Autor Thema: ? in Bezug zum Bewerbertag  (Gelesen 9892 mal)

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Offline MD 612

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #15 am: 05.01.2019, 23:45:57 »
Und mal ehrlich, wie viele Fahrer würden das tatsächlich nutzen, um z.B. nach Dienstende noch mal in Dienstsachen einen Umkleideort aufzusuchen, wenn diese wahrscheinlich in viel weniger Zeit und ohne Umwege ebenfalls in Dienstsachen auf direkten Weg schon zu Hause wären.
Was Du alles vermutest...

Würdest Du eigentlich in den Klamotten nach Dienstschluss in die Oper oder chic essen gehen wollen??

Ich glaube da gibt es wichtiger Dinge, als sich an solchen Kleinigkeiten hochzuziehen.
Als da wären??

Wie wäre es mit vernünftigen Arbeitsbedingungen und vernünftiger Bezahlung, um das Fahrerfehl nachhaltig ausgleichen zu können??

Wäre aber trotzdem mal interessant zu wissen, wie das andere Verkehrsunternehmen regeln, mit zahlreichen Ablösepunkten an verschiedenen Haltestellen und nicht identischen Anfangs- und Endpunkten des Dienstes.
Identische Ablösepunkte für Dienstbeginn und -ende kann man planen. Meines Wissens ging das vor 30 Jahren ja auch. Warum sollte das nicht möglich sein??

Wie kommt der Fahrer eigentlich zu seinem Auto, mit dem er nachts um 3 auf Arbeit kam, wenn er kilometerweit an anderer Stelle Dienstschluss hat?? In der Freizeit?? Toller Laden, da wäre ich auch längst weg...

Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline 2101

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #16 am: 06.01.2019, 00:12:57 »
Ich glaube da gibt es wichtiger Dinge, als sich an solchen Kleinigkeiten hochzuziehen..

Für dich ist es also eine Kleinigkeit, wenn dir dein Arbeitgeber Geld verweigert was dir zustehen würde? Woher kommt diese Gleichgültigkeit?

Offline Tino

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #17 am: 06.01.2019, 00:23:16 »
Identische Ablösepunkte für Dienstbeginn und -ende kann man planen. Meines Wissens ging das vor 30 Jahren ja auch. Warum sollte das nicht möglich sein??
Gruß Peter
Auch vor 30 Jahren sind Linien auf Betriebshöfen aus- und eingerückt und die Ablösepunkte fanden im Tagesverlauf an anderen Orten statt, da diese Linien nie wieder an diesem Betriebshof vorbeikamen.
Durch die Schließung vieler Betriebshöfe ist diese Situation jetzt natürlich schwieriger und wird noch schwieriger, wenn das TZ ausgebaut wird und noch mehr Fahrzeuge beheimatet werden. Außer der 3 fährt dort nichts vorbei und rechnerisch ist es nicht möglich, alle dort ausrückenden Fahrer wieder an den Ort des Dienstbeginns mit Ablösung zurückzubringen. Jeder der bissel rechnen kann, überschlägt das im Kopf.

Offline nietenzähler

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #18 am: 06.01.2019, 02:13:40 »

Identische Ablösepunkte für Dienstbeginn und -ende kann man planen. Meines Wissens ging das vor 30 Jahren ja auch. Warum sollte das nicht möglich sein??

Wie kommt der Fahrer eigentlich zu seinem Auto, mit dem er nachts um 3 auf Arbeit kam, wenn er kilometerweit an anderer Stelle Dienstschluss hat?? In der Freizeit?? Toller Laden, da wäre ich auch längst weg...

Gruß Peter

Identische Ablösepunkte versucht man schon zu planen, aber es geht eben nicht immer. Nimm die Ausrücker und Einrücker. Soll heißen: Wenn du z.B. mit der 16 in der Angerbrücke oder Dölitz ausrückst, dann kommt diese Linie nicht mehr dorthin. Also Ablösung und Dienstende auf der Strecke. Rückst du mit dieser Linie dann ein, so beginnt dein Dienst eben auch nicht im Betriebshof, sondern auf der Strecke. Im Bussektor ist die ganze Sache noch krasser, da die wenigsten Linien an den Höfen vorbeikommen.
Und auch vor 30 Jahren und noch länger her gab es Ablösepunkte auf der Strecke und da sogar noch etliche mehr. Und auch schon vor 30 Jahren und noch länger her mußten die Mitarbeiter an diese Ablösepunkte kommen. Da gab es auch die wenigsten mit einem Auto, d.h. es mußte der Nahverkehr genutzt werden.
Und ja, man setzt viel Freizeit zu um dann wieder zum "Fortbewegungsmittel" zu kommen. Viele Mitarbeiter nutzen aber auch ganz einfach den NV wenn sie günstig wohnen. Und nicht unbedingt muß man sich als L-Mitarbeiter outen. Diese ganze Geschichte basiert auf dem Arbeitsort "Leipzig".
Dann gibt es auch Fahrten zwischen zwei Diensthälften, wenn die Ablösepunkte nicht identisch sind. Doch diese Fahrten gelten dann als Arbeitszeit und hier hast du eh die Klamotten an. Und der krönende Abschluß sind geteilte Dienst, wo man 2x an einem Tag auf Arbeit kommt und auch eben 2x Feierabend hat. Und diese Dienste gibt es seit Ewigkeiten. Und zwar in alten Zeiten mehr denn je als jetzt. Grund waren die vielen Zusatzleistungen (z.B. 22E oder 24E usw.) im Früh- und Nachmittagsverkehr.
Also als LVBer nimmt man viele Entbehrungen auf sich, die auch nicht im Einklang mit der Bezahlung stehen. Und für mich würde sich auch nicht die Frage nach einer Umkleidemöglichkeit stellen. Denn wenn ich früh 2 Uhr aufstehe, 4 Uhr Dienstbeginn habe ziehe ich mich doch nicht 2x an. Oder eben die Dienstanfänge auf der Strecke z.B. Augustusplatz oder Hauptbahnhof oder Klemmstraße oder oder. Wo willst du dich umziehen? Und wenn ich nach Mitternacht nach 9 Stunden oder mehr (davon maximal eine Stunde unbezahlte Pause) Dienstende habe dann will ich einfach nur nach Hause.
Also jeder kann entscheiden wo und wie er arbeiten will. Es ist natürlich sehr schwierig unter diesen Umständen Nachwuchs zu bekommen und das dieser auch möglichst lange im Unternehmen bleibt. Ja und wer in einem Verkehrsunternehmen wie den L arbeiten will sollte sich informieren und bewußt werden das die ganzen Umstände nicht immer optimal sind.
Es ist auch ein Unterschied ob ich beim L arbeite oder z.B. in einem kleinen VU, wo kaum Nacht - und Wochendienste anfallen.
« Letzte Änderung: 06.01.2019, 03:09:58 von nietenzähler »

Offline 2101

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #19 am: 06.01.2019, 09:16:38 »
Also, bei den Kölner Verkehrsbetrieben ist das wie folgt geregelt. Nach dem Gerichtsurteil wurde zum 31.12.17 die Dienstbekleidungspflicht für einige Berufe aufgehoben. So zum Beispiel für Fahrpersonal bei Bus und Bahn ( dort gab es Mitarbeiter die geklagt hatten ). Neu ist seit dem 01.01.18 eine „Dienstkleiderverordnung“. Mitarbeiter die keine Dienstkleidung mehr tragen möchten, sollten möglichst unifarbene Kleidung in KVB-Farben tragen, also in weiß, rot oder schwarz. Inzwischen gibt es schon Fahrer die auch darauf verzichten. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Dienstkleidung zu erhalten und zu tragen. Für Berufe wie Aufsicht und Servicepersonal besteht jedoch weiterhin die Dienstbekleidungspflicht, um diese für Fahrgäste usw. eindeutig erkennbar zu machen. Dafür wird ihnen eine bezahlte Umkleidezeit gewährt ( auch wenn sie sich zu Hause schon umkleiden ).
Zu den Pausen. An allen Ablösepunkten stehen dem Personal der KVB Pausenräume zur Verfügung, die teilweise angemietet wurden und mit Mikrowelle und Wasserspender ausgestattet sind.
Dienstortbeginn muss nicht gleich Dienstortende sein. Da es aber auch Abstellflächen weit außerhalb gibt, werden die einrückende Kurse so gelegt, dass das Personal von dort auch noch mit den ÖPNV wegkommt. Aber es rücken nachts nicht alle Kurs ein. So verbleiben einzelne Kurse nachts an den Endstellen um dort früh wieder zu beginnen. Der Fahrer bleibt dann auf der Bahn.

Offline Q-terra

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #20 am: 06.01.2019, 12:18:07 »
Also, bei den Kölner Verkehrsbetrieben ist das wie folgt geregelt. Nach dem Gerichtsurteil wurde zum 31.12.17 die Dienstbekleidungspflicht für einige Berufe aufgehoben. So zum Beispiel für Fahrpersonal bei Bus und Bahn ( dort gab es Mitarbeiter die geklagt hatten ). Neu ist seit dem 01.01.18 eine „Dienstkleiderverordnung“. Mitarbeiter die keine Dienstkleidung mehr tragen möchten, sollten möglichst unifarbene Kleidung in KVB-Farben tragen, also in weiß, rot oder schwarz. Inzwischen gibt es schon Fahrer die auch darauf verzichten. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Dienstkleidung zu erhalten und zu tragen. Für Berufe wie Aufsicht und Servicepersonal besteht jedoch weiterhin die Dienstbekleidungspflicht, um diese für Fahrgäste usw. eindeutig erkennbar zu machen. Dafür wird ihnen eine bezahlte Umkleidezeit gewährt ( auch wenn sie sich zu Hause schon umkleiden ).

Schön, wenn das für Köln so geregelt ist. Für Berlin ist es ja ähnlich.
Es gibt bei den Leipziger Verkehrsbetrieben eben eine Dienstkleidungsordnung, nach der sich alle Mitarbeiter richten sollen. Es gibt zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit und ohne Hemd, Jeans oder Stoffhose. Man sollte doch einen Fahrer als solches erkennen und das er auch dem Unternehmen zugehörig ist.

Aber wenn Du dich schon an solchen Kleinigkeiten hochziehst, ist es vielleicht besser, dass du nicht in Leipzig Straßenbahnfahrer wirst.

Zu den Pausen. An allen Ablösepunkten stehen dem Personal der KVB Pausenräume zur Verfügung, die teilweise angemietet wurden und mit Mikrowelle und Wasserspender ausgestattet sind.

Du wirst es bestimmt nicht glauben, aber auch an vielen Ablösepunkten gibt es im Leipziger Netz Pausenräume, Heißgetränke-Automat und einen Wasserspender. Manchmal sogar extra Ruhe-Räume und Kantinen. Und wenn nicht direkt am Ablöseort, steht soviel Pause zur Verfügung, um einen solchen Ort zu erreichen.

Dienstortbeginn muss nicht gleich Dienstortende sein. Da es aber auch Abstellflächen weit außerhalb gibt, werden die einrückende Kurse so gelegt, dass das Personal von dort auch noch mit den ÖPNV wegkommt. Aber es rücken nachts nicht alle Kurs ein. So verbleiben einzelne Kurse nachts an den Endstellen um dort früh wieder zu beginnen. Der Fahrer bleibt dann auf der Bahn.

Grundsätzlich kommen die Leipziger Fahrer auch noch in den Nachtstunden von und zur Arbeit. Dafür fahren eben die Nightliner. Notfalls gibt's das Auto.

Nachts stehen Bahnen mit Personal stundenlang an den Endstellen? Na vielen Dank auch. Und sicher gibts dort noch nicht mal einen Pausenraum ;)

Offline solarisurbino

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #21 am: 06.01.2019, 12:33:43 »
Schön, wenn das für Köln so geregelt ist. Für Berlin ist es ja ähnlich.
Es gibt bei den Leipziger Verkehrsbetrieben eben eine Dienstkleidungsordnung, nach der sich alle Mitarbeiter richten sollen. Es gibt zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit und ohne Hemd, Jeans oder Stoffhose. Man sollte doch einen Fahrer als solches erkennen und das er auch dem Unternehmen zugehörig ist.

Aber wenn Du dich schon an solchen Kleinigkeiten hochziehst, ist es vielleicht besser, dass du nicht in Leipzig Straßenbahnfahrer
Aber in der Freizeit auf dem Weg von und zum Dienst muss man dich nicht in Dienstkleidung der LVB fahren. Und deswegen ist vor und nach dem Dienst Umkleidezeit im Dienst einzuarbeiten und natürlich Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wenn man die Umkleidezeit aufs Jahr hochrechnet kommen da schon so ca 40 Stunden zusammen. Also ca 1 Woche mehr frei. Warum sollte man auf den Anspruch darauf dann verzichten?
« Letzte Änderung: 06.01.2019, 12:39:37 von solarisurbino »

Offline Q-terra

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #22 am: 06.01.2019, 12:55:41 »
Aber in der Freizeit auf dem Weg von und zum Dienst muss man dich nicht in Dienstkleidung der LVB fahren. Und deswegen ist vor und nach dem Dienst Umkleidezeit im Dienst einzuarbeiten und natürlich Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wenn man die Umkleidezeit aufs Jahr hochrechnet kommen da schon so ca 40 Stunden zusammen. Also ca 1 Woche mehr frei. Warum sollte man auf den Anspruch darauf dann verzichten?

Wie @nietenzähler schon beschrieb, muss man sich doch aber nicht am Tage, vor allem bei Früh-, Spät- und geteilten Diensten zwei oder viermal an- und ausziehen. Da fahr ich lieber mit Dienstkleidung von und zum Dienst. Man wird in der Regel in Ruhe gelassen, einige steigen in der Bahn auch aus, weil sie denken, sie werden kontrolliert. Und wenn einer eine Frage hat: Na mein Gott, dann ist es eben so. Jeder freundliche Mensch, egal ob in Dienst- oder Freizeit- oder ohne Kleidung wird doch eine Frage beantworten können.
Außerdem ist die Dienstkleidung der Verkehrsbetriebe ja nicht eine, mit der man sich verstecken muss. Es schont außerdem die private Bekleidung.

Offline Fabi

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #23 am: 06.01.2019, 13:00:32 »
Wie @nietenzähler schon beschrieb, muss man sich doch aber nicht am Tage, vor allem bei Früh-, Spät- und geteilten Diensten zwei oder viermal an- und ausziehen. Da fahr ich lieber mit Dienstkleidung von und zum Dienst.

Natürlich muss man sich nicht vier Mal am Tag an- und ausziehen und sicher kann jeder selbst entscheiden, ob man in Dienstkleidung zum Dienst fährt oder nicht.
Trotz dessen sollten die Mitarbeiter pauschal für die Umkleidezeit bezahlt werden, weil es ihnen nun mal zusteht! Und wenn das halt bei 2x Dienstbeginn und -ende 20 Minuten am Tag sind, wäre man doch schön blöd das nicht mitzunehmen!?

Ob man sich dann tatsächlich umzieht oder nicht ist jedem selbst überlassen.
Wenn ich einmal von 8 bis 12 und dann wieder von 16 bis 20 Uhr arbeiten müsste, hätte ich persönlich auf jeden Fall keine Lust in meiner Freizeit in meinen Arbeitsklamotten rumzulaufen…

Offline 2101

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #24 am: 06.01.2019, 14:48:08 »
Schön, wenn das für Köln so geregelt ist. Für Berlin ist es ja ähnlich.
Es gibt bei den Leipziger Verkehrsbetrieben eben eine Dienstkleidungsordnung, nach der sich alle Mitarbeiter richten sollen. Es gibt zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit und ohne Hemd, Jeans oder Stoffhose. Man sollte doch einen Fahrer als solches erkennen und das er auch dem Unternehmen zugehörig ist.

Aber wenn Du dich schon an solchen Kleinigkeiten hochziehst, ist es vielleicht besser, dass du nicht in Leipzig Straßenbahnfahrer wirst.

Mir scheint so, als hättest du das Ganze nicht verstanden... .Es ist schön, dass es zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten für die LVB gibt und dass man sich hier danach richten muss. Nur wenn das die LVB von ihren Mitarbeitern einfordert, dann muss sie es auf der anderen Seite auch vergüten und Umkleidemöglichkeiten schaffen. Und das tut sie nicht. Auch wenn es dem ein oder anderen von euch egal sein sollte. Ihr könnt nur für euch sprechen, nicht für alle Kollegen. Und es sehen einige anders.

Du wirst es bestimmt nicht glauben, aber auch an vielen Ablösepunkten gibt es im Leipziger Netz Pausenräume, Heißgetränke-Automat und einen Wasserspender. Manchmal sogar extra Ruhe-Räume und Kantinen. Und wenn nicht direkt am Ablöseort, steht soviel Pause zur Verfügung, um einen solchen Ort zu erreichen.

Grundsätzlich kommen die Leipziger Fahrer auch noch in den Nachtstunden von und zur Arbeit. Dafür fahren eben die Nightliner.

Genau, und stehen dann erstmal ne Stunde wenn der Bus gerade weggefahren sein sollte. Na da freut man sich doch als Fahrer.
Und wie du richtig schriebst, „an vielen“ Ablösepunkten gibt es die Möglichkeit. Aber eben nicht überall. Ist doch einfach nur traurig. Dann isst der dumme kleine Fahrer sein Pausenbrot eben auf dem Klo. So wie an der Klemmstraße, oder am Kreuz. An Leuschnerplatz gibt es auch nichts, genauso wie am Ratzelbogen, Torgauer Platz usw... Mal du dir nur alles schön. Bekommste bestimmt ein Orden für.

Offline Linie12

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #25 am: 06.01.2019, 15:50:15 »
Was mich am meisten geschockt hat, ist folgendes:
Angenommen man fährt zur Starthaltestelle mit dem Auto, da einige Übergabestellen schon ziemlich außerhalb des Stadtzentrums liegen und es lässt es dort stehen. Hat man nun Dienstschluss an einer anderen Haltestelle, bekommt man die Fahrzeit zurück zur Starthaltestelle nicht bezahlt und soll darüber hinaus noch selbst eine Fahrkarte kaufen. Man kann nicht die Straßenbahnen / Busse der LVB kostenlos benutzen um zurück zu kommen. Finde ich persönlich eine Zumutung.

Offline MD 612

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #26 am: 06.01.2019, 17:16:40 »
Auch vor 30 Jahren sind Linien auf Betriebshöfen aus- und eingerückt und die Ablösepunkte fanden im Tagesverlauf an anderen Orten statt, da diese Linien nie wieder an diesem Betriebshof vorbeikamen.
Es waren nur zwei Linien, die 12 und die 16. Und die Fahrer fuhren dann zwischen Betriebshof und Ablösepunkt im Dienst, das war somit bezahlte Arbeitszeit.

Durch die Schließung vieler Betriebshöfe ist diese Situation jetzt natürlich schwieriger und wird noch schwieriger, wenn das TZ ausgebaut wird und noch mehr Fahrzeuge beheimatet werden.
Was können die Fahrer dafür, wenn Betriebshöfe geschlossen werden?? Richtig, nichts. Warum sollen sie dann die Suppe alleine auslöffeln?? Dann fahren sie eben in bezahlter Arbeitszeit von und zu den Ablösepunkten. Oder glaubst Du, ein Lokführer oder Zugbegleiter würde in seiner Freizeit von Eilenburg oder Wurzen nach Leipzig fahren, weil er dort draußen seine S-Bahn stehen gelassen hat?? Als Arbeitgeber haben die LVB eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern. Und dazu gehört auch, dass die am Ende ihres Dienstes genau wieder dort sind, wo sie ihr Auto abgestellt und ihre persönlichen Sachen (nicht nur die zum Anziehen) während des Dienstes in einem persönlichen Schrank eingeschlossen haben, ohne das sie dafür wertvolle Freizeit vergeuden müssen.

Mit welchem Recht geht das große L eigentlich davon aus, dass die Mitarbeiter ihre Dienstklamotten und ihre dienstlichen Arbeitsmittel (Tablet, Handy, Schlüssel) zu Hause lagern und ggf. sogar laden müssen??

Jeder der bissel rechnen kann, überschlägt das im Kopf.
Ich kann im Kopf ausrechnen, dass die Schließung von Betriebshöfen einen positiven finanziellen Effekt für das Unternehmen hat. Soll das Unternehmen doch diesen positiven Effekt mit seinen Mitarbeitern teilen!

Und ja, man setzt viel Freizeit zu um dann wieder zum "Fortbewegungsmittel" zu kommen. Viele Mitarbeiter nutzen aber auch ganz einfach den NV wenn sie günstig wohnen. Und nicht unbedingt muß man sich als L-Mitarbeiter outen. Diese ganze Geschichte basiert auf dem Arbeitsort "Leipzig".
Diese "Geschichte" kann man ändern. Auch wenn viele Mitarbeiter die Öffentlichen nutzen, man kann weder davon ausgehen noch selbiges verlangen. Manch einer wohnt gar nicht im Einzugsbereich der Öffis und ist auf's Auto angewiesen. Soll er das auf dem Buckel zum Ort des Dienstendes hucken??

Also als LVBer nimmt man viele Entbehrungen auf sich, die auch nicht im Einklang mit der Bezahlung stehen.
Eben, genau darum geht es. Man setzt voraus, dass die LVBer viele Entbehrungen in Kauf nehmen und wundert sich dann, wenn man niemanden mehr findet, der den Job dauerhaft macht. Und man tut nichts dafür, diese Situation zu ändern. Noch nicht mal die finanzielle Entschädigung für die vielen Entbehrungen passt man an...

Ja und wer in einem Verkehrsunternehmen wie den L arbeiten will sollte sich informieren und bewußt werden das die ganzen Umstände nicht immer optimal sind.
Und wenn er sich informieren will und deshalb zum Augustusplatz kommt, kriegt er keine Auskunft. Womit wir wieder am Ausgangspunkt der Diskussion wären.

Aber wenn Du dich schon an solchen Kleinigkeiten hochziehst, ist es vielleicht besser, dass du nicht in Leipzig Straßenbahnfahrer wirst.
Bei solchen Aussagen frage ich mich, ob das L wirklich händeringend Fahrer sucht...

Du wirst es bestimmt nicht glauben, aber auch an vielen Ablösepunkten gibt es im Leipziger Netz Pausenräume, Heißgetränke-Automat und einen Wasserspender.
An vielen ist gut, an allen wäre besser. Eigentlich ist sowas eine Selbstverständlichkeit, warum also nicht überall??

Grundsätzlich kommen die Leipziger Fahrer auch noch in den Nachtstunden von und zur Arbeit. Dafür fahren eben die Nightliner. Notfalls gibt's das Auto.
Grundsätzlich auch, wenn die in Borsdorf, Gaschwitz, Jesewitz, Radefeld, Rackwitz oder Großlehna wohnen?? Findest Du es gut, wenn die dann noch 'ne Stunde warten müssen, weil sie fünf Minuten vor Ankunft des Nachtbusses Dienstbeginn oder fünf Minuten nach dessen Abfahrt Feierabend haben?? Oder trägst Du deren Auto vom Betriebshof, wo sie den Dienst antreten, zum Ablösepunkt, wo sie Feierabend haben??

Wie @nietenzähler schon beschrieb, muss man sich doch aber nicht am Tage, vor allem bei Früh-, Spät- und geteilten Diensten zwei oder viermal an- und ausziehen.
Man möchte es aber vielleicht, Gründe dafür gäbe es viele. Nur weil Du das für Dich nicht für notwendig hältst, muss das doch nicht für alle Fahrer gelten. Wie schon weiter oben geschrieben, ich würde nicht in LVB-Klamotten ins Kino oder chic essen gehen wollen. Da nützt dann auch eine drüber geworfene Zivil-Jacke nichts. Wobei das mit dem Chic Essen gehen bei den Gehältern ja doch nichts wird...

Gruß Peter
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Offline thomas15e

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #27 am: 06.01.2019, 18:10:22 »
morgen ist der Ferienfahrplan  zu ende mal sehn ob wieder viele Kurse ausfallen und ein Lotteriespiel auf der Tram 8 stattfindet
15E        PROBSTHEIDA
             Lindenau

Offline Q-terra

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #28 am: 06.01.2019, 19:39:26 »
Und wie du richtig schriebst, „an vielen“ Ablösepunkten gibt es die Möglichkeit. Aber eben nicht überall. Ist doch einfach nur traurig. Dann isst der dumme kleine Fahrer sein Pausenbrot eben auf dem Klo. So wie an der Klemmstraße, oder am Kreuz. An Leuschnerplatz gibt es auch nichts, genauso wie am Ratzelbogen, Torgauer Platz usw... Mal du dir nur alles schön. Bekommste bestimmt ein Orden für.

Ich hatte geschrieben, dass es Ablösepunkte gibt, von wo man einen "richtigen" Pausenort erreicht: S-Bf. Connewitz = Dölitz, Ratzelbogen = Lausen. Connewitz, Kreuz wird nur noch zum Ablösen genutzt, nicht mehr zum Pause-machen. Torgauer Platz grundsätzlich nicht mehr als Pausen- oder Ablöseort.

Bei solchen Aussagen frage ich mich, ob das L wirklich händeringend Fahrer sucht...

Ja, es werden händeringend Fahrer gesucht. Aber wenn ich von Grund auf alles in Frage stelle und jeden einzelnen Gerichtsspruch und Gesetzestext gleich von Anfang an gegen jegliche betriebliche Regelungen setze, geht man doch davon aus, dass "2101" gar kein Fahrer werden möchte, sondern einfach nur pöbeln wollte. Wenn ich von Anfang an negativ gegenüber den Verkehrsbetrieben eingestellt bin, braucht man sich nicht wundern.

Grundsätzlich auch, wenn die in Borsdorf, Gaschwitz, Jesewitz, Radefeld, Rackwitz oder Großlehna wohnen?? Findest Du es gut, wenn die dann noch 'ne Stunde warten müssen, weil sie fünf Minuten vor Ankunft des Nachtbusses Dienstbeginn oder fünf Minuten nach dessen Abfahrt Feierabend haben?? Oder trägst Du deren Auto vom Betriebshof, wo sie den Dienst antreten, zum Ablösepunkt, wo sie Feierabend haben??

Die Fahrer von "den Dörfern" und der Umgebung, die nachts nicht gut mit ÖPNV versorgt sind, fahren schon seit je her mit dem eigenen PKW von und zum Dienst. Notfalls wird der Wagen in Thekla abgestellt, nach Paunsdorf (Dienstbeginn) mit den Öffentlichen gefahren und dann kann man von Thekla zum Feierabend nach Hause fahren. Und ein Fahrzeug (Bahn oder Bus) kann man ggf. auch von der Bereitschaft aufrüsten lassen, sodass bei "kurz vor knapp" doch noch alles glatt läuft.

Offline nicpe

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #29 am: 06.01.2019, 19:46:38 »
Hier ein Link zur Bezahlung für Neueinsteiger bei der BVG.
Ab Minute 13.
https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Abendschau-vom-05-01-2019/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=59146864

Der Beitrag davor über den Ausbau der Straßenbahn ist auch interessant und Berlin hat noch weniger Geld als Leipzig.