Autor Thema: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum  (Gelesen 10812 mal)

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Offline Laany Toke

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #15 am: 15.05.2017, 11:26:20 »
mehr als genug... Fortunabadstraße, Albersdorfer Straße, Kunzestraße, Kötzschauer Straße, Schwartzestraße, Adler (3 stadtw.) Markranstädter Straße, Felsenkeller (3 landw.) Listplatz... nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Passagier

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #16 am: 15.05.2017, 11:30:18 »
welche Bimmelstationen sind eigentlich noch ohne schlafende Ampel, also "pur" nur mit dem H-Schild ausgestattet?

gruß
der Radler
Genügend, leider. Zum Beispiel die Köhlerstraße.

Dein Vergleich mit den Parkflächen im Kreuzungsbereich ist aber nur bedingt passend.

Das Parkverbot im Kreuzungsbereich an sich ist bekannt, wer trotzdem dort parkt, macht das in der Regel bewusst verkehrswidrig.
Lediglich gewisse Fehleinschätzungen hinsichtlich des Lichtraumprofils der Straßenbahn, insbesondere im Gleisbogen, kann ich mir als eher unbewusst vorstellen. Da sehe ich auch eine sinnvolle Markierung von Sperrflächen.

Das mit dem Markieren bzw. Nichtmarkieren von Kreuzungsbereichen erfolgt nicht konsequent. Erstens. Zweitens: Wenn man an bestimmten Orten wiederholt Probleme mit Falschparkern im Lichtraum einer Straßenbahn hat...

Sicherlich ist das Blinken nach rechts ohne anschließende Fahrtrichtungsänderung nicht ganz korrekt. Soweit es aber niemanden gefährdet und aus meiner Sicht auch kein "Missbrauch" vorliegt, sehe ich da kein Problem und auch keinen Grund, eine "rechtliche Klärung" der Zulässigkeit anzuschieben.

Nur ist es doch so, dass Verkehrsbetriebe nicht an beliebigen Orten beliebig blinken können/ dürfen/ sollen. Am Ende ist dann noch ein Straßenbahnfahrer, der "beliebig" blinkt, und sei es durch eine seltsame Betriebsanweisung, schuld, wenn auf Grund eines beliebigen Blinkens ein Unfall passiert, weil der Autofahrer dieses Blinken u.U. falsch deutet. Und falsch deuten kann er es, da er mit einem solchen Blinken ggf. nichts anzufangen weiß.
Mglw. gäbe es andere zulässige Möglichkeiten:

Ein "Achtungs"-Schild mit dem Zusatzschild: "Haltestellenbereich" bzw. "Haltestellenbereich 50m [Pfeil nach oben]"

Offline firefox

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #17 am: 15.05.2017, 11:51:59 »
Das Verhalten an Haltestellen ist (für Autofahrer) in der StVO (§20 Abs.2) klar geregelt. Die Haltestelle der Straßenbahn ist mit einem Schild (Haltestellen "H") gut sichtbar gekennzeichnet. Änderungen in dem von Euch vorgeschlagenem Maße bedürften zunächst einer Änderung in der StVO. Das dürfte schwierig werden.   
Gruß Foxi     

Offline GK

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #18 am: 15.05.2017, 12:36:11 »
welche Bimmelstationen sind eigentlich noch ohne schlafende Ampel, also "pur" nur mit dem H-Schild ausgestattet?
Mit fallen folgende ein:

Ostheimstraße
Geißlerstraße
Stöckelstraße
Löbauer Straße
Döringstraße
Samuel-Lampel-Straße
Mockau Kirche
Köhlerstraße
Körnerstraße
Steinplatz stadteinwärts
Teilrichtungen A.-Hoffmann-/R.-Lehmann-Str.
HTWK auf R.-Lehmann ostwärts
Pfeffingerstraße

Das Verhalten an Haltestellen ist (für Autofahrer) in der StVO (§20 Abs.2) klar geregelt. Die Haltestelle der Straßenbahn ist mit einem Schild (Haltestellen "H") gut sichtbar gekennzeichnet. Änderungen in dem von Euch vorgeschlagenem Maße bedürften zunächst einer Änderung in der StVO. Das dürfte schwierig werden.   
Selbst bei einer Nicht-Doppel-Haltestelle sind die Schilder in Leipzig im Laternen-, Schilder- und Werbewald oft nicht deutlich erkennbar, wenn man hinter der Straßenbahn steht und nicht ortskundig ist. Bei zwei Fahrspuren (oder einer schmalen "Fahrgasse" zwischen Bordstein und Straßenbahn) rechts auf der Fahrbahn ein deutlich sichtbares "H", am besten noch farbig (= gleich zum Schild nach StVO), zu markieren, würde die Wahrnehmung doch deutlich erhöhen (zumal Markierungen deutlich geringer als Beschilderungen und Werbung vorhanden sind).

Offline Service-Champion

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #19 am: 16.06.2017, 01:12:16 »
Wie wäre es, außen an der rechten Wagenseite in etwa einem Meter Höhe und damit direkt im Blickwinkel der PKW-Fahrer eine Art Leuchtstreifen aus kurz hintereinander montierten Blinkleuchten zu montieren, die bei Einfahrt in die und beim Halt in der Haltestelle auffällig gelb blinken??
Was haltet ihr von dieser Idee??
Vom Ansatz her eine gute und auch sehr notwendige Idee. Innerhalb der letzten beiden Wochen habe ich zweimal eine entsprechende Situation miterlebt, davon einmal nur knapp am Unfall vorbeigeschrammt. Ein Fahrer war aus Leipzig, einer von außerhalb, einmal wurde offenbar übersehen, dass dort eine Haltestelle ist, einmal war man der Meinung, die Fg beim Aussteigen behindern zu dürfen...

Ob das blinken rechts in de Haltestelle rein rechtlich sauber ist, bezweifle ich mal. Vor allem, wenn die Bahn anschließend eine ganze andere Fahrtrichtung einschlägt.
Solange sich die Fahrer per Blinker grüßen, dürfte das nun kein Hinderungsgrund sein, aber es ging ja nicht nur um einfaches Blinken, sondern eine "Blinkerreihenschaltung", die so ähnlich wie eine Warnleuchte an übergroßen Fahrzeugen o.ä. besonders auffällig auf den Fahrgastwechsel aufmerksam machen soll.

Das eingekreiste H als Markierung wird in Leipzig von der Straßenverkehrsbehörde abgeleht, da es eine Doppelbeschilderung darstellt. Rechtlich eindeutig ist das H Schild. Alles an Dopplungen muss vermieden werden, damit die Schilderwalddiskussion nicht wieder aufflammt.

Das habe ich als Antwort bekommen auf den Hinweis, dass das "H" auf den angehobenen Radfahrbahnen an Kaps eine hilfreiche Sache wäre.
Unglaublich.
Diese Einstellung erklärt dann vielleicht auch, weshalb man zwar einerseits mittlerweile eingesehen zu haben scheint, dass die Radwegführung direkt hinter dem Wartestand kein guter Einfall gewesen ist, es aber andererseits nicht für nötig hält diesen Irrtum wenigstens bei erneuten Umbauten (bspw. an der Eisenbahnstr.) zu korrigieren und stattdessen die ständige Gefährdung insbesondere von Kindern an diesen viel genutzten HS weiterhin einfach so in Kauf nimmt.

In der LVZ wurde heute von einem "schweren Unfall an der Endstelle der  /SL.010 in der Wahrener Georg-Schumann-Str." berichtet. Dabei sei ein 26jähriger von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.
"Laut Polizei habe der Mann beim Aussteigen aus der abfahrbereiten Bahn das Auto übersehen."
Klingst so als ob nicht der Autofahrer, der zu schnell vorbeigefahren ist, sondern der Fahrgast schuld wäre? Was soll das "abfahrbereit" eigentlich bedeuten und wieso muss ich als Fahrgast beim Aussteigen auf Autofahrer achten?  :-\
« Letzte Änderung: 16.06.2017, 01:17:34 von Service-Champion »
Bitte beachten Sie beim Lesen,
dass das Niveau des Beitrags
nicht durchgehend erhöht ist.

Offline DrZott

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #20 am: 16.06.2017, 10:04:16 »
Am Nordplatz wurde versucht, die hinter einer Kurve liegende ungesicherte Haltestelle mit einem  /HS anzukündigen: https://www.google.de/maps/@51.3532827,12.3732044,3a,60y,263.06h,74.63t/data=!3m6!1e1!3m4!1sxMTJ7o0Lk6uHz4dZJxsv1w!2e0!7i13312!8i6656?hl=de
https://www.google.de/maps/@51.353518,12.3729148,3a,75y,160.65h,90.77t/data=!3m6!1e1!3m4!1sgAxo3rHD6FNM7acPlfMA_Q!2e0!7i13312!8i6656?hl=de

Grundsätzlich geht das aber unter, habe ich das Gefühl. Es muß unbedingt etwas getan werden. Selbst überfahrbare Haltestellenkaps mit schlafender Ampel sind unsicher, da sie oft zu spät auf "rot" schalten und viel zu früh wieder schlafen gehen.

Besonders vor Kreuzungen wie in der Lindenthaler-/Schumannstraße sind sie oft von wartenden Autos zugeparkt: https://www.google.de/maps/@51.3632307,12.3655803,3a,75y,202.62h,92t/data=!3m6!1e1!3m4!1s2IB-BBvNEnE9jZHRRAl1Hg!2e0!7i13312!8i6656?hl=de

Währe denn nicht das Setzen des Warnblinkers tatsächlich ein probates Mittel?

Offline elnbb

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #21 am: 18.06.2017, 21:57:09 »
Am Nordplatz wurde versucht, die hinter einer Kurve liegende ungesicherte Haltestelle mit einem  /HS anzukündigen: https://www.google.de/maps/@51.3532827,12.3732044,3a,60y,263.06h,74.63t/data=!3m6!1e1!3m4!1sxMTJ7o0Lk6uHz4dZJxsv1w!2e0!7i13312!8i6656?hl=de
https://www.google.de/maps/@51.353518,12.3729148,3a,75y,160.65h,90.77t/data=!3m6!1e1!3m4!1sgAxo3rHD6FNM7acPlfMA_Q!2e0!7i13312!8i6656?hl=de
Die Streetview-Bilder sind veraltet! Ich weiß nicht auf Anhieb, ob das /HS-Zeichen auf dem Asphalt noch da ist, aber seit in der Gohliser Radstreifen abmarkiert worden sind, fährt man dort als Autofahrer normalerweise nicht neben, sondern hinter der Bahn. Das steigert auch die Sicherheit.

Besonders vor Kreuzungen wie in der Lindenthaler-/Schumannstraße sind sie oft von wartenden Autos zugeparkt: https://www.google.de/maps/@51.3632307,12.3655803,3a,75y,202.62h,92t/data=!3m6!1e1!3m4!1s2IB-BBvNEnE9jZHRRAl1Hg!2e0!7i13312!8i6656?hl=de
Du siehst aber schon, dass das ein Dienstleister ist? Normale Autos stehen dort eigentlich nie, denn die Ampelwarteschlange geht bis dort hin. So dreist ist noch keiner, aber auf der anderen Seite steht regelmäßig jemand auf dem Radstreifen. Der größte Makel der Haltestelle sind die schmalen Fußwege auf der Westseite vor den Läden.

Währe denn nicht das Setzen des Warnblinkers tatsächlich ein probates Mittel?
Und was ist, wenn der Fahrer vergisst zu blinken? Hat man dann als Autofahrer eine Ausrede, nach dem Motto: "Der Bahnfahrer hat nicht geblinkt, also dachte ich, dass er an der /HS Menckestraße durchfährt"? Die gleiche Regelung doppelt und dreifach auszuschildern/zu kommunizieren führt dazu, dass eine einfache Ausschilderung nicht mehr wahrgenommen oder als "halb so wichtig" eingestuft wird. Als Autofahrer sieht/(weiß) man, dass eine Haltestelle kommt und dass die vor einem fahrende Bahn abbremst, also hält man hinter der Bahn an. Für Ortsunkundige gilt sowieso, besonders vorsichtig zu sein.

Wer es "eilig hat" und es darauf ankommen lässt, fährt trotzdem noch vorbei. Es ist wie bei Bahnübergängen: ein Blinklicht oder eine Gelb-Rot-Ampel müssten reichen, manche fahren aber selbst um die geschlossenen Halbschranken drumherum...
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline DrZott

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #22 am: 19.06.2017, 12:18:12 »
Man könnte doch sicher den Haltestellen-Modus automatisch mit dem Warnblinker verbinden - dem Fahrer noch zusätzliche Aufgaben und Verantwortung aufzubürden, wäre in der Tat kontraproduktiv.

Das Haltestellen-Schild am Nordplatz existiert noch. Zwar ist ein Radstreifen abmarkiert - 80 % der Autos fahren aber - so eine Bahn dort fährt - auf de Radstreifen, um rechts an der Bahn vorbei zu kommen.

Das Beispiel Lindenthaler-/Schumannstraße ist etwas verwirrend: Ich meinte nicht das Parken halb auf dem Gehweg, sondern das Warten der Autos vor der Ampel auf beiden Fahrspuren.
Meistens kommen die Fahrgäste kaum zwischen den wartenden Fahrzeugen durch. Außerdem fahren die Autos bei grün los, ohen auf die noch Ein- oder Aussteigenden zu warten - DAS ist gefährlich. Die ganze Haltestelle dort ist von Anfang an eine Fehlkosntruktion. Meiner Meinung nach wären vor derartigen Kreuzungen Haltestelleninseln die einzig probate Lösung. Die gewählte Variante sorgt immer dafür, daß die Haltestelle zugestellt ist, und Fahrgäste kaum rein oder raus kommen und fast umgefahren werden.

By the way: gegen 19 Uhr steht genau an dieser Haltestelle täglich der Rossmann-Liefer-LKW, der die eh schon beknackte Lösung völlig ad absurdum führt ....

Offline Sven

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #23 am: 19.06.2017, 22:06:47 »
Hallo zusammen,

 /HS Nordplatz:
Der Fahrradstreifen ist dort nur als Angebotsstreifen markiert. Damit ist eine Überfahrt durch den MIV zulässig. Erst ein Radfahrstreifen mit durchgezogener Linie ist ein solcher (wobei das in Leipzig die wenigstens interessiert). Keine Kontrollen, kein soziales Verhalten.

 /HS Lindenthaler-/Schumann-Str.:
Hier müsste dringend eine Pförtnerampel hin, welche die Autos solange zurückhält, bis die Bahn wieder anfährt. Dazu müsste aber der Zufahrtsbereich angepasst werden, dass eine abmarkierte Spur für die Strassenbahn sich ergibt. Ansonsten wird sie von den Autos behindert.

Ähnliches gibt es auch eine Haltestelle Richtung Osten, aber hier wäre die Lösung einfacher.

 /HS Lützowstr.:
Für die Lösung habe ich mal ein Bild gemalt. Da die Forensoftware immer noch rückständig ist, hier der Link auf einen Hoster:
http://www.directupload.net/file/d/4757/skbj5m86_pdf.htm

Die Gleise der  /SL.012 sollten hierzu an den Strassenrand geführt werden. Damit ist ein behindertengerechter Zugang möglich. Ausserdem gibt es keine Gefährdung durch den MIV. Der Platz sollte ausreichend sein, dass der Bereich auch ohne Fahrspuren auskommt. Richtung Süden ist dies defintiv gegeben. Richtung Norden wird es knapp. Durch die Separierung ist sogar eine eigene Freigabephase ausserhalb des Festumlaufes möglich. Weiterhin behindern Linksabbieger nicht mehr die Weiterfahrt der Strassenbahn. Aus meiner Sicht ist die Lösung die beste für alle Verkehrsteilnehmer.

Viele Grüße
Sven

Offline elnbb

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #24 am: 22.06.2017, 00:42:22 »
/HS Nordplatz:
Der Fahrradstreifen ist dort nur im Haltestellenbereich als Angebotsstreifen markiert. Damit ist eine Überfahrt durch den MIV zulässig. Erst ein Radfahrstreifen mit durchgezogener Linie ist ein solcher (wobei das in Leipzig die wenigstens interessiert). Keine Kontrollen, kein soziales Verhalten.
Klar ist bei Angebots-/Schutz-/Suggestivstreifen eine Überfahrt nicht ausgeschlossen, sondern "bei Bedarf" möglich, wenn es erforderlich ist. Eine fahrende Straßenbahn auf den 30 Metern zwischen dem Ende des normalen Radstreifens und der /HS Nordplatz unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzu ng rechts überholen, ist nicht drin.

/HS Lindenthaler-/Schumann-Str.:
Hier müsste dringend eine Pförtnerampel hin, welche die Autos solange zurückhält, bis die Bahn wieder anfährt. Dazu müsste aber der Zufahrtsbereich angepasst werden, dass eine abmarkierte Spur für die Strassenbahn sich ergibt. Ansonsten wird sie von den Autos behindert.
Eine abmarkierte Spur wäre jetzt schon nicht schlecht. Allerdings würde das ein Linksabbiegeverbot in die Elsbethstraße bedeuten.

/HS Lützowstr.:
Die Gleise der  /SL.012 sollten hierzu an den Strassenrand geführt werden. Damit ist ein behindertengerechter Zugang möglich. Ausserdem gibt es keine Gefährdung durch den MIV. Der Platz sollte ausreichend sein, dass der Bereich auch ohne Fahrspuren auskommt. Richtung Süden ist dies defintiv gegeben. Richtung Norden wird es knapp. Durch die Separierung ist sogar eine eigene Freigabephase ausserhalb des Festumlaufes möglich. Weiterhin behindern Linksabbieger nicht mehr die Weiterfahrt der Strassenbahn. Aus meiner Sicht ist die Lösung die beste für alle Verkehrsteilnehmer.
Eine eigene Spur für die 12 ist dort überdimensioniert. Eine Lösung wie an der /HS Stieglitzstraße oder /HS Kolmstraße wäre völlig ausreichend, um den Linksabbiegern aus dem Weg zu gehen. Ein Radweg wäre auch (im Gegensatz zu deiner Lösung - wo sollen da die Radfahrer hin?) gleich mit dabei und die Kreuzung wird nicht zu breit.
« Letzte Änderung: 22.06.2017, 00:49:19 von elnbb »
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline Sven

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #25 am: 22.06.2017, 21:19:55 »
Klar ist bei Angebots-/Schutz-/Suggestivstreifen eine Überfahrt nicht ausgeschlossen, sondern "bei Bedarf" möglich, wenn es erforderlich ist. Eine fahrende Straßenbahn auf den 30 Metern zwischen dem Ende des normalen Radstreifens und der /HS Nordplatz unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzu ng rechts überholen, ist nicht drin.

Wird aber allzu häufig von den Führerscheingewinnern wahrgenommen  ::)


Eine eigene Spur für die 12 ist dort überdimensioniert. Eine Lösung wie an der /HS Stieglitzstraße oder /HS Kolmstraße wäre völlig ausreichend, um den Linksabbiegern aus dem Weg zu gehen. Ein Radweg wäre auch (im Gegensatz zu deiner Lösung - wo sollen da die Radfahrer hin?) gleich mit dabei und die Kreuzung wird nicht zu breit.

Die Zeichnung sollte ja nur das Prinzip erläutern. Radfahrstreifen bekommt man dort locker hin und sollte auch das Gebot sein. Die Strassenbreite auf der Nordseite ist ausreichend, der Bahn einen separaten "Warteplatz" stadtwärts einzuräumen.

Grüße
Sven

Offline elnbb

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #26 am: 26.06.2017, 14:36:56 »
Wird aber allzu häufig von den Führerscheingewinnern wahrgenommen  ::)
Leider. Dagegen kann man effektiv nicht viel tun, sondern muss den Ausbau der /HS Nordplatz (mit angehobenen Radstreifen?) abwarten. Der Platz für eine normale Haltestelle (für 45-Meter-Einheiten) ist in der jetzigen Lage nicht optimal. Dann muss man schauen, was mit den Einmündungen Roscherstraße und Lumumbastraße sowie der bisherigen Fußgängerampel wird.

Zitat
Die Zeichnung sollte ja nur das Prinzip erläutern. Radfahrstreifen bekommt man dort locker hin und sollte auch das Gebot sein. Die Strassenbreite auf der Nordseite ist ausreichend, der Bahn einen separaten "Warteplatz" stadtwärts einzuräumen.
Möglich ist das durch die unbebaute Ecke schon. Es stellt sich halt die Frage, wie weit man das ausreizen will. Nur grob überschlagen: Zwei Radstreifen wären breiter als die heutige Sperrfläche für die Straßenbahn. Die Autospuren müssten auf jeden Fall noch ein paar Zentimeter breiter werden. Und dann sollte m. M. n. vor allem der Wartebereich der Haltestelle mehr Platz bekommen, weil der Fußweg nicht so breit ist.
Und wenn man die Kreuzung darüber hinaus um noch eine Spur erweitern möchte, muss (nicht nur wegen der Schleppkurven) die /HS Lützowstraße der /SL.010/ /SL.011 nach Osten verschoben werden, was aber auch wegen der Bebauung nicht so einfach möglich ist. Wobei mir die Haltestelle auf der Westseite (zw. Lützow- und Sasstraße) sowieso lieber wäre...
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline elnbb

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #27 am: 26.06.2017, 15:54:59 »
Meistens kommen die Fahrgäste kaum zwischen den wartenden Fahrzeugen durch. Außerdem fahren die Autos bei grün los, ohen auf die noch Ein- oder Aussteigenden zu warten - DAS ist gefährlich.  Die gewählte Variante sorgt immer dafür, daß die Haltestelle zugestellt ist, und Fahrgäste kaum rein oder raus kommen und fast umgefahren werden.
Ich würde es nicht ganz so schwarz malen. Ja, es kommt hin und wieder zu Konflikten, aber nicht so übertrieben. Begrenzter Straßenraum führt immer zu Nutzungskonflikten und fordert Kompromisslösungen. Die einzigen konfliktfreien Lösungen wären niveaufreie Lösungen (irgendjemand muss hoch oder runter) oder die Straßen werden breite Schneisen - beides ist nicht so erstrebenswert. Es wäre schon geholfen, die Schlafampel eher (wobei: auch Rückstauproblem) und länger einzuschalten.

Zitat
Die ganze Haltestelle dort ist von Anfang an eine Fehlkosntruktion. Meiner Meinung nach wären vor derartigen Kreuzungen Haltestelleninseln die einzig probate Lösung.
Das hieße: nur eine Autospur, was die Leistungsfähigkeit der Kreuzung in den Keller katapultieren würde. Nicht nur, dass das VTA solch eine Variante sowieso ablehnen würde - die /SL.004 und die /BL.090 würden dann gandenlos im Rückstau der Ampel stehen.

Zitat
By the way: gegen 19 Uhr steht genau an dieser Haltestelle täglich der Rossmann-Liefer-LKW, der die eh schon beknackte Lösung völlig ad absurdum führt ....
Sorry, aber um die Uhrzeit ist ein haltender Lieferant verschmerzbar. Bei deiner vorgeschlagenen Haltestelleninsel-Lösung könnte der Lieferant gar nicht mehr dort halten.

Zitat
Das Haltestellen-Schild am Nordplatz existiert noch.
Das wurde weggefräst. Ich habe nochmal genau darauf geachtet, weil ich mir auch nicht mehr sicher war. Aber nein, es ist weg. Deswegen: immer nochmal nachschauen. :)
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline Radler

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #28 am: 26.06.2017, 16:05:54 »
^
wenn gegenüber heutiger MIV-Belastung eine Sicherheitslsösung oder Veränderung hinzu kommt (z.B. Schlafampel, geänderte Spuraufteilung usw.), dann baut sich der Rückstau über Gewohnheitsänderung auch nach einiger Zeit wieder ab. Zudem besteht die auch Möglichkeit, bereits den Zulauf zu dämpfen (Pförtnerung an anderer Stelle), so dass auch dieses Instrument in Summe helfen kann.

Die stadtwärtige Station Lindenthaler / Schumannstr. würde aus heutiger Sicht als echtes Kap mit mittiger Linksabbiegespur mehr Vorteile ergeben, vor allem der weit abgelegene Busstopp der 90 wäre als Manko beseitigt.

Gruß
der Radler

Offline elnbb

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Re: Sicherheit an Strab-Haltestellen im Straßenraum
« Antwort #29 am: 26.06.2017, 16:56:58 »
Die stadtwärtige Station Lindenthaler / Schumannstr. würde aus heutiger Sicht als echtes Kap mit mittiger Linksabbiegespur mehr Vorteile ergeben, vor allem der weit abgelegene Busstopp der 90 wäre als Manko beseitigt.
Wenn ein Kap möglich ist, gern. Ich habe wegen der Gleiskreuzung mit den dazugehörigen Weichenverbindungen nicht damit gerechnet, dass dies geht.
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag