NahverkehrsForumLeipzig

Städtischer Nahverkehr => Leipzig (Hauptforum) => Thema gestartet von: Passagier am 01.12.2013, 14:21:31

Titel: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 01.12.2013, 14:21:31
In 13 Tagen ist es soweit: Der fahrplanmäßige Betrieb im Citytunnel beginnt, das neue mitteldeutsche  /S-Bahn - Netz nimmt seinen Betrieb auf. Im Vorfeld des Hbf nimmt die Zahl der abgestellten Hamster zu. Die  /HS und Zielanzeigen auf  /BL.LVB - Linien werden auf das neue  /S-Bahn - Netz umgeschildert, die  /BL.LVB wollen Anschlüsse sicherstellen. Sicher, Besserungen werden sicher wünschenswert bleiben.

Hier also jetzt alles zum Thema Linienbetrieb im neuen  /S-Bahn - Netz inkl. Tunnelverkehr.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 05.12.2013, 16:40:48
Um diesen Thread mal einzuweihen, ein Hinweis auf die originellen (Nicht-)Anschlüsse im neuen  /S-Bahn - Netz.
 /S-Bahn 1 /  /S-Bahn 5 bzw. 5X am "MDR" hatte ich schon an anderer Stelle erwähnt (  /S-Bahn 1 aus Richtung Wurzen an zu den Minuten 16 bzw. 46,  /S-Bahn 5 Richtung Altenburg ab 17 bzw. 47; in der Gegenrichtung sogar minutengleich, 12 und 42).
In Halle ist es ähnlich zwischen  /S-Bahn 7 (Nordabschnitt) und  /S-Bahn 3:  /S-Bahn 7 von Trotha an zu den Minuten 20 und 50,  /S-Bahn 3 Richtung Leipzig ab zu den Minuten 19 und 49. In der Gegenrichtung dagegen funktioniert es interessanterweise (10 und 40 auf 14 und 44).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 05.12.2013, 18:22:19
ja, die S7 bietet heute ja bahnsteiggleichen Warte-Anschluss an die noch-S10, schade, dass man hier keine Möglichkeit fand oder finden wollte. Zumal aus Nietleben der Anschluss zwar später der längere Linienlauf der S3 werden soll, dieser jedoch nicht ansatzweise mit dem PKW konkurrieren kann, so dass diese Nachfrage bescheiden bleiben wird. Nach Trotha hingegen, also linear weiter durch die Stadt, macht ein Durchfahren deutlich mehr Sinn....

MDR könnte ja zu schaffen sein, wenn man davon ausgeht, dass nach einer CTL-Querung mindestens 1 Verspätungsminute aufgelaufen ist. Dann ist mit Treppe hoch + Treppe runter eine Restchance da.

Wie siehts im Osten aus? S1 --> RE50 / RB nach Grimma?
Oder im Westen? S1 --> EB nach Zeitz / RB nach Weißenfels?

Oder S1/ S3 in Gohlis?

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 05.12.2013, 19:21:25
Weitere Nicht-Anschlüsse:

S1 West zu S4 Ost - Hauptbahnhof - An '34, Ab '00
S4 Ost zu S1 West - Hauptbahnhof - An '29 + '59, Ab '55 + '25

S1<->S3 in Gohlis sieht da schon besser aus:

S1 West zu S3 West - Gohlis - An '27 + '57, Ab '38 + '08
S3 West zu S1 West - Gohlis - An '21 + '51, Ab '33 + '03

Die 11/12 Minuten Umsteigezeit sind sicher angemessen, um zwischen den Bahnsteigen bzw. Ebenen zu wechseln.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 05.12.2013, 20:02:02
ja, die S7 bietet heute ja bahnsteiggleichen Warte-Anschluss an die noch-S10, schade, dass man hier keine Möglichkeit fand oder finden wollte.

Die S10 hat heute 12 min Wendezeit in Halle, die S3 im neuen Fahrplan 9 min. Die S7 braucht 2x3 min für die Fahrt Hbf - Steintorbrücke - Hbf, wobei Steintorbrücke als Kreuzungsbahnhof an der ansonsten eingleisigen Strecke Fixpunkt ist. Somit könnten nur die Taktzeiten der S3 angepasst werden. Das aber geht aufgrund des Zwangspunktes Citytunnel nicht...

Verschiebbar wäre vielleicht der Takt der S7 um zwei Minuten zurück. Dann würde es in einer Richtung einen Übergang von zwei, in der anderen Richtung von nur einer Minute geben. Praktikabel wäre das nicht.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 05.12.2013, 23:35:41
Die geplante Situation in Halle finde ich auch eher suboptimal.

 /S-Bahn 3 bietet sich geradezu für eine Verlängerung nach Trotha an. Und die spätere  /S-Bahn 8 (ab 12/2015) könnte nach Neustadt / Nietleben weiterfahren. Somit hätte man zwei durchgehende Linien, die sich Halle (S) Hbf kreuzen würden.

Allzu sehr unvorstellbar ist das übrigens nicht. Denn sowohl  /S-Bahn 3 als auch  /S-Bahn 8 hat sich DB Regio unter den Nagel gerissen. Und der 30-Minuten-Takt ist auch auf allen genannten Strecken vorgesehen.

Völlig unklar ist mir allerdings, was mit dem Abschnitt nach Trotha wirklich passieren soll. Es wird im Netz immer fleißig gepostet, dass die Linien von Lutherstadt Eisleben und Naumburg dort enden sollen und somit den 30-Minuten-Takt bilden. Der Abschnitt Halle Hbf - Halle Trotha ist aber garkein Bestandteil vom STS-Netz gewesen, genauso wenig wie von MDSB I oder MDSB II ! Im Moment kommt mir das ein wenig so vor, als wenn man sich nicht so ganz sicher ist, was mit diesem Abschnitt in der Zukunft passieren soll. Eine Bedienung durch die Züge Richtung Halberstadt / Bernburg scheitert meines Wissens nach an einer fehlenden Weiche in Halle-Trotha. Und diese Züge wären ja wohl auch kein optimaler S-Bahn-Ersatz.

Mal noch ein anderer Gedanke: der Bahnverkehr Nossen-Meißen ist ja wohl mehr oder weniger beerdigt. Und Grimma / Döbeln wurde ja auch schon im Zusammenhang mit MDSB genannt. Gäbe es eventuell vernünftige Hybriden (Diesel / elektrisch)? Denkbar wäre nämlich eine Linie (verlängerte  /S-Bahn 3!?) Döbeln - Grimma - Stötteritz - Tunnel - Schkeuditz - Halle - Trotha (- Bernburg). Wäre vielleicht eher zu haben als hunderte Jahre auf die Oberleitungsmasten zu warten...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T_Ilm am 06.12.2013, 09:24:05
Als ein dieselelektrisches Angebot gibt es ja aus anderem Hause wie die Hamsterbäckchen den GTW. http://www.stadlerrail.com/de/fahrzeuge/gelenktriebwagen-gtw/
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Marcel Dreiling am 06.12.2013, 09:49:49
Die Hamster sind jedoch von Bombardier.  In Frankreich fahren die Bombardier AGC mit Diesel und Strom.
Von der Grundkonzeption sind sie dem Hamster ähnlich.
Ist jemandem bekannt, ob es die Hamster auch als Hybrid-Version geben könnte?
(ein grauen, wenn ich über die Zulassung nachdenke)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 06.12.2013, 10:23:31
Grimma halte ich für ungünstig im S-Bahn-Netz, denn wenn schon die Wurzener "jammern", dass ein Bogen durch Leipzig gefahren werden muss (welcher durch zielnäheres Aus-/Umsteigen teilweise kompensiert werden kann), so käme für die Grimmaer noch ein solcher hinzu, denn die Strecke über Borsdorf weicht von der Luftlinie nach Leipzig erheblich ab. Dann lieber eine Diese-S-Bahn über Sellerhausen ganztägig im Halbstundentakt und ab Grimma stündlich nach Döbeln und stündlich nach Rochlitz.

Genug Exkurs, hier soll ja Betrieb S-Bahn Mitteldeutschland rein....

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 06.12.2013, 16:22:03
Mal noch ein anderer Gedanke: der Bahnverkehr Nossen-Meißen ist ja wohl mehr oder weniger beerdigt. Und Grimma / Döbeln wurde ja auch schon im Zusammenhang mit MDSB genannt. Gäbe es eventuell vernünftige Hybriden (Diesel / elektrisch)? Denkbar wäre nämlich eine Linie (verlängerte  /S-Bahn 3!?) Döbeln - Grimma - Stötteritz - Tunnel - Schkeuditz - Halle - Trotha (- Bernburg). Wäre vielleicht eher zu haben als hunderte Jahre auf die Oberleitungsmasten zu warten...

Ein Dieselfahrzeug in jeglicher Bauform dürfte keine Tunnelzulassung bekommen können. Stichwort ist die eingebrachte Brandlast.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 06.12.2013, 17:12:28
Okay, Brandlast war das Stichwort. Hatte ich nicht dran gedacht.

Aber die  /S-Bahn nach Grimma soll ja eh mittels Elektrifizierung kommen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 06.12.2013, 17:36:20
Aber die  /S-Bahn nach Grimma soll ja eh mittels Elektrifizierung kommen.

Wer sagt das?? Bis jetzt ist das nur ein Traum...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 06.12.2013, 20:17:43
Hieß es nicht mal, dass Vorplanungen seitens des Freistaates laufen!? Diese Gedankenspiele gibt es doch.

Sicher ist sowas auch eher als perspektivisch anzusehen. Also nicht die nächsten drei bis fünf Jahre.

Aber ich denke schon,  dass die Inbetriebnahme der MDSB auch Begehrlichkeiten wecken wird.

Auch der Ast Richtung WSF könnte nochmal in den Fokus geraten. Gerade im Hinblick auf die neuen Express Züge aus Jena, die den ICE ersetzen sollen und ab WSF Richtung Leipzig an allen Stationen halten müssen - eben weil Sachsen keinen S-Bahn-Verkehr bestellt hat (den man übrigens auch gleich über Miltitz fahren könnte...). Für diese Erweiterung des Netzes wären noch nicht einmal Investitionen in die Infrastruktur notwendig.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 06.12.2013, 23:36:08
Hieß es nicht mal, dass Vorplanungen seitens des Freistaates laufen!? Diese Gedankenspiele gibt es doch.
Aber nur von Leuten, die nicht von Amts wegen sagen müssen, wo das Geld dafür herkommen soll. Von irgendwelchen konkreten Aktivitäten seit der um 1990 herum abgebrochenen Elektrifizierung ist mir jedenfalls nichts bekannt. Und das hätte ich vermutlich mitbekommen. Zwischen Leipzig und Chemnitz ist jedenfalls ein spürbares Gewusel festzustellen.
Wenn wir aber schon bei 'Wünsch Dir was' sind, gebe ich mal meine Gedanken dazu zum Besten. Falls das S-Bahn- Netz so wie gewünscht Anklang findet, würde es sich meiner Meinung nach anbieten, die  /S-Bahn 3 bis Engelsdorf zu verlängern. Die Station sollte sich so ausbauen lassen, daß die Züge in dem Stumpfgleis nördlich von Bahnsteig 2 wenden können. Damit gäbe es von dort stadtwärts einen durchgehenden 15'- Takt und somit stets akzeptable Anschlüsse zu RB und RE. Falls sich dabei der zweigleisige Abschnitt zwischen Stötteritz und Abzweig Anger als Flaschenhals erweisen sollte, könnten separate Güterzuggleise zunächst das Planum der ehemaligen Strecke Richtung Hauptbahnhof nutzen, um dann nach der Überschneidungsbrücke westlich der Engelsdorfer Gleise bis Abzweig Anger zu verlaufen und dort in die Gleise Richtung Schönefeld münden. Eventuell könnte Abzweig Anger als Betriebsstelle dann auch entfallen, da sich der Güterzugverkehr in diesem Fall ebensogut in Stötteritz aufteilen kann. Ich gebe aber zu, daß ich die praktische Machbarkeit dieser Idee nicht beurteilen kann.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 06.12.2013, 23:47:20
.... Dann lieber eine Diese-S-Bahn über Sellerhausen ganztägig im Halbstundentakt und ab Grimma stündlich nach Döbeln und stündlich nach Rochlitz.
Ja so sehe ich das auch. Ob die Linie nun elektrisch oder mit Diesel betrieben wird, spielt für den Fahrgast eine untergeordnete Rolle, der <= Halbstundentakt ist wichtig. Und warum soll man nicht eine Dieselstrecke in ein S-Bahnnetz einbinden und in einem S-Bahnnetz muss nicht jeder Zug durch den Tunnel. Allerdings wäre eine Ankunft an einem kleinerem Gleis als 21/22 im Hbf wünschenswert, aber ich glaube diese Möglichkeit wird gerade im Vorfeld durch die Auflassung der Verkehrstunnel verbaut (das wissen die Experten sicher besser (MD, Lutz)).
Die Führung einer Grimmaer S-Bahn direkt zum Hbf würde ja auch Kapazitäten frei halten, die eine spätere Taktverdichtung der Nord-Süd-Linien im Tunnel ermöglichen würden. Ein sinnvolles, ganzheitliches S-Bahnnetz würde ja vielleicht wirklich deutlich merklich mehr Fahrgäste anlocken, die vielleicht genau diese Kapazitäten brauchen.
Ein Leipzig-Westtunnel erscheint ja noch vorstellbar, der Osttunnel Markt-Johanisplatz-Anger-Crottendorf weniger, da wäre die vorhandene oberirdische Verbindung Hbf - Borsdorf sicher eine Alternative. Aber genug geträumt, der Nord - Südtunnel hat von 1992-2014 gebraucht, eine Fortsetzung erlebe ich nicht mehr, selbst wenn ich 100 Jahre alte werden sollte.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: klm am 07.12.2013, 15:42:03


Auch der Ast Richtung WSF könnte nochmal in den Fokus geraten. Gerade im Hinblick auf die neuen Express Züge aus Jena, die den ICE ersetzen sollen und ab WSF Richtung Leipzig an allen Stationen halten müssen - eben weil Sachsen keinen S-Bahn-Verkehr bestellt hat (den man übrigens auch gleich über Miltitz fahren könnte...). Für diese Erweiterung des Netzes wären noch nicht einmal Investitionen in die Infrastruktur notwendig.

Wie denn sonst? Über Halle?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 07.12.2013, 16:02:53
Hieß es nicht mal, dass Vorplanungen seitens des Freistaates laufen!?

Im Nahverkehrsplan des ZVNL wird dafür eine Untersuchung angeregt, mehr offizielle Absichten kenne ich nicht.

Ich halte eine Elektrifizierung ohnehin nicht für sinnvoll. Schon gar nicht, solange die Strecke bis Döbeln Bestand hat, wovon anhand der Fahrgastzahlen auszugehen ist. Ansonsten würde eine Elektrifizierung Leipzig - Grimma einen Umsteigezwang für durchreisende Fahrgäste mit sich bringen, da wohl kaum davon auszugehen ist, dass es neben einer S-Bahn Leipzig - Grimma einen zusätzlichen RE bis Döbeln geben wird.

Wichtig wäre ein durchgehender Halbstundentakt Leipzig - Grimma tagsüber, sinnvoll wäre eine Fahrplanlage, die in Engelsdorf einen schnellen Übergang RB110 ==> S1 stadtwärts bzw. S1 ==> RB110 landwärts möglich macht. Das ist im neuen S-Bahn-Fahrplan ja auch nicht gewährt.

Aber ich denke schon,  dass die Inbetriebnahme der MDSB auch Begehrlichkeiten wecken wird.

Bad Düben hatte sich ja auch schon gemeldet...

Falls sich dabei der zweigleisige Abschnitt zwischen Stötteritz und Abzweig Anger als Flaschenhals erweisen sollte, könnten separate Güterzuggleise zunächst das Planum der ehemaligen Strecke Richtung Hauptbahnhof nutzen, [...]

Ein zusätzliches Gleispaar passt nicht zwischen die Strecken L-Schönefeld - Anger und Engelsdorf - Anger. Aber Deine Idee ist so neu nicht. Es gab Planungen für eine Spange vom heutigen Haltepunkt Paunsdorf zur Strecke Schönefeld - Anger. Aber eben nur Planungen und kein Geld dafür. Wobei mich angesichts der Ansammlung diverser Brücken in diesem Bereich die technische Ausführung schon interessiert hätte.

citytunnelleipzig.info (http://www.citytunnelleipzig.info/netzergaenzende_massnahmen/verbindungskurve_anger-crottendorf_-_paunsdorf.php)

Allerdings wäre eine Ankunft an einem kleinerem Gleis als 21/22 im Hbf wünschenswert

Da die Dresdener Strecke im Bereich der H.-Liebmann-Brücke auf die Einfahrgleise der früheren Stötteritzer Strecke verschwenkt wird, bietet sich eine Verlegung der RB110 auf die Gleise 16/17 nahezu an. Aber inwieweit die dann frei sind, kann ich nicht sagen. Die RE aus Dessau - Magdeburg müssen ja auch noch irgendwo enden, die Fahrgäste des Saxonia würde sich über diese Gleise sicher auch freuen.

Wie denn sonst? Über Halle?

Er meinte sicher Miltitzer Allee: citytunnelleipzig.info (http://www.citytunnelleipzig.info/netzergaenzende_massnahmen/verbindungskurve_markranstaedt_gruenau.php)

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: klm am 07.12.2013, 16:20:39

Er meinte sicher Miltitzer Allee: citytunnelleipzig.info (http://www.citytunnelleipzig.info/netzergaenzende_massnahmen/verbindungskurve_markranstaedt_gruenau.php)

Gruß Peter

Dazu müsste die Verbindungskurve aber erstmal gabaut werden.
Und so, wie im Link dargestellt, kommt sie 100 Pro nicht. Dazu ist das Nordufer des Kulkwitzer Sees viel zu instabil.
Das Thema hatten wir schonmal in 'nem anderen Thread. http://www.nahverkehrsforumleipzig.de/index.php/topic,3160.0.html (http://www.nahverkehrsforumleipzig.de/index.php/topic,3160.0.html)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 07.12.2013, 20:24:37
Gemeint war eine direkte Führung über Miltitz Richtung Weißenfels. Bei gleichzeitigem Verzicht auf die Neubauspange natürlich.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 07.12.2013, 22:28:27
Sind denn nun alle Talente da? In 7 Tagen und 1,5 h gehts ja schon los.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 07.12.2013, 22:34:38
Nein.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 08.12.2013, 00:04:50
Heute in einer Woche, um diese Zeit (00:04 Uhr) wird die erste offizelle S Bahn durch den Tunnel fahren :-)
Am Hp. Connewitz soll die erste um 00:09 Uhr abfahren :)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 08.12.2013, 12:12:28
Sind denn nun alle Talente da?

Diese Woche kommen die letzten. Dann sind zwar alle ausgeliefert, aber nicht alle einsatzfähig. Einer fällt nach einem Unfallschaden (Entgleisung vor der Abnahme im Werk Delitzsch) schonmal länger aus.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 08.12.2013, 20:52:56
Ein Zug der  /S-Bahn 10 wie es ihn nie gab und nie wieder geben wird:
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/traininfo.exe/dn/127449/215835/75106/4930/80?ld=96243&country=DEU&rt=1&date=14.12.13&time=23:14&station_evaId=8010205&station_type=dep&
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 08.12.2013, 21:35:05
ich nehme mal an das wird ein Talent sein, der in Borna zur S4 wird.
Das wird wohl auch eine Seltenheit sein, wenn ein Talent2 über die Waldbahn Trasse fährt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 08.12.2013, 21:57:55
^^ Der Zug ersetzt die letzte MRB 2/70 nach Borna und fährt auch in deren Fahrplanlage. Es ist zugleich der letzte planmäßige Zug, der über die Waldbahn fährt. Warum der aber als S10 firmiert, entzieht sich meiner Kenntnis.

Dafür fährt z.B. noch eine MRB11 nach 00:00 von Wurzen nach Leipzig: reiseauskunft.bahn.de (http://reiseauskunft.bahn.de/bin/traininfo.exe/dn/470937/259222/749654/217848/81?ld=96241&rt=1&date=15.12.13&time=00:31&station_evaId=8013361&station_type=dep&)

Ein geregelter Betriebsübergang wie schon im Dezember 2009, als die MRB schon um 23:08 nach Wurzen und im Gegenzug DB Regio noch Sonntag früh kurz nach 5:00 von Geithain über Borna nach Leipzig fuhr.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 10.12.2013, 10:53:24
Weiß jemand, ob alle noch  /S-Bahn10-Dostos schon nach DD/ Z/ Hof überführt wurden? Wo werden die eigentlich stationiert? Die offizielle Einweihungsfahrt jedenfalls fand letzte Woche mit Dostos des VVO statt, wie sie bereits jetzt zwischen DD und Z fahren.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 10.12.2013, 15:04:34
Weiß jemand, ob alle noch  /S-Bahn 10-Dostos schon nach DD/ Z/ Hof überführt wurden?

Ein Zug ist schon letzte Woche überführt worden, die drei übrigen gestern im Block. Neue Heimat ist die Werkstatt Dresden.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 10.12.2013, 15:49:46
Gibt es davon Fotos? Im Block bedeutet: 3 Einheiten zusammengekoppelt und eine Lok schiebt/ zieht den gesamten Verbund?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 10.12.2013, 16:45:23
Gibt es davon Fotos?

Ich habe keine. Mal im Netz stöbern...

Im Block bedeutet: 3 Einheiten zusammengekoppelt und eine Lok schiebt/ zieht den gesamten Verbund?

So war`s gemeint. Die drei Wagenzüge wurden zusammengekuppelt und von einer Lok (143 957?) nach Dresden gebracht.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 11.12.2013, 15:42:00
Bekomme ich eigentlich einen Stationsfahrplan für den S-Bf. Stötteritz, so wie es ihn auch bei den LVB-Haltestellen gibt? Wenn ja, wo? Und ist er übersichtlicher als ich das gemeinhin von DB-Aushängefahrplänen kenne? Derzeit hänge ich mir den Stationsaushang meiner LVB-Haltestelle in den Flur. Schön wäre es, wenn ich sowas auch im Falle meiner  /S-Bahn - Station machen könnte.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 11.12.2013, 16:01:23
^Die sehen genauso aus, wie all die anderen Stationsfährplane der DB. Da gibt es keine Änderung.

Ob man die Ausdrucke irgendwo bekommt glaube ich nicht. Auf der DB-Homepage kannst du dir nur die Kurspläne runterladen.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: jediefe am 11.12.2013, 16:13:04
Bekomme ich eigentlich einen Stationsfahrplan für den S-Bf. Stötteritz, so wie es ihn auch bei den LVB-Haltestellen gibt? Wenn ja, wo? Und ist er übersichtlicher als ich das gemeinhin von DB-Aushängefahrplänen kenne? Derzeit hänge ich mir den Stationsaushang meiner LVB-Haltestelle in den Flur. Schön wäre es, wenn ich sowas auch im Falle meiner  /S-Bahn - Station machen könnte.

Hallo, kannst du. Unter www.insa.de gibt es die Option Fahrplanaushang, dort kannst du dir unter Angabe eines Zielbahnhofs (was ich ja ziemlich sinnfrei finde) einen Haltestellenaushang generieren. Am besten "detailliert" ankreuzen, dann werden die Linien getrennt auf jeweils einer eigenen Seite ausgegeben. Viel Spaß ;-)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: RudiTram am 11.12.2013, 18:10:22
Daß die S5 nach Flughafen und Halle nicht in Leipzig Nord hält finde ich ja ungünstig. Warum hat man denn überhaupt diese Haltestelle angelegt?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 18:15:51
Daß die S5 nach Flughafen und Halle nicht in Leipzig Nord hält finde ich ja ungünstig. Warum hat man denn überhaupt diese Haltestelle angelegt?

Weil es nach dem Umbau nördlich des Haltepunktes möglich sein wird, von Leipzig Nord in Richtung Flughafen auszufahren. Aber eben erst dann.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 18:35:52
Ist es eigentlich vorgesehen, zeitnah die  /S-Bahn-Bahn-Stationen mit brauchbaren Fahrgastinformationsanla gen (Anzeigen) auszurüsten?
Die vorhandenen DSA (Dynamische Schrift-Anzeiger) können doch nicht der Endzustand sein.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tatra-Fan am 11.12.2013, 19:13:21
Wenn die DSA nicht der Endzustand sein sollen, wieso hat man sie dann aufgehangen? Man kann schon davon ausgehen, dass die für immer (also mind. 10 Jahre) dort bleiben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 19:34:17
Wenn die DSA nicht der Endzustand sein sollen, wieso hat man sie dann aufgehangen? Man kann schon davon ausgehen, dass die für immer (also mind. 10 Jahre) dort bleiben.

Die Befürchtung habe ich selbst auch. Allerdings finde ich es überaus schwach, wenn ich mir andere  /S-Bahn-Bahn-Netze in Deutschland ansehe. Zumindest auf den Strecken, wo mehrere Linien verkehren und auf allen End-Bahnhöfen sollte es schon ordentliche Anzeigen geben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 11.12.2013, 19:36:47
Am Besten wäre natürlich eine Art der DFI´s in Leipzig. Denn wenn dann auf den S-Bahn-Strecken in dichterer Taktfolge gefahren wird und es zu Störungen kommt hat man 4 Zeilen zur Verfügung. ;D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 19:45:35
Am Besten wäre natürlich eine Art der DFI´s in Leipzig. Denn wenn dann auf den S-Bahn-Strecken in dichterer Taktfolge gefahren wird und es zu Störungen kommt hat man 4 Zeilen zur Verfügung. ;D

Es geht ja auch um aktuelle Informationen. Selbst bei Bus und Straßenbahn im Stadtgebiet sind die nächsten Abfahrten von Weitem sichtbar.
Nicht jeder hat den Fahrplan im Kopf oder auf dem Smartphone.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 11.12.2013, 20:09:03
Es geht ja auch um aktuelle Informationen. Selbst bei Bus und Straßenbahn im Stadtgebiet sind die nächsten Abfahrten von Weitem sichtbar.
Nicht jeder hat den Fahrplan im Kopf oder auf dem Smartphone.
Genau das meinte ich damit. Denn wenn es Störungen etc. gibt, ist dann bei den jetzigen die Anzeige "voll".
Und zur guten Fahrgastinfo gehören nun mal auch die Abfahrtszeiten.

Was Smartphone, Tablet un Co. angeht, nicht mal das hat jeder.
Und das ist auch gut so. ;) Und muss ja auch nicht sein.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 11.12.2013, 20:48:59
Bei Exakt im MDR wurde gerade Vorgerechnet das die die DB pro Jahr 9 Millionen Euro durch den Tunnel verdient. Dabei wurde gerechnet das 150.000 Züge pro Jahr durch den Tunnel fahren. ???
Das wären 410,9 pro Tag und 17,1 pro Stunde.
Wo die 5,1 mehr Züge pro Stunde her kommen wurde aber nicht gesagt. ::)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 21:22:15
Der Wert wird noch höher, wenn man bedenkt, dass zwischen 0 und 4 Uhr in der Nacht fast nix fährt. Da kommt man auf über 19 Züge pro Stunde
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Münchner am 11.12.2013, 21:26:10
Ich finde diese DSA-Dinger hochgradig schwachsinnig. Kann man nicht wenigstens die nächste Abfahrt anzeigen, statt (meistens direkt) neben der normalen Uhr die Uhrzeit anzuzeigen?

Wenn man schon Elektronische Anzeigen aufstellt dann kann man die auch im Rahmen der Möglichkeiten sinnvoll einsetzen, finde ich. Das es an den nagelneuen S-Bahnhöfen (an allen?) nur diese Teile gibt ist natürlich trotzdem schwach.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 11.12.2013, 21:26:37
Ja, ganz soweit wollt ichs dann doch nicht runterrechnen :D

Der MDR ist sowieso ein bisschen komisch, erst wird der Tunnel in den höchsten Tönen gelobt und nur wenigen Augenblicke später wird er schlecht gemacht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 11.12.2013, 21:29:49
Vielleicht zählen sie auch andere Züge mit rein, welche gar nicht mal durch den Tunnel fahren etc.
Es wäre schon sehr interessant mal heraus zu bekommen woher diese Infos eigentlich ihren Ursprung haben. ::)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 21:33:14
Und wieder der- auch durch Wiederholung nicht wahr werdende- Hinweis, dass man mit dem Geld alle Strecken in Sachsen hätte in Ordnung bringen können.
Na ja, jetzt ist der Tunnel fertig. Wünschen wir Bestellern, Betreibern und Nutzern allzeit gute Fahrt!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 21:34:40
Vielleicht zählen sie auch andere Züge mit rein, welche gar nicht mal durch den Tunnel fahren etc.

Welche sollten das denn sein?
Eigentlich könnte die MDR-Rechnung fast stimmen. Es fahren im Tagesverkehr pro Stunde und Richtung 11 Züge (4 mal S 1, 1 mal S 2, 2 mal S3, 2 mal S 4 und 2 mal S 5/5X) durch den Tunnel. Das sind dann 22 Züge pro Stunde.
Dann kommt das hin.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 11.12.2013, 22:31:51
Eigentlich könnte die MDR-Rechnung fast stimmen. Es fahren im Tagesverkehr pro Stunde und Richtung 11 Züge (4 mal S 1, 1 mal S 2, 2 mal S3, 2 mal S 4 und 2 mal S 5/5X) durch den Tunnel. Das sind dann 22 Züge pro Stunde.

Hach Gottchen, hab ja in meiner Rechnung nur eine Richtung gerechnet und ganz vergessen das in die andere Richtung ja die selbe Anzahl nochmal zurück fährt. :-[ :-\

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 11.12.2013, 22:34:12
Hach Gottchen, hab ja in meiner Rechnung nur eine Richtung gerechnet und ganz vergessen das in die andere Richtung ja die selbe Anzahl nochmal zurück fährt. :-[ :-\

Ist mir zuerst auch passiert
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 11.12.2013, 22:50:05
Klärt sich zum Glück alles doch noch auf.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 12.12.2013, 12:22:00
In Sachen 9 Mio. €, so die Zahl stimmt, muss man aber auch jährliche Unterhaltskosten für den Tunnel i.H. von 4 Mio. € abrechnen, die glaube ich gestern in der LVZ oder dem Sachsenspiegel kolportiert wurden, Würde natürlich trotzdem ein Plus von 5 Mio. € machen.
(Das gehört eigentlich in den Tunnel-Thread.)

Diese Laufschrifts-Störungsanzeigen sind für mich grundsätzlich Quatsch. Eine doppelt so große Anzeige könnte an jedem Bahnhof den nächst abfahrenden Zug anzeigen. Aber das kostet sicher (nicht so viel ?) mehr als der Ist-Zustand. Und viele wissen viell. gar nicht, dass da Störungen angezeigt werden, da ja (auch noch in Laufschrift, obwohl die ja auch als Standschrift drauf passen würde) überwiegend die Uhrzeit angezeigt wird, die hier und da sowieso in Form einer Uhr zu sehen ist. Und wenn so'n Ding auch am Völki stehen wird und in Stötteritz, Endpunkt einer  /S-Bahn, nunja...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 12.12.2013, 13:37:42
Die kleinen Uhrzeit / Störungsanzeiger waren eine Verlegenheitsinvestition, als vor einigen Jahren ganz flott die Konjunkturmittel alle gemacht werden mussten. Von einer "Wertschöpfung"würde ich da nicht ausgehen  :-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 12.12.2013, 14:01:53
...aber das Konjunkturpaket II gibt's nicht mehr. Diese Anzeiger werden aber trotzdem weiterhin neu installiert.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 12.12.2013, 14:06:49
Gibt es da nicht ne Richtlinie das Information an allen Bahnhöfen/Haltepunkten sowohl schriftlich als auch per Durchsage erfolgen müssen.
Ich glaube da mal was entsprechendes im TV gesehen zu haben
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Dase am 12.12.2013, 14:16:47
^ Es gibt doch die klassische Abfahrtstafel auf Papier :) Mittelfristiges Ziel sollte auf jeden Fall sein, alle Stationen im Stadtgebiet mit DFI's analog Citytunnel bzw. Leipzig-MDR und Leipzig-Messe auszustatten, mit einer initialen Priorisierung auf Stationen mit mehreren Bahnsteigen (Stötteritz, Connewitz) und dann diejenigen mit mehreren Linien. Ich hoffe mal, dass durch entsprechende Nutzng des neuen Netzes ordentlich Druck in der Richtung aufgebaut wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: jediefe am 12.12.2013, 14:21:18
Ich weiß nicht, wieso ausgerechnet an Endstellen richtige Zielanzeiger hängen sollen. Zufälligerweise frequentiere ich seit kurzer Zeit selber täglich eine Endstelle der S-Bahn Rhein-Main, und da hängt ebenfalls nur so ein DSA. Bei Verspätungen, Ausfällen gibt es zur durchlaufenden Information auch noch Durchsagen. Und ehrlich gesagt: Bei einer Linie reicht das eigentlch auch, zumal in der HVZ alle 15 min was fährt. An den großen Stationen mit vielen Linien hängen ja in Leipzig auch richtige Anzeigen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 12.12.2013, 15:41:19
An den großen Stationen mit vielen Linien hängen ja in Leipzig auch richtige Anzeigen.

Stötteritz, Connewitz, Plagwitz, Markkleeberg, Böhlen,  Neukeritzsch?
Das sind alles Stationen mit mehreren Linien.  Markkleeberg und Böhlen zudem wichtige Umsteigepunkte zum PlusBus-Netz, in Neukieritzsch werden in der Nacht sogar Züge geflügelt.

Da gehören meiner Meinung nach, ordentliche Anzeiger zur Grundausstattung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 12.12.2013, 16:26:45
Generell sollte man überlegen ob die Anschaffung solcher Anzeiger an allen Stationen Sinn machen würde. Wobei ich dann unterscheiden würde, in Haltepunkte mit mehrerer Linien und in welche mit nur einer Linie bzw auch vom Fahrgastaufkommen her. So würden Stationen mit mehr als 2 Linien eine zweizeilige und mit mehreren hält eine mit vier Zeilen. Da kommt es aber auch auf die Angebote an.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: jediefe am 12.12.2013, 16:47:15
@Thomas: Ich schrieb viele, nicht mehrere. „Zwei“ sind nicht „viele“.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 12.12.2013, 17:11:03
@Thomas: Ich schrieb viele, nicht mehrere. „Zwei“ sind nicht „viele“.

Also haben Leute, die an einer Station mit 2 Linien einsteigen und das gleiche bezahlen keinen Anspruch auf  ordentlichre Informationen.
Bei dieser Logik müssten die LVB aber viele Anzeigen abbauen. Vielleicht bin ich ja verwöhnt, arrbeite ich ja in Stuttgart.  Und egal, wo ich da mit der S-Bahn fahre.  Auch dort, wo nur eine Linie im 30-Miinuten-Takt fährt,  sehe ich sofort beim Betreten des Bahnsteiges, wann die nächste Bahn fährt.
Und genau das erwarte ich gerade in einem in einem Netz im 21. Jahrhundert
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 12.12.2013, 20:38:03
Tja, wir bekommen eben - wenn man vom Tunnel absieht - eine Billig-S-Bahn. Man schaue sich nur mal den Zustand von so manchem S-Bahnhof im Umland an wie z.B. Gaschwitz. Wo in anderen Ballungsräumen beim S-Bahn Ausbau grundsätzlich Hochbahnsteige hinkommen, darf man bei uns weiterhin die Anlagen aus dem 19. Jahrhundert nutzen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 12.12.2013, 20:57:36
Tja, wir bekommen eben - wenn man vom Tunnel absieht - eine Billig-S-Bahn. Man schaue sich nur mal den Zustand von so manchem S-Bahnhof im Umland an wie z.B. Gaschwitz. Wo in anderen Ballungsräumen beim S-Bahn Ausbau grundsätzlich Hochbahnsteige hinkommen, darf man bei uns weiterhin die Anlagen aus dem 19. Jahrhundert nutzen.

Gaschwitz wird ja bekanntermaßen nicht im Rahmen des MDSB-Netzes, sondern der Sachsenmagistrale umgebaut und erhält in den nächsten Jahren einen Mittelbahnsteig, etwa in der Lage des heutigen Bahnsteiges 3/4. Dabei werden die Bahnsteigkanten getauscht, also heutiger Bahnsteig 3 Richtung Leipzig und heutiger Bahnsteig 4 Richtung Süden. Südlich des Bahnsteiges wird es ein Wendegleis für die  /S-Bahn 2 geben.
Ansonsten ein Gütergleis (Ferngleis) nach Stötteritz und ein Gleis nach Plagwitz und ein paar Überholungsgleise dazu.
Mal sehen, wie lange es dauert. Ich gehe aber davon aus, dass sich diese Arbeiten an die, die derzeit in Böhlen und zwischen Böhlen und Gaschwitz stattfinden, anschließen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 12.12.2013, 21:38:03
So. um 00:03 Uhr wird die erste S Bahn nach Torgau fahren, 00:06 Uhr nach Wurzen und um 00:07 Uhr nach Halle. In den Medien wurde in den letzten Tagen berichtet das die erste um 00:06 Uhr fahren solle.

Hier der Fahrplan ab Leipzig Hbf.: http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/dn?ld=96253&country=DEU&rt=1& (http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/dn?ld=96253&country=DEU&rt=1&)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 12.12.2013, 22:06:54
So. um 00:03 Uhr wird die erste S Bahn nach Torgau fahren, 00:06 Uhr nach Wurzen und um 00:07 Uhr nach Halle. In den Medien wurde in den letzten Tagen berichtet das die erste um 00:06 Uhr fahren solle.

Bezogen auf die vollständige Durchfahrt mit Fahrgästen durch den CTL stimmt das ja auch, denn die  /S-Bahn 4 nach Torgau und die  /S-Bahn 3 nach Halle fahren ja von Hbf (tief) nach Norden aus.   
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 13.12.2013, 08:07:53
Hallo,

ich finde die DSA-Anzeiger sehr nützlich. Erstens wird die Uhrzeit auch in Laufschrift angezeigt (es gibt ja mittlerweile Menschen, die eine klassische Uhr nicht mehr lesen können) und die Änderungen im Betrieb werden so lange angezeigt, bis das Fahrzeug den Haltepunkt verlassen hat. Ich kann mich noch an frühere Jahre erinnern, als es nur die Ansagen an den Bahnsteigen gab: Man hat nix verstanden!
Warum soll jetzt eigentlich jeder (größere) Haltepunkt solche Anzeigen wie im Tunnel bekommen ? Die sind im vergleich zum DSA noch teuerer und ob die Vandalismusresistent sind mag ich zu bezweifeln. Die LVB hat doch auch nicht an jeder Haltestelle eine DFI-Anzeige stehen.
Und wer den Aushangfahrplan der DB nicht lesen kann/ will, kann ja gerne Mitreisende fragen.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 13.12.2013, 10:51:48
Es müssen ja nicht diese LCD-Anzeigen sein, aber eine mehrzeilige Matrix- oder LED-Anzeige mit Abfahrtszeit der nächsten Züge, Linie und Richtung wäre schön.

Bei den Briten fand ich das toll: selbst jeder Dorfbahnhof (Ausnahme: absolute Nebenstrecken oder nur 2-3 Mal am Tag bediente Haltepunkte) hat dort eine entsprechende dreizeilige Anzeige mit 1. Zug (1. Zeile mit Abfahrtszeit und Ziel und ggf. Verspätung, 2. Zeile mit Zwischenhalten und ggf. weiteren Infos als Laufschrift) sowie in der 3. Zeile abwechselnd dem 2. und 3. folgenden Zug (die logischerweise bei Reihenfolgeänderungen getauscht werden).
(http://www.infotec.co.uk/uploads/Products/product_22/preview_p1124.jpg)

Das ganze ist genauso vandalismusresistent wie die bei uns verbauten Minianzeigen und deutlich informativer.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 13.12.2013, 11:05:34
Hallo,

ich finde die DSA-Anzeiger sehr nützlich. Erstens wird die Uhrzeit auch in Laufschrift angezeigt (es gibt ja mittlerweile Menschen, die eine klassische Uhr nicht mehr lesen können) und die Änderungen im Betrieb werden so lange angezeigt, bis das Fahrzeug den Haltepunkt verlassen hat. Ich kann mich noch an frühere Jahre erinnern, als es nur die Ansagen an den Bahnsteigen gab: Man hat nix verstanden!

Da muss ich mal was sagen. Erstens: Wenn die Uhrzeit auch im Stand angezeigt werden kann, warum dann in Laufschrift? Hat übrigens nichts mit der Frage zu tun, ob Leute heutzutage keine Uhr mehr lesen können.
Zweitens: Wenn die Anzeige mit wenig mehr Aufwand auch mehr anzeigen könnte als in Laufschrift Verspätungen und die Uhrzeit, warum wird das nicht getan?
Drittens: Ich kann mich auch an Zeiten erinnern, da wurde weder in Zügen noch Bussen und Bahnen die Station angesagt/ angezeigt. Und es ging auch. Es ging alles mal. Früher. Es ging auch ohne Tunnel, ohne Autobahnen und Umgehungsstraßen.  ::)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 13.12.2013, 11:10:03
Die DSA sind eben nicht in der Lage, auf aktuelle Situationen umfassend zu reagieren.
Bei einer Betriebsstörung würde für jede Bahn zwar eine Verspätung bzw der Ausfall angezeigt. Aber baustellenbedingte Fahrplanänderungen werden durch das System nicht erfasst.
Das System DSA ist nicht personalbedient, ein Einspielen von Lauftexten ist nicht möglich. Die angezeigten Informationen sind automatisch generierte Abweichungen zum aktuellen Fahrplan an genau diesem einen Tag. In diesen Tagesfahrplan eingearbeitete Fahrplanänderungen werden vom System nicht als Abweichungen erkannt.

Dann sollten die LVB aber schnell auf der Delitzscher Straße oder in Paunsdorf usw schnell alle DFI abbauen? Da fahren auch nur 1 oder 2 Linien, noch dazu im 10-Minuten-Takt. Auch das steht auf den gedruckten Fahrplan.


Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 13.12.2013, 12:26:50
Drittens: Ich kann mich auch an Zeiten erinnern, da wurde weder in Zügen noch Bussen und Bahnen die Station angesagt/ angezeigt. Und es ging auch. Es ging alles mal. Früher. Es ging auch ohne Tunnel, ohne Autobahnen und Umgehungsstraßen.  ::)
Es ging auch mal mit 3-4 Zügen am Tag, die sehr langsam unterwegs waren. Nur wer musste diese dann wie oft benutzen? Und es ging auch mal ohne Handys und anderen Schnickschnack.
Und umgekehrt: es gab auch mal in Kleinstädten Stadtbuslinien alle 20 Minuten, im Berufsverkehr verstärkt aller 10 Minuten, wo heute mit Ach und Krach wochentags ein Bus pro Stunde fährt und das vielleicht bis 19 Uhr.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Münchner am 13.12.2013, 13:01:11
Ich sehe halt einfach nicht wo das Problem sein soll, statt (oder zusätzlich zu) der Uhrzeit die nächste planmäßige Abfahrt als Lauftext anzuzeigen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 13.12.2013, 13:08:48
Ich sehe halt einfach nicht wo das Problem sein soll, statt (oder zusätzlich zu) der Uhrzeit die nächste planmäßige Abfahrt als Lauftext anzuzeigen.

Genau das geht bei diesem System nicht. Das System ist dafür ausgelegt, aktuelle zugbezogene Abweichungen anzuzeigen. Diese Anzeigen werden aus DB-internen Systemen abgegriffen und automatisch generiert.
Mehr kann das System leider nicht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 13.12.2013, 19:02:25
Bezogen auf die vollständige Durchfahrt mit Fahrgästen durch den CTL stimmt das ja auch, denn die  /S-Bahn 4 nach Torgau und die  /S-Bahn 3 nach Halle fahren ja von Hbf (tief) nach Norden aus.

Aus Richtung Süden ist aber die  /S-Bahn 2 mit Abfahrt um 0:09 Uhr ab Connewitz die erste durchfahrende S-Bahn.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 13.12.2013, 19:04:19
die morgigen Pendelfahrten vom MDSB Netz verkehren zwischen Connewitz und Leipzig Messe, im Zeitraum von 15 Uhr bis 21 Uhr. Unterwegs wird am MDR, den 4 City Tunnel Stationen, sowie Leipzig Nord gehalten.
Diese Info ist am Bhf. Connewitz ausgehangen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 13.12.2013, 21:07:59
Wie ich mitbkommen habe, soll auch am  /S-Bahn-Bahnhof Allee-Center eine Feier zur Eröffnung des City-Tunnels und vor allem zur Rückkehr der  /S-Bahn 1 in Grünau, stattfinden.

( Noch was anderes:
Wie siehts denn eigentlich mit den neuen Liniensymbolen für die  /S-Bahn-Bahn-Linien aus? Das war schonmal im gleichnamigen Thema bei den Fotoserien angesprochen, ist aber vielleicht etwas untergegangen. )
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 14.12.2013, 08:32:20
Wie ich mitbkommen habe, soll auch am  /S-Bahn-Bahnhof Allee-Center eine Feier zur Eröffnung des City-Tunnels und vor allem zur Rückkehr der  /S-Bahn 1 in Grünau, stattfinden.

Jupp, laut s-bahn-mitteldeutschland.de mit dieser Zeit: "11.31 Uhr bis 12.31 Uhr Zwischenstopp im Allee-Center mit Bühnenprogramm, Infostand und kleinen weihnachtlichen Leckereien".

( Noch was anderes:
Wie siehts denn eigentlich mit den neuen Liniensymbolen für die  /S-Bahn-Bahn-Linien aus?

Sind schon fertig und müssen nur noch ins System eingefügt werden. Daneben erfolgen noch eine Reihe weiterer Icons.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: RudiTram am 14.12.2013, 17:27:58
Ein Arbeitskollege von mir sagte, dass die Talent 2 Züge das Billigste vom Billigsten seien und dass sie weder Sommer- noch Wintertauglich sind. Frage in den Raum: Ist das wahr?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 14.12.2013, 18:10:28
@RudiTram

Die Konkurenzprodukte von Stadler, Siemens und Alstom haben auch so ihre Macken. Wieso sollen sie weder Sommer- noch Wintertauglich sein? Auf dem Dach der Silberhamster ist z.B. eine Klimaanlage von Liebherr installiert, welche im Sommer für einen angenehmen Fahrkomfort sorgt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 14.12.2013, 18:57:25
^^ warten wir mal den Winter ab ;-)

Ansonsten - nun ging es los und so ziemlich alle gestellten Prognosen traten ein:

- Riesenandrang von Neugierigen, am Markt wurde der Zustrom gedrosselt
- die eingesetzten Garnituren zwischen Messe und Connewitz waren hoffnungslos überlastet
- Die Fahrgastwechselzeit an den Tunnelstationen würde ab morgen den Fahrplan zur Makulatur machen. Zeit Stillstand bis Türöffnung zw. 8 und 15 sekunden, Ein-Aussteigen rund 2 minuten, Türschließphase von 30 bis 1:30 noch mal dran. Also statt zukünftig einer standen die Züge drei bis 4 Minuten an den Stationen
- Die Schiebetritte wiesen Störungen auf
- Gegen 17 Uhr Rudelfahrt nordwärts
- Ansagen in den Stationen (bsp. Markt) zu leise
- dafür hat DB Sicherheit aufgeregt herumgeschrien
- Menschentrauben vor den Türen behinderten zusätzlich. Zwei Schritte seitwärts hätten den Intellekt überbeansprucht
- Abfertigungsunterstützung dringend nötig, in Berlin klappt das... Hier hieße das: Connewitz einsteigen bitte, Connewitz zurück bleiben bitte - Türen zu - Abfahrt.
- Selbst unten auf den Bahnsteigen wurde erst einigen Besuchern klar, dass das S-Bahn-Netz nicht nur pendeln zwischen Hbf und Bayer.Bf bedeutet
- Planbetrieb morgen wird spannend, denn auch dann sollte mit Massenandrang gerechnet werden.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 14.12.2013, 19:00:46
Servus miteinander,

da ich sowieso in die Stadt musste, habe ich gedacht -> kann ich gleich mal  /S-Bahn fahren.

Gegen 16 Uhr ließ sich bereits festhalten, dass der Fahrplan vom Probebetrieb Makulatur war. Mit den Massen hat man wohl gerechnet, da die Stationen alle nur im Richtungsverkehr betreten und verlassen werden konnten.

Offensichtlich hat aber das Fahrmaterial nur für einen 15' Minuten-Takt gereicht. Die Traktionen aus Vierteilern stellen das Maximum dar, was an den 3 Stationen im Zentrum halten kann.

Ich schätze mal, dass mehr als zwei Drittel der Leute die heute mitgefahren sind es ausgenutzt haben, weil es kostenlos war. Morgen sollte es entspanner zugehen.

Ein böser Kritikpunkt ist aber die fehlende Kommunikation, wenn es klemmt. Wenn die Türen blockiert sind, kann der Lokführer schon mal die Klappe aufmachen. Mehr als 15 Minuten an einer Station stehen ohne Kommentar ist vielleicht jetzt noch witzig - später nicht mehr. Die kommentarlose Abfahrt mit voller Beschleunigung wurde mit Gejohle und Geklatsche im Zug aufgenommen.

Ein Arbeitskollege von mir sagte, dass die Talent 2 Züge das Billigste vom Billigsten seien und dass sie weder Sommer- noch Wintertauglich sind. Frage in den Raum: Ist das wahr?

Der Eindruck zeigt sich mir nicht. Auf den Videos und Bildern von Frank Errit konnte ich mir schon ein Bild über die Unzulänglichkeiten machen. Das hat sich heute bestätigt:

1. Die Mülleimer sind auch hier Sch*** angeordnet. Wer das verbrochen hat, gehört gevierteilt.
2. Das Mehrzweckabteil hat einige sinnbefreite Elemente: Der Durchgang im Zug am Behinderten-WC vorbei ist für "Cremétortenfriedhöfe" nicht möglich. Dazu gesellen sich in diesem Durchgang noch Sitze  >:( Diese gehören sofort ausgebaut. Weiterhin sind die Haltestangen so angeordnet, dass ein Erreichen bei besetzten Längssitzen in diesem Bereich fast unmöglich ist. Da gehören Halteschlaufen dran.

Ansonsten sind die Fahrzeuge aber aus meiner Sicht in Ordnung und weniger ein Verbrechen als die Talent 2 auf dem Saxonia.

Viel Spaß beim Mitfahren.
Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 14.12.2013, 19:05:05
- Gegen 17 Uhr Rudelfahrt nordwärts
- Ansagen in den Stationen (bsp. Markt) zu leise
- dafür hat DB Sicherheit aufgeregt herumgeschrien
- Menschentrauben vor den Türen behinderten zusätzlich. Zwei Schritte seitwärts hätten den Intellekt überbeansprucht
- Abfertigungsunterstützung dringend nötig, in Berlin klappt das... Hier hieße das: Connewitz einsteigen bitte, Connewitz zurück bleiben bitte - Türen zu - Abfahrt.

Hi Radler,

der Rudelbetrieb lag an der 15' Minuten Zwangspause am WLP wegen offener Türen. In dieser Zeit gab es keine Ansagen.

Das Thema mit den Durchsagen ist mir sehr negativ aufgefallen. Offensichtlich müssen die Herren am Fahrpult noch eine Menge lernen. Es gehört aus meiner Sicht bei solchen Massen eine Abfertigung mit Durchsagen dazu.

Es kann nur besser werden.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 14.12.2013, 19:28:25
ganz genau...  Die lokalen Erfahrungen müssen gemacht werde, wobei ich es schon erstaunlich finde, dass man angesichts einer Eröffnung DIESES Projektes das nicht ad hoc hinbekommt.

Bleibt zu hoffen und zu drängen, dass die Theorie immer öfter Realität werden kann. Bestimmt hilft es auch, hier die Erfahrungen zu nennen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 14.12.2013, 21:32:29
Bei den heutigen Fahrten wurden die Stationen - zumindest unterirdisch - nicht vom Tonband angesagt, sondern von den Lokführern bzw. Zugbegleitern. So übersprang der eine den S-Bf. Bayerischer Bahnhof und ging gleich zum MDR und beim anderen hieß es "Nächster Halt: Leipzig tief"... ja, gibt's alles. War auf jeden Fall sehr amüsant und ereignisreich heute. Mal weniger, mal mehr Leute waren es auf dem Bahnsteig. Aber auch Situationen, wo man sich einfach reinquetschen muss oder die Aufsicht sagt, der Zug ist voll und keiner geht freiwillig raus. Aber das gehört zu einer Eröffnung einfach dazu, vor allem, wenn die Fahrten kostenlos sind. Im regelmäßigen 15-Minuten-Takt ging es natürlich auch nicht vorwärts: der erste Zug ab 15 Uhr in Richtung Connewitz fuhr im S-Bf. Markt erst eine knappe halbe Stunde später ein, während Richtung Messe zunächst alles gut ging.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: TALENTiert2 am 14.12.2013, 23:16:48
Ouhja, die sitze am Behinderten WC müssen aufjedenfall raus.
Die Züge waren so voll dass ich nicht wie geplant am MDR sondelrn in Connewitz erst
Aussteigen konnte, da sonst die meisten passagiere raus müssten.
Sardienenbüchsenfeeling halt vom feinsten.
Und dann das 15 Minutenpäuschen am Wlp.
Trotz der ganzen kleinen Ausrutscher ist der Tag gut verlaufen
und mal hoffen morgen geht alles pefekt los.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 14.12.2013, 23:18:53
Ist ja nicht mehr lange hin, bis zur ersten planmäßigen Fahrt durch den Tunnel. :)



Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 15.12.2013, 05:10:53
Mein Fazit vom gestriegen Eröffnungstag:

Massenandrang ohne Ende am Hbf.
Als die ersten geschätzten 2000 Leute unten am Bahnsteig bzw. noch auf der Rolltreppe standen, wurden oben die Eingänge durch Polizei zu gemacht. Wollte eigentlich vom Hbf. Richtung Connewitz fahren, hab mich allerdings umentschieden und bin erstmal mit dem Zug zur Messe gefahren ^^ Der Zug Richtung Connewitz war probevoll, der Richtung Messe halb leer! So wie ich das mit bekommen habe, sind die Züge sogar alle 10 min. Ri. Messe gefahren! Ich hatte jedoch den Eindruck das die Bahn mit den Menschenmassen überfordert waren!

Ach ja: Liebe Grüße an User 2101 ;-)

Edit 12:01 Uhr

Rund 20.000 Menschen nutzten gestern die Pendelfahrten. Dabei lief es nicht ganz rund. Einer der Pendelzüge hatte einen techn. Defekt und musste ausgetauscht werden. Ausführlicher Bericht, siehe hier (http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/leipzigs-citytunnel/riesiger-andrang-rund-20000-menschen-nutzen-pendelfahrten-durch-den-city-tunnel-leipzig/r-leipzigs-citytunnel-a-219204.html)!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 15.12.2013, 15:02:25
 /S-Bahn 1 zur Neuen Messe ab 15:15 (hbf) fällt aus.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: dor_marsl am 15.12.2013, 15:12:13
/S-Bahn 1 zur Neuen Messe ab 15:15 (hbf) fällt aus.

Gruß
der Radler

Fällt komplett nicht aus, fährt nur ab Hauptbahnhof oben, warum auch immer. Zwischen Stötteritz und Hbf fiel sie allerdings tatsächlich aus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 15.12.2013, 15:25:58
Fällt komplett nicht aus, fährt nur ab Hauptbahnhof oben, warum auch immer. Zwischen Stötteritz und Hbf fiel sie allerdings tatsächlich aus.

Zuginfo: 14:42 S 37640 beginnt aplm. in LL (d.h. Leipzig Hbf oben, Tief wäre LL T), ab 15:14
Extern Grund: Verzögerungen im Betriebsablauf
Intern: Keine Möglichkeit, den Zulauf halbwegs passend zur Abfahrt in LLST durch die Röhren zu kriegen ...

LLN und LNW (übersetzt: Leipzig Nord und Leipzig Messe) ist/war der Zug wieder pünktlich - einzige Möglichkeit, dort rückzu wieder pünktlich starten zu können (analog Kurzfahrten bei LVB-Strab-Linien).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Linie15E am 15.12.2013, 15:27:03
Leider gibt es heute durch den großen Besucherandrang Probleme beim Halten des Fahrplans, das war aber abzusehen.
Die Züge sind gut gefüllt.

Die beiden ICEs sind auch gut und pünktlich durch den Tunnel gekommen - da haben die Leute heute am Markt mal nicht schlecht gestaunt und sich gleich vor dem ICE abgelichtet, da dieser wegen der (pünktlichen!) Zugfolge stand. ;)


Viele Grüße,
Paul
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tw 2625 am 15.12.2013, 16:01:27
Hoffen wir aber mal, dass das mit den Fahrten des ICE durch den Tunnel immer reibungslos von statten geht. Nicht dass wir dann eines Tages auch ein Zugunglück im City-Tunnel haben...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 15.12.2013, 16:02:08
Aktuell häufen sich die Zugausfälle.

Wann kommen eigentlich die Liniensymbole der  /S-Bahn ins Forum?

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 15.12.2013, 16:15:36
Die Züge sind gut gefüllt.
Das ist ein netter Euphemismus. Wenn natürlich eine Linie wie die S 3 nur mit Zwerghamstern (Dreiteilern) gefahren wird, darf man schon Zweifel an der geistigen Gesundheit der Verantwortlichen anmelden.
Ansonsten ist mir aufgefallen, daß am Vormittag noch alles pünktlich war, während jetzt teils beträchtliche Verspätungen auftreten. Das läßt darauf schließen, daß ein großer Teil der Schuld an den Verspätungen wohl bei den Fahrgästen und ihrem Verhalten zu suchen ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 15.12.2013, 16:30:53
Leider gibt es heute durch den großen Besucherandrang Probleme beim Halten des Fahrplans, das war aber abzusehen.
Die Züge sind gut gefüllt.

Die beiden ICEs sind auch gut und pünktlich durch den Tunnel gekommen - da haben die Leute heute am Markt mal nicht schlecht gestaunt und sich gleich vor dem ICE abgelichtet, da dieser wegen der (pünktlichen!) Zugfolge stand. ;)


Viele Grüße,
Paul
Beide Fakten werden wohl auch zukünftig noch des öfteren zu erleben sein  ;D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 15.12.2013, 17:41:48
meine Beobachtungen von heute:

die einzge S Bahn die pünktlich ist, dürfte die  /S-Bahn 2 seien (immerhin knappe 55 min. Wartezeit am Hp. Connewitz). Bin mit der S4 gefahren (ca. 14:30 Uhr), statt 9 min. hat die rund 15 min. bis Hbf. gebraucht.
Was mir aufgefallen ist, das die Ansagen falsch sind. Am Markt wird wie folgt angesagt: "Übergang zum regionalen Verkehr, Fernverkehr und allen S Bahn Linien. Übergang zu den Buslinien 131 und 196". Am Hbf. (tief) kommt das natürlich nicht. Schönstes Highlight war ja eine S3 ab Völki, die leer war   ;D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 15.12.2013, 18:32:15
Leider gibt es heute durch den großen Besucherandrang Probleme beim Halten des Fahrplans, das war aber abzusehen.
Die Züge sind gut gefüllt.


Ich habe heute ausgiebig getestet, und zwar alles was die Zone 110 hergab. Mein Fazit: Permanente Verspätungen generell, die natürlich schlecht rauszukriegen sind bei der Taktung im Tunnel. Die "Probleme beim Halten" haben meinen Beobachtungen nach weniger was mit großem Ansturm zu tun sondern sind eher hausgemacht: Fahrer, die eine gefühlte Zigarettenlänge im Tunnel brauchen, bis der Zug los fährt, obwohl das Signal schon ewig auf grün steht. Fahrer, die eine gefühlte Zigarettenlänge brauchen, bis sie die Türen frei geben. Manchmal vergeht da gar eine Minute. Außerdem fahren manche Bahnen mE im Tunnel nicht schnell genug, d.h. sie beschleunigen nicht so wie es möglich ist sondern schleichen dahin. Da ich mit verschiedenen Zügen mitgefahren bin habe ich einen Vergleich. Dadurch entstehen bei dieser dichten Taktung natürlich Verzögerungen, die sich summieren. Abgesehen vom Unsicherheitsfaktor Fahrgast.
Und schließlich bei mir absolutes Kopfschütteln:

Wer zum Henker ist auf die geniale Idee gekommen, auf der  /S-Bahn 3  eine! Dreiereinheit einzusetzen? Wie kann es dann sein, dass im Pendel Messe - Stötteritz eine Vierergarnitur fährt? Ich weiß nicht, ob die Dreiereinheit so geplant ist. Falls ja, hat hier jemand einen riesigen Denkfehler, mal ganz abgesehen davon, dass heute Weihnachtsmarkt in beiden Städten ist und es der erste Fahrplantag ist. Eine Dreiereinheit dürfte wohl einem bis eineinhalb Doppelstockwagen entsprechen!?

Dass da jedenfalls, und zwar nicht nur innerhalb des Tunnels sondern auch Hbf => Halle erhebliche Zeit gebraucht wird, bis die Fahrgäste in die Bahn gestopft werden brauche ich niemandem zu erzählen.

Achja, und eine Einheit Flughafen - Stötteritz hatte kein Bordinformationssystem. D.h. sämtliche Anzeigen blieben schwarz bzw. weiß. Da gab es dann nicht mal etwas Handgemaltes in der Fensterfront. Wenn nicht gerade die Stationsanzeigen dienlich waren musste man sich denken, wohin die Bahn fährt.
Und: An der Grünauer Allee besteht ein Übergang zu Regional- und Fernverkehr.

ICE 14:10 Richtung D'dorf hat gut geklappt am Hbf.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 15.12.2013, 18:32:27
Die S1 (Grünau <> Umland) - die wohl beliebsteste S-Bahn-Linie in Leipzig - fuhr wie die S3 nur mit Dreiteilern, zumindest vormittags so gesichtet.

An Störungen konnte ich nur die Verzögerung der Türen beobachten. Aber erst muss halt das Brett ausfahren und dann können die Türen aufgehen. Dies weis naürlich der Otto Normalfahrgast nicht und drückt durchaus mehrmals auf den Türöffner.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 15.12.2013, 18:36:36
An Störungen konnte ich nur die Verzögerung der Türen beobachten. Aber erst muss halt das Brett ausfahren und dann können die Türen aufgehen. Dies weis naürlich der Otto Normalfahrgast nicht und drückt durchaus mehrmals auf den Türöffner.
Nur damit du mich nicht missverstehst: Ich meine nicht die Zeit die vergeht von der Türfreigabe bis zum Öffnen sondern die Zeit, die es braucht vom Halten des Zuges bis Beginn Ausfahren der Bretter. Mindestens zweimal habe ich dabei erlebt, dass die Zugbegleiterin entweder persönlich oder per Handy beim Lokführer angeklopft hat.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 15.12.2013, 18:46:54
Achja, und eine Einheit Flughafen - Stötteritz hatte kein Bordinformationssystem.

Der Zugbegleiter dieses Wagen meinte, das die ganze Eleltronik ausgefallen sei.
Bin mit besagtem Dreiteiler bis Völkerschlachtdenkmal mit gefahren (natürlich bis MDR proppevoll).

Ach ja: eine S4 nach Eilenburg ist am Hbf. von Gleis 10A gefahren (Ansage am Bahnsteig)
Die Ansagen haben scheinbar auch noch Kinderkrankheiten, als da wäre: S 1 ... nach Leutzsch oder S Y über ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.12.2013, 19:20:56
Hinzu kam dass vermutlich die  /S-Bahn 4 nach Eilenburg (ab Lpz Markt 15:28h) ein technischen Defekt hatte was eine Verkettung im Fahrplan auslöste. Züge gen Norden allesamt verspätet (tw. bis +30min).

Sicher waren die Züge voller als sonst. Tw. lags am Weihnachtsmarkt, mehr aber noch dass viele die Züge mal testen wollten.
Furchtbar aber wie sich die  meisten beim Ein-/Aussteigen anstellen. Da merkt man sofort wer schon mal woanders mit ner S-Bahn gefahre ist und wer nicht. Da fehlte mir tw. die letzte Konsequenz Türen auch mal nach dem Fahrgastwechsel, die Türen geschlossen zu lassen und nicht noch jeden rein zu lassen. Das hatte viel Zeit gekostet.

Ein Problem habe ich am Markt festgestelt und zwar, dass das 95% der Anwesenden sich auf der kleinen Fläche zwischen den Rolltreppen aufhalten wärend dahinter niemand ist.

Mal abwarten wie voll Sonntags die Züge im Januar sind wenn der große Trubel vorbei ist.

P.S. Für kleine Kinder sind die Behindertensprechfunkt-Knöpfe an den Türen einfach zu einladend.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 15.12.2013, 19:33:42
Hallo,

da ich arbeitsbedingt nicht den Citytunnel nutzen werden, sondern nur von Stötteritz nach Machern fahren werde, hab ich heute Abend den Tunnel mal ausprobiert. Hinzu ging es noch altmodisch mit dem Tatra-Großzug der  /SL.004 in die Stadt. Zurück wollte ich den 10 Minuten Takt nach Stötteritz nutzen.
Hier meine Eindrücke zur Fahrt mit der MDSB:

- Ich erreichte gegen 18:15 die Bahnsteige 1 und 2. Auf Gleis 1 fuhr ein 3-Teiler ein, dessen Anzeigen komplett schwarz waren. Nur die Bahnsteiganzeige sagte  /S-Bahn 1 nach Stötteritz. Ich wollte aber warten.

- Die Blechelse (das ist die Dame, die die automatischen Ansagen am Hbf. macht) kam kaum hinterher. Zum Teil waren lustige Ansagen/ Aussprachen dabei. Da sollte man ein bissel dran arbeiten. Gegen 18:30 gab es dann auch eine Ansage von einer lebenden Dame.

- Die Bahnsteiganzeigen werden auch für Mehrfachanzeigen (á la DFI der LVB) genutzt. Find ich gut.

- Über die Werbefläche wird auch angezeigt, wenn ein Zug einfährt. Ein Plus für die Sicherheit.

- Bedingt durch Weihnachtsmarkt/ Eröffnungswochenende war der Bahnsteig sehr voll. Ich hoffe, dass sich das spätestens im Januar entspannt.

- Die Einfahrt der  /S-Bahn 4 nach Hoyerswerda wurde unter Beifall der wartenden Fahrgäste gefeiert.

- Die  /S-Bahn 1 , die 18:35 das Gleis 1 erreichte, musste mal die Hupe benutzen. Es schallte durch die ganze Anlage. Grund war eine große Menschentraube, die am Ausgang großes Atrium wartete.

- Meine  /S-Bahn 1 fuhr sehr langsam durch den Tunnel. Die zulässige 80 wurde nicht ausgenutzt, auch außerhalb des Tunnels. Vllt. lag es an dem Fahrer, dem noch die Erfahrung fehlt. Das muss nach 2 Monaten Probebetrieb besser laufen.

- Die  /S-Bahn 3 ab 18:25 Hbf. Gl.1 nach Stötteritz und ab 18:52 Stötteritz nach Halle fiel aus.

Die Stationen sind natürlich was fürs Auge, keine Frage. Wie sich der Betrieb entwickelt muss man sehen, ich werde es weiter beobachten.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 15.12.2013, 19:58:18

Ein Problem habe ich am Markt festgestelt und zwar, dass das 95% der Anwesenden sich auf der kleinen Fläche zwischen den Rolltreppen aufhalten wärend dahinter niemand ist.
Das ist kein Problem sondern offenbar so gewollt - und auch vernünftig. Und zwar auf allen Tunnelstationen: Einteiler halten nur zwischen den Rolltreppen. Hinter den Rolltreppen kannst du nur in Traktionen einsteigen, die den ganzen Bahnsteig ausfüllen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 15.12.2013, 20:12:40
Außerdem fahren manche Bahnen mE im Tunnel nicht schnell genug, d.h. sie beschleunigen nicht so wie es möglich ist sondern schleichen dahin.

Das muss nicht am Lokführer liegen. Die Züge fahren bei dichter Zugfolge (infolge Verspätung des voraus fahrenden Zuges) oftmals auf Ks2 (Fahrt, Halt erwarten) aus den Stationen aus. Da kann es vorkommen, dass die Zugbeeinflussung in die sogenannte restriktive Überwachung geht. Das bedeutet dann u.U. eine überwachte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h über die nächsten 750 m Fahrweg. Da stehst Du schon wieder am nächsten Bahnsteig...

Vllt. lag es an dem Fahrer, dem noch die Erfahrung fehlt. Das muss nach 2 Monaten Probebetrieb besser laufen.

Abgesehen von dem oben von mir geschilderten Problem bedeuten zwei Monate Probebetrieb nicht automatisch, dass da jeder Lokführer dabei war und Erfahrungen sammeln konnte. Unterschiedliche Gründe haben etliche Kollegen daran gehindert.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 15.12.2013, 20:18:13
Eine Störung hatte ein Hamster auch unterm Trennerabschnitt unter der Autobahnbrücke Heiterblick. Die Schütze fielen nicht wieder zurück, Zug blieb liegen und brauchte kanppe halbe Stunde bis er wieder fahrtüchtig war. Der S4 Fahrplan war damit hinfällig. Gegen halb 7 abends: S 3 aus Halle fiel aus, zu dumm, ich wollte Slevogtstraße zusteigen.

Heut halte ich die Fahrzeuggrößen für das Verfügbare mit rollenden Rädern drunter. Das die S5X nach Altenburg als Solo-Dreier fuhr, ist nun mal mutig, doch besser als Ausfall selbiger.

S1 gen Miltitzer Allee musste nach Tunnelausfahrt die EB durchlassen, danach gings weiter. Gut angenommen von Familien mit Kindern auf dem Nachhauseweg.

Bf. Markkleeberg: So ziemlich das trostloseste inklusive Umfeld, was ich im Dunkeln sah. Auf dem Bahnsteig war die Infotafel im Schatten, mithin nicht lesbar.

Morgen dann die Nagelprobe im Berufsverkehr.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.12.2013, 21:09:56
Ist da so gewollt, dass die  /S-Bahn 2 am Wochenende tw. so kurze Standzeiten in DZ hat?
Bsp. Ankunft 13:56 von Connewitz / Abfahrt 13:58 zurück. Meiner Meinung nach schon recht sportlich, zumal der Ausgleich für die reguläre Abfahrtszeit xx:02 in Zschortau ausgiebig ausgeglichen wird.

MfG
dor Jörsch
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 15.12.2013, 21:12:09
Bf. Markkleeberg: So ziemlich das trostloseste inklusive Umfeld, was ich im Dunkeln sah. Auf dem Bahnsteig war die Infotafel im Schatten, mithin nicht lesbar.
Da bist du wohl noch nicht nach Böhlen gekommen ?  ;D
(gut, diesen Bahnhof konnte man schon mehrere Wochen lang "bewundern" ...)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 15.12.2013, 21:25:46
Ist da so gewollt, dass die  /S-Bahn 2 am Wochenende tw. so kurze Standzeiten in DZ hat?

Dort gibt es an den WE eine überschlagene Wende mit einer Standzeit von 62 min, wobei entweder am Bahnsteig 3 oder aber mit Leerfahrt in Bitterfeld gewendet wird. Wenden in zwei Minuten ist technisch nicht möglich.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 15.12.2013, 21:37:32
Dort gibt es an den WE eine überschlagene Wende mit einer Standzeit von 62 min, wobei entweder am Bahnsteig 3 oder aber mit Leerfahrt in Bitterfeld gewendet wird. Wenden in zwei Minuten ist technisch nicht möglich.

Und wo wenden die  /S-Bahn 1 Verstärker, die an der Messe enden?
Das ist kein Problem sondern offenbar so gewollt - und auch vernünftig. Und zwar auf allen Tunnelstationen: Einteiler halten nur zwischen den Rolltreppen. Hinter den Rolltreppen kannst du nur in Traktionen einsteigen, die den ganzen Bahnsteig ausfüllen.

Dies müsste aber auch für die Fahrgäste explizit kenntlich gemacht werden.
Ich habe heute ausgiebig getestet, und zwar alles was die Zone 110 hergab. Mein Fazit: Permanente Verspätungen generell, die natürlich schlecht rauszukriegen sind bei der Taktung im Tunnel. Die "Probleme beim Halten" haben meinen Beobachtungen nach weniger was mit großem Ansturm zu tun sondern sind eher hausgemacht: Fahrer, die eine gefühlte Zigarettenlänge im Tunnel brauchen, bis der Zug los fährt, obwohl das Signal schon ewig auf grün steht. Fahrer, die eine gefühlte Zigarettenlänge brauchen, bis sie die Türen frei geben. Manchmal vergeht da gar eine Minute. Außerdem fahren manche Bahnen mE im Tunnel nicht schnell genug, d.h. sie beschleunigen nicht so wie es möglich ist sondern schleichen dahin. Da ich mit verschiedenen Zügen mitgefahren bin habe ich einen Vergleich. Dadurch entstehen bei dieser dichten Taktung natürlich Verzögerungen, die sich summieren. Abgesehen vom Unsicherheitsfaktor Fahrgast.
Und schließlich bei mir absolutes Kopfschütteln:

Wer zum Henker ist auf die geniale Idee gekommen, auf der  /S-Bahn 3  eine! Dreiereinheit einzusetzen?


Frage mich auch - aber das Wagenmaterial ist gemessen an den Umläufen ja ziemlich knapp bemessen (zumal die S 7 in Halle auch mit Hamstern fahren soll), irgendjemand hatte die Umläufe mal durchgerechnet, ich find es aber gerade nicht.

Ansonsten kann es für die SBMD nur heißen dringend nachbestellen, v.a. auch angesichts der Netzerweiterung in 2 Jahren.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 15.12.2013, 21:46:15
Und wo wenden die  /S-Bahn 1 Verstärker, die an der Messe enden?

Ich nehme stark an im Stumpfgleis nördlich des Bahnsteigs 1/2.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 15.12.2013, 22:03:49
Nur damit du mich nicht missverstehst: Ich meine nicht die Zeit die vergeht von der Türfreigabe bis zum Öffnen sondern die Zeit, die es braucht vom Halten des Zuges bis Beginn Ausfahren der Bretter. Mindestens zweimal habe ich dabei erlebt, dass die Zugbegleiterin entweder persönlich oder per Handy beim Lokführer angeklopft hat.

Zwischen unseren Beiträgen liegen 12 Sekunden. Meine Feststellung war deshalb nicht auf deinen Beitrag bezogen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 15.12.2013, 22:29:23
Die S1 wendet über Stumpfgleis an der Messe (das bisher wohl seit Bestehen selten benutzt wurde?), in Stötteritz über Bahnsteig 3 (Richtungsbahnsteig Hbf), die  /S-Bahn 3 endet in Stötteritz auf Gleis 2, Stumpfgleis.
Am Flughafen dürfte die  /S-Bahn 5 ebenfalls über Stumpfgleis wenden und infolgedessen über den Richtungsbahnsteig Halle wieder zurück nach L/ ABG/ Z?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 15.12.2013, 22:29:52
Gegen Abend, als der Kaffeebesuch (mit dem Auto), das Weite gesucht hatte, war nun Zeit für eine Testfahrt mit Weihnachtsmarktbesuch. Sohnemann hatte schon im Vorfeld berichtet, das die S3 derzeit ausfällt. Immerhin kam die S1 in Engelsdorf pünktlich an (18:34). Dann ging es in trödellicher Fahrt Richtung Anger-Crottendorf. Hinter der Haltestelle Völkerschlachtdenkmal wurde der Zug immer langsamer und blieb schließlich stehen. In Stötteritz war zu lesen, das die S3 ausfällt.
Doch drehen wir doch einfach die Zeit ein paar Jahrzehnte zurück: Anfang der achtziger Jahre bin in eine zeitlang mit Zügen und S-Bahnen zwischen Marienbrunn, Kleinzschocher und Böhlen gependelt, es gab auch ein paar angrenzende Fahrten, wie die nächtliche Fahrt mit einem Schienenbus von Borna nach Plagwitz über Pegau. Irgendwann war das Ziel dann von Böhlen aus der Bayrische Bahnhof. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie der Zug an einem frostigen Morgen von Connewitz, vorbei an den Ringlokschuppen in den Bayrischen Bahnhof schlich. Ich wusste bis dahin überhaupt noch nicht, das eine Ellok dauerhaft so langsam fahren kann, vom Fielling her, hätte man ehe eine kleine Dampflok am Zug vermuten können.
Nun heute sich mir diese Erinnerungen wieder lebhaft in das Gedächtnis gerufen worden, als die S-Bahn gen Bayrischen Bahnhof dümpelte, untermalt von ständigen Genörgele meiner Partnerin, dass man nicht mit der S-Bahn fährt und es für sie heute das letzte mal war (sie arbeitet an der Karl-Tauchnitz-Brücke und das ist von Engelsdorf durchaus gut mit der neuen Bahn erreichbar)
Naja mit etwa 10 Minuten Verspätung erreichten wir dann die Station Markt. Dann ging es die Rolltreppe hoch und dann steht man dort, wo früher die Garderobe und eine Bar war und wieder werden Erinnerungen wach an die Zeit vor 10 Jahren, da war es einfach romantischer dort.
Zurück sah es etwas besser aus, Richtung Bahnhof wurde Plan gefahren, die S3 nach Stötteritz hatte 5 Minuten, die folgende S2 4 Minuten und die S1 schließlich nur noch ein Minute Verspätung. Im Tunnel wurde sogar richtig flott gefahren, nur zwischen Anger-Crottendorf und Engelsdorf geht es eben nicht schnellbahnmäßig zu, da haben wir wohl wieder etwas Verspätung kassiert.
Jedenfalls sind die Züge deutlich besser von Platz her, aus diese vermurksten RE-Hamster.
Wenn der Tunnel der Startschuss für ein richtiges Netz wäre, könnte ich diesem auch viel mehr abgewinnen. So ist er leider nur von begrenzten Nutzen für mich, aber das habe ich schon geschrieben
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 16.12.2013, 00:09:52
Ich selber bin um kurz nach Mitternacht mit der ersten S1 von Hbf nach Völkerschlachtdenkmal gefahren. Ging problemlos. Und der Zug war auch erstaunlich voll!

Heute Nachmittag bin ich dann nochmal ein wenig im Tunnel hin und her gefahren. Aufgefallen ist mir auch, dass sehr langsam gefahren wird. Ansonsten muss ich sagen, dass ich immer einen Sitzplatz bekommen habe und auch noch weitere frei waren. Allerdings funktionieren Anzeigen sowohl an den S-Bahnen wie auch in den Stationen noch nicht fehlerfrei. Und auch die Ansagen in den Zügen waren lückenhaft. Etwas erschrocken habe ich mich über die standzeiten im Tunnel. Obwohl das beispielsweise bei einem 3-Minuten-Takt sicher problematischer wäre...

Nun warten wir mal ab. Dezember 2014 nach Plauen und Hof steht ja wohl bissl auf der kippe. Also vom Termin her. Aber in zwei Jahren geht's dann definitiv nach Dessau und Wittenberg. Wird sich schon noch bissl entwickeln unser Netz hier in Mitteldeutschland...!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 16.12.2013, 11:04:31
Nachdem ich gestern ohne Benutzung das S-Bahn-Netz mit seinem ständigen und teils horrenden Verspätungen beobachtet habe, war heute der Test für den Arbeitsweg dran.

Dabei fiel mir auf, dass jede 2. bis 3. S-Bahn Verspätungen von 5 Minuten oder teils deutlich mehr hatte. Hier muss dringend noch nachgebessert werden, zumal heute vormittag nicht viel los war. Sicher mag es am Mischverkehr im Umland liegen, aber offenbar ist der mögliche Taktabstand von 2 Minuten im Tunnel bzw. der südliche Zulaufstrecke wohl nur auf dem Papier existent (darauf deuten zumindest plötzlich auftretende Verspätungen hin).

Des weiteren war in meiner S4 eine Tür ausgefallen (nett bei einem Neufahrzeug), zum Glück kam der Zugbegleiter angelaufen und hat es mir rechtzeitig gesagt.

Auch fiel mir auf, dass die Züge sehr langsam in die Stationen einfahren und meist auch recht langsam wieder beschleunigen, zudem die gefühlten 80 nicht einmal ansatzweise ausnutzen - das läuft in anderen S-Bahn-Netzen anders, hoffentlich liegt es nur an der fehlenden Übung.

Die Züge fahren bei dichter Zugfolge (infolge Verspätung des voraus fahrenden Zuges) oftmals auf Ks2 (Fahrt, Halt erwarten) aus den Stationen aus. Da kann es vorkommen, dass die Zugbeeinflussung in die sogenannte restriktive Überwachung geht. Das bedeutet dann u.U. eine überwachte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h über die nächsten 750 m Fahrweg. Da stehst Du schon wieder am nächsten Bahnsteig...
Wenn das der Grund ist, sollte man mal über das eingesetzte Zugbeeinflussungssystem nachdenken ... es gibt ja einige Möglichkeiten, da auch ohne ETCS/LZB deutlich etwas zu verbessern, die moderne Rechentechnik zusammen mit einzelnen technischen Erweiterungen sollte da verschiedenes hergeben.

Alles in allem also noch sehr durchwachsen, hoffentlich stellt sich das meiste als reine Kinderkrankheit der Anfangstage heraus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 16.12.2013, 11:24:44
Offenbar ist die S5 zur Zeit das größte Problemkind. Heute Vormittag gab es 10-15 Minuten Verspätungen, die Fahrt 11:17 ab Markt steht jetzt mit +31 drin.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 16.12.2013, 11:31:30
Offenbar ist die S5 zur Zeit das größte Problemkind. Heute Vormittag gab es 10-15 Minuten Verspätungen, die Fahrt 11:17 ab Markt steht jetzt mit +31 drin.

Bei der Reiseauskunft der DB steht zusätzlich der Grund für die Verspätung dieser Fahrt: Beeinträchtigung durch Vandalismus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Kun am 16.12.2013, 11:31:51
Ich denke, man muss der Sache einfach etwas Zeit geben, bis sich alles eingependelt hat. Einen perfekten Start hat wohl niemand erwartet, und das wäre auch utopisch bei der Größe des Netzes.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 16.12.2013, 12:56:24
Richtig. Und vielleicht denkt man dann auch über die eingesetzte Fahrzeuggröße nach. Die S3 hat offenbar nun kleinere Kapazitäten als die Ex S10. Und auf der S5X habe ich heute mal keine Traktion gesehen. Bin mir nur nicht sicher, ob es ein Drei- oder Vierteiler war. Und auf der S1 mal wieder ein Vierteiler. Bin mir bei der S1 nicht sicher, ob die Umläufe innerstädtisch mit der Verlängerung nach Wurzen verbandelt sind oder es verschiedene Umläufe sind.

Was die Geschwindigkeit angeht: Wenn also Verspätungen sind fahren viele Bahnen mit "überwachter GEschwindigkeit", statt schnell zu fahren und die Verspätung des eigenen Fahrzeugs und das der dahinter fahrenden abzubauen?

Ich hoffe, das alles liegt am Einpegeln und an Anlaufschwierigkeiten. Vielleicht verpennen in den nächsten Wochen einige Fahrer nich mehr die Türfreigabe.

Mir ist heute mal aufgefallen, wie ein Fahrer über Außenlautsprecher "Zurück bleiben bitte" mitteilte. Prädikat Gut und wiederholenswert. Kam mir vor wie in Berlin. :-)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 16.12.2013, 13:21:02
Mir ist heute mal aufgefallen, wie ein Fahrer über Außenlautsprecher "Zurück bleiben bitte" mitteilte. Prädikat Gut und wiederholenswert. Kam mir vor wie in Berlin. :-)
Daumen hoch (fehlt hier als Smiley! :)) - auf jeden Fall.
Im Zweifel (betrifft die DB wie die LVB) einfach kommunizieren. Und im Falle von sehr hohem Fahrgastaufkommen und damit verbundenen Problemen muss es auch nicht die reine Höflichkeit sein (wie "Hätten die netten Damen und Herren in der Nähe der Türen vielleicht die Liebenswürdigkeit, keinen unwahrscheinlichen Einstieg zu versuchen, sondern noch etwas auf diesem herrlichen Bahnsteig zu verweilen?"), sondern reicht ein freundliches aber bestimmtes "Die Türen schließen, zurück bleiben bitte".
Aber auch eine Info, wenn es zu Verspätungen und Verzögerungen kommt, dass es so ist, woran es ggf. liegt und wie es ggf. weitergeht - mit einer Info kann man schließlich selbst überlegen, ob man Alternativen ergreift oder einfach geduldig abwartet, aber ohne Info nervt es nur.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 16.12.2013, 15:42:02
Als ich heute im S-Bf. Markkleeberg in die S? eingestiegen bin, waren dessen Anzeigen schwarz. Nachdem die Fahrt in Richtung Leipzig los ging, informierte der Fahrer, da die Anzeigen ausgefallen sind, man befinde sich in der S5. Kurz vor der Einfahrt zum S-Bf. Leipzig-MDR informierte wieder der Zugbegleiter: da der Zug hohe Verspätung hat - zu diesem Zeitpunkt 35 Minuten -, wird nur bis zum Flughafen Leipzig/Halle gefahren und man bitte alle, die nach Halle Hauptbahnhof möchten, am S-Bf. Leipzig Hauptbahnhof (tief) auszusteigen und auf die S3 zuwarten. Als ich später im Hauptbahnhof auf die S1 nach Grünau wartete, kam wieder ein Zug mit schwarzen Anzeigen und die Zuglautsprecher wiesen die Fahrgäste auf die "S1 nach Leipzig Miltitzer Allee" hin.

Im Zug der S5 sagten einige Schüler, dass sie den City-Tunnel richtig cool finden. So ganz kann ich es selbst noch nicht wahrnehmen, dass er jetzt tatsächlich im Betrieb ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 16.12.2013, 16:35:24
Im Zug der S5 sagten einige Schüler, dass sie den City-Tunnel richtig cool finden. So ganz kann ich es selbst noch nicht wahrnehmen, dass er jetzt tatsächlich im Betrieb ist.

Ich auch nicht.  :D Ist irgendwie wie in einem Traum! 10 Jahre hatte ich da drauf gewartet, in den letzten Jahren quasi täglich die Fotodoku von Frank Eritt verfolgt und nun ist das Baby tatsächlich auf der Welt! Hat schon etwas weltstädtisches!

Mal davon abgesehen: Kann es sein, dass easyGO die S-Bahnen als Route versucht zu vermeiden und Bus & Tram bevorzugt?
Versuche aktuell meine Wege teilweise auf die S-Bahn umzustellen, aber irgendwie ist das 'ne ziemlich harte Nuss mit diesem Fahrplaner.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 16.12.2013, 17:29:33
Ich finde es gut, dass die Anzeiger in den Tunnelstationen zwischenzeitlich auch analog DFI verwendet werden. Ich bin nur gespannt, ob die weißen Punkte am unteren Rand irgendwann auch als das dargestellt werden was sie wohl sein sollen: Wagen/ Triebzugeinheiten - und damit, ob ein Ein- oder ein Zweiteiler einfährt. Wenn das erkennbar wird, dann verstehen die Menschen das vielleicht auch und sehen nicht irgendwie an eine Anzeigenstörung erinnernde weiße Punkte.  ;)
Aber ich glaube, dass ist grad das geringere Problem.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tatra-Fan am 16.12.2013, 17:34:04
Also den von WTL vorhergesagten Ansturm auf die S-Bahn kann ich derzeit nicht erkennen. Linie 3 und 16 nach wie vor so voll, wie es sonst auch immer ist... ?!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 16.12.2013, 17:35:45
^ Fazit nach einem Werktag? Glückwunsch! ;D

PS: Lies dir meine teils sehr differenzierten Beiträge am Besten noch mal genau durch, bevor du voreilige Schlüsse ziehst.
Aber um dir das zu ersparen:
Die Bedeutung der Straßenbahnen in S-Bahn-Nähe ändert sich und sorgt über kurz oder lang, aber sicher nicht gleich nach einem Tag, für eine stärkere Verteilung und Ausdifferenzierung der Fahrgastströme in Nah-, Mittel- und Langdistanzziele sowie anderer durchaus unterschiedlich wahrgenommener Qualitäten. Das heißt nicht, dass der  /SL.016 nun die Fahrgäste wegbrechen. Diese innerstädtische Linie hat genügend Fahrgastpotenzial im Einzugsbereich. Aber die Art der Fahrgäste wird sich durchaus ändern. Mehr Kurzstreckenmitfahrer sowie tendenziell häufigeres Umsteigen. Statt alle mit der Bimmel z.B. von Lößnig zum Messegelände fahren, laufen die jüngeren und zeitaffineren Fahrgäste eben den etwas längeren Fußweg zur S-Bahn oder steigen öfters um, sind am Ende aber schneller am Ziel. Dafür genießt die Oma die für sie gemütlichere und bequemere Fahrt mit der Straßenbahn. Ist das für dich wirklich so schwer zu verstehen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 16.12.2013, 17:38:08
...wobei die  /SL.003 und  /SL.016 jetzt auch nicht die Linien sind, die übermäßig unter der  /S-Bahn "leiden" werden. Wenn man mal vom Messeverkehr absieht.  ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tatra-Fan am 16.12.2013, 17:42:33
Na gerade an den ersten Tagen werden die neuen möglichen Umsteigebeziehungen ausprobiert, oder sehe ich das falsch?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 16.12.2013, 17:45:37
Am S Bahnhof Connewitz gibt´s auch schon die erste Panne:
Der Fahrstuhl am Bahnsteig 2/3 ist seit gestern außer Betrieb!

Gibt es sonst noch Pannen an den neuen Stationen??
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 16.12.2013, 17:45:54
Kleiner Erlebnisbericht von gestern Abend und heute Nachmittag:

Habe mir vorhin das aktuelle Geschehen im Tunnel abgesehen und zwar an allen Tunnelstationen. Von etwa 15.30 bis 16.30 ging es vom Bayerischen Bahnhof zum HBF. Dabei fiel mir auf, dass besonders die Stationen Markt und HBF sehr sehr gut gefüllt waren, die anderen beiden waren leerer aber nicht leer! Fast alle S-Linien hatten 5min Verspätung, eine S4 sogar 15min, was bei 2x4er und überfülltem Zug auch nicht wunderte! Bei vollen Zügen dauert der Halt teilweise 5min oder länger. Wenn dann so mancher Fahrer noch durch die Röhre bummelt und fast schon vor der eigentlichen Station stehen bleibt, muss man sich über solche Verspätungen kaum wundern, vor allem nicht im Berufsverkehr. Man kann aber sagen, dass die S-Bahn am 2. Betriebstag schon gut genutzt wird und dabei sind nur wenige Testmitfahrer dabei.

Am Markt standen Infopersonal auf dem Bahnsteig, am HBF 2 Sanitäter (?!). Technische Probleme sind mir heute keine Aufgefallen. Gestern Abend fuhr auf der S4 ein Zug ohne Anzeige außen.

Gestern Abend auf der Fahrt nach Leipzig mit der S5X (ab 19.14) sah man mal was so doppelter 4 Teiler an Massen unterkriegt. Mal davon abgesehen, dass dieser bis zum Bersten gefüllt war und manche Scheibe nach außen beulte... (bei Ankunft in Halle) Die Fahrt nach Leipzig war denn deutlich leerer, dennoch waren alle Sitzplätze belegt, einige mussten stehen. Deutlich voller wurde der Zug dann erst wieder ab L-HBF, als die Menschen wieder in den Gängen und an den Türen stehen mussten. Wohlgemerkt, das war kurz vor 20 Uhr!

Grüße!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 16.12.2013, 18:13:05
Pippi Langstrumpf ("Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt"...) wäre stolz auf Bahnsprecher Jörg Bönisch, der mit Bezug auf den heutigen Vormittag laut LVZ (http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/erster-berufsverkehr-im-leipziger-city-tunnel-bahn-ist-verhalten-optimistisch/r-citynews-a-219345.html) der Meinung sei:
Zitat
Alle Züge seien gefahren, gelegentlich hätten sie aber etwas Verspätung gehabt. Der Grund: eine Fahrzeugstörung zwischen Zwickau und Halle und ein defektes Signal vor den Toren Leipzigs. Mehr als fünf Minuten habe der Rückstand aber nicht betragen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 16.12.2013, 18:43:28
Mal davon abgesehen: Kann es sein, dass easyGO die S-Bahnen als Route versucht zu vermeiden und Bus & Tram bevorzugt?
Ich war gestern Abend auf dem Weihnachtsmarkt und habe mir über EasyGo die Verbindung nach Holzhausen anzeigen lassen. Die Kombination /S-Bahn und /BL.074 wurde korrekt angezeigt. Beim Start der App wurde als erstes der Netzplan aktualisiert. Heute ist mir jedoch aufgefallen, dass bei den Haltestellenansagen weder an der Naunhofer Straße noch an der Alten Messe in beiden Richtungen die Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn erwähnt wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 16.12.2013, 19:36:12
Servus miteinander,

meinen Weg zur Arbeit habe ich auf die  /S-Bahn 2 und  /BUS  /BL.086 umgestellt.

Was habe ich heute festgestellt:

-  /S-Bahn 5 und /S-Bahn 5X sind die Problemkinder gewesen. Die morgendlichen Züge Richtung Halle hatten ca. 15' Minuten Verspätung.

- die nachfolgenden Züge damit auch. Minimale Zugfolge war 3' Minuten-Takt. Weniger ging echt nicht, da bereits bei diesem Takt auf "Halt erwarten" gefahren werden muss.

- der Bahnhof Leipzig-Nord wird sehr gut angenommen. Das sind definitiv Neufahrgäste - vor allem aus dem Bereich der Bürogebäude.

- der Anschluss an den  /BL.086 am Bahnhof Messe ist genauso besch*** wie früher. Jetzt ist nicht mehr der ICE schuld, sondern die oben genannte  /S-Bahn

- es fuhren auf der  /S-Bahn 3 und der /S-Bahn 5X Traktionen aus Drei- und Vierteilern.

- viele Leute waren unterwegs, die einfach nur gaffen wollten und damit den Betrieb aufhielten. Viele Fahrgäste aus dem Umland sind nur mal so unterwegs.

- die Haltepositionen im Hbf. tief müssen besser kommuniziert werden. Die Rennerei ist nicht hilfreich für die Fahrgäste.

Mal schau'n, wie es morgen wird  ;D

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 16.12.2013, 20:14:10
Auch ich habe heute meine neue Verbindung zur Arbeit genutzt:
Die  /SL.004 nach Stötteritz bis S-Bf. Stötteritz und die  /S-Bahn 1 bis Machern.

- Der Umstieg am Bf. Stötteritz klappt auch trotz des längeren Weges ohne Probleme, auch wenn die  /SL.004 ne leichte Verspätung hatte.

- Die  /S-Bahn 1 kam pünktlich von der Miltitzer Allee. Was mich nur stört bei dieser Fahrt ist der planmäßige 5 Minuten Halt in Borsdorf, damit der IC durch kann (kam heute gleichmal 3 Minuten später)

- Bei der Rückfahrt war am Bf. Machern einiges los: So viele Menschen hatte ich dort noch nie gesehen (viele wollten die neue S-Bahn testen). Dank des verspäteten ICE aus Dresden gab es 5 Minuten Verspätung. Durch die vielen Menschen war der 3-Teiler sehr gut ausgelastet. Der Zugbegleiter erklärte auch die Vorgehensweise bei defekten Automaten: Man ist bestrebt Kulanz zu zeigen.

Ansonsten war es für mich ein guter Start in das neue S-Bahn Netz.

MfG T4D-Fan

 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 16.12.2013, 20:35:56
-  /S-Bahn 5 und /S-Bahn 5X sind die Problemkinder gewesen. Die morgendlichen Züge Richtung Halle hatten ca. 15' Minuten Verspätung.
/S-Bahn 3 auch (heute wieder Ausfälle zu verzeichnen, ganz zu schweigen vom zu geringen Platzangebot). Dementsprechend fällt der Artikel der MZ http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/leipziger-city-tunnel-als-nadeloehr--erhebliche-verspaetungen-zwischen-halle-und-leipzig,20641266,25637574.html (http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/leipziger-city-tunnel-als-nadeloehr--erhebliche-verspaetungen-zwischen-halle-und-leipzig,20641266,25637574.html) auch kritisch aus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 16.12.2013, 20:46:18
Der Zugbegleiter erklärte auch die Vorgehensweise bei defekten Automaten: Man ist bestrebt Kulanz zu zeigen.

Meinst du defekte Fahrscheinautomaten? Is doch wurscht ob der kaputt ist oder geht. Fahrkartenkauf ist doch auch in der S-Bahn möglich, also einfach reinsetzen und warten bis einer kommt. Oder hat man das noch vor der Inbetriebnahme wieder abgeschafft ???
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: JeffD am 16.12.2013, 21:15:48
Tickets kann man auch online kaufen mit easyGo. Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 16.12.2013, 21:17:09
Meinst du defekte Fahrscheinautomaten? Is doch wurscht ob der kaputt ist oder geht. Fahrkartenkauf ist doch auch in der S-Bahn möglich, also einfach reinsetzen und warten bis einer kommt. Oder hat man das noch vor der Inbetriebnahme wieder abgeschafft ???

Das gab es offiziell nie !!! Du musst beim Betreten des Fahrzeuges einen gültigen Fahrausweis haben. Die MRB hat, mangels eigener Automaten, den Fahrscheinverkauf beim Schaffner durchgeführt/ geduldet. Dies steht aber im Konflikt mit den AGB's des MDV. Es gibt keinen Fahrscheinverkauf in den Zügen des DB.
Bitte beachte das, damit es nicht zu teuer wird  ;)

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 16.12.2013, 21:19:57
Bei mir heute auch die 2. Testfahrt, es sollte um kurz nach 20 Uhr vom Markt zum Coppiplatz gehen. Bin extra ein paar Minuten früher hin um das Betriebsgeschehen noch zu beobachten.

Fahrzeugeinsatz: Fast alles Solotriebwagen, meistens 3er (1442.1), eine 3+3-Traktion auf der S5 Richtung Altenburg.

Bahnsteiganzeigen: zeigen entweder die nächste einfahrende, oder die nächsten 4  /S-Bahn -Bahnen an, allerdings nicht als Echtzeitinformation. Zum Teil gabs eine Lufschrift hinter dem Zug à la "Wenige Minuten später", aber eine S5 nach Halle, die laut App +10 hatte, und eine S4 nach Geithain (+15) verschwanden einfach vom Bahnsteig-Display, als die Abfahrtszeit vorbei war. Erst als die betreffenden Züge kamen und die Anzeige auf deren Anzeige wechselte, kam die Verspätungsinformation.

S1 nach Grünau war aber pünktlich, also rein in den Dreiteiler. Der Füllungsgrad war mäßig, jede Menge freie Sitzplätze, ich hatte einen 4er für mich allein. Jemand hatte schon mal angemerkt, dass die S3 vom Hbf nach Gohlis nur 3 Minuten braucht, die S1 aber 8. Und so war's auch: Kaum aus dem Hbf tief raus, 5 Minuten planmäßiger Betriebshalt, um eine EB und einen ICE vorbeizulassen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 16.12.2013, 21:23:30
Das gab es offiziell nie !!! Du musst beim Betreten des Fahrzeuges einen gültigen Fahrausweis haben. Die MRB hat, mangels eigener Automaten, den Fahrscheinverkauf beim Schaffner durchgeführt/ geduldet. Dies steht aber im Konflikt mit den AGB's des MDV. Es gibt keinen Fahrscheinverkauf in den Zügen des DB.
Bitte beachte das, damit es nicht zu teuer wird  ;)

MfG T4D-Fan

Auf der Homepage ist zu lesen
Zitat von: S-bahn-mitteldeutschland.de
Zugbegleiter auf allen Zügen, die sowohl als Ansprechpartner dienen, als auch Hilfestellungen leisten und Fahrscheine verkaufen.

So wurde es auch in diversen Medien verbreitet und man hat oft gelesen das der Fahrkartenverkauf im Zug in der Ausschreibung drin gestanden haben soll.
Also schließt der allgemeine Bürger daraus, ich kann einsteigen und meinen Fahrschein im Zug lösen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 16.12.2013, 21:25:59
Tickets kann man auch online kaufen mit easyGo. Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?

Mit "E+" hatte ich da keine Probleme.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Frage schonmal behandelt wurde: Ist es möglich, das nahezu alle S-Bahn Wagen Zähleinrichtungen haben?
Zur S1: Ich bin gestern, wie auch heute mit der S1 gefahren und habe festgestellt, das auch die Grünauer Bürger das wieder gebotene Fahrtenangebot recht gut nutzen. Mit der  /S-Bahn 1 um 17:50 ab Allee-Center Richtung Miltitzer Allee stiegen ca. 30 Fahrgäste aus.
Ein wenig unsicher bin ich mir beim Lesen der ganzen Berichte und Meinungen, ob man ausreichend 4-teilige Talent II beschafft hat. Klar, es sind noch viele Neugierige unterwegs, die das Angebot nur mal in Augenschein nehmen möchten. Aber gerade auf der S5/S5X, sind solo 3-Teiler ja fast ein Krebsschaden, wie ich gestern mit eigenen Augen am Markt sichten konnte. Probleme scheint es zuhauf zu geben, das Wichtige ist aber, das man schnell und direkt Lösungen umsetzt. Die Außenansagen "Zurückbleiben Bitte" konnte ich gestern auch vernehmen, in Berlin ist das Standard, wie schon weiter oben mal geschrieben.
Zu der von der MZ gemeldeten, von Halle eingekürzten S-Bahn: Besteht den keine Möglichkeit, die S-Bahn wenigstens bis zum HBF (oben) fahren zu lassen? Fahrgäste in Schkeuditz abzusetzen ist sinnfrei. Man muss doch einen sinnvollen Notfallplan haben, wenn die Röhre keine Kapazität im Berufsverkehr hat. Taktlücken schaffen ist da sicher nicht nachteilig, erstens weil nachfolgende Züge nicht so schnell Verspätungen einfahren und zweitens weil viele sowieso am HBF aus und umsteigen. Aus Norden kommende Züge könnte man so, natürlich nur vereinzelt, bis HBF einkürzen. Wichtig ist natürlich, das man flexibel in der Behängung der anderen S-Bahnen reagiert, ggf. auch Verstärkerfahrten anbietet. Ausweichmöglichkeiten im Tunnel, z.B. ein dritter Bahnsteig am HBF (tief) wäre nicht so dumm, um das einfädeln der S-Bahnen sinnvoller zu gestalten und besser am Bahnsteig 3-4 Minuten Wartezeit zu verbringen, statt auf der freien Strecke.

MfG Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 16.12.2013, 21:26:13
Dort gibt es an den WE eine überschlagene Wende mit einer Standzeit von 62 min, wobei entweder am Bahnsteig 3 oder aber mit Leerfahrt in Bitterfeld gewendet wird.

Das muss man aber nicht verstehen oder? Dann kann er ja auch regulär fahren mit Fahrgästen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 16.12.2013, 21:32:48
Tickets kann man auch online kaufen mit easyGo. Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?

Mit O2 habe ich sehr guten Empfang. Daher konnte man auf Easy.GO und Bahn-App die Angaben mit dem dynamischen Anzeiger vergleichen.

Fazit heute: Die Anzeigen waren Sieger, aber änderten häufiger die Verspätungsminuten als man Lesen konnte. Da kommt dann logischerweise keine App hinterher.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 16.12.2013, 21:35:16
@ BR 442:

auf der MDV-Seite steht:

"Kundenbetreuer im Nahverkehr (Zugbegleiter der Deutschen Bahn) = Fahrkarten nur, wenn am Startbahnhof keine Vorverkaufsmöglichkeit besteht. "

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 16.12.2013, 21:39:50
Das brauchst du mir nicht sagen, aber wenn der MDV schreibt Fahrscheine vorher lösen und bei der MDSB steht das der Zugbegleiter Fahrscheine verkauft,
nach wem soll man sich denn dann richten? Am Ende is eh immer der Kunde der Dumme
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 16.12.2013, 21:40:14
Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?

Also mit BASE hat man in den S Bahn Stationen guten Empfang und auch in den Röhren!
Hätte nicht gedacht das man da unten überhaupt Empfang hat...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 16.12.2013, 21:44:07
@T4D-Fan,

die Ausschreibung hat den Fahrscheinverkauf in den Zügen der MDSB gefordert. Und der wird auch durchgeführt. Das der MDV noch keine geänderten Beförderungsbestimmungen veröffentlicht hat, ist eine andere Seite. Auch die geänderte Kurzstreckenregelung (gesamter Tunnel eine Kurzstrecke, ebenso wie m.W. die Strecke in Grünau) sucht man dort vergebens.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 16.12.2013, 22:29:15
@passagier  (Beitrag #121)  Die „DFI-ähnlichen“ Anzeiger (zumindest in deren Modus) auf den CTL-Bahnsteigen sind der letzte Verwirrungsmüll. Weil sie Wunsch (=Soll) und nicht Wirklichkeits (=Ist)Zeiten abbilden, unbrauchbar, wo heute jeder Zug Abweichungen hatte. Erst im letzten Moment der tatsächlichen Ankunft erfährt man, dass er nun endlich da ist. Schlechter geht’s nimmer!

@ classic 1203 (#138)
Ja, alle Züge haben Zählautomatiken. Das ist für die Aufgabenträger natürlich ideal zur Kontrolle und Planung. Wenn das Wissen daraus dann auch genutzt wird,… hach, die Gefahr zu träumen besteht….

Dass sehr viele Dreier fahren, liegt an den defensiven Sitzplatzvorgaben der/des Bestellers. Die Anbieter veruschen natürlich damit (während der Ausschreibung) ihren Vorsprung zu sichern und kaufen die billigsten und kleinstmöglichsten Schachteln. In wenigen Jahren sind die Dreier alle zu klein.

S3-Kürzung bis Schkeuditz ist zwar bitter, doch ab dort fährt immerhin die Tram 11. Bin gestern auch „Opfer“ der Streichung geworden.

Heute:

Früh gabs bereits interessantes: die neue Tramstation Bayerischer Bf wurde gut angenommen, etwa 30% der Aussteiger aus Tram 9 stiegen hinab zur S-Bahn, derRest zum Klinikum.

Unten fuhren bereits die Schüler (Kinder mit Schulranzen? Bestimmt Schüler) mit. Hätte ich mal nicht gedacht, wie schnell das angenommen wird und zeigt wie widersinnig 12 Jahre Haustarifvertrag waren. Stadt(rat) + Eltern haben eben gepennt.

Bahnen allesamt leicht nach Plan, S5 / S5X heftig nach Plan. @Lutz oder MD612: Liegt das an Baustellen rund um Altenburg??

Eine S5 bis LEJ musste woh versehentlich Halle beschildert haben, denn am Flughafen steigen 45 Minuten später (30er Takt + Verspätung) die Gestrandeten ein. Das ist schon doof!

Hier mein persönliches Highlight des Tages. SO und zwar SO und immer SO muss das an allen neuralgischen und geeigneten Punkten installiert werden! Klasse!

(http://abload.de/thumb/sam_4060btjxic.jpg) (http://abload.de/image.php?img=sam_4060btjxic.jpg)

In den S-Bahnen wird außer die Plusbuslinien nirgends der Hinweis auf Bus oder Tram angesagt, DAS ist peinlich.

Am MDR lümmelten sich spätabends erstaunlich viele Leute, immer so um die 10 stiegen stadtwärts zu.

Haben die Talente eigentlich Zwangsschließen der Türen? Das muss dringend eingeführt werden, im Zusammenhang mit zahlreichen weiteren Markierungen und Wegeleitungen. Sonst wird bei jedem Anflug von Ansturm Chaos einsetzen.

@ Sven: Wenn Leipzig Nord gut angenommen wird, sind dass 5, 25 oder 50 Leutchen?

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 16.12.2013, 22:55:11
Liegt das an Baustellen rund um Altenburg??

Eigentlich nicht, eher an recht knappen Wendezeiten in Altenburg (S5) bzw. Zwickau (S5X), wodurch dich Verspätungen schnell auf den Gegenzug übertragen. Gleiches Problem auch in Geithain, wo sich der bewährte Anschluss von/zum CLEX anscheinend gerade in Luft auflöst...

In den S-Bahnen wird außer die Plusbuslinien nirgends der Hinweis auf Bus oder Tram angesagt, DAS ist peinlich.

Willst Du wirklich an fast jeder Station "Übergang zu den Straßenbahnen und Bussen des ÖPNV" hören?? Der ZVNL wollte das anscheinend nicht. Sagen Straßenbahnen und Busse einzelne S-Bahn-Linien an?? Manche Fahrgäste wünschen sich eher weniger Ansagen, dafür aber informative.

Haben die Talente eigentlich Zwangsschließen der Türen?

Haben sie. Das soll am Markt und am Hbf (tief) auch genutzt werden. Klappt nur bei Solo-ET in der Außenkurve insbesondere am Markt schlecht, weil die Monitore am Bahnsteigende hängen, der Solowagen aber nicht so weit vorfahren soll. Aus dem Führerstandsfenster ist aber selbst der Dreiteiler kaum einsehbar...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 16.12.2013, 23:03:42
Danke für die Infos!

Und ja, der Anschluss zum CLEX ist und bleibt futsch.

Die Ansage kann auch verknappt werden: "Umstieg zur Tram und zum Bus" bzw. zu den jeweils zutreffenden... Das reicht und hilft bei der Orientierung.

Unsäglich ist aus meiner Sicht (keine CTL-Neuheit) dass einerseits die Schaffner ihren Begrüßungs- oder Anschlusszugtext aufsagen und kurz darauf vom Band das gleiche nochmal kommt. Miese Sache, weil sich die Eisenbahner wie veralbert und entmündigt vorkommen müssen. Es nervt!

Die Ansagen waren / sind auch falsch. So wird z.B. "Halle Hbf" angesagt und nicht "Halle / Saale Hbf.) Das liegt jedoch in Westfalen. Der Flughafen ist der GAU: An den Stationsschildern steht korrekt "Flughafen Leipzig/Halle" so wie sich die Wiese auch nennt. Abweichend davon steht in Netz- und Fahrplänen "Leipzig/Halle Flughafen" drin. Klingt banal, ist es nicht, wenn die Fahrt von "Leipzig nach Halle über Leipzig Messe und Leipzig Halle Flughafen" angesagt wird - restlos verloren, wer da auswärtiger Gast ist. Ich habe schon selbst am Flughafen versehentlich aus dem IC ausgestiegene Rentner eingesammelt, die nach dem ersten Ertönen von Leipzig ruckzuck ausgestiegen sind. Nicht lachen - da muss nur doof das Drehgestell knarren und der Rest wird nicht gehört...

Doch wie gesagt: Es gibt noch Unmengen zum Nachjustieren. :-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 16.12.2013, 23:15:32
An den Stationsschildern steht korrekt "Flughafen Leipzig/Halle" so wie sich die Wiese auch nennt.

Falsche Annahme!! Der Bahnhof heißt tatsächlich korrekt "Leipzig/Halle Flughafen". Analog auch "Köln/Bonn Flughafen", oder auch "Leipzig Messe" oder gar "Köln Messe/Deutz". Das der Fliegerhafen selbst anders heißt, spricht dem nicht entgegen. Warum aber die Stationsschilder falsch beschriftet sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 16.12.2013, 23:18:50
gut, dann sagen das die Bänder und Personale "korrekt falsch" an - mit dem Ergebnis der Verwirrung.  ;-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 16.12.2013, 23:26:18
gut, dann sagen das die Bänder und Personale "korrekt falsch" an - mit dem Ergebnis der Verwirrung.

Wer will es den Personalen verdenken, wenn sogar die Schilder falsch sind und es selbst im Hbf teilweise falsch auf den Zugzielanzeigern stand (steht?). In den bisherigen Doppeldeckern gab es je nach Software und Fahrzeugtyp auch beide Varianten, das ganze dann noch mit und ohne Englisch... Wie es jetzt im Hamster ist, hab ich noch nicht mitgekriegt.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: JeffD am 17.12.2013, 00:18:38
Also mit BASE hat man in den S Bahn Stationen guten Empfang und auch in den Röhren!
Hätte nicht gedacht das man da unten überhaupt Empfang hat...
Hätte man auch nicht, aber es gibt mittel und wege es möglich zu machen.
Sozusagen das Pendant zu Conrad, die GSM-Störer im Laden haben. ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 17.12.2013, 01:21:17
Bahnen allesamt leicht nach Plan, S5 / S5X heftig nach Plan. @Lutz oder MD612: Liegt das an Baustellen rund um Altenburg??

Komme gerade von dieser Schiene, abends Verspätungen von bis zu 45 min. Liegt m.E. auch/vor allem am noch fehlenden Gütergleis zwischen Gaschwitz und Connewitz. Ist schon toll, wenn man nach eigentlich pünktlicher Tunnelfahrt geschlagene 20 min warten muß, weil sich eine 140 mit ellenlangem Autozulieferzug und dann noch ein kleiner Privatdiesel mit Überlast über die S-Bahn-Strecke quälen - wie immer scheint man in der Planung auch die Fahrtstraßenwechselzeiten von Güterzügen gnadenlos unterschätzt zu haben. Immerhin wird am dritten Gleis selbst jetzt in der Nacht gebaut ...

In den S-Bahnen wird außer die Plusbuslinien nirgends der Hinweis auf Bus oder Tram angesagt, DAS ist peinlich.
Nein, es ist eine Gnade, daß dieser - sorry - Informationsmüll weggelassen wird. An eigentlich allen innerstädtischen Halten gibt es Übergangsmöglichkeiten zu irgendwelchen Straßenbahnen und Bussen (mehr und informativer würde ohnehin nicht angesagt). Bei den engen Halteabständen würde "Susi" noch quackern, wenn schon der nächste Halt mit seinem ganzen Infoschwall ansteht - bitte keine Endlosberieselung ohne wirklichen Informationsgehalt!!
Selbst von den m.E. teilweise etwas sinnfreien Ansagen der Plusbusse (auch abends, wenn gar keine Busse mehr fahren, alles wie gehabt) fühlen sich die Stammfahrer schon genervt und fragen, ob man das "ausstellen" kann ...

Am MDR lümmelten sich spätabends erstaunlich viele Leute, immer so um die 10 stiegen stadtwärts zu.
Muß ein anderer Hp MDR als der von mir angefahrene sein. Meine Zu-/Austeiger des letzten Nachmittag/Abends (S2): Drei/Vier/Einer/Null/Einer/Null/Null/Null.

Haben die Talente eigentlich Zwangsschließen der Türen? Das muss dringend eingeführt werden, im Zusammenhang mit zahlreichen weiteren Markierungen und Wegeleitungen. Sonst wird bei jedem Anflug von Ansturm Chaos einsetzen.
Erfreulicherweise ist das Zwangsschließen bei nicht vollständig einsehbaren Türen im Regelbetrieb verboten. Voll einsehbar ist im Tunnelbereich gar nichts, im Bahnsteigbereich/Außenbogen nicht mal beim Solo-Dreier. Reversieren die Türen im Rahmen des Zwangsschließens und können beim direkt folgenden Schließversuch nicht erfolgreich schließen (weil immer noch ein Idiot sein Handy aus dem Zug für ein "Foto" auf den Bahnsteig hält, gafft oder es tatsächlich zum Stau im Türbereich kommt), geht die betreffende Tür auf Störung. Eine beliebige Wiederholung des Vorgangs wie beim Dosto (kurzzeitige erneute Freigabe/Rücknahme, alles beginnt von vorne) ist beim Hamster aus Sicherheitsgründen (Schiebetritte) nicht vorgesehen, die Tür muß dann von Hand/vor Ort "geheilt" werden. Ist sie recht weit hinten, kostet das schon mal zusätzliche 6-8 min. Welche Alternative ist die bessere?

@ Sven: Wenn Leipzig Nord gut angenommen wird, sind dass 5, 25 oder 50 Leutchen?
Meine Zu-/Austeiger des letzten Nachmittag/Abends (S2, jeweils aufaddiert): Null/Zwei/Null/Einer/Null/Einer/Null/Null (es wird übrigens permanent gezählt)

Zu den hier so oft monierten "Schleichfahrten" im Tunnel: Bitte mal mit der Wirkungsweise der Indusi/PZB90 auseinandersetzen. Übrigens wurde von den Insidern genau dieser jetzt eingetretene Zustand schon seit Jahren vorhergesagt. In Ergänzung zu MD 612: Es wäre ja schön, immer nur mit einer restrektiven "45" starten zu können. In Wirklichkeit nimmt man beim "stop and go" oft genug auch den 500er mit und startet dann mit der aktiven Überwachungsgeschwindigleit von 25 km/h (d.h., bei ca. 25,3 km/h gibt es eine Zwangsbremsung). Da die Strecke nach den Stationen gründsätzlich fällt (fahrdynamisch eigentlich äußerst sinnvoll), sollte spätestens bei 15 km/h der Bremsvorgang einsetzten, sonst sind durch die dem Fahrzeug eigene Trägheit beim Umsteuern von Fahren in Bremsen die 25 km/h ganz schnell erreicht. Wäre eine so provozierte Zwangsbremsung wirklich eine Alternative?
Übrigens bleibt die einmal eingefangene restrektive Überwachungskurve auch aktiv, wenn das vorliegende Signal inzwischen frei geworden ist (also volkstümlich auf gelb oder gar grün umgeschalten hat), sie muß trotzdem voll ausgefahren (besser: Unterfahren) werden. Das System PZB ist immer zur sicheren Seite ausgelegt, etwaige Behinderungen sind daher im Sinne der höheren Sicherheit hinzunehmen. Hier den betroffenen Lokführern (die nie "Fahrer" werden ...) böswilliges Bummeln zu unterstellen, sei allenfalls mit Unwissenheit zu entschuldigen, bei manchen Usern tropft da aber eine ganz schön die Unschuld überlagernde Arroganz ...

Gruß Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 17.12.2013, 08:58:01
Meinst du defekte Fahrscheinautomaten? Is doch wurscht ob der kaputt ist oder geht. Fahrkartenkauf ist doch auch in der S-Bahn möglich, also einfach reinsetzen und warten bis einer kommt. Oder hat man das noch vor der Inbetriebnahme wieder abgeschafft ???

Als ich am Sonntag mit der S1 von Grünauer Allee bis Stötteritz gefahren bin, kamen ständig Fahrgäste an, die ein Ticket beim Zugbegleiter kaufen wollten und er hat ihnen auch eins gegeben. Deshalb hatte es auch etwa 11 Stationen gebraucht, bis der Zugbegleiter mich um Vorzeige des Ausweises bat. Und als ich gestern in Connewitz zugestiegen bin und nach Markkleeberg fahren wollte, ging der Entwerter am Bahnsteig nicht - ich stieg im Zug zu, suchte den Zugbegleiter auf, der mir gleich entgegen kam und schilderte ihn mein Vorgehen. Daraufhin knipste, druckte und schrieb er auf meinem Ticket. Aber wirklich schade, dass es keine Ticketautomaten in den Zügen gibt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 09:10:07
Lutz: Ich habe deine Äußerungen zu den Geschwindigkeiten nicht vollends verstanden. Kannst du ggf. nochmal klarer und volkstümlicher sagen, warum so langsam gefahren wird?

Wenn ich richtig sehe, wird also im Tunnel wohl selten 60 oder gar 80 km/H gefahren werden und 40 sind das Maximum?

Zu den DFI-ähnlichen Anzeigen, Radler: Sie zeigen die starre Abfahrt an und nach meinen Beobachtungen steht hinter den Abfahrten, die mit Verzögerung fahren, der Hinweis auf die Verspätungen.
Komisch finde ich, wenn angezeigt wird, dass der einfahrende Zug "wenige Minuten später" fährt, wenn eine Verspätung von max. 2 Minuten da ist. Das zeigt ein eher falsches Bild, nämlich: Unzuverlässigkeit. Ist für mich überflüssig.

Dass am Bayr. Bf. die automatische Stationsansage (wenn auch noch fehlerhaft) in Dauerschleife tönt ... weiß nicht ob das zu viel des Guten ist.

Nach meinem Gefühl ist die Relation Halle = Leipzig derzeit der Verlierer der  /S-Bahn: Unterschiedliche und oft kleinere Gefäßgrößen als vor dem neuen System. Wenn eine  /S-Bahn nur bis Schkeuditz (aus Halle) fährt ist das sinnfrei. Wie weit ist denn die  /SL.011 von der Station entfernt? Schön wäre es, wenn diese  /S-Bahn wenigstens bis Hbf hoch fahren würde. Aber mglw. kollidiert das mit dem eingleisigen Korridor zw. Gohlis und Hbf?

Was die MDR-Station angeht: Schau'n wa mal. So lange es dort keine sinnvolle Verknüpfung mit Buslinien gibt, wird sich nicht viel ändern, mutmaße ich.

Haltepunkte Hbf: Da muss zunächst nicht viel kommuniziert werden. An den Anzeigen steht meist, sie hält (bei Solo-Fahrten) zwischen B und C. Die eine hält eher in B, die andere eher in C bis D. Kommuniziert werden muss das an die Fahrer.

Dass es keine Ticketautomaten im Zug gibt ist wirklich doof!

Übrigens sah ich gestern auch Kontrolleure in einer  /S-Bahn. Also keine Zugbegleiter sondern Kontrolleure, so wie bei den LVB, zwei bullige Männer, Typ Security.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 17.12.2013, 09:37:21
Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?
In der Station Wilhelm-Leuschner-Platz ging zumindest bei Vodafone kein UMTS sondern nur GPRS.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 17.12.2013, 09:46:42
Klaro, der  /S-Bahn MDR leidet unter der richtigen Anbindung. Da musste man kein Hellseher sein, ein 20 Minuten-Takt ist von Seiten der LVB einfach peinlich, wenn unten alle paar Minuten 'ne  /S-Bahn angedüst kommt und man die Ost-West-Schnittpunkt-Lage dieses Haltepunktes noch mit berücksichtigt.
Als ich mich gestern morgen dort in der Nähe befand, kamen mir gefühlt 8 mal mehr Leute zu Fuß entgegen als sonst. Wohin die nun alle wollten, kann nur vermutet werden, ich denke mal ein Teil arbeitet beim MDR.

Zum Tunnel bzw. den Stationen: Was durchaus anziehend wirken dürfte ist neben der Takt-Attraktivität (zumindest auf den Bündelungsabschnitten) auch ein gewisser Schutzfaktor vor Wind, Regen und Kälte.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 09:51:59
Zum Tunnel bzw. den Stationen: Was durchaus anziehend wirken dürfte ist neben der Takt-Attraktivität (zumindest auf den Bündelungsabschnitten) auch ein gewisser Schutzfaktor vor Wind, Regen und Kälte.
Ohja! Und im Sommer dürfte es unten etwas kühler sein als oben, in den Bahnen sowieso.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 17.12.2013, 10:21:09
Heute früh das gleiche Bild wie gestern: Jede S-Bahn leicht verspätet, die S5er von Süden kommend heftig verspätet (+15) und nur 3+3, also zu klein für den Berufsverkehr.
Die mehrzeilige Anzeigedarstellung wurde gegenüber gestern verändert, heute wurde die Reihenfolge des Eintreffens versucht, anzuzeigen (reichte nur nicht, es kam noch mehr Verspätung dazu). Am Bayerischen Bf sind bei diesem Anzeigemodus sind die Gleisnummern nicht mehr lesbar. Nur die Blech-Else erzählt ständig was von Gleis 1 oder 2, keine Chance, das nachzuvollziehen. Echteiten werden weiterhin nicht gegeben.

Da gemäß Lutz‘ Ausführungen ein Zwangsschließen nicht möglich ist, sehe ich nur in einer menschlichen Aufsicht eine zukunftssichere Lösung, mindestens für Tage mit planbaren großen Andrang (Veranstaltungen etc.)

Auch sollte über die schnelle Nachrüstung mit Bahnsteigabschnitten am Markt, WLP und Bayer. Bf. nachgedacht werden, damit Haltepositionen angezeigt werden können und in etwa die Leute ihre richtige Stelle finden. Ist es erlaubt, diese Position (wenn flexibel) wie ein Signal auf dem Lokführer anzuzeigen, sozusagen als Bremsempfehlung? Sonst ningeln doch jahrelang die Ämter herum, was erlaubt oder genormt sein soll und was nicht.

Krönung und Gag des Tages ist die heute per Lokalgazette verbreitete Aufforderung / Ankündigung von bestellenden Zweckverband: "Wir werden die Bahn bitten, bis Jahresende längere Züge mit bis zu 400 Sitzplätzen einzusetzen"  hahahaha, in welchem Lokschuppen hat er die denn hinterlegt??  

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 10:24:42
Es gibt doch bei der Bahn auch die "H"-Schilder, weiß auf schwarz (oder bei der Bahn umgedreht?). Wenn solche "H"-Schilder stehen und drunter als Ergänzung, für welche Zuglänge dies gilt?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 17.12.2013, 10:41:44
^^ vollkommen richtig. Ich dachte nur gleich daran, dass an den Anzeigern das Zugsymbol wie ein Zug gestreckt wird und nicht als verbogener Knubbel einer Bildstörung ähnlich sieht und damit der Haltebereich angezeigt werden kann. Das muss der Lokführer ja vorher auch wissen, sonst gibts Gejohle oder Gelächter.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 10:50:57
Insbesondere die Station Markt war am gestrigen Abend in der Tat sehr gut gefüllt (sicher dem Weihnachtsmarkt geschuldet), am Hauptbahnhof befanden sich durchaus viele Wartende aber nicht übermäßig viele (Grund für die Anzahl, den Gesprächen nach zu urteilen, v.a. das Warten auf teils 15 Minuten verspätete S-Bahnen, sonst wäre es wohl leerer gewesen), an den anderen Stationen befanden sich einzelne Wartende aber nicht allzu viele.

Derzeit animieren die fast bei jeder 2. S-Bahn vorhandene Verspätung auch nicht gerade, darauf umzusteigen, wenn man nicht trotz Verspätung deutliche Zeitvorteile hat. Hier muss dringend nachgebessert werden (zumindest soweit zeitnah möglich, eine Einführung von ETCS entweder als Level 2 oder mit Radio Infill zur Verdichtung der Zugfolge würde sicher 2 Jahre dauern, ebenso eine Nachbestellung von Triebfahrzeugen, von den Kosten durch nachträgliche Installation leider ganz abgesehen), zumal man damit niemanden zum Umstieg auf ÖPNV/SPNV lockt. Mehrere autofahrende Kollegen aus dem Umland, die diese Option im Auge hatte, haben sie ob der Fahrplanunregelmäßigkeiten verbunden mit meist vorhandenem Umsteigezwang aus Eis gelegt bzw. wurden darin bestärkt, "dass ÖPNV doch totaler Mist ist".

@passagier  (Beitrag #121)  Die „DFI-ähnlichen“ Anzeiger (zumindest in deren Modus) auf den CTL-Bahnsteigen sind der letzte Verwirrungsmüll. Weil sie Wunsch (=Soll) und nicht Wirklichkeits (=Ist)Zeiten abbilden, unbrauchbar, wo heute jeder Zug Abweichungen hatte. Erst im letzten Moment der tatsächlichen Ankunft erfährt man, dass er nun endlich da ist. Schlechter geht’s nimmer!
Die Anzeigevariante mit den nächsten 4 Abfahrten (tolle Sache!) sollte dringend um die Anzeige der Verspätungsminuten oder voraussichtlich wirklichen Abfahrszeit erweitert werden (derzeit die wichtigste Info daran!)
Schön wäre es auch, am Südzugang Hauptbahnhof eine Anzeigetafel mit den nächsten Abfahrten äquivalent zum Zugang vom Querbahnsteig aufstellen / in die Wand zu montieren.

Hier mein persönliches Highlight des Tages. SO und zwar SO und immer SO muss das an allen neuralgischen und geeigneten Punkten installiert werden! Klasse!
(http://abload.de/thumb/sam_4060btjxic.jpg) (http://abload.de/image.php?img=sam_4060btjxic.jpg)
Unbedingt, zumindest deutlich sichtbar an/vor allen Zugängen zu CTL-Stationen und allen wichtigen Halten im Umland!

Tickets kann man auch online kaufen mit easyGo. Wie sieht es da eigentlich mit Empfang im Tunnel aus?
Ich hatte heute im Tunnel keinen Empfang, weder UMTS noch EDGE via Vodafone, allerdings in einem durchfahrenden Hamster.

Die Ansagen waren / sind auch falsch.
Vom Süden her kommend wird am Markt der Umstieg zum Fernverkehr und diversen Buslinien angekündigt?!

Nein, es ist eine Gnade, daß dieser - sorry - Informationsmüll weggelassen wird.
Wem sagst du das. Von der ellenlangen Ansage, doch bitte allerhöflichst in das Fahrzeug durchzutreten etc. (das kann man in einem Drittel der Zeit und dabei v.a. viel prägnanter sagen - und das ohne unhöflich zu werden) bis zur neuen Leipziger Variante von "Mind the gap" (zum Glück bis auf die S4 im Norden und S5 im Süden vermutlich selten anzuhören), hier wird manchmal noch zu viel belangloses durchgesagt (und dafür oft zu viel wichtiges nicht durchgesagt oder geht dabei unter).

Erfreulicherweise ist das Zwangsschließen bei nicht vollständig einsehbaren Türen im Regelbetrieb verboten. Voll einsehbar ist im Tunnelbereich gar nichts, im Bahnsteigbereich/Außenbogen nicht mal beim Solo-Dreier. Reversieren die Türen im Rahmen des Zwangsschließens und können beim direkt folgenden Schließversuch nicht erfolgreich schließen (weil immer noch ein Idiot sein Handy aus dem Zug für ein "Foto" auf den Bahnsteig hält, gafft oder es tatsächlich zum Stau im Türbereich kommt), geht die betreffende Tür auf Störung. Eine beliebige Wiederholung des Vorgangs wie beim Dosto (kurzzeitige erneute Freigabe/Rücknahme, alles beginnt von vorne) ist beim Hamster aus Sicherheitsgründen (Schiebetritte) nicht vorgesehen, die Tür muß dann von Hand/vor Ort "geheilt" werden. Ist sie recht weit hinten, kostet das schon mal zusätzliche 6-8 min. Welche Alternative ist die bessere?
Nicht so einen Unsinn zu verzapfen (= keine Türstörung dadurch zu verursachen, sondern das ganze dann eben nochmal versuchen zu können), sollte softwaretechnisch doch bestimmt machbar sein, ohne den ganzen Hamster neu zu bauen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 17.12.2013, 11:04:18
Ich würde mal sagen, dass sich die Verspätungen verringern würde wenn nicht ständig diese Spaltüberbrückung ausfahren würde.
Die Zeiten die der Zug steht und keiner Ein-/Aussteigen kann weil dieses Ding noch Ausfahren muss empfinde ich als zu lang. Und um dann wieder loszufahren dauerts auch wieder bis das Teil wieder drin ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 11:08:02
^ Es verhindert zumindest die technisch angeblich mögliche Zugfolge im Abstand von 2 Minuten (neben dem PZB-bedingten Geschleiche).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 17.12.2013, 11:47:27
Oh, so viele Fragen und in einer knappen Stunde muß ich schon wieder Hamstern ...  ;)

Es gibt doch bei der Bahn auch die "H"-Schilder, weiß auf schwarz (oder bei der Bahn umgedreht?). Wenn solche "H"-Schilder stehen und drunter als Ergänzung, für welche Zuglänge dies gilt?
Im Tunnel (wie an vielen Stellen überhaupt) ungeeignet. Das Überfahren der H-Tafel wird als Signalverfehlung geahndet, seit einiger Zeit ahndet das EBA aber auch das nicht genügend weite Heranfahren an die H-Tafel. Publikumsfreundliches Halten war gestern. Um der Kombination 2x 4er zu genügen, müßte die H-Tafel schon hinter der Station im neuen Tunnelabschnitt stehen - soll der Dreier wirklich auch so Halten?!? Daher wurde in den letzten Jahren sogar versucht, betrieblich nicht unbedingt notwendige H-Tafeln abzubauen statt immer neue aufzustellen.
Damit Solo-Wagen in etwa passend Halten (zwischen den Treppen ist m.E. immer passend), wurden rechts neben den Gleisen zwei kleine gelbe Knubbel einbetoniert, die als (ohne Sanktionen überfahrbare) Orientierungshilfe dienen sollen, wo die Zugspitze beim Solowagen idealerweise stehen sollte.
Einige Anmerkungen dazu: Was man beim Ablaufen der Strecke gut sieht, ist aus dem Hamster-Führerstand schlichtweg unsichtbar. Das weit vor dem Arbeitsplatz liegende und relativ kleine Frontfenster ermöglicht allenfalls einen "Tunnelblick". Die seitliche Orientierung durch die kleinen Türfenster ist ein Witz. Ich kenne kein Triebfahrzeug mit schlechteren Sichtverhältnissen als den Hamster, die Dampflok und die V75 mit Motor voraus mal ausgenommen, aber da war die Seitensicht wenigstens optimal. In der Praxis wird das so aussehen: Irgendwo erstmal anhalten, wenn Zeit ist, auf der bahnsteigabgewandten Seite aus dem offenen Seitenfenster die Knubbel suchen, checken, in welcher Höhe diese sein könnten, auf der Bahnsteigseite eine passende "Merkmarke" suchen (und merken!), die zukünftig als Haltehilfe dienen könnte. Besser wären Haltehilfen mit signaltechnisch unverfänglichen Aufschriften (z.B. "Solo") als seitliche Hilfe an der Tunnelwand oder als Schild quer zur Fahrtrichtung aufgeständert (gibt es auf den Hbf z.B. für ICE), sieht man das Schild aus dem Seitenfenster, ist die Halteposition ideal. Diese Vorschläge wurden im Vorfeld gemacht, waren aber aus Designersicht undurchsetzbar ("Verschandeln" der wunderbaren Architektur). Es wird also noch einige Zeit dauern, bis alle eingesetzten Tf ihre individuellen Haltemarken gefunden haben, wobei da über die Jahrzehnte der Berufserfahrung jeder seinen eigenen Stil entwickelt hat.

Zur Streckenkenntnis im Tunnel: Die wenigsten nun eingesetzten Kollegen waren wirklich in den Testbetrieb involviert, vielleicht 20% der Belegschaft konnten da schon eigene Eindrücke sammeln. Übrigens verhalten sich leere Hamster bremstechnisch ganz anders als voll ausgelastete Wagen, aber das Thema der E-Bremse hatten wir ja schon einmal. Die meisten Tf hatten ein- bis zweimal die Gelegenheit, im völlig überfüllten engen Führerstand (außer im 612 ist nirgendwo so wenig Platz wie im Hamster "ganz vorn", da ist eine V15 noch ein Tanzsaal) mit seinem ohnehin mäßigen Sichtpotential die Strecke abzufahren, die restliche Streckenkenntnis wurde durch Ablaufen der Tunnel und das Videoverfahren abgearbeitet. Meine Videos (real natürlich zeitgemäße CD/DVD) zeigten die Strecke noch vor dem Testbetrieb mit ausgekreuzten/noch gar nicht vorhandenen Signalen, die Indusimagnete lagen noch lose neben dem Gleis oder im Bahnsteigbereich noch auf der Europalette ... Die Lage der Magnete (gerade der 500er) ist aber wichtiger, als hintereinander 12 mal auf die trostlosen Tunnelwände und die wunderbare Architektur der Stationen zu starren ...

Auch sollte über die schnelle Nachrüstung mit Bahnsteigabschnitten am Markt, WLP und Bayer. Bf. nachgedacht werden, damit Haltepositionen angezeigt werden können und in etwa die Leute ihre richtige Stelle finden. Ist es erlaubt, diese Position (wenn flexibel) wie ein Signal auf dem Lokführer anzuzeigen, sozusagen als Bremsempfehlung? Sonst ningeln doch jahrelang die Ämter herum, was erlaubt oder genormt sein soll und was nicht.
Radler, obige Ausführungen hierzu auch für Dich. Wärest Du in der Lage, noch einmal einen Anlauf mit dem entscheidenden politischen Druck für die beschriebenen Schilder als Haltehilfen (statt der grottigen "Knubbel") zu starten? Wenn da nur ein "kleiner Mitarbeiter" ohne direkten Ansprechpartner "ganz oben" kommt, ist der geballten Designerarroganz garantiert nicht beizukommen.

Krönung und Gag des Tages ist die heute per Lokalgazette verbreitete Aufforderung / Ankündigung von bestellenden Zweckverband: "Wir werden die Bahn bitten, bis Jahresende längere Züge mit bis zu 400 Sitzplätzen einzusetzen"  hahahaha, in welchem Lokschuppen hat er die denn hinterlegt??
Selten so gelacht. Man könnte ja einige Silberhamster in die Röhre tragen, gibt es schon im Maßstab 1:87 oder 1:120 ...
Kleine Info: Derzeit werden durch komplizierte Fahrplangefüge mehr Hamster vorgetäuscht, als wirklich vorhanden. Was hier nach ersten Eindrücken verstärkt und geschwächt wird (übrigens dank nicht immer störfreiem Kuppeln auch eine Ursache für Verspätungen), nur damit mehrmals Traktionen durch die Röhren rollen können, war für selbst für mich überraschend. Im Einzelfall werden sogar Leerzüge mit v max über den Güterring gejagt, um in der Gegenrichtung nochmals in Lastrichtung verstärken zu können (eindeutig Fahrzeugmangel), die Übergänge und Zeitreserven sind dabei so knapp bemessen, daß die aktuellen Verspätungen häufig das Ganze voll in die Hose gehen lassen. Nicht nur die Fahrzeuge müssen zeitlich passend vor Ort sein, es sind auch Ablösezeiten und Lenkzeiten der Personale u.v.a.m. zu beachten. Wie soll man einen Wagen "ausklinken", wenn der Kollege, der diesen übernehmen soll, noch auf irgend einem anderen verspäteten Zug sitzt? Zumal Ausweich- und Abstellgleise bekanntlich äußerst rar gesät sind und die rangierenden Fahrzeuge eigentlich permanent irgdwem im Weg stehen.

Zum Vergleich: Würde die LVB-Linie 7 immer pünktlich fahren, wenn (nur damit im "Kernbereich" über den Hauptbahnhofsvorplatz stets schöne Leo-Traktionen fahren) immer am Johannisplatz und am Waldplatz geschwächt/verstärkt würde, weil für die Außenstrecken gerademal die Solowagen reichen? Die abzuhängenden/beizustellenden Wagen müßten natürlich in der Betriebskurve am Waldplatz und der Schleife Rabensteinplatz stehen, weil zusätzliche Aufstellgleise sind schließlich zu teuer ...

Lutz: Ich habe deine Äußerungen zu den Geschwindigkeiten nicht vollends verstanden. Kannst du ggf. nochmal klarer und volkstümlicher sagen, warum so langsam gefahren wird?
Gern, aber aus Zeitgründen später. Ich werde es aber nicht vergessen ...

Wenn ich richtig sehe, wird also im Tunnel wohl selten 60 oder gar 80 km/H gefahren werden und 40 sind das Maximum?
Nein, so nun auch wieder nicht. Wenn im Vorfeld aööes frei ist, sind zumindest zwischen WiLeu und Bay. Bf schon mal 80 drin. Anderswo aber eher nicht, die Physik läßt sich nun mal nicht übertölpeln. Auch dazu später mal mehr, jetzt wartet der Hamster ...

Grüße Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 12:00:24
Kleine Info: Derzeit werden durch komplizierte Fahrplangefüge mehr Hamster vorgetäuscht, als wirklich vorhanden. Was hier nach ersten Eindrücken verstärkt und geschwächt wird (übrigens dank nicht immer störfreiem Kuppeln auch eine Ursache für Verspätungen), nur damit mehrmals Traktionen durch die Röhren rollen können, war für selbst für mich überraschend. Im Einzelfall werden sogar Leerzüge mit v max über den Güterring gejagt, um in der Gegenrichtung nochmals in Lastrichtung verstärken zu können (eindeutig Fahrzeugmangel), die Übergänge und Zeitreserven sind dabei so knapp bemessen, daß die aktuellen Verspätungen häufig das Ganze voll in die Hose gehen lassen. Nicht nur die Fahrzeuge müssen zeitlich passend vor Ort sein, es sind auch Ablösezeiten und Lenkzeiten der Personale u.v.a.m. zu beachten. Wie soll man einen Wagen "ausklinken", wenn der Kollege, der diesen übernehmen soll, noch auf irgend einem anderen verspäteten Zug sitzt? Zumal Ausweich- und Abstellgleise bekanntlich äußerst rar gesät sind und die rangierenden Fahrzeuge eigentlich permanent irgdwem im Weg stehen.

Fettes "Danke" an dich! Insofern frage ich mich dann noch mehr als bis grade eben, welchen Sinn die S1 Messe - Stötteritz in messefreien Zeiten hat. Eine Verstärkung der Relation Bayr. Bf - Hbf scheint mE nur nötig zur Tunneleröffnung und viell. zum Weihnachtsmarkt. Und natürlich zur Messe, wenn eine statt findet. Für mich sind das vergeudete Ressourcen, die dazu dienen, einen schönen 5-Minuten-Takt vorzumachen. Das sage ich als jemand, der als einer der wenigen innerstädtischen Stötteritz - Zentrum-Fahrer mit 10 Minutentakt davon profitiert.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 12:09:59
Haltemarken: gibt es nicht die Möglichkeit von Leuchtanzeigern, wie sie beim Fernverkehr gern Verwendung finden (diese diagonalen Striche)? Bzw. würde denn das EStW die Zugkonfiguration kennen und den passenden ansteuern können?

Kleine Info: Derzeit werden durch komplizierte Fahrplangefüge mehr Hamster vorgetäuscht, als wirklich vorhanden.
Sind eigentlich alle bestellten Hamster voll im Betrieb? Oder fehlen noch welche bzw. gibt es erste Ausfälle?
Wie sollen gegen Ende des Jahrzehnts dann eigentlich überhaupt die Hauptuntersuchungen klappen, da fällt jeder einzelne Hamster ja sicherlich mehrere Wochen aus. Und gibt es Optionen zur Nachbeschaffung, falls das S-Bahn-Netz wirklich regen Zuspruch ernten sollte?

Nein, so nun auch wieder nicht. Wenn im Vorfeld aööes frei ist, sind zumindest zwischen WiLeu und Bay. Bf schon mal 80 drin. Anderswo aber eher nicht, die Physik läßt sich nun mal nicht übertölpeln. Auch dazu später mal mehr, jetzt wartet der Hamster ...
Ich bin jetzt 4 Mal im Regelbetrieb selbst durch den Tunnel gefahren und habe am Hbf, WLP, Bayer. Bf. und MDR mal den Zugverkehr beobachtet. Außer am MDR südwärts wurde bisher die nachfolgende Strecke immer erst bei Einfahrt des Zuges frei gegeben, d.h. der Zug ist noch gegen ein Halt zeigendes Hauptsignal eingefahren.

Fettes "Danke" an dich! Insofern frage ich mich dann noch mehr als bis grade eben, welchen Sinn die S1 Messe - Stötteritz in messefreien Zeiten hat. Eine Verstärkung der Relation Bayr. Bf - Hbf scheint mE nur nötig zur Tunneleröffnung und viell. zum Weihnachtsmarkt. Und natürlich zur Messe, wenn eine statt findet. Für mich sind das vergeudete Ressourcen, die dazu dienen, einen schönen 5-Minuten-Takt vorzumachen. Das sage ich als jemand, der als einer der wenigen innerstädtischen Stötteritz - Zentrum-Fahrer mit 10 Minutentakt davon profitiert.
Die würden durchaus auch außerhalb der Messezeiten Sinn machen, wenn denn der Rest vernünftig liefe. Aber derzeit ist es nur Schmuck einen ansonsten eher chaotischen Zustand.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 12:13:35
Die würden durchaus auch außerhalb der Messezeiten Sinn machen, wenn denn der Rest vernünftig liefe.
Inwiefern? Ich kann mir das grad nicht vostellen. Wieviele Fahrzeuge fahren diese Relation? Eins? Zwei? Diese Triebwagen statt dessen für einen Trakt auf einer Strecke anzubieten, die deutlich mehr Zuspruch hat...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 12:22:32
Inwiefern? Ich kann mir das grad nicht vostellen. Wieviele Fahrzeuge fahren diese Relation? Eins? Zwei? Diese Triebwagen statt dessen für einen Trakt auf einer Strecke anzubieten, die deutlich mehr Zuspruch hat...
Ich finde den angedachten 5-Minuten-Takt im Tunnel schon recht wichtig, evtl. hätte man aber bis Ende 2015 eine der anderen Linien auf einen 15-Minuten-Takt verstärken können (z.B. eine S3 bis Schkeuditz o.dgl.). Generell finde ich einen dichteren Takt, sofern möglich und praktisch dann auch durchgezogen, wichtiger als doppelte Gefäßgrößen bei größeren Taktabständen (z.B. alle /S-Bahn im stabilen 20-Minuten-Takt wäre ein Traum).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Marcel Dreiling am 17.12.2013, 12:42:40
Was bei der "Schleichfahrt" im Tunnel durchaus noch relevant sein kann, ist das Stellwerk. Schaut euch einmal die Signalbezeichungen der Zwischensignale an. Da kann man feststellen, das der gesamte Tunnel als Bahnhofsgleis zum Hbf gehört. Das bedeutet für die Fahrstraßen, sie werden per Hand eingestellt. Selbstblock ist nicht möglich. Hier muss der Fdl. also ständig hinterher sein. Ein wenig Ablenkung genügt, und schon gibts ein wenig später ein freies Signal.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 13:09:44
^ Bewirkt die organisatorische Einordnung der Tunnelstrecke als Bahnhofsgleis des Hauptbahnhofes zwingend auch technisch, dass kein Selbstblock installiert werden kann?

Bin ich gedanklich so untechnisch (als Softwareentwickler), um zu verstehen, warum man (a) keinen Selbstblock und genau genommen (b) keine automatische Richtungssteuerung an Hand einer Zugkennung (äquivalent LVB-RBL) durch die Computer der Betriebszentrale durchführen lassen kann?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 17.12.2013, 13:16:38
Wurden eigentlich schon Triebwagen für MDSB II bestellt? Sind ja auch nur noch zwei Jahre bis es los geht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 13:18:27
Ich finde den angedachten 5-Minuten-Takt im Tunnel schon recht wichtig, evtl. hätte man aber bis Ende 2015 eine der anderen Linien auf einen 15-Minuten-Takt verstärken können (z.B. eine S3 bis Schkeuditz o.dgl.). Generell finde ich einen dichteren Takt, sofern möglich und praktisch dann auch durchgezogen, wichtiger als doppelte Gefäßgrößen bei größeren Taktabständen (z.B. alle /S-Bahn im stabilen 20-Minuten-Takt wäre ein Traum).

Sag das mal denjenigen, die in der S5 fahren oder in der S4.  ::) Ich habe den Verdacht, die Relation Stötteritz-Messe ist eine Prestigelinie, um eben die 5'-Präsenz/ Taktung hinzubekommen. Das Fahrpersonal kann sich auf wenig Arbeit (mangels Fahrgäste) und relativ großen Wendezeiten (im Verhältnis zur Fahrzeit) freuen. Wenn dann noch die Bahn bis Hbf hoch eingekürzt wird... Eine Luxuslinie als Prestige? Das auch noch bis 22 Uhr? Vielleicht ja auch "nur" ein halbes Jahr lang, so lange die Eröffnungseuphorie da ist.

Ich finde an sich den 5'-Takt ja auch gut, vor allem für die Akzeptanz. Nur ist der Tunnel vor allem für das Umland da und in zweiter Linie für den innerstädtischen Verkehr. Die Frage ist nur, zu welchem Preis dieser Takt erreicht wird.
Aber gut, ist ja erst der 3. Tag.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 17.12.2013, 13:34:46
^ Bewirkt die organisatorische Einordnung der Tunnelstrecke als Bahnhofsgleis des Hauptbahnhofes zwingend auch technisch, dass kein Selbstblock installiert werden kann?

Bin ich gedanklich so untechnisch (als Softwareentwickler), um zu verstehen, warum man (a) keinen Selbstblock und genau genommen (b) keine automatische Richtungssteuerung an Hand einer Zugkennung (äquivalent LVB-RBL) durch die Computer der Betriebszentrale durchführen lassen kann?

Selbstblock gibt es nur auf der freien Strecke. Beim ESTW wird Selbstblock jedoch kaum angewendet. Dort kommt dann eher Zentralblock zum Einsatz.
Der technische Unterschied besteht darin, dass Selbstblocksignale in Grundstellung "Fahrt" signalisieren, während Zentralblocksignale in Grundstellung "Halt" zeigen und durch das "Auf-Fahrt-stellen" des letzten Ausfahrsignales eines Bahnhofes angesteuert werden.
Betrieblich unterscheiden sie sich durch unterschiedliche Mastschilder, Selbstblock weiß-gelb-weiß-gelb-weiß, Zentralblock weiß-rot-weiß. Daraus ergeben sich unterschiedliche Regeln für das Vorbeifahren am "Halt" zeigenden oder gestörten Signal.

Aber zurück zum Citytunnel. Der Tunnel ist tatsächlich komplett Bahnhofsbereich. Das heißt aber nicht, dass alle Signale vom Fahrdienstleiter per Maus manuell gestellt werden. ESTW arbeiten mit Zuglenkung über eine sogenannte Gleisbenutzungstabelle.
In diese Tabelle werden alle Züge eingetragen. Für jeden Zug sind dort alle Signale an denen er vorbeifährt aufgelistet. Und jedes Signal kann auch über die Zuglenkung angesteuert werden. Dazu können für jedes Signal Informationen wie Abfahrtszeit oder Vorzugszüge (also Züge, die laut Fahrplan vor diesen Zug fahren müssen, das Signal kommt nur auf Fahrt, wenn der Vorzugszug bereits gefahren ist) eingegeben werden. Dadurch, dass alle Hauptsignale am Fahrweg aufgeführt sind, ist natürlich der Fahrweg vorgegeben.

Natürlich kann man jedes Signal auch manuell stellen. Und natürlich lässt sich die Zuglenkung an jedem Signal oder auch für einen ganzen Bereich ausschalten. Aber prinzipiell ist ein automatischer Zugbetrieb möglich. Die andere Frage ist die, ob es im Citytunnel erlaubt ist.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 17.12.2013, 14:10:22
Nur ist der Tunnel vor allem für das Umland da und in zweiter Linie für den innerstädtischen Verkehr.

Das wird vielleicht so dargestellt. Aber die Anbindung des Umlandes an Leipzig gabs doch auch vorher schon.
Von daher besteht der Mehrwert trotz anderer Vermarktung ("S-Bahn Mitteldeutschland" statt SBL, sicher auch politisch und finanziell begründet) des neuen S-Bahn-Netzes meines Erachtens mehr auf Seiten der Einwohner Leipzigs und direkt angrenzender Gemeinden.
Von daher begrüße und befürworte ich verspätungsresistentere Strecken wie Messe <-> Stötteritz, also innerstädtische  /S-Bahn -Linien, in Ergänzung zu den vermischten und verspätungsanfälligen Regio- /S-Bahn-Bahnen wie  /S-Bahn 5.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 17.12.2013, 14:28:57
Wurden eigentlich schon Triebwagen für MDSB II bestellt? Sind ja auch nur noch zwei Jahre bis es los geht.

Hallo,

ich kann die Frage nicht beantworten. Aber lt. Aushangfahrplan am Bahnhof Messe fährt die S2 bereits nach Dessau. 11:14, 13:14, 15:14 nur um mal Beispiele zu nennen. Ist letztenendes die RB 54 aber der Fehler ist schon klasse.
Am Bahnhof Messe wird im übrigen unten an der Infoanzeige nur ein kleines "s" gezeigt und nicht die Liniennummer.

MfG
dor Jörsch
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 17.12.2013, 14:30:18
@WTL: Einspruch Euer Ehren! Die Versorgung des Umlands hat durch den Tunnel deutlich an Qualität gewonnen: keine Stadtrundfahrt mehr für die Fahrgäste aus dem Süden, dichtere Takte auf vielen Außenästen, direkte Erreichbarkeit vieler innerstädtischer Ziele ohne noch in die Staßenbahn wechseln zu müssen. Für uns Städter wurder der Tunnel nicht gebaut. In aller Regel werden wir ja auch mit Bus und Straba schneller und häufiger bedient.
Da kommt es ganz entscheidend auf die Gesamtwegezeit an: Ich wohne in der Nähe vom S-Bf Möckern. Natürlich habe ich das mit der S1 jetzt auch mal ausprobiert. Aber solange direkt vor meiner Nase auf der Georg-Schumann-Str. alle 5 Minuten eine Straßenbahn fährt (ich kann also einfach immer zur Haltestelle gehen und gleich kommt was), wieso sollte ich dann bis zu 30 Minuten auf die nächste S1 warten?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 14:33:58
Von daher begrüße und befürworte ich verspätungsresistentere Strecken wie Messe <-> Stötteritz, also innerstädtische  /S-Bahn -Linien, in Ergänzung zu den vermischten und verspätungsanfälligen Regio- /S-Bahn-Bahnen wie  /S-Bahn 5.
Ich auch! Aber wie gesagt, unter der Prämisse, dass anderswo die Fahrzeuge knapp sind und Züge nicht bedarfsgerecht gebildet werden können oder könnten...

Letztlich könnte, um der Logik zu folgen, die LVB eine Ring- /TRAM einsetzen, um einen dichten Innenstadttakt zu gewährleisten, und zwar auf dem gesamten Ring, vor allem auf dem Abschnitt Neues Rathaus-Goerdelerring, damit dort ein 5'-Takt herrscht. Grundsätzlich würde ich auch dort einen 5'-Takt begrüßen, aber keine Ringbahn, die eher heiße Luft befördert, statt andernorts den Fahrzeugmangel lindern zu helfen.
Und eine  /S-Bahn ist nunmal vor allem für den Großraum interessant. Wie gesagt: Diese S-Bahn verbessert nur den Takt im Tunnel, eine andere Funktion hat sie nicht.

Bin auch gespannt, wie das sein wird, wenn die Triebwagen zur HU müssen, zumal ja alle auf einen Schlag hin müssten? Vielleicht schafft man das ja bis zum MDSB II und kann als Ersatz die zweite Fahrzeugserie als Ersatz einsetzen, bevor MDSB II in Betrieb geht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 17.12.2013, 14:44:31
Für uns Städter wurder der Tunnel nicht gebaut. In aller Regel werden wir ja auch mit Bus und Straba schneller und häufiger bedient.
(...)
Da kommt es ganz entscheidend auf die Gesamtwegezeit an: Ich wohne in der Nähe vom S-Bf Möckern. Natürlich habe ich das mit der S1 jetzt auch mal ausprobiert. Aber solange direkt vor meiner Nase auf der Georg-Schumann-Str. alle 5 Minuten eine Straßenbahn fährt (ich kann also einfach immer zur Haltestelle gehen und gleich kommt was), wieso sollte ich dann bis zu 30 Minuten auf die nächste S1 warten?

Den (ueberlagerten) 5'-Takt bieten die LVB aber nicht ueberall an. Weite Gebiete in 110 werden mit einem 10'-Takt gequaelt.

Fuer meine Wegstrecken habe ich schon jetzt erheblich von den Stationen des CTL profitiert. Hach, kein doofes Rumstehen mehr am Bayrischen Platz oder am Leuschnerplatz! Diese ewigen Minutenluecken, die es selbst dort immer gibt, sind jetzt fuer mich vorbei.

Echt peinlich, dass ausgerechnet  /HS MDR nur im 20'-Takt bedient wird. Diese Station haette fuer die Suedvorstaedter und Connewitzer in der Gegend ums Kreuz herum ein Knaller werden koennen. - Dann eben gute Nacht, LVB!
 

 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 17.12.2013, 14:59:29
Wird wie die Umsteigemöglichkeit  /S-Bahn <-> (umgeleitete) /BL.060 genutzt?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 17.12.2013, 15:17:21
Echt peinlich, dass ausgerechnet  /HS MDR nur im 20'-Takt bedient wird. Diese Station haette fuer die Suedvorstaedter und Connewitzer in der Gegend ums Kreuz herum ein Knaller werden koennen. - Dann eben gute Nacht, LVB!

Die Prioritäten liegen halt in Bereichen wie Werbeansagen für unnütze Firmen, statt sich auf das eigentliche Kernthema, die Mobilität zu fokussieren. Verrückt!

Ich mags kaum glauben, aber die LVB begreifen das S-Bahn-Netz aktuell scheinbar tatsächlich mehr als Risiko, denn als Chance. Auf der Homepage sind neben eigenen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem CTL keine Extra-Glückwünsche oder gar ein Special für das neue S-Bahn-Netz zu finden. Sowas hätte ich mir von der Unternehmenskommunikatio n erwartet!

Für eine aufstrebende Stadt mehr als peinlich und schwach! Dabei ist doch nicht die S-Bahn das Konkurrenzprodukt, sondern das Auto!
Was hier für fast kostenlose Synergien im Zusammenhang mit dem medial fast schon bis zum Erbrechen berichteten CTL möglich gewesen wären! Stattdessen nur Abwarten und Tee trinken. Nebenbei will man die Fahrgäste noch für dumm verkaufen und aufdringliche Werbung als Service unterschieben.

Wenn hier nicht noch mit attraktiven Maßnahmen gegengesteuert wird, dann wirds in der Tat nix mit 25% Modalsplit!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: eric m am 17.12.2013, 15:19:39
Aber zurück zum Citytunnel. Der Tunnel ist tatsächlich komplett Bahnhofsbereich. Das heißt aber nicht, dass alle Signale vom Fahrdienstleiter per Maus manuell gestellt werden. ESTW arbeiten mit Zuglenkung über eine sogenannte Gleisbenutzungstabelle.
In diese Tabelle werden alle Züge eingetragen. Für jeden Zug sind dort alle Signale an denen er vorbeifährt aufgelistet. Und jedes Signal kann auch über die Zuglenkung angesteuert werden. Dazu können für jedes Signal Informationen wie Abfahrtszeit oder Vorzugszüge (also Züge, die laut Fahrplan vor diesen Zug fahren müssen, das Signal kommt nur auf Fahrt, wenn der Vorzugszug bereits gefahren ist) eingegeben werden. Dadurch, dass alle Hauptsignale am Fahrweg aufgeführt sind, ist natürlich der Fahrweg vorgegeben.

Natürlich kann man jedes Signal auch manuell stellen. Und natürlich lässt sich die Zuglenkung an jedem Signal oder auch für einen ganzen Bereich ausschalten. Aber prinzipiell ist ein automatischer Zugbetrieb möglich. Die andere Frage ist die, ob es im Citytunnel erlaubt ist.
Prinzip richtig erfasst. Praktische Umsetzung in den Röhren: Zuglenkung gibt es nicht. Also muss alles in/aus den/dem Tunnel mit Hand gestellt werden.

Mein Fazit aus Sicht eines "Ampel auf grün"-Stellers (vergangenen Nachtschicht): System wie erwartet extrem störungsanfällig durch kurze Wendezeiten. Dadurch haben schon minimale Verspätungen großen Einfluss auf das ganze System. Gestern Abend brachte ein Reisender das ganze System zum Kippen, heute früh eine technische Störung am ersten Zug aus Richtung weiter Süden. Dass nebenbei auch noch andere Züge fahren, scheint bei der Planung auch vollkommen übersehen worden sein (kann ja auch keiner damit rechnen...).
Auch das Verlegen der PZB-Minen im Tunnel verlangsamt das System zusätzlich (auch wenn die Minen nur machen, was sie sollen). Die fehlenden paar Millionen zur Milliarde hätte man dann auch in Kabel investieren können, damit würde das Ganze wohl etwas runder laufen.
Alles in allem: wie bereits seit Monaten erwartet...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 17.12.2013, 16:48:31
Wird wie die Umsteigemöglichkeit  /S-Bahn <-> (umgeleitete) /BL.060 genutzt?
Eher kaum nach meiner Beobachtung, ich war aber auch nicht zur Spitzenzeit des morgendlichen Berufsverkehrs unterwegs. Da die 60 ebenso meist verspätet fährt und die S-Bahnen nach dem Mond fahren, ist öfters am Haltepunkt auch ein entsprechender Kommentar zu hören - den  meist der dortig stehende Sicherheitsmitarbeiter entgegennehmen darf. Ich habe die 60 zum MDR heute benutzt, gestern passte es laut easy.go mit dem Anschluss nicht bzw. war trotz S-Bahn-Verspätung knapp, bin daher eher losgelaufen, habe aber auf der Brücke nur Ausstieg von jeweils 1-2 Personen gesehen.

Praktische Umsetzung in den Röhren: Zuglenkung gibt es nicht. Also muss alles in/aus den/dem Tunnel mit Hand gestellt werden.
Ein Hoch auf die moderne Technik in den Händen fähiger Entscheider!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: 2101 am 17.12.2013, 16:57:05
Gibt es in den Stationen eigentlich feste Haltepunkte für die Züge ( wie z.B. wie bei der Straßenbahn für den TGZ usw. )? Vorhin kam eine dreiteilige S1 und hielt in der Station Hauptbahnhof gleich an der Einfahrt. Die meisten Leute warteten am anderen Ende. Trägt ja auch nicht unbedingt dazu bei, den Fahrgastwechsel schnell zu vollziehen und kostet unnötig Zeit.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 17.12.2013, 17:04:16
Gibt es in den Stationen eigentlich feste Haltepunkte für die Züge ( wie z.B. wie bei der Straßenbahn für den TGZ usw. )? Vorhin kam eine dreiteilige S1 und hielt in der Station Hauptbahnhof gleich an der Einfahrt. Die meisten Leute warteten am anderen Ende. Trägt ja auch nicht unbedingt dazu bei, den Fahrgastwechsel schnell zu vollziehen und kostet unnötig Zeit.

Lies mal Antwort #164 zwei Seiten weiter vorn. Da steht die Antwort von offensichtlich kompetenter Seite.

Wobei man sich schon fragen kann, warum hier nicht auf bewährtes zurückgegriffen wird: In Berlin und anderswo, ist an der gegenüberliegenden Wand ein schwarz-weißer Streifen mit der Aufschrift "Kurzzug", der den Halteberiech makriert. In der Abfahrsanzeige wird angezeigt, wenn ein Kurzzug kommt, und alle wissen, wo sie sich hinzustellen haben. Bei uns sind halt fast alle Züge Kurzzüge...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 17.12.2013, 18:36:48
Prinzip richtig erfasst. Praktische Umsetzung in den Röhren: Zuglenkung gibt es nicht. Also muss alles in/aus den/dem Tunnel mit Hand gestellt werden.

Da bin ich von den Socken. Normalerweise soll es nur auf eingleisigen Strecken und auf Strecken mit Bahnübergängen keine Zuglenkung geben. Aber irgendwie habe ich ja genau das fast vermutet.
Ich weiß schon, warum ich nicht in die BZ Leipzig will. Da fahre ich lieber nach Baden-Württemberg bzw ab Januar nach München. Ist zwar etwas weiter von zu Hause weg. Aber da kann man das, was die Technik hergibt, auch nutzen
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 17.12.2013, 18:47:11
Ich habe deine Äußerungen zu den Geschwindigkeiten nicht vollends verstanden. Kannst du ggf. nochmal klarer und volkstümlicher sagen, warum so langsam gefahren wird?

Ein Versuch einer vereinfachten, aber hoffentlich verständlichen Erklärung:

Grundprinzip der PZB90 ist, dass an einem Signal, das "Halt erwarten!" (Gelbes Licht) zeigt, auf dem Führerpult die Wachsamkeitstaste betätigt und anschließend die Geschwindigkeit auf unter 85 km/h gedrosselt wird. Wird das nächste Signal "Frei", kann nach einer Wegstrecke von 750m (gemessen ab "Halt erwarten!" zeigendem Signal), die Überwachung durch Betätigen des "Frei"-Tasters aufgehoben werden. Bleibt das Signal "Halt!", liegt ca 250m vor dem Signal völlig losgelöst von irgendwelchen Orientierungsstellen ein weiterer Magnet (500-Hz-Magnet), an dem höchstens 65 km/h möglich sind, die in den nächsten 200m auf 45 km/h reduziert werden müssen. Kommt man nun bei einer wirksamen Überwachung zum Halten, sind anschließend nur noch 45 km/h möglich, ab dem 500-Hz-Magnet sogar nur 25 km/h. Das nennt sich dann restriktive Überwachung, damit soll nach einem Halt am Bahnsteig die Anfahrt gegen ein "Halt!" zeigendes Signal insoweit verhindert werden, dass der Zug noch vor dem etwa 100m nach dem Signal liegenden Gefahrenpunkt zum Halten kommt. Die Einführung der PZB90 in ihrer heutigen Funktionsweise inklusive der restriktiven Überwachung ist die Konsequenz u.a. aus einem schweren Unfall in Rüsselsheim, wo eine S-Bahn am Bahnsteig anfuhr, mit ca. 80 km/h am "Halt!" zeigenden Ausfahrsignal vorbeifuhr und trotz Zwangsbremsung in die Flanke eines verspäteten Zuges aus der Gegenrichtung fuhr.

Bezogen auf den Tunnel bedeutet das Ganze folgendes: Fährt ein Zug am "Halt erwarten!" zeigenden Zwischensignal am Bahnsteigende (oder an einem vor den ersten Tunnelbahnsteigen stehenden Zwischensignal) vorbei, kann er zwar den folgenden Abschnitt noch mit 80 km/h befahren, kommt aber noch in der Überwachung am nächsten Bahnsteig zum Halten, weil die Bahnsteig- und damit Signalabstände größtenteils kürzer als 750m sind. Fährt der Zug am nächsten Bahnsteig wieder auf "Halt erwarten!" ab, kann er nun nur noch 45 km/h fahren. Zeigt das darauf folgende Signal am Ende der nächsten Station "Halt!", muss am 500-Hz-Magneten (der liegt noch vor dem Bahnsteiganfang!) die Geschwindigkeit auf 25 km/h gedrosselt werden, der Zug kann nur noch an den Bahnsteig schleichen. Wobei noch dazu kommt, dass der Tunnel eine einzige Berg- und Talbahn ist und die Lokführer lieber noch etwas langsamer fahren, weil die genannten Geschwindigkeiten allesamt ohne jegliche Toleranz überwacht werden.

Wenn ich richtig sehe, wird also im Tunnel wohl selten 60 oder gar 80 km/H gefahren werden?

Bei grüner Welle sind ca. 60-70 Sachen möglich, dann muss schon wieder gebremst werden. Nur zwischen Bayer Bf. und Leuschnerplatz sind auch mal 80 Sachen möglich.

Haltepunkte Hbf: Da muss zunächst nicht viel kommuniziert werden. An den Anzeigen steht meist, sie hält (bei Solo-Fahrten) zwischen B und C. Die eine hält eher in B, die andere eher in C bis D. Kommuniziert werden muss das an die Fahrer.

Lokführer bitte, so viel Zeit muss sein. ::) Fahrer gibt's bei Bus, Straßen- und U-Bahn.

Problem ist am Hbf vor allem, dass die Anzeige der Halteposition an den Fahrtrichtungsanzeigern nicht mit den von Lutz beschriebenen gelben Pickeln harmoniert. Am Anzeiger wird die Halteposition zwischen B und C angezeigt, bei Halt am Pickel steht der Zug aber zwischen C und D. Hier waren wohl die Absprachen zwischen DB St&S (betreibt die Anzeiger) und DB Regio (hat, angeblich in Absprache mit DB Netz bzw. DB St&S die Pickel montiert) nicht optimal. Einige Lokführer orientieren sich wohl kundenfreundlich anhand der Richtungsanzeiger, andere nehmen die Pickel entsprechend der vorgegebenen Weisungen ernst, manche haben wohl beides noch nicht mitbekommen...

Übrigens sah ich gestern auch Kontrolleure in einer  /S-Bahn. Also keine Zugbegleiter sondern Kontrolleure, so wie bei den LVB, zwei bullige Männer, Typ Security.

Zusätzlich zu den Kundenbetreuern auf allen Zügen wurden für einen Teil der Züge Sicherheitspersonal und für einem weiteren Teil der Züge zusätzliches Kontrollpersonal vereinbart. Die Kollegen von DB Sicherheit übernehmen teilweise beide Aufgaben in Personalunion.

Ist es erlaubt, diese Position (wenn flexibel) wie ein Signal auf dem Lokführer anzuzeigen, sozusagen als Bremsempfehlung?

Möglich wären auf die Tunnelstationen bezogen entsprechend des Regelwerkes der Eisenbahn H-Tafeln mit Zusatzschild "80m" für die Solowagen und eine weitere Tafel ohne Zusatzschild am Bahnsteigende für die Doppeltraktionen. Am Hbf könnte dann noch eine dritte H-Tafel "150m" zwischen den beiden genannten stehen, wobei die H-Tafel am Bahnsteigende für die noch längeren ICE-/IC-Züge relevant wäre.

Problem in den Designer-gestalteten Tunnelstationen ist aber, dass die Herren Architekten durch diese H-Tafeln den Gesamteindruck ihrer Kunstwerke gefährdet sehen und deswegen eine nachträgliche Aufstellung von Eisenbahnsignalen in einem Eisenbahntunnel nicht durchsetzbar ist. Weil selbst kleine Orientierungszeichen an den Tunnelwänden nicht toleriert werden, hat man sich mit den genannten gelben, aus dem Führerstand heraus aber kaum wahrnehmbaren Pickeln beholfen.

Sind eigentlich alle bestellten Hamster voll im Betrieb?

Von 51 bestellten sind 50 Hamster abgenommen und in Betrieb. Die Anzahl der nicht einsatzfähigen Hamster schwankt allerdings, einige werden nach einem Schaden kurzfristig repariert, andere warten auf Ersatzteile und fallen dann auch mal ein paar Tage aus. Der eine fehlende Hamster ist bei der Abnahmefahrt im SFW Delitzsch entgleist, ob der repariert oder ersetzt werden muss, ist noch nicht entschieden.

Wie sollen gegen Ende des Jahrzehnts dann eigentlich überhaupt die Hauptuntersuchungen klappen

Angesichts der geplanten Laufleistungen werden die Tiere wohl schon vor Ablauf der Zeitfrist kilometermäßig am Ende sein. Es liegt an einer klugen Einsatzplanung, schon jetzt festzulegen, welche Hamster die laufkilometerstärksten Umläufe fahren. Auf diese Weise lässt sich das Problem etwas entzerren. Zudem stehen ab Ende 2015 zwei der drei für die S2 benötigten Hamster als zusätzliche Instandhaltungsreserve zur Verfügung (einer geht dann auf die verdichtete S1), da für diese Linie im Rahmen der Inbetriebnahme des MDSBII neue Hamster beschafft werden.

Und gibt es Optionen zur Nachbeschaffung, falls das S-Bahn-Netz wirklich regen Zuspruch ernten sollte?

Wenn's einer finanziert, sicher...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 17.12.2013, 19:43:07
Hat jemand eine ahnung, was Zur Zeit (Stand Dienstag, 17.12. 19:46 Uhr) zwischen Leipzig Nord und Leipzig Messe los ist?

In der elektronischen Reiseauskunft steht seit Stunden bei entsprechenden Bahnen ( S 1 Verst., und S 2) fällt aus Bauarbeiten, oder fährt nur bis Leipzig Hbf/Leipzig Nordoder, obgleich weder im Netz noch in Aushängen bauarbeiten engekündigt waren,.... jedenfalls nicht tagsüber.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 17.12.2013, 20:04:32
Hat jemand eine ahnung, was Zur Zeit (Stand Dienstag, 17.12. 19:46 Uhr) zwischen Leipzig Nord und Leipzig Messe los ist?

So, wie ich es mitbekommen habe, gibt es eine kurzfristige Havariebaustelle zwischen Leipzig Nord und L-Messe. Wo genau, keine Ahnung. Soll aber spätestens mit Betriebsbeginn morgen früh erledigt sein.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 17.12.2013, 20:53:17
Gerade (etwa 20:25 Uhr) kann eine /S-Bahn 2 nach Gaschwitz über die Waldbahn mit Halt in Markkleeberg Mitte.

Von Bekannten habe ich jetzt erfahren, dass auch am Nachmittag schon mal ne /S-Bahn-Bahn über die Waldbahn kam.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 17.12.2013, 21:45:32
MD, lieber Lokführer, ich danke dir herzlich für deine Erläuterungen!
Zur Markierung der Haltepunkte in den Stationen: Sind nicht ggf. auch die Blindenschriften mit deren Enden für die Lokführer hilfreich? Architektur verbietet also das Anbringen von Verkehrszeichen. Interessant.  ::)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 17.12.2013, 22:02:00
Vorhin am Hbf. Gleis 1 stand eine S-Bahn, welche mit "S10 Leipzig Hbf." beschildert war.
Weiterhin fiel mir eine neue Ansage, die während des Halts gespielt wurde, auf. Sinngemäß "Bitte beeilen Sie sich beim Einsteigen und verstopfen Sie die Türbereiche bitte nicht". Danach ging es auch tatsächlich recht zügig.

Was widerum auch vorkam: Am WLP dauerte es bei einer S-Bahn eine gefühlte Ewigkeit, bis die Schiebetritte überhaupt mal ausgefahren waren. Der Lokführer schaute schon aus dem Fenster und wollte abfertigen, als die Leute noch vor verschlossenen Türen standen. Somit waren schon mal +3 Minuten auf der Uhr.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 17.12.2013, 23:41:03
Servus miteinander,

ein Tag nicht da und schon 3 Seiten mehr  :P

Mein heutiger Tag fing wieder mit einem verpasstem Bus in Leipzig Messe an. Diesmal nicht die  /S-Bahn 5 sondern die /S-Bahn 4

Tolle Wurst  >:( Die Hotline der LVB hat einem auch nur einen Hinweis zum neuen Fahrplan gegeben. Das die Busfahrer mal ein bißchen weiter als bis zur Frontscheibe denken, ist zuviel verlangt. Schade, dass im letzten Jahr der ältere Fahrer in Rente gegangen ist. Der hat gewartet, weil er wußte, das bei einem leeren Bus wohl der Zug zu spät ist...

Bemerkbar ist auch das fehlende Zugregime, die eine eindeutige Wetigkeit nach Anschlüssen und Fahrgästen vornimmt. Die /S-Bahn 2 ist Richtung Bitterfeld voll. Viele Fahrgäste wollen ins Industriegebiet Nord bzw. Solar Valley. Gab zur Eröffnung sogar einen Bericht über jemanden aus dem Gebiet.

Mit der /S-Bahn 4 Richtung torgau fährt morgens kein Mensch. Warum muss diese also vor der /S-Bahn 2 ab Gaschwitz herzuckeln? Versteht kein Mensch...  :(

Zur aufgeworfenen Frage zu Leipzig-Nord: Ich habe heute aus der /S-Bahn 2 14 Aussteiger gezählt. Abfahrt in Hbf WAR 07:40 Uhr, IST 07:45 Uhr (+5 Min.)

Da ich morgen nicht mehr auf Arbeit muss, wird es weitere morgendliche Ärgernisse erst ab Januar geben  :P

Ansonsten aber ein großen Dank an Lutz und Peter für die ausführlichen Infos aus Sicht der "Vornesitzer".

Im Großen und Ganzem sind wir doch alle stolz auf das was uns die Politik dort hingesetzt hat. Der Tunnel wird doch jetzt schon wahrgenommen wie etwas, was man sich schon gar nicht mehr ohne vorstellen kann.

Jeder denkt schon an die tollen Erweiterungen und Verbesserungen.

Ich hatte heute ein paar Gäste aus Bayern hier gehabt. Die haben nur Bauklötzer gestaunt und haben sich sehr für Leipzig gefreut.

In dem Sinne, gute Fahrt uns allen  ;D

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 17.12.2013, 23:53:44
Zur aufgeworfenen Frage zu Leipzig-Nord: Ich habe heute aus der /S-Bahn 2 14 Aussteiger gezählt. Abfahrt in Hbf WAR 07:40 Uhr, IST 07:45 Uhr (+5 Min.)

Ich saß in der S4 Hoywoy (Ab Hbf. 0800) - ab 10 hab ich nicht mehr gezählt, wie viele Aussteiger es in Lpz.-Nord gab. Ich war sehr erstaunt, dass die Station schon so (augenscheinlich) gut angenommen wird.

Weiterhin scheint Leipzig-Heiterblick auch wieder gut angenommen zu werden, nachdem dort jahrelang kaum ein Zug hielt. Dafür, dass es in der unmittelbaren Umgebung nur wenig "große" Ziele gibt, waren wir ungefähr 6 Personen am Bahnsteig. Tendenz vermutlich steigend, nachdem sich die S-Bahn-Anbindung in den Firmen der Umgebung etwas besser herumgesprochen hat.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 18.12.2013, 01:58:38
Wie ich vorhin (in Halle) erschrocken feststelle, ist die letzte vernünftige Möglichkeit, von Halle nach Leipzig zu kommen, um 00:25 Uhr mit der  /S-Bahn 5X!  (Das ist wohl der um 6 Minuten vorverlegte alte RE um 00:31 Uhr).

Die Schweine Herrschaften haben den Zug um 00:57 Uhr ersatzlos gestrichen!  >:(

Jetzt muss man Angst bekommen, wenn der CNL aus Berlin so viel Verspätung hat, dass man nicht einmal den um 00:25 Uhr bekommt. (Dazu reicht es, in Berlin Südkreuz mit ca. +30 abzufahren, was immer mal vorkommt  - das wird dann unterwegs immer mehr). Habe ich auch schon erlebt, der 00:57-Zug war dann meine letzte Rettung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tatra-Fan am 18.12.2013, 05:50:06
Tolle Wurst  >:( Die Hotline der LVB hat einem auch nur einen Hinweis zum neuen Fahrplan gegeben. Das die Busfahrer mal ein bißchen weiter als bis zur Frontscheibe denken, ist zuviel verlangt. Schade, dass im letzten Jahr der ältere Fahrer in Rente gegangen ist. Der hat gewartet, weil er wußte, das bei einem leeren Bus wohl der Zug zu spät ist...

Das nennt die LVB Anschluss ... also 1-2 Minuten Umsteigezeit, egal wo - die Haltestellen können auch 1000 Meter auseinander liegen. Und da der Bus seinen Fahrplan einhalten kann fährt der verständlicherweise auch pünktlich am Bf. Messe ab.

Und ich muss mir bei solchen "Beschwerden" von einigen Usern hier anhören, dass ich doch ne Bahn eher nehmen soll :P
Mails an die LVB ändern den Fahrplan vor dem nächsten Fahrplanwechsel auch nicht ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Mittelschule am 18.12.2013, 06:57:06
Das nennt die LVB Anschluss ... also 1-2 Minuten Umsteigezeit, egal wo - die Haltestellen können auch 1000 Meter auseinander liegen. Und da der Bus seinen Fahrplan einhalten kann fährt der verständlicherweise auch pünktlich am Bf. Messe ab.

Da gebe ich dir Recht !

Ich habe letzte Woche am Hauptbahnhof nach neuen Fahrplanmaterial gefragt,und was bekam ich als Antwort
- Da müssen Sie bis zum 15 Dezember warten. -  Die Antwort natürlich in einen pampigen Ton.

Dann bin ich einige Tage später nicht zur LVB sondern zur DB und habe mich erkundigt.
Die Dame von der Bahn war super freundlich,konnte mir zwar kein Material geben aber wir haben Online nachgeschaut.

Mein Service Champion nennt sich Deutsche Bahn und nicht LVB.


Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 18.12.2013, 08:30:18
Heute früh zur siebten Stunde habe ich mir mal die Station MDR zu Gemüte geführt
-   Von fünf ostwärts fahrenden Bussen (3x60, 2x74) haben vier an der Bushaltestelle gestoppt, kurz danach tauchen Umsteiger auf, zwischen 1 und 3 jeweils.
-   Die Bahnsteige füllten sich zusehends, jedoch blieben viele nach Einfahrt mehrerer S-Bahnen stehen, d.h. diese warteten auf eine bestimmte und damit auf Ziele weiter weg.
-   Eine recht leere S1 von Stötteritz zur Messe hatte 2 Aussteiger ( ! ) und 7 Einsteiger
-   S4 nach Thekla war mit -15 der negative Rekord der Pünktlichkeit, je 4 Ein- und Aussteiger
-   S1 aus Wurzen war als Dreiteiler sitzplatzvoll, auch diese 4 Ein- und drei Aussteiger
-   Als die mit -12 verspätete S5X nach Halle kam, waren immerhin 22 Leute auf dem Bahnsteig, davon viele mit Rad, nicht alle sind eingestiegen, dafür sehr viele Aussteiger, geschätzt ca. 20.
-   Insgesamt war es damit ein reges Kommen und Gehen
-   Durch die Betonwände ist es auf der Station erstaunlich windgeschützt, dafür hässlich.
In den Tiefstationen herrschte dann enormer Fahrgastwechsel, nach und nach stiegen viele „Zwickauer“ aus. An der Messe fiel mir auf, dass die Einsteigerzahl konstant bei > 10 geblieben ist, nunmehr auch Aussteiger in dieser Größenordnung dazu gekommen sind. Offenbar haben Fahrgäste mit Zielen dort im Norden die kurze Durchwegung Leipzigs für sich entdeckt.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 18.12.2013, 09:24:16
-   S4 nach Thekla war mit -15 der negative Rekord...
-   Als die mit -12 verspätete S5X nach Halle kam...

Die S 4  war wirklich 15 Minuten zu früh? Und was ist mit der S 5X, -12 oder verspätet?

Bei der Eisenbahn wird richtig gerechnet.
Plan ist 0, alles was später ist, ist Plus. Schließlich laufen Uhren vorwärts. Außer bei den LVB natürlich, da laufen sie rückwärts.
Am besten sollten wir nur von Verfrühung oder Verspätung sprechen, damit kommen Eisenbahner und Straßenbahner klar.

Gruß Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 18.12.2013, 11:57:58
Wenn nun eine  /TRAM und eine  /S-Bahn eine  /HS zeitgleich verlassen (sog. minutengleicher Anschluss), sollte ich darauf hoffen, dass wenn ich mit der  /S-Bahn mit +1 ankomme, die  /TRAM hoffentlich  mal -3 hat.  ::)

Diese Vorzeichenkonvention wurde schon vor Jahren kritisiert. Die LVB sind halt Eigenbrötler und wissen alles besser.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 18.12.2013, 12:20:54
Die Zeichen auf dem Bordrechner sind für das Fahrpersonal bestimmt und gehen dem Fahrgast überhaupt nichts an.
In der Echtzeitauskunft erscheinen Verspätungen mit + !
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 18.12.2013, 12:29:22
S1 aus Wurzen, Abf. 9:12 ab Stötteritz viel aus. Das wurde per Laufschrift UND Stationsansage kommuniziert. Als Grund wurde genannt: Technische Störung am Fahrzeug.
Ausfälle bei Bahnen, die einen Stundentakt haben... Wenn mir das öfter passieren würde als Umland-Leipziger... würde mir das künftig NICHT mehr passieren.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 18.12.2013, 12:29:29
Die Zeichen auf dem Bordrechner sind für das Fahrpersonal bestimmt und gehen dem Fahrgast überhaupt nichts an.
In der Echtzeitauskunft erscheinen Verspätungen mit + !
Und Verfrühungen werden gar nicht angezeigt, zumindest im easy.go (zumindest die manchmal vorhandenen 1-2 Minuten werden mit +0 dargestellt).
Heute früh fiel mir übrigens auf, dass eine ausgefallene S1 (Anzeige am Bahnsteig) im easy.go (Haltestellenplan) ohne genaue Abfahrtzeit angezeigt wurde (d.h. nur Fahrplanzeit ohne weitere Info, dass sie eigentlich ausfällt).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 18.12.2013, 12:40:05
S1 aus Wurzen, Abf. 9:12 ab Stötteritz viel aus. Das wurde per Laufschrift UND Stationsansage kommuniziert. Als Grund wurde genannt: Technische Störung am Fahrzeug.
Ausfälle bei Bahnen, die einen Stundentakt haben... Wenn mir das öfter passieren würde als Umland-Leipziger... würde mir das künftig NICHT mehr passieren.

Die  /S-Bahn 1 fährt zwischen Miltitzer Allee und Wurzen wie jede andere  /S-Bahn im MDSB im 30-Minuten Takt
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 18.12.2013, 13:16:31
Ah ok, danke. Na dann "geht's ja noch"  ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: schienenbruch am 18.12.2013, 17:31:16
... jede andere  /S-Bahn im MDSB im 30-Minuten Takt.

 /S-Bahn 2 ,  /S-Bahn 5 ,  /S-Bahn 5x fahren aber jeweils im Stundentakt. Nichts für ungut ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 18.12.2013, 17:45:24
Mal eine andere Frage: warum hat man eigentlich "Markkleeberg" nicht in "Markkleeberg-Mitte" umbenannt? Der Waldbahn-Bahnsteig ist auch relativ nah gelegen und alle anderen Haltepunkte haben ja das "Markkleeberg" davor extra spendiert bekommen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: FTB am 18.12.2013, 18:12:16
Der alte S-Bahnsteig in Nietleben ist abgerissen. Wollte das heute noch fotografieren, aber die Lichtverhältnisse gaben das nicht mehr her :(
FTB
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 18.12.2013, 20:04:09
Also Bericht vom Zeitraum 18 - 18:35: Alle Züge pünktlich, maximal 3 Minuten zu spät. In Stötteritz gab es sogar eine automatische Stationsansage für die einfahrende S 1 aus Wurzen. Im weiteren Verlauf Richtung Grünau war sie ab Hbf erfreulich gut gefüllt.
Die Bahnen fuhren zügig durch den Tunnel. Die S3 nach Halle wieder nur mit einem Dreier unterwegs. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös. Entsprechend stapelten sich nicht nur die Menschen sondern auch die Fahrräder.
Ein Triebwagen der S1 war schon von außen getagt (beschmiert).

Habe dann noch 15 Minuten am "MDR" zugebracht, um Radlers Beobachtungen zu verifizieren: Auf beiden Bahnsteigen standen über diese 15 Minuten hinweg je ca. 10 Leute und es waren nicht dieselben. Außerdem stand so manches Fahrrad angekettet rund um die Station, vor allem auf der Semmelweisbrücke an die Geländer gekettet. Ich finde die Entwicklung erfreulich, hätte ich so nicht erwartet.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 18.12.2013, 20:20:00

Die Bahnen fuhren zügig durch den Tunnel. Die S3 nach Halle wieder nur mit einem Dreier unterwegs. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös. Entsprechend stapelten sich nicht nur die Menschen sondern auch die Fahrräder.


War nicht den ganzen Tag so, es wurden heute z.B. am späten Mittag auch Traktionen auf der S3 eingesetzt.

Ansonsten
Man kann sich ja beschweren via Mail.....

Geantwortet wird erfahrungsgemäß immer, wenn auch nicht gleich.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: frank_le am 18.12.2013, 20:22:54
Ich bin eben mit der S1 vom Hbf zum Coppiplatz gefahren. Am Coppiplatz sind 20 Fahrgäste ausgestiegen. In der S-Bahn gab es Stehplätze ...

Wenn das so bleibt wird es eine Erfolgsgeschichte!

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 18.12.2013, 20:34:44
Hallo,
ich habe auch eine Sichtung von heute.
1. Die  /S-Bahn 1 15:43 Uhr ab Grünauer Allee-> 16:05 ab Hauptbahnhof
Mit dieser S-Bahn bin ich mitgefahren, es war ein 3-Teiler, allerdings ein blinder mit manueller Stationsansage. Es versammelten sich an der Grünauer Allee ca. 15 Fahrgäste. Der Zug kam schon gut besetzt an. Der kurze, 10-minütige Aufenthalt am HBF brachte kaum Überraschungen. Die Züge waren weitestgehend pünktlich, die Behängung der gesichteten Züge angemessen. Gruß an dieser Stelle an User Straba2124.
2. Von 17:05 bis 17:30 weilte ich erneut am HBF (tief). Auffällig war ein weiterer "blinder" Talent II sowie eine um ca. 20 Minuten verspätete S5. Die Lautsprecheransagen enden teilweise nach zwei Worten. Den Stadtteil "Leutzsch" kann die "Blechelse" nicht wirklich aussprechen, da rollt man sich ja vor lachen. Die Besetzung der Wagen war allesamt recht gut. Dann kam mit 5 Minuten Verspätung meine S1 zur Miltitzer Allee, der zweite eingesetzte 4-Teiler, sehr zur Freude, da somit noch ein Sitzplatz gesichert werden konnte. Auch unterwegs bis zur Grünauer Allee gab es einige Fahrgastwechsel. Die Fahrt war gut besucht. Mir scheint so, als würde die neue S1 wirklich gut angenommen werden und das sind bei Weitem nicht nur Leute, die sich das S-Bahn-System mal ansehen möchten. Die recht langen im Fahrplan hinterlegten Fahrzeiten vom HBF nach Gohlis der Linie S1 ermöglicht ein Auffholen von Verspätungen von bis zu 5 Minuten vor Einfahrt und nach Verlassen des Tunnels, als Puffer sozusagen. Dazu Daumen hoch. Auch habe ich das Gefühl, das die Fahrgastwechsel etwas zügiger verlaufen, die Leute lernen langsam, das der Türöffner 2mal zu betätigen ist. Durch Bandansage in den Zügen und über Außenlautsprecher an den Zügen wird um einen zügigen Fahrgastwechsel gebeten sowie das man bitte in Wagenmitte durchgehen möge und die Durchgänge freihalten solle. Erste gute Maßnahmen, die Wirkung zeigen. Jedoch sollten die Lokführer zu Schichtwechsel erst die Türen freigeben, um einen Fahrgastwechsel zu ermöglichen. Aber Fehler passieren.
Erfreulich finde ich auch, das alle Fahrzeuge über eine Zähleinrichtung verfügen. Somit kann man nach einiger Zeit bei besonders nachfragestarken Fahrten nachbessern. Damit einhergehend die Frage: Sind Traktionen aus 2 vierteilern Talent II zugelassen?
Könnte man hier vielleicht auch eine aktuelle Übersicht der Kurse auf den einzelnen Linien mit aktuellen Wageneinsatz zusammentragen?
MfG Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 18.12.2013, 21:05:42
Sind Traktionen aus 2 vierteilern Talent II zugelassen?

Natürlich.

Könnte man hier vielleicht auch eine aktuelle Übersicht der Kurse auf den einzelnen Linien mit aktuellen Wageneinsatz zusammentragen?

Wird schwierig werden, da die Züge über'n Tag verteilt und teilweise auch auf Unterwegsbahnhöfen gestärkt und geschwächt werden.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 18.12.2013, 21:18:53
Gestern konnte ich am Hp. Connewitz auch mind. 2... 3 Fahrräder sehen die am Geländer angekettet waren. Hätte man nicht an den neuen Stationen auch B+R Bügel aufstellen können?
In Markkleeberg ist direkt neben der Buswendeschleife* (vor´m alten DB Gebäude eine Station errichtet worden), am Hp. Connewitz ist nur auf der Seite Karl-Junbluth-Str. so eine Absellmöglichkeit, auf der Connewitzer Seite (da wo die Garagen sind) jedoch nichts. Ebenso könnte man da auch weitere Abstellmöglichkeiten für PKW schaffen!
Zu den Turöffnern der S Bahnen: den Taster muss man nur einmal betätigen, nach dem der Fußtritt draussen ist.

* Am Haltestellenschild ist eine Art "Mini DFI" angebracht. Sie zeigt sowohl die nächsten abfahrenden Busse als auch die Linie  /SL.009 an. Sowas gibt´s auch in Grimma am Bhf.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 18.12.2013, 21:35:26
Zu den Turöffnern der S Bahnen: den Taster muss man nur einmal betätigen, nach dem der Fußtritt draussen ist.

Fährt den die Spaltüberbrückung (Fußtritt) denn immer aus? Ich dächte nein, nur bei Betätigung der Türtaster. Wenn das nicht so ist, bitte ich um Aufklärung;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 18.12.2013, 21:51:40
Fährt den die Spaltüberbrückung (Fußtritt) denn immer aus? Ich dächte nein, nur bei Betätigung der Türtaster. Wenn das nicht so ist, bitte ich um Aufklärung;)

Nein, die Schiebetritte fahren immer aus, sobald die Türen freigegeben werden. Demzufolge reicht auch ein Druck auf den Türtaster auf, um die Türen zu öffnen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 18.12.2013, 21:59:49
Zumindest am "MDR" gibt es Bügel und sogar Unterstellfläche für Räder auf Hälfte der Rampe, Rad-Bügel zudem Richtung Bus-Haltestelle. MUss nur alles erstmal gefunden werden.

Jetzt würde ich gern wissen wollen, aber da kann aber gern noch 4 Wochen warten, ob die Straßenbahnen Richtung Grünau etwas (spürbar) entlastet werden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: frank_le am 18.12.2013, 23:03:21

Warum dauert es eigentlich bis zu 30 Sekunden bevor die Trittstufen beginnen auszufahren? Softwareprobleme oder finden die Lokführer den Knopf noch nicht so schnell?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: 1131 am 19.12.2013, 00:16:19
Warum dauert es eigentlich bis zu 30 Sekunden bevor die Trittstufen beginnen auszufahren? Softwareprobleme oder finden die Lokführer den Knopf noch nicht so schnell?
Spinner das geht Automatig und dauert eben etwas.
Nfg.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 19.12.2013, 00:41:41
Ich verstehe die Probleme der Leute und der Forumsteilnehmer mit der Türöffnung nicht so richtig.
Kurz: Ich finde nicht, dass es "lange" dauert, bis sich die Türen öffnen. Oder ist das von der Linie abhängig?

Seit Montag hoppe ich zwischen den vier CTL-Stationen für meine Termine (und achte deshalb nicht auf die Liniennummer). Traumhaft, wie schnell das alles geht!

Im Vergleich zur Straßenbahn gibt es eine Verzögerung nach dem Halt, das ist richtig, aber diese "Totzeit" ist nicht lang, maximal 3-5 Sekunden. Dann ist die Tür offen.

In Berlin steht man sich in den Zügen der ODEG (das sind die einstöckigen Regionalzüge) dumm und dämlich und denkt sich, irgendwas falsch gemacht zu haben, bis sich die Tür mal öffnet. Da kann man wirklich bis zehn zählen, bis sich was tut - egal ob man drinnen oder draußen steht. Ähnlich ist es bei den Wagen der DB und des Interconnex, die noch Türklinken haben (die ex-IR-Wagen z.B.) - da dauert es auch ein kleines spürbares Stück, bis sich die Tür öffnet. Hier handelt es aber um eine neuere Sicherheitsvorschrift.

Der Fahrgastwechsel in der S-Bahn in Leipzig geht übrigens definitiv schneller als in der Berliner S-Bahn. Dort hat man - glaub ich: sogar als Festlegung - immer 20 Sekunden freigegebene Tür. In Leipzig geht es eher sehr flott.

Ich muss anscheinend immer Glück gehabt haben.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 19.12.2013, 02:01:09
Warum dauert es eigentlich bis zu 30 Sekunden bevor die Trittstufen beginnen auszufahren? Softwareprobleme oder finden die Lokführer den Knopf noch nicht so schnell?

Nein, die Lokführer finden die Knöpfe noch zu schnell, hektisches Arbeiten bringt beim Hamster gar nichts. Leider muß der obere Schiebetritt - im MDSB an fast allen Stationen der Standard - immer seperat vorgewählt werden. Erst dann kann die Türfreigabe erteilt werden. Dazu muß vom Fahrzeugrechner eindeutig das Signal "Fahrzeug steht" kommen (was erfahrungsgemäß etwa 2 sek. nach dem gefühlten Stillstand anliegt), erst dann können die entsprechenden Taster erfolgreich betätigt werden. Bei zu zeitigem Bedienen zeigen die Türtaster auf dem Führerpult nur ein beidseitiges Störblinken und an den Türen geschieht gar nichts. Leider suggeriert das Störblinken der Leuchtdrucktaster im ersten Moment "alles in Ordnung", denn der ordnungsgemäße Öffnungsvorgang wird auch durch blinkende Leuchtdrucktaster angezeigt, dann allerdings nur im Taster der freigegebenen Seite. Diesen feinen kleinen Unterschied haben wahrscheinlich noch nicht alle Kollegen verinnerlicht, vor allem die nicht, die durch den Druck auf möglichst schnelle Abfertigung leicht aus der Ruhe zu bringen sind. Außerdem mögen die neuen Taster das von den bisherigen Fahrzeugen gewohnte schnelle oder zu leichte Antippen nicht, die Taster sind mäßig fest und genügend lange bis zum Anschlag durchzudrücken und etwa 0,5 sek. in der Endlage festzuhalten, um eine eindeutige Signalgabe zu gewährleisten. Wer schon etwas Betriebserfahrung auf den Hamstern gesammelt hat, hört das leise "Klick" der Kleinrelais, wenn einmal die Vorwahl des passenden Schiebetrittes möglich ist, und ein zweites leises "Klick", wenn eine erfolgreiche Türfreigabe möglich wird.
Daher ist nach folgender Zeitspanne mit wirklich offenen Türen zu rechnen:
2 sek. (max) nach Stillstand liegt Rechnersignal "Fahrzeug steht" an
0,5 sek.  Vorwahl Schiebetritt/Öffnungsseite Türen
6 sek. (max) Ausfahren des angewählten Schiebetritts (grundsätzlich an allen Türen der freigegebenen Seite)
0,5-1 sek. Anstoßende Schiebetritte fahren 2 cm zurück, Signal "Schiebetritte ausgefahren/verriegelt" aller Türen der freigegebenen Seite liegt an
2,5-3 s Öffnen der Tür
Ergibt 13 sek. vom Stillstand des Zuges bis zur Möglichkeit des Durchschreitens der Eintrittsöffnung, vorausgesetzt der Lokführer arbeitet absolut optimal und "verschenkt" nicht weitere Zehntelsekunden ...

Es arbeiten nicht alle Einrichtungen immer gleich schnell (Herstellertoleranz, mechanisch noch nicht "eingelaufene" Systeme?), besonders bei längeren Zügen gut zu sehen. Theoretisch müßten alle Schiebetritte einer Zugeinheit völlig synchron ausfahren, bis die ersten eine Anstoßkante finden. Schon das geschieht selten. Durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Bahnsteigkanten und die variabele Breite der erforderlichen Spaltüberbrückung dauert es auch unterschiedlich lange, bis jede einzelne Tür ihr Signal "Schiebetritt ausgefahren/verriegelt" an den Türhauptrechner abgesetzt hat. Erst dann erfolgt bekanntlich die Türfreigabe ...

Selbstverständlich reicht für das Öffnen einer Tür auch das einmalige Aktivieren des Türöffners, auch wenn es etwas dauert, der Rechner vergißt das nicht. Erkennen die verschiedenen Schutzsysteme der Tür keine Bewegung und kein Hindernis mehr im Türbereich, schließt die Tür automatisch wieder (je nach Wagen/Tür mit mehr oder weniger laut nervendem Warnsignal), der Schiebetritt bleibt jedoch ausgefahren und die Tür läßt sich beliebeig oft wieder Öffnen, solange die Türfreigabe nicht zurückgenommen wurde. Findet eines der Schutzsysteme der Tür beim Schließvorgang ein Hindernis, reversiert (öffnet) die Tür sofort wieder. Als Hindernis soll sogar eine eingeklemmte Hundeleine reichen, aber nicht nur die Luftleisten in den Türgummis reagieren äußerst sensibel und empfindlich. Bei den Einweisungsfahrten wurde das mit einem eingeklemmten Stoffhandschuh (Luftleisten) und einem Blatt Papier (Lichtschrankengitter, Bewegungsmelder) demonstriert. Das eingeklemmte Papiertaschentuch und die (dünne) Zeitung reichten dagegen nicht, so hätte man fahren können.

Heute zum zweiten Mal beobachtet: Treten z.B. übermütige Jugendliche vom Bahnsteig gegen den gerade ausfahrenden Schiebetritt und ist dieser noch unter der Lichtraumschwelle (der Rechner denkt: Hier darf eigentlich noch gar kein Hindernis/Anstoßkante sein), so fährt dieser vollständig zurück und versucht nach etwa 3-5 sek. sein Glück aufs Neue. Ich muß mich dazu mal belesen, evtl. dient dies als Schutzreaktion auf Schnee und Eis oder Unkraut/Buschwerk an ungepflegten Bahnsteigkanten etc. Bis dann endlich das o.k.-Signal für den ganzen Zug anliegt, "warten" alle Türen auf diesen Tritt. Manche Rerisende sind auch einfach nur ungewollt zu hastig, wenn sich an der Tür etwas bewegt (der Tritt ...).

Spinner das geht Automatig und dauert eben etwas.
Nfg.
Dieser Beitrag spricht mit seiner Qualität für sich selbst.

Es ist also nicht immer der Lokführer, der gesteigerten Wert auf die weitere Minimierung der eh schon bescheidenen Pausen- und Wendezeiten legt. Der Teufel steckt eben manchmal auch im Detail.

Gruß Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 19.12.2013, 02:28:27
Ich verstehe die Probleme der Leute und der Forumsteilnehmer mit der Türöffnung nicht so richtig.
Kurz: Ich finde nicht, dass es "lange" dauert, bis sich die Türen öffnen. Oder ist das von der Linie abhängig?
Nein, natürlich nicht, siehe vorstehenden Beitrag. Allerdings habe ich auch ein wenig (verglichen mit den jetzigen Äußerungen) den Unmut der Nutzer vermißt, als die MRB vor einiger Zeit mit den Schiebetritten in unserem Einzugsbereich begann. Dort hat es mindestens ebenso lange gedauert. Schon vergessen oder wie jetzt?

Im Vergleich zur Straßenbahn gibt es eine Verzögerung nach dem Halt, das ist richtig, aber diese "Totzeit" ist nicht lang, maximal 3-5 Sekunden. Dann ist die Tür offen.
Wie schnell doch manches gefühlt wird, wenn das Ganze positiv angegangen wird. Danke!

Mit einem flotten, gut eingelaufenem Solodreier habe ich gestern abend (gut, in der Schwachlastzeit, aber es fand Fahrgastwechsel statt!) gestoppte Haltezeiten von unter 20 sek. zwischen Beginn Türfreigabe und Abfahrt erreicht. Wenn alles opimal läuft ...

Übrigens, mit diesem Fahrzeug (ich könnte ihn lieben, verrate aber nicht welcher) waren auch zwischen allen Stationen 80 km/h erreichbar (wenn auch nur für Sekundenbruchteile, fallweise wäre aber sogar mehr drin).
Voraussetzungen: Schwachlastzeit, kaum noch Fahrgastwechsel, optimales Fahrzeug, gutes Nervenkostüm und - vor allem - "grüne Wiese", soweit das Auge reicht.
Ergebnis: Das Fahrzeug "kocht" merklich, die (wenigen) Reisenden im Zug tanzen unfreiwillig Samba, der Energieverbrauch dürfte trotz "sparsamen" Fahrzeug jenseits von Gut und Böse sein.

Ergo, für den alltäglichen Planbetrieb kaum zu empfehlen, aber Beweis erbracht: Es geht ...

Gruß Lutz


Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 19.12.2013, 07:52:01
Lutz, ich danke dir für deine vielzähligen Erläuterungen zu Tunnel und Fahrzeuge. Das hilft uns Außenstehenden mehr Verständis zu zeigen, was die Lokführer leisten müssen. DANKE

Ich hatte heute morgen in meiner  /S-Bahn 1 eine sehr nette Zugbegleiterin/Kundenbetreuerin: An der Tür, wo sie stand, begrüßte/ verabschiedete sie jeden Fahrgast. TOP !

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 08:44:49
Ja, ich danke auch Lutz herzlich!
Gestern hatte ich erlebt am "MDR" einwärts, wie die Bahn trotz Grün eine ganze Weile brauchte, um loszufahren, obwohl der Fahrgastwechsel nicht groß war. Da frage ich mich: Warum dauert das so lange!? Hat wahrschl. auch ein für uns Fahrgäste unerfindliche (aber begründete?) Ursache.

Mir ist es eigentlich egal, ob die Fahrzeuge 80 oder weniger fahren, so lange sie pünktlich sind. Mit 40 wäre ich zumindest gefühlsmäßig zufrieden. Von mir aus auch 60. Wenn aber eh schon Verspätung ist... aber das hatten wir schon geklärt hier.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 19.12.2013, 09:31:53
Gestern konnte ich am Hp. Connewitz auch mind. 2... 3 Fahrräder sehen die am Geländer angekettet waren.
Diese weit verbreitete Unsitte war am Sonntag auch am Nordeingang der Station "Markt" zu sehen.

Apropos Station Markt: Am Nordeingang ist die Bezeichnung "Leipzig Markt" jediglich in die Terracotta-Platten eingefräst und nur bei genauen hinsehen zu erkennen. Hat man hier nur vergessen, den Schriftzug zusätzlich mit schwarzer Farbe aufzubringen oder soll das so bleiben?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 19.12.2013, 10:24:56
Diese weit verbreitete Unsitte war am Sonntag auch am Nordeingang der Station "Markt" zu sehen.

Wo sollen die Fahrräder sonst hin? Alternativen sind Fehlanzeige.

Das Geländer IST zumindest so fest, das bei einem richtigen Schloß schon die Flex bemüht werden muss. :P


Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 11:40:20
Die abendlichen Eindrücke gestern:
S-Connewitz:
-   Scheint im Dunkeln angenehmer zu sein, als in voller Umgebungsödnis tagsüber
-   Aussteiger bewegten sich zu rund 80% über die Fußgängerbrücke gen Lößnig
-   S-Bahnen trafen sich gerade (9. Stunde)
-   Landwärts 8 Aussteiger, ca. 4 Einsteiger, stadtwärts ca. 5 Aussteiger
Vorher war am Markt noch richtig viel los... Eventuell wird da unten auch nur der Glühwein windgeschützt verzehrt.
Die heute morgendlichen Eindrücke sind durchwachsen:
-   S1 Lindenau – gen Wurzen, beinahe zu pünktlich, 6E (Einsteiger), ca. 50 Reisende schon drin
-   Leutzsch 10E
-   Möckern 3E, mindestens 16A (mehr war nicht mehr zu erkennen)
-   Coppiplatz 9E
-   Gohlis 3E, mindestens 1A
-   Hbf Ankunft fast 2 Minuten vor Plan, wurde abgestanden, ca. 50% stiegen aus
-   Leuschnerpl. 4E, 8A
Leuschnerplatz:
S1 Stött.  Messe: ca. 25 !! drin, davon 10 Schulkinder (Waldorfschule nahe S-Bf Lpz Nord ?), 3E, 2A
S1 Wurzen  LMIA: gut gefüllt, ca. 30A, davon 30% zum Südaufgang gelaufen
S2 nach Gaschwitz aus 3+4 gebildet, gut gefüllt, 5E, 10A

Dann offenbarte sich das Grausen, S3 aus Halle ausgefallen, dadurch Gegenrichtung auch ausgefallen, später doch irgendwie irgendwo durchgeführt, in Halle kam ein solo3er an
S4 in Taucha verreckt, dort keine Infos, keine Anzeige, kein Strom, Automat defekt (damit Fahrplanabfrage unmöglich) Beleuchtung tw. defekt. Weder Lokführer noch Stellwerker sagten etwas durch, Störung muss wohl länger 30 minuten gewesen sein
S4 nach Borna ausgefallen
S5X aus Zwickau wieder mit +15 in Leipzig, mit +20 in Halle, übervoll, wie jeden Tag.

Ansagen gabs keine
Die Mehrfachanzeiger versuchen, die spätere Eintreffensreihenfolge abzubilden, jedoch mit Soll-Zeiten. Damit verschwinden Züge weil sie noch!! nicht eintreffen, ohne Angabe dass sie noch kommen. Wer das geplant hat....böse, ganz böse!!

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 12:19:34
Also S5(X), S3, S4 weiterhin Sorgenkinder. Am Samstag folgt der aller größte Belastungstest: Ferien, Weihnachstkaufrausch, Fußballderby RB - HFC mit mglw. 5-6000 Hallensern, von denen ein guter Teil wohl mit der  /S-Bahn anreisen wird, in Hbf (tief) ankommen wird. Mal sehen, ob und wie da die Fantrennung gewährleistet wird. Und ob die Züge danach ein paar Kolateralschäden haben, abgesehen davon, dass sie brechend voll sein werden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 19.12.2013, 12:21:49
Mal eine andere Frage: warum hat man eigentlich "Markkleeberg" nicht in "Markkleeberg-Mitte" umbenannt? Der Waldbahn-Bahnsteig ist auch relativ nah gelegen und alle anderen Haltepunkte haben ja das "Markkleeberg" davor extra spendiert bekommen.

Wenn, dann umgekehrt. Ich denke eher, weil es zwei verschiedene Bahnhöfe/Haltepunkte sind. Natürlich hätte man "Markkleeberg-Mitte" in "Markkleeberg" umbenennen können, mit dem Zusatz "Gleis 3". Vielleicht kommt dies eines Tages, wenn dort wieder Personenverkehr stattfindet.

Apropos Station Markt: Am Nordeingang ist die Bezeichnung "Leipzig Markt" jediglich in die Terracotta-Platten eingefräst und nur bei genauen hinsehen zu erkennen. Hat man hier nur vergessen, den Schriftzug zusätzlich mit schwarzer Farbe aufzubringen oder soll das so bleiben?

Das bleibt so. Beim Nordzugang am Bayerischen Bahnhof entschied man sich für dasselbe bzw. mit grauer Schriftfarbe.

Also S5(X), S3, S4 weiterhin Sorgenkinder. Am Samstag folgt der aller größte Belastungstest: Ferien, Weihnachstkaufrausch, Fußballderby RB - HFC mit mglw. 5-6000 Hallensern, von denen ein guter Teil wohl mit der  /S-Bahn anreisen wird, in Hbf (tief) ankommen wird. Mal sehen, ob und wie da die Fantrennung gewährleistet wird. Und ob die Züge danach ein paar Kolateralschäden haben, abgesehen davon, dass sie brechend voll sein werden.

Anderes Rollmaterial kann man ja nicht einsetzen - oder haben noch andere Fahrzeuge eine Genehmigung für den City-Tunnel, außer der ICE?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 12:44:09
Anderes Rollmaterial kann man ja nicht einsetzen - oder haben noch andere Fahrzeuge eine Genehmigung für den City-Tunnel, außer der ICE?
Rollt denn jetzt alles, was dazu vorgesehen ist? Falls ja, dann kann es doch nicht sein, dass mit dem neuen  /S-Bahn - Netz die Gefäßgrößen zwischen Halle und Leipzig deutlich gegenüber vor dem Fahrplanwechsel reduziert wurden. Bis zum Samstag fuhren auf der S10 Drei- plus Vierteiler, auf der RE-Linie auch. Bzw. fuhren Dostos in Dreiergarnituren. Und nun planmäßig (?) ein Dreiteiler auf der  /S-Bahn 3?

Wie ist es denn im morgendlichen Berufsschulverkehr nach Schkeuditz, auf dessen Kurs gar eine Vierer-Dostos-Garnitur eingesetzt wurde?

Im Zweifel sollten sie entweder bei Ausfall Entlastungszüge, von mir aus auch Dostos, zwischen Halle und L-Hbf (hoch) einsetzen. Das würde von der Planung (Material und Personal) schwierig umzusetzen sein. Oder man lässt die  /S-Bahn 1 Stötteritz - Messe eher mal ausfallen und koppelt diesen Dreier in Stötteritz an den Dreier der  /S-Bahn 3 an. So, wie es jetzt ist, kann es auf keinen Fall bleiben. Die  /S-Bahn 10 war DIE  /S-Bahn-Linie und nun soll diese Linie unter dem neuen Netz in Größenordnung leiden, wo man wusste und weiß, welchen Bedarf es auf dieser Strecke gibt!?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 19.12.2013, 12:50:46
Anderes Rollmaterial kann man ja nicht einsetzen - oder haben noch andere Fahrzeuge eine Genehmigung für den City-Tunnel, außer der ICE?

Das einzige was verboten ist, sind mW E-Loks älteren Datums (nicht-Drehstrom) à la 143. Sonst dürfte alles gehen. Es fahren ja auch 101 mit IC durch den Tunnel.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 13:19:58
in Frankfurt wird für deren Tunnelstammstrecke das ESTW (nach?)gerüstet:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?2,6689701

Um eine Zahl zu haben: 12 Mio., weiß jemand von den wissenden, ob das auch hier eine Größenordnung wäre, alles per LZB auszustatten?

--> Samstag: Hbf Halle - Hbf Leipzig (hoch) kann doch mit Zügen aller Art und aller Länge bedient werden. Für die Fans stehen doch immer Alt-Garnituren in Halle herum.

--> die S3 ist nicht planmäßig den ganzen Tag über so klein, jedoch zeigt sich jeden Tag wieder, wie schlimm eine falsch oder pessimistisch geschätzte Ausschreibung ist. Mangel ohne Ende!

@ MD612 oder Lutz: Ist es möglich, für die neuralgischen Tiefstationen eine Aufsicht zu installieren, wie in Berlin? Auf Dauer müsste deren Kabuff + Personal (zumindest tagsüber) preiswerter sein, als die Pönalstrafen...

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 19.12.2013, 13:23:36
Das einzige was verboten ist, sind mW E-Loks älteren Datums (nicht-Drehstrom) à la 143. Sonst dürfte alles gehen. Es fahren ja auch 101 mit IC durch den Tunnel.
Dürften theoretisch BR 182 mit den modernen Doppelstockwaggons, welche jetzt in Richtung Dresden abgegeben wurden, durch den Tunnel fahren?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 13:39:22
Das wurde vor einigen Tagen hier schon mal erläutert:

Die Ex S10 - Dostos hatten nur die Vorbereitung für die Nachrüstungen der erforderlichen Technik. Damit bei dem aktuellen Umsetzungstempo ein laaaaanges Projekt. Und spätestens an Wochenenden würde auch ohne Schiebetritte bei nur zwei Türen das Chaos einsetzen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 19.12.2013, 13:40:35
Und gibt es Optionen zur Nachbeschaffung, falls das S-Bahn-Netz wirklich regen Zuspruch ernten sollte?
Wenn's einer finanziert, sicher...
Das ist schon klar. Die Frage ist doch: gibt es vertragliche Vereinbarungen, wie auf Fahrgaststeigerungen reagiert wird bzw. für wie viele regelmäßige Fahrgäste auf einer Relation welche Gefäßgröße zu verwenden ist, von Großveranstaltungen mal abgesehen - und wer ggf. die gesteigerten Kosten übernimmt bzw. sich in welchem Verhältnis teilt?
Oder hat da nur irgendwer eine feste Zahl in die Ausschreibung gesetzt (möglichst ermittelt nach Einstellung aller S-Bahn-Linien außer S10) und alle Steigerungen laufen bis Vertragsende unter "Pech gehabt"?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 14:24:16
Die Besteller haben schon penibel gerechnet, gefordert wird eine (Sitz)platzanzahl. Daraufhin haben der/die Bieter ihre "passenden" Fahrzeuge angeboten.

Generell wird, sogar seitens der Besteller, von einer Fahrgaststeigerung ausgegangen. In den Presseerklärungen vor wenigen Tagen geisterten mal 30% herum, als Zuwachs. Dann wieder die ZVNL-Zahl von 60.000 Fg. / Tag (allerdings verglichen mit vormaligen 50.000 Fg. / Tag im gesamten ZVNL, ob das laienhaftes Verwechseln oder gezielte Täusch war, who knows). Auf diese Kenngröße hin wurde dimensioniert und ausgeschrieben, bezuschlagt, aus-die-Maus.

Das andere grundlegende Verbesserungs-Projekte auch andere Steigerungsraten hervor riefen, wurde entweder ignoriert oder ignoriert:
Freiberger Eisenbahn: + 300%
Usedomer Bäderbahn (Ohne Festland!!) + 1.000%
Kaarst - Mettmann: 3.500%
Schönbuchbahn: 260% über Prognose
BOB: 200% über Prognose (vor dem Meridian ;-) )
Taunusbahn: 600% (in 14 Jahren)
NordWestBahn: rund 300%
S-Bahn Hannover rund 300%
Euregiobahn, verdoppelt in 4 Jahren
Rurtalbahn Süd: 400%
Rurtalbahn Nord 900%
Rheinland Pfalz Takt Süd: rund 100% Zuwachs und 50% über Schweizer Prognose
Nordbahn: rund 300%

MDSB: +30%

Erkenne den Unterschied!

Gruß
der Radler

Tante Edit fand noch mehr Beispiele lesenswert....
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 19.12.2013, 15:36:43
^ Und es wurde auch keine Klausel irgendwo in den Vertrag geschrieben, was passiert, wenn die +30% doch ein paar Prozentchen (z.B. das 10-fache) höher ausfallen? Da weder aus Berlin noch aus Dresden ein Cent mehr zu erwarten ist, selbst wenn im Herbst die FDP wider erwarten aus dem Landtag verschwinden sollte, haben sich veränderte Verkehrsbedürfnisse bis 2025/2027/2030 (bis wann läuft der MDSB-1-Vertrag jetzt eigentlich nach der Verschiebung?) zu gedulden?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 19.12.2013, 16:55:36

Dann offenbarte sich das Grausen, S3 aus Halle ausgefallen, dadurch Gegenrichtung auch ausgefallen, später doch irgendwie irgendwo durchgeführt, in Halle kam ein solo3er an
S5X aus Zwickau wieder mit +15 in Leipzig, mit +20 in Halle, übervoll, wie jeden Tag.

Gruß
der Radler

Also, dass die S5 eigentlich zu jeder Zeit am Tag gut gefüllt ist, war schon zu Dosto-Zeiten so. Das liegt wohl zum einen an der kürzeren Reisezeit im vgl zur S3 und an den besseren Anschlüssen zum Fernverkehr.
Die S3 ist vormittags nach 10 Uhr oft ziemlich leer, wird aber nach 14 Uhr schnell voll. Wenn man es schaffen würde vorher und später rechtzeitig größere Züge einzusetzen, um die Massem zu bewältigen, die dann mit der S3 fahren, finde ich einen Solo 3er oder 4er ausreichend. (Spreche aus Erfahrung bin bis Juli mehrmals wöchentlich zu den Zeiten gefahren.
Zu welchen Zeiten aktuell die kleinen oder großen Gefäße fahren, weiß ich nicht, habe aber von einigen Seiten Beschwerden gehört, dass die Solozüge auch frühs und abends fahren sollen. Ob nun planmäßig oder nur aus Not, weil andere Züge ausfielen und mit dem Zusatztalent ersetzen wurden, kann ich nicht beurteilen.

Jedenfalls schreibt die LVZ neben diesen schrecklichen Vandalismus, dass die Gefäßgröße bei der S3 wohl geplant ist!
http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/leipzigs-citytunnel/teer-und-graffiti-vandalismus-an-neuer-s-bahn--zuegen-werden-am-wochenende-laenger/r-leipzigs-citytunnel-a-219846.html

"Festhalten will das Unternehmen an kürzeren Zugeinheiten am Vormittag und frühen Nachmittag zwischen Halle und Leipzig. „Da ist die Nachfrage nicht so groß, wir würden sonst nur warme Luft transportieren“, meinte Bönisch. Einwände von Reisenden, sie hätten am Donnerstag mit dem Fahrrad keinen Platz mehr gefunden, ließ er nicht gelten. „Davon ist uns nichts bekannt“, sagte der Sprecher"

Morgen werde ich gegen 13 oder 14Uhr mit der S3 bzw S5 fahren, mal sehen, was dort anzutreffen ist...

Grüße!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 16:59:13
Also gestern Abend gegen 18:00 fuhr auf der S3 ein Solo-Dreier, mitten im Berufsverkehr.
Es dürfte theoretisch nicht schwer sein, in Halle oder L-Stötteritz einen Wagen auf dem Abstellgleis zu postieren, der morgens zu einer bestimmten Zeit abgekoppelt und nachmittags wieder angekoppelt wird. Die Wendezeit in Stötteritz sollte mE dafür ausreichen. Ob die in Halle jetzt auch üppiger ist als zu Zeiten der S10 (also damals quasi nicht vorhanden), weiß ich nicht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: FTB am 19.12.2013, 17:08:32
Am Sonnabend will man einen zusätzliche Leistung mit drei Dostos von Halle nach Leipzig, Hbf. Bahnsteig 17 anbieten, benamst als "Glühwein-Zug". Die Angst scheint groß, dass S3/S5X am Wochenende von den neugierigen Massen und/oder Weihnachtsmarktbesuchern überfordert ist. Das gute Halle-Spektrum schreibt dazu nachstehend: http://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/s-bahn-erwartet-gaesteansturm-zusaetzlicher-gluehwein-zug-von-halle-nach-leipzig/80098/ (http://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/s-bahn-erwartet-gaesteansturm-zusaetzlicher-gluehwein-zug-von-halle-nach-leipzig/80098/)
Viele Grüße aus der Stadt, in der der erste S-Bahn-Citytunnel (schon seit 1969) ist
FTB
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 19.12.2013, 17:53:07
^ Ein Zug allein, noch dazu wenn die Masse der Fahrgäste wahrscheinlich nicht vorher Zeitung lesen wird, wird das Problem der überfüllten S3/S5X nicht lösen, sondern ist eher eine Marketingaktion. Wenn sie bei dem erwarteten Ansturm stündlich einen zusätzlichen Zug verkehren lassen würden, so dass während der relevanten Uhrzeiten vier stündliche Züge pro Richtung Halle mit Leipzig verbinden (und umgekehrt), wäre das eine Entspannung, aber dazu reichen vermutlich die noch vorhandenen Reserven nicht mehr (im Leipziger Bahnhofsvorfeld sah es doppelstockwaggonmäßig heute früh ja recht leer aus, nur mehrere 143er stehen herum).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 19.12.2013, 18:31:07
Vielen Dank, Lutz G., für die feinfühlige Aufschlüsselung.  :D

Daher ist nach folgender Zeitspanne mit wirklich offenen Türen zu rechnen:
2 sek. (max) nach Stillstand liegt Rechnersignal "Fahrzeug steht" an
0,5 sek.  Vorwahl Schiebetritt/Öffnungsseite Türen
6 sek. (max) Ausfahren des angewählten Schiebetritts (grundsätzlich an allen Türen der freigegebenen Seite)
0,5-1 sek. Anstoßende Schiebetritte fahren 2 cm zurück, Signal "Schiebetritte ausgefahren/verriegelt" aller Türen der freigegebenen Seite liegt an
2,5-3 s Öffnen der Tür
Ergibt 13 sek. vom Stillstand des Zuges bis zur Möglichkeit des Durchschreitens der Eintrittsöffnung, vorausgesetzt der Lokführer arbeitet absolut optimal und "verschenkt" nicht weitere Zehntelsekunden ...

Ich habe jetzt mal mit dem Handytimer gestoppt: Zeitspanne von Stehen des Zugs bis zur Öffnung der Tür, so wie es der gewöhnliche Fahrgast wahrnimmt.

Ich komme  immer  :-\ auf ca. 7 Sekunden - sowohl als innen befindlicher Fahrgast als auch als außen auf dem Bahnsteig erfreut wartender Fahrgast.

Ich beobachte hierin die ca 2 Sekunden, wo sich nach dem Stillstand "nichts" tut.  Der Rest findet in 5 Sekunden statt.

Da geht es sehr flott: Schiebetritte fahren aus, tasten die harte Kante ab, fahren ein bissel zurück und (anscheinend) tiefer, um elegant nahezu lückenlos und niveaugleich an den Bahnsteig anzudocken. Sieht toll aus, und beim Laufen bemerke ich keine Unebenheit. Ich bin echt beeindruckt!

Nachdem die Schiebetritte angedockt haben (keine Sekunde), öffnet sich die Tür relativ zügig und der erste Fahrgast schlüpft schon heraus. In den 3 Sekunden, nach denen die Tür dann ganz geöffnet sind, sind schon 3-4 Fahrgäste rausgegangen.

Ich vermute, für das og. Ausfahren des Schiebetritts sind 6 Sekunden als zu lang bemessen.

Also, 7 gemessene Sekunden finde ich voll & ganz in Ordnung. Gefühlt hatte ich ja 3-5 Sekunden.

***
Ich mache schon unsinnige Umwege in der Stadt, um ja nochmals mit der  /S-Bahn zu fahren. Juchhuu!
 :D :D :D

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 19.12.2013, 18:49:04
Und wo wenden die  /S-Bahn 1 Verstärker, die an der Messe enden?

Ich nehme stark an im Stumpfgleis nördlich des Bahnsteigs 1/2.

Gruß Peter

Konnte heut beobachten, das am Bahnsteig gewendet wird. Zumindest die  /S-Bahn die 13.21 ankam hat es so gemacht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 19.12.2013, 19:20:47
Apropos Station Markt: Am Nordeingang ist die Bezeichnung "Leipzig Markt" jediglich in die Terracotta-Platten eingefräst und nur bei genauen hinsehen zu erkennen.

Der Architekt findet's anscheinend schön, auch wenn's nutzlos ist. Aber schaut Euch mal die Tunnelwände in der Halle neben den Gleisen an, da ist der Bahnhofsname auch praktisch unsichtbar eingraviert. Was uns der Künstler wohl damit vermitteln will??

S4 in Taucha verreckt

Auch wenn es jetzt die fehlenden Infos in Taucha nicht ersetzt, die Strecke war von kurz vor sieben bis etwa acht Uhr zwischen Taucha und Jesewitz gesperrt. Ursache war ein Auto im Gleisbereich eines Bahnüberganges (Pönitz?)

Fußballderby RB - HFC mit mglw. 5-6000 Hallensern

Immerhin ist ein Fanzug geplant. Ob der ausreicht, wird sich zeigen.

Ist es möglich, für die neuralgischen Tiefstationen eine Aufsicht zu installieren, wie in Berlin?

Möglich ist vieles, nur ob es zweckmäßig wäre, ist zu bezweifeln. Die Aufsicht würde ja dem Lokführer auch nur den Türschließ- und Abfahrauftrag geben. Das kann sie aber erst, wenn die Türbereiche frei sind. Genau das kann der Lokführer aber auch selbst feststellen, am Markt und am Hbf (tief) bei Doppeltraktionen sogar mit einer Videoanlage. Nur am Markt nordwärts wurde das Zwangsschließen für Solo-ET wieder aufgehoben, weil dort vom Führerstand aus der Zug wegen der Außenkurve nicht komplett einsehbar ist.

Die Silberhamster nehmen es aber u.U. übel (Lutz schrieb es ja schon), wenn die Türen zwangsgeschlossen werden und dabei Reisende oder Gegenstände mit den Türkanten kollidieren. Deshalb ist das Zwangsschließen auch eher eine Störquelle als eine Abfertigungsbechleunigun g und wird teilweise von den Lokführern auch nicht durchgeführt. Das könnte eine Aufsicht auch nicht ändern.

Und was die Bude für die Aufsicht angeht, da wären wir wieder beim Thema "Der Architekt und sein Kunstwerk". Wenn deswegen noch nicht mal die Aufstellung von H-Tafeln möglich ist, wie soll dann der Bahnsteig von einer zusätzlichen Bude verunziert werden dürfen...

Die Frage ist doch: gibt es vertragliche Vereinbarungen, wie auf Fahrgaststeigerungen reagiert wird bzw. für wie viele regelmäßige Fahrgäste auf einer Relation welche Gefäßgröße zu verwenden ist

In der Ausschreibung waren und damit im Verkehrsvertrag sind feste Fahrplanvorgaben ebenso vorgegeben wie die Platzkapazitäten, mit denen jeder einzelne Zug zu fahren ist. Die Platzkapazitäten wurden durch Fahrgastzählungen in den Vorjahren ermittelt. Inwieweit da eventuell prognostizierte Steigerungen der Fahrgastzahlen berücksichtigt sind, entzieht sich ebenso meiner Kenntnis wie die Frage, wann die Zählungen durchgeführt wurden. Wenn das erst nach dem Einstieg der MRB und der durch deren kleine Transportgefäße bedingten Fahrgastabwanderung auf andere DB-Linien geschah, brauchen wir uns wegen der kleinen Züge zumindest auf der S1 Ost, S2 und S4 Süd nicht wundern. Auch die Tatsache, dass zumindest im Kernbereich auch Stehplätze zumutbar sein sollen, dürfte bei den Kapazitätsvorgaben eine Rolle spielen.

Höhere Kapazitäten (und damit mehr Fahrzeuge) erfordern ebenso wie eventuelle Mehrkilometer durch Zusatzleistungen ein neues Vergabeverfahren für diese Mehrleistungen. Das könnte auch eine Direktvergabe an den jetzigen Betreiber sein. Allerdings kostet das auch Zeit, ebenso wie die damit verbundene Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge. Vor allem aber kostet sowas Geld. Und das ist bekanntermaßen etwas, was in Sachsen für den SPNV nur seeeeehr begrenzt zur Verfügung steht...

bis wann läuft der MDSB-1-Vertrag jetzt eigentlich nach der Verschiebung?

Bis Dezember 2025. Die S2 fällt allerdings schon Ende 2015 aus dem Vertrag und wird dann Bestandteil des Vertrages MDSBII.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 20:22:54
Also der "Glühweinexpress" ist über die Fahrplanauskunft natürlich nicht zu finden.

Wie, MD, es gibt nen Fanzug? Also einen Sonderzug nach Hbf (hoch)?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 19.12.2013, 20:38:41
Also der "Glühweinexpress" ist über die Fahrplanauskunft natürlich nicht zu finden.

Kein Wunder, er wurde ja auch kurzfristig eingelegt. Die Daten im HAFAS werden (wie auch bei INSA) nur einmal wöchentlich aktualisiert, m.W. immer in der Nacht zum Freitag.

Wie, MD, es gibt nen Fanzug? Also einen Sonderzug nach Hbf (hoch)?

Mal auf der Homepage des Dosenballgegners nachgeschaut:

hallescherfc.de (http://www.hallescherfc.de/der-club/fans-und-fanszene/artikel/datum/2013/12/19/entlastungszug-zum-leipzig-spiel/)

Zitat von: hallescherfc.de
Eine Woche nach dem erfolgreichen Start erfreut sich die S-Bahn Mitteldeutschland einer sehr hohen Fahrgastnachfrage. Das vierte Adventswochenende wird zu den verkehrsreichsten des Jahres gehören und auch wegen des Spiels des Halleschen FC in der Nachbarstadt gerade im Raum Halle-Leipzig zu vielen Zugreisenden führen. Daher hat sich die Deutsche Bahn kurzfristig entschlossen, ein zusätzliches Entlastungszugpaar einzusetzen, welches allen in den Zügen des Nahverkehrs der DB Regio in Mitteldeutschland gültigen Fahrausweisen offen steht.

Es gilt folgender Fahrplan ohne Zwischenhalt:

Halle (S.) Hbf ab: 11:41 Uhr
Leipzig Hbf an: 12:11 Uhr

Leipzig Hbf ab: 17:42 Uhr
Halle (S.) Hbf an: 18:12 Uhr

Die Zeiten passen zu den Spielzeiten im Zentralstadion. Bei hallespektrum.de stehen die gleichen Fahrzeiten als Glühweinexpress drin. Immerhin gelten alle DB- und MDV-Fahrkarten, der Zug ist öffentlich. Und nein, es werden da keine Silberhamster eingesetzt.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 21:01:52
@MD

Die Tauchaer Situation ist kollegenbedingt, das muss seinen täglichen Schilderungen nach eine verwunschene Strecke sein... Am schlimmsten ist die Unzuverlässigkeit und (zu) späte Information, so dass das Ausweichen auf Tram 3 zu spät möglich oder sinnvoll wäre.

Die Aufsicht meine ich auch nicht abfahrtsauftragserteilen d, sondern fahrgastflussherstellend . Das, was in Berlin vermutlich "dienstlicher" Auftrag ist (Erkner einsteigen bitte, Erkner zurück bleiben bitte!) kann hier genauso sinnvoll sein, um gerade in den Bogenlagen das ständige noch-Einsteigen zu unterbinden. Von mir aus auch live stehend mit Headset. Gut, da braucht es Personal mit unterhaltenden Fähigkeiten... Ich sehe da Mehrwerte! Und Stress für HR, diese zu finden  :-)

Architekten kommen i.d.R. sehr selten an den Ort ihrer Taten zurück, ganz im Gegensatz zu Meuchlern und anderen Irrlichtern. Leipzig ist ja nicht Berlin!

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 19.12.2013, 21:21:30
Die Tauchaer Situation ist kollegenbedingt, das muss seinen täglichen Schilderungen nach eine verwunschene Strecke sein...

Eine Kollegin kommt ebenfalls von Taucha, die nutzt aber den Cottbuser RE um sieben und hatte mit dem an den ersten drei Tagen dieser Woche jeweils knapp zehn Minuten Verspätung, meist verursacht durch verspätete S-Bahnen. An einem Tag hatten man dann in Thekla die dort beginnende S4 vorgelassen. Da war zwar dann die S-Bahn im Tunnel pünktlich, die Leute aus dem RE Richtung City standen aber in L-Nord blöd rum... "Richtig erwischt" hatte es sie erst heute, der RE war der erste stadtwärts fahrende Zug, der von der Sperrung betroffen war.

Wer in Taucha für die Lautsprecheransagen verantwortlich ist, weiß ich nicht. Die Zugpersonale haben aber meist auch nur wenig Infos, noch weniger bis gar nichts aber über andere Züge. Mehr als was im RIS drinsteht erfahren die meist auch nicht.

Die Aufsicht meine ich auch nicht abfahrtsauftragserteilen d, sondern fahrgastflussherstellend .

Dafür gibt es am Hbf (tief) und am Markt zurzeit in der HVZ extra Servicekräfte, das sind die in den grünen  /S-Bahn-Westen. Inwieweit die allerdings tatsächlich aktiv auf den Fahrgastfluss Einfluss nehmen, kann ich nicht einschätzen. Es gehört aber zu ihren Aufgaben.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 19.12.2013, 21:28:18
Die Servicekräfte gehen auch mal verbal hin, wenn man mal durchrutschen soll im Zug.

Soso, der "Glühweinexpress" ist also der Fanzug vom HFC. Na bravo, da werden sich viele, die zufällig das lesen mit dem "Glühweinexpress", ja freuen, lauter rot-weiße Männer, oder auch blaue, im Zug zu finden. Ob es auch Geschenke im Zug gibt?  ;D
Insofern ist es dann wohl besser, den Zug NICHT in die Auskunft einzupflegen. Der wird doch sicher über Fluchhafen fahren?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 19.12.2013, 21:37:30
Die lieben grünbewesteten Service-Studenten wirken meistens ebenso ratlos, wenn die Anzeigen und Realitäten vom Fahrplan wenig übrig lassen. Als Lokführer fände ich es sicher erleichternd, wenn draußen jemand nachdrücklich (menschlich-humorvoll) zur Eile mahnt. Habe ich noch nie erlebt.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 19.12.2013, 21:41:28
Der wird doch sicher über Fluchhafen fahren?

Über Schkeuditz - Wiederitzsch, aber ohne Halt.

Hier noch eine aktuelle Verkehrsmeldung der Deutschen Bahn (http://www.deutschebahn.com/de/presse/verkehrsmeldungen/5443174/ssat20131219.html):

Zitat von: deutschebahn.com (auszugsweise)
Am Sonnabend fährt DB Regio zusätzlich einen „Glühwein-Sonderzug“ mit drei Doppelstockwagen von Halle (Saale) Hbf. (ab 11.41 Uhr, Bahnsteig 3) nach Leipzig Hbf. (an 12.11 Uhr, Bahnsteig 17). Zurück geht es ab Leipzig Hbf. um 17.42 Uhr (Bahnsteig 17), Ankunft in Halle (Saale) Hbf. um 18.12 Uhr (Bahnsteig 4). Darüber hinaus fahren alle S-Bahnen der S3 Halle (Saale)–Schkeuditz–Leipzig Hbf. (tief)–Markt–Wilhelm-Leuschner-Platz–Bayerischer Bahnhof–Leipzig-Stötteritz am Sonnabend und Sonntag durchgehend mit zwei Talent 2-Triebwagen. Damit verdoppelt sich auf dieser Linie das Platzangebot. Zusätzliches Servicepersonal, insbesondere auf dem Leipziger Hauptbahnhof und in der Station Markt, gibt Auskünfte und Informationen und hilft bei der Orientierung.


Gruß Peter

PM der DB ergänzt
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 20.12.2013, 00:29:32
Was muss man eigentlich am Fahrscheinautomaten eintippen um für 2 Minuten Fahrt 5,60€ zu zahlen ???
Da hat sich eine bei Facebook beschwert das es so teuer ist, immer alle Bahnen Verspätung haben und es keine Sitzplätze gibt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: 1131 am 20.12.2013, 00:39:24
Was muss man eigentlich am Fahrscheinautomaten eintippen um für 2 Minuten Fahrt 5,60€ zu zahlen ???
Da hat sich eine bei Facebook beschwert das es so teuer ist, immer alle Bahnen Verspätung haben und es keine Sitzplätze gibt.
War die blond ?
Mfg.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 20.12.2013, 01:28:05
Nee, war glaub ich Braunhaarig.
Aber in jeder Haarfarbe steckt ein bisschen Blond :D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 20.12.2013, 06:51:13
Was muss man eigentlich am Fahrscheinautomaten eintippen um für 2 Minuten Fahrt 5,60€ zu zahlen ???
Da hat sich eine bei Facebook beschwert das es so teuer ist, immer alle Bahnen Verspätung haben und es keine Sitzplätze gibt.

Vermutung: Eine 4 Zonenkarte kostet 5,5€, vmtl 4 Hst=4 Zonen im Kopf jener Person?

Grüße

Geht aber am Thema hier vorbei, lasst uns dies also beenden. ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 20.12.2013, 08:01:29
@ Lutz:

Gestern Abend bin ich mit einem Solodeier gefahren. An der Station Markt fuhr aber nicht der normale Schiebetritt aus, sondern etwas tiefer ein anderer. Ist das der Tritt für den Winter, weil seine Oberfläche aus Edelstahl mit Rechtecköffnungen ist ??
An meinem Zielbahnhof war dann der "normale" Schiebetritt draußen. Kann man als Lokführer den Tritt auswählen ??

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: zanycam am 20.12.2013, 08:30:45
@T4D-Fan:

War das die  /S-Bahn 1 21:37 Richtung Wurzen? Ist mir nämlich auch aufgefallen...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 20.12.2013, 08:34:33
^Ja, das war der Zug  :D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 20.12.2013, 12:46:40
Ich hatte gestern den Eindruck, dass viele Lokführer zunehmend mehr Gefühl für die Türfreigabe bekommen, es lief deutlich flüssiger. Heute früh dagegen hat einer die S4 gefahren, bei dem es wieder ewig dauerte, bis die Türen freigegeben waren. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der Hamster ohne Anzeige u.dgl. fuhr und vielleicht noch andere Sachen mit sponnen?

Die Aufsicht meine ich auch nicht abfahrtsauftragserteilen d, sondern fahrgastflussherstellend . Das, was in Berlin vermutlich "dienstlicher" Auftrag ist (Erkner einsteigen bitte, Erkner zurück bleiben bitte!) kann hier genauso sinnvoll sein, um gerade in den Bogenlagen das ständige noch-Einsteigen zu unterbinden. Von mir aus auch live stehend mit Headset. Gut, da braucht es Personal mit unterhaltenden Fähigkeiten... Ich sehe da Mehrwerte! Und Stress für HR, diese zu finden  :-)
Wie im Londoner Berufsverkehr - dort steht an vielgenutzten Stationen die Aufsicht (bei sehr intensiv genutzten Stationen auch mal 2-3) an einem Bahnsteig, macht per Headset durchsagen und springt bei nicht genügend reagierenden Personen auch mal hin und wiederholt es gleich nochmal lautet - oder schiebt Tokio-ähnlich bei knackevollen Waggons u.U. auch mal die Fahrgäste bis hinter die Lichtschranke :)

Die Servicekräfte gehen auch mal verbal hin, wenn man mal durchrutschen soll im Zug.
Na das ist doch mal schön, bisher habe ich sie nur als eher ratlos herumstehend erlebt (die meisten wirkten auf mich auch eher wie kurzfristig angeheuerte und grundbesohlte Studenten, die das stundenweise machen). Die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens, die Anfang der Woche am MDR standen (seit gestern nicht mehr gesehen), wirkten da einerseits deutlich informierter über das S-Bahn-Netz und andererseits deutlich resoluter (auch wenn ich am MDR bisher nur einmal abends stadtauswärts eine volle Bahn erlebt habe).

Architekten kommen i.d.R. sehr selten an den Ort ihrer Taten zurück, ganz im Gegensatz zu Meuchlern und anderen Irrlichtern. Leipzig ist ja nicht Berlin!
Ja leider. Der normale Architekt muss weder in dem Haus wohnen, was er verzapft hat, noch das betroffene Verkehrsmittel oder öffentliche Gebäude nutzen. Sonst würde so manches viel praxisgerechter geplant werden bzw. der Widerstand gegen praxisrelevante Umbauten (und seien es nur kleine Schilder) nicht so stark sein.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 20.12.2013, 14:33:48
@ T4D Fan
Die Frage zu den unterschiedlichen Schiebetritten hat @Lutz bereits hier im Beitrag #220  ausführlich beschrieben, daher bitte in Gänze lesen, dann ist alles klar(er)

@ BR442
Es muss nicht mal am Blond liegen 
Denn obwohl die Automaten deutlich besser in der Menüführung und Struktur geworden sind, gibt es ein paar Fallen:
- wenn bei Start – Ziel – Bahnhöfen nicht eigenständig das Produkt „nur Nahverkehr“ gewählt wird, wird automatisch eine fernverkehrstaugliche Fahrkarte ausgegeben, ohne ausdrücklichen Hinweis darauf. Klar, meistens doppelt so teuer!
- Die Abfrage der Zonennummern, sofern nicht die grafische Eingabe genutzt wird, ist für den Kunden irrelevant, sie dient nur der Vereinfachung im gegenseitigen Verrechnungsprozess  der Verbundverkehrsbetriebe.
   
Situation gestern abend und heute:
Abends nach 6 fuhr S5X ab Halle nur als Solo, entsprechend waren die Zustände an Bord, ca. 50 Leute mussten stehen, am Airport großes Gewühl, weil nochmal rund 30 bis 40 Koffer plus Kofferträger einsteigen wollten. Verspätung an Hbf Leipzig mehrere Minuten.

Nach 20 uhr in Connewitz gleiches Bild wie gestern: keine Einsteiger, 6 Aussteiger, davon 80% auf dem Weg nach Lößnig,

Heute morgen:
S5X aus Zwickau mehr als 30 minuten später angekündigt, Ausweichen auf S3 war nur mäßig gute Idee. Die S3 kam pünktlich im Bay.Bf an, jedoch nur als Solo-3er, bereits gut besetzt. Ab Hbf schon länger in Verzug wurde es in Gohlis unzumutbar. Wie Sardinen war Stehen angesagt (Gohlis – geschätzt 30 Einsteiger).

Am Bay. Bf. Stiegen aus den von Süden kommenden Zügen stets mindestens 20 Leute aus. Eine größere Gruppe Schulkinder fragte den netten Grünhemd nach S-Bf Lpz Nord (wie vermutet: Walldorfschule)

Lützschena, sonst immer mit Einzelpersonen als Nutzer, wies 7 AE auf. So eine Anballung habe ich dort noch nie gesehen.

Bei Einfahrt in Halle dann 8 Minuten Verspätung und auf den Dreier warteten rund 200 Menschen.

Gruß
Der Radler

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 20.12.2013, 16:18:15
Eben von Leipzig nach Halle gefahren... Ein Erlebnisbericht!

Einstieg am Bayerischen BHF:
Station relativ leer, aber stetiges KOmmen und Gehen. Die Hälfte aller S-Bahnen hatte Verspätung, aber nur 5min. Außer die S5, mit der ich fahren wollte, die hatte 10min. In Gegenrichtung nach Stötteritz ein solo 3er auf der S3, war aber erstaunlich leer. Alle anderen Züge mäßig gefüllt.
Dann kam auch schon die S5 (3er Traktion) bei der alle Sitzplätze belegt waren und etliche bereits standen.

WLP:
Station ähnlich gefüllt, wie Station davor. Einige Einsteiger...

Mark:
Station voll und noch mehr Einsteiger in die S5, da kam sie an die Grenzen des Machbaren!

HBF:
90% der Leute steigen aus, mindestens genauso viele steigen wieder ein. Standzeit fast 6min! Verspätung fast 15min! S-Bahn blieb bis Halle so voll, zur Freude der Zusteigenden am Flughafen.

Ankunft Halle mit 10min Verspätung. Am dortigen Bahnsteig warteten bereits wieder sehr viele Menschen auf die 15min später nach Zwickau fahrende S5.

S3 in Gegenrichtung dann ebenfalls mit 3er-Traktion und gefüllt.

Am Flughafen stand auf dem Abstellgleis eine Traktion abgestellt. Im Vorfeld des halleschen HBF wurde fleißig mit 3 Dostos Zügen mit je 3 DostoWagen rangiert und auf den Bahnhofsbrücken auf Geis 1 Stand ein solo 3er, der vmtl an die nächste S3 angekoppelt werden sollte.

Grüße!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 20.12.2013, 18:33:11
Ich bin heute auch wieder S-Bahn gefahren, von der Grünauer Allee->Markt (16:13->16:37) und Markt->Grünauer Allee (17:23->17:48).
Anbei drei Kritikpunkte:
1. Informationssysteme
Der in der Grünauer Allee ankommende 4-Teiler (705) war wieder ohne Anzeigen. Nach einer Woche Einsatzzeit sind mir solche Gegebenheiten nahezu unbegreiflich. Die Anzeiger im Tunnel sollten unbedingt auf Ist-Abfahrtszeiten umgestellt werden. Soll-Abfahrtszeiten befinden sich zum Nachlesen in gedruckten Fahrplänen. In den Anzeigen und am Bahnsteig selber sind keine Abschnitte definiert (A, B, C), wo der Zug halten soll. Da ist nur blind eine Markierung, aber genau ablesen kann ich daran nicht, wo der Zug halten soll.

2. Zu geringe Haltezeiten in den Tunnelstationen
Hier scheint man mit wesentlich weniger Fahrgästen gerechnet zu haben, als tatsächlich mitfahren. Die Haltezeiten sind sehr knapp bemessen und auch hier muss nachgebessert werden, ich denke eine Minute Standzeit sind für die Tunnelhalte sinnvoll, in der praktischen Umsetzung aber nicht ohne weiteres machbar.
Auf meiner Rückfahrt am Haltepunkt "Markt" stieg ich in die S1. Ca. 10 Leute stiegen aus der S-Bahn, dann ertönte an den Außensprechanlagen des Zuges "Bitte beeilen". Die Zugbegleiterin versuchte auch dem Nachdruck zu verleihen. Schließlich haben die Fahrgäste den Zug verlassen und die Fahrgäste stiegen in den Zug ein. Plötzlich wurde der Einstiegsprozess schlagartig durch ein Zwangsschließvorgang der Türen beendet, ein Teil der Fahrgäste blieb zurück! Man versucht zwar, die Fahrgäste zu erziehen, damit der Fahrgastwechsel schneller geht, das ist jedoch in der Form sehr gefährlich. Sicher wäre eine höhere Anzahl an Türen für den zügigeren Fahrgastwechsel mehr als hilfreich, jedoch ist ein hoher Anteil an Sitzplätzen und weniger Türen dem teilweisen Charakter als Regio S Bahn geschuldet, daher wäre eine erweiterte Haltezeit im Tunnel durchaus wichtig.

3. Behängungsgrad der Züge
Nach wie vor ein heißes Thema sind die oft zu kurz eingesetzten Züge, vor allem auf den Linien  S3, S5, S5X, wenn ich das so recht mitbekommen habe. Ebenso sehe ich die 3-Teiler auf der S1 (Grünau-Wurzen) auch kritisch an, solo fahrende 4-Teiler als Stammfahrzeuge, wenigstens auf einigen Kursen, wäre wünschenswert, ist aber nicht der Fall, sie werden willkürlich eingesetzt. In der Regel sind es 1-2 Umläufe, die als 4-teilige Talent II gefahren werden.

Nachbesserungen sehe ich als sehr wichtig an. Anscheinend hat man die Fahrgastzahlen sehr unterschätzt und das spiegelt sich in den beschafften Fahrzeugen wieder, denn 15 4-Teiler sind zu wenig, dem stehen 36 3-Teiler gegenüber.

MfG Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 20.12.2013, 19:10:25
Da ich mit München ein Beispiel mit mehr Kampferfahrung habe stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Probleme durch die Fahrgäste selbst entstehen. Wenn man mal beobachtet wie lethargisch und unentschlossen da viele einsteigen und erst mal den Türbereich durch ihre "Wo gehe ich jetzt am besten hin"-Verhaltensweisen blockieren, muss man sich nicht über zu lange Standzeiten wundern.
Auch immer wieder herrlich zu beobachten: Rolltreppen. Das Schema rechts stehen, links gehen kennt keine Sau. Das machst du in München nur max. 2-3x - danach weißt du wie der Hase läuft. Manchmal ist Leipzig echt ne Provinz.

Schönes WE.

P.S. Kann es sein, dass am Bf Nord der  /S-Bahn 1 - Aufkleber an den blauen Schildern mit den Richtungsangaben fehlt? Ich sehe da nur die Aufkleber  /S-Bahn 2 &  /S-Bahn 4
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 20.12.2013, 19:19:55
Wie im Londoner Berufsverkehr - dort steht an vielgenutzten Stationen die Aufsicht (bei sehr intensiv genutzten Stationen auch mal 2-3) an einem Bahnsteig, macht per Headset durchsagen und springt bei nicht genügend reagierenden Personen auch mal hin und wiederholt es gleich nochmal lautet
In den Metrosystemen in Kiev und Dnipropetrovsk (wohl auch noch in ein paar anderen) wird grundsätzlich abgefertigt. Sieht immer lustig aus. Wobei ich das in DP nicht nachvollziehen kann, Sitzplätze findet man immer und selbst in der HVZ nur 12min-Takt. In Kiev ist das da schon eher nötig.

Das S-Bahnsystem hier wird glaube auch völlig falsch eingeschätzt. Man darf nicht vergessen, dass die ganzen Regio-Linien aus Hoyerswerda oder Zwickau die vormaligen RB und RE sind. Entsprechend sieht es auch immer beim Fahrgastwechsel im Hauptbahnhof aus, der sich eben weiterhin dort konzentriert und die meisten Leute unter der Innenstadt durchfahren. Wobei ich sagen muss, dass sich für viele durch die "Durchbindungen" die Verbindungen verbessert haben, z.B. von Halle nach Zwickau.

Die wirkliche Nutzung der Stationen werden wir wohl erst in einigen Wochen erahnen könen, wenn sich der richtge Alltag eingespielt hat und nicht mehr so viele Neugierige unterwegs sind.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 20.12.2013, 20:02:35
P.S. Kann es sein, dass am Bf Nord der  /S-Bahn 1 - Aufkleber an den blauen Schildern mit den Richtungsangaben fehlt? Ich sehe da nur die Aufkleber  /S-Bahn 2 &  /S-Bahn 4

Die  /S-Bahn 1 biegt doch schon vorher nach Gohlis ab?!?

P.S. Habe vergessen, daß die halbe /S-Bahn 1 nach Messe fährt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 20.12.2013, 21:05:24
Die halbe S1? Ja, mir ist das heute auch aufgefallen und verstehe diese Krüppellinie nicht so recht. Zur Messe kann ich das ja noch nachvollziehen, dass dort damit zusätzlice Kapazität gefahren wird, nur im Moment seh ich in genau diesen Fahrten (die wirklich NUR zwischen Stötteritz und Messe verkehren) keinen richtigen Sinn außer dem damit erzeugten 5min-Takt im Tunnel, weil einfach dafür die entsprechende S-Bahn fehlt...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 20.12.2013, 22:11:27
Nimms positiv:  :) Diese halbe  /S-Bahn 1 ist dann eine echte Leipziger Durchmesserbahn.   :D

Und es wird der Südosten optimal nach Norden angebunden, was ja mit der doofen  /TRAM /SL.016 ja nicht richtig glückt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 21.12.2013, 11:44:34
http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/probleme-im-city-tunnel-leipzig-bahn-schliesst--rolle-rueckwaerts--fuer-pendler-nach-halle-aus,20641266,25678366.html (http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/probleme-im-city-tunnel-leipzig-bahn-schliesst--rolle-rueckwaerts--fuer-pendler-nach-halle-aus,20641266,25678366.html)


Zitat
Die Bahn will jedoch erst im März 2014 eine Auswertung mit den Auftraggebern wagen. Derzeit wolle man laut Bönisch nachjustieren. Beispielsweise werden einzelne Streckenabschnitte auch für Höchstgeschwindigkeiten von 160 km/h statt der bisherigen 120 km/h freigeben. Schulz entgegnet, dass der Zeitgewinn nur im Sekundenbereich liege: "Mit etwas Ahnung von Physik und Mathematik sieht man schnell, dass der größte Zeitgewinn bei der Beschleunigung und beim Abbremsen erreicht wird."
Da steht noch anderes drin, das nicht unbedingt Hoffnung weckt, vor allem in Bezug zum Verkehr Halle - Leipzig.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 21.12.2013, 13:44:42
Ich habe irgendwie den Eindruck, dass die LVB die S-Bahn als unliebsame Konkurenz sieht. Es kommen weder Ansagen zur Umsteigemölichkeit und im EasyGo werden bevorzugt /TRAM und /BUS Verbindungen angezeigt, obwohl es mit der S-Bahn schneller geht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 21.12.2013, 15:25:03
Ich habe irgendwie den Eindruck, dass die LVB die S-Bahn als unliebsame Konkurenz sieht. Es kommen weder Ansagen zur Umsteigemölichkeit und im EasyGo werden bevorzugt /TRAM und /BUS Verbindungen angezeigt, obwohl es mit der S-Bahn schneller geht.

Ich habe von Unternehmen gehört die solche Situationen als Ansporn nehmen sich qualitativ neu zu verbessern/aufzustellen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 21.12.2013, 17:44:31
Ich habe heute meine erste "Testfahrt" mit der neuen S-Bahn gemacht. Los ging es 15:14 von der Alten Messe mit der S1 Richtung Miltitzer Allee. Der Silberhamster fuhr pünktlich auf die Minute und war gut gefüllt. Die meisten Ein- und Aussteiger gab es wie erwartet an den Stationen "Markt" und "Hbf tief", alles lief relativ zügig ab. Vor der Einfahrt in den Haltepunkt Gohlis mußte der Zug kurz an einem roten Signal halten, die einzige kleine Verzögerung auf der gesamten Fahrt. Während des Halts in Leutzsch kam auf dem stadtwärtigen Gleis ein mit Baumstämmen beladener Güterzug entgegen. In Plagwitz sieht es schön aufgeräumt aus, es liegen nur noch die wirklich benötigten Gleise. Die alten Reste werden hoffentlich bald entfernt. Am Prellbock vor dem alten Bahnhofsgebäude war der Oldtimer 142-110-6 "geparkt". Vier Minuten früher als geplant fuhr die S1 in den Haltepunkt Allee-Center ein, wo meine Fahrt endete. Auf der Rückfahrt lief ebenfalls alles reibungslos, nur an der Tunneleinfahrt am Hbf mußte der Zug einige Minuten warten, da noch eine vorausfahrende S-Bahn in der Station war. Dies wurde freundlicherweise vom Lokführer durchgesagt. Der Silberhamster ist zwar von Bombardier, aber Siemens scheint auch seine Finger mit im Spiel zu haben: Das Türschließsignal ist das gleiche wie "Akku leer" bei den alten Siemens-Handys. ;D Viel angenehmer als dieses fürchterliche Gepiepse bei den Solaris-Bussen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 21.12.2013, 17:59:35
Vor der Einfahrt in den Haltepunkt Gohlis mußte der Zug kurz an einem roten Signal halten, ... nur an der Tunneleinfahrt am Hbf mußte der Zug einige Minuten warten, ...

Das ist beides planmäßig so, für die Strecke Gohlis - Hbf benötigt die S3 drei Minuten, die S1 acht Minuten. Die Differenz muss abgebummelt werden. Grund dafür sind wohl Trassenkonflikte mit dem Fernverkehr in Kombination mit dem einzuhaltenden 5-Min.-Takt im Tunnel.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 21.12.2013, 18:22:19
@ Lutz:

Gestern Abend bin ich mit einem Solodeier gefahren. An der Station Markt fuhr aber nicht der normale Schiebetritt aus, sondern etwas tiefer ein anderer. Ist das der Tritt für den Winter, weil seine Oberfläche aus Edelstahl mit Rechtecköffnungen ist ??
An meinem Zielbahnhof war dann der "normale" Schiebetritt draußen. Kann man als Lokführer den Tritt auswählen ??

MfG T4D-Fan
Richtig, der Schiebetritt (so zwei verschiedene vorhanden, nicht bei allen Fahrzeugserien so, Bestellervorgabe) muß vorgewählt werden. Bei den Silberhamstern fährt bei nicht erfolgter Vorwahl des oberen Schiebetritts (570 mm) automatisch der untere aus. Leider ist im MDSB die Bahnsteigsituation so, daß an etwa 90% der Stationen der obere benötigt wird, also in 90% der Zughalte eine extra Bedienhandlung notwendig wird. Mit den unteren Schiebetritten fallen mir jetzt auf Anhieb nur Halte im weiteren Umland ein (Petergrube, Petersroda, Zschortau, Ponitz, Pönitz, Taucha innen, hinter Taucha dann fast alle). Noch etwas aufgeregte Kollegen oder aber die bereits beschriebene Problematik der teilweise (noch?) sehr straff eingestellten Drucktaster können daher dazu führen, daß die Vorwahl einfach "untergeht". Beginnt dann schon das Öffnen der Türen, kann diese nicht mehr revidiert werden, dann muß man den Halt praktischerweise so durchziehen. Ich meine, es gibt schlimmeres. Das andere Extrem: Durch das ständige Vorwählen der oberen Tritte wird man mit der Zeit so irre, daß man das aus dem Unterbewußtsein versehentlich auch mal an niedrigen Bahnsteigen macht. Dort stehen die Dinger dann wie Bretter am Sprungturm über den Bahnsteigen (wer nicht rechtzeitig zurückgeht, bekommt sie gegen die Schienebeine ...), und zum Raufklettern braucht man eine Hitsche  ;D
Blöd für die Omis und andere, da es ja keinerlei Haltestange o.ä. zum Raufziehen gibt.

Allgemein bleiben die Schiebetritte un deren tieferer Sinn das größte Problem (und der Winter steht erst noch bevor). Aber - Bestellervorgaben sind nun mal bindend ...

Info für @Radler und andere: Die Silberhamster haben in der ersten Dezemberhälfte (inzwischen dürften alle durch sein) eine neue Software-Variante spendiert bekommen (jetzt Punkt/sechs), die auch das bedeutend schnellere Ein-/Ausfahren der Schiebetritte ermöglicht, die Vorwahl ist schon bei Signal v<3 km/h (und damit noch während des Rollens) möglich. Das beschleunigt das Ganze schon mal wesentlich, für Mitte Januar ist nochmals eine neue Software angekündigt, die weitere festgestellte Fehler und Ungereimtheiten ausmerzen soll. Leider muß die Software nicht nur aufgespielt, sondern auch aktiviert und dann am Fahrzeug praktisch optimiert werden, was aus Zeitgründen derzeit noch nicht möglich ist, daher im Moment auch noch Wagen mit derart auffällig unterschiedlichen Abfertigungsgeschwindigk eiten. Schon mal gut, daß es nicht über längere Zeit zum Parallelbetrieb verschiedener Software-Varianten gekommen ist, die dann das Kuppeln unterschiedlich bestückter Fahrzeuge verhindert hätte (siehe auch bei @Radler und @MD 612). Da hat die Werkstatt also aktiv mitgedacht.

Auch neu: Aktivierung "Haltewunsch" (bei Bedarfshalten) nun nur noch über seperate Haltewunschtaster möglich (in jedem Türbereich - d.h. zwei sich gegenüberliegende Türen - nur einer, seitlich neben einer der Türen in der Abteilwand, nur der Rolli-Türbereich hat zwei davon, auf jeder Seite einen). > Harmonisierung und Beseitigung von Fehlerquellen

Der in der Grünauer Allee ankommende 4-Teiler (705) war wieder ohne Anzeigen. Nach einer Woche Einsatzzeit sind mir solche Gegebenheiten nahezu unbegreiflich.
Ein großes Problem stellt derzeit noch immer die teilweise Unzuverlässigkeit der FIS dar, sowohl technisch als auch von der Einpflege der benötigten Züge/Routen her. Einige noch fehlende Zugläufe (besonders die abends/nachtes "verknüppelte" S1/S3 fehlt noch völlig, so daß die durchgehenden Züge als am Hbf tief (LL T) gebrochene Zugläufe dargestellt werden - mit der Konsequenz, daß in LL T ständig zum "Aussteigen/Zug endet hier ..." aufgefordert wird), falsch abgelegte Zugläufe, fehlerhaft eingearbeitete Halte etc. bedürfen noch umfangreicher Nacharbeit. Da die Wagen dazu aber für jeweils ca. einen halben Tag die Hallesche Werkstatt aufsuchen müssen, nimmt man die Mißstände derzeit noch zähneknirschend hin, um diese Wagen nicht auch noch aus den Umläufen ziehen zu müssen. Als logische Konsequenz würden massive Zugausfälle drohen. Also für eine überschaubare Zeit lieber "blind" und/oder falsch beschallt gefahren, als gar nicht gefahren ... Die Kollegen, die (zwangsweise) so unterwegs sind, nehmen dem halbwegs stabilen Verkehr zuliebe ohnehin viel auf die eigene Kappe, den im Prinzip dürfte ein Fahrzeug mit Totalausfall der FIS aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr durch den Tunnel fahren und wäre nach erreichen des nächsten Endbahnhofs sofort außer Betrieb zu nehmen. Einfach mal kurz drüber nachdenken und innerlich "Danke" sagen.
Zitat von: Laany Toke

link=topic=4354.msg60607#msg60607 date=1387569924
Die halbe S1? Ja, mir ist das heute auch aufgefallen und verstehe diese Krüppellinie nicht so recht. Zur Messe kann ich das ja noch nachvollziehen, dass dort damit zusätzlice Kapazität gefahren wird, nur im Moment seh ich in genau diesen Fahrten (die wirklich NUR zwischen Stötteritz und Messe verkehren) keinen richtigen Sinn außer dem damit erzeugten 5min-Takt im Tunnel, weil einfach dafür die entsprechende S-Bahn fehlt...
Sind zwei Umläufe = zwei Solo-Dreier. Übrigens die für das Personal unzumutbarste Linie mit 5 min Wendezeit in LLST (Stötteritz, technisch/menschlich gebraucht würden mind. 7-8 min), in LNW (Neuwiederitzsch, für das nicht bahnamtliche Volk inzwischen Leipzig Messe, bleibt aber LNW) gibt es theoretisch 17 min Wendezeit, in denen aber über das Kehrgleis rangiert werden muß (2x 5 min), womit für das eigentliche technische Wenden ebenfalls nur theoretisch 7 min bleiben. Die simpelsten Stoffwechselbedürfnisse der biologischen Funktionseinheiten auf den Füherständen sind gar nicht eingeplant, bei bis zur ersten Pause meist mind. fünf Runden (= Stunden), dürften hier bald Mainzer Verhältnisse zu erwarten sein. Damit sind die Verspätungen dieser Conterganlinie vorprogrammiert, es fehlen ja auch die längeren Außenäste völlig, wo man evtl. mal wieder ein Minütchen rausfahren könnte.

Und ja, diese Linie dient lediglich dem politsch gewollten 5-min-Takt im Tunnel (denn sie in der Praxis als größter Störfaktor eher gehörig durcheinanderbringt), sobald die Gaffer und nur-mal-neugierig-durch-den-Tunnel-Fahrer der ersten Wochen verschwunden sind, dürfte sie auch im Kernbereich so leer bleiben wie schon jetzt in Stötteritz oder LNW. Drei bis vier verloren aussteigende und auf die nächste "richtige" S-Bahn wartende Reisende sind an den Endstationen die Regel ... Die durch ein Auflassen der Conterganlinie im Tunnel entstehenden "bösen Lücken" dürften aber die Entscheidungsträger davon abhalten, diesem bösen Spiel ein vorzeitiges Ende zu bereiten. Mit den freiwerdenden zwei Dreiern könnte man ohnehin kaum ordentlich und vor allem fühl- und spürbar verstärken, sie würden einfach irgendwo "untergehen", wie ein Tropfen auf dem heißen Stein verzischen. So sind sie laut Besteller "im Tunnel immer wieder werbewirksam präsent". Da sie in Kürze auch garantiert nicht mehr überfüllt sind, suggerieren diese zwei Kurse dann auch späterhin immer noch "viel Platz" in den S-Bahnen. Welch ein Aushängeschild ...


Die Anzeiger im Tunnel sollten unbedingt auf Ist-Abfahrtszeiten umgestellt werden.
Ist technisch derzeit noch nicht so einfach möglich. Die durchlaufenden Verspätungsanzeigen (Laufschrift) sind die aktuell technisch verfügbare Ist-Anzeige (intern = Prognose, präziser geht kaum, wenn nicht hellseherische Fähigkeiten - wer fährt tatsächlich zuerst in die Bündelungsstrecke? - von der Technik erwartet werden), die Additionsaufgabe Soll-min + Verspätungs-min = Ist-min sollte eigentlich auch dem nicht extra unterwiesenem Nutzer möglich sein.

In den Anzeigen und am Bahnsteig selber sind keine Abschnitte definiert (A, B, C), wo der Zug halten soll. Da ist nur blind eine Markierung, aber genau ablesen kann ich daran nicht, wo der Zug halten soll.
Notwendig doch wohl nur Hbf tief. Genau dort gibt es diese Markierungen aber, wenn auch noch nicht richtig kommuniziert. An allen anderen Tunnelhalten stimmt für den Solo "zwischen den Treppen" immer, die Traktionen passen ohnehin geradeso hin, stimmt also auch eigentlich immer ... Alles ander (Zentimetergenaues Halten ...) ordne ich unter den im Tunnel herrschenden Bedingungen als - sorry - "Gejammer und Genöle" ein ...

Hier scheint man mit wesentlich weniger Fahrgästen gerechnet zu haben, als tatsächlich mitfahren. Die Haltezeiten sind sehr knapp bemessen und auch hier muss nachgebessert werden, ich denke eine Minute Standzeit sind für die Tunnelhalte sinnvoll, in der praktischen Umsetzung aber nicht ohne weiteres machbar.
Falsch. In den ersten KNA mit wesentlich mehr. Ich habe gerade mal ein frühes Machwerk von Kajo Schommer gezogen, da war von täglich 300.000 die Rede ... Wie das überhaupt praktisch zu händeln sein sollte, davon ist in den frühen Unterlagen freilich nichts zu finden.

Die Haltezeiten sind sehr knapp bemessen, aber erst nach dem Abflauen des Neugier- und Gaffer-verkehrs neu und realistisch zu bewerten. Wie bitte soll derzeit eine "Nachbesserung" aussehen? Deine eigene Schlußfolgerung erklärt doch schon alles.

Sicher wäre eine höhere Anzahl an Türen für den zügigeren Fahrgastwechsel mehr als hilfreich, jedoch ist ein hoher Anteil an Sitzplätzen und weniger Türen dem teilweisen Charakter als Regio S Bahn geschuldet ...
Ehem, noch mehr Türen? Zähle mal die am Saxonia-Hamster und dann die an den kleinen niedlich silbernen Nagetieren. In der Praxis bei 12 Türen am Bahnsteig: 40 Leute drängen sich an zwei Türen, an den anderen gäääähhhndene Leere. Schon mal meine persönlich favorisierte Außenansage gehört: "Sehr geehrte Reisende, bitte beachten Sie, daß ich Ihnen zwölf einladende Eintrittsöffnungen zur Verfügeung stelle, die der Hersteller in seiner grenzenlosen Güte und Weitsicht extra für Sie seitlich in den Wagenzug eingebracht hat ..." Ergebnis meist ein paar Lacher, anschließend drängen sich noch 38 Leute an zwei Türen, an den anderen gäääähhhndene Leere ...

3. Behängungsgrad der Züge
Nach wie vor ein heißes Thema sind die oft zu kurz eingesetzten Züge, vor allem auf den Linien  S3, S5, S5X, wenn ich das so recht mitbekommen habe. Ebenso sehe ich die 3-Teiler auf der S1 (Grünau-Wurzen) auch kritisch an, solo fahrende 4-Teiler als Stammfahrzeuge, wenigstens auf einigen Kursen, wäre wünschenswert, ist aber nicht der Fall, sie werden willkürlich eingesetzt. In der Regel sind es 1-2 Umläufe, die als 4-teilige Talent II gefahren werden.
Siehe oben. Jetzt noch über die definitiv zu geringe Anzahl der Züge akademisch zu palavern bringt wohl wenig, frühe Warner (hat es genug gegeben) wurden eher ausgelacht. Übrigens, da der Kaufpreis der Züge zu den Tunnelkosten zählt, hätten paar Millionen für mehr Züge doch noch die Milliarde geknackt. Das durfte politisch auf gar keinen Fall passieren, also lieber (in dieser Beziehung, nicht alles ist schlecht) großer Murks für eine knappe Milliarde als was Brauchbares für eine glatte Milliarde. Ist aber typisch deutsches/europäisches Denken, leider kein Einzelfall.

Richtig ist, derzeit werden die vorhanden Dreier/Vierer noch recht willkürlich eingesetzt. Das Motto lautet derzeit: Alles, was Räder hat, sofort erstmal fahren, egal wo und wie. Wem und wie sollte man derzeit weitere Zugausfälle erklären, nur weil die Wagen nach Form, Farbe und Schönheit neu sortiert werden sollen? Wenn sich Anfang Januar alles weitgehend normalisiert haben sollte, wird man die Wagen auch nach dem vorhandenen Einsatzkonzept ordentlich sortiert in den Einsatz bringen. Bitte erst dann knallharte Urteile fällen, jetzt einfach fereun, daß was (und in den letzten Tagen erfreulicherweise immer zuverlässiger) fährt!

MfG Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 21.12.2013, 18:40:41
@Lutz: Danke für deine Eindrücke (wortwörtlich beim Schalter für den Schiebetritt) aus erster Hand.  ;D

Ich denke auch, dass sich die Pendler langsam daran gewöhnen werden, wo die Haltepositionen sind und damit schon "auf Abruf" vor der Tür stehen werden. Die Leipziger müssen eben erst lernen, was es heißt, ein  /S-Bahn-Netz mit dichten Takt auf der Stammstrecke zu besitzen.

Der Behängungsgrad ist teilweise wirklich grenzwertig. Wenn die 51 Talente tatsächlich den 960 Mio. € zugehören, wäre ich stark überrascht.

Viel mehr hat man aufgrund der Vorgaben aus Dresden auf Kante genäht. Mehr wäre wohl durch die Aufgabenträger gerne bezahlt worden, aber die FDP interessiert sich nun mal nur für Beton und nicht für Fahrgäste.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: eric m am 21.12.2013, 19:15:13
Sind zwei Umläufe = zwei Solo-Dreier. Übrigens die für das Personal unzumutbarste Linie mit 5 min Wendezeit in LLST (Stötteritz, technisch/menschlich gebraucht würden mind. 7-8 min), in LNW (Neuwiederitzsch, für das nicht bahnamtliche Volk inzwischen Leipzig Messe, bleibt aber LNW) gibt es theoretisch 17 min Wendezeit, in denen aber über das Kehrgleis rangiert werden muß (2x 5 min), womit für das eigentliche technische Wenden ebenfalls nur theoretisch 7 min bleiben.
Als heutiger Mausbediener der Messe kann ich da nur zustimmen, Ausweichen um gleich wieder an den anderen Bahnsteig zu gurken wegen theoretisch vier Minuten aus Richtung Berlin und sieben Minuten aus Richtung Leipzig. Wenn nicht alles auf Kante genäht wäre, könnte man bei jeder Fahrt eine Bahnsteigwende machen. Aber auf den Fernverkehr ist da zum Glück verlasst, so dass man sich nicht jedes Mal zur vollen Stunde hin im Kehrgleis verstecken muss.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 21.12.2013, 19:27:13
Die Auslastung der aktuellen  /S-Bahn 1 Stötteritz <-> Messe ließe sich meiner Einschätzung nach durch folgende Maßnahmen verbessern:

-Sofortige Gleichbenennung von  /HS Naunhofer Straße und  /S-Bahn Völkerschlachtdenkmal. Was hier von den Akteuren aufgeführt wird, erinnert stark an Kindergarten und ist an Dummheit und Geldverschwendung nicht zu überbieten! Hat schon fast sadistische Züge! Gewinner ist ganz klar der MIV.

-Weiterführung im Osten bis zumindest Engelsdorf und im Norden bis Flughafen oder alternativ auch gern Wiederitzsch.

Aber gut, dass haben wir bereits vor Monaten hier prognostiziert. Der ÖPNV hängt der aktuellen Dynamik in dieser Stadt um Jahre hinterher. Die verantwortlichen Akteure scheinen allesamt nicht in dieser Stadt zu wohnen oder sie fahren mit dem Dienstwagen ins Büro.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 21.12.2013, 19:37:34
Ich denke auch, dass sich die Pendler langsam daran gewöhnen werden, wo die Haltepositionen sind und damit schon "auf Abruf" vor der Tür stehen werden.

VOR der Tür zu stehen ist aber auch ein von nicht mitdenkenden Leuten geschaffenes Problem, welches den Fahrgastwechsel unnötig verlängert, egal ob bei Straßenbahn, Hamster oder ICE.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 21.12.2013, 21:19:23
Sofortige Gleichbenennung von   Naunhofer Straße und   Völkerschlachtdenkmal.
Hätte zwar sicher verknüpfungstechnische Vorteile, aber das reißt den Autofahrer nun auch nicht vom Lenkrad. In Bezug auf die Krüppel-S1 hat das eh keinen Einfluss.

-Weiterführung im Osten bis zumindest Engelsdorf und im Norden bis Flughafen oder alternativ auch gern Wiederitzsch.
Engelsdorf? Dort kannst du nicht wenden. Und ob du die nch nach orden verlängerst, zum Flughafen bist du außerhalb des Taktes, Wiederitzsch kannst du so nur statt der Messe anfahren. Dann eher bis nach Delitzsch. Aber egalwie du s drehst und wendest, es passt einfach nicht ins System und bezeichne ich als sinnlos gefahrene Kilometer.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Andreas_W am 21.12.2013, 21:40:40
-Weiterführung im Osten bis zumindest Engelsdorf und im Norden bis Flughafen oder alternativ auch gern Wiederitzsch.
Engelsdorf? Dort kannst du nicht wenden.
Die Verlängerung mindestens bis Engelsdorf wäre m.E. mehr als sinnvoll, warum von vornherein (nur) Stötteritz als (Zwischen-)Endbahnhof gewählt wurde, erschließt sich mir nicht. Aber wenn in Engelsdorf nicht gewendet werden kann (und sich hierbei sicher so bald auch nichts ändern lässt?), sind ja erst mal für das Netz nicht förderliche Tatsachen geschaffen worden ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 21.12.2013, 21:45:57
Hmmm... eigentlich soll die Halb  /S-Bahn 1 ja nur den CTL "voll" machen, wohin die dann weiterfährt, kann man sich doch aussuchen^^... Engelsdorf, Delitzsch, Wiederitzsch wurden schon genannt... haben Markranstädt(-Weißenfels) oder Knauthain(-Zeitz) irgendein Potential? Der Messehalt würde hier dann allerdings wegfallen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 21.12.2013, 21:59:36
Die Zusatz-S1 fährt vsl. ab 2017 in der Relation Grünau - Stötteritz. Von daher haben mehr oder weniger aufwändig hergerichtete Interimsendstellen wie Knauthain (keine Strippe) oder Wiederitzsch wenig Sinn. Was Engelsdorf angeht, dort gibt es keine Wendemöglichkeit, somit müsste mindestens bis Borsdorf gefahren werden. Da wäre erst einmal zu prüfen, ob die Streckenabschnitte östlich von Stötteritz noch zusätzliche S-Bahnen vertragen. Im Bereich des Rbf Engelsdorf vereinigen sich ja die Güterzugstrecken von Stötteritz (mit der S-Bahn) und Schönefeld, zwischen Engelsdorf und Borsdorf nutzen noch Fernzüge, der Saxonia und die RB110 die Gleise. Das dürfte knapp werden. Abgesehen davon stehen die für die Verlängerung nötigen Hamster gar nicht zur Verfügung.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 21.12.2013, 23:14:08
 /S-Bahn 1 nach Wiederitzsch statt Messe würde ich mal ausprobieren. Das richtige Potenzial würde der Endpunkt aber nur entfalten mit nem Ausgang ins südl. gelegene Wohngebiet Martinshöhe. Die aktuell 600m Umweg via Bahnhofsstraße und Viaduktweg sind unzumutbar. Der  /BUS /BL.087 kann dies nicht wirklich kompensieren.

Sollte der Hp gut angenommen werden könnte man ab 2017 statt der  /S-Bahn 1 die NV-Züge von Weißenfels und Pegau dort lang schicken mit Halt am Bahnhof Nord (Umstieg zur  /S-Bahn 2 & 4 Ri. Stadtmitte).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 21.12.2013, 23:50:14
 /S-Bahn "Thonberg" wäre an der Prager der richtige Name. Denn ganz genau dort liegt er. Und man könnte auf diesem Wege auch einen fast vergessenen, sehr alten Namen in Leipzig wieder ins Bewusstsein zurückrufen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 22.12.2013, 02:34:26
Heute stand das zweite Experiment in Sachen S-Bahn an. Zum einem wollte Frauchen in Kabarett mit Weihnachtsmarkbesuch und ich wenigstens kurz nach Möckern (Fahrschalter 500). Also ging es nach 12-minütigen Fußmarsch 14:04 mit der S1 los - pünktlich! In Engelsdorf etwa 35 Einsteiger, der Zug in Gegenrichtung einige Minuten früher hat etwa 25 Aussteiger mitgebracht. Auf dem Güterring leistet eine 155 einer 101 Vorspann, da rufe ich doch zur Freude meiner Mitfahrer mal Sohnemann an. Immerhin ist der Vierteiler fast voll besetzt.
Am Hauptbahnhof tief habe ich 11 Minuten Zeit, das reicht für einen Glühwein. Mein Fehler war es, nicht die Rolltreppe sondern die Treppenstufen zu benutzen - ein bisschen Sport tut auch gut - Yaps. Wieder unten mit kommt die S3 mit einem Dreiteiler, sogar pünktlich. Allerdings dauert es über 2 Minuten, bis alle eingestiegen sind, dann ich es kuschlich, wie in der 16E war 30 Jahren. An der Slevogtstraße habe ich recht frühzeitig dem Haltewunschtaster gedrückt und nach dem Halt nochmal die Türtaste. Hier müssen sie 2* drücken, werde ich von anderen Fahrgästen belehrt und tatsächlich geht die Tür beim zweiten Mal sofort auf. Das dies nur die halbe Wahrheit zu sein scheint, wissen wir aus den Schilderungenvon Lutz. Aber wenn der Fahrgast glaubt 2 * drücken zu müssen und dann keinen Gedanken an Türtaster Türtaster und Schiebetritte verschwendet, dann passt das auch wieder, lassen wir den Fahrgast einfach in seinen Glauben.
Zurück fahre doch dann doch mit der 10, kann mir aber die S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Markt aber nicht verkneifen. Frauchen ist auch - wie ich - schon früher gefahren, mit der 72 - selber schuld, und sitzt Kaffee trinkerweise bei Hugendubel.
Nach dem Kabarett geht es noch zum "schwulen Italiener", wobei uns diesmal eine hübsche Frau bedient. Zur Rückfahrt steht nun die Verbindung 4-73E (großer Kringel und dann doch nach Engelsdorf) gegen die S1 zur Debatte. Fußmarsch S1 12 Minuten, gegen 73 5 Minuten. Ich gewinne mit dem längerem Fußmarsch und der kürzerem Fahrezeit, Frauchen geht Rauchen und ich darf mir noch ein Bier bestellen.
Gegen 0:00 sind wir am Markt1 (als wir uns vor 10 Jahren kennengelernt haben, waren wir hier tanzen - ein bisschen Wehmut bleibt da schon) Unten auf den Bahnsteig ist nichts von einer S1 zu lesen. Mein Tablett behauptet 0:08 - Easy-Go bei Frauchen spricht von 0:03, die Anzeige am Bahnsteig träumt von einer S4 und einer S5 0:12 und 0:18. Eine gewisse Unruhe macht sich am Bahnsteig bei den fahrplanlesenden  Fahrgästen breit, da steht auch etwas von 0:08 nach Oschatz, nur der Anzeiger ist unbeirrt.
Um 0:06 setzt ein leichter Luftzug am Bahnsteig ein, der immer stärker wird und eine Minute später steht ganz selbstverständlich die S1 am Bahnsteig zum Einsteig bereit. Der Dreiteiler ist sitzplatzmäßig zu etwa 80% ausgelastet, das hat nichts mit HFC und Weihnachtsmarkt zu tun, das sind schon "echte" Fahrgäste.
Fazit: Probleme bleiben - aber der Verkehr hat sich stabilisiert - wenn man Probleme von PZB90, Fahrzeuganzahl, Zugfolge auf Außenstrecken  in den Griff bekommt, dann könnte die S-Bahn ein Erfolgsmodell werden, was nach Erweiterung schreit,
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 22.12.2013, 12:13:03
Hatte gestern bereits kurz was in die Sichtungen geschrieben (zwecks defektem Zug), jetzt aber ein wenig ausführlich:

Von mir bis Hp. Connewitz zu Fuß 10 min.
War ja die ganze Zeit am grübeln ob die Fußballkarte für die S Bahn gültig ist oder nicht.
An den S Bahnen steht es auch dran (Partner von MDV, VVO, VMS...), also rein in den Zug und los ging es, S4 kam 12:19 Uhr.
In Connewitz sind ca. 10 Leute eingestiegen, der 4teiler war gut besetzt vereinzelte Stehplätze gab es dennoch.
Fahrt bis Hbf. hat rund 12 min. gedauert (statt 9 min.) Am Bhf. ausgestiegen, Rolltreppen hoch, da kam auch schon eine  /SL.07E zum Sportforum. Bis zum Stadion letztendlich 23 min. Fahrzeit (Mit der  /SL.016 und dann die Stadionlinien dauert es in der Regel rund 35 min.)
Zurück zu kurzen Bummel über´n Weihnachtsmarkt, dann runter in die Station Markt. Am Gleis stand schon die S5x mit einer Doppeltraktion. Die S Bahn sollte 17:42 Uhr los fahren, am Ende ging es 17:55 Uhr los, leider nur bis Connewitz (aufgrund einer techn. Störung). Die rund 200 Leute mussten dann alle raus aus dem Zug. Ungefähr 20 Leute Richtung Lößnig, ein paar Richtung Connewitz, die anderen am Bahnsteig mussten auf den nächsten Zug warten.

Allg. kann ich sagen das die S Bahn von den "Alt-Lößnigern" (d.h., alles was westlich der Strecke  /SL.010/ /SL.016 wohnt), gut genutzt wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 22.12.2013, 12:37:49
Mal an die Stötteritzer und Ost-Reudnitzer/Thonberger unter uns:

Wieviele Ein- und Aussteiger gibts denn nun eigentlich am /S-Bahn Stötteritz?
Ist das in der Breite überhaupt bekannt, dass es dort einen hammermäßigen 10-Minuten-Takt (zumindest aus und in Richtung Zentrum) gibt?
Wird ja leider gar nicht richtig beworben, außer der allgemeinen Werbung für "die Neue".
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 22.12.2013, 12:58:10
Meine Beobachtung ist es, dass in Engelsdorf wesentlich mehr FG ein- und aussteigen, als in die selben Züge in Stötteritz.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 22.12.2013, 13:12:00
^ Klingt eigentlich auch irgendwie logisch, spielt eine Stadtschnellbahn ihren Vorteil im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln (hier der  /SL.004) ja zumeist auch erst auf längeren Distanzen aus. Wenn ich mir so den Fahrplan der  /SL.004 am  /S-Bahn Stötteritz anschaue, so fungiert bestenfalls die stadtwärtige Tram als passender Wegbringer. Ansonsten sind die Anschlüsse sehr unglücklich, als Zubringer nicht zu gebrauchen bzw. nur sehr unattraktiv. Da passt die  /BL.070 am  /S-Bahn Thonberg ( ;))schon besser.

Vielleicht sollten wir hier mal einen "Fahrgast-Zähl-Thread" erstellen, analog dem Sichtungsthread, wo die Beobachtungen unter Angabe von

Station / Zeit / Aussteiger / Einsteiger

aufgezählt werden.

Dürfte mit der Zeit 'ne interessante Statistikansammlung werden!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: firefox am 22.12.2013, 13:56:57
Manche haben auf dem Weihnachtsmarkt doch zu viel Glühwein getrunken. Oder ist heute der 1.April.

Hört doch endlich auf, aus der S-Bahn mehr machen zu vollen als sie ist. Ein fertiger Tunnel ist eben immer noch nicht ein attraktives Gesamtsystem. Bis dahin den Ball flach halten.
Foxi
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 22.12.2013, 15:45:40
^ Von welcher S-Bahn in welcher Stadt redest du?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 22.12.2013, 15:46:43
/S-Bahn 1 nach Wiederitzsch statt Messe würde ich mal ausprobieren.

Dieses Experiment gab es schon bis 2003. Das nannte sich RB56, fuhr von Leipzig nach Halle u.z. und wurde dann von der S10 ersetzt. Schon damals glänzte der Bahnhof Wiederitzsch nicht mit massigen Fahrgastzahlen.

Das richtige Potenzial würde der Endpunkt aber nur entfalten mit nem Ausgang ins südl. gelegene Wohngebiet Martinshöhe.

Meinst Du, eine derartige Investition (wir sprechen dann wahrscheinlich von einer Fußgängerbrücke über den gesamten Wiederitzscher Bahnhof) sei gerechtfertigt für maximal vier Jahre Nutzung??

Sollte der Hp gut angenommen werden könnte man ab 2017 statt der  /S-Bahn 1 die NV-Züge von Weißenfels und Pegau dort lang schicken mit Halt am Bahnhof Nord (Umstieg zur  /S-Bahn 2 & 4 Ri. Stadtmitte).

Die Markranstädter, Bad Dürrenberger, Weißenfelser, Zeitzer, Geraer uvm. würden sich für mindestens acht Minuten Mehrfahrzeit inklusive möglichem Wegfall wichtiger Anschlüsse bedanken... Mal ganz abgesehen davon, dass es der Spurplan gar nicht hergibt, von den Bahnsteiggleisen gibt es keine Verbindung in Richtung Leutzsch.

Vielleicht sollten wir hier mal einen "Fahrgast-Zähl-Thread" erstellen, analog dem Sichtungsthread

Der dürfte ja äußerst repräsentativ werden... Ich glaube dann doch, es ist besser, die Planer verlassen sich auf die automatischen Fahrgastzählanlagen, die im Gegensatz zur Straßenbahn in jedem Fahrzeug der MDSB verbaut sind.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 22.12.2013, 15:52:07
^ Mit dem Unterschied das die Planer diese Daten nicht veröffentlichen. Planer sind auch nur Menschen, machen Fehler, berücksichtigen nicht alles, etc. Wir können ja hier eigene Schlussfolgerungen ziehen! Zumal hier ja auch viele Profis mitlesen und -schreiben, du ja scheinbar auch!  ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 22.12.2013, 16:07:11
Wir können ja hier eigene Schlussfolgerungen ziehen!

Und wem nützen diese Schlussfolgerungen von ein paar Hobby-Eisenbahnern?? Meinst Du ernsthaft, aus den hier niedergeschriebenen Zählungen lassen sich repräsentative Rückschlüsse auf tatsächliche Fahrgastzahlen ziehen??

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: WTL am 22.12.2013, 16:11:18
^ Nee, aber gefühlte Problemlagen einzelner Fahrgäste lassen sich hinsichtlich ihrer Häufigkeit sammeln. Dabei werden ja häufig auch scheinbar unwichtige, qualitative Details ergänzt, die so kein quantitatives Zählsystem erfassen kann!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 22.12.2013, 17:11:34
Soll mal einer sagen, die Bahn wäre unflexibel. Aktuell (22.12; 14:40) hier: bahn.de (http://www.bahn.de/blitz/view/sachsen/uebersicht.shtml) zu lesen (der Link ist dynamisch, deswegen kopiere ich's hierein):

Zitat von: bahn.de
Verlängerung der S-Bahnlinie 5 (Leipzig/Halle Flughafen - Altenburg / Zwickau Hbf) am 22. Dezember 2013

Sehr geehrte Fahrgäste,

die nachfolgenden Zugleistungen der S-Bahnline 5 werden aufgrund des zu erwartenden Reisendenaufkommens am 22. Dezember 2013 verlängert und beginnen bzw. enden in Halle (Saale) Hbf:

Richtung Halle:

S 37580 Zwickau - Leipzig/Halle Flughafen
--> ab Zwickau um 17:13 Uhr, an Leipzig/Halle Flughafen um 19:08 Uhr, weiter als S 17045 an Halle(Saale) Hbf um 19:21 Uhr

Richtung Zwickau:

S 17044 ab Halle(Saale) Hbf um 14:42 Uhr
--> weiter als planmäßige S 37573 ab Leipzig/Halle Flughafen um 14:56 Uhr, an Zwickau Hbf um 16:45 Uhr

S 17046 ab Halle(Saale) Hbf um 19:42 Uhr
--> weiter als planmäßige S 37583 ab Leipzig/Halle Flughafen um 19:56 Uhr. an Altenburg um 20:56 Uhr

Geht doch!!

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 22.12.2013, 17:41:27
Die Markranstädter, Bad Dürrenberger, Weißenfelser, Zeitzer, Geraer uvm. würden sich für mindestens acht Minuten Mehrfahrzeit inklusive möglichem Wegfall wichtiger Anschlüsse bedanken...
Als ich gestern mit der /S-Bahn 1 nach Grünau gefahren bin, sagten meine Sitznachbarn: "Schade, dass die S-Bahn nicht bis nach Markranstädt fährt". Wäre denn eine Verlängerung der /S-Bahn 1 bis nach Markranstädt technisch überhaupt machbar und vor allem sinnvoll? Die erste Hürde lauert schon an der vielbefahrenen "Straße am See", welche hierzu über- bzw. unterquert werden müßte.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 22.12.2013, 19:05:40
Ich glaube dann doch, es ist besser, die Planer verlassen sich auf die automatischen Fahrgastzählanlagen, die im Gegensatz zur Straßenbahn in jedem Fahrzeug der MDSB verbaut sind.
Wobei man mit den aktuellen Erfahrungen nicht viel Gutes über die Leistungen der Planer sagen kann. Schon für die Schwachsinns-Idee, die  /S-Bahn 3 mit Solo-Dreiteilern zu fahren, gehören die Verantwortlichen frist- und entschädigungslos von ihren Posten verjagt. Wer solche Entscheidungen trifft, kann auch aus dem solidesten Zahlenmaterial nichts Gescheites machen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 22.12.2013, 19:09:41
Wobei man mit den aktuellen Erfahrungen nicht viel Gutes über die Leistungen der Planer sagen kann. Schon für die Schwachsinns-Idee, die  /S-Bahn 3 mit Solo-Dreiteilern zu fahren, gehören die Verantwortlichen frist- und entschädigungslos von ihren Posten verjagt. Wer solche Entscheidungen trifft, kann auch aus dem solidesten Zahlenmaterial nichts Gescheites machen.

Dem kann man nur bedingungslos zustimmen. Auch die Fahrgastzahlen der neuen S1 bewegen sich im dickem Plus im Gegensatz zu vorher. Heute gab es bei der Fahrt 17:25 ab HBF nach Miltitzer Allee nur noch einige Stehplätze. Im Bereich  der Klappsitze sind dringend Halteschlaufen nötig, um auch stehenden Fahrgästen einen festen Halt zu ermöglichen. Gerade kleinere Fahrgäste unter 1,80 Meter haben kaum eine Chance, die Haltestangen zu erreichen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 22.12.2013, 19:11:54
Wäre denn eine Verlängerung der /S-Bahn 1 bis nach Markranstädt technisch überhaupt machbar und vor allem sinnvoll? Die erste Hürde lauert schon an der vielbefahrenen "Straße am See", welche hierzu über- bzw. unterquert werden müßte.
Richtig. Und dann folgt der Bereich am Nordufer des Kulkwitzer Sees, der bekanntlich ziemlich instabil ist, darauf müßte irgendwie die B 87 gequert werden und die Einfädelung in die bestehende Strecke in Miltitz ist auch nicht unkompliziert, da müßten möglicherweise ein paar Häuser dran glauben. Also machbar vielleicht, aber nur unter einem enormen Aufwand und da ist dann die Frage, ob sich das wirklich lohnen würde.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 22.12.2013, 22:13:00
@Streckenläufer (vorvorletzer Beitrag)

der "Verantwortliche" stand heute mittag auf dem Markt (also S-Bf Markt) und machte sich Notizen... Glücklich sah er nicht aus.... Gut für ihn, dass ich keine Zeit (übrig) hatte.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: frank_le am 24.12.2013, 00:55:02
Gibt es eigentlich ein Konzept zur Kundeninformation bei der neuen S-Bahn?

- Wer programmiert die Anzeigen an den Bahnhöfen? In Altenburg steht kein Hinweis ob S5 oder S5X. Nicht ganz unwichtig - das eine ist eine RB die andere ein RE. Nicht mal Leipzig als Zwischenziel wird angezeigt. Nur Flughafen über Böhlen bzw Halle über Neukieritzsch wird angezeigt.
- In der S5 kommt in Böhlen in Richtung Leipzig die Ansage "Dieser Zug hält nicht bis Altenburg" (-:
- Anstelle des Zugziels steht "Herzlich Willkommen" bei mindestens einer S-Bahn ...
- bei der abendlichen S-Bahn Richtung Oschatz steht am Zug Oschatz an den Anzeigern im Bahnhof Wurzen
- Die Ansagen im Hbf Tief brechen mitten in der Ansage ab
- Drei S-Bahn Guides schauen am Hbf 5 Minuten gemütlich zu während eine 10 Minuten verspätete Bahn nicht weg kommt da immer wieder einer die Tür öffnet

Ich werde das Gefühl nicht los das die Verantwortlichen in der Vorbereitung das ganze massiv unterschätzt haben.  Qualität sieht anders aus ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Münchner am 24.12.2013, 10:20:12
Also die mit den grünen Westen haben mir bzw. jemandem in meiner Nähe am Eröffnungstag gesagt das sie nicht weiter helfen können. Zitat "Wir machen hier nur die Promo". Sprich sie verteilen Flyer und können evtl. noch sagen in welcher Richtung der Markt und in welcher die Messe liegt.

Ich denke mal die haben einfach weder die Kompetenz (=Einweisung) noch die Berechtigung als Abfertiger tätig zu sein. Ich denke grade an der Station Hbf müssten da Leute her die genau das machen. Oder man ändert etwas am Türschließvorgang.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Philipp am 24.12.2013, 11:21:44
Hallo,

ich bin ganz neu im Forum - lese aber schon eine ganze Weile mit...

Mich beschäftigen seit geraumer Zeit die Schiebetritte an den Talenten. Wurde ja hier auch schon intensiv diskutiert.
Zuletzt konnte ich in einen Beitrag von Lutz lesen, dass sich durch ein Softwareupdate das Ausfahren der Schiebetritte wohl etwas beschleunigen wird...

Was mich nun verwundert ist folgendes.
Bei den in Zürich eingesetzten Stadler-KISS-Zügen fahren die Schiebetritte entweder schneller oder schon während der Einfahrt in die Station aus. Somit ist unmittelbar nach dem Halten, ohne eine Wartezeit von fünf bis sieben Sekunden, das Öffnen der Türen per Drucktaster möglich...
Ist dies etwas, was durch die anstehenden Softwareupdates bei den Talenten vielleicht auch noch möglich sein könnte oder schieben hier vielleicht gesetzliche Sicherheitsvorschriften einen Riegel vor?

Gruß...Philipp.


Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 24.12.2013, 13:12:01
Gibt es eigentlich ein Konzept zur Kundeninformation bei der neuen S-Bahn?

Gibt es, nur halten sich nicht alle dran.

Wer programmiert die Anzeigen an den Bahnhöfen?

DB Station und Service.

In Altenburg steht kein Hinweis ob S5 oder S5X.

Es gibt noch mehr solche Schnitzer bei den Bahnsteiganzeigen. Bei den Sammelanschlüssen am Hbf wird bspw. nur eine S-Bahn (manchmal noch nicht mal die erste) angezeigt, obwohl in den Anzeigern Platz für alle drei ist.

In der S5 kommt in Böhlen in Richtung Leipzig die Ansage "Dieser Zug hält nicht bis Altenburg"

Gehört habe ich auch schon nach der Ansage „Markt“ den Hinweis auf die PlusBus-Linien 131 und 196. Die Fehler sind bekannt und sollen demnächst korrigiert werden. Dazu gibt’s irgendwann eine neue FIS-Software, die dann hoffentlich auch die noch fehlenden Zugläufe enthält.

Anstelle des Zugziels steht "Herzlich Willkommen" bei mindestens einer S-Bahn ...

Sollte nicht vorkommen.

Drei S-Bahn Guides schauen am Hbf 5 Minuten gemütlich zu während eine 10 Minuten verspätete Bahn nicht weg kommt da immer wieder einer die Tür öffnet

Das sind reine Servicekräfte, die Jungs und Mädels haben keinerlei Einweisung in die Technik der Züge. Da ist es besser, die fassen lieber nichts an als das sie noch mehr kaputt machen…

Ich werde das Gefühl nicht los das die Verantwortlichen in der Vorbereitung das ganze massiv unterschätzt haben.

Wie wahr…

Aber schlecht wäre es nicht, wenn Du (bzw. Ihr) solche Mängel dem Kundendialog der DB Regio Südost (http://www.bahn.de/regional/view/regionen/sachsen/info/kundendialog.shtml) melden könntet, die leiten das bestimmt gerne weiter. Und vielleicht springt ja auch noch ein Dankeschön heraus…

Kundendialog.Regio.Suedost@deutschebahn.com

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Limopard am 24.12.2013, 14:56:01
Unfreiwillig komisch ist die Ansage, die für den  /S-Bahn-Bf. Grünauer Allee Umstiegsmöglichkeiten zum Nah- und Fernverkehr avisiert. Ausgerechnet an einer Haltestelle, die seit Änderung der Linienführung der  /BUS  /BL.066 gar keine Umstiegsmöglichkeit aufweist. Aber sonst ist die wiedergekommene  /S-Bahn 1 für Grünau schon ein Gewinn. Trotz Halbstundentakt lasse ich  /SL.001 und  /SL.002 seit dem 16.12.13 weitestgehend links liegen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 24.12.2013, 15:40:57
Ich bin enttäuscht darüber, wie gering die Nutzung ist....nicht, dass es mich stört, aber von rammelvoll kann z.B. auf der S 2 keine Rede sein,....ja die Bahnen sind gut gefüllt, was schließlich hauptsächlich an Tages- oder Wiehnachtsmarkttouristen liegt, aber eben Richtung Btf/DZ i.d.R. erst ab Hbf, (evtl. noch Markt).

Warum werden die neuen Stationen fast gar nicht genutzt? Gerade für von/nach Zentrum-Süd Reisende gibt es doch soviele, für die die Neuen Stationen attraktiv sein könnten, u.dann die Umsteigemöglichkeiten zum Tram/Bus, und der Leuschner-platz ist näher am Uni-Campus als der Hbf, aber nein 95 % der Fahrgäste steigen am Hbf (tief) ein/aus.

Es kann eigentlich nur daran liegen, dass nicht bekannt ist, welchen Vorteil die Stationen haben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 24.12.2013, 17:14:14
Was mich nun verwundert ist folgendes.
Bei den in Zürich eingesetzten Stadler-KISS-Zügen fahren die Schiebetritte entweder schneller oder schon während der Einfahrt in die Station aus.

Während der Fahrt mit Sicherheit nicht ...
Die Dinger fahren über das Lichtraumprofil hinaus aus, wenn sie nicht zuvor einen Anschlagpunkt finden. Was sollen sie denn während der Fahrt so alles fällen ... ?

Nochmal: Schiebetritte können/dürfen grundsätzlich nur während des Stillstandes ausfahren. Die Beschleunigung liegt darin, das Vorwahlprocedere schon während der Fahrt abzuschließen, so daß die Dinger bei Signal v=0 auch wirklich sofort rausleiern können. Auch das kann schon nach 3 statt 6 sek. beendet sein (Einstellungssache), ich hatte bei einigen Schritten meiner Aufstellung extra (max) als längste zu erwartende Zeit eingefügt. Es kann so lange dauern, muß aber nicht. Inzwischen fahren schon allerhand Züge mit maximaler Ausfahrgeschwindigkeit draußen rum, auch das geht also.
Die wirklich hausgemachten Schwachpunkte und eine übertriebene Erwartungshaltung (auf Planer- wie Nutzerseite) sind schon Problem genug. Wer aber schon bei Start dieses völlig neuen Systems absolut optimale Einstellungen und Abläufe erwartet hat, ist m.E. nicht nur blauäugig, sondern grenzenlos naiv.

Gruß Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 24.12.2013, 18:08:08
einen weiteren Vorteil haben die Zürcher Schiebetritte noch:

Es gibt eine punktgenaue geografische Ortung jeder Tür und jeder Situation an der Bahnsteigkante, so dass die Tritte "wissen" wieviele Millimeter bis zum Anschlag zurück zu legen sind. Das ist für den Ablauf auch einfacher. Ich kann ich nur nicht mehr erinnern, ob das mal satellitengestützt oder sonstwie eingelesen wurde. Weltraumtechnik in jedem Fall.

@ MD612
Der Fehlerhinweis über diese und jene Unzulänglichkeit ist auch ( ! ) beim MDV als Adressaten gut aufgehoben, denn Qualitätsbewusstsein sollte beim planenden Auftraggeber auch einsetzen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 24.12.2013, 19:36:37
Der Fehlerhinweis über diese und jene Unzulänglichkeit ist auch ( ! ) beim MDV als Adressaten gut aufgehoben, denn Qualitätsbewusstsein sollte beim planenden Auftraggeber auch einsetzen.

Ist sicher nicht verkehrt, aber dann dächte ich eher an den ZVNL als planenden Auftraggeber im SPNV.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: JeffD am 24.12.2013, 20:33:36
einen weiteren Vorteil haben die Zürcher Schiebetritte noch:

Es gibt eine punktgenaue geografische Ortung jeder Tür und jeder Situation an der Bahnsteigkante, so dass die Tritte "wissen" wieviele Millimeter bis zum Anschlag zurück zu legen sind. Das ist für den Ablauf auch einfacher. Ich kann ich nur nicht mehr erinnern, ob das mal satellitengestützt oder sonstwie eingelesen wurde. Weltraumtechnik in jedem Fall.

@ MD612
Der Fehlerhinweis über diese und jene Unzulänglichkeit ist auch ( ! ) beim MDV als Adressaten gut aufgehoben, denn Qualitätsbewusstsein sollte beim planenden Auftraggeber auch einsetzen.

Gruß
der Radler
Sind keine Zürcher Schiebetritte, sind von stadler pankow. ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 25.12.2013, 23:44:57
Ohne Worte.  >:(

http://leipziglive.bild.de/webreporter/rainer_wilde/schoene_bescherung_total_beschmierte_s_bahn_im_citytunnel
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 26.12.2013, 01:05:52
@JeffD

Dei Steuerung wurde im laufenden Betrieb vor Ort von der Zürcher S-Bahn modifiziert. Denn auch denen dauerte das "Abtasten" der Umgebung durch die Sensoren beim Ausfahren zu lange.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: RudiTram am 26.12.2013, 15:35:00
Hi,

falls ich es überlesen habe:

Kann ich die S-Bahn im City-Tunnel oder genauer gesagt in der Zone 110 auch mit meiner Umweltcard Gold benutzen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 26.12.2013, 15:35:33
Hallo,
ich weiß nicht ob es schonmal angesprochen wurde:
Leider ist ja der S-Bahn Halt Sellerhausen für die S-Bahnen entfallen. Wäre nicht ein neuer Halt auf der neuen S-Bahn Strecke sinnvoll? Zwischen Anger-Crottendorf und Engelsdorf liegen ungefähr 5 Minuten Fahrzeit, eine recht große Distanz durch bebautes Areal im Bereich Sellerhausen-Stünz. Konkret denke ich dabei an einen Haltepunkt an der Cunnersdorfer Straße, wo Umsteigemöglichkeit zu der Linie 77 besteht, oder fußläufig zu den Linien 7 und 8. Die Linie 77 müsste dann auch alle 30 Minuten verkehren, um direkte Anschlüsse zur S-Bahn zu gewährleisten. Das ist aber alles wieder mit fiel Geld verbunden, würde aber die Erschließungsqualität in Sellerhausen-Stünz sicher aufwerten.
Was sagt ihr dazu?

Hi,

falls ich es überlesen habe:

Kann ich die S-Bahn im City-Tunnel oder genauer gesagt in der Zone 110 auch mit meiner Umweltcard Gold benutzen?
Ja, die S-Bahn kannst du auch nutzen.
Gruß Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 26.12.2013, 16:09:21
Zu zu den Tarifen:

Im Citytunnel Leipzig und im neuen Mitteldeutschen S-Bahnnetz gelten die Fahrkarten des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). Genutzt werden können dabei alle MDV-Angebote wie Einzelfahrkarten, 4-Fahrtenkarten, Tageskarten, Wochenkarten und Monatskarten, auch inkl. aller ermäßigten Angebote für Kinder und Auszubildende sowie alle ABO-Angebote zu ihren jeweils gültigen Preisen. Detailinformationen zu den einzelnen Fahrkartenangeboten und Preisen finden Sie unter "Tickets".

 Zudem berechtigen seit dem 15. Dezember 2013 auch die Ticketangebote SchülerCard und SchülerMobilCard, die bisher nur bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) galten, zur Fahrt mit der S-Bahn in Leipzig und einer unmittelbar an Leipzig angrenzenden Tarifzone. Die angrenzende Tarifzone ist frei wählbar, nachdem man sich für eine der in Frage kommenden Zonen entschieden hat, gilt diese dann jedoch dauerhaft. Die Zonennummer der gewählten Tarifzone muss mit einem nicht abwischbaren Stift auf der Kundenkarte oder dem Schülerausweis aufgebracht werden. Das kann der Ticketnutzer der Einfachheit selber machen oder bei der ersten Fahrt durch den Kundenbetreuer im Zug ausführen lassen.

 Für die Fahrt durch den Citytunnel gilt außerdem eine erweiterte Kurzstreckenregelung: entgegen der sonst üblichen Festlegung, dass im Eisenbahnverkehr Kurzstreckenfahrkarten nur zwischen zwei unmittelbar benachbarten Haltepunkten gelten, kann man mit Kurzstreckenfahrkarten im gesamten Tunnel fahren – also zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bayerischen Bahnhof. Fährt man aus dem Tunnel heraus, gilt die herkömmliche Regelung.

 Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) und der Hochschule für Telekommunikation (HfTL) können mit ihrem Semesterticket ebenfalls die S-Bahnen nutzen. Das so genannte MDV-Vollticket für die beiden Hochschulen gilt im gesamten Verbundraum für alle Nahverkehrsmittel.

 Generell gelten alle MDV-Tickets in allen Nahverkehrsmitteln. Dazu zählen neben der S-Bahn auch Regionalbahnen, Regionalexpresse, Nahverkehrszüge privater Anbieter, Stadt- und Regionalbusse sowie Straßenbahnen. Innerhalb des Geltungsbereiches des erworbenen Tickets (gewählte Tarifzonen) und innerhalb der jeweiligen zeitlichen Ticket-Gültigkeit kann freizügig zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln umgestiegen oder die Fahrt unterbrochen werden.


 DB-Fahrkarten

 Neben MDV-Tickets können natürlich auch DB-Fahrkarten genutzt werden. Zu beachten ist, dass DB-Fahrkarten nur für den Zugverkehr gelten und ein Umstieg in Busse oder Straßenbahnen nicht möglich ist. Ausnahmen sind die DB-Ländertickets Sachsen-Ticket, Sachsen-Anhalt-Ticket und Thüringen-Ticket, die seit Sommer dieses Jahres innerhalb des MDV zum Umstieg in andere Verkehrsmittel berechtigen.

 Für Fahrten aus dem MDV-Gebiet hinaus gilt nicht der MDV-Tarif. Statt dessen sind für die gesamte Strecke DB-Fahrkarten zu erwerben. Hier einige Beispiele:
 S 2 Richtung Bitterfeld: DB-Fahrkarten müssen gekauft werden, wenn die Fahrt bis Petersroda oder Bitterfeld geht.
 S 4 Richtung Hoyerswerda: Fahrten bis Beilrode können mit MDV-Fahrkarten gemacht werden. Für alle Fahrten mit Ziel hinter Beilrode müssen für die gesamte Fahrtstrecke DB-Tickets erworben werden.
 S 5 / S5X in Richtung Werdau – Zwickau: Wer mit der S5 bis Ponitz oder mit der S5X bis Altenburg fährt, kann MDV-Tickets nutzen. Wer zu Stationen danach möchte, benötigt komplett eine DB-Fahrkarte.

www.mdv.de
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 26.12.2013, 19:26:25
Leider ist ja der S-Bahn Halt Sellerhausen für die S-Bahnen entfallen. Wäre nicht ein neuer Halt auf der neuen S-Bahn Strecke sinnvoll?
Zumindest die RB nach Grimma sollte doch noch in Sellerhausen halten? Damit kommt man zumindest bis zum Hbf oder in der anderen Richtung bis nach Engelsdorf, wo man jeweils in die S-Bahn umsteigen kann. Ansonsten wüßte ich nicht, wie man Sellerhausen wieder ans Netz anbinden kann, da die Strecke über den Viadukt seit über einem Jahr stillgelegt ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: bauing am 26.12.2013, 19:44:25
Immer wieder werden die langen Fahrgastwechselzeiten hier im Forum problematisiert. Bei einem Vergleich mit dem deutschen S-Bahn-Klassiker (BR 420) wird die Problematik deutlich:
BR 420: Sitzplätze 192, Türen 12, macht 16 Fahrgäste pro Tür, wenn alle aussteigen.
H-Backe, 3-teilig: Sitzplätze 150, Türen 4, macht 37,5 FG/Tür
H-Backe 4-teilig: Sitzplätze 200, Türen 6, macht 33,3 FG/Tür
Das dauert also schon planmäßig mehr als doppelt so lange..
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 26.12.2013, 21:07:36
Immer wieder werden die langen Fahrgastwechselzeiten hier im Forum problematisiert. Bei einem Vergleich mit dem deutschen S-Bahn-Klassiker (BR 420) wird die Problematik deutlich:
BR 420: Sitzplätze 192, Türen 12, macht 16 Fahrgäste pro Tür, wenn alle aussteigen.
H-Backe, 3-teilig: Sitzplätze 150, Türen 4, macht 37,5 FG/Tür
H-Backe 4-teilig: Sitzplätze 200, Türen 6, macht 33,3 FG/Tür
Das dauert also schon planmäßig mehr als doppelt so lange..

Als Vergleich würde ich eher die BR423 hernehmen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: bauing am 27.12.2013, 08:18:01
BR 423: Sitzplätze 192, Türen 9, macht 21,3 FG/Tür
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 27.12.2013, 10:38:27
BR 423: Sitzplätze 192, Türen 9, macht 21,3 FG/Tür

Die BR 423 ist vierteilig und hat 3 Türen je Wagenteil: 16 Fahrgäste/Tür

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 27.12.2013, 18:15:37
Ich habe mal eine schematische Übersicht des S-Bahn-Netzes erstellt mit den jeweiligen Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Es sind nicht alle Halte dargestellt, sondern nur die wichtigen Verknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Linien. Wer Fehler findet, darf sich gerne melden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 27.12.2013, 22:46:08
Heute ist mir aufgefallen, dass die Automaten am  /S-Bahn Markkleeberg Nord die falschen Tickets ausgeben:

Unter dem Verbund-Menü, das Ziel Markt eingegeben, kommt ein 2-Zonen-Schein, obwohl das eine Tarifstation wie Forsthaus Raschwitz ist.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 28.12.2013, 09:05:00
Heute ist mir aufgefallen, dass die Automaten am  /S-Bahn Markkleeberg Nord die falschen Tickets ausgeben:

Unter dem Verbund-Menü, das Ziel Markt eingegeben, kommt ein 2-Zonen-Schein, obwohl das eine Tarifstation wie Forsthaus Raschwitz ist.

Der Automat geht davon aus, du hast kein Ticket für Markkleeberg, deshalb für zwei Zonen. Als ich mir 2012 ein Ticket von Leipzig Hauptbahnhof nach Halle Hauptbahnhof kaufen wollte, zeigte er mir alle Zonen an, die ich durchfahre, obwohl ich ein Ticket für Leipzig hatte. Ich fragte eine DB Aufsicht, wie man dies ändern könnte, sie sagte darauf, gar nicht. Also musste ich auch die Zone 110 noch mal zahlen. Auf die Idee, als Start den S-Bf. Lützschena einzugeben, kam ich nicht - hätte aber sicher Probleme gegeben, wenn ich das Ticket in Leipzig entwertet hätte, statt schnell aus dem Zug zu springen und den Entwerter aufzusuchen und wieder zurück. Ein weiteres Problem in den S-Bahnen: es fehlen Entwerter.

Es gibt ja auch viele Leute, die haben ein Ticket für Leipzig und wollen nach nova eventis und zahlen doppelt, weil sie beim Busfahrer sagen: "Nach nova eventis bitte" statt von Rückmarsdorf nach Günthersdorf - aber da sind sie selbst dran Schuld. Habe ich auch schon mitgemacht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Limopard am 28.12.2013, 09:49:16
Bei Fahrten zu Tarifhaltestellen oder Anschlusstickets würde ich über das Menü "Verbund/Zonendirektwahl" gehen. Da kann man auf der Tarifzonenkarte die Zonen anwählen, die man (noch) braucht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 28.12.2013, 11:20:06
Ein weiteres Problem in den S-Bahnen: es fehlen Entwerter.
In der S-Bahn gab es, abgesehen von den Zahlboxen in den blau/gelben E5, bislang noch nie Entwerter. Die ersten Tage nach dem Start des MDSB zeigten sich jedoch die Zugbegleiter bzw. Kontrolleure sehr kulant.
Der Einbau von Entwertern wäre aus meiner Sicht jedoch sinnvoll, da viele Fahrgäste analog zu Bus und Straßenbahn davon ausgehen, dass sich ein solches Gerät im Fahrzeug befindet.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 28.12.2013, 11:44:03
Ich habe mal eine schematische Übersicht des S-Bahn-Netzes erstellt mit den jeweiligen Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Es sind nicht alle Halte dargestellt, sondern nur die wichtigen Verknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Linien. Wer Fehler findet, darf sich gerne melden.

Ich fand schon immer den Fahrplanmerker der S-Bahn Stuttgart klasse.
http://www.vvs.de/download/FahrplanMerker_Internet.pdf
Haben die ein Patent auf dem Ding? :-)
Wäre doch auch was für uns. Auf der Vorderseite der S-Bahn Netzplan, auf der Rückseite der Fahrplanmerker. Mehr braucht man nicht.


Noch ein kleines Zwischenfazit nach 2 Wochen meinerseits zum neuen S-Bahn Netz:

Pro:

Contra:

Die Kinderkrankheiten sind m.M. nicht so tragisch und die Verspätungen halten sich im Rahmen. In 3 Monaten schauts schon anders aus.

Ist die Schreibweise "Leipzig Hbf tief" in den S-Bahnen korrekt? Ich hätte es eher "Leipzig Hbf (tief)" geschrieben. Zumal letztere auch in den Fahrplanauskunften so geschrieben wird. Egal wo (bspws. M, S oder F).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 28.12.2013, 11:49:13
Der Einbau von Entwertern wäre aus meiner Sicht jedoch sinnvoll, da viele Fahrgäste analog zu Bus und Straßenbahn davon ausgehen, dass sich ein solches Gerät im Fahrzeug befindet.

Wäre oder gäbe es solche Entwerter, die kompatibel zu den jeweiligen (Verbund-)Fahrscheinen sind im gesamten S-Bahn Gebiet?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 28.12.2013, 12:28:37
Die Station WLP sieht immer noch aus wie ein Rohbau (zuviel Grau). Da müsste etwas Farbe rein, besonders an den Auf-/Abgängen.
Mir fiel vor allem der völlig rohe Betonklotz mit den Sitzplätzen in der Station WLP auf. Der müßte auf jeden Fall noch verputzt bzw. farblich gestaltet werden.

Wäre oder gäbe es solche Entwerter, die kompatibel zu den jeweiligen (Verbund-)Fahrscheinen sind im gesamten S-Bahn Gebiet?
Genau dort liegt vermutlich das Problem.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 28.12.2013, 13:19:03
Jörg und Thomas: Bis an der WLP-Station offiziell Farbe ran kommt werden Jahre der Gerichtsprozesse zwischen Betreiber und Architekt ins Land gehen. Ihr wollt doch nicht ernsthaft bestreiten, dass diese Station architektonisch an die Mädlerpassage angelehnt ist und ihr nahe kommt?  ;D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 28.12.2013, 13:49:13
Contra:
  • Die Station WLP sieht immer noch aus wie ein Rohbau (zuviel Grau). Da müsste etwas Farbe rein, besonders an den Auf-/Abgängen.

Wie lange die Zugangsbauwerke noch stehen, ist nur eine Frage der Zeit. Architektonisch sehen sie in Ordnung aus, aber städtebaulich nicht. Der Nordbau zerstört das Entrée zur Innenstadt, hier müsste eher ein Glasbau her. Der Südbau kann bleiben, wenn der beschlussgefasste Dreiecksplatz bleibt, ansonsten würde er bei einer Wiederbebauung zwischen Wilhelm-Leuschner-Platz und Markthallenstraße als Hintereingang aussehen bzw. man würde ihn gar nicht mehr wahrnehmen. Dieser Bau verhindert somit auch eine komplette Bebauung auf dieser Fläche.

  • In den Tunnelstationen fehlen zu den bestehenden Digitalanzeigen noch separate die die nächsten Abfahrten anzeigen (siehe S-Bahn München).

Alle paar Minuten werden die nächsten vier Abfahrten angezeigt. Wenige Minuten bevor ein Zug einfährt, wird der einfahrende Zug angezeigt.

  • Ist die Schreibweise "Leipzig Hbf tief" in den S-Bahnen korrekt? Ich hätte es eher "Leipzig Hbf (tief)" geschrieben. Zumal letztere auch in den Fahrplanauskunften so geschrieben wird. Egal wo (bspws. M, S oder F).

Korrekt ist meines Wissens "Leipzig Hbf (tief)". Aber selbst in den Anzeigen wird "Leipzig-Stötteritz" angezeigt, statt wie die Station "Leipzig Stötteritz" selbst heißt. Abgesehen davon, wie die Stationsnamen ausgesprochen werden ;D. [/list]
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 28.12.2013, 13:50:55
Der Automat geht davon aus, du hast kein Ticket für Markkleeberg, deshalb für zwei Zonen.
Nein, der Automat an dieser Station ist schlicht falsch programmiert.

Zitat
Als ich mir 2012 ein Ticket von Leipzig Hauptbahnhof nach Halle Hauptbahnhof kaufen wollte, zeigte er mir alle Zonen an, die ich durchfahre, obwohl ich ein Ticket für Leipzig hatte. Ich fragte eine DB Aufsicht, wie man dies ändern könnte, sie sagte darauf, gar nicht. Also musste ich auch die Zone 110 noch mal zahlen. Auf die Idee, als Start den S-Bf. Lützschena einzugeben, kam ich nicht
Mit Verlaub, das ist ein alter Hut. Man darf Fahrscheine aneinanderstückeln. Das theoretisch erforderliche schnelle Aus- und Wiedereinsteigen am Stückelungsbahnhof wird von seiten des Zubs nicht verlangt; ein Halt sollte aber stattfinden. Der Startbf Lützschena (und neuerdings wohl auch Messe) ist übrigens für Sparpreisfahrten extrem nützlich.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 28.12.2013, 14:01:36
Der Automat geht davon aus, du hast kein Ticket für Markkleeberg, deshalb für zwei Zonen.

Da der Automat an einer Station steht, die sowohl zur Zone 110 als auch zur Zone 151 (M'berg) zählt, geht das Ding von falschen Tatsachen aus bzw. ist falsch programmiert. Ich brauche kein Ticket für die Zone 151, wenn ich von M'berg Nord nach Leipzig will.

hätte aber sicher Probleme gegeben, wenn ich das Ticket in Leipzig entwertet hätte, statt schnell aus dem Zug zu springen und den Entwerter aufzusuchen und wieder zurück.

Da gibt es keine Probleme. Dazu gibt es extra einen Passus in den Tarif- und Beförderungsbedingungen des MDV (http://mdv.de/inhalte/tarifbestimmungen.php) (Teil B, Abschnitt 3.8), wonach Zeitkarteninhaber bereits bei Fahrtantritt zusätzliche Einzeltickets  für die Nutzung von Anschlusszonen entwerten können (bei Zugfahrten müssen). Die Geltungsdauer der jeweiligen Einzeltickets verlängert sich dabei um eine Stunde.

Das theoretisch erforderliche schnelle Aus- und Wiedereinsteigen am Stückelungsbahnhof wird von seiten des Zubs nicht verlangt; ein Halt sollte aber stattfinden.

Es muss weder schnell aus- und wieder eingestiegen werden, noch ist ein Halt des Zuges am "Zonengrenzbahnhof" erforderlich. Die Tarifbestimmungen des MDV lassen es ausdrücklich zu, dass der Anschlussfahrschein bereits an der Starthaltestelle auch in Strab / Bus entwertet wird, bei Zugfahrten ist das sogar gefordert.

Ein weiteres Problem in den S-Bahnen: es fehlen Entwerter.

Das stimmt. Allerdings müssten dann alle Züge, die innerhalb des MDV fahren, mit Entwertern ausgerüstet werden. Auch die der Erfurter Bahn, der MRB, des HEX, der Burgenlandbahn, der Döllnitzbahn. Auch Fahrzeuge anderer Regionen, die nur in den MDV hineinfahren (RE10, RE13, RE50). Gerade ältere Züge müssten dann auch so nachgerüstet werden, dass die Entwerter stets die aktuelle Haltestelle stempeln. Bei den Silberhamstern sollte das machbar sein, ebenso beim VT642. Ältere Wagen, wie z.B. die "alten" Doppelstockwagen aber auch die VT612 des CLEX haben aber keine durchgehende FIS, die die aktuelle Station in digitaler Form in jeden einzelnen Wagen überträgt. Da werden nur die Haltestellenansagen innerhalb des Zuges übertragen, beim VT612 noch nicht einmal diese, weil es dort keine automatische Haltestellenansage gibt. D.h., nicht nur Entwerter müssten nachgerüstet werden, sondern auch allerhand Technik dazu. Da steht dann die Frage, wer das finanzieren soll...

Wäre oder gäbe es solche Entwerter, die kompatibel zu den jeweiligen (Verbund-)Fahrscheinen sind im gesamten S-Bahn Gebiet?

Vom Prinzip her könnte man im MDV-Gebiet die gleichen Entwerter nutzen, wie sie auch in Bus und Bahn hängen. Das dürfte nur eine Frage der Anpassung der unterschiedlichen Datensysteme sein. Die Frage ist nur, inwieweit die Entwerter vom Fahrkartenformat her für die anderen Verbünde nutzbar sind, in denen die S-Bahnen unterwegs sind. Oder ob diese Verbünde überhaupt bereit wären, auch ihre Entwerter von den Bahnsteigen in den Zug zu verlagern, inklusive Umrüstungskosten für alle dort fahrenden Züge. Denn wenn, dann müssten ja auch dort einheitlich alle Züge mit Entwertern ausgestattet werden. Mit anderen Worten, das Problem müsste bundesweit verbundübergreifend angegangen werden.

Andererseits ließen sich die Entwerter sicher auch abhängig von der aktuellen Station sperren, wenn die anderen Verbünde ihre Entwerter am Bahnsteig belassen.

Ich fand schon immer den Fahrplanmerker der S-Bahn Stuttgart klasse.

Das Ding funktioniert aber auch nur im Tagesverkehr, nachts (und teilweise in geringen Maße auch am WE) weichen die Takte dann wieder ab. Aber 'ne gute Idee ist's allemal.

Die Station WLP sieht immer noch aus wie ein Rohbau (zuviel Grau). Da müsste etwas Farbe rein, besonders an den Auf-/Abgängen.

Das Schlachthaus hat, so wie es da steht, den Architekturpreis der Stadt Leipzig gewonnen. Das bedeutet, ob wir wollen oder nicht, wir haben das Ding als schön zu befinden. >:(

Ist die Schreibweise "Leipzig Hbf tief" in den S-Bahnen korrekt? Ich hätte es eher "Leipzig Hbf (tief)" geschrieben.

Korrekt ist die Schreibweise mit Klammer. Allerdings halte ich den Zusatz an den Zielanzeigern ebenso wie an den Infobildschirmen im Zug nicht für unbedingt erforderlich. Die LVB-Haltestelle wird ja auch nicht mit "Hbf, vor dem Bahnhof" o.ä. ergänzt.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 28.12.2013, 17:00:05
Gerade wieder rein von meinem  /S-Bahn - Ausflug von Stötteritz in die Innenstadt, dort pendeln und wieder retour. Fazit: Schnelles Ein- und Aussteigen, keine Verspätungen und selbst der ICE um 14:10 fuhr pünktlich ab, hatte der Ein- und Ausstiegsprozess 2 Minuten gedauert, wie geplant.
Zurück dann war ich fast zuhause, als ich am Völkerschlachtdenkmal mit meiner  /S-Bahn 1 Messe - Stötteritz gestrandet bin. Szenario: Eine vierteilige  /S-Bahn 3 hatte technische (Software-?)probleme in Stötteritz, Gleis 2 (Stumpfgleis), fiel (15:52) aus. Die  /S-Bahn 1 hatte nach 10 Minuten Einfahrt auf Gleis 3 (stadtausw.) Gleis bekommen (im Gegensatz zu sonst: Stumpfgleis oder stadteinw. Gleis 1) und stand dort die Wendezeit ab, weshalb die dahinter kommende  /S-Bahn 3 aufgrund besetzter Gleise am Völkerschlachtdenkmal strandete. Die dahinter kommende  /S-Bahn 1 nach Wurzen musste die  /S-Bahn 1 AUS Wurzen (über das stadteinwärtige Gleis 1) abwarten, um dann über selbiges Gleis mit max. 5 Minuten Verspätung "Völkerschlachtdenkmal" und "Stötteritz" passieren zu können. Bevor die  /S-Bahn 1 Messe - Stötteritz in Stötteritz einfahren konnte gab es noch eine Rangierfahrt eines Fahrzeugs auf das Abstellgleis. Welches Fahrzeug das war und welche Linie - keine Ahnung. Mglw. ein Teil der liegen gebliebenen  /S-Bahn 3?

Ob die am Völkerschlachtdenkmal gestrandete  /S-Bahn 3 von dort aus nach Halle zurück fuhr entzog sich meiner Kenntnis. Die in Stötteritz gestrandete 3 schilderte eine knappe halbe Stunde nach planmäßiger Abfahrt von "Halle" auf "Nicht einsteigen" um und komplimentierte die Fahrgäste nach draußen.

Laut Laufschrift fiel auch im Anschluss eine  /S-Bahn 1 zur Messe aus. (Könnte die ausfallende  /S-Bahn 1 für /S-Bahn 3 eingesprungen sein oder geht das nicht?)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 28.12.2013, 19:13:18
Vielleicht findet sich ein anonymer Künstlermit Herz und gibt der Station WLP ein frisches Design. 3D Malereien sind ja in.
Siehe hier: http://www.flickr.com/photos/24864330@N05/2789207093/

Alle paar Minuten werden die nächsten vier Abfahrten angezeigt. Wenige Minuten bevor ein Zug einfährt, wird der einfahrende Zug angezeigt.

Und wenn der nächste Zug angezeigt wird entsteht das Problem, dass man ca. 4 Minuten warten muss bis dieser raus ist und ist die Anzeige wieder auf die nächsten Abfahrten umspringt.
Anbei das Bsp. wie ich es gerne hätte:
(http://signalarchiv.de/Meldungen/pics/200601_blechschild_05.jpg)

P.S. Warum hält die  /S-Bahn 2 (DZ ab 09:02h NICHT in Leipzig Messe?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Philipp am 28.12.2013, 21:37:26

(http://signalarchiv.de/Meldungen/pics/200601_blechschild_05.jpg)


An dieser Anzeige wird m.M.n. auch viel besser ersichtlich aus wieviel Einheiten der Zug besteht und in welchem Bereich er hält.
Mir ist aufgefallen, dass die Zuglängenanzeige am Hbf tief scheinbar optimiert wurde - da ist jetzt besser erkenntlich, dass es sich um die Fahrzeuglänge handelt. An den anderen Stationen sieht es nach wie vor wie ein Pixelfehler aus - vielleicht folgt hier eine Anpassung?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Philipp am 28.12.2013, 21:49:58
Mit Verlaub, das ist ein alter Hut. Man darf Fahrscheine aneinanderstückeln. Das theoretisch erforderliche schnelle Aus- und Wiedereinsteigen am Stückelungsbahnhof wird von seiten des Zubs nicht verlangt; ein Halt sollte aber stattfinden.

Kurios - denn genau das wollte man letztens auf der S4 von mir verlangen. Ich war unsicher wie es mit den Anschlusstickets und deren Entwertung funktioniert und habe daher nicht am Bayrischen Platz entwertet - nach betreten der S-Bahn und nach sofortigem aufsuchen der Zugbegleiterin verwehrte sie mir jedoch zuerst die Entwertung meines Tickets, erklärte mir, dass ich es hätte am Bayrischen Bahnhof hätte entwerten müssen und sah keinen Anlass zur Entwertung. Der Hinweis, über meine Unsicherheit, war für sie leider erst nicht relevant. Sie meinte schließlich, ich müsse in Markkleeberg aussteigen und mein Ticket dort entwerten...
Nach eine kurzen Diskussion und gemeinsamen Überprüfung der Tarifbestimmung über Recht und Unrecht habe ich eingesehen, dass ich hätte entwerten müssen und die Dame entwerte schließlich mit der Zange und notierte handschriftlich die Uhrzeit...

Was mich jedoch ärgert, warum muss es denn erst zu einer derartigen Diskussion und Rechteprüfung kommen - sie hätte mir doch einfach erklären können wie es laufen muss und entwerten können - jedenfalls erwarte ich das, wenn man schon auf seiner eigenen Website die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden so stark hervorhebt...

Leider habe ich in zwei Wochen S-Bahnbetrieb bisher öfter Zugbegleiter erleben müssen, die auf Teufel komm raus dem Kunden ein absichtliches Fehlverhalten unterstellen wollten. Schade eigentlich...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 28.12.2013, 22:23:13
Am  /S-Bahn Völkerschlachtdenkmal gibts in der Info-Vitrine noch einen erheiternden Aushang: Die Lage der SEV-Busstationen wurde schematisch (für Laien nicht empfehlenswert) abgebildet. Grundsätzlich eine gute Idee: Wenn die Skizze aktuell wäre. Dieser zufolge lag der  /S-Bahn Haltepunkt noch an der früheren Böschung südlich der Str.d.28.10.  Wer hängt so etwas rein? Wird da vorher mal gelesen oder geprüft?

Was mir noch auffällt: Zum Einkaufsverkehr recht viel Publikum, welches ich sonst nie im ÖPNV sah... wird bereits nennenswert das Auto stehen gelassen?

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 29.12.2013, 08:26:23
Vielleicht findet sich ein anonymer Künstlermit Herz und gibt der Station WLP ein frisches Design. 3D Malereien sind ja in.
Siehe hier: http://www.flickr.com/photos/24864330@N05/2789207093/

Wenn es mal nicht Michael Fischer-Art ist... wobei es in Leipzig mittlerweile zwei weitere Künstler gibt, die ihre eigenen Formen an Hauswänden (legal) leben lassen. Beispielsweise die Brandschutzwand in Höhe Haltestelle Henriettenstraße oder an der Engert- Ecke Naumburger Straße.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 29.12.2013, 13:40:48
Am  /S-Bahn Völkerschlachtdenkmal gibts in der Info-Vitrine noch einen erheiternden Aushang: Die Lage der SEV-Busstationen wurde schematisch (für Laien nicht empfehlenswert) abgebildet. Grundsätzlich eine gute Idee: Wenn die Skizze aktuell wäre. Dieser zufolge lag der  /S-Bahn Haltepunkt noch an der früheren Böschung südlich der Str.d.28.10.  Wer hängt so etwas rein? Wird da vorher mal gelesen oder geprüft?

Tja, alle Fehler konnten nicht korrigiert werden. Zumindestens der im nachgefügten Bild (Ende September 2013) wurde behoben. Immerhin.
(http://www.bilder-upload.eu/thumb/cec542-1388320561.jpg) (http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=cec542-1388320561.jpg)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: RudiTram am 29.12.2013, 15:49:36
Also ich war gestern das erste Mal im Citytunnel. /HS Hbf. Da fuhren nur lauter Kurzzüge, denen die Leute hinter rennen mußten, da sie am jeweils anderen Tunnelende anhielten...  ??? Naja ich brauch die  /S-Bahn-Bahn eh' nicht. Nutze nur /TRAM und  /BUS
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 29.12.2013, 17:24:43
Da fuhren nur lauter Kurzzüge, denen die Leute hinter rennen mußten, da sie am jeweils anderen Tunnelende anhielten...  ???

Das ist seit seit 15.12.2013 der neue Volkssport. Die Leute rennen den Zügen in der Tat hinterher bis zum jeweiligen Tunnelende. Hat den Vorteil, das unterwegs in den Stationen keine Zeit mit dem Fahrgastwechsel verloren wird. Die Alten dürfen aber nicht mitmachen, die sind für den nächsten durchfahrenden Zug zu langsam. Eigentlich schade.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 29.12.2013, 22:28:02
Gestern und heute mit einer Tageskarte große Teile des Netzes abgefahren. Meine Eindrücke:

- bei Start ca. gegen 16.20 Uhr am Samstag war wohl das ganze System aus dem Takt. S1 Ri. Messe mit 20 Minuten Verspätung, laute Ansage wegen einer technischen Störung an einem anderen Zug. Von Neue Messe wurde der Zug dann auf Gleis 10a im Hbf (oben) geführt und wendete dort, was unten im Hbf (Tief) natürlich als Ausfall wahrgenommen wurde. Auf diese Weise wurde dann offensichtlich auch bei der S3 verfahren, die nach Stötteritz ebenfalls als Ausfall gemeldet wurde. Die S1zu scheint überhaupt ein beliebter Kandidat für Kürzungen und Ausfälle zu sein. Heute (Sonntag) um die Mittagszeit war mindestens eine Verbindung ausgefallen. 

- nach dem Ausflug zur Neuen Messe gings mit der S1 nach Grünau. Zug (ein 3er) war (gegen 18 Uhr) sehr gut gefüllt, alle Sitzplätze belegt, einige wenige Fahrgäste mussten stehen. Leerte sich dann bis Möckern. Auf den Grünauer Stationen stiegen dann (mich eingeschlossen) noch ca. 30 Fahrgäste aus. Hinzu kamen ein gutes Dutzend Fahrgäste, die vom Alle Center zur Milititzer Allee fuhren.

- auf dem Rückweg ca.10 Einsteiger in Milititzer Allee, 2-3 in Karlsruher Straße. In Allee-Center habe ich eine halbstündige Pause eingelegt. Von der auf dem Plan ausgewiesenen Verkaufsstelle allerdings keine Spur. Die direkten Aufgänge zur Bushaltestelle sind noch abgesperrt. Insbesondere vom stadtauswärtigen Bahnsteig muss der Umsteiger somit lange Fußwege in Kauf nehmen. Als ich weiterfuhr stiegen ca. 15 Personen zu, einer davon muss ein Zugführer sein, begab sich gleich zum Kollegen nach vorn. Die Fahrt war mäßig ausgelastet. Ca. 10 Personen stiegen in Plagwitz aus, ansonsten lag die Zahl von Zu-/ und Aussteigern im einstelligen Bereich. Die 4 extra-Minuten zwischen Gohlis und Hbf. wurden durch Schleichtempo und ca. 2 Minuten Stehen im Tunnel abgetrödelt. Der Sinn des ganzen ist mir unverständlich, kommt doch die S-Bahn allenfalls bei 15-Minütiger Verspätung der ICEs diesen in die Quere und in dem Fall machen 5 Minuten mehr auch nicht mehr viel aus.

- Um den alten Plagwitzer Bahnhof ist es wirklich schade. Den hätte man denkmalgerecht sanieren können und hätte so mal (ausnahmsweise) auch eine Station mit Bahnsteigüberdachung. Der jetzige Bahnsteig des Haltepunktes ist so schmal, dass da kaum 2 Personen nebeneinander laufen können. Nur eine Frage der Zeit, bis da mal jemand unbeabsichtigt unter den Zug fällt.
 
- Im MDR der vollgeschmierten Bahn aus der "B-"Zeitung begegnet.

- Weiter mit der S4 Ri. Borna. Es fuhr ein Dreiteiler, dieser war ebenfalls sitzplatzvoll. Ich bin in Markkleeberg ausgestiegen. Hier viele Aussteiger , habe nicht genau gezählt, aber so zwischen 20 und 30. Diese teilten sich hälftig zwischen der Bushaltestelle und dem P+R-Platz auf. Mindestens 5 Fahrzeuge fuhren daraufhin vom P+R-Platz. Auf die Busfahrgäste wollte das Gefährt dagegen nicht warten: Ein 65er fuhr denen vor der Nase weg (obwohl die Bahn mal mehr oder weniger pünktlich war). Mindestens 2 wollten mit dem mitfahren. Der Rest stieg dann in einen 107er.

- Auch in Markkleeberg schade um die Bahnsteigbedachung. Das wird eine Station mit ordentlichem Fahrgastausfkommen, aber selbst hier war man zu geizig für enen Basiskomfort, der vor 100 Jahren Standard war...

- Heute Mittag dann nach Gaschwitz gefahren. Die S4 (Vierteiler) war leer. Vielleicht ein Dutzend Fahrgäste. Das erste was mir zu schaffen machte: Warum ist das Gütergleis Ri. Connewitz nicht elektrifiziert??? In Gaschwitz wurden Kindheitserinnerungen wach. Zum Glück ging der Umbaukelch wenigstens an einer S-Bahn-Station vorbei und erinnern die 3 überdachten Bahnsteige noch an die alte sächsische Eisenbahnherrlichkeit.  Sicher hat der Bahnhof eine Sanierung nötig, aber was den Flair angeht, ist er den 08/15-Stationen des Ergänzungsnetzes weit überlegen. Hoffentlich bleibt das auch so. Außer mir sind noch 4-5 Fahrgäste ausgestiegen. Nach einer Rauchpause vor   dem Bahnhofsgebäude (gibt sogar eine Info-Tafel zur Geschichte des Bahnhofs) hieß es 15 Minuten auf dem Bahnsteig warten. In dieser Zeit fuhren vorbei: eine S5 Ri. Zwickau, eine S5 aus Zwickau (beides Traktionen) und ein langer Güterzug mit einer britischen (?) Diesellok vorneweg.

Blieb auch Zeit, sich kurz umzuschauen: Der Verschiebebahnhof völlig verweist. Zum Wenden der S2 hat man auf einem seiner Gütergleise einen "Bahnsteig 7" (zu dem man einen recht weiten weg hat) eingerichtet. Sehr sinnvoll, bei 6 schon vorhandenen Bahnsteiggleisen...

Auf der Rückfahrt stieg außer mir noch eine Mutti mit 2 Kindern zu. Auf den folgenden Stationen dann für einen Sonntag recht rege: jeweils bis zu 10 Zusteiger. Voll wurde es jedoch nicht und ich musste "meine" Vierersitzgruppe erst ab Bayrischen Bahnhof teilen.

Falls es noch niemand erwähnt hat, "Markt" gehört  mit Sicherheit zu den  architektonisch gelungensten unterirdischen Verkehrsbauwerken in Deutschland.  Dem Leuschnerplatz kann ich leider nichts abgewinnen, der kann aber unter der Rubrik "originell" durchgehen. Die beiden anderen würde ich als gewöhnliche Verkehrsbauten einstufen.

Und noch was: Die S11 muss dringend wieder her!!! Es ist absurd, dass man aus Machern oder Gerichshain mit Umsteigen in Engelsdorf in den RE50 trotz 10 Minuten Wartezeit immer noch schneller am HbF ist, als mit der S-Bahn. Im Gegenzug könnte man eine stündliche S1 in Engelsdorf wenden lassen und hätte so jeweils eine halbstündige Verbindung der Orte zwischen Wurzen und Borsdorf auf direktem Wege und durch den Tunnel, jeweils einmal mit und einmal stündlich ohne Umsteigen in Borsdorf / Engelsdorf. Mehrbedarf - nur ein Umlauf. Das muss doch wohl drin sein.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 29.12.2013, 22:50:17
Ich bin enttäuscht darüber, wie gering die Nutzung ist....nicht, dass es mich stört, aber von rammelvoll kann z.B. auf der S 2 keine Rede sein,....ja die Bahnen sind gut gefüllt, was schließlich hauptsächlich an Tages- oder Wiehnachtsmarkttouristen liegt, aber eben Richtung Btf/DZ i.d.R. erst ab Hbf, (evtl. noch Markt).

Warum werden die neuen Stationen fast gar nicht genutzt? Gerade für von/nach Zentrum-Süd Reisende gibt es doch soviele, für die die Neuen Stationen attraktiv sein könnten, u.dann die Umsteigemöglichkeiten zum Tram/Bus, und der Leuschner-platz ist näher am Uni-Campus als der Hbf, aber nein 95 % der Fahrgäste steigen am Hbf (tief) ein/aus.

Es kann eigentlich nur daran liegen, dass nicht bekannt ist, welchen Vorteil die Stationen haben.

Nein, es liegt nicht an der Unwissenheit oder "Dummheit" der Fahrgäste... Der Hauptbahnhof wird auch in Zukunft das wichtigste (Zwischen)Ziel bleiben, weil:

- hier der Umsteigepunkt zu Fernzügen ist;
- hier der zentrale Umsteigepunkt der LVB ist mit Verbindungen in alle Richtungen, da kann der Leuschnerplatz nicht mithalten.

Es war daher zu erwarten und wird auch so bleiben, dass 60-70 % der S-Bahnfahrgäste, die den Tunnel überhaupt tangieren, den HbF ansteuern und der Rest sich auf die 3 anderen Stationen aufteilen, mit einem Schwerpunkt beim "Markt".

Mir wäre übrigens auch nie in den Sinn gekommen, zum Leuschnerplatz zu fahren, als ich in die Uni wollte. Mag der Fußweg von dort 50 Meter kürzer sein als vom Hbf, von Norden kommend ist es dennoch ein Zeitverlust.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 29.12.2013, 22:58:20
Hallo, Anton

Antwort zu Gütergleis Connewitz - Gaschwitz: das ist noch bis vsl. Ende Mai durchgehend wegen Bauarbeiten gesperrt.
Antwort zu Bahnhof Gaschwitz: Mach dir keine falschen Hoffnungen, der Bahnhof kommt (zum Glück) auch noch dran, ich weiß jetzt nur nicht, wie schnell. Das Bahnsteiggleis für die wendende  /S-Bahn 2 ist das frühere Bahnsteiggleis Richtung Zwenkau. Das hat man vermutlich reaktiviert, um sich für den kommenden Umbau die nötige Baufreiheit zu erhalten.
Antwort zu Engelsdorf: Die  /S-Bahn- Station ist nur ein Haltepunkt. Dort kann also kein Zug wenden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 29.12.2013, 23:05:49
Danke für die Antwort.

Hab es schon befürchtet... Eine denkmalgerechte Sanierung ist heutzutage wohl nicht mehr drin... Obwohl, in Schöneweide geht es doch.

Was Engelsdorf angeht, Connewitz ist doch auch kein Bahnhof... Ein Wendegleis müsste man allerdings einbauen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 29.12.2013, 23:13:14
Zug (ein 3er) war (gegen 18 Uhr) sehr gut gefüllt, alle Sitzplätze belegt, einige wenige Fahrgäste mussten stehen. Leerte sich dann bis Möckern. Auf den Grünauer Stationen stiegen dann (mich eingeschlossen) noch ca. 30 Fahrgäste aus.

Stiegen in Gohlis, Coppiplatz und Möckern tatsächlich 120 Leute aus?? Weil, wenn am Hbf alle 150 Sitzplätze besetzt sind, in Grünau aber nur noch 30 Leute ausstiegen, komme ich auf oben genannte Zahl...

Sind das die zuverlässigen Daten, auf die @WTL, @Radler & co Wert legen?? ::)

ca. 2 Minuten Stehen im Tunnel abgetrödelt. Der Sinn des ganzen ist mir unverständlich, kommt doch die S-Bahn allenfalls bei 15-Minütiger Verspätung der ICEs diesen in die Quere

Dort fahren bekanntlich nicht nur ICE's...

Warum ist das Gütergleis Ri. Connewitz nicht elektrifiziert???

Das Gleis ist noch gar nicht wieder in Betrieb. Und wenn es im Juni 2014 fertig ist, hat es selbstverständlich auch wieder 'ne Strippe drüber.

Zum Glück ging der Umbaukelch wenigstens an einer S-Bahn-Station vorbei und erinnern die 3 überdachten Bahnsteige noch an die alte sächsische Eisenbahnherrlichkeit.

Nicht mehr lange, der Umbau ist schon geplant. Und wie Du selbst feststellst, auch dringend nötig. Dann bleibt auch dort kein Stein auf dem anderen.

Der Verschiebebahnhof völlig verweist.

... weil längst stillgelegt und größtenteils auch nicht befahrbar. Du solltest mal genau hinschauen, wo die Pfeiler der Autobahnbrücke stehen...

Zum Wenden der S2 hat man auf einem seiner Gütergleise einen "Bahnsteig 7" (zu dem man einen recht weiten weg hat) eingerichtet.

Den Bahnsteig gibt's schon ewig, der wurde nur noch einmal aufgemöbelt.

Sehr sinnvoll, bei 6 schon vorhandenen Bahnsteiggleisen...

Sehr sinnvoll, weil man an den anderen Bahnsteigen (wenn man denn von der S-Bahnstrecke ran kommt, was an den Bahnsteigen 1-3 gar nicht geht) nicht wenden kann, ohne den übrigen Verkehr zu behindern. Und weil es während der geplanten Umbauarbeiten zeitweise auch keine andere Möglichkeit mehr geben wird.

Die S11 muss dringend wieder her!!! Es ist absurd, dass man aus Machern oder Gerichshain mit Umsteigen in Engelsdorf in den RE50 trotz 10 Minuten Wartezeit immer noch schneller am HbF ist, als mit der S-Bahn.

Altes Thema und schon tausend Mal durchgekaut. Viele Fahrgäste aus Machern, Gerichshain und Wurzen wollen gar nicht zum Hbf, sondern in der Stadt noch weiter. Für die gibt es jetzt viel bessere Umsteigemöglichkeiten zum ÖPNV inklusive Fahrzeitverkürzungen. Eine S11 wird jedenfalls definitiv nicht wieder kommen, und das ist gut so.

Mehrbedarf - nur ein Umlauf. Das muss doch wohl drin sein.

Aha, und woher nehmen wir den??

Was Engelsdorf angeht, Connewitz ist doch auch kein Bahnhof... Ein Wendegleis müsste man allerdings einbauen.

Natürlich ist Connewitz ein Bahnhof.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 29.12.2013, 23:47:26
Stiegen in Gohlis, Coppiplatz und Möckern tatsächlich 120 Leute aus?? Weil, wenn am Hbf alle 150 Sitzplätze besetzt sind, in Grünau aber nur noch 30 Leute ausstiegen, komme ich auf oben genannte Zahl...

Sind das die zuverlässigen Daten, auf die @WTL, @Radler & co Wert legen?? ::)



Jedenfalls wurde es nach Möckern spürbar leerer. Gezählt habe ich erst in Grünau.

Und das mir der S11 - abwarten. Darüber entscheidet am Schluss des Tages die Politik. Sinnvoll ist sie, weil man 10 Minutige Fahrzeitverlängerungen auf 7 km Luftlinie nicht wirklich als Fortschritt verkaufen kann. Für die meisten Fahrgäste ist und bleibt der HbF das Ziel und nachdem die "Freude" verflogen ist, wird sich auch Unmut regen über den Blödsinn, den man da zumutet. 

EDIT: Warum soll man in Gaschwitz auf Gleis 6 nicht wenden können und wen behindert man da, wenn Gl. 5 das Hauptgleis ist? Wenn Connewitz ein Bahnhof ist, dann kann man auch Engelsdorf dazu "hochstufen".

EDIT2: Die Reservezeit in Gohlis hat die S-Bahn aber nur wegen der ICE´s, falls sie diese vor Leutzsch vorbeilassen muss und dadurch selbst eine Verspätung bekommt. Die RBs müssen die S-Bahn nicht überholen und können bei ihr auch keine Verspätung verursachen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 30.12.2013, 07:25:27
Antwort zu Bahnhof Gaschwitz: Mach dir keine falschen Hoffnungen, der Bahnhof kommt (zum Glück) auch noch dran, ich weiß jetzt nur nicht, wie schnell.

Der kann für einige Jahre noch so bleiben. Vielleicht findet sich bis dahin ein Investor, der den kompletten Bahnhof saniert - bevor derselbe Scheiß wie beim Markkleeberger Bahnhof entsteht.

Antwort zu Engelsdorf: Die  /S-Bahn- Station ist nur ein Haltepunkt. Dort kann also kein Zug wenden.

Doch, könnte er. Ich war am Samstag in Engelsdorf und sah, dass sich am stadtwärtigen Bahnsteig ein Stumpfgleis befindet. Man müsste nur das Geländer demontierten und das Gleis elektrifizieren und schon kann er in Linienbetrieb gehen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 30.12.2013, 08:38:11
Doch, könnte er. Ich war am Samstag in Engelsdorf und sah, dass sich am stadtwärtigen Bahnsteig ein Stumpfgleis befindet. Man müsste nur das Geländer demontierten und das Gleis elektrifizieren und schon kann er in Linienbetrieb gehen?
Wenn man die erforderlichen Umbauten vornimmt, geht alles. Im Moment geht es eben nicht. Da fehlt auch die erforderliche Weichenverbindung und die signaltechnische Ausrüstung. Und eine Bahnsteigkante ist das auch noch nicht.  Deinen Gedanken hatte ich auch schon, allerdings für eine von Stötteritz bis hierher verlängerte  /S-Bahn 3. Dann hätte man bis hierher einen 15'-Takt und somit Anschluss zu und von jedem roten Zug.
Zu der Diskussion über Umweg und Fahrzeitverlängerung bei der  /S-Bahn 1 sage ich nur 'Das Leben ist hart, aber ungerecht'. Bei mir vor der Haustür fährt eine Buslinie vorbei in die nächste Stadt. Ein Teil der Kurse fährt auf direktem Wege, die meisten fahren aber einen Umweg durchs Dorf. Soll ich jetzt sagen, daß da noch ein Bus direkt fahren soll, weil mir der Umweg zu lang ist?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 30.12.2013, 09:26:08
Doch, könnte er. Ich war am Samstag in Engelsdorf und sah, dass sich am stadtwärtigen Bahnsteig ein Stumpfgleis befindet. Man müsste nur das Geländer demontierten und das Gleis elektrifizieren und schon kann er in Linienbetrieb gehen?

Naja, ganz so einfach ist es dann nicht. Dieses Gleis ist das Schutz-/ Ausziehgleis der dortigen Anschlussbahn. Wenn man den Stutzen für die MDSB nutzen will braucht es einige Umbauten:
- Verlängerung des Bahnsteiges (nach Google Earth ca. 110m lang, da fehlen noch 30 Meter.)
- Änderung der Zufahrt. Die Zufahrt erfolgt derzeit nur aus Richtung Dresden.
- Oberleitung und Signaltechnik
- Und man darf nicht vergessen, dass man um zu diesem Gleis zu kommen die Fernverkehrsstrecke nach Dresden kreuzen muss (Verspätungen !)

Wenn 2015 (spätestens 2017) der Güterbahnhof Engelsdorf für die Zugbildungsanlage (ZBA) Halle/Saale geschlossen wird, bieten sich dann vllt. ein Neubau der Station Engelsdorf an (Trennung vom Fernverkehr), wo auch ein Wenden der Züge möglich ist.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 30.12.2013, 10:56:49


P.S. Warum hält die  /S-Bahn 2 (DZ ab 09:02h NICHT in Leipzig Messe?

Ja, so ein Mist aber auch. ISt mir gar beim Blick in den Fahrplan gar nicht aufgefallen.

Könnte es sein, dass das irgendwas mit dem fast zeitgleich in Leipzig ankommenden (allerdings nicht an der MEsse haltenden) InterConnex aus Richtung Berlin zu tun hat?

Fährt die entpsrechende /S-Bahn 2 nur an MEsse vorbei, oder nutzt sie die Gütergleise?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 30.12.2013, 11:06:49
Und das mir der S11 - abwarten. Darüber entscheidet am Schluss des Tages die Politik. Sinnvoll ist sie, weil man 10 Minutige Fahrzeitverlängerungen auf 7 km Luftlinie nicht wirklich als Fortschritt verkaufen kann. Für die meisten Fahrgäste ist und bleibt der HbF das Ziel und nachdem die "Freude" verflogen ist, wird sich auch Unmut regen über den Blödsinn, den man da zumutet.

Worauf willst du da warten? Die S11 ist und bleibt tot.
Einzige Diskussionsgrundlage ist die zukünftige Anbindung von Grimma, da hier ein signifikantes Fahrgastaufkommen herrscht.

Die Fahrzeitverlängerung zum Hbf hat man immer kommuniziert mit dem Hinweis, dass die S-Bahn die Stadt mit dem Umland verbinden soll. Das ist der Hbf nämlich nicht. Gibt ja noch andere Shopping-Center in Leipzig  ;D

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 12:00:36
Worauf willst du da warten? Die S11 ist und bleibt tot.
Einzige Diskussionsgrundlage ist die zukünftige Anbindung von Grimma, da hier ein signifikantes Fahrgastaufkommen herrscht.

Die Fahrzeitverlängerung zum Hbf hat man immer kommuniziert mit dem Hinweis, dass die S-Bahn die Stadt mit dem Umland verbinden soll. Das ist der Hbf nämlich nicht. Gibt ja noch andere Shopping-Center in Leipzig  ;D

Grüße
Sven

Also diese "Logik" verstehe ich nicht. Nicht jeder will zum Bahnhof, ok. Aber überlegt selbst, welchem Anteil der Umweg Vorteile bringt. Von 17 Straßenbahnästen in Leipzig komme ich nur auf maximal 4:

- Stötteritz  /SL.004
- Prager Straße  /SL.015
- Ph.-Rosenthal-Str  /SL.002
- und die südliche  /SL.009

Eventuell kann man noch Schleußig dazurechnen dank dem  /BL.074

Bereits zum Erreichen der KaLi ist der Umweg von geringem Mehrwert. Auf alle anderen Achsen steigt man sinnvollerweise am Hauptbahnhof um.  Also 4,5 / 17. Für 2/3 der Fahrziele bringt der Umweg nur Nachteile. Besonders krass etwa dadurch, dass der Umstieg auf die  /BL.079 in Paunsdorf verwehrt wird und die Eisenbahnstraße ist auch nicht mehr von stadtwärts aus direkt zu erreichen. Dazu kommt, dass natürlich der Hbf selber ein wichtiges Zwischenziel bleibt. Nicht wegen des Einkaufens, sondern wegen des Umstiegs in den Fernverkehr.

Die S11 muss wieder her und es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis die Politik darauf kommt.  /MM
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 30.12.2013, 12:10:45
Warum ständig der Hinweis auf den Fernverkehr? Als ob alle östlich von Engelsdorf wohnende Landkreisbewohner mit dem Fernzug verreisen  ::)

Das zur Anbindung des City-Tunnels auch Nachteile entstehen, mag für einige ärgerlich sein. Es geht nun mal aufgrund der gegebenen Infrastruktur nicht anders.

Zum  /BL.079: ist ärgerlich, aber die ZBA Halle ist leider noch nicht fertig, um den Rbf zu verkleinern. Mit dem Neubau des Hp soll ja auch eine neue Brücke dort entstehen.

Der Hinweis auf die Politik verstehe ich nicht... Was sollen diese Komiker denn bewirken?

Mal noch eine Frage dazu: Wie soll denn deiner Meinung nach das Konzept auf der ältesten deutschen Fernbahn aussehen? Das Konzept mit Engelsdorf war zumindest nix...

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 30.12.2013, 12:22:06
Auch in Markkleeberg schade um die Bahnsteigbedachung. Das wird eine Station mit ordentlichem Fahrgastausfkommen, aber selbst hier war man zu geizig für enen Basiskomfort, der vor 100 Jahren Standard war...

Wie du schon schreibst. Es war vor 100 Standard, heute wohl leider nicht mehr

Warum ist das Gütergleis Ri. Connewitz nicht elektrifiziert???

Das Ferngleis Gaschwitz - Leipzig-Connewitz ist zur Zeit noch Baugleis und wird im September 2014 wieder in Betrieb gehen, dann natürlich elektifiziert

In Gaschwitz wurden Kindheitserinnerungen wach. Zum Glück ging der Umbaukelch wenigstens an einer S-Bahn-Station vorbei und erinnern die 3 überdachten Bahnsteige noch an die alte sächsische Eisenbahnherrlichkeit.  Sicher hat der Bahnhof eine Sanierung nötig, aber was den Flair angeht, ist er den 08/15-Stationen des Ergänzungsnetzes weit überlegen. Hoffentlich bleibt das auch so.

Nein. Es bleibt definitiv nicht so. Es werden alles Bahnsteige entfernt. Einzig der heutige Bahnsteig 3/4 wird auch nach dem Umbau zur Verfügung stehen.
Er wird in den nachten Jahren einem Neubau weichen. Alle anderen Bahnsteige werden abgerissen und zurückgebaut.

...und ein langer Güterzug mit einer britischen (?) Diesellok vorneweg.

Du meinst wahrscheinlich ne Class 66. Diese Loks sind tatsächlich britischen Ursprungs, kommen aber auf deutschen Schienen schon einige Jahre zum Einsatz.

Der Verschiebebahnhof völlig verweist.

Der Zugbildungbahnhof Gaschwitz wurde schon vor einigen Jahren stillgelegt. Mit dem anstehenden Umbau des Bahnhofs werden dann an dieser Stelle auch die Gleise verschwinden. Der Platz wird dann für 4 Überholungsgleise für Güterzüge in Richtung Plagwitz benötigt.

Zum Wenden der S2 hat man auf einem seiner Gütergleise einen "Bahnsteig 7" (zu dem man einen recht weiten weg hat) eingerichtet. Sehr sinnvoll, bei 6 schon vorhandenen Bahnsteiggleisen...

Der Bahnsteig 7 war früher noch weiter hinten. Es wurde extra eine Weiche vom Güterbahnhof ausgebaut, um das Ausfahrsignal Richtung Leipzig ein Stück in Richtung Treppenaufgang versetzen zu können.

Allerdings sind es insgesamt 8 Bahnsteiggleise. Allerding sind die Bahnsteige 1 bis 3 zur Zeit gar nicht ans Streckennetz angeschlossen.  Von diesen Gleisen käme man nur ins Baugleis  Richtung Connewitz.

Vom Bahnsteig 4 fahren die S-Bahnen in Richtung Leipzig, vom Bahnsteig 5 die S-Bahnen Richtung Borna/ Altenburg/ Zwickau.

Das Gleis am Bahnsteig 6 ist das durchgehende Hauptgleis aus Richtung Waldbahn. Da kannst du keine S-Bahn 50 min stehen lassen

Bahnsteig 7 wurde deshalb für die wendenden Züge der S 2 reaktiviert bzw 150 Meter in Richtung Leipzig verschoben neu aufgebaut.

An den Bahnsteig 8 käme man nur von der Waldbahn.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 13:34:10
Warum ständig der Hinweis auf den Fernverkehr? Als ob alle östlich von Engelsdorf wohnende Landkreisbewohner mit dem Fernzug verreisen  ::)

Das zur Anbindung des City-Tunnels auch Nachteile entstehen, mag für einige ärgerlich sein. Es geht nun mal aufgrund der gegebenen Infrastruktur nicht anders.

Zum  /BL.079: ist ärgerlich, aber die ZBA Halle ist leider noch nicht fertig, um den Rbf zu verkleinern. Mit dem Neubau des Hp soll ja auch eine neue Brücke dort entstehen.

Der Hinweis auf die Politik verstehe ich nicht... Was sollen diese Komiker denn bewirken?

Mal noch eine Frage dazu: Wie soll denn deiner Meinung nach das Konzept auf der ältesten deutschen Fernbahn aussehen? Das Konzept mit Engelsdorf war zumindest nix...

Grüße
Sven

Die Zubringerrolle zum Fernverkehr ist eine der wichtigsten Funktionen eines S-Bahn-Netzes. Das wird bei der MDSB auch nicht anders sein. Und auch wenn nur 10 % der Fahrgäste mit einem ferneren Ziel unterwegs sind, können diese Belange nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Die Politik hat unmittelbar etwas damit zu tun. Sie bestellt die Leistungen, im Zweckverband sitzen Politiker.

Das Konzept im Idealfall müsste zu aussehen:

2 schnelle Trassen pro Stunde (1x ICE, 1x aufgewerteter RE, der nur in Wurzen, Oschatz, Riesa und Coswig hält);
4 stündliche Nahverkehrstrassen bis Borsdorf, 2 bis Wurzen, 1 bis Riesa (was der VVO hinter Riesa macht, ist nicht unser Bier). Davon sollten 1 an die S1, 1 an die S11 und 2 an die RB nach Grimma fallen. Eine weitere stündliche Verbindung der S1 würde eben in Engelsdorf kehren, wofür die baulichen Voraussetzungen natürlich noch zu schaffen sind. Von diesen Zügen sollte eine Umsteigebeziehung zur S11 mit kurzer Wartezeit existieren. Die S11 sollte Hbf - Riesa fahren (3 Umläufe), wodurch eine Beschleunigung und Aufwertung des RE50 eintritt. Von den 3 benötigten Umläufen wäre einer durch Einkürzung der S1 kompensiert, 2 wären Mehrleistung.

EDIT: Mittelfristig wäre für Leipzig auch der Neubau/Wiederaufbau des HP Volkmarsdorf mit direktem Umstieg zur 1 und zum 70 wichtig. Neubau eines Bahnsteiges in Paunsdorf für die S1 sowieso.

Wie gesagt, es geht anders: Einfach die S11 wiedereinführen. Unüberwindliche Hindernisse gibts da nicht und die Verbesserung des Gesamtnetzes ist offensichtlich. Die Verweigerungshaltung ist nur dem Wunsch geschuldet, auf Krampf möglichst viele in den Tunnel hineinzuzwingen. Viele werden aber schlicht das Auto vorziehen. Der ganze Vorteil des staufreien Fahrens ist nämlich durch den Umweg dahin. In 20 Min. bin ich mit dem Auto locker von Gerichshain kommend in der City.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 13:41:18

Du meinst wahrscheinlich ne Class 66. Diese Loks sind tatsächlich britischen Ursprungs, kommen aber auf deutschen Schienen schon einige Jahre zum Einsatz.

Der Zugbildungbahnhof Gaschwitz wurde schon vor einigen Jahren stillgelegt. Mit dem anstehenden Umbau des Bahnhofs werden dann an dieser Stelle auch die Gleise verschwinden. Der Platz wird dann für 4 Überholungsgleise für Güterzüge in Richtung Plagwitz benötigt.

Der Bahnsteig 7 war früher noch weiter hinten. Es wurde extra eine Weiche vom Güterbahnhof ausgebaut, um das Ausfahrsignal Richtung Leipzig ein Stück in Richtung Treppenaufgang versetzen zu können.

Allerdings sind es insgesamt 8 Bahnsteiggleise. Allerding sind die Bahnsteige 1 bis 3 zur Zeit gar nicht ans Streckennetz angeschlossen.  Von diesen Gleisen käme man nur ins Baugleis  Richtung Connewitz.

Vom Bahnsteig 4 fahren die S-Bahnen in Richtung Leipzig, vom Bahnsteig 5 die S-Bahnen Richtung Borna/ Altenburg/ Zwickau.

Das Gleis am Bahnsteig 6 ist das durchgehende Hauptgleis aus Richtung Waldbahn. Da kannst du keine S-Bahn 50 min stehen lassen

Bahnsteig 7 wurde deshalb für die wendenden Züge der S 2 reaktiviert bzw 150 Meter in Richtung Leipzig verschoben neu aufgebaut.

An den Bahnsteig 8 käme man nur von der Waldbahn.

Thomas

Zur BR66: Möglich, kenne mich da nicht aus. Die Beschriftung deutete auf einen nichtdeutschen Eigentümer.

Zu Gaschwitz: Heute kaum noch vorstellbar, was da früher los war. Ich empfinde das als Niedergang und es ist einfach schade, dass nach und nach alle Zeugnisse der Vergangenheit ausradiert werden. Klar muss modernisiert werden, aber doch nicht immer und überall so rabiat. Demnächst kommt auch jemand auf die Idee, den Leipziger Hauptbahnhof "zurückzubauen". Ist ja nun vieeeel zu groß.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 30.12.2013, 14:22:32
Die Zubringerrolle zum Fernverkehr ist eine der wichtigsten Funktionen eines S-Bahn-Netzes. Das wird bei der MDSB auch nicht anders sein. Und auch wenn nur 10 % der Fahrgäste mit einem ferneren Ziel unterwegs sind, können diese Belange nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Eine der wichtigsten Funktionen eines S-Bahnnetzes ist der regionale und zuweilen auch lokale ÖPNV mit allem drum und dran. Dazu zählt der Binnenverkehr genauso wie der Anschluss an den Fernverkehr. Und der ist mit dem MDSB gegeben. Man hat sogar an gleich 4 Stationen die Gelegenheit, in andere regionale Ziele umzusteigen. Und alle aus Richtung Wurzen kommen ja auch auf direktem Weg zum Hbf.

Außerdem: nur aus nostalgischen Gründen kann sich kein Ferkehrsunternehmen der Welt das Vorhalten von mehr Gleisen leisten als für den Regelverkehr nötig ist. Es ist aber in der Tat sehr schade, dass bspw. in M'berg genauso wie in Plagwitz und Stötteritz das historische Dachgestell nicht erhalten bzw. neu aufgebaut wurde. Und auch wenn in Stötteritz der Bahnsteig verlegt wurde, man hätte können wenn man wollte. Und die kleinen Unterstände... nunja.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 14:38:42
Eine der wichtigsten Funktionen eines S-Bahnnetzes ist der regionale und zuweilen auch lokale ÖPNV mit allem drum und dran. Dazu zählt der Binnenverkehr genauso wie der Anschluss an den Fernverkehr. Und der ist mit dem MDSB gegeben. Man hat sogar an gleich 4 Stationen die Gelegenheit, in andere regionale Ziele umzusteigen. Und alle aus Richtung Wurzen kommen ja auch auf direktem Weg zum Hbf.

Außerdem: nur aus nostalgischen Gründen kann sich kein Ferkehrsunternehmen der Welt das Vorhalten von mehr Gleisen leisten als für den Regelverkehr nötig ist.

Den Einwand verstehe ich nicht. Die direkten Gleise zwischen Engelsdorf und Hbf (oben) müssen schon für den RE50 und den Fernverkehr von/nach Dresden weiter vorgehalten werden.

In Wurzen hat man den RE50, ja, zum Glück. Mich würde nach einiger Zeit mal eine Untersuchung interessieren, wie viele Wurzener und Borsdorfer die direkten Züge und wie viele die S1 nutzen. Ich tippe mal, es wird eine starke Tendenz gegen die S1 geben. Aber was ist mit den Orten dazwischen? Dort fehlt die Alternative zum Umweg, die leicht und mit geringem Aufwand zu haben ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 30.12.2013, 15:23:56
Nein, es liegt nicht an der Unwissenheit oder "Dummheit" der Fahrgäste... Der Hauptbahnhof wird auch in Zukunft das wichtigste (Zwischen)Ziel bleiben, weil:

- hier der Umsteigepunkt zu Fernzügen ist;
- hier der zentrale Umsteigepunkt der LVB ist mit Verbindungen in alle Richtungen, da kann der Leuschnerplatz nicht mithalten.

Es war daher zu erwarten und wird auch so bleiben, dass 60-70 % der S-Bahnfahrgäste, die den Tunnel überhaupt tangieren, den HbF ansteuern und der Rest sich auf die 3 anderen Stationen aufteilen, mit einem Schwerpunkt beim "Markt".

Mir wäre übrigens auch nie in den Sinn gekommen, zum Leuschnerplatz zu fahren, als ich in die Uni wollte. Mag der Fußweg von dort 50 Meter kürzer sein als vom Hbf, von Norden kommend ist es dennoch ein Zeitverlust.

Nein, mitnichten. Ich meine die Unigebäude in der Beethovenstr. (GWZ, Bibliothek). Lt. Googlemaps ist die Entfernung zum Leuschnerplatz ca. 1 km, zum Hbf 2,2 km, also mehr als doppelt soviel!

Der Umstieg zum Fernverkehr spielt m.M.n. nur eine marginale Rolle, die meisten Reisenden sind (Tages)pendler oder Tagesausflügler (Shopping gehende etc.), inebes. bei den kurzen S-Bahn-Linien wie S1, S2, (das mag bei den aus Obeznetren kommenden S-Bahnen von/nach Zwickau, Halle, Hoyerswerda evtl. etwas anders sein.)

Und  zu den Fahrgästen, ich will nicht überheblich sein....viele Fahrgäste sind einfach, deren Fragen nach zu urteilen -wie soll ich es ausdrücken - etwas unwissend, viele haben z.B. nicht die geringste Vorstellung davon was eine Verbundfahrkarte geschweige denn eine Tarifzone ist etc.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 15:35:28
Nein, mitnichten. Ich meine die Unigebäude in der Beethovenstr. (GWZ, Bibliothek). Lt. Googlemaps ist die Entfernung zum Leuschnerplatz ca. 1 km, zum Hbf 2,2 km, also mehr als doppelt soviel!

Der Umstieg zum Fernverkehr spielt m.M.n. nur eine marginale Rolle, die meisten Reisenden sind (Tages)pendler oder Tagesausflügler (Shopping gehende etc.), inebes. bei den kurzen S-Bahn-Linien wie S1, S2, (das mag bei den aus Obeznetren kommenden S-Bahnen von/nach Zwickau, Halle, Hoyerswerda evtl. etwas anders sein.)

Und  zu den Fahrgästen, ich will nicht überheblich sein....viele Fahrgäste sind einfach, deren Fragen nach zu urteilen -wie soll ich es ausdrücken - etwas unwissend, viele haben z.B. nicht die geringste Vorstellung davon was eine Verbundfahrkarte geschweige denn eine Tarifzone ist etc.

1) Ach so. Mit "Uni-Campus" meint man aber gewöhnlich den Komplex am Augustusplatz. Da sind nun mal die Hörsäle und auch die praktisch bedeutsamste Bibo-Zweigstelle. Und natürlich das Wichtigste überhaupt: Die Mensa. :-) Ich glaube allerdings nicht, dass viele mit dem Ziel Beethovenstraße die S-Bahn nutzen. Erstens, weil Studis eh im Moment außen vor sind und Radfahrer, zweitens, weil eine Entfernung von 1 km schon als außerhalb des fußläufigen Einzugsbereiches einer Station liegend empfunden wird. Da ist man in einer Großstadt doch zu verwöhnt und laufwegfaul.

2) Die "Shopping gehenden" nutzen ja schon die Station "Markt" rege. Mir ist im Übrigen ein neuartiges Phänomen aufgefallen: Leipziger, die am HbF von der Straßenbahn umsteigen und eine Station fahren. Da wird man einen neuen Begriff prägen müssen. "Bequemlichkeitsverkehr". Kostet ja nix zusätzlich.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: FTB am 30.12.2013, 15:43:43
S-Bahn Halle S7 heute alle drei Umläufe komplett mit 143 + 751 + 762.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 30.12.2013, 16:45:14
Mir ist im Übrigen ein neuartiges Phänomen aufgefallen: Leipziger, die am HbF von der Straßenbahn umsteigen und eine Station fahren. Da wird man einen neuen Begriff prägen müssen. "Bequemlichkeitsverkehr". Kostet ja nix zusätzlich.
Das kommt jetzt überraschend, dass der Tunnel auch für den Stadtverkehr genutzt wird.  ::) An anderer Stelle wollte das mir jemand im Zusammenhang mit der Nutzung der S-Bahn nach Grünau, vor allem bei einem späteren 15'-Takt, nicht glauben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 16:53:20
Das kommt jetzt überraschend, dass der Tunnel auch für den Stadtverkehr genutzt wird.  ::) An anderer Stelle wollte das mir jemand im Zusammenhang mit der Nutzung der S-Bahn nach Grünau, vor allem bei einem späteren 15'-Takt, nicht glauben.

Nun ja, es gibt sinnvolle Nutzungsart und solche, die nur die Fahrgast-Statistik aufpeppelt. Verkehrlicher und ökologischer Nutzen des Umsteigens von der LVB in die S-Bahn um 500 Meter zum Markt zu fahren, ist gleich, ja  sogar weniger null. Denn zu Fuß ist man schneller, gesünder und umweltgerechter.

Wer hat denn behauptet, dass es überhaupt keine innerstädtische Nutzung geben wird? Meine Rede war nur, dass diese Nutzungen den Aufwand des Tunnels nicht rechtfertigen. Übrigens, habe ich weiter oben auf den regen Binnenverkehr in Grünau hingewiesen. Auch die Plagwitzer haben das Allee-Center offensichtlich für sich (wieder)entdeckt. Nur hat das alles mit dem CTL nix zu tun...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 30.12.2013, 17:11:24
Mir ist im Übrigen ein neuartiges Phänomen aufgefallen: Leipziger, die am HbF von der Straßenbahn umsteigen und eine Station fahren.
Das gleiche ist mir in den letzten Tagen auch aufgefallen. Sehr oft sind da die Worte "Wir fahren mit der U-Bahn gleich zum Markt" zu hören, was natürlich nicht korrekt ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 30.12.2013, 17:57:23
@ Anton75

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum  :D

Zum Thema S1 und der Ostabschnitt kann ich einige Erfahrungen beitragen (wohne in Leipzig, arbeite in Machern):

Zur Geschichte. Als es die S11 noch unter der DB gab, wurde die Strecke nur stündlich bedient. Dazu gab es in der HVZ früh einen Zusatzzug nach Wurzen und abends einen nach Leipzig. Mit der Umstellung auf die MRB wurde das ausgeweitet. Da gab es früh und abends jeweils für 2 Stunden einen 30-Minuten-Takt (war ein 20/40 Takt). Mit der Eröffnung des MDSB gibt es jetzt ganztägig den 30-Minuten-Takt (auch am Wochenende). Und das kann man als Verbesserung schon verbuchen (für Gerichshain und Machern).

Meine Kollegin ist auch gegen den Tunnel und die tägliche Stadtrundfahrt. Wir haben vor dem Fahrplanwechsel lange über Alternativen nachgedacht. So brachte ein Fahren mit der RB/RE von/bis Borsdorf vom Hauptbahnhof wegen der langen Wartezeit nur eine Ersparnis von 3 Minuten. Sie ist damit eine Verliererin des MDSB. Für mich bringt das Netz Vorteile, weil ich jetzt schneller Zuhause bin. Du siehst, man kann es nicht allen Recht machen.

Wir haben das MDSB-Netz jetzt grad mal 15 Tage. Warten wir es doch mal länger ab (wie die DB 3 Monate), ehe wir hier wieder alles über Bord werfen. Es gibt an vielen Stellen Probleme, das ist richtig. Aber eine Analyse und Lösung braucht Zeit.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 18:02:10
Warum soll man in Gaschwitz auf Gleis 6 nicht wenden können

Man kann nicht direkt am Bahnsteig 6 wenden, da das sicherungstechnisch nicht möglich ist. Am Bahnsteig 6 gibt es kein Ausfahrsignal Richtung Connewitz, man müsste also immer nach Gleis 12 hinter das dortige Ausfahrsignal vorrücken und wieder zurück zum Bahnsteig fahren. Gleis 12 wird aber zuweilen auch als Überholgleis für Güterzüge benötigt. Zudem wird Gleis 6 gerne als Durchfahrtsgleis aus und in Richtung Waldbahn genutzt, weil dadurch Behinderungen des S-Bahn-Verkehrs im Bahnsteigbereich und im Bahnhofsnordkopf vermieden werden können. Und dass während des geplanten Umbaus weitere Einschränkungen hinzukommen, hatte ich ja schon erwähnt. Von daher ist die Wendung am Bahnsteig 7 noch die optimalste Interimslösung.

Vielleicht findet sich bis dahin ein Investor, der den kompletten Bahnhof saniert

Ein Investor wäre für das Empfangsgebäude denkbar (stand das nicht schonmal zur Versteigerung?), nicht aber für die Bahnsteig- und Gleisanlagen. Das ist Eisenbahninfrastruktur, da kann nicht einfach ein Fremder investieren, wie es ihm beliebt. Zudem ist der Umbau m.W. bereits planfestgestellt, wo waren da Deine Einsprüche??

Zu Gaschwitz: Heute kaum noch vorstellbar, was da früher los war.

Es dürfte Dir aufgefallen sein, dass das nicht nur auf den Bahnhof Gaschwitz zutrifft…

Ich empfinde das als Niedergang und es ist einfach schade, dass nach und nach alle Zeugnisse der Vergangenheit ausradiert werden.

Ich kenne ja nun die Detailpläne für Gaschwitz nicht, aber vielleicht wird ja eine der noch vorhandenen Überdachungen wiederverwendet?? In Connewitz steht das Dach ja auch wieder. Vielleicht wird der neue Bahnsteig aber auch schmaler, sodass die alte Überdachung vom Bahnsteig 3/4 nicht mehr passt und die vom Bahnsteig 1/2 und 5/6 wiederum zu schmal sind?? Vielleicht ist das Dach aber auch von der Grundsubstanz her so marode, dass eine Sanierung nicht mehr sinnvoll ist?? Kennst Du den Korrosionszustand der Gußeisensäulen??

Demnächst kommt auch jemand auf die Idee, den Leipziger Hauptbahnhof "zurückzubauen".

Wenn unsere Altvorderen genauso gedacht hätten wie Du, hätten wir heute keinen Hauptbahnhof. Die hätten den Dresdner, den Thüringer und den Magdeburger Bahnhof dann aus Denkmalschutzgründen stehen gelassen. Die waren zwar schon zu ihrer Zeit nicht mehr funktional, sahen aber damals schon sooo schön alt aus…

Wenn Connewitz ein Bahnhof ist, dann kann man auch Engelsdorf dazu "hochstufen".

Wenn man es genau nimmt, ist der Bahnsteigbereich in Engelsdorf sogar Bahnhof. Nur ist der signalmäßig bzw. sicherungstechnisch nicht für ein Wenden von Reisezügen am Bahnsteig ausgelegt, das geht dort nur mit betrieblich fragwürdigen Kompromissen. Zudem würden wendende Züge in Engelsdorf die Strecke blockieren, da das von der MRB im Sommer 2010(?) während eines Bauzustandes zum Wenden genutzte Stumpfgleis östlich des Bahnsteiges für die Hamster zu kurz ist. Und ob die wendenden und die nach Deiner Idee zusätzlich fahrenden S-Bahnen sich nicht doch noch mit anderen Zügen ins Gehege kommen (dort fahren schließlich auch noch massig Güterzüge) ist auch noch nicht erwiesen.

Ich war am Samstag in Engelsdorf und sah, dass sich am stadtwärtigen Bahnsteig ein Stumpfgleis befindet.

Das ist aber Bestandteil der dortigen Anschlussgleisanlagen. Nur einfach Strippe drüber wird da nicht reichen. Da müssten noch Weichen in die Hauptgleise eingebaut werden, das Gleis möglicherweise noch ertüchtigt werden, der Bahnsteig erweitert werden und und und…

Die Reservezeit in Gohlis hat die S-Bahn aber nur wegen der ICE´s, falls sie diese vor Leutzsch vorbeilassen muss und dadurch selbst eine Verspätung bekommt.

Wer hat Dir denn das geflüstert?? Die ICE’s fahren zwischen Leutzsch und Hbf (und Gegenrichtung) halbwegs mittig zwischen den S-Bahnen, weswegen ja auch kein 15-min-Takt nach Grünau möglich ist. Allerdings würde sich die S1 bspw. jeweils zur halben Stunde in beiden Richtungen mit der Erfurter Bahn aus/in Richtung Gera in die Quere kommen, wenn sie den Puffer nicht hätte.

Und das mir der S11 - abwarten. Darüber entscheidet am Schluss des Tages die Politik.

Da die finanziellen Mittel für den SPNV in Sachsen begrenzt sind, mach ich Dir da wenig Hoffnung. Zumal man Schwierigkeiten hat, selbst das bestehende Angebot außerhalb der MDSB dauerhaft aufrecht zu erhalten. Wenn die Wahl zwischen der Neueinrichtung einer imaginären S11 oder aber dem Erhalt der RB110 bestehen würde, was meinst Du, wie die Entscheidung ausfallen soll??

4 stündliche Nahverkehrstrassen bis Borsdorf, 2 bis Wurzen, 1 bis Riesa

Für diese Mehrverkehre opfern wir was?? Kürzen wir die RB110 noch weiter?? Oder bestellen wir die MRB113 ab und lassen den CLEX ein paar Mal zusätzlich halten??

Eine weitere stündliche Verbindung der S1 würde eben in Engelsdorf kehren. Von diesen Zügen sollte eine Umsteigebeziehung zur S11 mit kurzer Wartezeit existieren.

Damit machst Du die Verbindung Zentrum – Machern & co durch Umsteigezwang und längerer Gesamtfahrzeit wieder unattraktiv. Das ist ja mal schlau…

wofür die baulichen Voraussetzungen natürlich noch zu schaffen sind.

Wofür Du uns natürlich sofort sagen kannst, wer das mit welchen Mitteln bezahlt…

Sinnvoll ist sie, weil man 10 Minutige Fahrzeitverlängerungen auf 7 km Luftlinie nicht wirklich als Fortschritt verkaufen kann.

Die für viele Fahrgäste aber nicht relevant sind, weil sie nicht zum Hbf wollen. Und was Du bei den angeblichen Verschlechterungen durch die Fahrzeitverlängerung galant unter den Tisch kehrst ist die Tatsache, dass die S1 heute fast doppelt so oft fährt wie bisher die S11/MRB11. Schon alleine das bringt ein erhebliches Plus!

Für die meisten Fahrgäste ist und bleibt der HbF das Ziel

Und was bringt Dich zu dieser Erkenntnis?? Arbeiten die alle auf dem Hbf??

Aber überlegt selbst, welchem Anteil der Umweg Vorteile bringt.

Mindestens der gesamte Süden, Südosten, Südwesten und Westen der Stadt ist von den Stationen Bayerischer Bf und Leuschnerplatz schneller zu erreichen als vom Hbf, vom Zentrum ganz zu schweigen.

Von 17 Straßenbahnästen in Leipzig komme ich nur auf maximal 4

Du unterschlägst ja auch solch wichtige Linien wie 10 und 11 nach Süden oder die 8 nach Westen. V.a. aber unterschlägst Du die querverbindenden 60 am Bayer.Bf. und 70 am Völkerschlachtdenkmal. Uniklinikum, Herzkliniken und selbst große Teile der Universität sind schneller zu erreichen als vom Hbf aus.

Bereits zum Erreichen der KaLi ist der Umweg von geringem Mehrwert.

Wenn Du am Leuschnerplatz umsteigst, sparst Du schonmal sechs Minuten Strab-Fahrzeit und drei Minuten Fußweg. Das macht trotz Mehrfahrzeit der S-Bahn mindestens zwei Minuten Zeitersparnis. Du kannst aber auch vom Bayer.Bf oder Leuschnerplatz zur Karli laufen, das kannst Du vom Hbf aus nicht…

Die Verweigerungshaltung ist nur dem Wunsch geschuldet, auf Krampf möglichst viele in den Tunnel hineinzuzwingen.

Dein Einsatz zur Wiedereinführung der S11 hier ist vermutlich nur Deinem persönlichen Dilemma geschuldet, weil Du einer der wenigen bist, denen der Schwenk der S1 durch den Tunnel nichts bringt…

Aber was ist mit den Orten dazwischen? Dort fehlt die Alternative zum Umweg, die leicht und mit geringem Aufwand zu haben ist.

Geringer Mehraufwand?? Mindestens ein Hamster zusätzlich, besetzt (da fast durchgehend im Einsatz) mit rund fünf Lokführern und fünf Zugbegleitern, dazu noch Weichen, Gleise, Fahrleitung und Signale in Engelsdorf, das alles zusammen klingt nicht gerade nach geringem Mehraufwand. Und das alles, weil ein paar Hanseln aus Bennewitz, Altenbach, Machern und Gerichshain angeblich nicht bereit sind, eine geringe Fahrzeitverlängerung zum Hbf hinzunehmen??

Die S11 muss wieder her und es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis die Politik darauf kommt.

Du kannst es noch drei Mal wiederholen, es wird nicht passieren. Warum, siehe oben!

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 18:07:23
Als es die S11 noch unter der DB gab, wurde die Strecke nur stündlich bedient. Dazu gab es in der HVZ früh einen Zusatzzug nach Wurzen und abends einen nach Leipzig. Mit der Umstellung auf die MRB wurde das ausgeweitet. Da gab es früh und abends jeweils für 2 Stunden einen 30-Minuten-Takt

Die MRB ist den Fahrplan weitergefahren, der vorher von DB Regio gefahren wurde. Mehrleistungen gegenüber dem vorher von DB Regio gefahrenen Fahrplan gab es nach Übernahme der Linie durch die MRB nicht.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 30.12.2013, 18:15:45
Man kann nicht direkt am Bahnsteig 6 wenden, da das sicherungstechnisch nicht möglich ist. Am Bahnsteig 6 gibt es kein Ausfahrsignal Richtung Connewitz, man müsste also immer nach Gleis 12 hinter das dortige Ausfahrsignal vorrücken und wieder zurück zum Bahnsteig fahren.

Stimmt. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 30.12.2013, 19:18:15
Der kann für einige Jahre noch so bleiben. Vielleicht findet sich bis dahin ein Investor, der den kompletten Bahnhof saniert - bevor derselbe Scheiß wie beim Markkleeberger Bahnhof entsteht.

Ein Investor wäre für das Empfangsgebäude denkbar (stand das nicht schonmal zur Versteigerung?), nicht aber für die Bahnsteig- und Gleisanlagen. Das ist Eisenbahninfrastruktur, da kann nicht einfach ein Fremder investieren, wie es ihm beliebt. Zudem ist der Umbau m.W. bereits planfestgestellt, wo waren da Deine Einsprüche??

Vielleicht habe ich ja einen Einspruch gestellt - habe ich aber nicht, ist mir durch die Lappen gegangen. Am Bahnhofsgebäude hängt ein Schild, dass das Bahnhofsgebäude bewohnt sei.

... zum Gleis 7 im S-Bahnhof Markkleeberg-Gaschwitz >>

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-301-1133.jpg)
Zugang zum Gleis 7, der wie der Bahnsteig asphaltiert wurde.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-302-71d7.jpg)
Die S2 nach Bitterfeld steht bereit.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-303-2151.jpg)

Und noch einige Bahnhofsilder >>

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-304-7479.jpg)
Das Empfangsgebäude an der Hauptstraße/S72.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-305-2122.jpg)

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-306-9426.jpg)
Dieser Bahnsteig ist nicht mehr zugänglich - Gleise 1/2.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-307-898a.jpg)
Gleise 3/4.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-308-acb5.jpg)
Gleise 5/6.

Und weil es so schön ist, noch zwei Bilder zum Schiebetritt >>

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-300-845f.jpg)
Für die neuen Bahnsteige.

(http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-2yy-f35f.jpg)
Und für die alten Bahnsteige.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 19:28:45

Mindestens der gesamte Süden, Südosten, Südwesten und Westen der Stadt ist von den Stationen Bayerischer Bf und Leuschnerplatz schneller zu erreichen als vom Hbf, vom Zentrum ganz zu schweigen.



Eine mutige Aussage, die mit den Realitäten in dieser Stadt nichts zu tun hat. Zur  /SL.016 z.B. gibt es keine Umsteigeverbindung bis hin zum Bayerischen Bahnhof. Rechnen wir mal die Fahrzeiten ab Engelsdorf.

S1 Engelsdorf - Bayr. Bf.   15 Min.
 /SL.016 Bayr. Bf. - Lößnig 12 Min.

S11 Engelsdorf - Hbf.   9 Min.
 /SL.016 Hbf. - Lößnig 19 Min.

Eine Minute Zeitersparnis!!! Wahnsinn.

Zur  /SL.010 und  /SL.011 gibts auch keine Umsteigemöglichkeit, bis W. Leuschner. Pl.

S1 Engelsdorf - W.-Leuschner-Pl. 17 Min.
 /SL.011 W.-Leuschner-Pl. - Connewitz/Kreuz 10 Min

S11 Engelsdorf - Hbf.  9 Min.
 /SL.011 Hbf. - Connewitz Kreuz 15 Min.

Ist man über Hbf. 3 Min. schneller (gewesen)...

(EDIT: Ok, den 70er am VD habe ich vergessen, Gesamtfahrzeit 20 Minuten plus Umsteigezeit... Gut, diese Relation kann man noch zu den Gewinnern rechnen...)

Zum Adler, mal unterstellt die  /BL.060 fährt irgendwann über MDR

S1 Engelsdorf - MDR 13 Min.
 /BL.060 MDR - Adler 11 Min.

S11 Engelsdorf - Hbf. 9 Min.
 /SL.001 Hbf. - Adler 16 Min.

Wäre man 1 Min. schneller, wenn der  /BL.060 angebunden wäre. Gilt aber auch nur dann, wenn man direkt zu den  Haltestellen des  /BL.060 will und nicht nochmal umsteigen muss... Also ganz sicher nicht für den "gesamten Westen". Nicht mal für den gesamten Südwesten.

Übrigens, würde sich der  /BL.060 ja als Abkürzung für die  /S-Bahn1 zwischen MDR und Plagwitz anbieten. :-)

Mit dem Westen sieht es nämlich so aus (Beispiel Angerbrücke):

S1 Engelsdorf - W. Leuschner-Pl. 17 Min.
 /SL.008 W.-Leuschner-Pl. - Angerbrücke 9 Min.

S11 Engelsdorf - Hbf. 9 Min.
 /SL.003 /SL.007 /SL.015 Hbf.- Angerbrücke 10 Min.

Ist man mit dem CTL 7 Min. länger unterwegs...

Oder wenn man direkt zum S-Bf Lindenau möchte?

 /S-Bahn1 Engelsdorf - Lindenau 39 Min.

S11 Engelsdorf - Hbf. 9 Min.
 /SL.015 Hbf. - Bushof Lindenau 18 Min.

12 Min. länger dauert das umsteigefreie Gekurve... Da ist man schneller, auch wenn man die Umsteigezeit einrechnet. Sieht so der Wahnsinnsfortschritt aus???

Und jetzt nehmen wir noch mal die eindeutigen Verlierer durch

Torgauer Pl.

Früher:

S11 Machern - Sellerhausen 15 Min.
 /SL.008 Sellerhausen - Torgauer Pl. 3 Min.

Jetzt:

S1 Machern - Engelsdorf 11 Min.
 /SL.003 Sommerfeld - Torgauer Pl. 18 Min.

11 Min reine Mehrfahrzeit, ein längerer Fußweg und längere Wartezeiten auf die  /SL.003. Ist das Fortschritt? Und so ähnlich sieht es für den gesamten Nordosten aus...

Sorry, ich kenne meine Stadt viel zu gut, um mich von euphorischen Werbesprüchen beeindrucken zu lassen...


Dein Einsatz zur Wiedereinführung der S11 hier ist vermutlich nur Deinem persönlichen Dilemma geschuldet, weil Du einer der wenigen bist, denen der Schwenk der S1 durch den Tunnel nichts bringt…



Großer Irrtum und schlechte Menschenkenntnis. Ich wohne und arbeite in der Südvorstadt. Demnächst ziehe ich nach Holzhausen um, da wird der 74er meine Stammlinie... Mein Einsatz ist rein vernunftgetragen und dient einer Sache: Der Attraktivität des Gesamtsystems. Und lass mal deine Arroganz stecken, die in Wahrheit Ignoranz ist. Oder hast du verlässliche Zahlen dazu, wie vielen der Schwenk Vorteile und wie vielen Nachteile bringt??? Es ist eigentlich wider alle Logik zu behaupten, dass ein langer Umweg durch die Peripherie mehr Vorteile als Nachteile bringt. Eine extreme Verblendung. Oder professioneller Zweckoptimismus? Was ist es???


Geringer Mehraufwand?? Mindestens ein Hamster zusätzlich, besetzt (da fast durchgehend im Einsatz) mit rund fünf Lokführern und fünf Zugbegleitern, dazu noch Weichen, Gleise, Fahrleitung und Signale in Engelsdorf, das alles zusammen klingt nicht gerade nach geringem Mehraufwand. Und das alles, weil ein paar Hanseln aus Bennewitz, Altenbach, Machern und Gerichshain angeblich nicht bereit sind, eine geringe Fahrzeitverlängerung zum Hbf hinzunehmen??

Du kannst es noch drei Mal wiederholen, es wird nicht passieren. Warum, siehe oben!

Gruß Peter

Ups, verbaler Fehltritt??? Wenn uns diejenigen "Hanseln", immerhin rund 10 Tausend Bürger der Gemeinden Machern und Bennewitz nicht interessieren sollen, warum dann eigentlich all die anderen "Hanseln". Hängen wir doch einfach alle Regionen ab oder lassen die Zwickauer über Dresden anreisen und die Zeitzer über Weißenfels (oder umgekehrt)! Ist doch alles Mehraufwand. Da investiert man 1 Milliarde für "Hanseln" aus dem Südraum, aber für die "Hanseln" aus dem Ostraum sind Mehrbetriebskosten von 0,2-0,3 Millionen im Jahr (die auch zusätzliche Einnahmen generieren, zusätzliche "Hamster" müssen so oder so beschafft werden, das ist doch offensichlich) zu schade? Na dann soll man sich nicht wundern, dass das eintritt:

 „Wenn der City-Tunnel fertig ist, fahre ich nur noch mit dem Auto nach Leipzig. Denn für eine Stadtrundfahrt ist mir meine Zeit einfach zu schade."

http://www.lvz-online.de/region/wurzen/s-bahn-kuenftig-laenger-unterwegs/r-wurzen-a-77145.html

"Geringe Fahrzeitverlängerung" ist auch gut... 11 Min Mehrfahrzeit. 20 Min für 7 km Luftlinie. Da ist eine Straßenbahn im Zweifel auch nicht langsamer...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 19:49:46
Sorry, ich kenne meine Stadt viel zu gut, um mich von euphorischen Werbesprüchen beeindrucken zu lassen...

Wenn Du Deine Stadt so gut kennen würdest, dann würdest Du auch die deutlich kürzeren Fußwege am Leuschnerplatz und am Bayer.Bf. von der S-Bahn zur Strab im Gegensatz zum Weg vom Hbf Bahnsteig 21 zum Hbf-Vorplatz berücksichtigen. Machst Du aber nicht, um Deine Beispiele schönzurechnen. Ebenso wie Du die deutlich dichteren Takte der S1 gegenüber der alten MRB11 nicht erwähnst, die es ja bei Deiner imaginären S11 nicht gibt. Ebenso wie Du uns die Nachteile für die Fahrgäste in der Relation Machern - Zentrum unterschlägst, wenn die in Engelsdorf von Deiner imaginären S11 zur S1 umsteigen müssen. Ebenso wie Du uns die Antwort schuldigst bleibst, wie Du Deine Vorschläge finanzieren und betrieblich umsetzen willst.

Ergänzung:

Demnächst ziehe ich nach Holzhausen um, da wird der 74er meine Stammlinie...

Da Du ja auf kurze Fahrzeiten Wert legst, empfehle ich mal die Nutzung der MRB113, die dürfte schneller am Hbf sein als Bus & Strab.

Oder hast du verlässliche Zahlen dazu, wie vielen der Schwenk Vorteile und wie vielen Nachteile bringt???

Gegenfrage, hast Du Zahlen, die Deine Thesen bestätigen??

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 30.12.2013, 20:27:55
ohne genaue Zahlen, aber überrascht, wie voll die S1 auf dem Weg von und nach Wurzen ist...  Wo doch alles soooo gemein und böse ist.

Genaueres demnächst.
Schönes Neues Jahr!
Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 20:32:21
Wenn Du Deine Stadt so gut kennen würdest, dann würdest Du auch die deutlich kürzeren Fußwege am Leuschnerplatz und am Bayer.Bf. von der S-Bahn zur Strab im Gegensatz zum Weg vom Hbf Bahnsteig 21 zum Hbf-Vorplatz berücksichtigen. Machst Du aber nicht, um Deine Beispiele schönzurechnen. Ebenso wie Du die deutlich dichteren Takte der S1 gegenüber der alten MRB11 nicht erwähnst, die es ja bei Deiner imaginären S11 nicht gibt. Ebenso wie Du uns die Nachteile für die Fahrgäste in der Relation Machern - Zentrum unterschlägst, wenn die in Engelsdorf von Deiner imaginären S11 zur S1 umsteigen müssen. Ebenso wie Du uns die Antwort schuldigst bleibst, wie Du Deine Vorschläge finanzieren und betrieblich umsetzen willst.

Ergänzung:

Da Du ja auf kurze Fahrzeiten Wert legst, empfehle ich mal die Nutzung der MRB113, die dürfte schneller am Hbf sein als Bus & Strab.

Gegenfrage, hast Du Zahlen, die Deine Thesen bestätigen??

Gruß Peter

"Bessere Umsteigeverhältnisse" sind gerade im Falle von W-Leuschner-Pl. ein Hohn. Ich habe vom Zug, egal welcher Bahnsteig noch nie länger als 3 Min. zur Straßenbahn gebraucht. Genauso viel ist es auch am Leuschner-Platz, habe extra die Uhr gestoppt. Die Höhenunterschiede führen da keineswegs dazu, dass die Zu-/Abgangszeit sinken würde. Am Hbf (Tief) könnte es besser sein, aber die Züge halten ja am anderen Bahnsteigende, da ist auch locker mit 3-4 Minuten zu rechnen.

Der dichtere Takt ist ohne Zweifel ein Plus. Der Vorschlag ist ja auch nicht, die Takte auszudünnen, sondern durch geschickte Angebotsplanung den Halbstundentakt für beide Relationen (die direkte und die Umwegfahrt durch den Tunnel) anzubieten. Da wären halt bei jeder 2. Verbindung 5minütige Wartezeiten hinzunehmen. Ist doch ein klacks, wenn schon 11 Minuten Mehrfahzeit unbedeutend sein sollen.

Den MRB113 werde ich für Freizeitfahrten nutzen, allerdings arbeite ich ja in der Südvorstadt und habe mit dem  /BL.074 künftig eine bequeme Direktverbindung.

Zahlen hat heute offensichtlich niemand. Man kann aber mit einiger Kenntnis schätzen, welche Ziele welche Bedeutung haben. Und da sehe ich mehr potentielle Nutzer im Nach- als im Vorteil. Das wird sich mit Sicherheit auch auf die Nutzung des ÖPNV auswirken. Für den Freizeitverkehr mag der Umweg keine Rolle spielen, aber Berufspendler kalkulieren schon hart.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 30.12.2013, 20:37:50
Fährt die entpsrechende /S-Bahn 2 nur an MEsse vorbei, oder nutzt sie die Gütergleise?

Rauscht auf gewohnten Wegen den Bahnsteig entlang gen City.

Und  zu den Fahrgästen, ich will nicht überheblich sein....viele Fahrgäste sind einfach, deren Fragen nach zu urteilen -wie soll ich es ausdrücken - etwas unwissend, viele haben z.B. nicht die geringste Vorstellung davon was eine Verbundfahrkarte geschweige denn eine Tarifzone ist etc.

Solche Kunden braucht jedes Unternehmen um Geld zu verdienen. Mit intelligenten Fahrgästen machtste nunmal kein Gewinn.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 21:01:48
Der dichtere Takt ist ohne Zweifel ein Plus. Der Vorschlag ist ja auch nicht, die Takte auszudünnen

... sondern durch teilweisen Umsteigezwang in Engelsdorf und damit krummen Takten den Fahrplan unattraktiv zu machen, nur damit ein paar wenige Anwohner von vier Dörfern an der Strecke eine kürzere Fahrzeit zum Hbf haben, die sie vielleicht gar nicht brauchen...

Und Dein Vorschlag ist natürlich nach wie vor weder finanziell noch betrieblich unterlegt...

allerdings arbeite ich ja in der Südvorstadt und habe mit dem  /BL.074 künftig eine bequeme Direktverbindung.

Oh, und ich las kürzlich, dass die Leute nur zum Hbf wollen...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 30.12.2013, 21:03:04
Der dichtere Takt ist ohne Zweifel ein Plus. Der Vorschlag ist ja auch nicht, die Takte auszudünnen, sondern durch geschickte Angebotsplanung den Halbstundentakt für beide Relationen (die direkte und die Umwegfahrt durch den Tunnel) anzubieten. Da wären halt bei jeder 2. Verbindung 5minütige Wartezeiten hinzunehmen. Ist doch ein klacks, wenn schon 11 Minuten Mehrfahzeit unbedeutend sein sollen.
Keine schlechte Idee. Damit könnte man endlich auch Paunsdorf, Sellerhausen und Schönefeld wieder ans S-Bahn Netz anschließen. Es müßte nur ein neuer Haltepunkt an der Brücke über die Herrmann-Liebmann-Straße nach der Verschwenkung der Dresdner Gleise auf die ehemaligen Stötteritzer Gleise errichtet werden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 21:06:06
P.S. Warum hält die  /S-Bahn 2 (DZ ab 09:02h NICHT in Leipzig Messe?

Ich vermute mal, das liegt tatsächlich am unmittelbar dahinter liegenden Interconnex. Die S2 kommt 9:19 im Keller an, der Interconnex 9:22. Wenn die S2 noch an der Messe hält, ist der Interconnex wahrscheinlich nicht vor 9:24 am Bahnsteig, der will aber schon 9:32 wieder zurück fahren.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Philipp am 30.12.2013, 21:19:51
Also ganz ehrlich, ich kann und will mich über eventuelle Fahrzeitverlängerungen durch die S1-Südkurve nicht beschweren...es hat für mich jetzt nur Vorteile gebracht...

Ohne Umsteigen komme ich im 30-Minuten-Takt vom Coppiplatz direkt nach Machern. Ohne lästiges Umsteigen am Hauptbahnhof, was mir wirklich nie Spaß bereitet hat, in modernen Fahrzeugen...
Und fällt mir auf dem Weg noch ein, dass ich kurz noch was in der Stadt erledigen wollte, dann eben schnell am Markt oder Leuschner ausgestiegen, Weg erledigt und wieder runter und mit der nächsten S1 weiter...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 30.12.2013, 21:27:58
Ich vermute mal, das liegt tatsächlich am unmittelbar dahinter liegenden Interconnex. Die S2 kommt 9:19 im Keller an, der Interconnex 9:22. Wenn die S2 noch an der Messe hält, ist der Interconnex wahrscheinlich nicht vor 9:24 am Bahnsteig, der will aber schon 9:32 wieder zurück fahren.

Gruß Peter

Ist ein Argument. Die Züge der  /S-Bahn 2 verlassen zur Minute 13 jede Stunde den Bahnhof Messe und sind ca. 3 min später getrennt vom Connexfahrweg. Wann der Zug der  /S-Bahn 2 am Hbf ist spielt somit keine Rolle mehr (z.I.: zur Minute 19 = wie gehabt).

Der Connex trifft am Hbf zur Minute 22 ein. Da ich diesem eine Fahrzeit von 6 Minuten bis Messe unterstelle, passiert er diesen zur Minute 16, zu dem Zeitpunkt wo die  /S-Bahn 2 bereits in Nord ist.

Die eine Minute zum Bremsen, Halten und losfahren am Bahnhof Messe ist somit drin.

P.S. Die Hamster sind bereits jetzt mit bis zu 140km/h auf der Strecke gen DZ unterwegs. 20km/h mehr als bei den RE/RB verursachen trotz eines Extrahaltes kaum Fahrzeitverluste (ggü. der RB 54/57 sogar ein Plus von einer Minute).
Wenn man diese eine Fahrt mit 160km/h ausreizt könnte man m.M. nach ohne Probleme den Messebahnhof mitnehmen.

P.S. (2) Zur Diskussion S1-Schlenker. Das einzige was mich stört ist der Umstand des fehlenden 15min-Takt`s zum PC (Engelsdorf). Das Gekutsche mit  /TRAM  /SL.003 &  /SL.007 ist zuweilen nervig. Man hätte dem PC bei seinem letzten Umbau eine Tunnelendstation spendieren sollen. :-)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 30.12.2013, 21:46:10
... sondern durch teilweisen Umsteigezwang in Engelsdorf und damit krummen Takten den Fahrplan unattraktiv zu machen, nur damit ein paar wenige Anwohner von vier Dörfern an der Strecke eine kürzere Fahrzeit zum Hbf haben, die sie vielleicht gar nicht brauchen...

Und Dein Vorschlag ist natürlich nach wie vor weder finanziell noch betrieblich unterlegt...

Oh, und ich las kürzlich, dass die Leute nur zum Hbf wollen...

Gruß Peter

1) Es sind nicht ein paar wenige Anwohner, sondern 10.000 und damit rund ein Viertel der Anwohner entlang der S1. Hinzu kommen Vorteile für die Wurzener und Borsdorfer, die dann nicht nur stündlich eine Direktverbindung haben und einiger Nutzen innerhalb Leipzigs. Aber klar, was kümmern uns die Interessen einiger... Der Tunnel ist ja das Dogma.

Betrieblich ist es überhaupt kein Problem: Investitionen: Einbau eines Wendegleises in Engelsdorf plus ohnehin erforderliche Aufstockung der Betriebsflotte. Betriebsablauf: Die heute zur Minute 24 in Engelsdorf ankommende S1 würde in Engelsdorf wenden und zur Minute 34 zurückfahren. Dadurch ist ein Umlauf eingespart. Die S11 würde dann zur Minute 29 in Engelsdorf halten, also jeweils zur Minute 20 im Hbf (oben) abfahren und 47 in Wurzen ankommen. Damit würde sie weder dem ICE Ri. Dresden, noch dem RE50 in die Quere kommen. Zurück ginge es zur Minute 10, 5 Minuten vor dem Plan der S1 und sofort nach Durchfahrt des ICE/IC aus Dresden. Diese dürften relativ wenig verspätungsanfällig sein, da sie erst in Dresden einsetzen. Ggf. muss die Trasse des ICE um 1-2 Minuten im Plan vorverlegt werden. In Engelsdorf entsprechend Halt zur Minute 29, 5 Minuten vor der Abfahrt der hier wendenden S1, Ankunft im Hbf. zur Minute 38. Das wäre 2 bis 5 Minuten nach dem Plan des RB aus Grimma, dessen Fahrplantrasse man um 15-18 Minuten vorverlegen müsste (Ankunft Hbf zur Minute 18), entsprechend auch die Trasse nach Grimma (Abfahrt etwa zur Minute 55, kurz nach dem ICE Ri. Dresden). Mehrkosten: Ein Umlauf Mo-Sa 5.00 bis 21.00 Uhr, So. 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr, 4 Schichten  a 2 Personen, ca. 200 Tausend Euro Personalmehrkosten / Jahr. Energiemehrkosten und Instandhaltungsaufwand volkswirtschaftlich vernachlässigbar, Kosten für den Betreiber: Trassengebühr für 7 km Strecke... Gesamt vielleicht 300 Tausend €/Jahr. Kompensationsmöglichkeiten: Kein Einsatz der S1zu am Wochenende, außer zu Messezeiten. Deckung der Mehrkosten durch Mehreinnahmen: Schon bei 200 dadurch gewonnenen Stammkunden und zusätzlich 20 Tausend Gelegenheitsfahrten pro Jahr.

2) Du hast dich bestimmt verlesen. Da stand nicht alle, sondern: "die Mehrheit". Ich gehöre einerseits zur Minderheit, die nicht zum Hbf will, andererseits zur Mehrheit, der persönlich der Tunnel und die S-Bahn völlig schnuppe sind...

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 30.12.2013, 22:32:56
Es sind nicht ein paar wenige Anwohner, sondern 10.000

Und die brauchen alle dringend eine S-Bahn direkt zum Hbf...

Hinzu kommen Vorteile für die Wurzener und Borsdorfer

Die Borsdorfer haben auch noch die RB110, solange sie nicht Deinen Ideen zum Opfer fällt...

Investitionen: Einbau eines Wendegleises in Engelsdorf plus ohnehin erforderliche Aufstockung der Betriebsflotte.

Stimmt, kostet ja nix...

Die S11 würde dann zur Minute [...] 47 in Wurzen ankommen.

... wo dann auch schon der ICE Richtung Dresden durchfährt, der dürfte nämlich etwa zur Minute 45-47 in Wurzen fällig sein. Richtung Leipzig wäre eine ICE-Durchfahrt in Wurzen zur Minute 9 realistisch, somit ist Deine Anbfahrt zur Minute 10 auch nicht machbar. Und komm jetzt nicht mit einer Verschiebung der ICE's, die sind auch im Großraum Dresden in den dortigen Taktverkehr eingebunden.

RB aus Grimma, dessen Fahrplantrasse man um 15-18 Minuten vorverlegen müsste (Ankunft Hbf zur Minute 18), entsprechend auch die Trasse nach Grimma (Abfahrt etwa zur Minute 55)

Achja, wir verschieben uns die Welt, wie sie uns gefällt. Völlig unabhängig von irgendwelchen Anschlüssen zum Fern-, Nah- und örtlichen Busverkehr...

Mehrkosten: Ein Umlauf Mo-Sa 5.00 bis 21.00 Uhr, So. 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr, 4 Schichten  a 2 Personen, ca. 200 Tausend Euro Personalmehrkosten / Jahr.

Dürfen Deine Personale auch Urlaub machen, freie Tage genießen, in der Pause 'nen Kaffee schlürfen?? Du sprichst von 110 Stunden Einsatzzeit die Woche, dass sind für die Lokführer inklusive Vor- und Nachrüstzeiten durchaus 140 Stunden Arbeitszeit, für Zugbegleiter etwas weniger. Bei einer 39-Stundenwoche komme ich auf reichlich je 3,5 Vollzeitarbeitsplätze für Lokführer und Zugbegleiter. Dazu kommen dann noch Anteile für Urlaubs- und Krankenvertreter, und schon sind wir bei rund 500 Tausend Euro im Jahr Personalkosten.

Energiemehrkosten und Instandhaltungsaufwand volkswirtschaftlich vernachlässigbar

Ja klar, wir fahren nur bergab und die Kisten reparieren sich von ganz alleine...

Kompensationsmöglichkeiten: Kein Einsatz der S1zu am Wochenende

Auch kein 15-min-Takt nach Grünau ab 2017?? Die Grünauer wird es freuen für die Macherner, die sind's ja gewohnt, für andere Regionen zu bluten, das haben sie schon die letzten zweieinhalb Jahre gemacht...

Ich gehöre [...] zur Mehrheit, der persönlich der Tunnel und die S-Bahn völlig schnuppe sind...

Dafür legst Du Dich aber doch ganz schön ins Zeug. Wobei, das Interesse der breiten Masse in den letzten Wochen sagt aber was anderes aus, als dass Du zu dieser angeblichen Mehrheit gehörst...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 30.12.2013, 22:54:46
...Am Bahnhofsgebäude hängt ein Schild, dass das Bahnhofsgebäude bewohnt sei.

Das Schild hängt da schon seit Jahren.

In der Bahnhofshalle kann aber keiner Wohnen. Die einzigsten Wohnräume waren im rechten Anbau über der Gaststätte.
Dabei waren im ersten Stock seit Mitte der 70er Jahre die Büros des Bahnhofs eingerichtet und nur die zweite Etage war noch bis Mitte der 80er Jahre bewohnt. Zum Schluss hat der Bahnhof die Räume zum Archivieren von Unterlagen benutzt.

Vermutlich soll das Schild nur etwas vor Vandalismus schützen.

Thomas

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 31.12.2013, 00:01:05
Meine Gedanken zur "S11":

1. nicht finanzierbar. Anderswo in Sachsen regt man sich jetzt schon über "Luxus und Verschwendung im Raum Leipzig" auf. (Nicht meine Meinung!) Da jetzt auf einen 15-Minuten-Takt zwischen Borsdorf und Wurzen hinzuarbeiten, ist dann aber sicher wirklich etwas zu viel des guten. Dafür sind die Nester dann eben doch nicht groß genug.

2. Prioritäten: Wenn man zusätzliche Verkehre fahren lassen möchte, ist das als erstes in Richtung Halle erforderlich. Leipzig, Halle, Schkeuditz und Kabelsketal haben zusammen ca 800.000 Einwohner und sind durch lediglich drei S-Bahnen pro Stunde untereinander verbunden. Wobei S3 und S5 in Halle Richtung Leipzig sogar noch fast zeitgleich abfahren. Wer ab und an zwischen den beiden Großstädten pendelt, kann über diese Luxusprobleme der Macherner und Gerichshainer nur müde lächeln...

3. nochmal Prioritäten: das neue RE-Kreuz Halle/Leipzig - Erfurt/Jena ab 2015 wird dank Sachsen auf dem Leipziger Ast zur RB verstümmelt. Da ist man in Sachsen mal wieder geizig bis zum gehtnichtmehr und bestellt zwischen Leipzig und Weißenfels keine RB oder auch S-Bahn. Mit dem Ergebnis, dass die Expresszüge, welche ab 2015 beispielsweise für Jena den ICE-Ersatz zum Knoten Leipzig stellen (!!!), ab Weißenfels an jeder Gießkanne halten müssen. Sehr fair unserem Nachbarland Thüringen gegenüber und definitiv eine reife Leistung! Auf dem Hallenser Ast ist der RE übrigens ein RE, denn Sachsen-Anhalt hat stündlich noch eine RB / RegioS auf dem Ast bestellt. Was natürlich für die Jenaer das Umsteigen in Halle attraktiver machen dürfte. Also falls Geld über sein sollte, wäre die S / RB in Richtung Weißenfels sicher wesentlich wichtiger als eine S11.

Und nun Feuer frei !
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 31.12.2013, 09:37:59
Zudem ist der Umbau m.W. bereits planfestgestellt, wo waren da Deine Einsprüche??
Du schreibst immer wieder "Wo waren Deine Einsprüche?". Schon als bei DSO heftig um die Stillegung der Stötteritzer Kurve die diskutiert wurde fielen immer wieder diese Worte. Aber machen wir uns doch mal nichts vor: Was bringt denn so ein Einspruch von einigen Wenigen oder gar eines Einzelnen? Das ist in etwa so, als wenn in China ein Sack Reis umfällt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 31.12.2013, 11:43:18
@Anton75:

Ich verstehe die Diskussion nicht. Es werden hier ständig Interessen von Fahrgästen von Links nach Rechts geschoben, nur damit das Weltbild passt.

Die Nutzungszahlen der S1 sind nicht in den Keller gegangen - und werden es nicht!

Die Infrastruktur in Leipzig ist nun mal nicht für Durchgangsverkehr von Ost nach West ausgelegt. Die jetzige Variante ist natürlich nur ein Kompromiss. Da die S1 auch die Innenstadt anbindet - welche als Oberzentrum der Region wichtig ist - sollte der Mehrheit der Anwochner auf dem Ostast geholfen sein.

Deine Vorschläge zum Fahrplan der S11 halte ich auch für zu optimistisch und nicht freigabewürdig durch DB Netz.

Was passiert bei verspätetem ICE aus Dresden? Der Anschluss zur S1 ist dann weg. Was passiert in der Gegenrichtung? Soll da gewartet werden in Engelsdorf?

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 31.12.2013, 12:26:55
in einem Punkt hat @Anton recht: Allein das PC (rund 60.000 Nutzer am Tag + alle Anwohner rundherum) hätte eine bessere Anbindung verdient. Doch bevor die S3 (diese ist dafür predestiniert) den Hüpfer nach Engelsdorf macht, gibt es drängendere Probleme:
- das jetzige S-Bahnnetz betriebsstabil bekommen  --> noch jede Menge Arbeit
- danach die Basics an Fahrgastinformationen angehen --> bisher halte ich den Erfüllungsstand für 1%
- danach den Knoten Halle/Saale in Bezug auf den anstehenden Umbau ändern. Dort werden 500.000.000 Euro verblasen, ohne das nennenswerte Verbesserungen entstehen, mindestens der Quatsch mit S3 nach Nietleben sollte verhindert werden!
- danach die Netzverbesserungen mit kleinen Aufwand angehen, welche NEU-Verkehre versprechen: S-Bahn statt Gaschwitz nach Zöbigker (3km NBS), S1 geflügelt nach Knauthain (4 km Elektrifizierung)
- Grimma den Geldvernichtungsunfug von Elektrifizierung ausreden. Nur weil es summt statt brummt, fahren nicht soviel mehr mit, dass sich die wieviel Millionen für die Strippe rechnen.
- Sukzessive die Systemtrennung auf den Strecken angehen, damit die S-Bahnen stabiler laufen, ggf. Eingleisigkeiten aufheben.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 31.12.2013, 12:35:53
Seltsame Diskussion... 10 000 Einwohner (?) sind also theoretisch betroffen. Und wieviele von denen wollen (täglich?) nach Leipzig, Hbf? Abgesehen davon, dass der Machener Bf. auch etwas abseits liegt?
Statt dessen redet der Freistaat, reden die Verkehrsverbünde, von Streckenstilllegungen in ganz Sachsen. Die MDSB verdeckt für die Politik und Herrn Morlok, der sich ohne was dazu getan zu haben im MDSB sonnt, die rapiden Sparmaßnahmen im ÖPNV in ganz Sachsen. Und hier will jemand mit einiger Beharrlichkeit 10 000 Einwohnern (noch nicht mal potentiellen Fahrgästen) eine Hbf-Zeitersparnis von 3 Minuten durch eine eigene S-Bahnlinie gönnen. Respekt.


Es wird irgendwann die Zeit kommen, da wird der MDV auf die Idee kommen, den ZVNL damit zu beauftragen, die  /S-Bahn 5 ABG - Lufthafen nach Halle zu verlängern. Zum Beispiel.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 13:04:43
@Anton75:

Ich verstehe die Diskussion nicht. Es werden hier ständig Interessen von Fahrgästen von Links nach Rechts geschoben, nur damit das Weltbild passt.

Die Nutzungszahlen der S1 sind nicht in den Keller gegangen - und werden es nicht!

Die Infrastruktur in Leipzig ist nun mal nicht für Durchgangsverkehr von Ost nach West ausgelegt. Die jetzige Variante ist natürlich nur ein Kompromiss. Da die S1 auch die Innenstadt anbindet - welche als Oberzentrum der Region wichtig ist - sollte der Mehrheit der Anwochner auf dem Ostast geholfen sein.

Deine Vorschläge zum Fahrplan der S11 halte ich auch für zu optimistisch und nicht freigabewürdig durch DB Netz.

Was passiert bei verspätetem ICE aus Dresden? Der Anschluss zur S1 ist dann weg. Was passiert in der Gegenrichtung? Soll da gewartet werden in Engelsdorf?

Grüße
Sven

Die jetzige Situation ist einzig dem Krampf geschuldet, möglichst viele Strecken an den Tunnel anzubinden, damit dieser in der ganzen Schönrechnerei einen KN-Wert von über 1 bekommt. Kein Mensch, der bei Trost ist, würde sonst auf die Idee kommen, solche Linienführungen zu planen.

Das Abstruse ist doch, dass der Tunnel vor allem damit gerechtfertigt wurde, dass der Umweg über Stötteritz für die Südstrecken unzumutbar sei. Dann erkauft man Verbesserungen für den Süden aber mit einem noch größeren Umweg für die Oststrecke. Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben, oder wie sagt man? Die Situation wird etwas dadurch gerettet, dass es den RE50 gibt und die Grimmaer Bahn, aber 15 Tausend Einwohner (Gerichshain hatte ich gestern noch vergessen) haben eben Nachteile, die im Verhältnis zu der Gesamtfahrzeit erheblich ausfallen. Für die Südstrecken 6 Minuten eingespart, für die Dresdner Bahn 11 Minuten drauf geschlagen... Und dass der Hbf das primäre (Zwischen)Ziel ist und bleibt, ist nicht nur meine These, sondern auch die Beobachtung anderer hier. Es gibt Gründe für.

Bei meinem Fahrplanvorschlag dann eben S1/S11 um 30 Minuten zueinander verschieben. Es gibt insoweit kein unlösbares Problem.

Ich habe das Gefühl, hier nicht unter Nahverkehrsfreunden zu sein, die die Entwicklung kritisch begleiten und sich über Alternativen Gedanken machen, sondern unter euphorisierten Tunnel-Dogmatikern, die alles was unter Rubrik Mitteldeutsche S-Bahn" läuft, mit Hurra aufnehmen und nicht akzeptieren, dass es - nicht nur im Detail, sondern am System insgesamt - erheblichen Verbesserungsbedarf gibt.

Die langfristigen Fahrgastzahlen kann man noch gar nicht abschätzen. Das System ist gerade 2 Wochen in Betrieb und diese 2 Wochen fielen auf die Advents- und Weihnachtszeit, die seit jeher eine Ausnahmezeit für Leipzig ist. Noch gibt es viele "Tester" usw. Aber selbst wenn ich die aktuellen Meldungen so zusammenfasse, gibt es keine Anzeichen dafür, dass meine persönliche Prognose von 20 Millionen Fahrgästen übertroffen würde. Die offiziellen 10 Millionen möglicherweise. Der Umweg der S1 wird potentielle Kunden verprellen, das ist Fakt. Einige, die keine Wahl haben, werden die Umfahrten in Kauf nehmen. Einige wenige wird es freuen, insgesamt ist hier jedoch ein großer Schwachpunkt des Systems.

EDIT: Eine alternative Lösung könnte sein, die Grimmaer Strecke (ob elektrifiziert oder nicht) zu einer quasi-S11 im ganztägigen Halbstundentakt aufzuwerten und für gute Umsteigebeziehungen mit max. 3 Minuten Wartezeit von der S1 auf die Döbelner&Grimmaer Züge zu sorgen. Dann würde der Zeitnachteil von 11 auf 3 Minuten zusammenschrumpfen, unter halbwegs zumutbaren Bedingungen. Aber so zu tun, als sei das uns jetzt aufgetischte ideal, das gelbe vom Ei und "bloß nicht anfassen", ist m.E. eine unverständliche Verblendung. Probleme muss man erkennen und angehen, nicht wegleugnen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 31.12.2013, 13:50:44
Die jetzige Situation ist einzig dem Krampf geschuldet, möglichst viele Strecken an den Tunnel anzubinden, damit dieser in der ganzen Schönrechnerei einen KN-Wert von über 1 bekommt. Kein Mensch, der bei Trost ist, würde sonst auf die Idee kommen, solche Linienführungen zu planen.

Das Abstruse ist doch, dass der Tunnel vor allem damit gerechtfertigt wurde, dass der Umweg über Stötteritz für die Südstrecken unzumutbar sei. Dann erkauft man Verbesserungen für den Süden aber mit einem noch größeren Umweg für die Oststrecke. Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben, oder wie sagt man?
Herzstück des MDSB ist der CTL! Dank des CTL gibt es hier, sieht man von den Strecken nach Halle und Grünau ab, endlich überhaupt eine  /S-Bahn! Und es wäre absurd, einzelne Strecken NICHT durch den CTL zu schicken sondern herkömmlich im Hbf (ver-)enden zu lassen. Die Fahrzeit in den Süden verkürzt sich durch den Tunnel. Du willst anscheinend nicht begreifen, dass einige wenige zu Gunsten vieler eine kleine! Verschlechterung haben. Neue Linien, egal ob bei Straßenbahn, Bus oder Bahn, haben das Ziel, die Gesamtsituation zu verbessern. Dabei kann in den seltensten Fällen für ALLE eine Verbesserung eintreten.
Der Erfolg des MDSB wird maßgeblich DURCH den CTL erzielt und ich wage zu behaupten, dass auch auf der Relation Halle - Leipzig die Fahrgastzahlen insbesondere bei Gelegenheitsfahrern durch den CTL zunehmen wird- Und das, obwohl diese Strecke auch bis dato nicht unter Fahrgastmangel litt.

Und was den Hbf angeht: Ja, da ist der meiste Umsteigeverkehr. Wäre seltsam, wenn es nicht so wäre. Beobachte doch aber mal, WO die Fahrgäste aus Richtung Wurzen mehrheitlich aussteigen. Das passiert bereits VOR dem Hbf, und zwar am "Markt". Und "Markt" ist eine Station des CTL!
Abgesehen davon gehst du auch nur auf die Argumente ein, die dir in den Kram passen. Nochmal: Du willst mit erheblichem Mehraufwand eine Verbesserung für 10 000 Einwohnern erzielen, von denen vielleicht 50% potentielle (Gelegenheits-)Fahrgäste sind. Finde den Fehler!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 31.12.2013, 13:55:54
Die jetzige Situation ist einzig dem Krampf geschuldet, möglichst viele Strecken an den Tunnel anzubinden

Die jetzige Situation war von Anfang an Bestandteil der Planungen. Schon Mitte der 90er, lange vor den konkreten Ausführungsplanungen des Tunnels selber gab es eine Grafik in der LVZ, die die Linien fast genauso aufgezeichnet hat wie sie jetzt gefahren werden. Der einzige Unterschied ist die nicht erfolgte Vermischung der S1 und S3 im Osten. Ursprünglich sollten ja beide westlich von Stötteritz alle 20 min fahren. Jeweils jeder dritte Zug beider Linien sollte nach Wurzen verlängert werden, sodass östlich von Stötteritz ein 30-min-Takt entsteht. Wo war denn damals Dein Aufschrei und der von 15.000 Leuten in Machern, Gerichshain, Altenbach und Bennewitz??

Kein Mensch, der bei Trost ist, würde sonst auf die Idee kommen, solche Linienführungen zu planen.

Nur gut, dass man den Planern über die vielen Jahre dann doch etwas mehr Intelligenz bescheinigen kann…

Aber anscheinend meinst Du, nur Du kannst vernünftig denken?? Das ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung gegenüber anderen Menschen.


Dann erkauft man Verbesserungen für den Süden aber mit einem noch größeren Umweg für die Oststrecke.

Und Du unterschlägst schon wieder die besseren Anbindungsmöglichkeiten für Fahrten mit Zielen abseits des Hbf. Aber das hat bei Dir ja Methode…

aber 15 Tausend Einwohner (Gerichshain hatte ich gestern noch vergessen) haben eben Nachteile

Nochmal ganz langsam extra für Dich zum Mitmeißeln: Nicht alle 15.000 Menschen wollen zum Hbf, nicht alle der 15.000 Menschen nützt die S-Bahn überhaupt etwas, egal wo sie hin wollen. Und die paar Hanseln, die wirklich zum Hbf wollen, haben eine erträglich längere Fahrzeit. Ich kann mich auch nicht beschweren, wenn meine Hausstraßenbahnlinie abends einen Umweg fährt, um ein Wohngebiet anzubinden, dessen Stammlinie nur tagsüber fährt. Mache ich und die anderen 40.000 Betroffenen deswegen genauso einen Wind wie Du hier gerade, dem ja die S-Bahn nach eigener Aussage völlig am Allerwertesten vorbei geht??

sondern auch die Beobachtung anderer hier.

Sind das dann genauso gute Beobachtungen wie die 120 Aussteiger in Gohlis, Coppiplatz und Möckern aus Deinem ersten Beitrag hier im Forum??

Es gibt insoweit kein unlösbares Problem.

Nöö, nur das finanzielle…

Ich habe das Gefühl, hier nicht unter Nahverkehrsfreunden zu sein

Achja?? Nur weil wir Deine Meinung nicht teilen, sind wir keine Nahverkehrsfreunde?? Andere Meinungen als die Deine sind nicht zugelassen und werden mit abfälligen Äußerungen gegenüber den Usern bestraft??

Die langfristigen Fahrgastzahlen kann man noch gar nicht abschätzen.
[…]
Aber selbst wenn ich die aktuellen Meldungen so zusammenfasse, gibt es keine Anzeichen dafür, dass meine persönliche Prognose von 20 Millionen Fahrgästen übertroffen würde.

Welche Meldungen zu irgendwelchen Fahrgastzahlen kannst Du denn zusammenfassen?? Und wieso stellst Du solch nicht fundierten Behauptungen nach dem von Dir geschriebenen ersten Satz des obigen Zitates auf??

Der Umweg der S1 wird potentielle Kunden verprellen, das ist Fakt.

Das ist kein Fakt, sondern Deine durch nichts bewiesene Vermutung.

Eine alternative Lösung könnte sein, die Grimmaer Strecke (ob elektrifiziert oder nicht) zu einer quasi-S11 im ganztägigen Halbstundentakt aufzuwerten

Es könnte natürlich sein, dass genau das schon in Planung ist. Eben von jenen Planern, die Deiner Meinung nach nicht ganz bei Trost sind. Was die aber auch für eine Grütze zusammenplanen, und Du darfst nicht mitmachen…

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 31.12.2013, 13:56:57
- danach die Netzverbesserungen mit kleinen Aufwand angehen, welche NEU-Verkehre versprechen: S-Bahn statt Gaschwitz nach Zöbigker (3km NBS)
Was eine S-Bahn nach Zöbigker betrifft, bin ich skeptisch. Die Strecke müßte zwangsläufig durch das ehemalige Bergbauvorfeld südlich der Zöbigkerstraße geführt werden, das ein ganzes Stück tiefer liegt und einen etwas problematischen Eindruck macht (evtl. Stabilitätsprobleme ?), also vermutlich ein ziemlich großer Aufwand, auch wenn die Streckenlänge gering ist. Für eine Anbindung von Zöbigker würde ich einen Erhalt der  /SL.009 nebst Verlängerung nach Zöbigker für sinnvoller halten, wodurch man gleichzeitig das Wohngebiet Eulenberg besser anbinden würde. Kurzfristig wäre schon viel gewonnen, wenn alle Busse der Linie 107 bis zum  /S-Bahn Großstädteln fahren würden, statt - wie jede zweite Fahrt Mo-Fr - am Holunderweg zu enden. Damit hätte man bei jeder Fahrt in jeder Richtung Anschluß zur  /S-Bahn (Markkleeberg und Großstädteln).
Zu den übrigen Punkten deines Beitrags volle Zustimmung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 31.12.2013, 14:04:17
Aber machen wir uns doch mal nichts vor: Was bringt denn so ein Einspruch von einigen Wenigen oder gar eines Einzelnen?

Andersherum, was bringt es nach erfolgreich abgeschlossener Planung gegen selbige hier im Forum zu wettern?? Wieso werden solche Themen immer erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, zur Sprache gebracht?? Bestes Beispiel, die vergammelte Sandsteinfassade des alten Konsument-Kaufhauses. Während der Planung für die Höfe am Brühl hat sich kein Widerstand geregt, diese Fassade abzureißen. Der kam erst, als die Blechfassade abgenommen wurde. Plötzlich war der Aufschrei da, sogar hier im Forum. Man war später stolz, wenigstens ein Stück davon erhalten zu haben. Und heute?? Heute kümmert sich keine S** darum, das Reststück ist wieder hinter der Blechfassade verschwunden, und niemanden interessiert es…

Dann doch wenigstens den Versuch unternehmen, schon gegen die Planungen zu intervenieren. Noch dazu, wenn die Planunterlagen öffentlich zugänglich sind. Oder aber Gleichgesinnte suchen und gemeinsam (noch besser jeder für sich) gegen die ausgelegten Planungen Widersprüche einlegen.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 14:04:24


Sind das dann genauso gute Beobachtungen wie die 120 Aussteiger in Gohlis, Coppiplatz und Möckern aus Deinem ersten Beitrag hier im Forum??


Und was bitte soll an diesen Beobachtungen nicht stimmen? Ich habe nicht auf deine Einwände reagiert, weil schon damals klar war, dass du dich an jeden Satz klammerst, ist wohl dein Hobby. Aber, da du das wieder auftischst, bitte:

- Ich habe gesagt, dass der Zug am Hbf sitzplatzvoll war und einige Fahrgäste standen
- dass er sich im wesentlichen bis Möckern geleert hatte;
- dass in Grünau ca. 30 Fahrgäste ausgestiegen sind plus ca. 10-15, die am HP Alle-Center eingestiegen waren.

Daraus machst du, dass auf den drei ersten Stationen 120 ausgestiegen sind.

Erstens, ist das nicht von vornherein offensichtlich unmöglich.

Zweitens, ist das bei richtigem Lesen, aus meinen Ausführungen nicht zu schlussfolgern, denn von den 120 sind die abzuziehen, die in Leutzsch, Lindenau und Plagwitz ausgestiegen sind und die ich nicht gezählt habe.

Ich bestätige aber, dass in Leutzsch, Lindenau und Plagwitz nur wenige ausgestiegen sind. Schätze, insgesamt 20. Heißt, in Gohlis, Coppiplatz und Möckern sind ca. 100 ausgestiegen. Zwischen 30 und 35 pro Station. Und das passt auch. An der Tür, die ich im Blick hatte, sind an jeder Station zwischen 5 und 10 Fahrgäste ausgestiegen, allein in Coppiplatz zwei Familien mit je 2 Kindern, insgesamt 8 Personen, wodurch sofort 2 Vierer-Gruppen frei wurden, plus 2-3 weitere Fahrgäste. Rechnet man das auf 4 Türen hoch, kommt es in etwa zu 30-35 pro Station.

Was genau soll denn an meiner Beobachtung unglaubwürdig sein???


Nochmal ganz langsam extra für Dich zum Mitmeißeln: Nicht alle 15.000 Menschen wollen zum Hbf, nicht alle der 15.000 Menschen nützt die S-Bahn überhaupt etwas, egal wo sie hin wollen. Und die paar Hanseln, die wirklich zum Hbf wollen, haben eine erträglich längere Fahrzeit. Ich kann mich auch nicht beschweren, wenn meine Hausstraßenbahnlinie abends einen Umweg fährt, um ein Wohngebiet anzubinden, dessen Stammlinie nur tagsüber fährt. Mache ich und die anderen 40.000 Betroffenen deswegen genauso einen Wind wie Du hier gerade, dem ja die S-Bahn nach eigener Aussage völlig am Allerwertesten vorbei geht??

Das kann ja nur die 7 sein. Und das willst du im Ernst vergleichen? Eine Minute "Umweg" über Torgauer Platz und 11 Minuten über Stötteritz.

Für dich zum Mitmeißeln: Mindestens 70 % wollen zum Hauptbahnhof. Weil hier der zentrale Umsteigepunkt der Stadt ist. Deine bessere Erreichbarkeit ohne Hauptbahnhof haben wir gestern schon auseinandergenommen und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass es (einschließlich 70er) nur für 5 von 17 Hauptachsen der Stadt gilt. Wobei sich die Zeitersparnis zum Teil nur auf 1 Minute beschränkt. Dabei habe ich dir sogar den 60er konzidiert, obwohl er noch gar nicht über MDR fährt und unklar ist, ob er das jemals wird. Mit Umweg über Bayrischen Bf. dreht sich die errechnete Zeitersparnis von einer Minute zum Adler sofort in einen Zeitverlust um. Du verbreitest hier Mythen und Legenden, statt einfach zu rechnen. Die Realität sieht keineswegs so schön aus, wie du sie schön malst. Außerdem: Wieviele wollen denn zur Prager Straße??? Wäre Probstheida mit einem vernünftiger Umsteigebeziehung zum 79er in Paunsdorf (einschließlich Kliniken) nicht schneller zu erreichen, als mit dem Umweg über Völkerschlachtdenkmal??? Es gibt die massiven Vorteile dieser peripheren Führung nicht. Es gibt geringe Vorteile, für einige wenige "Hanseln" (Bezeichnest du alle Fahrgäste so oder nur die, die nicht dorthin wollen, wo die schöne CTL-Planung sie gerne verfrachtet hätte?)

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 31.12.2013, 14:08:48
Ich habe das Gefühl, hier nicht unter Nahverkehrsfreunden zu sein, die die Entwicklung kritisch begleiten und sich über Alternativen Gedanken machen, sondern unter euphorisierten Tunnel-Dogmatikern, die alles was unter Rubrik Mitteldeutsche S-Bahn" läuft, mit Hurra aufnehmen und nicht akzeptieren, dass es - nicht nur im Detail, sondern am System insgesamt - erheblichen Verbesserungsbedarf gibt.
Das ist jetzt aber etwas zu polemisch. Du müßtest eigentlich schon gemerkt haben, daß die MDSB hier durchaus kritisch begleitet wird und auch Alternativen zur Sprache kommen.
Ich sehe das Konzept des gegenwärtigen S-Bahn-Netzes auch kritisch und spreche etwa die Verschlechterungen für die Anlieger der ehemaligen Strecke über Sellerhausen - Anger-Crottendorf an, aber deinen Gedanken zur  /S-Bahn 11 kann ich auch nicht zustimmen. Eine Verstärkung von Grimma-Leipzig auf Halbstundentakt ist sinnvoll, mit Umsteigemöglichkeit aus/in Richtung Wurzen, aber ein Wiederaufleben der  /S-Bahn 11 auf der Gesamtstrecke Leipzig-Wurzen auf der Gesamtstrecke zusätzlich zur  /S-Bahn 1 ist wohl doch illusorisch.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Kurs 150 am 31.12.2013, 14:33:30
Lieber Anton,

 Du kannst hier gerne Vorschläge unterbreiten, andere diskutieren das.
 Das bedeutet aber nicht, das sie nicht recht haben können.
 Ein paar Minuten mehr Reiszeit, abe ein erspartes, im HBf auch mühevolles Umsteigen, ist so manchem Bahnbenutzer viel lieber wie auch  ein verbesserter Takt.

Freundliche Grüße Günter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 31.12.2013, 14:36:46
Und was bitte soll an diesen Beobachtungen nicht stimmen?

An einem gewöhnlichen Samstagabend steigen hundert Leute in Gohlis, Coppiplatz und Möckern aus, schon klar...

Das kann ja nur die 7 sein. Und das willst du im Ernst vergleichen? Eine Minute "Umweg" über Torgauer Platz und 11 Minuten über Stötteritz.

Es sind zwei Minuten, gemessen an der Gesamtfahrzeit, die ich die Bahn nutze, rund ein Drittel mehr Fahrzeit. Ich gehöre zu der Minderheit, die nicht zum Hbf wollen...

Mindestens 70 % wollen zum Hauptbahnhof.

Und wieder die Frage, wie kommst Du zu dieser Behauptung??

Wäre Probstheida mit einem vernünftiger Umsteigebeziehung zum 79er in Paunsdorf (einschließlich Kliniken) nicht schneller zu erreichen

Unbestritten, nur wissen wir alle bereits, dass es in wenigen Jahren wieder einen Hp. Paunsdorf für die S1 geben wird.

Es gibt die massiven Vorteile dieser peripheren Führung nicht

Dann sind anscheinend viele Nutzer der S1 einfach blöd. Oder sie nutzen die neuen Verbindungen, weil sie bequemer, nur gefühlt schneller oder was weiß ich auch immer sind. Auf jeden Fall nutzen sie die neuen Verbindungen rege, wie man an den neuen Stationen eindrucksvoll sehen kann.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 14:43:48
An einem gewöhnlichen Samstagabend steigen hundert Leute in Gohlis, Coppiplatz und Möckern aus, schon klar...



Ob es dir passt oder nicht, so war es. Ich weiß auch nicht, was daran verwunderlich oder ungewöhnlich sein soll.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: classic1203 am 31.12.2013, 14:53:18
Ob es dir passt oder nicht, so war es. Ich weiß auch nicht, was daran verwunderlich oder ungewöhnlich sein soll.
Gut die Zahl scheint mit auch ein wenig viel, aber 10-15 je Station erscheinen mir zu dieser Zeit durchaus realistisch; ich war am 21.12. abends unterwegs und daher diese Angabe.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 15:01:38
Gut die Zahl scheint mit auch ein wenig viel, aber 10-15 je Station erscheinen mir zu dieser Zeit durchaus realistisch; ich war am 21.12. abends unterwegs und daher diese Angabe.

Ich hab leider keine Beweisphotos.

Gegenfrage: Wo soll sich denn ein sitzplatzvoller Zug sonst entleeren? 15 pro Station wären es, wenn er sich gleichmäßig entleeren würde. Das hieße aber, dass alle Stationen gleichmäßig belastet sind, was  angesichts verschiedener Lage (Stationen, die mitten in dicht besiedelten Wohngegenden liegen einerseits und solche, die in weniger dicht besiedelten Gegenden liegen (Leutzsch, Plagwitz), eher nicht zu erwarten ist. 

Für eins lege ich die Hand ins Feuer: Für die Zahlen zu Grünau, da habe ich gezählt. Verzählen ist nicht ausgeschlossen, die Fehlertoleranz liegt aber im einstelligen Bereich.

Welche Uhrzeit warst du unterwegs?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 31.12.2013, 15:11:36
Wo soll sich denn ein sitzplatzvoller Zug sonst entleeren?

Die Frage ist doch eher, was Du unter "sitzplatzvoller Zug" verstehst. Manch einer versteht darunter auch, dass zwar alle Sitzplätze belegt sind, aber nicht auf allen Sitzplätzen Leute sitzen, weil Koffer, Rucksäcke, Mäntel und Füße (leider oft mit Schuhen dran) ja auch noch Platz brauchen. Das halte ich hier eher für wahrscheinlich.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 15:21:58
Die Frage ist doch eher, was Du unter "sitzplatzvoller Zug" verstehst. Manch einer versteht darunter auch, dass zwar alle Sitzplätze belegt sind, aber nicht auf allen Sitzplätzen Leute sitzen, weil Koffer, Rucksäcke, Mäntel und Füße (leider oft mit Schuhen dran) ja auch noch Platz brauchen. Das halte ich hier eher für wahrscheinlich.

Gruß Peter

Was weiß ich. Ich bin an der 1 Tür - von dem Ende ohne erste Klasse - aus gesehen eingestiegen. In den Hochflurbereich bin ich nicht gegangen, weil man schon von außen sah, dass da alles voll ist. Ob da nun auf dem einen oder anderen Sitz Fahrgast "Tasche" oder Fahrgast "Mantel" mitfuhr, weiß ich nicht. Bin dann nach rechts weiter gelaufen. Hier war alles mit echten Fahrgästen belegt. Auch im Mehrzweckabteil, hier hat sich eine Großfamilie mit Fastfood-Produkten bequem gemacht. Im Bereich der dritten Tür bin ich stehen geblieben. Die 1. Klasse wird bestimmt leer gewesen sein...

Klar können solche Beobachtungen nur ungefähre Schätzungen sein. Habe ich irgendwo einen wissenschaftlichen Anspruch darauf erhoben? Mein Post war nicht mal auf den "Zählthread" bezogen. Aber je mehr ich nachdenke und mir das bildlich vors geistige Auge rufe, wird das schon so gewesen sein. Ca. 30 Aussteiger je Station im ersten Abschnitt, jeweils unter 10 auf den weiteren Zwischenstationen und 20-25 in Miltitzer Allee, darunter eben der Grünauer Binnen-Einkaufsverkehr.

EDIT: Und nach wie vor sehe ich darin nichts Ungewöhnliches. Es war Ende des Wochenend-Einkaufs. Dass sich beim Einkaufen Gohlis und Möckern eher auf die City orientieren, als Leutzsch, Lindenau und Grünau, die ihre Löwen, Saale und Alleen -parks und -center haben, ist doch wohl auch nachvollziehbar. Um die Uhrzeit eben auch viele Familien mit Kindern. Und noch ist der Tunnel eine Attraktion, den zeigt man doch dem Nachwuchs, der um 19.00 Uhr ins Bett muss. Die Zeit habe ich eben erwischt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 31.12.2013, 16:45:40
Lieber Anton!

Wie kommst du zu der Beobachtung, dass 70% der Fahrgäste aus Richtung Wurzen am Hbf aussteigen? Die 70% sind schon VOR dem Hbf ausgestiegen, und zwar am WLP und vor allem am Markt. Ab Bayr. Bf. füllt sich der Zug durch ausschließliche Tunnel-Nutzer und Fahrgäste mit Ziel Grünau. Die restlichen 30& steigen am Hbf aus. So habe ich das beobachtet und ich bin nicht nur einmal mit der Bahn aus Stötteritz kommend Richtung Hbf gefahren.

Wenn wir also diese 30% nehmen, dann können wir uns mal überlegen, wieviele von den 30% der Umweg über Stötteritz im Gegensatz zum direkten Weg zum Hbf stört. Raus rechnen müssen wir indes auch noch die, die vor dem MDSB die Bahn GAR nicht genutzt haben.
Du bist also der Überzeugung, dass die aller meisten der S-Bahnnutzer aus dem MTL zum Hbf wollen und nicht bspw. zum Shoppen in die Stadt? Und wieviele aus den von dir angesprochenen Gemeinden (10 000 Einwohner) werden derzeit schlechter behandelt?

Ich habe das Gefühl, du verrennst dich in einen Gedanken und eine These, aus der du so schnell nicht rauskommst. Es wird keine S-Bahn auf direktem Weg Wurzen - Hbf geben und wäre widersinnig (und würde kaum zu einer mittelfristigen Steigerung der Fahrgastzahlen beitragen). Wenn, dann Verbesserungen bei bestehenden Regionalbahnstrecken.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 31.12.2013, 16:58:32
Wieso werden solche Themen immer erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, zur Sprache gebracht??

Dachte ich mir dauernd bei Stuttgart 21. Mein erster Kontakt mit dem Projekt hatte ich bereits Anfang der 90ziger. Wo waren denn all die Möchtegern-Demonstranten vom Stadtpark zu der Zeit? Das es in Leipzig keine Demos gegen den CTL war ein gutes Zeichen (oder waren wir dem Demotrend nur einige Jahre vorraus???).

Alleseits nen guten Rutsch (ins neue Jahr - nicht auf die Nase ;-)).

MfG
dor Jörsch
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: AG501 am 31.12.2013, 16:59:34
Die ersten richtigen Zahlen über die Nutzung des MDSB wird es eh erst in ein paar Wochen geben, die bisherigen Erfahrungen sind nicht unbedingt represantativ, bedingt durch den Weihnachtsmarkt, die Weihnachtseinkäufe in der City sowie die Erprobung des Citytunnels durch Neugierige, welche später sicher nicht alle zu den Stammfahrern zählen dürften.
Insgesamt ist es aber schon zu beobachten, das der Citytunnel und das S-Bahnnetz sehr positiv aufgenommen worden sind.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 31.12.2013, 17:36:56
Insgesamt ist es aber schon zu beobachten, das der Citytunnel und das S-Bahnnetz sehr positiv aufgenommen worden sind.
Aber dort wo es Gewinner gibt, gibt es eben auch leider Verlierer.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: AG501 am 31.12.2013, 17:40:47
Aber dort wo es Gewinner gibt, gibt es eben auch leider Verlierer.

Das ist sicher unbestritten, jedoch dürften die positiven Aspekte bei weitem überwiegen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 31.12.2013, 18:04:16
Lieber Anton!

Wie kommst du zu der Beobachtung, dass 70% der Fahrgäste aus Richtung Wurzen am Hbf aussteigen? Die 70% sind schon VOR dem Hbf ausgestiegen, und zwar am WLP und vor allem am Markt. Ab Bayr. Bf. füllt sich der Zug durch ausschließliche Tunnel-Nutzer und Fahrgäste mit Ziel Grünau. Die restlichen 30& steigen am Hbf aus. So habe ich das beobachtet und ich bin nicht nur einmal mit der Bahn aus Stötteritz kommend Richtung Hbf gefahren.

Wenn wir also diese 30% nehmen, dann können wir uns mal überlegen, wieviele von den 30% der Umweg über Stötteritz im Gegensatz zum direkten Weg zum Hbf stört. Raus rechnen müssen wir indes auch noch die, die vor dem MDSB die Bahn GAR nicht genutzt haben.
Du bist also der Überzeugung, dass die aller meisten der S-Bahnnutzer aus dem MTL zum Hbf wollen und nicht bspw. zum Shoppen in die Stadt? Und wieviele aus den von dir angesprochenen Gemeinden (10 000 Einwohner) werden derzeit schlechter behandelt?

Ich habe das Gefühl, du verrennst dich in einen Gedanken und eine These, aus der du so schnell nicht rauskommst. Es wird keine S-Bahn auf direktem Weg Wurzen - Hbf geben und wäre widersinnig (und würde kaum zu einer mittelfristigen Steigerung der Fahrgastzahlen beitragen). Wenn, dann Verbesserungen bei bestehenden Regionalbahnstrecken.

Abgesehen von dem üblichen Verabsolutieren von Beobachtungen (was aber alle machen, daher macht das nix), sind mehrere Denkfehler enthalten:

1. Wurde schon angesprochen. Wir beobachten bis jetzt hauptsächlich Freizeit-, Weihnachtsmarkt- und Erkundungsverkehr. Und zwar im erheblichen Maße. Das verfälscht natürlich und zwar bis zu einem Grade, dass die tatsächlichen Verhältnisse umgedreht werden können.

2. In der S1 werden ja die drin sitzen, die ich auf 30 % des Gesamtpotentials schätze, die nicht zum Hauptbahnhof fahren, sondern Ziele oder Umsteigemöglichkeiten davor haben. Plus, die die zwangsweise dahin geleitet werden, mangels Alternative, vielleicht 15%. Also nutzen 45 $ des Gesamtpotentials die S1 und wenn man diese 45 % als Ausgangspunkt nimmt, dann steigen natürlich 2/3 vorher aus. Auf das Gesamtpotential bezogen sind es aber die 30 %. Wir haben also unterschiedliche Ausgangspunkte für unsere Betrachtungen. Ich gucke von oben herab auf das System, du aus der S1 heraus auf die mitfahrenden Fahrgäste.

Die, die eine Alternative haben (also Wurzener und Borsdorfer) und zum HBf wollen, werden dir in der S1 nicht begegnen, die sitzen im RE50. Interessant wird sein, wie sich dessen Nutzung zwischen Wurzen und Leipzig entwickelt. Und die, die keine Alternative haben, die werden dir auch größtenteils nicht begegnen. Die Fahren mit dem Auto.

3. Die letztgenannten Wahlfreien "herauszurechnen" geht auch nicht. Die S-Bahn wird doch eingeführt, um PKW-Verkehr zu reduzieren und die Wahlfreien zu gewinnen.

Wie komme ich auf 60-70%? Eine überschlägige Schätzung der Verkehrsströme. Der Hbf ist und bleibt der wichtigste Umsteigepunkt für die meisten Relationen. Bezieht sich allerdings nur auf die normalen Pendelbeziehungen. Weihnachts- und Spassverkehre kann man so leider schwer einschätzen. 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 31.12.2013, 18:20:53
Eine überschlägige Schätzung der Verkehrsströme.

Glaube keiner Statistik Schätzung oder Rechnung, die Du nicht selber gefälscht hast...

Der ganze Text ist nichts weiter als eine Ansammlung von Annahmen, die jedweder Grundlage entbehren. Und das nur, um eine nicht notwendige S11 schön zu rechnen. Und Du wirfst uns vor, Dogmatiker zu sein??

Ich geh jetzt Sivester feiern. Obwohl, was zum Lachen hatte ich ja gerade...

Guten Rutsch Euch allen!! (Aber bitte nicht wörtlich nehmen!

Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 31.12.2013, 19:22:04
Den Vorschlag mit der RB110 im 30' Minutentakt finde ich gut. Südlich von Grimma hätte ich zumindest ein Zugteil sogar nach Rochlitz gesehen. Damit hätte der Ort wieder eine direkte Fahrbeziehung nach Leipzig.

Eine Elektrifizierung bis Grimma gibt dem Reststück entlang der Freiberger Mulde den Todesstoß. Am anderen Ende wird ja bereits gekürzt.

@Anton: Es gab in diesem Jahr aber eine Woche mit Berufsverkehr mit dem neuem Netz. Ich selbst habe dabei auch die S-Bahnen genutzt. Das Ganze nur auf Weihmachts- und Gelegenheitsverkehr (Neugierde) zu schieben, nehme ich nicht ab.

Die S1 muss noch an einigen Stellen weiterentwickelt werden: Bahnhöfe Paunsdorf und Anger-Crottendorf (Mittelbahnsteig), evtl. sogar ein Bahnhof Stünz. Wenn das System ein Erfolg ist, wird niemand danach schreien, noch weitere Millionen zu investieren.

In dem Sinne gehe ich jetzt auch feiern  :D

Guten Rutsch allen.
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 01.01.2014, 12:47:34
Oha, Anton. Alles Annahmen und Schätzungen aus einem noch nicht geregelten und eingependelten Verkehr. Und du schätzt also, im Gegensatz zu den Beobachtungen aus dem Zug heraus, dass 70 % (?) eh zum Hbf wollen? Wenn du jetzt noch nicht merkst, dass deine "Argumente" albern werden, dann weiß ich auch nicht.
Zitat
2. In der S1 werden ja die drin sitzen, die ich auf 30 % des Gesamtpotentials schätze, die nicht zum Hauptbahnhof fahren, sondern Ziele oder Umsteigemöglichkeiten davor haben. Plus, die die zwangsweise dahin geleitet werden, mangels Alternative, vielleicht 15%. Also nutzen 45 $ des Gesamtpotentials die S1 und wenn man diese 45 % als Ausgangspunkt nimmt, dann steigen natürlich 2/3 vorher aus. Auf das Gesamtpotential bezogen sind es aber die 30 %. Wir haben also unterschiedliche Ausgangspunkte für unsere Betrachtungen. Ich gucke von oben herab auf das System, du aus der S1 heraus auf die mitfahrenden Fahrgäste.

Die, die eine Alternative haben (also Wurzener und Borsdorfer) und zum HBf wollen, werden dir in der S1 nicht begegnen, die sitzen im RE50. Interessant wird sein, wie sich dessen Nutzung zwischen Wurzen und Leipzig entwickelt. Und die, die keine Alternative haben, die werden dir auch größtenteils nicht begegnen. Die Fahren mit dem Auto.
Ich kann dir bei "2." nicht folgen.
Und wenn die, die eine Alternative haben und entsprechend den RE50 nutzen, dann ist es ja gut. Dann wirst du sicher einsehen, dass für die restlichen mutmaßlichen! 2000 potentiellen Fahrgästen (von 10000 Einwohnern) sich eine extra Linie direkt zum Hbf nicht rechnet und auch nicht gegenüber anderen im Freistaat abgekoppelten oder noch abzukoppelnden Schienenfahrzeugnetzen und Orten oder ganzen Regionen bzw. den tausenden Pendlern zwischen Halle - (Flughafen) - Leipzig - Umland gegenüber, die gern in größeren Traktionen oder stärkeren Takten fahren wollten nicht zu rechtfertigen ist. Denn im Gegensatz zu deinem Vorschlag/ Forderung nach einer privaten S11 gibt es auf der Relation Halle - Leipzig - Umland einen extremen Bedarf, der zumindest momentan nur unbefriedigend gedeckt wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Ingokoer am 01.01.2014, 22:32:34
Ich muss täglich zwischen Arbeit / Grünau (südliche Stuttgarter Allee) und Wohnort / Marienbrunn (östliche Märchenwiese) pendeln. Mir bringt die neue S1 leider gar nichts. Dass Marienbrunn einfach abgehängt wurde, wusste ich ja schon lange. Daraufhin gab ich mich mit einer Kombi (Tram 16 / S1 Umstieg Bayrischer Bahnhof oder auch Tram 10 / S1 Umstieg WLP) zufrieden. Leider musste ich feststellen, dass es mir persönlich keinerlei Vorteile bringt.

Die S1 ist von Grünau ins Zentrum durch ihr nach wie vor umständliches Gegurke nicht schneller am Hbf oder Leuschnerplatz als die Straßenbahnen 15 bzw. 2. Somit bringt sie mir als Umstiegsort gar nichts. Das ewig lange Rolltreppenfahren am WLP nach oben kostet auch eine Menge Zeit, so dass ich doch lieber das zweimal umsteigen bevorzuge (Tram 1 bzw 2 /Bus 60 /Tram 10).

Ich hoffe persönlich, die übervollen Fahrzeuge und Bahnsteige aus der Vorweihnachtszeit wird sich legen. Jedenfalls war ich heilfroh, als ich am 22.12. aus einer vollen S3 von Halle kommend am Bayrischen Bahnhof in eine Tram 16 umsteigen konnte. Ich hatte mich riesig auf das U-Bahn Feeling in Leipzig gefreut, dass ich seit 20 Jahren herbeigesehnt habe. Aber in der Praxis ist es für mich eher anstrengend mit den Massen auf den Bahnsteigen wie etwa am Markt oder Hauptbahnhof und das hinderliche, zeitraubende FAhren mit den Rolltreppen. Das sollte man auch bei den hier oft geführten Vergleichen von S-Bahn Fahrtdauer gegenüber Straßenbahn Fahrtdauer immer mit berücksichtigen.

Hätte nie gedacht, wie wohl ich mich anschließend wieder in einer Straßenbahn fühlen würde. Mehr Ruhe, ein Umsteigen ohne lästige Wege über Rolltreppen nach unten. Ich glaube ich liebe die Straßenbahn jetzt mehr als zuvor. Vielleicht waren aber die Massen der Vorweihnachtszeit auch nur eine Ausnahme und ich lerne die S-Bahn noch lieben.

Noch was Anderes? Wer hat eigentlich den Schwachsinn erfunden, dass man in S-Bahnen eine 1.Klasse braucht? Bringt da irgendeine Servicekraft ZEitschriften und GEtränke an den Platz?  Jedenfalls war die S-Bahn von Halle brechend voll, der 1.Klasse Teil hingegen vollkommen leer, weil keiner sich da reingetraut hat. So eine Verschwendung von Platz. Ich habe auch in der RB nach WEißenfels noch nie jemanden in der 1.Klasse sitzen sehen. Was ist dort denn überhaupt besser als in der 2. Klasse? In den Regional- und Nahverkehr gehört sie auf keinen Fall. Bevor man über zu kurze Züge jammert, sollte man diesen Schwachsinn mit 1.Klasse beenden und mehr Platz für die normalen Bürger schaffen.

Was mir auch aufgefallen ist. Die Fahrt mit der S1 von Hbf. nach Grünau ist sicher keine Werbetour für das Leipziger Image oder empfehlenswert für Besucher und Touristen. Ich bin diese Strecke vorher ewig nicht gefahren und hatte schon fast vergessen, dass es noch zahlreiche Stellen gibt, wo Leipzig noch dreckig ist und Häuser wie kurz nach einem Krieg aussehen. Von Hbf nach Gohlis sind unzählige Ruinen, wuchernde Pflanzen, weggeworfener Müll, ähnlich ist es zwischen Leutzsch und Industriegelände West. Da ist nichts von der sonst so gelobten Stadt Leipzig zu sehen. Besonders getroffen hat mich das, weil mitreisende Fahrgäste in meiner Nähe in der S1 bemerkten, dass Leipzig doch viel heruntergekommener sei als immer in den Medien dargestellt. Das hat mich doch sehr getroffen, was solche scheinbaren Nebensächlichkeiten wie die Durchfahrtsstrecke doch für einen Imageschaden bringen könne.  Um das Umfeld der S-Bahnstrecke hat man sich scheinbar gar keine Gedanken gemacht.

Die Kurzstreckenregelung im Tunnel kann ich nicht ganz nachvollziehen: Ist diese hier 4 Stationen, weil die Stationsabstände hier kürzer sind? Dann müsste das aber auch für den Grünauer Ast der S1 gelten, wo die Abstände ähnlich kurz sind.


Fazit: Für mich bringt der Tunnel nicht wirklich was, aber deshalb käme ich nie auf die Idee, den Tunnel als Unsinn zu bezeichnen. Ich bin ja schließlich nicht allein auf der Welt.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 02.01.2014, 00:06:12
Noch was Anderes? Wer hat eigentlich den Schwachsinn erfunden, dass man in S-Bahnen eine 1.Klasse braucht? Bringt da irgendeine Servicekraft ZEitschriften und GEtränke an den Platz?  Jedenfalls war die S-Bahn von Halle brechend voll, der 1.Klasse Teil hingegen vollkommen leer, weil keiner sich da reingetraut hat. So eine Verschwendung von Platz. Ich habe auch in der RB nach WEißenfels noch nie jemanden in der 1.Klasse sitzen sehen. Was ist dort denn überhaupt besser als in der 2. Klasse? In den Regional- und Nahverkehr gehört sie auf keinen Fall. Bevor man über zu kurze Züge jammert, sollte man diesen Schwachsinn mit 1.Klasse beenden und mehr Platz für die normalen Bürger schaffen.

Die 1. Klasse gehört nun mal heute zum Standard. Und in den gebrauchten Bundesländern wird sie auch genutzt. In Mitteldeutschland ist das wohl noch nicht so ausgeprägt.
Auf der anderen Seite. Wer zum Beispiel eine Fahrkarte von Zwickau nach Berlin 1. Klasse kauft, bezahlt für den gesamten Laufweg die 1. Klasse. Dann soll er sie auch ab Zwickau nutzen können und nicht erst im ICE ab Leipzig.

Die Kurzstreckenregelung im Tunnel kann ich nicht ganz nachvollziehen: Ist diese hier 4 Stationen, weil die Stationsabstände hier kürzer sind?

Fahr mal mit der  /TRAM 16 vom Hauptbahnhof zum Bayerischen Bahnhof und zähl die Stationen. Merkst du was?
Solche Regelungen gab es schon früher. Zum Beispiel mit der  /S-Bahn vom Hbf nach Sellerhausen direkt (1 Station) oder über Leipzig Ost (2 Stationen) waren auch beides Kurzstrecke.

Schönen Abend noch!
Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 02.01.2014, 11:11:36
Ingokoer: Versuche doch in 2 Wochen nochmal die S-Bahn, dann hat sich die Anfangseuphorie-Testfahrerphase samt Weihnachtsmarkt gelegt. Auch wenn die S1 ähnlich viel Zeit braucht wie die 15: Ich finde es schon einen deutlich höheren Fahrkomfort, wenn ich auf der kürzeren Strecke Stötteritz - Zentrum mit der ruhigen, sauberen S-Bahn fahre, als mit der übervollen 4 zu fahren und ständig anhalten zu müssen und mit enormen Dezibel-Emissionen belästigt werde. Und auch nach Grünau, oder gerade dorthin, würde ich die S-Bahn bevorzugen, aus den genannten Gründen. Und alle, die sonst den Ast der  /SL.001  /SL.002 benutzt haben könnten sich freuen: Die S-Bahn ist klimatisiert.

Und zum Umfeld: Das Einzige, was die DB zu dem maroden Umfeld kann ist, ihre eigenen Ruinen zu beseitigen, für schlechte Grundstückszustände können nur deren Besitzer etwas. Und ein schlechtes Umfeld gibt es nicht nur in LE.
Zur 1. Klasse: Du bist vorher nicht die S10 nach Halle gefahren? Dort gab es ein reichlich überdimensioniertes 1. Klasse-Feeling: Von 3 Doppelstockwagen (inkl. zweier unterer Etagen mit Mehrzweckabteil und WC) gab es eine komplette 1. Klasse-Etage. Da sind die Abteile der jetzigen Fahrzeuge, die auch die Relationen HoyWoy - Geithain oder Zwickau - Halle fahren, mickrig dagegen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 02.01.2014, 11:49:55
Ich vermute mal, das liegt tatsächlich am unmittelbar dahinter liegenden Interconnex. Die S2 kommt 9:19 im Keller an, der Interconnex 9:22. Wenn die S2 noch an der Messe hält, ist der Interconnex wahrscheinlich nicht vor 9:24 am Bahnsteig, der will aber schon 9:32 wieder zurück fahren.

Gruß Peter

Nochmal zum Thema S 2 ab Messe 9:16 Uhr Richtung Hbf(tief), Ich bin heute mit entsprechender Bahn gefahren und sie hielt in Leipzig Messe, obwohl in Aushangfahrplänen, Taschenfahrplänen, Kursfahrplänen gekennzeichnet ist, dass diese S-Bahn nicht in L-Messe hält.






Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 02.01.2014, 12:17:04
Ich hatte am Sa, 28.12.13 auch ein komisches Ereignis:
Ich nutze die  /S-Bahn 1 nach Grünau. Planmäßig wird ja in Gohlis 5 Minuten (bei Verspätung weniger) gewartet. Wir erreichten pünktlich Gohlis, aber nach 2 Minuten schlossen sich die Türen und die Fahrt ging weiter. Erst an der Station Allee-Center bemerkte der Lokführer, dass er 3 Minuten zu früh !!! war (Die Tür zum Führerstand war offen, da der Zugbegleiter rein wollte).
Anscheinend wird per elektronischen Stellwerk/ Fahrdienstleiter auch mal der Fahrplan verändert. Das traf vllt. auch bei deiner  /S-Bahn 2 zu.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 13:51:23
Oha, Anton. Alles Annahmen und Schätzungen aus einem noch nicht geregelten und eingependelten Verkehr. Und du schätzt also, im Gegensatz zu den Beobachtungen aus dem Zug heraus, dass 70 % (?) eh zum Hbf wollen? Wenn du jetzt noch nicht merkst, dass deine "Argumente" albern werden, dann weiß ich auch nicht. Ich kann dir bei "2." nicht folgen.
Und wenn die, die eine Alternative haben und entsprechend den RE50 nutzen, dann ist es ja gut. Dann wirst du sicher einsehen, dass für die restlichen mutmaßlichen! 2000 potentiellen Fahrgästen (von 10000 Einwohnern) sich eine extra Linie direkt zum Hbf nicht rechnet und auch nicht gegenüber anderen im Freistaat abgekoppelten oder noch abzukoppelnden Schienenfahrzeugnetzen und Orten oder ganzen Regionen bzw. den tausenden Pendlern zwischen Halle - (Flughafen) - Leipzig - Umland gegenüber, die gern in größeren Traktionen oder stärkeren Takten fahren wollten nicht zu rechtfertigen ist. Denn im Gegensatz zu deinem Vorschlag/ Forderung nach einer privaten S11 gibt es auf der Relation Halle - Leipzig - Umland einen extremen Bedarf, der zumindest momentan nur unbefriedigend gedeckt wird.

Nimm einfach deine Kenntnis der Stadt, wo die Arbeitsplätze liegen und welcher Stadtteil wie besiedelt ist, das sind ja frei verfügbare und leicht zugängliche Daten. Dann unterteile die Stadt in Korridore, der Einfachheit halber bieten sich die 9 Straßenbahnhauptlinien hierzu an, was 17 Achsen ergibt. Nimm dazu den weltweiten Erfahrungswert, dass ca. 30 % in der City (die sich wiederum in etwa 15 - 8 - 7 auf die drei Stationen verteilten, die meisten Büros liegen nun mal im Umfeld des Hbf) und den angrenzenden Bereichen arbeiten. Der Einfachheit halber muss man eine gleichmäßige Streuung der Verkehrsströme annehmen, hier ist ein geringer Fehlerwert gegeben. Im Schnitt ergibt sich dann, dass auf jede Achse 4 % der Einpendler entfallen. Je nach Lage der Arbeitsschwerpunkte muss dann noch gewichtet werden. Du hast dann im Ergebnis 5-6 Achsen, im Südosten und Süden, die von der Umwegführung der S1 profitieren (4 Südost, 15 Südost, 16 Süd, 11 Süd, 9 Süd, und zum Teil 1Südwest - letztere dank der  /BL.074 und auch mit einem großen Fragezeichen) und 11, die hierdurch im Nachteil sind. Ziehe zwei weitere für die beiden Korridore 3Nordost und 7Ost ab, die zwar auch nicht von dem Umweg profitieren, aber auch nicht zum Hbf müssen (Umsteigen in Engelsdorf). Bleiben 9 Korridore, die mit dem Umsteigen im Hbf deutlich günstiger zu erreichen wären: 1Nordost, 3Südwest, 4Nord, 7West, 9Nordost, 11Nordwest, 12Nord, 15West, 16Nord). Dies ergibt 36% der Fahrgäste plus 15% mit dem originären Ziel Hbf), sind wir bereits bei 51% der Pendelbeziehungen, die über den Hbf günstiger zu erreichen wären. Hinzu kommen muss eine Gewichtung der einzelnen Achsen. Ich kenne den Süden gut, dies ist kein Arbeitsplätzeschwerpunkt. HTWK und Telekom, dazu Amtsgericht und eine Menge Anwaltskanzleien. Die wichtigen Arbeitsschwerpunkte liegen aber eher in dem Nordraum sowie in der Ostvorstadt. Dazu kommt, dass auch die Fahrgäste mit dem Ziel des Einzugsgebiets der Station Markt von der Reisezeit deutlich im Nachteil sind. Eine Fahrt über Hbf plus Fußweg von bis zu 500 Metern ist immer noch schneller, als allein die Fahrt über Stötteritz. Nimmt man noch die beiden Achsen  /SL.003 Nordost und  /SL.007 Ost dazu, dann sind wir eben bei den 60 - 70 %, für die die Umweglinienführung einen Nachteil gegenüber der direkten Wegeführung zum Umsteigeknoten Hbf bedeutet.

Mache dann noch die Gegenprobe: Maximal 6 Korridore, die von der Umwegführung profitieren, das sind maximal 24 Prozent plus ca. 15 % der Einpendler im Einzugsbereich WLP und Markt, wären wir bei maximal 40 %.

Es ist das A und O einer guten Verkehrsplanung in Ballungsräumen, für möglichst direkte Linienführungen zu Umsteigeknotenpunkten zu sorgen. Dass man derart Elementares auch noch "beweisen" muss, ist schon merkwürdig für ein Nahverkehrsforum, wo gewisse Grundlagen eigentlich vorausgesetzt werden sollten.   

Was den Korridor Leipzig - Halle anbelangt, so teile ich die Einschätzung, dass hier der Bedarf unbefriedigend bedient wird, nicht. So wie ich es erkennen kann, wird die S5x ganztägig und die S3 im Berufsverkehr mit Traktionen bedient. Was noch hinzukommen sollte, ist eine Weiterführung der S5 nach Halle, was dann insgesamt 4 Fahrten pro Stunde und Richtung ergeben würde.  Letzteres ist übrigens ohne Mehrbedarf an Umläufen umsetzbar, bzw. ergibt sich der Mehrbedarf von einem Umlauf aus der ohnehin erforderlichen Ausdehnung der Wendezeiten in Zwickau und Altenburg für die Erhöhung der Fahrplanstabilität - umsetzbar durch Verschiebung der Fahrplanlagen der S5 und S5x in einer Richtung um 30 Minuten bei umlaufmäßiger Verknüpfung der beiden Linien in Halle). Jetzt kommt gleich MD und fragt, wer die zusätzlichen Fahrzeuge bezahlen soll. Aber sorry, an einer Aufstockung der Flotte kommen wir ohnehin nicht vorbei. Möglich wäre es auch, den Hoyerswerdaer Zuglauf wieder aus dem S-Bahn-System herauszulösen und zu einem RE aufzuwerten.

Ein optimiertes Fahrplankonzept könnte dann so aussehen:

S1 wie bis jetzt
S2 Verlängerung bis Geithain im Stundentakt,
S3 Nach Gaschwitz/Connewitz statt Stötteritz (Im Tagesverkehr Mo-Fr, Abends Verknüpfung mit S1 wie bisher, Sa/So nach Stötteritz statt der S1zu)
S4 nur noch ein Zuglauf im Stundentakt ganztägig Torgau - Borna
S5 und S5x unverändert, ggf. Verschiebung der Fahrplanlagen wie erwähnt
RE Leipzig - Cottbus/Hoyerswerda ohne Halt zwischen Torgau und Eilenburg Ost sowie ohne Halt in Thekla und Leipzig-Nord

Durch den Wegfall des S4 Hoyerwerda/Thekla - Geithain wären dann 6 Umläufe eingespart, von denen je einer für die Verlängerung der verbliebenen S4 nach Torgau und für die Verlängerung der S2 nach Geithain benötigt würde. 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 02.01.2014, 14:25:17
@ anton
Die Potenziale einer Strecke ergeben sich nicht nur aus der Einwohnerzahl heraus. Denn dieser müssen Ziele zugeordnet werden, von denen statistisch viele (aber nicht alle!) in Leipzig liegen werden und davon wiederum viele im Zentrum. Das ist ein wenig mühevolle Fleißarbeit, alle Arbeitsplatz- und Aufkommensschwerpunkte auszuzählen und ins Verhältnis zur Entfernung zu setzen. Gleiches bei Freizeitnutzern. Statistisch dürften viele bereits mit dem P.C. (und Umfeld) ihre Ziele erreicht haben, andere wollen vielleicht nach Wurzen, oder Grimma,  Eilenburg oder sonstwohin. Von all denen bietet die Eisenbahn eine sinnvolle Mobilität an. Nicht mehr und nicht weniger. Diese ist selbst bei kurzen Fahrzeiten immer ein Kompromiss. Denn die individuell gewünschte Ankunftszeit (=Schulzeit, = Schichtzeit usw.) muss noch lange nicht mit dem Fahrplan zusammen passen.

Deine Auflistung der städtischen Achsen ist sicher ein erster Schritt, arbeitet jedoch vorrangig nur mit Arbeitsplätzen. Warum? Die Verweise auf Weihnachtsmarkt etc. sind absurd. Wozu ist denn der ÖPNV da? Um Massenverkehre zu bewältigen. Ob das Bus, Tram oder Eisenbahn ist – die müssen das auch im Dezember stemmen. Gerde der Freizeitverkehr ist doch das große Wachstumpotenzial im ÖV.

Deshalb sind dichte Takte wichtiger ( ! ) als Fahrzeiten für sich gesehen.

Deshalb kann es keinen zwingenden Rückschluss geben, welcher Punkt ( ! ) in LE am wichtigsten ist. Der Hbf war ( ! ) es, weil bisher alle Züge dort endeten, nun geht es linear ( ! ) weiter und die Punkte der Wichtigkeit verschieben sich zu den tatsächlichen Zielen / Quellen. Das kann durchaus der Markt sein, 150.000 tägliche Innenstadtbesucher, Ämter, Arbeitsplätze – Gründe gibts genug!

Was die Linienplanungen angeht, so ist diese in der Tat in rund 20 Jahren gewachsen. Geometrisch ist eine Einbindung der LDE von Osten direkt in den Nordkopf des CTL nur mit erheblichen Aufwand möglich (Kreuzungsbauwerk quer über viele Grundstücke an der Rackwitzer Straße hinweg + kreuzungsfreie Einfädelung), das würde den direkten Weg wie bisher ermöglichen UND in den CTL führen. Jedoch ist dann die Strecke östlich Stötteritz‘ tot. Und gerade diese innere Süd- Südost- Ost – Verbindung ist ein ideales Argument, den unsäglichen Mittleren Ring endlich als Geldvernichtung zu beerdigen.

Deine Beobachtung, dass im Alternativfall lieber der RE50 / BR110 genutzt werden, stimmt so nicht. In Engelsdorf stiegen drei mal mehr in die S1 ein (stadtwärts). Und wie viele andere user schrieben: Die S1 ist gut gefüllt. Die Unterwegshalte werden gut genutzt.

Bei deinem Beispiel Bus 79 ab Paunsdorf versus Tram 15 (und 2 in HVZ) gen Probstheida sehe ich auch einen klaren Sieger. Die wenigen Minuten bis S Völkerschlachtdenkmal heben sich dank 10er Takt und öfter wieder auf. Die vielen Büros entlang der Prager stadteinwärts sind gleich mit angebunden, schneller als über Hbf.

Der Süden ist arbeitsplatzintensiver als du denkst. Nur halt nicht so geballt und daher eher unbemerkt im ÖV oder gar nicht, weil die bestehenden Achsen nicht ideal passen oder das Fahrrad besser ist.

Es hilft also nichts: Wenn du glaubhaft argumentieren möchtest, kommst du um eine anstrengende Ermittlung aller Einwohner / Arbeitsplätze / Freizeitangebote nicht umhin. Viele dürften gespannt sein!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 14:58:09
Ich denke nicht, dass ich hier in einer Bringschuld bin.

Wenn man sich die Strukturdaten anschaut, bisher volle Bestätigung meiner o.a. Schätzungen.

Südost 19 Tausend Beschäftigte
Süd 22 Tausend Beschäftigte
Schleußig 5 Tausend Beschäftigte
Zentrum-Süd 4 Tausend Beschäftigte
Zentrum-Südost 3 Tausend Beschäftigte
Gesamt 53 Tausend Beschäftigte

http://212.122.61.201/leipzig-anwendungen/LIS/statpubl/content/12_statistik-und-wahlen/jahrbuecher/Kapitel15.pdf

(Tabelle 1511)

Gesamtzahl der Beschäftigten: 302 Tausend

http://212.122.61.201/leipzig-anwendungen/LIS/statpubl/content/12_statistik-und-wahlen/jahrbuecher/Kapitel07.pdf

Somit stimmen meine 24% ungefähr. 

Trifft auch zum wenn man sich die Anzahl der Firmen pro statistischem Bezirk anschaut. In den o.a. Gebieten ca. 11 Tausend von insgesamt 40 Tausend. (Tabelle 1514) 


Deshalb sind dichte Takte wichtiger ( ! ) als Fahrzeiten für sich gesehen.


Das stimmt so pauschal nicht. Entscheidend ist die Gesamtreisezeit und je länger die eigentliche Fahrzeit, desto weniger fallen Wartezeiten (und dies ist die Auswirkung der Takte) ins Gewicht. Zudem schlägt auch niemand vor, die Takte zu verschlechtern.

Was den 79 vs. 2/15 anbelangt. Wenn man abgestimmte Anschlüsse hat, ist die Taktfrequenz egal.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 02.01.2014, 15:40:18
Ich kenne den Süden gut, dies ist kein Arbeitsplätzeschwerpunkt. HTWK und Telekom, dazu Amtsgericht und eine Menge Anwaltskanzleien. Die wichtigen Arbeitsschwerpunkte liegen aber eher in dem Nordraum sowie in der Ostvorstadt.

Südost 19 Tausend Beschäftigte
Süd 22 Tausend Beschäftigte
Schleußig 5 Tausend Beschäftigte
Zentrum-Süd 4 Tausend Beschäftigte
Zentrum-Südost 3 Tausend Beschäftigte

Wenn man sich die Strukturdaten anschaut, bisher volle Bestätigung meiner o.a. Schätzungen.

Naja, so ganz passt die letzte Aussage nicht ins Bild, wenn man die anderen Aussagen von Dir nimmt.
Und warum nimmst du aus deiner Rechnung den Schüler-/ Studentenverkehr raus ? Wenn Vorlesungsbeginn an der HTWK ist (egal ob nun 7:30 oder 9:00) sind die Bahnen 15 Minuten davor berechend voll und entleeren sich an der besagten Haltestelle (eigene Beobachtung)

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 15:53:54
Naja, so ganz passt die letzte Aussage nicht ins Bild, wenn man die anderen Aussagen von Dir nimmt.
Und warum nimmst du aus deiner Rechnung den Schüler-/ Studentenverkehr raus ? Wenn Vorlesungsbeginn an der HTWK ist (egal ob nun 7:30 oder 9:00) sind die Bahnen 15 Minuten davor berechend voll und entleeren sich an der besagten Haltestelle (eigene Beobachtung)

MfG T4D-Fan

Warum? Passt genau ins Bild.

Laut Statistikflyer der HTWK hat diese 6,5 Tausend Studierende, die Beschäftigten sind ja bereits erfasst. Mein Weltbild bringt diese Zahl nicht zum Einstürzen. Zumal >90 % der Studierenden eh in Leipzig wohnen und mit der S-Bahn nix am Hut haben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 02.01.2014, 15:55:14
Es gibt durch den Tunnel durchaus einige Verlierer, genau genommen einige Teile des (nord)östlichen Leipzig entlang der bisherigen S-Bahn-Strecken und umliegender Stadtgebiete. Eine S11 halte ich aber keinesfalls für sinnvoll. Eher eine S1 im Viertelstundentakt bis Engelsdorf oder Borsdorf (dort ggf. Anbindung an den RE, das Gleis an der ehemaligen Laderampe könnte bei Bedarf als Bahnsteiggleis hergerichtet werden) mit einigen Verbesserungen nach Reduzierung/Stilllegung des Gbf. Engelsdorf: Haltepunkte Paunsdorf (für S1) und Stünz bauen (und irgendwann vielleicht sogar Althen), Bahnsteiggleis Sellerhausen an der Chemnitzer Strecke, Neubau Haltepunkt Volkmarsdorf. Und dann die Geithainer MRB und Grimmaer RB so auf dem Wege über Sellerhausen überlagern, dass sich auf dieser Relation ein annähernder Halbstundentakt (und kein 20/40 oder gar 15/45) mit Übergang zur S1 und/oder RE aus östlicher Richtung und Halt an allen Stationen ergibt.

Insbesondere die Maßnahmen an der S1 sollten in einigen Jahren schnellstmöglich umgesetzt werden, d.h. wieder alle tangierten Stadtteile im Osten mit einem Haltepunkt versehen und auch innerstädtisch und für das P.C. den Takt der /S-Bahn auf ein gutes Maß verdichten (15-Minuten-Takt).

Der /HS Hauptbahnhof ist nach meinen Beobachtungen primär nur das Zwischenziel für diejenigen, welche in den Fernverkehr, die oben fahrenden Regionalzüge oder andere S-Bahnen in die gleiche Richtung (letzteres v.a. auch bedingt durch die teilweise oben vorzeitig endenden S-Bahnen zu empfehlen) sowie ggf. die /TRAM umsteigen wollen, und weniger das Endziel. An dieser Knotenfunktion wird sich auch nichts ändern, auch wenn einzelne Umsteigebeziehungen sich ggf. an andere Stationen verlagern. Und der Umstieg zur Straßenbahn ist über den südliche Zugang der Tunnelstation jetzt deutlich schneller und v.a. ohne die Straßenquerungen möglich (ich nutze den Tunnel auch regelmäßig, um in die Promenaden zu kommen, wenn die Fußgängerampel mal wieder zu schnell auf rot geschaltet hat). Und ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, wie leer der Querbahnsteig im Hauptbahnhof in den letzten knapp 3 Wochen geworden ist? Dort war früher ein Gewusel, jetzt passiert das nur noch bei Ankunft eines Fernzuges bzw. REs oder Warten auf einen verspäteten Fernzug.
Ansonsten haben nach meiner Beobachtung die anderen Halte der Tunnelstrecke, insbesondere tagsüber der Markt, einen erstaunlichen Fahrgastwechsel aufzuweisen - ob das alles nur Ausprobierer sind (der Weihnachtsmarkt kann spätestens seit dieser Woche nicht mehr der Grund sein), werden die nächsten Monate zeigen, aber ich denke, da nutzen recht viele Fahrgäste entweder den umsteigefreien Direktweg ans Ziel vor/nach dem Hbf. oder die angesprochene "Bequemlichkeitsfahrt" (auch ich zähle dazu - worum soll ich, wenn ich eine Monatskarte zahle und per ÖPNV/SPNV am Innenstadtring ankomme, nicht noch die S-Bahn bis zum Markt oder 1-2 Stationen weiter benutzen? Wenn sie mal zuverlässig aller 5 Minuten fährt, wird sich das aus meiner Sicht noch verstärken).

Ansonsten muss in der Tat an der Fahrgastinformation gearbeitet werden. Im ersten Schritt wären solche Anzeigen wie am WLP auch am Markt und Bayerischen Bf. oben sowie am Hbf. Südeingang im Fußgängertunnel eine Anzeige vgl. vorm Großen Atrium anzubringen. Anschließend sollten an wichtigen Umsteigepunkten (aus meiner Sicht mindestens Plagwitz, Leutzsch, Connewitz, Markkleeberg, Stötteritz, ggf. Völkerschlachtdenkmal und Gohlis) ebenfalls dynamische Anzeigen der nächsten Abfahrten aufgestellt werden. Überhaupt wundert mich, dass einerseits zwar selbst weiträumig S-Bahn-lose Dörfer mit Werbeplakaten zugekleistert werden, aber man als Nicht-Einheimischer bei den meisten S-Bahn-Haltepunkten nur 50 Meter entfernt stehen kann, ohne sie wahrzunehmen - da bestünde mit relativ geringen Kosten die Möglichkeit eines starken Präsenzeffektes. Und Wegweiser findet man gleich gar nicht (z.B. am Neumarkt, Thomaskirche, Burgplatz, ...).

Ein /S-Bahn nach Zöbigker sehe ich skeptisch, hier rechnet sich der Nutzen vermutlich nicht gegen die Kosten auf (es dürfte ja primär eine Saisonlinie an Sommerwochenenden sein), da sollte man eher die /SL.009 verlängern. Ganzjährig viel mehr Fahrgäste brächte sicherlich eine /S-Bahn nach Zwenkau, egal ob teuer durch den See (dann aber mit ggf. zwei Halten im recht lang gezogenen Zwenkau) oder ab Großdeuben entlang der B2. Und bis Großdeuben ist die Bahnschneise ja breit genug um die Güterstrecke von der S-Bahn-Strecke zu trennen und damit das ganze recht fahrplanstabil abzuwickeln.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 17:00:26
Hm, habe da die falsche Tabelle erwischt. Gleich kommen die richtigen Daten aus dem Ortsteilkatalog.

http://212.122.61.201/leipzig-anwendungen/LIS/statpubl/content/12_statistik-und-wahlen/lz_otk2012.pdf

1. Stadtbezirk Mitte: 75 Tausend Beschäftigte (hier und weiter: am Arbeitsort)
- darunter Zentrum 20 Tausend;
- darunter Zentrum Südost 13 Tausend;
- darunter Zentrum Süd: 11 Tausend.

2. Stadtbezirk Südost: 17 Tausend Beschäftigte.

3. Stadtbezirk Süd: 13 Tausend Beschäftigte.

4. Stadtbezirk Südwest, OT Schleußig: 1 Tausend Beschäftigte.

Somit Gesamt im begünstigten Gebiet: 55 Tausend Beschäftigte.

Stadt Leipzig gesamt: 215 Tausend Beschäftigte am Arbeitsort. Somit Anteil des begünstigten Gebietes: ca. 25%. Plus ca. 10 Tausend aus dem südlichen Teil der City (eher weniger), insgesamt dann 30 %. Und die im südlichen Teil der City Beschäftigten haben auch Reisezeitnachteile (allerdings Komfortzugewinne)

Wie man es dreht und wendet, es läuft auf das Selbe hinaus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 02.01.2014, 17:32:15
Anscheinend wird per elektronischen Stellwerk/ Fahrdienstleiter auch mal der Fahrplan verändert. Das traf vllt. auch bei deiner  /S-Bahn 2 zu.

Es ist nicht die Aufgabe der Fahrdienstleiter, durch die Bedienung der Signale die Einhaltung der Fahrplanhalte und Fahrzeiten sicher zu stellen. Die Fahrdienstleiter geben die Signale frei, wenn der Fahrt sonst nichts entgegensteht, sie haben das nach aktuellem Regelwerk (soweit der Fahrweg frei ist) rechtzeitig und damit noch vor Eintreffen des Zuges am jeweiligen Bahnsteig zu tun. Einen Fahrplan eigenmächtig verändern kann ein Fahrdienstleiter gleich gar nicht.

Möglich wäre im Falle der S2, dass der Lokführer einfach übersehen hat, dass ausgerechnet diese eine S2 an der Messe nicht hält. Im Falle der verfrühten S1 ist wohl einfach der Vergleich zwischen Planabfahrtszeit und tatsächlicher Uhrzeit schief gegangen. Möglicherweise wurde der Lokführer dann durch den Zugbegleiter und/oder Fahrdienstleiter auf das zu frühe Fahren aufmerksam gemacht.

Was den Korridor Leipzig - Halle anbelangt, so teile ich die Einschätzung, dass hier der Bedarf unbefriedigend bedient wird, nicht. […] Was noch hinzukommen sollte, ist eine Weiterführung der S5 nach Halle

Was nun, besteht Bedarf oder nicht?? Erst bestreitest Du es, dann siehst Du ihn...

Ich meine, es besteht ein Bedarf zur Verlängerung der S5 bis Halle. Ein durchgehender Halbstundentakt auf der S5 würde der S3 die dringende Entlastung von den Durchfahrern von/nach Halberstadt, Eisleben, Merseburg und Köthen bringen.

Letzteres ist übrigens ohne Mehrbedarf an Umläufen umsetzbar

Stimmt sogar, nur weigert sich die NASA als zuständiger Besteller in Sachsen-Anhalt diese zusätzlichen Zugkilometer zu bezahlen. Auch wenn kein zusätzliches Fahrzeug benötigt wird, Energie-, Trassen- und Stationskosten fallen ja trotzdem an.

Verschiebung der Fahrplanlagen der S5 und S5x in einer Richtung um 30 Minuten bei umlaufmäßiger Verknüpfung der beiden Linien in Halle).

Hatte ich nicht schon woanders geschrieben, dass es nicht so einfach möglich ist, die Fahrplanlagen der einzelnen Linien mal ebenso nach Deinen Wünschen zu verschieben?? Dass da Unterwegsanschlüsse an andere Bus- und Bahnlinien und ggf. auch Fahrplankonflikte mit anderen Zügen dranhängen, scheint Dich ja nicht weiter zu interessieren. In Gößnitz bspw. platzen die Anschlüsse in oder aus Richtung Gera und Glauchau, in Altenburg in oder aus Richtung Schmölln. In Zwickau würdest Du den Nullknoten in einer Fahrtrichtung aufgeben, die Fahrgäste aus dem Westerzgebirge und dem Vogtland würden sich bedanken…

Jetzt kommt gleich MD und fragt, wer die zusätzlichen Fahrzeuge bezahlen soll.

Aber an dieser Frage kommen wir doch aber nicht vorbei, oder? Für lau bibt’s die Triebwagen nun einmal nicht.

Aber sorry, an einer Aufstockung der Flotte kommen wir ohnehin nicht vorbei. Möglich wäre es auch, den Hoyerswerdaer Zuglauf wieder aus dem S-Bahn-System herauszulösen und zu einem RE aufzuwerten.

Eine Aufstockung der Flotte müsste durch die Aufgabenträger finanziert werden, da der jetzige Vertrag mit 51 (und eben nicht mit 55 oder 60) Fahrzeugen kalkuliert wurde. Eine Herauslösung einzelner Linien (für die dann aber auch wieder Ersatzfahrzeuge benötigt werden) wäre nur durch die Besteller möglich, und auch nur unter Zahlung einer Vertragsstrafe oder eventuell noch im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Besteller und EVU, wenn eine andere Kompensationsleistung gefunden wird. Das alles natürlich unter strenger Beachtung des Wettbewerbs- und Vergaberechts. An diesen Gegebenheiten kommst auch Du nicht vorbei…

Ein optimiertes Fahrplankonzept könnte dann so aussehen: […]

Das Konzept hat aber drei Haken:

1) Die S2 fährt ab Ende 2015 alle 30 Minuten (LuWi / Dessau –) Delitzsch – Gaschwitz und kann somit nicht in ihrer Taktlage verschoben werden, um mit der verbleibenden S4 einen Halbstundentakt nach Borna zu bilden.

2) Die Ausdünnung der S4 würde dem Ast nach Torgau nur noch stündliche Verbindungen Richtung City und Süden bescheren. Zudem cancelst Du die Umsteigebeziehung in Leipzig Nord zwischen der in Thekla wendenden S4 und dem RE10, wodurch ja der durchgehende Halbstundentakt nach Eilenburg hergestellt wird.

3) In Stötteritz hast Du nur noch einen 10/20-min-Hinketakt.

Wenn schon, dann neben stündlich wechselnden RE nach Cottbus/Hoywoy (vorerst mit Halt in L-Nord) zwei wechselnde Stundentakte der S4 Borna – Torgau und Geithain – Thekla, von dem in L-Nord in die RE umgestiegen werden kann. Nach Fertigstellung des Umbaus Taucha dann der zweite Takt wie ohnehin geplant bis Taucha mit bahnsteiggleichem Umstieg zum RE unter Wegfall des RE-Haltes L-Nord.

Durch den Wegfall des S4 Hoyerwerda/Thekla - Geithain wären dann 6 Umläufe eingespart, von denen je einer für die Verlängerung der verbliebenen S4 nach Torgau und für die Verlängerung der S2 nach Geithain benötigt würde.

Und selbst dann brauchst Du noch drei Umläufe für den RE nach Howoy, die Du nicht einfach unterschlagen kannst.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 17:39:44

Das Konzept hat aber drei Haken:

1) Die S2 fährt ab Ende 2015 alle 30 Minuten (LuWi / Dessau –) Delitzsch – Gaschwitz und kann somit nicht in ihrer Taktlage verschoben werden, um mit der verbleibenden S4 einen Halbstundentakt nach Borna zu bilden.

2) Die Ausdünnung der S4 würde dem Ast nach Torgau nur noch stündliche Verbindungen Richtung City und Süden bescheren. Zudem cancelst Du die Umsteigebeziehung in Leipzig Nord zwischen der in Thekla wendenden S4 und dem RE10, wodurch ja der durchgehende Halbstundentakt nach Eilenburg hergestellt wird.

3) In Stötteritz hast Du nur noch einen 10/20-min-Hinketakt.

Wenn schon, dann neben stündlich wechselnden RE nach Cottbus/Hoywoy (vorerst mit Halt in L-Nord) zwei wechselnde Stundentakte der S4 Borna – Torgau und Geithain – Thekla, von dem in L-Nord in die RE umgestiegen werden kann. Nach Fertigstellung des Umbaus Taucha dann der zweite Takt wie ohnehin geplant bis Taucha mit bahnsteiggleichem Umstieg zum RE unter Wegfall des RE-Haltes L-Nord.

Und selbst dann brauchst Du noch drei Umläufe für den RE nach Howoy, die Du nicht einfach unterschlagen kannst.

Gruß Peter

1) Ab 2015 würde dann nach diesem Konzept die S2 komplett den Ast Borna / Geithain übernehmen. Und die S4 Connewitz (oder Stötteritz) - Torgau im Stundentakt fahren.

2) Ab Eilenburg-Ost (einschließlich) hat man auch jetzt nur einen Stundentakt. Das veränderte Konzept würde wenigstens Eilenburg-Ost und Torgau einen Quasi-30-Min-Takt bescheren. Das Streichen des Haltes in Leipzig-Nord muss nicht sein, ziehe ich zurück.

3) Ab 2015 würde die S1 doch ohnehin im 15-Min-Takt fahren. Damit hätte Stötteritz wieder einen glatten 15-Min-Takt. Durch die jetzt an der Tagesordnung stehenden wiederholten Kurzkehrfahrten der S1zu und S3 in Hbf(oben) zum Ausgleich von Verspätungen und Komplettausfälle der S1zu bei Fahrzeugmangel ist ein regelmäßiger 10-Min-Takt ohnehin nicht gewährleistet.

Auf längere Sicht würde sich eine freie Trasse im Tunnel ohnehin dazu anbieten, auf die Sanierung und Elektrifizierung der Strecke Geithain- Chemnitz hinzuwirken. Dann käme ein RE-Zuglauf Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg im 2-Stunden-Takt in Frage und einzelne ICE-Zugläufe Chemnitz - Leipzig - Berlin und Zwickau (evtl. auch Gera) - Altenburg - Leipzig - Berlin bzw. statt Berlin Ri. Halle - Magdeburg. Der CLEX könnte auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt werden und die Strecke Leipzig - Bad-Lausick - Geithain durch die RB im ganztägigen Stundentakt bedient werden. 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: FTB am 02.01.2014, 18:09:56
Stimmt sogar, nur weigert sich die NASA als zuständiger Besteller in Sachsen-Anhalt diese zusätzlichen Zugkilometer zu bezahlen. Auch wenn kein zusätzliches Fahrzeug benötigt wird, Energie-, Trassen- und Stationskosten fallen ja trotzdem an.
Gruß Peter
Stimme Dir zwar zu - aber: Das Problem der knappen Hamsterdecke ist doch seit einigen Tagen gelöst: Der Wurmfortsatz aka S7 wird mit 2er-Dosto-Garnituren (143+751+762) gefahren *juhu*
Wenn ich die Hamster auch super finde (zumindest diese) würde ich es schade finden, wenn die hallesche S-Bahn nicht mehr mit Dosto fahren würde.
Viele Grüße aus der Stadt mit dem ersten City-Tunnel im mitteldeutschen S-Bahnsystem
FTB     
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 02.01.2014, 18:14:28
Eher eine S1 im Viertelstundentakt bis Engelsdorf oder Borsdorf (dort ggf. Anbindung an den RE, das Gleis an der ehemaligen Laderampe könnte bei Bedarf als Bahnsteiggleis hergerichtet werden) mit einigen Verbesserungen nach Reduzierung/Stilllegung des Gbf. Engelsdorf: Haltepunkte Paunsdorf (für S1) und Stünz bauen (und irgendwann vielleicht sogar Althen), Bahnsteiggleis Sellerhausen an der Chemnitzer Strecke, Neubau Haltepunkt Volkmarsdorf. Und dann die Geithainer MRB und Grimmaer RB so auf dem Wege über Sellerhausen überlagern, dass sich auf dieser Relation ein annähernder Halbstundentakt (und kein 20/40 oder gar 15/45) mit Übergang zur S1 und/oder RE aus östlicher Richtung und Halt an allen Stationen ergibt.
Das würde ich glattweg unterschreiben. Aber auch hier sind alle Messen längst gelesen. Laut den mir vorliegenden Planungsunterlagen ist kein neuer Haltepunkt in Volkmarsdorf vorgesehen. Auch am Haltepunkt Sellerhausen bleibt alles wie gehabt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 02.01.2014, 18:30:30
Ich wünsche noch ein gesundes Neues Jahr allen Forumsteilnehmern  :D

Die wichtigen Arbeitsschwerpunkte liegen aber eher in dem Nordraum sowie in der Ostvorstadt. Dazu kommt, dass auch die Fahrgäste mit dem Ziel des Einzugsgebiets der Station Markt von der Reisezeit deutlich im Nachteil sind. Eine Fahrt über Hbf plus Fußweg von bis zu 500 Metern ist immer noch schneller, als allein die Fahrt über Stötteritz. Nimmt man noch die beiden Achsen  /SL.003 Nordost und  /SL.007 Ost dazu, dann sind wir eben bei den 60 - 70 %, für die die Umweglinienführung einen Nachteil gegenüber der direkten Wegeführung zum Umsteigeknoten Hbf bedeutet.

Fahrgäste aus dem Ostraum Richtung Nordosten kenne ich nicht. Da gibt es keine sinnvollen Verknüpfungen und Umsteigebeziehungen. Die Arbeitsschwerpunkte im Nordraum sind BMW, Schenker und Amazon. Bis auf letztere Bude sind alle besch***den mit ÖPNV aus der Stadt erreichbar. Da nützt auch keine S11 irgendwas.

Welche Arbeitsplätze gibt es im Osten? Ausser dem PC ist mir nichts bekannt ...


Es ist das A und O einer guten Verkehrsplanung in Ballungsräumen, für möglichst direkte Linienführungen zu Umsteigeknotenpunkten zu sorgen. Dass man derart Elementares auch noch "beweisen" muss, ist schon merkwürdig für ein Nahverkehrsforum, wo gewisse Grundlagen eigentlich vorausgesetzt werden sollten.   

Da offenbarst du aber den größten Denkfehler. Es geht hier nicht ums Umsteigen an zentralen Punkten, sondern um zügiges und bequemes Erreichen des Ziels (!). Durch Umwege über Umsteigeknoten kann nur Zeit gewonnen werden, wenn die Wartezeit minimiert wird. Bei einem 10' Minutentakt auf den meisten Linien kann das ja nicht so sinnvoll sein.

Nach der Theorie des Umsteigens könnten wir sofort alle Verknüpfungsbusse  /BL.060  /BL.070  /BL.074  /BL.080  /BL.090 sparen. Die Leute wollen ja alle zum Hbf.  ::)


Möglich wäre es auch, den Hoyerswerdaer Zuglauf wieder aus dem S-Bahn-System herauszulösen und zu einem RE aufzuwerten.

Das war die letzten Jahre aber kein RE. Irgendein Marketingfuzzy hat sich das ausgedacht. Der RE hat keinen Halt ausgelassen und ist quasi eine RB. Damit sehe ich auch kein Problem, ihn als  /S-Bahn fahren zu lassen. Problematisch ist eher der Langlauf wegen Verspätungen.


Ein optimiertes Fahrplankonzept könnte dann so aussehen:

S1 wie bis jetzt
S2 Verlängerung bis Geithain im Stundentakt,
S3 Nach Gaschwitz/Connewitz statt Stötteritz (Im Tagesverkehr Mo-Fr, Abends Verknüpfung mit S1 wie bisher, Sa/So nach Stötteritz statt der S1zu)
S4 nur noch ein Zuglauf im Stundentakt ganztägig Torgau - Borna
S5 und S5x unverändert, ggf. Verschiebung der Fahrplanlagen wie erwähnt
RE Leipzig - Cottbus/Hoyerswerda ohne Halt zwischen Torgau und Eilenburg Ost sowie ohne Halt in Thekla und Leipzig-Nord

Durch den Wegfall des S4 Hoyerwerda/Thekla - Geithain wären dann 6 Umläufe eingespart, von denen je einer für die Verlängerung der verbliebenen S4 nach Torgau und für die Verlängerung der S2 nach Geithain benötigt würde.

Da sind ein paar gute Ideen dabei. Aber doch noch ein paar Anmerkungen von mir  ;D

1. Die S3 sollte weiterhin in St. Ötteritz enden, da hiermit der Südostraum aus Halle erschlossen wird. Das Technische Rathaus, Prager Str. und auch das Herzzentrum sind dann auch aus dem Nordwesten des Stadtgebiets besser erreichbar. Richtung Süden gibt es bereits die S5/S5X.

2. Wie soll der Takt nach Borna aussehen? Aktuell ist es ein sauberer Takt. Die 2 Linien (S2 und S4) bedeuten damit unsaubere Fahrpläne.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 02.01.2014, 18:45:06
Auf längere Sicht würde sich eine freie Trasse im Tunnel ohnehin dazu anbieten, auf die Sanierung und Elektrifizierung der Strecke Geithain- Chemnitz hinzuwirken. Dann käme ein RE-Zuglauf Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg im 2-Stunden-Takt in Frage und einzelne ICE-Zugläufe Chemnitz - Leipzig - Berlin und Zwickau (evtl. auch Gera) - Altenburg - Leipzig - Berlin bzw. statt Berlin Ri. Halle - Magdeburg. Der CLEX könnte auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt werden und die Strecke Leipzig - Bad-Lausick - Geithain durch die RB im ganztägigen Stundentakt bedient werden.

Oooch, nööö  >:(

Erst darüber lamentieren, dass hier 959 Mio € in den Leipziger Sumpf verbuddelt wurden und dann mit so einem Käse um die Ecke kommen.

Der City-Tunnel ist ein  /S-Bahn-Tunnel. ICH möchte hier zukünftig nach Fertigstellung der VDE8 keine Weißwürste da unten mehr sehen. Jedes Konzept mit Mischverkehr ist zum Scheitern verurteilt - das weiß auch jeder Planer. Der immer wieder von der Politik kolportierte ICE diente nur zum Schönfärben Iher eigenen Wahnvorstellungen - und evtl. dem NKF  :P

Leipzig braucht eine  /S-Bahn mit mehr eigenen Gleisen! Die Trennung zwischen  /S-Bahn und dem restlichen Verkehr sollte im Vordergrund stehen. Nicht umsonst  haben wir die Püntklichkeitsprobleme auch durch das fehlende Gütergleis zwischen Gaschwitz und St. Ötteritz zu verdanken. Man kann nur auf einen milden Winter hoffe, dass die Herrschaften mit dem Bauen eher fertig werden.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 02.01.2014, 18:50:00
Auf längere Sicht würde sich eine freie Trasse im Tunnel ohnehin dazu anbieten, auf die Sanierung und Elektrifizierung der Strecke Geithain- Chemnitz hinzuwirken. Dann käme ein RE-Zuglauf Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg im 2-Stunden-Takt in Frage und einzelne ICE-Zugläufe Chemnitz - Leipzig - Berlin und Zwickau (evtl. auch Gera) - Altenburg - Leipzig - Berlin bzw. statt Berlin Ri. Halle - Magdeburg. Der CLEX könnte auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt werden und die Strecke Leipzig - Bad-Lausick - Geithain durch die RB im ganztägigen Stundentakt bedient werden.
ICE nach Chemnitz aber nur, wenn dort NV-Tarif gilt. ansonsten kann man den in der Pfeife rauchen. Wozu sollte man FV-Tarif zahlen, wenn man zum Nahverkehr keinen Vorteil hat? Außerdem ist der ICE nach Chemnitz nur politisch gewollt, weil ja unbedingt jede noch so ungünstig liegende Provinzstadt unbedingt an den Fernverkehr will...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 18:58:16
Auf längere Sicht würde sich eine freie Trasse im Tunnel ohnehin dazu anbieten, auf die Sanierung und Elektrifizierung der Strecke Geithain- Chemnitz hinzuwirken. Dann käme ein RE-Zuglauf Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg im 2-Stunden-Takt in Frage und einzelne ICE-Zugläufe Chemnitz - Leipzig - Berlin und Zwickau (evtl. auch Gera) - Altenburg - Leipzig - Berlin bzw. statt Berlin Ri. Halle - Magdeburg. Der CLEX könnte auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt werden und die Strecke Leipzig - Bad-Lausick - Geithain durch die RB im ganztägigen Stundentakt bedient werden.
ICE nach Chemnitz aber nur, wenn dort NV-Tarif gilt. ansonsten kann man den in der Pfeife rauchen. Wozu sollte man FV-Tarif zahlen, wenn man zum Nahverkehr keinen Vorteil hat? Außerdem ist der ICE nach Chemnitz nur politisch gewollt, weil ja unbedingt jede noch so ungünstig liegende Provinzstadt unbedingt an den Fernverkehr will...

Die Frage der Konkurrenz vom Fernverkehr zum Nahverkehr gibt es auf vielen Strecken. Trotz höheren Preisen finden sich ja auch Kunden, die es vorziehen zwischen Leipzig und Dresden mit dem IC/ICE zu fahren und nicht - etwa von Frankfurt kommend - in Leipzig auf den RE umzusteigen. Er wäre ja auch in erster Linie nicht für die Pendler gedacht. Der Fernverkehr ist von Vorteil, weil er von Anfang an ein anderes Komfortniveau und Umsteigefreiheit auf den bedienten Relationen bietet. Hinzu kommt die Reisegeschwindigkeit. Die Strecke durch den CTL und über Geithain nach Chemnitz ist um ca. 9 km kürzer, als die über Bad Lausick. Es wären also ca. 72  km, was der ICE in ca. 45 Minuten und der RE in etwas mehr als 50 Min schaffen sollte.

Es wird zu Recht beklagt, dass Südsachsen, immerhin eine Region mit 1,5 Millionen Einwohnern, vom Fernverkehr abgehängt ist. Chemnitz ist die größte deutsche Stadt ohne jede Anbindung an den Fernverkehr der Bahn. Und der CTL ließ sich in der KN-Analyse überhaupt nur mit dem Fernverkehr rechtfertigen. Dann sollte man jetzt das Thema nicht auch noch zum Tabu erklären.

Es sollte ein möglichst wenig verspätungsanfälliger Zuglauf sein, also keine langen Zugläufe wie von Köln... Irgendetwas rein ostdeutsches wie Rostock / Stralsund - Berlin - Leipzig - Chemnitz. Man muss auch noch bedenken, dass in ein paar Jahren Leipzig einen Teil des Nord-Süd-Fernverkehrs verlieren wird und eine solche Linie könnte zumindest für einen Stundentakt zwischen Berlin und Leipzig sorgen. Denkt etwas über den (Es)S-Tellerrand hinaus!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 02.01.2014, 19:37:40
Die Strecke durch den CTL und über Geithain nach Chemnitz ist um ca. 9 km kürzer, als die über Bad Lausick. Es wären also ca. 72  km, was der ICE in ca. 45 Minuten und der RE in etwas mehr als 50 Min schaffen sollte.
Da ist mir aber unklar, woher du diese Zahlen nimmst. Leipzig-Geithain über Bad Lausick: 44 km, Leipzig-Geithain über Borna: trotz City-Tunnel immer noch 47-48 km (ich finde gerade keine präzise Angabe). Wo kommen da 9 km weniger her?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 02.01.2014, 20:06:16
Kommt er an einer Stelle nicht weiter, macht er geschickt die nächste Baustelle auf...

Die Frage der Konkurrenz vom Fernverkehr zum Nahverkehr gibt es auf vielen Strecken.

Wenn es der Bedarf und die betrieblichen Möglichkeiten hergeben, gerne. Ein zweistündlicher Fernzug nach Chemnitz würde aber automatisch den RE auf ebenfalls Zweistundentakt ausdünnen. Einen RE im Stundentakt und einen Fernzug im Zweistundentakt gibt die eingleisige Strecke nicht her. Für ein paar Fernreisende würdest Du also die Pendler stehen lassen??

Und einen verspätungsanfälligen Fernzug im Tunnel braucht nun wirklich keiner, auch wenn das Projekt damit schöngerechnet wurde.

Die Strecke durch den CTL und über Geithain nach Chemnitz ist um ca. 9 km kürzer, als die über Bad Lausick.

Leipzig - Bad Lausick - Chemnitz 81 km; Leipzig - Borna - Chemnitz 87 km. Wo nimmst Du Deine Zahlen her??

was der ICE in ca. 45 Minuten und der RE in etwas mehr als 50 Min schaffen sollte.

Der RE braucht heute für die kürzere Strecke über Lausebad 59 bzw. 60 min. Das ist etwas reichlich und v.a. der Kreuzung mit der MRB in Liebertwolkwitz geschuldet. Ohne diese Kreuzung wären etwa 53 min drin. Schneller schafft's auch ein ICE nicht, schon gar nicht, wenn er als lokbespannter Zug ohne Neigetechnik fährt.

Durch den Tunnel über Borna musst Du mit einem ICE mindestens 63 min rechnen, ohne Neigetechnik 68 min. Dann musst Du aber auch absolut freie Bahn haben. Vermutlich würde der IC aber durch den eingleisigen Abschnitt Borna - Geithain und/oder durch die hier fahrenden S-Bahnen ausgebremst werden, sodass eine Fahrzeit von 70-75 min durchaus realistisch sein dürfte.

Wie Du auf nur 45 min kommst, ist mir ein Rätsel...

Es wird zu Recht beklagt, dass Südsachsen, immerhin eine Region mit 1,5 Millionen Einwohnern, vom Fernverkehr abgehängt ist.

Wahrscheinlich weil der Bedarf nicht so groß ist, dass sich damit ein eigenwirtschaftlicher Fernverkehr betreiben lässt. Und eh Du jetzt auf die DB los gehst, warum versucht sich hier nicht eine der angebliche so kundennahen Privatbahnen??

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 20:07:09
Da ist mir aber unklar, woher du diese Zahlen nimmst. Leipzig-Geithain über Bad Lausick: 44 km, Leipzig-Geithain über Borna: trotz City-Tunnel immer noch 47-48 km (ich finde gerade keine präzise Angabe). Wo kommen da 9 km weniger her?

Bayr. Bf. - Neukieritzsch 21,1 km
Neukieritzsch - Geithain 25, 1 km
Ges. 46, 2 km

Stimmt. War wohl ein Druckfehler im MDV-Fahrplan 2011. Da stand bei Geithain55 km... Allerdings Narsdorf wieder 50 km
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 02.01.2014, 20:14:42

Wahrscheinlich weil der Bedarf nicht so groß ist, dass sich damit ein eigenwirtschaftlicher Fernverkehr betreiben lässt. Und eh Du jetzt auf die DB los gehst, warum versucht sich hier nicht eine der angebliche so kundennahen Privatbahnen??

Gruß Peter

"Logisch". Das ist ja die einzig mögliche Erklärung, dass den Sachsen die Reiselust vergangen ist.

Wo kein Angebot, da auch kein Bedarf. Übrigens, wo haben sich denn sonst private im Fernverkehr gut entwickelt?

EDIT.

Hat sich eh erledigt.

http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/4195866/ssat20130716.html
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 02.01.2014, 20:22:28
Mal nebenbei: ICE-Stundentakt Leipzig-Berlin bleibt auch nach 2017. Zweistündlich B-L-M und zweistündlich B-L-F. Da kommt kein ICE mehr, der nach Chemnitz fährt. Mal ganz abgesehen davon, dass auf VDE 8 aus Fahrzeugmangel sowieso schon ICE 1 fahren sollen, die demnächst ETCS bekommen... Es sei denn, Sachsen kauft selber ICE-Züge...  *lol*

Außerdem: hat schonmal jemand an die Umsteigewege in Leipzig gedacht von ICE unten zu ICE oben? Außerdem werden gerade die Gleise 10 - 15 ICE-tauglich ausgebaut. Aus Spaß macht die Bahn das sicherlich nicht...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 02.01.2014, 21:54:08
Nochmal zum Thema S 2 ab Messe 9:16 Uhr Richtung Hbf(tief), Ich bin heute mit entsprechender Bahn gefahren und sie hielt in Leipzig Messe, obwohl in Aushangfahrplänen, Taschenfahrplänen, Kursfahrplänen gekennzeichnet ist, dass diese S-Bahn nicht in L-Messe hält.


Tja, was soll man jetzt dazu sagen. Manchmal hält der Zug und manchmal nicht.  Machen wir das beste daraus immer in der Hoffnung; "Heute muss ich dort raus, bitte halte an liebe  /S-Bahn - Bahn." :-)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 02.01.2014, 23:02:40
Macht nicht noch ne Diskussion Fernverkehr Südsachsen auf! Grundsätzlich finde ich es unter aller Kanone, wie der Staatsbetrieb DB in Sachen Fernverkehr auf Wirtschaftlichkeit trimmt und alles Unattraktive dem steuerfinanzierten Regionalverkehr aufbürdet. Aber wie gesagt, anderes Thema.

Ich hätte gern nen IC(E) nach Chemnitz oder Zwickau durch den CTL gesehen. Mittlerweile stehe ich aber auf dem Standpunkt, lieber ein attraktives Regionalverkehrskonzept durch den Tunnel, davon profitiert auch Zwickau und vielleicht auch irgendwann mal Chemnitz. DAS wäre schon schön, wenn C auch an den CTL angeschlossen würde. Per  /S-Bahn
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 02.01.2014, 23:18:08
^^ Und genau da frage ich mich, warum du gern "Fernverkehr nach Südsachsen im Tunnel" sehen möchtest, und warum nicht "Fernverkehr nach Südsachsen" der gut nutzbar ist... Geht es da um Fotomotive ?

Stell dir mal die Situation vor, dass viele ICE-Fahrgäste aus Chemnitz in Leipzig umsteigen möchten, und deren Zug im Tunnel hält. Und stell dir vor, dass der andere ICE der meinetwegen an Gleis 12 steht. (Was ja auch zukünftig nicht unüblich sein dürfte). Und nun stell dir vor, dass einige auf den Aufzug angewiesen sind. Wie lange sollen denn dann beide Züge in Leipzig Hbf halten um da einen für jeden (!) Fahrgast machbaren Umstieg zu gewährleisten? Wäre es da nicht vorstellbar, dass es entspannter und eventuell sogar etwas besser wäre, wenn besagter Fernverkehszug aus Chemnitz mit oben halten würde!? Da könnte er übrigens auch länger stehen. Der Tunnel hat nunmal nur ein (!!!!!!!!) Gleis pro Richtung. Und über dieses eine Gleis fahren fünf S-Bahnlinien. Da hat Fernverkehr nichts zu suchen! Der ICE kann ja momentan auch nur dort durch, weil die richtige S2 noch nicht fährt, sondern erst ab 2015.

Wie sollte das nach 2015 funktionieren mit dem Fernverkehr, wenn 12 Züge pro Stunde durch jede Röhre fahren ?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 02.01.2014, 23:29:26
Es wird zu Recht beklagt, dass Südsachsen, immerhin eine Region mit 1,5 Millionen Einwohnern, vom Fernverkehr abgehängt ist. Chemnitz ist die größte deutsche Stadt ohne jede Anbindung an den Fernverkehr der Bahn. Und der CTL ließ sich in der KN-Analyse überhaupt nur mit dem Fernverkehr rechtfertigen. Dann sollte man jetzt das Thema nicht auch noch zum Tabu erklären.

Die Herangehensweise ist etwas anders gewesen. Der Fernverkehr ist das Feigenblatt der Politiker gewesen, um den Tunnel überhaupt zu bekommen.
Wenn es heißt, dass Kleinkleckersdorf ICE-Halt wird....ja DANN wird sich ins Zeug gelegt. Gibt ja schliesslich tolle Fotos.


Es sollte ein möglichst wenig verspätungsanfälliger Zuglauf sein, also keine langen Zugläufe wie von Köln... Irgendetwas rein ostdeutsches wie Rostock / Stralsund - Berlin - Leipzig - Chemnitz. Man muss auch noch bedenken, dass in ein paar Jahren Leipzig einen Teil des Nord-Süd-Fernverkehrs verlieren wird und eine solche Linie könnte zumindest für einen Stundentakt zwischen Berlin und Leipzig sorgen. Denkt etwas über den (Es)S-Tellerrand hinaus!

Das mache ich doch die ganze Zeit! Deswegen ist Fernverkehr durch den CTL Murks.

Zum Thema Tellerrand: München

Ein S-Bahnsystem mit noch nicht entkoppelten Verkehren auf allen Ästen. Die Linien mit der miesesten Pünktlichkeit haben den höchsten Anteil im Mischverkehr. Als häufiger Nutzer der  /S-Bahn 1 kann ich davon ein Lied singen.

Die Pünktlichkeitsstatistik weist für diese Linie nur einen Wert von 76% aus (Link aus der Süddeutschen muss ich suchen). Alle anderen Linien sind wenigstens über 90%.

Ursache: Neben der alle 20 Minuten verkehrenden  /S-Bahn fahren alle 20 Minuten ein Regionalzug nach Nord- bzw. Ostbayern  + Ferngüterverkehr  + Kerosinzüge MUC

Jetzt bitte eigene Gedanken machen...

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 02.01.2014, 23:30:33
Wenn ein Fernverkehrsausbau nach Chemnitz erfolgt, dann wird das über Bad Lausick sein. Vorplanung und Vermessungsarbeiten sind schon im Gange. Über das ob oder ob nicht dürfte in den nächsten Monaten entschieden werden. Bei weiterem Diskussionsbedarf zu diesem Thema bin ich auch dafür, das in ein eigenes Thema zu packen.

Gruß Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 03.01.2014, 01:55:50
Tja, was soll man jetzt dazu sagen. Manchmal hält der Zug und manchmal nicht.  Machen wir das beste daraus immer in der Hoffnung; "Heute muss ich dort raus, bitte halte an liebe  /S-Bahn - Bahn." :-)

Und wenn sie mal nicht hält, steigt man in Leipzig Nord in die S1 und fährt zurück Richtung Messe. Ist zwar etwas umständlicher aber geht auch. :D
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 03.01.2014, 10:16:54
lest euch mal den Artikel und die Kommentare durch, ggf. gedanklich die Ortsnamen durch hier übliche ersetzen und beachten, dass das Umland hier andere Größenordnungen ausweist:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-ueber-den-stuttgarter-nahverkehr-das-niveau-des-nahverkehrs-ist-in-gefahr.5e03da43-c9c1-4ed4-8fcd-733be6795c5c.html

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 10:46:14
Leipzig - Bad Lausick - Chemnitz 81 km; Leipzig - Borna - Chemnitz 87 km. Wo nimmst Du Deine Zahlen her??

Der RE braucht heute für die kürzere Strecke über Lausebad 59 bzw. 60 min. Das ist etwas reichlich und v.a. der Kreuzung mit der MRB in Liebertwolkwitz geschuldet. Ohne diese Kreuzung wären etwa 53 min drin. Schneller schafft's auch ein ICE nicht, schon gar nicht, wenn er als lokbespannter Zug ohne Neigetechnik fährt.

Durch den Tunnel über Borna musst Du mit einem ICE mindestens 63 min rechnen, ohne Neigetechnik 68 min. Dann musst Du aber auch absolut freie Bahn haben. Vermutlich würde der IC aber durch den eingleisigen Abschnitt Borna - Geithain und/oder durch die hier fahrenden S-Bahnen ausgebremst werden, sodass eine Fahrzeit von 70-75 min durchaus realistisch sein dürfte.

Wie Du auf nur 45 min kommst, ist mir ein Rätsel...

Na über die Neubaustrecke von Chemnitz-Borna (nicht zu verwechseln mit Borna ohne was davor/danach!) nach Frohburg ;)

Fakt ist, die Strecke über Bad Lausick ist die schnellere Variante nach Leipzig. Sicher kann man hier noch weitere Abschnitte zweigleisig gestalten und ein paar Kurven entschärfen, aber Neutrassierungen kosten Geld und Fläche.

Und in den Tunnel gehört kein störanfälliger Fernverkehr, eher ist die Trennung von S-Bahn-Gleisen und Gleisen für Fern- und Güterverkehr im Umland noch deutlich zu verstärken (eigentlich böte sich das im Süden bis Neukieritzsch an und im Leipziger Osten ist ja auf dem alten Planum zum Eilenburger Bahnhof auch noch Platz für ein 3. Gleis), um die /S-Bahn unabhängiger und damit fahrplanstabiler zu machen.

Mal ganz abgesehen davon, dass auf VDE 8 aus Fahrzeugmangel sowieso schon ICE 1 fahren sollen, die demnächst ETCS bekommen... Es sei denn, Sachsen kauft selber ICE-Züge...  *lol*
Sollten nicht längst die ersten Züge der IC/ICE-T-Nachfolgergeneration rollen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: XXL_Leo am 03.01.2014, 10:54:23

Sollten nicht längst die ersten Züge der IC/ICE-T-Nachfolgergeneration rollen?

http://goo.gl/uFeBgj
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 12:57:20
@LeipzigerSO: Ich schrieb: Ich hätte... und mittlerweile stehe ich NICHT mehr auf den Standpunkt. Also ruhig Blut!
Und was den FV im CTL als Grund für dessen Bau angeht, stimmt eure These nicht ganz mit dem Feigenblatt: Leipzig, Süd(west)sachsen und der Freistaat hätten sehr gern die ICE-Neubaustrecke über Plauen-Hof gesehen statt durch ein dünner besiedeltes Urlaubsgebiet und die Politik dachte, vor allem in den Anfangsjahren in den 90ern, mit dem Tunnel bessere Karten für die ICE-Strecke nach München über Sachsen zu haben. Dass dieser Gedanke mit den Jahren immer mehr Traum als Realität werden würde hat dem CTL-Vorantreiben keinen Abbruch getan.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 03.01.2014, 13:10:58
^^  doch, hat es! Das Gezerre um die NBS obwohl mit dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 über Erfurt (ab 1990/1991) die Weichenstellung klar war, gut und gern knapp 10 Jahre Verzögerung gebracht. Dafür haben wir nun die kürzlich verpflichtenden Schiebetritte und den kostenintensiveren Brandschutz bekommen. Obendrein noch Tausende an Leipzigern, bis hin zum W. Tiefensee, welche die FV-Lösung über Halle / Erfurt trotz 2 Stunden Zeitvorteil einfach nicht verwinden können. So wird von der Kirchturmspitze herab geheult, was die Tränen hergeben. Herzlichen Dank dafür.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 13:14:16
Wo genau sollen denn eigene S-Bahn-Gleise in absehbarer Zukunft umsetzbar sein? Ich kann da allenfalls an zusätzliche Gleise bis Borsdorf glauben. Zwischen Leutzsch und Plagwitz wäre möglicherweise ein zusätzliches Gütergleis wünschenswert, jedoch baulich kaum umzusetzen.

^^  doch, hat es! Das Gezerre um die NBS obwohl mit dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 über Erfurt (ab 1990/1991) die Weichenstellung klar war, gut und gern knapp 10 Jahre Verzögerung gebracht. Dafür haben wir nun die kürzlich verpflichtenden Schiebetritte und den kostenintensiveren Brandschutz bekommen. Obendrein noch Tausende an Leipzigern, bis hin zum W. Tiefensee, welche die FV-Lösung über Halle / Erfurt trotz 2 Stunden Zeitvorteil einfach nicht verwinden können. So wird von der Kirchturmspitze herab geheult, was die Tränen hergeben. Herzlichen Dank dafür.

Gruß
der Radler

Erstens, höre ich kein größeres Geheule. Zweitens, hätte man eben rechtzeitig die Konsequenzen ziehen und den CTL stoppen müssen, bevor der Bau begann (das war  mein Hauptkritikpunkt, jetzt ists gegessen). Drittens, welcher Zeitvorteil von zwei Stunden? Wird da unterstellt, dass bei  der Alternativroute über Leipzig - Zwickau - Hof keinerlei Neu-/Ausbauten hinzugekommen wären? Die NBS Halle/Leipzig - Erfurt - Bamberg hat den Vorteil, dass auf dem ersten Abschnitt diverse Linien gebündelt werden und so verschiedene Verkehrsströme von der NBS profitieren. Das ist unbestritten. Bei dem Abschnitt über den Thüringer Wald darf jedoch Kritik nicht tabu sein. In mancherlei Hinsicht wäre die Alternativroute vorzuziehen gewesen, aus Leipziger Lokalsicht sowieso.

Die Herangehensweise ist etwas anders gewesen. Der Fernverkehr ist das Feigenblatt der Politiker gewesen, um den Tunnel überhaupt zu bekommen.


So ist es. Ob der eine oder andere ernsthaft daran geglaubt hat, wird fast schon nachrangig.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 13:27:46
Ich wollte nur mal auf den Thread-Namen hinweisen. Die ICE-Diskussion vielleicht in einem neuen Thread?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 03.01.2014, 14:06:10
@ Anton

separate S-Bahngleise müssen überall nachgerüstet werden:

S1 - Paunsdorf - Wurzen  --> ausweiten wo immer möglich
S1 - Bereich Stötteritz  --> durch Wegsparen des vierten Gütergleises verkackt, in Plagwitz hatte das EBA dies gestoppt
S2 - Nordast: Tempo 200 und Güterverkehre beißen sich mit S-Bahnen, nachrüsten, dort ist nur Tagebaufolgegebiet
S3 - Nachrüstung einzelner Mehrgleisigkeiten (Gröbers, ganz böser Planungsfehler)
S4 - Nordostast, wird ausgeweitet (Dortmunder Str.), bei Heiterblick weiß ich es nicht, ansonsten genug Platz für Überholgeise
S4 - südast --> auch hier: Mehrgleisigkeiten effektiv durchziehen, ich befürchte, die "Sachsenmagistrale" streicht alles auf Schönwetterfahrpläne zusammen
S5 - Südast --> dito
S5 - NBS Messe - Airport --> Halt in Radefeld mit neuen Überholgleisen, könnte ab 2017 Wunder bewirken..

Selbst zwischen Möckern und Gohlis lassen sich auch drei gleise reinzwängen, muss halt umgebaut werden...

Zum Unterschied der Strecke Berlin - München
--> über VDE 8 sind rund 4 Stunden angesetzt, bei konsequentere Halteplanung geht es auch
--> die Sächsischen Großmachtträume hätten im Gebirge aus den ICE einen InterRegio gemacht und finanziell die NBS Hof - Nürnberg immer verschwiegen. Unter 6 Stunden ist da nichts zu machen

Wenn du das Geheule hören willst, lies LVZ oder guck dir das an: http://www.youtube.com/watch?v=izy8ESoRbR8  peinlicher geht es nicht!

Nur: Warum hättest du den CTL (ohne FV) gestoppt? Nur weil in den letzten 20 Jahren kein einziger Offizieller in der Lage war, das Wort "Stammstrecke" zu erläutern (oder zu begreifen)?

Die Kritik an allen Investitionen, CTL wie VDE 8, besteht grundsätzlich in der Unfähigkeit, sicheren stabilen Betrieb zu ermöglichen (baulicher Unfug) oder durchzuführen (bestellter Unfug). Fernverkehr ist in Deutschland ist übrigens deutlich komplexer als diverse Kirchturmheinis sich das jemals vorstellen können...

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 14:36:00

Nur: Warum hättest du den CTL (ohne FV) gestoppt? Nur weil in den letzten 20 Jahren kein einziger Offizieller in der Lage war, das Wort "Stammstrecke" zu erläutern (oder zu begreifen)?


Wir hatten vor ein paar Jahren eine ausgiebige Diskussion dazu im Hauptthread zum CTL. Anton durch Alex ersetzen, dann weißt du, was gemeint ist. Will es nicht wieder von vorn aufrollen. Sage nur, 1 Milliarde durch 10 Millionen durch 50: 2 € Tunnelgebühr, jeder Fahrgast bitte zahlen... Und dies ganz ohne Zinsen.

@ Anton

separate S-Bahngleise müssen überall nachgerüstet werden:

S1 - Paunsdorf - Wurzen  --> ausweiten wo immer möglich
S1 - Bereich Stötteritz  --> durch Wegsparen des vierten Gütergleises verkackt, in Plagwitz hatte das EBA dies gestoppt
S2 - Nordast: Tempo 200 und Güterverkehre beißen sich mit S-Bahnen, nachrüsten, dort ist nur Tagebaufolgegebiet
S3 - Nachrüstung einzelner Mehrgleisigkeiten (Gröbers, ganz böser Planungsfehler)
S4 - Nordostast, wird ausgeweitet (Dortmunder Str.), bei Heiterblick weiß ich es nicht, ansonsten genug Platz für Überholgeise
S4 - südast --> auch hier: Mehrgleisigkeiten effektiv durchziehen, ich befürchte, die "Sachsenmagistrale" streicht alles auf Schönwetterfahrpläne zusammen
S5 - Südast --> dito
S5 - NBS Messe - Airport --> Halt in Radefeld mit neuen Überholgleisen, könnte ab 2017 Wunder bewirken..

Selbst zwischen Möckern und Gohlis lassen sich auch drei gleise reinzwängen, muss halt umgebaut werden...


Ganz allgemein: Das Geld für größere Investitionen dürfte "verfrühstückt" sein. Glaube nicht, dass in absehbarer Zukunft viel passieren wird.

S1Ost: wenn Ausbau bis Borsdorf käme, wäre es schon gut. Evtl. noch eine Überholmöglichkeit zwischen Borsdorf und Wurzen.
Stötteritz: Wenn ich meinen Augen traue, wäre Platz für eine 4 Gleistrasse (und Brückentrog) noch vorhanden. Falls der Güterverkehr mal steigt.
S1 zwischen Möckern und Gohlis: Sehe ich keine Chance, aber nach 2017 auch keinen Bedarf.
S2 Nord: unwahrscheinlich, dass da was passiert.
S4/S5Süd: Kann den Teilrückbau selbst nicht fassen. Falls GV-Aufkommen steigt, bin ich mal gespannt, wie nachgebessert werden soll. Wobei der zweigleisige Ausbau/Elektrifizierun der KBS525 ja eine Umfahrunsmöglichkeit für den GV bietet.
HP Radefeld: Sehr wünschenswert. 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 03.01.2014, 14:46:32
Sage nur, 1 Milliarde durch 10 Millionen durch 50: 2 € Tunnelgebühr, bitte zahlen... Und dies ganz ohne Zinsen.

Den Erzählungen von Altvorderen im gebrauchten/westlichen Frankfurt zufolge gab es für den damals neuen S-Bahn-Tunnel (Hbf-Konstablerwache(?)) tatsächlich einen Tunnelzuschlag auf die Fahrscheine.

Ich bin mir sicher: Hätten die LVB den CTL-Betrieb übernommen (was ja mal im Gespräch war!!), hätten sie uns auch so einen Tunnelzuschlag an die Backe geklebt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 14:46:53
Mal meine Kommentare zu separaten Gleiskörpern für die S-Bahn. Mir ist klar, dass sowas nicht mehr in diesem Jahrzehnt fertig wird (kleinere Maßnahmen durchaus mit etwas Willen, insbesondere auf der Strecke Engelsdorf - Neukieritzsch), aber man sollte es sich zum einen nicht verbauen und zum anderen am besten jetzt die Planungen entsprechender Projekte beginnen, damit evtl. in 20 Jahren größere Teile davon realisiert werden.

separate S-Bahngleise müssen überall nachgerüstet werden:
S1 - Paunsdorf - Wurzen  --> ausweiten wo immer möglich
S1 - Bereich Stötteritz  --> durch Wegsparen des vierten Gütergleises verkackt, in Plagwitz hatte das EBA dies gestoppt
St. Ötteritz: Platz für ein viertes Gleis ist auf dem freigelassenen Planum des ehemals östlichsten Gleises zum Hauptbahnhof noch, mit Abstand teuerster Punkt wäre die Brücke für das 4. Gleis. Nördlich des Bahnhofes könnten sich die zwei Gütergleise zu einem vereinigen und dann über eine Brücke auf dem westlichen Planum in Richtung Paunsdorf geführt werden. Nach Wegfall des Gbf. Engelsdorf könnte man dann bis Engelsdorf komplett trennen und je nach künftiger Entwicklung vielleicht sogar mal viergleisig bis Borsdorf gehen (bei einem evtl. Autobahnausbau sollte das unbedingt berücksichtigt werden!).

Zitat
S2 - Nordast: Tempo 200 und Güterverkehre beißen sich mit S-Bahnen, nachrüsten, dort ist nur Tagebaufolgegebiet
Bis zur Autobahn könnte man S-Bahn und Fernverkehr wunderbar trennen. Am Bf. Messe wurde die Brücke des Gütergleises bereits für zwei Gleise gebaut, auf diesem könnte dann der Berliner Fernverkehr rollen (außer einem InterConnex zur Buchmesse und bei Sperrungen des Hauptbahnhofes habe ich auf der Berliner Strecke noch nie einen Fernzug halten sehen) - die Bündelung würde dann nicht in Mockau sondern an der Autobahn erfolgen. Aber vermutlich ist planungsmäßig dort schon alles auf Jahre oder Jahrzehnte hinaus zementiert :-(
Einen Ausbau Autobahn - Delitzsch - Bitterfeld sehe ich in naher Zukunft nicht, da es in einigen Orten außerordentlich eng zu gehen, außer evtl. abschnittsweise (z.B. nördlich von Rackwitz, Südeinfahrt Delitzsch und nördlich Delitzsch bis Petersroda wäre Platz), auch wenn es sich anböte und man dann auch zusätzliche Halte einfügen (z.B. Delitzsch-Döbernitz/Zschepen, Holzweißig und je nach potentiellem Aufkommen auch Rödgen) und die Fernverkehrsstrecke dann ggf. für Geschwindigkeiten über 200 km/h zulassen könnte.

Zitat
S3 - Nachrüstung einzelner Mehrgleisigkeiten (Gröbers, ganz böser Planungsfehler)
Der ganze Bereich rund um Schkeuditz ist komisch geplant - wieso ist das Gütergleis in Schkeuditz auf der südlichen Streckenseite, da muss doch in Lützschena und vor Gröbers zweimal die S-Bahn-Strecke gekreuzt werden.

Zitat
S4 - südast --> auch hier: Mehrgleisigkeiten effektiv durchziehen, ich befürchte, die "Sachsenmagistrale" streicht alles auf Schönwetterfahrpläne zusammen
S5 - Südast --> dito
Bis Neukieritzsch ist Dreigleisigkeit kein Problem, immerhin ist aus Zeiten einiger Kohlebahnen der Bahndamm dort entsprechend breit, mit etwas Willen und als größten Engstellen neugebauten Straßenbrücken sollte auch eine Viergleisigkeit hinzubekommen sein. Wenn man dann noch die Überwerfung von Gütergleis und S-Bahn zwischen Gaschwitz und Böhlen niveaufrei baut, wäre das eine richtig tolle Sache.

Zitat
S5 - NBS Messe - Airport --> Halt in Radefeld mit neuen Überholgleisen, könnte ab 2017 Wunder bewirken..
Ein Haltepunkt für das GVZ und Radefeld fehlt schmerzlich, die ganze Region ist ja miserabel angeschlossen und das trotz einiger größerer Arbeitsstätten (Porsche, Post, restliches GVZ), da werden die Leute ja richtig ins Auto gezwungen.

Zitat
Selbst zwischen Möckern und Gohlis lassen sich auch drei gleise reinzwängen, muss halt umgebaut werden...
Würde ich in Ruhe lassen, in einigen Jahren fährt dort kein Fernzug mehr und Güterzüge sowieso nicht, dann eher intelligente Streckenplanungen zur Überholung der EBx und von Abelio (noch Weißerfelser RB) in Leutzsch oder Plagwitz (z.B. drittes Gleis am Bahnsteig).

Zitat
Nur: Warum hättest du den CTL (ohne FV) gestoppt? Nur weil in den letzten 20 Jahren kein einziger Offizieller in der Lage war, das Wort "Stammstrecke" zu erläutern (oder zu begreifen)?
Wir hatten vor ein paar Jahren eine ausgiebige Diskussion dazu im Hauptthread zum CTL. Anton durch Alex ersetzen, dann weißt du, was gemeint ist. Will es nicht wieder von vorn aufrollen. Sage nur, 1 Milliarde durch 10 Millionen durch 50: 2 € Tunnelgebühr, bitte zahlen... Und dies ganz ohne Zinsen.
Warten wir es mal ab. Ich vermute auch, wir werden uns über den Erfolg des Tunnels noch wundern (okay, die meisten hier nicht, aber einige und v.a. die Offiziellen schon) ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 15:00:26

Warten wir es mal ab. Ich vermute auch, wir werden uns über den Erfolg des Tunnels noch wundern (okay, die meisten hier nicht, aber einige und v.a. die Offiziellen schon) ...

Ich werde mich nur wundern, wenn meine persönliche Prognose von 20 Millionen/Jahr im Tunnel (30 Millionen im Gesamtsystem) übertroffen würde. Die Kosten-Nutzen-Betrachtung ist leider trotzdem verheerend. Man braucht es nur mit anderen entsprechenden Bauwerken zu vergleichen, die allesamt auf 100 und mehr Millionen im Jahr kommen (München z.B. 800 Tausend/Tag). 20 Millionen ist das Aufkommen von 2 Straßenbahnlinien, dafür baut man so kostspielige Infrastruktur nicht (sollte man nicht, jetzt bitte nicht mit den Fehlplanungen im Ruhrgebiet kommen). Zumal der Mehrheit dieser Nutzer der Tunnel keine oder nur marginale Vorteile und einem Teil sogar Nachteile beschert hat. Aber da sind wie wieder bei der spätestens durch die Fertigstellung überholten Diskussion.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 03.01.2014, 15:08:21
@ Anton

aha

ich komme nicht ganz mit, was 1 milliarde sein soll, 10 Millionen und 50 ?? 

und dass das Geld verfrühstückt wurde, liegt ja gerade daran, dass die "Offiziellen" sich immer nur am Ingenieurbauwerk Tunnel aufgegeilt haben, anstatt zu erkennen, worin die Cancen einen Stammstreckenbetriebs liegen UND deren betrieblichen Notwendigkeiten!

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 15:15:43
@ Anton

aha

ich komme nicht ganz mit, was 1 milliarde sein soll, 10 Millionen und 50 ?? 

und dass das Geld verfrühstückt wurde, liegt ja gerade daran, dass die "Offiziellen" sich immer nur am Ingenieurbauwerk Tunnel aufgegeilt haben, anstatt zu erkennen, worin die Cancen einen Stammstreckenbetriebs liegen UND deren betrieblichen Notwendigkeiten!

Gruß
der Radler

1 Milliarde € sind die Baukosten
10 Millionen die offiziell prognostizierten Nutzerzahlen pro Jahr http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Mobilit%C3%A4t/2013/01/Tunnelblick-6-Wer-kennt-die-Fahrgastzahlen-45957.html
50 sind Jahre, in denen sich Infrastruktur refinanzieren sollte, weil nach spätestens 100 Jahren der Instandhaltungsaufwand und Sanierungsaufwand ein Volumen erreicht, der den Baukosten gleichkommt. Somit beginnt nach 50 Jahren die Kostenuhr neu zu ticken... Ist ein häufig angesetzter Wert für die Refinanzierung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 15:37:49
Für welchen Bereich sind denn die 10 Millionen Fahrgäste prognostiziert? Nur den Tunnel (mit oder ohne MDR?), innerhalb Leipzigs, im sächsischen Teil des S-Bahn-Netzes oder im gesamten Netz?

Mich würde ja wirklich mal eine detaillierte Kostenaufschlüsselung interessieren, insbesondere die Aufteilung in:
- Tunnel (Überwerfungsbauwerk Hbf-Nord bis zur Zwickauer bzw. A.-Nitzsche-Str. im Süden)
- Ausbau östlicher und südlicher Güterring
- Ausbau Strecke bis Mockau/Thekla
- Ausbau Grünau-Plagwitz-Leutzsch
- was evtl. noch in der annähernden Milliarde versteckt wurde

Klar, wir hätten für den halben Preis ein paar radiale innerstädtische Autobahnen oder den kompletten geplanten mittleren Ring bauen können - toll! Oder ist der Tunnel sinnlos, weil Leipzig ja eine Kleinstadt ist, oder hat Leipzig mit direkt 520.000 Einwohnern (bei steigender Tendenz und mit direkt anliegenden Städten werden es heute schon fast 600.000 sein) die größte Stadt in einem Ballungsraum Leipzig-Halle-Merseburg (mit Bitterfeld, Wurzen und Borna im Dunstkreis, denn ohne Leipzig wären zumindest die beiden letztgenannten Städte deutlicher geschrumpft, vom vielzitierten Machern ganz abgesehen)?
@Anton: wenn es nach deiner Meinung geht, sollten wir vermutlich Leipzig kurz wegbomben, das geht am schnellsten? Ich jedenfalls hoffe, dass der Tunnel nicht das Ende sondern erst der Anfang größerer Investitionen in einen leistungsfähigen (heißt auch: schnellen) und natürlich angenehmen (Bus fällt da nicht darunter, auch wenn ich ihn für Kurzstrecken erdulde) Nah- und Regionalverkehr ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 15:57:12
@GK: Jetzt bitte nicht polemisch werden. Ich bin ein eingefleischter Bürger Leipzigs und liebe meine Stadt.

Leipzig hatte schon ein nahezu ideales Eisenbahnsystem mit einem Schwachpunkt. Es war ideal, weil eine bessere Lage für einen Kopfbahnhof als 400-500 Meter vom geografischen Mittelpunkt der City nicht auffindbar ist. Die Tunnelapologeten haben das schlecht geredet, aber wenn man es nüchtern betrachtet, waren die Umsteigeverhältnisse ebenso ideal. Die Wegstrecke von der Halteposition der S-Bahn im Tunnelbahnhof ist praktsch die selbe, der zu überwindende Höhenunetrschied ist größer geworden. Der einzige Nachteil der früheren Verhältnisse war die zu überwindende Ampel.

Nun gab es einen Schwachpunkt, das war die Einbindung der Südstrecken nach Borna und Altenburg mit einem Umweg von ca. 4 km und einem zeitlichen Mehrbedarf von ca. 6 Minuten. Die Frage ist doch (eine sachliche Frage und kein Grund dem Gegenüber Genozidabsichten zu unetrstellen), ob die Überwindung dieses Schwachpunktes - insbesondere unter Inkaufnahme von Nachteilen für die Oststrecke und für die Umsteigeverhältnisse im Hbf zum Fernverkehr - diese Investition rechtfertigt. Meine Meinung ist: ein klares nein. Mit demselben Geld hätte das bestehende System aufgewertet werden können und auf allen Strecken - außer in den Süden - hätten auch ohne den Tunnel erhebliche Fahrgaststeigerungen erzielt werden können. Und der Süden? Nun, ich liebe Leipzig, nicht Borna. Ich bin der Meinung, dass Suburbanisierungstendenz en nicht gewollt sein können und ein Aufblühen des Südraums daher ebenso wenig gewollt sein kann. Wir wollen die Menschen in Leipzigs bislang leerstehenden Häusern wohnen sehen, nicht in Zwenkau, Espenhain oder Borna. Daher würde ich (das ist jetzt halb schwerzhaft gemeint) alles tun, um die Verhältnisse für den Südraum zu verschlechtern: Von Tempo 30 auf der B2 bis zur Umwegfahrt für die Züge über Stötteritz und Thekla... :-)

Und jetzt Humor beiseite: Sicher sind die Verbesserungen für den Südraum zu begrüßen, aber sie rechtfertigen angesichts des potentiellen Verkehrsvolumens die Kosten nicht. Leipzig hat sich leider nicht zur Millionenstadt entwickelt. Jedes System hat seine ökonomisch begründbaren Anwendungsbereiche, das hier ist für Leipzig (leider) eine Nummer zu groß. Freuen darf man sich trotzdem. Zahlt ja der abstrakte Steuerzahler.  (Und dass man es künftig noch schwerer haben wird, der Suburbanisierung entgegen zu wirken, ist leider auch so)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 16:33:57
Der Vorteil des Tunnels (insbesondere auch innerhalb Leipzigs) ist doch die Durchmesserfunktion. Nicht jeder will zum Hauptbahnhof (weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal dort wirklich eingekauft habe, außer kurz zum Bäcker zu springen). Was die Innenstadt betrifft, kann ich nun ohne Umsteigen zum Markt oder WLP durchfahren (die Haupteinkaufsregion befindet sich nicht auf der Nikolaistraße, sondern der Grimmaischen Straße und Petersstraße sowie Neumarkt und den Passagen dazwischen sowie für Partygänger im Barfussgässchen, selbst die Hainstraße erholt sich nach meinem Gefühl nur langsam wieder) und muss die Strecke eben nicht laufen. Ein Bequemlichkeitsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Ebenso gibt es trotz großer Taktabstände außerhalb der Stammstrecke doch für einige zeitliche Vorteile im Vergleich zur Straßenbahn (langsam und es wird leider nicht besser, sowie bei jeder Fliege oder Schneeflocke Fahrplanprobleme). Und gerade der Süden (Zentrum-Süd, Südvorstadt, Connewitz) hat nunmal eine große Bevölkerungsansammlung (kann mal jemand die Statistik vorkramen und schauen, ob die 100.000 in allen drei Stadteilen zusammen erreicht werden), die jetzt je nach geplanter Relation deutlich profitieren. Manche nicht so sehr wie andere, aber da ist es aus meiner Sicht eher an den LVB entsprechende Verbindungen zur S-Bahn samt Umsteigehalte mit kurzen Wegen zu schaffen.

Ach ja, großer Vorteil der S-Bahn: alle Stationen sind rauchfrei und in den Tunnelstationen wird das bislang auch eingehalten. Überhaupt sind die Tunnelstationen im Vergleich zu jeder Straßenbahnhaltestelle (vom Hbf-Vorplatz ganz abgesehen) richtig angenehm (kein Rauch, keine Kälte, kein Regen und kein Windzug).

Suburbanisierung: ich habe einige Bekannte und Kollegen, die sich in Leipzig inzwischen (außer vielleicht einigen "schlimmen Gegenden") die Miete kaum noch leisten können, auch in meiner Wohngegend sind sie in den letzten Jahren deutlich gestiegen (gerade noch rechtzeitig eingezogen :-)) und daher sogar aktiv ins nahe Umland (Delitzsch, Wurzen, Borna, Markrans, Taucha) gezogen sind. Diese Orte zählen eben auch zu unserer "Metropolregion" (auch wenn Leipzig alles nur keine Metropole ist) und es sollte uns daran gelegen sein, dass diese Region enger zusammen wächst und einen Kern bildet, um auch aus überregionaler Sicht attraktiv zu sein und sich dadurch verbessern zu können, und dazu zählen eben auch schnelle Verbindungen innerhalb der Region. Die eigentliche Suburbaniserung im Sinne eines Wegzuges auf ein Dorf am Ende der Welt (wo also keine brauchbare Verkehrsanbindung herrscht und örtlich kaum ein Laden geschweige denn mehr ist) dreht sich im Leipziger Umland nach meinen Beobachtungen (bin regelmäßig per Rad auf größeren Touren im Umland) eher um, d.h. die Leute ziehen zunehmend in Orte mit entsprechender Anbindung und Versorgung bzw. bauen dort. Und wohin er dort zieht oder was er baut ist unerheblich - ob Dackelhütte in Probstheida, Kleinpösna oder Großgörschen, es bleibt eine Dackelhütte.

Verkehrsvolumen: in dem von dir geteilten Link standen geschätzte 12.000-15.000 Fahrgäste auf der alten S10. Wenn wir das jetzt mal auf 10.000 Fahrgäste reduzieren, mal 5 Linien und 300 Tage (Wochenenden und Feiertage quasi auf je einen Tag reduziert, denn da wird einiges an Aufkommen stattfinden), dann sind wir bei 15 Millionen Fahrgästen. Vielleicht nicht alle im Tunnel, sondern auf das gesamte Stadtgebiet verteilt, aber immer noch eine beachtliche Zahl, welche aus meiner Sicht durchaus im Bereich des realistischen ist - und bei der Zahl würde die S-Bahn in ihrer aktuellen Form sicher schon an die Belastungsgrenze stoßen. Aber warten wir mal die ersten offiziellen Zahlen ab ...

Klar, man hätte das Geld immer für etwas anderes verwenden können, aber ohne den Tunnel hätten wir es auch nicht erhalten (das sächsische Geld wäre in Dresden vergraben worden und die Fördermittel von EU und Bund wären sonstwohin gegangen), also lieber eine aus meiner Sicht sehr sinnvollen und Jahrzehnte überfälligen Tunnel als gar keine nennenswerte Verbesserung beim Nahverkehr.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 16:54:22
Der Vorteil des Tunnels (insbesondere auch innerhalb Leipzigs) ist doch die Durchmesserfunktion. Nicht jeder will zum Hauptbahnhof (weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal dort wirklich eingekauft habe, außer kurz zum Bäcker zu springen). Was die Innenstadt betrifft, kann ich nun ohne Umsteigen zum Markt oder WLP durchfahren (die Haupteinkaufsregion befindet sich nicht auf der Nikolaistraße, sondern der Grimmaischen Straße und Petersstraße sowie Neumarkt und den Passagen dazwischen sowie für Partygänger im Barfussgässchen, selbst die Hainstraße erholt sich nach meinem Gefühl nur langsam wieder) und muss die Strecke eben nicht laufen. Ein Bequemlichkeitsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist.

Bequemlichkeitsfaktor, mehr aber auch nicht. Denn in den 4-5 Minuten Umsteigezeit am HbF von der LVB plus 1 Min. Fahrzeit plus 2-3 Minuten Zeit zum Verlassen der Station Markt ist man zu Fuß längst - und gesünder - am Markt.

Die mantraartige Aufzählung der theoretischen Vorteile ändert nichts an der Tatsache, dass die Vorteile:

a) in ihrer volkswirtschaftlichen Relevanz einzeln und in der Summe gering sind;
b) in ihrer Gesamtheit bei den optmistischsten der realistischen Nuntzungsprognisen die Kosten nicht rechtfertigen und
c) ihnen eben auch Nachteile entgegenstehen, die die Kosten-Nutzen-Bilanz nochmals verschlechtern.

Die Frage ist deutlich zu trennen, ob es denn nicht schön ist, so ein Ding zu haben (natürlich ist es schön, bequem und für einige auch nützlich) von der Frage, ob es gerechtfertigt ist. Es ist schön, einen Privatjet zu haben. Nur leisten kann es sich nicht jeder.

Ebenso gibt es trotz großer Taktabstände außerhalb der Stammstrecke doch für einige zeitliche Vorteile im Vergleich zur Straßenbahn (langsam und es wird leider nicht besser, sowie bei jeder Fliege oder Schneeflocke Fahrplanprobleme). Und gerade der Süden (Zentrum-Süd, Südvorstadt, Connewitz) hat nunmal eine große Bevölkerungsansammlung (kann mal jemand die Statistik vorkramen und schauen, ob die 100.000 in allen drei Stadteilen zusammen erreicht werden),

Habe doch gestern den Link auf den Ortsteilkatalog hier gepostet. Zu faul zum Nachschlagen?

Nein, der Stadtbezirk Süd hat gerade mal 50 Tausend Einwohner. Und der zum SB Mitte gehörende Ortsteil Zentrum-Süd irgendwas um die 1^0 Tausend. Außerdem, bringt der Tunnel den meisten hier gar nichts.

Suburbanisierung: ich habe einige Bekannte und Kollegen, die sich in Leipzig inzwischen (außer vielleicht einigen "schlimmen Gegenden") die Miete kaum noch leisten können, auch in meiner Wohngegend sind sie in den letzten Jahren deutlich gestiegen (gerade noch rechtzeitig eingezogen :-)) und daher sogar aktiv ins nahe Umland (Delitzsch, Wurzen, Borna, Markrans, Taucha) gezogen sind. Diese Orte zählen eben auch zu unserer "Metropolregion" (auch wenn Leipzig alles nur keine Metropole ist) und es sollte uns daran gelegen sein, dass diese Region enger zusammen wächst und einen Kern bildet, um auch aus überregionaler Sicht attraktiv zu sein und sich dadurch verbessern zu können, und dazu zählen eben auch schnelle Verbindungen innerhalb der Region. Die eigentliche Suburbaniserung im Sinne eines Wegzuges auf ein Dorf am Ende der Welt (wo also keine brauchbare Verkehrsanbindung herrscht und örtlich kaum ein Laden geschweige denn mehr ist) dreht sich im Leipziger Umland nach meinen Beobachtungen (bin regelmäßig per Rad auf größeren Touren im Umland) eher um, d.h. die Leute ziehen zunehmend in Orte mit entsprechender Anbindung und Versorgung bzw. bauen dort. Und wohin er dort zieht oder was er baut ist unerheblich - ob Dackelhütte in Probstheida oder Kleinpösna, es bleibt eine Dackelhütte.

Die Suburbanisierung ist ein großes soziales und volkswirtschaftliches Problem. Steigende Mieten und das Vorhandensein "schlimmer Gegenden" (Zählt Grünau auch dazu, dann ist das ein Vorurteil), ist auch eine Folge der Suburbanisierung. Verödende Stadtteile, leerstehende Häuser und der nichtvorhandene Antrieb, mehr städtischen Wohnraum auf den Markt zu stellen, alles eine Folge davon.

Verkehrsvolumen: in dem von dir geteilten Link standen geschätzte 12.000-15.000 Fahrgäste auf der alten S10. Wenn wir das jetzt mal auf 10.000 Fahrgäste reduzieren, mal 5 Linien und 300 Tage (Wochenenden und Feiertage quasi auf je einen Tag reduziert, denn da wird einiges an Aufkommen stattfinden), dann sind wir bei 15 Millionen Fahrgästen. Vielleicht nicht alle im Tunnel, sondern auf das gesamte Stadtgebiet verteilt, aber immer noch eine beachtliche Zahl, welche aus meiner Sicht durchaus im Bereich des realistischen ist - und bei der Zahl würde die S-Bahn in ihrer aktuellen Form sicher schon an die Belastungsgrenze stoßen.

Klar, man hätte das Geld immer für etwas anderes verwenden können, aber ohne den Tunnel hätten wir es auch nicht erhalten (das sächsische Geld wäre in Dresden vergraben worden und die Fördermittel von EU und Bund wären sonstwohin gegangen), also lieber eine aus meiner Sicht sehr sinnvollen und Jahrzehnte überfälligen Tunnel als gar keine nennenswerte Verbesserung beim Nahverkehr.

Mal kurz Vergleiche ziehen, was 15 Millionen im Jahr bedeuten:

- das Fahrgastaufkommen einer der am schwächsten ausgelasteten Berliner S-Bahn-Linien S25, <5 % des Gesamtfahrgastaufkommens der Berliner S-Bahn
- die Hälfte des Fahrgastaufkommens der (eher schwach ausgelasteten) Berliner U3, ein sechstel des fahrgastaufkommens der U7 und ein Viertel der U5, 3 % des Gesamtfahrgastaufkommens der Berliner U-Bahn
- das Fahrgastaufkommen von zwei nicht besonders stark ausgelasteten Leipziger Straßenbahnlinien wie  /SL.009 plus  /SL.012
- 10 Prozent des Fahrgastaufkommens der Frankfurter S-Bahn
- 3 % des Fahrgastaufkommens einer (1) Moskauer Metrolinie, dazu nicht der am stärksten ausgelasteten
- das Jahresfahrgastaufkommen der Geraer Straßenbahn mit ihren 2 Linien

Nur so, damit das auch in der richtigen Dimension eingeordnet werden kann.

Eine Nummer zu groß, halt.

Übrigens, zu der Frage, welcher Anteil der Kosten auf die netzergänzenden Maßnahmen entfällt. Hier ein Anhaltspunkt, auf Seite 26
http://www.rechnungshof.sachsen.de/files/SRH_Gutachten_CityTunnelLeipzig.pdf

61 Millionen € vor den Kostensteigerungen, da sich die Mehrzahl der Kostensteigerungen auf den Tunnelbau beziehen, dürfte sich das nicht in Dimensionen verändert haben. Irgendjemand meinte, dass die Fahrzeuge in die Milliarde eingestellt sind, dies dürfte falsch sein, zumindest nach der dortigen Tabelle, immerhin des Landesrechnungshofes.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 17:04:58
Meine Fresse, mir geht dein Rumgejammer langsam auf die Ketten. Wortreich verteufelst du wieder und wieder, wie schwachsinnig du den CTL findest. Diese Message ist angekommen.

Angekommen ist übrigens auch, dass man neben dem Parkhaus unter dem Markt auch nun eine S-Bahnstation unter dem Markt hat. Und psychologische Dinge eine Rolle dabei spielen, welches Verkehrsmittel man benutzt. U.a.. Und: Wenn man bereits vor 100 Jahren einen Tunnel bauen wollte, dann hatte das schon damals seinen Grund. Und eine "Suburbanisierung" wirst du nicht verhindern können. Ob das gewollt ist ist ne andere Frage. Dass Leipzig "nur" 530 000 Einwohner hat ist dem Krieg und dessen Nachwirkungen geschuldet. LE hatte bereits 700 000 Einwohner und hätte wohl heute ohne Teilung 1 MIo. Hinzu kommen die Einwohner aus Halle und Umgebung, Speckgürtel etc.

Und nu würd ich mir wünschen, wenn du nicht mantraartig dein Wehklagen wiederholen würdest. Davon wird die Diskussionskultur hier nicht besser und die Kosten des CTL werden deshalb auch nicht weniger.
Abgesehen davon würden mich detailliertere Aufschlüsselungen auch interessieren.

Abschließend bleibt zu sagen: 1.) Es wurde in der auch längeren Vergangenheit überall vieles teurer als geplant, steht aber immer noch und dient der Menschheit, auch wenn manches schon über 100 Jahre steht. 2.) Es wird so viel Unsinn gebaut, die Wirtschaftlichkeit nicht unbedingt hinterfragt, bekommt jeder kleine Winkel in unserem Land einen Autobahnanschluss (aber keinen Fernverkehrsanschluss), da bin ich froh, dass in Sachen ÖPNV überhaupt ein solches Bauwerk geschaffen wurde, das uns auch in 100 Jahren noch dienen wird. Und in diesem Vergleich finde ich die knappe 1 Mrd. relativ.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 17:19:37
Meine Fresse, mir geht dein Rumgejammer langsam auf die Ketten. Wortreich verteufelst du wieder und wieder, wie schwachsinnig du den CTL findest. Diese Message ist angekommen.

Angekommen ist übrigens auch, dass man neben dem Parkhaus unter dem Markt auch nun eine S-Bahnstation unter dem Markt hat. Und psychologische Dinge eine Rolle dabei spielen, welches Verkehrsmittel man benutzt. U.a.. Und: Wenn man bereits vor 100 Jahren einen Tunnel bauen wollte, dann hatte das schon damals seinen Grund. Und eine "Suburbanisierung" wirst du nicht verhindern können. Ob das gewollt ist ist ne andere Frage. Dass Leipzig "nur" 530 000 Einwohner hat ist dem Krieg und dessen Nachwirkungen geschuldet. LE hatte bereits 700 000 Einwohner und hätte wohl heute ohne Teilung 1 MIo. Hinzu kommen die Einwohner aus Halle und Umgebung, Speckgürtel etc.

Und nu würd ich mir wünschen, wenn du nicht mantraartig dein Wehklagen wiederholen würdest. Davon wird die Diskussionskultur hier nicht besser und die Kosten des CTL werden deshalb auch nicht weniger.
Abgesehen davon würden mich detailliertere Aufschlüsselungen auch interessieren.

Abschließend bleibt zu sagen: 1.) Es wurde in der auch längeren Vergangenheit überall vieles teurer als geplant, steht aber immer noch und dient der Menschheit, auch wenn manches schon über 100 Jahre steht. 2.) Es wird so viel Unsinn gebaut, die Wirtschaftlichkeit nicht unbedingt hinterfragt, bekommt jeder kleine Winkel in unserem Land einen Autobahnanschluss (aber keinen Fernverkehrsanschluss), da bin ich froh, dass in Sachen ÖPNV überhaupt ein solches Bauwerk geschaffen wurde, das uns auch in 100 Jahren noch dienen wird. Und in diesem Vergleich finde ich die knappe 1 Mrd. relativ.

Musst es ja nicht lesen. Ich finde es nur wichtig, dass man das hier Geschehene richtig einordnen kann. Für mich ist das Thema abgeschlossen, ich werde es auch nicht weiter vertiefen.

Wenn du hier Politik einbringst, kann ich mir dieses nicht verkneifen: Es sind nun schon 25 Jahre, dass die DDR nicht am Werken ist und in Sachsen eine andere Staatspartei monopolartig und nicht minder überheblich regiert. Dass Sachsen seit 1989 20 % seiner Einwohner verloren hat und nun statt 5 nur noch 4 Millionen hat, wird man der DDR kaum zuschreiben können. Daher muss ich auch immer Lachen, wenn irgendjemand der C-Partei Wirtschaftskompetenz zuschreibt. Ich fürchte, jede schwäbische Hausfrau hat mehr Wirtschaftskompetenz.  Irgendwann wird das nur noch lächerlich, alles auf die Teilung schieben zu wollen. Für mich ist das eher eine Folge der Wiedervereinigung in der konkreten Form, in der sie durchgeführt worden ist.

Suburbanisierung ist also eine Naturgewalt? Nun ja, wenn man keine Raumplanung betreiben will und den Entwicklungen hinterhechelt, dann muss man sich nicht wundern. Alles "alternativlos".

Die Frage, warum unsere Altvorderen einen Tunnel perspektivisch in Betracht gezogen und Vorleistungen erbracht haben, hast du selbst beantwortet. Dies war auf ein anderes Entwicklungsszenario bezogen, Und übrigens auch auf einer anderen, Trasse, die den planerisch wichtigen Osten bevorzugt und nicht benachteiligt hätte. Zudem als Unterpflasterbahn mit entsprechend deutlich geringeren Baukosten. Und dennoch hat sich auch während der Weimarer Zeit niemand daran gemacht, es auch tatsächlich zu verwirklichen. Warum wohl...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 17:29:20
Bequemlichkeit: ich lebe nunmal nicht mehr auf'm Baum oder in Höhlen, renne keinen Wisenten hinterher und bekomme Obst nicht nur durch Herumstreunen im Wald. Und die Masse der Entwicklungen und Erfindungen des Menschen ist nicht durch Kriege entstanden, sondern durch Bequemlichkeit und Faulheit.
Wenn ich irgendwo bequemer hinkomme oder irgendwo bequemer leben und arbeiten kann, dann werde ich früher oder später dorthin gehen. Und wenn ich bequemer per Auto unterwegs bin und der psychologische (das ist der wichtige!) Kosten-Nutzen-Faktor dafür spricht (derzeit sind mir die Kosten zu hoch, müsste dafür zu viele oder wichtige andere Bequemlichkeiten aufgeben), dann werde ich das Auto für meine Wege verwenden (ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Dienstwagen zur Verfügung habe). Und so trifft es auch alle Entscheidungen zu.

Bestes Beispiel für die Zukunft: wenn der Bayerische Platz provisorisch begrünt wird und man dabei einen kurzen, direkten Zugang von der Bushaltestelle zur Tunnelstation vergessen sollte und den Platz dann nicht mit hohen Zäunen umgibt, werde auch ich zu denjenigen gehören, die einen Weg schaffen, egal ob sich hier jemand darüber aufregt. Die Menschheit hat Wege immer so geschaffen, aus Notwendigkeit bzw. Bedarf und Bequemlichkeit und nicht durch nüchterne Rechnerei.

Schlimme Gegenden: zumindest schlimme Ecken gibt es in fast jedem Stadtteil, soweit ich das in Leipzig überblicken kann (war neulich z.B. mal einige Stunden im Bereich Volkmarsdorf, da gibt es schöne Ecken, aber mehr als eine Ecke, in der ich im Dunkeln nicht allein unterwegs sein möchte).
Übrigens wird in der Südvorstadt und in Schleußig derzeit jede Bruchbude saniert, die vor einigen Jahren bei Vorhandensein von Geld sofort weggerissen worden wäre oder denen man noch maximal 10 Jahre bis zum Einsturz gegeben hätte. Eine mangelnde Steigerung der Wohnungszahlen in Leipzig kann es also nicht sein, aber es reicht eben nicht, die Mietpreissteigerungen im Durchschnitt abzufangen, auch trotz wieder kommender Neubauprojekte in Grünau.

Fahrgastzahlen: also bei den kleinen Gefäßgrößen, welche derzeit auf den Leipziger S-Bahnen verkehren, dürften 15 Mio. im Stadtbereich schon grenzwertig werden. Wenn alle S-Bahnen als 2 * 4er Talente fahren würden, wäre das etwas anderes, dann wäre es auch mit den Vollzügen der Berliner S-Bahnen vergleichbar. Ich bin mal gespannt, wie es nächste Woche aussieht, derzeit ist die /S-Bahn ja fast so leer wie das Großraumbüro auf Arbeit. Aber vor Weihnachten musste ich wochentags auch am späteren Vormittag schon einmal stehen, weil in 2 Teilen eines Talents alles gut belegt war.

Stadtbezirk Süd: was zählt alles dazu? Und mit 60.000 Einwohnern und einer guten Anbindung an den Tunnel (womit wir einen Querverweis zur Bus/MDR-Diskussion hätten) bringt das durchaus einigen davon etwas, nicht alle wollen zum Hauptbahnhof oder in die Innenstadt (ich würde sogar behaupten: die meisten nicht; unabhängig davon ob sie dann vom Tunnel einen Vorteil hätte oder einer südlichen Straßenbahntangente oder sonst etwas, aber es dürften durchaus einige sein).

BTW: weiß eigentlich jemand, wie groß München oder Stuttgart bei Planung und Bau ihrer Stammstrecken einwohnermäßig waren?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 17:53:12
Musst es ja nicht lesen. Ich finde es nur wichtig, dass man das hier Geschehene richtig einordnen kann. Für mich ist das Thema abgeschlossen, ich werde es auch nicht weiter vertiefen.

Da du ja nicht nur in diesem Thread schreibst und ich mich für "S-Bahn" interessiere MUSS ich es leider lesen. Aber um das Thread-Thema geht es (dir) eider nur am Rande. Statt dessen schiebst du Frust. Den kannst du am letzten August-Wochenende raus lassen, im Wahllokal.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 17:58:26


Stadtbezirk Süd: was zählt alles dazu? Und mit 60.000 Einwohnern und einer guten Anbindung an den Tunnel (womit wir einen Querverweis zur Bus/MDR-Diskussion hätten) bringt das durchaus einigen davon etwas, nicht alle wollen zum Hauptbahnhof oder in die Innenstadt (ich würde sogar behaupten: die meisten nicht; unabhängig davon ob sie dann vom Tunnel einen Vorteil hätte oder einer südlichen Straßenbahntangente oder sonst etwas, aber es dürften durchaus einige sein).

BTW: weiß eigentlich jemand, wie groß München oder Stuttgart bei Planung und Bau ihrer Stammstrecken einwohnermäßig waren?

Alle Infos zu Leipzigs Ortsteilen bekommt man hier:

http://212.122.61.201/leipzig-anwendungen/LIS/statpubl/content/12_statistik-und-wahlen/lz_otk2012.pdf

Zum SB Süd zählen die Südvorstadt, Connewitz, Marienbrunn, Lößnig und Dölitz.Dösen.  Es sind insgesamt 61 Tausend Einwohner.

München hat im Jahre 1958 die Millionengrenze überschritten, hatte bei Beginn der Bauarbeiten Mitte der 60er 1,2 Millionen EW und 1972 1,3.

http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_M%C3%BCnchen

Stuttgart hatte in den 60ern und 70ern durchweg 600 Tausend Einwohner. Hier ist aber die Einwohnerzahl der Region zu beachten, mit den umliegenden Landkreisen sind (und waren) es mehr als 2 Millionen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Stuttgart

Wozu gibts eigentlich google???
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 03.01.2014, 18:12:35
Ich jedenfalls hoffe, dass der Tunnel nicht das Ende sondern erst der Anfang größerer Investitionen in einen leistungsfähigen (heißt auch: schnellen) und natürlich angenehmen (Bus fällt da nicht darunter, auch wenn ich ihn für Kurzstrecken erdulde) Nah- und Regionalverkehr ist.
Ich denke auch, dass der CTL der Grundstein für ein leistungsstarkes und ausbaufähiges Nahverkehrssystem ist. In ein paar Jahren wird niemand mehr über die Mehrkosten reden. Dass es bei einem Verkehrsprojekt dieser Größenordnung zu nicht vorhersehbaren Problemen kommen kann war mir von Anfang an klar. Ich habe daher auch den Bau des Tunnels von Anfang an positiv gesehen. Das einzige, worüber ich mich mehr oder weniger geärgert habe, ist die Stillegung der Stötteritzer Kurve und der damit verbundene Wegfall des Haltepunktes Leipzig-Ost. Als Eisenbahnfan hoffe ich, dass der Radweg über den Sellerhäuser Viadukt ein Hirngespinst bleibt und dieser eines Tages fester Bestandteil eines noch leistungsfähigeren S-Bahn Netzes sein wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 18:19:48
Du kannst dir gewiss sein: Entweder es wird einen Rad- und Wanderweg über das Viadukt geben oder es wird das Viadukt nicht mehr geben. Wofür sollte es auch gebraucht werden? Alles, was aus Richtung Süden kommt geht entweder über den Güterring (bzw. die Waldbahn) oder durch den CTL.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 03.01.2014, 18:30:36
Wofür sollte es auch gebraucht werden?
Um Sellerhausen und Schönefeld wieder vernünftig an das S-Bahn Netz anzubinden und um eine schnelle Ausweichverbindung zum Hbf. zu haben. Ich bin sehr erstaunt, wie hier immer wieder das Fahtgastpotenzial aus den beiden genannten Stadtteilen unterschätzt wird. Oder gibt es dort wirklich keinen Bedarf? Ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 03.01.2014, 18:34:20
@ Anton

um nochmal auf deine Zahlen zurück zu kommen, die mit der Milliarde und so:

Die Zahlen kenne ich anders:

- die reinen Tunnelbauwerkskosten liegen aufgerundet bei 650.000.000 Euro (Rest: Netzergänzende Maßnahmen + Planungskosten)
- die offiziellen erwarteten Fahrgastzahlen habe ich vom Besteller ZVNL, deren Chef postulierte 60.000 am Tag
- bei deinen 50 Jahren wären das: 60.000 Fg. x 365 Tage x 50 Jahre = 1.095.000.000 Fahrgäste und 650.000.000 geteilt durch diese Zahl sind 0,59 Euro, also rund 60 Cent.
- ich würde 100 Jahre ansetzen, denn ganz gleich ob Abschreibung oder nicht, das Bauwerk als solches wird so lange seinen Nutzen ausspielen müssen. Dann kommen 30 Cent heraus
- Da der ZVNL wie an anderen Stellen diskutiert, sehr pessimistisch rechnete, kannst du diesen Wert nochmals deutlich verkleinern. Bei nur 100.000 Fg/Tag kommen schon weniger als 20 Cent heraus.
- im Übrigen ist diese Art zu rechnen unvollständig, denn es zählt die volkswirtschaftliche Betrachtung und nicht die betriebswirtschaftliche.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 18:37:50
Thomas: Das FG-Potential aus Sellerhausen und Schönefeld wird nie so groß sein, dass eine Sanierung des Viadukts nur halbwegs sinnvoll ist. Und für eine schnellere Verbindung zum Hbf besteht ... wenig bis kein Bedarf.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 18:38:14
Um Sellerhausen und Schönefeld wieder vernünftig an das S-Bahn Netz anzubinden und um eine schnelle Ausweichverbindung zum Hbf. zu haben. Ich bin sehr erstaunt, wie hier immer wieder das Fahtgastpotenzial aus den beiden genannten Stadtteilen unterschätzt wird. Oder gibt es dort wirklich keinen Bedarf? Ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Den Bedarf gibt es nur dort, wo die Berufsplaner die Linien langgezogen haben. :-)

Ich glaube zwar nicht, dass die Verlängerung der S1zu, wie du sie im Auge hast, ein ganz großer Renner wäre, eine gewisse Nutzung wäre aber vorhanden. In etwa in der Größenordnung, wie sie auch die alte S-Bahn in diesem Abschnitt aufwies. Ob dies den Mehraufwand rechtfertigt - k.A.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 18:46:12
@ Anton

um nochmal auf deine Zahlen zurück zu kommen, die mit der Milliarde und so:

Die Zahlen kenne ich anders:

- die reinen Tunnelbauwerkskosten liegen aufgerundet bei 650.000.000 Euro (Rest: Netzergänzende Maßnahmen + Planungskosten)
- die offiziellen erwarteten Fahrgastzahlen habe ich vom Besteller ZVNL, deren Chef postulierte 60.000 am Tag
- bei deinen 50 Jahren wären das: 60.000 Fg. x 365 Tage x 50 Jahre = 1.095.000.000 Fahrgäste und 650.000.000 geteilt durch diese Zahl sind 0,59 Euro, also rund 60 Cent.
- ich würde 100 Jahre ansetzen, denn ganz gleich ob Abschreibung oder nicht, das Bauwerk als solches wird so lange seinen Nutzen ausspielen müssen. Dann kommen 30 Cent heraus
- Da der ZVNL wie an anderen Stellen diskutiert, sehr pessimistisch rechnete, kannst du diesen Wert nochmals deutlich verkleinern. Bei nur 100.000 Fg/Tag kommen schon weniger als 20 Cent heraus.
- im Übrigen ist diese Art zu rechnen unvollständig, denn es zählt die volkswirtschaftliche Betrachtung und nicht die betriebswirtschaftliche.

Gruß
der Radler

1) Die 60 Tausend beziehen sich mit Sicherheit auf den Werktag. (Oder?) Das sind auch die Angaben, die in dem durch mich verlinkten Artikel erwähnt sind. Das ist dann mal 300 zu nehmen und führt aufgerundet zu etwa 20 Millionen im Jahr, was ich auch für den realistischen Fall halte. Allerdings bezieht sich das auf das Gesamtsystem und nicht nur auf den Tunnel.

2) Man kann es nicht zurechtbiegen wie man will, der Tunnel verursacht nun mal nicht nur die Baukosten, sondern laufende Instandhaltungskosten (rein bauwerkbezogen) und nicht später als in 100 Jahren nochmals massive Sanierungskosten. Die kann man auch nicht unter den Tisch kehren, also muss man schon einen Refinanzierungszeitraum einsetzen, der das berücksichtigt.

3) In dem verlinkten Gutachten der Rechnungshofes ist dann weiter unten ausgeführt, dass die Kosten für die netzergänzenden Maßnahmen auf 98 Millionen steigen, man sie aber durch eine andere Aufteilung zwischen GV und CTL auf 77 Millionen drücken will. Der Rest ist in jedem Fall dem Tunnel zuzurechnen. Oder sind die Planungskosten etwa nicht dadurch verursacht?

4) Diese Art zu rechnen ist schon deshalb unvolsltändig, weil sie jede verzinsung vernachlässigt (die jetzt auch noch zu berechnen, habe ich keine Lust). Der volkswirtschaftliche Nutzen ist davon in jedem Fall zu unterscheiden, aber auch da wird auf Heller und Pfennig (oder Cent) und nicht in abstrakten "Nutzen" gerechnet. Sprich, die Zeitersparnis, die ersparten Umweltfolgekosten etc. werden ebenso ins Geld umgerechnet. Ob dadurch sich jetzt alles radikal verändert, bezweifele ich. Wir erinnern uns doch beide, dass die NKU nach ihrer Korrektur sehr knapp ausfiel und auch dort Prämissen (etwa der Fernverkehr, höhere Einwohnerzahlen in Grünau und vor allem geringere Baukosten) im Raum standen, die aus heutiger Sicht nicht  zutreffen. Allein durch die Erhöhung der Baukosten wird  sich der Kosten-Nutzen-Faktor auf unter 1 gedrückt haben. Das ist einfache Mathematik. Wenn n/k = 1,1 , dann ist n/2k = 0,65. Selbst wenn n/k = 1,9 ist n/2k = 0,95. Und über 2 war der NKF nur in ganz frühen und ganz phantasievollen Berechnungen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 03.01.2014, 18:50:03
Wir hatten vor ein paar Jahren eine ausgiebige Diskussion dazu im Hauptthread zum CTL.

Schrieb ich doch schon. Warum fängst Du eigentlich dieselbe Diskussion wieder an?? Jetzt, wo der Tunnel fertig ist, werden wir ihn nicht wieder zuschütten.

Anton durch Alex ersetzen, dann weißt du, was gemeint ist.

@alexejd wurde damals (März 2012) schon einen Monat nach seiner Anmeldung wieder gesperrt, warum eigentlich??

Will es nicht wieder von vorn aufrollen.

Und warum tust Du's dann??

Oder gibt es dort wirklich keinen Bedarf?

Wenn ich die Nutzerzahlen in Anger-Crottendorf, Sellerhausen und L-Ost Mitte der 90er (also noch vor dem Niedergang der alten S1 durch deren Aufteilung in Ost- und Westring) denke, nicht wirklich.

eine gewisse Nutzung wäre aber vorhanden. In etwa in der Größenordnung, wie sie auch die alte S-Bahn in diesem Abschnitt aufwies. Ob dies den Mehraufwand rechtfertigt - k.A.

Na, wenn Du die Verbindung nicht schönrechnen kannst, dann hat's wohl wirklich keinen Sinn...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 03.01.2014, 18:53:49
Und für eine schnellere Verbindung zum Hbf besteht ... wenig bis kein Bedarf.
Es gibt ja aber auch noch die andere Richtung. Der /BL.070 platzt mittlerweile in der HVZ aus allen Nähten und hat permanent Verspätung, vor allem aus Richtung Connewitz. Es war schon um die Jahrtausendwende ein großer Fehler, die Linie 22 einzustellen. Gerade in Zeiten von Energiewende und Feinstaub-Gejammer sollte einem elektrisch betriebenen Verkehrsmittel auf jeden Fall der Vorzug gegeben werden. Welches Fahrgastpotential gedenkt man eigentlich mit dem neu angelegten Haltepunkt Leipzig-Nord (Theresienstraße) abzugreifen? Dort dürfte das Fahrgastaufkommen auch nicht viel höher als am ehemaligen Haltepunkt Leipzig-Ost sein.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 03.01.2014, 19:16:16
Du kannst dir gewiss sein: Entweder es wird einen Rad- und Wanderweg über das Viadukt geben oder es wird das Viadukt nicht mehr geben.
Letzteres dürfte - hoffentlich - keine Option sein, steht immerhin unter Denkmalschutz.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 19:31:25
Thomas, ich danke dir, dass du auf das Wesentliche kommst: Alles wird die  /S-Bahn nie abdecken können. Und du bringst uns im ganzen Tunnel-Hype in Erinnerung, dass es auch noch die LVB gibt.  ;) (Und auch die  /SL.001  /SL.003  /SL.008  /SL.007 ...  /BL.070)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 19:33:34
Leipzig hatte schon ein nahezu ideales Eisenbahnsystem mit einem Schwachpunkt. Es war ideal, weil eine bessere Lage für einen Kopfbahnhof als 400-500 Meter vom geografischen Mittelpunkt der City nicht auffindbar ist. Die Tunnelapologeten haben das schlecht geredet, aber wenn man es nüchtern betrachtet, waren die Umsteigeverhältnisse ebenso ideal. Die Wegstrecke von der Halteposition der S-Bahn im Tunnelbahnhof ist praktsch die selbe, der zu überwindende Höhenunetrschied ist größer geworden. Der einzige Nachteil der früheren Verhältnisse war die zu überwindende Ampel.

Aha. Pipi Langstrumpf. Du malst Dir echt die Welt, wie Sie Dir gefällt.

1. Leipzig hatte kein ideales Verkehrskonzept. Ein Kopfbahnhof ist und bleibt ein betriebliches Hindernis. Der heutige Trend zu Triebwagen hebt diesen Nachteil erst auf - fördert aber andere zu Tage.

2. Ein Durchfahren von Ost nach West und umgekehrt ist nicht möglich. Eine Beschleunigung des SPNV war bisher nur unter Auslassung des Hbf. möglich. Kein toller Plan.

Zu deinen Zeiten wegen Umsteigens komme ich später noch mal zurück...


Nun gab es einen Schwachpunkt, das war die Einbindung der Südstrecken nach Borna und Altenburg mit einem Umweg von ca. 4 km und einem zeitlichen Mehrbedarf von ca. 6 Minuten. Die Frage ist doch (eine sachliche Frage und kein Grund dem Gegenüber Genozidabsichten zu unetrstellen), ob die Überwindung dieses Schwachpunktes - insbesondere unter Inkaufnahme von Nachteilen für die Oststrecke und für die Umsteigeverhältnisse im Hbf zum Fernverkehr - diese Investition rechtfertigt. Meine Meinung ist: ein klares nein.

Sorry, die Oststrecke war aber nie gut besucht. Das Angebot der LVB ist hier deutlich besser und näher am "Kunden".
Das ständige Zitieren der achso schlechten Umsteigebziehung zum Fernverkehr ist einfach lachhaft. Wer Umsteigezeiten von weniger als 5 Minuten zum Umstieg in den Fernverkehr plant, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.


Mit demselben Geld hätte das bestehende System aufgewertet werden können und auf allen Strecken - außer in den Süden - hätten auch ohne den Tunnel erhebliche Fahrgaststeigerungen erzielt werden können.

Ich glaube nicht, dass man mehr Fahrgäste damit erzielen lassen könnte. Die miserablen Umsteigebeziehungen am Hbf wären ja genauso geblieben. Eher wäre es zu einer weitere Überlastung der Haltestelle auf dem Willy-Brandt-Platz gekommen.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 19:51:50
Bequemlichkeitsfaktor, mehr aber auch nicht. Denn in den 4-5 Minuten Umsteigezeit am HbF von der LVB plus 1 Min. Fahrzeit plus 2-3 Minuten Zeit zum Verlassen der Station Markt ist man zu Fuß längst - und gesünder - am Markt.

Und? Man kann auch von Engelsdorf zum Hbf. wandern! Mit  /S-Bahn,  /TRAM oder  /BUS fahren ist ja nur ein Ding der Bequemlichkeit  >:(


Die mantraartige Aufzählung der theoretischen Vorteile ändert nichts an der Tatsache, dass die Vorteile:

a) in ihrer volkswirtschaftlichen Relevanz einzeln und in der Summe gering sind;
b) in ihrer Gesamtheit bei den optmistischsten der realistischen Nuntzungsprognisen die Kosten nicht rechtfertigen und
c) ihnen eben auch Nachteile entgegenstehen, die die Kosten-Nutzen-Bilanz nochmals verschlechtern.

Und diese Rechnungen hat man damals alle gemacht. Planfeststellungen müssen einer Gerichtsbarkeit und Nachprüfung standhalten. Die Berechnungen beruhen selbverständlich im größten Teil auf Annahmen. Die Zukunft kann schliesslich keiner vorhersehen.

Jetzt hier mantrahaft Herumheulen, ändert nichts daran.


Die Suburbanisierung ist ein großes soziales und volkswirtschaftliches Problem. Steigende Mieten und das Vorhandensein "schlimmer Gegenden" (Zählt Grünau auch dazu, dann ist das ein Vorurteil), ist auch eine Folge der Suburbanisierung. Verödende Stadtteile, leerstehende Häuser und der nichtvorhandene Antrieb, mehr städtischen Wohnraum auf den Markt zu stellen, alles eine Folge davon.

Das ist wie mit dem Ei und der Henne:

Auf dem Land gibt es nichts, also pendeln die Leute mit dem Auto in die Stadt. Dort wird es in den Straßen immer lauter, also ziehen die Leute aufs Land. Damit wieder mehr Verkehr in die Stadt. Ein Kreislauf, den man nur durch Anreize (City-Tunnel mit  /S-Bahn-System) oder Barrieren (Maut, Reduzierung Parkplätze) durchbrechen kann.

Ich kann niemand verdenken, dass auf dem Land es grüner und ruhiger ist und jeder seine eigene Parzelle. Das zu verbieten und die Leute in die Stadt zu treiben ist doch auch Blödsinn.

Die Infrastruktur auf dem Land wird sowieso in den nächsten Jahrzehnten zusammenbrechen. In einigen Dörfern in der Prärie wohnen doch nur noch Rentner. Wenn der letzte weg ist, kann das Dorf plattgemacht werden.

Eine funktionierende Anbindung ins ÖPNV-Netz kann so einen Trend verhindern!

Genau dafür wurde der CTL gebaut.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 19:58:49
Die Frage, warum unsere Altvorderen einen Tunnel perspektivisch in Betracht gezogen und Vorleistungen erbracht haben, hast du selbst beantwortet. Dies war auf ein anderes Entwicklungsszenario bezogen, Und übrigens auch auf einer anderen, Trasse, die den planerisch wichtigen Osten bevorzugt und nicht benachteiligt hätte. Zudem als Unterpflasterbahn mit entsprechend deutlich geringeren Baukosten. Und dennoch hat sich auch während der Weimarer Zeit niemand daran gemacht, es auch tatsächlich zu verwirklichen. Warum wohl...

Du reimst Dir echt paar lustige Sachen zusammen und vergisst einige Rahmenbedingungen:

1. Der Leipziger Hbf ist als Zusammenschluss von 2 Bahnverwaltungen entstanden. Es gibt den preußsichen Teil und den sächsischen Teil. Nun hatten die Sachsen aber noch einen weiteren Bahnhof in der Stadt -> Bayerischer Bahnhof. Daher sind auch die Vorleistungen im Ostteil zu finden. Ist einfach historisch bedingt und nichts mit Wertigkeit von irgendwelchen Verbindungen.

2. Die Zeit der Weimarer Republik war auch die Zeit der Wirtschaftskrisen. Es gab viel Armut und wenig Geld (bzw. war das nichts wert). Die Prirotäten lagen eindeutig woanders.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 20:06:32
Aha. Pipi Langstrumpf. Du malst Dir echt die Welt, wie Sie Dir gefällt.

1. Leipzig hatte kein ideales Verkehrskonzept. Ein Kopfbahnhof ist und bleibt ein betriebliches Hindernis. Der heutige Trend zu Triebwagen hebt diesen Nachteil erst auf - fördert aber andere zu Tage.

2. Ein Durchfahren von Ost nach West und umgekehrt ist nicht möglich. Eine Beschleunigung des SPNV war bisher nur unter Auslassung des Hbf. möglich. Kein toller Plan.

Zu deinen Zeiten wegen Umsteigens komme ich später noch mal zurück...


Sorry, die Oststrecke war aber nie gut besucht. Das Angebot der LVB ist hier deutlich besser und näher am "Kunden".
Das ständige Zitieren der achso schlechten Umsteigebziehung zum Fernverkehr ist einfach lachhaft. Wer Umsteigezeiten von weniger als 5 Minuten zum Umstieg in den Fernverkehr plant, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.


Ich glaube nicht, dass man mehr Fahrgäste damit erzielen lassen könnte. Die miserablen Umsteigebeziehungen am Hbf wären ja genauso geblieben. Eher wäre es zu einer weitere Überlastung der Haltestelle auf dem Willy-Brandt-Platz gekommen.

1. Ein Durchfahren von Ost nach West ist auch jetzt nicht möglich. Oder meinst du die Schleifenfahrt der S1? Da geht es / ging es mit Kopfmachen aber schneller...

2. Betriebliche Nachteile sind nicht gleichbedeuteutend mit Nachteilen für die Fahrgäste. Ich gestehe ja ein, dass einzelne Kundengruppen Vorteile dank der Durchbindung haben, das gilt insbesondere - nicht nur - für den Südraum. Die Frage ist nur, ob sich das lohnt. Ein extremes Gegenbeispiel zur Verdeutlichung? KBS 579 muss im Berkaer Bahnhof auch Kopf machen und erzeugt Fahrzeitverluste. Wollen wir jetzt Weimar auch einen Citytunnel spendieren?

3. Ich sag doch, ihr malt die Umsteigeverhältnisse im Hbf (oben) schwarz. Das Umsteigen zum Fernverkehr geht besser nicht. Ganz ohne Treppensteigen, wenige Meter Fußweg über den Querbahnsteig. Das ist der große Vorteil eines Kopfbahnhofs. Das Umsteigen zur LVB ist nur geringfügig besser geworden, wenn überhaupt. Es ist ja nicht so, als ob ich nie am Hbf aus ein-/aus- und umgestiegen bin.  Was da jetzt miserabel sein soll, erschließt sich mir nicht.

4. Dass die Oststrecke (ich meine die Dresdner Bahn) in Konkurrenz zur LVB stünde, ist mir neu. Auch als der "Q" noch ein vernünftiges Angebot aufwies, wird doch kaum ein Borsdorfer die lange Fahrt mit Umsteigen in Paunsdorf vorgezogen haben... "Gut besucht" oder "nicht gut besucht" wird anscheinend so gedreht, wie es einem gerade passt.

5. Die Weimarer Republik hatte auch ihre gute Zeit. Die Zeit, als das Geld nichts wert war, war spätestens 1922 vorbei. Kurz danach gab es in Berlin einen U-Bahn-Bauboom. Und die "Große Elektrisierung". Wäre es wirklich unverzichtbar gewesen, hätte man in der Zeit auch in Leipzig zu buddeln begonnen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 20:15:26
Servus Radler,

- die reinen Tunnelbauwerkskosten liegen aufgerundet bei 650.000.000 Euro (Rest: Netzergänzende Maßnahmen + Planungskosten)

Ja, sind ca. 600 Mio € für die reinen Baukosten der 8 km. In Summe also 80 Mio €/km. Das wird standardmäßig für Tunnel heute veranschlagt.

Planung sind 15% (lt. dem Gutachten waren es dann 1% mehr)

- 98 Mio € NEM (abgespeckte Version - ohne Paunsdorf, Borsdorf - Grimma), aber dafür mit ABS-Standard zwischen Gaschwitz und Bayr. Bahnhof (160 km/h)  ;D
Ursprünglich sollte nur der Billigbau kommen. Die Bahn hat in der Konkretisierung mit "Netz21" aber umgeschwenkt. Das wäre sonst eine Zuckelei geworden...

- 110 Mio € Einrichtung Bahntechnik und Anbindung ans Netz (inkl. Brücken EÜ Berliner/Rackwitzer Str.)

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 20:18:58
Servus Radler,

Ja, sind ca. 600 Mio € für die reinen Baukosten der 8 km. In Summe also 80 Mio €/km. Das wird standardmäßig für Tunnel heute veranschlagt.

Planung sind 15% (lt. dem Gutachten waren es dann 1% mehr)

- 98 Mio € NEM (abgespeckte Version - ohne Paunsdorf, Borsdorf - Grimma), aber dafür mit ABS-Standard zwischen Gaschwitz und Bayr. Bahnhof (160 km/h)  ;D
Ursprünglich sollte nur der Billigbau kommen. Die Bahn hat in der Konkretisierung mit "Netz21" aber umgeschwenkt. Das wäre sonst eine Zuckelei geworden...

- 110 Mio € Einrichtung Bahntechnik und Anbindung ans Netz (inkl. Brücken EÜ Berliner/Rackwitzer Str.)

Grüße
Sven

8 km? Wo?

Laut Gutachten des Landesrechnungshofes ist Paunsdorf in den 98 Millionen mit enthalten, siehe Aufstellung auf Seite 62 des Gutachtens.

Können 160 km/h da überhaupt ausgefahren werden bei den Stationsabständen? 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 03.01.2014, 20:34:08
Sorry, die Oststrecke war aber nie gut besucht. Das Angebot der LVB ist hier deutlich besser und näher am "Kunden".
Das ist aber ein schlechter Witz!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 03.01.2014, 20:55:03
Sorry, die Oststrecke war aber nie gut besucht. Das Angebot der LVB ist hier deutlich besser und näher am "Kunden".
Man muß bei dieser Feststellung aber fairerweise auch in Betracht ziehen, das sich die S-Bahn Haltepunkte Anger-Crottendorf, Sellerhausen und Leipzig-Ost in absolut desolaten Zustand befanden. An letzteren stand bei Regen in der Unterführung manchmal das Wasser bis zum Knöchel, welches im Winter zu einem dicken Eispanzer gefror. In Sellerhausen konnte man die Plattentektonik studieren und in Anger-Crottendorf sah es aus, als ob der Bahndamm abrutscht. Dass z.B. das Angebot der LVB in Anger-Crottendorf näher am Kunden ist wage ich zu bezweifeln. Denn dort fährt seit Stillegung der Straßenbahn nur noch eine (oder zwei?) Buslinie(n). Aber man hat wenigsten das Problem erkannt und einen neuen Haltepunkt errichtet. Von Schönefeld nach Connewitz und Markkleeberg ging es trotz 40km/h La-Stellen immer noch viel schneller als mit dem /BL.070 und anschließenden umsteigen auf die /SL.009. Aber solche Zahlenspielereien überlassen wir lieber unseren "Zentraldenkern".
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 20:58:46
1. Ein Durchfahren von Ost nach West ist auch jetzt nicht möglich. Oder meinst du die Schleifenfahrt der S1? Da geht es / ging es mit Kopfmachen aber schneller...

Ich meinte damit dein Zitat zum Thema "Leipzig hätte ein ideales Verkehrskonzept bei der Bahn". Das du nicht mehr deine eigenen Texte kennst... ::)


2. Betriebliche Nachteile sind nicht gleichbedeuteutend mit Nachteilen für die Fahrgäste. Ich gestehe ja ein, dass einzelne Kundengruppen Vorteile dank der Durchbindung haben, das gilt insbesondere - nicht nur - für den Südraum. Die Frage ist nur, ob sich das lohnt. Ein extremes Gegenbeispiel zur Verdeutlichung? KBS 579 muss im Berkaer Bahnhof auch Kopf machen und erzeugt Fahrzeitverluste. Wollen wir jetzt Weimar auch einen Citytunnel spendieren?

Jetzt vergleichen wir schon Äpfel mit Mandarinen. Dein Beispiel dient eher dazu, dass die Anbindung überhaupt an die große weite Welt besteht und nicht im nirgendwo endet. So viele Leute wollen aus Kranichfeld nicht nach Weimar...


3. Ich sag doch, ihr malt die Umsteigeverhältnisse im Hbf (oben) schwarz. Das Umsteigen zum Fernverkehr geht besser nicht. Ganz ohne Treppensteigen, wenige Meter Fußweg über den Querbahnsteig. Das ist der große Vorteil eines Kopfbahnhofs. Das Umsteigen zur LVB ist nur geringfügig besser geworden, wenn überhaupt. Es ist ja nicht so, als ob ich nie am Hbf aus ein-/aus- und umgestiegen bin.  Was da jetzt miserabel sein soll, erschließt sich mir nicht.

Warum zum Geier ständig der FERNVERKEHR? Das interessiert kein Mensch. Es geht hier um eine  /S-Bahn für den täglichen Verkehr um die Pendler vom Auto auf den ÖPNV zu bekommen. Die paar Hansel im Fernverkehr interessieren keine Bohne.


8 km? Wo?

Der komplette Bereich von EÜ Richrad-Lehmann-Str. bis Portale an der Nordrampe sind der CTL. Das sind 4,4 km. Dazu kommt noch 2,1 km zusätzlich wegen 2. Röhre + Zulaufstrecke Nord. Sind damit knapp 8 km Gleisstrecke, wofür in Summe dann die Kosten angefallen sind.


Laut Gutachten des Landesrechnungshofes ist Paunsdorf in den 98 Millionen mit enthalten, siehe Aufstellung auf Seite 62 des Gutachtens.

Ja, aber ein anderes Paunsdorf. Ganz so einfach hochrechnen geht nicht. Im ursprünglichen Plan war ja eine Kurve zum bisherigen Bahnhof geplant. Östlich sollte dann sogar noch ein Überwerfungsbauwerk für die Geithainer Strecke und die Einfädelung in den Bahnhof Engelsdorf erfolgen. So gesehen sind die Mehrungen von 2,7 Mio € ein Klacks.


Können 160 km/h da überhaupt ausgefahren werden bei den Stationsabständen?

Bei Halt an allen Bahnhöfen nicht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 03.01.2014, 21:07:14
Servus Thomas,

Dass z.B. das Angebot der LVB in Anger-Crottendorf näher am Kunden ist wage ich zu bezweifeln. Denn dort fährt seit Stillegung der Straßenbahn nur noch eine (oder zwei?) Buslinie(n).

Der Bus aus Mölkau fuhr schon immer. Bin ja damals auch fleissiger Kunde der "M" und "Z" gewesen. Die Straßenbahn habe ich nur genutzt, um an den Kulki zu kommen. Ansonsten wurde bis in die Stadt gefahren oder bis Breite Str.

Die Strassenbahn in der Zweinaundorfer Str. hätte nur gerettet werden können, wenn Mölkau mit angebunden worden wäre. Ansonsten lohnt es sich nicht. Da sind die Mittel woanders besser aufgehoben.


Aber man hat wenigsten das Problem erkannt und einen neuen Haltepunkt errichtet. Von Schönefeld nach Connewitz und Markkleeberg ging es trotz 40km/h La-Stellen immer noch viel schneller als mit dem /BL.070 und anschließenden umsteigen auf die /SL.009. Aber solche Zahlenspielereien überlassen wir lieber unseren "Zentraldenkern".

Heute würde sich ein Umstieg in Leipzig-Nord lohnen. Einfach mit der  /SL.001 oder  /BL.090 bis dorthin und dann mit der  /S-Bahn weiter.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 21:09:59

Warum zum Geier ständig der FERNVERKEHR? Das interessiert kein Mensch. Es geht hier um eine  /S-Bahn für den täglichen Verkehr um die Pendler vom Auto auf den ÖPNV zu bekommen. Die paar Hansel im Fernverkehr interessieren keine Bohne.


Das scheint eine beliebte Stilistik der Tunnelfreunde zu sein, alle Bahnkunden, die nicht ins eigene Weltbild (und vor allem nicht zur Tunnelkonzeption) passen, als "Hansel" zu bezeichnen... Eine S-Bahn hat auch ein Funktion als Zubringer zum Fernverkehr. Und wenn dieser Bundesweit rund 100 Millionen Fahrgäste im Jahr hat, dann dürften auf Leipzig auch so 3-4 Millionen entfallen, zum erheblichen Teil aus der Region. Irgendwo zwischen 5 und 10 % der Fahrgäste der MDSB werden Fernreisende ausmachen. Mit dieser Attitüde, Hanseln hier, Hanseln dort, hat man demnächst nur noch Kunden aus Borna. In diesem Sinne: Viel Erfolg!


Der komplette Bereich von EÜ Richrad-Lehmann-Str. bis Portale an der Nordrampe sind der CTL. Das sind 4,4 km. Dazu kommt noch 2,1 km zusätzlich wegen 2. Röhre + Zulaufstrecke Nord. Sind damit knapp 8 km Gleisstrecke, wofür in Summe dann die Kosten angefallen sind.


Das ist dann aber nicht die Tunnelstrecke. Außerdem ist der Erfahrungswert ("Der Stadtverkehr" hatte mal eine Aufstellung zu Kosten unterirdischer Verkehsbauten), dass eine vollwertige Metrostrecke 100 Millionen pro Kilometer doppelgleisiger Tunnel-Strecke kostet. Es ist klar, dass auch Rampen nicht zum Nulltarif zu haben sind, aber um einen Vergleichswert zu haben, sollte man schon die reine Tunnelstrecke und in doppelgleisiger Zählweise rechnen. Doch dann siehts leider nicht zu hübsch aus.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 03.01.2014, 22:03:47
Können wir bitte, statt weiter über den überteuerten und sinnlosen Tunnel, welcher für die meisten Fahrgäste ein absoluter Nachteil ist und deswegen kaum angenommen werden wird (also ich erlebe im Vergleich zur alten S1 vor ca. 10 Jahren, vom restlichen Regionalzugnetz nicht zu sprechen, irgendwie gerade das Gegenteil, aber was soll's) zu meckern und über seine baldige Zuschüttung zu spekulieren sowie uns rund um das Thema die Köpfe heißzureden (ich gebe zu, ich stimme da gerade etwas polemisch ein, aber hoffentlich zum letzten Mal in diesem Thread) bitte wieder zum S-Bahn-Netz Mitteldeutschland kommen?

Und das bedeutet aus meiner Sicht: wie ist es heute und könnte es in Zukunft aussehen, was tut sich im Netz usw. ...

Und wenn nicht, bitte ich darum, einen anderen Thread über den Unsinn des Citytunnels aufmachen und bei Bedarf einen zweiten über die Geschichte vor dem Tunnelbau ... und für das Baugeschehen und Drumherum selbst gibt es immer noch den Citytunnel-Thread.

Ich danke im Voraus!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 22:21:08
GK: Du willst doch nicht etwa zurück zum Thema des Threads? Ich bin mir nicht sicher, ob wir das bei Anton durchbekommen werden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 03.01.2014, 22:47:39
Ich bin doch schon ganz ruhig. Und eigentlich waren wir beim Thema weiterer Ausbau.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 03.01.2014, 23:10:32
DU warst beim Thema Ausbau. Der S11 zum Bsp. Hier wäre jetzt das Thema "S-Bahn Mitteldeutschland" in seiner jetzt-Form. Und das sage ich deshalb so bestimmend, weil ich das Thema so aufgemacht habe. Wenn du über irgendwelchen Ausbau schwadronieren willst, dann bleibt dir unbenommen, einen extra Thread aufzumachen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 04.01.2014, 00:06:05
Weiß nicht, was Euer Problem mit Anton75's Beiträgen ist. Lest sie halt oder auch nicht.

Gehören die Gedanken des Ausbaus nicht zur "Zukunft", die im Beitrag #487 Erwähnung findet? Oder hört die Zukunft mit dem MDSB II auf?

Gebt lieber zu, dass Anton (einige von) Euch ledlglich nervt. Hofft gar nicht erst, dass er ausfällig wird und dann gesperrt wird; eine solche stille Hoffnung würde von schlechtem Sportsgeist zeugen.

Und ich ergänze, dass hier gerade mustergültig eine Gruppendynamik in der virtuellen Realität(!) stattfindet, wie sie ansonsten in realen Arbeitsgruppen, die womöglich sogar zu einer Entscheidung kommen müssen, durchlebt wird. Es geht uns hier doch um nichts Lebensbestimmendes, auch morgen können wir alle ein Brötchen kaufen gehen, unbeeinflusst von der Diskussion hier.

Man kann nun sehr schön sehen, wie ausformulierte und mit Daten unterfütterte Sachargumente - ob nun falsch oder richtig - irgendwann pauschal verunglimpft werden, womit also eine soziale Dynamik überhand nimmt.

So läufts in der rauhen Wirklichkeit. Ich kann mir vorstellen, dass einige echt Involvierte (wie MD612 oder Radler) davon ganze Oratorien singen können.

Echt erstaunlich, dass nun versucht wird, hier im Forum eine Art Lufthoheit zu erobern.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Die_Fledermaus am 04.01.2014, 00:07:11
Hallo.

Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum die  /S-Bahn 1 im Osten so viel Potenzial links liegen lässt. Ich mein von Anger Crottendorf bis zum PC durchfahren zu lassen ist ja schon heftig. Wie schon von anderen Forumsmitglieder beschrieben, finde ich das da mindestens 3 Haltepunkte  fehlen:

Stünz, an der Geithainer Str. (Ist da überhaupt etwas geplant in der Richtung)

Paunsdorf, ist ja schon in Planung... Wird der denn gleich gebaut wenn der Rangierbf in Halle fertig ist?

Althen, mit Zugang von der Friedrich-List-Str (war da ein Bahnübergang?)
Mit ein Mittelbahnsteig und ein Außenbahnsteig müsste das doch passen. Oder täusche ich mich da
 wieso hat man denn in den Gewerbegebiet alles mit Solaranlagen zugepflastert? Manches muss man echt nicht verstehen...

Das die Bahnsteige im HBF leerer geworden sind, ist mir schon am Montag, gleich nach der Eröffnung aufgefallen. Ist schon der Hammer was da jetzt da oben fehlt.
Hier wurde ja geschrieben dass einige  /S-Bahn oben ankommen (Außerplanmäßig versteht sich...) Auf welchen Gleisen kommen die denn so an?
Wo ich das gelesen habe (und am ersten Betriebstag so sah) stellte ich mir schon die Frage Warum man nicht  1 2 Gleise oberirdisch bis zum Attrium rangeführt hat und dort ein Bahnsteig erschaffen hat... Wie seht ihr das? oder denkt ihr dass das die vorhanden Gleise nach den Umbau auffangen können.
Ist denn was in Planung in Sachen Modernisierung mit den Gleisen 16-22?

Es wäre vielleicht wirklich möglich eine  /S-Bahn vom HBF-Hoch - Lpz-Ost - Sellerhausen- Paunsdorf  über Borsdorf nach Grimma zu führen. Aber wie bindet man denn Döbeln an? eine Elektrifizierung bis Döbeln?
In Borsdorf könnte man ja ein Zusammentreffen planen. Also im Blockabstand zwischen Paunsdorf und Borsdorf fahren.
(und Anton hätte seine S11, Mit umstieg aber egal... Duck und weg)

Die Betriebsführung in Wurzen ist ja auch interessant: Ankunft der  /S-Bahn auf  Gleis 3, Betriebsfahrt in hinteren Teil des Bf's, Umsetzen auf den Hausbahnsteig und Abfahrt. Die  KiN steigen teilweise in Wurzen West aus und gehen rüber. Ist das wirklich gängige Praxis?

Auf jeden Fall wünsch ich der  /S-Bahn -Bahn viel Erfolg.

Die_Fledermaus.
 
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 04.01.2014, 01:09:34

Hier wurde ja geschrieben dass einige  /S-Bahn oben ankommen (Außerplanmäßig versteht sich...) Auf welchen Gleisen kommen die denn so an?


Gleis 10a, zumindest die Kehrfahrten die ich mitbekommen habe.

Ich frage mich ohnehin, was mit dem Atrium in Zukunft wird. Die alten Gleise 1 bis 3 scheinen  ja zum Parkplatz der Bundespolizei dauerhaft zu werden...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 04.01.2014, 01:58:31
Auf den Tischen in den Hamstern sind neben den bestehenden Linien (grün) auch weitere Linien (grau) schon eingezeichnet:

- Halle/Leipzig - Bitterfeld - Dessau/Wittenberg (MDSB II)
- die Strecke nach Hof (Saale) (erweiterte S5X)
- und der Abschnitt Gößnitz - Glauchau.

Weiß jemand, was es mit dem letzten Punkt auf sich hat? Ist das außer mir sonst noch jemandem aufgefallen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: täglich_Linie_4 am 04.01.2014, 05:43:17
Auf den Tischen in den Hamstern sind neben den bestehenden Linien (grün) auch weitere Linien (grau) schon eingezeichnet:
- und der Abschnitt Gößnitz - Glauchau.

Weiß jemand, was es mit dem letzten Punkt auf sich hat? Ist das außer mir sonst noch jemandem aufgefallen?

In ferner Zukunft in Etwa so:
S5X zur geraden Stunde: Leipzig-Werdau-Hof/Zwickau
S5X zur ungeraden Stunde: Leipzig-Gößnitz-Glauchau(evtl sogar Chemnitz)/Zwickau
oder in etwa so

S5 zur geraden Stunde: Altenburg-Glauchau(-Chemnitz)
S5X zur geraden Stunde: Zwickau
S5 zur ungeraden Stunde: Altenburg-Zwickau
S5X zur ungeraden Stunde: Zwickau/Hof

wäre zumindest eine nette Idee so wie es mir gerade auffällt. In Gößnitz kann man auch schon heute trennen und zusammenfügen ohne Umrüstung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 04.01.2014, 07:49:27
Linie 4: Mach mir keine Angst! Ne S5 bzw. S5X zugunsten von Glauchau (schon wieder) nach Zwickau reduzieren? Hoffentlich nicht!

Von mir aus kann die S5 ABG - Flughafen auf Glauchau - ABG - Flughafen - Halle erweitert werden. Mehr aber auch nicht. So viel Bedarf ist aus Richtung Glauchau gar nicht da. Diese  /S-Bahn wäre aber günstig, aus Richtung Hohenstein-Ernstthal und "Großraum Glauchau" an das MDSB anzubinden.

Aber den Unsinn, die RB statt nach Zwickau nach Glauchau zu leiten ist hoffentlich Geschichte!

Bin übrigens gespannt, wann die LVB das MDSB-Netz in ihren Fahrzeugen von grau auf schwarz umrüstet.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 04.01.2014, 10:37:53
Ja, aber ein anderes Paunsdorf. Ganz so einfach hochrechnen geht nicht. Im ursprünglichen Plan war ja eine Kurve zum bisherigen Bahnhof geplant. Östlich sollte dann sogar noch ein Überwerfungsbauwerk für die Geithainer Strecke und die Einfädelung in den Bahnhof Engelsdorf erfolgen.
Ist dieses Projekt eigentlich komplett vom Tisch oder nur aufgeschoben? Das wäre auch aus meiner Sicht die optimale Anbindung von Paunsdorf an das S-Bahn-Netz.

Die Strassenbahn in der Zweinaundorfer Str. hätte nur gerettet werden können, wenn Mölkau mit angebunden worden wäre. Ansonsten lohnt es sich nicht. Da sind die Mittel woanders besser aufgehoben.
Wann wurde die Straßenbahn in der Zweinaundorfer Straße eigentlich stillgelegt? Zusammen mit der Linie 22 bei der "Netzreform" oder schon vorher? Ich kann mich nur noch an die Linie 29 erinnern, welche in Anger-Crottendorf endete.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 04.01.2014, 10:47:35
Das scheint eine beliebte Stilistik der Tunnelfreunde zu sein, alle Bahnkunden, die nicht ins eigene Weltbild (und vor allem nicht zur Tunnelkonzeption) passen, als "Hansel" zu bezeichnen... Eine S-Bahn hat auch ein Funktion als Zubringer zum Fernverkehr. Und wenn dieser Bundesweit rund 100 Millionen Fahrgäste im Jahr hat, dann dürften auf Leipzig auch so 3-4 Millionen entfallen, zum erheblichen Teil aus der Region. Irgendwo zwischen 5 und 10 % der Fahrgäste der MDSB werden Fernreisende ausmachen. Mit dieser Attitüde, Hanseln hier, Hanseln dort, hat man demnächst nur noch Kunden aus Borna. In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Weil es nun mal so ist. Das  /S-Bahn ,  /TRAM und  /BUS auch Zubringer für den Fernverkehr sind, stellt doch niemand in Frage. Was du ständig negierst ist die untergeordnete Funktion dieses Fernverkehrs.

Fernverkehr: 130 - 135 Mio Fahrgäste bundesweit im Jahr sind 360.000 Fahrgäste am Tag.

Diese Anzahl an Fahrgästen haben die LVB oder die Berliner S-Bahn auch...

Auf den Leipziger Ballungsraum (2 Mio Einwohner) würden 3,5 Mio jährlich bzw. 9.000 täglich entfallen. Der größte Anteil der Fahrgäste sind Leipziger bzw. Chemnitzer (die habe ich im Ballungsraum mitgezählt) und damit keine Nutzer der S-Bahn.

Wo sollen "deine" Fahrgäste für den Fernverkehr alle herkommen? In deiner Statistik sind doch 90% keine Umsteiger dorthin und interessiert es nicht, im Hbf. oben anzukommen.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 04.01.2014, 10:56:34
Ist dieses Projekt eigentlich komplett vom Tisch oder nur aufgeschoben? Das wäre auch aus meiner Sicht die optimale Anbindung von Paunsdorf an das S-Bahn-Netz.

Nur aufgeschoben bis zur Fertigstellung der ZBA Halle. Dann wird Engelsdorf der Satellit und kann reduziert werden. Das Ganze ist im Zusammenhang mit dem Netz21 der Bahn zu sehen. Viel gibt es nicht mehr darüber zu lesen, aber DB Netz verfolgt es weiterhin. Mit der Umorientierung nach Halle ist auch der Weiterbetrieb der Waldbahn gerettet.

Wann wurde die Straßenbahn in der Zweinaundorfer Straße eigentlich stillgelegt? Zusammen mit der Linie 22 bei der "Netzreform" oder schon vorher? Ich kann mich nur noch an die Linie 29 erinnern, welche in Anger-Crottendorf endete.

Habe noch mal geschaut: 29.08.1997 war Schluss

Ich kenne auch die  /SL.029 nach Schkeuditz. Aber auch die letzten Jahre vor der Wende mit der  /SL.008 bis Lausen an den Kulki :)

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 04.01.2014, 11:03:23
Aha. Pipi Langstrumpf. Du malst Dir echt die Welt, wie Sie Dir gefällt.

Und eigentlich waren wir beim Thema weiterer Ausbau.

Ich habe in den letzten Jahren das aus meiner Sicht "ideale" S-Bahn Netz für Leipzig und Umgebung, basierend auf dem alten "Herz" und mehreren Ergänzungen, mit der Eisenbahnsimulation MSTS/OpenRails entworfen. Einige Fakten: City-Tunnel, Ost-West Tunnel vom ehemaligen Eilenburger Bahnhof bis nach Plagwitz, Personenverkehr auf der Waldbahn, die weiter oben bereits erwähnte Anbindung von Paunsdorf und selbstverständlich die "Ostkurve" von Stötteritz bis zum Hbf. Der Abzweig auf die Viaduktstrecke erfolgt dabei auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Seite der (bei mir viergleisigen) Brücke über die Stötteritzer Straße in dem Bereich wo beide Gleispaare noch ein Niveau haben. Da Google-Earth leider nur alle paar Jahre aktualisiert wird mußte ich viele Details vor Ort in Augenschein nehmen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 04.01.2014, 11:04:05
Problem: Graffiti und Verspätung!
Zitat
Mit Stand vorgestern waren schon sechs Züge besprüht worden und mussten gereinigt werden, einer sogar neu lackiert. Gestern kamen dann noch mindestens drei Züge dazu.
BILD  (http://www.bild.de/regional/leipzig/city-tunnel/zuege-staendig-zu-spaet-34065646.bild.html)hat getestet.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 04.01.2014, 12:15:50
Typisch Blöd Zeitung ohne Zeitung. ::)
Erst alles Hochjubeln und dann mit wieder drauf treten.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 04.01.2014, 13:42:30
Fahrgastinformationen bei der besten Bahn aller Zeiten (Mehdorn)

Gestern in Markkleeberg-Nord:

Das FIS zeigte die Uhrzeit an. Toll. Zur geplanten Abfahrtszeit aber keine Änderung und Hinweis auf irgendetwas was nicht der Uhrzeit entspricht.

Durch Zuhilfenahme des Smartphones war über Easy.go (auch kein Hinweis) und der Bahn-App (ah, 6 Minuten Verspätung) endlich etwas zu erfahren. Die anderen Zusteiger sahen eher wie Neufahrgäste aus und haben sich darüber wohl noch nicht aufgeregt....

Am Markt trötete dann Blechelse irgendetwas von Zügen die nicht da waren oder noch kommen sollten.

Irgendwie habe ich den Eindruck, Informationen für den Fahrgst sind Mangelware.

Die LCD-Anzeiger sind der nächste Witz  ;D

Kann man die Mitarbeiter der MDSB nicht mal nach München schicken? Die kriegen es zwar nicht immer hin, aber doch recht häufig...

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 04.01.2014, 14:02:23
Ist dieses Projekt eigentlich komplett vom Tisch oder nur aufgeschoben? Das wäre auch aus meiner Sicht die optimale Anbindung von Paunsdorf an das S-Bahn-Netz.
Falls Du die Neubaukurve und einen  /S-Bahn Haltepunkt unmittelbar am jetzigen Haltepunkt Paunsdorf meinst, ja, das ist vom Tisch. Es wäre zum einen sehr teuer geworden. Zum anderen wäre eine niveaufreie Kreuzung mit der Geithainer Strecke kaum möglich und eine niveaugleiche Kreuzung zieht wieder eine Menge betriebliche Probleme nach sich. Geplant sind nun zwei Bahnsteigkanten auf dem Westberg in Höhe Hp Paunsdorf, also dort, wo die S-Bahn jetzt ohne Halt durchfährt. Das aber erst, wenn Engelsdorf kein Rangierbahnhof mehr ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 04.01.2014, 14:20:54
In ferner Zukunft in Etwa so:
S5X zur geraden Stunde: Leipzig-Werdau-Hof/Zwickau
S5X zur ungeraden Stunde: Leipzig-Gößnitz-Glauchau(evtl sogar Chemnitz)/Zwickau
oder in etwa so

S5 zur geraden Stunde: Altenburg-Glauchau(-Chemnitz)
S5X zur geraden Stunde: Zwickau
S5 zur ungeraden Stunde: Altenburg-Zwickau
S5X zur ungeraden Stunde: Zwickau/Hof

wäre zumindest eine nette Idee so wie es mir gerade auffällt. In Gößnitz kann man auch schon heute trennen und zusammenfügen ohne Umrüstung.

War nicht vom Flügeln die Rede?



Auf den Leipziger Ballungsraum (2 Mio Einwohner) würden 3,5 Mio jährlich bzw. 9.000 täglich entfallen. Der größte Anteil der Fahrgäste sind Leipziger bzw. Chemnitzer (die habe ich im Ballungsraum mitgezählt) und damit keine Nutzer der S-Bahn.


An der Stelle Vorsicht, bevor man die Gefühle der Hallenser beleidigt, indem man Halle zu einem Vorort von Leipzig deklariert.

Das MDV-Gebiet ist NICHT der Ballungsraum von Leipzig. Erstens, gibt es im Unterschied zu klassischen Agglomerationen mit Leipzig und Halle 2 Zentren. Zweitens, handelt es sich zum großen Teil um nur locker verbundene Gebiete mit ausgeprägtem Eigenleben und mäßigen Pendelbeziehungen zu den Zentren. Die Grenze der Leipziger Agglomeration im klassischen Sinne verläuft in etwa auf der Linie Bitterfeld - Eilenburg - Wurzen - Grimma - Borna - Lützen - Schkeuditz - Landsberg - Bitterfeld.

Ansonsten ging es um die Umsteigeverhältnisse im Leipziger Hauptbahnhof. Und hier ist die deklarierte Verbesserung eben keinesfalls eindeutig. Als Beispiel habe ich die Umsteiger zum Fernverkehr angeführt. Dass das jetzt nicht die größte Kundengruppe ist, geschenkt, das unter den Tisch zu kehren, geht aber auch nicht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 04.01.2014, 14:29:23
War nicht vom Flügeln die Rede?

Die  /S-Bahn 5X wird ja zum nächsten Fahrplanwechsel in Werdau geflügelt. Daran dürfte sich nix ändern, sofern bis dahin die technischen Anf0rderungen an die Stellwerkstechnik erfüllt sind.
Aber, ohne es zu wissen, könnte ich mit vorstellen, dass die 2stündige  /S-Bahn 5 später mal in Gößnitz geflügelt wird und dann ein Teil nach Zwickau und einer nach Glauchau fährt. An eine Verlängerung der heute in Altenburg endenden Züge nach Glauchau glaube ich eher nicht.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 15:00:20
Stünz, an der Geithainer Str. (Ist da überhaupt etwas geplant in der Richtung)

Meines Wissens war da nie etwas geplant. Schade eigentlich, ein Hp Stünz dürfte m.E. mindestens das gleiche Potenzial wie Anger-Crottendorf haben.

Althen, mit Zugang von der Friedrich-List-Str

Althen steht im Gegensatz zu Stünz zumindest als zu beobachtender Bedarf im Nahverkehrsplan des ZVNL. Allerdings erfordert ein Haltepunkt dort neben zwei Bahnsteigkanten auch einen Tunnel oder eine Brücke, um die Bahnsteige zu erreichen.

Gruß Peter

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 04.01.2014, 15:20:57
Althen steht im Gegensatz zu Stünz zumindest als zu beobachtender Bedarf im Nahverkehrsplan des ZVNL. Allerdings erfordert ein Haltepunkt dort neben zwei Bahnsteigkanten auch einen Tunnel oder eine Brücke, um die Bahnsteige zu erreichen.

Und ne Gleisverschwenkung. Irgendwo muss ja der Bahnsteig auch hin.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Die_Fledermaus am 04.01.2014, 15:56:31
Und ne Gleisverschwenkung. Irgendwo muss ja der Bahnsteig auch hin.

Denkst du? Aber da ist doch ein Abstand dazwischen... Wieviele Meter mögen das sein? und 2 Außenbahnsteige? dann müssten die Haltenden Bahnen aber in Engelsdorf auf das Gütergleis überschwenken... Auch nicht so toll ???
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 16:29:26
2 Außenbahnsteige? dann müssten die Haltenden Bahnen aber in Engelsdorf auf das Gütergleis überschwenken

Je ein Außenbahnsteig an den beiden Gleisen der Hauptstrecke. Auch wenn der Bahnsteig Richtung Borsorf in Insellage zwischen dem Hauptstreckengleis und dem dritten Gleis liegt, wäre es ein Außenbahnsteig. Ein Inselbahnsteig hat immer zwei Kanten, in diesem Falle wäre es noch eine nicht notwendige zum dritten Gleis hin.

Ich meine auch, zwischen Streckengleis Richtung Borsdorf und dritten Gleis wäre genug Platz für einen Außenbahnsteig in der Breite wie in Engelsdorf.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 04.01.2014, 16:34:20
An der Stelle Vorsicht, bevor man die Gefühle der Hallenser beleidigt, indem man Halle zu einem Vorort von Leipzig deklariert.

Das MDV-Gebiet ist NICHT der Ballungsraum von Leipzig. Erstens, gibt es im Unterschied zu klassischen Agglomerationen mit Leipzig und Halle 2 Zentren. Zweitens, handelt es sich zum großen Teil um nur locker verbundene Gebiete mit ausgeprägtem Eigenleben und mäßigen Pendelbeziehungen zu den Zentren. Die Grenze der Leipziger Agglomeration im klassischen Sinne verläuft in etwa auf der Linie Bitterfeld - Eilenburg - Wurzen - Grimma - Borna - Lützen - Schkeuditz - Landsberg - Bitterfeld.

Es ist erstaunlich, was Du Dir hier wieder zusammenreimst. Erst werden von Dir Zahlen ohne Grundlage in den Raum geworfen. Werden diese dann widerlegt, fängt man grundlos die nächste Diskussion an, ohne auf den eigentlichen Ursprung zurückzukommen.

Die Hallenser habe ich nirgendwo erwähnt und auch nicht einbezogen. Warum auch, die haben Ihren eigenen Anschluss an die große Welt. Darum ging es in deiner Aufstellung nämlich. Die"vielen" Umsteiger aus der Region...

Das auch für die Chemnitzer der Umstieg in Leipzig sich lohnen kann, sollte wohl aufgehen.


Ansonsten ging es um die Umsteigeverhältnisse im Leipziger Hauptbahnhof. Und hier ist die deklarierte Verbesserung eben keinesfalls eindeutig. Als Beispiel habe ich die Umsteiger zum Fernverkehr angeführt. Dass das jetzt nicht die größte Kundengruppe ist, geschenkt, das unter den Tisch zu kehren, geht aber auch nicht.

Ständig darauf herumzureiten aber auch nicht  >:(
Von verbesserten Umsteigebziehungen war immer in Hinblick auf LVB und S-Bahn gesprochen worden. Das ist nun der Fall.

Punkt und E.O.D.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 04.01.2014, 17:08:28
Schade eigentlich, ein Hp Stünz dürfte m.E. mindestens das gleiche Potenzial wie Anger-Crottendorf haben.
Ein Haltepunkt Stünz an der Brücke über die Geithainer Straße wäre vor allem auch ein guter Ersatz für den weggefallenen Haltepunkt Sellerhausen. Er läge mitten im Wohngebiet und ist nicht weit vom ehemaligen Haltepunkt entfernt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 17:38:58
Ein Haltepunkt Stünz an der Brücke über die Geithainer Straße wäre vor allem auch ein guter Ersatz für den weggefallenen Haltepunkt Sellerhausen.

Cunnersdorfer Straße, die Geithainer Straße fängt erst weiter hinten an der Julius-Krause-Straße an.
*Krümelkackmodusaus* ;)

Wichtig wäre aber noch ein zweiter Abgang an der Zweenfurther Straße, was insofern machbar wäre, da die Bahnsteige zweckmäßigerweise im geraden Gleisabschnitt südlich der Cunnersdorfer Straße gebaut werden müssten. Nördlich davon beginnt schon der Weichenbereich zum Engesldorfer Rangierbahnhof.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 04.01.2014, 17:56:27
Es ist erstaunlich, was Du Dir hier wieder zusammenreimst. Erst werden von Dir Zahlen ohne Grundlage in den Raum geworfen. Werden diese dann widerlegt, fängt man grundlos die nächste Diskussion an, ohne auf den eigentlichen Ursprung zurückzukommen.

Die Hallenser habe ich nirgendwo erwähnt und auch nicht einbezogen. Warum auch, die haben Ihren eigenen Anschluss an die große Welt. Darum ging es in deiner Aufstellung nämlich. Die"vielen" Umsteiger aus der Region...

Das auch für die Chemnitzer der Umstieg in Leipzig sich lohnen kann, sollte wohl aufgehen.


Dann passt die Zahl 2 Mio. auch nicht, denn der ICE-Knoten Leipzig hat einen weitaus größeren Einzugsbereich. Der reicht von Cottbus und Hoyerswerda über Riesa und Döbeln nach Chemnitz und für bestimmte Verbindungen Gera. Allein die alten Bezirke Leipzig und Chemnitz ergeben 2,5 Millionen. Solltest halt auf die Begriffe achten. Du hast nun mal von Ballungsraum gesprochen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Die_Fledermaus am 04.01.2014, 18:11:00
Cunnersdorfer Straße, die Geithainer Straße fängt erst weiter hinten an der Julius-Krause-Straße an.
*Krümelkackmodusaus* ;)

Ich war mir da nicht so sicher aber danke für die Info.  :)

Wichtig wäre aber noch ein zweiter Abgang an der Zweenfurther Straße, was insofern machbar wäre, da die Bahnsteige zweckmäßigerweise im geraden Gleisabschnitt südlich der Cunnersdorfer Straße gebaut werden müssten. Nördlich davon beginnt schon der Weichenbereich zum Engesldorfer Rangierbahnhof.

Den Bereich Cunnersdorfer Str. und Zweenfurther Str. meinte ich auch. Aber reicht denn hier der Abstand zwischen den 2 mittleren Gleisen aus? Da hab ich nicht so aufgepasst bei meiner  /S-Bahn 1-Tour...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 18:49:35
Aber reicht denn hier der Abstand zwischen den 2 mittleren Gleisen aus?

Ein drei Meter breiter Bahnsteig wie in Engelsdorf dürfte dort auch passen. Nur für einen Fahrstuhl neben einer Treppe am Abgang wird's wohl eng...

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 04.01.2014, 18:51:12
Aber reicht denn hier der Abstand zwischen den 2 mittleren Gleisen aus?
Wenn man Bahnsteig 2 in Engelsdorf als Referenz für eine Mindestbahnsteigbreite nimmt, reicht der Platz nach Luftbildvergleich nicht. Eventuell könnten die Gleise, ggf. unter Zuhilfenahme von Spundwänden, ein wenig verschwenkt werden. Andererseits sind es von der Brücke Cunnersdorfer Straße bis zur ersten Weiche von Engelsdorf laut RailNav etwa 150 Meter. Sollte also für den 140 m- Standardbahnsteig ausreichen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 04.01.2014, 19:33:21
Meines Wissens war da nie etwas geplant. Schade eigentlich, ein Hp Stünz dürfte m.E. mindestens das gleiche Potenzial wie Anger-Crottendorf haben.

Ich behaupte einfach mal, dass der mehr Potenzial als AC hat, da keine Konkurrenz in der Nähe ist.
Alles was östlich der Plaußiger Straße wohnt ist schon näher am  /S-Bahn Bf. dran als an der  /TRAM - Haltestelle.

Althen steht im Gegensatz zu Stünz zumindest als zu beobachtender Bedarf im Nahverkehrsplan des ZVNL. Allerdings erfordert ein Haltepunkt dort neben zwei Bahnsteigkanten auch einen Tunnel oder eine Brücke, um die Bahnsteige zu erreichen.

Wie gefällt dir denn die bereits bestehende Brücke an der Andreas-Schubert-Straße?
Platzierung eines Übergangs zum Bus nebst Haltetstelle wären schnell darstellbar.
Lt. Google Earth hätte der Bahnsteig Ri. DD ca. 2,80m Platz zur Verfügung. Müsste reichen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 19:46:29
Wie gefällt dir denn die bereits bestehende Brücke an der Andreas-Schubert-Straße?

Ginge auch.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 04.01.2014, 20:56:24
/S-Bahn von Hbf hoch nach Grimma und Döbeln: wer sagt denn, dass alle S-Bahnen zwingend elektrisch fahren müssen? Es gibt einige andere Beispiele. Insofern wäre eine Diesel-S nach Grimma (vielleicht sogar unter Reaktivierung bis Trebsen und damit zum Halbstundentakt bis Beucha überlagerte Fahrten) eine Option, für die dann auch der Osten eine entsprechende Bedienung erhielte (fehlt zwar immer noch der Hp. Volkmarsdorf, aber wenn so eine Linie gesichert wäre, sollte sich auch für den eine Finanzierung finden).

Oben endende S-Bahnen: Gleis 8a für die S3 habe ich neulich gesehen.

Atrium: ich finde richtig schade, dass man den Fussgängertunnel am Nordende der Bahnsteige nicht wieder verlängert hat.

Hp. Stünz: wenn ich mir die naheliegenden Wohngebiete so betrachte, dürfte in Stünz das Potential sogar noch größer als derzeit in Anger-Crottendorf sein, wo der Zugang absolut am Rande der Wohnbebauung ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 04.01.2014, 21:12:31
/S-Bahn von Hbf hoch nach Grimma und Döbeln: wer sagt denn, dass alle S-Bahnen zwingend elektrisch fahren müssen?

Niemand. Andererseits lässt es sich gerade in Leipzig künftig gut vermarkten, dass S-Bahnen immer durch den Tunnel fahren, RB/RE dagegen immer oben in die Halle. Wichtiger wäre eher, dass es nach Grimma und Döbeln auch weiterhin einen regelmäßigen Zugverkehr gibt, egal wie sich die Linie nennt. Am besten tagsüber bis Grimma halbstündlich, darüberhinaus nach Döbeln und Meißen stündlich.

vielleicht sogar unter Reaktivierung bis Trebsen und damit zum Halbstundentakt bis Beucha überlagerte Fahrten

Eine Flügellung in Beucha oder wie früher ein direkter Anschluss dort wäre auch eine Option.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Die_Fledermaus am 04.01.2014, 21:16:44
Wie gefällt dir denn die bereits bestehende Brücke an der Andreas-Schubert-Straße?

Mag sein aber dann ist der Fußweg zu der Südlichen Siedlungsfläche (z.B. der Bereich am Theodor-Kunz-Ring) ganz schön weit. Aber als 2. Zugang zu den Bahnsteigen ist das gut denkbar.

wer sagt denn, dass alle S-Bahnen zwingend elektrisch fahren müssen? Es gibt einige andere Beispiele.

Stimmt. Münchens Linie A. Sie war ja auch mit eingebunden. Nun wird sie elekrtifiziert.


Atrium: ich finde richtig schade, dass man den Fussgängertunnel am Nordende der Bahnsteige nicht wieder verlängert hat.

Das finde ich auch, zumal man von den auch auf das mittlere Podest hätte führen können.
und ich denke mal, so hätte man ihn auch mit Leben füllen können.
Aber jetzt ist es zu spät. :-\
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 04.01.2014, 22:05:37
Mag sein aber dann ist der Fußweg zu der Südlichen Siedlungsfläche (z.B. der Bereich am Theodor-Kunz-Ring) ganz schön weit. Aber als 2. Zugang zu den Bahnsteigen ist das gut denkbar.

Wir nutzen aus Kostengründen erstmal die vorhandene Infrastruktur und verfeineren bei entsprechender Nachfrage.
Im übrigen könnte man noch ne Bike&ride Anlage (überdacht) errichten. Dörfler haben meistens ein Fahrrad und nutzen dieses rege.

Stimmt. Münchens Linie A. Sie war ja auch mit eingebunden. Nun wird sie elekrtifiziert.

Gibt ja noch die  /S-Bahn 28 Mettmann-Düsseldorf-Kaarster See als Referenzobjekt.

Apropos Bike&Ride Anlage. Die in Engelsdorf ist ja witzig. Diese steht ja am stadtwärtigen Bahnsteig. Frühs ist das ja ganz o.k. wobei die Schlepperei runter zu schon ätzend ist. Aber nachmittags muss man vom Dresdner Bahnsteig erstmal hoch, dann wieder runter zum stadtwärtigen Gleis um dann wieder das Fahrrad hoch zu wuchten. Die Fahrstühle funktionieren lt. eigenen Beobachtungen auch nicht an allen 365 Tagen im Jahr. Noch unfreundlicher kann man so etwas nicht gestalten. :-(
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 04.01.2014, 23:19:04
Nochmal eines kleines Resumee zum Fahrzeitvergleich aus der CTL-Infobroschüre von 2006 (http://www.citytunnelleipzig.de/tl_files/userdata/downloads/infobroschur_das_neue_herz.pdf)und den was heute der IST-Zustand ist.

Strecke /  Fahrtzeit 2006 / Fahrtzeit CTL SOLL / Fahrtzeit CTL IST (lt. DB Auskunft / nur  /S-Bahn Verbindungen)

Halle-Altenburg 84min / 63min / 66min
Eilenburg - Altenburg 87min / 71min / 76min
Wurzen - Miltitzer Allee 72min / 62min / 68min
Eilenburg-Borna 79min / 64min / 64min
Halle-Gaschwitz 69min / 58min / 59min
Delitzsch-Gaschwitz 56min / 35min / 37min
Eilenburg-Gaschwitz 55min / 45min / 44min
Leipzig Hbf-Altenburg 58min / 46min / 40min
Delitzsch-Altenburg 90min / 77min / 78min

Kann sich jeder seinen eigenen Reim machen. Für mich sind die Fahrtzeiten aus der Grundlage 2006 zum Teil schwammig.
Bsp. RE Leipzig-Altenburg 2008 = 42min.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 05.01.2014, 11:29:31
Interessanter Vergleich.

Gerade die Fahrzeiten Richtung Süden müssten aber auf Jahresbasis verglichen werden. Die Strecke war von Connewitz bis Gößnitz eine Ansammlung von La-Stellen  :o

Was auch noch fehlt sind die Umsteigezeiten. Wartezeiten auf den Anschlusszug verändern ja sehr massiv mögliche Reisezeiten.

Die  /S-Bahn 2 hat natürlich den größten Sprung gemacht. Was mir auch bisher auffiel, dass hier auch aus Richtung Süden bereits eher eingestiegen wird und die Züge nicht leer durch die Röhre fahren. Ab morgen gehen die Beobachtungen weiter  ;D

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 05.01.2014, 11:36:14
Niemand. Andererseits lässt es sich gerade in Leipzig künftig gut vermarkten, dass S-Bahnen immer durch den Tunnel fahren, RB/RE dagegen immer oben in die Halle. Wichtiger wäre eher, dass es nach Grimma und Döbeln auch weiterhin einen regelmäßigen Zugverkehr gibt, egal wie sich die Linie nennt. Am besten tagsüber bis Grimma halbstündlich, darüberhinaus nach Döbeln und Meißen stündlich.

Die Vermarktung mit  /S-Bahn-Anschluss funktioniert aber besser. Die meisten Leute verbinden eben damit andere Qualitätskriterien.

Was aber ein Riesenproblem darstellt ist der geringe Verkehr hinter Grimma. Um die Strecke zu retten muss noch einiges investiert werden. Nachdem Döbeln ja nun zum VMS gehört und damit lieber die Ausrichtung nach Chemnitz forciert, sehe ich derzeit schwarz für die Strecke. Nach Meißen ist der Todesstoß erfolgt.  >:(

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 05.01.2014, 13:00:24
Die Vermarktung mit  /S-Bahn-Anschluss funktioniert aber besser. Die meisten Leute verbinden eben damit andere Qualitätskriterien.

Das Geschrei möchte ich hören, wenn Du auf die Desiros einfach nur ein  /S-Bahn draufpappst. 'Mogelpackung' wird da noch das harmloseste sein. Es hat ja schon wegen der Langläufe nach Zwickau und Hoywoi endlose Diskussionen gegeben, daß damit die Marke  /S-Bahn verwässert würde.

Zitat
Was aber ein Riesenproblem darstellt ist der geringe Verkehr hinter Grimma. Um die Strecke zu retten muss noch einiges investiert werden. Nachdem Döbeln ja nun zum VMS gehört und damit lieber die Ausrichtung nach Chemnitz forciert, sehe ich derzeit schwarz für die Strecke.

Ich finde die gefundenen Lösung mit dem Übergangstarif sehr gut. Das könnte öfter so gemacht werden. Es wurde von den Verbünden bei dessen Einführung ausdrücklich gesagt, daß dieser Tarif unbefristet gilt. Wenn ich also von Döbeln ein Ticket nach Leipzig löse, dann ist das automatisch ein MDV- Fahrschein. Insofern spielt für mich als Reisenden die Verbundzugehörigkeit des Altkreises Döbeln keine Rolle. Und die Ausschreibung für den neuen Verkehrsvertrag ab Ende 2015 erfolgte bis Döbeln Hbf. Die zwei Optionen betreffen nur den weiteren Verkehr in Richtung Meißen. Die Frage ist nun, wie sich der VMS zum Verkehr Döbeln - Nossen positioniert. Das ist ja formell noch nicht entschieden. Was willst Du jetzt eigentlich noch in die Strecke selbst investieren? Die ist bis auf ein paar Kleinigkeiten doch recht gut in Schuss. Die Frage würde sich höchstens dann stellen, wenn in Döbeln ein Taktknoten eingerichtet werden sollte. Da müsste aber eher was an der RC getan werden.

Gruß Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 05.01.2014, 14:00:59
Die Vermarktung mit  /S-Bahn-Anschluss funktioniert aber besser.

Dann sollten wir ganz schnell noch die letzten RB im Raum Leipzig zur S-Bahn erklären. Bei der MRB113 bietet sich das ja geradezu an, fährt die doch auf mehr als einem Viertel ihrer Strecke auf dem Gebiet der Stadt Leipzig...

Die meisten Leute verbinden eben damit andere Qualitätskriterien.

Welche denn?? Und welche davon träfen auf die Strecke Leipzig - Grimma und welche auf die Fortsetzung nach Döbeln (-Meißen) zu??

Was aber ein Riesenproblem darstellt ist der geringe Verkehr hinter Grimma.

Geringer Verkehr?? Du bist lange nicht nach Döbeln mitgefahren? Nicht umsonst sind da in der HVZ auch Doppeltraktionen nötig. Die Ausdünnung vormittags und am WE ist völlig am Bedarf vorbei und nur aus finanziellen Gründen vorgenommen worden. Fahr mal im Frühjahr am WE mit, da kannst Du Dich vor Ausflüglern und v.a. Fahrrädern nicht retten.

Um die Strecke zu retten muss noch einiges investiert werden.

Was denn?? Die Strecke ist in großen Teilen saniert, teilweise mit Flutgeldern. Da sind größtenteils 90-100 km/h zugelassen, mehr geht wegen der zahlreichen Kurven nicht. Einzige Schwachpunkte sind noch die Muldebrücke bei Kössern (deren Sanierung bzw. Neubau gerade begonnen wurde) und der nachfolgende Abschnitt bis Tanndorf. Hier sind teilweise noch ältere Gleise drin, aber selbst auf neuen dürften die derzeit zulässigen 70 km/h aufgrund der engen Kurven kaum gesteigert werden können.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 05.01.2014, 14:15:16
... die Muldebrücke bei Kössern (deren Sanierung bzw. Neubau gerade begonnen wurde) ...

Der ehemals geplante Neubau ist gestrichen. Es wird die bestehende Brücke saniert. Zusätzlich noch etwa 1 km anschließende Strecke in Richtung Tanndorf.

Gruß Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 05.01.2014, 15:58:16
Dann sollten wir ganz schnell noch die letzten RB im Raum Leipzig zur S-Bahn erklären. Bei der MRB113 bietet sich das ja geradezu an, fährt die doch auf mehr als einem Viertel ihrer Strecke auf dem Gebiet der Stadt Leipzig...

So einfach geht das nicht. Einfach etwas neu etikettieren (Raider heißt jetzt Twix) ist für die meisten Fahrgäste Verarschung.

Letztendlich waren ja die Jahre mit der MRB mit den ganzen Bezeichnungen auch verwirrend.

Mit einer S-Bahn verbindet man "meist" folgendes:

- hohe Taktdichte
- hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Dichte Stationsabstände
- Einbindung in ein Nahverkehrsnetz

Das auch die  /S-Bahn Mitteldeutschland auf den Außenstrecken Etikettenschwindel betreibt ist doch wohl den meisten ÖPNV-affinen Menschen aufgefallen.

Ich bin in Berlin groß geworden und verstehe unter  /S-Bahn eben was anderes. Zu Reichsbahnzeiten waren ja auch noch weitere Strecken außerhalb des Gleichstromnetzes dazugezählt worden.

Geringer Verkehr?? Du bist lange nicht nach Döbeln mitgefahren? Nicht umsonst sind da in der HVZ auch Doppeltraktionen nötig. Die Ausdünnung vormittags und am WE ist völlig am Bedarf vorbei und nur aus finanziellen Gründen vorgenommen worden. Fahr mal im Frühjahr am WE mit, da kannst Du Dich vor Ausflüglern und v.a. Fahrrädern nicht retten.

Bin ich in der Tat lange nicht  :P
Gab für mich keine Gründe. Das mit dem Ausflugsverkehr und den vielen Fahrrädern ist aber ein seit Jahren bestehendes Problem. Die Triebwagen sind darauf einfach nicht vorbereitet. Der Aufgabenträger ebenso wenig  ???


Was denn?? Die Strecke ist in großen Teilen saniert, teilweise mit Flutgeldern. Da sind größtenteils 90-100 km/h zugelassen, mehr geht wegen der zahlreichen Kurven nicht. Einzige Schwachpunkte sind noch die Muldebrücke bei Kössern (deren Sanierung bzw. Neubau gerade begonnen wurde) und der nachfolgende Abschnitt bis Tanndorf. Hier sind teilweise noch ältere Gleise drin, aber selbst auf neuen dürften die derzeit zulässigen 70 km/h aufgrund der engen Kurven kaum gesteigert werden können.

Dann habe ich das falsch in Erinnerung und mit einer anderen Strecke verwechselt  >:(

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 05.01.2014, 16:11:13
So einfach geht das nicht. Einfach etwas neu etikettieren (Raider heißt jetzt Twix) ist für die meisten Fahrgäste Verarschung.

Eben, da sind wir uns doch einig. Nicht ich wollte die RB110 zur S-Bahn erklären, ich hatte das Thema nur aufgegriffen.

Das mit dem Ausflugsverkehr und den vielen Fahrrädern ist aber ein seit Jahren bestehendes Problem. Die Triebwagen sind darauf einfach nicht vorbereitet. Der Aufgabenträger ebenso wenig  ???

Dafür der Betreiber. Völlig eigenmächtig hat der im letzten Jahr einfach mal ein paar Doppeltraktionen am WE eingesetzt.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 05.01.2014, 16:57:51
/S-Bahn von Hbf hoch nach Grimma und Döbeln: wer sagt denn, dass alle S-Bahnen zwingend elektrisch fahren müssen? Es gibt einige andere Beispiele. Insofern wäre eine Diesel-S nach Grimma (vielleicht sogar unter Reaktivierung bis Trebsen und damit zum Halbstundentakt bis Beucha überlagerte Fahrten) eine Option, für die dann auch der Osten eine entsprechende Bedienung erhielte (fehlt zwar immer noch der Hp. Volkmarsdorf, aber wenn so eine Linie gesichert wäre, sollte sich auch für den eine Finanzierung finden).
Wann wurde eigentlich die Strecke nach Trebsen stillgelegt? Ich kann mich noch daran erinnern, dass in den späten 80ern vom Hbf. nur noch eine "Ferkeltaxe", so wie zuletzt auf der (alten) /S-Bahn 2 dorthin fuhr. Wünschenswert wäre es zumindest aus meiner Sicht, wenn in absehbarer Zeit nur noch elektrisch gefahren wird. Da in Zukunft immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, wäre dies auch ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz. Vielleicht gibt es ja hierfür irgendwann auch mal Fördermittel. Für die jetzige Verbindung nach Grimma im Stundentakt sind die Haltepunkte Paunsdorf und Sellerhausen nach Wegfall der MRB11 fast schon überdimensioniert. Wenn der Bedarf da ist, könnten sich eine dichtere Zugfolge und ein weiterer Ausbau durchaus lohnen. Obwohl in Sellerhausen ein Bahnsteig an der Chemnitzer Strecke durchaus möglich gewesen wäre, hat man dies bei der Sanierung ende der 90er nicht für nötig gehalten. Gibt es eigentlich in Paunsdorf am Chemnitzer Gleis einen Haltepunkt? Der Abbau des zweiten Streckengleises zwischen Sellerhausen und Paunsdorf dürfte sich spätestens beim geplanten Ausbau der Chemnitzer Strecke rächen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 05.01.2014, 18:04:00
So einfach geht das nicht. Einfach etwas neu etikettieren (Raider heißt jetzt Twix) ist für die meisten Fahrgäste Verarschung.

Letztendlich waren ja die Jahre mit der MRB mit den ganzen Bezeichnungen auch verwirrend.

Mit einer S-Bahn verbindet man "meist" folgendes:

- hohe Taktdichte
- hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Dichte Stationsabstände
- Einbindung in ein Nahverkehrsnetz

Das auch die  /S-Bahn Mitteldeutschland auf den Außenstrecken Etikettenschwindel betreibt ist doch wohl den meisten ÖPNV-affinen Menschen aufgefallen.

Ich bin in Berlin groß geworden und verstehe unter  /S-Bahn eben was anderes. Zu Reichsbahnzeiten waren ja auch noch weitere Strecken außerhalb des Gleichstromnetzes dazugezählt worden.


Korrekt. Hinzufügen sollte man noch das Kriterium "Elektrischer Betrieb".

Als erstes haben die Hannoveraner die Qualitätsmerkmale der S-Bahn verwässert. Bis dahin waren ein 20-Minuten-Takt, größtenteils eigene Gleise und Verkehr größtenteils im urbanen Gebiet in Westdeutschland Standard. Und auch die DR orientierte sich ursprünglich (mit der Ausnahme Dresden und Magdeburg) daran. Seit Hannover zur Expo den etwas aufgepeppelten Regionalbahnverkehr S-Bahn nannte, sind wohl alle Dämme gebrochen. Hoyerswerda mit seinem 2-Stunden-Takt ist da eine fast schon logische Konsequenz.

EDIT: Nicht korrekt jedoch, was du zu Berlins Außenstrecken sagst. Diese waren nicht als S-Bahn vermarktet worden, sondern lediglich als in den S-Bahn-Tarif einbezogen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 05.01.2014, 19:01:25
Mit einer S-Bahn verbindet man "meist" folgendes:

- hohe Taktdichte
- hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Dichte Stationsabstände
- Einbindung in ein Nahverkehrsnetz

Da ich kein gebürtiger Leipziger bin und das vorherige  /S-Bahn - Netz nicht kannte: Konnte man unter diesen Kriterien in Leipzig von einem  /S-Bahn - Netz reden?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 05.01.2014, 19:28:17
Da ich kein gebürtiger Leipziger bin und das vorherige  /S-Bahn - Netz nicht kannte: Konnte man unter diesen Kriterien in Leipzig von einem  /S-Bahn - Netz reden?

Zu DDR-Zeiten war der 20-Minuten-Takt nicht durchgängig, zwischen etwa 9 Uhr und etwa 13 Uhr gab es eine Lücke, in der die Bahnen der Linie A nur stündlich fuhren. Auf den Linien B und C gab es ohnehin keinen Taktfahrplan. Ausschlaggebend war wohl eh die Verwendung eines besonderen S-Bahn-Tarifs.

Nach der Wende gab es einige Jahr eine Zeit, in der ein sauberer 20-Minuten-Takt gefahren wurde. Zu der Zeit kam man den Qualitätskriterien einer S-Bahn wohl am nächsten.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 05.01.2014, 19:43:07
Bei der Eröffnung der Leipziger S-Bahn waren auf der "Herzlinie" die Bedingungen durchaus erfüllt. Es gab außer der Lücke zwischen 9-12 Uhr einen durchgehenden 20-Minutentakt bis in die Abendstunden hinnein. Nach der Eröffnung vom Markleeberg-Mitte, mit der schnellen Umsteigemöglichkeit, gab es für einige Verbindungen sogar einen dichteren Takt, da man wahlweise über Bahnhof oder Markleeberg fahren konnte. Die spätere Linie B nach Wurzen, war nicht durch unregelmäßige Taktabstände und eine Vermischung von unterschiedlichen Zügen gekennzeichnet, während die Linie C (Plagwitz- Grünau) wieder im Takt lief und teilweise (nach Tausch der Linienäste) sogar aller 10 Minuten bedient worden ist.

Danke MD612 für Hinweis
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 05.01.2014, 19:52:39
Bei der Eröffnung der Leipziger S-Bahn waren auf der "Herzlinie" die Bedingungen durchaus erfüllt. Es gab außer der Lücke zwischen 9-12 Uhr einen durchgehenden 20-Minutentakt bis in die Abendstunden hinnein. Nach der Eröffnung vom Markleeberg-Mitte, mit der schnellen Umsteigemöglichkeit, gab es für einige Verbindungen sogar einen dichteren Takt, da man wahlweise über Bahnhof oder Markleeberg fahren konnte. Die spätere Linie B nach Wurzen, war nicht durch unregelmäßige Taktabstände und eine Vermischung von unterschiedlichen Zügen gekennzeichnet, während die Linie C (Plagwitz- Grünau) wieder im Takt lief und teilweise (nach Tausch der Linienäste) sogar aller 10 Minuten bedient worden ist.

Mit dem Tausch der Linienäste war es dann aber die Linie A, die nach Grünau fuhr, mit Verstärkern bis ab Plagwitz. Auf dem Grünauer Abschnitt gab es übrigens ganztägig einen 20-Minuten-Takt. Die C fuhr dann nur noch Plagwitz - Gaschwitz. Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob nicht zeitweise doch eine Verknüpfung der Linie C mit den Verstärkern der Linie A bestand...

Zwischen Hbf und Gaschwitz fuhren während der Taktlücken noch durchgebundene Personenzüge bis/ab Altenburg und Geithain, wodurch ein quasi-30-Min-Takt bestand. Weiß jemand, ob die auch zum S-Bahn-Tarif nutzbar waren?

Für eine S-Bahn sind die Taktlücken meines Erachtens nicht hinnehmbar. Das Merkwürdige ist auch, dass an allen Tagen der Woche (bis auf die HVZ-Verstärker) der selbe Fahrplan galt. Sprich, man hatte auch Samstags die Taktlücken und Sonntags früh einen 20-Minuten-Takt.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 05.01.2014, 20:29:16
Die spätere Linie B nach Wurzen, war nicht durch unregelmäßige Taktabstände und eine Vermischung von unterschiedlichen Zügen gekennzeichnet.

Ich nehme an, das Wort "nicht" wolltest Du jetzt nicht schreiben. Denn nur ohne "nicht" stimmt Deine Aussage.

während die Linie C (Plagwitz- Grünau) wieder im Takt lief und teilweise (nach Tausch der Linienäste) sogar aller 10 Minuten bedient worden ist.

Im Bauzustand zwischen Plagwitz und Grünau fuhr die "C" tatsächlich im Takt, jeweils im Anschluss von und zur Linie A. Wobei jedoch die ersten Jahre nur Mo-Fr, bis mindestens Mai 1982 auch nicht am Vormittag und anfangs auch nicht am späten Abend gefahren wurde.

Ab Mai 1984 fuhr die "A" im bekannten Takt nach Grünau. Seitdem fuhr die "C" nur Plagwitz - Gaschwitz (wenige Einzelfahrten nur bis M'berg Mitte), jedoch nur in einem schwammigen Takt, wobei nur in der Hauptlastrichtung Anschluss zur "A" in Plagwitz bestand. Bezeichnend für die damalige Wertigkeit der S-Bahn gegenüber dem Güterverkehr war hier eine Taktlücke ausgerechnet nach 16:00, weil dann der Nahgüterzug 64634 von Gaschwitz nach Plagwitz gefahren werden musste...

Den 10-min-Takt im Berufsverkehr gab es ab 1984 auf der Linie A zwischen Plagwitz und Miltitzer Allee nur im Berufsverkehr. Die Verstärkerzüge waren nicht auf die Waldbahn durchgebunden, das geschah erst irgendwann ab Mitte der 90er Jahre.

Hier (http://www.eisenbahnwelt.com/fahrplaene.html) finden sich die Fahrpläne der Leipziger S-Bahn im Winterfahrplan 1981/82:

S-Bahn Leipzig Linie A (http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher/1981_82/500/501_01.html)
S-Bahn Leipzig Linie B+C (http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher/1981_82/500/501_01.html)

Auf der Linie B waren nur die Züge mit den Nummern 127XX wirkliche S-Bahn-Züge. Alle anderen Zügen waren normale Personenzüge, auf denen der S-Bahn-Tarif galt.

Die Fahrpläne der Linien A und B hatten im Wesentlichen Bestand bis Anfang der 90er, wobei die "A" ab Mai 1984 nach Miltitzer Allee fuhr und dabei in Richtung Grünau einen Drei-Minuten-Aufenthalt in Leutzsch eingelegt hat, um im eingleisigen Abschnitt im Bahnhof Plagwitz nicht mit der stadtwärtigen Bahn in die Quere zu kommen.

Auf dem Grünauer Abschnitt gab es übrigens ganztägig einen 20-Minuten-Takt.

Der humpelte vormittags aber auch etwas.

Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob nicht zeitweise doch eine Verknüpfung der Linie C mit den Verstärkern der Linie A bestand...

Die Durchbindung Grünau - Plagwitz - Gaschwitz (dann als S2) wurde erst in den 90ern eingeführt.

Zwischen Hbf und Gaschwitz fuhren während der Taktlücken noch durchgebundene Personenzüge bis/ab Altenburg und Geithain, wodurch ein quasi-30-Min-Takt bestand.

Personenzüge fuhren den ganzen Tag über, aber nicht im Takt. Von einem 30-min-Takt vormittags konnte keine Rede sein, zumal viele Personenzüge in/aus Richtung Süden von und zum Bayerischen Bahnhof fuhren.

Gesamtverkehr Leipzig - Altenburg / Geithain (http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher/1981_82/500/505_01.html)

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 05.01.2014, 21:23:01
Nicht korrekt jedoch, was du zu Berlins Außenstrecken sagst. Diese waren nicht als S-Bahn vermarktet worden, sondern lediglich als in den S-Bahn-Tarif einbezogen.

Und wieso steht dann hier (http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher/1981_82/100/120_01.html) "Berliner S-Bahn-Verkehr" drüber, genauso wie auch bei den elektrischen S-Bahnstrecken??

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 05.01.2014, 21:29:05
Geringer Verkehr?? Du bist lange nicht nach Döbeln mitgefahren? Nicht umsonst sind da in der HVZ auch Doppeltraktionen nötig. Die Ausdünnung vormittags und am WE ist völlig am Bedarf vorbei und nur aus finanziellen Gründen vorgenommen worden. Fahr mal im Frühjahr am WE mit, da kannst Du Dich vor Ausflüglern und v.a. Fahrrädern nicht retten.

Wobei das Gros der Fahrgäste bis Grimma draußen an. Dann ich öfters nach Tanndorf fuhr wußte ich von dem Vorteil, dass man mit Bike keine Probleme hat, da der Stress entweder schon ausgestiegen war oder erst zustieg.

Zitat
Zitat von: Sven am Heute um 11:36:14

    Die meisten Leute verbinden eben damit andere Qualitätskriterien.

Welche denn??

Kann ich dir auch nicht sagen, aber frage mal die Immohändler rund um München. Die  /S-Bahn im Ort macht sich schon im qm-Wohnpreis bemerkbar.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 06.01.2014, 00:04:17
ohje, ein paar Stunden offline und ich komme mit Lesen kaum noch nach  :-)

Diesel-S-Bahn:
- ich würde mich nicht an Definitionen klammern oder messen, ob 20er Takt früher schon S-Bahn war oder nicht, sondern wirklich darauf achten, dass in LE JEDE und ausnahmslos JEDE S-Bahn durch den CTL fährt. Nur dieses Dogma macht sie zu einem Produkt, welches im Kernbereich der Stadt Stärken hat. Ob dann auf Außenästen alls 15, 20, 30 oder 60 Minuten gefahren wird, ist nachrangig (nicht mit unwichtig verwechseln!).
- eine starke MARKE zu platzieren ist in der heutigen Zeit wichtiger als auf Krampf jede Schwelle mit S-Bahnen zu befahren
- der der Stadtgröße geschuldete Kompromiss, neben einer innerstädtischen Stammstrecken-S-Bahn gleichzeitig eine Regionalanbindung zu haben, macht es hier sinnvoll, fahrzeug- und betriebstechnisch jedoch kompliziert. Da müssen nicht noch mehr Langläufer gebildet werden! Sonst streiten wir uns ob, nach Garmisch oder Füssen geflügelt werden soll!

Haltepunkte
- Anger Crottendorf wird erstaunlich rege genutzt. Und das ohne südlichen Zugang bereits. Von daher sollte die weitere Entwicklung für eine Station Stünz nicht verbaut werden.

Auswirkungen:
Zitat eines Mitreisenden in der S1 am Samstag nachmittags: "... das hier ist die Station Leuschnerplatz, da haben wir früher immer oben geparkt..."  offenbar wird das Wechseln der Verkehrsträger opportun, die S-Bahn ist schick und müffelt nicht so olle, wie verschwitzte Leoliner

Kosten-Nutzen:
@ sfn, die runden 650.000.000 Euro stehen für reine Baukosten für den Abschnitt MDR - Überwerfungsbauwerk Nord, ohne Planungskosten (angesichts der gigantischen Zeit: 20%)
Die Kosten für die übrigen Netzergänzenden Maßnahmen habe ich mir anhand diverser Veröffentlichungen ersuchmaschint

@Anton
ich habe keine Probleme mit anderen Meinungen, mithin gibt es aktuell die Macht des Faktischen (CTL in Betrieb). Doch es fällt mir auf:
- du veranschlagst nur die Arbeitsplätze
- alle anderen Nutzungen machen jedoch das Gros aus, insbesondere am Wochenende
- dafür reichen die Stadtteileinwohner nicht, da muss schon detailliert untersucht werden, aus welchen Quartieren in welche Richtungen welche Nutzer Tram / Bus oder Zug nutzen UND nutzen könnten, wenn die Angebote stimmen. Dafür brauchen selbst profunde Büros mehrere Wochen.
- ich würde mich nicht an den Zahlen eines Bauwerkes aufhalten, sondern das analysieren was dahinter steckt: Aus der bisherigen Ein-Punkt-Vernüpfung am Hbf wird eine Mehr-Punkt-Linienverknpüfung unter der gesamten Kernstadt hindurch. Darin liegen Nachteile (Fahrplan + Betriebsstabilität) und Vorteile (dichter Takt)
- Umsteigewege sind trotz Treppenlängen kürzer geworde, wenn Rolltreppen zu langsam sind, nutze die feste Treppe.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 06.01.2014, 01:34:46
Werter Radler,

Kosten-Nutzen:
@ sfn, die runden 650.000.000 Euro stehen für reine Baukosten für den Abschnitt MDR - Überwerfungsbauwerk Nord, ohne Planungskosten (angesichts der gigantischen Zeit: 20%)
Die Kosten für die übrigen Netzergänzenden Maßnahmen habe ich mir anhand diverser Veröffentlichungen ersuchmaschint

diese Sätze sind sicher nicht für mich gedacht, wiewohl ich sie gerne las.
Vielleicht änderst Du den Empfänger noch ab, damit der einklich Gemeinte sich über Deine persönliche Zuwendung freut. :)

viele Grüße
sfn
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 06.01.2014, 01:56:23
...Diesel-S-Bahn:
- ich würde mich nicht an Definitionen klammern oder messen, ob 20er Takt früher schon S-Bahn war oder nicht, sondern wirklich darauf achten, dass in LE JEDE und ausnahmslos JEDE S-Bahn durch den CTL fährt. ...
Das das problematisch ist, wurde schon am Beispiel der Grimmaer Strecke gezeigt. Für mich Prestigedenken der Planer und den Bedürfnissen der Nutzer vorbei. Außerdem ist der Tunnel voll, da soll es wohl nie eine Erweiterung des Netzes geben? Sehr kurzsichtig gedacht. @Radler: Warst Du nicht selbst beteiligt? Wir haben schon im alten Forum darüber diskutiert (Stichwort Karl-Liebknecht-Straße, keine Kinder aber Pfandflaschen -- dämmerst?)

...Zitat eines Mitreisenden in der S1 am Samstag nachmittags: "... das hier ist die Station Leuschnerplatz, da haben wir früher immer oben geparkt..." 
Ich kann Dir mit Adresse einen Nutzer nennen, da ist es genau andersherum. Die Dame fährt täglich von Borsdorf zum Leuschnerplatz. Ich habe so heute extra noch einmal befragt.
Das Arbeitsende liegt bei ihr nicht so fest, aber - so sagt sie - man kam auf den Bahnhof und in den nächsten Minuten fuhr ein Zug nach Borsdorf (da war ein "gefühlter" 15-Minutentakt). Nach einiger Zeit entstand eine empfindliche Taktlücke, sie musste 30 Minuten warten oder der Zug war total überfüllt. Aus ihren Beschreibungen habe ich mir zusammengereimt, dass sie offenbar oft die RB nach Grimma erwischt hat, wo ja irgendwann mal die Verstärker (bis auf eine Ausnahme) wegfielen und nicht mehr in Doppeltraktion gefahren wurde. Dannach ist sie mit dem Auto von Borsdorf in die Stadt gefahren und dann weiter mit der Straßenbahnlinie 8. Dort wurde sie mit Umleitungen z.B. über die Pragerstraße genervt, bis sie es endgültig satt hatte. Eigentlich hat sie sich auf den Tunnel gefreut aber 2 Monate vor der Eröffnung hat sie einen Parkplatz am Leuschnerplatz mieten könne, für schlappe 30.- Euro im Monat. Und mit einen 30 Minutentakt nach Borsdorf ist die S-Bahn dann auch nicht so die Alternative, immerhin warten zu Hause 2 Kinder, da ist Auto dann doch praktischer und Benzin und Auto kosten soviel wie die Monatskarte, aber Zeit ist gespart.
Das wollen die Herrn Verkehrplaner sicher nicht hören, wichtiger scheint es einen Zug aller zig-Minuten durch den Tunnel zu schicken, damit eine "Marke" einsteht, anstatt guten Nahverkehr zu machen. Der Dame ist auch nicht aufgefallen, dass der Zug mit Diesel fuhr und rot angemalt war, so wollte einfach nur schnell nach Hause.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 06.01.2014, 08:35:41
@sfn
oh, in der Tat, das bezog sich auf @Svens Frage, was bei meiner Zahl gemeint sei. :-)  und ärgern, neeeee, das sind ja nur nackte Zahlen und Ziffern.

@Coppy
Takte auf Außenästen sind immer das Thema, das hat mit einer innerstädtischen Stammstrecke auch nichts zu tun. In diesem Falle halte ich die Lösung der werten Dame jedoch mehr für Denkbequemlichkeit als echte selbige. Vom Leuscherplatz aus sollte es möglich sein, auf dem Schreibtisch die zwei Abfahrsminuten je Stunde zu deponieren und anhand des tatsächlichen Feierabends entscheiden, ob entweder der übliche Weg zum Hbf (Saxonia oder DieselRB) oder zum Lieblingsgeschäft um die Ecke angetreten wird. Die Hbf-Züge sollten halbwegs pünktlich abfahren, so dass zutreffend kalkuliert werden kann.  Andererseits ist der 30er Takt der S1 ein Anfang, welcher nicht zwingend schlecht genannt werden muss.

Und wer glaubt, dass der eigene Wagen und ein Parkplatz dazu preiswerter ist als eine 2-Zonen-Karte, naja, da lächele ich dazu und freue mich über die Freude des anderen. Viel Spaß auf der Permoser Straße kann ich da nur sagen.

Deshalb bleibe ich dabei: Was in der gesamten Wirtschaft gilt und funktioniert, ist trotz Borsdorf gültig: Einheitliche merkbare Qualitäten ergeben die starke Marke, welche Nachfrage erhöht.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 06.01.2014, 11:05:01
Diesel-S-Bahn:
- eine starke MARKE zu platzieren ist in der heutigen Zeit wichtiger als auf Krampf jede Schwelle mit S-Bahnen zu befahren
/S-Bahn bedeutet für mich, auf dem größten Teil der Strecke einen Halbstundentakt (womit die MRB113 entfällt, außer man fährt irgendwann halbstündlich nach Liebertwolkwitz) oder häufiger und v.a. festem Taktabstand fährt, und das nicht nur 6 Stunden am Tag. Fahrzeuge sollten modern und sprintstark sein, aber ob nun elektrisch oder im Einzelfall (vielleicht mit anderem Liniennummernkreis, z.B. ab S11 beginnend) auch als Dieseltriebwagen, ist da erstmal zweitrangig.

Andererseits gibt es S-Bahnen gerade in der Schweiz auch als Regio-S-Bahnen, dort würde die aber auch halbstündlich bis Zwickau, Geithain & Co. fahren.

Wie man es nun marketingtechnisch behandelt, ob eine /S-Bahn zwingend durch den CTL muss oder nicht, eine im dichten Taktverkehr bediente Verbindung Leipzig Hbf (oben) - Borsdorf - Grimma also als /S-Bahn oder irgendwas anderes (da findet sich sicher ein anderer hübscher Name, der was gleichwertiges ausdrückt) bezeichnet wird, ist aus meiner Sicht egal. Wichtig wäre, dass die Verbindung kommt.
Was das Marketing angeht, hat man mit der kaum vorhandenen Stationskennzeichnung ja ohnehin schon viel verpasst (oder warum sehe ich vom Technischen Rathaus nicht das "S" am Völki leuchten oder weithin das "S" am MDR oder die "S" am WLP und Bayerischen Bahnhof, vom versteckten Bahnhof Connewitz ganz abgesehen - und das trifft auf so ziemlich jeden Haltepunkt zu, gerade auch im Umland?).

Auswirkungen:
Zitat eines Mitreisenden in der S1 am Samstag nachmittags: "... das hier ist die Station Leuschnerplatz, da haben wir früher immer oben geparkt..."  offenbar wird das Wechseln der Verkehrsträger opportun, die S-Bahn ist schick und müffelt nicht so olle, wie verschwitzte Leoliner
Ich bin heute in Heiterblick von der S4 in die verspätete 3E (mit Tatra-Großzug) umgestiegen, der gleich darauf laut um die Ecke polterte, das war auch ein heftiger Kontrast.

- Umsteigewege sind trotz Treppenlängen kürzer geworde, wenn Rolltreppen zu langsam sind, nutze die feste Treppe.
Wenn der normale Leipziger die altbekannte Regel "rechts stehen, links gehen" verstehen und umsetzen würde, käme man mit den Rolltreppen noch schneller vorwärts. Vielleicht sollte diese Regel wie andernorts üblich (z.B. in London an jeder Rolltreppe von U-Bahn und Zug sowie in manchen publikumsstarken Kaufhäusern) einfach mal an die Rolltreppen geschrieben werden?

Borsdorf-Beispiel: gefühlte Bequemlichkeit ist wichtig, und nur weil viele ÖPNV-affine Forumsteilnehmer die ständige Nutzung von easy.go im Hinterkopf haben (geht mir nicht anders), ist das für viele potentielle Nutzer keine Option. Wäre nicht zwischen Anger-Crottendorf und Engelsdorf derzeit eine Haltepunkt-freie Zone (hier schon mehrfach angesprochen) gehörte dringend ein 15-Minuten-Takt (oder meinetwegen auch 10/20-Takt) bis Borsdorf auf die Strecke!

Was mir am Fahrplan negativ auffiel: warum fährt am Wochenende die erste S1 in ostwärtiger Richtung erst nach 6 Uhr? Da ist zwischendurch eine mehrstündige Lücke, die gerade auch samstags sehr ärgerlich ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Saalekreiser am 06.01.2014, 11:25:41
Eine  /S-Bahn-Bahn sollte sich auch durch ausgeklügelte Umsteigebezieungen auszeichnen. Es macht keinen Sinn, wenn z. B. zwei Bahnen zu einem Zielort direkt hintereinander fahren und man so eine knappe halbe Stunde warten muss.
In Halle hat man es geschafft, den guten Umstieg zwischen S7 und S10 nun mit der neuen S3 kaputt gemacht zu haben. Da kann man schön eine knappe halbe Stunde warten. Bei einem neuen und modernen S-Bahn System unmöglich wie ich finde.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 06.01.2014, 11:45:40
Wieso? Passt doch alles, die S7ist auf die S3 abgestimmt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 06.01.2014, 11:57:56
^^  nee, der Jahrelange Umstieg von Trotha kommend in Richtung Leipzig (und umgekehrt) ist dem Eingleisigkeitszwangspun kt zum Opfer gefallen.

@ GK
Mit Produktmarke meine ich, dass ein  /S-Bahn irgendwo an einem Haltepunkt signalisiert, dass damit die gesamte Innenstadt Leipzigs direkt erreichbar ist. Das grenzt andere gute Zugprodukte schon deutlich ab, welche sich weiterhin auf den Hauptbahnhof konzentrieren. Und  /S-Bahn sollte nach Möglichkeit stadtnah bleiben, also nicht aus Jux und Dallerei bis Chemnitz gehen. Da läuft gerade eine Diesel-Ausschreibung mit großer Wertschätzung auf modernes Wagenmaterial...

Die Rolltreppenregel steht dran, nur ist das Logo nicht unbedingt einleuchtend oder selbsterklärend.  :-)

Vollste Zustimmung was die fehlende Fernwirkung der S-Bahnstationen angeht, da kann mit einfachen Mitteln wesentlich mehr erreicht werden.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 06.01.2014, 12:22:50
Die Rolltreppenregel steht dran, nur ist das Logo nicht unbedingt einleuchtend oder selbsterklärend.  :-)
Dann muss ich die mal suchen, mir fiel selbst optisch nichts derartiges ins Auge (oder gibt es das Logo nur an einzelnen Stationen?) ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 06.01.2014, 13:08:38
ich habe es an irgendeiner Rolltreppe wahr genommen, drei oder vier Gebotszeichen und zwei Verbotszeichen. Alles für Freizeitkryptiker designed  ;-)

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: linux1982 am 06.01.2014, 18:17:35
Mal ne Frage bis jetzt war immer nur die Rede von einer Taktverdichtug der S1 zwischen Miltizer-Allee und Wurzen. Wäre eine stündliche Anbindung von Riesa nicht ebenso sinnvoll im Gegenzug könnte RE50 auf die Halte in Dahlen und  Kühren verzichten die dann von der S1 bedient werden. So eine Art Verstärker des RE/SE50 gab es ja teilweise bis Anfang der 2000er durch die RB Riesa-Wurzen die soweit ich mich erinnern kann im Wagenzugdurchlauf mit der damaligen S3 Leipzig - Wurzen bedient wurde. Zudem bestände die Möglichkeit die Halte in Bornitz / Dornreichenbach wieder einzuführen und einen neuen Riesa-Merzdorf zu errichten.

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 06.01.2014, 18:33:18
Sinn würde es machen, auch weil der RE dann endlich wieder ein RE wäre und die RB in der Tat einige aufgelassene Halte wieder bedienen könnte. Mit den REs und ICEs müsste man das ganze natürlich abstimmen, das wird sicher auch nicht ganz leicht. Aber die größte Frage ist leider, wer diese zusätzliche Bedienung bezahlen soll, denn den RE dafür auch werktags ausdünnen würde ich nicht wollen. Ein Herr Morlo(c)k gibt dafür bestimmt keinen Cent :-(
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 06.01.2014, 18:59:34
Zu DDR-Zeiten war der 20-Minuten-Takt nicht durchgängig, zwischen etwa 9 Uhr und etwa 13 Uhr gab es eine Lücke, in der die Bahnen der Linie A nur stündlich fuhren.
Der Fahrplan war damit vermutlich an die in der DDR üblichen Arbeitszeiten angepaßt: Wer Nachtschicht hatte schlief von 09:00-13:00, wer Frühschicht hatte war um diese Zeit auf Arbeit und die Spätschicht begann meist 14:00. Vollbeschäftigung war damals selbstverständlich und flexible Arbeitszeiten, so wie wir sie heute kennen gab es auch nicht in dem Maße, so dass in diesen Zeitraum wenig Bedarf bestand.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: linux1982 am 06.01.2014, 19:06:56
Nein eine Ausdünnung des RE sollte das sicher nicht zur Folge haben. Die nötigen finanziellen Mittel sind wohl das Hauptproblem wobei ich perönlich denke das der Staat generell zuviel in den Strassenausbau und in ein paar Hochgeschwindigkeitsstre cken investiert.
Leider wird zudem vom VVO die S-Bahn Anbindung Dresden - Riesa auch nicht wirklich voran getrieben (die den RE auch auf dieser Relation Beschleunigen könnte). Wenn beide Linien geschaffen werden würden wäre das Angebot sicher eine wirklich Chance beide S-Bahn Netze zu stärken. Jedoch bleibt das wohl derzeit nur Träumerei.

Aber mal eine andere Frage die sowieso vorhanden Nachtverbindungen der S1 nach Oschatz bis Riesa zu verlängern dürfte doch nich mit so großen finanzellen Aufwand verbunden (besonders da das ja am Sonntag auch geht) sein so als erster Schritt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 06.01.2014, 20:07:03
...Takte auf Außenästen sind immer das Thema, ...

Also Engelsdorf und Borsdorf sind ja nun keine Außenäste. Engelsdorf gehört nun schon seit Jahren zum Stadtgebiet (ein paar ewig gestrige heulen immer noch deswegen -> http://www.engelsdorf.net (http://www.engelsdorf.net)). Aber eigenartigerweise ist man bei nicht eingemeindeten Markkleeberg großzügiger.

...In diesem Falle halte ich die Lösung der werten Dame jedoch mehr für Denkbequemlichkeit als echte selbige. Vom Leuscherplatz aus sollte es möglich sein, auf dem Schreibtisch die zwei Abfahrsminuten je Stunde zu deponieren und anhand des tatsächlichen Feierabends entscheiden, ob entweder der übliche Weg zum Hbf (Saxonia oder DieselRB) oder zum Lieblingsgeschäft um die Ecke angetreten wird. ...

Immerhin hat es die Dame 3 Jahre lang ausgehalten, dass sollte doch zu denken geben.
Das Problem fäng doch schon damit an, sich eine Fahrplan für den ganzen Tag zu drucken, der alle Verbindungen enthält. Der MDV-Haltestellenplan zeigt nur die Direktverbindungen, der Routenplaner nur kurze Zeitausschnitte. Schau Dir aber mal den Gesamtfahrplan an, mit der bekannten Taktlücke von 30 Minuten.
(http://www.coppy.de/forum/Borsdorf.jpg)

Das Ganze wäre schon entschärft wenn die RB nicht kurz hinter dem RE fahren würde, sondern eben in dieser Taktlücke, dann gebe es wieder so etwas wie ein gefühlter 15 Minutentakt, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.

Die Hbf-Züge sollten halbwegs pünktlich abfahren, so dass zutreffend kalkuliert werden kann.  Andererseits ist der 30er Takt der S1 ein Anfang, welcher nicht zwingend schlecht genannt werden muss....

Ob die S1 je im 15 Minutentakt fahren wird, wissen ohnehin nur die Götter. Bisher war immer von einem zukünftigen 15 Minutentakt in der Stadt die Rede, genau von Grünau bis Stötteritz. Das Anger-Crottendorf und Engelsdorf auch zur Stadt gehören, wurde bisher immer ignoriert. Es besteht allenfalls die Hoffnung, das es so kommen könnte.

Und wer glaubt, dass der eigene Wagen und ein Parkplatz dazu preiswerter ist als eine 2-Zonen-Karte, naja, da lächele ich dazu und freue mich über die Freude des anderen....

Ja, die Verkehrplanungen sin immer gut, die Dummheit der Fahrgäste sind das Problem. Das ist keine neue Erkenntnis. Vor 25 Jahren wollten die undankbaren Ostbürger auch nicht die Segnungen der Obrigkeit gut finden und haben gemeckert und demonstriert und das so gut geplante System kaputt gemacht.

...Viel Spaß auf der Permoser Straße kann ich da nur sagen....

Fahre ich täglich lang. Manchmal gibt es einen kleinen Stau, der kostet weniger Zeit, als viele S-Bahnen Verspätung haben.

...Einheitliche merkbare Qualitäten ergeben die starke Marke, welche Nachfrage erhöht....

Qualitätsmerkmale (kein abschließende Auflistung) wäre für mich so etwas wie Schnell-Sicher-Bequem -> (http://www.coppy.de/forum/logo.jpg)Die Fahrt durch einen dunklen Tunnel ist für mich kein Qualitätsmerkmal, diese Fahrt dient allenfalls dem Qualitätsmerkmal Schnelligkeit. Aber damit hat die Wurzener Strecke ein Problem, weil sie aus Sparsamkeitsgründen am falschen Ende des Tunnels angeschlossen worden ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 06.01.2014, 20:28:01
@sfn
oh, in der Tat, das bezog sich auf @Svens Frage, was bei meiner Zahl gemeint sei. :-)  und ärgern, neeeee, das sind ja nur nackte Zahlen und Ziffern.

Na icke war dit ooch nich...  ;D

Anton hatte die Frage gestellt. Ich habe ja noch paar zusätzliche Zahlen geliefert. Einen Link hatte dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Viele Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 06.01.2014, 20:33:18
Das Problem fäng doch schon damit an, sich eine Fahrplan für den ganzen Tag zu drucken, der alle Verbindungen enthält.

Bitteschööööön: persoenlicherfahrplan.bahn.de (http://persoenlicherfahrplan.bahn.de/bin/pf/query-p2w.exe/dn)

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: coppy am 06.01.2014, 21:30:12
Sehr schön. Etwas unübersichtlich vielleicht aber OK. Interessant das der Fußweg auf dem HBf wie eine Zuggfahrt behandelt wird.

ab: 17:56 S4 an: 17:59 Leipzig Hbf (tief) / ab: 17:59 Fußweg (9 Min.) an: 18:08 Leipzig Hbf / ab: 18:08 RB 26384 an: 18:21

Im übrigen ist die Dame noch nie mit den Hamsterzügen mitgefahren. Nun ergäbe sich eine Möglichkeit, wenn sie mich zu meinem Geburtstag (11.1.) besucht. Da könnte sie glatt von Engelsdorf nach Borsdorf fahren. Aber halt, was soll das? Die S1 um 1:34 ab Engeldorf fährt nur Sonnabend und Sonntag und an einigen Feiertagen wie Ostermontag usw., aber ausgerechnet am 11. und 12. Januar nicht. Na gut, fährt sie 5 Minuten früher, aber dann ist es wieder ein Desiro nach Grimma und da wird sie sagen: "Habe ich doch gleich gesagt, dass ich schon mit diesen kleinen Triebwagen schon gefahren bin, aber coppy glaubt mir ja immer nicht". Und wegen ausfallenden S-Bahn wird der Desiro voll und voller Fahrräder sein, genau so wie es der Dame immer missfiel.
Warum fährt ausgerechnet an meinen Geburtstag diese S-Bahn nicht und sonst das ganze Jahr das ist doch eine Verschwörung!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 06.01.2014, 22:11:27
Warum fährt ausgerechnet an meinen Geburtstag diese S-Bahn nicht und sonst das ganze Jahr das ist doch eine Verschwörung!

Die Dame darf noch'n Glas Sekt mit Dir trinken. Die elektronische Abfahrtstafel von Engelsdorf zeigt in dieser Nacht anstelle der ausfallenden S1 außerplanmäßig eine S5 um 1:42 nach Oschatz an. Grund sind Bauarbeiten im Raum Halle und damit verbunden Fahrzeitänderungen auf der S3/S1 und S5.

Gruß Peter

P.S.: Den Link zum persönlichen Fahrplan findet man ebenso wie den Link zur Baustellenseite Sachsen auf der Startseite der s-bahn-mitteldeutschland.de (http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/index.shtml)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 06.01.2014, 22:11:33

Mit Produktmarke meine ich, dass ein  /S-Bahn irgendwo an einem Haltepunkt signalisiert, dass damit die gesamte Innenstadt Leipzigs direkt erreichbar ist. Das grenzt andere gute Zugprodukte schon deutlich ab, welche sich weiterhin auf den Hauptbahnhof konzentrieren.

Und vom Hauptbahnhof ist die City wohl nicht erreichbar? Leute, Leute...

Da ich heute in Berlin war, dort hat niemand den geringsten Zweifel, dass das Berliner "Rote" Rathaus am Alexanderplatz liegt. Dabei ist die Entfernung dieselbe, wie vom Leipziger Hauptbahnhof zum Leipziger Alten Markt. Ich finde, man ist (a) unaufrichtig, (b) setzt sich der Gefahr aus, milde belächelt zu werden und (c) verunglimpft auch noch unsinnigerweise die Lage des Hauptbahnhofs und betreibt damit Anti-Marketing für die dort noch vereinzelt fahrenden Züge, wenn man immer wieder dieses Mantra von einem Quantensprung in der Erreichbarkeit der City predigt. Die Leipziger City ist mickrig, hier ist alles mit einem Katzensprung  erreichbar.

Noch ein anderes Beispiel: Die Entfernung des Marktes vom Hauptbahnhof entspricht so ziemlich genau der Länge des Roten Platzes in Moskau. Dort kommt aber auch niemand auf die Idee, an beiden Seiten des Platzes Metrostationen anzulegen... :-)

Drittes Beispiel: Der längste Umsteigeweg innerhalb des Komplexes Chatelet-Les-Halles in Paris ist länger...

Viertes Beispiel: Wenn man in einem langen ICE-Zug das Pech hat, in dem vom Kopf aus gesehen letzten Wagen zu sitzen, hat man es zum Ausgang in einem Kopfbahnhof fast genauso weit...

Fünftes Beispiel: Der Weg im Paunsdorf-Center von einem Ende zum anderen, ist nur unwesentlich kürzer...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 06.01.2014, 23:20:27
Anton75, lass das ja nicht die LVB lesen.   :o Sonst killen die noch die  /HS Augustusplatz und  /HS Goerdelerring, und  /HS Leuschnerplatz oder Roßplatz ist dann die nächste Haltestelle südwärts.

Im Ernst: Deine Argumente schrammen an einer Luftlinienbetrachtung vorbei. Die Katzensprünge in der Leipziger Innenstadt machen aber durch das ganze Geraffel von Straßen, Autos (fahrend und stehend) und Häusern keinen Spaß mehr.

Der Rote Platz ist definitiv angenehmer zu laufen, und den superlangen Weg in Châtelet kann man ja durch geschickte Metroplanung meistens vermeiden - um mal weltbürgerlich mitzuplaudern.^^

Das ist auch so ein Problem, das die Leipziger Stadtplaner dauernd fabrizieren: Viele Strecken, auch außerhalb des Promenadenrings, sind sch... zu laufen. Ich nehme mittlerweile bewusst  /BUS 89, um von   /HS Wächterstraße zu  /HS Neues Rathaus (Li.  /SL.002) zu gelangen! 

Leider ist der Leipziger Fußgängerverein sehr schwach auf der Brust. Das weiß auch das Verkehrsamt zu Leipzig und plant dementsprechend am Fußgängerverkehr vorbei. Man könnte meinen, dass deswegen im Umkehrschluß der CTL gebaut werden musste, weil die Leipziger Stadtplaner unfähig sind, angenehme Wegebeziehungen zu schaffen. Der CTL hat also was von einem Fußgängertunnel.

(Seit den späten 1970ern ist man allerdings vom innerstädtischen Bau von reinen Fußgängertunneln abgekommen und auch von Fußgängerbrücken, wie man zuletzt an der am Goerdelerring sehen konnte.)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: TLpz am 07.01.2014, 12:48:37
Und vom Hauptbahnhof ist die City wohl nicht erreichbar? Leute, Leute...

Da ich heute in Berlin war, dort hat niemand den geringsten Zweifel, dass das Berliner "Rote" Rathaus am Alexanderplatz liegt. Dabei ist die Entfernung dieselbe, wie vom Leipziger Hauptbahnhof zum Leipziger Alten Markt. Ich finde, man ist (a) unaufrichtig, (b) setzt sich der Gefahr aus, milde belächelt zu werden und (c) verunglimpft auch noch unsinnigerweise die Lage des Hauptbahnhofs und betreibt damit Anti-Marketing für die dort noch vereinzelt fahrenden Züge, wenn man immer wieder dieses Mantra von einem Quantensprung in der Erreichbarkeit der City predigt. Die Leipziger City ist mickrig, hier ist alles mit einem Katzensprung  erreichbar.

Noch ein anderes Beispiel: Die Entfernung des Marktes vom Hauptbahnhof entspricht so ziemlich genau der Länge des Roten Platzes in Moskau. Dort kommt aber auch niemand auf die Idee, an beiden Seiten des Platzes Metrostationen anzulegen... :-)

Drittes Beispiel: Der längste Umsteigeweg innerhalb des Komplexes Chatelet-Les-Halles in Paris ist länger...

Viertes Beispiel: Wenn man in einem langen ICE-Zug das Pech hat, in dem vom Kopf aus gesehen letzten Wagen zu sitzen, hat man es zum Ausgang in einem Kopfbahnhof fast genauso weit...

Fünftes Beispiel: Der Weg im Paunsdorf-Center von einem Ende zum anderen, ist nur unwesentlich kürzer...

Für das Ziel Markt mag das stimmen. Aus ähnlichen Bequemlichkeitsgründen wurden aber auch jede Menge Tiefgaragen unter dir City gepflastert...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 07.01.2014, 13:22:07
Für das Ziel Markt mag das stimmen. Aus ähnlichen Bequemlichkeitsgründen wurden aber auch jede Menge Tiefgaragen unter dir City gepflastert...
Was? Echt? Meinst du UNTER dem Markt? (Bzw. daneben). Petersbogen, UNTER dem Augustusplatz? IM Einkaufszentrum Brühl? Die können doch auch alle im Hbf parken, der ist doch direkt in der City...  ;D
Oder kommst du etwa auf die Idee, die  /S-Bahn könnte in Konkurrenz zum MIV ernsthaft aufholen? Völlig abwegig. Obwohl... Jetzt wo du es sagst...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 07.01.2014, 16:16:54
Hallo,

hackt doch hier mal nicht so auf @Anton75 rum! Dessen Gedanken sind doch teilweise gar nicht so abwegig, allenfalls etwas penetrant im Tonfall und in Bezug auf Ort und Zeitpunkt. Dem Tunnel schaden sie jetzt jedenfalls nicht mehr.

Die meisten dieser Argumente hatten wir doch schon mal hin- und hergewälzt, einige hatte ich sogar schon mal veröffentlicht, allerdings vor 10-15 Jahren ...

@Anton75 kann ich nur raten: Bleibe durchaus weiter kritisch (danke!), aber etwas ruhiger. Der Tunnel ist nun mal da wie gebaut und sollte jetzt (wie der gesamte ÖPNV) mit allen Mitteln unterstützt werden. Ein Nachtrauern um verschenkte und vergebene Möglichkeiten hilft nicht weiter, wohl aber das Wissen um dieselben, um es bei nächstbester Gelegenheit ordentlicher zu machen. Die alle rundum glücklich machende ÖPNV-Lösung wird es ohnehin nie geben, wo Gewinner, da sind immer auch Verlierer. Gut, wenn die Gewinnerseite größer ist, und das dürfte der Tunnel bei aller Kritik allemal bieten.

Habe vorhin gerade (in einem anderen thread?) bei @Radler gelesen, was uns die Sächsische Landesregierung für die zukünftige Finanzierung der verbliebenen RB-Verbindungen erwarten läßt. Glaubt hier einer der Tunnelkritiker wirklich, daß es unter diesen Gegebenheiten ohne den Tunnel zu einer Wiederbelebung der schon weggesparten S-Bahn nach Grünau, der RB nach LEGO (Eilenburg Ost) oder nun wieder erfolgter Taktverdichtungen auf anderen Strecken gekommen wäre?

Andererseits war der Leipziger Hbf - von der Anbindung, der Zentrumsnähe und den fantastischen Möglichkeiten seines alten Spurplans her - keinesfalls so schlecht, wie er hier von einigen dargestellt wird. Das der Kopfbahnhof zuletzt nicht mehr die Leistungsfähigkeit hatte, die ihm von seinen Planern und Erbauern mal zugedacht war, lag nicht zuletzt an den radikalen Rückbauten und nicht mehr unterhaltenen und daher abgängigen Zulaufstrecken in den letzten Jahren. Das zu verschweigen wirkt einfach unseriös.

Das der Tunnel einem zukünftigen integralen Taktknoten Leipzig nicht gerade zuträglich ist, dürfte auch ein alter Hut sein. Der Kopfbahnhof mit seinem Querbahnsteig (kurze und barrierefreie Wege zwischen allen Gleisen) bot dafür beste Voraussetzungen. Im Taktknoten treffen sich Züge in und aus allen Richtungen und verlassen diesen gleichzeitig wieder (ähnlich wie LVB-Sammelanschluß am Hbf). Im Tunnel ist dagegen - die Züge können pro Richtung nur wie an einer Perlenschnur hintereinander fahren - irgendein Anschluß in irgendeine Richtung gerade schon weg, im ungüstigsten Fall wirkt das Problem nur in einer Fahrtrichtung (und vergrault damit Pendler gleich für zwei Umsteigebeziehungen). Um diesem Fakt entgegenzuwirken, wäre eine kurze Taktung (wesentlich unter 30 min) notwendig. Wo bitte kann das unter den bekannten sächsischen Gegebenheiten erwartet werden? Also bitte Kopfbahnhöfe nicht pauschal verunglimpfen!

Nachdenkliche Grüße
Lutz
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 07.01.2014, 16:33:12
Mir ist gestern per Zufall (Umzugsvorbereitungen) das Kursbuch des Jahresfahrplans 2006/2007 in die Hände gefallen. Da kommt zu mancher Aha-Effekt, was in den letzten Jahren alles abgebaut wurde. Mit dem RE70 brauchte man damals nur 32 Minuten bis Borna, das erreicht die S4 auch heute nicht. Südlich von Gaschwitz waren es auch damals 4 Züge/Stunde/Richtung, das MDSB-Netz stellt somit nur die Wiederherstellung der damaligen Frequenz dar. Die S1 brauchte bis Miltitzer Allee nur 24 Minuten und hatte ihre letzten Abfahrten um Mitternacht rum. Die weggefallenen Verstärker zum Halbstundentakt nach Grimma sind bereits angesprochen worden. Bis auf die Ausweitung des 30-Minuten-Taktes des Wurzener Astes, das üppige Angebot bis Stötteritz durch S1zu und S3 und die S2 bis Gaschwitz gibt es gegenüber dem damaligen Stand keine Verbesserungen in der Frequenz der einzelnen Strecken, sondern allenfalls (auch das mit Abstrichen) eine Wiederherstellung das damaligen Zustandes. Bei den Fahrzeiten fallen die Gewinne selbst der Südstrecken auch uneindeutig aus (vgl. RE70).

Nur nebenbei: Die S7 fuhr damals noch im ganztägigen 20-Min-Takt und es gab einzelne Arbeiterzüge von HaNeu nach Schkopau und Leuna.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 07.01.2014, 16:35:46
ich habe es an irgendeiner Rolltreppe wahr genommen, drei oder vier Gebotszeichen und zwei Verbotszeichen. Alles für Freizeitkryptiker designed  ;-)
Ich habe mal zielgerichtet hingeschaut, da ist wirklich eine Reihe von (eher kleinen) Piktogrammen an den Rolltreppen angebracht. Eins davon kann mit etwas gutem Willen als "Bitte rechts stehen" dechiffriert werden. Allerdings ist es so "intelligent" gestaltet, daß die Interpretationen "Bitte links stehen" oder "Bitte festhalten" ebenfalls möglich sind. Fazit: Wer die andernorts überall praktizierte Regel "Rechts stehen, links gehen" nicht kennt, begreift sie mit diesen Piktogrammen auch nicht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 07.01.2014, 17:45:04
^ Ich habe gestern auch nach den Piktogrammen gesucht und sie auf den Säulen am Kopf/Fuß der Rolltreppen gefunden. Mal ehrlich: wer schaut da hin? Ich achte allenfalls auf den leuchtende blaue Pfeil oder das rote Einbahnstraßenlogo und sehe sonst zu, zügig auf die Rolltreppe herauf zu kommen (wenn etwas mehr los wäre auch in entsprechendem Gedränge), erst stehend auf der Rolltreppe würde ich derartiges überhaupt wahrnehmen ... andernorts steht das auf der Rolltreppe deutlich sichtbar alle 10 Meter ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 07.01.2014, 18:06:23
das MDSB-Netz stellt somit nur die Wiederherstellung der damaligen Frequenz dar.

Aber nur auf den Außenstrecken. Innerhalb der Stadt hat die S-Bahn heute eine ganz andere Qualität.

Mit dem RE70 brauchte man damals nur 32 Minuten bis Borna, das erreicht die S4 auch heute nicht.

Kein Wunder, der RE70 hielt auch nur in Stötteritz, Connewitz, M'berg und Böhlen. Weder Gaschwitz noch Neukieritzsch wurden bedient, schon gar nicht Großstädteln, Großdeuben, Böhlen-Werke und Lobstädt. Die damalige S2 brauchte mit Halt an jeder Milchkanne auch 44 Minuten. Die S4 bedient hingegen jede Rampe, einschließlich der neugebauten in M'berg Nord und braucht dafür nur 6 Minuten länger wie der RE70.

Die S1 brauchte bis Miltitzer Allee nur 24 Minuten

Wenn ihr heute keine anderen Züge in die Quere kommen würden, könnte sie die Strecke heute in 23 Minuten schaffen, wenn auch mit einem Halt weniger. Bei vier Zügen stadtauswärts ist das schon so, in späteren Jahresfahrplänen dann eventuell auch bei den übrigen.

es gab einzelne Arbeiterzüge von HaNeu nach Schkopau und Leuna.

Bestehend aus einer 143 und einem Doppelstocksteuerwagen. Die Züge wurden mangels Bedarf im Dezember 2007 eingestellt.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 07.01.2014, 18:33:26
Im Allee-Center hat man den Start des MDSB wohl verschlafen:

http://www.allee-center-leipzig.de/das-center/anfahrt-parken/

"Die S-Bahnline S1 ist momentan nicht aktiv"
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 07.01.2014, 19:24:11
Und die Buslinie /BL.165 (!) der LVB (!) in der Nähe des Allee-Centers ...  :o
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 07.01.2014, 21:16:36
Im Allee-Center hat man den Start des MDSB wohl verschlafen:

http://www.allee-center-leipzig.de/das-center/anfahrt-parken/

"Die S-Bahnline S1 ist momentan nicht aktiv"

Schnapp dir mal die Promenaden Beilage in der LVZ vom 03.01.2014.  Seite 7. Da jagt ein Highlight das nächste.
Ob die das am Hbf mitbekommen haben, dass der Tunnel eröffnet wurde?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 07.01.2014, 21:21:21
Und wenn der nächste Zug angezeigt wird entsteht das Problem, dass man ca. 4 Minuten warten muss bis dieser raus ist und ist die Anzeige wieder auf die nächsten Abfahrten umspringt.

Habe heute mal in der Station Markt die Zeit gestoppt, wie lange man auf die nächsten 4 Abfahrten schauen kann. Einmal 35 Sekunden und 1x ganze 20 Sekunden.
Und danach 5 Minuten lang den nächsten Zug (der schon 2 Minuten vorher angesagt wird).
Hier besteht Optimierungsbedarf.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 07.01.2014, 23:05:44
^ Sinnvollerweise sollten diese Übersichtsanzeigen von den Bahnsteiganzeigen getrennt werden - am besten eine Anzeige mittig auf dem Bahnsteig für alle Linien und eine am Eingang (wie beim WLP) bzw. beim Markt ggf. alternativ im unterirdischen Vorraum. Denn 4 Minuten die Übersicht mit ihrer gelegentlich interessanten Sortierung und dann vielleicht 45 Sekunden Anzeige der Linie ist auch nicht so prickeln, insbesondere was den Wagenstand angeht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 08.01.2014, 17:02:44
Einige Zugbegleiter nehmen es mit dem Fahrkartenverkauf wohl nicht ganz so genau, schon mehrfach erlebt das auf der S 2 für die Strecke von
Delitzsch nach Rackwitz einem Erwachsenen ein Einzelfahrschein Kind für 1,70€ verkauft wird anstatt die Reguläre Erwachsenen Karte für 2,90€.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 08.01.2014, 22:16:50
Noch mal zum hypothetischen Haltepunkt Stünz: in den letzten Tagen wurden anscheinend die Luftbildseiten für Leipzig aktualisiert. Die Bilder sind vermutlich von Herbst 2013. Auf dem Markt steht eine chaotische Ansammlung von Buden. Ortskundige könnten das Datum so vielleicht eingrenzen. Nun kann man mit dem neu gebauten Hp Anger-Crottendorf vergleichen. Und da scheint es tatsächlich so, daß der Platz am stadtwärtigen Gleis zwischen Cunnersdorfer und Zweenfurter Straße für einen Bahnsteig ausreichend ist.
Noch ein Tipp: Wenn man bei Bing auf 'Vogelperspektive' geht, landet man irgendwo um das Jahr 2006 rum. Für die Tunnelrampen sind gerade mal die Spundwände eingerammt und neben der Westhalle ist noch eine offene Baugrube.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 09.01.2014, 09:39:15
Die Bilder sind noch immer von Sommer 12.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: DAvE LE am 09.01.2014, 09:47:05
Die Bilder sind noch immer von Sommer 12.

Die Vogelperspektive muss aus Spätsommer/Herbst 2013 stammen, die Schrägansicht ist dann von 2012 geblieben, da man deutlich Unterschiede sieht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Laany Toke am 09.01.2014, 10:54:51
Das macht einen aber auch wahnsinnig, Schrägansicht, Vogelperpektive, Röntgenblick und Straßenblick...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 09.01.2014, 12:35:22
Die Vogelperspektive muss aus Spätsommer/Herbst 2013 stammen, die Schrägansicht ist dann von 2012 geblieben, da man deutlich Unterschiede sieht.

Ich meine die Schrägsicht bei Bing. Die ist deutlich älter. Am Bayrischen Bahnhof blickt man in die offene Grube. Da ist noch nicht mal die erste Röhre gebohrt. Der Portikus ist aber bereits zur Seite geschoben.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 09.01.2014, 20:04:26
Hab wegen der einen nicht an der Messe haltenden /S-Bahn 2 mal nachgehakt, stand ja selbst schon wie ein trottel an der Tür als die /S-Bahn einfach durchgerauscht ist.
Aus der Antwort lese ich heraus das der Halt nicht bestellt wurde.

Zitat
Die DB Regio AG orientiert sich bei der Planung ihrer Fahrplanangebote an der Nachfrage und an Vereinbarungen mit den Bestellern.
 
Besteller sind Bundesländer, Zweckverbände oder Verkehrsverbünde. Diese entscheiden u. a. welche Fahrzeuge auf einer Strecke eingesetzt werden, wie oft und in welchem Umfang Fahrscheinkontrollen durchgeführt werden müssen, sowie die jeweiligen Fahrzeiten, Halte und Takte, in denen die Regionalzüge verkehren.

Mit unserem Angebot erfüllen wir die Vereinbarungen. Ihre Kritik kann ich dennoch gut verstehen und werde sie in die Gespräche mit unseren Bestellern tragen. Über Erfolg oder Umsetzung kann ich aber keine Aussage treffen. Ich bitte Sie um Verständnis. Eine mögliche Bedienung des Haltepunktes Messe kann jedoch frühestens in der nächsten Fahrplanperiode erfolgen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 09.01.2014, 20:45:03
^ Ich finde es trotzdem seltsam, daß ausgerechnet dieser eine Halt einer einzelnen Fahrt bei der Bestellung ausdrücklich ausgenommen (oder "vergessen"?) sein sollte. Das Ganze kommt mir eher wie eine Standard-Antwort vor, die auf alle irgendwie konkrete Punkte des Fahrplans tangierende Fragen abgeschickt wird.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Nordsachse am 09.01.2014, 23:21:23
Die DB Regio AG orientiert sich bei der Planung ihrer Fahrplanangebote an der Nachfrage und an Vereinbarungen mit den Bestellern.
 
Besteller sind Bundesländer, Zweckverbände oder Verkehrsverbünde. Diese entscheiden u. a. welche Fahrzeuge auf einer Strecke eingesetzt werden, wie oft und in welchem Umfang Fahrscheinkontrollen durchgeführt werden müssen, sowie die jeweiligen Fahrzeiten, Halte und Takte, in denen die Regionalzüge verkehren.

Mit unserem Angebot erfüllen wir die Vereinbarungen. Ihre Kritik kann ich dennoch gut verstehen und werde sie in die Gespräche mit unseren Bestellern tragen. Über Erfolg oder Umsetzung kann ich aber keine Aussage treffen. Ich bitte Sie um Verständnis. Eine mögliche Bedienung des Haltepunktes Messe kann jedoch frühestens in der nächsten Fahrplanperiode erfolgen.



Das IST eine Standardantwort!

Eine ähnliche Antwort (Die Fahrtzeiten der S-Bahn orientieren sich an den bisherigen Fahrtzeiten der anderen Linien[vor dem Fahrplanwechsel am 15.12.,ANm.. v.mir] erhielt ich, als ich nachfragte, warum der Zug 20:40 ab Leipzig Richtung Delitzsch Mo-Fr als RB, und nicht als durch den Tunnel fahrende S-Bahn fährt (obwohl sonst zur Minute 40 Richtung DZ/BTF immer S-bahnen fahren)sowie die Züge 20:02 und 21:02 ab Dz Richtung Leipzig Mo-Fr als RB fahren.
Dabei kann es ja kein Zufall sein, dass Mo-Fr zwischen 20 und 22 Uhr auf der Relation DLe-Dz(Btf) fast nur  Regionalbahnen, nach 22:30 jedoch fast nur S- Bahnen fahren???
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 09.01.2014, 23:25:13
Das ganze System mit den Ausschreibungen und Bestellungen ist für die Tonne. So ist am Schluss niemand mehr zuständig und das Verkehrsunternehmen hat überhaupt keinen Anreiz, für Verbesserungen zu sorgen und auf Kundenwünsche flexibel zu reagieren. Richtig wäre eigentlich, dass nur ein Mindesstandard bestellt und bezahlt wird und das EVU die Einnahmen behält. Dann hat es einen Anreiz, besser zu werden und mehr Leistung zu bringen. So wie es jetzt ist, interessieren Kunden nicht: Während der Vertragsdauer wird starr eine bürokratisch festgelegte Leistung erbracht und Geld dafür kassiert, auch wenn man nur Luft befördert. Typischer Brüsseler Idiotismus.

Das Problem mit der EU ist, dass dorthin jahrzehntelang Abfall der nationalen Politik abgeschoben wurde, eine Entsorgungshalde für die dümmsten, bescheuertsten, unbegabtesten Politiker. Darum landeten auch besonders viele Grüne und Liberale dort, die dann diese merkwürdige Koalition bildeten, die uns Liberalisierung des Verkehrsmarktes und Gängelung des Verbrauchers zugleich beschert. Da muss sich was radikal ändern. Richtig ausmisten in Brüssel und diese Gelb-Grüne-Koalition im Atlantik entsorgen!!!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 10.01.2014, 00:13:43
Wenn du weniger Ideologie hinein stopfen würdest, dann bliebe sogar etwas Inhalt übrig.

Ausschreibungen haben auch Vorteile: So kann überhaupt erst mal Einfluss auf die Leistung genommen werden. Du hättest gern mal vor einem oder zwei Jahren versuchen sollen, auf dem damaligen RE5 (jetzt S5X) mehr als drei Waggons zu fordern. Viel Spaß dabei!

Hier kommst du dir so ohnmächtig vor, weil die agierende Institution gern im Geheimen und fernab jeder Einflussnahme agiert. Unsere Nachbarn in Thüringen und Anhalt sind da weiter, dort wird extra mit dem hinweisenden Wunsch nach Verbesserungen der Fahrplanentwurf online gestellt.

Dass diese Standardantworten so klingen wie sie klingen liegt daran, dass die schreibende Stelle als Betreiber ungern zugeben will, dass sie willfährig nur noch an der Leine eines Bestellers kutscht. Ja, die Bahnen wurden zum Lohnkutscher krankbeeinflusst. Vielleicht auch eine Reaktion auf die Zustände nach der Netzöffnung, wo die Bereitschaft zu Wettbewerb noch von oben herab wie Monopoly wirkte. Viele Aktuere haben sich da zum Glück geändert.

Und: Ohne Wettbewerbsdruck geht es gar nicht, doch das Vergabegesetz ist so eng ausgelegt (als Korruptionsschutz), dass es noch keine glückliche Lösung gibt, wie das KnowHow richtig transportiert wird. Zur Zeit wuselt jeder ein wenig herum und so wirkt es auch.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 10.01.2014, 07:17:28
Hab wegen der einen nicht an der Messe haltenden /S-Bahn 2 mal nachgehakt, stand ja selbst schon wie ein trottel an der Tür als die /S-Bahn einfach durchgerauscht ist.
Aus der Antwort lese ich heraus das der Halt nicht bestellt wurde.

Das Problem ist ja, dass in der Praxis immer mal wieder Züge an der Messe halten. Irgendwie haben die dort nicht ganz den Durchblick was nun Programm ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 10.01.2014, 10:18:54
Diese Standardantworten habe ich im Frühjahr von ZVNL und MDV bekommen, als ich nachfragte, warum die NASA die Fahrplanentwürfe der MDSB zur Diskussion für ihre relevanten Linien vorab veröffentlicht und dies in Sachsen nicht geschieht. Sinngemäß: eine öffentliche Diskussion über Fahrpläne allgemein ist von der Veröffentlichung unbenommen und bezüglich inhaltlicher Punkte etc. diskutieren ja schon Fachleute in den Gremien (also die Autofahrer, welche die praktischen Bedürfnisse der betroffenen ÖPNV-Nutzer ja so gut kennen) ...
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 10.01.2014, 12:49:51
Das Antwortgelaber haben wir auch der 20 Jahre währenden Konzentration auf das Bauwerk zu verdanken. Auch heute noch muss (in Worten: M U S S) in jedem Artikelchen unbedingt die avisierte Gesamtbausumme erwähnt werden. Klar, dass die breite Öffentlichkeit gar nicht weiß, dass Fahrplanentwürfe und Betriebskonzepte für die nächsten 50 bis 100 Jahre ungleich wichtiger sind. Denn ohne pointierte öffentliche Debatte dazu entsteht gar kein Rechtfertigungsdruck.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 10.01.2014, 14:46:19
Das Problem ist ja, dass in der Praxis immer mal wieder Züge an der Messe halten. Irgendwie haben die dort nicht ganz den Durchblick was nun Programm ist.

"Die", die Du da ansprichst, haben natürlich nie den Durchblick, sind wahrscheinlich alles hergelaufene Dilettanten ...

1) Die biologischen Funktionseinheiten auf den Führerständen haben, gerade wenn bisher noch nicht mit dem "Nichthalt" konfrontiert, durchaus Schwierigkeiten mit dem Einhalt desselben. Mache mal den Strabfahrern der Linie 10 eineindeutig klar, daß ein einziger bestimmter Halt am Tag an der Haltestelle Augustusplatz (unabhängig von der Ampelschaltung) nicht stattzufinden hat ...

2) Komme ich mit dem Zug infolge der Zugfolge/Signalstellung ohnehin in diesem Bereich zum Stehen, wird natürlich Höhe Bahnsteig gehalten (und nicht bewußt mit zwei Türen "im Dreck"), und natürlich gebe ich die Türen in diesem Fall auch frei - unabhängig davon, ob mein Unternehmen bei evtl. Anschwärzung für dieses Fehlverhalten u.U. Pönale (Strafe) an den Besteller zahlen muß. Viele vom Nichthalt überraschte Reisende freuen sich dann sogar. Viele vernünftige Tf werden im Einzelfall so handeln (wobei hier im Gegenschluß das exakte Einhalten von Fahrplänen und Weisungen keinesfalls als "unvernünftig" dargestellt werden soll!!), evtl. solange, bis tatsächlich mal eine Strafe ausgesprochen wird. Dann werden wohl viele wieder auf stur schalten ...

Sollten allerdings Meinungen wie die von Jörg L.E. (wenn schon Mißstände, dann wenigstens verläßlich ...) überhandnehmen, müssen wir diese Haltung nochmal überdenken. Gefährlich sind diese außerplanmäßigen Halte u.a. aus gleich zwei Gründen:

1) Reisende könnten sich daran gewöhnen und dann, wenn zwingend durchgefahren werden muß, ihr "Gewohnheitsrecht" einfordern und sich beschweren. Wehe einer Tiefenprüfung, wenn dann alle abgewatscht werden, die ungerechtfertigterweise die Türen freigegeben haben ...

2) Verletzt sich z.B. ein Reisender, weil er bei diesem eigentlich ja gar nicht vorhandenem Halt hinfällt und sich die Nase prellt, besteht für diesen quasi illegalen Vorgang sicherlich kein Versicherungsschutz (Gnade den Beteiligten ...), StuS (DB Station und Service) wird sich mit der rückwirkenden Berechnung der Stationsgebühren sicherlich überschlagen etc. etc.

Gruß
Lutz

Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 10.01.2014, 15:03:13
^ Interessant ist ja eher, warum dieser eine Halt nicht bestellt wurde? Denn gerade die Messe sehe ich bei Veranstaltungen als wichtig an und aus Richtung Delitzsch ist es ein durchaus relevanter Umsteigepunkt in Richtung Wiederitzsch und Eutritzsch. Drückte da ein nachfolgender Zug laut Plan?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 10.01.2014, 15:14:43
^ Interessant ist ja eher, warum dieser eine Halt nicht bestellt wurde? Denn gerade die Messe sehe ich bei Veranstaltungen als wichtig an und aus Richtung Delitzsch ist es ein durchaus relevanter Umsteigepunkt in Richtung Wiederitzsch und Eutritzsch. Drückte da ein nachfolgender Zug laut Plan?

Hatte doch @MD612 schon umfassend beantwortet. Einfach mal zurückscrollen!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 10.01.2014, 15:34:09
^ Es wurde etwas vom morgendlichen InterConnex aus Berlin gesagt. Nur der wird zum einen noch vor Leipzig-Nord von der S-Bahn-Strecke auf das 3. Gleis geführt (oder nicht?), könnte alternativ über das Gegengleis oder das Gütergleis verkehren und würde bei einer trotzdem haltenden (wie es ja scheinbar mehrfach vorgekommen ist) oder auch verspäteten /S-Bahn trotzdem hinter dieser ausgebremst werden - oder etwa doch nicht? Entschuldigt bitte, aber wenn der Besteller des Nahverkehrs einem vertakteten, regelmäßigen Nahverkehr weniger Priorität einräumen lässt als einem einzelnen Fernzug (so gern ich alle Jubeljahre mit dem X fahren), für den es alternative Gleisoptionen gibt, kann doch das Interesse an einem echten S-Bahn-Netz nicht sonderlich hoch sein.

BTW: mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass bestimmte S4 in Leipzig-Nord das östliche Gleis benutzen - ist das fest im Fahrplan verankert (wenn ja, welcher Zug will da auf dem normalen Gleis durch) oder gibt es da regelmäßig ein operatives Problem?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 10.01.2014, 16:36:20
^Laut Fahrplanaushang ist der Halt am östlichen Gleis bei bestimmten Fahrten der  /S-Bahn 4 Richtung Süden fest eingeplant. Nach welchem System, habe ich aber auch noch nicht verstanden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 10.01.2014, 19:28:11
Dem InterConnex muss doch vorher dann auch die MRB 54 im Weg gewesen sein, diese ist ja noch etwas später in Delitzsch abgefahren und da hats doch auch funktioniert.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 10.01.2014, 20:21:16
Mal was anderes:

http://www.lvz-online.de/region/taucha/schranken-sind-oefter-geschlossen/r-taucha-a-221861.html?src=21765

(danke für den Hinweis im S-Bahn-Forum).

Was meinen die eigentlich? Die Bahnen fahren da doch nicht öfter, als sie vor den Kürzungen ohnehin gefahren sind.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 10.01.2014, 20:27:32
Die Bahnen fahren da doch nicht öfter, als sie vor den Kürzungen ohnehin gefahren sind.

Glaubst Du ernsthaft, das kann unser lokales Wurschtblatt wissen?? Die haben doch längst vergessen, was da im Frühjahr 2011 abbestellt wurde. Sonst hätten 'se ja nix zum Schreiben.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 10.01.2014, 20:31:55
Da haste auch wieder Recht.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Linie15E am 10.01.2014, 23:45:48
Naja vielleicht sieht DB Netz da mal eher Handlungsbedarf, wäre zumindest wünschenswert. Spätestens 2018 (*träum*) dürfte man das Problem aber los sein im Zuge des Bahnhofsumbaus.


Viele Grüße,
Paul
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Linie15E am 11.01.2014, 00:06:07
Da ich diese Woche aufm Stellwerk in Altenburg Dienst getan habe, bin ich dort auf immer mit der S-Bahn hingefahren und kann mal ein paar Eindrücke schildern.

Vom Stellwerk aus kann man die Züge ja gut beobachten, da ist es schon erschreckend, dass man jeden Tag (und das ist nicht übertrieben) neue Graffitis beobachten konnte. Eine richtige Sauerei. Man scheint das Problem nicht in den Griff zu bekommen. Es kann ja nicht angehen, dass ein Dreiteiler von vorne bis hinten so besprüht wird, dass man aus keinem einzigen Fenster auf der linken Seite nicht ohne Graffiti im Blickfeld raussehen kann.

Hinzu kommen diverse Störungen, z.B. dass das Fahrgastinformationssyst em von Dienstag-Donnerstag im Zug 37505 (6:45 Uhr Bay Bf nach Zwickau) nicht funktionierte. Am Dienstag zeigte der vordere Zugteil der S5X immer Zwickau an, der hintere Halle als Ziel. Das kann einen schonmal verwirren. Das Problem zog sich den ganzen Umlauf lang. In den Zügen gab es dann Durchsagen des Lokführers (ich finds gut, weil Ingo Ruffs Ansagen für meinen Geschmack viel zu laut sind, aber eigentlich ist er ja schon zur Ansage vorgesehen.)
Montag bin ich 37507 (Bay Bf ab 7:45 Uhr nach Zwickau) gefahren, ein Dreiteiler. Ich konnte übertrieben gesagt noch riechen, wie die Leute aus Halle bis zum Hauptbahnhof drinne gestanden haben.
Dann waren diese Woche tageweise die Lifte am Markt und auch am Leuschner-Platz außer Betrieb, die eine Rolltreppe am Leuschner-Platz aufwärts Richtung Petersstraße ging einen Tag auch nicht. Das finde ich für nicht mal einen Monat Betrieb schon ziemlich makaber.
Auch bei den Ansagen auf den Bahnsteigen durch die Blechelse gibt es noch Handlungsbedarf. So werden einem an jeder Station die nächsten Verbindungen angesagt, aber nur dann wenn bei den Anschlusszügen keine S5X dabei ist, denn mit der Aussprache der Line (nehme ich an) kommt die Dame nicht klar. Die Ansagen bei der Einfahrt verstummen dann plötzlich. Auch ist die Ansagelogik nicht durchdacht, so bekommt man mit einem aus Norden kommenden Zug am MDR auch alle Züge zurück in den Norden angesagt, völliger Quatsch, schließlich konnte man schon am Hbf, Markt, WLP und am Bay Bf in diese Züge umsteigen.
 
Ein weiteres Problem der S-Bahn sind die Kurzwenden und idealerweise noch das zusätzliche Stärken und Schwächen an vielen Endpunkten. Insbesondere auf der S4 mit Ziel/Start Geithain spürt man das. Die Züge der S5X in Zwickau haben da auch ihre Probleme. So kommt es durchaus vor, dass die Züge bereits in Werdau enden. Blöd für den, der in Zwickau einsteigen will, weil dann erstmal ne Stunde nichts fährt.

Es gibt also noch allerhand zu tun.
Mich würde interessieren, wie die ersten Einschätzungen aus den Chefetagen zum Start des MDSB-Netzes ausfallen.



Viele Grüße,
Paul
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 12.01.2014, 16:40:59
Die LVZ von diesem Wochenende zu Verspätungen und verpassten Anschlüssen im Markkleeberger Raum:
Kein Anschluss in Markkleeberg

Deutsche Bahn:
Zitat
: "In den ersten Wochen war die Nachfrage und der Orientierungsbedarf bei unseren Fahrgästen sehr hoch, dies führte zu Haltezeitüberschreitungen. Wir können Ihnen versichern, dass die Qualität deutlich besser geworden ist und Sie künftig ihren Bus erreichen werden." Die "Gesamtpünktlichkeit" habe zwischen dem 1. und 6. Januar bei 97 Prozent gelegen.
(Nach Lesart der Bahn werden allerdings nur Züge erfasst, die mehr als fünf Minuten Verspätung haben.)
Eine Zwenkauerin:
Zitat
"Ich habe die /S-Bahn seit Mitte Dezember noch nie pünktlich erlebt und auch nicht die Anschlüsse (/BL.107) nach Zwenkau. Man hat es geschafft, die ganze Region Zwenkau/Groitzsch abzuhängen."
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 12.01.2014, 17:18:45
Ich bin heute das erste Mal mit  /S-Bahn 1 Ri. Wurzen vom Schlachthaus nach Engelsdorf gefahren. Keine konkreten Zahlen, aber waren immer gerne zehn Ein- und zehn Aussteiger.

Eine Verständnisfrage in Sachen zweiter stillgelegter Stötteritzer Kurve  (die erste war die, die mitten durch Reudnitz ging und bis auf die ersten paar Meter, die sich auf einem Firmengelände befinden, längst abgebaut ist):

Ist der  /HS Anger-Crottendorf noch auf der alten Strecke oder schon auf der neu( ertüchtigt)en Kurve Richtung Engelsdorf? Ich habe das beim Rausgucken nicht so richtig geschnallt; die vier Gleise in dieser Ecke haben mich irritiert.

Danke für eine Antwort. :)

sfn
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 12.01.2014, 17:32:18
Nach Lesart der Bahn werden allerdings nur Züge erfasst, die mehr als fünf Minuten Verspätung haben

Das trifft für  /S-Bahn-Bahnen aber nicht zu. Diese sind nur bis zu 2 Minuten pünktlich. Alles darüber ist verspätet.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 12.01.2014, 18:02:36
Ist der  /HS Anger-Crottendorf noch auf der alten Strecke oder schon auf der neu( ertüchtigt)en Kurve Richtung Engelsdorf?

Der Haltepunkt Anger-Crottendorf wurde neu an der Verbindungsstrecke Stötteritz - Engelsdorf errichtet. Die beiden Gleise, die nördlich des Hp A-C abzweigen, verlaufen weiter Richtung Gbf L-Schönefeld - L-Thekla - L-Mockau und bilden den östlichen Teil des Leipziger Güterringes.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 12.01.2014, 18:54:13
Das trifft für  /S-Bahn-Bahnen aber nicht zu. Diese sind nur bis zu 2 Minuten pünktlich. Alles darüber ist verspätet.

Bisher wurden in jeden Artikel den ich gelesen haben seitens DB immer von 5 Minuten gesprochen welche noch nicht als Verspätung gelten.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 12.01.2014, 19:07:05
Bisher wurden in jeden Artikel den ich gelesen haben seitens DB immer von 5 Minuten gesprochen welche noch nicht als Verspätung gelten.

Das trifft auch auf alle Züge zu, die keine /S-Bahn-Bahnen sind.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 12.01.2014, 21:10:21
Auch im Zusammenhang mit  /S-Bahn Bahnen wird bisher immer von 5 Minuten gesprochen, also wissen einige Mitarbeiter scheinbar nicht das es Unterschiede gibt oder die Medien geben es falsch wieder.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 12.01.2014, 21:30:52
^^ Die Unterschiede gibt es auch erst seit Inbetriebnahme des MDSB. Die zwei Minuten resultieren aus dem neuen Verkehrsvertrag zum MDSB, in dem im Unterschied zum früheren VV die zwei Minuten als Bemessungsgrundlage für Verspätungspönale festgelegt sind.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 13.01.2014, 08:31:28
Wie wird das bei der medialen Wiedergabe gehandhabt: Dass die Eisenbahn sich selbst mit +5 noch als pünktlich definiert ist ja landesweit bekannt und lächelnd hingenommen. Wie sind denn unter dem 2 Minuten Aspekt die Aussagen diverser Oberen zu verstehen (noch im Dezember), dass über 90% pünktlich fahren würden?

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 13.01.2014, 21:38:56
Heutiges abendliches Highlight auf der Strecke nach Bitterfeld:

 /S-Bahn 1 verpasst man logischerweise mit dem  /BL.086
 /S-Bahn 2 wurde vom verspäteten ICE überholt. Zur Abfahrtszeit um 18.13 Uhr gab's nur Weißwurst. Mit 3 Minuten Verspätung kam dann mein Zug.

Da die Infrastruktur nicht mehr hergibt, war die  /S-Bahn aber ab L-Nord auf eigenen Gleisen unterwegs und hat den ICE wieder überholt. Hätte man sich also sparen können.

Durch die Verspätung war aber zügiges Fahren im CTL angesagt  :P

Eindruck heute:

Es läuft schon besser und die Fahrgäste lernen auch dazu.

Aufgrund der vielen Fahrräder in der  /S-Bahn 2 mal eine Frage: Erkennen die Zähleinrichtungen eigentlich diese?

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Felix Dunkel am 13.01.2014, 21:49:00
Aufgrund der vielen Fahrräder in der  /S-Bahn 2 mal eine Frage: Erkennen die Zähleinrichtungen eigentlich diese?

Ich vermute ja sonst würde die Anlage ja auch keine Rollstuhlfahrer erkennen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: TALENTiert2 am 13.01.2014, 23:06:40
Kommt es mir nur so vor, oder ist das "Rechts steh, links geh " an rolltreppen an den Leipziger Stationen nicht so bekannt?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 13.01.2014, 23:11:47
^ Das scheint meinen Beobachtungen zufolge generell ein Problem in Leipzig zu sein. Egal ob Einkaufscenter oder S-Bahn Station.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 13.01.2014, 23:21:06
^ Das scheint meinen Beobachtungen zufolge generell ein Problem in Leipzig zu sein. Egal ob Einkaufscenter oder S-Bahn Station.

Ich habe als Kind mal gelernt, dass man auf der Rolltreppe stehen bleiben soll. Dazu gibt es in meiner Erinnerung auch noch Hinweisschilder, wonach das Laufen auf der Rolltreppe nicht erlaubt sei. Zum Laufen sind Treppen da.
Außerdem waren die meisten Rolltreppen auch gar nicht dazu geeignet, dass 2 Menschen nebeneinander drauf passen.
Ein Schild "Rechts stehen, links gehen" ist mir das erste mal etwa 2005 irgendwo im Ruhrgebiet begegnet. Inzwischen finde ich das aber normal, dass man links überholt wird. Und wenn ich es eilig habe, nutze ich natürlich auch die linke Seite

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: sfn am 13.01.2014, 23:44:28
Ich lunse schon seit Tagen nach diesen ominösen Hinweisen mit "Rechts stehen ...". Radler schrieb ja, dass sie irgendwo zu erkennen sein, dann aber nur kryptisch. Ich erkenne gar nirgends etwas.

Kann jemand bitte mal ein Foto von so einem Hinweis machen und hier das mal hochladen?  :D

Übrigens, auf Rolltreppen laufe ich grundsätzlich, wenn ich auch nur ein bisschen auf die Zeit schauen muss.
Ich sage (nur) in Leipzig recht deutlich, bestimmt und höflich: "Kann ich hier bitte durch? - Danke." und gehe nach Möglichkeit links weiter. Selbst die dicken Securitytypen haben sich das von mir anhören müssen und haben sich dann brav zur Seite gewuchtet. Der Spruch "Rechts stehen, links gehen." ist innerlich schon vorbereitet.

Hilft nix, man muss irgendwann mal anfangen, die Leute daran zu erinnern, dass sie nicht allein auf der Rolltreppe und in der Welt sind.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 14.01.2014, 00:01:03
LVZ zieht nach 4 Wochen CTL eine Bilanz:
http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/leipzigs-citytunnel/ein-monat-city-tunnel-in-leipzig-volle-zuege-graffiti-schaeden-und-kampf-gegen-verspaetungen/r-leipzigs-citytunnel-a-222465.html

Und wieder ist zu lesen
Zitat
Pünktlich ist bei der Bahn jeder Zug, der nicht mehr als fünf Minuten zu spät kommt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 00:16:13
Ich kann es nur nochmal wiederholen: Wer die Graffity-Sauerei eindämmen will (ohne auf längst überfällige politische Entscheidungen zu warten), der muss möglichst zentral abstellen. Und das bedeutet: Keine Übernachtungen in Grünau, dafür unbestellte Fahrten ab Miltitzer Allee zurück zum Hbf, die (allein durch die Kino-Besucher) zusätzliche Fahrgäste bringen. Ebenso nix mit Abstellen in Delitzsch, Eilenburg  und Bitterfeld, die paar Kilometer unbestellter Rückfahrt sollte man sich leisten. Neben bewachter Abstellung im Gleisvorfeld von Leipzig und Halle-Hbf, blieben dann nur noch Hoyerswerda, Torgau, Wurzen, Altenburg, Zwickau, Borna und Geithain. Die letzten beiden Paare sollten man zusammenfassen und beispielsweise nur in Zwickau und Borna abstellen, dafür dort auch bewacht. Und Kameras, Kameras, Kameras. Das schreckt die asozialen Schweine ab.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 14.01.2014, 00:24:59
^ Was spricht denn gegen eine Abstellung im EMR Werk Delitzsch?
Dort gibt es zwar auch ab und zu mal Schäden durch Graffiti, aber so oft nu auch nicht.

Wo übernachten denn die Hamster denn im gesamten Netz überhaupt?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 14.01.2014, 08:35:22
Mal eine Frage an die Fahrzeugtechniker: Lassen sich die Schlingerdämpfer einstellen? Mir fällt seit einigen Tagen ein aufschaukelnder Sinuslauf auf der Schnellfahrstrecke Messe - Gröbers auf, der sehr unangenehm ist, komisches rhythmisches Jaulen verursacht und stellenweise rüttelt. Sollte das nicht behoben werden, fräst sich das in die Schienen ein, die bisher (seit 10 Jahren) liegen wie ein Brett.

zum Thema Schmierereien:
Es ist wie bei dem Selbstmörderproblem: Sobald berichtet oder öffentlich diskutiert wird, vermehrt sich die Anzahl. Da hilft nur zähneknirschend alles zu 100% totschweigen. Das würde das Problem analog halbieren helfen.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 14.01.2014, 09:56:14
Ich kann es nur nochmal wiederholen: Wer die Graffity-Sauerei eindämmen will (ohne auf längst überfällige politische Entscheidungen zu warten), der muss möglichst zentral abstellen. Und das bedeutet: Keine Übernachtungen in Grünau, dafür unbestellte Fahrten ab Miltitzer Allee zurück zum Hbf, die (allein durch die Kino-Besucher) zusätzliche Fahrgäste bringen.
Die Silberhamster über Nacht in Grünau abzustellen ist absolut tödlich! Ich hätte niemals damit gerechnet, dass die Verantwortlichen so fahrlässig sind. Eine zentrale Abstellung z.B. im Vorfeld des Hbf und Videoüberwachung bietet wesentlich besseren Schutz gegen Vandalismus. Im Ernstfall ist dann auch die Bundespolizei relativ schnell vor Ort. Die Kosten der dazu erforderlichen Leerfahrten dürften weit unter denen für die Schadensbeseitigung liegen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 14.01.2014, 10:10:30
Hab Ihr Informationen, dass die bisherigen Hamster in Grünau beschmiert wurden. Wenn ja, dann her damit.
Ansonsten sind es nur Vermutungen!!! die zu lasten eines Stadtteiles gehen.
Und wo wurde nochmal der Hamster mit Teer übergossen ? Richtig, in Wurzen !!!

Videoüberwachung bringt absolut nichts, da die Sprüher meistens vermummt zu den Zügen gehen. Sicherheitspersonal ist da notwendig, was außen !!! um die Fahrzeuge regelmäßig geht. Praxis bei der DB war bisher, dass das Wachpersonal sich im Zug aufhalten durfte. Das Ergebnis waren beschmierte Fahrzeuge im Vorfeld des Leipziger Hauptbahnhofes.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tilman am 14.01.2014, 10:15:05
LVZ zieht nach 4 Wochen CTL eine Bilanz:

Ich traue ja der Journallje grundsätzlich nicht über den Weg. Aber manchmal sagen sie auch etwas, ohne zu merken, was sie da sagen. Ob DB Regio tatsächlich mit ganzen 2 Reserve-Triebzügen in die Ausschreibung gegangen ist? Bedauerlicherweise (es ist aber auch tragisch, sowas!  8-) ) ist einer der beiden ja noch vor der Abnahme im Werk Deltzsch entgleist.

Mal kurz nachgerechnet: 34 Kurse werden planmäßig benötigt, bei 50 vorhandenen Triebwagen. Nun will man ja auch ab und zu Traktion fahren, zumindest mal auf den 4 Kursen der S3 und den 4 Kursen der S5X, ab und zu auch noch auf der S4 (4x für die Kurzläufe Borna-Torgau) und der S5 (2 der 4 Umläufe). Rechnung: 34+4+4+4+2 = 48. Kommt hin.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 14.01.2014, 12:58:04
Mal noch eine andere Frage...
hat denn schon mal jemand das "Catering auf ausgewählten Linien" ausprobiert?

http://www.bahn.de/s_mitteldeutschland/view/service/serviceleitungen.shtml

Ich habe zumindest noch nie einen Zugbegleiter mit Kaffeetablett in der S-Bahn gesehen - von daher würde es mich mal interessieren, auf welchen Linien es dieses Angebot gibt und ob es tatsächlich Catering (analog zur MRB) oder Snack-Automaten, wie in einigen RE-Linien, umfasst.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 13:39:53
Ich traue ja der Journallje grundsätzlich nicht über den Weg. Aber manchmal sagen sie auch etwas, ohne zu merken, was sie da sagen. Ob DB Regio tatsächlich mit ganzen 2 Reserve-Triebzügen in die Ausschreibung gegangen ist? Bedauerlicherweise (es ist aber auch tragisch, sowas!  8-) ) ist einer der beiden ja noch vor der Abnahme im Werk Deltzsch entgleist.

Mal kurz nachgerechnet: 34 Kurse werden planmäßig benötigt, bei 50 vorhandenen Triebwagen. Nun will man ja auch ab und zu Traktion fahren, zumindest mal auf den 4 Kursen der S3 und den 4 Kursen der S5X, ab und zu auch noch auf der S4 (4x für die Kurzläufe Borna-Torgau) und der S5 (2 der 4 Umläufe). Rechnung: 34+4+4+4+2 = 48. Kommt hin.

Kommt nicht hin. Die Praxis zeigt, dass eine technische Reserve von 15 bis 20 % nötig ist. Alle darüber hinausgehenden Zusicherungen führen zu Krisen wie in Berlin. Außerdem müssen Einsatzreserven vorhanden sein. Mindestens in Leipzig und Halle muss je ein einsatzbereiter und besetzter Triebwagen stehen, um bei Ausfällen oder größeren Verspätungen einzuspringen. Aber die DB zahlt wohl lieber die Vertragsstrafen, als so zu verfahren, wie es immer üblich war. Die Berliner S-Bahn hält mindestens 6 Reservezüge stationiert: Ostkreuz, Gesundbrunnen, Ostbahnhof, AnhalterBahnhof, Westkreuz, Grünau.

Von den zu gering gewählten Kehrzeiten ganz abgesehen. Normal ist sowohl auf der S4 Geithain, als auch auf der S5x jeweils ein zusätzlicher Umlauf erforderlich. Das würde bedeuten: 36 planmäßige Kurse, davon 15 Traktionen plus 2 Einsatzreserven im Netz = 53 arbeitende Triebwagen plus Werkstatt/Instandhaltungsreserve von 15 % = 60 Triebwagen. Mindestens.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 14.01.2014, 13:52:34
^^ kein Wunder, tut doch die Strafe nicht weh! Denn die Pönale fließt an den Zweckverband zurück, welcher (bzw. welche, je nach Anteil der Besteller) davon gern zusätzliche Leistungen bestellt, Sonderverkehre etc. Wer bekommt diese? Richtig, die kommen nur etwas später wieder zurück in den Kreislauf...

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 14.01.2014, 14:03:41
Keine Übernachtungen in Grünau, dafür unbestellte Fahrten ab Miltitzer Allee zurück zum Hbf,...

Das war aber schon vor Einstellung der /S-Bahn 1 so, nach dem es immer wieder Schäden zu beklagen gab.
Aber letztendlich reichen schon wenige Sekunden Aufenthalt an einem unbelebten Haltepunkt....
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 14:04:28
^^ kein Wunder, tut doch die Strafe nicht weh! Denn die Pönale fließt an den Zweckverband zurück, welcher (bzw. welche, je nach Anteil der Besteller) davon gern zusätzliche Leistungen bestellt, Sonderverkehre etc. Wer bekommt diese? Richtig, die kommen nur etwas später wieder zurück in den Kreislauf...

Gruß
der Radler

Dann sollte man es eher wie in Berlin machen und von dieser Summe andere Sachen finanzieren. Zum Beispiel die Überdachung von Bahnsteigen...

Das war aber schon vor Einstellung der /S-Bahn 1 so, nach dem es immer wieder Schäden zu beklagen gab.
Aber letztendlich reichen schon wenige Sekunden Aufenthalt an einem unbelebten Haltepunkt....

In wenigen Sekunden wird man kaum ein großflächiges Graffiti anbringen können. Ich denke, die Masse des Problems entsteht während der nächtlichen Abstellung.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Dase am 14.01.2014, 14:21:32
Dann sollte man es eher wie in Berlin machen und von dieser Summe andere Sachen finanzieren. Zum Beispiel die Überdachung von Bahnsteigen...

Mir ist da nur eine bekannt, die der Regionalbahngleise am Ostkreuz. Die wird aber nicht über einzelne Fehlleistungen finanziert, sondern über das monatelange S-Bahn-Chaos mit zahlreichen vollständig ausgefallenen Zügen. Da geht es doch um ganz anderes Summen.

In wenigen Sekunden wird man kaum ein großflächiges Graffiti anbringen können.

Dass dem nicht so ist, kannst du ziemlich schnell bei Youtube herausfinden (ich nehme mal an, die Verlinkung entsprechenden Materials ist hier nicht gewünscht).
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 14.01.2014, 15:25:40
Und andererseits steht in Thekla jeweils eine Garnitur der S4 für 1 3/4 Stunde herum! (Ankunft aus dem Süden zur Minute 07 der ungeraden Stunde und Abfahrt nach Süden zur Minute 52 der geraden Stunde)

Ich habe den bisher auch immer dort stehen sehen oder mir sagen lassen, dass er dort stand, als Einsatzreserve z.B. für verspätete oder ausfallende Züge scheint der üblicherweise also eher nicht einzuspringen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 14.01.2014, 15:26:23
In wenigen Sekunden wird man kaum ein großflächiges Graffiti anbringen können.

Die "Künstler" haben für ihre Zwecke schon lange aufgerüstet, oder glaubst Du die verwenden noch geklaute Spraydosen aus dem Baumarkt..  ::)
Eine Gruppe weniger Leute kann innerhalb von Sekunden einen gesamten Zug verunstalten!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 16:52:35
Die "Künstler" haben für ihre Zwecke schon lange aufgerüstet, oder glaubst Du die verwenden noch geklaute Spraydosen aus dem Baumarkt..  ::)
Eine Gruppe weniger Leute kann innerhalb von Sekunden einen gesamten Zug verunstalten!

Ich weiß nicht, worüber wir hier streiten. Dass diese Subunkultur alles mögliche machen kann, mag sein, aber die alltäglichen Schmierereien entstehen nicht in solchen spektakulären Aktionen. Man wird nie jede Möglichkeit für Schmierereien ausschließen können. Eine erfolgreiche Strategie zur Eindämmung setzt  voraus, dass man auf der einen Seite den Aufwand, den die treiben müssen, und das Risiko der Entdeckung und Bestrafung erhöht, andererseits den "Nutzen" für diese Möchtegern-Künstler gegen Null tendieren lässt. Um das erste zu erreichen, muss man zentral abstellen, gut bewachen und gnadenlos bestrafen, für das zweite ist die schnelle Beseitigung  der Schmierereien wichtig. Dass sich auch dann noch eine Gruppe gerhirnamputierter finden kann, die dann eine oder zwei spektakuläre Aktionen machen, kann ja sein. Aber spektakuläre Aktionen haben nun mal den Vorteil, dass man sie nicht jeden Tag treiben kann.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 14.01.2014, 17:14:19
Und das bedeutet: Keine Übernachtungen in Grünau, dafür unbestellte Fahrten ab Miltitzer Allee zurück zum Hbf, die (allein durch die Kino-Besucher) zusätzliche Fahrgäste bringen.

Wer sagt denn, dass nachts in Grünau Silberhamster stehen würden?? Ich kann Dich beruhigen, die fahren tatsächlich zum Hbf in die Abstellung. Allerdings als Leerfahrt. Warum auch Vollzugleistungen fahren, die der ZVNL als Besteller nicht bestellt und bezahlt?? Von den paar Kinobesuchern lassen sich die zusätzlichen Stationsentgelte jedenfalls nicht finanzieren.

Auch in Delitzsch, Eilenburg und Geithain wirst Du nachts vergeblich nach Silberhamstern suchen, größtenteils gibt der Fahrplan dort gar keine Nachtabstellungen her.

Was die Bewachung angeht, damit schreckst Du die Schmierer schon lange nicht mehr ab. Das ist für die noch'n extra Kick, wenn die es schaffen, bewachte Züge (und nicht nur diese) zu beschmieren. Zum Dank wird dann noch das versteckt abgestellte Auto der Wachfirma demoliert. Gerade auf dem Hbf läuft nachts sowohl die Bundespolizei als auch die DB-Sicherheit regelmäßig Streife, und trotzdem sind Graffiti nicht ausgeschlossen. Kameras sind dagegen weitgehend nutzlos, was nützt Dir ein superscharfes Bild von dunklen Gestalten in dunklen Kapuzenshirts...

Was spricht denn gegen eine Abstellung im EMR Werk Delitzsch?

Eventuell die Tatsache, dass dort nachts keiner das Tor aufschließt? Keine Ahnung, wie das die MRB dort löst. Der eine in Frage kommende Silberhamster fährt abends leer nach Halle.

Aber manchmal sagen sie auch etwas, ohne zu merken, was sie da sagen. Ob DB Regio tatsächlich mit ganzen 2 Reserve-Triebzügen in die Ausschreibung gegangen ist?

Es sind insgesamt drei Triebzüge Reserve geplant, nach der Entgleisung waren's nur noch zwei. Wobei die planmäßige Instandhaltung während der planmäßigen Standzeiten in Halle durchgeführt wird. Damit stehen die beiden (eigentlich drei) Reservewagen als echte Reserve bei außerplanmäßigen Schäden, Störungen etc. zur Verfügung.

Die Praxis zeigt, dass eine technische Reserve von 15 bis 20 % nötig ist.

Üblich sind heute bei Neubaufahrzeugen (nicht nur bei der DB, schau Dir u.a. auch mal die LVB an) etwa 10%. Da sind dann aber auch Reserven für Großinstandhaltungen (HU) drin, die gibt es im MDSB erst ab Ende 2015, wenn die S2 aus dem Vertrag raus fällt. Dann stehen deren Wagen als zusätzliche Reserve zur Verfügung (bis dahin fallen ja noch keine HU an), dann sind's auch 10%. Und eh Du jetzt auf die DB wetterst, auch der Wettbewerber hat mit Sicherheit mit einer gleichartigen Reserve kalkuliert.

Außerdem müssen Einsatzreserven vorhanden sein.

Wenn's der Besteller fordert, gerne. Ansonsten ist die Zahlung von Ausfall-Pönale tatsächlich für das EVU wirtschaftlicher als die Vorhaltung zusätzlicher Reserven. So funktioniert der geheiligte Wettbewerb im SPNV. ALLE Unternehmen versuchen an allen Enden Kosten zu optimieren, notfalls zu Lasten der Fahrgäste. Die sind ohnehin nicht die Hauptkunden der EVU, das sind die Besteller, von denen kommt der weitaus größere Anteil der Einnahmen.

Aber die DB zahlt wohl lieber die Vertragsstrafen, als so zu verfahren, wie es immer üblich war.

Üblich waren mal Staatsbahnen, die dem Gemeinwohl verpflichtet war und die unter direkter Aufsicht der Bundesregierung stand. Aber das hat man ja 1994 abgeschafft... Seitdem zählen nur noch Renditen, egal ob die in den Bundeshaushalt fließen oder in die Kassen ausländischer Staatsbahnen und Aktionäre.

In wenigen Sekunden wird man kaum ein großflächiges Graffiti anbringen können.

Du hast wirklich keine Vorstellungen?? Sechs Mann nachts 30 Sekunden an einem Bahnsteig und der Desiro war auf einer Seite zu. Selbst während der Fahrt haben die das schon gemacht, bei der Abfahrt in Miltitzer Allee war noch alles i.O., bei der Ankunft in Plagwitz hat der Stellwerker dem Lokführer die komplett übertünchte hintere Stirnwand samt Frontscheibe gemeldet...

Gruß Peter


Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 17:47:48
Wer sagt denn, dass nachts in Grünau Silberhamster stehen würden?? Ich kann Dich beruhigen, die fahren tatsächlich zum Hbf in die Abstellung. Allerdings als Leerfahrt. Warum auch Vollzugleistungen fahren, die der ZVNL als Besteller nicht bestellt und bezahlt?? Von den paar Kinobesuchern lassen sich die zusätzlichen Stationsentgelte jedenfalls nicht finanzieren.


Einerseits, gut. Meine letzte Kenntnis war, dass die da übernachten.

Andererseits, was heißt, die paar? (Hamseln sparst du dir diesmal?) Bei meinem letzten Besuch - und es war nicht mal Kinotag - waren zur Abendvorstellung weit über 200 Besucher. Wenn auch nur ein Viertel davon zur Rückfahrt die S-Bahn nutzen könnte (was heute nicht möglich ist da die letzte fahrplanmäßige Fahrt vor Ende der Abendvorstellung weg ist), wäre es eine bessere Auslastung als das worüber in dem Zählthread so geprotzt wird.

Das ist halt das "moderne kundenorientierte Dienstleistungsunternehm en", nicht? 

notfalls zu Lasten der Fahrgäste. Die sind ohnehin nicht die Hauptkunden der EVU, das sind die Besteller, von denen kommt der weitaus größere Anteil der Einnahmen.


Genau das ist das Problem, weswegen ich der Meinung bin, dass das ganze "europäische Wettbewerbssystem" für die Tonne ist. Dann schon lieber ein vollständig staatliches Eisenbahnmonopolunterneh men, das Bedarfsermittlung, Leistungsplanung und Betrieb in einer Hand hat. Ich will die gute alte Beamtenbahn zurück!!! 


Üblich sind heute bei Neubaufahrzeugen (nicht nur bei der DB, schau Dir u.a. auch mal die LVB an) etwa 10%. Da sind dann aber auch Reserven für Großinstandhaltungen (HU) drin, die gibt es im MDSB erst ab Ende 2015, wenn die S2 aus dem Vertrag raus fällt. Dann stehen deren Wagen als zusätzliche Reserve zur Verfügung (bis dahin fallen ja noch keine HU an), dann sind's auch 10%. Und eh Du jetzt auf die DB wetterst, auch der Wettbewerber hat mit Sicherheit mit einer gleichartigen Reserve kalkuliert.


Es hat sich aber gezeigt, dass 10 % nicht ausreichen. Gerade Neubaufahrzeuge sind störanfällig, wie Eisenbahnfahrzeuge es noch nie zuvor waren. Habe das Gefühl, dass seit ungefähr 10-15 Jahren nur noch Dreck produziert und geliefert wird. Da war man sogar in den 20ern des 20ten Jahrhunderts besser.

EDIT: Hätte da noch zwei Fragen:


Auch in Delitzsch, Eilenburg und Geithain wirst Du nachts vergeblich nach Silberhamstern suchen, größtenteils gibt der Fahrplan dort gar keine Nachtabstellungen her.


Das mit Delitzsch hast du schon beantwortet. Bleibt noch:

1. Was wird aus der S4 an 21.54 Eilenburg? Eine planmäßige Rückfahrt ab Eilenburg gibt es nach 21.03 Uhr nicht mehr. Geht es da auch als Leerfahrt nach Halle?

2. Ebenso S4 an Geithain 1.08 täglich und 22.56 So-Do? Letzte im Kursbuch ausgewiesene Abfahrt ab Geithain ist 21.50 Uhr täglich und 0.01 Sa/So.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 14.01.2014, 19:04:08
Wenn auch nur ein Viertel davon zur Rückfahrt die S-Bahn nutzen könnte (was heute nicht möglich ist da die letzte fahrplanmäßige Fahrt vor Ende der Abendvorstellung weg ist)

Laufen denn da wirklich so viele Filme, die erst nach 22:00 zu Ende sind?? Und das auch noch täglich und mit halbwegs voller Auslastung?? Und wie viele derer Besucher kommen aus dem westlichen Umland mit dem Auto?? Ich frag nur, weil ich schon sehr lange nicht mehr im Grünauer Lichtspielhaus war.

Ansonsten gilt auch hier wie bei vielen anderen Leerzügen auch, es wird nur das als Vollzug gefahren, was bestellt wird. Die Besteller kommen sonst auch sehr schnell auf den Trick, Leistungen abzubestellen in der Hoffnung, dass die Bahn (egal welche) den dann entstehenden Leerzug kostenlos als Vollzug fahren lässt.

Ergänzung: Im Übrigen hat die Bahn auch nichts davon, wenn sie mit zu Vollzügen erklärten Leerzügen zusätzliche Fahrgäste befördert. Die Fahrgelder werden im Fall der MDSB allesamt an den Besteller abgeführt, die Bahn bekommt nur die Zugleistungen vom Besteller voll bezahlt, die bestellt sind. Den Irrsinn nennt man umgangssprachlich auch "Brutto-Vertrag"

Genau das ist das Problem, weswegen ich der Meinung bin, dass das ganze "europäische Wettbewerbssystem" für die Tonne ist.

Wem sagst Du das?? Nur ändern können wir es hier nicht. Höchstens noch an der Wahlurne, und selbst da hab ich meine Zweifel. Mit Eisenbahnthemen gewinnst Du im Autoland Deutschland keine Wähler...

Es hat sich aber gezeigt, dass 10 % nicht ausreichen. Gerade Neubaufahrzeuge sind störanfällig

Die Kaufmichs glauben aber nun einmal lieber den theoretischen Vertragszusagen der Hersteller als den praktischen Erfahrungen der Betriebler. Das dürfte nicht nur bei der Eisenbahn so sein.

Was wird aus der S4 an 21.54 Eilenburg?

Fährt später leer nach Torgau, um den dort eine Stunde später ankommenden Solo-Wagen zum Doppel zu verstärken, der dann auf der Rückfahrt in Neukieritzsch nach Altenburg und Geithain geflügelt wird. Und um der nächsten Frage gleich vorweg zu kommen, die früh um 5:04 in Eilenburg beginnende S4 kommt leer aus Leipzig.

Ebenso S4 an Geithain 1.08 täglich und 22.56 So-Do?

Leerfahrt zur Abstellung nach Borna. In Geithain können keine Züge abgestellt werden, da dort nur das eine Bahnsteiggleis unter Fahrdraht ist.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 14.01.2014, 19:12:08
Laufen denn da wirklich so viele Filme, die erst nach 22:00 zu Ende sind?? Und das auch noch täglich und mit halbwegs voller Auslastung?? Und wie viele derer Besucher kommen aus dem westlichen Umland mit dem Auto?? Ich frag nur, weil ich schon sehr lange nicht mehr im Grünauer Lichtspielhaus war.



1. Filme die um 20 Uhr beginnen, sind generell - schon wegen der Werbung - nicht vor 22.00 Uhr zu Ende. Und dann gibt es auch Vorstellungen, die 20.15 oder 20.30 beginnen. Was die örtliche Herkunft der Besucher angeht, so habe ich natürlich keine Befragung durchgeführt. Generell ist es so, dass im Freizeitverhalten viele den vorhandenen Verkehrsverbindungen folgen, sprich es WÜRDEN viele aus Alt-West und Nordwest das B-max nutzen, wenn es eine attraktive Verbindung gäbe. Beeindruckend, wie viele Plagwitzer und Lindenauer zum Beispiel das Allee-Center für sich entdeckt haben, habe ich schon mehrfach beobachtet. Derzeitiger Stand ist, dass nach Vorstellungsende sich mehr als die Hälfte, deutlich bis überwältigend mehr als die Hälfte, der Kinobesucher zum Parkdeck begibt. Grünauer sind ganz deutlich in der Minderheit. Die westlichen Vorstädte würde ich allerdings eher dem UCI zuordnen... Allenfalls Markranstädter ohne eigenen fahrbaren Untersatz...

(Wenn man kreativ sein will, könnte man ja mal nachdenken, ob das Kino nicht als Werbepartner für die Stationsgebühren in Frage kommt. Für ein Jahr und dann hätte man zählbare Argumente beim Zweckverband)

2. Danke für die Antwort/Auskunft.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Fabi am 14.01.2014, 19:30:52
Genau dieses Verbindungsproblem hat mich am Kinobesuch im Allee-Center gehindert - von Gohlis aus wäre die Fahrzeit zum Allee Center mit der S-Bahn, vor allem verglichen mit der Straßenbahn, sehr attraktiv. Letztendlich haben wir uns doch für Cinestar entschieden, auch wenn da der gewünschte Film nicht zur gewünschten Zeit lief und die Eintrittskarte teurer war. Schade für die Bahn und Schade fürs Kino im Allee Center, aber eine Abfahrt nach 22:07 Uhr ist eben nicht drin.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 14.01.2014, 20:15:00
Alle darüber hinausgehenden Zusicherungen führen zu Krisen wie in Berlin.

Im Zusammenhang mit der Berliner S-Bahn empfehle ich den Artikel "Dit is’ soo krank hier!" bei tagesspiegel.de (http://www.tagesspiegel.de/berlin/fuenf-jahre-s-bahn-krise-dit-is-soo-krank-hier/9326290.html) (auch die 2. Seite beachten). Zur Pünktlichkeit steht darin:

Zitat
Die aktuellste Qualitätsbilanz des Verkehrsverbundes VBB bescheinigt ihr für Oktober 2013 eine Pünktlichkeit von 91,3 Prozent. Zum Vergleich: An einem der Frosttage im Januar 2009 waren es 27 Prozent. Der Verkehrsvertrag mit dem Land fordert mindestens 96 Prozent.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 14.01.2014, 20:30:41
hat denn schon mal jemand das "Catering auf ausgewählten Linien" ausprobiert?

Das Cateringangebot wird es vsl. ab Ende Februar geben. Man wollte erst die Turbulenzen des Betriebsstarts abwarten. Das Angebot gibt es aber nur auf der S4 in den Zügen nach Hoywoy und auf der S5X nach Zwickau. Und auch nicht vom Zugbegleiter, sondern von externen Dienstleistern mit 'nem Caddy.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 14.01.2014, 21:30:00
Und auch nicht vom Zugbegleiter, sondern von externen Dienstleistern mit 'nem Caddy.

Ich warte dann schon voller Vorfreunde auf die Durchsage: "Soeben ist unser mobiler Breznverkäufer zugestiegen." :-)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 15.01.2014, 00:41:45
Weiß jemand, ob die Züge nach Hoyerswerda gut angenommen werden? Habe mich mal über den Zustand der Stadt informiert und das ist ja der Horror:

- auf etwas über 30 Tausend Einwohner (von ehemals über 70) zusammengeschrumpft und noch kein Ende der Schrumpfung in Sicht;
- das zuvor frisch renovierte Empfangsgebäude im Bahnhof ist seit einiger Zeit geschlossen, womit Hoyerswerda die einzige Stadt dieser Größenordnung ist, die faktisch nur über einen unbesetzten Haltepunkt verfügt;
- Stadtverkehr im 20-Minuten-Takt auf drei Linien hört Mo-Fr bereits kurz nach 16 Uhr auf, danach bis 20 Uhr und Sonnabends bis zum Nachmittag fährt nur noch eine Linie im Stundentakt und zu den übrigen Zeiten (Sonntags ganztägig) nur zuschlagpflichtige Anruftaxen.

Und das war mal eine aufstrebende Stadt mit O-Bus!!!

Das ist ja fast schon Völkermord, was mit den armen Sachsen passiert :-(
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.01.2014, 07:13:45

Das ist ja fast schon Völkermord, was mit den armen Sachsen passiert :-(

Mit wievielen eigenen Kindern trägts du diesem Trend entgegen?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 15.01.2014, 10:43:53
Ansonsten gilt auch hier wie bei vielen anderen Leerzügen auch, es wird nur das als Vollzug gefahren, was bestellt wird. Die Besteller kommen sonst auch sehr schnell auf den Trick, Leistungen abzubestellen in der Hoffnung, dass die Bahn (egal welche) den dann entstehenden Leerzug kostenlos als Vollzug fahren lässt.
Juhu, es lebe die Kundenorientierung und Geldgier - auf beiden Seiten (Besteller und Auftragnehmer). So viel zu den angeblichen Vorteilen der Ausschreiberei und Wettbewerbsorientierung ...

Hoyerswerda (...) das zuvor frisch renovierte Empfangsgebäude im Bahnhof ist seit einiger Zeit geschlossen, womit Hoyerswerda die einzige Stadt dieser Größenordnung ist, die faktisch nur über einen unbesetzten Haltepunkt verfügt
Mal ein Beispiel aus einer anderen Stadt: das historische Bahnhofsgebäude in Wittenberg, äußerlich sehr schön saniert, soll mangels Nutzungsideen abgerissen werden. Stattdessen ist aber zumindest ein kleiner Flachbau westlich der Bahnanlagen im Bereich der heutigen "Servicecontainer" geplant.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 15.01.2014, 11:01:17
Mit wievielen eigenen Kindern trägts du diesem Trend entgegen?

Ich kann mir trotz Vollzeitarbeit keine Familie leisten.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Jörg.L.E. am 15.01.2014, 21:41:57
Ich kann mir trotz Vollzeitarbeit keine Familie leisten.

Deswegen haben in Afrika und im Nahen Osten all die Gutverdienenden 5 und mehr Kinder. Besonders entlang der Sahelzone muss demnach die Wirtschaft boomen.
Kinder sind Investiton, die gefühlte Armut in den Köpfen ist nur ein Mangel an Konsumation.
Für mich alles nur Ausreden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 15.01.2014, 23:52:06
Aber genug geträumt, der Nord - Südtunnel hat von 1992-2014 gebraucht, eine Fortsetzung erlebe ich nicht mehr, selbst wenn ich 100 Jahre alte werden sollte.

1900... Oder noch früher.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 16.01.2014, 12:10:31
Zitat von: coppy
Aber genug geträumt, der Nord - Südtunnel hat von 1992-2014 gebraucht, eine Fortsetzung erlebe ich nicht mehr, selbst wenn ich 100 Jahre alte werden sollte.
1900... Oder noch früher.
1892, zumindest war das der Jahr des allgemeinen Staatsvertrages zwischen Preußen und Sachsen, in dem die Nord-Süd-Verbindung mit vereinbart wurde. 1898 bis 1902 folgte der detaillierte Vertrag, in dem für die Verbindung auch ein Tunnel statt eines oberirdischen Durchgangsbahnhofes drin stand und an dem auch die Stadt mitverhandelte. Weiß jemand, wann der Bau genau begann (mir ist da die Jahreszahl 1906/1907 im Hinterkopf, aber der Gebäudebau begann meines Wissens ja erst später)?

Fakt ist: da müssen sich die Berliner übrigens noch sehr anstrengend, um uns zu erreichen ... :P

Und hoffentlich dauern nennenswerte Erweiterungen (z.B. separierte Gleise, neue Haltepunkte) des S-Bahn-Netzes jetzt nicht mehr ganz so lange.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lößniger am 16.01.2014, 19:13:24
Ist da was dran was in der LVZ steht?

Es sollen 3 neue Haltepunkte für die  S Bahn gebaut werden.
Allerdings ist der Artikel nur teilweise lesbar, bei LVZ online!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Sven am 16.01.2014, 19:28:48
Ist da was dran was in der LVZ steht?

Es sollen 3 neue Haltepunkte für die  S Bahn gebaut werden.
Allerdings ist der Artikel nur teilweise lesbar, bei LVZ online!

Das hatten wir doch vor ein paar Stunden hier im Forum. Kann sich ja nur um die 3 Bahnhöfe Paunsdorf, Essener Str. und Mockau handeln. Alles andere wäre mir neu.

Grüße
Sven
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Tino am 16.01.2014, 19:46:36
Zitat
Für den Umbau des Haltepunktes Essener Straße gibt es derzeit noch keinen konkreten Realisierungszeitraum". "Der Haltepunkt Mockauer Straße ist Bestandteil des komplexen Bauvorhabens Leipzig-Thekla". "Der Bau des neuen Haltepunktes Paunsdorf kann nicht vor 2017 in Angriff genommen werden..

LVZ 15.01.2014
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: LeipzigSO am 16.01.2014, 23:26:01
Wird  /S-Bahn Essener Straße nicht im Zusammenhang mit einem Bauabschnitt der Einbindung VDE 8 realisiert !? Ich denke schon, dass das terminiert ist.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 18.01.2014, 13:00:24
(http://s1.directupload.net/images/user/140118/temp/rjbyjjww.jpg) (http://www.directupload.net/file/u/38916/rjbyjjww_jpg.htm)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 19.01.2014, 20:39:28
Mir ist eben auf der Fahrt von Halle nach Leipzig aufgefallen, dass sowohl im Vorfeld des halleschen HBF, als auch auf dem Abstellgleis am Flughafen Talent 2 abgestellt sind und dabei Innen voll beleuchtet waren. Ich vermute mal, dass bei 4 Zügen das Ausschalten nicht vergessen wurde, sondern man die Überwachungskameras im Zug laufen lässt und das Licht an bleibt. Soll so Vandalismus verhindert werden und die Aufklärungsquote erhöht werden?!

Danke für eure Meinungen.

Grüße!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 19.01.2014, 21:00:35
Damit sind zwar optimale Bedingungen für die Videoaufnahme geschaffen, welche aber nicht viel nützt, weil die Grafitti-"Künstler" fast immer vermummt sind.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 19.01.2014, 22:17:52
So Aussagekräftige Aufnahmen kommen da aber sicherlich nicht raus. Die Kameras sind ja drinnen, die "Künstler" aber draußen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 19.01.2014, 22:23:53
Mir ist eben auf der Fahrt von Halle nach Leipzig aufgefallen, dass sowohl im Vorfeld des halleschen HBF, als auch auf dem Abstellgleis am Flughafen Talent 2 abgestellt sind und dabei Innen voll beleuchtet waren. Ich vermute mal, dass bei 4 Zügen das Ausschalten nicht vergessen wurde, sondern man die Überwachungskameras im Zug laufen lässt und das Licht an bleibt. Soll so Vandalismus verhindert werden und die Aufklärungsquote erhöht werden?!

Danke für eure Meinungen.

Grüße!

Naja, "Vorfeld" ist nun leider etwas ungenau, da muß man schon unterscheiden, wo genau.
In Halle gibt es zeitweise tatsächlich abgestellte Züge (aber nur zeitweise, eigentlich müssen ja im Tagesverkehr alle ständig irgendwo rumhamstern), die sind aber im Regelfall auch dunkel. Stehen sie im Werkstattbereichn (d.h. in Halle meist unter freiem Himmel, es gibt ja noch keine eigene Hamsterwerkstatt), will evtl. der Werkmeister oder sonstwer etwas von der Störung sehen oder die Reinigung ist gerade am Wirken, alle brauchen für ihre Arbeit Licht.

Läuft gerade ein Vorbereitungsdienst oder stehen die Wagen eine Wendezeit ab, bleibt das Licht ebenfalls an bzw. ist unbedingt erforderlich (siehe unten).

Das "Abstellgleis" am Flughafen dient nicht zum "Abstellen", sondern zum Wenden der Züge. Da der Führer in den wenigen Minuten Ausweich- und Wendezeit nicht im Dunkeln (mit Taschenlampe?) auf die andere Seite wechseln möchte und das Zub die Wendezeit für Schreibkram (und wenn es nur das Einstellen der Zange ist ...) nutzen muß, bleibt das Licht auch dort an.

Nur zur Info: Wird bei einem Hamster im Betriebsmodus (nicht im Abstellmodus*) das Fg-Licht ausgemacht und ist es außen so dunkel, daß die Kameras nicht mehr genug Licht für ihre Arbeit "aufsaugen" können, kommt auf dem zentralen Bildschirm alsbald die Störmeldung "Kamera XYZ abgedeckelt" - und das etwas zeitversetzt für jede Kamera einzeln. Diese "Störungen" müssen, um nicht ständig durch blinkenden Störmelder zu nerven und nicht wirklich wichtige Störmeldungen zu überblenden, auch jedesmal komplett abgearbeitet werden. Manche Lokführer fahren daher sogar Leerzüge mit Licht ...

*Abstellmodus: Das Fahrzeug bleibt zwar aufgerüstet, wird aber quasi "Schlafen gelegt". Die Wiederinbetriebnahme - aus dem Abstellmodus in den Betriebsmodus - erfordert wieder den gesamten Vorbereitungsdienst, derzeit werden dafür wohl mind. 26 min berücksichtigt (noch nicht endgültig geklärt). So lang sind die meisten Wendezeiten gar nicht ...

Vandalismus läßt sich dadurch aber kaum verhindern. Das Blickfeld der Kameras reicht nur in den Zug, sind aber die Türen freigegeben und Reisende haben somit Zutritt, muß das Licht ohnhehin an sein. Sprayer lassen sich davon freilich leider kaum abschrecken.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 19.01.2014, 23:15:49
Ich fahre jeden Sonntag etwa zur gleichen Zeit (heute 19.14). Die letzten 3 Wochen (die Wochen davor auch, soweit ich mich erinnere) standen die Wagen ebenfalls dort, komplett unbeleuchtet. Daher fiel mir dies heute auch so auf. Ich konnte auch keine Person im Umfeld der Wagen erkennen. In Halle standen die Züge auf den Gleisen auf der Südseite des HBF in Fahrtrichtung Leipzig links, nach Ende des Bahnsteigs 11.

Grüße!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D-Fan am 22.01.2014, 07:56:09
Ein paar Eindrücke zum derzeitigen Betrieb:

- Mit Einsetzen des Eisregens wurden über die Anzeigetafeln der Hinweis auf Glätte am Bahnsteig geben. Zusätzlich wurde durch den Lokführer die aussteigenden Fahrgäste vor der Glätte gewarnt.
- Heute morgen warnte der ZUB beim Aussteigen die Fahrgäste vor der Glätte durch den Schneefall.
- Alle  /S-Bahn -Bahnen, mit denen ich gefahren bin !!!, waren pünktlich.

Sehr positive Eindrücke meinerseits zum derzeitigem Betrieb.

MfG T4D-Fan
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 22.01.2014, 10:35:41
Der Glättehinweis als Laufschrift ist mir bereits am Montag Abend aufgefallen. Ansagen habe ich weder am Montag noch heute gehört.

Am Bayerischen Bahnhof und in Heiterblick muss jemand am frühen Morgen geschoben haben, die Schneedecke war vergleichsweise dünn, wenn auch trotz der Fußgänger am Bayer. Bf. geschlossen. Gestreut wurde allerdings an beiden nicht (kein Split o.dgl.), was an der Absenkung zum Bayer. Bf. vereinzelt zu leicht rutschigen Stellen führt - und interessanten Beobachtungen :)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 22.01.2014, 20:37:51
Auf MDR-Info soeben Bericht über die Pünktlichkeitsproblematik.

Hier zum Nachhören:

http://www.mdr.de/mdr-info/index.html
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: T4D am 22.01.2014, 21:26:46
Laut Bahn-Sprecher in dem Beitrag seien die Züge zu 97 % pünktlich. In dem Dokument Fragen und Antworten zur DB-Pünktlichkeitsstatistik (http://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/fahrplan_und_buchung/reiseauskunft/p_nktlichkeitskommunikation/MDB101020-FAQ_Puenktlichkeit_2012.pdf) steht allerdings:

Zitat
Komplettausfälle oder Teilausfälle werden - wie übrigens bei anderen europäischen Bahnen (SBB, ÖBB u.a.) auch - nicht in Statistiken eingerechnet.

Das heißt nach meinem Verständnis: Wenn man nur fleissig die verspäteten oder zur Verspätung tendierenden Züge einkürzt, glänzt theoretisch auch die Pünktlichkeitsstatistik. Oder?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 22.01.2014, 21:32:21
Das heißt nach meinem Verständnis: Wenn man nur fleissig die verspäteten oder zur Verspätung tendierenden Züge einkürzt, glänzt theoretisch auch die Pünktlichkeitsstatistik.

Möglich. Aber ein Ausfall ist für das EVU am Ende doch teurer wie ein verspäteter Zug. Die Abrechnung nach Pünktlichkeit erfolgt im Übrigen nicht anhand zusammengefasster Statistiken, sondern anhand von detaillierten Pünktlichkeitsmessungen an bestimmten Messpunkten im Netz. Ausfälle werden extra erfasst.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Linie15E am 23.01.2014, 00:12:13
Die Abrechnung nach Pünktlichkeit erfolgt im Übrigen nicht anhand zusammengefasster Statistiken, sondern anhand von detaillierten Pünktlichkeitsmessungen an bestimmten Messpunkten im Netz.

Wie wird die Pünktlichkeit genau gemessen? Durch Eingaben der Fahrdienstleiter auf den Stellwerken an der Strecke ins LeiBit?


Viele Grüße,
Paul
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 23.01.2014, 06:59:56
Händische Eingabe ins Leibit durch den Fdl dürfte mittlerweile die große Ausnahme sein. In der Regel erfolgt die 'Eingabe' automatisch durch den Haltfall des Signals nach Vorbeifahrt des Zuges.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 23.01.2014, 23:08:56
Händische Eingabe ins Leibit durch den Fdl dürfte mittlerweile die große Ausnahme sein. In der Regel erfolgt die 'Eingabe' automatisch durch den Haltfall des Signals nach Vorbeifahrt des Zuges.

Das scheint nur so. Den Signalhaltfall kann das LeiDis-System, von dem auch LeiBit deine Daten erhält, nicht auswerten.
Erfasst wird lediglich die Fortschaltung der Zugnummer in der Zugnummernmeldeanlage. Diese wird in der Regel zwar durch den Signalhaltfall ausgelöst, kann aber auch von Hand weitergeschalten werden. Notwendig wird das zum Beispiel beim Fahren auf Befehl. Bei Ausfall der Zugnummernmeldeanlage hingegen, werden keine Daten erfasst.
Wenn der Zug dann in einen Abschnitt kommt, an dem die ZN-Anlage wieder arbeitet, findet dort wieder ein Datenabgleich statt. Und an dieser Betriebsstelle laufen dann auch alle im gestörten Bereich entstandenen Verspätungen auf. Eine nachträgliche Korrektor ist dann in der Regel nur durch manuelle Eingabe durch den Zugdisponenten möglich.

Thomas
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lonestarr am 24.01.2014, 09:44:03
Bleibt als Fazit, daß 9x % aller Eingaben automatisiert durch Signalhaltfall und dadurch ausgelöste ZN- Fortschaltung erfolgen. Da die wenigen händischen Eingaben überwiegend ohne vorsätzliche Manipulationsabsicht erfolgen dürften, sollte hier also insgesamt ein realistisches Abbild der durchschnittlichen Pünktlichkeit entstehen.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Halleipzig am 24.01.2014, 13:53:27
Die Ansagen der  /S-Bahn 5X funktionieren nun. Der Text wird nun komplett durchgesagt. Vorhin am Bayerischen Bahnhof erstmalig vernommen.

Desweiteren konnte ich auf der Zugfahrt in jener  /S-Bahn einem Gespräch zwischnen einem der stehenden Fahrgäste (3-Teiler wieder voll, Klappsitze besetzt, etliche Stehende) und der Zugbegleiterin belauschen.

Wieso werden eig. keine größeren Züge eingesetzt?
Das Land hat die so bestellt und nur so wird deshalb gefahren.

Kann man das ändern?
Entweder bestellt das Land diese Züge zusätzlich oder nach einer Fahrgastzählung wird dann gehandelt.

Wann wird das sein?
Kann ich nicht sagen.

Sind die Züge denn immer so voll?
Tagsüber kann man fahren, wann man will die  /S-Bahn 3 ist immer voll, genauso wie die  /S-Bahn 5

...


Schönes Wochenende
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 24.01.2014, 15:11:59
Leider gibt es nicht viele Möglichkeiten zu handeln ohne anderswo Löcher zu reißen. Zu wenig bestellt heißt nun mal, dass Nachkauf spezifisch teurer wird als gleich gekauft, wobei das auch verhandelbar ist.

Andersherum: Der Wunsch zu sparen ist unbestritten ein ehrbarer, wurde per Ausschreibung auch so verwirklicht. Doch ist es nicht betrieblich stabiler, damit zuverlässiger, damit einnahmesteigernder und personalkostenschonender, gleich in kompletter Größe durchzufahren? Konkret zwischen Neukieritzsch und Geithain werden stets wertvolle Zeitminunten in Borna verbummelt, weil die Portion gestärkt oder geschwächt oder gar nicht verändert wird (S4), dabei kann die genauso gut verbleiben, der Zug in Geithain ca 5 Minuten mehr Wendezeit haben, den CLEX erreichen und den Reisenden wenigstens das Gefühl schnellen Fahrens vermitteln. Diese Stetigkeit dürfte sich lernend auch im Einsteigeverhalten in den Tiefstationen bemerkbar machen, ebenfalls betriebsstabilisierend (vor allem wenn es mal drauf ankommt).

Kurz gesagt: Man kann sich auch zu Tode flexibiliseren!

Gruß
Der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 24.01.2014, 15:58:54
Nunja, bzgl. der  /S-Bahn 3 zumindest steht eine Einheit, wenn sie nicht gebraucht wird, in Stötteritz auf dem Abstellgleis. D.h. sie wäre schon da und müsste nicht dazu gekauft werden.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 24.01.2014, 16:43:44
^^ klar, auch in Halle stehen Portionen bereit, um S3 oder S5x zu stärken. Doch was stört, diese tagsüber fahren zu lassen? Noch ( ! ) kommt man an einigen Zeiten des Tages aus, da sind nur 20 bis 50% des Spitzenwertes drin, doch zum einen soll es ja mehr und mehr werden und zum anderen gibt es auch Schwankungen (S5 --> Ankunft mehrerer Urlaubsflüge = schwarzer Bahnsteig mit Koffern), da sind Vollzüge bestriebsstabil.

In der Zeit des Änderns ist es natürlich so, dass die ersten / letzten Fahrten in den kleinen Portionen unangenehm eng verlaufen, das kappt jede positive Entwicklung.

Fahren in Berlin auch nicht tagsüber die Züge gleich portioniert durch? Da sind diese  auch nur im zentralen Bereich gut gefüllt, dafür keine Risiken mit Kupplungsspielerein.

Das nachts anders agiert wird, ist ein anderes Thema.

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas Thiele am 24.01.2014, 17:09:29
Bleibt als Fazit, daß 9x % aller Eingaben automatisiert durch Signalhaltfall und dadurch ausgelöste ZN- Fortschaltung erfolgen. Da die wenigen händischen Eingaben überwiegend ohne vorsätzliche Manipulationsabsicht erfolgen dürften, sollte hier also insgesamt ein realistisches Abbild der durchschnittlichen Pünktlichkeit entstehen.

Das sehe ich uneingeschränkt genauso
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Anton75 am 24.01.2014, 17:56:02
^^ klar, auch in Halle stehen Portionen bereit, um S3 oder S5x zu stärken. Doch was stört, diese tagsüber fahren zu lassen? Noch ( ! ) kommt man an einigen Zeiten des Tages aus, da sind nur 20 bis 50% des Spitzenwertes drin, doch zum einen soll es ja mehr und mehr werden und zum anderen gibt es auch Schwankungen (S5 --> Ankunft mehrerer Urlaubsflüge = schwarzer Bahnsteig mit Koffern), da sind Vollzüge bestriebsstabil.

In der Zeit des Änderns ist es natürlich so, dass die ersten / letzten Fahrten in den kleinen Portionen unangenehm eng verlaufen, das kappt jede positive Entwicklung.

Fahren in Berlin auch nicht tagsüber die Züge gleich portioniert durch? Da sind diese  auch nur im zentralen Bereich gut gefüllt, dafür keine Risiken mit Kupplungsspielerein.

Das nachts anders agiert wird, ist ein anderes Thema.

Gruß
der Radler

In Berlin wird grundsätzlich nicht geschwächt. Im Normalbetrieb überhaupt nicht, in Tagesrandlagen so viel ich weiß auch nicht, da wird dann eher getauscht: langer Zug gegen einen kürzeren und umgekehrt.

Hat eigentlich jemand eine Übersicht, wann und wo im MDSB regelmäßig geschwächt wird?
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Thomas L.E. am 24.01.2014, 18:38:01
In der heutigen Printausgabe der LVZ hat sich ein Leser darüber beschwert, dass der Haltepunkt Leipzig-Ost stillgelegt wurde und gleichzeitig die Frage gestellt, ob dieser nicht wiedererrrichtet werden kann. Seitens der DB wurde diese Frage mit einem klaren Nein beantwortet, und zwar mit der Begründung, dass die Stötteritzer nicht mehr befahren wird und dies von der Stadt Leipzig und vom ZVNL so beschlossen wurde. Aber was spricht eigentlich dagegen, einen neuen Haltepunkt an den (verschwenkten) Dresdner Gleisen zu errichten? Dann könnte man zumindest von Schönefeld zum Hauptbahnhof oder nach Engelsdorf fahren und dort in die /S-Bahn umsteigen. Diese "Basta-Politik" von DB, ZVNL & Co. finde ich absolut zum Ko.... Vielleicht sollte man mal eine Initiative starten.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: BR 1442 am 24.01.2014, 20:28:46
Bad Dübens Bürgermeisterin will nun Weichen für S-Bahn Anbindung ihrer Stadt stellen:
(http://s1.directupload.net/images/user/140124/temp/t97svjmt.jpg) (http://www.directupload.net/file/u/38916/t97svjmt_jpg.htm)

Wers bezahlen soll verrät sie aber noch nicht  :-X
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 24.01.2014, 22:40:11
Wieso werden eig. keine größeren Züge eingesetzt?
Das Land hat die so bestellt und nur so wird deshalb gefahren.

Für jede einzelne Zugleistung ist eine bestimmte Mindestkapazität vorgegeben. Nur sind die dafür zugrunde liegenden Prognosen schon ein paar Jahre alt und offensichtlich an einigen Stellen längst überholt. Und so gibt es in der HVZ S-Bahnen mit leeren Plätzen, während andere Züge übervoll rumfahren.

Der Verkehrsvertrag nimmt der Bahn aber an dieser Stelle jede Möglichkeit der Flexibilität. Würde sie einen überfüllte S-Bahn verstärken, tut sie damit zwar den Fahrgästen was Gutes, bekommt dafür aber keinerlei finanzielle Zuschläge. Selbst von Fahrgeldmehreinnahmen auf diesen Zügen hat die Bahn nichts, weil die Fahrgelder 1:1 mit den Bestellerentgelten verrechnet werden (Bruttovertrag). Schwächt sie andererseits (um besagten Zug verstärken zu können) einen anderen schwach ausgelasteten Zug, muss sie dafür auch noch Vertragsstrafe wegen nicht vollständig bereitgestellter Kapazitäten zahlen... Ein Irrsinn, den der viel gelobte Wettbewerb mit sich bringt. Es geht nur noch ums Geld, aber nicht um die Fahrgäste.

Aber Abhilfe ist in Sicht. Derzeit laufen Gespräche mit dem ZVNL und der NASA, wie mit dem Problem umgegangen wird, ohne dass es zu vertragsrechtlichen Konsequenzen kommt. Vor dem Handeln kommt also erst das Verhandeln, und das kann in deutschen Amtsstuben dauern...

Doch ist es nicht betrieblich stabiler, damit zuverlässiger, damit einnahmesteigernder und personalkostenschonender, gleich in kompletter Größe durchzufahren?

In gewisser Weise schon. Allerdings sind teilweise in den Stilllagen der Fahrzeuge auch Instandhaltungsfenster oder Reinigungen verplant. Außerdem kommen bei diesen zusätzlichen Einsätzen noch Kosten für Energie und kilometerabhängige Instandhaltungen dazu.

Konkret zwischen Neukieritzsch und Geithain werden stets wertvolle Zeitminunten in Borna verbummelt, weil die Portion gestärkt oder geschwächt

Das Problem ist v.a. der für Doppeltraktionen zu kurze Bahnsteig in Petergrube. Die Alternative (die zeitweise auch angedacht war) wäre, den zweiten Zugteil in Borna zu räumen, abzusperren und leer mit nach Geithain und zurück zu fahren. Wäre zwar machbar, sorgt aber in Geithain für Irritationen, weil dann der ankommende erste Zugteil als abfahrender zweiter Zugteil abgesperrt und geräumt werden müsste.

Fahren in Berlin auch nicht tagsüber die Züge gleich portioniert durch?

In Berlin wird im Betrieb nicht gestärkt und geschwächt. Dafür aber in Hamburg (Elbgaustraße, Ohlsdorf (Flügel zum Flughafen und nach Poppenbüttel), Bergedorf(?))

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 27.01.2014, 10:30:53
@MD612

Du verwechselst Wettbewerb mit Regionalisierung!

Jeder Wettbewerber würde genauso unter Verträgen und komischen (ich sage bewusst nicht falschen) Prognosen leiden. Doch die Ursache ist, dass die handelnden Personen vor Ort (= regionalisiert) so sind wie sie sind. Da gibt es Gegenden, in denen pragmatisch über die Chancen einer Schienenbahn gedacht und gehandelt wird und Regionen wie Leipzig und Umgebung, wo jeder Gedanke durch fünf juristische Instanzen geprügelt wird. DIESE Energie sollte endlich mal in Fahrgastverbesserungen fließen.

Dann bleiben nämlich auch auf Betreiberseite Anreize übrig, fahrgastfreundlich zu handeln.

Das Thema Petergrube fände ich leichter zu händeln als stur 5 Minuten Fahrzeit zu verballern und geplant keinen  Anschluss nach Chemnitz zu bieten. Vielleicht spendet ein Ortsinteressierter etwas Holz und Beton für einen behelfsverlängerten Bahnsteig.

Fahrplanstabilität sollte als Gewinn dagegen stehen. Doch es stärkt meine These, dass die Strafzahlungen nur aufgeschobene spätere Bestellentgelte sind, somit keine Strafe sondern ein Zahlungsaufschub. Tut nicht so weh...

Gruß
der Radler
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: GK am 27.01.2014, 10:57:22
Da gibt es Gegenden, in denen pragmatisch über die Chancen einer Schienenbahn gedacht und gehandelt wird und Regionen wie Leipzig und Umgebung, wo jeder Gedanke durch fünf juristische Instanzen geprügelt wird. DIESE Energie sollte endlich mal in Fahrgastverbesserungen fließen. Dann bleiben nämlich auch auf Betreiberseite Anreize übrig, fahrgastfreundlich zu handeln.
Theoretisch hat man die Möglichkeit, entsprechende Reaktionsmechanismen und Flexibilität in die Verträge hineinzuschreiben. Nur muss sich das jemand trauen - und da wird lieber alles 100% juristisch dicht gemacht und auf jeden Fall so, dass niemand von den Verantwortlichen auch nur wirklich (also außerhalb der Presse) in die Schussbahn gerät ...

Das Thema Petergrube fände ich leichter zu händeln als stur 5 Minuten Fahrzeit zu verballern und geplant keinen  Anschluss nach Chemnitz zu bieten. Vielleicht spendet ein Ortsinteressierter etwas Holz und Beton für einen behelfsverlängerten Bahnsteig.
Wurde Petergrube bei den Bahnsteigsanierungen ausgespart oder bewusst zu kurz gebaut? In der Tat sollte man eine behelfmäßige Verlängerung im Stile z.B. von Heiterblick vergleichsweise günstig bekommen - oder ist auch das baurechtlich inzwischen verboten und muss in beton-hässlich gebaut werden?

Fahrplanstabilität sollte als Gewinn dagegen stehen. Doch es stärkt meine These, dass die Strafzahlungen nur aufgeschobene spätere Bestellentgelte sind, somit keine Strafe sondern ein Zahlungsaufschub. Tut nicht so weh...
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass hierzulande schon damit gerechnet wird, um ja möglichst geizen zu können. Schließlich zähle ausschließlich das Geld und weder der Fahrgast noch das Gesamtverkehrsgefüge im Autofahrerland.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 27.01.2014, 11:27:02
Man muss aber auch eins bedenken, was das alles zwar nicht besser, aber zumindest verständlicher macht:

Wieviele Landkreise sind vom MDSB betroffen? Wieviele Bundesländer? Bei den Ländern kann ich mal aufzählen: Es sind VIER. Die alle irgendwie als Besteller, vereint im ZVNL, hinzu kommen noch die Verkehrsverbünde, denn das ist ja nicht nur der MDV. Auch an den Verkehrsverbünden sind die einzelnen NV-Unternehmen samt, zumindest indirekt, den Kommunen beteiligt.
Viele Beteiligte = viele Köche, unterschiedliche ÖPNV-Politik und EIN Brei. Das Gefüge trifft dann noch auf den Autragnehmer, der DB-Regio. Die DB-Regio widerum hat dann noch mit konzerneigenen Subunternehmen zu kämpfen, etwa der DB Station&Service.

Für die ganze Gemengenlage kommt dann doch noch was erstaunlich Gutes raus. Das "Gut" nicht "gut genug" bedeutet brauche ich nicht extra zu erwähnen.
Andernorts wird ein solches bzw. ähnliches S-Bahnsystem mit weniger unterschiedlichen Beteiligten umgesetzt.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Radler am 27.01.2014, 15:58:39
^^  Na komm, während viele Landkreise (oder Besteller, oder Akteure) für die Entschuldigung grober Unterlassungen benannt werden (Unterlassung im Sinne zu weniger Versuche, Fahrgastzahlen und Einnahmen zu steigern) müssen Fahrgäste umso mehr mit Tarifzonenmengen, unleserlichen Plänen dazu, kleinen fiesen Details zurecht kommen. Aha!

Gruß
der Radler

P.S.  Um nicht missverstanden zu werden: ALLE aktuere sind gemeint. Und komischerweise geht das anderswo auch, nur wird dort nicht wie der Teufel auf den Cents herum gehackt, nicht alles ist vorher so penibel bestimmbar. Wichtiger sind die Ziele!
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: MD 612 am 27.01.2014, 18:46:18
Du verwechselst Wettbewerb mit Regionalisierung!

Nenn es wie Du willst, es wird davon nicht besser... >:(

Doch die Ursache ist, dass die handelnden Personen vor Ort (= regionalisiert) so sind wie sie sind.

... und dann seitens der Besteller nicht unbedingt im Sinne eines flexiblen Bahnbetriebes agieren und auf veränderte Fahrgastströme reagieren (können / wollen / dürfen).

DIESE Energie sollte endlich mal in Fahrgastverbesserungen fließen.

Sag das bitte dem Landtags-, Kreis- oder Stadtverordneten Deines Vertrauens. Vielleicht können die da was ändern??

Vielleicht spendet ein Ortsinteressierter etwas Holz und Beton für einen behelfsverlängerten Bahnsteig.

Besser wäre gleich ein Ersatzneubau des ohnehin maroden Bahnsteigs an der anderen (nordöstlichen) Seite des Gleises ca. 100m versetzt in Richtung Borna. Der jetzige Bahnsteig besteht aus einer Kante aus abgängigen Holzbalken, aufgefüllt mit Sand und Erde. Oder wurde da in den letzten beiden Jahren was erneuert??

Wurde Petergrube bei den Bahnsteigsanierungen ausgespart oder bewusst zu kurz gebaut?

Der Bahnsteig ist schon immer so kurz.

Wieviele Landkreise sind vom MDSB betroffen?

Die Landkreise sind für die MDSB nicht das Entscheidende, da die "nur" für den ÖPNV abseits der Eisenbahn zuständig sind.

Die MDSB versorgt die vier Bundesländer Sachsen, Sa.-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Zuständig für die Bestellung und Abrechnung der Zugleistungen sind jeweils für ihre Gebiete die sechs Aufgabenträger, als da sind:

- die beiden Landesnahverkehrsgesells chaften NASA (Sa.-Anhalt) und NVS (Thüringen; S5 Treben-Lehma - Ponitz)
- der VBB als Besteller im Auftrag des Landes Brandenburg (S4 Rehfeld - Bad Liebenwerda)
- die sächsischen Zweckverbände ZVNL (Stadt und Landkreise Leipzig sowie Nordsachsen)
- ZVMS (u.a. Landkreise Zwickau und Mittelsachsen; Südabschnitt der S5) und
- Z-VOE (u.a. Landkreis Bautzen; S4 Elsterwerda-Biehla - Hoyerswerda).

Jeder dieser Aufgabenträger hat mit der DB Regio einen eigenen Verkehrsvertrag abgeschlossen, der sich von den jeweils anderen in wesentlichen und weniger wesentlichen Teilen unterscheidet.

Für die Fahrgäste relevant sind aber die Tarife der sechs Verkehrsverbünde MDV, VMS, VVO, VBB, VMS und ABW, dazu für verbundraumübergreifende Fahrten der Haustarif der DB AG.

Noch Fragen??

Die alle irgendwie als Besteller, vereint im ZVNL

Wie oben geschrieben, der ZVNL deckt nur die Gebiete der Stadt Leipzig und der Landkreise Leipzig und Nordsachsen ab.

Die DB-Regio widerum hat dann noch mit konzerneigenen Subunternehmen zu kämpfen, etwa der DB Station&Service.

Und nicht zu vergessen, DB Vertrieb. Die übernehmen den kompletten Fahrscheinverkauf (nicht aber die Abrechnung der Fahrgelder gegenüber den Verbünden) einschließlich der Vor- und Unterhaltung stationärer und (für die MDSB nicht relevant) mobiler Ticketautomaten.

Gruß Peter
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Passagier am 28.01.2014, 11:37:04
Danke für die Aufklärung. Macht aber, gerade was die Bestellung angeht, das alles nicht besser.  ;)
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Streckenläufer am 28.01.2014, 14:02:02
Bad Dübens Bürgermeisterin will nun Weichen für S-Bahn Anbindung ihrer Stadt stellen:

Wers bezahlen soll verrät sie aber noch nicht  :-X
Einerseits finde ich es gut, daß die Bürgermeisterin am Thema dran bleibt, andererseits halte ich ihre Strategie nicht für sonderlich erfolgversprechend. Es sollte ihr klar sein, daß eine direkte  /S-Bahn -Anbindung eine Elektrifizierung Eilenburg-Ost - Bad Düben bedeutet. Eine einfache Wiederbelebung der Strecke Eilenburg-Bad Düben mit guten Abschlüssen zur  /S-Bahn wäre zum einen billiger und würde zudem die Möglichkeit eröffnen, mit der anschließenden Wiederherstellung der Verbindung Bad Düben - Bad Schmiedeberg das Problem der mangelhaften ÖPNV-Verbindungen in den sachsen-anhaltinischen Teil der Dübener Heide in Angriff zu nehmen. Das fällt bei der einseitigen Orientierung auf Eilenburg und Leipzig wieder einmal unter den Tisch.
Titel: Re: S-Bahn Mitteldeutschland
Beitrag von: Lutz G. am 29.01.2014, 01:48:57
Wurde Petergrube bei den Bahnsteigsanierungen ausgespart oder bewusst zu kurz gebaut? In der Tat sollte man eine behelfmäßige Verlängerung im Stile z.B. von Heiterblick vergleichsweise günstig bekommen - oder ist auch das baurechtlich inzwischen verboten und muss in beton-hässlich gebaut werden?