Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 2324080 mal)

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Offline SES

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6390 am: 02.01.2022, 18:23:34 »
"@ SES
Mit LG lässt sich vortrefflich diskutieren und um Lösungen, Ideen oder Wege ringen. Ein immenses Fach- und Hintergrundwissen macht eben Freude. Selbst wenn die eigene Position zuweilen eine andere ist. Das führt eben zum Respekt voreinander."

Habe ich was anderes behauptet? Wenn du Radler es so verstanden hast, Schade.

L. G. und auch G. W. empfand ich als Quelle und Gesprächteilnehmer angenehm, Informativ und stehts auf Augenhöhe. Leider zogen sich beide immer mehr zurück. Schade.
SCHANDAUER ELEKTRISCHE STRASSENBAHN

1898-05-26 Behördliche Probefahrten.
1898-05-27 Eröffnungsfahrten und -feier.
1898-05-28 Aufnahme des Fahrplanmäßigen Betriebes.

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6391 am: 02.01.2022, 22:07:46 »
Wo habe ich geschrieben, der 180s Takt ginge ohne technische Nachrüstungen? Wo habe ich mich widersprochen?
Jeder, der hier mitliest, hat Deinen Satz im Ursprung so verstanden, dass ein Drei-Minuten-Takt planmäßig auch heute möglich wäre. Vielleicht solltest Du Dich in Zukunft mal klarer ausdrücken, damit jeder versteht, wie es gemeint war. Nicht einfach "Auch ohne Technik wurden die Planungen auf 180 s Zugfolge getrimmt" hinklatschen, sondern dazu schreiben, dass es im Ursprung Planungsvarianten mit einem Drei-Minuten-Takt gegeben hat, bei denen aber die sicherungstechnischen Planungen bzw. Gegebenheiten noch keine Rolle spielten.

Wie würdest du als Außenstehnder so einen Satz empfinden, wenn klar ist, dass es inhaltlich um ganz normale Planungsschritte in einem extrem komplexen Bauwerk/System geht?
Klar ist da gar nichts. Denn davon war in Deinem Beitrag, der den Disput auslöste, keinerlei Rede. Siehe oben.

Damals gab es noch kein in Betrieb befindliches ETCS
Damals gab es aber schon LZB, mit der wäre das auch machbar gewesen.

zum Verspätungsabbau kann das heute genutzt werden.
Höchstens im Idealfall  bei geringem Publikumsverkehr. Praktisch durch den ganzen Tunnel machbar ist zum Abbau von Folgeverspätungen eine Zugfolge von minimal 31/2 bis 4 Minuten. Allerdings wegen der Geschwindigkeitsrestrikt ionen durch die PZB90 dann auch mit einer Fahrzeitverlängerung von 1-2 Minuten.

Gruß Peter
Ich sehe meine Rechte nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Lieber glaube ich Wissenschaftlern, die sich auch mal irren, als Irren die glauben sie seien Wissenschaftler.
Fabian Eisenring

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6392 am: 02.01.2022, 23:34:46 »
klar ausgedrückt war es:

Zitat
mit techn. Nachrüstungen und geeigneten Fahrzeugen sind die sicher auch planmäßig drin,


Da vor einiger Zeit bereits um die Zugfolge diskutiert wurde und das Prozedere ja bestens sichtbar war und ist, steht dieser Satz auch ganz bewusst so von mir drin, da ein aneinanderreihen von kürzeren Folgen als den 5 Minuten nicht praktikabel wäre.

Sicher hast du das überlesen. Alles easy. Nur dein Sticheln nach einer Quelle, nach dem Präsentieren einer davon, dem folgenden Missachten, fast Lächerlichmachen von Planständen, wirkt besser, wenn du gründlicher liest. Sonst wirkt es eben nicht sicher. Jetzt, nachdem aus einer angeblich "obskuren Quelle" ganz normale Ingenieursarbeit wurde, suchst du nach Haaren in der Suppe. Sind keine drin. Aus dem Kontext der Nullerjahre und der massiven Zeitungskampagnie gegen den CTL war doch klar, was mit "getrimmt" gemeint war.

Gruß
der Radler

Offline T4D-Fan

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6393 am: 03.01.2022, 10:56:13 »
Ausschreibung für den Bau von Schienenfahrzeugen für MDSB2025plus

Die DB hat über folgenden Link eine Ausschreibung für den Bau von Triebfahrzeugen bekannt gegeben:

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:1861-2022:TEXT:DE:HTML

Darin ist der Bau und Inbetriebnahme von 16 BEMU-Fahrzeugen (für die Strecke nach Grimma), sowie 71 (plus 10 Fahrzeuge als Option) Elektrotriebwagen für das Netz MDSB2025 enthalten.

Viele Grüße
T4D-Fan

Offline Sven

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6394 am: 03.01.2022, 15:42:01 »
Das DB Regio wieder mitbieten wird, war abzusehen. Spannend dürfte es sein, ob noch weitere Fahrzeugausschreibungen auf den Markt geworfen werden.

Übrigens, aufgrund der Vorgaben der Auftraggeber werden wir definitiv Neufahrzeuge sehen. Die Dreiteiler sind für Los 2 nicht verwendbar.

Grüße
Sven

Offline schienenbruch

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6395 am: 03.01.2022, 17:10:46 »
Hallo,

Was hat man denn dann mit den ganzen Talent2 vor?
Die Ablösung für die um Cottbus (u.a. RE10) eingesetzten Fahrzeuge steht auch schon in den Startlöchern. Ich gehe mal mutig davon aus, dass 2026 auch der RE50 ebenso wie die Dresden anlaufenden, betreffenden Linien neue Fahrzeuge erhalten werden.
Also stehen in den nächsten Jahren wenn ich richtig gezählt habe 73! Triebwagen im jungen Alter zur Disposition.

Mfg

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6396 am: 03.01.2022, 17:14:14 »
Nur dein Sticheln nach einer Quelle, nach dem Präsentieren einer davon, dem folgenden Missachten, fast Lächerlichmachen von Planständen, wirkt besser, wenn du gründlicher liest.
Nenne es nicht Planungsstände, sondern allenfalls unverbindliche Planungsvarianten. Und wie bereits geschrieben, von Anfang an klare Aussagen von Dir anstatt nur ein paar Worte zusammenhanglos hinzuklatschen hätten jedes Missverständnis vermieden. Es gab ja nicht ohne Grund weitere User, die Dir widersprochen haben.

Gruß Peter
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Fabian Eisenring

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6397 am: 03.01.2022, 17:21:52 »
Was hat man denn dann mit den ganzen Talent2 vor?
Vielleicht setzt man sie ja weiter im MDSB-Netz ein?? Möglich wäre es jedenfalls.

Die Ablösung für die um Cottbus (u.a. RE10) eingesetzten Fahrzeuge steht auch schon in den Startlöchern. Ich gehe mal mutig davon aus, dass 2026 auch der RE50 ebenso wie die Dresden anlaufenden, betreffenden Linien neue Fahrzeuge erhalten werden.
Beim RE50 könntest Du Recht haben. Aber warum sollten die übrigen Linien des E-Netzes Oberelbe (RE15, RE18, S6, optional S5) zwingend mit Neufahrzeugen ausgerüstet werden?? Da kommt ja derzeit ein Mischmasch aus Talent-Dreiteilern und Dosto-Zügen zum Einsatz. Vielleicht kann man ja daraus unter Nutzung der Cottbuser oder auch der MDSB-Fahrzeuge (bis auf den RE50) ein reines Talent-Netz machen??

Gruß Peter
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Fabian Eisenring

Offline schienenbruch

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6398 am: 03.01.2022, 18:01:45 »
Vielleicht setzt man sie ja weiter im MDSB-Netz ein?? Möglich wäre es jedenfalls.

Meine Hoffnung bestand zu Beginn darin,  dass man auch unter Berücksichtigung der Option von 10 Fahrzeugen, eine ausreichende homogene Flotte für alle Eventualitäten vorhalten kann. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren würden deine Annahme unterstreichen.

Aber warum sollten die übrigen Linien des E-Netzes Oberelbe (RE15, RE18, S6, optional S5) zwingend mit Neufahrzeugen ausgerüstet werden?? Da kommt ja derzeit ein Mischmasch aus Talent-Dreiteilern und Dosto-Zügen zum Einsatz.

Aber das der RE50 zwingend Neufahrzeuge erhalten soll ist noch nicht abschließend geklärt?
Dieser Mischmasch ließe sich dann entzerren indem man die Dostos von RE15/18 auf den RE50 wechselt und so einen Betrieb rein mit Dostos darstellt.

Vielleicht kann man ja daraus unter Nutzung der Cottbuser ...

Zum nächsten Fahrplanwechsel, wenn also die Cottbuser frei werden, ändert sich auch bei den Berlinern etwas. Solange die nicht die Finger nach eben jenen Fahrzeugen schon ausgestreckt haben ist es durchaus im Rahmen des Möglichen.

Mfg

Offline Sven

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6399 am: 03.01.2022, 19:29:28 »
Aber das der RE50 zwingend Neufahrzeuge erhalten soll ist noch nicht abschließend geklärt?
Dieser Mischmasch ließe sich dann entzerren indem man die Dostos von RE15/18 auf den RE50 wechselt und so einen Betrieb rein mit Dostos darstellt.

Das einzige was man wohl bisher sagen kann ist, dass für den RE50 Doppelstockzüge vorgesehen sind. Ob das jetzt Lok+Wagen oder als Triebzug daherkommt, das dürfte dann die Ausschreibung und die Kalkulation der Anbieter zeigen.

Wie von Peter schon aufgeführt, wird ja mit der S5 und S6 im VVO teilweise eine Leistungssteigerung vorhanden sein.

Grüße
Sven

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6400 am: 03.01.2022, 20:10:19 »
Aber das der RE50 zwingend Neufahrzeuge erhalten soll ist noch nicht abschließend geklärt?
Es ist gar nichts geklärt. Auch, dass für den RE50 Doppelstockzüge vorgeschrieben werden sollen, ist bisher nur Flurfunk.

Dieser Mischmasch ließe sich dann entzerren indem man die Dostos von RE15/18 auf den RE50 wechselt und so einen Betrieb rein mit Dostos darstellt.
Da die Doppelstockzüge bei RE15/18 und RB31 nur aus zwei bzw. drei Wagen bestehen, werden da wohl Steuerwagen zu viel, Mittelwagen zu wenig sein. Und wenn ein Wettbewerber die Ausschreibung gewinnt, brauchen wir darüber gar nicht mehr diskutieren, weil der sicher auf andere Fahrzeuge zurück greift.

Von daher ist das alles nur Spekulation, so wie bei der MDSB2025+ auch...

Gruß Peter
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Fabian Eisenring

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Offline Newcomer8

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6402 am: Gestern um 10:15:43 »
https://www.probahn-lausitz.org/blog-post/vergabeverfahren-mitteldeutsches-s-bahn-netz-gestartet/

Habe ich es richtig verstanden, das die  /S4 bereits ab Dezember 2022 nicht mehr bis Hoyerswerda fährt?

Offline Linie15E

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6403 am: Gestern um 16:53:26 »
https://www.probahn-lausitz.org/blog-post/vergabeverfahren-mitteldeutsches-s-bahn-netz-gestartet/

Habe ich es richtig verstanden, das die  /S4 bereits ab Dezember 2022 nicht mehr bis Hoyerswerda fährt?
Genau, so wird es kommen. Die S4 endet dann in Falkenberg. Im Dezember 2022 geht das „Netz Lausitz“ in Betrieb und der RE10 Leipzig-Cottbus verkehrt zwischen Leipzig und Falkenberg mit dem RE11 Leipzig-Hoyerswerda zusammen.
Dieses Konstrukt hat dann allerdings gravierende Auswirkungen auf die Zeitlagen der Linien um die Knotenpunkte Falkenberg und Ruhland.
Hallo Hometown. Ich bin wieder da.

Offline Reisender

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6404 am: Gestern um 17:00:23 »
Dieses Konstrukt hat dann allerdings gravierende Auswirkungen auf die Zeitlagen der Linien um die Knotenpunkte Falkenberg und Ruhland.
Genau das könnte sich im schlimmsten Fall massiv negativ auswirken, da der ÖPNV ja von kurzen Reisezeiten lebt - neben der Zuverlässigkeit. Wenn die Fahrzeit sich z.B. um 20 Minuten verlängert, wird das sicher Auswirkungen auf die Fahrgäste haben.