NahverkehrsForumLeipzig

Städtischer Nahverkehr => Leipzig (Hauptforum) => Thema gestartet von: Sven am 10.02.2019, 18:35:13

Titel: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 10.02.2019, 18:35:13
Hallo zusammen,

die nächsten Jahre werden wir eine Reihe von NGT10 in Leipzig begrüßen dürfen. In Summe sollen es ja 61 werden. Damit könnten wir mal über Angebotsverbesserungen sprechen. Wenn man die NGT8 nicht gleich alle stilllegt nach Ablauf der 30 Jahre, dann kann man von folgendem Bestand ausgehen:

NGT6: 50 Fahrzeuge (25 Großzüge)
NGT8: 56 Fahrzeuge (+43 NB4 für Großzüge)
NGT10: 61 Fahrzeuge
NGT12: 33 Fahrzeuge

Das wären in Summe 200 Fahrzeuge  8-)

Auf Basis des heutigen Fahrplans werden 136 Kurse gefahren. Ausgehend davon habe ich eine kleine Netzüberarbeitung mir überlegt und komme jetzt auf 154 Kurse. Bei der zur Verfügung stehenden Fahrzeugen habe ich 10% als nicht verplanbar (HU, Reserve, etc.) angenommen. Damit habe ich folgendes errechnet:

 /SL.001 bleibt so bestehen, 12 Kurse NGT8B
 /SL.002 neue Kennfarbe GRÜN fährt Grünau-Süd - Hbf - Paunsdorf-Nord/Sommerfeld (10'Min-Takt), 11 Kurse NGT10
Damit ergibt sich auf der Achse Schleussig - Hbf ein sauberer 5'Min-Takt

 /SL.003 bleibt so bestehen, 12 Kurse NGT8B
 /SL.004 Gohlis, Landsberger Str. - Hbf - Sommerfeld (10'Min-Takt), 11 Kurse NGT10
In Reudnitz findet ein Linientausch statt. Weiterhin fährt die neue 2 direkt zum Hbf und verlagert damit ein Teil der Fahrgäste auf diese Relation.

 /SL.007 Böhlitz-Ehrenberg - Hbf - Stötteritz (5'Min-Takt zwischen P-Reis-Str. und Stötteritz, sonst 10'Min-Takt), 22 Kurse NGT6-Traktion
Durch den Linientausch fahren auf jetzt dauerhaft Großzüge auf dem Ostast. Da auch der Westast eine Verstärkung braucht, kann man hier eine starke Durchmesserlinie aufbauen.

 /SL.008 Lindenau, Plautstr. - WLP - Meusdorf (10'Min-Takt), 10 Kurse NGT8
Kürzung aufgrund neuer Linie 10, dafür am Ostende dauerhaft nach Meusdorf

 /SL.009 bleibt so bestehen, 11 Kurse NGT10
 /SL.010 neue Kennfarbe GELB Grünau-Nord - WLP - Lössnig (10'Min-Takt), 11 Kurse NGT10
Die Linie fährt als normale Linie und ist keine Ergänzungslinie mehr. Ab Connewitz, Kreuz wird wie die 9 bis zum WLP gefahren (5'Min-Takt auf der A-Hoffmann-Str.), Ab WLP wird wie die "alte" 8 Richtung Grünau-Nord gefahren. Diese Linie würde ich als vollwertige Linie aufwerten. Damit bleibt der Abschnitt Waldplatz - Neues Rahthaus - WLP bis nachts in Betrieb. Weiterhin hätte man den Vorteil, das für Fussballspiele der Wechsel  /SL.010 /  /SO.051 nicht mehr notwendig ist.

 /SL.1111E bleibt so bestehen, aber zwischen Wahren und  /S-Bahn Connewitz im 5'Min-Takt, 22 Kurse NGT12
Die NGT12 würde ich hier auf der stärksten Linie einsetzen und sukzessive später mit den NGT12.2 abtauschen. Durch den typenreinen Einsatz sollte der Nonius-Effekt nicht mehr so auftreten.

 /SL.012 Gohlis Nord - Hbf - Naunhofer Str., 7 Kurse NGT8
tagsüber dauerhafter Betrieb über die Prager Str. und damit dort 5'Min-Takt mit der 15

 /SL.014 bleibt so bestehen (Taktverdichtung aber notwendig)
 /SL.015 bleibt so bestehen
 /SL.016 bleibt so bestehen

Mit dieser Netzaufteilung besteht auf allen wichtigen Relationen im Zentrum mindestens ein 5'Min-Takt durch Überlagerung.

Am Hbf wird es aber dadurch bei der Gleisbelegung mehr als heute, am WLP ändert sich nichts:

Gleis 1/2: 36 Bahnen (+6 zu heute)
Gleis 3/4: 33 Bahnen (+6 zu heute) + weitere Kurse auf der  /SL.014
       WLP: 33 Bahnen (+/- 0) + weitere Kurse auf der  /SL.014

Wie seht Ihr die Mögichkeiten zwecks Angebotserweiterung? Weitere Ideen und Vorschläge (ausser Fahrer/Fahrerinnen einzustellen  ;D)

Meine Kalkulation kann ich gerne offenlegen für Fragen...

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Lößniger am 10.02.2019, 19:35:59
Meine Idee/ Vorschlag:

/SL.012 Gohlis Nord  - Hbf. - Dresdner Str. - techn. Rathaus - Naunhofer Str. (ganztags)

 /SL.014 Plagwitz - Hbf. - Arthur-Hofmann-Str. - Connewitz Kreuz -  /S-Bahn Bhf. Connewitz (Nachteil: die Ringrunde entfällt)

 /SL.15E (als Verstärker morgens und nachmittags) Grünau Nord - Meusdorf

Bei der  /SL.012 hätte es den Vorteil das die  /BL.070 in Reudnitz entlastet wird.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Passagier am 10.02.2019, 19:43:44
Mal wieder eine Liniennetzreform in der Diskussion...  ::)
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 10.02.2019, 22:07:23
Mal wieder eine Liniennetzreform in der Diskussion...  ::)

Ja, weil es Zeit wird, am Netz Optimierungen durchzuführen. Wir leben nicht mehr in einer schrumpfenden Stadt wie Ende der 90er Jahre.

Wenn du genau schauen würdest, dann sind meine Ideen nur wenige Änderungen am bestehenden Linienkonzept. Wir reden ja hier nicht über solchen Unsinn wie CTL II  :P

Über ein neues Busnetz rede ich ja noch nicht. Auch hier hüllt sich die LVB in Schweigen. Wollte man nicht 2020 mit einem großen Wurf um die Ecke kommen?

Wie will man 25% Marktanteil erreichen?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Passagier am 11.02.2019, 17:53:46
Ja, weil es Zeit wird, am Netz Optimierungen durchzuführen.
Irgendwo in diesen Forumweiten schlummert bestimmt irgendwo schon eine Diskussion.  ;) Mit vielen Vorschlägen. Und ich meine mich zu erinnern, dass der NGT10 da auch eine Rolle spielte.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: nietenzähler am 11.02.2019, 18:02:23
NGT6: 50 Fahrzeuge (25 Großzüge)
Es sind nur noch 49 Fahrzeuge im Fahrgastverkehr und ein Fahrzeug davon ist
ein Einzelstück und nicht zum Großzug kuppelbar. Somit weniger "Großzüge".
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 11.02.2019, 20:06:38
Irgendwo in diesen Forumweiten schlummert bestimmt irgendwo schon eine Diskussion.  ;) Mit vielen Vorschlägen. Und ich meine mich zu erinnern, dass der NGT10 da auch eine Rolle spielte.

Olle Kamellen wollte ich jetzt nicht aufwärmen  ;D

Ein Denkanstoß für die LVB sollte ja bei mehr zur Verfügung stehenden Fahrzeugen möglich sein. Man muss nicht alles über Bord kippen, was man schon hat. Die Liste an notwendigen Änderungen ist jedoch lang...

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 12.02.2019, 20:21:20
Ja, weil es Zeit wird, am Netz Optimierungen durchzuführen. Wir leben nicht mehr in einer schrumpfenden Stadt wie Ende der 90er Jahre.

Du hast ja recht, Veränderungen (Verbesserungen) müssen erfolgen, wenn man auch nur ansatzweise so etwas wie eine Mobilitätswende erreichen will. Und dies auch eher gestern als morgen, aber die Realität kennen wir doch nur zu gut. So wäre es ja bereits jetzt mit Zugang der Neuwagen theoretisch problemlos das Angebot auszubauen, aber tatsächlich praktiziert man trotzdem oder eher deshalb genau das Gegenteil ... Von daher sehe ich aktuell auch keinen allzu großen Gewinn darin über irgendwelche wünschenswerten Planspiele (so durchdacht sie auch sein mögen) zu diskutieren, bevor nicht konkrete Planungen bekannt werden (die gibt es natürlich auch innerhalb der LVB, auch wenn die sicherlich nicht allzu visionär ausfallen dürften - aber das würde sich ja auch nicht mit dem hart "erarbeiteten" Markenkern vereinbaren lassen ;D). Egal, was wir hier diskutieren, es wird den Herrschaften am Georgiring bei deren Planungen am Allerwertesten vorbeigehen. So bleibe es maximal ein netter Zeitvertreib für uns. Prinzipiell auch nicht verkehrt, aber zumindest mir fehlt dazu irgendwie Zeit und Lust ...
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Linie 22 am 12.02.2019, 20:48:46
Selbst wenn es bei der Fahrzeugbeschaffung etwas vorwärts geht , Fahrer braucht es ja auch dafür. Weiß jemand ob die LVB bei der Ausbildung auf den Bahnen voran kommen und ob da wieder nur eng auf Kante Personal geworben wird oder doch mal Richtung Fahrplanstabilität und Angebotsausbau ?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2101 am 12.02.2019, 21:53:23
Die LVB sind weiterhin voll dabei, motiviertes Personal für wenig Geld anzuwerben.  ;D Deshalb gibt es am 16.02.19 einen weiteren Recruiting Aktionstag. Könnte man eigentlich mal hinschauen. Beim letzten mal blieben einige Fragen unbeantwortet... Ich denke, diesmal hat man sich besser vorbereitet.  8-)

https://www.l.de/gruppe/wir-fuer-leipzig/veranstaltungskalender/veranstaltung/aktionstag_recruiting_fahrpersonal_auf_dem_leipziger_eistraum/5,1,YToxOntzOjg6ImV2ZW50X2lkIjtzOjM6IjE4NSI7fQ%3D%3D
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DAvE LE am 13.02.2019, 09:23:47
^ Nur mit den LVB werde ich Leipziger! ;-D Weißte Bescheid.

Hallo zusammen,

die nächsten Jahre werden wir eine Reihe von NGT10 in Leipzig begrüßen dürfen. In Summe sollen es ja 61 werden. Damit könnten wir mal über Angebotsverbesserungen sprechen. (...)

Danke, Sven, für deinen Denkanstoß!

/SL.002 neue Kennfarbe GRÜN fährt Grünau-Süd - Hbf - Paunsdorf-Nord/Sommerfeld (10'Min-Takt), 11 Kurse NGT10
Damit ergibt sich auf der Achse Schleussig - Hbf ein sauberer 5'Min-Takt

Die Linie 2 schickt man seit 2001 ja über den WLP, damit Grünau-Süd einen Anschluss zum Wilhelm-Leuschner-Platz und Augustusplatz hat. Genauso, wie es für Grünau-Nord die Linie 8 ist, was dann deine Linie 10 teilweise übernimmt.

Meine Idee/ Vorschlag:

 /SL.014 Plagwitz - Hbf. - Arthur-Hofmann-Str. - Connewitz Kreuz -  /S-Bahn Bhf. Connewitz (Nachteil: die Ringrunde entfällt)

Damit würde man der Linie 14 endlich eine "richtige" Endstelle geben. Bis der Ausbau nach Anger-Crottendorf kommt, wo die Linie 14 über Kohlgartenstraße verkehren könnte, ist aussichtslos.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 13.02.2019, 10:43:14
Hallo,

weiß jemand wann die /SL.010 nun auf NGT10 umgestellt werden soll?

Und weiß jemand welche Linie danach von NGT8 auf NGT10 umgestellt werden soll?  /SL.009 oder /SL.012?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2198 am 13.02.2019, 10:56:14
Nach der (4) soll bzw. wird schon die (3) auf NGT10 umgestellt werde.
Grund hierfür ist deren Anbindung an den Bh. Angerbrücke, der bereits wegen der (4) mit den NGT10 befasst ist.
Auf der (4) fahren derzeit elf Kurse, die (3) müssten werktags 13 oder 14 Kurse befahren.
Daher wird es noch etwas dauern, bis sich die Frage nach der Umstellung weiterer Linien stellt.

Sollte wegen der Störanfälligkeit auch weiterhin die Nähe zur Angerbrücke erforderlich sein, bleibt dann eigentlich nur die (8). ;)

2198
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 13.02.2019, 11:15:31
Nach der (4) soll bzw. wird schon die (3) auf NGT10 umgestellt werde.
Grund hierfür ist deren Anbindung an den Bh. Angerbrücke, der bereits wegen der (4) mit den NGT10 befasst ist.
Auf der (4) fahren derzeit elf Kurse, die (3) müssten werktags 13 oder 14 Kurse befahren.
15 Kurse sind es mittlerweile nach den jüngsten Fahrzeitverlängerungen. Eine Dauerlösung kann der Einsatz auf der /SL.003 eigentlich nicht sein (schon die jetzige Verlegenheitslösung ist eigentlich ein Schlag ins Gesicht der Fahrgäste Beförderungsfälle), denn hier sind die Wagen Mo-Fr noch ungeeigneter als auf der /SL.004. Nur auf NGT8/TT-Linien würden die Wagen tatsächlich eine Kapazitätserhöhung bedeuten - dafür hat man sie ja eigentlich auch beschafft (die Älteren erinnern sich vielleicht ...)
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 13.02.2019, 21:42:05
Die Linie 2 schickt man seit 2001 ja über den WLP, damit Grünau-Süd einen Anschluss zum Wilhelm-Leuschner-Platz und Augustusplatz hat. Genauso, wie es für Grünau-Nord die Linie 8 ist, was dann deine Linie 10 teilweise übernimmt.

Hallo Dave,

wollen wirklich soviel Leute aus Grünau-Süd oder Schleussig zum WLP? Die Erfahrungen der BVG mit Ihrer Idee der Metrolinien zeigen genau den anderen Fall -> Verstärkung auf den wichtigen Relationen, Bündelungen zu einer Hauptlinie.

Wenn ich mir die Relation aus dem Südwesten anschaue, dann wäre es auch für die Fahrgastverteilung besser, wenn man alle 5 Minuten den Hbf. erreicht.

Mit meiner Idee der 8 und 10 hätte man ab Westplatz auch alle 5 Minuten eine Bahn Richtung Neues Rahthaus und WLP.

Mir war wichtig, dass auf den wichtigen Achsen alle 5 Minuten gefahren werden sollte.

Mit den 18 Kursen mehr als heute kann man viel erreichen, wenn man möchte.

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: opi am 14.02.2019, 09:47:19
Ich fahre ja nun täglich Grünau <-> WLP und ja die /SL.002 hat reichlich Leute die WLP Aus-/Einsteigen und ab Adler hat man schon Kuschelgarantie, vor allem wenn kein NB4 dran hängt an der NGT8.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 14.02.2019, 10:19:23
Dass das Netz bei mehr Einwohnern erweitert werden muss steht für mich außer Frage.

Die Ideen für die Erweiterungen sind aber immer nur persönliche Einschätzungen. Oder gibt es Daten, die die jeweiligen Erweiterungen rechtfertigen.

Welcher Ast, der im 10 min Takt bedient wird, hat zum Beispiel die meisten Fahrgäste? 
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DAvE LE am 14.02.2019, 19:05:54
Hallo Dave,

wollen wirklich soviel Leute aus Grünau-Süd oder Schleussig zum WLP? Die Erfahrungen der BVG mit Ihrer Idee der Metrolinien zeigen genau den anderen Fall -> Verstärkung auf den wichtigen Relationen, Bündelungen zu einer Hauptlinie.

Ich fahre ja nun täglich Grünau <-> WLP und ja die /SL.002 hat reichlich Leute die WLP Aus-/Einsteigen und ab Adler hat man schon Kuschelgarantie, vor allem wenn kein NB4 dran hängt an der NGT8.

Opi hat es schon beantwortet. Und meine Antwort ist auch Ja. ;) Vor allem viele Schüler und Studenten nutzen das Angebot zwischen Adler und Johannisallee mehr als ausreichend. Daher biete sich auch für die Linie 2 am besten die Verlängerung zum Herzklinikum an - Schulen, Bibliotheken, Fakultäten und Institute.

Wenn ich mir die Relation aus dem Südwesten anschaue, dann wäre es auch für die Fahrgastverteilung besser, wenn man alle 5 Minuten den Hbf. erreicht.

Mir war wichtig, dass auf den wichtigen Achsen alle 5 Minuten gefahren werden sollte.

Da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Ich denke, Metrolinien würden sich hierfür ganz gut anpassen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2101 am 14.02.2019, 19:33:34
Daher biete sich auch für die Linie 2 am besten die Verlängerung zum Herzklinikum an

Das sehe ich nicht so. Eher Linie /SL.015. Wenn die Anbindung ans Herzklinikum über die Prager Str. kommen sollte, bin ich mir sicher, das der Streckenast nach Meusdorf wegfällt. Die /SL.015 übernimmt dann die Strecke zum Klinikum. Würde eh mehr Sinn machen, da die  /SL.015 bis in die Nacht verkehrt. Bei der /SL.002 und den momentanen Fahrzeiten, würde das Klinikpersonal nicht zum Nachtdienst und der Spätdienst nicht vom Dienst wegkommen. Die /SL.002 kann dann tagsüber weiterhin zur Naunhofer verkehren und Nachmittags bis Herzklinikum verstärken.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 14.02.2019, 19:42:03
^Wo steht denn in Stein gemeiselt, dass das Netz im Falle eines Baus der Neubaustrecke in ferner Zukunft noch genauso betrieben wird wie heute? Das ist ja fast noch unwahrscheinlicher als eine Umsetzung des Liniennetzes von Sven ...
Meusdorf wird ziemlich sicher als Strecke nicht wegfallen, mit welcher Begründung denn auch? Möglicherweise wird es nicht mehr rund um die Uhr bedient werden, aber bei weiterhin langfristig zwei Linien in der Prager Straße macht es ja nun wenig Sinn beide zum Herzzentrum zu schicken. Und erweiterte Betriebszeiten der  /SL.002 zwischen WLP <-> Probstheida kämen auch anderen Anliegern der Strecke sicherlich nicht ungelegen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Kai-Uwe Arnold am 14.02.2019, 19:57:54
Das sehe ich nicht so. Eher Linie /SL.015. Wenn die Anbindung ans Herzklinikum über die Prager Str. kommen sollte, bin ich mir sicher, das der Streckenast nach Meusdorf wegfällt.
Da nach wie vor noch der Wiederaufbau bis Liebertwolkwitz zumindest vorstellbar ist, glaube ich das nicht.
Optimal wäre sicher eine Verbindung von Stötteritz nach Meusdorf (also beide Neubaustreckenentwürfe verbunden)
aber daran kann ich auch nicht recht glauben. Wenn, dann kommt wohl eher die Verbindung von Stötteritz zur Herzklinik,
weil leichter zu bauen und keine Wutbürger wie in der Franzosenallee...
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DAvE LE am 14.02.2019, 20:37:45
Bei der /SL.002 und den momentanen Fahrzeiten, würde das Klinikpersonal nicht zum Nachtdienst und der Spätdienst nicht vom Dienst wegkommen.

xXx hat schon geschrieben, dass das aktuelle Netz nicht für die Zukunft bleiben muss. Wenn es soweit ist, stellt man die Fahrzeiten der Linie 2 um und fertig. Und dann gibt es vielleicht auch eine N2 - eher N25, die ab Altes Messegelände weiter als Linie 15 zum Hauptbahnhof verkehrt und dort endet. An der Haltestelle Ostplatz ist ein Zugang zur Uniklinik gegeben.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2101 am 14.02.2019, 22:10:57
^Wo steht denn in Stein gemeiselt, dass das Netz im Falle eines Baus der Neubaustrecke in ferner Zukunft noch genauso betrieben wird wie heute? Das ist ja fast noch unwahrscheinlicher als eine Umsetzung des Liniennetzes von Sven ...
Meusdorf wird ziemlich sicher als Strecke nicht wegfallen, mit welcher Begründung denn auch? Möglicherweise wird es nicht mehr rund um die Uhr bedient werden, aber bei weiterhin langfristig zwei Linien in der Prager Straße macht es ja nun wenig Sinn beide zum Herzzentrum zu schicken. Und erweiterte Betriebszeiten der  /SL.002 zwischen WLP <-> Probstheida kämen auch anderen Anliegern der Strecke sicherlich nicht ungelegen.

Na sind wir doch mal realistisch. Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, dass man das halbe Netz überarbeiten muss. Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. Es wird eher am Bestandsnetz Veränderungen geben ( in Form von Verstärkern ) als Neubaustrecken nach Liebertwolkwitz. Da müssen wir uns nichts vormachen. Und so viel Verkehr ist da draußen auch nicht ( und wird es vermutlich auch nicht ), dass man dort dauerhaft 2 Linien im 10 Minuten Takt benötigt. Deswegen bleib ich dabei. Meusdorf würde den Verkehr verlieren, wenn die Neubaustrecke käme.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 14.02.2019, 22:52:23
Na sind wir doch mal realistisch. Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, dass man das halbe Netz überarbeiten muss. Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. Es wird eher am Bestandsnetz Veränderungen geben ( in Form von Verstärkern ) als Neubaustrecken nach Liebertwolkwitz. Da müssen wir uns nichts vormachen. Und so viel Verkehr ist da draußen auch nicht ( und wird es vermutlich auch nicht ), dass man dort dauerhaft 2 Linien im 10 Minuten Takt benötigt. Deswegen bleib ich dabei. Meusdorf würde den Verkehr verlieren, wenn die Neubaustrecke käme.
Die Netzstruktur wird sich vermutlich kaum verändern, was sich aber früher oder später ändern wird und auch ändern muss, ist die Art und Weise (Betriebszeiten, Takte, usw.) mit der das Netz betrieben wird. Erst danach kommen irgendwann vielleicht mal ein paar Neubaustrecken. Wie in jener fernen Zukunft dann der Verkehr auf der Prager Straße organisiert ist, steht in der Sternen - weniger als heute wird es aber kaum sein. Und das bedeutet in der HVZ bereits jetzt im Schnitt alle 5 Minuten eine Fahrt zwischen Alter Messe und Probstheida (/SL.002, /SL.015, /BL.076). Hier würde ein Betriebskonzept mit 2 Straßenbahnlinien im 10-Minuten-Takt mittlerweile sogar eher den Aufwand senken als erhöhen. Daher sehe ich Meusdorf nicht als allzu gefährdet an - auch wenn die LVB natürlich immer (negativ) zu überraschen wissen.

PS: 6000 neue Einwohner pro Jahr würde ich weiterhin als großes Wachstum bezeichnen. Und mittlerweile haben wir um die 600.000 Einwohner, während das ÖPNV-Netz praktisch auf dem Niveau von 450.000 Einwohnern stehen geblieben ist - da besteht also bereits jetzt ein riesiger Handlungsbedarf, wenn man es denn ernst meinen würde ...
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 15.02.2019, 07:29:34
Dass das Netz bei mehr Einwohnern erweitert werden muss steht für mich außer Frage.

Die Ideen für die Erweiterungen sind aber immer nur persönliche Einschätzungen. Oder gibt es Daten, die die jeweiligen Erweiterungen rechtfertigen.

Welcher Ast, der im 10 min Takt bedient wird, hat zum Beispiel die meisten Fahrgäste?

Der Westast der  /SL.007 platzt aus allen Nähten. Daher hat auch schon die LVB (!) laut über eine  /SL.07E bis P.-Reis-Str. gesprochen. Hier ist absoluter Handlungsbedarf.

Genauso beim Fahrzeugeinsatz auf der  /SL.010

Daher habe ich mit meinen Vorschlägen versucht, diese Themen unter ein Hut zu bringen, ohne groß alles neu zu erfinden.

Man muss nicht jeden Endpunkt mit jedem verknüpfen. Das Beispiel aus Berlin mit den Metrolinien zeigt deutlich den Erfolg der Stärkung von wichtigen Relationen.

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Minol-Pirol am 15.02.2019, 09:47:47
Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, (...)

Das ist schön ausgedrückt. :D
Man bekommt ja nicht mal solche "Kleinigkeiten" wie in Mockau hin. Und das Bestandsnetz wird auch nicht in dem Maße instand gehalten wie es eigentlich erforderlich wäre.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: opi am 15.02.2019, 09:50:26
... Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. ...

Stand nach Registerdaten Stadt Leipzig: https://statistik.leipzig.de/statcity/table.aspx?cat=2&rub=4&per=y
Stand nach Statistischem Landesamt Sachsen: https://statistik.leipzig.de/statcity/table.aspx?cat=2&rub=1&per=q

Ja, es ist eine Abnahme des Zuwachses zu verzeichnen, aber momentan ist meiner Meinung nach auch eher Wohnraummangel hindernd. Ich bin gespannt, wie es aussieht, nach dem die ganzen großen "Wohnungsbauprojekte" abgeschlossen sind.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: opi am 15.02.2019, 09:53:36
Da nach wie vor noch der Wiederaufbau bis Liebertwolkwitz zumindest vorstellbar ist, glaube ich das nicht.

Warum klein klein? Nicht nur bis Liebertwolkwitz, gleich bis Großpösna. Sonst wird das nie was.  ;D
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: firefox am 15.02.2019, 11:41:59
Bleibt die Frage, was für Wohnungen bei den ganzen "Wohnungsbauprojekten" entstehen? Die Wenigsten werden bezahlbar sein und das Märchen von der wachsenden Stadt hört sich gut an, hat aber mit der Realität nichts mehr zu tun (siehe Amt für Statistik und Wahlen). In gleicher Weise müsste die Anzahl der Arbeitsplätze mitwachsen. Dieser Trend wird sich künftig eher abschwächen.
Gruß Foxi
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 15.02.2019, 12:37:42
Ach die Stadt wächst nicht mehr? Gut zu wissen, dann scheine ich mir das wohl auch einzubilden, dass Straßen, Bahnen und Plätze immer voller werden ... Grenzt es nun schon an Realitätsverweigerung, auf eine Quelle zu verweisen, die genau das Gegenteil dessen zeigt, was man aussagt? Ein etwas abgeschwächtes Wachstum von mehreren tausend Einwohnern pro Jahr ist für mitteleuropäische Verhältnisse eben immer noch ein beachtliches Wachstum, auf das reagiert werden muss, gerade wenn man in den Zeiten des noch stärkeren Wachstums praktisch überhaupt nicht reagiert hat. Prinzipiell wäre es wohl sogar eher wünschenswert, wenn sich das Wachstum noch weiter auf Normalmaß abschwächen würde.
Selbiger Datensatz enthält übrigens auch Aussagen zur Entwicklung der Anzahl an Beschäftigten. Auch die Zahl der offenen Stellen in Leipzig ist ebenfalls problemlos einsehbar. Spoiler: Beide kennen nur eine Richtung - und zwar nach oben.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: GK am 15.02.2019, 15:38:32
Die Stadt wird nicht zuletzt von mangelndem bezahlbaren Wohnraum am weiterhin starken Wachstum gehindert, bzw. jetzt ist er endlich mal in realistischere Sphären zurückgegangen. Dafür wächst jetzt auch das stadtnahe Umland und teils darüber hinaus (bis Eilenburg und Böhlen/Borna) die Stadt weiter, viele haben aber ihren Arbeitsort und Freizeitaktivitäten innerhalb der Leipziger Stadtgrenzen, d.h. ein Verkehrswachstum wird es weiterhin über das eigentliche Einwohnerwachstum hinaus geben.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: RoSchoLe am 16.02.2019, 09:55:02
Stellt sich die Frage, was man unter bezahlbar versteht.
Derzeit kann man ohne Probleme Wohnraum unter 5,-/m² finden, davon träumt man in anderen Städten nur.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2198 am 16.02.2019, 11:04:47
Und der entspricht noch durchschnittlichen Anforderungen im Jahre 2019?
Also fließend Wasser aus dem Hahn, nicht an der Höhlenwand?

2198
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Tatra-Fan am 17.02.2019, 10:11:09
Und der entspricht noch durchschnittlichen Anforderungen im Jahre 2019?
Also fließend Wasser aus dem Hahn, nicht an der Höhlenwand?

Ich werfe mal in den Raum: Grünau.

Sanierte (innen wie außen) 3-Raum-Wohnung, 91m² Wohnfläche, Balkon, Laminat in der ganzen Wohnung, gefliestes Bad mit Fenster (ehemalige Küche), offene Küche (ehem. Bad), 640 Euro warm. Gibts auch für 550 Euro warm (dann ist Bad / Küche nicht getauscht). Vergleichbare Wohnungen in Lindenau kosten 1200-1300 Euro warm - also doppelt so viel.
Im WK8 sind sogar 8-Raum-Wohnungen mit 3 Balkonen, 2 Küchen entstanden. Und auch die kosten nicht 2000 Euro.

Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Linie 22 am 17.02.2019, 11:57:31
Ja solche Mieten gibt es noch, doch werden die immer weniger und wer Mindestlohn oder knapp darüber verdient ( ,und das sind in Leipzig immer noch recht viele Menschen,) muss mittlerweile bei bezahlbaren Wohnraum suchen. Ebenso schwer wird es für Menschen die bei der Wohnungssuche auf Angemessenheitsgrenzen achten müssen. Segregation ist auch in Leipzig ein Thema. Und der Zuzug hat sich nur abgeschwächt. Die LVB hätten darauf schon bei der Ausschreibung des XL achten sollen! Einerseits verfolgten die Stadtregierung und die LVB selbst  in den späten 90er Jahren/2000er der "schrumpfenden Stadt" das Ziel "Stadtbahnlinien" auf den Linien /SL.011 /SL.015 /SL.016 und /SL.007Ostabschnitt und wollten unbedingt dort zukünftig 2,40m breite Bahnen mit maximaler 45m Länge einsetzen. Als Kompromiss kam der 2.30m breite Classic-XXL und weil das Geld nicht reichte der Doppeltraktion-Leoliner. Fehldenke war damals dass sich die Stadt wohl nur an den "Stadtbahnachsen" entwickeln würde. Damals schon weitgehend hochausgelastete Linien wie /SL.001 /SL.003 /SL.004 wurden in der Beschaffung größtmöglicher Fahrzeuge ausgeblendet! Und dann setzt man dieses Desaster in Zeiten des Wachstums mit dem sogenannten Marketing "XL"  in der Beschaffungspolitik fort!!! Es scheint weder der LVB noch den Stadtoberen aufgefallen zu sein, dass die Stadt in alle möglichen Richtungen wächst und entsprechend ALLE NEUEN BAHNEN größtmöglich sein sollten! Der derzeitige Einsatz des NGT 10 auf der /SL.003 und  /SL.004 ist absolut unpassend!
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Timotimo am 17.02.2019, 12:58:58
Man hört von allen Seiten etwas von einer Linie  /SL.07E. Wo wäre denn dann im Osten der Stadt der Endpunkt, Sellerhausen, Paunsdorf Strbf. oder Paunsdorf Nord? Überschlagen ergäben sich von Philipp-Reis-Str. bis Sellerhausen 9 Kurse, bis Paunsdorf Strbf. 10 Kurse und bis Painsdorf Nord 11 Kurse. Möglich wären auch nur der Einsatz in den Lastspitzen früh und nachmittags.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: AG501 am 17.02.2019, 13:37:57
Man hört von allen Seiten etwas von einer Linie  /SL.07E. Wo wäre denn dann im Osten der Stadt der Endpunkt, Sellerhausen, Paunsdorf Strbf. oder Paunsdorf Nord? Überschlagen ergäben sich von Philipp-Reis-Str. bis Sellerhausen 9 Kurse, bis Paunsdorf Strbf. 10 Kurse und bis Painsdorf Nord 11 Kurse. Möglich wären auch nur der Einsatz in den Lastspitzen früh und nachmittags.

Der Ast Richtung Paunsdorf ist mit der  /SL.007 und  /SL.008 recht gut versorgt, da wäre eine Weiterführung nach Stötteritz sicher sinnvoller. Aber vermutlich werden die Verstärker (sollten sie jemals kommen) eh nur bis Hbf/Westseite geplant.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Linie 22 am 17.02.2019, 13:42:16
@Timotimo: Solange die LVB nicht mal ihre Ergänzungslinien /SL.002 /SL.008 und /SL.010 einsatzstabil halten können, sehe ich keine  /SL.07E zur Entlastung.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DAvE LE am 18.02.2019, 10:43:47
Meines Wissens soll die /SL.07E erst kommen, wenn die neuen Georg-Schwarz-Brücken fertig sind. Also nach 2030!
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 18.02.2019, 11:20:50
^Nein, die /SL.07E soll(te) und muss schon deutlich eher kommen - bis 2030 lässt sich der Fahrgastandrang auf der Georg-Schwarz-Straße mit der schon jetzt völlig überlasteten /SL.007 nicht mehr schultern. Mein letzter Kenntnisstand (zugegeben auch nicht mehr der alleraktuellste) sprach vom Fahrplanwechsel 2019/20 (mittlerweile vermutlich eher unwahrscheinlich) oder 2020/21. Die Schleife an der Ph.-Reis-Str. ist ja im Moment problemlos nutzbar und selbst wenn sie während der Bauzeit nicht anfahrbar sein sollte, gibt es ja immer noch die Strecke zum Strbf. Leutzsch als Alternative.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 18.02.2019, 12:40:25
Vielleicht wäre es sinnvoll erst einmal die /BL.074 zu verlängern um die /SL.007 zu entlasten. Mit Bussen kann man doch viel schneller reagieren als mit neuen Linien. Und wie viele Linien können noch zusätzlich über den Hauptbahnhof fahren ohne ihn zu erweitern?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: TLpz am 18.02.2019, 12:55:58
Vielleicht wäre es sinnvoll erst einmal die /BL.074 zu verlängern um die /SL.007 zu entlasten. Mit Bussen kann man doch viel schneller reagieren als mit neuen Linien.

Mit entsprechender Einbahnstraßenregelung über Rietschelstr. zum Diako und dann weiter. Damit würde man zum einen gleich noch ein paar Stellen erschließen die derzeit "weit ab vom Schuss" sind, zum anderen hätte man einen Ersatz wenn in der G.- Schwarz mal wieder ein PKW auf den Gleisen parkt...

Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 18.02.2019, 15:14:39
Die /BL.074 kann gern zusätzlich zum Diakonissenhaus verlängert werden, aber nicht stattdessen. Die Taktverdichtung kann nur ihren Vorteil voll ausspielen, wenn der verdichtete Takt auf längerer Strecke (mindestens Innenstadt - Leutzsch) gleichförmig angeboten wird und sich nicht nur zufällig an ein paar Haltestellen irgendwie überlagert. Die /SL.010 / /SL.011 sollten hier als Vorbild dienen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 19.02.2019, 08:59:24

Am Hbf wird es aber dadurch bei der Gleisbelegung mehr als heute, am WLP ändert sich nichts:

Gleis 1/2: 36 Bahnen (+6 zu heute)
Gleis 3/4: 33 Bahnen (+6 zu heute) + weitere Kurse auf der  /SL.014
       WLP: 33 Bahnen (+/- 0) + weitere Kurse auf der  /SL.014


Wie viele Bahnen kann man über den Hbf schicken? Sind 36 zu viel? Allgemein gefragt: Ab wie vielen Bahnen auf einem Gleis sollte man die Haltestelle erweitern?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 19.02.2019, 20:45:50
Meiner Meinung nach muss baulich auf mittlere Sicht gar nichts erweitert werden. Sondern lediglich die Signalisierung muss auf zwei mal "frei" je Ampelumlauf (90s) eingestellt werden. Das kostet dem Straßenverkehr ca. 10 bis 20% Kapazität, entschärft dafür die Konflikte mit Fußgängern nebenbei gleich mit.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 26.02.2019, 14:35:43
 Ich glaube den Wunsch nach  Fahrplanverdichtungen können wir noch ne ganze Weile vergessen , die LVB ist noch nicht  in der Lage  trotz Ferienfahrplan einen stabilen Fahrplan zu gewährleisten, ausfälle auf vielen Linien sogar 4 und 15 war dran
Thomas 15E
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DrZott am 26.02.2019, 14:41:59
Mit dem 365,-€-Ticket wird alles wieder gut  ;D
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 26.02.2019, 15:04:40
Denkste aber wenn die keine Fahrer Haben
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DrZott am 27.02.2019, 08:57:22
Ich hatte wohl vergessen, den Ironie-Indikator zu integrieren  ;)
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 28.02.2019, 09:48:30

Sollte wegen der Störanfälligkeit auch weiterhin die Nähe zur Angerbrücke erforderlich sein, bleibt dann eigentlich nur die (8). ;)

2198

Sind denn die NGT10 immer noch so störanfällig oder könnte man langsam mal anfangen die NGT10 von der /SL.003 auf die /SL.010 zu verlagern?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DrZott am 28.02.2019, 10:12:17
Heute gibt sich ein "Experte" in der LVZ zum Thema 365,-€-Ticket die Ehre:
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/365-Euro-Ticket-Experte-spricht-von-Debatte-im-Elfenbeinturm (http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/365-Euro-Ticket-Experte-spricht-von-Debatte-im-Elfenbeinturm)

Für den schnellen Leser hier ein kleines Exzerpt:

- Wien habe zunächst 20 Jahre kräftig in den Ausbau und die Modernisierung seines öffentlichen Personennahverkehrs investiert, bevor das 365-Euro-Ticket eingeführt wurde
-
Zitat
Österreichs Hauptstadt stelle auch heute noch jährlich 200 Millionen Euro aus ihrem Haushalt für den Nahverkehr bereit. „Wien hat dafür auch die Parkgebühren erheblich angehoben und läßt diese Einnahmen komplett dem Nahverkehr zukommen
-
Zitat
Außerdem sei eine spezielle „Dienstgeberabgabe“ eingeführt worden. „Das ist eine U-Bahn-Steuer, die alle großen Gewerbebetriebe zahlen müssen, die von einer guten ÖPNV-Anbindung profitieren. In Deutschland sind solche Finanzierungsinstrumente rechtlich gar nicht möglich.“
- Leipzig müsse noch vor der Einführung „sicherstellen, dass dauerhaft hohe zweistellige Millionen-Beträge zusätzlich“ aus der öffentlichen Hand in den Ausbau des Nahverkehrs fließen, um auf den Fahrgastanstieg vorbereitet zu sein
-
Zitat
Denn eigentlich ist so ein 365-Euro-Angebot ja ein kostenloses Ticket, das deshalb auf Dauer von anderen finanziert werden muss“, erläutert der Fachmann. „Und wenn es erst einmal da ist, wird es sehr schwer, so etwas wieder zu ändern. Das könnte ein Fass ohne Boden werden.
-
Zitat
Die Menschen steigen dann um, wenn das Nahverkehrsangebot für sie attraktiv ist“, sagt Wagner. „Von dem 365-Euro-Angebot würden vor allem die Kunden profitieren, die schon heute mit einem teureren Ticket fahren, die mit dem Fahrrad unterwegs sind oder zu Fuß gehen.“ Dass die beiden letzten Zielgruppen dann häufiger bei den LVB einsteigen, sei aber „klimapolitisch gar nicht notwendig“.

Zum Schluß kann sich der "Experte" einen Seitenhieb auf die Ökomiezen nicht verkneifen:
Zitat
Aber die Ökolöwen müssen das System auch nicht finanzieren und sind nicht unternehmerisch für die LVB verantwortlich.“ Die Forderung der Umweltschützer, dass Leipzig für das Ticket Geld vom Straßenunterhalt in den Nahverkehr umschichten soll, hält er für zwiespältig. „Auch die Busse des Nahverkehrs sowie Handwerker und Lieferdienste brauchen gute Straßen.“
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 28.02.2019, 10:34:53
Zitat
- Wien habe zunächst 20 Jahre kräftig in den Ausbau und die Modernisierung seines öffentlichen Personennahverkehrs investiert, bevor das 365-Euro-Ticket eingeführt wurde
Also diesen Zusammenhang möchte ich aber mal ganz erheblich anzweifeln. Als ob man 20 Jahre daraufhin gearbeitet hätte, um am Ende ein verbilligtes Jahresticket einzuführen ... Es handelte sich ganz profan um eine ziemlich kurzfristige Aktion der Wiener Grünen nachdem sie an der Stadtregierung beteiligt waren. Und der viel gepriesene Ausbau des Wiener Nahverkehrs in den letzten 20 Jahren beschränkt sich praktisch auch ausschließlich auf den exzessiven U-Ausbau (bevorzugt in der Peripherie statt im dichtbesiedelten Stadtkern) zulasten der Straßenbahn. Es wäre mir neu, dass da im Zusammenhang mit der Einführung des 365€-Tickets massiv das Angebot erweitert wurde.

Aber es stimmt natürlich, dass der ÖPNV in Wien einen ganz anderen Stellenwert in Stadt und Gesellschaft einnimmt als hier bei uns in Leipzig und der Marktanteil des ÖPNV schon vor der Einführung des Tickets sehr hoch war und das Netz auch viel dichter ist. Aber Gold ist dort bei weitem auch nicht alles was glänzt ...
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 28.02.2019, 11:38:12
Zitat
Zum Schluß kann sich der "Experte" einen Seitenhieb auf die Ökomiezen nicht verkneifen:
Zitat
Aber die Ökolöwen müssen das System auch nicht finanzieren und sind nicht unternehmerisch für die LVB verantwortlich.“ Die Forderung der Umweltschützer, dass Leipzig für das Ticket Geld vom Straßenunterhalt in den Nahverkehr umschichten soll, hält er für zwiespältig. „Auch die Busse des Nahverkehrs sowie Handwerker und Lieferdienste brauchen gute Straßen.“

Muss ja ein toller "Experte" sein, denn der Ökolöwe hat mitnichten gefordert, dass der Topf des Straßenunterhalts dazu genutzt wird, sondern der Verwaltung/LVB aufgetragen --> es zu kalkulieren und finanziell sicher zu stellen.

Solche "Experten" braucht Leipzig nicht.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DrZott am 28.02.2019, 13:18:09
Die wichtigste Quintessenz ist jedoch, daß der ÖPNV in Leipzig deutlich (intensv und extensiv) ausgebaut werden und deutliche mehr Zuschüsse erhalten müßte. Alles andere ist natürlich Politgeplenkel. Schon bei der inneren Jahnallee sehen wir ja, wie alle Verkehrsträger massiv um den viel zu knappen Raum kämpfen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 28.02.2019, 14:11:21
grundsätzlich ist das richtig. Doch diese Aktivitäten sind auch ohne dieses Ticket nötig. Demnach ist es ein sowieso-Effekt.

Ansonsten zeigt die Entwicklung von 2001 an, dass gut 50 Mio Fahrgäste mehr im Jahr auch in das grundsätzlich seit dieser Zeit unveränderte Netz passen. Von der S-Bahn ganz zu schweigen...

Gruß
der Radler

edit: klareres Deutsch gefunden
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Benedikt am 28.02.2019, 14:14:20
grundsätzlich ist das richtig. Doch diese Aktivitäten sind auch ohne dieses Ticket nötig. Demnach ist es ein sowieso-Effekt.

Ansonsten zeigt die Entwicklung von 2001 an, dass gut 50 Mio Fahrgäste mehr im Jahr auch in das grundsätzlich seit dem unveränderte Netz passen. Von der S-Bahn ganz zu schweigen...

Gruß
der Radler
Das Leipziger Netz ist doch ohnehin nicht ausgelastet. Nur weil ein paar Bahnen im Schüler- und Berufsverkehr voll sind, kann man doch von keiner Vollauslastung sprechen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: GK am 28.02.2019, 15:56:02
Als ob man 20 Jahre daraufhin gearbeitet hätte, um am Ende ein verbilligtes Jahresticket einzuführen ... Es handelte sich ganz profan um eine ziemlich kurzfristige Aktion der Wiener Grünen nachdem sie an der Stadtregierung beteiligt waren. Und der viel gepriesene Ausbau des Wiener Nahverkehrs in den letzten 20 Jahren beschränkt sich praktisch auch ausschließlich auf den exzessiven U-Ausbau (bevorzugt in der Peripherie statt im dichtbesiedelten Stadtkern) zulasten der Straßenbahn. Es wäre mir neu, dass da im Zusammenhang mit der Einführung des 365€-Tickets massiv das Angebot erweitert wurde.

Aber es stimmt natürlich, dass der ÖPNV in Wien einen ganz anderen Stellenwert in Stadt und Gesellschaft einnimmt als hier bei uns in Leipzig und der Marktanteil des ÖPNV schon vor der Einführung des Tickets sehr hoch war und das Netz auch viel dichter ist. Aber Gold ist dort bei weitem auch nicht alles was glänzt ...
Bei den Ausbauten der letzten 20 Jahre in Wien war das 365€-Ticket nicht einmal im Ansatz überhaupt eine Idee. Praktisch war der Nahverkehr nur an der Grenze, der Autoverkehr sowieso und dringend etwas nötig - und in Wien hatte man das erkennt (ob freiwillig oder zwangsweise, ist dann noch die andere Frage) und etwas getan (im ersten Schritt einen massiven Ausbau, die U-Bahn-Linien waren das teuerste, aber auch an S-Bahn und Straßenbahn wurde gewerkelt).

Rund um die Einführung des 365€-Tickets wurde in Wien das Angebot massiv ausgebaut, was sich aber nach den Ausbauergebnissen primär in der Verstärkung des Angebots samt deutlicher Beschaffung von zusätzlichem Rollmaterial und Ausbildung von Fahrpersonal äußerte. Und wenn man es wirklich möchte, reichen 2 Jahre zum Beginn einer größeren Beschaffungswelle (v.a. wenn man dann Altfahrzeuge nicht gleich ausmustert).
Allerdings hat man in Wien gemerkt, dass es dennoch eng ist, und die Infrastruktur weiter auszubauen ist - von S-Bahn-Ausbau, teils mit ETCS Level 2 auf der Strecke über Wien-Mitte, U-Bahn-Modernisierung für dichtere Taktzyklen, Straßenbahnausbau, Trennung von Straßenbahn/Bus und MIV (unter Beschneidung des MIV), Ausbau der Wartungsstandorte etc. ist die Rede - also noch auf Jahre hinaus genug zu tun. Ebenso sind die erhöhten Fahrzeugkapazitäten dort ebenso nicht ausreichend. Nur ist dort der Anfang gemacht und jetzt wird tendenziell geklotzt, statt totgespart (in Leipzig schaffen wir ja nichtmal die seit Jahren als "Neubaustrecke" verkaufte Umverlegung von ein paar hundert Metern Straßenbahngleis).

Klar ist auch, dass einerseits Wien als Bundesland ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat und diese wahrnimmt (also auch Ausgaben umschichtet), der Bund das dort fördert, und auf Grund der Rechtslage in Österreich z.B. auch Arbeitgeber etc. über Umlagen zur Finanzierung herangezogen werden können. Und das Nahverkehr dort schon seit längerem eine andere Wahrnehmung hat, als in unserer Autofahrerstadt.

Das Leipziger Netz ist doch ohnehin nicht ausgelastet. Nur weil ein paar Bahnen im Schüler- und Berufsverkehr voll sind, kann man doch von keiner Vollauslastung sprechen.
Das ist nur wie bei der S-Bahn: ich habe einige autofahrende Kollegen, welche wohlwollend die MDSB getestet haben, und nach dem Fahrplanchaos und den auf manchen Relationen übervollen Bahnen das Experiment mit der Erkenntnis "nie wieder" beendeten. Gleiches gilt für die LVB. Ein PKW ist nunmal nicht so voll wie eine Straßenbahn zur Hauptverkehrszeit und so unsauber und müffelig ist es in den meisten Autos auch nicht. Und das ist ja augenscheinlich die primäre Zielgruppe für eine ÖPNV-Fahrgasterhöhung. Einige Straßenbahnlinien könnten zur HVZ ebenso eine Verstärkung auf 5-Minuten-Takt vertragen (bzw. dort wo 2 Linien fahren, teils auch eine Verdichtung) wie die S3 und S5 einen 20-Minuten-Takt (oder initial wenigstens durchgehend mit 2 * 4er-Hamsterbacken zu fahren).
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DrZott am 28.02.2019, 16:05:24
Man sollte den Berufsverkehr nicht unterschätzen: das ist der kriegsentscheidende Verkehr, bei dem die meisten unterwegs sind.
Daß Busse&Bahnen gegen 23 Uhr oder 12 Uhr leerer sind, ist eine Binse - interessiert aber zu wenige.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Linie12 am 28.02.2019, 16:20:47
Sind denn die NGT10 immer noch so störanfällig oder könnte man langsam mal anfangen die NGT10 von der /SL.003 auf die /SL.010 zu verlagern?

Laut LVB hat sich „Nach notwendigen Verbesserungen durch den Hersteller 2018 die Einsatzstabilität maßgeblich verbessert.“ Das kann jetzt jeder für sich interpretieren.

Weiterhin wurde die XL mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Product Design“ ausgezeichnet.

Zitat
„Heller, freundlicher, offener und insgesamt moderner – so lässt sich das neue zeitgemäße Design der Straßenbahn kurz zusammengefasst auf den Punkt bringen“, lautet die Begründung der Jury.

 siehe hier  (http://bit.ly/LeipzigerBlog)
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Minol-Pirol am 28.02.2019, 16:43:59
Weiterhin wurde die XL mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Product Design“ ausgezeichnet.

 siehe hier  (http://bit.ly/LeipzigerBlog)

Das muss man LVBs lassen: medienwirksam unnützen Kram verkaufen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 28.02.2019, 16:50:33
Rund um die Einführung des 365€-Tickets wurde in Wien das Angebot massiv ausgebaut, was sich aber nach den Ausbauergebnissen primär in der Verstärkung des Angebots samt deutlicher Beschaffung von zusätzlichem Rollmaterial und Ausbildung von Fahrpersonal äußerte. Und wenn man es wirklich möchte, reichen 2 Jahre zum Beginn einer größeren Beschaffungswelle (v.a. wenn man dann Altfahrzeuge nicht gleich ausmustert).
Für einen massiven Angebotsausbau habe ich keine Belege gefunden und mir ist auch nichts dergleichen in Erinnerung. Natürlich wurde das Angebot peu a peu erweitert, aber inwieweit dies allein eine Folge des Tickets war und nicht (zumindest in abgeschwächter Form) sowieso gekommen wäre, wäre zu hinterfragen. Der U-Bahn-Ausbau ist ohnehin eine langfristige Sache und eine wachsende Stadt mit all ihren Begleiterscheinungen ist Wien auch nicht erst seit gestern. Dazu muss man natürlich auch sagen, dass der Preissprung auf 365€ in Wien keineswegs so heftig war wie er hier ausfallen würde, ergo der Effekt hinsichtlich Fahrgaststeigerungen auch deutlich abgeschwächt auftrat.

Und die Bestrebungen der Stadt Wien den ÖPNV abseits von S- und U-Bahn auszubauen sind doch auch eher überschaubar. Straßenbahnneubaustrecken werden - wenn überhaupt - nur in homöpatischen Dosen angegangen (obwohl es Ideen und Planungen ohne Ende gibt) und der dortige Gleiszustand und das Erscheinungsbild der Züge sind mittlerweile auch ziemlich erschreckend und keineswegs eine Werbung für den ÖPNV; selbst der Fahrermangel macht sich mittlerweile dort praktisch mit Fahrtausfällen bemerkbar. Von Stadt und Verkehrsbetrieb totgespart werden bei den Wiener Linien eben auch sehr viele Dinge, solange es sich nicht gerade um Prestigeobjekte handelt. An den MIV traut man sich auch nicht so richtig heran, von einer Anti-MIV-Politik kann zumindest keine Rede sein. Allerdings hat man in Wien den Vorteil, dass das in der extrem verdichteten Kernstadt seit jeher sehr gute ÖPNV-Angebot auf sehr vielen Relationen dem Auto meist überlegen ist, und das trotz einer Reisegeschwindigkeit, die zumindest an der Oberfläche mit gemächlich noch beschönigend beschrieben ist (fällt dank der Schnellbahnen und der generell dichten Intervalle nicht so sehr ins Gewicht). Aber da der staugeplagte MIV eher noch langsamer ist, sitzen dort aus Zeitgründen - anders als hier - die wenigsten im Auto.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: xXx am 28.02.2019, 16:52:05
Das muss man LVBs lassen: medienwirksam unnützen Kram verkaufen.
Man muss doch möglichst effektiv von den wirklichen Problem ablenken - wofür sonst sollte man diesen riesigen Marketing-Apperat brauchen :P
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Benedikt am 28.02.2019, 17:13:40
Das ist nur wie bei der S-Bahn: ich habe einige autofahrende Kollegen, welche wohlwollend die MDSB getestet haben, und nach dem Fahrplanchaos und den auf manchen Relationen übervollen Bahnen das Experiment mit der Erkenntnis "nie wieder" beendeten. Gleiches gilt für die LVB. Ein PKW ist nunmal nicht so voll wie eine Straßenbahn zur Hauptverkehrszeit und so unsauber und müffelig ist es in den meisten Autos auch nicht. Und das ist ja augenscheinlich die primäre Zielgruppe für eine ÖPNV-Fahrgasterhöhung. Einige Straßenbahnlinien könnten zur HVZ ebenso eine Verstärkung auf 5-Minuten-Takt vertragen (bzw. dort wo 2 Linien fahren, teils auch eine Verdichtung) wie die S3 und S5 einen 20-Minuten-Takt (oder initial wenigstens durchgehend mit 2 * 4er-Hamsterbacken zu fahren).
In München sind die Bahnen voll und werden trotzdem viel benutzt, ebenso im Rhein-Main-Gebiet. Aber da sind halt auch die Straßen voll. Das Umland ist wesentlich dichter besiedelt. Die hiesige Bevölkerung jammert halt auf einem sehr hohen Niveau ("Ich habe mein Fahrrad im Berufsverkehr nicht reingekriegt", "Ich musste in der Straßenbahn stehen, weil der Doppelsitz für 2 Personen so eng ist.", "Ich stand im Stau (=an der Ampel eine Grünphase verpasst)"). Sicher, das Fahrplanchaos bei der S-Bahn in den letzten Jahren war schon krass, aber es seit ca. 9 Monaten ist es viel besser geworden (kann jetzt nur von der S3 sprechen, aber immerhin).
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 12.03.2019, 13:54:44
    Mein Vorschlag Veränderungen
ab Dez 2019


Tram  8       Mo-Fr               alle 20min      Miltitz --- W.L.platz -- Wintergartenstr --- Listplatz --- Paunsdorf --- Sommerfeld

Tram 7E    Mo- Fr   in HVZ   alle 20 min     Ph - Reissstrasse -- Waldplatz --- Hauptbahnhof --- Paunsdorf Nord

Tram 15E  Mo - Fr in  HVZ     alle 20min    Grünau - Nord ----Waldplatz--- Hauptbahnhof ---- Pragerstrasse ---Naunhoferstrasse

Tram 18    Mo - Sa   6- 19 uhr  alle 20 min   Miltitz -- Waldplatz -- Feuerbachstr -- Stallbaumstr- Möckern - Wahren

Tram 12    Mo- Sa   6-19 uhr    ab johannissplatz weiter Dresdenerstr --Reudnitz --Stötteritz

Tram 14   wieder verlängerung bis  Klinikum St Georg

Tram 9    Thekla --- Hauptbahnhof West ---Thomaskirche -- Connewitz---Lössnig

Tram 10  Mo- Sa 6-20uhr alle 10min  Möckern --- Hauptbanhof ---Karli ---Connewitz S.Bahnhof

Tram 11                         alle 15min  Schkeuditz ---- Markkleeberg
Tram 11E   Mo -Fr nur Vereinselte Kurse   Wahren -- Dölitz

Bus 60   ab  Bushof Lindenau --Lipsiusstrasse--- Mölkau

Bus 73   ab Mölkau -- Baalsdorf --- Sommerfeld

Bus 80   ab Möckern ---Thekla

Bus 89   Wildpark --- Connewitzer Kreuz -- Telemannstrasse--Neues Rathaus --Westplatz

Q-Bus A  Mo- Sa alle 30min ab Bushof Lindenau  Wohngebiet Lindenau -- Auensee -- Wohngebiet   Böhlitz Ehrenberg

Q- Bus B  Mo- Sa alle30min  ab Lausen  Wohngebiet Lausen-Grünau -Grünau Nord -Lindenau -- S-Bh Plagwitz    Ikl ehem 66



Q-Busse sind zur feineren erschlissung der wohngebiete




 
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 12.03.2019, 22:41:07
@Thomas15e

Deine Vorschläge in Ehren, aber diese sind ziemlich daneben:

1. Verdichtungen sind gerade im Innenstadtbereich erforderlich. Nach Miltitz benötigt niemand den 5'Minutentakt.

2. Warum fährt die  /SL.008 nur alle 20 min?

3. Eine Verstärkung des Ostabschnitts der  /SL.007 ist nicht notwendig. Bei der  /SL.004 schon. Warum die /SL.012 verlängern? Eine  /SL.15E in der Form ist auch zu viel.

4. Deine  /SL.018 wird bereits von der  /S1 bedient. Auch mit dem  /BL.080 wäre man schneller in Wahren.

5. Den Fahrplan der  /SL.011 kapiere ich nicht. Die gesamte Achse Wahren - Hbf - Connewitz benötigt den 5'Minutentakt. Alles andere ist Mumpitz.

Grüße
Sven

Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 1131 am 12.03.2019, 23:32:54
    Mein Vorschlag Veränderungen
ab Dez 2019


Tram  8       Mo-Fr               alle 20min      Miltitz --- W.L.platz -- Wintergartenstr --- Listplatz --- Paunsdorf --- Sommerfeld

Tram 7E    Mo- Fr   in HVZ   alle 20 min     Ph - Reissstrasse -- Waldplatz --- Hauptbahnhof --- Paunsdorf Nord

Tram 15E  Mo - Fr in  HVZ     alle 20min    Grünau - Nord ----Waldplatz--- Hauptbahnhof ---- Pragerstrasse ---Naunhoferstrasse

Tram 18    Mo - Sa   6- 19 uhr  alle 20 min   Miltitz -- Waldplatz -- Feuerbachstr -- Stallbaumstr- Möckern - Wahren

Tram 12    Mo- Sa   6-19 uhr    ab johannissplatz weiter Dresdenerstr --Reudnitz --Stötteritz

Tram 14   wieder verlängerung bis  Klinikum St Georg

Tram 9    Thekla --- Hauptbahnhof West ---Thomaskirche -- Connewitz---Lössnig

Tram 10  Mo- Sa 6-20uhr alle 10min  Möckern --- Hauptbanhof ---Karli ---Connewitz S.Bahnhof

Tram 11                         alle 15min  Schkeuditz ---- Markkleeberg
Tram 11E   Mo -Fr nur Vereinselte Kurse   Wahren -- Dölitz

Bus 60   ab  Bushof Lindenau --Lipsiusstrasse--- Mölkau

Bus 73   ab Mölkau -- Baalsdorf --- Sommerfeld

Bus 80   ab Möckern ---Thekla

Bus 89   Wildpark --- Connewitzer Kreuz -- Telemannstrasse--Neues Rathaus --Westplatz

Q-Bus A  Mo- Sa alle 30min ab Bushof Lindenau  Wohngebiet Lindenau -- Auensee -- Wohngebiet   Böhlitz Ehrenberg

Q- Bus B  Mo- Sa alle30min  ab Lausen  Wohngebiet Lausen-Grünau -Grünau Nord -Lindenau -- S-Bh Plagwitz    Ikl ehem 66



Q-Busse sind zur feineren erschlissung der wohngebiete




 

Wie komme ich da von Böhlitz Ehrenberg nach Möckern ????????
Mfg.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 13.03.2019, 09:50:00
HI Sven
Das große Wohngebiet Miltitz- Grünau  braucht einen 5 min takt tagsüber und in der HVZ sogar noch dichter.
Der Ostabschnitt der 7 ist auch stark belastet und braucht eine Verstärgung.
in allgemeinen brauchen wir ein neues bus und tramnetz  wie zb  in der ddr-zeit ein Stammnetz mo-so in 15min takt und verstärkerlinien die den Fahrplan auf den bedarf der strecke abgestimmt ist.
die Buslinien sollen nicht mehr xxl lang sein nur einige quwerrlinien und stadtteillinien mit anbindung zur tram und s-bahn.
Sven mache doch auch einmal ein vorschlag.

Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Linie 89 am 13.03.2019, 11:43:51
Sven mache doch auch einmal ein vorschlag.
Hat er doch gemacht - im allerersten Beitrag dieses Threads!
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Lößniger am 13.03.2019, 16:19:52
@thomas15e:

Also das mit der  /SL.009 nach Lößnig würde ich begrüßen.
Dann gäbe es wieder einen 10 min Takt Richtung Connewitz
(Im schlimmsten Fall fährt ja die  /SL.010 bis Ende der Sommerferien nur alle 20 min.)
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2101 am 13.03.2019, 19:17:29
@thomas15e:

Also das mit der  /SL.009 nach Lößnig würde ich begrüßen.
Dann gäbe es wieder einen 10 min Takt Richtung Connewitz
(Im schlimmsten Fall fährt ja die  /SL.010 bis Ende der Sommerferien nur alle 20 min.)

Aber nur, wenn die /SL.009 direkt über die Karli fährt. Sonst wird das von Lößnig kommend eine Fahrt mit der Kirche ums Dorf. Von der Fahrzeitverlängerung mal ganz abgesehen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 13.03.2019, 19:18:55
die  /SL.009 nach Lößnig ergibt wenig Sinn, denn die heutige  /SL.009 hat ab Klemmstraße einen 5er Takt und trifft nahezu gleichzeitig am Kreuz mit der  /SL.010 ein.   Dafür haben Lößnig und Marienbrunn eine gute Zentrumsanbindung mit  /SL.016+ /SL.010 .  Mit Doppelschlenker via Hoffmannstraße bringt einen doofen Umweg mit sich.

Das Fahrerproblem muss zwingend hinten an gestellt werden, weil es - clever gemanaged - lösbar ist.

Ansonsten bleibt die Grundsatzfrage, ob man für die Bimmel ein Achsennetz oder Verästelungsnetz haben will. Wenn ein Ast mehr als 10er Takt braucht (Beispiel:  /SL.015 nach Miltitz), dann kann diese genauso gut alle 7 oder 5 Minuten fahren, da muss nicht der Nummerwürfel lauter neuer Linien ausgerollt werden.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sankt Georg am 14.03.2019, 07:53:49
Wenn ein Ast mehr als 10er Takt braucht (Beispiel:  /SL.015 nach Miltitz),

Aber wann braucht ein Ast mehr als 10er Takt? Laut Nahverkehrsplan nur auf Abschnitten mit mehr als 15000 Fahrgästen pro Tag und da ist in den nächsten Jahren keine Erweiterung geplant.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: DAvE LE am 14.03.2019, 10:17:07
^ Der NVP ist für die Tonne. Da wird kaum etwas eingehalten.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 14.03.2019, 11:37:24
@SanktGeorg

Wenn Fahrgastwachstum einsetzt. Wenn baulich erheblich nachverdichtet wird. Auch die Linie 15, innere Prager Straße zum Beispiel...

Oder auch, wenn Füllgrade bei 10er Takt zu Verspätungen führen, weiteres Wachstum nicht zulassen und und und...

Faustregel nach einiger Zeit: Halbe Taktzeit = doppelte Fahrgastmenge. 

Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 14.03.2019, 21:02:52
HI Sven
Das große Wohngebiet Miltitz- Grünau  braucht einen 5 min takt tagsüber und in der HVZ sogar noch dichter.
Der Ostabschnitt der 7 ist auch stark belastet und braucht eine Verstärgung.
in allgemeinen brauchen wir ein neues bus und tramnetz  wie zb  in der ddr-zeit ein Stammnetz mo-so in 15min takt und verstärkerlinien die den Fahrplan auf den bedarf der strecke abgestimmt ist.
die Buslinien sollen nicht mehr xxl lang sein nur einige quwerrlinien und stadtteillinien mit anbindung zur tram und s-bahn.
Sven mache doch auch einmal ein vorschlag.

Hallo Thomas,

das Wohngebiet jenseits von Grünau-Nord benötigt aktuell keine Verstärkung, wenn wir im Innenstadtbereich es noch nicht mal schaffen einen 5'Minutentakt einzurichten. Die wenigen Mittel auf die Aussenbereiche zu verschwenden bringt rein gar nichts. Mitlitz ist nicht der Nabel der Welt. Vielmehr bringt eine Anbindung an die  /S1 mit Bussen deutlich mehr.

Die  /SL.007 platzt auf dem Westabschnitt aus allen Nähten. Das ist auf dem Ostast nicht der Fall, da hier noch die  /SL.008 mit verstärkt. Die gibt es im Westast nicht!

Das wir ein neues Busnetz brauchen ist unbestritten. Beim Strassenbahnnetz bin ich nicht deiner Meinung. Das bedarf nur weniger Anpassungen. Wichtiger sind hier Verstärkungen.


die  /SL.009 nach Lößnig ergibt wenig Sinn, denn die heutige  /SL.009 hat ab Klemmstraße einen 5er Takt und trifft nahezu gleichzeitig am Kreuz mit der  /SL.010 ein.   Dafür haben Lößnig und Marienbrunn eine gute Zentrumsanbindung mit  /SL.016+ /SL.010 .  Mit Doppelschlenker via Hoffmannstraße bringt einen doofen Umweg mit sich.

Eine  /SL.009 nach Lössnig sehe ich auch nicht als wichtig an. Dafür plädiere ich aber schon mit einer neuen  /SL.010 auf komplett anderen Laufweg und eine Verdichtung der  /SL.1111E auf einen sauberen 5'Minutentakt (siehe mein erster Beitrag)

Die erwähnten Umwegfahrten werden doch beim Bus pausenlos von Dir (oder Ökolöwe) hier um Forum postuliert. Warum nur beim Bus und nicht wie hier auch für die  /SL.010?


Ansonsten bleibt die Grundsatzfrage, ob man für die Bimmel ein Achsennetz oder Verästelungsnetz haben will. Wenn ein Ast mehr als 10er Takt braucht (Beispiel:  /SL.015 nach Miltitz), dann kann diese genauso gut alle 7 oder 5 Minuten fahren, da muss nicht der Nummerwürfel lauter neuer Linien ausgerollt werden.

Ich bin ganz klar für ein Achsennetz. Wir haben bereits heute Achsen, welche nur unzureichend von der LVB bedient werden. Gerade da wollte ich mit meinen Ideen Verbesserungen für einen 5'Minutentakt tagsüber vorschlagen:

 /SL.001 /SL.002 (neu) /SL.003 Hbf - Eisenbahnstr.
 /SL.007 /SL.07E P.-Reis-Str. - Hbf - Stötteritz
 /SL.012 /SL.015 Hbf - Naunhofer Str.
 /SL.009 /SL.010 (neu) WLP - A.-Hofmann-Str.
 /SL.1111E Wahren - Hbf - Dölitz
 /SL.001 /SL.002 Hbf - Grünau-Süd
 /SL.008 /SL.010 (neu) Lindenau - WLP

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 15.03.2019, 06:28:31
Zitat
Die erwähnten Umwegfahrten werden doch beim Bus pausenlos von Dir (oder Ökolöwe) hier um Forum postuliert. Warum nur beim Bus und nicht wie hier auch für die  /SL.010?

Bei der Straßenbahn besteht fast immer die verkehrliche Aufgabe darin, das Zentrum / die Kernstadt anzubinden. Diese sollte auf halbwegs direktem Wege passieren.

Beim Bus gibt es Verbindungs- oder Erschließungsaufgaben. Teilweise bieten sich direkte Linienführungen an (z.B. mein Vorschlag einer 5'Takt Ergänzung zur 70, welche ab Technischem Rathaus geradlinig und schneller den Süden via Semmelweisstr. erreicht)  und andermal verlangen die Bebauungen / Verknüpfungen eine Abweichung von der idealen Luftlinie. Das kann an busfähigen Straßen liegen oder oder oder. Die Gefäßgröße und damit auch die Betroffenen sind beim Bus geringer. Noch ein Beispiel, welches ich gerade mit MD612 diskutiert habe, ist die Verlegung der 90 auf die Schönefelder Allee via Volbedingstr.  Natürlich liegt der Blick auf den Stadtplan nahe, gleich direkt via Ossietzkystr. zur Volksgartenstr. zu fahren. Goethegymnasium und die Schulen an der Löbauer Str. wären damit bestens erreicht. Doch der ganze Rest von Schönefeld bliebe von dieser Linie abgehängt. Das sehe ich negativer als den zur heutigen Situation zeitneutralen Weg via Stannebeinplatz.

Kannst du dein Straßenbahnnetz mal mit den gängigen Farben zeichnen, so dass jeder Strich weiterhin 10er Takt darstellt (11 + 11e also als zwei Striche)

Danke, Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: André Loh-Kliesch am 15.03.2019, 13:18:55
Zitat
Mitlitz ist nicht der Nabel der Welt. Vielmehr bringt eine Anbindung an die  /S1 mit Bussen deutlich mehr.

Was ist „der Nabel der Welt“?

Am Abschnitt zwischen  /HS Schönauer Ring (ab hier hilft die  /SL.008, wenn sie mal fährt) und der Endstelle Miltitz liegt zumindest ein Schulzentrum (Max-Klinger-Schule [Gymnasium], 94. Schule [Oberschule]), das noch ausgebaut werden soll. Außerdem die  /HS Kiewer Straße, die von landwärtigen Umsteigern auf die  /BL.065 gern genutzt wird, da das Umsteigen am Schönauer Ring das Überqueren der Lützner Straße erfordert. Und natürlich der Wohnkomplex 7, der trotz Abriss immer noch knapp  9.000 Einwohner hat.

Vielleicht hilft eine kleine Erinnerung: bis zum 10.10.2010 fuhr auch die  /SL.008 bis nach Miltitz; den 5-Minuten-Takt hat man erst gestrichen, als das Gespenst einer „schrumpfenden Stadt“ plakatiert wurde. Die schrumpfende Stadt ist vorbei, der 5-Minuten-Takt aber noch nicht wieder da...

Und die nötige Taktwiederherstellung auf Busse abzuwälzen, die zu einer S-Bahn im 30-Minuten-Takt führen, ist wohl ein (schlechter) Scherz.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Streckenläufer am 15.03.2019, 14:21:57
Die  /SL.007 platzt auf dem Westabschnitt aus allen Nähten. Das ist auf dem Ostast nicht der Fall, da hier noch die  /SL.008 mit verstärkt. Die gibt es im Westast nicht!

Die  /SL.008 ist aber kein gutes Argument, solange sie durch "Ferien-" oder Baufahrpläne monatelang nur im 20-Minuten-Takt im Einsatz ist.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Passagier am 15.03.2019, 17:06:16
Vielleicht hilft eine kleine Erinnerung: bis zum 10.10.2010 fuhr auch die  /SL.008 bis nach Miltitz; den 5-Minuten-Takt hat man erst gestrichen, als das Gespenst einer „schrumpfenden Stadt“ plakatiert wurde. Die schrumpfende Stadt ist vorbei, der 5-Minuten-Takt aber noch nicht wieder da...

Mal Butter bei de Fische: Ab wann ist eine Bahn "voll"? Ist die  /SL.015 zwischen Nord und Miltitz wirklich in der HVZ so voll, dass sie verstärkt werden müsste oder ist sie nur gefühlt so voll?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 16.03.2019, 11:32:46
Was ist „der Nabel der Welt“?

Am Abschnitt zwischen  /HS Schönauer Ring (ab hier hilft die  /SL.008, wenn sie mal fährt) und der Endstelle Miltitz liegt zumindest ein Schulzentrum (Max-Klinger-Schule [Gymnasium], 94. Schule [Oberschule]), das noch ausgebaut werden soll. Außerdem die  /HS Kiewer Straße, die von landwärtigen Umsteigern auf die  /BL.065 gern genutzt wird, da das Umsteigen am Schönauer Ring das Überqueren der Lützner Straße erfordert. Und natürlich der Wohnkomplex 7, der trotz Abriss immer noch knapp  9.000 Einwohner hat.

Und? Auch an anderen bereits heute überlasteten Linien liegen Schulzentren. Mir sind Überfüllungen auf der  /SL.015 aber nicht bekannt. Aktuell gibt es keinen Grund die  /SL.008 wieder bis Miltitz zu führen.

Der Hinweis auf die  /S1 als Alternative hab ich deswegen gemacht, da andere eben diese nicht haben. Dort besteht noch viel Luft nach oben. Wenn die niemand nutzt, kan man sich die Taktverdichtung da auch sparen.

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 16.03.2019, 11:40:11
Kannst du dein Straßenbahnnetz mal mit den gängigen Farben zeichnen, so dass jeder Strich weiterhin 10er Takt darstellt (11 + 11e also als zwei Striche)

Aber gerne doch  ;D

Da die Forensoftware leider weiterhin total beschränkt ist bei der EInbindung von Dateien, kann ich es nicht direkt hochladen. Das geht noch nicht mal als PN soweit ich weiss.

Anbei der Link über einen Bilderhoster. Wie lange es dort verfügbar ist, weiß ich nicht.

https://www.directupload.net/file/d/5393/iz4ozk6f_pdf.htm (https://www.directupload.net/file/d/5393/iz4ozk6f_pdf.htm)

Bitte nicht meckern wegen der verzerrten Darstellung. Besser geht Powerpoint nicht  :P

Ich habe aber die angedachten 5'Minutentakte als dickere Linie dargestellt. Die Legende beschreibt die Strichstärken.

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: sfn am 16.03.2019, 13:14:49
Vielen Dank!

Als Plan ist das ganze wesentlich übersichtlicher und verständlicher.

Ich würde sagen: Es handelt sich hier um einen Plan, der keinen Umsturz bedeutet, sondern gegenüber dem heutigen Zustand nur zumutbare kleine Veränderungen abfordert.

Keine spekatuläre Schließung von topologischen Lücken (nach wie vor fehlt eine zentrumsnahe Westtangente à la WLP-GSS oder auch Schleußig-GSS) und keine neuartigen Eckverbindungen (z.B. Angerbrücke-GSS via Waldplatz). Alles also ganz konservativ.

Der Vorschlag von Sven müsste auch für die beharrlichen Geister hierzuforum und bei LVBs diskutabel sein.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 16.03.2019, 13:37:28
Danke Sven  für deine Mühe .  sind die Tramlinien 7 und 11 deine Hauslinien  weil das die einzigen sind die einen 5 min takt haben
würde abändern  Tram 10 in den HVZ bis Miltitz fahren zulassen
                         Tram 2  in den HVZ bis  Sommerfeld
                         Tram 3E  in Heiterblick enden lassen wenn möglich  und nur in den HVZ bis Paunsdorf Nord fahren lassen

Thomas 15E
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.03.2019, 13:42:06
Das Fahrerproblem muss zwingend hinten an gestellt werden, weil es - clever gemanaged - lösbar ist.

Ich würde sagen, dadurch dass es nicht gelöst wird von den LVB muss es zwingend vorne angestellt werden. Alle Netzpläne/-ideen sind nur Wunschträume solange die LVB ihre Personalprobleme nicht in den Griff bekommt.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Fabi am 16.03.2019, 14:21:24
Tram 3E  in Heiterblick enden lassen wenn möglich  und nur in den HVZ bis Paunsdorf Nord fahren lassen

Was genau soll das bringen?
In der Zeit, in der die Bahn von der Teslastraße in das Technische Zentrum gefahren ist und gewendet hat, ist sie auch schon fast in Paunsdorf-Nord und kann auf dieser Strecke zumindest noch ein paar Fahrgäste mitnehmen.
Zur Info: Alleine im Umkreis der Haltestelle Heisenbergstr. sind Firmen mit mehreren hundert, wenn nicht sogar tausend, Mitarbeitern - potentiellen Fahrgästen - angesiedelt.

Der 20-Minuten-Takt dort ist jetzt schon alles andere als attraktiv und du möchtest das Bahnfahren für die Leute dort jetzt noch unattraktiver machen.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: thomas15e am 16.03.2019, 15:16:47
würd den die verbindungsstrecke der 3E viel benutzt?
wäre ja auch fürn besseren Takt auf der 3 in Richtung Taucha aber der Landkreis macht da nicht mit.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Sven am 16.03.2019, 19:04:59
Danke Sven  für deine Mühe .  sind die Tramlinien 7 und 11 deine Hauslinien  weil das die einzigen sind die einen 5 min takt haben
würde abändern  Tram 10 in den HVZ bis Miltitz fahren zulassen
                         Tram 2  in den HVZ bis  Sommerfeld
                         Tram 3E  in Heiterblick enden lassen wenn möglich  und nur in den HVZ bis Paunsdorf Nord fahren lassen

Thomas 15E

Hallo Thomas,

grundsätzlich ging es mir bei der  /SL.007 und  /SL.011 um die Fahrzeuggrößen. Vor allem die Karli und die GSS brauchen einen stabilen Takt. Die Überfüllungen aufgrund der zu kleinen Fahrzeuge auf der jetzigen  /SL.010 sind ja schon fast legendär.

Das trifft ja auch auf den Ostast der  /SL.004 zu. Da der Westast der /SL.007 gestärkt werden muss, ist die Kombination der beiden Äste eben am sinnvollsten.

Die  /SL.03E nach Sommerfeld dient dem Eckanschluss Paunsdorf Center <> Taucha. Sollte man nicht unterschätzen.

In Summe hatte ich 18 Kurse zusätzlich ermittelt. Alleine das sind 40 Fahrer, die benötigt werden.

Grüße
Sven
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 1131 am 16.03.2019, 19:19:01
Danke Sven  für deine Mühe .  sind die Tramlinien 7 und 11 deine Hauslinien  weil das die einzigen sind die einen 5 min takt haben
würde abändern  Tram 10 in den HVZ bis Miltitz fahren zulassen
                         Tram 2  in den HVZ bis  Sommerfeld
                         Tram 3E  in Heiterblick enden lassen wenn möglich  und nur in den HVZ bis Paunsdorf Nord fahren lassen

Thomas 15E

Das hatten wir bei der 3E schon einmal (wenden im Gleisdreieck) das wird aber nicht mehr möglich sein und alle Kurse der 3 bis Taucha auch aber bringe das mal den Landratsamt von Taucha bei
Mfg.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Fabi am 16.03.2019, 22:44:56
Häufigere Fahrten der 3 nach Taucha werden sicher nicht kommen.
Immerhin halten auch die S-Bahn / der RE 2x pro Stunde in Taucha  - nach dem der Bahnhof in Taucha umgebaut wurde kommen noch die S-Bahnen dazu, die bisher nur bis Thekla fahren.
Für Fahrgäste, die in die Innenstadt oder darüber hinaus fahren wollen, ist das eindeutig die komfortablere und schnellere Variante. Benötigt man, wenn man das im Hinterkopf behält, denn zusätzliche Fahrten der 3 bis Taucha?
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Radler am 17.03.2019, 13:58:56
@Jörg.LE.

bundesweit fehlen ca. 40.000 Fahrpersonale (ich weiß jetzt nicht, ob nur bei EVUs oder auch kommunalen Betrieben, die Zahl wurde von einem EVU benannt). Sollen jetzt alle auf Nachhaltigkeit, Klimaveränderungen, Marktanteilsverbesserung en oder schlichtweg Bedarf verzichten?

Nein!  Wäre zumindest meine Antwort.

Gruß
der Radler
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: MD 612 am 17.03.2019, 14:47:20
bundesweit fehlen ca. 40.000 Fahrpersonale (ich weiß jetzt nicht, ob nur bei EVUs oder auch kommunalen Betrieben, die Zahl wurde von einem EVU benannt).
Je nach Quelle spricht man in Summe von etwa 1000-1200 fehlenden Lokführern bei allen EVU, inklusive Güterverkehr. Dazu dürften noch einmal etwa genauso viele Zugbegleiter kommen, die man ja auch zu den Fahrpersonalen zählt. Die restlichen 37.000 dürften somit auf Strab, Bus, U-Bahn und LKW entfallen, so denn die Zahl überhaupt stimmt.

Sollen jetzt alle auf Nachhaltigkeit, Klimaveränderungen, Marktanteilsverbesserung en oder schlichtweg Bedarf verzichten?
Nein, aber Voraussetzung dafür bleibt die Rekrutierung der dafür notwendigen Personale. Und da man es schon seit Jahren nicht mehr gebacken bekommt genügend Personal einzustellen und im Unternehmen zu halten, sieht es dahingehend für die Zukunft düster aus. Das kann man bei diversen Visionen ausblenden, bringt uns aber in der Realität nicht weiter.

Gruß Peter
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: firefox am 17.03.2019, 18:07:31
Also wenn überhaupt, dann muss neues Personal gefunden und nicht rekrutiert werden. Wir suchen ja keine Soldaten.
Der Betrieb hat das jetzt und seine unmögliche Sprache bemerkt und nennt die Bewerbertage nun "Karrieretage". Gut so.
Wenn jetzt noch gut bezahlt werden würde, dann klappts auch mit den neuen Mitarbeitern.
Gruß Foxi
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: 2101 am 17.03.2019, 19:33:54
Rekrutieren hat nicht immer gleich was mit Soldaten zu tun. In der Personalbranche wird damit auch die Beschaffung neuer Mitarbeiter gemeint.
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Tino am 17.03.2019, 19:57:02
"In Unternehmen müssen offene Stellen mit dem geeigneten Personal besetzt werden und dabei hilft ein durchdachtes Konzept der Personalrekrutierung. Es kommt darauf an, dass das Personal die fachlichen Anforderungen an diese Stelle erfüllt und über eine entsprechende Qualifikation verfügt,...!
https://hr-marketing.index.de/glossar/personalrekrutierung/
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: MD 612 am 17.03.2019, 20:09:22
Also wenn überhaupt, dann muss neues Personal gefunden und nicht rekrutiert werden.
In großen Unternehmen ist das Wort durchaus gebräuchlich, ohne damit abwertend gegenüber den Bewerbern verwendet zu werden. Man könnte auch Personalgewinnung sagen, denn alleine suchen und finden reicht ja auch nicht.

Der Betrieb hat das jetzt und seine unmögliche Sprache bemerkt und nennt die Bewerbertage nun "Karrieretage". Gut so.
Ob man den Einstieg als Straßenbahn- oder Busfahrer nun als Karriere bezeichnen soll, darüber könnte man aber auch streiten...

Gruß Peter
Titel: Re: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10
Beitrag von: Q-terra am 17.03.2019, 21:59:15
Ob man den Einstieg als Straßenbahn- oder Busfahrer nun als Karriere bezeichnen soll, darüber könnte man aber auch streiten...

Klar, kann man darüber streiten.
Für Leute in Berufen, die deutlich noch schlechter bezahlt werden (ja, die gibt es ;) ) ist es ein Aufstieg und auch meist die Möglichkeit, einen geregelten Arbeitsplan und eine pünktliche Lohnzahlung zu erhalten.
Und wer sagt, dass alle auf dem Bock sitzen bleiben? Es gibt unternehmensintern genug Aufstiegsmöglichkeiten, die man beschreiten kann, wo Mitte des Monats mehr auf dem Konto zu sehen ist.