Autor Thema: Fahrplanwechsel 2021/22  (Gelesen 13270 mal)

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #150 am: 20.12.2021, 20:14:13 »
^Wie gesagt die Grenze sollte aber so weit wie möglich nach oben geschoben werden.

Aber abschließend noch eine Frage: Du bist also der Meinung, dass eine normal-durchschnittliche Arbeitsleistung genügend ist und der Kunde, übertrieben hart formuliert, sehen muss wo er bleibt?  Wie ist dann zu rechtfertigen, dass der Kunde vorher einen erheblichen Preis bezahlen soll, aber bei Änderungen keinen Anspruch auf anteilmäßige Entschädigung hat?

Die Entfernungsangaben zwischen den Haltestellen beziehen sich auf die Standorte bei google maps.

Offline Andreas_W

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #151 am: 20.12.2021, 20:40:24 »
^Wie gesagt die Grenze sollte aber so weit wie möglich nach oben geschoben werden.
Aber abschließend noch eine Frage: Du bist also der Meinung, dass eine normal-durchschnittliche Arbeitsleistung genügend ist und der Kunde, übertrieben hart formuliert, sehen muss wo er bleibt?  Wie ist dann zu rechtfertigen, dass der Kunde vorher einen erheblichen Preis bezahlen soll, aber bei Änderungen keinen Anspruch auf anteilmäßige Entschädigung hat?
Mal mein Senf dazu: Ich möchte als Kunde in erster Linie sicher und wohlbehalten von A nach B gebracht werden und nicht von Fahrern, die bis an oder sogar darüber hinaus an der Belastbarkeitsgrenze sind, wahrscheinlich dann auch noch demotiviert, mit anderen Worten - ich erwarte, dass die Fahrer, alle LVB-Beschäftigte unter guten Bedingungen ihre Tätigkeit überhaupt verrichten können. Wenn wegen übermüdeter Fahrer ein Unfall passiert, dann "übertrieben hart formuliert", muss ich als Kunde tatsächlich sehen wo ich bleibe ...

Offline Reisender

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #152 am: 20.12.2021, 20:41:29 »
Das ist eigenltich genau die  Sache, dass der AN dafür sorgen sollte, das er immer fit ist.

Ich bin jetzt tatsächlich raus.

Offline Linie15E

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #153 am: 20.12.2021, 20:43:14 »
^Wie gesagt die Grenze sollte aber so weit wie möglich nach oben geschoben werden.
Burnout lässt grüßen. Wenn ich möchte, dass meine Arbeitnehmer mir langfristig zur Verfügung stehen, sollte ich Ihnen als Arbeitgeber entgegenkommen. Idealerweise darüber hinaus, was mir lediglich gesetzlich/tarifvertraglich auferlegt wird.
Darf ich fragen, ob du selber Arbeitnehmer bist? Kannst du dich in die Position der Fahrpersonale versetzen?

Zitat
Aber abschließend noch eine Frage: Du bist also der Meinung, dass eine normal-durchschnittliche Arbeitsleistung genügend ist und der Kunde, übertrieben hart formuliert, sehen muss wo er bleibt?  Wie ist dann zu rechtfertigen, dass der Kunde vorher einen erheblichen Preis bezahlen soll, aber bei Änderungen keinen Anspruch auf anteilmäßige Entschädigung hat?
Auch wenn ich nicht Peter bin, gestatte, dass ich darauf antworte:
Wie definierst du normal-durchschnittliche Leistung? Bezogen auf die wöchentliche Arbeitszeit? Als Fahrpersonal dürfte ich doch kaum Möglichkeiten haben, mal ein bis zwei Stunden von mir aus mehr zu machen ... da geht's letztlich darum, dass ich meinen Ruhetag gegen eine zusätzliche Schicht eintausche. Aus guten Gründen gibt es gesetzlich und darüber hinaus tarifvertragliche Regelungen zu maximalen Arbeitszeiten, Pausenzeiten, erforderlichen Ruhezeiten und ggf. einer maximalen Arbeitszeit bezogen auf einen festen Zeitraum, max. mögliche Anzahl an Nachtdiensten (z.B. 55h Arbeitszeit innerhalb von 7 Tagen, mindestens eine 36h-Ruhe innerhalb von 7 Tagen, nur mal als grobes Beispiel für einen Leitstellenmitarbeiter). Als jemand, der oft genug, gerne auch nach Rücksprache an den 55h als Mitarbeiter der Leitstelle gekratzt hat, kann ich dir sagen: Irgendwann reicht es. Ständig wechselnde Beginn- und Endzeiten der Dienste (bei Fahrpersonalen, in den Leitstellen weniger), über mehrere Tage v.a. in der dunklen Jahreszeit kaum bis kein Tageslicht - der Mensch braucht irgendwann auch mal Erholung. Heißt ja auch "Erholungsurlaub". Nicht umsonst gibt es auch arbeitgeberseitig Forderungen, nach denen mindestens ein Teil des Urlaubs über 14 Tage zusammenhängend als Erholungsurlaub einzuplanen ist.

Oder definierst du es auf die jährliche Arbeitszeit? Geh mal davon aus, dass es im Dezember sehr ruhig werden würde, wenn man das Credo "0 Überstunden" mit ins neue Jahr ausrufen würde ... du wärest erstaunt, wann (vielleicht schon Mitte November, Ende Oktober (?)) und wo es zum Stillstand käme. Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig, aber an der Basis besonders ausgeprägt. Schau mal in die Stellenmärkte der Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen ... es ist ja nicht so, dass die Personalpolitik erst in diesem Jahr so negativ auffällt.

Um auf den zweiten Teil zurückzukommen: Mit entsprechend gegensteuernden Maßnahmen, die nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen, sollte versucht werden, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren. Das ist aber eine unternehmerische Entscheidung, die meinen Entscheidungen in Bezug auf die Arbeitnehmer nachgelagert sein muss.

VG Paul
Hallo Hometown. Ich bin wieder da.

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #154 am: 20.12.2021, 20:49:45 »
^Wie gesagt die Grenze sollte aber so weit wie möglich nach oben geschoben werden.
Das bestimmst nicht Du, sondern der Mitarbeiter respektive der Fahrer.

Aber abschließend noch eine Frage: Du bist also der Meinung, dass eine normal-durchschnittliche Arbeitsleistung genügend ist und der Kunde, übertrieben hart formuliert, sehen muss wo er bleibt?
Punkt eins, ja, zumal bei der Entlohnung. Punkt zwei, Deine erheblichen Übertreibungen bringen niemanden weiter. Die Belastungen der Kundschaft sind im hier diskutierten Fall erträglich, der Preis nicht unbedingt erheblich und die vereinbarte Dienstleistung, namentlich die Beförderung Deines Körpers von A nach B, wird erbracht. Fahrplan und Taktung sind nicht Bestandteil des für diese Beförderung abgeschlossenen Vertrages mit dem Unternehmen. Wenn Du da anderer Meinung bist, darfst Dich gerne mit dem Verkehrsunternehmen auseinandersetzen. Du darfst aber nicht die Fahrer in Haftung nehmen.

Die Entfernungsangaben zwischen den Haltestellen beziehen sich auf die Standorte bei google maps.
Vor allem meine Entfernungsangaben. Klick: /HS Ostheimstr. - /HS Th.-Heuss-Str., /HS Ostheimstr. - /HS E.-Schumacher-Str.

Gruß Peter
Ich sehe meine Rechte nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Lieber glaube ich Wissenschaftlern, die sich auch mal irren, als Irren die glauben sie seien Wissenschaftler.
Fabian Eisenring

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #155 am: 20.12.2021, 21:20:04 »
Ja, ich bin Arbeitnehmer. Und ich kenne auch das Problem mit der Nacht. In der Freizeit sehe ich dne Tag von Herbst-Frühjahr nur, wenn ich anfange und an den freien Tagen. Es ist aber meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass meine Arbeitskraft jeden Tag bei 100% ist.  Sowohl Kollegen, als auch Chefs sind bei mir nicht wohlwollend, wenn es um  Fehlerchen geht. Die gehen eben gar nicht. Und wenn ich gewisse stressige Sachen in der Freizeit nicht ausüben kann, dann ist das so.  Glaubst du, ich finde es toll,  zu sagen, ab 22:30 bin ich bei allem raus, wenn ich am nächsten tag zwichen 6 und 7 anfangen muss, zu arbeiten? Aber das gehört dazu. Und wenn die Arbeit mal unvorhersehrbar mehr ist, dann ist es mein Problem, von niemandem sonst.  Das gehört zu den zumutbaren Aufgaben, die ich übernehme. Im Gegensatz dazu wäre eine Leistungsverzögerung in aller Regel für den Empfänger unzumutbar.  (Vor einiger Zeit hatte ich das mal verpasst und war  aufgrund einer fehlerhaften Planung 5 Minuten zu spät auf Arbeit, für Außenstehende wäre das nicht erkennbar, die Kollegen haben alles  vorbereitet, auch für sie fiel lediglich ein minimaler Mehraufwand an, trotzdem brannte die Luft. Völlig zu Recht)  Ich bzw. mein Arbeitgeber hatbei Vertragsschluss gewisse Leistungen angeboten, die müssen wir einhalten, sonst droht Schadenersatz, (Verzögerungsschaden)  Ich sage mir immer, ich muss sehr, sehr viel leisten, darf mir aber nichts leisten. Und die heute verlinkte Studie Zeit, das zu Hause viel mehr Stress lauert, weil viele nicht bereit sind,  dort abzuschalten, was aber für viel dringend notwendig wäre, wäre privat möglichst viel Entspannung zu suchen und sich dort nicht zusätzlichen Stress aufzunehmen.
Das bezieht sich alles auf den Normalfall, Persönliche Unglücksfällen / soziale Pflichten sind da ausgenommen

Das bestimmst nicht Du, sondern der Mitarbeiter respektive der Fahrer.
Zitat
Punkt eins, ja, zumal bei der Entlohnung. Punkt zwei, Deine erheblichen Übertreibungen bringen niemanden weiter. Die Belastungen der Kundschaft sind im hier diskutierten Fall erträglich, der Preis nicht unbedingt erheblich und die vereinbarte Dienstleistung, namentlich die Beförderung Deines Körpers von A nach B, wird erbracht. Fahrplan und Taktung sind nicht Bestandteil des für diese Beförderung abgeschlossenen Vertrages mit dem Unternehmen.

Gut, aber du hast immer noch nicht erzählt, aus welcher Erwägung sich das ergeben sollte. Aber da werden wir wohl unterschiedlicher Auffassung bleiben. Wenn ich nur das nötige tun würde, würde ich mir die Schulnote 4 geben. (ausreichend, es reicht eben aus um seine Pflichten zu erfüllen, zufriedenstellend ist das aber nicht). Und diese Auslegung  der Vertragsbestandteile ist sehr kundenfeindlich und für mich auch aus ethischen Gesichtspunkten nur schwer vermittelbar.

Online MD 612

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #156 am: 20.12.2021, 22:45:01 »
^ Wenn ich Deine Beiträge so lese, da kommt mir unweigerlich dieser nicht mehr ganz junge, aber damals wie heute aktuelle Song aus den 80ern wieder in den Sinn: Geier Sturzflug - Bruttosozialprodukt

Dir ist die Arbeit wichtig, den Fahrern ihre Gesundheit. Drei Mal darfst Du raten, was nachhaltiger ist.

Oder anders, wie ich es oben schon schrieb: Wir leben nicht, um zu arbeiten, wir arbeiten, um zu leben. Wir alle, denn wir leben nur einmal.

Und diese Auslegung  der Vertragsbestandteile ist sehr kundenfeindlich und für mich auch aus ethischen Gesichtspunkten nur schwer vermittelbar.
Nicht kundenfeindlich, sondern realistisch. Keine Auslegung eines Vertrages, sondern getreu seiner Buchstaben. Die Bewohner von Knautnaundorf, Burghausen, Breitenfeld, Hohenheida, Gottscheina, Plaußig, Kleinpösna und Althen haben nur jede halbe Stunde oder gar nur einmal die Stunde einen Bus und bekommen auch keinen Preisnachlass. Dagegen ist der 15er Takt derzeit in der Stadt der wahre Luxus...

Gruß Peter
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Fabian Eisenring

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #157 am: 20.12.2021, 22:48:09 »
Ich glaube insgesamt für alle ist es nachhaltiger, wenn die Arbeit einen hohen Stellenwert einnnimmt, gerade auch, wenn man seinen Angehörigen etwas weiter geben möchte.

Und in den aufgeführten Gebieten war der Takt schon immer so niedrig, hier wurde er zurückgesetzt.  Das ist ein Unterschied.

Offline Sankt Georg

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Re: Fahrplanwechsel 2021/22
« Antwort #158 am: 12.01.2022, 10:40:33 »

Das wird kein Monat eher fertig werden. Deine Annahme ist falsch.


Neu: Da die Arbeiten in der Odermannstraße schneller vorangekommen sind als geplant, können die Straßenbahnlinien 8 und 15 bereits ab 22. Januar 2022 durch den Baubereich verkehren. Die Asphaltierungsarbeiten erfolgen voraussichtlich im Februar, daher wird eine weitere Straßenbahnsperrung innerhalb der regulären Bauzeit notwendig.