Autor Thema: Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2020- Auswirkungen auf den Nahverkehr  (Gelesen 381 mal)

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Offline Fahrer

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Ist zwar noch ein wenig hin, aber trotzdem interessant Möglicherweise steht uns ein "spannender" Spätsommer und Herbst voraus. Die kommende Tarifrunde wird unter sehr gegensätzlichen Ausgangspunkten stattfinden. Bei den Gewerkschaften wird versucht werden, die  Gehälter der "Alltagshelden" stark anzuheben, fast immer ist das auch begrüßenswert. Auf der anderen Seite stehen die Verkehrsunternehmen, die oft zumindest mittelbar von Städten und Kommunen und kommunalen Arbeitgeber, die massive EInnahmeverluste haben und durch die ganzen Hilfen versuchen wollen, die Mehrausgaben möglichst in Grenzen zu halten. Aus eigener Kraft werden z.B. die LVB die Probleme nicht stemmen können.

Eine vor einiger Zeit angesetzte  und gescheiterte Sondierungsrunde zeigt, wie sehr man auseinander lag. Die Gewerkschaften wollten eine EInmahlzahlung für eine Übergangszeit von September-März von 1500 € erreichen und dann ab März die prozentualen Entgelte verhandeln. Wenn man jetzt für die Beschäftigten imLeipziger ÖPNV (wenn siekomplett davon profitiert hätten) mal sehr optimistisch mit  Brutto knapp 2000 €  schätzen würde - man kann mich da auch gerne korrigieren - wäre man bei 250€ Zahlung (die Einmalzahlung auf die  6 Monate gestreckt) bei Steigerungen von 12,5 %, was schon eine deutliche Steigerung ist. Wenn die Prozentuale Forderungen ähnlich hoch sind, würde das auf harte Verhandlungen, wahrscheinlich mit massiven Streiks hindeuten. Im August werden wir wissen, was passiert. Die Arbeitgeber hätten wohl Laufzeiten der Verträge von 2,5-4 Jahre und Erhöhungen auf Inflationsniveau angeboten.

Gerade durch die Coronakrise werden viele Kommunen wohl eher weniger "spendabel" sein, da werden wir sehen, was passiert

https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/tr/2020/

Offline Laany Toke

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Wenn ich das richtig überblicke ist da der ÖPNV soweit ausgenommen. Für diesen gibt es einen extra Tarifvertrag TV-N Sachsen (in dem auch die LVB zu großen Teilen drinhängen), der separat verhandelt wird.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Fahrer

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Soviel ich weiß besteht diese Trennung fast nur auf dem Papier. Letztes Mal gab es gemeinsame Aktionen Öffentlicher Dienst und Nahverkehr. Siehe auch 13.04.18, wo einen halben Tag gestreikt wurde.

https://www.l-iz.de/politik/sachsen/2018/05/Nochmaliger-Streik-bei-der-LVB-Tarifverhandlungen-fuer-Nahverkehrsbetriebe-in-Sachsen-vorerst-abgeschlossen-215992

Hier wird geschrieben, dass die Tarifverträge gleichzeitig auslaufen

https://www.l-iz.de/wirtschaft/metropolregion/2018/04/Tarifabschluss-im-oeffentlichen-Dienst-Nach-dem-Streik-die-Ernuechterung-213738

Lt. diesem Artikel wurden die Ergebnisse des öffentlichen Dienstes übetragen. Ich gehe davon aus, dass gemeinsame Aktionen möglich sind, ob gemeinsam verhandelt wird, keine Ahnung.