Autor Thema: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür  (Gelesen 10055 mal)

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Offline Sankt Georg

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #30 am: 20.02.2020, 15:24:11 »
Ist die App in den letzten Monaten weiterentwickelt worden? Man kann immer noch nicht einstellen, dass ein Kind mitfahren möchte. Also muss man hoffen, dass ein Kindersitz dann bei der Fahrt frei ist?

Offline Oliver Wadewitz

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #31 am: 23.02.2020, 18:58:45 »
Hallo,

zwecks der Anfrage doch einfach mal eine Mail an die L Gruppe mit der Frage senden.


Fachbuch über die Grundlagen der Fahrzeugtechnik und Infrastruktur des ÖPNV in Deutschland. Bei Interesse bitte auf das Bild klicken.

Offline Marcel Dreiling

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #32 am: 24.02.2020, 21:36:53 »

Offline Radler

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #33 am: 24.02.2020, 23:38:52 »
die genannten 17.000 Fahrgäste sind bei rund 130 Betriebstagen ca. 9 Fahrgäste je Stunde, bzw. knapp 130 Fahrgäste am Tag. 

Besser als nichts...

Gruß
der Radler

Online opi

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #34 am: 25.02.2020, 11:37:26 »
Nun ja, es sind 17.000 Buchungen, vielleicht waren da auch Buchungen mit mehr als 1 Person dabei.
Wenn ich jetzt die PKW Mitfahrerquote ansetze (ich glaube die war 1,3) dann sind wir bei 22.100 Fahrgästen oder 12 pro Stunde (bei 130 Betriebstagen zu 14 h).

Gerade nachgelesen laut https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_03/548536-548536 sind es 1,46 was dann 24.820 oder 13 pro Stunde entspricht.

Aber, bei allem hin- und hergerechne, wir wissen nicht von wann die Zahl 17.000 ist und wie viele durch den holprigen Start es gar nicht nutzen. Und wie viele von den Buchungen durch Leute geschahen die es nur mal probieren wollten und gar keine echte Fahrbeziehung hatten. Also alles sehr schwammig, aber ich für mich bin dafür, dies weiter auszureizen. Zum Beispiel ist die Linie 67 in ihrem jetzigen Zustand eher ein Trauerspiel, zumal den Anwohnern eine Anbindung an die S-Bahn versprochen wurde, ich denke hier gebe es zum Beispiel Möglichkeiten. Auch die Linie 66 könnte als Flexa mehr leisten als sie es jetzt macht.

Offline Radler

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #35 am: 25.02.2020, 14:45:10 »
hat denn nun jemand heraus gefunden, wie das mit Kindern aussieht?  Ohne Kindersitz / Kleinkindersitz wird aus Flexa eher eine (pardon) reine Rentnerlösung.

Gruß
der Radler

Offline Marcel Dreiling

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #36 am: 25.02.2020, 17:45:36 »
Jeder Bus hat eine Sitzerhöhung und eine Babyschale dabei. Wie es mit Kindern aussieht, welche dazwischen liegen, und einen richtigen Kindersitz benötigen, kann ich nicht sagen. Extra angeben kann man Kinder beim buchen noch immer nicht.

Viele Grüße
Marcel

Offline DAvE LE

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #37 am: 09.03.2020, 11:17:27 »
Eine gute Nachricht - Flexa wird fortgesetzt, siehe aktuelle Pressemitteilung.

Offline Sven

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #38 am: 09.03.2020, 18:00:38 »
hmm. Mit Twitter wäre die Nachricht wohl gehaltvoller gewesen.

Die PM sagt überhaupt nichts aus. Vor allem das wichtigste fehlt: Wie lange geht es denn weiter?  ???

Grüße
Sven

Offline elnbb

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #39 am: 11.03.2020, 22:16:41 »
Zitat von: LVB
So ist neben weiteren Optimierungen der Software auch die Erweiterung des Bediengebietes um den Sachsenpark geplant.

Stellt sich nur die Frage, ob es dafür auch ein zusätzliches Fahrzeug geben wird.

Die PM sagt überhaupt nichts aus. Vor allem das wichtigste fehlt: Wie lange geht es denn weiter?  ???

Informationen in der Flexa-App: Fehlanzeige.

Offline elnbb

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #40 am: 06.04.2020, 15:31:43 »
VII-F-01040-AW-01 - Verstetigung und Ausweitung des Pilotprojektes FLEXA
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015836

Zitat
Die Fragen werden auf der Grundlage einer Zuarbeit der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) beantwortet.

1. Welche Pläne zur Verstetigung des Angebotes FLEXA im Leipziger Norden liegen seitens Stadtverwaltung und LVB vor?

Der Pilotbetrieb in den Stadtteilen Wiederitzsch, Lindenthal und Breitenfeld wurde von den LVB bis zum 12.10.2020 verlängert, womit sich eine Gesamtlaufzeit von einem Jahr ergibt. Über die Verstetigung des Angebotes im Leipziger Norden wird nach einer detaillierten Auswertung entschieden.

Die Stadt unterstützt die LVB grundsätzlich in ihrem Bemühen, durch on-demand Verkehre das ÖPNV-Angebot zu ergänzen. Bislang sind diese Angebote aber kein Bestandteil der Betrauung der LVB.

2. Ist eine Ausweitung auf andere Stadtgebiete vorgesehen?

Ja, zum einen sieht die Fortführung des Pilotbetriebs im Leipziger Norden auch die Erweiterung des Bediengebietes auf den Sachsenpark und die Ortschaft Seehausen vor. Der genaue Startzeitpunkt ist aufgrund der aktuellen Entwicklung („Coronavirus“) in Prüfung, er wird jedoch für das 2. Quartal 2020 angestrebt.

Zum anderen ist in den Ortsteilen Holzhausen und Meusdorf ebenfalls ein einjähriger Pilotbetrieb mit Start im II. Halbjahr 2020 geplant.

3. Wenn Ja:
a. Wie wird dies finanziert?

Die Finanzierung der Pilotphase ist sowohl aus geplanten Eigenmitteln, als auch Drittmitteln vorgesehen. Dazu werden Landesmittel nach § 1 Abs. 1c ÖPNVFinVO, sowie Bundesmittel im Rahmen des „Klimaschutzprogramm 2030“, in welchem die Förderung von insgesamt 10 Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV enthalten ist, beantragt.

b. Welche Kriterien und Prioritäten werden bei der Auswahl weiterer Stadtgebiete angelegt?

Die Hauptkriterien bei der Gebietsauswahl sind:

· Qualität des aktuellen Linienangebotes: Priorisiert werden die laut Nahverkehrsplan als „gering erschlossen“ eingestuften Gebiete.
· Eignung der Bebauung für On-Demand-Verkehr: Die Erschließung verschiedener Gebiete mit einem Linienbus ist bedingt durch ihre Bebauungsstruktur wirtschaftlich und/oder operativ ungünstig. Hier wird im On-Demand-Verkehr eine Chance zur besseren Bedienung gesehen, wobei es eine Schnittmenge mit den gering erschlossenen Gebieten gibt.
· Potenzial der Neukundengewinnung und Reduktion der PKW-Nutzung: Flexa wird als ein Produkt konzipiert, das auch bisherige Nicht-Nutzer des ÖPNVs überzeugen soll. Kriterium bei der Gebietsauswahl ist daher ebenso das Potenzial zur Gewinnung von Neukunden, sowie in der langen Frist das Potenzial zur dauerhaften Reduktion der PKW-Nutzung, und damit der Reduktion der Verkehrslast in der Innenstadt.
· Betriebskosten
· Gute Bedingungen zum Test und zur Weiterentwicklung der On-Demand-Software: Um die in ihrer Form neu- und einzigartigen Elemente der Flexa-Software (insb. Parallelverkehrsvermeidu ng und Verknüpfung zum Linienverkehr) zu testen und weiterzuentwickeln, wird ebenso Augenmerk daraufgelegt, dass es gute Verknüpfungspunkte zum Linienverkehr am Rande des Gebietes gibt und dass parallel zu Flexa Buslinien verkehren.

Offline sfn

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #41 am: 06.04.2020, 21:41:17 »
Ja bloß kein Parallelverkehr, ja bloß hyperoptimal mit möglichst wenig Fahrzeugen usw.

Aber von einer Entwicklung desjenigen Teils in dieser  "On-Demand-Software", der von potentiellen Fahrgästen genutzt wird, also vulgo: von einer Entwicklung der Flexa-App ist hier gar nicht die Rede.
Apps müssen fortentwickelt und immer neu gebaut werden, weil die Betriebssysteme (Android & Co.) sich ebenfalls fortentwickeln. Mordsaufwand, nur um 1 Fahrzeug an 1 Haltestelle zu rufen.

Dass man auf ein Drittgerät mit installierter App angewiesen bleibt, wird dem ohnehin nur extern finanzierten Projekt ein baldiges Ende bereiten.

Das Ganze ist weder niedrigschwellig noch barrierefrei. Das ist eine reine Spielerei. Der Pkw-Besitzer macht das 1x zusammen mit seinem technikaffinen Sohn mit und trägt dann selbst wieder individuell zur Verkehrslast Richtung Innenstadt bei - zumal die Fahrerei mit Nahverkehr gerade von Wiederitzsch aus im Vergleich mit der Autoanbindung (über Maximilianallee) eh viel zu lang dauert.
« Letzte Änderung: 07.04.2020, 18:19:36 von sfn »
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #42 am: 07.04.2020, 14:51:53 »
passend zur Wirksamkeit von Flexa:

https://www.l-iz.de/wirtschaft/mobilitaet/2020/04/Zahl-der-privaten-Pkw-in-Leipzig-auch-2019-weiter-gestiegen-325097

Der Blick auf die Karte....  ;-)

Gruß
der Radler

Offline sfn

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #43 am: 07.04.2020, 18:22:15 »
Die Grafik ist für den Artikel aber eher irrelevant (hat mich schon am Erscheinungstag gewundert). Es hätte eine Grafik der Deltas gegenüber letztem Jahr (o.dgl.) geben müssen.

Dass Wiederitzsch tiefrot bemalt ist, wundert natürlich nicht.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline elnbb

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Re: Flexa – Ihr neuer Bus vor Ihrer Haustür
« Antwort #44 am: 07.04.2020, 21:10:59 »
Vorsicht, schlecht gekennzeichneter Spaß. Flexa gab es im vergangenen Jahr nur die letzten 2,5 Monate. Die Karte spiegelt aus meiner Sicht aber sehr gut die Siedlungsstruktur und die Mentalität der darin Wohnenden wider. Und für ein Pilotprojekt, über dessen Fortführung man 2 (in Worten: zwei) Tage vor dem planmäßigen Ende über die App informiert wird, würde ich mein Auto nicht abschaffen. Dafür braucht es Zuverlässigkeit und eine Perspektive.