Autor Thema: Nahverkehr in den Zeiten der Corona  (Gelesen 26150 mal)

Holger, AntenneKL und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Fahrer

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #285 am: 25.06.2020, 20:59:42 »
Und ein Hinweis wie, "setzen Sie sich doch bitte hinten hin", ist schon zu viel?
Leider ist das für mich so ein Zeichen der Mentalität einiger, auf keinen Fall einen Handschlag zu viel zu tun. Natürlich ist das Ahnden von solchen Verstößen nicht Sache der Fahrer. Aber warum halten dann die Leute vom Prüfdienst Straßenbahnen oder Busse auf, weil ein Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis nicht sofort aussteigt? Dann kann man ihn notfalls zur Endstelle begleiten Oder der gerade kontrollierte Fahrgast aussteigen will, aber man die Bahn noch nicht fertig kontrolliert hat? Wenn es sich um die Gesundheit geht, erwarte ich zumindest, wenn man es relativ schnell machen kann, einen kurzen Hinweis.
Und Jugendschutzbestimmungen sind soviel ich weiß auch nicht Bestandteil eines Bewirtungsvertrages, trotzdem muss der Wirt sie durchsetzen. Es sollte auch und vor allem für den einzelnen  verantwortlichen Angestellten Strafen geben, wenn er die Bestimmungen nicht durchsetzt.
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 21:06:20 von Fahrer »

Offline elnbb

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #286 am: 25.06.2020, 21:21:55 »
Da scheinen Einige die Rolle der Fahrer falsch zu interpretieren.
Aufgabe der Fahrer: Kunden von A nach B zu befördern
Aufgabe Durchsetzung Corona-Vorschriften: Ordnungsamt und Polizei

Die Masken und Abstandspflicht ist nicht Bestandteil der AGB (Beförderungsbedingungen).
Bevor ich mich in eine Diskussion mit Fahrgästen begebe, ohne dafür örtlich und sachlich zuständig zu sein und damit andere Fahrgäste mit deren Anschlüssen, Terminen verprelle...

Nur zur Einordnung: es geht hier um Fahrzeuge, in denen zurzeit maximal 4 (in Worten: vier) Fahrgäste gleichzeitig mitfahren. Da sollte es mit einem freundlichen Satz schnell getan sein. Die Freundlichkeit der Flexa-Fahrer wurde von Fahrgästen bisher sehr gelobt.

Offline Nordsachse

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #287 am: 28.06.2020, 13:22:26 »
Ich um gleich zur Sache zu kommen, finde den Staus quo (trotzdem) ein Skandal, zumal, weil es eben für das Gros kein Skandal ist, d.h. es keine mediale (und politische) Debatte darüber zu geben scheint!
LVZ, MDR und co fungieren quasi als Hofberichterstatter der LVB, wenn ich auf eine kritische Berichterstattung verzichten will, kann ich mir auch gleich die eigens von den LVB herausgegebenen Pressemeldungen durchlesen, da steht in etwa das Gleiche drin (z.B. wie toll doch diese neue App funktioniere).
Die Einschätzung, dass es trotz 15-Min-Takt relativ leer ist, kann ich zumindest für die HVZ der Wochentage nicht teilen. Hauptsächlich (zur Zeit mehrmals wöchentlich) die  /SO.039 auf dem nördlichen Abschnitt nutzend, kann ich feststellen, dass diese zumindest zur HVZ sehr gut gefüllt, wenn nicht gar überfüllt sind. Wenn dann paar Kinderwagen dabei sind, wird's schon eng, zumal ja nur NGT8 eingesetzt werden, (und nicht XL wie sonst auf der  /SL.004 ). Ähnliches, wenngleich in weniger krassem Ausmaß, konnte ich sporadisch für  /SL.015 und  /SL.016 beobachten.
Da wird erst mantraartig behauptet, man gehe  "schrittweise" wieder zur Normalität über, lässt zunächst die Busse (und dann einige wenige Tramlinien) wieder normal fahren (wobei der erste Schritt völlig irrational war, als ob die Buslinien per se stärker frequentiert würden als die Tramlinien!), dann wartet man auf den nächsten Schritt, und nun wird die Sache gar nicht mehr thematisiert!
 Mal ehrlich, wer 1 und 1 zusammenzählen kann, der kann doch sehen, dass ein 10-Min-Takt vor und während der Sommerferien nicht mehr kommen wird, sondern frühestens danach..
Die LVB sollten mal etwas mehr Transparenz walten lassen, immerhin sind sie ein kommunales Unternehmen.
Und wenn ich sehe, was der Stadtrat für die nächsten Jahre an (eventuellen) Erweiterungen, Taktverdichtungen etc. vorgenommen hat, dann würde ich empfehlen, erstmal die naheliegenden Probleme zu lösen.

Offline Fahrer

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #288 am: 03.07.2020, 14:33:33 »
Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass die LVB Corona nicht mehr so wirklich ernst nehmen? Während die Straßenbahnen immer noch im 15-Minuten-Takt (größtenteils) fahren und gerade in der HVZ deutlich überfüllt sind, wir des ab Montag wieder Pflicht, den Fahrgastwunsch zu betätigen, um einen Haltewunsch anzuzeigen oder die Türen zu öffnen. Da fühle ich mich vera...t. 

https://www.l.de/verkehrsbetriebe/kundenservice/services/nachrichten/detailansicht/neuerungen-in-unseren-bussen-ab-dem-6-juli_1799
« Letzte Änderung: 03.07.2020, 15:26:02 von Fahrer »

Offline Tilman

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #289 am: 03.07.2020, 17:24:35 »
Man braucht die Einnahmen wohl dringend...

Offline Halleipzig

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #290 am: 03.07.2020, 17:57:05 »
Haltewunsch anzeigen war im Bus diese Woche doch schon so?! An 2 Tagen auf der  /BL.074 beobachtet.

Offline sfn

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #291 am: 03.07.2020, 18:50:39 »
Vorneinstieg beim Busfahrer war heute auch möglich: 1x auf  /BL.073 beobachtet, dass Tür offen und kein Absperrband mehr waren.

Sind die Busfahrer wenigstens geschützt, wenn jetzt wieder alles vorne einsteigt und erstmal die Viren durch die Maske durchhustet?

 :-[



Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Laany Toke

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #292 am: 03.07.2020, 19:56:39 »
Die Wenigsten infizieren sich durch Schmierinfektion. Da ist es wahrscheinlicher sich durch das Rumgefummel am Mund-Nasen-Schutz zu infizieren. Und das nicht nur mit Corona!
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Sven

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #293 am: 03.07.2020, 21:14:18 »
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.

Gibt es schon Bilder von dem Duschvorhang?

Ansonsten halte ich den Vordereinstieg auch für sinnlos. Hat der Prüfdienst keine Masken?  ???

Grüße
Sven

Offline sfn

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #294 am: 03.07.2020, 21:49:54 »
Da ist es wahrscheinlicher sich durch das Rumgefummel am Mund-Nasen-Schutz zu infizieren.
Durch Rumfummeln am Mundschutz allein kann man sich nicht infizieren. Du musst noch etwas anderes meinen.

Der Mund-Nasen-Schutz, so wie er allgemein benutzt wird, taugt nur dafür, die eigene Spucke nicht woandershin zu blasen und von anderen einatmen zu lassen.

Zitat
Und das nicht nur mit Corona!
Natürlich nicht nur mit Corona. Die hundsgewöhnlichen Grippe-Erkrankungen sind übrigens auch zurückgegangen.

Ich zitiere mal aus einer Seite des RKI:
Zitat
Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen, sind Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.
Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html

Das mit Corona-Viren angereicherte Aerosol wird schon länger in den virologischen Blick genommen - außer von den LVB und hier ganz besonders in den fest verschlossenen XL.

Zitat
Der Fahrerarbeitsplatz wird durch einen durchsichtigen Vorhang geschützt.
Mäßig vernünftig. Schützt halt den Fahrer vor der Spucke seiner Fahrgäste, besonders von solchen Menschenfreunden, die keine Maske aufhaben. Ich hoffe, dass der Fahrer gut angelüftet wird (von links oder von oben vielleicht), damit er nicht vom Aerosol kosten muss. Der durchsichtige Vorhang wird es nicht von ihm fernhalten, das Aerosol weht einfach seitlich vorbei zum Fahrer rein.

Das Hauptproblem bei einer Reise mit den LVB sind der zu geringe Abstand und die zu schlechte Be- oder Durchlüftung in den Fahrzeugen.

Die Gefahr einer zweiten Welle (etwa im Herbst) ist längst nicht gebannt. Es infizieren sich jeden Tag immer noch Hunderte neu, und diese Superspreading Events (wie neulich in Greiz) sind gerade der neueste "Schrei"...

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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Tino

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #295 am: 03.07.2020, 22:18:14 »
wir des ab Montag wieder Pflicht, den Fahrgastwunsch zu betätigen, um einen Haltewunsch anzuzeigen oder die Türen zu öffnen. Da fühle ich mich vera...t. 
Erst vor einigen Tagen beobachtet, war wohl Zahltag. Lange Schlangen vor den Geldautomaten, aber nur vom davor stehen spuckte der auch keine Scheine heraus. ;D

Offline Laany Toke

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #296 am: 03.07.2020, 22:27:36 »
Durch Rumfummeln am Mundschutz allein kann man sich nicht infizieren. Du musst noch etwas anderes meinen.
Schonmal die Leute beobachtet? Das Ding landet sonstwo in der Tasche, es gibt gefühlte Sicherheit und beim Auf- und Absetzen wird sich fleißig ins Gesicht gegriffen. Das macht man ohne die Dinger nicht.

Mäßig vernünftig. Schützt halt den Fahrer vor der Spucke seiner Fahrgäste, besonders von solchen Menschenfreunden, die keine Maske aufhaben. Ich hoffe, dass der Fahrer gut angelüftet wird (von links oder von oben vielleicht), damit er nicht vom Aerosol kosten muss. Der durchsichtige Vorhang wird es nicht von ihm fernhalten, das Aerosol weht einfach seitlich vorbei zum Fahrer rein.
Hey, lass uns den Busverkehr gleich ganz einstellen! Und was hat die Absperrung jetzt in den Bussen gebracht? Die Luft vorne ist die Gleiche, die auch hinten geatmet wird. So hat man mit dem Vorhang eine echte Barriere geschaffen. Hast du denn überhaupt schon gesehen, wie es aussieht? Zudem hat der Busfahrer ein eigenes Fenster und eine Klimaanlage.

Das Hauptproblem bei einer Reise mit den LVB sind der zu geringe Abstand und die zu schlechte Be- oder Durchlüftung in den Fahrzeugen.
Das muss ich jetzt mal ganz deutlich relativieren! Du darfst hier nicht nur die LVB nennen, sondern den öffentlichen Personenverkehr allgemein. Denn wenn du Abstandsregeln wirklich sinnvoll einhalten willst, musst du den Zustieg regulieren und den Platz einteilen. Und das macht KEIN Unternehmen in Deutschland. Dass hier die Takte weiterhin ausgedünnt sind ist dem natürlich nicht förderlich und gehört schnellstens dem gestiegenen Bedarf angepasst. Aber solche Spitzen in der HVZ mit vollen Bahnen gibt es nicht nur in Leipzig.
Hier gab es in Polen eine Anordnung, dass in Bahnen und Bussen nur die Hälfte aller Plätze belegt werden darf. Diese sind auch heute noch abgesperrt. Teils haben die Betriebe nach Möglichkeit die Takte verdichtet. Aber wie die wirtschaftlichen Folgen dort aussehen weiß ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass es für die ein oder andere Strecke dann den Todesstoß gibt, grade auch im GOP.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline sfn

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #297 am: 04.07.2020, 01:12:27 »
Himmel, was regst Du Dich auf?  ???

Ich lasse Dich mit Deiner Polemik allein und antworte nicht darauf.

Gute Nacht.

 ???
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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Passagier

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #298 am: 04.07.2020, 08:45:39 »
Himmel, was regst Du Dich auf?  ???

Ich lasse Dich mit Deiner Polemik allein und antworte nicht darauf.

Gute Nacht.

 ???
;D
Der war gut! Eigentor würde ich sagen.

Offline sfn

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Re: Nahverkehr in den Zeiten der Corona
« Antwort #299 am: 04.07.2020, 17:53:28 »
 
;D
Der war gut! Eigentor würde ich sagen.
*gähn*

Bin nun sehr auf den Duschvorhang gespannt.

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