Autor Thema: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen  (Gelesen 2721 mal)

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Offline Radler

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #30 am: 08.08.2019, 09:28:57 »
^^  warum muss ein Fahrrad mit? Weil im Tagesverlauf ggf. eines dabei ist und später dafür andere Personen ohne Fahrrad. Z.B. beim Kinder in den Kindergarten / Schule bringen... Gründe gibt es viele, reine Bequemlichkeit ist es selten. Fahr mal S-Bahn!

^
In Berlin hatte mal ein findiger Kopf versucht die Baukosten für Neubaustrecken zu drücken. Indem er Mittelbahnsteige schuf, so wie in Leipzig die H  Pittlerstraße. Das kann in Ergänzung zu Zweirichtern deutliche Effekte bringen (Wegfall Schleife). Halle / Saale baut sukzessive immer mehr Schleifen zu Stumpfendstellen mit Ausweichgleich um.

Gruß
der Radler

Offline sfn

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #31 am: 08.08.2019, 15:49:36 »
^^  warum muss ein Fahrrad mit? Weil im Tagesverlauf ggf. eines dabei ist und später dafür andere Personen ohne Fahrrad. Z.B. beim Kinder in den Kindergarten / Schule bringen...
Sorry, das sind zusammengesuchte Situationen. (Mir brauchst Du nix erzählen, ich war bis vor wenigen Jahren intensiver Cityradler einschließlich Transportleistungen und dürfte "alle" Situationen schon kennen.)

Deine gesuchten Situationen kann man anders managen, als ausgerechnet Fahrgäste in der Tram (und erst recht im Bus) mit dem Fahrrad zu belästigen. Und offenbar managen es sehr viele auch anders, denn sonst würden permanent Fahrräder in den Straßenbahnen herumfallen. Gut, dass Kinderwagen Vorrang haben und Kinderwagenmütter oft rabiat genug sind.^^

Einzig die Tatras sind noch prima für nicht störenden Fahrradtransport geeignet, alle anderen Fahrzeugtypen sind für Räder zu eng gebaut. Das sollte man als Radfahrer bitte zur Kenntnis nehmen und sich nicht zeitgeistig (von ohrenverstopfter Arglosigkeit und Unbedarftheit bis hin zur bewussten Aggression in Marsmännchenoptik [dicke Kopfhörer], alles schon erlebt) unter Androhung von Verletzungen zwischen die Fahrgäste reinpoken.

Zitat
Gründe gibt es viele, reine Bequemlichkeit ist es selten.
Gründe werden gesucht, da beteiligst Du Dich gerade. Und so gut wie immer ist es Bequemlichkeit, um das wieder mal nicht geölte Kettenblatt nicht drehen zu müssen.

Fahrzeit spart man nämlich keine, eher dauert es mit Bus und Tram sogar länger. Die Tram- und Stadtbusdistanzen in Leipzig kann man wirklich mit dem Fahrrad abradeln oder elegant auf einem Teilstück mit der S-Bahn fahren.

Ich sehe oft genug, wie Leute bei bestem Wetter mit ihrem Rad in die Tram reinrammeln und dann gerade drei Stationen mitfahren (einmal, ungelogen, sogar nur 1 - vom Augustus- zum Johannisplatz). Zum Fremdschämen.

Zitat
Fahr mal S-Bahn!
Ja, richtig. Was ist das Problem? Innerhalb 110 sehe ich nämlich keins.

In meinen Augen sind Rad und S-Bahn eine sehr gute Kombination, und diese Kombination wird ja nun bundesweit lang und breit diskutiert,... Fahrradboxen, Verleihen, Abstellstationen... Leipzig ist da noch auf den Bäumen. Leipzig Fahrradstadt? Da gibt echt andere Städte.

Aber Fahrräder haben in meinen Augen in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen nichts zu suchen. Supergeil, wenn tatsächlich jemand in eine Berliner U-Bahn noch mit dem Fahrrad reindrängt...


Und, was mich schon lange in dem Zusammenhang interessiert, ist die Antwort auf folgende Frage:

In welchem Tarif muss man fahren, um an einem Mittwoch, der kein Feiertag ist, um 14 Uhr mit Fahrrad in eine Tram einzusteigen und weder Fahrscheine am Entwerter abzuknipsen noch Fahrscheine an den mitfahrenden Automaten zu kaufen (sprich, man steigt mit Fahrrad einfach ein und bleibt drinnen mit dem Fahrrad stehen)?
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #32 am: 08.08.2019, 17:04:44 »
dafür, dass du alle Situationen schon kennen gelernt haben willst, zeigst du recht wenig Empathie, dafür umso mehr Vorurteile. Nicht um falsch verstanden zu werden, ich weiß um die Enge in Bus und Bimmel, doch es ist anmaßend von oben herab die Nichtnotwendigkeit für andere wissen zu wollen.

Gruß
der Radler

Offline Sven

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #33 am: 08.08.2019, 19:06:13 »
In meinen Augen sind Rad und S-Bahn eine sehr gute Kombination, und diese Kombination wird ja nun bundesweit lang und breit diskutiert,... Fahrradboxen, Verleihen, Abstellstationen... Leipzig ist da noch auf den Bäumen. Leipzig Fahrradstadt? Da gibt echt andere Städte.

B+R Parkplätze sind durchaus wichtig, aber meistens ist das Fahrrad sowohl zum als auch weg vom SPNV das einzige Mittel. Daher sind Ausleihstationen nur in Städten evtl. eine Idee. Grundsätzlich sollte man in den Zügen den Radtransport ermöglichen.


Aber Fahrräder haben in meinen Augen in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen nichts zu suchen. Supergeil, wenn tatsächlich jemand in eine Berliner U-Bahn noch mit dem Fahrrad reindrängt...

Da bin ich voll bei Dir. Die meisten U-Bahnen sind ja auch nur bessere Strassenbahnen (nicht nur weil sie unter der BOStrab laufen), da die Wagenbreite auch nur 2,3 oder 2,65m beträgt. Ausnahme sind die Münchner und Nürnberger U-Bahn.

Die Vollbahnzüge bieten schon deutlich mehr Möglichkeiten in der Raumgestaltung für Mehrzweckabteile.

Grüße
Sven

Offline sfn

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #34 am: 09.08.2019, 16:22:51 »
dafür, dass du alle Situationen schon kennen gelernt haben willst, zeigst du recht wenig Empathie, dafür umso mehr Vorurteile. Nicht um falsch verstanden zu werden, ich weiß um die Enge in Bus und Bimmel, doch es ist anmaßend von oben herab die Nichtnotwendigkeit für andere wissen zu wollen.
Statt mir geringe Empathie, Anmaßung und Vorurteile zu unterstellen, halte ich es für hilfreicher, dass Du eine Situation beschreibst, in der es "notwendig" (so Deine Wortwahl) ist, ein Fahrrad in eine Straßenbahn (oder Bus, ganz wie Du willst) mitzunehmen.

Mir sind Deine Gegenreden in puncto Radmitnahme in Tram+Bus viel zu unkonkret.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #35 am: 09.08.2019, 16:31:13 »
Bei der Masse an Menschen und Möglchkeiten kann ich doch nur unkonkret sein - es gibt zahlreiche Gründe.

Dass die Mitnahme in Bimmel / Bus mit Entgelt verbunden ist, regelt die Menge ganz gut.

Gründe könnten sein:

- Panne mit Verhinderung des Fahrens
- Treffen und gemeinsames ÖPNV-Fahren mit Familie oder Gruppe, davon hat einer halt das Rad und nimmt es mit
- Kinder holen / bringen, wobei im Tagesablauf ein morgens ohne Kinder mitgenutztes Rad am Nachmittag halt Bimmel fahren muss, weil mit Kind eben nur Bimmel geht...

Für meinen Fall habe ich oft diese geteilten Kinderaufgaben und versuche es zu 99,9% auf die S-Bahn zu lenken. Ohne Rad wäre der Tagesablauf zeitlich nicht mehr händelbar.

Trink mal mehr Rotwein, das entspannt   ;-)

Gruß
der Radler

Offline sfn

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #36 am: 09.08.2019, 17:03:13 »
Bei der Masse an Menschen und Möglchkeiten kann ich doch nur unkonkret sein - es gibt zahlreiche Gründe.
Eine Auswahl ist doch jetzt erfolgt. Anders kann man nicht sachbezogen diskutieren.

Zitat
Dass die Mitnahme in Bimmel / Bus mit Entgelt verbunden ist, regelt die Menge ganz gut.
Ich glaube, dass die "Notwendigkeiten" in der Masse nicht so erheblich sind, dass die Leute dafür eine Extrakarte lösen.

Mit meiner Tariffrage habe ich mich auf die Beobachtung bezogen, dass ich nie einen Radfahrer einen Fahrschein habe knipsen sehen.

Zitat
Gründe könnten sein:

- Panne mit Verhinderung des Fahrens
Flickzeug oder wenigstens eine Luftpumpe mitnehmen.

Zitat
- Treffen und gemeinsames ÖPNV-Fahren mit Familie oder Gruppe, davon hat einer halt das Rad und nimmt es mit
Der eine radelt zum Ziel der Tram vor und breitet schonmal die Picknickdecke aus.

Zitat
- Kinder holen / bringen, wobei im Tagesablauf ein morgens ohne Kinder mitgenutztes Rad am Nachmittag halt Bimmel fahren muss, weil mit Kind eben nur Bimmel geht...
Klingt schon eher plausibel. Warum aber nicht Lastenfahrrad mit Kind hintendran?

Selbst für die typischen Vater-Kinder-Fahrrad-Situationen sehe ich keine "Notwendigkeit" einer Fahrradmitnahme in Tram und Bus.

Diese Argumentation ist nur eine ökologische Version der Argumentation der Eltern, die ihre Kinder immer nur mit dem Auto herumkutschieren "können", weil es nicht "anders geht"..

Solchen Auto-Eltern wird von Ökos (ich meine das Wort aber nicht negativ) "vorgehalten", sie hätten sich selbst durch ungünstige Wahl von Wohnung, Kindergarten und Stadtteil in solche ungünstige Situation gebracht.

Ebenso könnte ich jetzt "fragen", warum Du Dich in so eine missliche "Situation" "gebracht" hast, dass Du diese Rad-Kind-Logistik zaubern "musst". 

Mache ich aber nicht. Ich glaube hier nur, ein sattsam bekanntes Diskursmuster wiederzuerkennen.
So kann ich Dir nicht ganz absprechen, dass Du von Deiner speziellen Situation aus, die andere anders gelöst haben, auch gleich ganz für alle Radfahrer verallgemeinerst und die große Forderung aufstellst, das Rad grundsätzlich in die Bimmel mitnehmen dürfen.

Nachdem Du Deinen Übereifer mit einem Rotwein abgemildert hast, kannst Du also direkt froh sein, dass die Radmitnahme ja heute schon möglich ist...

Ich sage voraus, dass die Fahrradmitnahme in den Trams und Bus wegen der zunehmenden Aggressivität der Radfahrer gegen Fahrgäste (und leider gegen Fußgänger allgemein) irgendwann wieder abgeschafft werden wird oder man - was deutlich cooler wäre - Fahrräder von den unberadten Fahrgästen getrennt transportiert, etwa in einem eigenen Abteil im Fahrzeug (analog Rückraum der Tatras) oder in einem Beiwagen bei den Trams. Die Deutsche Bahn macht das mit den ICE4 ja schon ganz gut, finde ich.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #37 am: 09.08.2019, 17:38:36 »
Warum verbal so verbissen?

Von Menschen wird stets viel Flexibilität abverlangt. Doch wenn du mal im Erwerbsleben UND im Familienleben angekommen bist, wirst du verstehen, was ich meine.

Kinderkrippenplätze sind rar, es bleibt nur ein Weg von ca. 8km
Auch Kindergartenplätze sind rar, der ist 7 km lang (Luftlinie), beide sind 2 km auseinander
Der weitere Arbeitsweg sind nochmal 40 km für mich und 25 km für meine Frau, also Tipps wie Umziehen sind dann schwierig
Öffnungszeiten und Arbeitsbeginnzeiten liegen äußerst doof, Dritte müssen das puffern, also sind morgens und nachmittags / abends zwei bis drei verschiedene Ziele abzuklappern.
Umziehen innert Leipzigs ist bei Familienplatzbedarf finanzieller Luxus, auch nicht der beste Tipp.
Auf Arbeiten verzichten ist mir nicht vergönnt
ÖPNV ist immerhin zu beiden Arbeitsplätzen attraktiv und schnell, aber der Zustieg muss erst mal erreicht werden. Und das geht dank der langen Fußwege vom Kindergarten aus nun mal einzig sinnvoll per Rad.
Lastenrad müsste erst mal gekauft werden
Lastenrad als Mitnahme in der S-Bahn geht auch nicht.
Straßen-ÖPNV ist sooo langsam und umwegig, dass durchweg Radfahren zwar mit Hänger und weiterem Kind unfreiwillig Sport bedeutet, dummerweise die Route verkehrsungünstig liegt.
Deshalb ist eine Mitnahme von Rädern grundsätzlich weder Doofheit noch Faulheit sondern in der Tat die einzig tagesablauftaugliche Alternative zum PKW.
Das Glück, S-Bahn in der Nähe zu haben, haben eben nicht alle.

Verallgemeinern kann man davon nur den Bedarf, Kinder und Arbeitswege irgendwie räumlich und zeitlich unter einem Hut zu bekommen. Jetzt darfst du mal raten, warum der modal split trotz insgesamt gutem Angebots im Stadtgebiet nicht so recht ansteigen will - ja, weil die Gebrauchstauglichkeit noch hinter her hinkt.

Das gelegentlich mal jemand ein Rad in der Bimmel mitnimmt, stört weißgott nicht. Selbst in der Tram 10 und 11 regelt sich das von selbst. Konflikte und Pöbeleien habe ich (wie in der S-Bahn) so gut wie nie erlebt. Eher dümmliche Bemerkungen, dass man früher alles selbst gefahren sei.... Weißt du, niemand kennt eines jeden Beweggrund exakt. Da sollten (Ver)urteilungen unterbleiben.

im Jahr nutze ich die Mitnahme vlt ein, zwei mal... MIT Extra-Karte.

Im Thread ging es auch um den Bewegungsplatz dafür, welcher dem eines Rollstuhls recht ähnlich ist (Drehen), nur ein klein wenig länger. Nicht mehr und nicht weniger.

Der häufigste und konfliktreiche Fall sind Kinderwagen. Selbst da ist es eng und jeder cm² würde helfen. Bei mehr Stehplätzen, falls gar nichts von alledem zutrifft, hilft der Kapazität oder dem Fahrgastwechsel insgesamt.

Gruß
der Radler

Offline MD 612

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #38 am: 09.08.2019, 18:21:29 »
Flickzeug oder wenigstens eine Luftpumpe mitnehmen.
Der eine radelt zum Ziel der Tram vor und breitet schonmal die Picknickdecke aus.
Flick Du doch mal 'nen Platten, wenn Du halbwegs gute Klamotten an und gerade auch gar keine Zeit dafür hast...

Selbst für die typischen Vater-Kinder-Fahrrad-Situationen sehe ich keine "Notwendigkeit" einer Fahrradmitnahme in Tram und Bus.
Dass Du diese Notwendigkeiten nicht siehst, heißt ja nicht, dass es sie generell nicht gibt. Lass doch einfach die Leute selbst entscheiden, ob sie es für notwendig erachten, ihr Fahrrad mit in Bus und Bimmel zu nehmen. Was hast denn Du für ein Problem damit??

Ebenso könnte ich jetzt "fragen", warum Du Dich in so eine missliche "Situation" "gebracht" hast, dass Du diese Rad-Kind-Logistik zaubern "musst".
Hast Du in dier Stadt schonmal versucht einen Kindergartenplatz zu ergattern?? Nein?? Dann wundert mich nichts mehr...

Mit meiner Tariffrage habe ich mich auf die Beobachtung bezogen, dass ich nie einen Radfahrer einen Fahrschein habe knipsen sehen.
Ich sage voraus, dass die Fahrradmitnahme in den Trams und Bus wegen der zunehmenden Aggressivität der Radfahrer gegen Fahrgäste (und leider gegen Fußgänger allgemein) irgendwann wieder abgeschafft werden wird
Herrlich diese Verallgemeinerungen...

Ich bin übrigens für die generelle Abschaffung von Autos auf den Straßen, weil die sich zunehmend aggressiv gegen Radfahrer verhalten, auch und vor allem solchen, die die Verkehrsregeln achten.

Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline sfn

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #39 am: 10.08.2019, 14:14:30 »
Warum verbal so verbissen?
Warum so dünnhäutig, mal unter alten Forumsfreunden gesagt? Deine in meinen Augen guten Argumente muss ich mit drei Postings aus Deinem Eingabegerät ziehen.

Mit dieser Antwort beende ich die deshalb unerfreuliche Auseinandersetzung einseitig.

Zitat
Von Menschen wird stets viel Flexibilität abverlangt. Doch wenn du mal im Erwerbsleben UND im Familienleben angekommen bist, wirst du verstehen, was ich meine.
Dünnhäutig Nr. 2: Danke, dass Du mich irgendwie einsortierst und insbesondere mich für erwerbslos zu halten scheinst.  ::)

Zitat
Kinderkrippenplätze sind rar, es bleibt nur ein Weg von ca. 8km
Auch Kindergartenplätze sind rar, der ist 7 km lang (Luftlinie), beide sind 2 km auseinander
Der weitere Arbeitsweg sind nochmal 40 km für mich und 25 km für meine Frau, also Tipps wie Umziehen sind dann schwierig
Öffnungszeiten und Arbeitsbeginnzeiten liegen äußerst doof, Dritte müssen das puffern, also sind morgens und nachmittags / abends zwei bis drei verschiedene Ziele abzuklappern.
Umziehen innert Leipzigs ist bei Familienplatzbedarf finanzieller Luxus, auch nicht der beste Tipp.
Auf Arbeiten verzichten ist mir nicht vergönnt
ÖPNV ist immerhin zu beiden Arbeitsplätzen attraktiv und schnell, aber der Zustieg muss erst mal erreicht werden. Und das geht dank der langen Fußwege vom Kindergarten aus nun mal einzig sinnvoll per Rad.
Lastenrad müsste erst mal gekauft werden
Lastenrad als Mitnahme in der S-Bahn geht auch nicht.
Straßen-ÖPNV ist sooo langsam und umwegig, dass durchweg Radfahren zwar mit Hänger und weiterem Kind unfreiwillig Sport bedeutet, dummerweise die Route verkehrsungünstig liegt.
Deshalb ist eine Mitnahme von Rädern grundsätzlich weder Doofheit noch Faulheit sondern in der Tat die einzig tagesablauftaugliche Alternative zum PKW.
Das Glück, S-Bahn in der Nähe zu haben, haben eben nicht alle.
Da kommt aber auch einiges zusammen. Wenn die Abstände der Bezugspunkte im täglichen Leben sich nach Kilometern bemessen...

Zitat
Verallgemeinern kann man davon nur den Bedarf, Kinder und Arbeitswege irgendwie räumlich und zeitlich unter einem Hut zu bekommen. Jetzt darfst du mal raten, warum der modal split trotz insgesamt gutem Angebots im Stadtgebiet nicht so recht ansteigen will - ja, weil die Gebrauchstauglichkeit noch hinter her hinkt.
Dünnhäutig Nr. 3: "darf ich raten". Ich bin hier im Forum und im Vorgängerforum locker fünfzehn Jahre dabei. Aber ich darf raten für den Modal Split....

"gutes Angebot" und "Gebrauchstauglichkeit" sind dasselbe. Dass das Angebot im Stadtgebiet insgesamt schlicht schlecht ist, ist bekanntlich mein Mantra.
Wir wohnen in der achtgrößten Stadt Deutschlands.

Zitat
Das gelegentlich mal jemand ein Rad in der Bimmel mitnimmt, stört weißgott nicht. Selbst in der Tram 10 und 11 regelt sich das von selbst.
Denkt sich der Autofahrer in der Fußgängerzone auch: Das regelt sich von selbst.

So, wie einige Radfahrer in die Bimmel einsteigen, weichen die Fahrgäste schon der Verletzungsgefahr wegen zur Seite. Auch eine Art Selbstregelung.  ::)

Zitat
Konflikte und Pöbeleien habe ich (wie in der S-Bahn) so gut wie nie erlebt.
Ist auch gut so. Die Leute weichen stillschweigend zur Seite.

Zitat
Eher dümmliche Bemerkungen, dass man früher alles selbst gefahren sei....
Dünnhäutig Nr. 4: Was ist daran dümmlich? Darum geht es ja doch.

Zitat
Weißt du, niemand kennt eines jeden Beweggrund exakt. Da sollten (Ver)urteilungen unterbleiben.
Dünnhäutig Nr. 5: "sollten ... unterbleiben". Gut, dann kann jeder tun, wie er will. Gibt ja keine (Ver)Urteilungen, allein weil Beweggründe nicht exakt zu ermitteln sind.
Autofahrer in der Fußgängerzone darf ich auch nicht verurteilen, weil ich deren anscheinend wichtigen Beweggründe nicht exakt kenne.

Zitat

im Jahr nutze ich die Mitnahme vlt ein, zwei mal... MIT Extra-Karte.
Und wieso machst Du jetzt in diesen Tagen hier im Forum so ein Bohei, wenn Du Fahrrad in der Bimmel gar nicht alltäglich mitnimmst.  ???
Dünnhäutig Nr. 6?

Zitat
Im Thread ging es auch um den Bewegungsplatz dafür, welcher dem eines Rollstuhls recht ähnlich ist (Drehen), nur ein klein wenig länger.
Scherzkeks. Ich schiebe öfters mal einen Rollstuhl rein. Zum Drehen ist meistens gar kein Platz (allein schon, um die Füße des Rollifahrers nicht zu verletzen). Die Rollifahrer fahren geradeaus rein und raus. Das ist aber nicht der Punkt, denn:

Zitat
Nicht mehr und nicht weniger.
Mehr. Verletzung durch ihr Werkstück drehende Radfahrer. Dass Du diese Gefahr nicht sehen willst, habe ich begriffen.

Zitat
Der häufigste und konfliktreiche Fall sind Kinderwagen.
"konfliktreich" ist gut. Der gelebte Alltag ist liebenswürdiger: Die Fahrgäste helfen im Gegenteil sogar ganz viel mit, damit am liebsten sogar drei Kinderwägen passen.
Im übrigen geht von Kinderwägen keine Verletzungsgefahr aus, es ist ja alles kindersicher abgeglättet und sorgt für die große Akzeptanz.

So, wie versprochen: EOD.

Danke fürs Lesen.

sfn
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Offline Fabi

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Re: Kreativ-Workshop LVB Neue Straßenbahnen
« Antwort #40 am: 10.08.2019, 15:36:52 »
So, wie einige Radfahrer in die Bimmel einsteigen, weichen die Fahrgäste schon der Verletzungsgefahr wegen zur Seite. Auch eine Art Selbstregelung.  ::)

Früher nannte man das "mitdenken"...
Ich gehe in der Bahn auch zur Seite wenn ich im Türbereich stehe und jemand mit seinem Rad einsteigt - und zwar nicht aus "Angst" sondern weil ich dem/derjenigen nicht im Weg stehen möchte ::)

Ich weiß ehrlich gesagt wirklich nicht, warum hier tagelang um die Fahrradmitnahme in der Tram diskutiert wird…
Ich fahre regelmäßig mit der Straßenbahn (3, 4, 10 (wenn sie denn mal fährt), 11) und kann im Jahr an beiden Händen abzählen wie oft da jemand sein Rad mitnimmt.
Da finde ich so manche "Kinderwagenmutti" deutlich aggressiver und anstrengender als jemanden der sein Fahrrad 1 oder 2x im Jahr mit der Bahn mitnimmt…

Abgesehen davon: Vernünftig geplante Mehrzweckbereiche sind in einer künftigen Straßenbahngeneration trotzdem nötig. Egal ob für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühle, …
Um festzustellen, dass nicht genügend Platz in den Bahnen ist, reicht es schon wenn man mal etwas Gepäck mitnimmt. Mit einem Koffer und einem Rucksack hat man entweder die Wahl die komplette Fahrt über zu stehen oder mind. 2 Sitzplätze für sich selbst zu beanspruchen weil es einfach keine vernünftig gestalteten Bereiche gibt, in denen man mal etwas Gepäck unterbringen und in der Nähe sitzen kann.