Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 1649238 mal)

0 Mitglieder und 6 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4172
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5820 am: 08.10.2019, 10:39:49 »
das ist völliger Käse!

Stauungen, dass es richtig schlecht für das Vorankommen ist, sind in LE selten und auf wenige Abschnitte beschränkt. Zu 95% der Betriebszeiten gibt es diese Behinderungen nicht. Sobald ein PKW-Fahrer umsteigt, ist der Rückstau schon mal 10 m kürzer.

Auch die Bimmel schwimmt im Verkehr mit.

Das unclevere Ampelschaltungen ausbremsen ist kein System- sondern ein Durchsetzungsproblem der LVB. Schlafende Ampeln könnten das Einbiegen aus Nebenstraßen für Busse erleichtern. Stadtbahnen sollten kein Pulkfolger sondern Pulkführer sein. usw.

Leider führen Bauformen und Straßenquerschnitte immer wieder zu Zeitverlusten. In Schönefeld wird demnächst für irre Geld die nächste Stelle zum Ausbremsen gebaut.

Gruß
der Radler

Offline AG501

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5082
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5821 am: 08.10.2019, 16:00:32 »
das ist völliger Käse!

Stauungen, dass es richtig schlecht für das Vorankommen ist, sind in LE selten und auf wenige Abschnitte beschränkt. Zu 95% der Betriebszeiten gibt es diese Behinderungen nicht.

Dann fahr mal mit der  /BL.060 bzw.  /BL.074 zwischen Südvorstadt und Schleußig. Die Verspätungen sind teilweise haarsträubend, und das nicht nur in den HVZ. Ausgenommen eigentlich nur das Wochenende.

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4172
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5822 am: 08.10.2019, 16:06:35 »
das mache ich öfter, auch tagsüber kommen die gut durch, abends sowieso.  AM S-Bf MDR treffen die 74er häufig zeitgerecht ein.

Ansonsten: Was wären die Alternativen?
- mehr Busse einsetzen (Linien / Taktung), damit mehr PKW-Nutzer zu Fahrgästen werden?
- alles so lassen und --> jammern  --> konstatieren, dass trotz teurer SPNV-Investitionen der modal split nicht über 18% hinaus kommt?
- weniger Busse einsetzen, weil dann weniger Busse im Stau stehen?
- warten (10 Jahre? 20 Jahre? Ewig?) bis Busspuren entstehen
- warten (seit 100 Jahren weitere 10 Jahre? 20 Jahre? Ewig?) bis eine Tram-Strecke entsteht?

Sag du es mir?  ;-)

Gruß
der Radler

Online Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1454
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5823 am: 08.10.2019, 21:59:43 »
Na ja,

den Schleuniger Weg kann man doch vom Adler bis zum Technischen Rathaus mit einer kompletten Busspur versehen. Dann dürfte die Fahrzeit für den Abschnitt vielleicht weniger als 15 Minuten betragen und würde definitiv planbar und zuverlässig sein. Heute ist in der HVZ diese Achse eher unbrauchbar, wenn es jemand eilig hat.

Vor allem würde genau der schnelle Bus neben einigen Kfz-Lenkern im Stau die Augen öffnen. Wenn wir dann noch ein O-Bus dort hätten, dann wäre es später ein leichtes, auf die Strassenbahn umzuschwenken. Die separate Spur wäre ja schon mal da...

Grüße
Sven

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4172
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5824 am: 09.10.2019, 07:24:07 »
^

prinzipiell klingt das plausibel. Immerhin ist an der Rödelstr. durch die Busspur und die daraus folgende Einstreifigkeit westwärts die KfZ-Kapazität definiert. Nur würdest du die Busspur auch in der Kurt-Eisner-Str. als umsetzbar ansehen? Stichwort Abbiegespuren? Nicht vergessen, eines Tages endet an der Wundtstr. der Verkehr, welcher durch die A72 induziert wurde (ca. 40.000 KfZ DTV), der muss irgendwie abgeleitet werden... Und: Sollte mit Mehr Linienangebot und dem von mir ewig gefordertem Umschwenken der Linie 60 via MDR und Studi-Wohnheime Str. d.18.10. nicht vor dem Umsetzen einer Busspur begonnen werden?

Gruß
der Radler

Online Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1454
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5825 am: 09.10.2019, 08:10:29 »
Der schlimmste Abschnitt ist zwischen Bebelstr. und Lössniger Weg. Die Kreuzungen sind erheblich belastet. Für einen Durchfluss trotz Linksabbiegern würde ich die wechselseitige Grünphase empfehlen. Damit könnten diese zügig den Kreuzungsbereich verlassen.

Die Spuraufteilung ist zumindest im inneren Abschnitt grenzwertig, da man ja auch Radfahrer hier mit unterbringen muss. Diese würden die Busspur ähnlich bevölkern wie den Ku'damm in Berlin.

Den Verkehr von der Wundtstr. will man bereits an der Lehmannstr. ableiten. Ab dort soll die B2 nur noch einspurig weiterführen. Damit dürfte der Mehrverkehr auf der Bebelstr. und Karli deutlich mehr werden. Für die Kurt-Eisner-Str. sehe ich es nicht so, dass es dort mehr werden wird.

Ob man die  /BL.060 zum MDR umlegt ist eher zweitrangig. Ich würde in dem Bereich ein anderes Konzept fahren. Die Fahrgäste aus dem Südwestbereich, welche bisher nur den  /BL.089 oder weite Fusswege zur Karli hätten, würde ich mit einer Linie im 10-min Takt Richtung  /S-Bahn MDR und weiter über Str. 18 Oktober / Oststr. Richtung Reudnitz bedienen. Ein neues Buskonzept hab ich natürlich auch in der Tasche  ;D Deutlich übersichtlicher und fokussierter. Das wäre aber einen neuen Thread wert  ;)

Grüße
Sven

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4172
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5826 am: 09.10.2019, 08:30:39 »
^
ja, das braucht einen eigenen Thread!  Klingt nämlich gar nicht so schlecht... Wenn ich mal in Trance bin ;-)   Kommt mir der Gedanke, die 70 ab Techn.Rathaus via Semmelweisstr. bis Bebelstr. zu schicken und dann nach Süden via Lehmannstr. zur HTWK und weiter zum Kreuz. Zusätzlich zu einer Verstärkungslinie, so dass Ost-Südost-Süd im 5er Takt tangential laufen. Gut... anderer Thread.

Heute morgen habe ich am S-MDR die Völkerwanderung beobachtet, ca. 80% der Fahrgäste dort kommen/gehen gen Südvorstadt. Selbst eine 10er Takt Buslinie reicht hinten und vorn nicht aus.

Gruß
der Radler

Offline Benedikt

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 251
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5827 am: 09.10.2019, 11:21:26 »
das mache ich öfter, auch tagsüber kommen die gut durch, abends sowieso.  AM S-Bf MDR treffen die 74er häufig zeitgerecht ein.

Ansonsten: Was wären die Alternativen?
- mehr Busse einsetzen (Linien / Taktung), damit mehr PKW-Nutzer zu Fahrgästen werden?
- alles so lassen und --> jammern  --> konstatieren, dass trotz teurer SPNV-Investitionen der modal split nicht über 18% hinaus kommt?
- weniger Busse einsetzen, weil dann weniger Busse im Stau stehen?
- warten (10 Jahre? 20 Jahre? Ewig?) bis Busspuren entstehen
- warten (seit 100 Jahren weitere 10 Jahre? 20 Jahre? Ewig?) bis eine Tram-Strecke entsteht?

Sag du es mir?  ;-)

Gruß
der Radler
Entweder das Straßenbahnnetz um Tangentiallinien auf möglichst separaten Gleiskörpern erweiternoder ein Busnetz mit möglichst separaten Spuren einrichten. Die Busse können ja auf den Gleiskörpern mitfahren, was in Leipzig viel zu wenig gemacht wird, da die Gleiskörper meist auf Schotter gebaut werden und nicht auf Asphalt.
Bei der Separierung geht es nicht nur um Tempo, sondern auch Fahrkomfort. Eine Busspur ist Fahrgäste wesentlich angenehmer als ein Mitschwimmen im Verkehr.

Offline Radler

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4172
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5828 am: 09.10.2019, 12:27:52 »
als Ziel ist das sicher eine praktikable Lösung.

Nur: Wie viele Jahrzehnte möchtest du warten, bis dies verkehrswirksam ist?

Gruß
der Radler

Offline Benedikt

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 251
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5829 am: 09.10.2019, 13:05:24 »
als Ziel ist das sicher eine praktikable Lösung.

Nur: Wie viele Jahrzehnte möchtest du warten, bis dies verkehrswirksam ist?

Gruß
der Radler
In Bogota hat die Einführung des Transmilenio drei Jahre benötigt (1997 Start, 2000 Inbetriebnahme der ersten Linien). Die hatten allerdings auch einen Bürgermeister, der einen Background im Bereich Städteplanung hatte und vorige Planungen für ein Metrosystem (jahrzehntelang geplant ohne Ergebnis) und ein Hochstraßensystem abbrach. Im Jahr 2006 hatte der Transmillenio bereits einen Modal Split von 22%.
Ein hochwertiges Busnetz lässt sich durchaus schnell umsetzen, allerdings nicht mit dem derzeitigen Rathaus.


Offline Benedikt

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 251
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5830 am: 09.10.2019, 17:18:37 »
Wegen rechtsterroristischen Anschlags auf die Synagoge von Halle ist der Hbf ist nach wie vor gesperrt, die HAVAG hat den Betrieb komplett eingestellt.
Zitat
Folgende Fahrplanabweichungen liegen vor:
 
 S 3 Halle-Trotha - Halle(Saale) Hbf - Schkeuditz - Leipzig Hbf (tief) - Leipzig-Connewitz
 Verkehren ab/bis Schkeuditz. Ausfall zwischen Schkeuditz und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz.
 
 S 5/S 5X Halle(Saale) Hbf - Leipzig/Halle Flughafen - Leipzig Hbf (tief) - Altenburg - Zwickau(Sachs) Hbf
 Verkehren ab/bis Halle/Leipzig Flughafen. Ausfall zwischen Halle/Leipzig Flughafen und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz.
 
 S 7 Halle(Saale) Hbf - Halle-Nietleben
 Fällt aus.
 
 S 8 Halle(Saale) Hbf - Bitterfeld - Dessau Hbf/ Lutherstadt Wittenberg - Zahna/Jüterbog
 Verkehren ab/bis Landsberg. Ausfall zwischen Landsberg und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz.
 
 S 9 Halle (Saale) Hbf - Delitzsch ob Bf - Eilenburg
 Verkehren ab/bis Reußen. Ausfall zwischen Reußen und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz.
 
 RE 18 Halle(Saale) Hbf - Naumburg(Saale) Hbf - Jena-Göschwitz
 Verkehren ab/bis Merseburg. Ausfall zwischen Merseburg und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz.
 
 RE 8 Magdeburg Hbf - Köthen - Halle(Saale) Hbf
 Verkehren ab/bis Bitterfeld. Ausfall zwischen Bitterfeld und Halle Hbf, momentan ohne Ersatz. Reisende zwischen Bitterfeld und Landsberg nutzen die S 8.
 
 Bitte beachten Sie, dass aufgrund der polizeilichen Ermittlungen der Linienverkehr der HAVAG (Hallesche Verkehrs-AG) eingestellt wurde.

Online Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1454
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5831 am: 10.10.2019, 20:37:58 »
Um mal wieder zur lieben S-Bahn zu kommen  ;D Ich habe am Mittwoch mal die Querverbindung Lindenau - Meckern Möckern genutzt  /S1

Was mir aufgefallen ist:

- Der Nutzungsgrad ist sehr gut. An den Haltestellen war mindestens ein Zu- bzw. Abgang von > 10 Personen zu verzeichnen. Tagsüber, ohne Berufs- oder Schülerverkehr.

- Die Bahn baut bereits an den Elsterbrücken.

Jetzt kommt das unschöne:

Man hat zwar zwei Bauweichen eingebaut, um logischerweise den Betrieb über ein Gleis zu führen. Was man leider vergessen hat bei der Umprogrammierung im ESTW --> Deckungssignal Richtung Leutzsch nach dem Bahnhof Meckern. Damit durfte die  /S1 westwärts erst einmal die Zugfahrt in Gegenrichtung abwarten und konnte erst weiterfahren, als der Gegenzug am Signal Coppiplatz durch war.

Das hätte man vielleicht anders lösen können. So ist das bei dem engen Fahrplan zwischen RE, RB,  /S1 und EB nicht schön.

Grüße
Sven
« Letzte Änderung: 10.10.2019, 20:49:28 von Sven »

Online Kai-Uwe Arnold

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 578
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5832 am: 10.10.2019, 20:46:13 »
Meckern ... Bahnhof Meckern.

Und wieder was zu meckern!
Kein "ö" auf der Tastatur?
Wenigstens fuhr die S-Bahn nicht bis St.Ötteritz!

Was sollen nur immer diese verschandelten Namen?

Online Sven

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1454
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5833 am: 10.10.2019, 20:52:45 »
Und wieder was zu meckern!
Kein "ö" auf der Tastatur?
Wenigstens fuhr die S-Bahn nicht bis St.Ötteritz!

Was sollen nur immer diese verschandelten Namen?

Ich habe ein MacBook und die Autokorrektur hat hier zugeschlagen. Möckern als Stadtteil einer Weltmetropole kennt man in Cupertino eben nicht, auch wenn die New York Times bereits über diesen Flecken Erde berichtet hat (Leipzig gesamthaft)

Also höre auf zu Meckern (das ist bewusst so geschrieben) und akzeptiere es mit Humor. Gehst du zum Lachen sonst in den Keller?

Online Kai-Uwe Arnold

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 578
  • Geschlecht: Männlich
Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5834 am: 10.10.2019, 21:13:41 »
Also höre auf zu Meckern (das ist bewusst so geschrieben) und akzeptiere es mit Humor. Gehst du zum Lachen sonst in den Keller?

Ich höre ja schon auf. Ich wähnte, dass es eine bewusst fehlerhafte Schreibweise wäre, wie hier vor einiger Zeit mit St.Ötteritz.
Und ganz im Gegenteil kann ich bei gutem Humor herzhaft lachen. Und das auch nicht im Keller.
Nur ist mir beim Zustand der Leipziger Straßenbahn eben nicht zum Lachen zumute.