Autor Thema: Überlastungen der Tramlinien  (Gelesen 27113 mal)

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #195 am: 15.01.2018, 16:18:12 »
Ich empfinde die Leo-Traktionen auf der  /SL.11E als Ersatz für die Tratras als Strafe. Hab noch niemanden gesehen, der meinte "Boah geil, parallel zu den Gleisen sitzen, schön mit dem Sitznachbarn kuscheln, angerempelt werden, Fußmassage mit Koffern, Trollis und anderen Füßen"

Der Niederflurbereich ist zu eng und oft überfüllt, man quält sich mit der Reisetasche letztlich doch in den Hochflurbereich, hat dort im Gegensatz zu den Tatras aber keinen Platz. Im Prinzip ein übergroßer NB4.... Einsteigen macht auch keinen Spaß: Vernünftig rein kommt nur man im Niederflurbereich, im Hochflurabschnitt niete ich gleich den ersten Fahrgast um, wenn ich 'n Rucksack auf hab.

Aber ja, sie können gerne auf der  /SL.016 eingesetzt werden, dann bekomme ich sie im Alltag nicht zu spüren. :D

Der Sinn ist die Leos am Wochenende als solo Leos auf der 9  ein zusetzen um die frei werden  NGT8 auf der 12 einsetzen zu können (Solo Leo auf der 12 wegen den Zoo zu klein)
Mfg.

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #196 am: 15.01.2018, 16:37:54 »
Der Sinn ist die Leos am Wochenende als solo Leos auf der 9  ein zusetzen um die frei werden  NGT8 auf der 12 einsetzen zu können (Solo Leo auf der 12 wegen den Zoo zu klein)
Das Argument zielt aber nur auf Fußball-Samstage und da ist ja eh meist alles anders ...

Aber wegen mir können sie gerne auf der  /SL.1111E fahren, da ist ja die Mehrheit der Kurse eh ein XXL und auf der  /SL.003 und  /SL.007 gibt es dafür nun wieder mehr Tatras. Geteiltes Leid, ist halbes Leid ;)

Offline Sven

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #197 am: 15.01.2018, 21:08:16 »
Ich freue mich gerade auch über mehr Tatras auf der  /SL.007  ;D

Ideal im Fussballsonderverkehr. Haben sich die Schalke-Fans wenigstens sagen können, das sie modernere Bahnen im Ruhrpott haben.

Die Niederflurbereiche sind gewöhnungsbedürftig bei den LVB im Allgemeinen. Liegt aber meist an der Fahrzeugkonstruktion.

Längssitze bin ich als Berliner gewöhnt, kenne ich aus der U-Bahn. Beim NB4 gehen diese aber gar nicht, da im halbrund angeordnet. Da hätte es vielleicht auch andere Ideen gegeben, aber darüber zu diskutieren ist bei der Restlebensdauer dieser Beiwagen eher müßig.

Grüße
Sven

Offline 1131

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #198 am: 15.01.2018, 21:52:13 »
Ich freue mich gerade auch über mehr Tatras auf der  /SL.007  ;D

Ideal im Fussballsonderverkehr. Haben sich die Schalke-Fans wenigstens sagen können, das sie modernere Bahnen im Ruhrpott haben.

Die Niederflurbereiche sind gewöhnungsbedürftig bei den LVB im Allgemeinen. Liegt aber meist an der Fahrzeugkonstruktion.

Längssitze bin ich als Berliner gewöhnt, kenne ich aus der U-Bahn. Beim NB4 gehen diese aber gar nicht, da im halbrund angeordnet. Da hätte es vielleicht auch andere Ideen gegeben, aber darüber zu diskutieren ist bei der Restlebensdauer dieser Beiwagen eher müßig.

Grüße
Sven

Das geht nicht anders beim NB4 weil  da die Drehgestelle drunter sind.
Mfg.

Offline Passagier

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #199 am: 16.01.2018, 04:53:54 »
Das geht nicht anders beim NB4 weil  da die Drehgestelle drunter sind.
Mfg.
Mag sein. Doof ist es trotzdem und ich versuche, die NB4 zu meiden.

Offline Passagier

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #200 am: 08.04.2018, 16:38:58 »
Ich hatte heute mal wieder das Vergnügen, die Stiefmutterlinie der LVB zu genießen. Ich frage mich, warum tagein tagaus und von morgens bis abends auf der  /SL.015 (neue) Großzüge fahren und auf der  /SL.001, die daselbe Neubaugebiet erschließt und nach Schönfeld/ Mockau mit ebenfalls hohem Einzugsgebiet, tagsüber und auch abends mit NGT8 bestückt werden. Würde ich im Einzugsgebiet der  /SL.001 wohnen, würde ich diese Linie meiden - und Alternativen suchen. Ist es zu viel verlangt, wenigstens NB4 anzuhängen auf einer der wichtigsten Linien? Kuschelatmosphäre im NGT8 ist ja nun nicht selten gen Lausen.

Offline Sven

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #201 am: 08.04.2018, 20:04:37 »
@Passagier:

Das sind die LVB. Eine Anpassung der Fahrzeuggrößen kannst du nicht erwarten. Schließlich hat man vor 17 Jahren die Liniennetzreform inkl. Fahrzeuge festgeschrieben. Das muss noch weitere 83 Jahre halten. Man kann doch nicht schon wieder alles umplanen was man doch gerade erst gestern neu eingeführt hat.

Jetzt mal im Ernst:

Die LVB verpennen jeden Trend und sind unfähig über veränderte Fahrzeugeinsätze oder neue Linien nachzudenken. Hast du deine Kritik wenigstens für die Statistik an info@lvb.de gesendet?

Grüße
Sven

Offline André Loh-Kliesch

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #202 am: 09.04.2018, 11:16:19 »
Wirklich erklären kann ich den Fahrzeugeinsatz in Grünau auch nicht.

Ich könnte mir nur vorstellen, dass bei den Überlegungen eine Rolle gespielt hat:
a) die  /SL.015 ist die letzten sechs Haltestellen allein (ohne die verstärkende  /SL.008), während die  /SL.001 nur die letzten drei Haltestellen ohne  /SL.002 bedienen muss
b) auf dem Nordast mehr Schülerverkehr abgewickelt werden muss, insbesondere auf der Allein-Strecke der  /SL.015 z. B. für die Klingerschule (Gymnasium) und die Arwed-Rossbach-Schule (Berufsschule) [warum dann aber gerade die  /SL.008 als Schulbus betrachtet wird und in den Ferien einen Spartakt bekommt, ist um so rätselhafter]

Offline Thomas L.E.

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #203 am: 09.04.2018, 19:17:19 »
Die LVB sollten langsam mal darüber nachdenken, auch am Wochenende auf stark frequentierten Buslinien den 10min Takt einzuführen. Einige Buslinien sind am Wochenende völlig überlastet, wie z.B. die 70. Jetzt rächt sich die Stillegung der 22.
« Letzte Änderung: 09.04.2018, 19:24:01 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Mitleser

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #204 am: 09.04.2018, 21:01:28 »
Ich wage mal eine Vermutung. Der Einsatz eines jeden Fahrzeuges kostet Laufleistung, welches den zeitlichen Abstand zwischen extrem teuren Hauptuntersuchungen eines Fahrzeuges reduziert. Sonntags auf allen Linien 45 Meter Bahn anzubieten, würde also die Kosten extrem in die Höhe treiben. Beim derzeitigen Finanzierungsmodell des ÖPNV durch die Stadt Leipzig sind diese erhöhten Betrebskosten einfach nicht vorhanden. Aber vielleicht wäre die Fragestellung bei den verantwortlichen Stadträten aller Fraktionen richtiger angebracht?

Offline Radler

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #205 am: 09.04.2018, 21:39:21 »
nicht vergessen, dass ca. 75% der Einnahmen aus Fahrgeldern stammen. Wenn man diese nicht will, dann soll man ehrlich das auch so sagen!


Offline Mitleser

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #206 am: 10.04.2018, 23:02:55 »
nicht vergessen, dass ca. 75% der Einnahmen aus Fahrgeldern stammen. Wenn man diese nicht will, dann soll man ehrlich das auch so sagen!

Ich glaube, man will mehr Fahrgäste schon, jedoch nicht um jeden Preis, weil...
1.) Jemand in "Vorkasse" gehen müsste, um die Voraussetzungen für die Beförderung von mehr Fahrgästen zu schaffen (z.B. Erweiterung Fuhrpark (inkl. höherer Werkstattkosten für mehr Wartung/ Reparatur , zusätzliches Fahrpersonal inkl. der Aufwand für dessen Verwaltung, Ausbau der Infrastruktur)
2.) auch Jemand die fehlenden 25% der Kosten des laufenden Betriebs tragen müsste.
3.) eine zusätzliche Nutzung des vorhandenen Wagenparks eben auch erhebliche Mehrkosten verursacht, welche finanziert werden müssen.

Offline Fabi

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #207 am: 10.04.2018, 23:24:15 »
Ich glaube, man will mehr Fahrgäste schon, jedoch nicht um jeden Preis, weil...
1.) Jemand in "Vorkasse" gehen müsste, um die Voraussetzungen für die Beförderung von mehr Fahrgästen zu schaffen (z.B. Erweiterung Fuhrpark (inkl. höherer Werkstattkosten für mehr Wartung/ Reparatur , zusätzliches Fahrpersonal inkl. der Aufwand für dessen Verwaltung, Ausbau der Infrastruktur)

Und schon hier beißt sich die Katze in den Schwanz…
Welcher Fahrgast denkt sich wohl "Oh, der Bus kommt nur alle 20 Minuten und nützt mir eigentlich nichts, aber ich fahr trotzdem mal mit - wenn ich das ein paar Mal mache kommt er bestimmt bald alle 10 Minuten". Ich persönlich kenne keinen, der so denken würde. Und selbst wenn die Busse dann nur halb so stark ausgelastet wären - ja dann ist es halt so. Lieber 2x 15 Leute durch die Stadt fahren als 1x 0 Leute, weil die 15 aufgrund der Fahrplangestaltung dann doch Auto oder Rad bevorzugen.
 
Leipzig zählt zu den Städten mit den teuersten Ticketpreisen deutschlandweit - was sollen sich die Fahrgäste noch alles gefallen lassen? Irgendwann ist es auch dem größten Masochisten zu viel.

… Und wenn man sein Unternehmen bekannter machen möchte und mehr Fahrgäste vom Auto in die Bahn locken möchte dann muss man diesen Vorschuss nun mal in die Hand nehmen.
Die Aufgabe das dafür nötige Geld aufzutreiben liegt bei keinem anderen als der LVB-Geschäftsführung. An deren Stelle wäre ich, bei dieser finanziellen Situation, im Wochenrhythmus bei den Geldgebern und würde auf die Werbetrommel hauen. Scheinbar wird aber genau das "führen" von "Geschäftsführung" gelebt - irgendwie wird der Laden geführt / am Laufen gehalten. Vielleicht würde es endlich mal voran gehen, wenn man das Kollegium in "Geschäftsentwicklung" umbenennen würde.

Offline 2198

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #208 am: 10.04.2018, 23:24:50 »
Wurde das nicht schon einmal thematisiert?
Herr Middelberg wollte mehr zusätzliche zahlende Fahrgäste, nicht mehr (nur) zusätzliche Fahrgäste.
Ich behaupte mal, dass gerade am Wochenende ein ganzer Teil der zusätzlichen Fahrgäste durch die Mitnahmeregelung von Monatskarten und dergleichen den ÖPNV nutzt.
Ich kenne keine Zahlen, aber wenn deshalb dichtere Takte gefahren werden müssen, kippt die Kalkulation des L bzw. des MDV um.

2198

Offline Radler

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Re: Überlastungen der Tramlinien
« Antwort #209 am: 11.04.2018, 08:19:21 »
@2198

wirtschaftlich ist das nur die halbe Miete:

Auch Fahrgäste, die günstiger als mit Vollpreis mitfahren, helfen, Kosten zu senken, weil sie nicht mehr im PKW vor dem ÖPNV für Behinderungen sorgen. Das SPART auch Kosten.

Die Betriebskosten sind identisch, der Sprung zum Angebot im Umfang X ist bereits gemacht

vollere Bahnen sind eher eine Werbung FÜR ÖPNV als leere, denn Menschen sind Herdentiere und folgen der Masse lieber als einsamer Pionier in leeren Bahnen zu sein. Auch helfen diese hohen Zahlen, politischen Druck zu erzeugen, mehr in den ÖPNV zu investieren

Es gibt mehrere Verbesserungsmöglichkeiten die kostenneutral sind, jedoch deutlich mehr Fahrgäste akquirieren, die Verlegung von BUS 60 via Straße des 18.10. und S MDR ist eines der Beispiele.

@Mitleser
Wenn man sich zurückzieht auf die Position, ich will erst die gebratene Taube in den Mund geschoben bekommen und dann begebe ich mich mal auf den Weg ins Schlaraffenland, ist das die falsche Reihenfolge. Richtig herum ist tatsächlich der Weg, erst für kleine einfache preiswerte/Kostenneutrale/bezahlbare Verbesserungen zu sorgen und dann mit den Einnahmen aus dem Erfolg diesen weiter ausbauen. Die 75% Kostendeckung kommen ja aus der Gesamtschau. Es darf gern mit lukrativen Verbesserungen begonnen werden, dann ist der Komplementäranteil auch leistbar.