Autor Thema: DFI-Anzeigen  (Gelesen 71103 mal)

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Offline DAvE LE

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #15 am: 25.08.2015, 16:22:15 »
^ Ich denke mal schon... Sonst würde es reibungslos und störtungsfrei gehen. Zumindest wurde dies immer wieder gesagt. Die Umstellung der Straßenbahnen sollte Mitte August abgeschlossen sein (wohl bis auf die Prototyp-Leoliner, wo ich im SiFu was laß) und die Busse bis Ende August. Also müsste Anfang September nun alles flutschen.

Am Sonntag zum RB-Spiel sind sie auch wieder ausgefallen. Dann gingen sie wieder und dann war wieder tote Hose. Top LVB-Service!

Offline Mitleser

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #16 am: 25.08.2015, 20:36:08 »
Hat wohl weniger mit dem Service der LVB, als mit möglichen Hard- und Softwareproblemen der neuen Technik zu tun. Was sollte die LVB tun, wenn der Lieferant der neuen Technik derzeit keinen störungsfreien Betrieb hinzukriegen scheint?

Offline sfn

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #17 am: 26.08.2015, 15:30:26 »
Jaja, immer sind die Lieferanten schuld. Mal ist es der schlechte Bodenbelag, mal ist es die schlechte Programmierung, mal werden die Wetterbedingungen "extrem" genannt,...

Eher wird es so sein, dass die LVB ein besch****nes Qualitätsmanagement auch beim Einkauf haben. Auch eine Art, Geld zum Fenster rauszuschmeißen.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Lößniger

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #18 am: 26.08.2015, 16:30:43 »
An der Prager Str. sind an mehreren Haltestellen schon seit Wochen die DFI außer Betrieb.

Ausser Betrieb sind die nicht ganz. Man solle nur auf "Wagenbeschilderung achten".

Offline Mitleser

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #19 am: 26.08.2015, 19:51:43 »
Jaja, immer sind die Lieferanten schuld. Mal ist es der schlechte Bodenbelag, mal ist es die schlechte Programmierung, mal werden die Wetterbedingungen "extrem" genannt,...

Eher wird es so sein, dass die LVB ein besch****nes Qualitätsmanagement auch beim Einkauf haben. Auch eine Art, Geld zum Fenster rauszuschmeißen.
Was hast denn Du im Tee genommen? Eine Aufgabe wird in einer Ausschreibung gestellt. Ein Bieter erstellt ein Angebot, in welchem er zusichert, die geforderten Leistungsmerkmale eines neuen Systems umzusetzen. Was soll hier ein QM des Einkaufes helfen, wenn es ein renomierter Hersteller ist? Nach Beauftragung  entwickelt er eine Software und konstruiert Hardware - den Anforderungen im Auftrag entsprechend. Plötzlich stellt sich heraus, dass die Konfiguration zwischen Hard- und Software nicht wie erwartet funktioniert. Die LVB als Auftraggeber kann und muss an dieser Stelle Nachbesserungen einfordern, welche in der Regel im (je nach Priorität) nächsten Release eingearbeitet werden bzw. durch Tausch von Hardwarebaugruppen abgestellt werden sollen.
Deine LVB-Phobie in Ehren, aber hier ist die LVB wie jeder private oder kommerzieller Auftraggeber machtlos. Wenn Dir Gleiches in einer Auto-Werkstatt passiert (Hersteller macht Rückruf ) - wie würdest Du gegenüber Deiner Werkstatt auftreten?

Etwas weniger Polemik wäre angebracht!

Edit: Tippfehler korrigiert
« Letzte Änderung: 27.08.2015, 17:34:08 von Fussel »

Offline Südvorstadt

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #20 am: 26.08.2015, 21:40:24 »
Heute 18.10h gingen die DFIs an der Haltestelle Naunhofer Str. übrigens wieder...

Offline Tino

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #21 am: 26.08.2015, 21:52:24 »
Eher wird es so sein, dass die LVB ein besch****nes Qualitätsmanagement auch beim Einkauf haben. Auch eine Art, Geld zum Fenster rauszuschmeißen.

"LVB) GmbH erteilte dem weltweit tätigen Unternehmen den Zuschlag für die Lieferung und Installation eines top-modernen integrierten Betriebsleitsystems zur Steuerung der gesamten Fahrzeugflotte und der dynamischen Fahrgastinformation."

Siehe auch: Trapeze erhält Grossauftrag aus Leipzig

Das Problem dürfte wohl beim Auftragnehmer liegen, und das ist sicher kein "Discounter"!
« Letzte Änderung: 26.08.2015, 22:40:54 von Tino »

Offline sfn

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #22 am: 27.08.2015, 13:25:20 »
Eine Aufgabe wird in einer Ausschreibung gestellt.
Knackpunkt 1: Die Aufgabe wird nicht detailliert genug gestellt.
Zitat
Ein Bieter erstellt ein Angebot, in welchem er zusichert, die geforderten Leistungsmermale eines neuen Systems umzusetzen.
Knackpunkt 2: Der Bieter macht ein passgenaues Angebot zur gestellten Aufgabe. Lies aber für "passgenau" das Wort "minimal".

Zitat
Was soll hier ein QM des Einkaufes helfen, wenn es ein renomierter Hersteller ist?
Ich unterstelle mal, dass auch Du schon ein gewisses QM des Einkaufs hast, wenn Du in den Elektr(on)ik- oder Baumarkt gehst. Du vergleichst die Produkte, schaust Dir Einzelheiten in der Verarbeitung an, die Preise, die Verfügbarkeit usw., auch bei renommierten Marken, die sich auch gerne mal auf ihrem Renommee ausruhen und hochwertigen Schrott abliefern. Und das alles, ohne unbedingt ein gelernter Fachmann für Elektroherde oder Sanitärinstallation zu sein.

Zitat
Nach Beauftragung  entwickelt er eine Software und konstruiert Hardaware - den Anforderungen im Auftrag entsprechend.
Knackpunkt 3: So läuft es nicht. In der Praxis findet eine ununterbrochene Kommunikation zwischen Hersteller und dem Kunden ab, allein, um kleine Detailinfos zu erlangen. Es geht einfach nicht, *alles* in die Ausschreibung reinzupacken. Und wenn es nur darum geht, welche Stecker und welche Buchsen verbaut werden sollen, damit sie zum Altbestand passen.

Zitat
Plötzlich
Ein gutes QM kennt kein "plötzlich".

Zitat
Die LVB als Auftraggeber kann können und muss müssen an dieser Stelle Nachbesserungen einfordern,
Knackpunkt 4: Die Abnahme des Produkts erfolgt bei LVB ungesehen im Konferenzzimmer per Handschlag mit einer gratis ausgeschenkten Tasse Kaffee (nur schwarz).
Vielleicht geht einer noch rüber und drückt auf dem DFI-Computer eine Cursor-Taste, um zu sehen, obs "funktioniert".

Zitat
welche in der Regel im (je nach Priorität) nächsten Release eingearbeitet werden bzw. durch Tausch von Hardwarebaugruppen abgestellt werden sollen.
Und jedes Regressverfahren kostet mehr Geld, als man für ein gutes QM ausgegeben hätte.

Konkret zu den DFI: Es gibt bei LVBs anscheinend aber auch gar keinen Elektroniker oder studierten Elektrotechniker oder Systemadministrator oder oder, der die gelieferte Hard- und Software mal selbst anschauen könnte und ggf Zweifel anmeldet. Was ist mit den Leuten, die die Ahnung hatten, die Ausschreibung mit den Details überhaupt zu erstellen? Gucken die nicht auch einmal in das Angebot rein?

Zitat
Deine LVB-Phobie in Ehren,
Kritikfähigkeit ist keine Phobie.

Zitat
aber hier ist die LVB wie jeder private oder kommerzieller Auftraggeber machtlos.
Nein.
Zitat
Wenn Die Gleiches in einer Auto- Werkstatt passiert
Als Konsument kann ich nur eine Probefahrt machen und laienhaft nach dem Fehler gucken, weshalb ich überhaupt zur Werkstatt gekommen bin. Bei einem Neuwagen habe ich bestimmte Erwartungswerte, die ich bei einer Probefahrt abchecke. Das ist das private QM. Ein Restrisiko bleibt: Verhalten bei Langstrecken und Verhalten nach einer gewissen Nutzungszeit. Da kann ich mich aber kundig machen mit Erfahrungswerten von anderen Kunden - die berühmten Erfahrungsberichte im WWW zu Hersteller und zum konkreten Produkt.

Und hier geht es aber um Geschäfte zwischen Firmen, wo keine großartigen Verbrauchergesetze gelten, sondern das Handelsgesetzbuch. Da ist z.B. eine Wareneingangskontrolle (m.W.) sogar vorgeschrieben. Der professionelle Einkäufer informiert sich vorher über die Firmen und deren Produkte usw. Er muss ja auch vorher wissen, was er überhaupt realistisch in eine Ausschreibung reinschreiben kann. Auf eine Ausschreibung mit futuristischer, noch nicht erfundener Technik kommt kein Angebot.

Zitat
(Hersteller macht Rückruf )
Rückrufe sind eine ganz andere Baustelle. Gab es hier bei den DFI oder beim Bodenbelag *grins* einen Rückruf?

Zitat
Etwas weniger Polemik wäre angebracht!
Mehr Realismus wäre angebracht.

So, wie ich den in einem anderen Posting zitierten kursiven Text mit dem "weltweit tätigen Unternehmen" lese, scheinen die LVB grundsätzlich immer nur Rundum-Sorglos-Ausschreibungen zu machen. Das Produkt wird dann unbesehen bezahlt.

Bei den DFI ärgert mich das auch nicht so sehr, die DFI und die Technik im Hintergrund (RBL etc.) sind für die LVB seit Anbeginn sowieso eine Jahrhundertaufgabe. Ich habe mich daran gewöhnt, weil die ausgeleuchteten Zeitangaben sowieso nicht minutengenau sind (das Thema hatten wir schonmal). Wenn's aber mal ein Problem gibt, ist gleich für mehrere Wochen Panne. Was machen die eigentlich den ganzen Tag? Und dann muss jemand aus der Schweiz kommen. ("Toll, Ausland!"), nur weil man ganz weltläufig sich ein schweizerisches Produkt lassen wollte statt eines vielleicht geringfügig teureren deutschen Produkts, wo aber die "Nachsorge" im Inland bleibt und dementsprechend billiger ist.

Vielmehr rege ich mich über die schadhaften Bodenbeläge auf. Anscheinend tigert nie jemand von den LVB oder einer der Töchter dieses Weltkonzerns mal über die Baustellen und guckt sich an, welches Zeugs die Fremdfirmen in den Gleisbereich eigentlich reinschütten. Viel später aber wird "Regress, Regress!" geplärrt. Ich habe auch schon in anderen Straßenbahnstädten immer mal zu tun, aber so viele kaputte Neubeläge habe ich noch nie gesehen.

Die zahlreichen Dankeschöns sind immer wieder niedlich. Nützt dem VU aber nichts.
Da muss einfach mal was passieren. Aber die Beharrungskräfte des mittleren "Managements" sind offenbar äußerst riesig.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

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Offline Passagier

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #23 am: 27.08.2015, 13:40:21 »
Als Konsument kann ich nur eine Probefahrt machen und laienhaft nach dem Fehler gucken, weshalb ich überhaupt zur Werkstatt gekommen bin. Bei einem Neuwagen habe ich bestimmte Erwartungswerte, die ich bei einer Probefahrt abchecke. Das ist das private QM. Ein Restrisiko bleibt: Verhalten bei Langstrecken und Verhalten nach einer gewissen Nutzungszeit. Da kann ich mich aber kundig machen mit Erfahrungswerten von anderen Kunden - die berühmten Erfahrungsberichte im WWW zu Hersteller und zum konkreten Produkt.
Und wenn Hersteller/ Werkstatt pfuschen, werde ich nicht mehr dort hingehen und jedem empfehlen, es mir gleich zu tun.
Du unterstellst nicht nur den LVB Unfähigkeit sondern auch dem Hersteller und implizierst mE, dass dieser einfach nur die Arbeit hinschludert, Geld einsackt und tschüss sagt. Das kann sich trotz gewisser Umstände in öffentlichen Ausschreibungen kaum einer leisten. Es sei denn, wie im Baugewerbe, er weiß schon, dass er pleite gehen wird.

Offline sfn

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #24 am: 27.08.2015, 17:34:46 »
Die Antwort fällt mir nun leicht:

Und wenn Hersteller/ Werkstatt pfuschen, werde ich nicht mehr dort hingehen und jedem empfehlen, es mir gleich zu tun.
Das setzt voraus, dass eine Kommunikation zwischen verschiedenen Einkäufern etwa bei verschiedenen VU überhaupt stattfindet, z.B. bei Kongressen und Tagungen. Auf anderem Wege bekommt man wichtige Infos kaum; in Fachzeitschriften etwa wird man harsche Produktkritiken kaum lesen können, da immer gleich Geschäftsschädigung im Raum steht.

Zitat
sondern auch dem Hersteller und implizierst mE, dass dieser einfach nur die Arbeit hinschludert, Geld einsackt und tschüss sagt.
Gerade das meine ich ja mit den Regressfällen. Die LVB implizieren mit ihren Regressforderungen in der Tat, dass die Hersteller schluderten und Geld einsackten. Mich regt es nun auf, dass solche Regressfälle scheinbar die Regel sind, anstatt sie im Vorfeld so gut wie möglich zu vermeiden.

Zitat
Das kann sich trotz gewisser Umstände in öffentlichen Ausschreibungen kaum einer leisten.
Oder auf unprofessionell arbeitende Einkäufer hoffen, die nicht genügend Vorfeldforschung betreiben.

Die Busflotte gehört nicht zu meinen Themen, aber so wie ich es hier im Forum sehe, scheint der Einkauf der Solaris-Busse nach Forumsansicht kein Glücksfall gewesen zu sein. Hätte ein gutes QM den Fehlkauf verhindern können?

Das habe ich gemeint.
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

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Offline Mitleser

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #25 am: 27.08.2015, 18:10:49 »
Zitat von: sfn
Knackpunkt 1: Die Aufgabe wird nicht detailliert genug gestellt.

Knackpunkt 2: Der Bieter macht ein passgenaues Angebot zur gestellten Aufgabe. Lies aber für "passgenau" das Wort "minimal".
Ich unterstelle mal, dass auch Du schon ein gewisses QM des Einkaufs hast, wenn Du in den Elektr(on)ik- oder Baumarkt gehst. Du vergleichst die Produkte, schaust Dir Einzelheiten in der Verarbeitung an, die Preise, die Verfügbarkeit usw., auch bei renommierten Marken, die sich auch gerne mal auf ihrem Renommee ausruhen und hochwertigen Schrott abliefern. Und das alles, ohne unbedingt ein gelernter Fachmann für Elektroherde oder Sanitärinstallation zu sein.

Knackpunkt 3: So läuft es nicht. In der Praxis findet eine ununterbrochene Kommunikation zwischen Hersteller und dem Kunden ab, allein, um kleine Detailinfos zu erlangen. Es geht einfach nicht, *alles* in die Ausschreibung reinzupacken. Und wenn es nur darum geht, welche Stecker und welche Buchsen verbaut werden sollen, damit sie zum Altbestand passen.
Ein gutes QM kennt kein "plötzlich".

Knackpunkt 4: Die Abnahme des Produkts erfolgt bei LVB ungesehen im Konferenzzimmer per Handschlag mit einer gratis ausgeschenkten Tasse Kaffee (nur schwarz).
Vielleicht geht einer noch rüber und drückt auf dem DFI-Computer eine Cursor-Taste, um zu sehen, obs "funktioniert".
Und jedes Regressverfahren kostet mehr Geld, als man für ein gutes QM ausgegeben hätte.

Konkret zu den DFI: Es gibt bei LVBs anscheinend aber auch gar keinen Elektroniker oder studierten Elektrotechniker oder Systemadministrator oder oder, der die gelieferte Hard- und Software mal selbst anschauen könnte und ggf Zweifel anmeldet. Was ist mit den Leuten, die die Ahnung hatten, die Ausschreibung mit den Details überhaupt zu erstellen? Gucken die nicht auch einmal in das Angebot rein?

Kritikfähigkeit ist keine Phobie.

Mehr Realismus wäre angebracht.

Danke sfn - Selbstvernichtungsmodus eingeschaltet?
Ich habe selten einen so unqualifizierten Post gelesen, wie diesen "Erguss".
Du suggerierst, Dich im Prozess von Lastenheften, Ausschreibungen, Verhandlungsrunden, Vergabe und Pflichtenheften zwischen LVB und RBL-Lieferanten auszukennen? Ich kann Dir von Herzen versichern, dass in diesem Prozess die besten Fachleute der LVB aus allen Bereichen zusammengezogen wurden, um alle Anforderungen der LVB juristisch wasserdicht im Auftrag unterzubringen und bis zur Umsetzung jeder Zeile des Pflichtenheftes zu überwachen.
Warum sind noch nicht alle Busse im neuen RBL? Genau deshalb, weil die Qualitätskontrolle wirkt und eben keine Abnahme bei einer Tasse Kaffee erfolgt, sondern die Komponenten und die Software genau geprüft werden. Eine Abnahme eines Systems erfolgt erst, wenn alle Anforderungen geprüft und fehlerfrei sind.

Lieber sfn, ich bin Realist, näher dran am wirklichen Leben als Du denkst!
« Letzte Änderung: 27.08.2015, 19:05:12 von Fussel »

Offline Tino

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #26 am: 27.08.2015, 18:33:06 »
So ist es und nicht nur bei den LVB:
Zitat
Die Regionalleitstelle Leipzig in Großzschocher geht später in Betrieb als geplant. Wie die Stadt mitteilte, wurde der Start vom 2. September auf Januar nächsten Jahres verschoben.
Grund sind aufgetretene Liefer- und Leistungsschwierigkeiten bei den beauftragten Unternehmen, so die Stadt. Die Leitstellen von Feuerwehren und Rettungsdienst in Nordsachsen, dem Landkreis, der Region Döbeln sowie in der Stadt bleiben damit länger in Betrieb als geplant.

Offline DAvE LE

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #27 am: 28.08.2015, 08:00:21 »
^ Die haben eh eine Panne nach der anderen. :(

Offline sfn

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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #28 am: 30.08.2015, 17:31:03 »
Danke sfn - Selbstvernichtungsmodus eingeschaltet?
Der bei den LVB läuft schon.

Zitat
Ich habe selten einen so unqualifizierten Post gelesen, wie diesen "Erguss".
Du suggerierst, Dich im Prozess von Lastenheften, Ausschreibungen, Verhandlungsrunden, Vergabe und Pflichtenheften zwischen LVB und RBL-Lieferanten auszukennen? Ich kann Dir von Herzen versichern, dass in diesem Prozess die besten Fachleute der LVB aus allen Bereichen zusammengezogen wurden, um alle Anforderungen der LVB juristisch wasserdicht im Auftrag unterzubringen und bis zur Umsetzung jeder Zeile des Pflichtenheftes zu überwachen.
Wie man sieht. Monatelang (nicht: tagelang) gibt es Probleme.

Zitat
Warum sind noch nicht alle Busse im neuen RBL? Genau deshalb, weil die Qualitätskontrolle wirkt und eben keine Abnahme bei einer Tasse Kaffee erfolgt, sondern die Komponenten und die Software genau geprüft werden. Eine Abnahme eines Systems erfolgt erst, wenn alle Anforderungen geprüft und fehlerfrei sind.
Nochmals: Warum dauert das Monate? Ist der gewählte Anbieter so grottig, dass er scheinbar jede Woche mit einem neuen Bauteil ankommen muss, welches von den besten Fachleuten der LVB dann doch abgelehnt wird? Wieso hat man sich dann den Anbieter sich überhaupt ausgesucht? Oder haben die LVB schon vorher einen derartigen Verhau im betrieblichen Altbestand zusammengebracht, dass das RBL eine Herausforderung selbst für gutwillige Anbieter ist? Würde mich bei den hier bekannt gewordenen technischen Eigenbrötlereien der LVB auch nicht wundern.

Zitat
Lieber sfn, ich bin Realist, näher dran am wirklichen Leben als Du denkst!
Bei Dir denke ich gar nichts - allenfalls, dass Du auch bei Fahrgastproblemen wie ein typischer Betriebler argumentierst.

Mir geht es um die Qualitätskontrolle bei den LVB.

Ist jetzt egal, diese Diskussion ist abstrakt geworden und hat keinen Nährwert mehr.

Die DFI - das, was man als Kunde nach außen hin sieht - bleiben eben eine Jahrhundertaufgabe für die LVB.
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Re: DFI-Anzeigen
« Antwort #29 am: 30.08.2015, 17:53:39 »
Der bei den LVB läuft schon.
Wie man sieht. Monatelang (nicht: tagelang) gibt es Probleme.
Nochmals: Warum dauert das Monate? Ist der gewählte Anbieter so grottig, dass er scheinbar jede Woche mit einem neuen Bauteil ankommen muss, welches von den besten Fachleuten der LVB dann doch abgelehnt wird? Wieso hat man sich dann den Anbieter sich überhaupt ausgesucht? Oder haben die LVB schon vorher einen derartigen Verhau im betrieblichen Altbestand zusammengebracht, dass das RBL eine Herausforderung selbst für gutwillige Anbieter ist? Würde mich bei den hier bekannt gewordenen technischen Eigenbrötlereien der LVB auch nicht wundern.
Bei Dir denke ich gar nichts - allenfalls, dass Du auch bei Fahrgastproblemen wie ein typischer Betriebler argumentierst.

Mir geht es um die Qualitätskontrolle bei den LVB.


Mache es doch selber und besser
Mfg.
Ist jetzt egal, diese Diskussion ist abstrakt geworden und hat keinen Nährwert mehr.

Die DFI - das, was man als Kunde nach außen hin sieht - bleiben eben eine Jahrhundertaufgabe für die LVB.