Autor Thema: ? in Bezug zum Bewerbertag  (Gelesen 7445 mal)

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #105 am: 01.03.2019, 20:13:08 »
… zumindest ging die Rentenversicherung davon aus, als einige Ausbildungszeiten bezüglich der Rentenversicherung gestrichen wurden.
Keine Ahnung, ob man als Taxifahrer mit Hochschulabschluss höhere Fahrpreise verlangen kann. …

Was den Führerschein Kl. B betrifft, lässt sich doch aber ein gewisses privates Interesse an dessen Erwerb in den meisten Fällen nicht bestreiten.
Zwar sind die Zeiten vorbei, als man bei der GST für 70M den Führerschein Kl. CE erwerben konnte, aber eine vollständige Bezahlung durch das Verkehrsunternehmen betrachte ich auch nicht als interessengerecht.
Ich wäre dafür, dass sich das Verkehrsunternehmen auch in Anbetracht seines Einstellungsinteresses mit einem wesentlichen Prozentsatz als Zuschuss beteiligt,
wegen des o.g. privaten Interesses aber auch der Bewerber / Azubi seinen Anteil zu tragen hat.

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Offline MD 612

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #106 am: 01.03.2019, 20:49:25 »
wegen des o.g. privaten Interesses aber auch der Bewerber / Azubi seinen Anteil zu tragen hat.
Und was, wenn der Azubi/Bewerber glaubhaft versichert kein privates Interesse am Führerschein zu haben?? Es soll ja schließlich Leute geben, die kommen privat auch gut ohne aus. Bei einem Wohnsitz in der Großstadt mögen das nicht ganz wenige sein.

Gruß Peter
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Indianische Weisheit

Offline Jörg.L.E.

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #107 am: 01.03.2019, 21:00:17 »
Dafür verdient der Studienabgänger dann aber auch das Dreifache eines Straßenbahn- bzw. Busfahrers.

Gruß Peter

Das dürfte aber im Osten nicht für die breite Masse gelten. Ausnahmen ja (DB, Porsche, BMW bzw. andere Global Player) und je nach Stellung/Verwendung, aber viele Akademiker im Osten erledigen "schlichte" Sachbearbeiterjobs. 6.000€ (3x2.000€) muss man im Osten erstmal bekommen, besonders als akademisches Greenhorn. Selbst im Öffentlichen Dienst mit nem Diplom-FH/Bachelor (Besoldung A9g/E9c) steigt man mit ca. 2.850 - 3.100€ brutto (Angestellte) bzw. Beamte 3.700€ brutto (Brutto vglws. umgerechnet) Bund bzw. 3.500€ beim Freistaat Sachsen ein (auch hier das Brutto hochgerechnet). Wie gesagt, wir reden hier von Berufsanfängern und nicht von den langjährigen Leistungsträgern.

MfG und ein schönes WE allen.
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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #108 am: 01.03.2019, 21:08:05 »
Sicher wird es solche Leute geben.
Dennoch bin ich der Meinung, dass ein eigener Führerschein heute beinahe Standard ist, unabhängig davon, ob man ein eigenes Auto besitzt und / oder täglich fährt.
Bei einer Beteiligungsregelung würde ich auf die überwiegende Mehrheit abstellen, auch wenn es dabei einige Interessenten "zu Unrecht" trifft.
Das ist übrigens in unserem Land gängige Praxis, z.B. GEZ-Gebühren oder Erschließungsbeiträge von Straßenausbausatzungen. Da wird (inzwischen) nicht mehr gefragt, ob der einzelne Haushalt tatsächlich ein Rundfunkgerät zum Empfang bereit hält, das wird gewissermaßen unwiderleglich vermutet. Ebenso zahlt Oma X Erschließungsbeiträge für ihr Grundstück, auch wenn sie dort nur Petersilie anbaut. Maßgebend ist, dass sie ein Haus bauen könnte.

Was ich damit sagen will: Um insgesamt zu einer interessengerechten Lösung zu kommen, sollte man einen Kompromiss finden, der den meisten Beteiligten etwas bringt. Dass es nicht jedem potentiellen Bewerber etwas nützt, wird sich nicht vermeiden lassen, zumal ich eine vollständige Kostenübernahme des Führerscheinerwerbs durch das Verkehrsunternehmen erst recht nicht sehe.

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Offline MD 612

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #109 am: 01.03.2019, 21:15:40 »
^ Nur mal noch als Ergänzung: Wir reden bei der Berufsausbildung von Kosten von bis zu 100.000 Euronen je Azubi. Da sollen 2.000-3.000 Euro für den Führerschein nicht drin sein, den man zur Ausübung des zu erlernenden Berufes braucht?? Wie armselig ist der Laden eigentlich...

Gruß Peter
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Offline Jörg.L.E.

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #110 am: 01.03.2019, 21:50:02 »
Da sollen 2.000-3.000 Euro für den Führerschein nicht drin sein, ...

Gruß Peter

Ich finde schon 2.000€ viel Geld. Das entspricht ja neben den Prüfungskosten und anderen Kleinigkeiten in etwa 30 Fahrstunden à 45min. Man kann den Lappen auch für unter 1.000€ machen, wie man hier sieht: https://www.fahrschule-seydler.de/?page_id=61.
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Offline opi

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #111 am: 02.03.2019, 10:34:56 »
Bei der Menge an Leuten, die die LVB ausbilden müssten, wäre es doch sicher effektiver einen eigenen angestellten Fahrlehrer auch für Klasse B zu haben? Für Bus und Bahn ist doch eigenes Fahrlehrerpersonal vorhanden?

Offline Laany Toke

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #112 am: 02.03.2019, 10:55:12 »
Zumindest gab es den mal, die normale Fahrschulausbildung wurde von den LAB sogar mal angeboten, bzw beworben.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Tatra-Fan

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #113 am: 02.03.2019, 11:44:54 »
Da sollen 2.000-3.000 Euro für den Führerschein nicht drin sein, den man zur Ausübung des zu erlernenden Berufes braucht?? Wie armselig ist der Laden eigentlich...

Bezahlt die Deutsche Bahn den Führerschein Kl.B und das ggf. notwendige Fahrzeug um zu den jeweiligen Dienstanfängen zu kommen?

Zumindest gab es den mal, die normale Fahrschulausbildung wurde von den LAB sogar mal angeboten, bzw beworben.

Die beiden Fahrlehrer, die vor 10 Jahren da waren, waren bereits Rentner bzw. kurz vorm Renteneintritt. Seit diese beiden nicht mehr da sind, wird auch Klasse B nicht mehr offiziell angeboten.
Die Fahrstunde (45min) kostete damals übrigens 22 Euro.

Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
LVB-Ansagen von 1994 "Andere" LVB-Ansagen von 2012
Aufstrebendes Grünau

Offline MD 612

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #114 am: 02.03.2019, 12:01:21 »
Bezahlt die Deutsche Bahn den Führerschein Kl.B und das ggf. notwendige Fahrzeug um zu den jeweiligen Dienstanfängen zu kommen?
Bei der Deutschen Bahn ist im Gegensatz zu den Bus- und Strab-Fahrern der LVB der Kfz-Führerschein keine Voraussetzung, um den Beruf des Lokführers bzw. Zugbegleiters leisten zu können bzw. eine dahingehende Berufsausbildung zu absolvieren. Man kann auch mit Zug, Bus, Strab oder Fahrrad zum Dienstanfang kommen. Insofern ist Dein Vergleich unpassend.

Gruß Peter
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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #115 am: 18.03.2019, 15:44:29 »
Der heutige Artikel in der LVZ zum Karrieretag in der Angerbrücke enthält eine kleine "Schote":

Eine Interessentin fährt gern große Fahrzeuge. Aber sie würde lieber Straßenbahn als Bus fahren, "da hat man immer Vorfahrt".
Rein vom Alter her dürfte sie selbst zu DDR-Zeiten noch kein Fahrzeug im Straßenverkehr geführt haben.
Aber gut, ggf. wird sie in der Fahrschulausbildung diesbezüglich neue Erkenntnisse bekommen. ;)

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Offline 2101

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #116 am: 18.03.2019, 16:39:34 »
Eine Interessentin fährt gern große Fahrzeuge. Aber sie würde lieber Straßenbahn als Bus fahren, "da hat man immer Vorfahrt".

Tja, solche Leute bleiben dann nur noch zur Auswahl, wenn man so wenig verdient. Aber eigentlich sind solche Leute der LVB am liebsten. Dumm wie Knäckebrot. Aber, von ihr sind bestimmt keine kritischen Fragen zu erwarten. Solch einer kannste wahrscheinlich alles erzählen. Beste Voraussetzung also. ;D

Hier mal der Link
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/LVB-suchen-bis-Jahresende-80-neue-Bus-und-Tramfahrer

Offline Q-terra

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #117 am: 18.03.2019, 20:30:45 »
Aber eigentlich sind solche Leute der LVB am liebsten. Dumm wie Knäckebrot. Aber, von ihr sind bestimmt keine kritischen Fragen zu erwarten. Solch einer kannste wahrscheinlich alles erzählen. Beste Voraussetzung also. ;D

Starkes Stück, über 2000 Mitarbeiter als dumm zu bezeichnen. Wahnsinn, dass dann überhaupt noch Bahnen und Busse durch Leipzig rollen, oder? ;)

Offline 2101

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #118 am: 18.03.2019, 20:41:41 »
Starkes Stück, über 2000 Mitarbeiter als dumm zu bezeichnen. Wahnsinn, dass dann überhaupt noch Bahnen und Busse durch Leipzig rollen, oder? ;)

Das hab ich nirgends geschrieben. Das machst du daraus. Wenn du richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich mich auf die Frau bezog... :-*

Offline DAvE LE

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Re: ? in Bezug zum Bewerbertag
« Antwort #119 am: 18.03.2019, 20:58:02 »
Wer den Job wirklich machen will, der macht ihn. Auch, wenn das Einkommen vorn und hinten nicht stimmt bzw. stimmen mag, das muss jeder für sich entscheiden. Aber wir können froh sein, dass es in Deutschland einen Mindestlohn gibt. Draußen gibt es genügend Bus- und Straßenbahnfans und die, die sich für die Technik interessieren, diesen Job aber aus verschiedenen Gründen nicht machen dürfen. Aber auch sie müssen sehen, ob das Einkommen ihnen genügt oder nicht. Das steht außer Frage. Zum Glück wurde der Straßenbahn- und Busfahrer-Quereinsteiger damals nicht als 1-Euro-Job eingeführt - diese unwürdigen Arbeitsgelegenheiten (mit Mehraufwandsentschädigung) gibt es heute noch.

Die Leipziger Messe hatte vor dem Mindestlohn ihre Aushilfen mit 6,50 €/h bezahlt. Wenn sie eine "besondere Aufgabe" hatten, sogar einen Euro mehr. Nun gibt es den Mindestlohn von 9,19 €. Und die Angestellten der Leipziger Messe verdienen nur halb zu viel wie der Stadt Leipzig. Wenn man bedenkt, dass die Leipziger Messe zu jeweils 50 % der Stadt Leipzig und dem Freistaat Sachsen gehört und alle zwei Jahre der Aufsichtratsvorsitzender wechselt - mal Dulig und mal Jung.