Autor Thema: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10  (Gelesen 10662 mal)

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Offline GK

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Die Stadt wird nicht zuletzt von mangelndem bezahlbaren Wohnraum am weiterhin starken Wachstum gehindert, bzw. jetzt ist er endlich mal in realistischere Sphären zurückgegangen. Dafür wächst jetzt auch das stadtnahe Umland und teils darüber hinaus (bis Eilenburg und Böhlen/Borna) die Stadt weiter, viele haben aber ihren Arbeitsort und Freizeitaktivitäten innerhalb der Leipziger Stadtgrenzen, d.h. ein Verkehrswachstum wird es weiterhin über das eigentliche Einwohnerwachstum hinaus geben.

Offline RoSchoLe

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Stellt sich die Frage, was man unter bezahlbar versteht.
Derzeit kann man ohne Probleme Wohnraum unter 5,-/m² finden, davon träumt man in anderen Städten nur.

Offline 2198

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Und der entspricht noch durchschnittlichen Anforderungen im Jahre 2019?
Also fließend Wasser aus dem Hahn, nicht an der Höhlenwand?

2198

Offline Tatra-Fan

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Und der entspricht noch durchschnittlichen Anforderungen im Jahre 2019?
Also fließend Wasser aus dem Hahn, nicht an der Höhlenwand?

Ich werfe mal in den Raum: Grünau.

Sanierte (innen wie außen) 3-Raum-Wohnung, 91m² Wohnfläche, Balkon, Laminat in der ganzen Wohnung, gefliestes Bad mit Fenster (ehemalige Küche), offene Küche (ehem. Bad), 640 Euro warm. Gibts auch für 550 Euro warm (dann ist Bad / Küche nicht getauscht). Vergleichbare Wohnungen in Lindenau kosten 1200-1300 Euro warm - also doppelt so viel.
Im WK8 sind sogar 8-Raum-Wohnungen mit 3 Balkonen, 2 Küchen entstanden. Und auch die kosten nicht 2000 Euro.


Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
LVB-Ansagen von 1994 "Andere" LVB-Ansagen von 2012
Aufstrebendes Grünau

Offline Linie 22

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Ja solche Mieten gibt es noch, doch werden die immer weniger und wer Mindestlohn oder knapp darüber verdient ( ,und das sind in Leipzig immer noch recht viele Menschen,) muss mittlerweile bei bezahlbaren Wohnraum suchen. Ebenso schwer wird es für Menschen die bei der Wohnungssuche auf Angemessenheitsgrenzen achten müssen. Segregation ist auch in Leipzig ein Thema. Und der Zuzug hat sich nur abgeschwächt. Die LVB hätten darauf schon bei der Ausschreibung des XL achten sollen! Einerseits verfolgten die Stadtregierung und die LVB selbst  in den späten 90er Jahren/2000er der "schrumpfenden Stadt" das Ziel "Stadtbahnlinien" auf den Linien /SL.011 /SL.015 /SL.016 und /SL.007Ostabschnitt und wollten unbedingt dort zukünftig 2,40m breite Bahnen mit maximaler 45m Länge einsetzen. Als Kompromiss kam der 2.30m breite Classic-XXL und weil das Geld nicht reichte der Doppeltraktion-Leoliner. Fehldenke war damals dass sich die Stadt wohl nur an den "Stadtbahnachsen" entwickeln würde. Damals schon weitgehend hochausgelastete Linien wie /SL.001 /SL.003 /SL.004 wurden in der Beschaffung größtmöglicher Fahrzeuge ausgeblendet! Und dann setzt man dieses Desaster in Zeiten des Wachstums mit dem sogenannten Marketing "XL"  in der Beschaffungspolitik fort!!! Es scheint weder der LVB noch den Stadtoberen aufgefallen zu sein, dass die Stadt in alle möglichen Richtungen wächst und entsprechend ALLE NEUEN BAHNEN größtmöglich sein sollten! Der derzeitige Einsatz des NGT 10 auf der /SL.003 und  /SL.004 ist absolut unpassend!

Offline Timotimo

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Man hört von allen Seiten etwas von einer Linie  /SL.07E. Wo wäre denn dann im Osten der Stadt der Endpunkt, Sellerhausen, Paunsdorf Strbf. oder Paunsdorf Nord? Überschlagen ergäben sich von Philipp-Reis-Str. bis Sellerhausen 9 Kurse, bis Paunsdorf Strbf. 10 Kurse und bis Painsdorf Nord 11 Kurse. Möglich wären auch nur der Einsatz in den Lastspitzen früh und nachmittags.

Offline AG501

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Man hört von allen Seiten etwas von einer Linie  /SL.07E. Wo wäre denn dann im Osten der Stadt der Endpunkt, Sellerhausen, Paunsdorf Strbf. oder Paunsdorf Nord? Überschlagen ergäben sich von Philipp-Reis-Str. bis Sellerhausen 9 Kurse, bis Paunsdorf Strbf. 10 Kurse und bis Painsdorf Nord 11 Kurse. Möglich wären auch nur der Einsatz in den Lastspitzen früh und nachmittags.

Der Ast Richtung Paunsdorf ist mit der  /SL.007 und  /SL.008 recht gut versorgt, da wäre eine Weiterführung nach Stötteritz sicher sinnvoller. Aber vermutlich werden die Verstärker (sollten sie jemals kommen) eh nur bis Hbf/Westseite geplant.

Offline Linie 22

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@Timotimo: Solange die LVB nicht mal ihre Ergänzungslinien /SL.002 /SL.008 und /SL.010 einsatzstabil halten können, sehe ich keine  /SL.07E zur Entlastung.

Offline DAvE LE

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Meines Wissens soll die /SL.07E erst kommen, wenn die neuen Georg-Schwarz-Brücken fertig sind. Also nach 2030!

Offline xXx

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^Nein, die /SL.07E soll(te) und muss schon deutlich eher kommen - bis 2030 lässt sich der Fahrgastandrang auf der Georg-Schwarz-Straße mit der schon jetzt völlig überlasteten /SL.007 nicht mehr schultern. Mein letzter Kenntnisstand (zugegeben auch nicht mehr der alleraktuellste) sprach vom Fahrplanwechsel 2019/20 (mittlerweile vermutlich eher unwahrscheinlich) oder 2020/21. Die Schleife an der Ph.-Reis-Str. ist ja im Moment problemlos nutzbar und selbst wenn sie während der Bauzeit nicht anfahrbar sein sollte, gibt es ja immer noch die Strecke zum Strbf. Leutzsch als Alternative.

Offline Sankt Georg

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Vielleicht wäre es sinnvoll erst einmal die /BL.074 zu verlängern um die /SL.007 zu entlasten. Mit Bussen kann man doch viel schneller reagieren als mit neuen Linien. Und wie viele Linien können noch zusätzlich über den Hauptbahnhof fahren ohne ihn zu erweitern?

Offline TLpz

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Vielleicht wäre es sinnvoll erst einmal die /BL.074 zu verlängern um die /SL.007 zu entlasten. Mit Bussen kann man doch viel schneller reagieren als mit neuen Linien.

Mit entsprechender Einbahnstraßenregelung über Rietschelstr. zum Diako und dann weiter. Damit würde man zum einen gleich noch ein paar Stellen erschließen die derzeit "weit ab vom Schuss" sind, zum anderen hätte man einen Ersatz wenn in der G.- Schwarz mal wieder ein PKW auf den Gleisen parkt...


Offline xXx

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Die /BL.074 kann gern zusätzlich zum Diakonissenhaus verlängert werden, aber nicht stattdessen. Die Taktverdichtung kann nur ihren Vorteil voll ausspielen, wenn der verdichtete Takt auf längerer Strecke (mindestens Innenstadt - Leutzsch) gleichförmig angeboten wird und sich nicht nur zufällig an ein paar Haltestellen irgendwie überlagert. Die /SL.010 / /SL.011 sollten hier als Vorbild dienen.

Offline Sankt Georg

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Am Hbf wird es aber dadurch bei der Gleisbelegung mehr als heute, am WLP ändert sich nichts:

Gleis 1/2: 36 Bahnen (+6 zu heute)
Gleis 3/4: 33 Bahnen (+6 zu heute) + weitere Kurse auf der  /SL.014
       WLP: 33 Bahnen (+/- 0) + weitere Kurse auf der  /SL.014


Wie viele Bahnen kann man über den Hbf schicken? Sind 36 zu viel? Allgemein gefragt: Ab wie vielen Bahnen auf einem Gleis sollte man die Haltestelle erweitern?

Offline Radler

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Meiner Meinung nach muss baulich auf mittlere Sicht gar nichts erweitert werden. Sondern lediglich die Signalisierung muss auf zwei mal "frei" je Ampelumlauf (90s) eingestellt werden. Das kostet dem Straßenverkehr ca. 10 bis 20% Kapazität, entschärft dafür die Konflikte mit Fußgängern nebenbei gleich mit.

Gruß
der Radler