Autor Thema: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan  (Gelesen 70087 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline André Loh-Kliesch

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 277
  • Geschlecht: Männlich
    • Leipzig-Lexikon
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #285 am: 14.05.2018, 10:27:37 »
Da der Zeitungsartikel etwas länger ist und vielleicht auch wieder verschwindet: hier die Aussage zum Nahverkehr:

Zitat
Thomas Hofmann von der Interessengemeinschaft Wiederitzsch monierte eine schlechte ÖPNV-Anbindung im Norden. „Die Landsberger Brücke wird uns entlasten“, sagte Jung über dieses seit 2008 für Autos gesperrte Bauwerk. Nach Fertigstellung der neuen Brücke im September erweitern die Leipziger Verkehrsbetriebe ihr Bus-Angebot, so Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 12. Mai 2018

Mal sehen, was da rauskommt. Viel dürfte es wohl nicht werden, da evtl. neue Linien aus Wiederitzsch sicher Zubringer zur  /SL.004 wären, und die Kapazität der neuen XL ja noch eine Weile reichen soll.

Offline nicpe

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 57
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #286 am: 14.05.2018, 18:26:38 »
War nicht im Verkehrswegeplan eine Verlängerung der  /SL.004 nach Lindenthal im Gespräch und ist die neue Brücke dafür ausgebaut?

Offline Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1198
  • Geschlecht: Männlich
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #287 am: 14.05.2018, 22:58:51 »
Nein, die  /SL.004 müsste und sollte eine separate Brücke bekommen. Ab der heutigen Endstelle kann und darf es nur auf eigenem Gleiskörper bis Lindenthal gehen. Die neue Brücke ist nur der Ersatzbau.

Grüße
Sven

Online Fabi

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 752
  • Geschlecht: Männlich
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #288 am: 15.05.2018, 09:39:57 »
Nein, die  /SL.004 müsste und sollte eine separate Brücke bekommen. Ab der heutigen Endstelle kann und darf es nur auf eigenem Gleiskörper bis Lindenthal gehen. Die neue Brücke ist nur der Ersatzbau.

Steht das irgendwo geschrieben oder ist das eine Festlegung von dir?

Mal sehen, was da rauskommt. Viel dürfte es wohl nicht werden, da evtl. neue Linien aus Wiederitzsch sicher Zubringer zur  /SL.004 wären, und die Kapazität der neuen XL ja noch eine Weile reichen soll.

Eine Linie aus Richtung Messe / Wiederitzsch in Richtung S-Bf. Olbrichtstraße oder S-Bf. Slevogtstraße und weiter zum Kaufland in Wahren oder nach Gohlis-Süd könnte interessant sein, um eine neue Querverbindung anzubieten.

Offline Tilman

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 759
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #289 am: 15.05.2018, 10:57:50 »
Eine Linie aus Richtung Messe / Wiederitzsch in Richtung S-Bf. Olbrichtstraße oder S-Bf. Slevogtstraße und weiter zum Kaufland in Wahren oder nach Gohlis-Süd könnte interessant sein, um eine neue Querverbindung anzubieten.

Ich glaube nicht, das irgendwelche neuen Linien kommen. Eher wird man eine der bereits dort in der Nähe vorbeifahrenden Linien  /BL.080/BL.087 oder  /BL.090 auf eine Stichfahrt dorthin schicken oder umlegen. Sowas in der Art:
 /BL.090 endet grundsätzlich Slevogtstraße
 /BL.080 fährt ab Landsberger/Max-Liebermann über die neue Landsberger Brücke und statt der  /BL.090 über Lindenthal nach Wahren.

Aber reiner Spekulatius.

Offline Oliver Wadewitz

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2361
  • Geschlecht: Männlich
    • Olivers-Bahnseiten
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #290 am: 15.05.2018, 16:30:25 »
Steht das irgendwo geschrieben oder ist das eine Festlegung von dir?


Ich meine auch gelesen zu haben, dass der jetzige Brückenneubau so gebaut wird um eine eventuelle Verlängerung der Bahn zu ermöglichen.


Fachbuch über die Grundlagen der Fahrzeugtechnik und Infrastruktur des ÖPNV in Deutschland. Bei Interesse bitte auf das Bild klicken.

Offline xXx

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1252
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #291 am: 15.05.2018, 17:01:04 »
^Alles andere wäre ja auch Wahnsinn, würde aber nur zu gut zu Leipzig passen ...

Offline Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1198
  • Geschlecht: Männlich
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #292 am: 16.05.2018, 06:50:08 »
Die Brücke wird vom Gewicht Straßenbahnen tragen können, ABER es gibt keine separate Trasse für das Gleisbett. Strassenbündig wird die Bahn aber wunderbar vom MIV ausgebremst.

Damit ist eine Straßenbahn nach Lindenthal nicht besser als der Bus! Braucht also kein Mensch.

Zu den hier postulierten Schleifenfahrten der  /BL.080 und  /BL.090 kann ich nur abraten. Die Hauptlinien müssen eher gekürzt als verlängert werden.

Grüße
Sven

Offline TLpz

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 532
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #293 am: 16.05.2018, 08:06:31 »
Die Brücke wird vom Gewicht Straßenbahnen tragen können, ABER es gibt keine separate Trasse für das Gleisbett. Strassenbündig wird die Bahn aber wunderbar vom MIV ausgebremst.

Damit ist eine Straßenbahn nach Lindenthal nicht besser als der Bus! Braucht also kein Mensch.


Welcher MIV bremst an dieser Stelle die Straßenbahn aus? Entscheidend ist nicht das eigene Gleisbett sondern der Ausbau der Kreuzungen. Nur dort könnte der MIV die Straßenbahn ausbremsen. Eine separate Trasse für die Straßenbahn auf der Brücke macht die Brücke auch teurer (und damit unrentabler). Braucht auch kein Mensch... 

Offline Tilman

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 759
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #294 am: 16.05.2018, 09:41:45 »
Die Brücke wird vom Gewicht Straßenbahnen tragen können, ABER es gibt keine separate Trasse für das Gleisbett. Strassenbündig wird die Bahn aber wunderbar vom MIV ausgebremst.

Damit ist eine Straßenbahn nach Lindenthal nicht besser als der Bus! Braucht also kein Mensch.

Dem möchte ich widersprechen. Ein kurzer straßenbündiger Abschnitt über die Brücke rüber ist kein KO-Kriterium. Das kann man mit LSA regeln. Zumal da eh nicht die Riesenmengen an MIV anfallen werden.
(Ich verstehe sowieso nicht, warum man die Brücke für den MIV wieder aufbaut, wo wenige hundert Meter weiter eine vierspurige Luise-Otto-Peters-Allee die Bahngleise überquert? Welche nennenswerte Verkehrsbeziehung gibt es, die nicht durch diese abgedeckt wird?)

Zu den hier postulierten Schleifenfahrten der  /BL.080 und  /BL.090 kann ich nur abraten. Die Hauptlinien müssen eher gekürzt als verlängert werden.

Wie gesagt, reine Spekulation meinerseits. Ich kann mir einfach nur nicht vorstellen, dass die LVB wegen der Brücke irgendwelche neuen Linien mit zig zusätzlichem Fahrzeug- und Fahrerbedarf einrichtet. Eher wird man halt dafür sorgen, dass Lindenthal und/oder Wiederitzsch auch von den Endstelle der  /SL.004 aus per Bus zu erreichen sind und dafür sinnvollerweise eine der bereits vorhandenen Linien nutzen.

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3798
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #295 am: 16.05.2018, 10:54:49 »
da kann doch zuallererst die  /BL.087/BL.088 angepasst werden. Diese binden zwar leidlich den Norden an, doch es fehlt die  /SL.004 und vor allem die  /S-Bahn Messe (+ Sachsenpark). Die  /SL.004 wird aufgrund der doch recht langen Fahrzeit in zentrumsnahe Stadtteile nur eine von mehreren Optionen sein.

gleichzeitig ist seit 25 Jahren die Martinshöhe ohne ÖPNV Anbindung. Insgesamt ist eine weitere Buslinie durchaus nötig.

Gruß
der Radler


Offline Marcel Dreiling

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 235
    • Bahnbilder Leipzig
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #296 am: 16.05.2018, 11:54:26 »
Wiederitzsch braucht beim Bus insgesamt eine bessere Anbindung. Mit dem 60-Minuten-Takt der  /BL.087 bekommt man die Leute jedenfalls nicht in die Busse.

Ich wäre für einen ÖPNV Knoten am Bahnhof Messe. ( hach Wunschdenken)

Offline elnbb

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 150
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #297 am: 16.05.2018, 11:59:19 »
War nicht im Verkehrswegeplan eine Verlängerung der  /SL.004 nach Lindenthal im Gespräch und ist die neue Brücke dafür ausgebaut?
Im Flächennutzungsplan wird eine Trasse freigehalten, aber die führt mitten durchs Nichts, und in ein paar Jahren durch eine locker bebaute Einfamilienhaussiedlung. Ob man da die große Kapazität einer Straßenbahn braucht?

Ich glaube nicht, das irgendwelche neuen Linien kommen. Eher wird man eine der bereits dort in der Nähe vorbeifahrenden Linien  /BL.080/BL.087 oder  /BL.090 auf eine Stichfahrt dorthin schicken oder umlegen. Sowas in der Art:
 /BL.090 endet grundsätzlich Slevogtstraße
 /BL.080 fährt ab Landsberger/Max-Liebermann über die neue Landsberger Brücke und statt der  /BL.090 über Lindenthal nach Wahren.

Aber reiner Spekulatius.
Aussage der LVB war bisher: Eine Umverlegung /BL.080 oder /BL.090 kommt nicht. Eine Stichfahrt der /BL.087 wird in Betracht gezogen, allerdings könnte wegen der Umlaufzeiten die Damaschkesiedlung dann nur noch stündlich bedient werden. Wie sich die LVB entscheidet ist eigentlich egal. Ein Stundentakt lockt außer Zwangsfahrgästen mit A niemand in den Bus.

Damit ist eine Straßenbahn nach Lindenthal nicht besser als der Bus! Braucht also kein Mensch.
Nicht besser als ein Bus mit direkter Linienführung... Bereits seit einem Jahr ist die schnelle Verbindung über die L-O-P-Allee wegen der Baustelle Slevogtstraße gekappt, damit eine Halbierung des Angebots und 10 Minuten mehr Fahrzeit nach Gohlis. Die /BL.080 fährt durch, aber nach Lindenthal dürfen alle über Wahren juckeln >:( Die LVB fordert einen regelrecht dazu auf, für bestimmte Fahrten auf sie zu verzichten und lieber Auto oder Fahrrad zu nehmen.

Die  /SL.004 wird aufgrund der doch recht langen Fahrzeit in zentrumsnahe Stadtteile nur eine von mehreren Optionen sein.
Genau da ist der Haken. Für Lindenthal bringt es herzlich wenig, sowohl von der Fahrtzeit als auch von den erreichbaren Zielen. Bis GSS/Lindenthaler und Coppiplatz mit der /BL.090 umsteigefrei.

Zitat
gleichzeitig ist seit 25 Jahren die Martinshöhe ohne ÖPNV Anbindung. Insgesamt ist eine weitere Buslinie durchaus nötig.
Zurzeit heißt die flexible Lösung B+R GoLa / Dachauer Straße. Bei ersterem hat man es letztes Jahr endlich geschafft, die Kapazität zu erhöhen, bei zweiterem kommt eine Überdachung/Erweiterung seit Jahren nicht voran.

(Ich verstehe sowieso nicht, warum man die Brücke für den MIV wieder aufbaut, wo wenige hundert Meter weiter eine vierspurige Luise-Otto-Peters-Allee die Bahngleise überquert? Welche nennenswerte Verkehrsbeziehung gibt es, die nicht durch diese abgedeckt wird?)
Da war schon immer eine Brücke, also muss dort auch immer eine Brücke sein ;) Die Ortschaften Lindenthal und Wiederitzsch hatten den dringenden politischen Willen.
Ein wirkliches Interesse hatte allerdings die Bundeswehr, weshalb es auch eine finanzielle Beteiligung gab.
Und ein Vorteil ist außerdem, dass durch das neue stützenfreie Bauwerk Platz für einen Haltepunkt wäre, sofern dort überhaupt irgendwann mal wieder Personenzüge fahren sollten.

Offline elnbb

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 150
Re: Diskussionen rund um die Fortschreibung Nahverkehrsplan
« Antwort #298 am: 16.05.2018, 12:09:32 »
Unterfinanzierter ÖPNV in Leipzig: Grüne und Linke beantragen 50 Millionen Euro Zuschuss für die LVB
https://www.l-iz.de/wirtschaft/mobilitaet/2018/05/Gruene-und-Linke-beantragen-50-Millionen-Euro-Zuschuss-fuer-die-LVB-217536


VI-A-05869 - Erhöhung des Ausgleichsbetrages im Verkehrsleistungsfinanzi erungsvertrag
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1009751

Beschlussvorschlag:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die Zusatzfestlegung zum Verkehrsleistungsfinanzi erungsvertrag (VLFV) spätestens zum September 2018 mit einem Ausgleichsbetrag von mindestens 50 Mio. Euro für die Jahre 2019 und 2020 fortzuschreiben und eventuell erforderliche Vertragsanpassungen entsprechend vorzunehmen.

Sachverhalt:
Die nunmehr bereits einige Zeit laufende Debatte über die Mobilitätsszenarien hat gezeigt, dass die Anforderungen an die Nahverkehrsbetriebe deutlich gewachsen sind und dass die öffentliche Hand in größerem Maße ihrer Verantwortung gerecht werden muss. Die Informationsvorlage zu den Mobilitätsszenarien zeigt, dass die derzeitigen 45 Mio. EUR Ausgleichsbetrag auf keinen Fall in der Zukunft fortgeschrieben werden können, wenn wir einen attraktiven ÖPNV in Leipzig haben wollen. Egal für welches Mobilitätsszenario sich der Stadtrat in Zukunft entscheidet, eine Erhöhung des Ausgleichsbetrages ist laut Vorlage in allen Szenarien notwendig. Nur mit einem attraktiven ÖPNV können wir die gesetzlichen Vorgaben zur Einhaltung der Luftreinhaltewerte und Lärmreduzierung erreichen. Die Fahrgäste können diesen höheren Finanzbedarf nicht alleine schultern. Die Stadt Leipzig muss sich als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs auch aus der Sicht der Finanzierung zu ihrer Verantwortung bekennen.

Um dem Stadtrat tatsächlich eine Entscheidung über die Höhe des Ausgleichsbetrages zu ermöglichen, ist eine Beschlussfassung spätestens im September 2018 erforderlich, damit der entsprechende Betrag in die Wirtschaftspläne der Unternehmen eingeplant werden kann. Da der Nahverkehrsplan trotz anderer Beschlüsse des Stadtrates noch immer nicht vorliegt, sollte der Stadtrat unabhängig von diesem die Erhöhung des Ausgleichsbetrages beschließen.