsch - Südtangente - Möckernscher Weg bis zur Hermann-Liebmann-Str. Eine Durchbindung mit der  /BL.082 sollte weiterhin gegeben sein, aber die Kopplung mit der  /BL.080 muss aufhören.

Fahgäste könnten dann immer unter der Brücke jeweils in Bus und Bahn umsteigen. Nachteil ist aber, dass nicht mehr gewartet werden kann, wenn die S-Bahn massive Verspätung hat.

Grundsätzlich fehlen im Netz Busendpunkte, wo in viele andere Linien mit kurzen Übergängen umgestiegen werden kann - ähnlich kleiner ZOB. Idealerweise sollten das S-Bahnhöfe sein. Mir fallen folgende Ideem ein:

- Mockau, Post (Verlagerung von Thekla, nach Verlegung der  /SL.009 und Errichtung  /S-Bahn Bahnhof)
- Slevogtstr. (Brechpunkt für die 80, Aufteilung in zwei Linien, dauerhafter Endpunkt der  /BL.090, Lindenthal - Wahren durch neue Linie in Bezug auf S-Bahnanschluss)
- Plagwitz (Verlängerung  /BL.080 bis hier,  /BL.060 kann bis Bushof zurückgezogen werden, Fahrten ins Dunckerviertel über die  /BL.080)

Im Süden wird es schwierig, da gibt es ausser Connewitz Kreuz und Probstheida keine sinnvollen Alternativen.

Eigentlich müssten wir für das Busnetz 2020 mal einen eigenen Thread starten  :D

Grüße
Sven
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Felix Dunkel am 19.06.2017, 21:37:47
Eigentlich müssten wir für das Busnetz 2020 mal einen eigenen Thread starten  :D

Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Sven am 19.06.2017, 22:14:03
Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.

Es geht eigentlich um die Weiterentwicklung des Busnetzes. Seit der Jahrtausendrevolution 2010 ist wieder der Dornröschenschlaf am Augustusplatz eingekehrt. Sprüche über einen MIV-Anteil von 25% sind reinste Lachnummern. Wer glaubt an so einen Scheiss? Wenn ja, wo gibts die Drogen dafür?

Es passiert einfach nichts in diese Richtung.

Das einzige was mich freut ist eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Mal schauen ob es hier die gleichen Worthülsen werden wie zum ÖPNV  :P

Grüße
Sven
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 19.06.2017, 23:29:04
@Sven

den Bf Messe möchte ich keineswegs auslassen! Die Busse halten nur nicht neben der Bimmel, sondern am Südende der Bahnsteige. Heutzutage wird der S Bf ausgelassen, von der Linie 85 zum Beispiel.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 20.06.2017, 01:17:32
Es geht eigentlich um die Weiterentwicklung des Busnetzes. Seit der Jahrtausendrevolution 2010 ist wieder der Dornröschenschlaf am Augustusplatz eingekehrt. Sprüche über einen MIV-Anteil von 25% sind reinste Lachnummern. Wer glaubt an so einen Scheiss? Wenn ja, wo gibts die Drogen dafür?

Es passiert einfach nichts in diese Richtung.

Das einzige was mich freut ist eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Mal schauen ob es hier die gleichen Worthülsen werden wie zum ÖPNV  :P
Es gibt Verbesserungen, aber ich glaube der ADFC kann dir tagelang Vorträge über Anliegen halten, wo sie (selbst bei Kleinigkeiten) auf Granit beißen.

Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.
Ja, leider. Auch beim PlusBus wäre eine Weiterentwicklung gut. Es gab da mal vor vielen, vielen Jahren eine Netzreform mit dem Slogan "Einfach mehr Bus" - den könnte man gern mal wieder ausgraben und Wirklichkeit werden lassen.
Und nein, es war nicht unbedingt mein Anliegen, eine allumfassende Grundsatzdiskussion zu starten.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 20.06.2017, 13:45:45
Zitat
/BL.060 kann bis Bushof zurückgezogen werden, Fahrten ins Dunckerviertel über die  /BL.080

Die  /BL.060 soll (nach meinem letzten Stand) zum Hafen verlängert werden, was die  /BL.080 sicher nicht übernehmen kann.

Allerdings könnte ich mir für die Feinerschließung des Dunckerviertels und Hafens eine eigene, kleine Linie vorstellen (analog /BL.067 in Leutzsch).

Die Verlängerung der  /BL.080 nach Plagwitz gab es schon einmal eine Zeit lang (Kann sich noch jemand erinnern, wie das genutzt wurde?).
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 20.06.2017, 13:53:53
Die 80 wurde zum S-Bahnhof (alter Eingang neben dem Empfangsgebäude) verlängert und fuhr nahezu zeitgleich mit Bus 60. Damals ohne S-Bahn und dem räumlichen Wirrwarr aller Stationen rollten die Busse sehr leer.

Eine Extra-Mini-Linie bringt nichts. Zum einen meistens zu selten, zum anderen gehen die Zeitvorteile beim Umsteigen drauf, da ist Bus 60 schon die bessere Alternative.

Bus 80 sollte so geführt werden, dass z.B. das zukünftige Naturkundemuseum erreichbar wird. Außerdem gehört die Haltestelle schleunigst unter die S-Bahn Brücke, auf diese der großstädtische und nutzbare 15er Takt der S1.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: thomas15e am 20.06.2017, 16:29:44
die beste Version wäre  Linie 60 von der Dunkerstrasse zum Hafen -nach Lindennau Bushof als ring fahren zulassen .
Später bei weiteren ausbau des Hafengelände würde ich ne Tram zur Plautstrasse fahren zulassen un d die 60 wider zum Bushof rücknehmen
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 20.06.2017, 16:36:39
warum zurück nehmen? Die Bewohner nutzen die Durchbindung gen Adler rege, das wäre eine Verschlechterung! Die Straßenbahn Plautstraße erfordert gänzlich neue Wegeführung, denn die Hafenanbindung ist bereits gebaut. Man muss nur fahren, alle Haltestellen sind fertig.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: thomas15e am 20.06.2017, 18:17:48
die vorhandene Tramtrasse ist ja vorhanden   eine Verlängerung der 14 nach der Veränderung der Plagwitzer Brücke und den gleisslügenschluss wäre gut  die 14 dann über Plagwitz  bis Lindenau Plautstrasse zu verlängern und den Bus 60 zum Bus Depot zurückzunehmen
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: TLpz am 21.06.2017, 06:45:38
@Sven

den Bf Messe möchte ich keineswegs auslassen! Die Busse halten nur nicht neben der Bimmel, sondern am Südende der Bahnsteige.


Das ist aber keine wirkliche Verbesserung, zumindest nicht wenn ich von der  /S-Bahn auf den  /BUS umsteigen muss. Dann muss ich ja wieder schauen an welcher  /HS der nächste Bus fährt.

Ich arbeite in einem der Bürotürme im Sachsenpark. Ein Grund warum ich den ÖPNV nicht nutze: Es gäbe von mir zu Hause eine Verbindung von 35min. Wäre akzeptabel. Aber eben nur 1x die Stunde. Und wenn die  /S-Bahn Verspätung hat und die  /BL.086 nicht wartet hat man den Zonk. Dann kommen ca. 15-20 min Fußweg dazu.

Problem ist m.E. die Prestige- Endstelle Messegelände der  /SL.016. Statt dort zu versauern müsste eigentlich die  /SL.016 den Sachsenpark anbinden. Und am  /S-Bahn- Bhf. Messe müsste ein wirklicher Umsteigepunkt entstehen. Dann aber mit mehreren Buslinien am gleichen Bahnsteig...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: TLpz am 21.06.2017, 06:48:55
die vorhandene Tramtrasse ist ja vorhanden   eine Verlängerung der 14 nach der Veränderung der Plagwitzer Brücke und den gleisslügenschluss wäre gut  die 14 dann über Plagwitz  bis Lindenau Plautstrasse zu verlängern und den Bus 60 zum Bus Depot zurückzunehmen

Mit einer Linie die an der Plautstr. endet bindet man aber den Lindenauer Hafen nicht an! Und unter der Plagwitzer Brücke werden die nächsten 30 Jahre keine Gleise liegen. Der Zug ist abgefahren, dass sollte man endlich mal zur Kenntnis nehmen...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 21.06.2017, 08:03:02
Zitat
unter der Plagwitzer Brücke werden die nächsten 30 Jahre keine Gleise liegen

Da behaupte ich mal: 1.000 Jahre! Die "Plagwitzer Brücke" verbindet die Karl-Heine- mit der Käthe-Kollwitz-Straße und führt über die Weiße Elster. Für eine Schwebebahn à la Wuppertal ist dort kein Platz.

Gemeint war sicher die "Eisenbahnüberführung Karl-Heine-Straße". Aber die Naturgesetze, die dort Gleise verhindern, habe ich immer noch nicht verstanden. Die wenige Meter entfernte Gleisbrücke über den Kanal hat ein wesentlich größeren Abstand zur Wasseroberfläche, und wurde vor über 100 Jahren mit weitaus bescheideren technischen Mittel errichtet. Es liegt allein am Wollen!!! Als die Eisenbahnüberführung neu gebaut wurde, wollte man die Straßenbahn komplett stilllegen!

Aber das Wollen könnte sich vielleicht ändern, nur dass es nun viel teurer wird...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 21.06.2017, 08:42:17
@TLpz

Wenn alle Busse am Südende S Messe halten würden, warum soll man dann nach Haltestellen suchen müssen. Es gäbe nur diese eine. Auch für die 86. Grundsätzlich führen alle Linien den gleichen Weg, so dass zwischen den "Bürotürmen" und Wiederitzsch ein dichtes Angebot entsteht. Der betriebliche Mehraufwand gegenüber heute ist gering.  Eine Tramverlängerung hilft auch, keine Frage. Nur sehe ich darin weitere 25 Jahre ins Land gehen.... Das dauert mir einfach zu lange!

@Andre Loh Kliesch,
der Ausschlussgrund für die Strecke unter der Brücke in Plagwitz ist der relativ steile Anstieg mit gleichzeitiger Kurve und einer Einmündung. Dort wäre das Abfangen einer Fahrleitung schwierig, die immer noch geringe Höhe an der Einmündung bedeutet angeblich ständiges herunter reißen usw.  Baulich ist die Brücke identisch zur selben in der Lützner Str. Das Durchpassen ist also nicht das Thema. Ein Höherlegen in den Nullerjahren schied aus, weil aufgrund EKrG die hälftige Kostentragung für die LVB / Stadt nicht machbar war. Bei einer Höherlegung wäre der gesamte Damm zwischen Merseburger Str. (!) und Rbf Plagwitz anzupassen gewesen. Das sind Milliönchen, die niemand hatte. Lösungsmöglichkeit aus heutiger Sicht bietet eine Stromschienenoberleitung, ggf. die Trassierung durch die Spinnereistraße.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: TLpz am 22.06.2017, 09:16:29
@TLpz

Wenn alle Busse am Südende S Messe halten würden, warum soll man dann nach Haltestellen suchen müssen. Es gäbe nur diese eine. Auch für die 86. Grundsätzlich führen alle Linien den gleichen Weg, so dass zwischen den "Bürotürmen" und Wiederitzsch ein dichtes Angebot entsteht. Der betriebliche Mehraufwand gegenüber heute ist gering.  Eine Tramverlängerung hilft auch, keine Frage. Nur sehe ich darin weitere 25 Jahre ins Land gehen.... Das dauert mir einfach zu lange!

Richtig, dann müsste man keine Haltestelle suchen. Am Südende  /S-Bahn Messe kommt diese aber aus verschiedenen Gründen nicht in Frage:

1. Platzprobleme
Mit den Brücken verengt sich das Gleisbett. Einen (behindertengerechten) Abgang bekommt man da nicht hin.

2. Lage/Wege
Der Weg von der Halteposition der Züge zu dieser Haltestelle wäre sehr lang. Hinzu kommt dass man, wenn man weiter in Ri Sachsenpark möchte, die Straße queren muss. Das ist an der Stelle nicht möglich, da die Straße unter der Brücke in einer Kurve verläuft. Als müsste man bis zur Ampel vor (dort gibt es derzeit keine Fußgängerüberwege in dieser Richtung, ergo Neugestaltung der Kreuzung und Neuprogrammierung der Ampel), was weitere Zeit kostet. Plus Wartezeit (Halber Takt, mind. 5 min). In der Zeit bin ich schon bis zum Messegelände gelaufen...

Attraktiv wird das ganze nicht. Eine gemeinsame Haltestelle kann m.E. nur am jetzt bestehenden Abgang  /S-Bahn Messe entstehen.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 22.06.2017, 09:53:33
die Bahnsteige sind sehr breit, ein barreirefreier Abgang existiert bereits an der Straßenbahnseite. Das reicht.

Die Straßenquerung ist nicht das Problem, zum einen muss (ist sowieso StVO nötig) in dem Brückenbereich auf Tempo 30 begrenzt werden. Zum anderen reicht dann eine simple Querungshilfe aus. So große KfZ-Massen sind es nicht, da gibts weitaus schlimmere Querungslücken (z.b. H  Rochlitzstr. am Schleußiger Weg)

Die Taktzeiten liegen durch die Bündelung bei deutlich unter 5 Minuten, sprich ein, zwei Minuten Wartezeit sind die Regel.

Der Weg von einem Solo-S-Bahnzug bis zur Busstation Süd = 200 m. Zur Busschleife Messemulde bis zum Solo-S-Bahnzug sind es rund 160 m mit weitaus mehr Treppenstufen!

Super ist diese Lösung nicht, doch ohne komplette Neufassung des Gleises für mehrere Millionen Euro geht nichts anderes. So lange darf aber nicht gewartet werden, wenn wir im MIV-Verkehr nicht ersticken wollen. Es werden pragmatische Lösungen für das JETZT gesucht.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Sven am 22.06.2017, 21:16:11
Ich denke auch, dass es besser ist die bestehende Haltestelle zu ertüchtigen. Vom Messegelände bis zur Georg-Herwegh-Str. sollte das Rasengleis ausgetauscht werden, das  /TRAM und  /BUS die gleiche Trasse und Haltestellen nutzen. Damit hätte man auch die Konflikte mit den Fußgängern vom S-Bahnhof zur Messe entschärft. Es ist immer wieder faszinierend, wie Besucher aufschrecken, wenn ein Bus vor Ihnen steht. Die Trennung zwischen Strasse und Fußweg ist auf dem Vorplatz der Messe grottenschlecht.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: TLpz am 23.06.2017, 07:46:36
Die Straßenquerung ist nicht das Problem, zum einen muss (ist sowieso StVO nötig) in dem Brückenbereich auf Tempo 30 begrenzt werden. Zum anderen reicht dann eine simple Querungshilfe aus.

So, ich bin gestern mal wieder dort lang gefahren. Für eine Querungshilfe ist der Platz unter der Brücke zu eng...
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 23.06.2017, 08:21:43
das baut man die halt an deren Westrand... oder malt einen Zebrastreifen.... Wie bereits gesagt gibt es zig Stellen mit weitaus schlechterer Querungsqualität. Bereits ein Tempo-30-Schild würde helfen. Wichtig ist doch, dass flächendeckend pragmatische, einfache und schnell umsetzbare Lösungen eingerichtet werden, damit die Verkehrsbedürfnisse auch via ÖPNV möglich sind.

Die heutige Lösung an der Messe habe ich bestaunt: 6 S-Bahnfahrten binnen 10 Minuten:

 /S2 aus Delitzsch (9 Aussteiger, 9 Einsteiger) verspätet
 /S11 aus Stötteritz (26 Aussteiger)
 /S5 aus Halle (9 Aussteiger, 3 Einsteiger, 2 Minuten nach S2 fahrend!)
 /S5 nach Halle (13 Aussteiger, 13 Einsteiger)
 /S2 nach Delitzsch (unbekannte Menge)
 /S11 nach Stötteritz (unbekannte Menge, üblich sind zwischen 15 und 30 Einsteiger)

Auch an der Tram 16 warteten einige Leute landwärts

Nur der Bus 86 stand brav in seiner Schleife und fuhr erst 15 bis 20 Minuten später ab, so lange wäre die Wartezeit. Bis zu den Büros am Sachsenpark ist man dann auch gelaufen, bis BMW braucht es von der S-Bahn also eine halbe Stunde! Nur für die letzte Meile! Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist!

Gruß
der Radler

Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: AntenneKL am 23.06.2017, 08:25:32
Dieses Südende Bahnhof Messe ist für den Busverkehr völlig ungeeignet (wie leider im Grunde dort alles ...)  Eigentlich geht tatsächlich nur, den jetzigen Bereich der Bahnsteigaufgänge und die Straßenbahngleise umzubauen, also Busse mit auf die Gleise ... ob den Umbau tatsächlich jemand in Angriff nehmen wird, halte ich für mehr als fraglich. Im Nachhinein muss man sich die Frage stellen, wer die derzeitige Variante zu verantworten hat. Ursprünglich konnte ja dort nicht mal ein Bus halten/wenden, die Pflasterstrecke ist ja noch später für die LVB-Busse nachgebaut worden.  Möglicherweise hätte es eine Chance gegeben, wenn der neue Fernbusbahnhof am Bahnhof Messe gebaut wurden wäre, was ich begrüßt hätte. Jetzt lässt man die Fernbusse und die 196 mit ihren umweltfreundlichen Motoren bis zum Hbf. fahren, gerne auch mit Staustopp, ist aber angeblich so sehr für den Umweltschutz ... Einfach irre ...   
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 23.06.2017, 08:37:03
Nachteile der Bus auf Gleis-Lösung:

- Der Bereich südlich der Messeverwaltung / DB Schenker und Flughafengebäude Mockau wäre abgeklemmt
- Die Auslastung steigt insbesondere zu Messen so stark an, dass es fraglich ist, ob das seitens der Kapazität klappt
- Ab G.-Herwegh-Str. müsste auch umgebaut werden oder die Busse schleichen auf der schmalen Anliegerstr.
- Es gibt einen großen Stationsabstand bis Wiederitzsch Mitte, auf der Straße südlich sind Busstationen bereits baulich hergestellt
- Es ist teuer (knapp 2 km Gleisbau, da sind 5 Millionen schnell weg)
- Bus 196 und weitere nötige Regionalbusse dürfen den Gleisbereich nicht mitnutzen
- Die Gleise sind noch intakt, folglich dauert es nochmals 10+ Jahre, Lösungen werden JETZT gebraucht

Das es auch Vorteile gibt, steht außer Frage. Nur bleiben diese aufgrund ewiger Zukunfteritis obsolet bis wirkungslos.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Sven am 27.06.2017, 20:55:58
Nur der Bus 86 stand brav in seiner Schleife und fuhr erst 15 bis 20 Minuten später ab, so lange wäre die Wartezeit. Bis zu den Büros am Sachsenpark ist man dann auch gelaufen, bis BMW braucht es von der S-Bahn also eine halbe Stunde! Nur für die letzte Meile! Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist!

Das ist das alt bekannte LVB-Dilemma. Sparwahn ohne Ende = mehr Umläufe mit weniger Personal. Die Linienverknüpfung von  /BL.080 /BL.082 /BL.086 führt genau zu dem Thema, dass dort eine erhebliche Wendezeit abgesessen werden muss.

Die Verbindung nach Seehausen / BMW ist reudig, da es jedes Jahr auf eine andere Linie abgestimmt wurde.

Die Anzeigetafel zwecks Verspätungen ist für den Busfahrer an der Abfahrtshaltestelle nicht einsehbar und aufgrund der Linienkopplung will man eben nicht mehr warten. Schliesslich hat man ja noch 80 Minuten Fahrzeit vor sich.


Nachteile der Bus auf Gleis-Lösung:

- Der Bereich südlich der Messeverwaltung / DB Schenker und Flughafengebäude Mockau wäre abgeklemmt
- Die Auslastung steigt insbesondere zu Messen so stark an, dass es fraglich ist, ob das seitens der Kapazität klappt
- Ab G.-Herwegh-Str. müsste auch umgebaut werden oder die Busse schleichen auf der schmalen Anliegerstr.
- Es gibt einen großen Stationsabstand bis Wiederitzsch Mitte, auf der Straße südlich sind Busstationen bereits baulich hergestellt
- Es ist teuer (knapp 2 km Gleisbau, da sind 5 Millionen schnell weg)
- Bus 196 und weitere nötige Regionalbusse dürfen den Gleisbereich nicht mitnutzen
- Die Gleise sind noch intakt, folglich dauert es nochmals 10+ Jahre, Lösungen werden JETZT gebraucht

Das es auch Vorteile gibt, steht außer Frage. Nur bleiben diese aufgrund ewiger Zukunfteritis obsolet bis wirkungslos.

Gruß
der Radler

1. Zur Messerverwaltung läuft man. Der direkte Weg von der S-Bahn ist sehr kurz und für jeden zumutbar! Das Thema Schenker und Quelle sieht schon anders aus.
2. Messen sind ein Thema, aber das Phänomen gibt es doch heute schon. Mir sind chaotische Zustände nicht bekannt.
3. Der Umbau würde etwas kosten und würde nicht sofort passen.
4. Ab G.-Herwegh-Str. kann über die Messe-Allee gefahren werden. Spricht ja nichts dagegen. Damit könnt man die  /BL.086 und  /BL.087 verbinden, unter der Voraussetzung, dass diese dann Richtung  /SL.004 und bis zur Max-Liebermann-Str. fährt.

Baulich finde ich die Lösung einer Bushaltestelle an der Messeallee im Kreuzungsbereich mit der B2 extrem daneben und baulich nicht darstellbar. Zusätzlich ist die Aufenthaltsqualität für die Wartenden miserabel. Aus meiner Sicht noch schlimmer als jetzt.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: elnbb am 29.06.2017, 12:47:52
Die Straßenquerung ist nicht das Problem, zum einen muss (ist sowieso StVO nötig) in dem Brückenbereich auf Tempo 30 begrenzt werden. Zum anderen reicht dann eine simple Querungshilfe aus. So große KfZ-Massen sind es nicht, da gibts weitaus schlimmere Querungslücken (z.b. H  Rochlitzstr. am Schleußiger Weg)
Warum dort "sowieso" Tempo 30 hin muss, erschließt sich mir nicht. Es ist bis jetzt kein Unfallschwerpunkt oder Schulweg. Zebrastreifen bekommst du bei der Verkehrsmenge nicht gebaut, für eine Insel wirds eng. TLpz hat es beschrieben.

Zitat
Die Taktzeiten liegen durch die Bündelung bei deutlich unter 5 Minuten, sprich ein, zwei Minuten Wartezeit sind die Regel.
Wenn man in den Sachsenpark will schon, darüber hinaus dauerts länger.

braucht es von der S-Bahn also eine halbe Stunde! Nur für die letzte Meile! Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist!
Und sie wird es auch weiterhin sein. Nicht für jeden noch so kleinen Bedarf kann man eine Buslinie fahren lassen.

Zitat
- Ab G.-Herwegh-Str. müsste auch umgebaut werden oder die Busse schleichen auf der schmalen Anliegerstr.
- Es gibt einen großen Stationsabstand bis Wiederitzsch Mitte, auf der Straße südlich sind Busstationen bereits baulich hergestellt
Die Busse (v.a. /BL.087 und /BL.088) fahren schon jetzt auf ähnlich engen oder sogar noch engeren Straßen. Und ein abschnitsweises Parkverbot sollte auf der Seehausener auch drin sein.

Die Haltestellen auf der Messe-Allee sind noch nicht barrierefrei ausgebaut. Da muss man so oder so nochmal ran. Außerdem verfehlt man mit den Bussen Richtung Martinshöhe/Bahnhofstraße über die Messe-Allee das Ortszentrum Wiederitzsch, solange man keine Schleifenfahrt machen will.

Zitat
- Es ist teuer (knapp 2 km Gleisbau, da sind 5 Millionen schnell weg)
- Die Gleise sind noch intakt, folglich dauert es nochmals 10+ Jahre, Lösungen werden JETZT gebraucht
Dieses Jahr wird es natürlich nichts mehr, der Umbau Messe Süd aber auch nicht. Der Knackpunkt: das Bewusstsein für die aktuell schlechte Situation ist sonst noch nirgendwo angekommen. Allein daran hängt (für beide Varianten) die Umsetzungsgeschwindigkei t. Wenn du Vorschläge hast, wie man darauf (erfolgreich!) aufmerksam machen kann, dann gerne her damit. Sobald eine Umgestaltung beschlossen wird, dauert es nicht mehr lange.
Und wenn man die Gleise 5 Jahre vor Ende ihrer Liegedauer rausreißt, macht das den Kohl auch nicht fett. Für den ÖV darf es deiner Meinung nach an anderer Stelle auch etwas mehr kosten.
Wie du auf 2 km kommst, erschließt sich mir nicht und wirkt an den Haaren herbeigezogen. Zwingend notwendig wären die rund 500 Meter zwischen Georg-Herwegh-Straße und /S-Bahn Messe, nice to have restlichen 300 Meter vom /S-Bahn Messe zum Messegelände. Dort könnte man (vorübergehend!) auch einfach Buspiktogramme auf die Busspur (die noch keine Spurrinnen hat) pinseln und wenn unbedingt nötig die äußeren Fußwege noch einen halben/ganzen Meter verbreitern.

Zitat
- Bus 196 und weitere nötige Regionalbusse dürfen den Gleisbereich nicht mitnutzen
Du stellst das als unverrückbar hin? Das erstaunt mich.

Insgesamt (außer Schenker/Quelle) kein ernsthafter Grund gegen diese Variante. Mich beschleicht das Gefühl, du gehst recht einseitig  zu Gunsten deiner Vorzugsvariante Messe-Allee ran.

Dem gesamten Messegelände merkt man an, dass es aus dem Blickwinkel von vor 20 Jahren gebaut wurde. Die Freiflächengestaltung ist ein Graus. Da müsste sich die Messe selbst mal rühren bzw. die Stadt Leipzig mit dem Willen, das Areal zu evaluieren, neu zu überdenken und etwas Geld in eine Optimierung zu stecken. Aber so lange da nichts in Aussicht ist, halte ich es auch hier für müßig, lang und breit darüber zu spekulieren.
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Radler am 29.06.2017, 13:20:19
Tempo 30 als Vermeidung rasanten Anfahrens im Brückenbereich halte ich für angemessen. Die StVO schreibt bei haltendem ÖPNV am Rand ein Vorbeifahren in angemessener Geschwindigkeit vor, Urteile fixierten angemessen auf 30km/h.

Ja, Bis Sachsenpark ist es ein dichtes Bündel, danach teilt es sich auf. Bis Sachsenpark besteht auch das allergrößte Potenzial mit wenig zeitlicher Flexibilität (Einkauf ist fertig, wenn die Schlange einen an der Kasse ankommen hat lassen - das muss nicht unbedingt zu einem stündlichen Hungerbus passen)

Die "noch so kleinen Bedarfe" kannst du dir gern mal rechts und links der S3 nach Halle angucken. Verdammt viele "noch so kleine" Logistiker, Büroparks, Firmen und Orte.

Ja, Bus 87 / 88 fahren auch durch Siedlungsstraßen. Da mein Vorschlag auf deutlicher Verlängerung des Laufwegs fußt, sollte bedacht bleiben, dass nicht die gesamte Strecke in Schrittgeschwindigkeit absolviert wird. Oder? Sprich: Im Zweifel gern zügige Straßen, wenn es gar nicht anders geht, dann eben langsamer. Die Bushaltestellen müssen auch nicht "barrierefreie" Borde bekommen, da bislang die LVB Fahrerschulung offenkundig nicht schult, wie diese benutzt werden. In den vergangenen Jahren hat noch kein einziger Bus jemals eine ausgebaute Haltestelle barrierefrei "benutzt".

Das Ortszentrum Wiederitzsch besteht aus den gleichen Wohnhäusern wie rundherum auch. Das gesamte Bündel hält nahe dem Edeka? Lidl? neben H Wiederitzsch Mitte und von dort aus wären es zwei Halbstundentakte, die landwärts weiter den Ort bedienen, während zwei weitere Halbstundentakte gen Martinshöhe und WestWiederitzsch rollen. Finde ich jetzt angesichts der Bewohnerzahl weder über- noch unterkadidelt.

Mein Vorschlag hat den Charme, dass er praktisch sofort umsetzbar ist. Kein Gleisbau, keine lange Planung etc. Selbst 500 m oder 800 m sind teuer und müssten erst mal in den Investplan rutschen. Haltestellenschilder hingegen kosten erst mal (fast) nichts. Dass zu gegebener Zeit alles schick und tippitoppi werden kann, ist richtig, doch so lange warten kollidiert mit den Zielvorgaben der Eigentümer und des Unternehmens selbst. Die Sensibilisierung fand bereits statt. Mehr dazu in Bälde.

Dass nicht-LVB-Busse nicht auf Gleisbereiche dürfen ist eine heilige Kuh der LVB. Grund ist, dass nicht sicher gestellt werden kann, dass diese Busfahrer allesamt auch nach BOStrab zertifiziert sind. Hier spielt die TAB rein, also hochheilige Kuh. Quasi indisch, darf leider nicht geschlachtet werden.

Fazit:
Es werden Vorschläge gebraucht, die sofort umsetzbar sind. Weiterführender Invest sollte stufenweise leistbar sein und gering ausfallen, damit das Unternehmen in die Puschen kommt!

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
Beitrag von: Fabi am 18.07.2017, 16:31:05
Laut MDV gibt es im Busnetz im Muldental ab August einige Veränderungen, u.a. ein besserer Anschluss an S-Bahnen und Züge.
Passend dazu gibt es einen Coupon, mit dem man an zwei Wochenenden einige Bus-, S-Bahn und Zuglinien auf bestimmten Streckenabschnitten gratis nutzen kann:

https://www.mdv.de/aktuelles/projekte/modellvorhaben-muldental-in-fahrt/
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: BR 1442 am 02.08.2017, 14:23:04
Nach nur 11 Monaten ist die Marke "RegioRing" für die Delitzscher Busline 205 wieder Geschichte.
Seit dem 01.08.2017 verkehrt diese Linie, welche wie die City Bus Linien A und B das Gebiet der Stadt Delitzsch nicht verlässt, als City Bus C, somit gibt es nun mit der von Leupold betriebenen Linie "Stadtverkehr D" vier Stadtverkehrslinien in Delitzsch.

Als weitere große Änderung im Netz von Auto Webel ist das aufgehen der Linie 206 in den Linien 202 und 207 zu nennen.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: BR 1442 am 02.09.2017, 09:27:36
12 weitere Bushaltestelle will die Stadt Delitzsch behindertengerecht aus- bzw. umzubauen.

http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Delitzsch-bekommt-mehr-barrierefreie-Bushaltestellen
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: BR 1442 am 01.11.2017, 16:28:22
Die Park und Ride Anlage am Bahnhof Rackwitz wird erweitert, der Rackwitzer Gemeinderat gab bereits im August grünes Licht und bevollmächtige den Bürgermeister die Leistungen zu vergeben, diese Maßnahme erfährt eine 90% Förderung. Die Bauarbeiten haben heute begonnen und sollen noch vor Jahresende abgeschlossen sein.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 04.11.2017, 13:58:43
Halbzeitbilanz in Bad Düben: 5000 Leute sind schon Heide-Bahn gefahren
LVZ-Artikel zur Halbzeitbilanz im Sommer vom 23.07.2017

http://www.lvz.de/Region/Eilenburg/Halbzeitbilanz-in-Bad-Dueben-5000-Leute-sind-schon-Heide-Bahn-gefahren (http://www.lvz.de/Region/Eilenburg/Halbzeitbilanz-in-Bad-Dueben-5000-Leute-sind-schon-Heide-Bahn-gefahren)


Bilanz in Bad Düben: 10 000 Gäste fahren mit der Heide-Bahn
LVZ-Artikel zur Jahresbilanz von heute (04.11.2017)

http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bilanz-in-Bad-Dueben-10-000-Gaeste-fahren-mit-der-Heide-Bahn (http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bilanz-in-Bad-Dueben-10-000-Gaeste-fahren-mit-der-Heide-Bahn)
- 10.000 Fahrgäste, Erwartungen erfüllt
- entspricht rund 20 Fahrgästen pro Zug
- am Wochenende des Reformationsjubiläums war die Strecke zwischen Eilenburg und Laußig noch wegen umgestürzten Bäumen gesperrt, SEV funktionierte
- Fahrten zum 1. Advent (02. & 03. Dezember), deren Zeiten für einen Weihnachtsmarktbesuch passen sollen

Bad Düben: Transporter kracht mit der Heide-Bahn zusammen
LVZ-Artikel zum erwähnten Unfall am Bahnübergang im Gewerbegebiet vom 05.08.2017

http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bad-Dueben-Transporter-kracht-mit-der-Heide-Bahn-zusammen (http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Bad-Dueben-Transporter-kracht-mit-der-Heide-Bahn-zusammen)


Die Heidebahn kann kommen: Bahnhofs-Fenster sind bunter Hingucker in Bad Düben

http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Die-Heidebahn-kann-kommen-Bahnhofs-Fenster-sind-bunter-Hingucker-in-Bad-Dueben (http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Die-Heidebahn-kann-kommen-Bahnhofs-Fenster-sind-bunter-Hingucker-in-Bad-Dueben)
Titel: südliches Neuseenland
Beitrag von: elnbb am 12.11.2017, 01:26:22
Auch wenn es nicht mehr taufrisch ist, aber ich hatte es hier noch nicht gesehen:

Schmetterlingslinien sollen Touristen und Mitarbeiter an die Seen bringen

"Die aktuelle Saison an den Südraum-Seen ist noch nicht ganz vorbei, da laufen die Vorbereitungen für die nächste bereits auf Hochtouren. Und die soll verkehrlich Verbesserungen für den Tourismus bringen. Die kreiseigene Regionalbus GmbH schickt ab Ostern {2018} eine neue Linie /BL.109 auf die Strecke und verlängert die /BL.106."

vollständiger Artikel:
Schmetterlingslinien sollen Touristen und Mitarbeiter an die Seen bringen (http://www.lvz.de/Region/Markkleeberg/Schmetterlingslinien-sollen-Touristen-und-Mitarbeiter-an-die-Seen-bringen)

eine Woche zuvor:
Schmetterlingslinien sollen Tourismus im Leipziger Neuseenland beflügeln (http://www.lvz.de/Region/Borna/Schmetterlingslinien-sollen-Tourismus-im-Leipziger-Neuseenland-befluegeln)

Linie 109:        /S-Bahn Markkleeberg - Neue Harth / Belantis (als Ersatz für die Linie 105) - Zitzschen (vorerst ohne Halt) - Zwenkau Hafen - /S-Bahn Böhlen
Linie 106:        ... - Lagovida - Espenhain - /S-Bahn Böhlen
Linie 101:        /S-Bahn Böhlen - Hainer See (Kahnsdorf) - /S-Bahn Borna

voraussichtliche Mehrkosten für den Landkreis: 600.000 Euro je Saison
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: GK am 23.11.2017, 18:22:23
Mal sehen, ob die Linien dann auch noch am Wochenende 22:00 oder 23:00 fahren, wenn damit das Personal der anliegenden Gastronomen und sonstigen Freizeitangebote angelockt werden soll. Und tagsüber häufiger als stündlich unterwegs ist. Denn wenn die 106 weiterhin abends ihre letzte Fahrt in Auenhain beginnt, bevor das Wasser im Kanupark überhaupt abgestellt wird, wird das wohl eher weiter vor sich hin dümpeln wie bisher (die Steigerungsraten sind sehr viel niedriger als das vorhandene Potential es bei ordentlichem Angebot zuließe).
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 29.11.2017, 19:54:53
ÖPNV - Betriebshof platzt aus allen Nähten: Regionalbus erweitert Hauptsitz in Deuben
http://www.lvz.de/Region/Borna/Betriebshof-platzt-aus-allen-Naehten-Regionalbus-erweitert-Hauptsitz-in-Deuben (http://www.lvz.de/Region/Borna/Betriebshof-platzt-aus-allen-Naehten-Regionalbus-erweitert-Hauptsitz-in-Deuben)

"Rund 4,2 Millionen Euro investiert die Regionalbus Leipzig GmbH am Hauptsitz in Deuben in die Erweiterung ihres Firmensitzes. Das Unternehmen baut eine neue Fahrzeughalle und erweitert das Sozial- und Verwaltungsgebäude sowie Werkstätten. Die Pläne stellte Geschäftsführer Andreas Kultscher anlässlich des offiziellen Spatenstichs am Montag vor."
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 29.01.2018, 14:15:45
Umgestaltung: Bus-Station am Külz-Ring in Eilenburg wird 2018 erneuert
http://www.lvz.de/Region/Eilenburg/Bus-Station-am-Kuelz-Ring-in-Eilenburg-wird-2018-erneuert

Zitat
Die Umgestaltung der Bushaltestellen am Eilenburger Külz-Ring ist nötig. Zum einen weil die barrierefreie Gestaltung überall gefordert wird, zum anderen, weil die alten Bäume das Pflaster und die Bordsteine an vielen Stellen anheben.

[...] Trotzdem ist es Ziel, den alten Baumbestand weitgehend zu erhalten. Dafür muss er mehr Platz bekommen, denn über die dicken Wurzeln hinweg kann nicht neu gepflastert werden. Damit ergibt sich weniger Raum für die Fahrbahn und das Parken zu beiden Seiten der Anlage.

Bevor die Planungen starteten, wurde auch das Fahrgastverhalten nach Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes samt Busbahnhof untersucht. Zirka 600 Meter und sieben Gehminuten vom Külz-Ring entfernt gibt es sechs Bussteige und ebenfalls Gelegenheit, zwischen den Buslinien, aber auch auf die Bahn umzusteigen. Doch auf den zentrumsnahen ÖPNV-Knotenpunkt Külz-Ring, wo mehrere Linien zusammentreffen, verzichten die Fahrgäste trotzdem nicht. Er wird auch von vielen Schülern genutzt.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Linie 89 am 28.02.2018, 19:55:56
Regionalbus Leipzig stattet alle seine Busse mit kostenlosem WLAN aus. Die sechsmonatige Testphase mit zehn Bussen ist beendet, jetzt wird der Service in allen Bussen angeboten.

http://www.regionalbusleipzig.de/news/details/kostenfreies-wlan-in-allen-bussen
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 06.06.2018, 01:34:26
Haltestelle in der Hammermühle in Bad Düben wird barrierefrei
http://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Haltestelle-in-der-Hammermuehle-in-Bad-Dueben-wird-barrierefrei

Zitat
Neben der Hammermühle stehen in diesem Jahr zudem die Bushaltestellen bei Profiroll sowie in Schnaditz im Haushaltsplan der Kommune, die dafür aber eine hohe Förderung erhält.

2019 sollen die Haltestellen in der Schmiedeberger Straße, in Tiefensee und am Roten Haus folgen.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Jörg.L.E. am 20.06.2018, 23:31:30
Passt zwar nicht so richtig hier rein, aber nen neuen Fred wollte ich dazu auch nicht aufmachen:

Rangierzug in Rackwitz entgleist

http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Lok-in-Rackwitz-verunglueckt

Das ist am nördlichen Ende des Gleises in Rackwitz an der Ecke Salzstr./Am Rundling.
Zum Glück nix wildes passiert.

MfG
dor Jörsch
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Jörg.L.E. am 22.06.2018, 21:18:17
Sechs barrierefreie Bushaltestellen ins Delitzsch

Im Stadtgebiet Delitzsch werden weitere 6 Haltestellen barrierefrei umgebaut.

Folgende Standorte sind davon betroffen:

Investitionskosten: 121.000€ (90% davon vom LK Nordsachsen aus dem Programm Barrierefreie Haltestellen, restl. 10% von der Stadt Delitzsch).

2016-2018 werden insgesamt 18 Haltestellen barrierefrei i.S.d §8 III S.3 PBefG umgebaut.

Quelle: Amtsblatt DZ 12-2018, S.9
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Lonestarr am 17.09.2018, 21:02:33
In Grimma wurde jetzt endlich mit der Erneuerung des Hausbahnsteigs begonnen.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Stefan156 am 31.01.2019, 16:35:40
Chemnitz ist zwar nicht die unmittelbare Region, ich hab bloß auf die Schnelle kein passenderes Thema gefunden.

https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/strassenbahnunfall-chemnitz-108.html
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 27.03.2019, 12:29:48
Mit der Ausweitung des MDV-Tarifs auf den SPNV in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg sowie der Stadt Dessau-Roßlau wird (zeitgleich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019) der Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg-Tarif (ABW) komplett eingestellt.

Pendler in Nöten: ABW-Tarif ab Dezember eingestellt
https://www.mz-web.de/dessau-rosslau/erst-preiserhoehung--dann-das-aus-pendler-in-noeten--abw-tarif-ab-dezember-eingestellt-32261684
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: 2101 am 27.03.2019, 13:23:25
Chemnitz ist zwar nicht die unmittelbare Region, ich hab bloß auf die Schnelle kein passenderes Thema gefunden.

https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/strassenbahnunfall-chemnitz-108.html

Würde auch besser unter „Sonstige Themen - Nahverkehr in Deutschland ( außer Leipzig ) passen.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: FTB am 28.04.2019, 10:20:03
Aber ich denke mal das betrifft schon die unmittelbare Region: Am 19.April ist ein neues Stadtbusnetz in Grimma in Betrieb gegangen, das nun erstmals auch Fahrten sonntags aufweist.
Nun muss es nur noch genutzt werden....
https://www.mdv.de/2019/04/neuer-takt-fuer-grimma/
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Linie 22 am 28.04.2019, 10:59:35
Gute Nachrichten für Grimma! Besonders der Sonntagsverkehr ist ein Qualitätssprung. Hoffentlich wird das Angebot gut genutzt und die MRB fährt zukünftig stabil um eine gut funktionierende Reisekette zu ermöglichen.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Timotimo am 28.04.2019, 13:12:13
Es gibt sogar Freifahrtaktionen am Wochenende (kam im Radio letzte Woche), man kann dort kostenfrei mitfahren. Sicherlich gut, um das Angebot bekannt zu machen.
Es hat laut Fahrplan jeder Zug einen Anschluss zum Bus in die großen Wohngebiete bzw. anders herum. Aber während des SEV der MRB passt das natürlich leider nicht.

Echt interessant wie andere Kommunen bzw. Kreise und Verkehrsunternehmen agieren.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: opi am 29.04.2019, 10:10:50
Zitat
Mit einer großen Freifahrtaktion laden Regionalbus Leipzig und die Projektpartner alle Bürgerinnen und Bürger ein, die neuen Stadtlinien vom 19. April bis 31. Juli an allen Wochenenden und Feiertagen kostenlos auszuprobieren.

Ich habe das Gefühl, da hat Jemand wirklich Interesse, seinen ÖPNV unters Volk zu bringen. Dazu noch eine Massive Ausweitung des Fahrtangebotes im Tagesverkehr, plus 21 neue Haltestellen. Ich wünsche Grimma viel Erfolg damit und dass das Angebot auch gut angenommen wird.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Radler am 29.04.2019, 11:23:29
hier noch eine Karte dazu:

https://www.regionalbusleipzig.de/files/media/aktuelles/karten_present/190419_karte_stadtverkehr_grimma.pdf

Das ist in der Tat ein enormer Schritt nach vorn!  Jetzt kommt es für die Grimmaer und Besucher darauf an, das Angebot auch zu nutzen. Der nächste Ausflug an die Mulde gelingt damit noch entspannter.

Gruß
der Radler
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: 772-506-8 am 15.05.2019, 15:33:00
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld will seinen Busverkehr nicht in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund integrieren. Statt dessen favorisiert man, Schülern von der ersten bis zur zehnten Klasse kostenlose ÖPNV-Tickets für den gesamten Landkreis anzubieten:

https://www.mz-web.de/koethen/vorstoss-im-schuelerverkehr--kostenloses-netzticket-fuer-schueler-bis-zur-10--klasse--32545116 (https://www.mz-web.de/koethen/vorstoss-im-schuelerverkehr--kostenloses-netzticket-fuer-schueler-bis-zur-10--klasse--32545116)

Meine Meinung dazu:

Bei solchen Politikern wundert mich ein schlechtes ÖPNV-Angebot nicht mehr:
- Die Schüler hatten schon bisher die Fahrt zur Schule kostenfrei.
- Wenn es um Freizeitverkehr geht, ist der Nutzen eines Landkreistickets gering, während die Anbindung nach Halle/Leipzig, wo attraktive Freizeitziele bestehen, nicht gelöst ist.
- Die bisherigen Nutzer des ABW-Tarifs waren Berufstätige und Berufsschüler. Beide Nutzergruppen werden von der Lösung des Landrats völlig ignoriert.
- Der Nutzen des ÖPNV auch für Nicht-Schüler wird vom Landrat völlig ignoriert. Mehr Autofahrerperspektive geht nicht.
- Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld bleibt für Pendler auch künftig außer in direkter Bahnhofsnähe unattraktiv. Es ist für den Landrat sicherlich schön, wenn er sich dann künftig mangels Schülern um diese auch nicht mehr zu kümmern braucht, weil die Menschen sich attraktive Wohnstandorte suchen.
- Schon heute pendeln die Menschen in Größenordnunben nach Bitterfeld, weil sie dort nicht wohnen möchten.
- Warum der MDV sich nur auf die Bahnstrecken erweitert und damit solche ignoranten "Lösungen" erst salonfähig macht, erschließt sich mir nicht. Vor dem Hintergrund der Landkreishaltung sollte man seitens des ZVNL eher den S-Bahn-Verkehr überdenken. Mit dieser Haltung besteht kein Grund mehr, die sächsischen S-Bahn-Züge nach Sachsen-Anhalt zu fahren, ein Enden in Delitzsch an Gleis 4 wäre ja möglich.  Mit den derzeit rund um Bitterfeld (und bis Magdeburg!) fahrenden Zügen könnte man den Verkehr in Leipzig deutlich verbessern. 
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: MD 612 am 15.05.2019, 17:10:58
Vor dem Hintergrund der Landkreishaltung sollte man seitens des ZVNL eher den S-Bahn-Verkehr überdenken. Mit dieser Haltung besteht kein Grund mehr, die sächsischen S-Bahn-Züge nach Sachsen-Anhalt zu fahren, ein Enden in Delitzsch an Gleis 4 wäre ja möglich.
Jenseits der Landesgrenze bestellt die NASA den Verkehr auf den S-Bahn-Linien, nicht der ZVNL. Letzterer hätte somit gar keine Möglichkeit die Durchbindung der S-Bahnen jenseits von Delitzsch zu verhindern. Mal abgesehen davon, dass da auch verkehrsvertragliche Grundlagen eine Rolle spielen. ZVNL und NASA haben das Netz gemeinsam ausgeschrieben, da kann nicht einer von beiden jetzt einen Rückzieher machen.

Gruß Peter
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 15.05.2019, 17:27:01
- Warum der MDV sich nur auf die Bahnstrecken erweitert und damit solche ignoranten "Lösungen" erst salonfähig macht, erschließt sich mir nicht.
Was soll er machen? Auf eine Ausweitung auf den SPNV verzichten - ganz oder gar nicht? Sollen 80% Zugfahrgäste wegen 20% Busfahrgästen leiden?

Vor dem Hintergrund der Landkreishaltung sollte man seitens des ZVNL eher den S-Bahn-Verkehr überdenken. Mit dieser Haltung besteht kein Grund mehr, die sächsischen S-Bahn-Züge nach Sachsen-Anhalt zu fahren, ein Enden in Delitzsch an Gleis 4 wäre ja möglich.
siehe @MD 612

btw: Im Entwurf für den Deutschland-Takt ist für die Strecken Bitterfeld-Dessau und Bitterfeld-LuWi sogar ein 30-Minuten-Takt der S-Bahn vorgesehen. Dann würden weder in Delitzsch noch in Bitterfeld regelmäßig S-Bahnen enden.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Jörg.L.E. am 18.07.2019, 20:38:26
https://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Delitzsch-baut-Bushaltestellen-barrierefrei-aus

"Delitzsch baut Bushaltestellen barrierefrei aus"
 

Folgende Haltestellen werden 2019 noch umgebaut:
 /HS Brodau, Teich (Richtung B 184 und Brodau, Teich, Richtung Zschortau)
 /HS Beerendorf, Kirche
 /HS Storkwitz (Richtung Schenkenberg und Storkwitz, Richtung B 183 a)
 /HS Selben, Friedhof, Buswendeplatz
 /HS Delitzsch, Eilenburger Straße (Richtung Unterer Bahnhof, am Konsum)

Zuletzt wurde die  /HS Eilenburger Chaussee umgebaut beideseitig, wobei auf einer Seite ein kleines Unterstellhäusschen angebracht wurde.
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Sven am 05.08.2019, 20:28:16
Mal was aus dem Südraum - Taktbusse im vorteilhaften 2h-Takt  :o

Gut, besser als nichts.

Hier noch der mit Fehlern ("Fake News") ausgestattete Artikel aus der örtlichen Presse:

https://www.lvz.de/Region/Borna/OePNV-Suedraum-Bus-Projekt-erst-ab-Dezember (https://www.lvz.de/Region/Borna/OePNV-Suedraum-Bus-Projekt-erst-ab-Dezember)

Grüße
Sven
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: Jo Hey am 18.08.2019, 21:34:34
Mit dem Fahrplanwechsel zum Schuljahresanfang geht  /BUS 238 Bad Düben-Bad Schmiedeberg mit einem neuen Fahrplan an den Start; zukünftig gibt es Mo-Fr stündliche Verbindungen, am Wochenende zweistündliche. Einziges Manko: das Angebot besteht ausschließlich aus Rufbussen.

Außerdem wird beinahe klammheimlich  /BUS 232 Bad Düben-Eilenburg zum PlusBus. Nachdem man den Wochenendverkehr vor Jahren weitgehend eingedampft hat, nun also die Rolle rückwärts. Spätverbindungen gibt es auch, diese allerdings erstmal nur als Rufbus, aber immerhin. Das dürfte das Schicksal der parallelen Bahnstrecke erstmal besiegelt haben.

Gruß Johannes
Titel: Re: ÖPNV-Nachrichten aus der Region
Beitrag von: elnbb am 18.08.2019, 23:06:10
Rufbus, Stadtbus, PlusBus: Landkreis bringt Bad Düben in Fahrt (https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2019/08/Rufbus-Stadtbus-PlusBus-Landkreis-bringt-Bad-Dueben-in-Fahrt-290768)
Pressemitteilung des Landratsamtes Nordsachsen

Zitat
Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes „Nordsachsen bewegt“ kommt es ab Montag (19.08.19) zu zahlreichen Verbesserungen im Busverkehr von Bad Düben. So verkehrt der Rufbus 238 montags bis freitags stündlich, am Wochenende zweistündlich, als Biber-Linie zwischen den Kurstädten Bad Düben und Bad Schmiedeberg.

Bis eine Stunde vor Abfahrt müssen Rufbusse in Nordsachsen unter der zentralen Telefonnnummer 03421-7746620 geordert werden. In Bad Düben besteht Anschluss an die PlusBus-Linien 196 nach Leipzig und 232 nach Eilenburg, in Bad Schmiedeberg an die Hauptlinie 306 nach Wittenberg.

Mit der Aufwertung der Linie 232 zum PlusBus steigt das Fahrtenangebot sowohl zwischen Bad Düben und Eilenburg als auch innerhalb der beiden Städte. Linienführung und Takt wurden vereinheitlicht, auch sonnabends und sonntags rollt der Bus jetzt jeweils sechsmal in beide Richtungen.

Die Linie 210 zwischen Bad Düben und Delitzsch wird ebenfalls zur PlusBus-Linie aufgewertet und verkehrt somit auch am Wochenende zu festen Zeiten. Bislang gab es nur einen Rufbus, der in Ergänzung aber weiterhin erhalten bleibt.

Auf der Linie 231 bringen fünf neue Rufbusfahrten den Berufsschülern der Roten Jahne mehr Mobilität. Von dort fahren 18.30 Uhr und 20:30 Uhr zusätzliche Rufbusse nach Eilenburg sowie 17:40 Uhr, 19:40 Uhr und 21:40 Uhr wieder zurück.

Der Stadtbus Bad Düben ist ab 19.08.19 als stündlicher Rundverkehr von 6 bis 20:30 Uhr unterwegs. Mit „Obermühle/Museumsdorf“ und Wittenberger Straße/Waldstraße“ bedient er auch zwei neue Haltestellen.



"Rufbus" soll bessere Verbindung in Nordsachsen sichern (https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-328644.html)
Bericht des MDR Sachsenspiegel