Autor Thema: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan  (Gelesen 79670 mal)

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Offline sfn

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #30 am: 08.07.2016, 21:35:06 »
Gibt es im neuen Plan eigentlich irgendwelche neuen Ziele, Visionen, Maßnahmen für die nächsten Jahre?
Oder hab ich nur keine gefunden?
Ein paar Ideen, was was tun könnte, wenn man mehr Geld hätte, sollten schon auf den Tisch.
Muss ja nicht gleich alles realisiert werden.

So halb steht schon was drin, nämlich auf S. 22. Das, was nicht grün ist, könnte man als Still-To-Do auffassen. Die einzelnen Ziele werden auf den ersten paar Seiten relativ detailliert auseinanderklamüsert. Wie schon geschrieben: der Schönsprech nervt.


Edit: Genus angepasst.
« Letzte Änderung: 09.07.2016, 13:27:04 von sfn »
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Benedikt

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #31 am: 09.07.2016, 02:10:26 »
Das Dokument ist ja auch nicht der neue Nahverkehrsplan, sondern die Evaluation des Vorhandenen. Daher gibts hier noch keine "Visionen" oder Ideen, sondern vor allem eine Beschreibung des Ist-Zustands, anhand dessen der Plan im Beteiligungsverfahren erarbeitet wird.

Zitat
Zahlen zur S-Bahn gibt es zugegebenermaßen nicht viele, aber etwas habe ich auf S. 9 gefunden.
@Radler: Passen die 81400 Ein/Aussteiger pro Tag zu Deiner Erhebung? An Hbf (tief) sollen es 37100 sein.
Ich hatte das so verstanden, dass das die Zahlen an den LVB-Haltestellen von S-Bahnhöfen im Stadtgebiet sind. 81400 wäre auch extrem viel. Die letzte Fahrgastzahl fürs komplette S-Bahn-Netz, die mir bekannt ist, lag bei 55000 pro Tag.

Offline Sven

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #32 am: 09.07.2016, 09:13:48 »
Frau Dubrau hat vergessen, dass sie selbst (Abmarkierung von Fahrradwegen auf Straßen) den KFZ-Verkehr auf die Schienen der Straßenbahn verlagert und damit zur weiteren "Verlangsamung" beigetragen hat.
Gruß Foxi

Die Ursachen liegen woanders. Schön, wenn man sein Weltbild pflegen kann  ::)


In der KarLi ist der neue Abschnitt mit Mitbenutzung der mit Abstand am schnellsten befahrbare, Verspätungen sammeln die Bahnen an den Ampeln ein. Dieser weitaus schlimmere Umstand geht völlig unter.

Sehe ich auch so. Die Zunahme des MIV aufgrund des starken Stadtwachstums und die dämlichen Ampelschaltungen führen zu den Rückstaus, welche dann auch die Bahn massiv betreffen. Im Bericht wurden hier ja explizit die Wurzner Str. und Jahnallee angesprochen.


Bei dem Ampeln sehe ich das auch so. Doch warum stellt man dieses nicht ab? Das wäre doch m. E. am schnellsten zu realisieren.

Das VTA ist leider mit wenig Sachverstand versehen. Daher können einfache Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Die Kriminalisierung aller anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber dem Auto ist ein Markenzeichen dieser Sesselpupser!


Der Verzicht auf eigene Gleise z. B. in der Wurzner Straße oder G.-Schumann-Straße, obwohl baulich möglich, ist eben für mich politisch gewollt und Ausdruck dogmatischer Verkehrspolitik, in der dem ÖPNV eine zu geringe Rolle beigemessen wird.

Das steht so nicht im Text! Es wird vielmehr ein Miteinander aller Verkehrsträger und Fussgänger geben, wenn es städtebaulich nicht anders geht. Solche Betonschneisen wie die Delitzscher wird es nicht mehr geben.


Der Gipfel ist, dass man beim Umbau nach 2030 wohl allen Ernstes daran denkt, den extra Gleiskörper zwischen Lindenthaler Straße und Wiederitzscher Straße aufzugeben!

Quelle?

Auch in der Dresdner Straße zwischen Gerichtsweg und Koehlerstraße wird wieder kein separates Gleis entstehen!

Auch das ist Kaffesatz- und Schwarzmalerei. Es gibt nirgendwo irgendwelche Planungen hierzu. Es fehlt einfach das Geld!


Und wo es gebaut wird, wie vsl. 2017 in der Prager Straße zwischen Plattstraße und Johannisplatz wird durch eine neue Ampel an der Stephanstraße eine zusätzliche Staufalle eingebaut, anstatt die Linksabbieger durch die Platostraße zu leiten!

Interessiert doch die /SL.012 und  /SL.015 nicht. Dort gibt es einen separaten Gleiskörper und auf der Prager Str. haben die Bahnen grüne Welle.


Gibt es im neuen Plan eigentlich irgendwelche neuen Ziele, Visionen, Maßnahmen für die nächsten Jahre?
Oder hab ich nur keine gefunden?
Ein paar Ideen, was was tun könnte, wenn man mehr Geld hätte, sollten schon auf den Tisch.
Muss ja nicht gleich alles realisiert werden. 

Steht zumindest etwas drin:

- geplante Neubaustrecken (Thekla, Mockauer Str., Herzzentrum, Mölkau)
- Beschleunigung von  /SL.015 und  /SL.016, wobei es hier schon unkonkret wird
- bereits hier bekannte neue  /S-Bahn-Stationen

Alles unkonkret, da man ja auch die Ursachen nicht mit Ross & Reiter nennt.


Ich hatte das so verstanden, dass das die Zahlen an den LVB-Haltestellen von S-Bahnhöfen im Stadtgebiet sind. 81400 wäre auch extrem viel. Die letzte Fahrgastzahl fürs komplette S-Bahn-Netz, die mir bekannt ist, lag bei 55000 pro Tag.

Das Dokument ist da wie üblich nicht genau:

Die 81.400 beziehen sich auf die Leipziger  /S-Bahn-Stationen. Vorher wurde nur über den City-Tunnel gesprochen. Damit ist hier Interpretationsspielraum gegeben, ob nur die 5 Stationen oder alle gemeint sind. Für alle wäre der Wert aber viel zu gering. Daher gehe ich davon aus, dass man blind einfach das falsche Wort verwendet hat. Spiegelt sich auch in den vielen vergessenen Stationen wieder. Man hat einen Tunnel - fertig. Der Rest ist sch***egal.

Für die LVB ergeben sich an den 4 zentralen  /HS folgende Zahlen (2014):

HBF 48.225
Goerdelerring 15.667
Augustusplatz 15.343
Leuschnerplatz 10.954

Grüße
Sven

Offline DAvE LE

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Offline T4D-Fan

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #34 am: 09.07.2016, 09:48:05 »
Quelle?

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1003813

Informationsvorlage des Amtes Stadtentwicklung und Bau zur weiteren Planung der Georg-Schumann-Straße.

MfG T4D-Fan

Offline Sven

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #35 am: 09.07.2016, 10:49:59 »
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1003813

Danke. Graphisch ist das ganze ja am Ende untermalt.

Der Text ist aber bei weitem nicht so formuliert wie manche Schwarzmaler hier es sehen. Planungen sollten eben den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.

Grüße
Sven

Offline Radler

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #36 am: 11.07.2016, 00:00:56 »
@Benedikt

55.000 Fahrgäste/Tag = Fahrgäste = Menschen. Diese steigen einmal zu und einmal wieder aus, ergibt 110.000 Reisende im Gesamtnetz MDSB I (also inklusive Hoyerswerda, exklusive? S2 alt? Weiß @MD612, ob bei dieser Schlagzahl aus 2014 und 2015 die damalige stündliche S2 mitzählte?

81.400 Reisende = 40.700 Einsteiger (mal bei angenommender Hälftelung) treffen angeblich nur auf das Stadtgebiet zu.

Für den Hbf habe ich zu wenig Daten, die HVZ verzerrt das Bild
der Rest staffelt sich in etwa so:

Markt rund 7.000 bis 8.000 Reisende
WLP rund 5.000 bis 6.000 Reisende
BayBf rund 5.000 bis 6.000 Reisende
MDR rund 2.000 bis 3.000 Reisende

grob
Connewitz rund 2.000 Reisende, Trend wachsend
Völk.dkm. rund 1.000 Reisende, Trend fallend
Stötteritz vor Umstellung Dez.2015: rund 2.000 Reisende
A.-Crott. rund 500 Reisende

L-Nord vor Dez.2015 rund 1.000 Reisende, jetzt gefühlt deutlich weniger, da S2 fehlt und Taktfolgen unbrauchbar sind

Messe mehr als 2.000 Reisende

Leutzsch: stark wachsend
Lindenau: schwach
Plagwitz: lau, steigt langsam an

Grünau insgesamt stabil, nach einem Jahr S1 dort war der Auslastungsquerschnitt vor Plagwitz bei 3.300 Fahrgästen/Tag, die S1 wächst auf dem Westast weiter

Gohlis insgesamt einer der stärkeren Stationen, S3 in HVZ sehr stark (mehr Einsteiger als auf Stammstrecke)

Olbrichtstraße wachsend

Slevogtstraße eher lau

Wahren: stark, seit Anschluss Bus 91 dort viel mehr Umsteiger

Lützschena nach Abzug des Bus190 weniger, meistens 3 bis 5 Reisende (!) je Fahrt, die dort frequentieren, 40 Fahrtenpaare = 80 * 3 Reisende = 240 Reisende am Tag

Die Schwankungen liegen nicht nur im Ferien / nichtFerien oder Studienzeiten, auch mittendrin sind +/- 40% normale Streuungen!

Gruß
der Radler

Offline MD 612

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #37 am: 11.07.2016, 17:25:03 »
Weiß @MD612, ob bei dieser Schlagzahl aus 2014 und 2015 die damalige stündliche S2 mitzählte?

Er weiß es nicht, vermutet aber "ja". Die S2 gehörte in den ersten beiden Jahren vertragsmäßig zur MDSB1 und wurde auch gesamthaft mit diesem Netz abgerechnet. Von daher vermute ich, dass auch die genannten Fahrgastzahlen inklusive S2, aber exklusive RB54/57 sind.

Gruß Peter
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265–1321), italienischer Dichter und Philosoph

Anton75

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #38 am: 15.07.2016, 20:37:19 »
Sven, so viel Mühe etwas zu verteidigen, was nicht zu verteidigen ist. Die aktuelle Verkehrspolitik unter der Obhut von Frau Dubrau ist einfach sch... lecht. Und die Delitzscher Straße ist keine "Betonschneise". So muss man bauen, wenn man attraktiven ÖPNV und die damit verbundenen ökologischen Effekte will. Eine andere Frage ist, dass man mit Grüngleis und attraktiverer Gestaltung auch schönere Raumwirkungen erreicht. Frankreich macht in jeder seiner Groß- und Mittelstädte vor, dass Eigentrasse für die Tram und Stadtverschönerung nicht zwingend im Widerspruch zueinander stehen. (Nur davon hat Frau Dubrau keine Ahnung, sie ist schlicht inkompetent, sie kannte ja auf meine Anfrage nicht einmal die überfahrbaren Kaps und die Zeitinseln...)  Die Entscheidung zur Georg-Schumann-Straße ist schlecht. Wenn der OBM es gut mit der Stadt meint, dann sollte er Frau Dubrau die Verkehrsplanung und alles was damit verbunden ist, entziehen. Kann sie sich um das kümmern, was sie kann: Private Bauherrn gängeln...

Offline sfn

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #39 am: 15.07.2016, 21:22:38 »
unSchön, dass sachargumentfrei wieder auf Frau Dubrau verbal eingeschlagen wird. Und wie schnell so ein pittoreskes Dankeschön von gewisser Seite kam. Gleich an die LVZ schicken!

Scheinbar möchte man Herrn L D wiederhaben, damit er weitere Stadtteile mit separierten Trassen verschönern und dabei historischen Abfall  (Goldschmidthaus, Kleine Funkenburg) endlich wegräumen kann.

Nur mal zur Delitzscher Straße: Städtebaulich hat sie wohl nix gebracht, nordwärts ab Essener Straße ein reines Desaster.

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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Anton75

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #40 am: 15.07.2016, 22:55:56 »
Sachargumentefrei? Ich habe die Inkompetenz von Frau Dubrau an einem konkreten Beispiel geschildert. Das ist kein Sachargument? Ein weiteres gefällig? Da meinte sie tatsächlich, in einer der 3 Linie  /SL.009 - Debatten, ihr sei kein Beispiel bekannt, wo eine deutsche Stadt eine in Richtung einer anderen Stadt fahrende Straßenbahn finanziert...

Jo, und Frankfurt (Main) mit der (nunmehr) 17? Kilometerweit durch einen Wald, mit (nach Dubraus Logik) null Nutzen für Frankfurt selbst... Neu-Isenburger, die auf das Auto verzichten und so für bessere Luft, freiere Straßen und weniger Parkplatzprobleme stehen, das ist natürlich kein Nutzen für Frankfurt, wa? Tolle Kompetenz,Frau Dubrau!

Was sie da zum Thema "Parallelverkehr" losgelassen hat, ist auch aus der Zeit, als Straßenbahnen flächendeckend eingestellt wurden. Gut, dass man sie aus Berlin vertrieben hat, hätte sie noch die Tram in der Schönhauser Allee eingestellt. Ne, diese Frau ist inkompetent, ich bleibe dabei.


Anton75

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #41 am: 15.07.2016, 23:01:23 »
Und noch ein letztes, mehr äußere ich mich nicht dazu. Dass die Delitzscher keine beliebte Einkaufsstraße ist, liegt in der Natur der Sache und hat mit der Straßenbahn nichts zu tun. Diesen Zustand der Stadtbahn in die Schuhe schieben zu wollen, ist ein 1:1-Wiederkäuen der Pseudoargumente der Straßenbahngegner aus allen Debatten, die um die Einstellung oder den Bau von Straßenbahnen, ob in Deutschland, Frankreich, Russland oder sonstwo laufen und liefen. Hätte ich nicht gedacht, so einen Unsinn in einem Forum von Nahverkehrsfreunden zu lesen...

In Wahrheit ist die Delitzscher Straße keine beliebte Einkaufsstraße...

weil sie nie eine war. Da gibts schlicht kaum Ladenlokale. Kaum Kundschaft (relativ dünn besiedelt).

Es kann nicht jede Straße eine "beliebte Einkaufsstraße" sein, sonst geht uns die Innenstadt ein!

Offline Kai-Uwe Arnold

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #42 am: 16.07.2016, 10:25:55 »
unSchön, dass sachargumentfrei wieder auf Frau Dubrau verbal eingeschlagen wird. Und wie schnell so ein pittoreskes Dankeschön von gewisser Seite kam. Gleich an die LVZ schicken!
Scheinbar möchte man Herrn L D wiederhaben, damit er weitere Stadtteile mit separierten Trassen verschönern und dabei historischen Abfall  (Goldschmidthaus, Kleine Funkenburg) endlich wegräumen kann.
Nur mal zur Delitzscher Straße: Städtebaulich hat sie wohl nix gebracht, nordwärts ab Essener Straße ein reines Desaster.

Der Schreiber des malerischen Dankeschöns meldet sich auch zu Wort.
Ja, die Herren L-D oder z N waren mir lieber. Der Ausbau des Ranstädter Steinweges oder der Friedrich-Ebert-Straße  war nötig und wichtig. Leipzig hat den Anspruch eine Stadt mit 700.000 Einwohnern zu werden.
Dazu gehört auch die entsprechende Infrastruktur. Nicht jedes historische Gebäude kann überall erhalten werden.
Vielleicht hätte man die Gebäude verschieben können, aber ob Aufwand und Nutzen im Verhältnis gestanden hätten?
Die Straßenbahn muss Priorität vor allen anderen Verkehrsteilnehmern bekommen, sonst ist sie nicht konkurrenzfähig.
Die Schumannstraße war ähnlich der Delitzscher Straße geplant und die Verschlechterungen für die Straßenbahn stören mich.
Das wiederum stört gewisse Leser hier, wie sfn, der kaum eine Gelegenheit auslässt, süffisant auf -selbst Danksagungen- von mir hinzuweisen. Ja, ich halte auch Dubrau für ungeeignet und begründe dies:
- Abkehr vom Ziel der Straßenbahnbeschleunigung (Beschleunigungskommissio n aufgelöst)
- Abkehr vom Ziel der Separation der Straßenbahngleise (Albmarkierungen der Gleise größtenteils beseitigt)
- keine Neubaustrecken offensiv geplant, seit der Neubaustrecke Zwickauer Straße kein Meter Neubaustrecke
- Stilllegung der Strecke nach Markkleeberg-West (Endstellen am Wildpark oder Forsthaus Rachwitz nicht ernsthaft erwogen)
- auf eigene Gleiskörper wird fast völlig verzichtet, selbst wenn baulich möglich
- stattdessen Behinderung der Straßenbahn durch PKW, ungünstige Ampelschaltungen usw.
- Abkehr vom "Stadtbahnprogramm, hier Linie 11 und Ostabschnitt 7, 16 und 15 zum Glück schon fertig)
- Rückbau eigener Gleiskörper erwogen!
- keine offensive Planung elektrischer Bussysteme (partiell, fahrleitungsabhängiger Elektrobus (SKORPION)

Aber das ist meine Meinung, Nutzer wie Radler oder sfn mögen das anders sehen, was ihr gutes Recht ist.
Schließlich herrscht Meinungsfreiheit; nur stören mich deren unterschwelligen Belehrungen, weshalb ich mich auch zunehmend hier zurückhalte.




Offline sfn

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #43 am: 16.07.2016, 12:15:35 »
Und noch ein letztes, mehr äußere ich mich nicht dazu.
Warum eigentlich nicht? Jetzt wird es doch erst überhaupt interessant, was Du als Sachargumente anzubieten hast. Das ist nämlich jetzt sogar schon ein bisschen mehr als noch gestern:

Zitat
Dass die Delitzscher keine beliebte Einkaufsstraße ist, liegt in der Natur der Sache und hat mit der Straßenbahn nichts zu tun.
Okay, kann man drüber nachdenken.

Und jetzt leider nur noch der Modus "Keine Argumente":
Zitat
Diesen Zustand der Stadtbahn in die Schuhe schieben zu wollen, ist ein 1:1-Wiederkäuen der Pseudoargumente der Straßenbahngegner aus allen Debatten, die um die Einstellung oder den Bau von Straßenbahnen, ob in Deutschland, Frankreich, Russland oder sonstwo laufen und liefen.
Welche Straßenbahngegner meinst Du denn überhaupt? Autofahrer (-> GSS)? Häuslebauer (->Probstheida)? Stadtrat (-> Linie 9)
Aber Du bist schon in Russland angekommen, bald kommen China und der Sirius.

Zitat
Hätte ich nicht gedacht, so einen Unsinn in einem Forum von Nahverkehrsfreunden zu lesen...
Welchen Unsinn meinst Du überhaupt? Kannst Du eine Belegstelle für so einen Unsinn mal angeben? Also ein unsinniger Beitrag eines Straßenbahngegners in einem NV-Forum.


Ach, hier wieder im Argument-Modus:  :D
Zitat
In Wahrheit ist die Delitzscher Straße keine beliebte Einkaufsstraße...

weil sie nie eine war. Da gibts schlicht kaum Ladenlokale. Kaum Kundschaft (relativ dünn besiedelt).

Es kann nicht jede Straße eine "beliebte Einkaufsstraße" sein, sonst geht uns die Innenstadt ein!

Nach Deiner Vorstellung müsste man den Lindenauer Markt, die bekanne Ecke in Reudnitz und auch die Eisenbahnstraße schleunigst wieder entleben... aber gut, das kann man ja diskutieren. Derzeit geht der Trend dahin, Stadtteile zu beleben. Bei der Delitzscher Straße finde ich es viel frappierender, dass dort über die ganze Zeit weder Wohnungen noch größeres Gewerbe entstanden sind. Gibt m.W. immer noch das hornalte Bauschild eines geplanten Einkaufszentrums südlich des Baumarkts.

Kurz: Ich mache mir keine Sorgen, dass die Innenstadt eingeht, wenn die Outskirts belebt werden. In die Innenstadt kommen ganz andere Leute als die, die in den Vorstädten einkaufen.

Aber weil Du so auf ominöse Straßenbahngegener einhackst:

Gibt es Straßenbahngegner, die die nördliche  /SL.016 stillegen wollen, weil an der Delitzscher Straße ja nix ist?

(Ich wäre ja eher sogar für eine Taktverdichtung tagsüber. Aber das will hier auch keiner lesen.  ::) )




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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline sfn

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Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #44 am: 16.07.2016, 13:05:54 »
Der Ausbau des Ranstädter Steinweges
den man auch ohne Abriss eines intakten Gebäudes, das um 1850 und damit noch vor der Gründerzeit entstanden ist, hätte durchführen können. L D wollte aber unbedingt das Haus weghaben. Für ihn unvorstellbar, dass der Autoverkehr um die Funkenburg in einer wirklich ganz leichten S-Kurve hätte geführt werden müssen. Ich habe das damals genau verfolgt. -  Und nach einem halben Jahr war das alles unnötig; in der inneren Jahnallee stehen wieder Autos links und rechts, und die Straßenbahn quält sich wieder zusammen mit Rad- und Autofahrern durch. Es ist schlicht furchtbar, da mit dem Rad durchzufahren. Aber das wirst Du nicht wissen.


Zitat
oder der Friedrich-Ebert-Straße  war nötig und wichtig. Leipzig hat den Anspruch eine Stadt mit 700.000 Einwohnern zu werden.
Dazu gehört auch die entsprechende Infrastruktur. Nicht jedes historische Gebäude kann überall erhalten werden.
Ich sehe schon, Du hast Dich mit der Altbauthematik nicht weiter befasst. Man möchte sog. stadtbildprägende Gebäude erhalten (und dazu hat die Kleine Funkenburg definitiv gehört).

Zitat
Die Straßenbahn muss Priorität vor allen anderen Verkehrsteilnehmern bekommen, sonst ist sie nicht konkurrenzfähig.
Vor welchen "allen anderen Verkehrsteilnehmern"? Ist das nur so ein Spruch, oder meinst Du auch die Fußgänger?!? Die Radfahrer wahrscheinlich auch, da hast Du ja irgendwie ein gewisses Missverhältnis...

Man sollte die Straßenbahn attraktiver machen, so dass Autofahrer auf nämliche umsteigen. In zivilisierten Großstädten funktioniert das auch, nur nicht in der Autostadt Leipig.

Zitat
Die Schumannstraße war ähnlich der Delitzscher Straße geplant und die Verschlechterungen für die Straßenbahn stören mich.
Das wiederum stört gewisse Leser hier, wie sfn, der kaum eine Gelegenheit auslässt, süffisant auf -selbst Danksagungen- von mir hinzuweisen.
Ist das schlimm? Du antwortest mir doch auch. Obwohl Du nicht diskutieren wolltest, wie Du mal geschrieben hast.

Zitat
Ja, ich halte auch Dubrau für ungeeignet und begründe dies:
- Abkehr vom Ziel der Straßenbahnbeschleunigung (Beschleunigungskommissio n aufgelöst)
- Abkehr vom Ziel der Separation der Straßenbahngleise (Albmarkierungen der Gleise größtenteils beseitigt)
Meinst Du ernsthaft, dass Dubrau an allem schuld ist? Befass Dich mal etwas gründlicher mit den politischen Prozessen. Frau Dubrau ist wohl nur Deine Projektionsfläche für den Unsinn, den meistens die Stadtverwaltung oder die LVB einbrocken. Das mit den Abmarkierungen kommt vom Verkehrsamt, nicht von der Frau Dubrau, auch wenn sie die Aufsicht hat.

Zitat
- keine Neubaustrecken offensiv geplant, seit der Neubaustrecke Zwickauer Straße kein Meter Neubaustrecke
War Dir das mit Probstheida nicht offensiv genug? Sollen die LVB es wie in China machen und einfach mit dem Bulldozer die Franzosenallee (oder die Felder südwestlich von Holzhauser) platt machen und gleich die Schienen hinterherlegen?

Die Verlängerung der  /SL.011 zum See wurde ja vom örtlichen Stadtrat abgelehnt, obwohl es für sie fast kostenlos gewesen wäre (Fördermittel!).

Ich nehme die LVB ja wirklich nicht in Schutz, aber völlig an Neubaustrecken desinteressiert sind sie hier auch nun wieder nicht.


Zitat
- Stilllegung der Strecke nach Markkleeberg-West (Endstellen am Wildpark oder Forsthaus Rachwitz nicht ernsthaft erwogen)
Wir wissen alle anscheinend außer Dir, dass die LVB das schon seit 1999 vorhatten. Letztlich und neben anderem hat der Stadtrat geschlafen, nicht Frau Dubrau. Liest Du eigentlich Zeitung, oder machst Du Dir sowieso Dein eigenes Bild?

Zitat
- auf eigene Gleiskörper wird fast völlig verzichtet, selbst wenn baulich möglich
Könnte städtebauliche Gründe haben. Kann natürlich sein, dass Du den nördlichen Abschnitt der Ebertstraße richtig geil findest, so moskaumäßig breit mit durchdonnernden Trams (die fahren da wirklich schnell, und ich "vergesse" beim Aufstehen immer den fiesen Schlenker dazwischen, auf Höhe Mahlerstraße(?)). Aber dieser Straßenabschnitt ist eine moderne Stadtbildmauer wie die große Kurve in der Kollwitzstraße oder auch der südöstliche Teil des Rings, der das ganze Roßplatzquartier abmurkst.

Zitat
- stattdessen Behinderung der Straßenbahn durch PKW, ungünstige Ampelschaltungen usw.
Falschparker gabs auch schon vorher. Und auch auf der GSS reicht 1 unkooperativer Autofahrer, um eine XXL aufzuhalten. Es gibt seit wenigen Tagen die Evaluation des örtlichen Nahverkehrs. Schon gelesen? Da kannst Du Dich auch über die verlängerten Fahrtzeiten informieren . Die  /SL.011 ist da m.W. aber nicht so auffällig wie etwa die  /SL.007. (Ich gucke da jetzt nicht nochmals nach.)

Zitat
- Abkehr vom "Stadtbahnprogramm, hier Linie 11 und Ostabschnitt 7, 16 und 15 zum Glück schon fertig)
Schon gut. Du findest breite Magistralen richtig aphrodisierend. Hach, z.B. die Prager Straße mal so richtig bis Wolks so durchbauen! Mal überlegt, warum die einzige Leipziger Magistrale, nämlich die GSS, links und rechts fast verreckt ist? Das Magistralenmodell ist völlig aus der Mode. Zum Glück.

Zitat
- Rückbau eigener Gleiskörper erwogen!
Frag die LVB, die sehen bei sowas Einsparpotential. Unwichtig, ob so etwas als Ausweichstrecke nutzbar sein könnte. Die Monsterumleitungen
wegen Sperrung des Hauptbahnhofs aufgrund einer Demo sind einfach nur peinlich - und dienen wohl mehr der Sicherung des Umlaufs als dem Transport von Fahrgästen, die dann da nur in sehr geringen Stückzahlen sitzen. Leidlich zentrumsnahe Umleitungsstrecken à la Kohlgartenstraße gibt es keine mehr, selbst die Verbindungskurve am Johannisplatz ist als letztes weggekommen. Bei jedem Steinwurf zerfällt das LVB-Netz in zwei, ca drei Kilometer voneinander getrennte Inseln. Aber daran ist nicht Frau Dubrau schuld. Nur Deine Projektionsfläche.

Zitat
- keine offensive Planung elektrischer Bussysteme (partiell, fahrleitungsabhängiger Elektrobus (SKORPION)
Vermutlich massive Unlust bei LVBs. Was hat Frau Dubrau damit zu tun? Das gehört noch nicht einmal zu ihrem Bereich. Eher wäre Herr Rosenthal dran schuld...


Zitat
Aber das ist meine Meinung, Nutzer wie Radler oder sfn mögen das anders sehen, was ihr gutes Recht ist.
Schließlich herrscht Meinungsfreiheit; nur stören mich deren unterschwelligen Belehrungen, weshalb ich mich auch zunehmend hier zurückhalte.
Ich halte fest, was ich hier zu Dir schon mal geschrieben habe: Gegenargumente empfindest Du als Belehrungen, die Dir nicht willkommen sind.

Deinen Beiträgen zufolge bist Du Lehrer. Mich wundert, dass Du Dich mit Diskussionen so schwer tust und immer wieder am Diskussionsstil herummäkelst. Aber in den frühen 1990ern war man auch im wiedererstandenen Sachsen noch recht autoritär, sicherlich auch in der Lehrerausbildung...

« Letzte Änderung: 22.07.2016, 13:36:32 von sfn »
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