Autor Thema: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan  (Gelesen 147192 mal)

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Offline Südvorstadt

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #810 am: 22.03.2020, 22:58:24 »
Sehr schick gemacht. :)

Gibt es einen Grund, warum du Richtung Wildpark nichts gemacht hast und die  /SL.009 weiter Richtung S-Bahnhof Connewitz fährt? 3 Linien dahin sind schon ganz schön viel auf dem Abschnitt.

Gäbe es dir von dir ausgedachte 13... scheiße, die wäre perfekt für mich. :D

Offline Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #811 am: 22.03.2020, 23:42:52 »
@ Linie 22

Die Tram 4 verkürzend über Chausseehaus zu führen hieße den erfolgreichen 10/11er Verbund zu zerschlagen, das kann es auch nicht sein.

Schleifenfahrten durch Nebenstraßen mit Bimmel und dennoch umwegig locken nicht wirklich vom Auto in den ÖPNV. Neue Bahnbrücken abseits der S-Bahnstationen auch nicht. Der Ökolöwe hatte mal ab Viertelsweg eine Tram westwärts durch selbigen geführt (kanpp 1km reicht diese Straße), das erscheint noch am logischsten, kann auch erst mal von einem Bus übernommen werden. Bus 80 mit Umwegen reicht jedenfalls nicht. Direkte Fußwege zur S-Bahn fehlen (noch?)

Gruß
der Radler

Offline DAvE LE

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #812 am: 23.03.2020, 07:56:58 »
Sehr schick gemacht. :)

Dankeschön.

Gibt es einen Grund, warum du Richtung Wildpark nichts gemacht hast und die  /SL.009 weiter Richtung S-Bahnhof Connewitz fährt? 3 Linien dahin sind schon ganz schön viel auf dem Abschnitt.

Ja. Weil die mögliche Neubaustrecke über die Koburger Straße zum Cospudener See auf Prüfung steht, sozusagen Stufe 3, im NVP 2019-2024. Deshalb fährt die Linie 9 erstmal weiter zum S-Bf. Connewitz.

Offline Linie 22

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #813 am: 23.03.2020, 08:06:24 »
@Radler: Der Streckenabschnitt HBF bis Chausseehaus  kann 4 Linien und weiter bis Lindenthaler Str. 3 Linien  im jeweiligen 10 Minuten-Takt vertragen. Gerade das neu entstehende Viertel auf dem ehem. Magdeburger Güterbahnhof wird dies erfordern. Leider hat man kein Interesse daran gehabt dieses Viertel direkter über die Linie /SL.016 anzuschließen, auch eine  /S-Bahn   Bahnstation dort hat man sich verbaut!
Derzeit zerschießt sich die LVB den erfolgreichen 10/11er Verbund  immer wieder selbst indem sie die /SL.010 marginalisiert!

Den fehlenden Straßenbahn-Anschluss der Gohliser Ex-Kasernen hattest du selbst kritisiert, DAvE hat auch erklärt, das er ein Bus und S-Bahn-Konzept noch erstellen möchte, vermutlich wird er dann auch die Problematik der schlecht direkt anzufahrenden Stadtgebiete aufnehmen. Meine Idee war, lieber diese Wohngebiete direkt erschließend  im 10 Minutentakt mit einer Tram zu durchkurven und damit auch einen direkten Anschluss an die Innenstadt zu bieten als einen Alibi-Quartiersbus im 20 oder 30 Minutentakt durchzuschicken der höchstwahrscheinlich an der nächsten  /S-Bahn  Bahnstation oder größeren  /TRAM /HS endet und somit wieder einen Umsteigezwang beinhaltet!  Die Idee vom Ökolöwen über den Viertelsweg halte ich auch für sinnvoll und leichter zu erbauen, gerade für eine  /TRAM  die wie bisher über das Waldstrassenviertel geführt wird, für Lindenthal dagegen wie schon geschrieben über das Chausseehaus.
Leider denkt man bei Großinvestitionen im Wohnungsbau oft immer noch nicht an den ÖPNV-Anschluss.

Offline DAvE LE

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #814 am: 23.03.2020, 08:07:22 »
Im ersten Schritt wird die  /S6 Richtung Naumburg / Weissenfels direkt über Rückmarsdorf geschickt. Die Verlängerung am Kulkwitzer See ist aufgrund der Bergbaufolgeschäden in ganz ferner Zukunft.

Okay, danke. Die Wahrscheinlichkeit ist auch höher als über Grünau.

Von der Aufmachung bin ich schwer beeindruckt! Das hat eine Qualität, welche die Diskussion erleichtert.

Dankeschön.
Ich danke auch dir vielmals für dein fachliches Feedback!

Das es durch die neuen TRAM-Verbindungen parallel laufende BUS-Verbindungen gibt, ist in der Tat teilweise sinnlos. Ich habe das BUS-Netz erstmal fast 1:1 übernommen, lediglich die Linie 60 wurde um zwei Haltestellen ergänzt und die Linie 76 durch die Linie 2 eingestellt. Ein überarbeitetes BUS-Netz wird es in den nächsten Wochen geben, das dann auch in die "Studie TRAM" und "Studie S-BAHN" einfließt.

Offline Passagier

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #815 am: 23.03.2020, 09:54:08 »
@Radler: (Wie) würdest du die Alte Messe besser ans Straßenbahnnetz anbinden?
Dass dort viel Autoverkehr herrscht dürfte an einem kleinen Supermarkt und zwei kleinen Möbelhäuschen liegen.
Außerdem: Trasse Herzklinikum: Da dürfte der politische Wille da sein, diese Trasse mit als eine der ersten Neubautrassen zu bauen, wenn ich mich nicht irre. Zumindest in Teilen des Stadtrates.

@Dave: In deinem Konzept spielt keine Rolle, die Trasse Ph.-Rosenthal-Str. in die Str. d. 18 Oktober zu verlegen. Spielt das eigentlich irgendwo in irgendwelchen Gedankenspielen der Entscheidungsträger (langfristig) eine Rolle?

Offline DAvE LE

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #816 am: 23.03.2020, 10:42:34 »
@Dave: In deinem Konzept spielt keine Rolle, die Trasse Ph.-Rosenthal-Str. in die Str. d. 18 Oktober zu verlegen. Spielt das eigentlich irgendwo in irgendwelchen Gedankenspielen der Entscheidungsträger (langfristig) eine Rolle?

Ja, sonst würde man es nicht permanent hier schreiben.

Das war ja auch mein Ansinnen, aber die von dir gezeigte Lösung finde ich da nicht so toll. Die Strassenbahn sollte schon bis "Downtown" Mölkau kommen.

Soweit ich es auf Google Maps sehen konnte, ist der Straßenraum um das Mölkauer Gemeindeamt eng, um dort eine vernünftigte Umsteigehaltestelle zwischen TRAM und BUS zu errichten. Deshalb erstmal nördlich davon.

Offline Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #817 am: 23.03.2020, 10:44:57 »
^^
die Verlegung von der Ph.-Rosenthal-Str. in die Str.d.18. Oktober steht im NVP drin.

^^
ich würde diese Verlegung über den eiförmigen Platz vor der DNB und den MPI führen (H dort mit endlich attraktiv kurzen Fußwegen) - weiter bis zum Stadtarchiv (Abriss des 1.OG der exMessehalle 20!), diese H bindet den HIT Markt an (10.000 Nutzer / Tag)  dann einmal nach links an Messehalle 7 vorbei zur Bestandsstrecke und als Gleisdreieck auch nach rechts zur Zwickauer Str., diese H dort liegt dann auf den noch freien Grundstücken und bindet dortige Institute an.   Linien 16 und 2 fahren gebündelt bis HIT (große Verbesserung!) und vom Techn. Rathaus wird die  Linie 12 dauerhaft durch die Prager Straße geführt und via Kregeldreieck , die neue Verbindung zum HIT Markt und weiter bis Märchenwiese.   Das ergibt neue Qualitäten im nahräumigen Bereich. Mehraufwand an Fahrzeugen und Gleisbau relativ überschaubar. Potenzial sehr hoch.

Gruß
der Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #818 am: 23.03.2020, 11:22:27 »
Herzklinkum

kaum thematisiert, gibt es ein konzept von Mann - Schott - Architekten.  http://www.mann-schott-architekten.de/cardio-leipzig-innovationszentrum

Damit wäre erst schon mehr Potenzial für eine Bimmel geschaffen!

Gruß
der Radler

Offline Linie 22

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #819 am: 26.03.2020, 10:36:24 »
@Radler: Wie ich gerade im Architekturforum sehen konnte, hat man in der Fehmarner Str. eine Freihaltung für die Straßenbahnstrecke
              über den Viertelsweg direkt zu den Gohliser Kasernen verspielt!
              Ob Tram oder Bus, es wird wohl letztlich darauf hinaus laufen dass dieses neu gestaltete Wohnviertel nur umwegig direkt durch 
              den ÖPNV erschlossen werden kann! Weitläufig zu erreichende Haltestellen führen nicht zu dem Ziel autoarmer Wohngebiete!

Gibt es nicht Personen die sich beruflich darum kümmern sollten dass die Rahmenbedingungen für optimal gestaltete ÖPNV-Anschlüsse von  städtischen Gebieten gesetzt werden...?
           

Offline Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #820 am: 26.03.2020, 11:16:12 »
Ja, das Stadtplanungsamt soltle dies, Das Bauordnungsamt welches die Genehmigungen erteilt und schlussendlich muss die Überzeugung in die Köpfe der Investoren. Leider ist selbst die LVB als Platzhirsch oder wer auch immer nicht umtriebig genug, im Voraus für bessere Verhältnisse zu sorgen.

Im Nachgang versucht man das stets durch bunte Striche im Nahverkehrsplan zu heilen, doch da stehen seit zig Fortschreibungen die gleichen Striche drin.

Das Areal der Gohliser exKasernen wäre immerhin mit einer anständigen Buslinie anbindbar, im Idealfall mehrere, welche einen Endpunkt am Zugang zum S  Olbrichtstraße haben könnten.

Ansonsten wäre das kleine Grün der Fehmarner Str. auch beseitigbar / änderbar falls Gleise gewünscht werden. Bei der Südsehne (Kurt-Eisner-Str.) stehen vergleichsweise dramatische Debatten bevor!

Gruß
der Radler

Offline Linie 22

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #821 am: 26.03.2020, 11:36:31 »
Ein Busanschluss am S-Bahnhof Olbrichtstr. ist dann naturgemäß wieder mit einem Umstieg verbunden die eine Fahrt in die Innenstadt nur aller 30 Minuten, bestenfalls aller 20 Minuten mit der  /S3 ermöglicht. Keine wirklich gute ÖPNV-Anbindung.
Unter dem Grünstreifen in der Fehmarner Str. liegt laut DAF eine Tiefgarage, vermutlich wird diese nicht für eine darüber verkehrende Tramlinie ausreichend  sicher erbaut worden sein.
Der Investor wird die  gerade neu erbaute Garage sicherlich nicht in den kommenden Jahrzehnten dafür tauglich machen oder abreißen.
Also, Chance vertan!

Offline Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #822 am: 26.03.2020, 11:44:07 »
Gut, das mit der Tiefgarage wusste ich nicht. Eine Verlängerung ab Viertelsweg wäre sonst grundsätzlich eher einfach. Schwieriger sehe ich die LVB selbst die dafür nötige weitere Tramlinie zu etablieren. Insofern lieber einen schneller verfügbaren Bus als nachgeweinte Tränen. 

S  Olbrichtstraße bietet den Vorteil, dass diese binnen 7 Minuten am Markt ist. Eine Tram wäre dies nach 20? Minuten + Fußweg... Auch der landwärtige Bedarf ab Olbrichtstraße ist nicht gerade klein.

Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtigen HVZ-Verstärker der S3 ausgeweitet werden (müssen), also die Taktung nicht sooo schlecht ist.

Gruß
der Radler

Offline Linie 22

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #823 am: 26.03.2020, 11:56:12 »
Denkbar wäre evtl. noch ein Abbiegen der Straßenbahn vom Viertelsweg in die Olbrichtstr. Richtung S-Bahnhof Olbrichtstr. am Ende der Olbrichtstr. nach rechts über den kleinen Parkplatz parallel zum S-Bahnhof leicht oberhalb wo derzeit noch die "russische Mauer" steht bis zu einer Wendeschleife an der Fußgängerbrücke Glesiener Str. /Rousseaustraße. Zwischenhaltestellen könnten sein: Knöflerstr.; Fehmarner Str.; Rügener Str.; S-Bahnhof Olbrichtstr.

Offline Sven

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #824 am: 26.03.2020, 12:03:35 »
Das mit der Straßenbahn in dem Viertel halte ich erst einmal auch für abwegig. Mit einem Bus kommt na schneller hin und schafft noch ein paar andere Verbindungen zusätzlich. Eine  /S3 alle 20min ist schon durchaus attraktiv und aktuell bis Schkeuditz fast schon eine Notwendigkeit.

Es fehlt aber an der Voraussetzung im CTL. Da wird auf Jahre nichts passieren  >:(

Grüße
Sven