Autor Thema: Tagesschau im Nahverkehr  (Gelesen 439962 mal)

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Offline 74E_Schleußig

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1590 am: 02.12.2021, 19:23:03 »
Minimum sollte aber sein, den Mindestfahrplan  1 Tag vorher zu veröffentlichen, so ähnlich, wie es die Bahn getan hat, als die GDL zum Streik aufrief.

Tja, die DB wusste aber Tage vorher, was auf sie zukommt, selbst als der Streik nur 24 Stunden vorher angekündigt wurde, war ja klar, dass bald gestreikt werden würde.

Krankheit tritt aber leider plötzlich auf. Da melden sich Mitarbeiter kurz vor Schichtbeginn krank und dann kannst du deinen Ersatzfahrplan von gestern in der Pfeife rauchen…

Offline 2198

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1591 am: 02.12.2021, 19:40:42 »
Da ist sicher was dran, dass es unvorhergesehene Situationen gibt, die nicht ohne Einschränkungen kompensiert werden können.

Wer aber "ewig" braucht um einen ausreichenden Personalbestand einschließlich Reserve/Nebenberuflern aufzubauen bzw. zu erhalten und insbesondere die Ausbildung Letzterer über mehr als 15 Monate schleifen lässt, kann sich nicht vollständig aus der Verantwortung stehlen.

2198

Online MD 612

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1592 am: 02.12.2021, 19:42:33 »
Tja, die DB wusste aber Tage vorher, was auf sie zukommt, selbst als der Streik nur 24 Stunden vorher angekündigt wurde, war ja klar, dass bald gestreikt werden würde.
Die Ausfallquoten der Personale steigen, und jeder weiß, dass sich das so schnell nicht ändern wird. Da kann man vorausschauend die Fahrpläne ausdünnen. So wie es die MRB schon seit Tagen macht (Ausfall der Verstärker Leipzig - Grimma), so wie es die Berliner S-Bahn seit gestern macht (Ausfall von HVZ-Verstärkern sowie Linieneinkürzungen am Wochenende), ebenso wie die Verkehrsbetriebe in Potsdam, Cottbus und Dresden.

Gruß Peter
Ich sehe meine Rechte nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Lieber glaube ich Wissenschaftlern, die sich auch mal irren, als Irren die glauben sie seien Wissenschaftler.
Fabian Eisenring

Offline nietenzähler

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1593 am: 02.12.2021, 20:19:46 »
Heute gibt es dazu in der LVZ einen Artikel mit Ausagen des Pressesprecher der LVB. Gleichzeitig wurde die Situation des MDV beschrieben, es betrifft auch andere Verkehrsunternehmen. Speziell wurde die HAVAG genannt, wo die Linie 16 komplett ausfallen soll.
Übrigens: Notfahrplan hin, Notfahrplan her. Was bringt er wirklich wenn täglich neue Krankmeldungen rein flattern? Also kann dieser auch nicht garantiert werden. Auch in einem in einem anderen Forum ist von Problemen die Rede, z.B. in Potsdam.

Online MD 612

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1594 am: 02.12.2021, 20:42:49 »
Übrigens: Notfahrplan hin, Notfahrplan her. Was bringt er wirklich wenn täglich neue Krankmeldungen rein flattern? Also kann dieser auch nicht garantiert werden.
Mal rein fiktiv: Wenn man heute eine um 10% höhere Ausfallquote hat und einen Notfahrplan mit 15% weniger Fahrleistungen veröffentlicht, dann hat man schonmal ein kleine Reserve und kann davon ausgehen, dass man diesen Notfahrplan stabil fahren kann. So hat man es allerorten im Mai 2020 gemacht, als man das Ausmaß der sich entwickelnden Pandemie und die sich daraus ergebenden Personalausfälle noch nicht wirklich abschätzen konnte. Die LVB sind damals mit dem 15-Minuten-Takt offensichtlich gut gefahren, bei den Eisenbahnunternehmen mit teilweise um 50% reduzierten Angebot hatte man es wohl doch etwas übertrieben.

Auch in einem in einem anderen Forum ist von Problemen die Rede, z.B. in Potsdam.
Und deswegen hat Potsdam einen Notfahrplan in Kraft gesetzt auf Basis eines modifizierten Ferienfahrplanes.

Gruß Peter
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Fabian Eisenring

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1595 am: 02.12.2021, 21:15:30 »
Tja, die DB wusste aber Tage vorher, was auf sie zukommt, selbst als der Streik nur 24 Stunden vorher angekündigt wurde, war ja klar, dass bald gestreikt werden würde.

Krankheit tritt aber leider plötzlich auf. Da melden sich Mitarbeiter kurz vor Schichtbeginn krank und dann kannst du deinen Ersatzfahrplan von gestern in der Pfeife rauchen…

Aber wie Peter schon sagte, die ungefähre Personalausfallquote kann man abschätzen.  Und darauf reagieren. Wenn ich schon heute weiß, dass bis zum Ende der Woche 5 Kurse nicht besetzt werden können - mal rein fiktiv, real dürften es mehr sein - dann kann man diese 5 Kurse doch gleich heraus nehmen und den Fahrgästen sagen. Diese Fahrt wird wohl nicht durchgeführt. Wo ist das Problem?

Übrigens: Notfahrplan hin, Notfahrplan her. Was bringt er wirklich wenn täglich neue Krankmeldungen rein flattern? Also kann dieser auch nicht garantiert werden. Auch in einem in einem anderen Forum ist von Problemen die Rede, z.B. in Potsdam.
Wie Peter schon schrieb, macht es sich in so einem Fall gut eine Reserve zu haben, die man dann einsetzen kann.   Und wenn  doch weniger krank sind als gedacht: Was spricht dagegen, eine Zusatzfahrt einzusetzen?  Durch das Einspielen in die Auskunftssysteme haben viele Fahrgäste auch Kenntnis davon.   Aus Fahrgastsicht ist es m.E. besser weniger Fahrten anzugeben, als tatsächlich durchgeführt werden, als mehr, als möglich.

Und um das nochmal klar zu machen, es geht mir nicht zuerst darum, hier zu kritisieren, DASS Fahrten ausfallen, der Hauptpunkt ist, WIE es kommuniziert wird und dass der Fahrgast keine Reaktionsmöglichkeit hat.

Offline Sven

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1596 am: 03.12.2021, 09:10:45 »
Und um das nochmal klar zu machen, es geht mir nicht zuerst darum, hier zu kritisieren, DASS Fahrten ausfallen, der Hauptpunkt ist, WIE es kommuniziert wird und dass der Fahrgast keine Reaktionsmöglichkeit hat.

Exakt! ÖPNV funktioniert nur, wenn man sich darauf verlassen kann.

Ein Verkehrsunternehmen mit Weitblick würde entsprechend der Ausfallquoten einen abgestimmten Fahrplan schon in der Schublade haben. Krankheitswellen oder Streiks sind ja nicht neu und hätten bereits zu solch einer Planung führen müssen.

Je nach Grad des Personalausfalles kann man dann die richtige Variante ziehen und rechtzeitig kommunizieren.

Ich bleibe dabei, das Management der LVB ist ein Saftladen.

Grüße
Sven

Offline Schalensitz

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1597 am: 03.12.2021, 09:44:47 »
Und ich wollte hier gerade provokant fragen, warum der  /BL.089 aufgrund der "Sperrung der Innenstadt" weiterhin nur bis zum Leuschnerplatz fährt, obwohl sich der Weihnachtsmarkt auf eine Spezialhütte für Tassen zusammengeschrumpft hat...

Aber zum Thema Ausfälle... an den Anzeigen gab es keine Laufschrift, die darauf hinwies. Und auf der Webseite habe ich auf die Schnelle auch nichts gefunden.
Vlt sollte man anfangen, mit dem Kunden zu sprechen, wenn man Verständnis haben möchte.

Offline 74E_Schleußig

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1598 am: 03.12.2021, 10:26:46 »
Gestern und vorgestern gab es  Laufschriften und Websitehinweis. Heute scheint es besser zu laufen?

Offline TLpz

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1599 am: 03.12.2021, 11:46:41 »
Und ich wollte hier gerade provokant fragen, warum der  /BL.089 aufgrund der "Sperrung der Innenstadt" weiterhin nur bis zum Leuschnerplatz fährt, obwohl sich der Weihnachtsmarkt auf eine Spezialhütte für Tassen zusammengeschrumpft hat...

Na ja, die LVB können nicht einfach über den Markt fahren. Dazu muss einerseits die Strecke seitens der Stadt freigegeben werden. Ist scheinbar noch nicht erfolgt. Andererseits macht es dann sicher auch Sinn zu warten, bis die Kreuzung am Neuen Rathaus wieder voll befahrbar ist, um nicht ein zu arges Linienverlaufs-Hickhack zu haben...

Offline Radler

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1600 am: 04.12.2021, 09:50:29 »
^
was im Prinzip die beste Begründung ist, warum der vom Öolöwen geforderte Linienverlauf via Leuschnerplatz / Neumarkt / Reichsstraße / Hbf die bessere Führung ist. Frei von zeitweisen Veranstaltungsbeeinträchtigungen... und mit rascher Anbindung an eine wichtige Umsteigestation.

Gruß
der Radler

Offline Schalensitz

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1601 am: 04.12.2021, 12:39:51 »
Ja.

Die LVB hatten uns ja schon begründet, dass man im letzten nicht testen konnte. Wie war das gleich? Es sei wegen Lockdown etc. zu wenig los gewesen?

Offline Radler

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1602 am: 04.12.2021, 13:17:56 »
^
das ist auf dem Ausredenradar ganz weit oben: Diese Route bedarf keinen Test - sie sollte etabliert werden und funtkioniert. Die Nachfrage ist (so meine Vermutung) höher, weil
- sofort besserer Netzknoten erreicht wird
- wenig Staubehinderung eintritt (Tauchnitzstr - WLP bis Moritzbastei ist Busführung auf Bahnkörper fahrplanstabiler)
- keine Veranstaltungsunterbrech ung mehr vorkommt (egal wie viel Pandemie gerade herrscht)
- die Abwägung zwischen Aufkommen H Thomaskirche (entfällt) und einer H Leuschnerplatz (zusätzlich), H Moritzbastei (zusätzlich) und H Städt. Kaufhaus (zusätzlich) und H Grimm. Straße (Ersatz für H Markt die entfällt) eindeutlich MEHR Nachfrage erzeugen wird.
- die Pandemie ja auch die bestehende Linie ändert, ein sowieso-Umstand.
- Das Anpassen von Parkständen und Radbügeln ein Sowieso-Kriterium ist da z.B. Begegnung von LKWs / Kfz auch so möglich sein müssen, schon für Rettungsfahrzeuge. Damit die grundsätzliche Befahrbarkeit Neumarkt gegeben sein muss
- Die etwas längere Strecke durch günstigere Fahrdynamik keine Auswirkung auf die Umläufe hat.

Fazit: Es ist eine Ausrede -- Diese Route würde in jeder Phase der aktuellen Zeit MEHR Fahrgäste und damit MEHR Einnahmen bringen bei gleichen Kosten.

Gruß
der Radler

Offline 2198

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1603 am: 08.12.2021, 16:02:47 »
Vielleicht thematisch nicht ganz passend, aber doch einigermaßen aktuell:

Das große L gibt auf seiner Seite bekannt, ab dem 13.12.2021 der Coronapandemie wegen nur noch einen 15 Minutentakt fahren zu wollen, der aber verlässlich sein soll.
"Zur kurzfristigen Harmonisierung des Sonderfahrplans" werden dann die Endstellen Schkeuditz, Markkleeberg-Ost und Taucha der Linien  /SL.011 bzw.  /SL.003 ebenfalls im 15 Minutentakt angefahren.
Schön, wenn man damit den 30 Minutentakt zu den genannten Endstellen vermeiden will.

Wie darf man sich das aber rein praktisch bei der Bedienung von Taucha vorstellen?
Fährt die  /SL.03E dann im Ergebnis auch nach Taucha und Portitzer Allee - Sommerfeld wird von der  /SL.03E nicht bedient oder gibt es zusätzliche Züge nach Sommerfeld oder als jeder zweite Kurs gar eine  /SL.003 nach Taucha mit Abstecher über Paunsdorf-Nord, ggf. auch in der Gegenrichtung?

Weiß jemand Näheres?

2198

Offline xXx

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1604 am: 08.12.2021, 16:26:13 »
Wie darf man sich das aber rein praktisch bei der Bedienung von Taucha vorstellen?
Fährt die  /SL.03E dann im Ergebnis auch nach Taucha und Portitzer Allee - Sommerfeld wird von der  /SL.03E nicht bedient oder gibt es zusätzliche Züge nach Sommerfeld oder als jeder zweite Kurs gar eine  /SL.003 nach Taucha mit Abstecher über Paunsdorf-Nord, ggf. auch in der Gegenrichtung?
So wie ich es verstehen würde, fährt die /SL.03E dann auch nach Taucha, wobei mir nicht ganz klar ist wieso. Die Bedienung der Portitzer Allee kann man aber natürlich nicht aufgeben. Gäbe sicherlich viele Möglichkeiten: Von /SEV.00 , einer Pendelbahn ab Heiterblick oder gar einer Verlängerung der /SL.008 nach Heiterblick bis hin zur Stichfahrt der /SL.003 , wobei das dann zumindest in eine Richtung jede Fahrt tun sollte, sonst kommt man ja auch bloß wieder auf dem Ast nach Taucha durcheinander. Halte aber /SEV.00 für die wahrscheinlichste Option.