Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 1217646 mal)

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Offline AntenneKL

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4695 am: 26.01.2018, 11:24:19 »
Die entscheidende Frage ist doch, ob man die Mitteldeutsche S-Bahn künftig als wirkliche S-Bahn sieht, oder ob es nur weiterhin eine Fortführung der Reichsbahn-S-Bahn (S1, S7) und der Verknüpfung von RB-Linien im Leipziger Tunnel ist. Die Politik sieht wohl eher Letzteres. Wenn es grundsätzlich keine neuen Fahrzeuge gibt, warum (so schreibt Radler) soll man dann die S1 mit neuen Wagen bestücken? Da wird nichts kommen, zumal man sich ja fast auch schon von der geplanten Verdichtung der S1 nach Grünau verabschiedet und eher Richtung Naumburg orientiert. Das wäre wieder nur eine Verknüpfung von RB-Linien. Die einzige machbare Fahrzeuggewinnung wäre die Rottürer vom RE 13 Leipzig Hbf. - Magdeburg zu nehmen und durch Doppelstockzüge zu ersetzen (sofern noch vorhanden). Außerdem muss man die S2 nicht im Wagendurchlauf bis Madeburg führen, sondern könnte in Dessau und Wittenberg wenden. (Ähnliches trifft auf die S4 hinter Torgau zu). Wobei die Rottürer der S2 eher RB-Züge sind, von der Ausstattung her und der geringeren Anzahl der Türen beim 5-Teiler. Da wurde schon bei der Bestellung an keine richtige S-Bahn gedacht.
Und ob sich die Leipziger Stadtverwaltung unbedingt für mehr Haltepunkte im bestehenden Netz stark macht, wage ich sehr zu bezweifeln, habe zumindest diesbezüglich noch nichts gehört ... Viel lieber sinniert man  über einen zweiten Tunnel ...
 

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4696 am: 26.01.2018, 11:37:19 »
der zweite Tunnel ist ein reines OBM - MP gespinnst.  Ich habe den Link zur Stellungnahmenabwägung des Nahverkehrsplans des ZVNL jetzt grad nicht zur Hand, doch dort mahnt die Stadt auf Amtsebene (also näher an der fachlichen Seite) die S-Bahnfunktion an stärker heraus zu arbeiten.

Die Naumburg/Merseburg-Orientierung ist zusätzlich! zu sehen, andernfalls muss entsprechend Druck für eine Verdichtung Grünau aufgebaut werden, zumal darüber deutlich mehr Fahrgäste generiert werden.

Fahrzeuge neu gäbe es vertragsrechtlich für eine neue Linie, also eine neu zu bezahlende Verdichtungsstrecke, die großstadtnah bleibt. Per Vorgabe in der Vergabe kann die Flotte größer sein, als nur dafür gebraucht, so dass es auch für die S1 reicht. Dann hätten die zwei innerstädtischen Linien ihre spezifischen Fahrzeuge und Grüntürer wären übrig.

Das geht nur mit Druck von außen, in der Zweckverbandsversammlung, wo auch Leipzig Sitz und Stimme hat, sitzt halt nur kein Verkehrsfachmann mehr, da braucht es noch ne Menge Arschtitte, damit das richtig läuft.

Offline LE Mon. hist.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4697 am: 31.01.2018, 09:06:05 »
Bei der heutigen Stadtratssitzung soll dem Nahverkehrsplan des ZVNL zugestimmt werden:
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1008313

Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag eingebracht, diesen nur noch fünf Jahre gültig sein zu lassen:

„Der Nahverkehrsplan hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Eine Evaluierung des Planes beginnt spätestens im Jahr 2021, damit eine Fortschreibung im Jahr 2023 erfolgen kann.“

LIZ, 31. Januar 2018
Nahverkehrsplan 2017 des ZVNL
Nachverkehrsplan: Leipziger Linksfraktion beantragt eine verkürzte Gültigkeit auf fünf Jahre
https://www.l-iz.de/wirtschaft/mobilitaet/2018/01/Leipziger-Linksfraktion-beantragt-eine-verkuerzte-Gueltigkeit-auf-fuenf-Jahre-204163

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4698 am: 31.01.2018, 09:39:58 »
so ergibt es auch einen Sinn:

- Die Bestätigung ist ohnehin nur formal, da Leipzig als Gesellschafter bereits der Fortschreibung zugestimmt hatte.
- Ab 2025 soll sowieso neu ausgeschrieben werden (MDSB I)
- deshalb ist eine Laufzeitbeschränkung wichtig und richtig, damit rechtzeitig und umfassender die nächste Fortschreibung diskutiert werden kann

btw.  laut Abstufungen der Pläne ist der ZVNL - Nahverkehrsplan der Masterplan für alle städtischen NVPs im Verbandsgebiet, also wichtiger als gemeinhin gedacht.

Gruß
der Radler

Offline Sascha Claus

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4699 am: 01.02.2018, 23:23:43 »
Tagchen,
Chance 2: vorher eine neue Linie einführen, dafür "reichlich" neue Fahrzeuge holen, eine innerstädtische Linie kann auch innerstädtisch bestuhlt werden, […]
entschuldigt vielmals dass mal kurz so weit vom Thema abschweife, aber wer oder was ist denn für den k°**b*… Anschluss in Falkenberg von der RB aus Cottbus zur S4 nach Leipzig verantwortlich?

Die Weltmetropole Falkenberg verfügt in ihre beiden Speckgürtelvororte Cottbus und Leipzig jeweils über einen näherungsweisen Stundentakt aus RE10 und RB bzw. S4. Der RE10 fährt durch und bietet damit eine durchgehende Verbindung, aber halt nur all 2h und nur bis zur letzten Abfahrt gleich nach dem Sandmännchen.

Die beiden anderen Linien verpassen sich um 10min. Führe die S4 etwas später, hätte man auch zw. L und CB nicht nur sowas ähnliches wie einen Stundentakt, sondern auch noch eine Spätverbindung 20:00 ab Cottbus (die nicht über LuWi führt). Die S4 müsste nur 10min Zeit rumkriegen, durch rumstehen, durch ein paar neue und wiedereröffnete Halte zwischen Ruhland und F’berg oder was weiß ich.

Zurück zum Thema: Daraus ergäbe sich natürlich auch eine andere Fahrplanlage der /S4 im Tunnel und mit Wurzen ein weiterer Ast, dem S-Bahn-taugliche Züge sicher nicht schlecht zu Gesicht ständen.

Offline Streckenläufer

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4700 am: 02.02.2018, 08:23:07 »
Tagchen,entschuldigt vielmals dass mal kurz so weit vom Thema abschweife, aber wer oder was ist denn für den k°**b*… Anschluss in Falkenberg von der RB aus Cottbus zur S4 nach Leipzig verantwortlich?
Ich tippe mal auf Planer, die nur bis zu ihrem Gartenzaun ihrer Landesgrenze denken.

Offline LE Mon. hist.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4701 am: 06.02.2018, 02:47:46 »
MdL Wolfram Günther (B90/Grüne) und Bürger_innen der Region Rochlitz regen an, die S 6 über Geithain bis Rochlitz zu verlängern. Die Idee war am Freitag Thema des "Grünen Stammtischs" in Rochlitz gewesen.

Die S 6, die bisher in Geithain endet, soll über die Strecke durchs Frelsbachtal über Breitenborn und Köttwitzsch bis Rochlitz fahren. Dazu müsste eine Gleiskurve in der Ortslage "Grüne Tanne" nahe dem Bahnübergang der B 175 neu gebaut werden. "Das hat Potenzial für den touristischen Verkehr, den normalen Verkehr und den Güterverkehr", so Günther. Er hofft, dass Rochlitz dadurch noch attraktiver als Wohnstandort werden würde und wäre auch für Park-and-Ride-Konzepte geeignet.

Günther will nun unter anderem mit Verkehrsverbünden und Behörden Gespräche führen, damit das Projekt realisiert werden kann. Zudem müssten alle Betroffenen, darunter die anliegenden Orte und die Initiatoren, an einen Tisch.

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/ROCHLITZ/Austausch-ueber-S-Bahn-nach-Rochlitz-artikel10122654.php

Offline Sven

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4702 am: 06.02.2018, 07:11:53 »
Wie wäre es einfach mit einer Verlängerung der RB von Grimma? Gleise und Bahnsteige müssten nur saniert werden.

Wäre aber zu einfach  >:(


Offline Streckenläufer

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4703 am: 06.02.2018, 07:40:29 »
^ Das wäre in der Tat die bessere Lösung, man könnte so Colditz wieder an die Bahn anbinden und zwischen Grimma und Leipzig zusammen mit der Linie Döbeln-Leipzig einen Halbstundentakt schaffen. Eine Wiederherstellung von Nardorf-Rochlitz wäre eher etwas für eine Anbindung aus Richtung Chemnitz, mit Verlängerung der City-Bahn von Burgstädt, wobei an dieser Strecke aber weniger Fahrgäste zu erreichen wären als im Muldental.

Offline Senny

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4704 am: 08.02.2018, 17:46:32 »
Huhu,

diese Woche wurden die ersten Fundamente für den neuen Haltepunkt Mockauer Straße gesetzt.

 

Sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, soll mit den Schottereinbau im Mittelgleis (Gleis 3) weitergemacht werden. Der Gleisbau startet dann im März.




MfG Senny

Offline Sascha Claus

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4705 am: 11.02.2018, 16:17:31 »
Tagchen hier,
MdL Wolfram Günther (B90/Grüne) und Bürger_innen der Region Rochlitz regen an, die S 6 über Geithain bis Rochlitz zu verlängern. […] Er hofft, dass Rochlitz dadurch noch attraktiver als Wohnstandort werden würde und wäre auch für Park-and-Ride-Konzepte geeignet.
und ich hoffe, dass sein Kopf geeigneter als Denkstandort wird. :gobbschiddl: Park and Ride? Sollen dann alle Geithainer und Narsdorfer nach Rochlitz fahren, dort am Bahnhof parken und dann mit der S-Bahn über Borna und Böhlen nach Leipzig zuckeln, statt mit dem RE? Oder sollen alle Rochlitzer mit dem Auto zum Bahnhof ganz am Rand des Ortes fahren, und dort dann in die S-Bahn nach Böhlen steigen, statt …?

Über die Vorstellung, das mausetote Kuhdörfer eine Dreiviertelstunde von Leipzig entfernt als Wohnstandort attraktiver sein könnten als tote Dörfer eine Viertelstunde von Leipzig, reden wir lieber mal gar nicht.

Die Stadtverwaltung hat es theoretisch durchaus erkannt, dass innert Leipzigs die S-Bahn viel mehr leisten können muss. So nützlich Stadt-Umland-Funktionalität ist, so klein und vergleichsweise dünn be/zersiedelt ist dieses Umland. Zumindest hat die Verwaltung das als Stellungnahme in den NVP des ZVNL geschrieben.
Dabei ist doch das explosionsartig wachsende Umland, mit seinen Boomtowns Groitzsch, Colditz und wie sie alle heißen, dafür veantwortlich, dass vor einigen Jahren einige % der jährlichen Anteile an sächsischen Regionalisierungsmitteln aus dem ZVON und VVV(?) zu MDV und VVO umgeschichtet wurden. Oder?

PS: Hat jemand Fotos von der neuen Unterführung der Essener Straße, an der man schon das künftige Flair für umsteigende Busreisende, ein-/aussteigende Fußgänger und durchreisende Radler erahnen kann?

Offline 772-506-8

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4706 am: 12.02.2018, 06:55:17 »
Ich tippe mal auf Planer, die nur bis zu ihrem Gartenzaun ihrer Landesgrenze denken.

Die RB Cottbus - Falkenberg ist auf den Nullknoten Cottbus ausgerichtet. Um mit der derzeitigen Streckengeschwindigkeit den Nullknoten Falkenberg zu erreichen, müssten die RB-Halte ausgelassen werden (also die RB als RE verkehren). Eine Lösung geht daher nur unter Verzicht auf Anschlüsse in Cottbus oder Falkenberg oder unter Verzicht auf Halte oder - um den in der Tat wichtigsten Anschluss Richtung Leipzig herzustellen unter Verschiebung der  /S4. Hierzu müsste allerdings das derzeitzige Prinzip aufgegeben werden, dass der RE 10 zwischen Taucha und Falkenberg einen  /S4-Takt ersetzt und die "kurze" /S4 dauerhaft nach Eilenburg oder ggf. Torgau verlängert werden, was zu Mehraufwand beim ZVNL führen würde. Außerdem würde durch die Verschiebung eine noch längere Standzeit der  /S4 in Falkenberg entstehen oder es käme hier zu Anschlussverlusten.

Eine sinnvolle Lösung könnte sein, die verschobene  /S4 als Ersatz für die RB nach Cottbus zu verlängern und dann eine halbe Stunde später nach Hoyerwerda durchzubinden (dann ohne Standzeit in Falkenberg), dann würde aber zwischen Eilenburg bzw. im Berufsverkehr Torgau und Falkenberg zweistündlich eine S-Bahn mehr fahren und es gäbe noch mehr langlaufende S-Bahnen....
« Letzte Änderung: 12.02.2018, 07:01:53 von 772-506-8 »

Offline NewComer8

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4707 am: 12.02.2018, 10:38:21 »

Eine sinnvolle Lösung könnte sein, die verschobene  /S4 als Ersatz für die RB nach Cottbus zu verlängern und dann eine halbe Stunde später nach Hoyerwerda durchzubinden (dann ohne Standzeit in Falkenberg), dann würde aber zwischen Eilenburg bzw. im Berufsverkehr Torgau und Falkenberg zweistündlich eine S-Bahn mehr fahren und es gäbe noch mehr langlaufende S-Bahnen....


Das wird schon aus dem Grund nicht möglich sein, dass die S4 nach Hoyerswerda so ihren Umstiegshalt in Ruhland zu spät erreicht.
Früher oder später muss bei der S4 der Takt durch den Tunnel verlagert werden, da die Umstiegssituation verbessert werden und die Standzeit in Falkenberg verkürzt werden muss.

Offline thomas15e

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4708 am: 12.02.2018, 11:50:12 »
Hi
  meine Idee  S4 nur bis Torgau  alle 30 min , RE von Leipzig hbf oben bis Cottbus  .RE von Leipzig hbf oben Hoyerswerda in 2 stunden Takt
                                                                  RB  von Torgau bis Hoyerswerda  bzw  Cottbus  in den HVZ Anbindung zur S-Bahn aber keine Verknüpfung
                                          Re und RB mit DB wagen bestücken  , freiwerdende  S-bahn  Hamster können andere S Linien bestückt werden
15E        PROBSTHEIDA
             Lindenau

Offline Jörg.L.E.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #4709 am: 13.02.2018, 20:31:50 »
Hallo,

weiß einer was die zwei grünen 3-teiler im DB Werk Erfurt (östlich vom Erfurter Hbf) machen?
Danke für mögliche Antworten vorab.

MfG
dor Jörsch
Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.