Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 1863096 mal)

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Offline Fahrer

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6075 am: 21.07.2020, 22:02:45 »
Ist denn  Bekannt ob der RE11 in Torgau  Anschluss an die  /S4 haben wird?  Sodass sich außer einem Umstieg für die Fahrer von den Dörfern ach Hoyerswerda ncihts ändert?

Offline RoSchoLe

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6076 am: 22.07.2020, 09:32:33 »
Ich schiebe das mal hier rein, aus Tagesschau:
Dir ist schon bewußt, dass die Verknüpfung nur wegen der Fahrplanlage ist und weiterhin in Leipzig ein hundertprozentiger Wechsel an Fahrgästen stattfindet? Mit dem Deutschlandtakt und weiteren Ausbauten ändert sich die Lage...

Grüße
Sven
Sinn eine Linie sollte doch sein, einen möglichst hohen Anteil an Fahrgästen zu haben, die diese ohnen Umsteigen für Ihre Reise nutzen können. Ein Umsteigen bedeutet einen Zeitverlust (bis zu 25 Minuten bei der S-Bahn) und dass setzt die Attraktivität herab.
Da passt eine Aussage: "Es steigen eh alle aus" nicht, da werden Ursache und Wirkung verwechselt.
Um eine Verkehrswende zu schaffen, müssen die Anlagen in einen Zustand versetzt werden, dass derartige Zwangpunkte minimiert werden.
Das Ganze erinnert mich an die 80ziger Jahre, als die S-Bahnlinie A nach Grünau verschwenkt wurde und zur Linie C in Plagwitz und Markleeberg kein Anschluss verhanden war. Ein länglicher Brief der Reichsbahn listet, genau solche abwimmelden und höhere Gründe, die ein Fahrgast nicht verstehen kann und soll, auf. Das Ergebnis ist bekannt, hier begann der Abstieg der Wald-S-Bahn.

Offline dor_marsl

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6077 am: 23.07.2020, 08:56:28 »
Ich schiebe das mal hier rein, aus Tagesschau:Sinn eine Linie sollte doch sein, einen möglichst hohen Anteil an Fahrgästen zu haben, die diese ohne Umsteigen für Ihre Reise nutzen können. Ein Umsteigen bedeutet einen Zeitverlust (bis zu 25 Minuten bei der S-Bahn) und dass setzt die Attraktivität herab.
Wer sagt, dass sie das nicht können? Durch die Verknüpfung der 2 Radialen kann immer noch die Mehrzahl an Leuten ihr Ziel erreichen, da ja zumindest nach Süden bis zum Ende der Stammstrecke weitergefahren wird. So überlagern sich die beiden Äste dann im Tunnel und auf dieser Strecke findet dann der (vermutlich) 100%ige Fahrgastaustausch statt. Ob die Linie im Süden jetzt nach Geithain, Gaschwitz oder Stötteritz (-Wurzen) fährt, irgendjemandem wird das immer nicht passen. Es geht bei (Durchmesser-)Linien immer darum, einen Großteil der Fahrgäste möglichst weit ans Ziel zu bringen und das ist nun mal weiterhin die erweiterte Innenstadt von Leipzig.
Bei einem Zwangsumstieg am Hauptbahnhof würde dein Argument mehr greifen, schlussendlich sind ÖPNV-Linien und Fahrpläne immer ein größtmöglicher Kompromiss fast aller Randbedingungen.
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht sicher." (A.Einstein)

Offline RoSchoLe

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6078 am: 23.07.2020, 10:43:47 »
Das wäre so, als ob man die 8 von Paunsdorf bis Hofmeisterstraße führen würde, und dann nach Stötteritz.

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6079 am: 23.07.2020, 11:51:29 »
nicht ganz!  Diese S10 wirkt skurril und ja, sie führt die dringend benötigten Taktverdichter nicht in den Tunnel - doch ist es besser, dieses jetzt via Hbf oben auszuschreiben, damit man fortwährend die Trassenkapazitäten herstellen kann. Sonst muss man nochmal 20 Jahre warten. Dann lieber diese Lösung als gar keine!

gruß
der Radler

Offline dor_marsl

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6080 am: 23.07.2020, 14:00:10 »
Das wäre so, als ob man die 8 von Paunsdorf bis Hofmeisterstraße führen würde, und dann nach Stötteritz.
Da ich deinen Beitrag als Reaktion zur "wenig attraktiven Linie S4" aufgefasst habe, wäre das dann eher eine Verbindung mit der 8 einmal um den Ring rum und dann nach Stötteritz, da man ja alle Innenstadtziele erreicht.
Bezüglich der S10 hat es @Radler gut aus den Punkt gebracht.
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Offline sfn

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6081 am: 23.07.2020, 14:09:43 »
Da ich deinen Beitrag als Reaktion zur "wenig attraktiven Linie S4" aufgefasst habe, wäre das dann eher eine Verbindung mit der 8 einmal um den Ring rum und dann nach Stötteritz, da man ja alle Innenstadtziele erreicht.
Um um den Ring rumzufahren und dann nach Stö, müsste man aber am Augustusplatz die heiß ersehnte Süd-Ost-Kurve noch bauen  :D . Oder?

Ich hatte den ironischen Beitrag eher so verstanden: von Hofmeisterstraße aus links abbiegen, bloß das kürzere Stück Ring bis zur alten Hauptpost fahren und dort wieder nach links nach Stö abbiegen.

:)
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnvollaktion: Bestellung E-Busse
Sinnlosaktionen: Betriebsausfall 2h lang und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Hst.-Namen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Fahrer

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6082 am: 23.07.2020, 14:31:42 »
Um um den Ring rumzufahren und dann nach Stö, müsste man aber am Augustusplatz die heiß ersehnte Süd-Ost-Kurve noch bauen  :D . Oder?

Ich hatte den ironischen Beitrag eher so verstanden: von Hofmeisterstraße aus links abbiegen, bloß das kürzere Stück Ring bis zur alten Hauptpost fahren und dort wieder nach links nach Stö abbiegen.

:)

Wobei sich auch dafür sicher Fahrgäste fänden,  klug kombiniert in den richtigen Taktlagen, zum Beispiel direkt nach  /SL.001 oder  /SL.003 gäbe es da sicherlich Interessenten. Wer aus der Eisenbahnstraße Richtung Reudnitz/Westplatz/Karli/Prager Straße... will, wird sicher froh sein, nicht noch den Schlenker über den Bahnhofsplatz machen zu müssen. in vielen Fällen ist dann die  /SL.010/SL.011/SL.014/SL.016  /SL.004 /   /SL.007/SL.012/SL.015 am Vorplatz gerade mit der Ankunft der  /SL.001 oder  /SL.003 weg und durch den Schlenker hat man 2-3 Minuten umsteigezeit. Nicht jeder Verstärker muss, wenn der Aufkommensschwerpunkt schon voll ist,  was unzweifelhaft für einen stabilen Betrieb im Tunnel zutrifft und auch am Hbf nicht mehr so weit weg ist, auch den Aufkommensschwerpunkt bedienen.  Es kann schon reichen, wenn durch gezielte Fahrplanerstellung und Werbung diejenigen, die es vermeiden können, abgehalten werden, dort umzusteigen oder vorbeizufahren.

Offline RoSchoLe

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6083 am: 23.07.2020, 14:35:49 »
Ich hatte den ironischen Beitrag eher so verstanden: von Hofmeisterstraße aus links abbiegen, bloß das kürzere Stück Ring bis zur alten Hauptpost fahren und dort wieder nach links nach Stö abbiegen.
Ja, so war es gemeint.
Um um den Ring rumzufahren und dann nach Stö, müsste man aber am Augustusplatz die heiß ersehnte Süd-Ost-Kurve noch bauen  :D . Oder?
Oder weiter zur Hofmeisterstraße und dann durch die Kohlgartenstraße nach Stötteritz.
Dann hätte einige Haltestellen sogar einen 5-Minutentakt.




Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6084 am: 23.07.2020, 18:07:14 »
Diese S10 wirkt skurril und ja, sie führt die dringend benötigten Taktverdichter nicht in den Tunnel - doch ist es besser, dieses jetzt via Hbf oben auszuschreiben, damit man fortwährend die Trassenkapazitäten herstellen kann.
Das ist nicht besser, sondern schon wieder zu kurz gedacht. Wenn durch Ausbau der Sicherungstechnik im Tunnel ein dichterer Takt möglich werden sollte, fehlen dann Fahrzeuge, um beide Verstärkungsäste in den Tunnel bis Stötteritz bzw. Connewitz führen zu können. Da warten wir dann bis zur nächsten Ausschreibung im Jahr 2037, bis das klappen wird...

Gruß Peter
Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6085 am: 23.07.2020, 18:19:37 »
Die Fahrzeugmenge für die Zukunft kann in der Ausschreibung ja hinterlegt / gefordert werden. Wichtig ist, dass der Nutzen rasch eintritt. Denn ohne diesen bleibt die Bedeutung zu klein für die großen Investitionen!

Gruß
der Radler

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #6086 am: 23.07.2020, 19:29:41 »
Die Fahrzeugmenge für die Zukunft kann in der Ausschreibung ja hinterlegt / gefordert werden.
Ich weiß ja nicht auf welcher Traumwolke Du lebst. Aber wenn der ZVNL den Betrieb einer Linie Schkeuditz - Leipzig Hbf (oben) - Grünau ausschreibt, dann verlangt der mit Sicherheit nicht zusätzlich die Vorhaltung von Fahrzeugen für je eine Linie Schkeuditz - Connewitz und Grünau - Stötteritz. Zumal wenn der Betrieb dieser Linien noch in den Sternen steht. Wir reden hier schließlich von einer Differenz beim Fahrzeugbedarf für beide Varianten von mindestens drei Triebzügen.

Gruß Peter
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