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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von MD 612 am 06.03.2021, 20:38:04 »
Der Wurzener  /S-Bahn Bahnabschnitt hat auch durch seine Takterhöhung und die modernen Fahrzeuge bei den Fahrgästen überzeugen können,
Auch, aber nicht nur. Die Führung der Züge durch den Tunnel hat auf allen einbezogenen Strecken deutliche Fahrgastzuwächse gebracht.

Für den Nahverkehrsbereich bis Wurzen/Grimma ist eine Fahrzeitverlängerung über die südlichen Fahrweg in den Tunnel ja dennoch annehmbar, wer aber von weiter draußen (Leisnig, Döbeln) wegen der Arbeit pendelt und dann pro Richtung ca. 1 Stunde 20 Minuten unterwegs sein muss wird eine solche Linienführung nicht gerade befürworten.
Was bringt Dich zu dieser Vermutung?? Die Führung der Züge durch den Tunnel hat für Fahrgäste aus Nossen, Döbeln und Grimma die gleichen Vorteile wie für Fahrgäste aus Naunhof, Großsteinberg und Beucha. Wer nicht direkt zum Hbf muss (und das sind sehr viel Fahrgäste), hat oft Vorteile durch Nutzung anderer Umsteigemöglichkeiten, Fahrgäste direkt ins Leipziger Zentrum profitieren ohnehin deutlich von der Tunnelfahrt. Da gibt es auch nicht wenige, wie die Zusteigerzahlen insbesondere am Markt abseits der C-Krise zeigen.

Zudem ist der Leipziger Hauptbahnhof DER Umsteigepunkt in Leipzig!
Einer von vielen, vielleicht auch der bedeutendste, wenn man nur die Straßenbahn betrachtet. Ein Kardinalfehler in dieser Betrachtung. Von Völkerschlachtdenkmal gibt es gute Verbindungen in den Süden und Südosten der Stadt, von MDR nach Ost und West, vom Bayer.Bf. und Leuschnerplatz nach West, Süd und Südost, von allen direkt in die umliegenden Gebiete. Warum muss man da über den Hbf fahren, wenn man mit der S-Bahn in derselben Zeit an den genannten Stationen ist, von dort aber schneller in besagte Stadtteile kommt??

Bahnfern-und Nahverkehr
Die Anschlüsse dorthin müssen ja nicht zwangsläufig verloren gehen, nur weil die Fahrt durch den Tunnel geht. Viel wichtiger wäre da die künftige Taktlage der Züge.

Wer dennoch von Nossen, Roßwein, Döbeln, Leisnig etc. zu den Zwischenhalten der  /S-Bahn gelangen möchte, kann problemlos in Grimma in die  /S-Bahn umsteigen.
Inklusive Mehrfahrzeit und zusätzlichem Umsteigen für diese Fahrgäste. Damit wird die fahrt nicht attraktiver.

Und bei alledem lässt Du die Frage offen, welches Potenzial Du mit einer zusätzlichen RE-Linie heben willst, die diesen zusätzlichen Zug auch rechtfertigt.

Übrigens sollte ein zweigleisiger Ausbau zwischen Leipzig und Grimma wohl einer S-Bahn würdig sein, dann gibt bei Halbstundentakt /S-Bahn plus stündlichen Regionalexpress auch keine Konflikte.
Bei den heutigen Planungszeiten wären wir aber wieder bei einer MDSB2037+, das bringt für die jetzt fällige Ausschreibungen gar nichts.

Mir bereiten diese "neuen" Technologien bei einer Tunnelbefahrung wie jetzt geplant  immer noch etwas unbehagen.
Hinsichtlich der Brennstoffzellenzüge gehe ich mit, die sehe ich auch deswegen kritisch, weil es die als Hybrid aus Fahrleitungs- und Brennstoffzellenbetrieb nicht gibt und deswegen unter der Fahrleitung im Tunnel und nach Grünau völliger Nonsens wären. Von der Kostenfrage und Ineffektivität dieses Systems mal abgesehen. Akku-Hybriden haben hingegen kein größeres Gefährdungspotenzial als reine Fahrleitungszüge, sie haben im Fahrleitungsbetrieb auch die gleichen Leistungskenndaten. Von daher sehe ich die auch durchaus als geeignet für eine S-Bahn durch den Tunnel an.

Peter, ÖPNV und SPNV wird in diesem Bundesland boykottiert und das kann man politisch genau an einer Partei festmachen.
Kann man so sehen, bringt uns aber in der Diskussion über ein Verkehrskonzept für die Strecke nach Döbeln nicht weiter.

Apropos Visionen, schaue Dir den Deutschlandtakt an. Da sehe ich relativ wenig. Vor allem sieht man kein Mehrverkehr gegenüber heute!
Das könnte wohl daran liegen, dass bei rein wissenschaftlicher Betrachtung (im Gegensatz zu manch gefühlten Annahmen hier im Forum) kaum Mehrpotenziale insbesondere Richtung Döbeln zu erwarten sind, die auch einen zusätzlichen RE rechtfertigen würden.

Gruß Peter
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von AntenneKL am 06.03.2021, 18:57:49 »
Hallo, ich denke auch, dass eine Oberleitung bis Grimma machbar ist in relativ kurzer Zeit (wenn man es will). Die Masten der ehemaligen Steinbruch-Elektifizierung stehen ja noch. Die könnte man doch vielleicht wieder nutzen. Wichtiger erscheint mir aber die generelle Ausrichtung der S-Bahn. Soll es nun nur eine Verknüpfung von RBs unter der Leipziger Innenstadt sein oder soll die S-Bahn auch wesentlicher Bestandteil des innerstädtischen und stadtnahen Umfelds werden. Wenn ja, dann müsste man ganz andere Prioritäten setzen. Mehr Züge durch den Tunnel mit anderer Sicherungstechnik. Taktverstärkung mindestens auf kompletten S1, zwischen Taucha, Gaschwitz, Schkeuditz und Neuer Messe ( wie auch immer verknüpft) und weitere Zustiegsstellen ( Paunsdorf, Marienbrunn, Delitzscher Str. usw.) Dann könnte es etwas werden. Die neue S11 wird es nicht rausreißen. Da braucht es deutlich mehr ... Beste Grüße
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von Sven am 06.03.2021, 18:16:22 »
Der Hbf ist zwar ein fast-alles-Angebot für die Bimmel, aber das ist auch sein Nachteil: Überlastung und gleichzeitig massiv "Luft" am Leuschnerplatz, welcher sich baulich enorm verdichten wird.

Ja, der Hbf ist stark belastet. Ich verstehe aber nicht, wieso hier ständig gesagt wird, am WLP wäre massiv Luft. Dyskalkulie?

WLP:  /SL.002 /SL.008 /SL.009 /SL.010  /SL.1111E  /SL.014 sind in Summe im Normalfall Richtung Westen 34 Abfahrten (Osten: 30). Bei Umleitungen der  /BL.089 sind es noch mehr
Hbf: Gleis 2  /SL.001 /SL.003 /SL.010 /SL.1111E /SL.016 /BL.072 /BL.073 sind 36 Fahrten

Wo ist bitte jetzt der Unterschied?


wenn man wie Du derart die globalgalaktische Keule schwingen kann, dann braucht man sich um Details solcher Visionen natürlich keine Gedanken machen...

Peter, ÖPNV und SPNV wird in diesem Bundesland boykottiert und das kann man politisch genau an einer Partei festmachen.

Wenn man Grimma wirklich an das Netz der S-Bahn haben wollte, dann würde man nicht so ein Schwachsinn wie Akku oder Hybridfahrzeuge fabulieren. Dann würde die Strippe von Borsdorf bis Grimma schon längst hängen.

Apropos Visionen, schaue Dir den Deutschlandtakt an. Da sehe ich relativ wenig. Vor allem sieht man kein Mehrverkehr gegenüber heute!

Grüße
Sven
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von Linie 22 am 06.03.2021, 17:13:24 »
@MD 612: Der Wurzener  /S-Bahn Bahnabschnitt hat auch durch seine Takterhöhung und die modernen Fahrzeuge bei den Fahrgästen überzeugen können, die höheren Fahrgastzahlen wären wahrscheinlich auch bei der Direktfahrt zum HBF oben annähernd zu erreichen gewesen... wesentlich unattraktiver war da das MRB- /S-Bahn-Interim vor der Tunneleröffnung.
Für den Nahverkehrsbereich bis Wurzen/Grimma ist eine Fahrzeitverlängerung über die südlichen Fahrweg in den Tunnel ja dennoch annehmbar, wer aber von weiter draußen (Leisnig, Döbeln) wegen der Arbeit pendelt und dann pro Richtung ca. 1 Stunde 20 Minuten unterwegs sein muss wird eine solche Linienführung nicht gerade befürworten.
Zudem ist der Leipziger Hauptbahnhof DER Umsteigepunkt in Leipzig!
Bahnfern-und Nahverkehr, Alle regelmäßig fahrenden Straßenbahnlinien außer der Linie /SL.002, LVB Buslinien /BL.072 /BL.073 /BL.089, Jede Menge Regionalbusse ins Umland, Fernbuslinien vom neuen Busbahnhof, Reisebusse, kurzer Fußweg in die Innenstadt.
Dabei bietet der HBF unten ähnliche Vor -und Nachteile zu HBF oben, es kommt immer darauf an wohin man weiter will.
Die kürzere Fahrzeit hingegen schon!
Wer dennoch von Nossen, Roßwein, Döbeln, Leisnig etc. zu den Zwischenhalten der  /S-Bahn gelangen möchte, kann problemlos in Grimma in die  /S-Bahn umsteigen.
Übrigens sollte ein zweigleisiger Ausbau zwischen Leipzig und Grimma wohl einer S-Bahn würdig sein, dann gibt bei Halbstundentakt /S-Bahn plus stündlichen Regionalexpress auch keine Konflikte.
Die Zweigleisigkeit hatten unsere Altvorderen schon einmal auf diesem Abschnitt hergestellt, also kein Hexenwerk.
Vmax 120km/h (Leipzig-Großbothen) waren ebenso schon mal anvisiert, von daher ist eine Fahrzeit von  knapp unter 1 Stunde zwischen Leipzig und Döbeln erreichbar.
Der E-Akkuhybrid oder Wasserstoff ist sicherlich eine Lösung für die Strecke nach Döbeln,  die /S-Bahn Bahn hingegen käme dann ohne Akku-Fahrzeuge aus, das habe ich damit gesagt.
Mir bereiten diese "neuen" Technologien bei einer Tunnelbefahrung wie jetzt geplant  immer noch etwas unbehagen.


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Leipzig (Hauptforum) / Re: Fahrplanwechsel 2020/21
« Letzter Beitrag von sfn am 06.03.2021, 16:39:49 »
Ich habe den Eindruck, du hast dich eben auf einen persönlichen Lieblingsfeind (die LVB) eingeschossen.
Nö, es gibt auch Sachen, die ich bei den LVB mal richtig gut gefunden habe, z.B. die Einführung eines täglichen(!) Nachtbusnetzes zu einem Zeitpunkt, zu welchem die üblichen mittelklassigen Großśtädte (also Frankfurt a.M, Stuttgart usw.) nur am Wochenende so etwas hatten.

Zitat
und du hast für alles die einfache Lösung, die keiner sehen will.
Bitte: "einfache Lösung, die keiner sehen will" - derartiges behaupte ich nicht und lässt sich von mir auch nicht finden.

Zitat
Und dann bemühst du lieber irgendwelche Verschwörungstheorien ("Die LVB machen das mit Absicht, um Fahrgäste zu vergraulen, damit sie keine größeren Busse einsetzen müssen"  :o ??? Darauf muss man erstmal kommen...),
Das mit dem "vergraulen" von Fahrgästen bin ich hier aber echt nicht der einzige. Da gibt es hier noch ganz andere Wortführer.

Und das mit den größeren Bussen: Bitte belies Dich hier im Forum dazu, warum das Angebot der  /BL.067 nicht ausgebaut wird. Dazu gibt es einen erschütternden O-Ton der LVB themselves - mit der Richtung: man müsste sonst auf der /BL.067 größere Fahrzeuge einrichten...

Zitat
statt nur ein einziges Mal mit ruhigem Puls darüber nachzudenken, ob an einem Argument deiner Mitdiskutanten auch was dran sein könnte.
Ich gebe auch recht, wenn ich denke, dass an einem Argument meiner Mitdiskutanten etwas dran ist.

So gebe ich Dir nämlich jetzt recht, was die Lage am Neumarkt angeht. Nachdem der Popanz "Lieferverkehr" erstmal runtergekocht wurde.

Abgesehen mal davon, dass ich an die Fahrradbügel auf dem Neumarkt gedacht habe, wo kaum benutzt werden.
Zur Schillerstraße (Dein Foto) habe ich etwas anderes geschrieben.

(Derartige Verdrehung von Argumenten ist schon wieder so etwas, wo ich... genau: der Puls.)

Zitat
Das würde die Diskussionskultur hier echt bereichern, die Angewohnheit haben hier ja auch noch andere...
Was ich hier nach wie vor stark vermisse, sind klare Entkräftungen von Gegenargumenten. Genau das, was Du jetzt auch für den Neumarkt  gemacht hast.

Ich würde mir das häufiger wünschen, dass, wenn einer A sagt, der andere sagt: Nicht-A, weil... - und eben nicht schon beleidigt abdreht, während er "B" noch ruft.

Derartige genaue Gefechte machen hier in meinen Augen eigentlich nur zwei bekannte Teilnehmer, die sich z.B. um die Ampelschaltung auf dem Ring/am Hauptbahnhof bemüht hatten. Das war sehr interessant zu lesen.
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Leipzig (Hauptforum) / Re: Fahrplanwechsel 2020/21
« Letzter Beitrag von 74E_Schleußig am 06.03.2021, 15:58:07 »
Erst aber nämlich war es "der Lieferverkehr", nun geht es nur noch um Fahrradbügel und Freisitze.

Fahrradbügel kann man versetzen oder woanders aufbauen (werden eh kaum benutzt). Der Platz für die Freisitze ist kein Eigentum der Gastrobetriebe, sondern stellt öffentliche Flächen dar. Die Stadt hat eben mal die bessere Idee gehabt, solche Flächen Gastrobetrieben zur Verfügung zu stellen anstatt ruhebedürftigen Autofahrern.

Ja.               Ok.             Es ist natürlich alles zusammen. Jeder Quadratmeter öffentlichen Raums ist nur einmal da. Also, wenn neue Fahrradbügel und Freisitze dazugekommen sind, haben die Lieferzonen (die leider im Neumarkt allzu häufig von Luxuskarren belegt werden, die ganz bestimmt nicht Lieferverkehr sind, deren Besitzern das Bußgeld aber einfach egal zu sein scheint) verkleinert / verdrängt. Und wenn jetzt noch Bussteige hinzukommen sollen, dann wird es eben wieder ein Stückchen enger. Das wiederum hat zur Follge, dass Lieferfahrzeuge dann wild in der Gegend rumstehen und den bus behindern könnten. Ob das so ist, hätte man mit dem test herausfinden wollen. Was spricht denn dagegen?
Klar, kann man Fahrradbügel auch versetzen, aber es hat ja auch einen Grund, warum die genau da sind, wo sie sind. Hier übrigens ein Bild der "kaum genutzten" Fahrradbügel, aus der Schillerstraße.



Ich denke, wir sind uns einig, dass die Route durch den Neumarkt und über WLP viel bessere Anschlsüse eben dort bieten würde. Aber bitte erkenne doch an, dass auch diese Route nicht total problemlos ist.
Ich habe den Eindruck, du hast dich eben auf einen persönlichen Lieblingsfeind (die LVB) eingeschossen. Und alles was die machen, ist aus deiner Sicht völlig daneben und du hast für alles die einfache Lösung, die keiner sehen will. Und dann bemühst du lieber irgendwelche Verschwörungstheorien ("Die LVB machen das mit Absicht, um Fahrgäste zu vergraulen, damit sie keine größeren Busse einsetzen müssen"  :o ??? Darauf muss man erstmal kommen...), statt nur ein einziges Mal mit ruhigem Puls darüber nachzudenken, ob an einem Argument deiner Mitdiskutanten auch was dran sein könnte.
Das würde die Diskussionskultur hier echt bereichern, die Angewohnheit haben hier ja auch noch andere...
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von MD 612 am 06.03.2021, 14:58:50 »
Die Fahrzeit von Döbeln nach Leipzig HBF beträgt mit 5 Minuten Umstiegszeit in Riesa derzeit 1 Sunde und 10 Minuten, der "direkte" Weg der RB 110 über Grimma kleckert derzeit 1 Stunde und 11 Minuten für die Bahnreisenden zusammen! Dann noch mal 9 Minuten mehr für die südliche  /S-Bahn Umfahrung wird für Pendler aus dieser Gegend zur Tortur und die Entscheidung fürs Auto erleichtern!
Auch Dein Denkfehler ist es, dass Du meinst alle Fahrgäste aus Döbeln oder Grimma wollen zum Hbf.. Dem ist aber nicht so, die seinerzeitige Diskussion um die Wurzner S-Bahn und das Ergebnis heute zeigen das. Es ist ja nicht so, dass die Fahrgastzahlen auf dem Wurzner Ast nach Betriebsstart der MDSB eingebrochen wären, im Gegenteil. Dem Autopendler nützt das Ziel Hbf wenig, und die S-Bahn-Pendler können gerne an der Prager Straße, am MDR, Bayer.Bf oder Leuschnerplatz in die hiesigen Öffis umsteigen.

Von daher ist die Idee eines Regionalexpresses zwischen Leipzig HBF oben und Döbeln (evtl. auch wieder weiter Richtung Dresden) wesentlich zielführender Fahrgäste zu gewinnen.
Erstens wird dafür das Fahrgastpotenzial nicht ausreichen, zweitens fehlt es an Kapazitäten auf der eingleisigen Strecke

Damit kommt die Fahrzeit  bis Döbeln dort unter 1 Stunde!
Unter einer Stunde selbst im Idealfall schonmal nicht. Wenn man notwendige Kreuzungsaufenthalte mitrechnet, bleibt man deutlich drüber. Wir reden hier also von einer Differenz von rund 10-15 Minuten. Dafür einen extra Zug?? Mit wie vielen Fahrgästen rechnest Du, um den zu rechtfertigen?? Wie viele von denen fehlen dann in der S-Bahn??

Wenn man zumindest bis Grimma elektrifiziert, braucht man für die  /S-Bahn Bahn noch nicht einmal Akkufahrzeuge.
Die bräuchte man dann aber für Deinen Wunsch-RE. Wenn man jetzt mit der Planung beginnt, hängt die Strippe wann?? Vermutlich zum Betriebsstart einer MDSB2037+. Bis dahin also mit den ollen Karren weiter dieseln?? Auch nicht sehr klug.

@Sven, wenn man wie Du derart die globalgalaktische Keule schwingen kann, dann braucht man sich um Details solcher Visionen natürlich keine Gedanken machen...

Gruß Peter
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von Radler am 06.03.2021, 13:25:34 »
gut durchdacht ist es nicht, es ist eine Notgeburt.

Allein das langsamere Hineinschleichen in den Hbf oben nervt ab Gohlis. Und Hbf selbst heißt immer, mal unten mal oben - alles andere als Kundengünstig geregelt. Denn es ist nicht zu vermuten, dass im Tief- oder Hochbahnsteig die Zeiten des jeweils anderen Bahnsteigs zur Info auch angezeigt werden.

Der Hbf ist zwar ein fast-alles-Angebot für die Bimmel, aber das ist auch sein Nachteil: Überlastung und gleichzeitig massiv "Luft" am Leuschnerplatz, welcher sich baulich enorm verdichten wird.
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von Lonestarr am 06.03.2021, 11:24:53 »
Die Fahrzeit von Döbeln nach Leipzig HBF beträgt mit 5 Minuten Umstiegszeit in Riesa derzeit 1 Sunde und 10 Minuten, der "direkte" Weg der RB 110 über Grimma kleckert derzeit 1 Stunde und 11 Minuten für die Bahnreisenden zusammen!
Deine Fahrzeitangabe über Riesa stimmt nur für die Richtung Leipzig - Döbeln. In umgekehrter Richtung hast Du in Riesa einen Negativübergang von 5 Minuten. Somit beträgt die tatsächliche Fahrzeit bei ausschließlicher Nahverkehrsnutzung etwas über zwei Stunden. Selbst mit ICE bist Du immer noch bei 1:43. Zweiter Schönheitsfehler ist der Tarif. 11 € MDV- Verbundtarif über Grimma vs. 15,80 € DB- Tarif über Riesa.

Zitat
Von daher ist die Idee eines Regionalexpresses zwischen Leipzig HBF oben und Döbeln (evtl. auch wieder weiter Richtung Dresden) wesentlich zielführender Fahrgäste zu gewinnen.
Das könnte bedeuten:
- Mit einem Regionalexpress zwischen Leipzig HBF oben und Grimma durchzusprinten und danach( Großbothen,Tanndorf,Leisnig, etc.) wie bisher alle Stationen im Stundentakt zu bedienen. Damit kommt die Fahrzeit  bis Döbeln dort unter 1 Stunde!
-Dazu ein halbstündlicher  /S-Bahn Bahnverkehr ab/bis Grimma wie derzeit geplant mit Fahrt durch den Tunnel.
Hört sich zwar schön an, aber hast Du mal einen Gedanken daran verschwendet, daß es sich hier um eine eingleisige Strecke handelt, bei der man nicht mal eben so die Zugtrassen frei hin und herschieben kann? Um mal mit dem RE nach Dresden anzufangen: dessen Kreuzung mit dem Gegenzug in unter anderem Leisnig ist gesetzt, weil der nur dann ab Döbeln nach Dresden und zurück die rund zweieinhalb Stunden hat, die er für diese Fahrt braucht. Richtung Leipzig kreuzen die sich das nächste Mal in Großsteinberg. Aber selbst, wenn Du es schaffst, diese Kreuzung bis Naunhof zu schieben, wirst Du es schwer haben, dazwischen noch eine  /S-Bahn im 30 Minuten- Takt unterzubringen.
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Leipzig (Hauptforum) / Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Letzter Beitrag von Sven am 06.03.2021, 10:10:38 »
@Linie 22

Das macht durchaus Sinn und würde ich auch so machen.

Problem: Aufgabenträger in Leipzig und Dresden wollen das nicht.

Lösung: Regierung ohne CDU erforderlich.

Ende der Geschichte...
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