Autor Thema: In Dnipro über den Zaun geschaut ...  (Gelesen 1910 mal)

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In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« am: 15.06.2019, 23:20:55 »
... habe ich am Rande unserer diesjährigen Ukraine-Reise.
Am Depot 3 waren vier Leipziger Tatras zu sehen, welche auf Hilfsdrehgestellen auf ihre Inbetriebnahme warten.



Die Aufnahme zeigt am 07.06.2019 die Wagen 2162 und 2189.


Offline Linie 22

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #1 am: 15.06.2019, 23:29:48 »
Also beim Gleiszustand nähert sich das LVB-Netz abschnittsweise dem in Dnipro immer mehr an.

Offline Laany Toke

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #2 am: 15.06.2019, 23:41:04 »
Glaub mir, auch wenn man in den letzten Jahren immer mal was dran gemacht hat. Bis dahin ist es noch ein weiter weg...
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Tor38

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #3 am: 16.08.2019, 16:49:41 »

Offline Thomas L.E.

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #4 am: 17.08.2019, 09:40:00 »
Hat zufällig jemand am Dienstag die "Umschau" im MDR gesehen? Da ging es in einem Beitrag auch um das Thema Tatra-Bahnen. In Prag sind diese schon so etwas wie Kulturgut und werden dort nach wie vor neben modernen Fahrzeugen eingesetzt. Es kommen dabei sowohl Bahnen im (restaurierten) Originalzustand als auch perfekt modernisierte und im mittleren Bereich auf Niederflur umgebaute Tatras zum Einsatz. Hätten die Oberen der LVB mal einen Blick zu unseren tschechischen Nachbarn geworfen, wäre die teure Entwicklung des "LeoLiners" womöglich überflüssig gewesen.
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Tatra-Fan

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #5 am: 17.08.2019, 11:02:24 »
Die LFB oder FBL hatte 2003-2004 den NFTW4 gebaut, der eben jenen in Prag entspricht - nur kürzer (der T3 mit Niederfluranteil ist etwas länger und hat dadurch eine andere Hüllkurve). Aber anscheinend hätte diese Entwicklung 10 Jahre früher kommen müssen.

Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
LVB-Ansagen von 1994 "Andere" LVB-Ansagen von 2012
Aufstrebendes Grünau

Offline firefox

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #6 am: 17.08.2019, 20:00:48 »
Was willst Du mit 25% Niederfluranteil. Das ist was für Museumsbetriebe. Insofern sind 65% ein guter Kompromiss untd völlig zeitgemäß. Keiner will von vorn nach hinten stufenfrei durch eine Bahn laufen.
Gruß Foxi

Offline Fabi

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #7 am: 18.08.2019, 15:59:17 »
Keiner will von vorn nach hinten stufenfrei durch eine Bahn laufen.

Wenn ich gemein wäre, würde ich dir wünschen mal auf Krücken oder im Rollstuhl auf die ÖV mit <100% Niederfluranteil angewiesen zu sein. Bin ich aber nicht.

Offline DPele26

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Offline DAvE LE

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Re: In Dnipro über den Zaun geschaut ...
« Antwort #9 am: 18.08.2019, 19:57:49 »
<100% Niederfluranteil

User Firefox hat sich bestimmt verschrieben. Ansonsten sind 100 % Niederflur auch nicht der Knaller. Man hat zwar einen durchgehbaren Flur, der lediglich mal Rampen aufweist, will man aber zu den Sitzbereichen im Fahrgestellbereich, muss man seitlich eine Stufe in Kauf nehmen, die zur Stolpergefahr werden kann. Und dann gibt es vielleicht keine 2+2-Bestuhlung auf der einen Seite, sondern nur eine 1+1-Bestuhlung, weil über den Achsen ein Kasten montiert ist, oder man sitzt am Fenster höher als am Gang. Im schlimmsten Fall hat man Längssitze, wie im NB4. Der für mich einzige Vorteil bei 100 % Niederfluranteil ist: der durchgehbare Flur.

Triebwagen mit 25 % Niederfluranteil, wie in Prag beispielsweise, sind nicht schlecht. Praktisch für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und eingeschränkte Personen. Läuft man von vorn bis hinten durch den Wagen, steigt man drei Stufen hoch, drei Stufen herunter, dann wieder drei Stufen hoch und wenn man aussteigt, wieder drei Stufen herunter. So meinte es sicher User Firefox. Aber wie Tatra-Fan schon schrieb, kam diese Idee für Leipzig zu spät. Sie hätte vermutlich mit Einführung der NB4 (Ende der 1990er Jahre) kommen müssen. Man hätte auch nicht alle T4D(-M) umbauen müssen, sondern ein Großzug hätte so aussehen können: T4D-NF+T4D+B4D-NF. Die Mitte ist also komplett Hochflur und bietet weiterhin viele Sitzflächen an.