Autor Thema: Ökolöwe startet Appell für 365-Euro-Jahresticket in LE nach Wiener Vorbild  (Gelesen 9668 mal)

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Offline DAvE LE

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Nürnberg wird erste deutsche Großstadt mit 365-Euro-Ticket

In Nürnberg und Umgebung soll man spätestens zum 01.01.2023 das 365-Euro-Ticket nutzen können. Dazu gab es eine Unterschriftenliste mit anschließeder Mehrheit vom Stadtrat für eine Einführung, ansonsten hätte es einen Bürgerentscheid gegeben. Bereits zum kommenden Schuljahr 2020/2021 wird es im Verbundgebiet Nürnberg für alle Schüler und Azubis das 365-Euro-Ticket geben. Der Zeitraum ist zunächst auf drei Jahre beschränkt. Doch, es gibt auch einen Haken beim Schüler-Azubi-365-Ticket: man muss man den Betrag mit einmal zahlen. Das Ticket soll sogar teurer sein, aber wenn man bedenkt, dass man dann im gesamten Verbundgebiet fahren kann, gleicht es dies wieder aus. Dazu noch ein Artikel von Nordbayern, der es auf den Punkt bringt.

Offline Radler

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Etwas zum Denkanstoßen:

Es ist sicher ratsam ein solides verbessertes Angebot zu haben und dann mit dem 365 Euro Ticket die Kunden-Abo-Basis zu verbreitern.

Fragt ihr euch auch:
- wird es ein paar Jahre der Vorbereitung brauchen bis zu solch einem Ticket (reine Tarif-Vorbereitung)?   JA - siehe Nürnberg
- muss das Angebot auch ohne solche Tickets verbessert werden?    JA - unabhängig von Pandemie usw. braucht es bessere Netz-und Linienangebote
- hätte man seit Jahren solche schaffen müssen?    JA  -   doch ich habe den Eindruck, Homöopathie ist ein Expressgeschäft im Vergleich zu den Verbesserungen
- wer schafft es, in den letzten 10 Jahren mehr als 20 Angebotsverbesserungen aufzuzählen? (ohne Flottenerneuerung, die muss sowieso sein)
- ist es Absicht oder Unvermögen?    (dass es soooo langsam voran geht)

Fazit: Bis ein solches Ticket umgesetzt IST, muss sowieso eine ganze Reihe Verbesserungen erfolgt sein. Diese Reihenfolgeabhängigkeit ist also kein Argument pro oder kontra sondern eine Nebelkerze zum Ablenken der eigentlichen Versäumnisse.

Gruß
der Radler

P.S.  Wien und Leipzig kann man hervorragend vergleichen. Man darf das Wort "vergleichen" nur nicht mit "gleichsetzen" verwechseln.


Offline DAvE LE

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Neuer Anlauf für das Superticket

Unter dem Titel "Erste Schritte zum 365 Euro-Ticket gehen" haben die Stadtratsfraktionen DIE LINKE und SPD eine Vorlage eingereicht, mit folgenden Punkten:
a) der Preis für die LeipzigPass-MobilCard im Jahresabo auf 365 Euro reduziert,
b) für alle Leipziger bis 27 Jahre das personengebundene Jahres-Abo (Abo light) auf 365 Euro abgesenkt,
c) ein 365-Euro-Jobticket für Angestellte der Stadtverwaltung eingeführt. Auf dieser Grundlage werden in der Folge auch mit anderen Unternehmen entsprechende Vereinbarungen angestrebt.
d) Die Finanzierung der Angebote aus 1a bis c soll aus Mitteln des Bundes für Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV erfolgen, die ausdrücklich zur Entwicklung attraktiver Fahrpreistarife, wie Job-Tickets, Angebote für Berufseinsteiger etc., vorgesehen sind.
e) Zum 30. Juni 2022 erfolgt ein erster Bericht zur Umsetzung und Annahme der Modelle des 365 Euro-Tickets

Offline Sven

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Ein Grund mehr den ÖPNV zu meiden! Das Gedränge wird damit noch größer.
Es gibt bis dato nirgendwo einen Hinweis darauf, dass endlich auch im Angebot etwas gemacht wird.

Ein billiges Wahlgeschenk also - mehr nicht!

Grüße
Sven

Offline elnbb

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Ein Grund mehr den ÖPNV zu meiden! Das Gedränge wird damit noch größer.
Es gibt bis dato nirgendwo einen Hinweis darauf, dass endlich auch im Angebot etwas gemacht wird.

Ein billiges Wahlgeschenk also - mehr nicht!
Man hat es ja mit Jahreszahl auf die Wahlplakate gedruckt, also muss man jetzt auf Biegen und Brechen irgendwas liefern. Oder eine gut verkaufbare Ersatzidee haben, aber da ist nichts in Sicht. Die Pandemie wäre dabei eine gute Begründung, die eigenen Pläne zu ändern.

Eine Verbesserung des Angebots wäre bestimmt genauso gut angekommen, aber nach 14 Jahren OBM Jung wahrscheinlich zu unglaubwürdig.

Offline Tilman

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Nicht gleich wieder rumbläken!

Ein Grund mehr den ÖPNV zu meiden! Das Gedränge wird damit noch größer.

Also durch die Beschlusspunkte 1 a) bis c) sind jetzt nicht massenhafte Zuwächse an Fahrgästen zu erwarten: Das Sozialticket haben viele Berechtigte bereits und junge Leute bis 27 haben häufig schon ein Semesterticket oder Azubiticket. Gleiches gilt für das Jobticket bei der Stadtverwaltung. Es wird für ein paar Leute billiger, aber vor allem für die, die den ÖPNV eh schon nutzen. Man kann trotzdem gut Erfahrungen sammeln, wie das Ticket in bestimmten Gruppen "ankommt". Also ich halte das durchaus für vernünftig. Zumal der ÖPNV kämpfen muss, in der Nach-Corona-Zeit überhaupt wieder auf die Nachfrage von vorher zu kommen.

Es gibt bis dato nirgendwo einen Hinweis darauf, dass endlich auch im Angebot etwas gemacht wird.

Einspruch! Mittlerweile tut sich was: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015897 Klar wird das alles nicht übermorgen fertig, aber das ist jetzt kein Grund, nicht schon mal langsam anzufangen mit der besseren Vermarktung.

Offline Sven

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Nicht gleich wieder rumbläken!

Also durch die Beschlusspunkte 1 a) bis c) sind jetzt nicht massenhafte Zuwächse an Fahrgästen zu erwarten: Das Sozialticket haben viele Berechtigte bereits und junge Leute bis 27 haben häufig schon ein Semesterticket oder Azubiticket. Gleiches gilt für das Jobticket bei der Stadtverwaltung. Es wird für ein paar Leute billiger, aber vor allem für die, die den ÖPNV eh schon nutzen. Man kann trotzdem gut Erfahrungen sammeln, wie das Ticket in bestimmten Gruppen "ankommt". Also ich halte das durchaus für vernünftig. Zumal der ÖPNV kämpfen muss, in der Nach-Corona-Zeit überhaupt wieder auf die Nachfrage von vorher zu kommen.

Man ist aber mit einem ganz anderen Anspruch herangegangen. Ein 365€-Ticket können Sie doch gerne einführen, wenn Sie denn auch für die nötige Finanzierung sorgen. Irgendwer muss das ja bezahlen.

Etwas für seine Wähler tun ist doch nicht verboten sondern auch gut. Hab ich nichts dagegen.

Man sollte aber aufhören Verkehrswende und Klimanotstand auszurufen, wenn man keine Ahnung hat, wie man was dagegen tun kann und etwas  erreichen will. Mit einem 365€-Ticket alleine wird das gar nichts.


Einspruch! Mittlerweile tut sich was: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015897 Klar wird das alles nicht übermorgen fertig, aber das ist jetzt kein Grund, nicht schon mal langsam anzufangen mit der besseren Vermarktung.

Mein Kalender sagt mir, es ist 2020. Soll ich jetzt 10 Jahre warten bis es mal Verbesserungen gibt? Wie wäre es denn endlich mal mit

- einem dichteren Takt im Kernnetz der Straßenbahn?
- einem besseren Busnetz? Einer Optimierung im Strassenbahnnetz?
- besseren Anschlüssen von der S-Bahn zu wichtigen Zielen für Pendler?

Nichts davon ist sichtbar in der Planung. Einfache Schritte, wo man nicht mal Millionen in Infrastruktur ausgeben muss. Einfach nur machen!

Grüße
Sven

Offline Radler

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Das sind doch alles Ei - Henne - Debatten!

Wichtig ist:
- Verbesserungen im Netz und dessen Angebotsstruktur MÜSSEN sowieso kommen, die Pandemie ist nun keine ewig währende "Ausrede"
- Das ist beschlossen (Nachhaltigkeitsszenario) und muss demnach auch ausfinanziert werden

Und zusätzlich ist es wichtig:
- Kunden anzufixen, welche derzeit Zweit- und Drittwagen auf dem Grundstück stehen haben
- Bus und Bahn seit 30 Jahren nicht mehr von innen gesehen haben

Diese Neukunden kann man mit lächerlichen 1 Euro am Tag leichter ködern, es ist ein Anti-Ausreden-Ticket.
Und idealerweise verstopft man dort, wo Zweit- und Drittwagen heimisch sind, auch den ÖPNV nicht, denn am Stadtrand sind Busse und Bahnen weitgehend leer. Zuwachs kann also erst mal erfolgen ohne sofort zu kollabieren.

Der Rest regelt der Sowieso-nötige Ausbau.

Zur Finanzierung ist zu sagen, dass jeder vermiedene PKW-Nutzer dem ÖPNV als Ganzes auch nicht mehr im Weg herum steht / fährt, somit Betriebskosten gespart werden.

Gruß
der Radler

Offline Sven F

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Bei LVZ Online gibt es ein neues Interview mit Herrn Jung zum Thema 365 Euro Ticket. Es war ja in 2020 sein Wahlversprechen. Leider mit Bezahlschranke.

Offline Jatzek

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Im Interview sagt Herr Jung, dass das 365€-Ticket nicht mehr die höchste Priorität hat. Diese würde er eher auf den Nahverkehr generell und die Einbindung der Außenbezirke legen.
Er geht aber davon aus, dass es Zuschüsse aus dem Bundesverkehrsministeriu m geben wird, sodass eine Pilotphase mit einem 365€-Ticket für Studierende und Leipziger unter 27 evtl ab diesem Sommer möglich ist.

Offline sfn

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Im Interview sagt Herr Jung, dass das 365€-Ticket nicht mehr die höchste Priorität hat.
"Nicht mehr die höchste Priorität." Aha. Smartsprech für Das habe ich sowieso für utopisch gehalten, und eigentlich hat es mich sowieso nicht interessiert.

Zitat
Diese würde er eher auf den Nahverkehr generell und die Einbindung der Außenbezirke legen.
"Nahverkehr generell" und "Einbindung der Außenbezirke". Aha. Ich benenne jetzt zwei Sachen, die für eine kurzfristige Umsetzung schon zu große Nummern sind und mit denen ich mich deshalb in meiner letzten Amtszeit nicht mehr noch herumschlagen muss.

Zitat
Er geht aber davon aus, dass es Zuschüsse aus dem Bundesverkehrsministeriu m geben wird, sodass eine Pilotphase mit einem 365€-Ticket für Studierende und Leipziger unter 27 evtl ab diesem Sommer möglich ist.
Wird aber nicht kommen, da ich auf eine derartig schnelle Antragsstellung für diese Zuschüsse keine Lust habe und da der Städtetag mir sowieso viel mehr Spaß macht.

 ::)


Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

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Sinnlosaktionen: Betriebsausfall 2h lang und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Hst.-Namen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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das wäre für die Studenten eine ziemliche Verteuerung!

Offline RoSchoLe

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Ja, so ist das: Nur der Tod ist umsonst.
Da darf man halt nicht über 10 Jahre lang studieren und 3 mal die Studienrichtung wechseln.
Weil sonst fehlt es zum Schluss auch an der Rente und dann will man wieder alles billiger oder umsonst.

P.S. Bei Aldi ist der Käse jetzt auch teurer geworden.

Offline sfn

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Da darf man halt nicht über 10 Jahre lang studieren und 3 mal die Studienrichtung wechseln.
Andere machen 3 Ausbildungen und bekommen auch keinen Fuß auf den Goldenen Boden des Handwerks.

Im übrigen werden die Straßenbahnen meistens von ehemaligen Studenten konstruiert.

Zitat
Weil sonst fehlt es zum Schluss auch an der Rente und dann will man wieder alles billiger oder umsonst.
Ja, nee, die Armutsrenten sind voll das Akademikerproblem (zur Info: das kommt erst noch, in ca. 10-15 Jahren).
Aber die Generationen Y und Z haben nichts zu befürchten, für die wird es wieder schön.

Im übrigen frage mal den Arzt Deines Vertrauens, in welchem Alter er sein erstes wirklich selbstverdientes Geld erarbeitet hat (also ohne diese Praktika-Zwischenstationen). Kannst davon ausgehen, dass er dann schon über 25 war.
« Letzte Änderung: 14.01.2021, 14:43:56 von sfn »
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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline SES

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Arzt/ Praktika nannte sich mal Arzt im Praktikum (A. i. P. bzw. AIPler) mit Entlohnung 😉.

Heute gibt es dies nicht mehr und nennt sich Assistenszarzt (Assi) und dies wird auch Entlohnt.

Je nach Fachrichtung ect. geht das richtig dicke Geldverdienen mit 25 bis 27 los oder erst ab 27 - 32.

Meist weit bis zum 40./ 45. Lebensjahr erfolgt die Rückzahlung des Bafög.

Studium und Praktika: Medizin, ein Verdammt gutes Beispiel...

Je nach Ausbildungsstand wird es der Ausbildung zur "Krankenschwester", "Oberschwester", "OP-Schwester"/ "Funktionsdiagnostik", "Steri"Schwester", MTA oder der "Öse" gleich gesetzt und berechtigt(e) zur gleichen Entlohnung.
« Letzte Änderung: 14.01.2021, 21:46:13 von SES »
1898-05-26 Behördliche Probefahrten.
1898-05-27 Eröffnungsfahrten und -feier.
1898-05-28 Aufnahme des Fahrplanmäßigen Betriebes.