Autor Thema: Ökolöwe startet Appell für 365-Euro-Jahresticket in LE nach Wiener Vorbild  (Gelesen 4859 mal)

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Offline DAvE LE

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Nürnberg wird erste deutsche Großstadt mit 365-Euro-Ticket

In Nürnberg und Umgebung soll man spätestens zum 01.01.2023 das 365-Euro-Ticket nutzen können. Dazu gab es eine Unterschriftenliste mit anschließeder Mehrheit vom Stadtrat für eine Einführung, ansonsten hätte es einen Bürgerentscheid gegeben. Bereits zum kommenden Schuljahr 2020/2021 wird es im Verbundgebiet Nürnberg für alle Schüler und Azubis das 365-Euro-Ticket geben. Der Zeitraum ist zunächst auf drei Jahre beschränkt. Doch, es gibt auch einen Haken beim Schüler-Azubi-365-Ticket: man muss man den Betrag mit einmal zahlen. Das Ticket soll sogar teurer sein, aber wenn man bedenkt, dass man dann im gesamten Verbundgebiet fahren kann, gleicht es dies wieder aus. Dazu noch ein Artikel von Nordbayern, der es auf den Punkt bringt.

Offline Radler

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Etwas zum Denkanstoßen:

Es ist sicher ratsam ein solides verbessertes Angebot zu haben und dann mit dem 365 Euro Ticket die Kunden-Abo-Basis zu verbreitern.

Fragt ihr euch auch:
- wird es ein paar Jahre der Vorbereitung brauchen bis zu solch einem Ticket (reine Tarif-Vorbereitung)?   JA - siehe Nürnberg
- muss das Angebot auch ohne solche Tickets verbessert werden?    JA - unabhängig von Pandemie usw. braucht es bessere Netz-und Linienangebote
- hätte man seit Jahren solche schaffen müssen?    JA  -   doch ich habe den Eindruck, Homöopathie ist ein Expressgeschäft im Vergleich zu den Verbesserungen
- wer schafft es, in den letzten 10 Jahren mehr als 20 Angebotsverbesserungen aufzuzählen? (ohne Flottenerneuerung, die muss sowieso sein)
- ist es Absicht oder Unvermögen?    (dass es soooo langsam voran geht)

Fazit: Bis ein solches Ticket umgesetzt IST, muss sowieso eine ganze Reihe Verbesserungen erfolgt sein. Diese Reihenfolgeabhängigkeit ist also kein Argument pro oder kontra sondern eine Nebelkerze zum Ablenken der eigentlichen Versäumnisse.

Gruß
der Radler

P.S.  Wien und Leipzig kann man hervorragend vergleichen. Man darf das Wort "vergleichen" nur nicht mit "gleichsetzen" verwechseln.