NahverkehrsForumLeipzig

Städtischer Nahverkehr => Leipzig (Hauptforum) => Thema gestartet von: Service-Champion am 17.03.2020, 00:57:32

Titel: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Service-Champion am 17.03.2020, 00:57:32
Im Tagesschau-Thema hatte sich dazu bereits eine kleinere Diskussion entwickelt, aber weil dieser Bereich nicht für ausführliche Beiträge zu einem speziellen Thema gedacht war (und man dort bereits die spannende These der Außenastzwangsöffnungsverschleißverursachung besprechen möchte), ist es wohl sinnvoll, für die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den örtlichen Nahverkehr ein eigenes Thema zu starten.
Voraussichtlich wird uns da ja noch eine ganze Weile erhalten bleiben.  :(

Also dieses Plakat ist extrem sinnlos. Zumindest das Exemplar, was ich heute sah

* war VIEL zu textlastig (bestimmt 10-15 Zeilen auf einem A4-Blatt im üblichen LVB-Design blau auf dunkelgelb; zum Durchlesen bin ich nicht gekommen)

* hing viel zu hoch (vom Fahrersitz sicher gut lesbar, aber wer außen nah vor der Tür steht, sieht es gar nicht)

Hätte es nicht ein GROSSER roter Pfeil nach links in Sichthöhe des Einsteigers auch getan? Dass beim Fahrer nicht bezahlt werden kann, merkt man dann innen an den Absperrbändern ohnehin.

So sah es am Sonntag in der  /BL.074 aus:

(https://abload.de/img/0074z4j7p.jpg)

Wenn die Verkehrsbetriebe vernünftig sind, lassen sie auch die Fahrkartenkontrolle weg - im Sinne der Mitarbeiter der Tochterfirma und auch im Sinne der Fahrgäste.
Das wäre sicher sinnvoll, wobei es auch verständlich wäre, dass man das nicht extra noch offiziell verkündet.


Ich musste heute noch mal raus. Im Bus war alles wie angekündigt (Erste Reihe abgesperrt, Tür öffnet an jeder Haltestelle, Plakat zum Wegfall des Fahrkartenkaufs beim Fahrer). In der Straßenbahn wurde 3 x die Tür nicht zentral geöffnet (von 3 Mitfahrten).

Wo ist das Problem nach drei Tagen die Ankündigung auch bei der Straßenbahn umzusetzen? Dort sollte es doch sogar noch einfacher sein.
Bei meinen Fahrten wurde mir seit Sonntag bei Bus und Bahn immer die Tür geöffnet.

Auf den Monitoren werden zwischen der üblichen Werbung auch Hinweise zur Hygiene eingeblendet, leider teilweise unlesbar und nicht für den ÖPNV angepasst. Z.B. wäre eine konkrete Risikobewertung zur Schmierinfektion über die Haltegriffe usw. deutlich sinnvoller als Tipps zum Händewaschen. Jedenfalls hab ich in der Bahn kein Waschbecken bemerkt.  :P
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 17.03.2020, 19:27:43
In anderen Städten wurde, bzw wird ein reduzierter Fahrplan, wie z.B. der Sonntagsfahrplan, eingeführt. Könnte hier auch noch kommen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fabi am 17.03.2020, 19:59:59
Das nennt sich hier "Ferienfahrplan" - und der gilt ja sowieso gefühlt während 3/4 des Jahres…
Das wundert mich echt, dass der nicht schon längst wieder ausgerufen wurde.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 17.03.2020, 20:16:38
Ferienfahrplan lässt grade einmal die hälfte der Kurse von 2, 8 und 10 wegfallen. Das ist nun nicht die echte Ausdünnung. Da holzt man mit einem Sonntagsfahrplan wesentlich mehr aus...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 17.03.2020, 22:59:02
Es gibt ganz frisch eine krasse Allgemeinverfügung der sächsischen Staatregierung.

Hier erstmal der Link, einfach so:
https://www.staatsregierung.sachsen.de/download/allgv-corona-veranstaltungen.pdf (https://www.staatsregierung.sachsen.de/download/allgv-corona-veranstaltungen.pdf)

Zum Nahverkehr habe ich hier noch nicht nachgeforscht.

Aus einem anderen Forum entnehme ich eine Lesehilfe, von wegen sozialer Distanz  :-\
Zitat
Hinweise zur Schließung von privaten und öffentlichen Einrichtungen in Sachsen
https://www.staatsregierung.sachsen.de/coronavirus-in-sachsen.html#a-6971


Der Freistaat Sachsen schließt per Allgemeinverfügung fast alle privaten und öffentlichen Einrichtungen und untersagt ebenso alle Veranstaltungen. Die Verfügung des Gesundheitsministeriums gilt ab 19. März 2020, um 0:00 Uhr früh, bis zunächst 20. April 2020.

Ziel ist es, das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus weiter zu reduzieren.

Für den Publikumsverkehr werden geschlossen: Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Opern, Museen, Ausstellungshäuser, Angebote in Stadtteilkulturzentren und Bürgerhäusern, Angebote der offenen Kinder und Jugendarbeit, öffentliche Bibliotheken, Planetarien, zoologische Ausstellungen in geschlossenen Räumen, Angebote von Volkshochschulen, Angebote von Sprach- und Integrationskursen der Integrationskursträger, Angebote von Musikschulen, Angebote in Literaturhäusern, Angebote öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen, Schwimmbäder, Saunas und Dampfbäder, Fitness- und Sportstudios, Spielplätze, Seniorentreffpunkte, Mensen und Cafés der Studentenwerke, Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, Sportanlagen sowie Reisebusreisen.

Der Betrieb von Tanzlokalen, Messen, Spezial- und Jahrmärkten, Volksfesten, Spielbanken und Wettannahmestellen wird untersagt.

Geöffnet bleiben: Gaststätten in der Zeit von 6 bis 18 Uhr einschließlich ihrer Liefer- und Abholdienste für den Außer-Haus-Verkauf. Geöffnet und vom Sonntagsverkaufsverbot ausgenommen werden der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Zitat
Allgemeinverfügung
Vollzug des Infektionsschutzgesetzes
Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie

Verbot von Veranstaltungen
Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhaltvom 18. März 2020, Az.:  15-5422/5
(PDF, 7 Seiten, ~50kB)
https://www.staatsregierung.sachsen.de/download/allgv-corona-veranstaltungen.pdf

Zitat
Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt erlässt auf der Grundlage von § 28 Abs. 1 Satz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) folgende

Allgemeinverfügung

[...]

2. Gewerbebetriebe im Sinne der Gewerbeordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom  22.  Februar  1999  (GewO,  BGBl.  I  S.  202,  zuletzt  geändert  durch  Artikel  15  des  Gesetzes vom 22. November 2019, BGBl. I S. 1746) der folgenden Arten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden:
a) Tanzlustbarkeiten (wie zum Beispiel Clubs, Diskotheken, Musikclubs; hierzu zählen zusätzlich auch Bars ohne Tanzangebot, in denen bei gewöhnlichem Betrieb Menschenansammlungen mit räumlicher Enge nicht ausgeschlossen werden können),
b) Kneipen,
c) Messen, Ausstellungen,
d) Spezialmärkte und Jahrmärkte,
e) Volksfeste,
f) Spielhallen,
g) Spielbanken,
h) Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen.

3. Gaststätten  im  Sinne  des  Sächsischen Gaststättengesetzes  in  der  Fassung  der  Bekanntmachung vom 3. Juli 2011 (SächsGVBl. S. 198, zuletzt geändert durch Artikel 27 des Gesetzes vom 26. April 2018, SächsGVBl. S. 198), Personalrestaurants und Kantinen sowie Mensen und Cafés der Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen im Freistaat  Sachsen dürfen  für  den  Publikumsverkehr  nur  zwischen  6.00  Uhr  und  18.00  Uhr geöffnet  werden,  wenn  die  Plätze  für  die  Gäste  so  angeordnet  werden,  dass  ein  Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Stehplätze sind so zu gestalten, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist.
Erlaubt  ist  auch  der  Außer-Haus-Verkauf  durch  Gaststätten  bzw.  ein  entsprechender  Liefer- und Abholservice ohne zeitliche Beschränkung.   Gegebenenfalls  werden  durch  die  Gesundheitsbehörden  weitere  Auflagen  erteilt,  um  das Risiko einer Verbreitung des Corona-Virus zu minimieren, etwa durch Reglementierung der Besucherzahl, Hygienemaßnahmen und -hinweise.


[...]

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Service-Champion am 17.03.2020, 23:55:13
In anderen Städten wurde, bzw wird ein reduzierter Fahrplan, wie z.B. der Sonntagsfahrplan, eingeführt. Könnte hier auch noch kommen.
Nach meinem heutigen Eindruck könnte der 15-Min-Takt am Abend vorgezogen werden,
während der HVZ müsste für möglichst viel Platz der normale Fahrplan beibehalten werden.

Zum Nahverkehr habe ich hier noch nicht nachgeforscht.
Warum nicht?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 18.03.2020, 00:04:55
Warum nicht?

Weil ich mir noch überlegen musste, wie ich an Klopapier komme. Noch Fragen?  ::)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Timotimo am 18.03.2020, 22:58:48
Fahrplandaten ab Montag, 23.03. sind online. Trams im 15-Min.-Takt, Busse anscheinend individuell.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jens am 19.03.2020, 05:55:02
Hallo,

Und wo?


MfG Jens
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 19.03.2020, 06:36:24
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber ich finde es von der LVZ unverantwortlich, dass sie viele wichtige Information zum Corona-Virus als kostenpflichtigen LVZ+ Beitrag vorhält. Solche Informationen sollten in Anbetracht der Krise Allen zugänglich sein.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Timotimo am 19.03.2020, 08:17:10
Und wo?

insa.de -> wenn man sich eine Verbindungsauskunft ausgeben lässt, dann erkennt man es. Fahrpläne oder Infos auf L.de gibt es Stand jetzt - keine.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 19.03.2020, 08:46:13
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber ich finde es von der LVZ unverantwortlich, dass sie viele wichtige Information zum Corona-Virus als kostenpflichtigen LVZ+ Beitrag vorhält. Solche Informationen sollten in Anbetracht der Krise Allen zugänglich sein.
Es gibt immer Leute die aus einer Katastrophe Kapital schlagen wollen. Ja selbst Leute, die diese Blatt abonniert haben und/oder E-Paper beziehen können, sind bei den aktuellen Nachrichten ausgesperrt, sie können es einen Tag später nachlesen. LVZ+ kostet auch für die extra.

Schau einfach bei MDR nach, dort ist alles durch den Rundfunkbeitrag bezahlt und für jeden zugänglich.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 19.03.2020, 09:16:02
Wieder mal ein schönes Beispiel der Kommunikationsstrategie der LVB mit dem Kunden. Der interessierte Fahrgast muss selbst in der Verbindungsauskunft nach Änderungen suchen, während offiziell Einschränkungen nicht absehbar sind ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 19.03.2020, 09:24:56
LVZ+ kostet noch mal extra? Oh mein Gott, dann ist das ja verarsche, wenn ich auf so einen Artikel komme und dort die Werbung für ihr "E-Paper" ABO bekomme.

Zum Thema: Die S-Bahn Mitteldeutschland bekommt Einschränkungen


https://www.l-iz.de/wirtschaft/mobilitaet/2020/03/Ab-19-Maerz-gibt-es-erste-Einschraenkungen-im-Linienbetrieb-des-Mitteldeutschen-S-Bahn-Netzes-322007

Zitat
So kommt es vorerst zur Verlängerung der Taktzeiten auf den Linien S 1 Leipzig Miltitzer Allee–Leipzig-Stötteritz, S 3 Leipzig–Schkeuditz (Berufsschulzüge Leipzig Hbf. oben–Schkeuditz entfallen), S 9 Halle–Delitzsch–Eilenburg und RB 110 Leipzig–Grimma–Döbeln.

Einzelne wenige Fahrten der RB 20 Leipzig–Naumburg–Erfurt und des RE 17 Leipzig–Naumburg entfallen. Hier können parallele Verkehrsangebote genutzt werden, so der ZVNL.

Was auch immer das genau heißt, ich finde die Informationen nirgends bei der DB.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 19.03.2020, 10:01:30
Ja selbst Leute, die diese Blatt abonniert haben und/oder E-Paper beziehen können, sind bei den aktuellen Nachrichten ausgesperrt, sie können es einen Tag später nachlesen. LVZ+ kostet auch für die extra.

Nein! Wer Epaper abonniert hat, kann auch LVZ+ lesen. Wie ich zum Beispiel. Einfach mit deinen Epaper-Daten bei LVZ+ einloggen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 19.03.2020, 13:05:55
Bei mir geht das nicht. So steht es auch geschrieben.
LVZ Premium für 39,90 umfasst das nicht.
https://abo.lvz.de/abos/gedruckte-zeitung


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Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 19.03.2020, 13:11:50
1.)

Auf L.de konnte ich gestern abend testweise mal die Linie 11 aufrufen, der 15er Takt ist hinterlegt gewesen (Verbindungsauskunft). Ob die 70 nun im 10er Takt fährt, oder die Auskunft noch nicht aktualisiert war - who knows


2.)
LVZ+ Artikel sind in einigen Browsern (z.B: Chrome) im Quellcode lesbar. Hab es selbst jedoch noch nicht probiert.

Ich bin inzwischen großer Fan vom Zeitungssterben. Es ist hart, jedoch die gleiche Evolution wie im Tierreich auch.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Minol-Pirol am 19.03.2020, 15:11:25
Vielleicht gibt's ja mal noch eine Information via Newsletter...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 19.03.2020, 16:36:37
Was auch immer das genau heißt, ich finde die Informationen nirgends bei der DB.

Nur noch Stundentakt auf der  /S1:
https://www.mdv.de/2020/03/uebersicht-fahrplananpassung-im-mdv-gebiet/ (https://www.mdv.de/2020/03/uebersicht-fahrplananpassung-im-mdv-gebiet/)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 19.03.2020, 17:52:18
Nein! Wer Epaper abonniert hat, kann auch LVZ+ lesen. Wie ich zum Beispiel. Einfach mit deinen Epaper-Daten bei LVZ+ einloggen.
Wenn nur E-Paper, dann geht auch LVZ+. Wer aber wie in meiner Familie noch Wert auf die Druckausgabe legt (weil er die Zeitung als Papier beim gemütlichen Frühstück in der Hand halten will), der hat zwar auch Zugriff auf E-Paper, aber nicht auf LVZ+. Solche Leute müssen dann für den gleichen Inhalt doppelt zahlen, und das nenne auch ich dummfreche Abzocke. Zumal die LVZ+-Artikel auch noch wie die ganze LVZ-Online im Übermaß derart mit Werbe-Popups zugepflastert ist, dass es ewig dauert bis die ganze Seite geladen ist. Von der journalistischen "Qualität" der Schwarte rede ich da noch gar nicht...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie15E am 19.03.2020, 19:10:29
Nur noch Stundentakt auf der  /S1:
https://www.mdv.de/2020/03/uebersicht-fahrplananpassung-im-mdv-gebiet/ (https://www.mdv.de/2020/03/uebersicht-fahrplananpassung-im-mdv-gebiet/)
Wobei laut dieser Übersicht von den vier Fahrten pro 2 Stunden nur eine ausfällt, also ein 30/60/30-Takt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 19.03.2020, 19:58:26
Werden nächste Woche dann weiterhin größere Fahrzeuge eingesetzt (wohl möglich auf allen Linien)?

Die Bahnen die ich heute gesehen habe, waren mit höchstens 5 Fahrgästen besetzt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 19.03.2020, 21:15:33
Es gibt noch immer eine HVZ und nicht wenige Leute, die auf Arbeit und wieder nach Hause fahren. Also morgens um 5 oder halb 6 ist schon gut Begängnis in meiner 3.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 19.03.2020, 21:20:59
Seid ihr alle bitte so fleißig und umsichtig und schreibt - sofern korrekt möglich - die Fahrgastzahlen auch dieser Zeit hier ins Forum. Jede beliebige Station oder Zeit zählt. Bitte in den Fahrgastzahlen-Thread.

danke schon mal und bleibt gesund
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Service-Champion am 20.03.2020, 00:27:39
Auf L.de konnte ich gestern abend testweise mal die Linie 11 aufrufen, der 15er Takt ist hinterlegt gewesen (Verbindungsauskunft). Ob die 70 nun im 10er Takt fährt, oder die Auskunft noch nicht aktualisiert war - who knows
Es wäre wünschenswert, wenn die LBV dazu rechtzeitig informieren würden. Außerdem müsste die Auslastung der einzelnen Linien berücksichtigt werden, statt pauschal Kürzungen vorzunehmen.
Bspw. waren die Bahnen heute relativ dünn besetzt (Nachmittag/Abend) während in der /BL.070 der empfohlene Mindestabstand völlig unrealistisch war.

Weil ich mir noch überlegen musste, wie ich an Klopapier komme. Noch Fragen?  ::)
Nein, ich glaube, ich will auch gar nicht so genau wissen, warum du beim Verfassen deiner Beiträge Klopapier benötigst. :P
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 20.03.2020, 15:50:55
So nun hat man es - endlich - öffentlich verkündet: Alle Straßenbahnlinien verkehren nur noch im 15-Minuten-Takt (außer die /SL.014 weiterhin nur alle 20 Minuten) und Samstag gilt der Sonntagsfahrplan. Busse verkehren unverändert. Hoffentlich setzt man wenigstens (weiterhin) die größtmöglichen Fahrzeuge ein.

https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/lvb-angebot-ab-23-maerz_1713
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 20.03.2020, 17:35:45
 ???
Nein, ich glaube, ich will auch gar nicht so genau wissen, warum du beim Verfassen deiner Beiträge Klopapier benötigst. :P
Kindergarten? Und weshalb jetzt? Wir hatten jedenfalls bislang nichts miteinander zu tun, außer die Beiträge des jeweils anderen zu lesen.

Wenn Du meine Beiträge für Dünnsch*ss hältst: Bitte sehr. Ich habe kein Problem mit derartigen Ablehnungen. Lernen und es beim nächsten Versuch besser machen tue ich damit allerdings auch nicht.


Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 21.03.2020, 20:23:10
Ich bin gespannt, was Corona für die BM Goerdelerring bedeutet. Klar scheint, dass es keine 34E geben wird. Aber ob der Umbau überhaupt durchgezogen werden kann? Vielleicht ist ja ein Verschieben auf nächstes Jahr auch besser als ein Steckenbleiben in irgend einem Zwischenzustand...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 21.03.2020, 21:29:06
Aber ob der Umbau überhaupt durchgezogen werden kann? Vielleicht ist ja ein Verschieben auf nächstes Jahr auch besser als ein Steckenbleiben in irgend einem Zwischenzustand...

Wieso sollte man das?
Es gibt einen Bauvertrag mit der ARGE STRABAG/Reif/Papenburg, der die Fertigstellung bis Ende November zusichert. Bei Nichteinhaltung drohen Vertragsstrafen.
Außerdem wird draußen in kleinen Gruppen (<5 Personen) gearbeitet. Einzig für die wöchentliche Bauberatung wird man eine andere Variante finden (Videokonferenz, draußen mit dem notwendigen Abstand) müssen.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 21.03.2020, 21:31:51
Ich bin gespannt, was Corona für die BM Goerdelerring bedeutet.
Zumindest schonmal Entspannung auf den Umleitungsstrecken nördlich des Stadtzentrums...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 21.03.2020, 21:43:45
Also in anderen Ländern wurden teilweise auch sämtliche, nicht dringend notwendige Bauarbeiten eingestellt, weil man den notwenigen Abstand der Bauarbeiter zueinander (> 1,5m) nicht garantieren kann oder, dort wo noch restriktivere Ausgangsbeschränkungen gelten, die Arbeiten schlicht nicht systemrelevant sind. Und angesichts der unklaren Zukunft und sich täglich ändernden Beschränkungen würde ich nicht darauf vertrauen, dass die Arbeiten (auch nur annähernd) im Zeitplan bleiben, Vertrag hin oder her. Der dürfte angesichts der aktuellen Situation ohnehin kaum das Papier wert sein, auf dem er geschrieben steht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 21.03.2020, 21:55:26
^
Und auf welches Jahr sollen wir den Spaß verschieben? 2030?
Die LVB muss jede Baustelle mit der Stadt Leipzig absprechen und sich mit deren Bauarbeiten koordinieren, damit der öffentliche Verkehr nicht gänzlich zusammenbricht. Die Termine für 2021 sind auch schon fertig, die EM naht.

Außerdem haben die Baufirmen entsprechendes Personal/Gerätschaft eingeplant und die Bestellungen für die Baumaterialien getätigt. Ein VOB-Vertrag ist schon etwas mehr wert als die Handwerkerbestätigung von Tante Erna für die Sanierung des Bades.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 21.03.2020, 22:17:59
^Ähm, dir ist schon aufgefallen, dass momentan noch so ein paar Dinge mehr außer Kraft gesetzt worden sind als nur die Sanierung von Tante Ernas Bad? Unter anderem auch die nahende EM 2020. Und gegen die gesamten Verwerfungen innerhalb der Volkswirtschaft ist die Baustellenkoordination innerhalb der Stadt nun wirklich der sprichwörtliche "Peanuts" und darauf wird bei einer Verschärfung der Lage nun wirklich niemand Rücksicht nehmen (können) ...


Und was reiten denn bloß alle immer so auf der EM 2024 rum? Wenn es zur WM 2006 auch mit der heutigen bzw. sogar noch etwas weniger ausgebauten Infrastuktur ging, wird doch 2024 nicht gleich das Chaos ausbrechen, nur weil 1-2 Maßnahmen - aus welchen Gründen auch immer - nicht realisiert sein werden ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 22.03.2020, 07:12:08
^ Natürlich ist mir das Aufgefallen.
Hingegen kann ich dir, als Mitarbeiter im Baugewerbe, berichten, dass es noch keine allgemeine Verfügung von Bund und Land gibt die das Arbeiten auf Baustellen untersagen.
So lange dies nicht eintritt, wird weiter gearbeitet.

Das Projekt, welches ich derzeit betreue, hat einen Zeitpuffer von 3-4 Monaten. Trotzdem plant die Baufirma den Asphalteinbau zu Ostern und von Seiten des Auftraggebers gab es bisher keine anderslautende Andeutungen. Einzig die durch ein Forschungsvorhaben geplanten zusätzlichen Prüfungen wurden, weil zu viele Personen auf einer Stelle, abgesagt.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 22.03.2020, 07:13:36
Außerdem haben die Baufirmen entsprechendes Personal/Gerätschaft eingeplant
...sofern das Personal sich aktuell in Deutschland aufhält und nicht nach Hause gefahren ist, nach Polen, Bulgarien, Rumänien... und die Lieferketten beim Material laufen, dürfte es ggf. laufen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 22.03.2020, 09:26:13
Hingegen kann ich dir, als Mitarbeiter im Baugewerbe, berichten, dass es noch keine allgemeine Verfügung von Bund und Land gibt die das Arbeiten auf Baustellen untersagen.
So lange dies nicht eintritt, wird weiter gearbeitet.
Das ist mir schon klar. Aber es kann doch heute kein Mensch seriös vorhersagen, dass sich dies nicht innerhalb weniger Tage, wenn nicht gar Stunden ändern kann. Und weiterhin befinden sich quasi alle europäischen Länder bisher ausschließlich auf dem Pfad einer teils drastischen Verschärfung von Einschränkungen in das öffentliche und auch wirtschaftliche Leben, da eben auch der Arbeitssektor massiv zur Verbreitung des Virus beitragen kann, sofern die Hygienevorgaben nicht eingehalten werden (können). Daher empfinde ich solche Aussagen wie "Die LVB haben einen Vertrag und deshalb wird es rechtzeitig fertig werden" in der momentanen Situation schon arg optimistisch bis verklärend.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: hschub56 am 24.03.2020, 15:06:03
Mal was anderes. Wir haben nun mal jetzt den Corona-Fahrplan. In Paunsdorf sind jetzt etliche NTGZ abgestellt, aber auch einige Tatras im Schuppen abgestellt, so zum beispiel 2056. Ich hoffe, die Abstellung ist nur vorübergehend und nicht endgültig! 2056 zum Beispiel hatte erst 2014 die letzte HU.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: 2198 am 24.03.2020, 17:16:20
Wurde 2056 etwa durch "Kittifix" zusammen gehalten und trug deshalb diese Werbung? ;)

2198
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Klaus Nobis (HAVAG) am 24.03.2020, 18:48:21
Das ist wie bei uns in Halle die 1198 ! Die hielt auch nur noch die Folie zusammen. Da rieselte schon der Rost aus der Decke uns Fahrern auf den Kopf. Nun ist er ausgesondert und wird bereits ausgeschlachtet.  :-[
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 24.03.2020, 19:25:27
Da brauchst du keine Angst haben, die Wagen mit HU ab 2012 sind noch sehr gut in Schuss. Die HU wurde sehr hochwertig und nachhaltig ausgeführt. Auch wenn es weiterhin an den Tatratypischen Ecken mal etwas unschön aussieht ;)
Die Wagen sind nicht abgestellt, sondern werden nicht eingesetzt. Auch in der Angerbrücke oder in Heiterblick stapeln sich Wagen verschiedener Typen, für deren Einsatz grad kein bedarf besteht.
Rein theoretisch, wenn man die eingesetzten Zuglängen zusammenstreicht, würde man im 15min Takt ganz knapp ohne Tatra auskommen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 24.03.2020, 19:48:38
Ich bin gespannt, was Corona für die BM Goerdelerring bedeutet.

Heute wurden am Goerdelerring die Baustellenampeln verkabelt... Offensichtlich will man also anfangen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 24.03.2020, 21:33:45
Die ersten Arbeiten haben schon begonnen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: firefox am 24.03.2020, 22:54:34
Warum denn auch nicht?
Die Kunst besteht derzeit wohl darin, die wesentlichen von den unwesentlichen Informationen zu trennen.
Gruß Foxi
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 24.03.2020, 23:28:22
Wie sieht denn eigentlich die Auslastung der Fahrzeuge momentan aus, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten? Lässt sich der empfohlene Mindestabstand von 1,5m zwischen den Fahrgästen einhalten?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 24.03.2020, 23:40:35
Bin am gestrigen Montag Vormittag mit der  /SL.016 gefahren und in 1307+1309 waren ca. 10 Personen, wobei die meisten am Triftweg zu gestiegen sind (so gegen 10:50 Uhr)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 25.03.2020, 08:08:49
habe vorgestern ca. 17:30 eine  /SL.007 am Gerichtsweg landwärts gesehen, die war sitzplatzgefüllt mit Lücken.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 25.03.2020, 08:57:01
Nach meinen Beobachtungen klappt es recht gut mit dem Einhalten des Abstandes. Lediglich wenige Bahnen (beobachtet in  /SL.001,  /SL.002 und  /SL.014) im Frühverkehr sind etwas voller, wo es dann nicht immer klappt. Schwieriger ist es auf den Linien  /BL.060 und  /BL.074 auf der „Südsehne“, dort sind die Busse gut besucht. Hier wäre eine Ausdünnung problematischer.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 25.03.2020, 09:35:36
Wie sieht denn eigentlich die Auslastung der Fahrzeuge momentan aus, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten? Lässt sich der empfohlene Mindestabstand von 1,5m zwischen den Fahrgästen einhalten?
Gestern Nachmittag halb vier. An der Ampel neben mir steht eine /SL.004 nach Stötteritz. Gut gefüllt dachte ich bei mir, eigentlich zu gut. Zwischen Tür 1 und 2 waren alle Sitzplätze belegt, zwei Leute standen im Gang, dazu noch vier Leute im Einstiegsraum an Tür 2. Mein Nachdenken über zu geringe Abstände untereinander endete aber, als die Bahn los fuhr. Im letzten Wagenteil der Solarisbahn saßen nur vier Leute verteilt auf alle Sitzgruppen. Herdentrieb, da fällt einem nichts mehr ein...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 25.03.2020, 10:04:07
Dieses Phänomen beobachte ich schon lange, hauptsächlich in den XL und XXL.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 25.03.2020, 10:38:46
Danke für die Einblicke! Es scheint demnach ja zumindest leidlich zu funktionieren, auch wenn man im Fall der Ost- /SL.004 mit der gleichzeitigen Taktdehnung und Einstellung der /SL.04E möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen ist. Ich hoffe man reagiert flexibel und schickt zur Not auch größere Fahrzeuge raus, falls der Besetzungsgrad dies erfordert und hält nicht stur am reduzierten Plan fest.
 
In polnischen Städten wurde nun übrigens die Kapazitätsgrenze von öffentlichen Fahrzeugen auf die Hälfte ihrer Sitzplatzzahl reduziert, wie auch immer man das in der Realität dann auch überprüft.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Benedikt am 25.03.2020, 12:41:30
Das Problem bei der ganzen Geschichte ist halt, dass der Erreger nicht nur per Kontakt, sondern auch über Oberflächen und sogar auf dem Luftweg übertragbar ist. Darum sollte tatsächlich jeder, der den ÖPNV nutzt, einen Mundschutz tragen. Dieser verhindert, dass Erreger in die Luft geschleudert werden.
Hierzu diese Studie: https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMc2004973 (https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMc2004973)
Aus Abbildung 1 geht hervor, dass die Halbwertszeit des Virus - grob gesagt also ein halbiertes Ansteckungsrisiko - in der Luft ca. eine Stunde beträgt. Bei Oberflächen hängt es vom Material ab:
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 25.03.2020, 14:03:50
bedenkt dabei auch, dass Mundschutz nur kurze Zeit wirksam ist, nach Durchfeuchtung ist es kein Hindernis für Viren. Typische Einmal-Gummihandschuhe sind für Viren auch kein Hindernis, mithin wirkungslos.

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 25.03.2020, 15:12:42
@Radler:

Der Mundschutz schützt nur die anderen. Er hält sozusagen die großen Tröpfchen an der Quelle auf. Den Träger schützt es nicht. Daher sollte der Mundschutz nur für Personen gedacht sein, die andere anstecken könnten.

Grundsätzlich sind die Abstandsregel und gründliches Händewaschen (sofort nachdem man zu Hause ist!) der richtige Weg. Im Freien ist die Ansteckung sehr viel schwieriger und Übertragung per Schmierinfektion gab es bisher auch nicht. Nachzuhören bei den Podcasts unserer Virologen.

Gesund bleiben.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 25.03.2020, 15:57:25
Dieses Phänomen beobachte ich schon lange, hauptsächlich in den XL und XXL.
Völlig egal bei welchen Fahrzeugen. Auch bei Tatra-Zügen ist der 1. Wagen grundsätzlich voller, als der zweite und vor allem der dritte. Das ist IMMER so. Vorne stehen die Leute wie die Heringe, hinten ist jede Menge Sitzplatz frei.

Danke für die Einblicke! Es scheint demnach ja zumindest leidlich zu funktionieren, auch wenn man im Fall der Ost- /SL.004 mit der gleichzeitigen Taktdehnung und Einstellung der /SL.04E möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen ist. 
Wie kommst du zu der Einschätzung?
An der Schilderung von MD liegt's sicher nicht. ?

Habe vorhin beobachtet, wie 2 - 3 Leute in Lausen die einfahrende Bahn innen geputzt haben, mit Desi und Handschuhen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 25.03.2020, 17:05:22
Es scheint demnach ja zumindest leidlich zu funktionieren, auch wenn man im Fall der Ost- /SL.004 mit der gleichzeitigen Taktdehnung und Einstellung der /SL.04E möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen ist.
Wenn sich wie geschildert von geschätzt 40 Fahrgästen in der Bahn alleine rund 25 im ersten Viertel des Zuges drängeln, dann ist das kein Kapazitätsproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Das aber liegt alleine in der Verantwortung der Fahrgäste. Denn ihre Füße, um sich im Wagen nach hinten zu bewegen, bringen die Leute schließlich selber mit.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Benedikt am 25.03.2020, 17:44:55
@Radler:

Der Mundschutz schützt nur die anderen. Er hält sozusagen die großen Tröpfchen an der Quelle auf. Den Träger schützt es nicht. Daher sollte der Mundschutz nur für Personen gedacht sein, die andere anstecken könnten.
Da Corona bei vielen Menschen symptomfrei verläuft, aber trotzdem ansteckend ist, ist ein Mundschutz in der derzeitigen Ausbreitungsphase für alle Passagiere im ÖPNV angebracht. Dieser kann selbst hergestellt werden und dann auch über dem Wasserkocher mit heißen Wasserdampf desinfiziert werden: https://www.fr.de/panorama/coronavirus-mundschutz-covid-19-naehanleitung-stadt-essen-zr-13602378.html (https://www.fr.de/panorama/coronavirus-mundschutz-covid-19-naehanleitung-stadt-essen-zr-13602378.html)
Auch eine regelmäßige Reinigung, wenn nicht gar Desinfektion, der Fahrzeuginnenräume wäre dringend erforderlich.

Weltweit wird dafür zusätzliches Personal eingesetzt: https://www.theverge.com/2020/3/9/21168516/coronavirus-covid19-city-public-transportation-subway-bus-cleaning (https://www.theverge.com/2020/3/9/21168516/coronavirus-covid19-city-public-transportation-subway-bus-cleaning)
In Deutschland hingegen wurde zu Beginn der Krise lautstark verkündet, dass zusätzliche Reinigungen nicht nötig sein.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 25.03.2020, 18:05:03
Wie kommst du zu der Einschätzung?
An der Schilderung von MD liegt's sicher nicht. ?
Reine Mutmaßung, da man auf diesem Streckenabschnitt im Vergleich zum Gesamtnetz die Kapazität überdurchschnittlich stark reduziert hat und dies in der HVZ möglicherweise etwas zu viel des Guten gewesen sein könnte, deshalb habe ich ja gefragt. Mit MD612 hatte das recht wenig zu tun, denn wie voll nun die Bahn, die er gesehen hat, wirklich war, konnte ich ja nun schlecht wissen (vorne übervoll, hinten sehr leer, dazwischen ???) und inwieweit das repräsentativ für den gesamten Tag und die gesamte Route ist, auch nicht. Klar, wenn es wie nun beschrieben nur um die 40 Personen sind und dies kein Ausreißer nach unten ist, dann reicht das Angebot natürlich aus.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jens am 25.03.2020, 19:33:43
Hallo

Ab Montag fährt die  /BL.079 nur noch aller 30 min. Warscheinlich betrifft die Taktausdünnung alle Buslinien. Da wird warscheinlich der Gelenkbus wegfallen. Schade, da der Bus früh (6:09 ab Connewitz) immer noch recht voll ist.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 25.03.2020, 20:26:39
Hallo

Mach doch den Test mit anderen Buslinien. Und siehe da, die 60 alle 15 Minuten.
Wie der gesamte Fahrplan dann aussieht, muss man aber mal noch abwarten, was da verkündet wird. Es beginnt ja dann die BM Goerdelerring.

Gruß
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jens am 25.03.2020, 21:45:07
Habe es heute Nachmittag beim Nachhauseweg an der Brahestraße gesehen, dass die neuen Pläne schon hängen.

MfG Jens
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 26.03.2020, 06:01:35
Die Linien  /BL.065 und  /BL.074 werden Wochentags vom derzeitigen 10-Minuten-Takt auf 30 Minuten ausgedünnt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 26.03.2020, 07:55:49
da werden sich die Arbeiter und Angestellten der angeblich so überlebenswichtigen Berufe richtig freuen. Schließlich liegt dann das Herzzentrum wie vor der Haustür!

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 26.03.2020, 08:02:53
Zitat
Klar, wenn es wie nun beschrieben nur um die 40 Personen sind und dies kein Ausreißer nach unten ist, dann reicht das Angebot natürlich aus.

hierin liegt ein häufiger Irrtum, dass nur innerhalb des Systems ÖPNV geprüft und abgewogen wird. Momentan wird auch der PKW häufig genutzt, obwohl Autofahren etwa 100 mal gefährlicher als das Coronavirus ist. Mit derart schlechten Fahrplänen erhöht man nicht nur die Ansteckungsgefahr innerhalb von Bahn und Bus sondern treibt auch in unnötigen Größenordnungen Fahrgäste (und damit lebenswichtige Einnahmen!) zur Konkurrenz. Ein Angebot reicht also immer aus, egal wie schlecht es ist, da unzufriedene Nutzer abspringen und nur dir Duldsamen übrig bleiben. Mithin kann es kein Bewertungskriterium sein.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 26.03.2020, 10:08:20
^
Ich verstehe deinen Ansatz, jedoch hat man hier in Leipzig tatsächlich offenbar noch mit Augenmaß gehandelt, indem die Einschränkungen relativ spät begannen und dann auch noch vergleichsweise milde ausfielen. In anderen Städten hat man Hals über Kopf den Fahrplan drastisch zusammengestrichen und so nicht nur massive und potentiell gefährliche Überbesetzungen, sondern auch lange Wartezeiten und entsprechende Einschränkungen für den Arbeitsweg systemwichtiger Berufsgruppen verursacht, sodass dann auf politischen und öffentlichen Druck wieder dagegen gesteuert werden musste.
Eine Beihaltung des Normalfahrplan unter Aufgabe der Schülerverstärker und möglicherweise auch die Einführung des Ferienfahrplans, um Reserven für einen erhöhten Krankenstand zu bilden, hätte ich auch für besser gefunden. Andererseits ist der 15-Minuten-Takt angesichts der Umstände hier noch halbwegs attraktiv, wenngleich man hinterfragen kann, ob die Reduzierung mit der Gießkanne (HVZ wie NVZ) so sinnvoll ist, während weiterhin sonntags oder im Abendverkehr der Normalbetrieb gefahren wird. Die jetzt geplante Ausdünnung auch wichtiger Linien auf einen 30-Minuten-Takt ist natürlich ein No-Go und verursacht hoffentlich den entsprechenden Aufschrei.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 26.03.2020, 10:29:44
Das sehe ich ähnlich, der 15er Takt ist ja gerade so hinnehmbar im Alltag. Doch seltener (30er statt 10er Takt!) als das treibt die Leute halt ins Auto. Zwangsläufig  (also statistisch) passieren dann mehr Unfälle, mehr Verletzte / Tote, welche entweder genauso tot sind wie durch das vermeintlich vermiedene Coronavirus oder verletzt die ebenso wichtigen Intensivbetten brauchen.  Blöde auch, dass die Welt halt so verzahnt funktioniert und auch noch über den Unternehmensbereich hinaus!

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: murmel1978 am 26.03.2020, 10:54:18
Wollt Ihr wissen, was wirklich supertoll ist?

Nicht etwa, dass die Fahrgaste weiterhin fleißig die Türöffner benutzen, obwohl man dauernd durchsagt, dass es unnötig und nicht empfohlen ist, da die Türen alle geöffnet werden (Bitte jetzt nicht anfangen: aber aber ich hab erlebt, dass...)

Nein...so richtig toll ist es, wenn man eine leere Bahn durch die Stadt fährt, dann steigen da jugendliche ein, rennen dreimal durch die Bahn, fassen alles mit Absicht an, rufen Corona, stellen sich direkt vor die Fahrerkabine, husten mit Absicht rum. Das hatte ich jetzt schon mehr als einmal.

Höhepunkt war ein Kollege, dem man dann noch das Kabinenschloss vollgerotzt hat. Wertschätzung hoch 12...

(https://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/lj9y-4-e0da.jpg) (http://www.bilder-hochladen.net/i/lj9y-4-e0da.jpg)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie 22 am 26.03.2020, 11:13:03
@murmel1978: Das macht mich echt wütend und traurig das es immer wieder solche gestörten Menschen gibt! Solche Jugendlichen sind ein Fall für das Jugendamt und den Psychiater! Der Mehrheit der Menschen ist meiner Erfahrung nach bewusst in welch schwieriger Lage wir uns alle befinden und sehen solche Dinge mit Fassungslosigkeit! Nicht nur in Zeiten von Corona danke ich allen fleißigen und rücksichtsvollen Menschen die unsere Zivilisation aufrecht erhalten. Es tut mir sehr leid, dass du und deine Kollegen mit derartigen Widerlichkeiten konfrontiert seid. Ich hoffe, die Täter werden erwischt! Bleibt Gesund und ärgert euch nicht so sehr, ihr macht einen super Job!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 26.03.2020, 12:05:55
Nein...so richtig toll ist es, wenn man eine leere Bahn durch die Stadt fährt, dann steigen da jugendliche ein, rennen dreimal durch die Bahn, fassen alles mit Absicht an, rufen Corona, stellen sich direkt vor die Fahrerkabine, husten mit Absicht rum. Das hatte ich jetzt schon mehr als einmal.

Höhepunkt war ein Kollege, dem man dann noch das Kabinenschloss vollgerotzt hat. Wertschätzung hoch 12...

Idioten sterben niemals aus. Leider auch nicht durch Corona. Das die Jugend merkbefreit ist, davon kann Dir jeder Erwachsener ein Lied singen. Das gehört wohl dazu...

Bei der nächsten FfF-Demo kannst du ja dann den Mittelfinger zeigen.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fabi am 26.03.2020, 12:17:17
Bei der nächsten FfF-Demo kannst du ja dann den Mittelfinger zeigen.

Bitte mal nicht alle in einen Topf werfen...  ::) Ich verstehe auch nicht, was das jetzt mit FfF zu tun haben soll...

In NL wird da schon härter durchgegriffen - dort wurde letztens eine Person verurteilt, die absichtlich einen Polizisten angehustet und behauptet hat infiziert zu sein. Urteil: 10 Wochen Haft.
Ich würde, wenn ich in so eine Situation komme, wie murmel1978 sie beschrieben hat, auch die Polizei rufen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: elnbb am 26.03.2020, 13:13:46
In Magdeburg behält man die Situation im Blick und geht an einer Stelle einen Schritt zurück:

Mehr Straßenbahnen im Berufsverkehr: Linie 9 fährt alle 10 Minuten
https://www.mvbnet.de/mehr-strassenbahnen-im-berufsverkehr-linie-9-faehrt-alle-10-minuten/

Zitat
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie haben wir den Fahrplan wochentags auf einen Sonderfahrplan umgestellt. Nun bessern wir nach und bieten im Berufsverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse deutlich mehr Fahrten an.

Ab Freitag, den 27. März wird der Takt wieder verdichtet: Im Berufsverkehr fährt die Straßenbahnlinie 9 zwischen Reform und Neustädter See zwischen 6 Uhr und 10 Uhr alle 10 Minuten, statt wie bisher alle 20 Minuten. Wir reagieren damit auf Fahrgasthinweise, wonach seit der Umstellung auf den Sonderfahrplan vor allem im morgendlichen Berufsverkehr es in den Bahnen wieder voller wurde. „Mit der Taktverdichtung auf der Linie 9 stärken wir die wichtige Nord-Süd-Achse von der Lübecker Straße über Alter Markt, Hasselbachplatz und Leipziger Straße. Insgesamt sind dann 6 Bahnen mehr im Einsatz. Besonders im Blick hatten wir dabei auch die vielen Beschäftigten des Universitätsklinikums Magdeburg, das dann besser angebunden ist“, so MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Nachgebessert haben wir auch auf anderen Linien. So gibt es mehr Platz für die Fahrgäste auf den Linien 2, 4 und 10, weil dort auch Straßenbahnen mit zusätzlichem Beiwagen eingesetzt werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 26.03.2020, 13:19:36
Bitte mal nicht alle in einen Topf werfen...  ::) Ich verstehe auch nicht, was das jetzt mit FfF zu tun haben soll...

In NL wird da schon härter durchgegriffen - dort wurde letztens eine Person verurteilt, die absichtlich einen Polizisten angehustet und behauptet hat infiziert zu sein. Urteil: 10 Wochen Haft.
Ich würde, wenn ich in so eine Situation komme, wie murmel1978 sie beschrieben hat, auch die Polizei rufen.

Ich werde das nächste Mal den Ironieticker anbringen  ::) Letztendlich zeigt das Beispiel, dass wir eine egoistische Gesellschaft geworden sind. Alt gegen jung und umgekehrt.

Das mit der Polizei rufen kannst du dir sparen. Da wird in der nächsten Stunde niemand kommen. Zumindest nicht bei Lappalien.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 26.03.2020, 14:33:08
Die Fahrpläne ab nächster Woche sind jetzt alle online auf der LVB-Seite. Da kann sich ja jetzt jeder selbst ein Bild machen.
Butzsch: Die  /SL.012 fährt ab Montag nur noch bis hauptbahnhof und von dort aus weiter als  /SL.014 nach Plagwitz. Ab Juni macht sie das dann auch und heißt dann aber 32?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Kurs 150 am 26.03.2020, 16:02:02
Ja aber nur wenn sie nicht weiter als  /SL.04E verkehrt.
Gruß Günter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 26.03.2020, 16:28:23
Die  /SL.04E ist schon seit vergangenen Montag Geschichte und kommt wohl nicht vor November wieder...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 26.03.2020, 16:35:27
Unsinn. Kein Mensch weiß wie sich die Situation bis Mai geschweige denn November entwickelt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 26.03.2020, 17:56:35
Zitat aus den Verkehrsmeldungen der DB (https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml), Stand 26.03.2020; 16:00 Uhr (Auszug mit den für den Großraum Leipzig relevanten Linien):

[Zitat Anfang]

In Abstimmung mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen  sowie den Aufgabenträgern in Sachsen wird die Zahl der Verbindungen im  Regional- und S-Bahn-Verkehr der DB Regio AG, Region Südost, ab 1. April  2020 bis auf Weiteres angepasst. Damit stellen wir trotz der  Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ein stabiles Grundangebot  sicher.
 
Bitte beachten Sie, dass die neuen Fahrpläne in den Auskunftsmedien ab  Freitag, 27. März (teilweise zum Dienstag, 30. März) eingearbeitet und  im DB Navigator sowie allen anderen Online-Auskunftssystemen abrufbar  sind.

S 1 Leipzig-Stötteritz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig Miltitzer Allee: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt.

S 2 Leipzig-Stötteritz - Leipzig Hbf (tief) - Bitterfeld - Dessau Hbf/Lutherstadt Wittenberg - Zahna/Jüterbog: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt zwischen Leipzig-Stötteritz und Dessau/ Lutherstadt Wittenberg

S 3 Halle-Trotha - Halle(Saale) Hbf - Schkeuditz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig-Stötteritz - Wurzen: Die Züge verkehren ohne Einschränkungen zwischen Halle(Saale) Hbf und Leipzig-Stötteritz. Zwischen Leipzig-Stötteritz und Wurzen besteht ein 1-Stunden-Takt. Zwischen Halle-Trotha und Halle(Saale) Hbf fallen die Züge aus.

S 4 (Markkleeberg-Gaschwitz) - Leipzig-Connewitz - Leipzig Hbf (tief) - Torgau - Falkenberg - Hoyerswerda: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt zwischen Markkleeberg-Gaschwitz und Eilenburg, zwischen Eilenburg und Hoyerswerda 2-Stunden-Takt.

S 5/S 5X Zwickau(Sachs) Hbf - Altenburg - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig/Halle Flughafen - Halle(Saale) Hbf: Die Züge der S5 verkehren ohne Einschränkungen. Die Züge der Linie S5 X entfallen. Zwischen Halle(Saale) Hbf und Altenburg besteht ein Stundentakt. Zwischen Altenburg und Zwickau(Sachs) Hbf verkehren die Züge im 2-Stundentakt.

S 6 Leipzig Messe - Leipzig Hbf (tief) - Böhlen (Leipzig) - Borna - Geithain: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt.

S 7 Halle(Saale) Hbf - Halle-Nietleben: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt.

S 8 Halle(Saale) Hbf - Bitterfeld - Dessau Hbf/ Lutherstadt Wittenberg - Zahna/Jüterbog: Die Züge verkehren im 1-Stunden-Takt zwischen Halle(Saale) Hbf und Dessau Hbf/ Lutherstadt Wittenberg.

S 9 Eilenburg - Delitzsch ob Bf - Halle (Saale) Hbf: Die Züge verkehren im 2-Stunden-Takt.

RE 10 Leipzig Hbf - Eilenburg - Torgau - Doberlug-Kirchhain - Cottbus: Der RE 10 fährt stündlich versetzt zur S-Bahn-Linie S4 mit Zusatzhalten zwischen Falkenberg und Leipzig.

RE 13 Leipzig Hbf - Bitterfeld - Dessau Hbf - Magdeburg Hbf: Die Züge verkehren im 2-Stunden-Takt zwischen Magdeburg Hbf und Leipzig Hbf.

RE 18 Halle(Saale) Hbf - Naumburg(Saale) Hbf - Jena-Göschwitz: Die Züge dieser Linie entfallen.

RE 30 Magdeburg Hbf - Köthen - Halle(Saale) Hbf: Die Züge verkehren im 2-Stunden-Takt zwischen Magdeburg Hbf und Halle(Saale) Hbf.

RE 50 Leipzig Hbf - Oschatz - Riesa - Coswig(b Dresden) - Dresden Hbf: Die Züge dieser Linie verkehren ohne Eisnchränkungen.

RB 113 Leipzig Hbf - Bad Lausick - Geithain: Die Züge verkehren im 2-Stunden-Takt zwischen Leipzig Hbf und Geithain

[/Zitat Ende]

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 26.03.2020, 20:41:54
Weiß zufällig jemand wie ab Montag die Busse fahren, speziell der /BL.070? Wenn ich mir auf der Seite der LVB den Fahrplan anzeigen lasse erscheint trotz Änderung des Datums auf 30.03.2020 die aktuelle Version. Der Artikel bei der LVZ ist leider wieder kostenpflichtig.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 26.03.2020, 20:45:01
Nutz die Verbindungsauskunft, da siehst du dann die Takte und Fahrzeiten.
Ja, ist nicht schön, aber es hilft.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 26.03.2020, 20:49:53
Weiß zufällig jemand wie ab Montag die Busse fahren, speziell der /BL.070? Wenn ich mir auf der Seite der LVB den Fahrplan anzeigen lasse erscheint trotz Änderung des Datums auf 30.03.2020 die aktuelle Version.
Guck mal hier: https://www.l.de/verkehrsbetriebe/fahrplan unter Fahrplanaushang, dann die Linie aufrufen, im Dropdownfeld "Tabellenfahrplan Sonderfahrplan ab 30.03." auswählen und gesamten Linienverlauf PDF herunterladen.

Unter https://www.mdv.de/fahrplan/fahrplaene/nach-linien/ sind die neuen Tabellenfahrpläne auch zu finden.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Kurs 150 am 27.03.2020, 09:19:03
Ja, die MDVSeite ist sehr gut

Danke Günter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Benedikt am 27.03.2020, 11:50:29
Unsinn. Kein Mensch weiß wie sich die Situation bis Mai geschweige denn November entwickelt.
Wie es weitergeht, hängt von der Entwicklung und der Anwendung eines Impfstoffes ab. Normalerweise dauert die Einführung eines Impfstoffe inklusive alle Studien 15-20 Jahre. Momentan geht es natürlich bedeutend schneller, aber es ist ungewiss, ob die derzeit anlaufenden Tests an Freiwilligen zum Erfolg führen: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov
Bei uns auf Arbeit (globaler Konzern) geht man davon aus, dass der Ausnahmezustand ca. 18 Monate andauern wird.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 27.03.2020, 12:05:57
Meine Aussage mit November bezog sich auf die Änderungen wegen der BM Goerdelerring.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 27.03.2020, 13:07:03
Bei uns auf Arbeit (globaler Konzern) geht man davon aus, dass der Ausnahmezustand ca. 18 Monate andauern wird.
Auf globaler Ebene wird sich das sehr wahrscheinlich als realistische oder gar noch optimistische Prognose erweisen, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Vernetzung im Handel und der durch die Krise ausgelösten weltweiten Rezession. Aber auch hier werden die Einschränkungen über den Zeitraum gesehen sicherlich unterschiedlich stark ausfallen.

Auf lokaler Ebene lassen sich die jetzt getroffenen Maßnahmen, insbesondere die massiven Einschränkungen durch Ausgangsbeschränkungen, Schul- und Geschäftsschließungen, jedoch weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich über einen längeren Zeitraum durchhalten. D.h. hier muss es darum gehen, die bisher unkontrollierten Infektionsketten jetzt weitgehend zu unterbrechen - dies kann ähnlich wie in Italien, Spanien oder Frankreich auch erstmal weitere Einschnitte in das Arbeitsleben bedeuten (Schließung aller nicht unbedingt nötiger Arbeitsstätten) - und dann die Infizierten oder Verdachtsfälle wirksam zu isolieren und gleichzeitig versuchen das öffentliche Leben Schritt für Schritt wieder hochzufahren. Wie das im Einzelfall aussehen wird und wie schnell das geschehen wird, wird sich zeigen. Großveranstaltungen werden da sicherlich der letzte Schritt sein, während Schulen oder Geschäfte unter Wahrung der nun langsam im Bewusstsein angekommenen Hygiene- und Abstandsregeln sicherlich eher wieder geöffnet werden können. Dies wird dann auch unmittelbar Auswirkungen auf den Nahverkehr haben, der dann wieder hochgefahren werden muss.

Meine Aussage mit November bezog sich auf die Änderungen wegen der BM Goerdelerring.
Schon klar, aber es ist weder sicher ob die BM aufgrund der momentanen Situation rechtzeitig fertig wird oder die korrespondieren BM pünktlich starten werden, noch ob die derzeitigen Einschränkungen bis in den Sommer hinein aufrecht erhalten werden (können). Daher sollte man manchmal etwas mehr Zurückhaltung walten lassen und auf Absolutstatements verzichten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 27.03.2020, 18:14:54
Das mit der Polizei rufen kannst du dir sparen. Da wird in der nächsten Stunde niemand kommen. Zumindest nicht bei Lappalien.
Erstens sehen Polizei und Gesundheitsbehörden Anspucken und Anhusten derzeit alles andere als eine Lappalie an, was auch dazu führt, dass die Freunde und Helfer nach einem entsprechenden Notruf relativ schnell da sein dürften. Und zweitens folgt nach dem Polizeieinsatz, auch wenn er erstmal erfolglos ist, ein Ermittlungsverfahren. Und das gestattet die Auswertung der Video-Aufzeichnungen aus der Bahn. Es wäre nicht das erste Mal, dass die zur Ermittlung der Täter führen würden...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 29.03.2020, 13:24:09
Welches Wagenmaterial kommt ab morgen, speziell auf den Baustellenlinien, zum Einsatz? Hoffentlich kein allzu Kurzes bei dem 15-Minuten Takt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Q-terra am 29.03.2020, 14:33:44
Welches Wagenmaterial kommt ab morgen, speziell auf den Baustellenlinien, zum Einsatz? Hoffentlich kein allzu Kurzes bei dem 15-Minuten Takt.

Da haben die Jungs von L-NV.info schon eine Übersicht erstellt: Städtischer Nahverkehr Leipzig (http://l-nv.info/pages/nahverkehr/strassenbahn.php)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 29.03.2020, 20:34:40
Genau, wie ich befürchtet hatte...NGT8 auf der  /SO.039 Erst , nun noch weniger auf dem Gohliser Abschnitt der  /SL.004durch Reduzierung der Gefäßgröße. Finde ich trotz Corona, nein wegen Corona, nicht angemessen. So wird das Infektionsrisiko nicht gesenkt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 29.03.2020, 20:46:48
NGT8 dürfte wohl ausreichen, da die  /SL.010 und  /SO.039 ja schon fast hintereinander fahren zwischen Leuschner Platz und Lindenthaler Straße.

Wie kommt es eigentlich das die  /SL.016 fast nur mit NGT10 fährt?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie15E am 29.03.2020, 21:24:50
Wie kommt es eigentlich das die  /SL.016 fast nur mit NGT10 fährt?
Weil ich mir vorstellen könnte, dass es durch den fehlenden Schüler- und Studentenverkehr weniger Aufkommensschwerpunkte entlang des Fahrtwegs gibt. Zumal man auf der /SL.003 ja auch nicht gezögert hat, die zwölfachsigen Gefährte durch Zehnachser zu ersetzen und das dann noch lobpreisend verkaufen wollte ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 29.03.2020, 22:15:40
Der Einsatz der Polenbuden auf der 16 ist schon vor dem Sonderfahrplan geplant gewesen. Man verfolgt also weiter das ursprünglich geplante Einsatzkonzept.


Edit: Durchgestrichenes Wort gelöscht - Rico
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie 22 am 29.03.2020, 23:28:32
Für den südlichen Abschnitt ist der NGT 10  auf der  /SL.016 während der Umleitung der  /SL.011 nach Lößnig von der Kapazität sicher ausreichend, auf dem nördlichen Ast ist hingegen der Abschnitt mindestens zwischen HBF und Eutritzscher Zentrum gut nachgefragt und von der  /SL.016 allein bedient. Ebenso liegt dort im Norden auch noch das Sankt Georg Klinikum wo sicher auch der/die Eine/r oder Andere Angestellte/r (und natürlich alle anderen Mitmenschen auch) die /SL.016 gern nutzen möchte ohne sich einem Infektionsrisiko auszusetzen...!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 30.03.2020, 08:12:33
Der Einsatz der Polenbuden auf der 16 ist schon vor dem Sonderfahrplan geplant gewesen. Man verfolgt also weiter das ursprünglich geplante Einsatzkonzept.

Man braucht doch 2024 einen Grund, warum die NGT12 2.0 auf die  /SL.016 kommen: 6 Meter länger, 10 cm breiter. Herr Middelberg weiß schon, wie man das medienwirksam verkauft.

Ebenso liegt dort im Norden auch noch das Sankt Georg Klinikum wo sicher auch der/die Eine/r oder Andere Angestellte/r (und natürlich alle anderen Mitmenschen auch) die /SL.016 gern nutzen möchte ohne sich einem Infektionsrisiko auszusetzen...!

Mit der sächsischen Allgemeinverfügung sind zunächst Krankenhausbesuche untersagt (bis auf sehr wenige Ausnahmen).
Und für Beschäftigte des Krankenhauses ist der ÖPNV in Leipzig eh nicht zu gebrauchen.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 30.03.2020, 08:32:08
...  ist hingegen der Abschnitt mindestens zwischen HBF und Eutritzscher Zentrum gut nachgefragt
...kannst du das bitte präzisieren?
Der Einsatz der Polenbuden

Also ich fahre gerne mit den "Polenbuden". Was ist an denen schlecht?
Nicht gern fahre ich hingegen mit den "Leipzigbuden" und ziehe da sogar die Tatra vor.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 30.03.2020, 11:12:01
Herr Middelberg weiß schon, wie man das medienwirksam verkauft.
Schöne Zusammenfassung der LVB-Handlungsmaxime, die wirklich fast allen Entscheidungen in allen möglichen Bereichen zu grunde liegt ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 30.03.2020, 19:04:01
Weil ich mir vorstellen könnte, dass es durch den fehlenden Schüler- und Studentenverkehr weniger Aufkommensschwerpunkte entlang des Fahrtwegs gibt. Zumal man auf der /SL.003 ja auch nicht gezögert hat, die zwölfachsigen Gefährte durch Zehnachser zu ersetzen und das dann noch lobpreisend verkaufen wollte ...

Dafür fahren auf der  /SL.003 jetzt wieder fast nur Großzüge. Amazon ist halt eben Aufkommensschwerpunkt  :P


Für den südlichen Abschnitt ist der NGT 10  auf der  /SL.016 während der Umleitung der  /SL.011 nach Lößnig von der Kapazität sicher ausreichend, auf dem nördlichen Ast ist hingegen der Abschnitt mindestens zwischen HBF und Eutritzscher Zentrum gut nachgefragt und von der  /SL.016 allein bedient. Ebenso liegt dort im Norden auch noch das Sankt Georg Klinikum wo sicher auch der/die Eine/r oder Andere Angestellte/r (und natürlich alle anderen Mitmenschen auch) die /SL.016 gern nutzen möchte ohne sich einem Infektionsrisiko auszusetzen...!

Die  /SL.016 ist auf dem Nordabschnitt aber nur voll wegen den Schülern. Spätestens ab Mosenthinstr. war der Besetzungsgrad immer spärlich. Seitdem Richtung Messe eben auch ein annähernder 15-Minutentakt mit der  /S-Bahn herrscht, sind auch dort viele umgestiegen.

Mehr Sorgen solltest du Dir über die allein fahrende  /SL.011 zwischen Hbf und Lindenthaler Str. machen.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Service-Champion am 01.04.2020, 01:32:38
Wie sieht denn eigentlich die Auslastung der Fahrzeuge momentan aus, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten? Lässt sich der empfohlene Mindestabstand von 1,5m zwischen den Fahrgästen einhalten?
In den Bahnen meistens ja, in einigen Bussen u.a.  /BL.070 nein. Hier ist der 15-min-Takt nicht ausreichend, was sicher für niemanden eine Überraschung ist.

Bilder aus  /SL.003 und  /SL.007 (im Bus war kein Platz für Fotos  :-X )

(https://abload.de/img/0007fr9bjfr.jpg)

(https://abload.de/img/000eb8edjoh.jpg)

Darum sollte tatsächlich jeder, der den ÖPNV nutzt, einen Mundschutz tragen. Dieser verhindert, dass Erreger in die Luft geschleudert werden.
Rechtzeitig wird das aber nur über Zwangsmaßnahmen funktionieren. Insbesondere, wenn die LVB nicht ausreichend Platz für die Verteilung der Fahrgäste anbieten (z.B. in den Bussen), müssten sie das Tragen eines einfachen Mundschutzes vorschreiben.

Außerdem kann es sicher nicht schaden, wenn in den Bussen die Fahrer durch eine Plastefolie hinter der Kabine im Durchgang zum Fahrgastraum zusätzlich geschützt werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 09.04.2020, 15:53:56
Längere Züge wäre auf jeden Fall angemessen. Wegen Infektionsrisiko und so.

P.S: Wieso fahren hier seit etwas vorgestern(Gohlis-Nord, Gohlis Landsberger Str.) ständig Leoliner (2 gekoppelt) mit der Beschilderung "S" oder "X" durch die Gegend?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 09.04.2020, 16:57:40
Ausbildung in Corona-Zeiten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 09.04.2020, 19:40:57
Hallo

Ausbildung der Fahrschule wird aber entsprechend geschildert. Es kann aber sein, dass einfach Wagen getauscht werden. Auf der 4 und 12 ist das ja nicht so einfach am Betriebshof machbar.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Paul Schmidt am 09.04.2020, 20:18:37
Die wenigen Frischlinge aus den letzten Fahrschullehrgängen müssen derzeit ihre Lehrfahrdienste mit Lehrfahrer alleine bestreiten, da der Lehrfahrer im Fahrgastraum sein muss.
Somit werden noch die kommenden Wochen Dienstfahrten mit allen Zugkombinationen durch die gegend fahren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 09.04.2020, 21:22:23
Okay... kreativ muss man sein.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 10.04.2020, 17:31:56
Rechtzeitig wird das aber nur über Zwangsmaßnahmen funktionieren. Insbesondere, wenn die LVB nicht ausreichend Platz für die Verteilung der Fahrgäste anbieten (z.B. in den Bussen), müssten sie das Tragen eines einfachen Mundschutzes vorschreiben.

Wobei die Wirkung dieser einfachen (nicht medizinischen) Mundschutz-Masken nach wie vor umstritten ist. Sollte es zu derartigen Zwangsmaßnahmen kommen, werde ich den ÖPNV in dieser Zeit komplett meiden. Meinen Arbeitsplatz kann ich auch in einer reichlichen halben Stunde zu Fuß erreichen. Bei der ganzen Corona-Geschichte ist leider auch sehr viel Panikmache dabei.

www.fr.de/meinung/corona-coronavirus-mundschutz-autoritaere-tendenzen-leitartikel-13635394.amp.html
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 10.04.2020, 19:57:01
Wobei die Wirkung dieser einfachen (nicht medizinischen) Mundschutz-Masken nach wie vor umstritten ist.
Wenn man deren Sinn nicht versteht, dann schon. Denn die sollen nicht den Träger schützen, sondern den Gegenüber des Trägers vor den Tröpfchen, die der Träger möglicherweise absondert. Dahingehend ist der Mundschutz nicht umstritten.

Sollte es zu derartigen Zwangsmaßnahmen kommen, werde ich den ÖPNV in dieser Zeit komplett meiden.
Wegen dem Mundschutz?? Gehst Du dann auch nicht mehr einkaufen, wenn Du im Supermarkt Mundschutz tragen musst??

Bei der ganzen Corona-Geschichte ist leider auch sehr viel Panikmache dabei.
Und manch einer müht sich immer wieder im Kleinreden des ganzen Schlamassels...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 10.04.2020, 20:10:57
Wenn man deren Sinn nicht versteht, dann schon. Denn die sollen nicht den Träger schützen, sondern den Gegenüber des Trägers vor den Tröpfchen, die der Träger möglicherweise absondert. Dahingehend ist der Mundschutz nicht umstritten.
Der Sinn ist mir schon klar. Bis jetzt haben jedoch die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung gezeigt und der Zwang zum Mundschutz wäre eine weitere Verschärfung dieser Maßnahmen, obwohl eine Lockerung versprochen wurde. In den letzten Tagen waren Busse und Bahnen auch wieder stärker gefüllt. Des Weiteren wird solch ein provisorischer Mundschutz nach längerer Tragezeit durchfeuchtet, was mit der Zeit sehr unangenehm werden kann. Bei einem nicht medizinischen Mundschutz kann auch nicht gewährleistet werden, dass trotzdem Viren nach außen gelangen. Und schlußendlich sind ca. 100.000 Menschen in Deutschland infiziert und nicht 80.000.000. Wie sagte Einstein so schön: Alles ist relativ.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 10.04.2020, 20:29:25
Bis jetzt haben jedoch die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung gezeigt und der Zwang zum Mundschutz wäre eine weitere Verschärfung dieser Maßnahmen, obwohl eine Lockerung versprochen wurde.
Schon mal dran gedacht, dass das eine das andere bedingen könnte? Lockerung bzw. Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote und Betriebsschließungen bei gleichzeitiger Masken/Tuch/Schal/etc.-Pflicht in öffentlichen Innenräumen? Damit könnten sich sicher viele mehr anfreunden als mit Fortdauer des Status quo. Und da man ja nun nicht stundenlang am Stück einkaufen geht oder den ÖPNV nutzt, durchfeuchtet da so mega schnell auch nichts und den größeren Rotz hält die Maske selbst dann noch ganz gut zurück. 100%igen Schutz wird es nicht geben und der ist in diesem Fall auch gar nicht notwendig.

Und schlußendlich sind ca. 100.000 Menschen in Deutschland infiziert und nicht 80.000.000.
Und das ist auch gut so!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 10.04.2020, 20:38:34
Fragt sich dann nur, wie lange die Bevölkerung das mitmacht bzw. wie lange das dann noch gehen soll. Im Sommer bei 30 Grad wird wohl kaum jemand mit Mundschutz in die nicht klimatisierten Busse und Bahnen steigen und lieber auf Auto oder Fahrrad umsteigen. Beinahe hätte ich es vergessen: Zu meinen Eltern - beide Ü70 - kommt viermal am Tag der ambulante Pflegedienst - ebenfalls ohne Mundschutz, da im Moment ein absoluter Engpass herrscht und nicht einmal medizinisches Personal entsprechend beliefert werden kann. Und wir leben alle noch!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 10.04.2020, 21:49:24
Bis jetzt haben jedoch die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung gezeigt und der Zwang zum Mundschutz wäre eine weitere Verschärfung dieser Maßnahmen, obwohl eine Lockerung versprochen wurde.
Versprochen wurde erstmal gar nichts. Wenn aber wahrscheinlich die jetzigen Maßnahmen gelockert werden, wäre eine Mundschutz-Tragepflicht in Öffis, Supermärkten und dgl. ein Ausgleich, um in Summe den Schutzstatus zu erhalten, oder um noch weitere Lockerungen zuzulassen. Wenn dann die Busse und Bahnen wieder voller werden, wird dort auch die Abstandsregel nicht mehr einzuhalten sein, was gerade dann den Mundschutz rechtfertigt.

Des Weiteren wird solch ein provisorischer Mundschutz nach längerer Tragezeit durchfeuchtet, was mit der Zeit sehr unangenehm werden kann.
Findige Sachsen haben dann einen zweiten zum Wechseln einstecken...

Bei einem nicht medizinischen Mundschutz kann auch nicht gewährleistet werden, dass trotzdem Viren nach außen gelangen.
Ausgeschlossen werden kann eine Übertragung mit dem "einfachen" Mundschutz nicht, aber das Risiko wird deutlich verringert.

Und schlußendlich sind ca. 100.000 Menschen in Deutschland infiziert und nicht 80.000.000.
50.000 wäre noch besser...

Fragt sich dann nur, wie lange die Bevölkerung das mitmacht bzw. wie lange das dann noch gehen soll.
Rechne mal mit Sommer / Herbst 2021, wenn auchreichend Impfstoff und Medikamente bereitstehen.

Im Sommer bei 30 Grad wird wohl kaum jemand mit Mundschutz in die nicht klimatisierten Busse und Bahnen steigen und lieber auf Auto oder Fahrrad umsteigen.
So schlimm wird das auch nicht werden, die Chinesen haben es auch überstanden. Und Fahrrad wäre doch schonmal gut, so manchem Mitbürger würde tägliches Radfahren auch ohne Corona ganz gut tun...

Und wir leben alle noch!
Wir wollen es nicht hoffen und Dir und Deinen Eltern nicht wünschen, aber das kann sich ganz schnell ändern. Und einen Mundschutz kann man sich auch selber nähen, vielleicht hat ja Deine Mutti Zeit und Muße dazu??

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 10.04.2020, 22:14:41
Zitat
50.000 wäre noch besser...

Stand heute mittag nach JHU sind in Dtl 64.610 krank (infiziert mit und ohne Symptomen). Denn von den über 100.000 sind bereits 52.400 wieder genesen (und 2.607 auch leider verstorben).

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 10.04.2020, 22:28:02
^ Und dazu dann noch eine unbekannte, aber wohl (leider) doch nicht übermäßig große Anzahl an unbemerkt Infizierten ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: nietenzähler am 11.04.2020, 11:06:34
Heute in der LVZ zu lesen (Online nur über Bezahlschranke, in der Printausgabe komplett):
LVB schicken 1200 Fahrer in Kurzarbeit
Ein Viertel der Busse und Bahnen in Leipzig fährt nicht mehr. Die Zahl der Fahrgäste brach um 75 Prozent ein.
Nun haben die Leipziger Verkehrsbetriebe entschieden, ihre 1200 Fahrer in Kurzarbeit zu schicken.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 11.04.2020, 16:17:41
Nun haben die Leipziger Verkehrsbetriebe entschieden, ihre 1200 Fahrer in Kurzarbeit zu schicken.
So platt dahingeschmissen klingt das natürlich erstmal dramatisch. Das isses aber nicht. Die Fahrer werden auf 85% ihres normalen Arbeitszeitvolumens gesetzt, bekommen also weiterhin 85% ihres Gehaltes plus Kurzarbeitergeld für die gekürzten 15%. Dazu füllt das Unternehmen das Kurzarbeitergeld durch einen Zuschuss soweit auf, dass sie für den gekürzten Anteil weiterhin 100% ihres Netto-Gehaltes bekommen. Kurz gesagt, die Fahrer arbeiten 15% weniger, haben aber kaum Einbußen.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Marcel Dreiling am 13.04.2020, 16:47:01
In Zeiten von Corona wird bekanntlich mehr gebastelt.
Auch ich bin dabei, und habe heute das führende Fahrzeug eines werdenden, mindestens, TGZ-N fertiggestellt.

Ein kleiner Muntermacher
(http://www.bahnbilder-leipzig.de/dso/t4dmbp.jpg)

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jens am 16.04.2020, 15:19:10
Hallo,

Ich habe gerade an der Haltestelle gesehen, dass ab Montag die  /BL.079 wieder aller 20 min fährt. Wie es bei den anderen Linien aussieht,  konnte ich noch nicht rausfinden.

MfG Jens
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 16.04.2020, 18:23:18
Die Buslinien scheinen ab Montag wieder nach Normalfahrplan zu fahren, zumindest sind die entsprechenden Fahrpläne online verfügbar. Zu den Straßenbahnlinien ist aktuell noch nichts zu finden, aber man kann nur hoffen, dass auch hier nachgesteuert wird, denn diese werden sicherlich als erstes eine höhere Nachfrage erleben, wenn die ersten Geschäfte in der Innenstadt wieder öffnen ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 16.04.2020, 20:48:45
Die Buslinien scheinen ab Montag wieder nach Normalfahrplan zu fahren, zumindest sind die entsprechenden Fahrpläne online verfügbar.
Welche Linie?? Stichprobe eben zur Linie 90: Am 20.+21.04. jeweils 15-Minuten-Takt wie heute. Die Homepage des gelben L meldet auch nichts.

So riesig wird die Nachfrage nicht werden. Ein paar Geschäfte ja, aber die großen Kaufhäuser als Publikumsmagneten bleiben zu, Restaurants und Zoo ebenfalls, die Leute arbeiten (wo sie können) weiterhin im HomeOffice und an Schülern sind ab Mittwoch nur die der Abschlussklassen (12. Klasse Gymnasium, 10. Klasse Realschule, Abschlussjahrgang Berufsschulen) unterwegs.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 16.04.2020, 21:21:05
Welche Linie?? Stichprobe eben zur Linie 90: Am 20.+21.04. jeweils 15-Minuten-Takt wie heute. Die Homepage des gelben L meldet auch nichts.
Guck mal unter Fahrplanaushang, da sind für die Buslinien die Fahrpläne ab 20.04. verfügbar. Dahinter verbirgt sich jeweils bis auf wenige baubedingte Änderungen der theoretisch bereits seit dem Fahrplanwechsel am 30.03. geltende Normalfahrplan.

So riesig wird die Nachfrage nicht werden. Ein paar Geschäfte ja, aber die großen Kaufhäuser als Publikumsmagneten bleiben zu, Restaurants und Zoo ebenfalls, die Leute arbeiten (wo sie können) weiterhin im HomeOffice und an Schülern sind ab Mittwoch nur die der Abschlussklassen (12. Klasse Gymnasium, 10. Klasse Realschule, Abschlussjahrgang Berufsschulen) unterwegs.
Riesig sicher nicht, hoffentlich zumindest. Aber wenn ich sehe was sich mittlerweile an Menschenmassen trotz ja eigentlich herrschender Ausgangsbeschränkung so in den Straßen (und zunehmend auch in den Verkehrsmitteln) tummelt, da habe ich schon so meine Befürchtungen, dass es dann ab Montag ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen geben könnte. Und da weiterhin keine Maskenpflicht im ÖPNV besteht, wäre in diesem Fall Vorsicht wohl besser als Nachsicht, zumal ich eine mögliche Unterscheidung von Bus/Bahn nicht nachvollziehen könnte.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 16.04.2020, 21:29:33
Guck mal unter Fahrplanaushang, da sind für die Buslinien die Fahrpläne ab 20.04. verfügbar.
Ich hatte in der Fahrplanauskunft bei insa.de und bahn.de geguckt. Bei ersterer steht bei jeder Einzelfahrt "gültig 20.04.-24.04.2020".

Mal sehen, was dann kommt...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 17.04.2020, 07:08:31
Laut Easygo fahren die Straßenbahnlinien ab 27.4. wieder im normalen Takt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 17.04.2020, 10:53:28
Die LVB äußeren sich weiterhin schwammig: https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/busse-verkehren-ab-20-april-regulaer-im-10-minuten-takt_1738

Demnach fahren die Buslinien wieder normal, um die Schulen wieder regulär zu bedienen, während die Straßenbahnen erst wieder regulär fahren sollen, wenn die Schulen wieder regulär öffnen ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: elnbb am 17.04.2020, 21:42:13
Freistaat beschliesst Nutzung von Alltagsmasken
https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/freistaat-beschliesst-nutzung-von-alltagsmasken_1741

Zitat
Möglich sind auch handelsübliche oder selbst genähte Gesichtsabdeckungen, aber auch Schals und Tücher.


Busverkehr im Landkreis Leipzig nimmt den Normalbetrieb wieder auf
https://www.landkreisleipzig.de/pressemeldungen.html?pm_id=3830

Zitat
Schüler der Abschlussklassen können ab dem 20. April wieder zur Schule.Gleichzeitig nehmen auch die auch Busunternehmen im Landkreis Leipzig GmbH und die Personennahverkehrsgesel lschaft THÜSAC mbH den regulären Betrieb ihrer Linien am 20. April wieder auf. Auch bei den Linien, die die LVB und das Unternehmen Omnibusverkehr Heideland im Landkreis Leipzig bedienen, wird der Verkehr wieder hochgefahren. Der vorläufig in Kraft gesetzte Ferienfahrplan wird dann durch den eigentlich gültigen Fahrplan zu Schulzeiten abgelöst. Saison- und einige wenige freigestellte Verkehre sind allerdings noch von einer Betriebsaufnahme ausgenommen. Über deren Betriebsaufnahme wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, da diese Verkehre in Abhängigkeiten zu den Betriebszeiten einiger Ziele beziehungsweise zur Nutzung durch bestimmte Zielgruppen stehen.

Bei der Regionalbus Leipzig GmbH heißt es dann auch mit Aufnahme des Normalbetriebes wieder: "Bitte steigen Sie beim Busfahrer ein!". [...] Mit der Entwicklung einer Schutzvorrichtung für den Fahrerarbeitsplatz kann nun der Einstieg beim Fahrer wieder aufgenommen werden. Die neue Abtrennung besteht aus einer ca. 0,5 Millimeter starken Klarsichtfolie, die von den Technikern der Regionalbus Leipzig GmbH entwickelt und in die Fahrzeuge eingebaut wurde. Damit ist ein Schutz sowohl für Fahrgäste als auch Fahrer bestmöglich gewährleistet. [...]

Mit dem Einbau der Schutzvorrichtungen können die Fahrgäste auch wieder ihre Tickets beim Fahrer erwerben und entwerten. So wird der wichtigste Vertriebsweg, der dem Busunternehmen für den Verkauf von Fahrkarten zur Verfügung steht, wieder nutzbar. Darüber hinaus können sich die Fahrgäste weiterhin über easy.GO ihre Tickets kaufen. Die Handy-App bietet das gesamte Ticketsortiment und alle Verbindungen im MDV in Echtzeit, einfach online. Am bequemsten unterwegs sind Abo-Kunden, bei denen das Ticket auf der Chipkarte hinterlegt ist, die nun auch wieder am Bordrechner geprüft werden kann.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 21.04.2020, 21:02:46
Zitat aus den Verkehrsmeldungen der DB (https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml), Stand 21.04.2020; 20:00 Uhr zu den Änderungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr, gültig ab 04.05.2020 (Auszug mit den für den Großraum Leipzig relevanten Linien):

[Zitat Anfang]

Wir beabsichtigen, ab 04.05.2020 zum gewohnten Fahrplan zurückzukehren. Bitte beachten Sie jedoch, dass es zu einzelnen Abweichungen kommen kann und informieren sich vor Fahrtbeginn tagesaktuell unter www.bahn.de bzw. mobil im DB Navigator.
 
S 1  Leipzig-Stötteritz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig Miltitzer Allee: Die Züge verkehren im 30-Minuten -Takt mit einzelnen Ausnahmen.
Anmerkung meinerseits: Bei den "einzelnen Ausnahmen" handelt es sich um je eine Taktlücke alle zwei Stunden, da vorübergehend nur drei statt vier Umläufe eingesetzt werden.

S 2 Leipzig-Stötteritz - Leipzig Hbf (tief) - Bitterfeld - Dessau Hbf/Lutherstadt Wittenberg - Zahna/Jüterbog: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

S 3 Halle-Trotha - Halle(Saale) Hbf - Schkeuditz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig-Stötteritz - Wurzen: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan. Die zusätzlichen Pendelzüge zwischen Schkeuditz und Leipzig entfallen.

S 4 (Markkleeberg-Gaschwitz) - Leipzig-Connewitz - Leipzig Hbf (tief) - Torgau - Falkenberg - Hoyerswerda: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

S 5/S 5X Zwickau(Sachs) Hbf - Altenburg - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig/Halle Flughafen - Halle(Saale) Hbf: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

S 6 Leipzig Messe - Leipzig Hbf (tief) - Böhlen (Leipzig) - Borna - Geithain: Die Züge verkehren im 30-Minuten-Takt mit einzelnen Ausnahmen.
Anmerkung meinerseits: Bei den "einzelnen Ausnahmen" handelt es sich um je eine Taktlücke alle drei Stunden zwischen Borna und L.-Messe, da vorübergehend nur fünf statt sechs Umläufe eingesetzt werden.

S 7 Halle(Saale) Hbf - Halle-Nietleben: Die Züge verkehren auch über den 03. Mai 2020 hinaus im 1-Stunden-Takt.

S 8 Halle(Saale) Hbf - Bitterfeld - Dessau Hbf/ Lutherstadt Wittenberg - Zahna/Jüterbog: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

S 9 Eilenburg - Delitzsch ob Bf - Halle (Saale) Hbf: Die Züge verkehren auch über den 03. Mai 2020 hinaus im 2-Stunden-Takt.

RE 10 Leipzig Hbf - Eilenburg - Torgau - Doberlug-Kirchhain - Cottbus: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

RE 13 Leipzig Hbf - Bitterfeld - Dessau Hbf - Magdeburg Hbf: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan im Stundentakt.

RE 18 Halle(Saale) Hbf - Naumburg(Saale) Hbf - Jena-Göschwitz: Die Züge dieser Linie entfallen weiterhin bis auf folgende Ausnahmen: RE 4898 planmäßige Abfahrt ab Jena-Göschwitz um 05:47 Uhr; RE 4899 planmäßige Abfahrt ab Halle (Saale) Hbf um 04:19 Uhr

RE 30 Magdeburg Hbf - Köthen - Halle(Saale) Hbf: Die Züge verkehren wieder nach regulärem Fahrplan.

RE 50 Leipzig Hbf - Oschatz - Riesa - Coswig(b Dresden) - Dresden Hbf: Die Züge dieser Linie verkehren auch über den 03. Mai 2020 hinaus ohne Einschränkungen.

RB 113 Leipzig Hbf - Bad Lausick - Geithain: Die Züge verkehren von Montag bis Freitag wieder nach regulärem Fahrplan, am Wochenende und an Feiertagen ganztätig im 2-Stunden-Takt.

[/Zitat Ende]

Anmerkung meinerseits im Gesamten: Eine vollständige Rückkehr zum Regelfahrplan scheitert im Moment, da einige Kollegen wegen ihrer Zugehörigkeit zur Risikogruppe infolge Vorerkrankungen zusätzlich ausfallen. Ich hätte mir allerdings anstelle der Taktlücken ("einzelne Ausnahmen") auf der S1 und S6 einen Linienverbund S1/S6 Miltitzer Allee - L.-Hbf. (tief) - Borna - Geithain gewünscht, wie er im letzten Jahr im Sommer aufgrund der damaligen Fahrzeugausfälle gefahren wurde. In Summe hätte das bei gleichen Einsparungen einen stabilen Takt auf den beiden wichtigen Linienästen ermöglicht. L.-Messe und Stötteritz werden ja noch von anderen Linien angefahren.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 22.04.2020, 07:20:28
Eine vollständige Rückkehr zum Regelfahrplan scheitert im Moment, da einige Kollegen wegen ihrer Zugehörigkeit zur Risikogruppe infolge Vorerkrankungen zusätzlich ausfallen.

Ein Umstand den der Radler (als Sprecher von Pro Bahn) in einem Interview mit der L-IZ gerne ausgelassen hat. Die Züge müssen ja rollen...
Keine Weitsicht, dass Lokführer (analog zum Fahrpersonal der LVB) überaltert sind, zur Risikogruppe (gemäß RKI) gehören. Schon jetzt haben wir im Fahrdienst Nachwuchsprobleme, mit zusätzlichen Erkrankungen durch Covid-19 wäre der Umstand noch gravierender. Aber die Züge müssen laut Pro Bahn rollen, komme was da wolle.

Grüße T4D-Fan

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 22.04.2020, 10:04:04
Die Züge müssen rollen um in den Zügen den Abstand von Personen einhalten zu können, was ja in vollen Zügen nicht möglich ist.

Die Sache ist nur, sie können nicht rollen, aus verschiedensten Gründen:

* Personalmangel (den kennen wir ja bereits)
* Materialmangel (den kennen wir ja bereits)
* Erhöhter Krankenstand durch Überlastung (den kennen wir ja bereits)
* Erhöhter Krankenstand in gewissen Jahresabschnitten (den kennen wir ja bereits)
* Risikogruppe bei COVID-19 (der ist neu)

Den neuen Grund könnte man vielleicht irgendwo verschmerzen, wenn nicht all die anderen, altbekannten Gründe noch existieren würden, die seit Jahren mit sich herum geschleppt werden. Sie sind halt nie wichtig gewesen, weil sie nicht in die Kategorie "Kostensenkung" fallen und die "Kundenattraktivität" fördern sie auch nicht (aus Sicht Management). Das ein Zug ausfällt ist halt Normal und nicht die Ausnahme aus dieser Sicht. (Im Gegensatz zur Kaufhalle, dort muss es alles bis zum Ladenschluss geben auch wenn es dann halt in den Müll muss, weil der letzte Kunde nicht von allen Sachen etwas mitgenommen hat ... und ja der Vergleich hinkt!).

Von daher, die Forderung ist aus meiner Sicht richtig, auch wenn sie, aus Gründen, nicht erfüllbar ist. Aber, wenn die Forderung nicht weiter aufrecht erhalten wird und immer wieder mit Nachdruck erhoben wird, wird es immer bei den Gründen bleiben ... aber ich hoffe das die Grüne endlich einmal wirklich angegangen und abgebaut werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 22.04.2020, 11:49:28
@T4D-Fan

Hast du schon mal einen S-Bahn Hamster in echt angeguckt? Was fällt dir daran auf?

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: frank_le am 22.04.2020, 15:08:39
S 1  Leipzig-Stötteritz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig Miltitzer Allee: Die Züge verkehren im 30-Minuten -Takt mit einzelnen Ausnahmen.
Anmerkung meinerseits: Bei den "einzelnen Ausnahmen" handelt es sich um je eine Taktlücke alle zwei Stunden, da vorübergehend nur drei statt vier Umläufe eingesetzt werden.


Warum lässt man eigentlich nicht die S1 nur zwischen Hbf (oben) und Grünau pendeln. Dort wäre ein 30 Minuten Takt doch am wichtigsten. Ein solcher Takt (3 von 4 Zügen fahren) kann sich doch niemand merken und das verfügbare Personal sollte reichen ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 22.04.2020, 17:49:10
Warum lässt man eigentlich nicht die S1 nur zwischen Hbf (oben) und Grünau pendeln.
Das könnte man auch machen, hat aber den Nachteil, dass die Innenstadtanbindung der S1 dann weg wäre. Deswegen gab es ja im letzten Sommer die Idee der Verknüpfung S1/S6. Das spart auch Umläufe, die Innenstadtanbindung bleibt aber erhalten, wenn auch mit fünf Minuten Wartezeit am Hbf.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 23.04.2020, 10:49:46
Laut Fahrplanauskunft hält man bei den LVB mindestens eine weitere Woche an der blödsinnigen Aufteilung ( /BUS im Werktagsmodus,  /TRAM im angepassten Sonntagsfahrplan) fest. Dass sich damit die meisten Anschlüsse zwischen /TRAM und /BUS in Luft auflösen (selbst bei reinen Anschlusslinien oder dem /SEV.00), nimmt man offenbar gleichgültig hin. Also nichts gegen einen situativ angepassten Fahrplan, aber das jetzige System ist an Idiotie kaum zu übertreffen und mal wieder eine schallende Ohrfeige den verbliebenen Fahrgästen gegenüber ::)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 23.04.2020, 16:32:07
Laut Fahrplanauskunft hält man bei den LVB mindestens eine weitere Woche an der blödsinnigen Aufteilung ( /BUS im Werktagsmodus,  /TRAM im angepassten Sonntagsfahrplan) fest.

Jetzt verlängert bis 15. Mai...  >:(
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Q-terra am 23.04.2020, 16:56:35
Jetzt verlängert bis 15. Mai...  >:(

Wo nimmst Du das Enddatum her?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 23.04.2020, 17:01:57
Ab 18. Mai gibt die Auskunft wieder 10-Min-Takt aus. Heißt natürlich nicht, dass das so bleibt, das weiß ich auch nicht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 25.04.2020, 11:52:06
Also nichts gegen einen situativ angepassten Fahrplan, aber das jetzige System ist an Idiotie kaum zu übertreffen und mal wieder eine schallende Ohrfeige den verbliebenen Fahrgästen gegenüber ::)

Deswegen kann man über die 25% ÖPNV-Anteil als Zielmarke nur Lachen. Das kriegen die nie hin...

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 25.04.2020, 12:43:43
^Ich vermute da ohnehin schon lange einen Tippfehler. 15% erscheinen weitaus stimmiger, das würde auch viel eher damit zusammenpassen wie der Laden seit Jahren agiert.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 25.04.2020, 19:26:07
Ach so, das könnte natürlich auch sein. Derzeit ist man ja bei ca. 18%. Mal sehen, wie lange es dauert, bis man endlich messbar davon runterkommt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie 22 am 27.04.2020, 18:46:45
Seit heute fahren in Erfurt die Straßenbahnen Mo-Fr tagsüber wieder im 10-Minutentakt. Wann geht man in Leipzig wieder dazu über?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 30.04.2020, 11:09:44
Ab 18. Mai gibt die Auskunft wieder 10-Min-Takt aus. Heißt natürlich nicht, dass das so bleibt, das weiß ich auch nicht.

Mittlerweile spuckt die Fahrplanauskunft ab dem 11. Mai auch für die  /TRAM wieder 10-Min.-Takt aus, demnach auch die  /SL.012 wieder und die  /SO.034 E erstmals bis Techn. Rathaus. Zeit wäre es, die Bahnen werden bereits merklich voller.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Stefan156 am 30.04.2020, 16:17:29
Soll es mit zunehmender Zahl der schulbesuchenden Schüler auch wieder die  /SL.018 und  /SL.019 geben?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 30.04.2020, 16:43:38
^ Die Frühtouren fahren bereits seit vergangener Woche wieder, die Rückfahrten kommen dann spätestens am Mittwoch dazu.

Eigentlich unverantwortlich, dass selbst mit schrittweiser Öffnung der Schulen der Rest der Straßenbahnlinien noch immer im Sonntagsbetrieb unterwegs sein wird. Vom Marketing-Effekt ganz zu schweigen ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Q-terra am 30.04.2020, 19:18:49
Im Frühverkehr fahren auf einigen Straßenbahnlinien seit letzter Woche punktuell einige Zusatz-/Kurswagen, die zeitweise den Takt verdichten. Aber eben nicht auf allen und nicht gleichmäßig.
Eine Rückkehr auf den 10-Minutentakt (wenn auch vorerst nur Montag bis Freitag) wäre deutlich besser. Vor allem am Nachmittag sind einige Bahnen gut besetzt unterwegs, zu viel bei den aktuellen Abstandsregeln.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 01.05.2020, 11:58:45
Die BVG in Berlin fährt ab Montag auch wieder das Regelprogramm, in Dresden etalbiert die DVB ein Konstrukt, dass in etwa unserem Ferienfahrplan gleicht, Magdeburg dito. In vielen anderen Städten wird tagsüber bereits seit 1-2 Wochen im Normalbetrieb gefahren. Die LVB sind mit ihren Festhalten am ausgedünnten Straßenbahnverkehr zunehmend allein auf weiter Flur ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 01.05.2020, 12:24:31
Ich werfe mal in den Ring, dass die LVB möglicherweise mit dem Personalbestand "kämpfen" könnten, etwa auch mit vielen Krankschreibungen bei ohnehin schon bestehendem Fahrermangel.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 01.05.2020, 13:53:15
Also in diesem Ausmaß halte ich das für völlig ausgeschlossen, zumal man ja auch schon Kurzarbeit angemeldet hatte. Und wenn ich mich jetzt nicht täusche war die Personalsitation die letzten Monate ja schon deutlich entspannter und selbst wenn es situationsbedingt momentan einen Engpass geben sollte, gibt es Mittel und Wege einen entsprechend angepassten Fahrplan (Ferienfahrplan und/oder Kürzungen im Abend-, Nacht- und Wochenendverkehr) zu etablieren als stur nach Schema F zu fahren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 01.05.2020, 14:17:41
@xXx:

Vielleicht hat man neben den Fahrer/-innen auch die Planer/-innen in Kurzarbeit geschickt. Kann ja sein, dass keiner da ist, sich Gedanken darüber zu machen, wie es besser gehen könnte...

Oberstes Credo der LVB bleibt: Sparten, Sparen und noch wichtiger...Sparen

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Kurs 150 am 03.05.2020, 10:21:26
In der Auskunft bei der Deutschen Bahn ist der Straßenbahn- Fahrplan Leipzig ab 4. Mai im 10er Takt zu finden inklusive  /SO.034 E.
 Obs wohl stimmt ?
Fragt Günter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 03.05.2020, 12:05:39
Da sämtliche "hauseigenen" Auskunftssysteme nichts davon wissen wollen, wohl eher nicht. Hier wird zumindest ab 11.05. Mo-Fr der Ferienfahrplan versprochen (also die /SL.008 nur alle 20 Minuten, die /SL.002 macht das ja momentan eigentlich planmäßig und bei der /SL.010 geht es gerade nicht) und Sa ein angepasster Sonntagsfahrplan mit früherem Einsatzbeginn der "Verstärkerlinien". Mal sehen, ob das wirklich so kommt oder man es wieder mal nach hinten verschiebt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jörg.L.E. am 03.05.2020, 21:07:38
Wenn die LVB die künftige Arbeitsmarktsituation nicht nutzt um ihre Personalengpässe langfristig abzubauen sehe ich künftig schwarz für den Laden. Bei der steigenden Anzahl von Arbeitslosen sollte die LVB "zugreifen". Das gilt für alle Unternehmen, die bisher vom "Fachkräftemangel" schwadroniert haben.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 03.05.2020, 22:08:25
Die Fahrschule bildet aus bis an die Kapazitätsgrenze, was eigentlich kaum zu übersehen ist. Allerdings bewerben sich nun mal auch viele Fahrer auf andere, aus Altersgründen frei werdende Stellen. Und das sind in den kommenden Jahren nicht wenige.

https://www.l.de/karriere/stellenangebote
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 03.05.2020, 22:19:21
Wenn die LVB die künftige Arbeitsmarktsituation nicht nutzt um ihre Personalengpässe langfristig abzubauen sehe ich künftig schwarz für den Laden. Bei der steigenden Anzahl von Arbeitslosen sollte die LVB "zugreifen".
Auf wen sollen die LVB "zugreifen", wenn die potenziell Arbeitslosen keine Lust und/oder keine Befähigung dazu haben, den stressigen Job des Straßenbahnfahrers zu erlernen?? Das ist nicht jedermanns Sache, und wer das nicht wirklich will, sollte es auch bleiben lassen. Jemanden dazu zu "nötigen", sollte man bei solchen Jobs tunlichst sein lassen.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 04.05.2020, 09:04:46
Straßenbahnfahrer vielleicht nicht. Aber Busfahrer?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 05.05.2020, 10:31:19
Zitat
also die /SL.008 nur alle 20 Minuten

Das wäre dann ein Rückschritt. Im Moment fährt sie alle 15 Minuten, und das ist auch gut so, da sie zumindest gestern gegen 14-15 Uhr landwärts Richtung Grünau-Nord ab Angerbrücke für die aktuellen Verhältnisse absolut überfüllt war. Da helfen auch keine langen Bahnen. Der (sonst löbliche) Niederfluranteil lockt etliche Kinderwagen (hinter jeder Tür zwei!), die bis Schönauer Ring fahren (gibt's im Allee-Center schon wieder was zu sehen?) Sämtliche Sitzplätze waren belegt (Doppelsitze glücklicherweise nur einmal), ich habe dann die ganze Tour irgendwie zwischen den Kinderwagen gestanden...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 05.05.2020, 12:03:02
^Ja klar, aber wenigstens würde eine /SL.015 im 10-Minuten-Takt dann doch etliches an Aufkommen abgreifen und mit 9 statt 8 Abfahrten/Stunde wäre es immer noch ein kleiner Zugewinn, von anderen Strecken noch gar nicht gesprochen. Klar eigentlich sollte auch die /SL.008 wieder normal fahren, aber ein "Ferienfahrplan" wäre zumindest irgendwie noch zu rechtfertigen im Gegensatz zum jetzigen wortwörtlichen "Corona-Fahrplan".

Leider begreift man auch wieder nicht oder will es nicht verstehen, dass man mit dem Hinauszögern der Rückkehr zum Normalangebot etliche Kunden womöglich auch dauerhaft vergrault, da mittlerweile wohl kaum noch jemand ernsthaft Verständnis für diesen Sonderweg der LVB hat. Es ist ja nicht nur so, dass die normalen Reiseketten nicht mehr funktionieren, sondern die Wagen sind ja zunehmend auch übermäßig gefüllt bzw. teilweise auch tatsächlich überfüllt, was nochmals mehr Menschen von der ÖPNV-Nutzung abschreckt als momentan ohnehin schon (ob nun gerechtfertigt oder nicht). Stattdessen beruft man sich nebulös auf irgendwelche politischen Entscheidungen, während es sich in Wahrheit um eine rein wirtschaftliche, und zudem ziemlich kurzsichtige Entscheidung der LVB handelt. Aber das kennen wir von denen so ja schon zur Genüge in anderen Belangen ...

(gibt's im Allee-Center schon wieder was zu sehen?)
Keine Ahnung, wie es tatsächlich vor Ort aussieht, aber rein rechtlich darf es seit gestern wieder öffnen, genauso wie viele (fast alle?) anderen Geschäfte und Einkaufszentren stadtweit. Logischerweise nimmt damit auch die Mobilität weiter zu.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 07.05.2020, 14:54:59
Ab Montag sollen wohl die Bahnen auch wieder im 10 min. Takt fahren (zumindest sieht das bei Easy Go danach aus)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 07.05.2020, 15:05:41
LVZ gerade mit einem Bericht, wo Jung sagt, dass die LVB wegen der Auslastung weiterhin bis auf Weiteres im 15-Takt fahren werden. Sollte die Nachfrage unerwartet deutlich steigen, könne man flexibel reagieren.

Zitat
Ungeachtet der Lockerungen blieben die Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr vorerst bestehen. „Wir planen, den 15-Minuten-Takt beizubehalten“, so Jung. Die Verkehrsbetriebe seien jedoch flexibel, sollte sich durch die Öffnung der Schulen ein anderer Bedarf ergeben. Jung: „Derzeit sind wir bei 40 bis 50 Prozent Auslastung.“ Das Straßenbahn- und Busangebot sei aber auf 80 Prozent ausgelegt. „Normalbetrieb ist nach jetzigem Stand nicht notwendig“, so der OBM.
https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Corona-Krise-So-kehrt-Leipzig-zur-Normalitaet-zurueck
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 07.05.2020, 15:50:20
Mal wieder das typische von-der-Wand-bis-zur-Tapete-Denken: Dass momentan viele sich nur ungern in überfüllte Bahnen stopfen wollen oder der ausgedünnte und vollkommen inkompatible Takt für viele Wege gar nicht sinnvoll nutzbar ist, darauf kommt man natürlich nicht  ::)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 07.05.2020, 15:58:21
Jetzt stellt sich nur die Frage, wer eigentlich auf dem aktuellen Stand ist. Die LVB-Fahrplanauskunft (10-Min.-Takt ab Montag) oder der OBM... Da heißt's jetzt rätselraten bs Montag früh?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 07.05.2020, 16:03:45
Der 15er Takt bleibt bestehen, bis offiziell etwas anderes verkündet wird.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 07.05.2020, 16:05:30
Auf die Fahrplanauskunft würde ich nichts geben, die hat in den letzten Wochen eigentlich nie für Zeiträume > 1 Woche gestimmt ...
Bei den Aushangfahrplänen hat sich auch nichts verändert, lediglich der Baufahrplan der /SO.034 verspricht einen 10-Minuten-Takt. Aber ob es dabei bleibt oder am Ende nur die /SO.034 so fährt, who knows ...

Auf jeden Fall langsam ein guter Zeitraum um über eine Kündigung des ABOs nachzudenken.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 07.05.2020, 16:22:56
Auf jeden Fall langsam ein guter Zeitraum um über eine Kündigung des ABOs nachzudenken.
Womit dann auch der bereits erhaltene geldwerte Vorteil aus dem Abo zurückzuzahlen wäre.
Abgesehen von der Übertragbarkeit der meisten Abos und deren großzügige Mitnahmeregelung, müsste das schon sehr genau gegengerechnet werden.

Zitat LVZ:
„Wir planen, den 15-Minuten-Takt beizubehalten“, so Jung. Die Verkehrsbetriebe seien jedoch flexibel, sollte sich durch die Öffnung der Schulen ein anderer Bedarf ergeben. Jung: „Derzeit sind wir bei 40 bis 50 Prozent Auslastung.“ Das Straßenbahn- und Busangebot sei aber auf 80 Prozent ausgelegt. „Normalbetrieb ist nach jetzigem Stand nicht notwendig“, so der OBM."
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 07.05.2020, 16:38:01
Womit dann auch der bereits erhaltene geldwerte Vorteil aus dem Abo zurückzuzahlen wäre.
Abgesehen von der Übertragbarkeit der meisten Abos und deren großzügige Mitnahmeregelung, müsste das schon sehr genau gegengerechnet werden.
Da ich sehr wahrscheinlich ohnehin schon seit geraumer Zeit draufzahle und etliche Fahrten bisher reine Bequemlichkeitsfahrten waren, scheint langsam der Punkt erreicht zu sein, wo sich das lohnt - irgendwie muss man ja seine Unzufriedenheit ausdrücken, da ist der jetzige Corona-Fahrplan nur noch das i-Tüpfelchen. Die paar in Normalzeiten tatsächlich noch nötigen ÖPNV-Fahrten lassen sich mit Einzeltickets kostengünstiger abdecken, als wie jetzt für knappe 10€/Fahrt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 07.05.2020, 17:34:41
LVZ gerade mit einem Bericht, wo Jung sagt, dass die LVB wegen der Auslastung weiterhin bis auf Weiteres im 15-Takt fahren werden.
Jung sollte sich doch mal um die Themen kümmern, von denen der was versteht, auch wenn das nur sehr wenig ist. Seit seiner Wiederwahl und dem Beginn der Corona-Krise ist der doch völlig abgetaucht. Wo sich andere OBM um ihre Bürger kümmern und auch mal unkonventionelle Entscheidungen treffen, kümmert der sich anscheinend nur noch um seinen Übergang in den Ruhestand, wo er doch jetzt dahingehend abgesichert ist...

Weiterhin nur ein nicht zum Busnetz passender 15er Takt geht inzwischen gar nicht mehr. Die Bahnen werden wieder voller, da böte der Regelfahrplan wenigstens die Möglichkeit noch etwas Abstand zu halten, solange die Fahrgastzahlen noch nicht wieder das Vor-Krisen-Niveau erreichen. Und das wird wohl in diesem Jahr auch nicht mehr passieren. Soll solange der 15er Takt bleiben??

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 07.05.2020, 18:10:04
Mal eine Frage zu den Vordertüren bei den Bussen: Wann wird man dort, wie bereits andernorts, wieder vorn einsteigen können? Also (wann) werden die LVB Vorkehrungen treffen, dass das möglich sein wird? Also Plexiglasscheiben o.ä..
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 07.05.2020, 19:47:27
Ja, was jammert man herum.
Es war doch schon vor der Wahl bekannt, dass der OBM nur wenig Interesse für den ÖPNV hat. Hat er ja jahrelang unter Beweis gestellt. Die beiden Kandidatinnen, den man mehr zugetraut hätte, habe ja feige gekniffen. Stichwort Thüringenausrede, so wie heute jeder Corona als Ausrede benutzt, wenn es darum geht, sein eigenes Unvermögen zu begründen. Fällt ja nicht auf, unter den tatsächlichen Fällen, wo dieser Hinweis berechtigt ist.
Ich warte auf dem Tag, wo man die dauerhafte Beibehaltung des 15 Minutentaktes als Errungenschaft verkauft, weil man ja nun weniger Tatras einsetzen muss.

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 08.05.2020, 05:46:56
Ich warte auf dem Tag, wo man die dauerhafte Beibehaltung des 15 Minutentaktes als Errungenschaft verkauft, weil man ja nun weniger Tatras einsetzen muss.

Die beschlossene Fortschreibung des Nahverkehrsplanes mit einem 10-Minuten-Grundtakt ist dir aber schon bekannt, oder?
Man will den ÖPNV in Leipzig ausbauen, oder warum bestellt man zusätzlich 20 NGT10 und möchte bis 2030 eine Milliarde ins Streckennetz/Betriebshöfe investieren?

Ja, die Situation ist derzeit keine einfache. Wenn aber jeder Fahrgast ein Mund- UND Nasenschutz trägt darf man sich auch näher als die 1,50 Meter kommen. Aber ich stimme dem zu, dass man schnellstmöglich zum 10-Minuten-Takt bei der Straßenbahn zurück muss.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 08.05.2020, 08:51:56
Wenn aber jeder Fahrgast ein Mund- UND Nasenschutz trägt darf man sich auch näher als die 1,50 Meter kommen.
Das ist falsch!! Der Mund-Nase-Schutz ersetzt nicht die Abstandsregel. Er dient nur als zusätzliche Absicherung für die Fälle, wo die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Von daher würde die Rückkehr zum 10er Takt es ermöglichen, dass die Abstandsregel in den Bahnen öfter eingehalten werden kann als jetzt. Zumal in den nächsten Tagen und Wochen infolge weiterer Lockerungen mit einer Zunahme der Fahrgastzahlen zu rechnen ist.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 08.05.2020, 08:58:06
Völlig richtig. Wenn aber dann auf den Linien  /SL.002,  /SL.008 und  /SL.014 wie geplant der 20-Minuten-Takt gilt und zudem noch kleinere Gefäßgrößen eingesetzt werden ist das auf den betreffenden Strecken auch kontraproduktiv.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 08.05.2020, 09:28:43
Das ist falsch!! Der Mund-Nase-Schutz ersetzt nicht die Abstandsregel. Er dient nur als zusätzliche Absicherung für die Fälle, wo die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann.

Du musst dich schon einigen, was du sagen willst. Natürlich ersetzt der Mund-Nasenschutz nicht die Abstandsregel, aber er hält die eigenen Tropfen (Corona wird ja über Tröpfchen übertragen) ab. Wenn mein gegenüber auch eine Maske trägt, dann kann man im Notfall (weil die Bahn voll ist) sich kurz auch näher kommen. Das man nach Verlassen der Bahn sich die Hände wäscht (so bald wie möglich) setzte ich jetzt mal voraus.
Aber selbst beim 10-Minuten-Takt kommt man sich in der HVZ sehr nahe, wenn z.B. alle Schüler wieder in die Schulen dürfen.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 08.05.2020, 09:39:27
Man will den ÖPNV in Leipzig ausbauen, oder warum bestellt man zusätzlich 20 NGT10 [...]?
Nun, die 20 "zusätzlichen" Wagen dienen in erster Linie dazu, dass man das Angebot nicht ausdünnen muss, will man komplett auf die Tatras verzichten, denn ursprünglich standen den knapp 115 zu ersetzenden Tatras gerade mal 41 Neuwagen gegenüber. Das hätte also in der Realität sowieso nie funktioniert, erst recht nicht vor dem Hintergrund, dass immer mehr Linien mit Zusatzkursen verkehren müssen, deren Nutzen leider nicht direkt beim Fahrgast ankommt. Also warten wir erst einmal ab, was mit den 20 Wagen tatsächlich passiert und ob es wirklich "zusätzliche" Wagen werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 08.05.2020, 09:42:33
Du musst dich schon einigen, was du sagen willst. Natürlich ersetzt der Mund-Nasenschutz nicht die Abstandsregel, aber er hält die eigenen Tropfen (Corona wird ja über Tröpfchen übertragen) ab. Wenn mein gegenüber auch eine Maske trägt, dann kann man im Notfall (weil die Bahn voll ist) sich kurz auch näher kommen.
Richtig im Notfall, weil man ja erkennbar nicht das ÖPNV-Angebot über Nacht verdoppeln kann, um immer den Abstand einhalten zu können, wenn eines Tages alles wieder halbwegs normal läuft. Leider interpretiert man das hier in Leipzig aber anders und nutzt es als "Freifahrtsschein" um tatsächlich die Abstandsregel zu ersetzen, denn anders ist das Handeln nicht zu erklären, bei der selbst eine durchschnittliche Nachfrage von 50% statt 80% (O-Ton Jung) nicht ausreicht, um das Angebot auf das Normalmaß zu bringen. Komischerweise ist man damit bundesweit praktisch allein auf weiter Flur ...

PS: Zu einem geringeren Teil wird das Virus nach aktuellem Forschungsstand auch direkt über die Luft übertragen, also nicht nur über Tröpfchen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 08.05.2020, 10:10:07
Nun, die 20 "zusätzlichen" Wagen dienen in erster Linie dazu, dass man das Angebot nicht ausdünnen muss, will man komplett auf die Tatras verzichten, denn ursprünglich standen den knapp 115 zu ersetzenden Tatras gerade mal 41 Neuwagen gegenüber. Das hätte also in der Realität sowieso nie funktioniert, erst recht nicht vor dem Hintergrund, dass immer mehr Linien mit Zusatzkursen verkehren müssen, deren Nutzen leider nicht direkt beim Fahrgast ankommt. Also warten wir erst einmal ab, was mit den 20 Wagen tatsächlich passiert und ob es wirklich "zusätzliche" Wagen werden.

Also bei 95 T4D-M plus 10 T4DM2 komme ich auf 105 Wagen, die man bei einer Reserve von 10-20 Wagen für Messe- und Sonderverkehr mit 41 NGT10 ersetzen wollte. Würde knapp passen.

Man braucht zusätzliche Wagen: Im Rahmen meines Studiums habe ich vom VTA erfahren, dass man in der (kompletten) Karli mit drei Linien (also eine weitere) plant. Umsetzung: vielleicht zur neuen Linienvergabe, die 2023/2024 ansteht.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 08.05.2020, 10:24:07
Also bei 95 T4D-M plus 10 T4DM2 komme ich auf 105 Wagen, die man bei einer Reserve von 10-20 Wagen für Messe- und Sonderverkehr mit 41 NGT10 ersetzen wollte. Würde knapp passen.
Plus 4 B4D-NF und die 3 Wagen des Gläsernern = 112 Wagen (ursprünglich hatte ich die 1700 und 1800 auch den M1 zugeschlagen und so doppelt gezählt, daher knapp 115, Mea culpa)

Man braucht zusätzliche Wagen: Im Rahmen meines Studiums habe ich vom VTA erfahren, dass man in der (kompletten) Karli mit drei Linien (also eine weitere) plant. Umsetzung: vielleicht zur neuen Linienvergabe, die 2023/2024 ansteht.
Klar, man plant viel, wenn der Tag lang ist, nur ob es dann auch so kommt, wer weiß das schon. Und gerade in Sachen ÖPNV und LVB haben die meisten Pläne leider eine doch sehr überschaubare Halbwertszeit bzw. einen extrem langsamen Umsetzungshorizont.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 08.05.2020, 13:52:33
Auf jeden Fall langsam ein guter Zeitraum um über eine Kündigung des ABOs nachzudenken.

Das habe ich dieses Jahr nach 15 Jahren gemacht. Aktuell habe ich nur das Abo flex und bin zufrieden. Spart richtig Geld und für die paar Fahrten völlig ausreichend. Ansonsten wird eben ein E-Auto oder Fahrrad genutzt.

ÖPNV nutze ich nur noch sehr selten.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 08.05.2020, 13:58:29
Aber selbst beim 10-Minuten-Takt kommt man sich in der HVZ sehr nahe, wenn z.B. alle Schüler wieder in die Schulen dürfen.

Sowas dürfte nach aktuellen Regelungen gar nicht machbar sein. Jeder der länge als 15 min den ÖPNV dann nutzt ist Kandidat für die APP. Also kann man Risikopatienten die Nutzung des ÖPNV nur abraten bzw. sogar verbieten!


Man braucht zusätzliche Wagen: Im Rahmen meines Studiums habe ich vom VTA erfahren, dass man in der (kompletten) Karli mit drei Linien (also eine weitere) plant. Umsetzung: vielleicht zur neuen Linienvergabe, die 2023/2024 ansteht.

Man schafft es ja nicht einmal einen sauberen 5-min Takt mit gleichen Fahrzeuggrößen abzubilden. Eine  /SL.1111E zwischen Wahren und Dölitz mit NGT12 wäre der Minimalansatz. Schon das bekommt man nicht hin!

Der Laden ist ein hoffnungsloser Fall.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 08.05.2020, 14:54:37
Ab 18. Mai geht die Schule auch wieder los. Wenn dann nicht wenigstens zur HVZ der Normale Fahrplan gilt, ist den LVB wirklich nicht mehr zu helfen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: 1131 am 08.05.2020, 16:20:56
Ab 18. Mai geht die Schule auch wieder los. Wenn dann nicht wenigstens zur HVZ der Normale Fahrplan gilt, ist den LVB wirklich nicht mehr zu helfen.
Beschwerden an den OBM richten und nicht an die LVB
Mfg
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 08.05.2020, 17:20:04
^
Unsinn. Als ob der OBM den LVB vorschreiben würde weiter in diesem unabgestimmten "Fahrplan"-Konstrukt zu fahren. Was man ihm allerdings vorwerfen kann, dass er diesem Spuk kein Ende bereitet, sondern es durch seine Äußerungen sogar noch legitimiert. Insofern gern auch bei ihm beschweren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 09.05.2020, 10:16:55
^
Unsinn. Als ob der OBM den LVB vorschreiben würde weiter in diesem unabgestimmten "Fahrplan"-Konstrukt zu fahren. Was man ihm allerdings vorwerfen kann, dass er diesem Spuk kein Ende bereitet, sondern es durch seine Äußerungen sogar noch legitimiert. Insofern gern auch bei ihm beschweren.
Wissen wir, warum die LVB in dieser Taktung fahren? Vielleicht hängt es auch mit der Bestellung seitens der Stadt zusammen, die den NV ja ausgeschrieben hat und die LVB mit finanziert?

Darf ich noch einmal nach der Fahrerkabine fragen und wann sie so abgeschlossen sein wird, dass man auch vorn wieder einsteigen darf? Andernorts ist das alles schon passiert, inkl. Fahrscheinverkauf beim Fahrer.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 09.05.2020, 11:23:33
Wissen wir, warum die LVB in dieser Taktung fahren? Vielleicht hängt es auch mit der Bestellung seitens der Stadt zusammen, die den NV ja ausgeschrieben hat und die LVB mit finanziert?
Selbst wenn (!) der Auftrag zum Sparen von oben kommen sollte, dann ist die unausgegorene Umsetzung einzig und allein den LVB anzulasten. Ich erinnere noch einmal daran, dass selbst der /SEV.00 oder reine Anschlussbuslinien seit Wochen im 10/20-Minuten-Takt fahren, während die Straßenbahnen alle 15 Minuten fahren. Wie oft dabei vernünftige Anschlüsse herauskommen, kann man sich ausrechnen. Ein Unternehmen, dass seine Kunden nicht nur als notwendiges Übel betrachten würde, würde hier definitiv andere Lösungen finden.

Darf ich noch einmal nach der Fahrerkabine fragen und wann sie so abgeschlossen sein wird, dass man auch vorn wieder einsteigen darf? Andernorts ist das alles schon passiert, inkl. Fahrscheinverkauf beim Fahrer.
Vielleicht gar nicht? Immerhin wäre dies mit einem erheblichen baulichen Aufwand bei der Vielzahl an Bussen verbunden und gerade im Stadtverkehr ist der Anteil der Barzahler eher überschaubarer als im Regionalverkehr. Andere Betriebe gehen ihrerseits auch bereits den Weg den Fahrerbereich und damit die Tür 1 komplett vom Fahrgastraum abzutrennen, um so wenigstens die ersten Sitzreihen wieder zugänglich zu machen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 10.05.2020, 12:41:26
. Wie oft dabei vernünftige Anschlüsse herauskommen, kann man sich ausrechnen.
Zitat


Beim 10 Minuten Takt sind es meistens immerhin 2 von 4, das heißt jede Halbe Stunde hat man einen vernünftigen Anschluss. Im 20 Minuten-Takt stimmt es bei 1 sehr gut und meistens bei einem anderen noch halbwegs okay. (Details erspare ich mir, die sind in jeder Fahrplanauskunft nachzulesen)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 11.05.2020, 11:50:26
Bei den Aushangfahrplänen hat sich auch nichts verändert, lediglich der Baufahrplan der /SO.034 verspricht einen 10-Minuten-Takt.
Gerade mal geschaut. Exakt diese Pläne hängen auch an den Haltestellen aus, gefahren wird natürlich trotzdem nur alle 15 Minuten ... Ohne Worte
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 14.05.2020, 17:57:55
Ab Montag soll der Schulbetrieb wieder im großen Umfang starten. Wann gedenkt die LVB aus dem Winterschlaf aufzuwachen?

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: frank_le am 14.05.2020, 18:43:54
In der 11 heute gegen 17:30 Richtung Wahren war kuscheln angesagt. 15 Minuten anstatt 5 Minuten-Takt (Die 10 fährt ja auch am Bedarf vorbei) ist eine Zumutung in diesen Zeiten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 14.05.2020, 18:45:17
Am besten direkt mit einigen sachlichen, aber deutlichen Worten den LVB melden, evtl. Hilft das ja.

@Sven evtl. muss die Straßenbahn sich erst zur Virenschleuder entwickeln., ehe etwas passiert Dass hier die Empfehlungen des RKI missachtet werden, ist für meine Begriffe grob fahrlässig. Wäre die Maske das Allheilmittel, bräuchte man ja die ganzen Kontaktbeschränkungen nicht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: 2198 am 14.05.2020, 19:36:04
Wieso?

Ähnlich wie in den Grundschulklassen fahren jeden Tag nur die selben Personen im selben Straßenbahnwagen und bilden eine geschlossene Gruppe, bis sie sich in der Schule oder am Arbeitsplatz mit den Mitgliedern der nächsten geschlossenen Gruppe treffen.
Vor dem Einstieg wird beim Fahrer schriftlich erklärt, frei von Coronaviren bzw. -symptomen zu sein.
Spätestens nach zehn Minuten setzt dann der Wagenzug seine Fahrt zur nächsten Haltestelle fort.
Also keinerlei Probleme, die Coronakrise ist vorbei und nun wird ständig gelockert, ohne dass die Organisation nachkommt. Hoffentlich bleibt der Bumerang aus.

2198
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 14.05.2020, 19:37:48
Ich hoffe, dass ist Ironie.  ???
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: 2198 am 14.05.2020, 19:52:50
Ja, zumindest was die Schule betrifft, bittere Ironie.

Wenn ich sehe, welches Tamtam man erst gemacht hat und es nun darauf hinausläuft, die Grundschulkinder innerhalb ihrer Klasse ohne großartige Schutzmaßnahmen zu unterrichten, wird mir bange.
Irgendwie bekomme ich das Gefühl stümperhafter, übereilter Lockerungen an manchen Stellen nicht los. Oder ist es die Erkenntnis, es gar nicht anders bewerkstelligen zu können, weil schon zuvor ständig Lehrer fehlten und manche Vorkehrungen praktisch nicht durchführbar sind?

Jedenfalls missfallen mir die ständig scheibchenweisen Lockerungen, die dann recht schnell nach Bekanntgabe möglich sind, aber mitunter kaum Zeit für eine vernünftige Organisation lassen.
Diesbezüglich wird sich zeigen, wie schnell das L auf den zu erwartenden Mehrverkehr reagieren wird.

2198
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 14.05.2020, 20:02:36
Ja, die kurzfristigkeit und wenig Durchdachtheit bzgl. der umsetzbarkeit der Lockerungen ist schwierig. Allerdings gewinnen die Mediziner jetzt Überblicke, wie das Virus wirkt und können dadurch gezieltere Maßnahmen ergreifen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 14.05.2020, 20:32:24
Die Straßenbahnen und Busse sind jedenfalls mehr durchlüftet als jeder geschlossene Raum, wo sich mehrere Personen über einem längeren Zeitraum aufhalten. Kurios dabei und mehrmals selbst erlebt in den letzten kalten Nächten, die Heizung wird ausgeschalten.👇 Bei längerer Wartezeit an der Endstelle sicher vertretbar, aber nicht während der Fahrt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 15.05.2020, 08:30:01
Ich glaube nicht, dass man in den 2 Wochen, bevor Goerdelerring Phase 2 startet, nochmal den Fahrplan ändert.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 15.05.2020, 10:21:47
Und dafür wird die Ansteckungsgefahr stark erhöht?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 15.05.2020, 10:32:48
Ich glaube nicht, dass man in den 2 Wochen, bevor Goerdelerring Phase 2 startet, nochmal den Fahrplan ändert.
Ich gehe mal davon aus, dass der Umleitungsverkehr einst für einen normalen werktäglichen Verkehr geplant wurde und selbst Stadionverkehr mit bedacht wurde. Für den UL-Verkehr ist es sicher nicht von Nachteil, dass es keinen Veranstaltungsverkehr bis zum Ende der BM geben wird.

Vor dem Einstieg wird beim Fahrer schriftlich erklärt, frei von Coronaviren bzw. -symptomen zu sein.
Bitte nicht vergessen: Formular ausfüllen, in dem mindestens auch Adresse und Telefonnummer hinterlegt werden.  8-) Das alles natürlich vorn beim Fahrer, beim Einstieg, der nach wie vor nicht! vor Ansteckung mittels Plexiglas o.ä. geschützt wird.

Ehrlich gesagt: Im Vergleich zu manch anderem Verkehrsverbund in der sächsischen Provinz wirkt die LVB provinzieller, als bspw. der VMS.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sankt Georg am 15.05.2020, 11:38:17
Jedenfalls missfallen mir die ständig scheibchenweisen Lockerungen, die dann recht schnell nach Bekanntgabe möglich sind, aber mitunter kaum Zeit für eine vernünftige Organisation lassen.
Diesbezüglich wird sich zeigen, wie schnell das L auf den zu erwartenden Mehrverkehr reagieren wird.

Die Einen fanden die Maßnahmen übertrieben und den Anderen sind die Lockerungen zuviel. Allen kann man es eh nicht Recht machen.

Die Frage ist wie viel Vorlaufzeit benötigt die LVB um den normalen 10 min Takt wieder zu fahren?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 15.05.2020, 11:46:19
Ich glaube nicht, dass man in den 2 Wochen, bevor Goerdelerring Phase 2 startet, nochmal den Fahrplan ändert.

Das ist trotzdem Wahnsinn, da wie gesagt eine Maske die Abstandsregel nicht außer Kraft setzt.

Ein Glück das ich auf die LVB verzichten kann und es auch konsequent weiterhin werde.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 15.05.2020, 11:52:32
Die Frage ist wie viel Vorlaufzeit benötigt die LVB um den normalen 10 min Takt wieder zu fahren?
Da es in erster Linie am Willen scheitert, ist das eine rein hypothetische Frage. Es gibt mittlerweile praktisch keinen größeren Betrieb in Deutschland mehr, der ein derart eingeschränktes Angebot fährt, wie es die LVB hier in Leipzig beim Straßenbahnverkehr praktizieren. Ein Großteil fährt bereits längst wieder den Normalfahrplan, obwohl es in anderen Bundesländern teilweise sogar noch weniger Lockerungen im öffentlichen Leben gibt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 16.05.2020, 10:30:24
In der LVZ heute: Die Stadt rechnet mit 20 Mio. Verlust in diesem Jahr bei den LVB. Ob "L" das komplett ausgleichen kann angesichts sinkender Energiepreise, ist noch nicht klar. Angekündigt wird, wohl nach Pfingsten auf  /SL.007 /SL.011 /SL.015 auf 10' zu wechseln. Wie es bei den anderen  /TRAM aussieht, müsse man beobachten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 16.05.2020, 11:24:19
Irgendwie scheint man bei den LVB so langsam den Durchblick zu verlieren. Laut Aushangfahrplänen soll der  /SEV.00 für die Linien  /SL.001 und  /SL.002 ab 10Uhr alle 7/8 Minuten fahren, tatsächlich passiert das erst ab 12:30 Uhr. Wenigstens in den elektronischen Plänen ist es richtig angegeben.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 16.05.2020, 11:58:31
In der LVZ heute: Die Stadt rechnet mit 20 Mio. Verlust in diesem Jahr bei den LVB. Ob "L" das komplett ausgleichen kann angesichts sinkender Energiepreise, ist noch nicht klar. Angekündigt wird, wohl nach Pfingsten auf  /SL.007 /SL.011 /SL.015 auf 10' zu wechseln. Wie es bei den anderen  /TRAM aussieht, müsse man beobachten.
Da sieht man mal wieder den Stellenwert, den der ÖPNV in dieser Stadt einnimmt. Andere Verkehrsunternehmen haben doch sicherlich auch Verlust gemacht und fahren trotzdem fast alle wieder einen weitgehend oder vollständig normalisierten Fahrplan. Nur hier in Leipzig scheint das partout nicht zu gehen und je länger man dieses "Angebot" fährt, umso mehr Kunden wird man damit vergraulen, denn auch und gerade in Krisenzeiten gilt: Angebot bestimmt die Nachfrage.

Ich für meinen Teil habe bereits die Konsequenzen gezogen und werde demnächst leider (!) helfen den Verlust der LVB zu vergrößen. Man will es ja offenbar nicht anders ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 16.05.2020, 12:02:45
Nur mal interessehalber: Hat jemand schon mal die außerplanmäßigen Verstärkerbahnen beobachten können?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 16.05.2020, 12:58:04
Angekündigt wird, wohl nach Pfingsten auf  /SL.007 /SL.011 /SL.015 auf 10' zu wechseln. Wie es bei den anderen  /TRAM aussieht, müsse man beobachten.

Auf der  /SL.016 wäre ein 10er Takt auch angebracht.
Gleich noch eine Frage: Fährt die  /SL.016 ab 30. Mai wieder mit NGT12 oder belässt man es mit NGT10?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tw 2625 am 16.05.2020, 13:40:31


Ich habe mal bei Easy.Go und der Fahrplanauskunft einen Blick an verschiedene Haltestellen geworfen, für den 03.06.2020, zwischen 6 Uhr und 8 Uhr.

 /SL.001 /SL.002 /SL.003 aller 15 Minuten
 /SL.007 /SL.015 aller 10 Minuten
 /SL.008 aller 20 Minuten
 /SL.016 /SO.032 /SO.039 aller 30 Minuten!

Allerdings wird auch die /SL.014 noch fälschlicherweise mit angezeigt. Da kann man nur hoffen, dass es sich hierbei nur um einen Datenfehler oder so handelt.  :'( :(
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 16.05.2020, 16:10:52
^
Danke, aber ich meinte eigentlich die operativ eingesetzten Verstärkerbahnen, die angeblich schon seit Wochen zum Einsatz kommen, wenn es auf bestimmten Streckenabschnitten zu Überfüllungen kommt. Wäre mal interessant zu erfahren, wie, wann und wo das tatsächlich praktiziert wird, falls es das überhaupt wird.

/SL.016 /SO.032 /SO.039 aller 30 Minuten!

Allerdings wird auch die /SL.014 noch fälschlicherweise mit angezeigt. Da kann man nur hoffen, dass es sich hierbei nur um einen Datenfehler oder so handelt.  :'( :(
Sicherlich. Die Auskunft ist momentan eigentlich für alles > 1 Woche nicht zu gebrauchen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 19.05.2020, 10:39:46
Die geplanten Ausweitungen auf diesen 3 Linien sind zwar eine  Kafeebohne in die Richtige Richtung mehr aber auch nicht. In der  /SL.002 Abfahrt  Neues Rathaus 10:35 war der Abstand nicht  einzuhalten. Ging zwar ab Rosenthal-Str wieder, aberin Coronazeiten sollte das nicht  passieren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 19.05.2020, 11:08:36
Der Abstand ist augenscheinlich schon länger nicht mehr einzuhalten und genau das scheint auch gewollt bzw. zumindest akzeptiert zu sein. Sah gestern auch eine vollgestopfte /SO.034 - hier aber auch erst recht kein Wunder, denn auf dem Ostabschnitt fehlt ja gleich ein Großteil der üblichen Kapazität. Glücklicherweise gibt es momentan in Leipzig kaum aktive Fälle, sodass man das Roulettespiel seitens der LVB weitgehend risikolos spielen kann. Die Auswirkungen auf den Stellenwert des ÖPNV im Leben vieler Nutzer werden trotzdem auf Jahre hinaus ziemlich verherrend sein ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 19.05.2020, 16:48:45
Kaum altive Fälle  wissen wir leider nicht. Es gibt auch symptomfrei erkrankte... Leider scheint die Gesundheit hier nicht an erster Stelle zu stehen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 19.05.2020, 20:43:31
Leider scheint die Gesundheit hier nicht an erster Stelle zu stehen.

Es zählt nur der eigene Erfolg und die Boni.

Welcher Chef eines ÖPNV-Unternehmens fährt denn aktuell mit den Fahrzeugen seines Betriebes und versteht die Notwendigkeit, den Takt zu verdichten?

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 19.05.2020, 21:36:57
Kaum altive Fälle  wissen wir leider nicht. Es gibt auch symptomfrei erkrankte...
Ja schon, aber in den letzten 7 Tagen wurden in Leipzig ganze 8 Fälle aktenkundig. Selbst wenn wir großzügig eine sehr hohe Dunkelziffer von 90% unentdeckten Fällen annehmen, bleibt die Wahrscheinlichkeit sich momentan im ÖPNV anzustecken doch in etwa ähnlich hoch wie der sprichwörtliche Sechser im Lotto. Was sich natürlich schnell ändern kann, wenn neue Fälle eingschleppt werden oder es irgendwo in der Stadt einen Ausbruch gibt.

Leider scheint die Gesundheit hier nicht an erster Stelle zu stehen.
Nein, das definitiv nicht. Es geht hier einzig und allein um eine Kostenreduktion auf dem Rücken (um nicht Lunge zu sagen...) der Fahrgäste.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 19.05.2020, 22:34:33
Es läuft doch super für den OBM und Stadtverwaltung mit der ihr hörigen Kombinatsleitung.
Sinkende Fahrgastzahlen, Taktausdünnung. Wenn man das noch ein bisschen durchhält, erledigt sich doch die leidige Diskussion zu den lästige Streckenausbauten von ganz alleine.
Und dann kann man wieder in den gut geübten Trott zurück, mit Kostensparen. Am besten aller paar Jahre eine Strecke einstellen. Und da gibt es doch fantastische Kandidaten.
Wir können ja Hitliste anfangen:
Ich biete als Topkandidat Plagwitz. Kann man doch super mit dem Batteriebus erschließen, der gleich zum Hafen weiterfährt, aber nur aller 30 Minuten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 20.05.2020, 08:58:43
Es zählt nur der eigene Erfolg und die Boni.
Genau. Es geht nur darum, dass die da oben sich die Taschen voll machen.
*Achtung Ironie*
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 20.05.2020, 12:27:35
Neue Ausrede und viel hohes Geschwafel dazu:
https://www.l-iz.de/wirtschaft/mobilitaet/2020/05/LVB-Strassenbahnen-gehen-erst-am-2-Juni-wieder-auf-10-Minuten-Taktung-332189
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: elnbb am 20.05.2020, 13:15:34
Wie sich der Verkehr in Leipzig entwickelt hat, verglichen mit Prag und Moskau:

Studie: Öffentlicher Nahverkehr bricht ein durch Corona-Krise
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/greenpeace-studie-autoverkehr-corona-100.html (https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/greenpeace-studie-autoverkehr-corona-100.html)

Ausgebremst: Wie Corona den Verkehr lahm legt
https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/politik/verkehr-corona-100.html
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 20.05.2020, 18:20:04
Nun sind die Fahrpläne gültig ab 2.6. online: https://www.l.de/verkehrsbetriebe/fahrplan (https://www.l.de/verkehrsbetriebe/fahrplan)

Tante Edith bemerkt, dass es ab 2.6. auf der  /SL.016 so ca. zwischen 7 und 8:30 Uhr einen 7,5-Minuten-Takt gibt, danach dann 15'-Takt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 27.05.2020, 12:35:02
Während man in Leipzig nach Pfingsten also ganze 3 Linien wenigstens Mo-Fr wieder in den Normalfahrplan überführt (im Gegenzug aber dafür mit der /SL.008 eine andere Linie sogar noch weiter ausdünnt!), wechseln die momentan noch geringfügig eingeschränkten Betriebe in Magdeburg und Dresden vollständig bzw. nahezu vollständig in den Normalfahrplan. Anderswo gilt dieser ja bekanntlich schon seit teilweise über einem Monat wieder. Der hiesige Service-Champion bleibt seiner Spitzenposition also treu bzw. kann sie sogar noch weiter ausbauen - wenn das kein Grund zum Feiern ist ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 27.05.2020, 13:48:18
Naja, wenigstens giibt es auf dem Ast Grünau-Waldplatz 1 Bahn mehr pro Stunde mehr, hoffentlich wird die  /SL.015, vor der keine  /SL.008 kommt dann mit NGT12 fahren.
Mal sehen, was dann auf den Linien im 15-Minuten-Takt passiert, wenn  dann einige Bahnen dann Umsteiger von 2 Fahrten von Linien im 10-Minuten-Takt  aufnehmen können.
Ich für meinen Teil bin inzwischen dazu übergegangen, wo möglich die S-Bahn, die im Normaltakt fährt und wo die Abstandsregel meistens - außer in der Spitzen-HVZ einzuhalten scheint (so jedenfalls meine Erfahrung), als Parallelverkehr zu nutzen.

Noch ein Bericht aus der  /SL.015. Selbst um 12:45 also fernab jeder HVZ war in Probstheeida (!) Richtung Meusdorf der Abstand nur schwer einzuhalten. Da kann sich jeder denken, wie es in der Innenstadt aussah.  >:(
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 27.05.2020, 13:52:06
Selbst letzte Woche in der  /S5X von Halle nach Leipzig um 14 Uhr alle Sitzplätze belegt und einzelne standen. Da scheint schon mehr oder weniger Normalität eingekehrt zu sein. ;)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 27.05.2020, 17:59:39
Schön ist ja auch das offizielle Framing der Maßnahmen ab 02.06.2020: "LVB verstärken ihr Angebot" - Julian Reichelt wäre sicher stolz auf solche Mitarbeiter  ::)

https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/verkehrsbetriebe-verst%25C3%2583%25C2%25A4rken-ihr-angebot-zahlreiche-neuerung-durch-baustellen_1777
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 27.05.2020, 18:44:32
Nur zur Info, die letzten Einschränkungen im Bahnverkehr bei DB Regio Südost in den drei mitteldeutschen Bundesländern laufen zum 01.06.2020 aus, ab dann fahren alle S-Bahn-, RB- und RE-Linien der DB Regio Südost wieder nach Regelfahrplan.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 27.05.2020, 20:00:10
Kann also jetzt der Ausfall des Personals mit Zugehörigkeit zur risikogruppe kompensiert werden? Oder wird es etwas instabiler?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 27.05.2020, 21:12:26
Mein Erfahrungsbericht, der letzten Tage:

Bin in den letzten Tagen zu unterschiedlichen Zeiten mit der  /SL.016 gefahren.
In der Regel ist die im Südabschnitt (bis Johannisallee) eher mäßig bis normal besetzt, also vielleicht 10 bis 20 Fahrgäste.
Gibt aber auch einzelne Fahrten die stärker besetzt sind.

Könnte der 15 min. Takt bei einigen Linien (z.B.  /SL.002,  /SL.010 und  /SL.016) auch bis Ende der Sommerferien gelten?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 27.05.2020, 21:13:10
Kann also jetzt der Ausfall des Personals mit Zugehörigkeit zur risikogruppe kompensiert werden?
Nachdem die Ansteckungsgefahr durch zusätzliche Schutzmaßnahmen (tägliche Desinfektion der Führerstände, Mundschutz im Zug und im Führerraum, wenn sich dort im Ausnahmefall neben dem Lokführer noch ein weiterer Mitarbeiter aufhalten muss) minimiert wurde, sind fast alle betroffenen Kollegen wieder im Dienst.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 27.05.2020, 22:57:23
Könnte der 15 min. Takt bei einigen Linien (z.B.  /SL.002,  /SL.010 und  /SL.016) auch bis Ende der Sommerferien gelten?
Sehr wahrscheinlich sogar, besonders bei manchen doch etwas stark am Bedarf vorbei umgeleiteten Linien. Und selbst danach wäre ich mir keineswegs sicher, dass man wieder den kompletten Normalfahrplan aktiviert. Aber das ist momentan reine Spekulation angesichts der unklaren Entwicklung der Pandemie, von Schulöffnungen, dem Nutzerverhalten etc. Nur eins ist recht klar, die Verkehrswende fährt man gerade restlos gegen die Wand...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 28.05.2020, 15:01:00
Nur mal interessehalber: Hat jemand schon mal die außerplanmäßigen Verstärkerbahnen beobachten können?
Ea gibt sie tatsächlich. 15:00 am Südplatz  /SL.11E  Richtung  Wahren. Mit 2123- 2195 -939Trotz der  kurzfristigen  Ankündigung  erst kurz vot der Abfahrt in  Lößnig im vorderen  Wagen sehrvoll, die anderen  gingen noch.

Tante Edith sagte gerade noch, dass sie um 16:10 auf die darauf folgende  /SL.011 aufgelaufen am Südplatz  gesehen wurde.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 28.05.2020, 17:46:09
^
Danke! Ich hatte anschließend mal spaßeshalber in die Abfahrten am Hauptbahnhof reingeschaut. Da waren innerhalb der nächsten Stunde zwei Fahrten der /SL.11E und eine /SL.003 als "Zusatzfahrt" eingeplant. Ein System dahinter, also besonders bei der /SL.11E, hat sich mir aber nicht erschlossen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: NGT10 XL am 28.05.2020, 18:57:41
https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/linien-3-7-55-bedienen-zur-erdbeerernte-zusaetzliche-haltestelle-_1779

Laut Artikel soll es eins  /BUS 55 zur Erdbeerzeit über Falkenstraße geben. Wie die wohl fährt? ???
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 28.05.2020, 19:00:09
https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/linien-3-7-55-bedienen-zur-erdbeerernte-zusaetzliche-haltestelle-_1779

Laut Artikel soll es eins  /BUS 55 zur Erdbeerzeit über Falkenstraße geben. Wie die wohl fährt? ???

könnte dieser sein: https://reiseauskunft.insa.de/bin/traininfo.exe/dn/866754/385610/254354/161741/80?protocol=https:&CMS_AppId=stb&&input=11544&boardType=dep&time=07:14&maxJourneys=20&dateBegin=28.05.20&dateEnd=12.12.20&selectDate=period&productsFilter=1111111111&dirInput=&backLink=sq&
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 28.05.2020, 19:13:17
Bin gespannt wie viele Schüler von der Möglichkeit Gebrauch werden machen, um sich da vor der Schule noch ihre Pausenverpflegung aufbessern zu können ... :D
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: elnbb am 30.05.2020, 10:25:16
Ab Pfingsten kehrt die DB komplett zum Normalfahrplan zurück:

DB fährt im Nahverkehr wieder 100 Prozent und verstärkt Hygienemaßnahmen
https://www.deutschebahn.com/pr-leipzig-de/aktuell/presseinformationen/DB-faehrt-im-Nahverkehr-wieder-100-Prozent-und-verstaerkt-Hygienemassnahmen-5245402?contentId=1315022
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 02.06.2020, 08:43:17
Ich nominiere hiermit offiziell die LVB als "Corona-Sau des Monats".

Die bringen es nicht nur fertig, anlässlich der zahlreichen Lockerungen den Takt auf der Linie /SL.008 von 15 auf 20 Minuten zu reduzieren, sondern auch noch die "Gefäßgröße" von LL+LL auf NGT8 zu verschlechtern. Da habe ich ja noch Glück, dass nicht nur ein Einzel-Tatra im Stundentakt fährt...

Und ja, ich bin einer der Idioten, die an der Endstelle "Grünau-Nord" wohnen und auch dort ein- und aussteigen wollen, denen also Verbesserungen auf der 15 oder sonstwo überhaupt nichts nutzen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: thomas15e am 02.06.2020, 09:57:55
Hallo Andre
Die Tram 8 ist nun mit deren ein Kürzung zum W.-Leuschner platz zu einer " Stummellinie" geworden und dient  zur Verstärkung der Tram 15 im Westen 
weil nun die Hauptlinie 15 nun alle 10 min fährt ,ist  der 20 min Takt ausreichend.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 02.06.2020, 09:58:16
Und ja, ich bin einer der Idioten, die an der Endstelle "Grünau-Nord" wohnen und auch dort ein- und aussteigen wollen, denen also Verbesserungen auf der 15 oder sonstwo überhaupt nichts nutzen.
Rein vom Platzangebot betrachtet gab es auf dem gemeinsam von /SL.008 und /SL.015 bedienten Abschnitt überhaupt keine Verbesserung, aufgrund des nun zwangsläufig entstandenen Hinketaktes könnte man sogar vom Gegenteil sprechen ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 02.06.2020, 10:48:17
Zitat
dient  zur Verstärkung der Tram 15 im Westen

Nur, dass die  /SL.008 zwischen  /HS Grünau-Nord und Schönauer Ring die EINZIGE Linie ist und ab Freitag (?) auch zwischen Angerbrücke und Wilhelm-Leuschner-Platz, da dann die  /SL.014=/SO.032 wieder über die Käthe-Kollwitz-Straße fährt. (Das Umsteigen am Waldplatz in die Bauumleitungen /SL.010 oder /SO.039 ist aufgrund der Haltestellenlage, zum Teil ohne Sichtbeziehung keine Alternative).

Und die  /SL.015 wurde doch durch die Rückkehr vom 15-Minuten- zum 10-Minuten-Takt schon gestärkt?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 02.06.2020, 11:56:19
Die bringen es nicht nur fertig, anlässlich der zahlreichen Lockerungen den Takt auf der Linie /SL.008 von 15 auf 20 Minuten zu reduzieren, sondern auch noch die "Gefäßgröße" von LL+LL auf NGT8 zu verschlechtern.
Auf dem Ostabschnitt laufen ganz dolle neue Fahrzeuge vom Typ "NULL". Nichts, njeda, alles rein in die volle /SL.007...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 02.06.2020, 22:08:36
Nur, dass die  /SL.008 zwischen  /HS Grünau-Nord und Schönauer Ring die EINZIGE Linie ist und ab Freitag (?) auch zwischen Angerbrücke und Wilhelm-Leuschner-Platz, da dann die  /SL.014=/SO.032 wieder über die Käthe-Kollwitz-Straße fährt. (Das Umsteigen am Waldplatz in die Bauumleitungen /SL.010 oder /SO.039 ist aufgrund der Haltestellenlage, zum Teil ohne Sichtbeziehung keine Alternative).

Und die  /SL.015 wurde doch durch die Rückkehr vom 15-Minuten- zum 10-Minuten-Takt schon gestärkt?

Vor allem ist dieser Eckanschluss wichtig, da die Ehrenrunde über Zoo und Wilhelm-Liebknecht-Platz richtig Zeit frisst und wer von Westen Richtung Süden möchte auf die  /SL.010 angewiesen ist. Ich hatte letzte Woche zwei Turnschuhanschlüsse zwischen  /SL.007 und  /SL.010

Mache ich nicht noch mal! Die LVB sind für mich Geschichte. Eine solche Leistungsverweigerung ist eine Frechheit. Ich bleibe bei Fahrrad und Auto. Selbst bei einem 365€-Ticket können die mich .... (mal gerne haben  >:( )

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 05.06.2020, 14:25:44
Meldung aus dem MDR-Ticker für Sachsen (https://www.mdr.de/sachsen/corona-virus-sachsen-ticker-freitag-fuenfter-juni-100.html) von heute früh 7:05 Uhr:

LVB fährt aus der Krise
Die Fahrgastzahlen bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) steigen wieder. Wie LVB-Sprecher Marc Backhaus sagte, liegt die Auslastung in Bus und Bahn derzeit bei etwa 60 Prozent des normalen Niveaus. Wegen der Corona-Krise lag der Wert zuletzt nur bei 10 bis 20 Prozent.

Auch die Ticketverkäufe sind wieder angestiegen. Nach LVB-Angaben hat sich der Umsatz im Vergleich zum April etwa verdreifacht. Die Leipziger Verkehrsbetriebe rechnen durch die Corona-Krise in diesem Jahr mit einem Verlust von etwa 18 Millionen Euro.


Wird also Zeit endlich wieder auf den 10er Takt auf allen Linien umzusteigen.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 05.06.2020, 18:08:49
Wird also Zeit endlich wieder auf den 10er Takt auf allen Linien umzusteigen.

Hallo Peter,

das ist deine Interpretation. Ob diese von den Entscheidungsträgern bei der LVB geteilt wird? Man hat doch schliesslich erst 60% Auslastung... ::)

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 06.06.2020, 18:31:31
Na hoffentlich ist das nicht ausschlaggebend! Denn die Abstände sollten in der nächsten Zeit auch nicht zu gering ausfallen. Außerdem leidet die Brauchbarkeit des Netzes insgesamt, wenn hier und da völlig inkomplatible Takte und/oder Anschlüsse bestehen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 07.06.2020, 13:42:08
Die Verweigerung vom OBM und LVB die Realität anzuerkennen und wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen ist  bemerkenswert. Wäre auch interessant, was rechtlich passieren würde, wenn sich ein Fahrgast in der Bahn oder in einem Bus infiziert und das nachweisen kann.  Es gibt Stimmen, die das ganze dann als Körperverletzung werten würden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 07.06.2020, 17:47:47
60 % Auslastung im Verhältnis zum "normalen 100%igen Betrieb" oder 60% Auslastung im jetzigen "irgendwie so 75%(?)igen Betrieb"?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 07.06.2020, 19:12:03
Ich vermute, die 60%  sind als Angabe besetzter Platz geteilt durch verfügbarer Platz zu sehen
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 07.06.2020, 19:34:32
...Durch die Öffnung des gesellschaftlichen Lebens Ende Mai verzeichnet das stadteigene Unternehmen jetzt aktuell etwa 60
Prozent der sonst üblichen Nachfrage – zuvor war das Fahrgastaufkommen auf etwa 20 Prozent des normalen Niveaus
gesunken....

Quele: LVZ+

Also im Vergleich ohne Corona.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 07.06.2020, 20:02:07
Dann könnte ja die geringere Auslastung auch am geringeren Angebot liegen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 07.06.2020, 20:07:07
Die Spitzenzeiten scheinen sich auch zu verlagern. Mehr in den frühen Nachmittag was Fahrgastzahlen, als auch zunehmenden MIV betrifft. Schon am frühen Abend wird es wieder recht schnell ruhig im Vergleich zu vorher. Im Abendverkehr gibt es zur Zeit wahrscheinlich die höchsten Rückgänge.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 07.06.2020, 20:29:53
Dann könnte ja die geringere Auslastung auch am geringeren Angebot liegen.
Selbstverständlich macht dies einen nicht zu vernachlässigenden Effekt aus. Aber selbst bei 100% Angebot wird man noch lange von der früheren Nachfrage entfernt bleiben. Einerseits weil die entsprechenden Fahrtgründe momentan und evtl. auch längerfristig ersatzlos entfallen (geschlossene Locations bzw. ausfallende Veranstaltungen, Homeoffice, eingeschränkter Schulbetrieb, etc.) und andererseits weil sich in der Krisenzeit auch etliche (ehemalige) Fahrgäste auf andere Verkehrsmittel verlagert haben. Sei es aus Angst vor einer Ansteckung und/oder weil sie erkannt haben, dass sich die meisten Wege auch ohne ÖPNV abwickeln lassen. Besonders die letzteren Gruppen wird man nur schwer wieder zurückgewinnen können. Und je länger man jetzt mit der Rückkehr in den Normalbetrieb wartet, umso größer werden diese Verluste auch werden und umso beschwerlicher wird der Weg zurück zum Vorkrisen-Niveau. Gerade hier hätte die Einführung des nun endgültig(?) gestoppten 365€-Tickets im kommenden Jahr ansetzen können, da man nun wohl erstmal gewisse Kapazitätsreserven im Normalbetrieb für "neue" Fahrgäste haben dürfte.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 07.06.2020, 20:46:24
Passend dazu:
https://www.tagesschau.de/inland/corona-krise-nahverkehr-101.html
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 08.06.2020, 02:24:44
Findet eigentlich das Desinfizieren der Fahrzeuge an den Endstellen noch statt? Oder hat man dies zugunsten der Fahrausweisprüfung wieder eingestellt?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 08.06.2020, 16:44:49
Marc Backhaus, LVB, gestern Abend bei mdr Aktuell: "Damit sich die Fahrgäste wohlfühlen, seien die Hygieneregeln das A und O. Auch wir versuchen das sicherzustellen, indem wir dann auch in unseren Fahrzeugen auf die Maskenpflicht hinweisen..."

Einhaltung der Hygieneregeln durch Vollstopfen der Bahnen, weil bei 60% Nachfrage auf vielen Strecken auch nur 60% der planmäßigen Kapazitäten gefahren werden?? Wie wäre es denn dafür zu sorgen, dass auch die viel wichtigeren Abstandsregeln so weit wie möglich eingehalten werden können, damit sich die Fahrgäste sicherer fühlen?? Aber Hauptsache der Typ kann seinen großen gelben Regenschirm in die Kamera halten, während er seine Fahrgäste im Regen stehen lässt... >:(

Auch nicht besser ein OBM, der seit Beginn der Krise weitgehend auf Tauchstation ging, wenn es um das Wohl seiner Bürger geht... >:(

Guckst Du: mdr-aktuell (https://www.ardmediathek.de/mdr/video/mdr-aktuell-21-45-uhr/oeffentlicher-nahverkehr-wird-wieder-staerker-genutzt/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8yMWIzMTc0MS05Y2Y2LTRiNWMtYjkzZS1hN2Y3YmFlZmFhYjQ//)

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 08.06.2020, 23:28:02
Auch nicht besser ein OBM, der seit Beginn der Krise weitgehend auf Tauchstation ging, wenn es um das Wohl seiner Bürger geht... >:(

Hallo Peter,

was wäre denn deine Erwartungshaltung, was ein OBM hier machen kann? Deine Verbitterung scheint sich ja auch auf andere Bereiche zu beziehen.

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 09.06.2020, 00:26:56
Hallo Peter,

was wäre denn deine Erwartungshaltung, was ein OBM hier machen kann? Deine Verbitterung scheint sich ja auch auf andere Bereiche zu beziehen.

Grüße
Sven

Bin zwar nicht Peter, aber zumindest sollte man nicht sagen, Bus und Bahn müssten zu  80 % ausgelastet sein, wenn zur Zeit Abstandsregeln gelten und ein Infektionsrisiko nicht zu unterschätzen ist. Masken sind leider kein Allheilmittel, sonst könnte man ja  alles erlauben, nur halt mit Maske.

Und evtl könnte man ja auch zunächst  unter der Hand, wenn das nicht hilft, auch medienwirksam die die Wiederinführung des 10-Minuten-Takts wünschen.  Sagt der OBM wie jetzt allerdings, wir brauchen keinen 10-Minuten-Takt ist das ein gefundenes Fressen für die LVB.

Übrigens die Krönung auf der  /SL.010/ /SL.011 ist, dass  man jetzt einen 10/2/8/7/3 Takt auf der Karli hat. Gerade die längeren Taktabstände führen oft zur Überfüllung einer kurzen Bahn. Die Umleitung der  /SL.010 tut ihr Übriges.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 09.06.2020, 05:33:48
Hallo Peter,

was wäre denn deine Erwartungshaltung, was ein OBM hier machen kann? Deine Verbitterung scheint sich ja auch auf andere Bereiche zu beziehen.

Grüße
Sven
Solche Sätze sind doch nichts neues von einem frustrierten Bahnmitarbeiter und sollten einfach ignoriert werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie 22 am 09.06.2020, 08:23:36
Hier in Erfurt fahren die Bahnen schon seit über einen Monat wieder im 10-Minutentakt, nur Ausgehverkehr an Freitag/Samstagabend sind selbstverständlich noch eingeschränkt. In Leipzig wird immer noch auf den meisten Linien mit dem 15-Minutentakt angeboten,als ob noch der volle Lockdown herrscht und kaum ein Mensch zur Arbeit müsste! Gleichzeitig zu den miesen Takten dann auch noch Großbaustellen die ordentlich dem Fahrgast Zeit kosten! Was für ein grottiges Management!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: T4D-Fan am 09.06.2020, 08:43:36
Natürlich liegt es am Management, insbesondere an Herrn Middelberg. Keine Ahnung ob er jetzt wieder kommissarisch den Posten des Personalchefs inne hat (Herr Halberstadt ist ja wieder weg).
Das Problem liegt im Umgang mit dem Personal: in den letzten Jahren hat das Fahrpersonal Überstunden an Überstunden gesammelt und im Lockdown, wo man diese hätte abfeiern können, wurde ein Teil der Belegschaft in Kurzarbeit geschickt. Dementsprechend ist die Stimmung im Unternehmen.

Grüße T4D-Fan
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 09.06.2020, 12:12:18
Es wäre ja mal cool, wenn sich alle, die sich hier verständlicherweise auskotzen, dies auch andernorts tun würden. LVZ, L-IZ, Stadtratsfraktionen, LVB usw. usf. Wenn ihr hier meckert, ändert sich sicher deshalb nichts.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 09.06.2020, 17:48:39
was wäre denn deine Erwartungshaltung, was ein OBM hier machen kann? Deine Verbitterung scheint sich ja auch auf andere Bereiche zu beziehen.
Ein OBM sollte für die Bürger seiner Stadt da sein, er sollte vor allem auch in Krisenzeiten präsent sein. Hast Du während der gesamten Corona-Krise mal irgend etwas von ihm und seiner Bürgermeisterriege gesehen, gehört oder gelesen?? Das war in anderen Großstädten anders. Das erste, was man von Jung beim Thema hörte war die Verkündung der Fortsetzung des eingeschränkten Fahrplanes für seine Straßenbahn. Wenn er sonst irgendwo im Fernsehen war, dann nur beim Jammern in seiner Funktion als Präsident des deutschen Städtetages...

Solche Sätze sind doch nichts neues von einem frustrierten Bahnmitarbeiter und sollten einfach ignoriert werden.
Wenn etwas ignoriert werden sollten, dann solche Angriffe wie Deine. Denn erstens kann von Frust meinerseits keine Rede sein, und zweitens haben wir hier ein Thema zu diskutieren und uns nicht über bestimmte, in Deinen Augen unliebsame User auszulassen.

Zum Thema selbst hattest Du ja nichts, auf was man antworten könnte...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 09.06.2020, 20:44:42
Bin zwar nicht Peter, aber zumindest sollte man nicht sagen, Bus und Bahn müssten zu  80 % ausgelastet sein, wenn zur Zeit Abstandsregeln gelten und ein Infektionsrisiko nicht zu unterschätzen ist. Masken sind leider kein Allheilmittel, sonst könnte man ja  alles erlauben, nur halt mit Maske.

Hat er das mit den 80% gesagt? Das eine bessere Auslastung auch dem Stadtsäckel hilft ist aus Sicht eines Kämmerers ja nicht schlecht. Aktuell natürlich kontraproduktiv im Hinblick auf die Ansteckungsgefahr.


Und evtl könnte man ja auch zunächst  unter der Hand, wenn das nicht hilft, auch medienwirksam die die Wiederinführung des 10-Minuten-Takts wünschen.  Sagt der OBM wie jetzt allerdings, wir brauchen keinen 10-Minuten-Takt ist das ein gefundenes Fressen für die LVB.

Ja, sowas ist Käse. Aber: Es ist die Meinung eines Einzelnen. Entscheiden tut das Management der LVB. Wenn dieses keine eigene Meinung oder einen Plan hat, dann springt man über jedes hingehaltene Stöckchen.


Ein OBM sollte für die Bürger seiner Stadt da sein, er sollte vor allem auch in Krisenzeiten präsent sein.

Ok, ich bin jünger und habe im Instagram die Videobotschaften der Stadt Leipzig gesehen. Das waren einige die letzten Monate. Auf der HP der Stadt Leipzig gab es auch genügend Videos und Nachrichten. Mir ist es wichtiger, dass er als Chef der Verwaltung dafür sorgt, dass die Verwaltung arbeitet. Wenn du jeden Tag Pressekonferenzen sehen willst, dann schau dir Donald Trump an. Wobei, hat er ja auch eingestellt, da ihn keiner wie Gott huldigt.

Vermisst habe ich wie gesagt nichts.


Hast Du während der gesamten Corona-Krise mal irgend etwas von ihm und seiner Bürgermeisterriege gesehen, gehört oder gelesen?? Das war in anderen Großstädten anders. Das erste, was man von Jung beim Thema hörte war die Verkündung der Fortsetzung des eingeschränkten Fahrplanes für seine Straßenbahn. Wenn er sonst irgendwo im Fernsehen war, dann nur beim Jammern in seiner Funktion als Präsident des deutschen Städtetages...

Sorry, aber bist du jetzt erst aus dem Winterschlaf erwacht? Die Verwaltung hat gearbeitet und wer sich die Vorlagen im Allris anschaut, der sieht es geht voran. Langsam, aber es geht voran.

Was die Bürgermeister zu sagen haben kannst du dir in den Livestreams der Ratsversammlungen anschauen. Ist sehr unterhaltsam und ich schaue mir die immer sehr gerne an. Die nächsten 2 Versammlungen morgen (10.06.) und in einer Woche (17.06.) werden jeweils von 14 - 21 Uhr gehen. Neben den Bürgermeistern hörst und siehst du dann auch die anderen gewählten Vertreter. Den Stream kannst du dir bei der HP der Stadt bzw. später auch noch bei der L-IZ anschauen.

Ich brauche da niemanden, der vor ein dahingehaltenes Mikro nur Worthülsen spricht. Dazu noch eine unterirdische schlechte Lokalpostille.

Das Hr. Jung als Vertreter des Städtetages jammert gehört doch wie das Klappern zum Handwerk. Hast du mal einen Unternehmensvertreter gesehen, der nicht über die zu hohe Steuerlast jammert?

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 09.06.2020, 21:12:51
Ok, ich bin jünger und habe im Instagram die Videobotschaften der Stadt Leipzig gesehen. [...] Die Verwaltung hat gearbeitet und wer sich die Vorlagen im Allris anschaut, der sieht es geht voran. Langsam, aber es geht voran.
Ich habe nicht gesagt, dass die Verwaltung nicht gearbeitet hätte. Aber es geht darum, dass der OBM auch mal rausgeht und mit den Leuten spricht, ihnen Mut macht, auch mal zu unpopulären Maßnahmen greift um den Leuten das Gefühl zu geben, dass die Stadt sie nicht alleine lässt. Schau Dir Wiegand in Halle oder Hilpert in Dresden an. Das nenne ich präsent sein, auch wenn da auch nicht alles richtig lief. Aber nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Und um auf's Thema hier zurückzukommen. Wenn unser OBM dagegen in Zeiten der langsamen Rückkehr zur (neuen) Normalität und der ständigen und berechtigten Forderung nach Abstand halten allen Ernstes die Devise ausgibt, als einzige Großstadt deutschlandweit beim ausgedünnten Sonderfahrplan der Straßenbahn zu bleiben, dann kann der sich auch selbst in der Pfeife rauchen. Solche Typen brauchen wir nun wirklich nicht. Gerade an der Stelle hätte er dem Nahverkehrsamoloch Feuer unterm Hintern machen müssen, vor der Kamera genauso wie hinter den Kulissen. Aber so lässt er zusammen mit dem Typen unterm gelben Regenschirm seine Bürger einfach nur im Regen stehen.

Das Hr. Jung als Vertreter des Städtetages jammert gehört doch wie das Klappern zum Handwerk.

Wenn das aber öffentlich das einzige ist, was er tut, dann brauchen ist er als OBM dieser Stadt fehl am Platze. Aber das hätte der Wähler vorher wissen können...
Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 09.06.2020, 21:14:48
Hat er das mit den 80% gesagt? Das eine bessere Auslastung auch dem Stadtsäckel hilft ist aus Sicht eines Kämmerers ja nicht schlecht. Aktuell natürlich kontraproduktiv im Hinblick auf die Ansteckungsgefahr.
ja, siehe auch hier

Zitat LVZ:
„Wir planen, den 15-Minuten-Takt beizubehalten“, so Jung. Die Verkehrsbetriebe seien jedoch flexibel, sollte sich durch die Öffnung der Schulen ein anderer Bedarf ergeben. Jung: „Derzeit sind wir bei 40 bis 50 Prozent Auslastung.“ Das Straßenbahn- und Busangebot sei aber auf 80 Prozent ausgelegt. „Normalbetrieb ist nach jetzigem Stand nicht notwendig“, so der OBM."

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 10.06.2020, 01:52:02
Die 80% bezogen sich auf das Angebot gegenüber Normalfahrplan vor 4 Wochen und nicht auf die Auslastung.
Die Auslastung war noch viel geringer.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sankt Georg am 10.06.2020, 10:01:35
Wie finanzieren die anderen deutschen Großstädte ihren Normalbetrieb wenn die Einnahmen jetzt geringer ausfallen?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 10.06.2020, 12:51:02
Die 80% bezogen sich auf das Angebot gegenüber Normalfahrplan vor 4 Wochen und nicht auf die Auslastung.
Die Auslastung war noch viel geringer.
dann war das zumindest missverständlich formuliert. Sorry für die Fehlinterpretation
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 10.06.2020, 19:11:44
Ich war heute zwischen 16:15 Und 17:15 zwischen Zoo und Gutenbergplatz unterwegs, teils zu Fuß, teils mit Bahn und war auf der Suche nach den vollen Bahnen, von denen ich hier lese. Aber ich habe keine gefunden. Keine einzige Bahn, egal welcher Linie und in welche Richtung, war nur ansatzweise voll. In jeder Bahn war jede Menge Platz, ob sitzend oder stehend. Und hätte ich es nicht anders gewusst hätte ich meinen können, ich bin Sonntagmittag unterwegs. Es war aber Dienstag, HVZ.
Das betraf übrigens auch das FG-Aufkommen am Hbf.

Abgesehen davon erschließt sich mir der Sinn der H Nordplatz nicht. An jeder Seite der Ampelkreuzung eine H?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: frank_le am 10.06.2020, 20:50:53
Ich war heute zwischen 16:15 Und 17:15 zwischen Zoo und Gutenbergplatz unterwegs, teils zu Fuß, teils mit Bahn und war auf der Suche nach den vollen Bahnen, von denen ich hier lese. Aber ich habe keine gefunden. Keine einzige Bahn, egal welcher Linie und in welche Richtung, war nur ansatzweise voll. In jeder Bahn war jede Menge Platz, ob sitzend oder stehend. Und hätte ich es nicht anders gewusst hätte ich meinen können, ich bin Sonntagmittag unterwegs. Es war aber Dienstag, HVZ.
Das betraf übrigens auch das FG-Aufkommen am Hbf.

Abgesehen davon erschließt sich mir der Sinn der H Nordplatz nicht. An jeder Seite der Ampelkreuzung eine H?


Dann schau mal in die 11 zwischen Hbf und Möckern. Gestern Vormittag gegen 11.00 Uhr und am Abend 18.30 zurück gab es nur Stehplätze. Kein Wunder wenn die 10 und die 4 nicht in die Stadt verkehrt.

Das erlebe ich regelmäßig - meistens fahre ich jetzt allerdings Rad da mir das in Corona Zeiten zu voll ist.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 10.06.2020, 21:05:12
Ich war heute zwischen 16:15 Und 17:15 zwischen Zoo und Gutenbergplatz unterwegs, teils zu Fuß, teils mit Bahn und war auf der Suche nach den vollen Bahnen, von denen ich hier lese. Aber ich habe keine gefunden. Keine einzige Bahn, egal welcher Linie und in welche Richtung, war nur ansatzweise voll. In jeder Bahn war jede Menge Platz, ob sitzend oder stehend. Und hätte ich es nicht anders gewusst hätte ich meinen können, ich bin Sonntagmittag unterwegs. Es war aber Dienstag, HVZ.
Das betraf übrigens auch das FG-Aufkommen am Hbf.

Bin heute 15.30 Uhr vom Johannisplatz mit der  /SO.034 (XL 1017) nach Stötteritz gefahren. Die Bahn war voll, alle Sitzplätze besetzt, in den Gängen und Türen wurde gestanden. Erste freie Sitzplätze gab es erst hinter der Oststraße. Während ich wartete auf die  /SO.034 am Johannisplatz fuhr noch eine  /SL.007 (TGZN) und  /SL.003 (Leo-Trakt) vorbei. Beide waren ähnlich gefüllt, in der  /SL.007 sogar Sardinenfeeling.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 10.06.2020, 21:14:52
Bin heute 15.30 Uhr vom Johannisplatz mit der  /SO.034 (XL 1017) nach Stötteritz gefahren. Die Bahn war voll, alle Sitzplätze besetzt, in den Gängen und Türen wurde gestanden. Erste freie Sitzplätze gab es erst hinter der Oststraße. Während ich wartete auf die  /SO.034 am Johannisplatz fuhr noch eine  /SL.007 (TGZN) und  /SL.003 (Leo-Trakt) vorbei. Beide waren ähnlich gefüllt, in der  /SL.007 sogar Sardinenfeeling.
Kann ich so bestätigen. Ich sehe diese 3 Linien auch häufig und im Regelfall wird dort ziemlich verbreitet in den Gängen und Mehrzweckbereichen gestanden. Sicherlich ist da dann nicht jeder Sitzplatz belegt, aber das soll man ja auch aus gutem Grund vermeiden. Auch die /BL.070 ist trotz (oder wegen) des 10-Minuten-Taktes oft sehr voll.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Service-Champion am 11.06.2020, 00:15:52
Auch die /BL.070 ist trotz (oder wegen) des 10-Minuten-Taktes oft sehr voll.

Zur Zeit sieht es in der  /BL.070 regelmäßig wieder so aus:

(https://abload.de/img/0000sev820qrjbt.jpg)

Weitere Bilder mit "60% Auslastung"

(https://abload.de/img/000bhf28ejj7.jpg)

z.B. am Hbf

(https://abload.de/img/0000sev8hbfwjkz3.jpg)

Dass es auch vergleichsweise leere Bahnen gibt, kann u.a. daran liegen, dass die Linien z.B. in der Jahnallee sehr gerne rudelweise verkehren und dann 10min lang Pause herrscht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 11.06.2020, 00:32:59
Dass es auch vergleichsweise leere Bahnen gibt, kann u.a. daran liegen, dass die Linien z.B. in der Jahnallee sehr gerne rudelweise verkehren und dann 10min lang Pause herrscht.

Oder durch den Humpeltakt zwischen den Linien von 10min bzw. 15min die Anschlüsse, die sonst alle 10min passen nun nur noch 2 mal die Stunde funktionieren. Wie zB. von  /BL.060 und  /SO.034 an der Oststraße. 3min Umsteigezeit dort ist ein schlechter Witz gen Innenstadt. Steht die Tram an der Ecke Stötteritzer/Riebeck erst noch an der Ampel, funktioniert dieser Anschluss nur mit einem Sprint. Entsprechend sind die Bahnen/Bussen wo die Anschlüsse nicht mehr passen natürlich leerer und die anderen umso voller.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 11.06.2020, 08:04:48
Hat sich HVZ nach vorn verlagert?

Ich sah bei meinem Trip zwischen 16:15 und 17:15 alle Linien, die zwischen Zoo und Johannisplatz fahren:  /SL.001 /SL.007 /SL.011 /SL.015 /SL.016 /SO.032 /SO.034
Mit Rudelfahrten kann es in meinem Fall nicht hin hauen. Als ich mit der  /SL.015 gen Gutenbergplatz fuhr, stauten sich vor mir eine  /SO.034 und eine  /SL.007. Und beim Warten in der Goehtestraße meine ich auch durch die großen Fenster in den XL schauen zu können und habe nicht wahrgenommen, dass dort übermäßig Leute in den Gängen standen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 11.06.2020, 09:02:25
Zur Zeit sieht es in der  /BL.070 regelmäßig wieder so aus:
(https://abload.de/img/0000sev820qrjbt.jpg)

Die /BL.070 empfand ich eigentlich bereits kurz nach dem Ende des "Lockdowns" wieder als recht voll, während die meisten Bahnen da tatsächlich noch sehr leer wirkten. Bestätigt sich da mal wieder der alte Spruch: "Nur wer muss, fährt Bus", während die Bahnen von einem größeren Anteil Wahlfreien bevölkert werden, die eben jetzt häufiger auf den ÖPNV verzichten (können)?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 11.06.2020, 09:29:57
Die Restriktionen wurden inzwischen wieder weitestgehend gelockert. Trotzdem ist der Verkehr noch nicht wieder auf dem gewohnten Niveau, berichtet heute die LVZ.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 11.06.2020, 16:30:16
Keine einzige Bahn, egal welcher Linie und in welche Richtung, war nur ansatzweise voll. In jeder Bahn war jede Menge Platz, ob sitzend oder stehend.
Das es andere Beobachtungen gibt, war ja schon zu lesen und zu sehen. Ja die Bahnen werden wieder voller, 100% Sitzplatzauslastung inklusive stehender Fahrgäste kann man früh wie nachmittags sehen. Oberstes Gebot ist nach wie vor Abstand halten, das ist durch keine Mund-Nasen-Bedeckung ersetzbar. Abstand halten kann man aber nur, wenn Platz dafür ist. Den in der Straßenbahn so weit wie möglich zu schaffen ist Aufgabe der LVB, und sonst von niemand anderem. Eine Rückkehr zum 10er Takt auf allen Linien ist damit das Gebot der Stunde, da gibt es nichts schön und drumherum zu reden, Ausreden zählen da auch nicht mehr. Personal und Fahrzeuge sollten da sein, man muss erstere, soweit noch nicht geschehen, nur aus der Kurzarbeit holen, besser heute als morgen.

Im Regionalverkehr der Bahn haben wir bei Regio Südost derzeit Fahrgastzahlen von ca. 70% im Vergleich zu Anfang März, im bundesdeutschen Vergleich übrigens derzeit der Spitzenwert. Das schwankt zwar regional noch etwas, dürfte bei den LVB aber ähnlich sein. Insoweit sind die bereits vor Tagen genannten 60% wahrscheinlich inzwischen untertrieben. Für 60-70% Nachfrage auf vielen Strecken nur 66% Angebot (teilweise sogar darunter) grenzt in diesen Zeiten schon fast an vorsätzliche Körperverletzung, zumal gerade hier keinerlei Infektionsketten nachvollziehbar sind.

Die Restriktionen wurden inzwischen wieder weitestgehend gelockert.
Gerade deshalb ist eine Taktverdichtung unerlässlich. Genau das muss die LVB-Führungsriege kapieren!! Ebenso unser unsichtbarer OBM und seine Bürgermeisteriege...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 11.06.2020, 18:13:22
Bevor ich missverstanden werde: Mein Beitrag soll nicht als Zustimmung zum derzeitigen Angebot verstanden werden. Dass übrigens immer noch die Busse mit billigem Absperrband bestückt sind und nicht mit einer anderen Lösung passt ins Bild. Vielleicht meint man, die Abschirmung der Fahrer bald nicht mehr zu brauchen?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 11.06.2020, 19:27:36
Hallo

Irgendwo war zu lesen, dass sich die Hauptverkehrszeiten etwas verschoben haben. Ich kann nur von meinen Beobachtungen bei Amazon berichten, dort wurde die Schichtwechselzeit gestreckt. Nun sind zwischen um 14 und 15 Uhr die Bahnen der 3 knallvoll.

Es sollte schrittweise in die Busse eine Lösung eingebaut werden, damit wieder der normale Fahrgastfluss stattfinden kann. Wenn mich nicht alles täuscht, hab ich so auch schon erste Busse gesehen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 11.06.2020, 19:46:52
Die /BL.074 letzte Woche hatte noch keinen Fahrerschutz und keinen Vorneinstieg, der Heute hatte zwar einen Schutz aber vorne war trotzdem noch abgesperrt. Der Platz geht auch da verloren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Marcel Dreiling am 11.06.2020, 20:03:37
Mir ist aufgefallen, dass bei den NGT10 das öffnen der Türen mit zentraler Freigabe nicht mehr so lange dauert, wie vor der Corona. Da es den Fahrgastwechsels beschleunigt, kann es gerne beibehalten werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 12.06.2020, 19:58:03
Da ich heute (gegen 14 Uhr) eine meiner mittlerweile raren Fahrten mit den LVB, genauer gesagt mit der /SO.034 gemacht habe, kann ich auch einige Eindrücke schildern. Nicht nur, dass der XL trotz kaum 25 Grad Außentemperatur bereits wieder extrem stickig war, stand man verbreitet mehr oder weniger dicht an dicht in den Gängen. Freie Sitzplätze gab es praktisch kaum noch. Auch in allen (!) entgegenkommenden Bahnen wurde zu einem gewissen Grad gestanden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 12.06.2020, 21:55:48
Bestätigt sich da mal wieder der alte Spruch: "Nur wer muss, fährt Bus", während die Bahnen von einem größeren Anteil Wahlfreien bevölkert werden, die eben jetzt häufiger auf den ÖPNV verzichten (können)?

Das würde ich so pauschal nicht unbedingt sagen. Es gibt sicherlich auch viele Leute denen einfach kein Auto haben und der Bus eine schnellere alternative darstellt (auch oder gerade wegen der höheren Taktung).  Wenn man Bus in 40 Minuten fahren kann,  mit der Bahn aber 50 braucht, glaube ich, dass die Entscheidung eher zum Bus geht. War zum Beispiel dann gut zu sehen, als die  /SL.015 im  15-Minuten-Takt fuhr. Die  /BL.076 die mit großem Abstand nach der  /SL.015 oder gar ein paar Minuten vor der  /SL.015 fuhr, war ziemlich voll, zu voll für Corona-Zeiten, jetzt ist sie deutlich leerer.

Übrigens, ich glaube dass eine große Zahl der Fahrgäste tatsächlich zum MIV und in kleinen Teilen zum Rad abgewandert ist. Die Staus  seit einigen Tagen lassen grüßen und sprechen Bände. (Müsste durch die horrende Verspätung sonst zuverlässiger Linien ohne erkennbaren Grund wie Baustellen auch bei den LVB in der Leitstelle auffallen)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 13.06.2020, 08:32:57
Einige Werte von Anfang April gemessen an verschiedenen Zählstellen:
Rückgang Kfz-Verkehr:      39-43%
Rückgang Schwerverkehr: 23-28%
Rückgang Radverkehr:      48-60%
Quelle: LVZ, 11. Juni 2020

Eigentlich müsste in Leipzig auf Grund der Baustellen ein mittleres Chaos herrschen, ist aber noch lange nicht so.
Fahrplanabweichungen halten sich im niedrigen Bereich. Es sind noch nicht wieder alle zurück auf der Straße, oder verteilen sich anders, auf größere Zeiträume.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 13.06.2020, 10:57:17
Einige Werte von Anfang April gemessen an verschiedenen Zählstellen
Welchen Wert haben zwei Monate alte Zahlen in der jetzigen Diskussion??

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 24.06.2020, 10:51:25
Heute morgen um 7 mit der   /SO.034 von Reudnitz zum Hbf. Bahn mäßig gefüllt.  Es waren Sitzplätze frei und auch im Stehbereich hatte ich keine Befürchtungen, was den Sicherheitsabstand angeht. Daselbe Bild bei allen anderen Bahnen, die mir unterwegs entgegen kamen oder die ich am Hbf 10 Minuten beobachtet habe. Die Haltestelle Hbf war frequentiert, wie neulich bei meiner Beobachtung um 17 Uhr: Man könnte denken, es wäre Sonntagmittag. Von beengten Verhältnissen keine Spur. Aber vielleicht hat sich die HVZ ja auch nach hinten verschoben.

Interessant übrigens, dass es nicht möglich war, die pdf für den Fahrplanaushang herunter zu laden und mir die Verbindungsauskunft eine   /SL.4E12 andrehen wollte und mir empfahl, an der Köhlerstraße in eine  /SL.007 zu steigen.

Interessant, hat aber nichts mit dem Thema zu tun, dass für einen IC nach Warnemünde ein Ersatzzug bereit gestellt wurde, der aus einer ICE Einheit bestand. Habe ich so auch noch nicht erlebt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 24.06.2020, 11:40:47
Offenbar auch wieder Fahrermangel, gestern Vormittag fehlte ein Kurs auf der  /BL.060 und am Nachmittag auf der  /SO.034. Letzteres vor allem bei einem 15min Takt ganz großes Kino. Bin dann letztlich beide Male gelaufen...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 24.06.2020, 11:51:29
Heute morgen um 7 mit der   /SO.034 von Reudnitz zum Hbf. Bahn mäßig gefüllt.  Es waren Sitzplätze frei und auch im Stehbereich hatte ich keine Befürchtungen, was den Sicherheitsabstand angeht. Daselbe Bild bei allen anderen Bahnen, die mir unterwegs entgegen kamen oder die ich am Hbf 10 Minuten beobachtet habe. Die Haltestelle Hbf war frequentiert, wie neulich bei meiner Beobachtung um 17 Uhr: Man könnte denken, es wäre Sonntagmittag. Von beengten Verhältnissen keine Spur. Aber vielleicht hat sich die HVZ ja auch nach hinten verschoben.
Der Schülerverkehr ist halt momentan stark reduziert, dass wirkt sich zu diesen Zeiten sicherlich massiv aus. Ansonsten habe ich aber auch das Gefühl, dass die Bahnen momentan wieder leerer wirken als noch vor ein paar Wochen und auch die allgemeine Verkehrsdichte scheint abgenommen zu haben. Das sind aber allesamt auch nur wenig repräsentative Beobachtungen von draußen, wobei es mir nachvollziehbar erscheint. Mögliche Gründe: schönes Wetter, beginnende Urlaubszeit und viele (inkl. mir) konnten ihren Alltag nun ohne nennenswerte Einschränkungen weitgehend ÖPNV-frei organisieren. Besonders letzteres dürfte sich noch zu einem großen Problem entwickeln und wenn man da nicht angebotsseitig massiv entgegensteuert (und damit meine ich nicht nur die Rückkehr zum Normalfahrplan, sondern es bedarf weit mehr), sehe ich ehrlich gesagt auch nicht wie man da in absehbarer Zeit wieder rauskommen möchte. Der Trend weg vom ÖPNV (zumindest weg von den LVB) begann ja schon weit vor Corona ...

Interessant übrigens, dass es nicht möglich war, die pdf für den Fahrplanaushang herunter zu laden und mir die Verbindungsauskunft eine   /SL.4E12 andrehen wollte und mir empfahl, an der Köhlerstraße in eine  /SL.007 zu steigen.
Bei mir funktioniert es. Die /SL.04E bekomme ich aber auch  ::)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 24.06.2020, 13:23:17
Und wenn sich die LVB halt nicht kümmern, kümmert sich der Fahrgast, um eine Alternative. Und es sind nicht alle Fahrten, und erst Recht nicht alle Haltestellen, aber ich finde, wenn es aan einer Station nicht klappt, muss es geändert werden. Gesundheitsschutz geht vor.
Großes Kino war gestern auch eine Flexafahrt, wo trotz eindeutigem Hinweis in der App ein Fahrgast direkt neben mir Platz nahm, ohne dass der Fahrer eingriff und zur Benutzung der hinteren Sitzreihe aufforderte.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Willy d. Baubieber am 24.06.2020, 16:53:31
Großes Kino war gestern auch eine Flexafahrt, wo trotz eindeutigem Hinweis in der App ein Fahrgast direkt neben mir Platz nahm, ohne dass der Fahrer eingriff und zur Benutzung der hinteren Sitzreihe aufforderte.

& dann haben sie den Fahrgast freundlich darauf hingewiesen?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 24.06.2020, 16:57:07
& dann haben sie den Fahrgast freundlich darauf hingewiesen?
Klar, aber eigentlich ist das nicht meine Aufgabe.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Willy d. Baubieber am 25.06.2020, 06:27:40
Klar, aber eigentlich ist das nicht meine Aufgabe.

Dann hoffe ich das Sie trotz der schweren Aufgabe einen entspannten Tag hatten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie15E am 25.06.2020, 11:02:43
Interessant, hat aber nichts mit dem Thema zu tun, dass für einen IC nach Warnemünde ein Ersatzzug bereit gestellt wurde, der aus einer ICE Einheit bestand. Habe ich so auch noch nicht erlebt.
Das hat mit dem Thema auch nichts zu tun, aber gestattet mir, darauf einzugehen:

Im Werk Leipzig werden auch diverse Arbeiten an den ICE-T-Zügen ausgeführt. Bis Anfang Oktober verkehrt der zweite Zugteil auf der ICE-Linie Dresden-Wiesbaden weitestgehend nicht und zwar planmäßig. Ausnahme ist z.B. der Umlauf 1650/1655. Deswegen werden aktuell nicht alle fünfteiligen Züge (415) rund um die Uhr benötigt. Im Übrigen sonst auch nicht, aber aktuell halt noch etwas weniger. Deswegen nutzt man dann gerne diese Züge, um Ersatz zu fahren. Die meisten (fast alle?) Personale aus Leipzig sind auch auf der Baureihe kundig. Aufgrund der Werkeanbindung für die IC Dosto ist es keine Seltenheit, dass der Abschnitt Leipzig-Dresden dann auch mal mit nem 415 ausgefahren wird. Für die Fahrradfahrer sicherlich keine Option, aber für andere Reisende in dem Fall eine gute Lösung.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 25.06.2020, 12:37:44
Dann hoffe ich das Sie trotz der schweren Aufgabe einen entspannten Tag hatten.
Ich weiß nicht, warum man jetzt so abfällig werden muss, denn es sollte wirklich selbstverständlich sein, dass das Personal die Regeln durchsetzt und nicht die Kunden.  Der Punkt war, dass dem Fahrer die Gesundheit der Fahrgäste nicht so wirklich interessierte...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie 22 am 25.06.2020, 13:59:30
@Willy d. Baubieber: Wenn jemand irgendwo arbeitet, muss die Person die dort geltenden Regeln umsetzen. Und wenn er/sie/div. das aus welchen Gründen auch immer nicht tut und es fällt halt einem Kunden auf, der es völlig zu recht anspricht, dann ist das vollkommen legitim. Auch das man das hier im Forum zumindest mal als Erlebnis zur Sprache bringt ist doch letztlich im Sinne der Sache und soll ja auch nur zum Nachdenken anregen. Schließlich wollen wir alle  gesund bleiben und es ist für uns alle recht strapaziös diese ganze Corona-Regeln jederzeit im Kopf zu behalten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Mitleser am 25.06.2020, 20:49:51
Da scheinen Einige die Rolle der Fahrer falsch zu interpretieren.
Aufgabe der Fahrer: Kunden von A nach B zu befördern
Aufgabe Durchsetzung Corona-Vorschriften: Ordnungsamt und Polizei

Die Masken und Abstandspflicht ist nicht Bestandteil der AGB (Beförderungsbedingungen).
Bevor ich mich in eine Diskussion mit Fahrgästen begebe, ohne dafür örtlich und sachlich zuständig zu sein und damit andere Fahrgäste mit deren Anschlüssen, Terminen verprelle...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 25.06.2020, 20:59:42
Und ein Hinweis wie, "setzen Sie sich doch bitte hinten hin", ist schon zu viel?
Leider ist das für mich so ein Zeichen der Mentalität einiger, auf keinen Fall einen Handschlag zu viel zu tun. Natürlich ist das Ahnden von solchen Verstößen nicht Sache der Fahrer. Aber warum halten dann die Leute vom Prüfdienst Straßenbahnen oder Busse auf, weil ein Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis nicht sofort aussteigt? Dann kann man ihn notfalls zur Endstelle begleiten Oder der gerade kontrollierte Fahrgast aussteigen will, aber man die Bahn noch nicht fertig kontrolliert hat? Wenn es sich um die Gesundheit geht, erwarte ich zumindest, wenn man es relativ schnell machen kann, einen kurzen Hinweis.
Und Jugendschutzbestimmungen sind soviel ich weiß auch nicht Bestandteil eines Bewirtungsvertrages, trotzdem muss der Wirt sie durchsetzen. Es sollte auch und vor allem für den einzelnen  verantwortlichen Angestellten Strafen geben, wenn er die Bestimmungen nicht durchsetzt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: elnbb am 25.06.2020, 21:21:55
Da scheinen Einige die Rolle der Fahrer falsch zu interpretieren.
Aufgabe der Fahrer: Kunden von A nach B zu befördern
Aufgabe Durchsetzung Corona-Vorschriften: Ordnungsamt und Polizei

Die Masken und Abstandspflicht ist nicht Bestandteil der AGB (Beförderungsbedingungen).
Bevor ich mich in eine Diskussion mit Fahrgästen begebe, ohne dafür örtlich und sachlich zuständig zu sein und damit andere Fahrgäste mit deren Anschlüssen, Terminen verprelle...

Nur zur Einordnung: es geht hier um Fahrzeuge, in denen zurzeit maximal 4 (in Worten: vier) Fahrgäste gleichzeitig mitfahren. Da sollte es mit einem freundlichen Satz schnell getan sein. Die Freundlichkeit der Flexa-Fahrer wurde von Fahrgästen bisher sehr gelobt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 28.06.2020, 13:22:26
Ich um gleich zur Sache zu kommen, finde den Staus quo (trotzdem) ein Skandal, zumal, weil es eben für das Gros kein Skandal ist, d.h. es keine mediale (und politische) Debatte darüber zu geben scheint!
LVZ, MDR und co fungieren quasi als Hofberichterstatter der LVB, wenn ich auf eine kritische Berichterstattung verzichten will, kann ich mir auch gleich die eigens von den LVB herausgegebenen Pressemeldungen durchlesen, da steht in etwa das Gleiche drin (z.B. wie toll doch diese neue App funktioniere).
Die Einschätzung, dass es trotz 15-Min-Takt relativ leer ist, kann ich zumindest für die HVZ der Wochentage nicht teilen. Hauptsächlich (zur Zeit mehrmals wöchentlich) die  /SO.039 auf dem nördlichen Abschnitt nutzend, kann ich feststellen, dass diese zumindest zur HVZ sehr gut gefüllt, wenn nicht gar überfüllt sind. Wenn dann paar Kinderwagen dabei sind, wird's schon eng, zumal ja nur NGT8 eingesetzt werden, (und nicht XL wie sonst auf der  /SL.004 ). Ähnliches, wenngleich in weniger krassem Ausmaß, konnte ich sporadisch für  /SL.015 und  /SL.016 beobachten.
Da wird erst mantraartig behauptet, man gehe  "schrittweise" wieder zur Normalität über, lässt zunächst die Busse (und dann einige wenige Tramlinien) wieder normal fahren (wobei der erste Schritt völlig irrational war, als ob die Buslinien per se stärker frequentiert würden als die Tramlinien!), dann wartet man auf den nächsten Schritt, und nun wird die Sache gar nicht mehr thematisiert!
 Mal ehrlich, wer 1 und 1 zusammenzählen kann, der kann doch sehen, dass ein 10-Min-Takt vor und während der Sommerferien nicht mehr kommen wird, sondern frühestens danach..
Die LVB sollten mal etwas mehr Transparenz walten lassen, immerhin sind sie ein kommunales Unternehmen.
Und wenn ich sehe, was der Stadtrat für die nächsten Jahre an (eventuellen) Erweiterungen, Taktverdichtungen etc. vorgenommen hat, dann würde ich empfehlen, erstmal die naheliegenden Probleme zu lösen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 03.07.2020, 14:33:33
Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass die LVB Corona nicht mehr so wirklich ernst nehmen? Während die Straßenbahnen immer noch im 15-Minuten-Takt (größtenteils) fahren und gerade in der HVZ deutlich überfüllt sind, wir des ab Montag wieder Pflicht, den Fahrgastwunsch zu betätigen, um einen Haltewunsch anzuzeigen oder die Türen zu öffnen. Da fühle ich mich vera...t. 

https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/neuerungen-in-unseren-bussen-ab-dem-6-juli_1799
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 03.07.2020, 17:24:35
Man braucht die Einnahmen wohl dringend...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 03.07.2020, 17:57:05
Haltewunsch anzeigen war im Bus diese Woche doch schon so?! An 2 Tagen auf der  /BL.074 beobachtet.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 03.07.2020, 18:50:39
Vorneinstieg beim Busfahrer war heute auch möglich: 1x auf  /BL.073 beobachtet, dass Tür offen und kein Absperrband mehr waren.

Sind die Busfahrer wenigstens geschützt, wenn jetzt wieder alles vorne einsteigt und erstmal die Viren durch die Maske durchhustet?

 :-[



Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 03.07.2020, 19:56:39
Die Wenigsten infizieren sich durch Schmierinfektion. Da ist es wahrscheinlicher sich durch das Rumgefummel am Mund-Nasen-Schutz zu infizieren. Und das nicht nur mit Corona!
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 03.07.2020, 21:14:18
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.

Gibt es schon Bilder von dem Duschvorhang?

Ansonsten halte ich den Vordereinstieg auch für sinnlos. Hat der Prüfdienst keine Masken?  ???

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 03.07.2020, 21:49:54
Da ist es wahrscheinlicher sich durch das Rumgefummel am Mund-Nasen-Schutz zu infizieren.
Durch Rumfummeln am Mundschutz allein kann man sich nicht infizieren. Du musst noch etwas anderes meinen.

Der Mund-Nasen-Schutz, so wie er allgemein benutzt wird, taugt nur dafür, die eigene Spucke nicht woandershin zu blasen und von anderen einatmen zu lassen.

Zitat
Und das nicht nur mit Corona!
Natürlich nicht nur mit Corona. Die hundsgewöhnlichen Grippe-Erkrankungen sind übrigens auch zurückgegangen.

Ich zitiere mal aus einer Seite des RKI:
Zitat
Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen, sind Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.
Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html)

Das mit Corona-Viren angereicherte Aerosol wird schon länger in den virologischen Blick genommen - außer von den LVB und hier ganz besonders in den fest verschlossenen XL.

Zitat
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.
Mäßig vernünftig. Schützt halt den Fahrer vor der Spucke seiner Fahrgäste, besonders von solchen Menschenfreunden, die keine Maske aufhaben. Ich hoffe, dass der Fahrer gut angelüftet wird (von links oder von oben vielleicht), damit er nicht vom Aerosol kosten muss. Der durchsichtige Vorhang wird es nicht von ihm fernhalten, das Aerosol weht einfach seitlich vorbei zum Fahrer rein.

Das Hauptproblem bei einer Reise mit den LVB sind der zu geringe Abstand und die zu schlechte Be- oder Durchlüftung in den Fahrzeugen.

Die Gefahr einer zweiten Welle (etwa im Herbst) ist längst nicht gebannt. Es infizieren sich jeden Tag immer noch Hunderte neu, und diese Superspreading Events (wie neulich in Greiz) sind gerade der neueste "Schrei"...

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 03.07.2020, 22:18:14
wir des ab Montag wieder Pflicht, den Fahrgastwunsch zu betätigen, um einen Haltewunsch anzuzeigen oder die Türen zu öffnen. Da fühle ich mich vera...t. 
Erst vor einigen Tagen beobachtet, war wohl Zahltag. Lange Schlangen vor den Geldautomaten, aber nur vom davor stehen spuckte der auch keine Scheine heraus. ;D
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 03.07.2020, 22:27:36
Durch Rumfummeln am Mundschutz allein kann man sich nicht infizieren. Du musst noch etwas anderes meinen.
Schonmal die Leute beobachtet? Das Ding landet sonstwo in der Tasche, es gibt gefühlte Sicherheit und beim Auf- und Absetzen wird sich fleißig ins Gesicht gegriffen. Das macht man ohne die Dinger nicht.

Mäßig vernünftig. Schützt halt den Fahrer vor der Spucke seiner Fahrgäste, besonders von solchen Menschenfreunden, die keine Maske aufhaben. Ich hoffe, dass der Fahrer gut angelüftet wird (von links oder von oben vielleicht), damit er nicht vom Aerosol kosten muss. Der durchsichtige Vorhang wird es nicht von ihm fernhalten, das Aerosol weht einfach seitlich vorbei zum Fahrer rein.
Hey, lass uns den Busverkehr gleich ganz einstellen! Und was hat die Absperrung jetzt in den Bussen gebracht? Die Luft vorne ist die Gleiche, die auch hinten geatmet wird. So hat man mit dem Vorhang eine echte Barriere geschaffen. Hast du denn überhaupt schon gesehen, wie es aussieht? Zudem hat der Busfahrer ein eigenes Fenster und eine Klimaanlage.

Das Hauptproblem bei einer Reise mit den LVB sind der zu geringe Abstand und die zu schlechte Be- oder Durchlüftung in den Fahrzeugen.
Das muss ich jetzt mal ganz deutlich relativieren! Du darfst hier nicht nur die LVB nennen, sondern den öffentlichen Personenverkehr allgemein. Denn wenn du Abstandsregeln wirklich sinnvoll einhalten willst, musst du den Zustieg regulieren und den Platz einteilen. Und das macht KEIN Unternehmen in Deutschland. Dass hier die Takte weiterhin ausgedünnt sind ist dem natürlich nicht förderlich und gehört schnellstens dem gestiegenen Bedarf angepasst. Aber solche Spitzen in der HVZ mit vollen Bahnen gibt es nicht nur in Leipzig.
Hier gab es in Polen eine Anordnung, dass in Bahnen und Bussen nur die Hälfte aller Plätze belegt werden darf. Diese sind auch heute noch abgesperrt. Teils haben die Betriebe nach Möglichkeit die Takte verdichtet. Aber wie die wirtschaftlichen Folgen dort aussehen weiß ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass es für die ein oder andere Strecke dann den Todesstoß gibt, grade auch im GOP.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 04.07.2020, 01:12:27
Himmel, was regst Du Dich auf?  ???

Ich lasse Dich mit Deiner Polemik allein und antworte nicht darauf.

Gute Nacht.

 ???
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 04.07.2020, 08:45:39
Himmel, was regst Du Dich auf?  ???

Ich lasse Dich mit Deiner Polemik allein und antworte nicht darauf.

Gute Nacht.

 ???
;D
Der war gut! Eigentor würde ich sagen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 04.07.2020, 17:53:28
 
;D
Der war gut! Eigentor würde ich sagen.
*gähn*

Bin nun sehr auf den Duschvorhang gespannt.

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 06.07.2020, 09:09:08
Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass die LVB Corona nicht mehr so wirklich ernst nehmen? Während die Straßenbahnen immer noch im 15-Minuten-Takt (größtenteils) fahren und gerade in der HVZ deutlich überfüllt sind, wir des ab Montag wieder Pflicht, den Fahrgastwunsch zu betätigen, um einen Haltewunsch anzuzeigen oder die Türen zu öffnen. Da fühle ich mich vera...t. 

https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/neuerungen-in-unseren-bussen-ab-dem-6-juli_1799

Die Meldung ("in unseren Bussen") las ich auch, ebenso wie einen Tweet von LVBDirekt, der über Änderungen "im Busbereich" informiert.

Um so größer mein Erstaunen heute morgen, dass die LVB wohl auch Straßenbahnen als Busse betrachtet, jedenfalls die Bahnfahrer heute keine Türen mehr automatisch öffnen.

Warum schreibt man "in unseren Bussen" und "im Busbereich", wenn man doch ALLE Fahrzeuge meint?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 06.07.2020, 09:41:50
^ Wenn das tatsächlich so ist, dann ist das mal wieder ein grandioses Eigentor der LVB - und das nicht nur wegen der katastrophalen Kommunikation. Während man das im Bussektor aufgrund der teilweise hohen Rate an wenig nachgefragten Haltestellen, an denen sonst normalerweise durchgefahren werden kann, noch halbwegs nachvollziehen kann, ist es im Straßenbahnsektor völlig irre, da ohnehin überall gehalten wird. Nicht nur, dass nun wieder alle Fahrgäste den Türöffner antatschen müssen (selbst wenn die Gefahr durch Schmierinfektionen eher gering ist und man eine potentielle Übertragung halbwegs selbst steuern kann, indem man die "kontaminierten" Pfoten aus dem Gesicht lässt), so sorgt das Zwangsöffnen doch auch für einen effektiven und regelmäßigen Luftaustausch in den Fahrzeugen, der besonders der aerogenen Übertragung entgegen wirkt - was besonders relevant ist, wenn man gleichzeitig in Kauf nimmt, die Bahnen so vollzustopfen wie es die LVB tun ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 06.07.2020, 09:48:02
^ Es Ist so. Mittlerweile wird es auch als Laufschrift an den DFIs sowie als Text in den Fahrzeugmonitoren angezeigt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 06.07.2020, 10:32:05
Ich war Heute Morgen an der DFI auch leicht irritiert. Und auch die Anzahl der mitfahrenden Leute ist so gering, das die /SL.001 bis zum WLP gleich +5 herumschleppte. Auch hier macht sicher Humpeltakt besonders bescheiden bemerkbar.
Die /SL.001 kommt aus Lausen gut gefüllt am Ratzelbogen mit einem Abstand von 9 Minuten zur vorherigen /SL.002 an und muss somit reichlich Leute aufnehmen. Die leere /SL.002 die erst in Grünau Süd beginnt folgt 6 Minuten später darauf und somit ergibt sich dann das schöne Bild: "Übervoll", "Halbleer", "Übervoll", ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 06.07.2020, 10:42:24
In der Tat hätte man das etwas früher kommunizieren sollen, die Ansagen über das automatische Türen öffnen wurde ja schon lange herausgenommen.
Das heißt aber trotzdem nicht, das Personal darf nicht alle Türen öffnen in entsprechend angebrachten Situationen. Das war aber vorher schon nicht anders.
Es macht aber wenig Sinn am klimatisierten Fahrzeug und 30° Außentemperatur an jeder Haltestelle alle Türen zu öffnen, vor allem wenn kaum ein Fahrgastwechsel zu erwarten ist.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 06.07.2020, 10:54:52
Es macht aber wenig Sinn am klimatisierten Fahrzeug und 30° Außentemperatur an jeder Haltestelle alle Türen zu öffnen, vor allem wenn kaum ein Fahrgastwechsel zu erwarten ist.
Gerade bei vielen der "klimatisierten" Fahrzeuge der neusten Generation war das Türöffnen die reinste Wohltat, gerade bei hohen Außentemperaturen. Abgesehen davon ist die Kombination "tatsächlich klimatisiertes Fahrzeug und hohe Außentemperatur" hier in Leipzig so verschwindend gering, dass es keinen generellen Verzicht auf die Praxis begründen dürfte, sondern wenn dann eher in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden sollte (z.B. Zettel "Klimaanlage in Betrieb. Bitte Türöffner nutzen" an heißen Tagen auf den Türen der XXL anbringen, o.ä.)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Q-terra am 06.07.2020, 11:12:35
Um so größer mein Erstaunen heute morgen, dass die LVB wohl auch Straßenbahnen als Busse betrachtet, jedenfalls die Bahnfahrer heute keine Türen mehr automatisch öffnen.

Warum schreibt man "in unseren Bussen" und "im Busbereich", wenn man doch ALLE Fahrzeuge meint?

Es werden nicht alle Fahrzeuge gemeint. Nur im Busbereich ist der Haltewunsch wieder eingeführt, die Straßenbahnen haben weiterhin an allen Haltestellen alle Türen zu öffnen. Wenn ihr was gegenteiliges bemerkt, könnt ihr ja einfach mal den Fahrer ansprechen oder die entsprechende Wagennummer mit Linie und Uhrzeit an die LVB melden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: 2101 am 06.07.2020, 11:29:13
Es werden nicht alle Fahrzeuge gemeint. Nur im Busbereich ist der Haltewunsch wieder eingeführt, die Straßenbahnen haben weiterhin an allen Haltestellen alle Türen zu öffnen. Wenn ihr was gegenteiliges bemerkt, könnt ihr ja einfach mal den Fahrer ansprechen oder die entsprechende Wagennummer mit Linie und Uhrzeit an die LVB melden.

Da stand aber an der DFI am Moritz-Hof eben was anderes. Und der Fahrer hat auch nur die Freigabe gegeben.
Lauftext DFI und Hinweis in der Bahn am Monitor:

„Die Türen unserer Fahrzeuge werden ab sofort an den Haltestellen nicht mehr automatisch geöffnet, bitte benutzen Sie den Taster „Türöffner“.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Willy d. Baubieber am 06.07.2020, 11:54:06
Bei den ganzen Diskussionen bitte auch folgendes beachten, bedenken und beobachten:

Wie viele Einsteiger halten sich an den Haltestengen im Fahrzeug fest, wie viele hangeln sich von Stuhl zu Stuhl. Wer zieht sich am Stuhl beim aufstehen hoch, ...
Ich denke da macht das drücken des Türöffners auch keinen Unterschied mehr.

Allerdings ist es wirklich nicht gut das die Informationen seitens der LVB unterschiedlich sind.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 06.07.2020, 12:06:55
Mal eine ganz andere Frage zum Thema Corona: Wie ist es bei den LVB und den anderen VU's im MDV geregelt, wenn jemand - so wie ich - aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Maske tragen kann? Eine entsprechende Bescheinigung von meinem Hausarzt habe ich immer bei mir, fragt sich aber, ob diese bei einer möglichen Kontrolle anerkannt wird. Außerdem kann es jetzt passieren, dass ich auf Buslinien mit Vordereinstieg gar nicht erst mitgenommen werde. Gibt es hier eventuell jemanden, der darüber bescheid weiß? Ein Anruf meinerseits bei den LVB führte zu keiner eindeutigen Klärung. Bevor ich wieder über €600,- für ein neues Jahresabo ausgebe, brauche ich schon eine gewisse Sicherheit, da ein Ende des "Maskenballs" in absehbarer zeit nicht zu erwarten ist.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 06.07.2020, 14:17:34
Mal eine ganz andere Frage zum Thema Corona: Wie ist es bei den LVB und den anderen VU's im MDV geregelt, wenn jemand - so wie ich - aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Maske tragen kann?
Wenn überhaupt etwas geregelt ist, steht das in den BB. Was anderes haben LVB und MDV nicht.

Zitat
Eine entsprechende Bescheinigung von meinem Hausarzt habe ich immer bei mir,
Wenn dieses Attest keinen Adressaten hat, ist es nur ein Infoblatt.

Zitat
fragt sich aber, ob diese bei einer möglichen Kontrolle anerkannt wird.
Das Kontrollpersonal hat gar nicht die Sachkenntnis, irgendetwas "anzuerkennen".

Zitat
Außerdem kann es jetzt passieren, dass ich auf Buslinien mit Vordereinstieg gar nicht erst mitgenommen werde.
Der Busfahrer kann nur nach den BB entscheiden. Mit der Bescheinigung herumwedeln nützt nicht, der Busfahrer hat die Sachkenntnis nicht, ein Attest zu lesen.

Zitat
Gibt es hier eventuell jemanden, der darüber bescheid weiß?
Du wirst schon zum Gesundheitsamt gehen müssen. Darunter läuft nix. Und das Attest ist vermutlich auch nur für das Gesundheitsamt gedacht.

Zitat
Ein Anruf meinerseits bei den LVB führte zu keiner eindeutigen Klärung.
Natürlich nicht. Niemand will dafür haften, dass es zu einem Corona-Fall in einem Fahrzeug kommt.

Niemand, aber auch niemand wollte Ende März und im April schuld sein, wenn es zu Corona-Fällen mit tödlichem Ausgang kommt. Unter anderem auch deshalb gab es den extremen Shutdown und das massive monatelange Einsperren der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen (weil sonst das Gesundheitsamt gehaftet hätte).

Zitat
Bevor ich wieder über €600,- für ein neues Jahresabo ausgebe, brauche ich schon eine gewisse Sicherheit, da ein Ende des "Maskenballs" in absehbarer zeit nicht zu erwarten ist.
Geh zum Gesundheitsamt. Das ist die einzige Behörde, von der Du eine amtliche Bescheinigung bekommen kannst. Mit dieser Bescheinigung kannst Du bei den LVB antanzen, dann stempeln sie Dir eine weitere Bescheinigung mit LVB-Logo für Prüf- und Fahrpersonal. Die Haftung liegt ja beim Gesundheitsamt.

Wenn die LVB mit ihren Untergebenen kommunikativer umgehen ist als mit ihren Fahrgästen, dann erfahren Prüf- und Fahrpersonal auf internem Wege, dass es solche Passierscheine gibt, und werden Deine LVB-Bescheinigung nicht für selbstbedrucktes Papier halten.

Das Bodenpersonal ist dann froh, nicht die Haftung zu übernehmen, weil sie vom Arbeitgeber (LVB) übernommen wird.
Die LVB sind froh, nicht die Haftung zu übernehmen, weil es ihnen das Gesundheitsamt abgenommen hat.

Good luck, bleib gesund. Und gute Fahrt.

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 06.07.2020, 14:39:44
Wenn das so umständlich ist, dann laufe ich lieber die paar Meter zur Arbeit.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 06.07.2020, 14:49:02
Bei den ganzen Diskussionen bitte auch folgendes beachten, bedenken

Wie viele Einsteiger halten sich an den Haltestengen im Fahrzeug fest, wie viele hangeln sich von Stuhl zu Stuhl. Wer zieht sich am Stuhl beim aufstehen hoch, ...

Mit dem Unterschied, dass ich diese Sache für mich entscheiden kann. Gerase als Risikopatient  versucht man  so etwas zu vermeiden. Den Fahrgastwunsch muss ich betätigen. Und bei der Haltestange halten sich die Leute Immer woanders fest, der Fahrgastwunsch wird von allen genutzt. Es scheinen auch nicht alle Busse einen Vorhang zu haben. Z.b. die 79 14:41 ab Probstheida nicht
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 06.07.2020, 15:46:26
^ Zumal es auch nichts am reduzierten Luftumsatz ändert, was das viel schwerwiegendere Problem darstellen dürfte, da man eine luftgetragene Infektion im Gegensatz zur Schmierinfektion auch deutlich schwerer durch eigene Vorsichtsmaßnahmen vermeiden kann, zumal gefühlt die Hälfte der Deutschen intellektuell bereits damit überfordert zu sein scheint, einen Mund-NASE-Schutz richtig anzuwenden ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 06.07.2020, 20:14:12
Hallo!

Mal eine ganz andere Frage zum Thema Corona: Wie ist es bei den LVB und den anderen VU's im MDV geregelt, wenn jemand - so wie ich - aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Maske tragen kann? Eine entsprechende Bescheinigung von meinem Hausarzt habe ich immer bei mir, fragt sich aber, ob diese bei einer möglichen Kontrolle anerkannt wird. Außerdem kann es jetzt passieren, dass ich auf Buslinien mit Vordereinstieg gar nicht erst mitgenommen werde. Gibt es hier eventuell jemanden, der darüber bescheid weiß? Ein Anruf meinerseits bei den LVB führte zu keiner eindeutigen Klärung. Bevor ich wieder über €600,- für ein neues Jahresabo ausgebe, brauche ich schon eine gewisse Sicherheit, da ein Ende des "Maskenballs" in absehbarer zeit nicht zu erwarten ist.
Das Thema ist ganz einfach geregelt und die Pflicht des Tragen eines MNS wird vom Land herausgegeben, hat also nix mit den Verkehrsunternehmen zu tun. Da sind, bzw waren, (ich habe den genauen Wortlaut der Coronaschutzverordnung jetzt nicht im Kopf) auch Ausnahmen definiert. Kinder unter 6 Jahren, Menschen mit Behinderungen oder medizinische Gründe. Jedenfalls haben die Verkehrsunternehmen auch keine Durchsetzungsbefugnis. Man darf dich drauf hinweisen, zum Aussteigen auffordern usw, jedoch raustragen oder irgendwelche Nachweise verlangen dürfen nur die Behörden, Ordnungsamt oder Polizei. Du kannst also den Mitarbeitern auf Nachfrage nur glaubhaft versichern, dass du keinen MNS tragen kannst. Und ich kann dir sagen, Fahrausweiskontrolleure interessieren sich auch nicht dafür. Und das Fahrpersonal wird aus eigenem Antrieb auch nicht tätig. Manchmal gibt es nur übereifrige Servicemitarbeiter, die sich noch ein Erfolgserlebnis am Tag gönnen wollen.
Übrigens ist das nichttragen eines MNS nur eine Ordnungswidrigkeit, die in Sachsen auch nicht mit einem Bußgeld lt Bußgeldkatalog geahndet wird.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 06.07.2020, 20:27:27
Vielen Dank für den Beitrag. Leider erzählt mittlerweile jeder etwas anderes. Es besteht also durchaus die Gefahr, des Fahrzeugs verwiesen zu werden. Auf der von meiner Hausärztin ausgestellten Bescheinigung steht eigentlich alles drauf, was für eine Kontrolle relevant ist. Zur Not kann derjenige sie auch gern kontaktieren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 06.07.2020, 21:44:57
Hallo

Relevant ist die aktuelle Coronaschutzverordnung, die kannst du dir auch im Internet ansehen -> https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Corona-Schutz-Verordnung-2020-06-25.pdf

§ 2
Kontaktbeschränkung, Abstandsregelungen, Mund-Nasenbedeckung

(5) Eine Mund-Nasenbedeckung ist zu tragen
1. bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, von Reisebussen und regelmäßigen
Fahrdiensten zum Zwecke des Transportes von Menschen mit Behinderungen oder
pflegebedürftigen Menschen zwischen dem Wohnort/der Wohnstätte und Einrichtungen
und
2. beim Aufenthalt in Geschäften und Läden.
Satz 1 gilt nicht für das Personal, soweit andere Schutzmaßnahmen ergriffen wurden oder kein
Kundenkontakt besteht. § 1 Absatz 2 Satz 3 bis 5 gilt entsprechend. Insoweit kann aus
infektionsschutzrechtlic hen Gründen die Benutzung und der Aufenthalt nach Satz 1 nicht
versagt werden.

§ 1
Grundsätze
(2) ... Eltern und Sorgeberechtigte sollen dafür Sorge
tragen, dass ihre Kinder oder Schutzbefohlenen diese Empfehlungen auch einhalten, sofern
diese dazu in der Lage sind. Menschen mit Behinderung und solche mit gesundheitlichen
Einschränkungen können, sofern sie nicht dazu in der Lage sind, auf das Tragen der Mund-
Nasenbedeckung verzichten. Es ist zulässig, im Kontakt mit hörgeschädigten Menschen, die
auf das Lesen von Lippenbewegungen angewiesen sind, zeitweilig auf die Mund-
Nasenbedeckung zu verzichten....
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 07.07.2020, 08:07:10
Auch hier steht aber wieder nichts, wie eine gesundheitliche Einschränkung konkret nachzuweisen ist. Eine kontrollierende Person von Polizei oder Ordnungsamt wird wohl kaum die entsprechenden medizinischen Fachkenntnisse haben. Also wird hier mit Sicherheit wieder nur der auch für die Inanspruchnahme von Tarifermäßigungen erforderliche Schwerbehindertenausweis zählen. Ich bin aber weder Schwerbehindert noch Lungenkrank, habe aber aus anderen Gründen eine von Ärztlicher Seite bestätigte verminderte Funktion von Herz und Lunge, was beim Tragen einer Mund-Nasen-Maske zu Problemen bei der Atmung führen kann.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 07.07.2020, 18:33:07
Hallo!
Das Thema ist ganz einfach geregelt und die Pflicht des Tragen eines MNS wird vom Land herausgegeben, hat also nix mit den Verkehrsunternehmen zu tun.
Und so weiter. Du unterstellst, verdrehst und verschwurbelst alles immer schön ein bisschen, damit die LVB stets super herauskommen.

Die LVB haben entschieden, dass es keine Schmierinfektion und keine Ansteckung über Aerosole gibt und dass die Fahrgäste gefälligst ihre Hände aus dem Gesicht halten sollen. Basta. Also bleibt von den Corona-Maßnahmen der LVB nur noch übrig, dass ein reduzierter Fahrplan gefahren wird.

Ach so, diesen wunderwirkenden Duschvorhang gibt es ja auch noch... für eine normale Plexiglasscheibe wie jetzt an jeder Supermarktkasse hat's nicht gelangt.

Eine Sache ist aber ziemlich sicher falsch:
Zitat
Übrigens ist das nichttragen eines MNS nur eine Ordnungswidrigkeit, die in Sachsen auch nicht mit einem Bußgeld lt Bußgeldkatalog geahndet wird.
Ordnungswidrigkeiten ohne Bußgeld. Ah ja. Ja, warum haben wir im März nicht doch zu fünft auf der Parkbank sitzen können?

In der von Dir in einem späteren Posting verlinkten SächsCoronaSchVO gibt es den §8 "Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten". In Absatz (2) wird auf  § 73 Absatz 1a Nummer 24 des Infektionsschutzgesetzes verwiesen. Direkt darunter (weil Nummer 24 der letzte Aufzählungspunkt ist) steht, wieviel Euros an Bußgeld winken: Der § 73 Absatz 2 lautet

Zitat
Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1a Nummer 7a bis 7d, 8, 9b, 11a, 17a und 21 mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden.
Nummer 24 gehört zu den "übrigen Fällen" und ist also 25 k€ wert. Soviel zum Stichwort "kein Bußgeld" in Sachsen.  ::)

Und einen "Bußgeldkatalog" gibt es m.W. nur für Untaten im Straßenverkehr.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 07.07.2020, 19:27:56
Nummer 24 gehört zu den "übrigen Fällen" und ist also 25 k€ wert. Soviel zum Stichwort "kein Bußgeld" in Sachsen.

Das wird ja immer verrückter! Wenn ich in einem Fahrzeug ohne Maske angetroffen werden kann das €25.000,- kosten? Ach ja: Ich bin mit der von meiner Hausärztin ausgestellten Bescheinigung schon mehrmals zu Besuchszwecken im Krankenhaus und heute sogar im Stadtgeschichtlichen Museum gewesen - ohne Maske!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 07.07.2020, 19:40:22
Hallo

Für dich sind die LVB der stete Buhmann, da kann jede Handlung noch so sinnvoll sein, es ist immer falsch.

Du erklärst mir jetzt bitte den Unterschied zwischen dem Duschvorhang und der Plexiglasscheibe? Ach nein, brauchst du mir nicht. Beides aus Kunststoff, beides Durchsichtig. Nur die Plexiglasscheibe ist dicker.

Natürlich gibt es einen Bußgeldkatalog zur SächsCoronaSchVO, die letzte Aktualisierung erfolgte am 25. Juni. Darin sind alle Bußgelder im Zusammenhang mit oben genannter Verordnung aufgelistet: https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html#a-7093

Der von dir genannte §8 der SächsCoronaSchVO regelt unter (2) die Verstöße, die als Ordnungswidrigkeit gewertet (und dann auch mit Bußgeld  geahndet) werden. Und nirgends ist der MNS erwähnt. Und die Regelungen sind eigentlich doch ganz klar formuliert.

@Thomas L.E.
Lass dich nicht verrückt machen. Du kannst aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen, dann ist es so. Genau für diesen Fall sind Ausnahmen formuliert. Außerdem steht auch in der SächsCoronaSchVO der Punkt der Verhältnismäßigkeit geschrieben. Gute Fahrt!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 08.07.2020, 10:12:15
Währenddessen bei der BVG

Zitat
In enger Abstimmung mit dem Senat haben wir uns dazu entschieden, die oben genannte Pflicht auch in unsere Nutzungsordnung zu übernehmen. Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werden künftig mit einer Vertragsstrafe von 50,- € geahndet. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um das vom Senat beschlossene Bußgeld handelt, sondern dieses getrennt von der Vertragsstrafe zu betrachten ist. Die Nutzungsordnung finden Sie hier.

Dies kommt also zum Bußgeld (50 - 500 €) der Ordnungswidrigkeit noch oben drauf. https://go.bvg.de/corona
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 08.07.2020, 11:50:13
Auch bei der BVG hat man wieder keine Ausnahmen bedacht. Man kann also wirklich nur den ÖPNV meiden, so weit es geht, wenn man aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann. Die LVB hüllen sich auf eine Anfrage meinerseits per E-Mail ebenfalls in Schweigen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 08.07.2020, 12:22:24
Interessant wäre da eine Anfrage bei der BVG, wie diese sich verhalten. Die KV Berlin schreibt dazu nur https://www.kvberlin.de/20praxis/ne200506.html

Den Grund bei Dir Thomas kenne ich nicht, das Thema zu den Masken ist beim MDR https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/maskenpflicht-ausnahmen-risiken-asthma-100.html nun auch schon etwas ältlicher. Was mich sehr ärgerlich macht ist das hier https://www.swr.de/report/atteste-gegen-maskenpflicht-warum-aerzte-die-corona-gefahr-herunterspielen/-/id=233454/did=25301340/nid=233454/1t1kplc/index.html es erinnert mich an den damaligen Quatsch der 100 Lungenärzte. Irgendwie schwindet da mein Vertrauen selbst in Ärzte. :-(
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 08.07.2020, 12:29:52
Ich habe zumindest kein Fake-Attest aus dem Internet. Auf meinem befinden sich Stempel und Unterschrift meiner Hausärztin, so dass jederzeit eine Prüfung der Plausibilität möglich ist. Darauf steht jedoch im Gegensatz zu dem Formular aus dem Internet eine entsprechende Diagnose.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 08.07.2020, 12:59:12
Ich meinte auch nicht Fake-Attest, mir ging es darum, das Ärzte unverantwortlich Handeln, wenn sie pauschal Atteste ausstellen, also den Verweigerern auch noch eine Legitimation geben.
Für Dich ist halt das Risiko besonders erhöht, durch die nicht vorhandene Möglichkeit des Eigenschutzes*, wenn die anderen alle ohne herum kutschen. Und Deine eigentliche Frage löst es auch nicht. :-/

Diese Rücksichtslosigkeit bei einigen Menschen ist irgendwie bescheuert und sie fühlen sich in ihrer Freiheit beschränkt, dabei ist zumeist nur ihr eigener Geist eingeschränkt.

* Ich weiß das die MNS Masken eher einen Schutz für Andere darstellt, aber es bildet auch einen geringen Eigenschutz aus. FFP2/3 Masken bilden einen höheren Eigenschutz aber mit Standard Auslassventil reduzieren sie den Fremdschutz. Soweit mein mir bekannter Stand zum Wissen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 10.07.2020, 17:15:57
Wenn das so umständlich ist, dann laufe ich lieber die paar Meter zur Arbeit.
Lass Dich nicht von @sfn's unsinnigen Gequake verunsichern, der steht bei seiner Antwort wiedermal völlig neben den Schuhen. Wenn Dir von Deiner Hausärztin bestätigt wurde, dass Dir das Tragen des Gesichtsschlüppis nicht zuzumuten ist, dann steig ohne selbigen in Bus und Bahn, und wenn die Polizei Dich auffordert auszusteigen, dann zeig ihnen das Attest. Fahr- und Kontrollpersonale dürfen Dich wegen einem fehlenden Gesichtsschlüppi nicht an die Luft setzen. Oder nimm einfach die S-Bahn, deren Personale wissen bei diesem Thema auf alle Fälle was sie dürfen und was nicht.

Wenn überhaupt etwas geregelt ist, steht das in den BB. Was anderes haben LVB und MDV nicht.
Wenn man keine Ahnung vom Thema hat, dann sollte man sich eine Antwort verkneifen, eh man dummes Zeug schreibt.

Die Maskenpflicht ist nicht in den Beförderungsbedingungen geregelt, sondern in der Coronaschutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes. Sowohl in der sächsischen als auch in der sa.-anhaltinischen sind Ausnahmen von der Maskenpflicht erlaubt, so u.a. wenn es dem Träger aus medizinischen Gründen nicht möglich bzw. nicht zumutbar ist eine Maske zu tragen. Wie der Nachweis zu erbringen ist, ist in beiden Verordnungen nicht erwähnt. Von daher bringt auch Dein Hinweis, nur ein Attest des Gesundheitsamtes sei wirksam, null Punkte. Fahr- und Kontrollpersonale haben keine rechtlichen Möglichkeiten der Durchsetzung der Maskenpflicht, das kann nur die Polizei des jeweiligen Bundeslandes bzw. in Eisenbahnzügen die Bundespolizei. Und da für öffentliche Verkehrsmittel eine Beförderungspflicht gilt, kann ein Busfahrer dem betroffenen Fahrgast die Mitfahrt auch nicht verweigern, nur weil er ein Attest des Hausarztes nicht entziffern kann. Das geht dem nämlich gar nix an.

Währenddessen bei der BVG
[Übernahme der Maskenpflicht in die "Nutzungsverordnung"
Das dürfte m. E. ein nutzloser Papiertiger sein. Es gelten in den Verkehrsmitteln der BVG die Beförderungsbedingungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Ich glaube nicht, dass eine darüberhinaus gehende "Nutzungsverordnung" und dort geregelte "Vertragsstrafen" (der Beförderungsvertrag kommt im Zweifelsfalle gar nicht mit der BVG zustande, wenn der Fahrgast sein Ticket bei der Bahn oder einem anderen Busunternehmen kauft) rechtlichen Bestand hat. Andererseits, wie reagieren die BVG, wenn Berlin die Maskenpflicht von heute auf morgen wieder aufhebt?? Dann entfällt in Berlin die Maskenpflicht in Bus und Bahn, wird aber bei der BVG weiterhin per "Vertragsstrafe" durchgesetzt?? Und was passiert im theoretisch möglichen Fall, dass Berlin die Maskenpflicht aufhebt, Brandenburg aber nicht??

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 13.07.2020, 11:27:33
Pünktlich zu den Sommerferien werden die Sonderfahrpläne mal wieder angepasst oder mit anderen Worten das Angebot wird weiter eingeschränkt. So beginnt der 30-Minuten-Takt abends künftig 1h eher (am Sonntag sogar 2h eher und dauert vormittags auch 1h länger) und die /SL.002 scheint künftig sonntags gar nicht mehr zu verkehren. Den teilweise sogar nachvollziehbaren Änderungen stehen natürlich keinerlei Verbesserungen Mo-Fr gegenüber ::)

EDIT: Die Änderungen sind mittlerweile auch auf der Website unter dem vielsagenden Titel "LVB-Sommerangebot: Täglich zum Cospudener See - ..." veröffentlicht ::)
https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/lvb-sommerangebot-t%25C3%2583%25C2%25A4glich-zum-cospudener-see-angepasstes-angebot-w%25C3%2583%25C2%25A4hrend-der-sommerferien_1804
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Lößniger am 13.07.2020, 11:41:05
Das die  /SL.002 sonntags nicht fährt ist natürlich eine Verschlechterung für die Grünauer und Schleußiger.
Wäre es nicht sinnvoller die Linie zwischen Roßplatz und Grünau fahren zu lassen?

Wenigstens lässt man die  /SL.010 im 15 min Takt fahren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 13.07.2020, 12:01:12
Sorry, deine Ansicht von teilweise sogar nachvollziehbar kann ich persönlich nicht wirklich teilen. Gerade weil der 30-Minuten-Takt teilweise auch extrem besch... Anschlüsse hat, längere Wartezeiten. Ich empfinde es einfach nur als verar... der Kunden, die den LVB trotz Angebotseinschränkungen, die im März und Anfang April noch begründet waren, jetzt aber völlig blödsinnig sind, die Treue gehalten haben und jetzt völlig stiefmütterlich behandelt werden. Schade, dass Fahrgäste kein Druckmittel gegenüber dem Unternehmen haben, außer Abzuwandern. (Dass die Auslastung der Bahnen vielleicht nicht TROTZ sondern WEGEN des Angebots so schlecht ist, können sich die LVB anscheinend nicht vorstellen. )  Wie User Sven schon in einem anderen Thread schrieb, könnte Corona zum Scheideweg der LVB werden. Um die Fahrgäste langfristig bei der Stange halten zu können, wäre es von großem Vorteil, den Normalfahrplan wieder einzuführen und evtl sogar besonders nachgefrage Fahrten im Rahmen des Möglichen zu verstärken. Und wenn die Stadt das nicht bezahlen will, sollte das den Fahrgästen auch so kommuniziert werden. Etwa: "Eine Erhöhung der Takte scheitert daran, dass die Stadt Leipzig die Finanzierung ablehnt." Eine Auslastung die über "Pro Vierergruppe ein Haushalt" hinausgeht, halte ich für schwierig und gesundheitsgefährdehnd, zumal der ÖPNV, anders als Partys für viele Menschen essentiell ist, nur weil Person X Asthmatiker ist, kann er nicht von Liebertwolkwitz aus zu Fuß oder per Taxi in die Innenstadt kommen, wenn er nicht die Möglichkeit hat, im Home office zu arbeiten, das wäre ihm unzumutbar, da müssen in der kritischen Infrastruktur besonders strenge Vorschriften gelten. Ob man die Maske braucht, kann ich nicht beurteilen, da die Forschung m.E.  jetzt eher zu Aerosolen als zu Tröpfchen als Infektionsquelle geht, aber der Abstand scheint  immer wichtiger zu werden. Interessant ist auch die "geringe Nachfrage auf der  /SL.002". Da ich mit der  /SL.015 pendle, merke ich es, dass oft um 18 Uhr die  /SL.015 ab Hbf nochmal relativ voll wird, voller als sonst, da die  /SL.002 ja nicht mehr fährt. (Noch dazu, wo die  /SL.015 im 10-Minuten-Takt fährt und wenn man die Wahl hat wohl eher die geeignete Bahn ist.)

Auch wenn es off-Topic wird, scheint es leider Trend zu werden, Corona zu unterschätzen, gerade was den Abstand in der Öffentlichkeit angeht... Nach dem Motto "Die Maske macht es". Scheinbar fehlt da der Gesunde Menschenverstand, ebenso wenn es Pfleger gibt, die in einem Krankenhaus, als ich meine Großmutter besuchte keine Maske trugen. Und die LVB nehmen den Zug gerne mit... 
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 13.07.2020, 12:06:25

Wenigstens lässt man die  /SL.010 im 15 min Takt fahren.

Ist für mich eher ein Nachteil als ein Vorteil, da so nicht jede 2. sondern nur jede 3.  /SL.011 verstärkt wird, da alle 30 Minuten  /SL.010 und  /SL.011 direkt hintereinander fahren. Wenn man einschränkt, dann fände ich es sinnvoller, dass die  /SL.010 von Lößnig bis mindestens zum Connewitzer Kreuz alle 10 Minuten fährt und dann alle 20 Minuten weiter nach Wahren.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 13.07.2020, 12:40:17
@Fahrer
Ich will die Einschränkungen auch gar nicht schön reden, sie sind in ihrer Gesamtheit eine einzige Zumutung den Fahrgästen gegenüber und werden den ÖPNV in Leipzig noch auf Jahre hinaus auf die Füße fallen. Allerdings fährt man momentan auf etlichen Streckenabschnitten die selbe Platzkapazität spazieren, egal ob es sich um die HVZ, spätabends oder sonntagvormittags handelt. Dass das nicht sinnvoll sein kann, sollte klar sein und das war es schon vor 3 Monaten im "harten Lockdown" nicht. Mittlerweile wäre zwar längst der Punkt erreicht, an dem man das Paradoxon durch Verdichtungen im Tagesverkehr auflöst, aber selbst dann hielte ich als Kompensation momentan punktuelle Ausdünnungen in der absoluten Schwachverkehrszeit (besonders abends aufgrund fehlender kultureller Veranstaltungen) durchaus für angemessen, zumindest für deutlich angemessener als in der HVZ.

Die /SL.010 ist momentan ohnehin völliger Humbug und hätte längst wieder auf ihre Stammstrecke umgelenkt werden müssen, nachdem klar war, dass der 10-Minuten-Takt während der BM nie eingeführt werden wird und die K.-Schumacher-Straße demnach mehr als genug Kapazität frei hat. Und genauso sinnfrei ist es, dass die Linie zu allen Tagesrand- und Nachtzeiten überwiegend heiße Luft durch die Auwald befördert, während andernorts dicht gedrängt gestanden werden muss.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 13.07.2020, 12:58:47
Okay, natürlich ist es angemessener als in der HVZ, da bin ich klar bei dir. Problem ist nur, dass viele Leute, oder zumindest diejenigen, denen ein Auto zur Verfügung steht genau vergleichen, was für sie persönlich am besten wäre, ist die Fahrzeit von A nach B kurz, kommt dann doch eher das Auto in Betracht, da durch Weg zur Haltestelle und die Umstiegszeiten echte Zeitfresser sind. Verdopplung der Fahrzeit  ist halt nicht attraktiv. (Mir ist klar, dass der ÖPNV oftmals etwas langsamer ist, -wobei die reine Fahrzeit absolut konkurrenzfähig  ist da ist jetzt keine nennenswerte Mehrzeit in Betracht zu ziehen -  derjenige, dem ein Auto zur Verfügung steht, vergleicht das vielleicht doch etwas kritischer).

Wenn man nicht aufpasst könnte der Weg von einzelnen Taxifahrten über Carsharing langfristig doch eher zum eigenen Auto führen, als zum ÖPNV zurück. UNd zumindest in Sachsen sind kleine Familienzusammenkünte möglich, Restaurants... Die großen Sachen wie Konzert,Oper, Theater haben ja Lastspitzen, die allenfalls kurzzeitig (d.h. oft bis zu 1 h) einen dichten Takt rechtfertigen. 
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Thomas L.E. am 13.07.2020, 14:53:04
Weshalb fährt eigentlich die /SL.001 immer noch nach „Corona-Fahrplan“ im 15min-Takt? Hängt das mit dem längeren Fahrtweg und dem damit verbundenen Mehrbedarf an Fahrzeugen für einen 10min-Takt zusammen oder besteht (noch) kein Bedarf zur Wiederherstellung des ursprünglichen Taktes?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 13.07.2020, 15:10:13
Offiziell "kein Bedarf", wobei es fehlender Wille eher trifft. Der ursprünglich geplante Umleitungsfahrplan sah selbstverständlich auf allen Linien (mit Ausnahme der /SL.002) Mo-Sa einen 10-Minuten-Takt vor.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 13.07.2020, 15:39:26
auf der  /SL.014 meine ich auch nicht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 13.07.2020, 16:05:43
^ Die gibt es ja momentan auch nicht.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 13.07.2020, 18:38:44
Weshalb fährt eigentlich die /SL.001 immer noch nach „Corona-Fahrplan“ im 15min-Takt? Hängt das mit dem längeren Fahrtweg und dem damit verbundenen Mehrbedarf an Fahrzeugen für einen 10min-Takt zusammen oder besteht (noch) kein Bedarf zur Wiederherstellung des ursprünglichen Taktes?

Im Bereich Grünau ist der Mehrbedarf schon vorhanden, zumal Stadteinwärts ein 9/6 Minutentakt mit der /SL.002 besteht. Da die /SL.001 auch noch in Lausen startet und ab Ratzelbogen mindestens die 9 Minuten Wartezeit bestehen ist sie zumeist gerammelt voll und sammelt Plusminuten und die /SL.002 fährt bis WLP halb leer hinterher. Im Abendprogramm Richtung Grünau hört die /SL.002 jetzt schon 1h eher auf, so dass dann ab Westplatz nur noch eine Bahn aller 15 Minuten den ganzen Ast bedienen darf. Jubel! Der Sommerfahrplan macht es noch schlimmer.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Jens am 13.07.2020, 19:02:30
Hallo,

Fährt die  /BL.079 eigentlich Mo-Fr generell zum Cospudener See oder nur (wie jedes Jahr) aller 60 min.

MfG
Jens
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 13.07.2020, 20:17:10
alle 60 Minuten, wenn man den Fahrplan der  /BL.079 zwischen Connewitz und Cospudener See sieht man es.
@Opi, ich möchte widersprechen ganz leer ist die  /SL.002 mittags nicht. Zumindest im Bereich MArschnerstraße <-> Neues Rathaus. Aber die  /SL.001 ist natürlich deutlich voller.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 14.07.2020, 09:06:40
@Opi, ich möchte widersprechen ganz leer ist die  /SL.002 mittags nicht. Zumindest im Bereich MArschnerstraße <-> Neues Rathaus. Aber die  /SL.001 ist natürlich deutlich voller.

Ich schrieb HALB leer und nicht ganz leer, auch um den Adler herum. Es entspricht schon einer /SL.009 nach MBerg-West, kann man also getrost einstellen. :-D
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 14.07.2020, 20:50:06
Die LVB sind ein Witz - positiv ausgedrückt  >:(
Wie kann man sich auf die Fahne schreiben, einen ÖPNV-Anteil von 25% an den Verkehren in dieser Stadt zu erreichen? Wie besoffen muss man dabei gewesen sein? Schizophren wäre noch die gute Umschreibung. In meinen Worten würde ich den Begriff bekloppt verwenden.

Ehrlich, macht den Laden zu, schmeisst die gesamte (!) Führungsriege raus. Am besten ab nach Afrika zu Hr. Heinemann.

Peinlich ist die Verwaltung dieser Stadt. Wie kann man sich solch einen Blödsinn anschauen? Das ist ein städtischer Betrieb. Wo bleibt die Aufsichtsfunktion.

Grüße
Sven

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 14.07.2020, 21:22:44
Im Grunde würde ich dir dabei zustimmen. Von der Tapete bis zur Wand gedacht und so weiter. Und den planenden Leuten einen Kurzlehrgang zu Kundenverhalten geben. Aber:

Der ganze Mist ist auf Geheiß der Stadt gewachsen! Die letzten Schätzungen sehen einen Verlust von rund 18 Mio Euro vor, der entstand. Und die Stadt hat den LVB freie Hand (oder die Order) gegeben, diesen Schaden so gut es geht zu minimieren. Ja bloß keinen Euro mehr hineinstecken als man muss, die werden sonst noch verwöhnt! An die Langfristschäden verschwendet da keiner auch nur einen Gedanken.
Hier gehört die Säge also noch an ganz anderer Stelle angesetzt. Heiße Luft können die in der Stadtverwaltung alle produzieren, wenn es dann aber knallhart um das Leben der Stadt geht, wird sich schnell geduckt. Hat Herr Jung in den letzten Monaten ja gut bewiesen.

Zu schade ist es, dass man genau das nicht den Kunden so kommuniziert. Das würde ein ganz anderes Licht werfen. Aber so stecken die LVB sämtliche Prügel ein und die Stadt ist fein raus.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: RoSchoLe am 15.07.2020, 08:14:02
Das Herr Jung und seine Leute nicht viel mit dem ÖPNV am Hut haben, haben wir ja 14 Jahre lang erleben dürfen - faktischer Stillstand beim Ausbau.
Aber leider waren die Leipziger der Meinung, dass das ruhig so weiter gehen soll.
Und die, die es hätten ändern können (Kreft, Riedwald) haben ja feige gekniffen, haben sich mit hohlen  Worten und Versprechungen des Herr Jung abspeisen lassen. Und das Ergebnis sieht man jetzt.
Sicher auch die Gelegenheit, den gerade noch drohende tatsächlichen Ausbau und die Verdichtung des ÖPNV nun wieder vom Tisch zu wischen.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 15.07.2020, 10:32:29
Da sollte man wohl doch eine Dauerdemonstration auf der Kreuzung am Augustusplatz organisieren (bei Freihaltung der Gleisanlage). Bis endlich harte Fakten im Rathaus geschaffen werden, für die Kunden aber auch fürs Personal.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Radler am 15.07.2020, 11:20:20
ganz so pauschal würde ich nicht alle Akteure aburteilen!

Bei der OBM Einscheidung Jung oder Gemkow hat es im Sinne des ÖPNV und des gesamten Umweltverbundes die richtige Entscheidung gegeben. Für andere Alternativen hätten im ersten Durchgang andere Kreuze gesetzt werden müssen.

Der OBM entscheidet selten direkt. Hin und wieder per Veto, dann nicht immer glücklich. Doch das würde statistisch gesehen, jeder OBM so machen. Bei Unzufriedenheit hilft dann nur, selbst OBM werden.

Das VTA ist dreigeteilt: Die Entwurfstruppe ist sicher progressiver, die Realisierungstruppe metert eiskalt das bekannte durch, als gäbe es kein Nachhaltigkeitsszenario. Und die Straßenverkehrsbehörde ordnet halt so an, wie sie es für richtig befindet.

Die LVB als Platzhirsch hat sich seit vielen Jahren in den virtuellen Elfenbeinturm verkrochen und schmeißt auf alle Anstürmenden Dreck und Schwefel. Nach außen hin wirkt der Laden träge. Bestimmt glauben die auch, dass eine App hier und digital da Wunderwas bewirken. Doch was nutzt eine App wenn das Angebot nur mäßig bleibt?

Die Medien peilen das nicht so recht, denn dazu braucht es enormen Tiefgang und langfristige Verfolgung der Entwicklung. Folglich finden Wertungen und Wichtungen selten interdisziplinär statt. Gerade das Bevölkerungswachstum und die Wirtschaftsentwicklung hätten eine aktive progressive Verwaltung + Akteure gebraucht, die voran treiben, machen, erweitern und entwickeln. Doch am Ende wird Freude über Rückgänge des Wachstums geäußert. Das verstehe wer will!

So gesehen braucht es viel Kraft für ein verändertes Agieren zu sorgen!

Gruß
der Radler
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 15.07.2020, 11:48:12
Bei der OBM Einscheidung Jung oder Gemkow hat es im Sinne des ÖPNV und des gesamten Umweltverbundes die richtige Entscheidung gegeben. Für andere Alternativen hätten im ersten Durchgang andere Kreuze gesetzt werden müssen.
Die Wahl zwischen Pest oder Cholera (ergo Jung oder Gemkow) war eigentlich schon mit der Kandidatenaufstellung besiegelt. Da Grüne und LINKE unbedingt jeweils ihre eigene Parteisoldatin aufstellen mussten (die unabhängig davon sicher beide geeignete Kandidatinnen waren, das will ich gar nicht in Abrede stellen), war die Zersplitterung des rot-rot-grünen und eher ÖPNV-freundlichen Lagers bereits besiegelt. Hätten sich die beiden Parteien im Vorfeld auf einen gemeinsamen, progressiven und möglichst überparteilichen Kandidaten geeinigt, hätte es zumindest eine realistische Möglichkeit gegeben Jung zu verhindern, ohne einen Vertreter der Ewiggestrigen stattdessen ins Rathaus zu hieven. Aber so blieb maximal die Wahl des etwas kleineren Übels übrig.

Ob ein anderer Ausgang der OBM-Wahl etwas an der aktuellen Situation geändert hätte, wage ich aber auch zu bezweifeln, dazu sind sowohl die LVB als auch die Stadtverwaltung bis in die mittleren Führungsebenen hinein zu sehr miteinander verfilzt und in ihre jahrzehntelang ausgetretenen Pfade hinein gepresst, sodass es mir auch generell schwerfällt an irgendwelche positiven Veränderungen im Leipziger ÖPNV zu glauben. Das momentan zerschlagene Porzellan wird jedenfalls noch auf Jahre hinaus die Entwicklung bremsen und wird teilweise auch gänzlich irreversibel sein.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 24.07.2020, 18:01:33
Mal wieder etwas aus der Verwaltung zum Thema - Beschlussfassung in der nächsten Ratsversammlung:

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016264 (https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016264)

Quintessenz:

1. Die LVB dürfen bis Jahresende flexibel über Ihr Angebot entscheiden, ohne das die Stadt Vorgaben macht.

2. Der OBM hat ein Vetorecht, wenn er es wünscht und kann Mehrverkehre bestellen.

Wer wettet auf ausgedünnten Takt auf den  /TRAM Linien bis Jahresende?  ;D

Grüße
Sven
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 24.07.2020, 20:12:50
Erinnere dich an meinen Beitrag 342. Solange das Rathaus nicht gezwungen wird den Regelfahrplan anzuweisen und die entstehenden Verluste auszugleichen, wird man sich schwer hüten.
Ich kann nur jedem empfehlen ordentlich Krawall zu machen, wenn er wieder mal in einer Bahn sitzt die sich anfühlt wie ein Vorortzug von Neu-Delhi.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Südvorstadt am 26.07.2020, 00:16:12
Mal wieder etwas aus der Verwaltung zum Thema - Beschlussfassung in der nächsten Ratsversammlung:

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016264 (https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016264)

Quintessenz:

1. Die LVB dürfen bis Jahresende flexibel über Ihr Angebot entscheiden, ohne das die Stadt Vorgaben macht.

2. Der OBM hat ein Vetorecht, wenn er es wünscht und kann Mehrverkehre bestellen.

Wer wettet auf ausgedünnten Takt auf den  /TRAM Linien bis Jahresende?  ;D

Eigentlich müsste ich aktuell mein Abo wegen nicht erbrachten Leistungen kündigen - das ist einfach nur noch lächerlich ohne Ende. Was wurde da doch für eine große Show angezogen mit dem 10er Takt am Samstag. Gut, aktuell nur noch alle 15 Minuten, aber zum Glück verkürzen sich  /SL.010 und  /SL.011 ja auf 7,5 Minuten. Oh warte, die Bahnen fahren im Abstand von 1 Minute über die Karli und die  /SL.010 kommt nicht mehr am Hbf an. Naja, dann eben mit der  /SL.009 zum Hbf Westseite, auch wenn's länger dauert. Moment, Baustellenlinie  /SO.039 - fährt auch nicht am Hbf vorbei. Und damit es noch mehr Spaß macht, sind auf der  /SL.011 XL-Bahnen im Einsatz, damit man auch ja keinen Abstand halten kann.

Jetzt gerade noch mit dem zusätzlichen Ferienfahrplan. Heilige Scheiße, Halbstundentakt bis 10 Uhr morgens. Klasse, ich darf Sonntagmorgen mit einer halbstündlichen fahrenden Straßenbahn zum Hbf fahren, um dort mit einem stündlich verkehrenden Zug zu fahren. Ganz großes Kino...

Dafür sollte ich aufhören 60 Euro im Monat zu zahlen, zumal ich auch aktuell auch nicht mit dem Bus zur Arbeit fahre, weil durch die Baustelle auf der Bornaischen und die verschobene Tram-Haltestelle der Weg bis zum Kreuz und die Fahrt mit dem Bus längern dauern als wenn ich direkt mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tilman am 26.07.2020, 07:34:27
Weiß jemand, was mit den nebulösen Angebotserweiterungen im Busbereich gemeint ist?
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 26.07.2020, 08:41:03
^ Nur die Anpassung an den Status Quo, da es hier in den letzten Jahren ja zu einigen Verbesserungen kam, die noch nicht entsprechend in den Verträgen hinterlegt waren und nun festgeschrieben werden.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Halleipzig am 27.07.2020, 14:44:11
Ja der 15min Takt bei der Tram und Normalfahrplan beim Bus mit den unmöglichen Anschlüssen und die Überfüllung der Trams zu Stoßzeiten hat mich nun dazu bewegt möglichst nur noch die S-Bahn zu nutzen für größere Strecken. Das ist für mich meist schneller als auf irgendeinen sinnlosen Anschluss zu warten. Gleichzeitig ist die S-Bahn nicht so voll zumeist und klimatisiert und hat von Stötteritz aus sogar den besseren Takt ins Zentrum mittlerweile...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 29.07.2020, 20:43:47
Kann man - z.B. auf diesem Portal des Stadtrats - herausfinden, wann darüber abgestimmt wird?

Eigentlich müsste ich aktuell mein Abo wegen nicht erbrachten Leistungen kündigen

Habe ich mir auch gedacht.

Erinnere dich an meinen Beitrag 342. Solange das Rathaus nicht gezwungen wird den Regelfahrplan anzuweisen und die entstehenden Verluste auszugleichen, wird man sich schwer hüten.
Ich kann nur jedem empfehlen ordentlich Krawall zu machen, wenn er wieder mal in einer Bahn sitzt die sich anfühlt wie ein Vorortzug von Neu-Delhi.

Nur wie soll dieses Krawall machen aussehen?
Deklinieren wir mal die Möglichkeiten durch:

- Petition starten? Das kann man ja sogar auf der Seite der Stadt https://ratsinfo.leipzig.de/bi/ba051.asp oder auf einer gängigen Petitionsplattform. Auch schon drüber nachgedacht, was mich noch hindert ist, dass man seinen Namen (Klarnamen) angeben muss.
- An den OB schreiben, oder an einen anderen Politiker aus dem Stadtrat? Es gibt ja auch einen zeitweilig tagenden Verkehrsausschuss (je ein Politiker pro Stadtratsfraktion sowie dessen Stellvertreter). https://ratsinfo.leipzig.de/bi/au020.asp?AULFDNR=1000041&altoption=Ausschuss
- Oder gar an einen Politiker auf Landesebene (z.B. sächs. Verkehrsminister) schreiben?
- Eine Demo organisieren insoweit das momentan unter den aktuell gültigen Auflagen möglich ist.
- Durch Diskussionsbeiträge wie Leserbriefe etc. auf die Problematik aufmerksam machen.
- ABO kündigen? Kommt derzeit für mich nicht infrage. Gerade in den kühleren, dunkleren Monaten werde ich die Tram wieder häufiger nutzen.
- Und sich bei den LVB selbst beschweren.

Letzteres habe ich übrigens vor ca. drei Monaten getan. Die AW darauf waren zu 70% irrelevante Infos bzw. Infos die sowieso aus den Medien bekannt waren (z.B., dass die Busse schon alle 10 Min. fahren und das man beim Betreten der Fahrzeuge einen Mund-Nasenschutz tragen muss etc.).
Ich habe jetzt vor einer Woche nochmal eine Beschwerde geschrieben, dass sich immer noch nichts geändert habe und auf die teilweise Sinnfreiheit der AW auf meine erste Beschwerde hingewiesen. Dies wurde mir bis jetzt noch nicht beantwortet.

Was ich spannend fände zu wissen ist, wieviele LeipzigerInnen die jetzige Situation so stört, wie die Forums hier. Ich kenne jetzt im Bekanntenkreis nicht allzuviele, die es stört. Viele fahren (sowieso) größtenteils mit dem Rad.... Vielleicht ändert sich das Ganze ja, wenn die Schule wieder losgeht, da laut jetzigem Stand der Unterricht wieder normal stattfinden soll (und nicht mehr in einem Mix aus Präsenz- & Onlineunterricht bzw. Unterricht in Gruppen). Vielleicht ändert sich das Bewusstsein wenn die Radsaison vorbei ist.

Vielleicht sind wir aber auch schon inmitten der zweiten Welle und alles hat sich sowieso erstmal erübrigt.




Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 29.07.2020, 21:01:26
Was ich spannend fände zu wissen ist, wieviele LeipzigerInnen die jetzige Situation so stört, wie die Forums hier. Ich kenne jetzt im Bekanntenkreis nicht allzuviele, die es stört. Viele fahren (sowieso) größtenteils mit dem Rad....
Eben, die meisten stimmen ohne großes Federlesen mit den Füßen ab und damit hat sich dann die Sache dann erledigt. Übrig bleiben die Zwangskunden, die sich je nach Temprament entweder aufregen oder die Situation stoisch hinnehmen. Während letztere Gruppen sowieso als Kunden erhalten bleiben, wird ein größerer Teil der Wahlfreien nicht mehr so mir nichts, dir nichts zurückkehren. Und deren Einnahmen fehlen dann. Dauerhaft.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 29.07.2020, 22:44:18
Sehe ich auch so. Das Thema "Nahverkehr" ist ein Fuzzy-Thema. Wir nehmen das hier viel zu ernst und lebensinhaltlich.

Bei normalen Familien, in denen die Kinder schon groß sind und sich selbst fortbewegen können, wird morgens beim Frühstück kurz genuschelt, "Mit der Tram brauchste ewig.", dann ist das Thema "Nahverkehr" abgehakt.

"Mutti, fährst Du mich kurz mal hin?" ist die nächste Frage. Mutti sagt vielleicht: "Kannst doch mit dem Fahrrad fahren." - Thema "Nahverkehr" aber schon längst außer Denkweite.

Keine Demo, keine Petition, Leserbrief sowieso nicht. MDV-Abo wird von Vati irgendwann gekündigt. Ende.

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 30.07.2020, 10:46:32
Was ich spannend fände zu wissen ist, wieviele LeipzigerInnen die jetzige Situation so stört, wie die Forums hier.

Es gibt zumindes auf Twitter noch eine Horde Beschwerden an @LVB_direkt ... aber auch da kommen immer die gleichen Antworten und das man die Situation genau kontrolliere wie voll die Bahnen wären ... aber wie sie dies angeblich machen, bekommt keine Antwort.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Q-terra am 30.07.2020, 11:25:37
Es gibt zumindes auf Twitter noch eine Horde Beschwerden an @LVB_direkt ... aber auch da kommen immer die gleichen Antworten und das man die Situation genau kontrolliere wie voll die Bahnen wären ... aber wie sie dies angeblich machen, bekommt keine Antwort.

Wie wohl? Bahnen und Busse haben Fahrgastzählsysteme und die Verkehrsmeister der Verkehrsaufsicht sind fleißig am zählen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 30.07.2020, 12:08:18
^ Mag sein. Da die Nachfrage aber auch mit dem Angebot korreliert, ist da sicherlich kaum noch eine Änderung zu erwarten. Bestenfalls eine vollständige Schulöffnung oder der Beginn der kalten und damit eher radunfreundlichen Jahreszeit könnte die Nachfrage wieder etwas erhöhen, aber da beides vermutlich auch die Infektionszahlen hochtreiben wird und wieder zusätzliche Einschränkungen hervorrufen dürfte, sehe ich nicht wie man in absehbarer Zeit aus der Abwärtsspirale rauskommen will ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: opi am 30.07.2020, 12:40:07
Wie wohl? Bahnen und Busse haben Fahrgastzählsysteme und die Verkehrsmeister der Verkehrsaufsicht sind fleißig am zählen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten.

Also die Leute beschweren sich über zu volle Straßenbahnen, es ändert sich nichts, es wird immer nur auf das "ständige Kontrollieren der Situation" hingewiesen. Ein Nachfragen bei der LVB bringt keine Antwort, was ich hier mitteile. Dann stimmt entweder etwas an den Fahrgastzähleinrichtungen nicht oder man glättet diese über den ganzen Tag. Verkehrsaufsicht, ja die steht an Knotenpunkten herum, aber im Bereich Adler noch nie mitbekommen. Aber die Verspätungszahlen sprechen auch ihre Bände.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Fahrer am 30.07.2020, 12:43:48
Wie wohl? Bahnen und Busse haben Fahrgastzählsysteme und die Verkehrsmeister der Verkehrsaufsicht sind fleißig am zählen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten.
Wäre mal zu erfragen, was als voll gilt. M.E. sollte soviel wie möglich fahren, dass die Abstandsregel eingehalten wird.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 30.07.2020, 12:46:49
Wie wohl? Bahnen und Busse haben Fahrgastzählsysteme und die Verkehrsmeister der Verkehrsaufsicht sind fleißig am zählen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten.
*binschwerbeeindruckt*  ::)

Die Meisterzählungen führten und führen maximal vielleicht zu sehr punktuellen Einsatzverstärkungen, aber eher noch zu punktuellem Wegfallen von Fahrten (so Sachen wie Spätst- und Frühstfahrten, wie hier im Forum verschiedentlich angezeigt wurde).

Die Zählungen werden eher als Messinstrument angesehen, um unauffällig irgendwo zu sparen. Fahrangebotserweiterunge n werden tunlichst vermieden. Kostet ja Geld.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Laany Toke am 30.07.2020, 19:38:28
Und Zählwagen geben immer nur einen Schnitt wieder, selbst wenn mal auf einer Fahrgastspitze einer fährt. Die Zahlen werden gemittelt.
Echte Fahrgastspitzen können nur vom Personal ermittelt und gemeldet werden, damit reagiert werden kann. Aber: den meisten Fahrern ist es egal und sie nutzen die geschaffenen Instrumente nicht und die Aufsichten stehen an Knotenpunkten und können Spitzen nur bedingt einsehen.
Beispiel? Schichtwechselverkehr von Amazon. Da konzentriert sich alles auf eine Bahn, die dann aussieht wie ein Vorortzug von Neu-Delhi.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Sven am 30.07.2020, 21:03:31
Das wird mit dem Laden nichts mehr. Die Abwärtsspirale läuft. Ich hoffe auf zahlreiche Pop-up Radwege und Umsetzung weiterer dauerhafter Radwege für das Hauptradnetz.

Eine unheilige Allianz aus tantiemengeilen Management und untätiger Stadtverwaltung schaufelt sich selbst das Grab.

Grüße
Sven

Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: sfn am 31.07.2020, 16:44:06
Und Zählwagen geben immer nur einen Schnitt wieder, selbst wenn mal auf einer Fahrgastspitze einer fährt. Die Zahlen werden gemittelt.
Am besten gleich über 24 Stunden (womit dann schonmal die ca. vier Stunden Nachtruhe zu Buche schlagen). Soviel zum Umgang mit statistischen Daten.

Und Fahrgastspitzen sind gleich ganz unsichtbar. Damit ist es sowieso egal, ob die amazon-Spitze von den Meisterzählern oder von einem nicht innerlich emigrierten Fahrer gemeldet wird.


Zitat
Echte Fahrgastspitzen können nur vom Personal ermittelt und gemeldet werden, damit reagiert werden kann. Aber: den meisten Fahrern ist es egal und sie nutzen die geschaffenen Instrumente nicht
So, wie Du die LVB bei jedem bisschen hier im Forum sogleich aus der Schusslinie zu ziehen versuchst, scheinen die Fahrer nicht bei den LVB angestellt zu sein.  ::)
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: AG501 am 31.07.2020, 22:03:16
Laut morgiger LVZ soll nach den Sommerferien auf allen „derzeit eingeschränkten Linien“ wieder ein 10-Minuten-Verkehr angeboten werden. Man darf gespannt sein....
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: SES am 31.07.2020, 22:09:04
"So, wie Du die LVB bei jedem bisschen hier im Forum sogleich aus der Schusslinie zu ziehen versuchst, scheinen die Fahrer nicht bei den LVB angestellt zu sein.  ::)"

Bei der LVB sind die auch nicht direkt angestellt ;-).
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Tino am 01.08.2020, 12:52:07
Laut morgiger LVZ soll nach den Sommerferien auf allen „derzeit eingeschränkten Linien“ wieder ein 10-Minuten-Verkehr angeboten werden. Man darf gespannt sein....
Damit tritt auch Phase 3 Baumaßnahme Goerdelerring in Kraft und der Fahrplanwechsel.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Nordsachse am 02.08.2020, 16:53:44
Damit tritt auch Phase 3 Baumaßnahme Goerdelerring in Kraft und der Fahrplanwechsel.

Und was ändert sich dann (in der Linienführung)? Habe gerade auf die Schnelle auf l.de noch nichts Konkretes zur Phase 3 gefunden.

Laut morgiger LVZ soll nach den Sommerferien auf allen „derzeit eingeschränkten Linien“ wieder ein 10-Minuten-Verkehr angeboten werden. Man darf gespannt sein....

In der Tat, in diesem Falle gilt "die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube". Zumal man sich ausrechnen kann, dass es dann - wenn es so weitergeht mit den Corona-Infektionszahlen - einen zweiten Lockdown geben wird.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 02.08.2020, 17:04:43
Laut morgiger LVZ soll nach den Sommerferien auf allen „derzeit eingeschränkten Linien“ wieder ein 10-Minuten-Verkehr angeboten werden. Man darf gespannt sein....
Man schreibt dort auch, dass die Fahrgastzahlen bei 60% bezogen auf das Vor-Corona-Niveau stagnieren würden. Bei 60% Angebot und weiterer Verschlechterung desselben (Abend- und WE-Frühverkehr) auch kein Wunder...

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 02.08.2020, 19:14:45
^ Naja, man fuhr und fährt schon deutlich mehr als nur 60%. Die Ausdünnung auf 2/3 des Angebots betraf im Juni ja "nur" noch etliche Straßenbahnlinien während des 10-Minuten-Taktes, sonst fuhr man ja wieder normal. Wenn man alles hochrechnet landet man bestimmt so bei 80%. Aber keine Frage, etliches an Nachfrage verschenkt man mit dem ausgedünnten Fahrplan momentan auf jeden Fall, nur die 100% (bzw. die einkalkulierten Fahrgastzuwächse) sind auf Jahre hinaus selbst bei normalem Angebot nicht mehr zu erreichen, dazu hat sich zuviel im Mobilitätsverhalten geändert. Umso wichtiger wäre jetzt eben die Schadensbegrenzung und die Etablierung neuer Angebote, um möglichst wenig weitere Fahrgäste zu verlieren bzw. neue (alte) zurückzugewinnen. Aber danach sieht es ja hier in Leipzig nun nicht mal ansatzweise aus ...

Ich denke, dass der 10-Minuten-Takt an die vollständige Öffnung der Schulen gekoppelt ist und ob die in einem Monat so umgesetzt werden kann, wie man sich das jetzt erhofft, da habe ich doch so meine Zweifel ...
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 02.08.2020, 20:23:11
Naja, man fuhr und fährt schon deutlich mehr als nur 60%.
So viel mehr isses dann auch nicht. Keine /SL.04E nach Reudnitz, keine /SL.012 in der Prager Straße, keine /SL.008 im Ostabschnitt. Dazu die massiven Angebotseinschränkungen abends und im WE-Frühverkehr. Mag sein, dass trotzdem 65 oder 70% rauskommen, ein Trauerspiel bleibt es trotzdem. Da nützt auch die Ausrede der Baustellen nichts, zumindest /SL.04E und /SL.012 hätten trotzdem fahren können.

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: xXx am 02.08.2020, 21:30:18
^ Selbstverständlich hätten sie fahren können und auch müssen, aber die spart man ja nun schon traditionell ein, sobald die Eisenbahnstraße gesperrt ist und die /SL.003 die Dresdner Straße bevölkert - passt aber auch sehr gut ins Bild der LVB und ihrem Kundenverständnis ... Aber die "paar" HVZ-Fahrten fallen zumindest netzweit auch nicht mehr ins Gewicht. Allein der Busbetrieb mit seinen vollen Angebot treibt den Schnitt bereits arg nach oben, auch wenn er mangels vielfach zerschossener Anschlüsse natürlich trotzdem ein Torso bleibt.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Linie12 am 02.08.2020, 22:49:31
Und was ändert sich dann (in der Linienführung)? Habe gerade auf die Schnelle auf l.de noch nichts Konkretes zur Phase 3 gefunden.

Der gemeine Pöbel kann sich doch ein paar Tage vorher informieren, nach dem Motto „Friss oder stirb“.

Geplant ist:
Keine Baulinien
 /SL.012 über Michaelisstr.
 /SL.002 /SL.009 /SL.010 /SL.011 /SL.014 /SL.016 ohne Umleitung
 /SL.001 /SEV.08 /BL.072 /BL.073 /BL.131 wie jetzt
 /SL.003 /SL.004 /SL.007 /SL.015 über Westplatz und Goerdelerring
 /SL.08E Grünau Nord - Angerbrücke - Felsenkeller - Westplatz - Leuschner, Ende September Angerbrücke - Leibnizstr. - Thomaskirche
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 03.08.2020, 09:19:35
Da nützt auch die Ausrede der Baustellen nichts, zumindest /SL.04E und /SL.012 hätten trotzdem fahren können.

Ja, hätten können. Wobei die Führung der  /SL.012 im Zuge des Baustellenverkehrs wohl sowieso anders verlaufen wäre. Abgesehen davon habe ich in den letzten Wochen nicht bemerkt, dass es einer  /SL.4E12 Not tat. Selbst die 15-minütigen  /SL.004 waren i.d.R. nicht über die Maßen voll. Und zwischen Hbf und Köhlerstr. fährt auch noch die  /SL.003. Und auf der Prager Str. ist die  /SL.015 ausreichend. Aber ein 10er Takt auf allen Linien, auch der  /SL.004, oder halt  /SO.034, sollte es schon sein.
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 03.08.2020, 17:20:30
Wenn man will, findet man immer einen Punkt als diesen Mist schönzureden, was der örtliche Nahverkehrsmoloch uns da kredenzt...

Ja, hätten können. Wobei die Führung der /SL.012 im Zuge des Baustellenverkehrs wohl sowieso anders verlaufen wäre.
??? Die /SL.012 fährt als /SO.032 genauso, wie es von Anfang an zur Baumaßnahme Goerdelerring geplant war, was aber die drastische Angebotsreduzierung in Reudnitz nicht besser macht. Allerdings wäre die /SO.032 eben alle zehn Minuten gefahren.

Und zwischen Hbf und Köhlerstr. fährt auch noch die  /SL.003.
1) Reudnitz ist nicht nur die /HS Koehlerstraße, da gehört die gesamte Breite Straße und Riebeckstraße dazu. In letzteren reden wir von einer Reduzierung des Platzangebotes auf derzeit ganze 37% gegenüber dem Regelangebot in den Ferien!!
2) An der /HS Koehlerstraße fehlt die /SL.04E. Die wird aber durch die /SL.003 nur unvollkommen ersetzt, weil die ja schon mit den Leuten aus Taucha und der Torgauer Straße ausgelastet ist. Die /SL.007 muss die /SL.008 im Osten mit ersetzen, und die /BL.072/ /BL.073 spucken ihre Fahrgäste dort auch noch aus, weil die ja in der Pampa des inneren Osten enden, anstatt bis zum Hbf zu fahren. Alles in Ordnung so??

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 03.08.2020, 17:52:10
Alles in Ordnung so??

Das habe ich nicht gesagt. Und auch nicht sagen wollen. Ein 10 Minutentakt auf allen Linien, ohne wenn und aber. Mindestens!
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: MD 612 am 03.08.2020, 20:59:25
Das habe ich nicht gesagt. Und auch nicht sagen wollen.
Na dann ist ja gut, dann habe ich es wohl falsch verstanden.

Ein 10 Minutentakt auf allen Linien, ohne wenn und aber. Mindestens!
Inklusive /SL.4E12. Warum die im Baustellenfahrplan von vornherein weggespart wurde, wissen nur die Götter. Wahrscheinlich um den Ferienfahrplan verdeckt noch weiter einzudampfen... :(

Gruß Peter
Titel: Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
Beitrag von: Passagier am 04.08.2020, 08:36:06
Die Frage ist nur, wie das die Stadträte sicher stellen wollen. Wenn sie den LVB (an sich für mich nachvollziehbar) einen Freifahrtschein ausstellen ist Skepsis angesagt, auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre. Alles, was von der Stadtverwaltung und der Richtung LVB in den letzten Jahren proaktiv gekommen ist, waren Anregungen/Anträge, etwas einzusparen. Selbst Straßenbahnstrecken. Proaktiv etwas zur Verbesserung? Ich kann mich nicht erinnern. Der Stadtrat reibt sich auf, weil nichts passiert. Ob nach der OBM-Wahl Absprachen zwischen Grünen und Linken hinsichtlich der Zusammenarbeit Stadtrat - OBM/Verwaltung eingehalten werden? Falls nicht, hat das keine Folgen. Gewählt ist gewählt.