Autor Thema: Tagesschau im Nahverkehr  (Gelesen 296784 mal)

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Offline michael b

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1290 am: 23.07.2020, 21:22:58 »
@sfn: "Die Exmatrikulation erfolgt von Amts wegen (ohne gesonderte
Antragstellung), wenn der Student die Abschlussprüfung laut der für den
betreffenden Studiengang gültigen Prüfungsordnung bestanden hat,
spätestens mit der Aushändigung des Prüfungszeugnisses."

"Beabsichtigt der Student, sein Studium vorzeitig aufzugeben oder die
Universität zu verlassen, so beantragt er dies unter Angabe des Zeitpunktes,
zu dem die Exmatrikulation wirksam werden soll (in der Regel jeweils zum
Monatsende)."

"Erfolgt die Exmatrikulation von Amts wegen, so wird dem Studenten das
Datum ihres Wirksamwerdens im Exmatrikulationsbescheid mitgeteilt."

So steht es in der Immatrikulationsordnung der Universität Leipzig.

Es ist also mitnichten so, dass die Exmatrikulation zum Semesterende erfolgt. Im Übrigen darfst Du mir gern mal erklären, warum auf meiner Studienbescheinigung als Enddatum der Tag meiner Abschlussprüfung steht.

@Fahrer: Der Fahrgast in München gibt zu, dass er keinen Fahrschein hatte, aber man soll nachsichtig mit Ihm sein? Dann muss ein Erhöhtes Beförderungsgeld auch nur noch bezahlt werden, wenn der Fahrgast möchte?

Der Fahrgast in München hat versucht, den MVV auszutricksen und das ist schief gegangen. Pech gehabt!

MfG
Michael




Offline xXx

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1291 am: 23.07.2020, 22:23:09 »
Es ist also mitnichten so, dass die Exmatrikulation zum Semesterende erfolgt.
Das ist zwar vollkommen richtig, aber für das Semsterticket ist das doch eigentlich alles nicht von Belang. Da man sich für das gesamte Semester rückgemeldet hat, hat man zwangsläufig auch das Semsterticket für das gesamte Semester (man hat es ja auch bezahlt) und kann es dank gültigem Aufdruck auf der Unicard auch nutzen, sofern man das denn möchte.

Offline michael b

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1292 am: 23.07.2020, 23:11:24 »
Auch eine Beurlaubung mit Erstattung des Semestertickets ist möglich. Der Studentenausweis bleibt aber beim Studenten.

Offline sfn

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1293 am: 24.07.2020, 01:42:30 »
Oje, diese "Diskussion" mit der Exmatrikulation wird jetzt unfassbar öde, erst recht in einem Nahverkehrsforum.

Deshalb nur kurze Antworten:
@sfn: "Die Exmatrikulation erfolgt von Amts wegen (ohne gesonderte
Antragstellung), wenn der Student die Abschlussprüfung laut der für den
betreffenden Studiengang gültigen Prüfungsordnung bestanden hat,
spätestens mit der Aushändigung des Prüfungszeugnisses."
Für deine Exmatrikulation von Amts wegen gibt es im Alltagsdeutsch das hässliche Wort Zwangsexmatrikulation, die eine nachgeordnete Ausnahme darstellt, die die Verwaltung nicht gleichsam automatisch bei jedem frisch gebackenen Absolventen tagtäglich umsetzen muss. Der Normalfall ist hingegen die ordentliche Exmatrikulation, und die findet zum Ende des laufenden Semesters statt.

Zitat
Im Übrigen darfst Du mir gern mal erklären, warum auf meiner Studienbescheinigung als Enddatum der Tag meiner Abschlussprüfung steht.
Das ist vollkommen logisch, weil Du mit dem Tag der Abschlussprüfung den Studiengang abgeschlossen hast. Den Unterschied zwischen Studienbescheinigung und Immatrikulationsbescheinigung wirst Du wohl irgendwann bemerkt haben. Du könntest noch in einem anderen Studiengang immatrikuliert sein oder Gasthörer sein oder oder.

Du hast wahrscheinlich die Uni Leipzig aber dennoch nicht verklagt, weil sie am Tag nach Deinem Empfang des Abschlusszeugnisses im Zuge einer von Dir mit irrer Spannung erwarteten Exmatrikulation von Amts wegen keinen Pedell zu Dir aufs Haus geschickt hatte, um Dir unter Androhung von Karzerhaft den Studentenausweis rituell aus Deinem Mantel herausnehmen zu lassen. Womöglich hast Du bis zum Ende des laufenden Semesters weiterhin günstig für die Krankenversicherung gezahlt und von den sozialrechtlichen Vorzügen beim Nebenjob profitiert (keine Rentenversicherung usw.).
 
Ich weiß echt nicht, was das hier noch in einem NV-Forum zu suchen hat.

Wenn Dir das weiterhin keine Ruhe lässt, lass' Dir das Thema vom Justiziar der Uni auseinanderklamüsern und - um den Bogen zum Nahverkehr zu machen - beschwer' Dich beim StuRa, warum Du keine Teilerstattung des MDV-(Sockel)Beitrags erhalten hast.

EOD.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnvollaktion: Bestellung E-Busse
Sinnlosaktionen: Betriebsausfall 2h lang und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Hst.-Namen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Passagier

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1294 am: 24.07.2020, 16:31:02 »
Mit dem Semesteticket kann man bis zum Ende des Semesters fahren, für das man seine Semestergebühr bezahlt hat. Genauso kann man damit auch in die Mensa gehen. Unabhängig davon, ob man auch bis Semesterende eingeschrieben ist.

Offline Fahrer

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1295 am: 30.07.2020, 12:39:03 »
@michael b Dass man Kunden durch so ein Praxis "Bahnsteig nur mit Fahrkarte" abschreckten könnte, ist dir noch nicht in den Sinn gekommen?  Dass Nachsicht vielleicht Kunden bei der Stange hält auch nicht? Und wenn man sich über Verspätungen/unfreundliches Personal... aufregt wird immer gesagt: "Du zahlst nur die Beförderung von A nach B". Warum muss man dort auch für dne Aufenthalt am Bahnsteig zahlen?

Die Anzeige gegen den Fahrgast wird ja vermutlich auch nicht umsonst gestellt worden sein...

Du kannst dir nicht vorstlelen dass so eine Anzeige grundlos gestellt wurde?? Ich kann mir gut vorstellen, dass das eine Rechtfertiung sein sollte, um jetzt eine Vorgeschichte zu konstruieren, um das eigene Handeln zu verbessern.

 

Zeugen ja, von "vielen" war keine Rede. Und nur weil die gerufen haben er würde sterben, um den Kontrolleur von seiner Attacke abzuhalten, heißt das ja noch lange nicht, dass das Opfer tatsächlich gestorben wäre. Eine rot anlaufende Gesichtsfarbe dagegen muss nicht Ausdruck von drohender Erstickung sein. Das kommt auch schon von einer außerordentlichen Anstrengung zustande, und die wird durch das Abwehrverhalten bei dem Opfer wohl gegeben gewesen sein. Von daher haben beide Punkte wohl keinen Wert um damit vor Gericht den Tatbestand einer gefährlichen Körperverletzung nachzuweisen.

Für mich reicht die allgemeine Lebenserfahrung und Kenntnis des Videos um die Lebensgefahr als glaubhaft (NICHT als erwiesen anzusehen)

 
Nein. Anderes Beispiel: Bürger X hält Bürger Y eine geladene Pistole an die Schläfe. Bürger Z gelingt es durch geschicktes Reden Bürger X davon abzubringen einen Schuss auszulösen. Wäre Bürger X durch das Reden von Bürger Z gegenüber einem tatsächlichen Mörder privilegiert und ist er deshalb wegen Mordes zu verurteilen, obwohl der Schuss Gott sei Dank ausblieb?? Nein, vermutlich hat der noch nicht einmal ein Strafurteil wegen Körperverletzung zu erwarten. Ist das gerecht??

Es könnte auch , wenn man zu dem Schluss kommt und das einigermaßen Glaubhaft ist, zum Beispiel weil die Pistole geladen war, entsprechende Äußerungen getätigt wurden und nur noch das Abdrücken  gefehlt hat ein  unmittelbares Ansetzen (also ein Versuch vorliegen), da Y massiv gefährdet ist und es ohne weitere Zwischengesehnisse zu einem Angriff kommen kann. Selbst wenn hier die das LEben gefährdende Behandlung noch nicht vorlag, gehe ich doch stark davon aus, dass der Prüfer den mutmaßlichen Schwarzfahrer doch um jeden Preis fixieren wollte und auch dies in Kauf genommen hat. Eine versuchte gefährliche Körperverletzung wäre auch im Bereich des Möglichen, wobei Versuch nicht milder bestraft werden muss, als die Tat und  bei einem Eingreifen eines Dritten auch nicht sollte. 
Wieso in der Theorie?? Kannst Du jetzt auch die Verletzungen meiner Kollegin beurteilen, die Du gar nicht gesehen hast?? Chapaéu...
 Im Arbeitsrecht (also bei der Überlegung, ob eine außerordentliche Kündigung in Betracht kommt) sind derartige Belehrungen relevant. Im Strafrecht dagegen n

Nein, dass kann ich natürlich nicht, aber ich gehe davon aus, dass sich ohne das Eingreifen Dritter der Erfolg der Körperverletzung/evtl. auch gefährlichen Körperverletzung so  verwriklicht hat, wie es der Täter  konnte und ausgeführt hat. Da braucht man nichts zu verschlimmern, sondern kann sich an den Fakten halten.  Ohne das Eingreifen der Fahrgäste in unserem Fall, hätten die Folgen dramatisch werden können und das sollte berücksichtigt werden, eben um den Zufall nicht zum "Retter des Täters" zu machen.  Genauso übrigens wie man Einschränkungen des Opfers, die die Sache verschlimmerten auch nicht so doll gewichten sollte. 
Du findest also die Pflichtwidrigkeit und die Gesinnung des Täters sind die gleichen, wenn er ohne Belehrung überreagiert, als wenn er kurz zuvor belehrt wurde? SIch gegen eine solche ANordnung zu widersetzen zeigt für mich, dass einem die Regeln relativ egal sinnd und  daher strafverschärfend  zu werten ist.

 
Eine Entschuldigung käme allenfalls vor dem Opfer in Betracht, nicht vor Dir als seinen Freund. Da käme allenfalls eine Bitte um Verständnis für seine Attacke in Betracht. Und wenn Du ihm deswegen Deine Freundschaft kündigst, dann warst Du wohl kein guter Freund. Denn richtige Freunde können sich auch in den schlimmsten Situationen aufeinander verlassen, auch wenn einer von beiden diese Situation selbst verschuldet hat.
Ich meine natürlich eine Entschuldigung beim Oper. Und es kann sich jeder auf mich verlassen, der sich irgendwie an die Regeln des Zusammenlebens hält. Und da gehört Gewaltfreiheit ganz klar dazu. Ich werde aber im Umkehrschluss eine solche Reaktion nicht ohne ein Zeichen der Reue und des Schams tolerieren oder gar einen Hauch Verständnis aufbringen. Dieses Verhalten könnte ich nicht entschuldigen.

 


Davon würde Dir jeder Rechtsanwalt abraten, zumal wenn strafrechtliche Konsequenzen drohen. Und Du weißt ja auch gar, ob es Anlass für eine Entschuldigung gibt. Weißt Du mit Sicherheit, welche Vorgeschichte die Attacke in der Bahn hatte??


Das ist dann wieder typisch, nur den eigenen Vorteil zu suchen, anstatt Größe zu zeigen, auch wenn es zum eigenen Nachteil wäre.

Offline DrZott

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1296 am: 30.07.2020, 16:22:00 »
Vor 4 Monaten gab es tatsächlich mal Zahlen zum Thema Angriffe auf LVB-Mitarbeiter: https://www.radioleipzig.de/beitrag/angriffe-auf-lvb-mitarbeiter-angestiegen-629897/

2019: 128 Vorfälle (jeden 3. Tag)
2018: 82

Das ist eine ordentliche Steigerung um 56%. Da diese Vorfälle inzwischen fast täglich vorkommen, sind sie medial nicht so interessant. Die Kontrolleure haben auch nicht das Glück, immer einen filmenden Kreuzer-Redakteur im Schlepptau zu führen.

Offline MD 612

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1297 am: 30.07.2020, 16:55:14 »
Du glaubst, Du gehst davon aus, Du kannst Dir vorstellen, aber Du weißt nichts. Das ist Fakt. Aber Dein Glaube allein reicht nicht aus um diesen Vorfall aufzuklären bzw. aufzuarbeiten, weder strafrechtlich, noch arbeitsrechtlich. Das ist, anders als Dein Glauben, ein Fakt!

Du kannst dir nicht vorstlelen dass so eine Anzeige grundlos gestellt wurde??
Ich kann mir vieles vorstellen. Da Du selbige immer wieder ins Spiel bringst, aus meiner Lebenserfahrung heraus kann ich mir z.B. vorstellen, dass es schon in der Bahn zu einer Rangelei kam, die vom späteren Opfer ausging. Damit wäre die Anzeige seitens des Kontrolleurs keine Rechtfertigung einer von Dir ohne Kenntnis der Tatsachen sofort ausgeschlossenen Vorgeschichte, sondern völlig in Ordnung, unabhängig von dem was danach passierte.

Für mich reicht die allgemeine Lebenserfahrung und Kenntnis des Videos um die Lebensgefahr als glaubhaft (NICHT als erwiesen anzusehen)
Wie geschrieben, Dein Glauben reicht nicht aus. Und auch aus dem Video ist nicht zweifelsfrei erkennbar, ob ein weiteres Würgen zu schweren Gesundheitsschäden geführt hätte. Objektiv betrachtet ist nämlich nicht mal eindeutig erkennbar, ob bei diesem Würgegriff die Luftröhre abgedrückt wurde, um eine drohende Erstickung unterstellen zu können.

Es könnte auch , wenn man zu dem Schluss kommt und das einigermaßen Glaubhaft ist, zum Beispiel weil die Pistole geladen war, entsprechende Äußerungen getätigt wurden und nur noch das Abdrücken  gefehlt hat ein  unmittelbares Ansetzen (also ein Versuch vorliegen), da Y massiv gefährdet ist und es ohne weitere Zwischengesehnisse zu einem Angriff kommen kann.
Du gehst viel zu oft von irgendetwas aus. Und nein, der fiktive Fall mit der Pistole am Kopf ist alleine keine Körperverletzung (solange nicht andere Verletzungen dazu kommen, bspw. Schürfwunden oder Blutergüsse durch die Pistolenlauf oder ein dadurch hervorgerufener Schockzustand) und auch kein versuchter Mord, eben weil der finale Schuss fehlt. Es spielt dabei keine Rolle, ob der möglicherweise, vielleicht, vielleicht auch nicht abgedrückt hätte. Und es spielt auch keine Rolle, ob der Täter selbst von seinem Opfer wieder ablässt oder durch andere Beteiligte dazu gebracht wird. Genauso ist es im vorliegenden Fall. Wenn sich das Geschehen nicht als ernsthafte Bedrohung des Lebens herausstellt (siehe oben), dann spielt es keine Rolle, ob der Kontrolleur von anderen Beteiligten davon abgebracht wurde weiter zu machen, oder ob er von selbst vom Opfer abgelassen hätte.

Aber spinnen wir doch die Pistolengeschichte mal etwas weiter. Nehmen wir an, Bürger X legt, nachdem er die Pistole schon in der Hand hält, seinem Kumpel Bürger Z glaubhaft dar, dass er (Bürger X) den in der Nachbarwohnung lebenden Bürger Y jetzt unwiderruflich umbringen wird. Bürger Z kann Bürger X durch gutes Zureden doch noch von seinem Vorhaben abbringen. Muss jetzt Bürger X Deiner Meinung nach wegen versuchten Mordes oder gar wegen Mordes verurteilt werden, obwohl der das Glück hatte, dass sein Kumpel Z ihm das Ganze ausreden konnte und obwohl Bürger Y die Waffe nie zu Gesicht bekam?? Nach Deiner bisherigen Argumentation, ja, oder?? Denn Du meinst ja, wenn es Bürger Z und seine Überredungskünste nicht gäbe, hätte X den Y umgebracht, also Mord. Merkste was??

Da braucht man nichts zu verschlimmern, sondern kann sich an den Fakten halten.
Dann tu das doch bitte selbst endlich und halte Dich an die Fakten (die Du allerdings nicht kennst) und verlass Dich nicht auf Deinen Glauben!! Was alleine der Glauben für Fehlurteile hervorbringt, hat die Geschichte speziell im Mittelalter gezeigt, als Kirchenfanatiker glaubten, bestimmte Frauen seien Hexen, und sie deshalb grausam folterten und umbrachten...

Du findest also die Pflichtwidrigkeit und die Gesinnung des Täters sind die gleichen, wenn er ohne Belehrung überreagiert, als wenn er kurz zuvor belehrt wurde?
Strafrechtlich gesehen, ja. Aber welche Gesinnung hat denn der Kontrolleur?? Liegen Dir da bis jetzt unbekannte Erkenntnisse vor??

SIch gegen eine solche ANordnung zu widersetzen zeigt für mich, dass einem die Regeln relativ egal sinnd und  daher strafverschärfend  zu werten ist.
Für Dich, für das Gericht mit Sicherheit nicht. Jeder Mensch weiß, dass man nicht grundlos einen am Boden liegenden Menschen in den Würgegriff nehmen darf. Daran ändert auch eine Belehrung durch den Arbeitgeber nichts.

Ich werde aber im Umkehrschluss eine solche Reaktion nicht ohne ein Zeichen der Reue und des Schams tolerieren oder gar einen Hauch Verständnis aufbringen.
Und woher nimmst Du die Erkenntnis, dass der Kontrolleur seinen Ausraster nicht schon längst bereut und sich vielleicht nicht sogar längst bei seinem Opfer entschuldigt hat??

Das ist dann wieder typisch, nur den eigenen Vorteil zu suchen, anstatt Größe zu zeigen, auch wenn es zum eigenen Nachteil wäre.
Das hat nichts mit vermeintlicher Vorteilsnahme zu tun, schließlich steht es jedem Beschuldigtem zu sich nicht zu seinen Taten zu äußern. Ganz einfach weil alles, was er sagt, gegen ihn verwendet werden kann, wenn nicht vor Gericht, dann ungefragt in der Öffentlichkeit. Und wenn ich Deine Beiträge so lese, so wärst Du wahrscheinlich einer der Ersten, der sich über eine öffentlich geäußerte Reue oder sogar ein öffentlich geäußertes Schuldeingeständnis aufplustert. Weil mit diesem Eingeständnis erhoffe er sich nur ja den Vorteil eines besseres Ansehen in der Öffentlichkeit und später vor Gericht...

Zum Zweiten spielt hier konkret auch noch die Tatsache eine Rolle, dass der Vorfall während der Arbeitszeit passierte. Wie die meisten anderen Arbeitnehmer auch unterliegt der Kontrolleur mit Sicherheit der Pflicht, sich nicht öffentlich über Vorfälle in Zusammenhang mit seinem Arbeitgeber bzw. seinem Arbeitsverhältnis zu äußern. Möglicherweise wurde er sogar unmittelbar nach dem Vorfall von seinem Arbeitgeber extra nochmal angewiesen sich öffentlich keinesfalls zu dem konkreten Vorfall zu äußern, damit der Imageschaden für die LVB durch unbedachte Äußerungen nicht noch mehr vergrößert wird. Letzteres hätte bei Zuwiderhandlungen sogar noch arbeitsrechtliche Schadensersatzansprüche zur Folge...

Vor diesen Hintergründen würdest Dich in einer solchen Situation genauso handeln, wenn Dir Dein Anwalt dazu rät oder Dein Arbeitgeber Dir das anweist.

Zusammengefasst zeigen dieser und Deine vorherigen Beiträge vor allem eins: Wenn Du eins kannst, dann über andere Menschen urteilen, obwohl Dir fast alle dafür notwendigen Erkenntnisse fehlen...

@michael b Dass man Kunden durch so ein Praxis "Bahnsteig nur mit Fahrkarte" abschreckten könnte, ist dir noch nicht in den Sinn gekommen?
Wie weit, glaubst Du, sollte man denn Deinem Glauben nach mit einer Nachsicht gehen, wenn der Fahrgast keine gültige Fahrkarte dabei hat??

Gruß Peter
Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Offline michael b

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1298 am: 02.08.2020, 19:38:54 »
Hallo,

Zitat
"Oje, diese "Diskussion" mit der Exmatrikulation wird jetzt unfassbar öde, erst recht in einem Nahverkehrsforum."

Es geht um die Gültigkeit des Semestertickets, und ja, das gehört in ein Nahverkehrsforum.

Es gibt genügend Gründe, sich vor Semesterende zu exmatrikulieren. Ab diesem Zeitpunkt darf man das Semesterticket nicht mehr nutzen. Die Immatrikulation ist zwingende Voraussetzung für die Nutzung. https://www.stura.tu-dresden.de/webfm_send/2535 (mir ist klar, dass es hier um die TU Dresden geht, aber Du kannst gern die entsprechenden AGB der Uni Leipzig vorlegen, in denen etwas Anderes stehen soll)
Auch die Behauptung, dass es keine Erstattung gibt, ist gelogen:
"Der Beitrag für das MDV-Semesterticket kann anteilig erstattet werden, sollte das Datum einer Exmatrikulation in das laufende Semester fallen. Der Antrag dazu muss schriftlich auf dem entsprechenden Formblatt beim Studentenwerk gestellt werden.Dem Antrag ist die Exmatrikulationsbeschein igung der Universität bzw. Hochschule beizufügen. Bei Abgabe des Antrages auf Rückzahlung ist ebenfalls der Studierendenausweis zur Kontrolle des Aufdrucks vorzulegen (wurde kein Studierendenausweis ausgehändigt, so ist dies mitzuteilen). Nach Prüfung des Aufdrucks kann sich ggf. weiterer Handlungsbedarf ergeben. Eine anteilige Erstattung des Semesterticketbetrages kann nur für jeden nicht genutzten vollen Monat des Semestertickets erfolgen."
(https://www.studentenwerk-leipzig.de/mobilitaet/semesterticket)
Insofern wäre es natürlich praktisch, wenn man nach der Erstattung wieder zur LVB rennt und sich ein neues Semesterticket ausstellen lässt.

Zitat
Womöglich hast Du bis zum Ende des laufenden Semesters weiterhin günstig für die Krankenversicherung gezahlt und von den sozialrechtlichen Vorzügen beim Nebenjob profitiert (keine Rentenversicherung usw.).
Warum soll ich meine Krankenversicherung selber bezahlen, wenn das auch der Arbeitgeber machen kann? Im Falle von Arbeitslosigkeit nach dem Studium wird der Beitrag vom Jobcenter gezahlt.



Offline michael b

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1299 am: 02.08.2020, 19:40:16 »
Für alle, Die meinen, dass das Verhalten des Leipziger Kontrolleurs in jedem Fall unangemessen ist:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-07/oldenburg-maskenpflicht-busfahrer-koerperverletzung-polizei-ermittlung

Wäre in diesem Fall der Rauswurf des Busfahrers auch angemessen?

MfG
Michael

Offline SES

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1300 am: 02.08.2020, 19:46:03 »
Für alle, Die meinen, dass das Verhalten des Leipziger Kontrolleurs in jedem Fall unangemessen ist:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-07/oldenburg-maskenpflicht-busfahrer-koerperverletzung-polizei-ermittlung

Wäre in diesem Fall der Rauswurf des Busfahrers auch angemessen?

MfG
Michael

Daumen hoch! Da Artikel hinter Bezahlschranke :-(.
1898-05-26 Behördliche Probefahrten.
1898-05-27 Eröffnungsfahrten und -feier.
1898-05-28 Aufnahme des Fahrplanmäßigen Betriebes.

Offline michael b

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1301 am: 03.08.2020, 01:45:17 »
Zitat
Daumen hoch! Da Artikel hinter Bezahlschranke :-(.

bei mir nicht, komisch. Mal schauen, was da los ist.

Offline MD 612

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1302 am: 03.08.2020, 16:56:10 »
Das sind dann die Auswüchse des alltäglichen Wahnsinns, den Zugbegleiter und LVB-Kontrolleure täglich erleben dürfen:

mdr.de/kripo-live

Danach kräht aber kaum ein Hahn, aber wenn das einmal andersrum passiert, dann werden wochenlang ganze Zeitungsseiten vollgeschmiert und das Internet ist voller Vorverurteilungen...

Angesäuerte Grüße

Peter

P.S. einen Tag später: Wenigstens gibt es einen Fahndungserfolg, die beiden gesuchten Täter haben sich gestellt: mdr.de
« Letzte Änderung: 04.08.2020, 21:34:56 von MD 612 »
Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Offline opi

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1303 am: 03.08.2020, 17:09:22 »
Daumen hoch! Da Artikel hinter Bezahlschranke :-(.

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Offline thomas15e

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Re: Tagesschau im Nahverkehr
« Antwort #1304 am: 05.08.2020, 17:27:01 »
Hi Leute  mal ne Frage weist  jemand warum die Tram 8 ab 22.8 nur von Grünau  Nord bis zu Anger brücke fährt
15E        PROBSTHEIDA
             Lindenau