Autor Thema: Angebotserweiterungen - Nutzung Potentiale durch Zulauf der NGT10  (Gelesen 7685 mal)

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Offline opi

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Ich fahre ja nun täglich Grünau <-> WLP und ja die /SL.002 hat reichlich Leute die WLP Aus-/Einsteigen und ab Adler hat man schon Kuschelgarantie, vor allem wenn kein NB4 dran hängt an der NGT8.

Offline Sankt Georg

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Dass das Netz bei mehr Einwohnern erweitert werden muss steht für mich außer Frage.

Die Ideen für die Erweiterungen sind aber immer nur persönliche Einschätzungen. Oder gibt es Daten, die die jeweiligen Erweiterungen rechtfertigen.

Welcher Ast, der im 10 min Takt bedient wird, hat zum Beispiel die meisten Fahrgäste? 

Offline DAvE LE

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Hallo Dave,

wollen wirklich soviel Leute aus Grünau-Süd oder Schleussig zum WLP? Die Erfahrungen der BVG mit Ihrer Idee der Metrolinien zeigen genau den anderen Fall -> Verstärkung auf den wichtigen Relationen, Bündelungen zu einer Hauptlinie.

Ich fahre ja nun täglich Grünau <-> WLP und ja die /SL.002 hat reichlich Leute die WLP Aus-/Einsteigen und ab Adler hat man schon Kuschelgarantie, vor allem wenn kein NB4 dran hängt an der NGT8.

Opi hat es schon beantwortet. Und meine Antwort ist auch Ja. ;) Vor allem viele Schüler und Studenten nutzen das Angebot zwischen Adler und Johannisallee mehr als ausreichend. Daher biete sich auch für die Linie 2 am besten die Verlängerung zum Herzklinikum an - Schulen, Bibliotheken, Fakultäten und Institute.

Wenn ich mir die Relation aus dem Südwesten anschaue, dann wäre es auch für die Fahrgastverteilung besser, wenn man alle 5 Minuten den Hbf. erreicht.

Mir war wichtig, dass auf den wichtigen Achsen alle 5 Minuten gefahren werden sollte.

Da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Ich denke, Metrolinien würden sich hierfür ganz gut anpassen.

Offline 2101

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Daher biete sich auch für die Linie 2 am besten die Verlängerung zum Herzklinikum an

Das sehe ich nicht so. Eher Linie /SL.015. Wenn die Anbindung ans Herzklinikum über die Prager Str. kommen sollte, bin ich mir sicher, das der Streckenast nach Meusdorf wegfällt. Die /SL.015 übernimmt dann die Strecke zum Klinikum. Würde eh mehr Sinn machen, da die  /SL.015 bis in die Nacht verkehrt. Bei der /SL.002 und den momentanen Fahrzeiten, würde das Klinikpersonal nicht zum Nachtdienst und der Spätdienst nicht vom Dienst wegkommen. Die /SL.002 kann dann tagsüber weiterhin zur Naunhofer verkehren und Nachmittags bis Herzklinikum verstärken.

Offline xXx

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^Wo steht denn in Stein gemeiselt, dass das Netz im Falle eines Baus der Neubaustrecke in ferner Zukunft noch genauso betrieben wird wie heute? Das ist ja fast noch unwahrscheinlicher als eine Umsetzung des Liniennetzes von Sven ...
Meusdorf wird ziemlich sicher als Strecke nicht wegfallen, mit welcher Begründung denn auch? Möglicherweise wird es nicht mehr rund um die Uhr bedient werden, aber bei weiterhin langfristig zwei Linien in der Prager Straße macht es ja nun wenig Sinn beide zum Herzzentrum zu schicken. Und erweiterte Betriebszeiten der  /SL.002 zwischen WLP <-> Probstheida kämen auch anderen Anliegern der Strecke sicherlich nicht ungelegen.

Offline Kai-Uwe Arnold

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Das sehe ich nicht so. Eher Linie /SL.015. Wenn die Anbindung ans Herzklinikum über die Prager Str. kommen sollte, bin ich mir sicher, das der Streckenast nach Meusdorf wegfällt.
Da nach wie vor noch der Wiederaufbau bis Liebertwolkwitz zumindest vorstellbar ist, glaube ich das nicht.
Optimal wäre sicher eine Verbindung von Stötteritz nach Meusdorf (also beide Neubaustreckenentwürfe verbunden)
aber daran kann ich auch nicht recht glauben. Wenn, dann kommt wohl eher die Verbindung von Stötteritz zur Herzklinik,
weil leichter zu bauen und keine Wutbürger wie in der Franzosenallee...

Offline DAvE LE

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Bei der /SL.002 und den momentanen Fahrzeiten, würde das Klinikpersonal nicht zum Nachtdienst und der Spätdienst nicht vom Dienst wegkommen.

xXx hat schon geschrieben, dass das aktuelle Netz nicht für die Zukunft bleiben muss. Wenn es soweit ist, stellt man die Fahrzeiten der Linie 2 um und fertig. Und dann gibt es vielleicht auch eine N2 - eher N25, die ab Altes Messegelände weiter als Linie 15 zum Hauptbahnhof verkehrt und dort endet. An der Haltestelle Ostplatz ist ein Zugang zur Uniklinik gegeben.

Offline 2101

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^Wo steht denn in Stein gemeiselt, dass das Netz im Falle eines Baus der Neubaustrecke in ferner Zukunft noch genauso betrieben wird wie heute? Das ist ja fast noch unwahrscheinlicher als eine Umsetzung des Liniennetzes von Sven ...
Meusdorf wird ziemlich sicher als Strecke nicht wegfallen, mit welcher Begründung denn auch? Möglicherweise wird es nicht mehr rund um die Uhr bedient werden, aber bei weiterhin langfristig zwei Linien in der Prager Straße macht es ja nun wenig Sinn beide zum Herzzentrum zu schicken. Und erweiterte Betriebszeiten der  /SL.002 zwischen WLP <-> Probstheida kämen auch anderen Anliegern der Strecke sicherlich nicht ungelegen.

Na sind wir doch mal realistisch. Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, dass man das halbe Netz überarbeiten muss. Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. Es wird eher am Bestandsnetz Veränderungen geben ( in Form von Verstärkern ) als Neubaustrecken nach Liebertwolkwitz. Da müssen wir uns nichts vormachen. Und so viel Verkehr ist da draußen auch nicht ( und wird es vermutlich auch nicht ), dass man dort dauerhaft 2 Linien im 10 Minuten Takt benötigt. Deswegen bleib ich dabei. Meusdorf würde den Verkehr verlieren, wenn die Neubaustrecke käme.

Offline xXx

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Na sind wir doch mal realistisch. Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, dass man das halbe Netz überarbeiten muss. Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. Es wird eher am Bestandsnetz Veränderungen geben ( in Form von Verstärkern ) als Neubaustrecken nach Liebertwolkwitz. Da müssen wir uns nichts vormachen. Und so viel Verkehr ist da draußen auch nicht ( und wird es vermutlich auch nicht ), dass man dort dauerhaft 2 Linien im 10 Minuten Takt benötigt. Deswegen bleib ich dabei. Meusdorf würde den Verkehr verlieren, wenn die Neubaustrecke käme.
Die Netzstruktur wird sich vermutlich kaum verändern, was sich aber früher oder später ändern wird und auch ändern muss, ist die Art und Weise (Betriebszeiten, Takte, usw.) mit der das Netz betrieben wird. Erst danach kommen irgendwann vielleicht mal ein paar Neubaustrecken. Wie in jener fernen Zukunft dann der Verkehr auf der Prager Straße organisiert ist, steht in der Sternen - weniger als heute wird es aber kaum sein. Und das bedeutet in der HVZ bereits jetzt im Schnitt alle 5 Minuten eine Fahrt zwischen Alter Messe und Probstheida (/SL.002, /SL.015, /BL.076). Hier würde ein Betriebskonzept mit 2 Straßenbahnlinien im 10-Minuten-Takt mittlerweile sogar eher den Aufwand senken als erhöhen. Daher sehe ich Meusdorf nicht als allzu gefährdet an - auch wenn die LVB natürlich immer (negativ) zu überraschen wissen.

PS: 6000 neue Einwohner pro Jahr würde ich weiterhin als großes Wachstum bezeichnen. Und mittlerweile haben wir um die 600.000 Einwohner, während das ÖPNV-Netz praktisch auf dem Niveau von 450.000 Einwohnern stehen geblieben ist - da besteht also bereits jetzt ein riesiger Handlungsbedarf, wenn man es denn ernst meinen würde ...

Offline Sven

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Dass das Netz bei mehr Einwohnern erweitert werden muss steht für mich außer Frage.

Die Ideen für die Erweiterungen sind aber immer nur persönliche Einschätzungen. Oder gibt es Daten, die die jeweiligen Erweiterungen rechtfertigen.

Welcher Ast, der im 10 min Takt bedient wird, hat zum Beispiel die meisten Fahrgäste?

Der Westast der  /SL.007 platzt aus allen Nähten. Daher hat auch schon die LVB (!) laut über eine  /SL.07E bis P.-Reis-Str. gesprochen. Hier ist absoluter Handlungsbedarf.

Genauso beim Fahrzeugeinsatz auf der  /SL.010

Daher habe ich mit meinen Vorschlägen versucht, diese Themen unter ein Hut zu bringen, ohne groß alles neu zu erfinden.

Man muss nicht jeden Endpunkt mit jedem verknüpfen. Das Beispiel aus Berlin mit den Metrolinien zeigt deutlich den Erfolg der Stärkung von wichtigen Relationen.

Grüße
Sven

Offline Minol-Pirol

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Es wird in naher Zukunft nicht so viele Netzerweiterungen geben, (...)

Das ist schön ausgedrückt. :D
Man bekommt ja nicht mal solche "Kleinigkeiten" wie in Mockau hin. Und das Bestandsnetz wird auch nicht in dem Maße instand gehalten wie es eigentlich erforderlich wäre.

Offline opi

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... Das große Bevölkerungswachstum der Stadt ist vorbei. ...

Stand nach Registerdaten Stadt Leipzig: https://statistik.leipzig.de/statcity/table.aspx?cat=2&rub=4&per=y
Stand nach Statistischem Landesamt Sachsen: https://statistik.leipzig.de/statcity/table.aspx?cat=2&rub=1&per=q

Ja, es ist eine Abnahme des Zuwachses zu verzeichnen, aber momentan ist meiner Meinung nach auch eher Wohnraummangel hindernd. Ich bin gespannt, wie es aussieht, nach dem die ganzen großen "Wohnungsbauprojekte" abgeschlossen sind.

Offline opi

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Da nach wie vor noch der Wiederaufbau bis Liebertwolkwitz zumindest vorstellbar ist, glaube ich das nicht.

Warum klein klein? Nicht nur bis Liebertwolkwitz, gleich bis Großpösna. Sonst wird das nie was.  ;D

Offline firefox

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Bleibt die Frage, was für Wohnungen bei den ganzen "Wohnungsbauprojekten" entstehen? Die Wenigsten werden bezahlbar sein und das Märchen von der wachsenden Stadt hört sich gut an, hat aber mit der Realität nichts mehr zu tun (siehe Amt für Statistik und Wahlen). In gleicher Weise müsste die Anzahl der Arbeitsplätze mitwachsen. Dieser Trend wird sich künftig eher abschwächen.
Gruß Foxi

Offline xXx

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Ach die Stadt wächst nicht mehr? Gut zu wissen, dann scheine ich mir das wohl auch einzubilden, dass Straßen, Bahnen und Plätze immer voller werden ... Grenzt es nun schon an Realitätsverweigerung, auf eine Quelle zu verweisen, die genau das Gegenteil dessen zeigt, was man aussagt? Ein etwas abgeschwächtes Wachstum von mehreren tausend Einwohnern pro Jahr ist für mitteleuropäische Verhältnisse eben immer noch ein beachtliches Wachstum, auf das reagiert werden muss, gerade wenn man in den Zeiten des noch stärkeren Wachstums praktisch überhaupt nicht reagiert hat. Prinzipiell wäre es wohl sogar eher wünschenswert, wenn sich das Wachstum noch weiter auf Normalmaß abschwächen würde.
Selbiger Datensatz enthält übrigens auch Aussagen zur Entwicklung der Anzahl an Beschäftigten. Auch die Zahl der offenen Stellen in Leipzig ist ebenfalls problemlos einsehbar. Spoiler: Beide kennen nur eine Richtung - und zwar nach oben.