Autor Thema: Erneuerung der Unterwerke für Straßenbahnen – Umstellung auf 750 Volt  (Gelesen 7465 mal)

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Offline Oliver Wadewitz

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Die LVB lud heute zu einen Pressegespräch ein welches das Thema beinhaltete dass die LVB seit Ende 2008 begonnen hat ihre Unterwerke zu erneuern bzw. umzubauen.

Durch diesen Umbau ist es möglich die Spannung im LVB Netz auf 750 Volt zu erhöhen.

Die Spannungserhöhung ist aber erst möglich wenn alle 41 Unterwerke umgebaut sind.

Die Modernisierung der Unterwerke ist auch dringend notwendig da alleine 30 Unterwerke aus den Jahren 1969-1983 stammen und die Ersatzteilversorgung bei Havarien auf einen Tiefpunkt angekommen ist.

Nachdem Pressegespräch konnte auch noch das Unterwerk in der Angerbrücke besichtigt werden:










Neben den 41 stationären Gleichrichterunterwerken gibt es auch noch 3 fahrbare Gleichrichterunterwerke.

Ein einziges steht sichtbar an der Endstelle in Lausen, die restlichen 2 stehen in Heiterblick.
Erst nach Abschluss der Modernisierung der stationären Unterwerke soll dieses fahrbare Unterwerk entbehrlich sein und dem Rohstoffkreislauf zugeführt werden.

Die nachfolgenden Bilder zeigen das fahrbare Unterwerk aus Lausen:










Fachbuch über die Grundlagen der Fahrzeugtechnik und Infrastruktur des ÖPNV in Deutschland. Bei Interesse bitte auf das Bild klicken.

die_neue_CVAG

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guten Abend,

Schöne Bilder, aber die LVB hatte im letzten Jahr in ihrem Kunden Magazin "Traffix Plus Ausgabe 3/2008" darüber in Formiert das alle 43 Bahnstromunterwerke erneuert und auf 750 Volt umgerüstet werden sollen. Schön das zu den Schrieben jetzt auch Taten folgen.

Und zu dem in Lausen, meiner Meinung nach sollte dieser "Fahrbarer Gleichrichter Unterwerk" nicht verschrotten sondern dem Museum nach einer gründlichen Rekonstruktion zu führen. Da dies für die Nachwelt Erhaltungswert ist.

Offline Laany Toke

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Hallo

Neben dem fahrbaren UW in Lausen gibt es auch noch ein oder zwei in HwH, die sind aber m.W. nicht (mehr) am Netz.

Zu der Modernisierung der UW´s gab es letztes Jahr auch eine Ausschreibung, wer dies gewonnen hat kann ich allerdings nicht sagen.

MfG Tony
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die_neue_CVAG

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Ja habe ich leider erst danach auf LVB.de gelesen

schicke den link gleich mal mit hinterher

http://www.lvb.de/index.php?page=77&params[6][2]=YTozOntzOjc6ImNvbW1hbmQiO3M6MTA6InNob3dEZXRhaWwiO3M6NjoiZW50aXR5IjtzOjM6Ijg0MyI7czo0OiJ5ZWFyIjtzOjQ6IjIwMDkiO30=

Offline Oliver Wadewitz

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Hallo,

genau das ist der Text den ich auch in der Pressemappe in gedruckter Form vor mir liegen habe.

Danke für den Link, den wollte ich eigentlich in meinen Ursprungsbeitrag noch mit einbinden, aber so geht das auch.

Im aktuellen Newsletter wird dazu auch etwas geschrieben.



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Offline Tatra-Fan

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In Dresden geschieht dies erst ab Ende diesen oder nächsten Jahres. Es wird derzeit auch schon der erste historische Triebwagen im Rahmen der HU auf 750V Modernisiert.
Soll das dann auch bei den Leipzigern nachgeholt werden?

Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
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Offline Kai-Uwe Arnold

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Hallo,
hat die Umstellung der Unterwerke denn mit der Einführung des Obus zu tun?
Sind diese dann (besser) Obus-tauglich?
Wie mir die LVB auf Anfrage mitteilten ist im April die Präsentation der Ergebnisse (des Projektes?) geplant.

Gruß
Kai-uwe Arnold

Offline Tatra-Fan

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Nein, die Umstellung auf 750V hat nix mit dem OBus zu tun, Dresden hat ja keinen OBus in Planung und macht es trotzdem. Andere Städte rüsten ja auch auf 750V um bzw. haben es schon.

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Aufstrebendes Grünau

Offline Laany Toke

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Hallo

Die Erhöhung der Spannung hat eigentlich nur wirtschaftliche Gründe (Stromeinsparung).

Jedoch sollen entsprechende Unterwerke auf die Mitversorgung von O-Busanlagen vorbereitet werden.

MfG Tony
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

die_neue_CVAG

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Habe heute auf dem Weg nach Knautkleeberg etwas interessantes gefunden und bei der Rückfahrt bin ich mal ausgestiegen und es geknippst.




Offline Tatra-Fan

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Komisches LVB-Logo ;D

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Offline 204 005-0

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Hallo,
Zitat
In Dresden geschieht dies erst ab Ende diesen oder nächsten Jahres. Es wird derzeit auch schon der erste historische Triebwagen im Rahmen der HU auf 750V Modernisiert.
Soll das dann auch bei den Leipzigern nachgeholt werden?
Die Leipziger Museumswagen haben das zum großen Teil bereits hinter sich. Die bei der Bremsstrom-Rückspeisung der NGT's (besonders in gering belasteten Speiseabschnitten) auftretenden Spannungsspitzen bis ca. 800 Volt machten dies schon vor Jahren erforderlich.Die Leipziger waren richtungsweisend in dieser Angelegenheit...
MfG 204 005-0

Offline DAvE LE

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Komisches LVB-Logo :D > Jo, so präsentiert sich mittlerweile die LVB auch auf dem Plakat am Goerdelerring... passiiert!!

Offline Tino

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Laut LVZ haben die Leipziger Verkehrsbetriebe gestern vom Land Sachsen rund eine Million Euro für die Umstellung der Stromversorgung von 600 auf 750 Volt sowie für den Neubau und die Umrüstung des Gleichrichterunterwerkes in Neuschönefeld bekommen. Damit erstattet der Freistaat dem Unternehmen 75 Prozent der Kosten. Die Arbeiten sollen bis Ende kommenden Jahres beendet werden.

Offline DAvE LE

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Zitat
Verkehrsbetriebe erneuern weiter Bahnstromversorgung
Investition in die Leistungsfähigkeit und Energieffizienz


 

Die Leipziger Verkehrsbetriebe setzen die Modernisierung der Bahnstromversorgung weiter fort. Damit investiert das Unternehmen in die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs. Bereits seit 2007 modernisieren die LVB schrittweise ihre Bahnstromkabel sowie die sogenannten Unterwerke und bringen sie auf ein neues Versorgungsniveau. Gefördert wird das Gesamtprogramm durch den Freistaat Sachsen und den Zweckverband Nahverkehr. Als Unterwerk wird ein Umspannwerk bezeichnet, das Bahnstrom aus dem öffentlichen Stromnetz für den Betrieb von Straßenbahnen bereitstellt. Unterwerke wandeln durch Gleichrichter den Wechselstrom um und stellen so den für Bahnen notwendigen Gleichstrom bereit.

"In Leipzig haben wir bereits knapp zwei Drittel der 46 Unterwerke moderniseren können, ohne Einschränkungen während der Bauzeit auf den Bahnbetrieb und die Kunden. Mit dem Abschluss des gesamten Programmes im Jahr 2023 können wir die elektrische Spannung von 600 Volt auf 750 Volt umstellen und damit die Anforderungen an die höhere Verkehrsleistung der Zukunft erfüllen. Eine ansonsten erforderliche Verstärkungen der elektrischen Leitungen kann so reduziert oder ganz vermieden werden", so Eberhard Nickel, Leiter Anlagenmanagement Stromversorgung und Technisches Büro der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Mit der Umstellung auf 750 Volt sinken außerdem der Gesamtbedarf an Strom sowie die Leistungsverluste in Kabeln und Oberleitungen. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit. Mit der Modernisierung verstärken die Verkehrsbetriebe zudem auch ihr Energiemanagement zur Ressourcenschonung.

"Damit sichern wir nicht nur die kontinuierliche Versorgung, sondern leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz sowie für die Wirtschaftlichkeit. Mit Schulungen fördern wir außerdem die ressourcenschonende Fahrweise unserer Fahrer", so Nickel weiter.

Mit Hilfe des zertifizierten Energiemanagements steuern die LVB die Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Energieeffizienz im Sinne ihrer Nachhaltigkeitsziele. Jährlich setzen die Verkehrsbetriebe circa 60 Gigawatt Strom für den Betrieb ein. Rund 81 Prozent der Fahrgäste sind mit den Straßenbahnen in Leipzig elektromobil unterwegs. Ihre Energieeffizienz zeigt sich bei der Betrachtung des jährlichen Fahrstromverbrauchs in Bezug auf die gesamten sogenannten Personenkilometer: eine Person in der Leipziger Straßenbahn nimmt durchschnittlich nur so viel Energie in Anspruch wie zum Beispiel eine Person in einem Auto, welches auf 100 Kilometer 1,4 Liter Diesel benötigt.

Quelle: PM LVB