Autor Thema: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10  (Gelesen 10712 mal)

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Offline thomas15e

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 Ich glaube den Wunsch nach  Fahrplanverdichtungen können wir noch ne ganze Weile vergessen , die LVB ist noch nicht  in der Lage  trotz Ferienfahrplan einen stabilen Fahrplan zu gewährleisten, ausfälle auf vielen Linien sogar 4 und 15 war dran
Thomas 15E
15E        PROBSTHEIDA
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Offline DrZott

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Mit dem 365,-€-Ticket wird alles wieder gut  ;D

Offline thomas15e

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Denkste aber wenn die keine Fahrer Haben
15E        PROBSTHEIDA
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Offline DrZott

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Ich hatte wohl vergessen, den Ironie-Indikator zu integrieren  ;)

Offline Sankt Georg

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Sollte wegen der Störanfälligkeit auch weiterhin die Nähe zur Angerbrücke erforderlich sein, bleibt dann eigentlich nur die (8). ;)

2198

Sind denn die NGT10 immer noch so störanfällig oder könnte man langsam mal anfangen die NGT10 von der /SL.003 auf die /SL.010 zu verlagern?

Offline DrZott

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Heute gibt sich ein "Experte" in der LVZ zum Thema 365,-€-Ticket die Ehre:
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/365-Euro-Ticket-Experte-spricht-von-Debatte-im-Elfenbeinturm

Für den schnellen Leser hier ein kleines Exzerpt:

- Wien habe zunächst 20 Jahre kräftig in den Ausbau und die Modernisierung seines öffentlichen Personennahverkehrs investiert, bevor das 365-Euro-Ticket eingeführt wurde
-
Zitat
Österreichs Hauptstadt stelle auch heute noch jährlich 200 Millionen Euro aus ihrem Haushalt für den Nahverkehr bereit. „Wien hat dafür auch die Parkgebühren erheblich angehoben und läßt diese Einnahmen komplett dem Nahverkehr zukommen
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Zitat
Außerdem sei eine spezielle „Dienstgeberabgabe“ eingeführt worden. „Das ist eine U-Bahn-Steuer, die alle großen Gewerbebetriebe zahlen müssen, die von einer guten ÖPNV-Anbindung profitieren. In Deutschland sind solche Finanzierungsinstrumente rechtlich gar nicht möglich.“
- Leipzig müsse noch vor der Einführung „sicherstellen, dass dauerhaft hohe zweistellige Millionen-Beträge zusätzlich“ aus der öffentlichen Hand in den Ausbau des Nahverkehrs fließen, um auf den Fahrgastanstieg vorbereitet zu sein
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Zitat
Denn eigentlich ist so ein 365-Euro-Angebot ja ein kostenloses Ticket, das deshalb auf Dauer von anderen finanziert werden muss“, erläutert der Fachmann. „Und wenn es erst einmal da ist, wird es sehr schwer, so etwas wieder zu ändern. Das könnte ein Fass ohne Boden werden.
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Zitat
Die Menschen steigen dann um, wenn das Nahverkehrsangebot für sie attraktiv ist“, sagt Wagner. „Von dem 365-Euro-Angebot würden vor allem die Kunden profitieren, die schon heute mit einem teureren Ticket fahren, die mit dem Fahrrad unterwegs sind oder zu Fuß gehen.“ Dass die beiden letzten Zielgruppen dann häufiger bei den LVB einsteigen, sei aber „klimapolitisch gar nicht notwendig“.

Zum Schluß kann sich der "Experte" einen Seitenhieb auf die Ökomiezen nicht verkneifen:
Zitat
Aber die Ökolöwen müssen das System auch nicht finanzieren und sind nicht unternehmerisch für die LVB verantwortlich.“ Die Forderung der Umweltschützer, dass Leipzig für das Ticket Geld vom Straßenunterhalt in den Nahverkehr umschichten soll, hält er für zwiespältig. „Auch die Busse des Nahverkehrs sowie Handwerker und Lieferdienste brauchen gute Straßen.“

Offline xXx

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Zitat
- Wien habe zunächst 20 Jahre kräftig in den Ausbau und die Modernisierung seines öffentlichen Personennahverkehrs investiert, bevor das 365-Euro-Ticket eingeführt wurde
Also diesen Zusammenhang möchte ich aber mal ganz erheblich anzweifeln. Als ob man 20 Jahre daraufhin gearbeitet hätte, um am Ende ein verbilligtes Jahresticket einzuführen ... Es handelte sich ganz profan um eine ziemlich kurzfristige Aktion der Wiener Grünen nachdem sie an der Stadtregierung beteiligt waren. Und der viel gepriesene Ausbau des Wiener Nahverkehrs in den letzten 20 Jahren beschränkt sich praktisch auch ausschließlich auf den exzessiven U-Ausbau (bevorzugt in der Peripherie statt im dichtbesiedelten Stadtkern) zulasten der Straßenbahn. Es wäre mir neu, dass da im Zusammenhang mit der Einführung des 365€-Tickets massiv das Angebot erweitert wurde.

Aber es stimmt natürlich, dass der ÖPNV in Wien einen ganz anderen Stellenwert in Stadt und Gesellschaft einnimmt als hier bei uns in Leipzig und der Marktanteil des ÖPNV schon vor der Einführung des Tickets sehr hoch war und das Netz auch viel dichter ist. Aber Gold ist dort bei weitem auch nicht alles was glänzt ...

Offline Radler

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Zitat
Zum Schluß kann sich der "Experte" einen Seitenhieb auf die Ökomiezen nicht verkneifen:
Zitat
Aber die Ökolöwen müssen das System auch nicht finanzieren und sind nicht unternehmerisch für die LVB verantwortlich.“ Die Forderung der Umweltschützer, dass Leipzig für das Ticket Geld vom Straßenunterhalt in den Nahverkehr umschichten soll, hält er für zwiespältig. „Auch die Busse des Nahverkehrs sowie Handwerker und Lieferdienste brauchen gute Straßen.“

Muss ja ein toller "Experte" sein, denn der Ökolöwe hat mitnichten gefordert, dass der Topf des Straßenunterhalts dazu genutzt wird, sondern der Verwaltung/LVB aufgetragen --> es zu kalkulieren und finanziell sicher zu stellen.

Solche "Experten" braucht Leipzig nicht.

Gruß
der Radler

Offline DrZott

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Die wichtigste Quintessenz ist jedoch, daß der ÖPNV in Leipzig deutlich (intensv und extensiv) ausgebaut werden und deutliche mehr Zuschüsse erhalten müßte. Alles andere ist natürlich Politgeplenkel. Schon bei der inneren Jahnallee sehen wir ja, wie alle Verkehrsträger massiv um den viel zu knappen Raum kämpfen.

Offline Radler

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grundsätzlich ist das richtig. Doch diese Aktivitäten sind auch ohne dieses Ticket nötig. Demnach ist es ein sowieso-Effekt.

Ansonsten zeigt die Entwicklung von 2001 an, dass gut 50 Mio Fahrgäste mehr im Jahr auch in das grundsätzlich seit dieser Zeit unveränderte Netz passen. Von der S-Bahn ganz zu schweigen...

Gruß
der Radler

edit: klareres Deutsch gefunden
« Letzte Änderung: 28.02.2019, 14:19:01 von Radler »

Offline Benedikt

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grundsätzlich ist das richtig. Doch diese Aktivitäten sind auch ohne dieses Ticket nötig. Demnach ist es ein sowieso-Effekt.

Ansonsten zeigt die Entwicklung von 2001 an, dass gut 50 Mio Fahrgäste mehr im Jahr auch in das grundsätzlich seit dem unveränderte Netz passen. Von der S-Bahn ganz zu schweigen...

Gruß
der Radler
Das Leipziger Netz ist doch ohnehin nicht ausgelastet. Nur weil ein paar Bahnen im Schüler- und Berufsverkehr voll sind, kann man doch von keiner Vollauslastung sprechen.

Offline GK

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Als ob man 20 Jahre daraufhin gearbeitet hätte, um am Ende ein verbilligtes Jahresticket einzuführen ... Es handelte sich ganz profan um eine ziemlich kurzfristige Aktion der Wiener Grünen nachdem sie an der Stadtregierung beteiligt waren. Und der viel gepriesene Ausbau des Wiener Nahverkehrs in den letzten 20 Jahren beschränkt sich praktisch auch ausschließlich auf den exzessiven U-Ausbau (bevorzugt in der Peripherie statt im dichtbesiedelten Stadtkern) zulasten der Straßenbahn. Es wäre mir neu, dass da im Zusammenhang mit der Einführung des 365€-Tickets massiv das Angebot erweitert wurde.

Aber es stimmt natürlich, dass der ÖPNV in Wien einen ganz anderen Stellenwert in Stadt und Gesellschaft einnimmt als hier bei uns in Leipzig und der Marktanteil des ÖPNV schon vor der Einführung des Tickets sehr hoch war und das Netz auch viel dichter ist. Aber Gold ist dort bei weitem auch nicht alles was glänzt ...
Bei den Ausbauten der letzten 20 Jahre in Wien war das 365€-Ticket nicht einmal im Ansatz überhaupt eine Idee. Praktisch war der Nahverkehr nur an der Grenze, der Autoverkehr sowieso und dringend etwas nötig - und in Wien hatte man das erkennt (ob freiwillig oder zwangsweise, ist dann noch die andere Frage) und etwas getan (im ersten Schritt einen massiven Ausbau, die U-Bahn-Linien waren das teuerste, aber auch an S-Bahn und Straßenbahn wurde gewerkelt).

Rund um die Einführung des 365€-Tickets wurde in Wien das Angebot massiv ausgebaut, was sich aber nach den Ausbauergebnissen primär in der Verstärkung des Angebots samt deutlicher Beschaffung von zusätzlichem Rollmaterial und Ausbildung von Fahrpersonal äußerte. Und wenn man es wirklich möchte, reichen 2 Jahre zum Beginn einer größeren Beschaffungswelle (v.a. wenn man dann Altfahrzeuge nicht gleich ausmustert).
Allerdings hat man in Wien gemerkt, dass es dennoch eng ist, und die Infrastruktur weiter auszubauen ist - von S-Bahn-Ausbau, teils mit ETCS Level 2 auf der Strecke über Wien-Mitte, U-Bahn-Modernisierung für dichtere Taktzyklen, Straßenbahnausbau, Trennung von Straßenbahn/Bus und MIV (unter Beschneidung des MIV), Ausbau der Wartungsstandorte etc. ist die Rede - also noch auf Jahre hinaus genug zu tun. Ebenso sind die erhöhten Fahrzeugkapazitäten dort ebenso nicht ausreichend. Nur ist dort der Anfang gemacht und jetzt wird tendenziell geklotzt, statt totgespart (in Leipzig schaffen wir ja nichtmal die seit Jahren als "Neubaustrecke" verkaufte Umverlegung von ein paar hundert Metern Straßenbahngleis).

Klar ist auch, dass einerseits Wien als Bundesland ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat und diese wahrnimmt (also auch Ausgaben umschichtet), der Bund das dort fördert, und auf Grund der Rechtslage in Österreich z.B. auch Arbeitgeber etc. über Umlagen zur Finanzierung herangezogen werden können. Und das Nahverkehr dort schon seit längerem eine andere Wahrnehmung hat, als in unserer Autofahrerstadt.

Das Leipziger Netz ist doch ohnehin nicht ausgelastet. Nur weil ein paar Bahnen im Schüler- und Berufsverkehr voll sind, kann man doch von keiner Vollauslastung sprechen.
Das ist nur wie bei der S-Bahn: ich habe einige autofahrende Kollegen, welche wohlwollend die MDSB getestet haben, und nach dem Fahrplanchaos und den auf manchen Relationen übervollen Bahnen das Experiment mit der Erkenntnis "nie wieder" beendeten. Gleiches gilt für die LVB. Ein PKW ist nunmal nicht so voll wie eine Straßenbahn zur Hauptverkehrszeit und so unsauber und müffelig ist es in den meisten Autos auch nicht. Und das ist ja augenscheinlich die primäre Zielgruppe für eine ÖPNV-Fahrgasterhöhung. Einige Straßenbahnlinien könnten zur HVZ ebenso eine Verstärkung auf 5-Minuten-Takt vertragen (bzw. dort wo 2 Linien fahren, teils auch eine Verdichtung) wie die S3 und S5 einen 20-Minuten-Takt (oder initial wenigstens durchgehend mit 2 * 4er-Hamsterbacken zu fahren).

Offline DrZott

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Man sollte den Berufsverkehr nicht unterschätzen: das ist der kriegsentscheidende Verkehr, bei dem die meisten unterwegs sind.
Daß Busse&Bahnen gegen 23 Uhr oder 12 Uhr leerer sind, ist eine Binse - interessiert aber zu wenige.

Offline Linie12

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Sind denn die NGT10 immer noch so störanfällig oder könnte man langsam mal anfangen die NGT10 von der /SL.003 auf die /SL.010 zu verlagern?

Laut LVB hat sich „Nach notwendigen Verbesserungen durch den Hersteller 2018 die Einsatzstabilität maßgeblich verbessert.“ Das kann jetzt jeder für sich interpretieren.

Weiterhin wurde die XL mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Product Design“ ausgezeichnet.

Zitat
„Heller, freundlicher, offener und insgesamt moderner – so lässt sich das neue zeitgemäße Design der Straßenbahn kurz zusammengefasst auf den Punkt bringen“, lautet die Begründung der Jury.

siehe hier

Offline Minol-Pirol

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Weiterhin wurde die XL mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Product Design“ ausgezeichnet.

siehe hier

Das muss man LVBs lassen: medienwirksam unnützen Kram verkaufen.