Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 1627202 mal)

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Offline Jörg.L.E.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5505 am: 02.06.2019, 13:16:19 »
In der Hinsicht war die damalige S11 nicht verkehrt (Messe - St. Ötteritz). Die könnte man derzeit problemlos ausfallen lassen.
Die  /S6 hätte ich auch lieber als Endpunkt in Miltitzer Allee gesehen (die  /S1 dafür jetzt wie damalige S11). Aus Kundensicht wäre dieser Einschnitt (sprich Ausfall) besser gewesen. Und die Bedienung des Astes nach Miltitzer Allee unter Tunneleinbindung wäre unter den Gesichtspunkten gegeben.

Neue Fahrzeuge gibt es ja, vgl. die derzeitige Dostos-Nutzung der S9 oder aber auch der S7 in Halle. Aber selbst das reicht nicht um die dünne Fahrzeugdecke zu kompensieren.

Unglücklich ist die RE13 - Hamsternutzung aus derzeitiger Sicht. Ein tunnelfähiges Fahrzeug wird obenrum "vergeudet" (gut für die S8 gilt das gleiche). Hier wäre eine Rückkehr zu den (besseren) Elbe-Saale-Dostos vorteilhafter. Aber ich weiß: Verkehrsvertrag. Aber auch hier kann man mal Druck auf die (nicht immer glücklich agierenden) Besteller ausüben.
Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.

Offline 772-506-8

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5506 am: 03.06.2019, 11:35:17 »
Unglücklich ist die RE13 - Hamsternutzung aus derzeitiger Sicht. Ein tunnelfähiges Fahrzeug wird obenrum "vergeudet" (gut für die S8 gilt das gleiche). Hier wäre eine Rückkehr zu den (besseren) Elbe-Saale-Dostos vorteilhafter. Aber ich weiß: Verkehrsvertrag. Aber auch hier kann man mal Druck auf die (nicht immer glücklich agierenden) Besteller ausüben.

Auch die Elbe-Saale-Dostos müssten erstmal zur Verfügung stehen. Die damals auf der S 2 eingesetzten Züge hat die NASA nach Baden-Württemberg verkauft. Eine Idee wäre sicherlich, einfach wieder die klassischen Dostos (wie bis 2015) auf dem RE 13 und den weiteren Regionalbahnstrecken in der Provinz einzusetzen.

Problem dabei könnte allerdings sein, dass der Betriebsaufwand für die lokbespannten Züge deutlich höher ist und Sachsen-Anhalt sich daher lieber an den eigentlich für Leipzig beschafften S-Bahnen bedient. Wenn der ZVNL endlich konsequent auf dem Einsatz der Leipziger Züge im City-Tunnel bestehen würde, könnten alle Leipziger S-Bahnen generell in Doppeltraktion fahren. Statt dessen wird sogar noch darüber diskutiert, S-Bahnen nach Naumburg, Merseburg und Gera zu fahren, um die  Kohleregionen zu fördern, während Leipzig im Verkehrschaos versinkt.

Offline AntenneKL

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5507 am: 03.06.2019, 12:47:46 »
Wobei die NASA mit dem S-Bahn-Netz 2 schon von Beginn an vor hatte, die Rottürer nicht nur durch den Citytunnel fahren zu lassen (sondern eben nur mit der S2)... Allerdings ist es wohl tatsächlich so, wenn man Ersatzfahrzeuge für den Tunnelbetrieb braucht, können die nur aus dem Bestand der Rottürer kommen ... und es muss ja z.B. nicht die RB zwischen Dessau und Wittenberg mit diesen Talenten gefahren werden ... Wo allerdings dann dafür Ersatz herkommen soll, wer weiß ...

Beste Grüße 

Offline 2198

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5508 am: 03.06.2019, 13:13:08 »
Könnte man nicht auch einzelne Umläufe der S4 auf dem Abschnitt Leipzig Hbf - Eilenburg vorübergehend streichen?
Es gibt zumindest Fahrten, die kurz vor bzw. kurz nach dem RE 10 auf diesem Abschnitt verkehren, aber ebenso wie dieser nicht in Heiterblick, Thekla und Nord(?) halten.
Ob jetzt jede dieser tagsüber alle zwei Stunden und Richtung verkehrenden S4 alle genannten Halte auslässt und wie es da mit der Bedienung von Pönitz und Jesewitz aussieht, kann ich nicht sagen. Zumindest in Jesewitz sollte ein zusätzlicher Halt des RE 10 vorübergehend drin sein.
Wenigstens könnte man mal darüber nachdenken, diesen um ca. fünf Minuten zum RE 10 verschobenen Parallelverkehr bei knappem Fahrzeugbestand entfallen zu lassen bzw., wie schon zuvor bei Bauarbeiten geschehen, ab Stötteritz mit der S1 nach Miltitzer Allee zu verknüpfen.

Das bewirkt zwar keine Wunder und löst das grundsätzliche Problem eines zu knappen und einsatzfähigen Fahrzeugparkes im S-Bahnnetz nicht, kann aber Fahrzeuge freisetzen.

2198

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5509 am: 03.06.2019, 13:32:16 »
Das ist keine gute Lösung!  Denn so wirken die Zwischenstationen auf die Nutzer unzuverlässig, mal fährt was, mal nicht...

Selbst brauche ich L-Nord oft im Tagesablauf. Da muss ich mich auf den 10er Takt verlassen können.

Gruß
der Radler

Offline 2198

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5510 am: 03.06.2019, 14:12:56 »
So ganz verstehe ich Deinen Einwand nicht.

Bei den Zwischenstationen (Nord, Thekla, Heiterblick, Pönitz, Jesewitz) würde allenfalls ein Zug von vieren in zwei Stunden entfallen.
Zumindest Thekla und Heiterblick werden ohnehin nicht von jeder der nach meinem Vorschlag u.U. entbehrlichen S-Bahnen bedient, wohl um den eingleisigen Abschnitt Heiterblick - Nord nicht zu verstopfen.
Während der Bauphase in Thekla / Thekla-West ging diese Lösung auch, sicherlich ebenso zum Nachteil einiger Nutzer der betreffenden Stationen.
Ein genereller Halt des RE in Nord wäre sicher dessen Pünktlichkeit (Wendezeit im Hbf 7min) nicht zuträglich, was aber wiederum ein hausgemachtes Problem ist.
Und was bei der S-Bahn "zuverlässig" ist, hängt stark von der persönlichen Auslegung ab.

Wegen des Fahrzeugengpasses wird es Einschränkungen geben müssen und da ist halt abzuwägen, wo diese nicht übermäßig ins Gewicht fallen.

MfG

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5511 am: 03.06.2019, 14:16:57 »
Die Einschränkungen gibt es ja. Du möchtest diese nur großflächiger verteilen.

Ansonsten: Wenn die S-Bahn zum tagtäglichen Ablauf gehört und ein 10er Takt angeboten wird, ist ein gelegentliches 20er Loch mehr als doof. Das bedeutet nämlich nicht nur 10 Minuten länger warten, sondern uU Anschlussverluste für die nächste Teilstrecke und damit 30 oder mehr Minuten zu spät.

Wird der Fahrzeugmangel auf eine Linie beschränkt, ist es auch doof. Nur dann wiederum planbar.

btw.  Die planbare und dennoch scheußliche Ferien-Tram10 habe ich auch abbekommen. Ist doof, aber lieber so als ständig und überall Ausfälle.

Gruß
der Radler

Offline 772-506-8

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5512 am: 03.06.2019, 14:52:52 »
Wobei die NASA mit dem S-Bahn-Netz 2 schon von Beginn an vor hatte, die Rottürer nicht nur durch den Citytunnel fahren zu lassen (sondern eben nur mit der S2)... Allerdings ist es wohl tatsächlich so, wenn man Ersatzfahrzeuge für den Tunnelbetrieb braucht, können die nur aus dem Bestand der Rottürer kommen ... und es muss ja z.B. nicht die RB zwischen Dessau und Wittenberg mit diesen Talenten gefahren werden ... Wo allerdings dann dafür Ersatz herkommen soll, wer weiß ...

Beste Grüße

Das ist ja das Problem, dass die NASA über die Leipziger Fahrzeuge anderweitig verfügt, während sie ihre eigenen Züge nach Baden-Württemberg verkauft. Wenn man in Magdeburg pleite ist, sollte man sich nicht in Leipzig bedienen dürfen. Dann müssen eben die Züge zwischen Magdeburg und Dessau oder Dessau und Wittenberg entfallen, wenn die NASA keine passenden Fahrzeuge hat. Die Region will seit Jahren nicht in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund - selbst jetzt wo die DB beitritt, weigert man sich und statt dessen will die NASA, dass überall die Leipziger S-Bahn-Züge fahren.

Offline AntenneKL

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5513 am: 03.06.2019, 15:24:04 »
Aber vertragskonform ist es schon, die Rottürer sind für des 2. Netz und das hat nun mal nur die S2 im Tunnel. Obwohl ich durchaus auch der Meinung bin, dass man einige Rot-Talente für die anderen Tunnellinien (z.B. S5X) abziehen sollte, wenn entsprechend anderes (tunneluntaugliches) Material für das 2. Netz zur Verfügung stehen würde ... ist aber wohl nicht so. Immerhin müsste die NASA an einer stabilen Leipzig-Halle-Verbindung größtes Interesse haben ... Die Wagen-Knappheit wird wohl leider ein Dauerzustand bleiben ... 

Beste Grüße

Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5514 am: 03.06.2019, 15:43:32 »
Zitat
Das ist ja das Problem, dass die NASA über die Leipziger Fahrzeuge anderweitig verfügt, während sie ihre eigenen Züge nach Baden-Württemberg verkauft.

die nasa hat keine eigenen Fahrzeuge. Sie bestellt Zugleistungen und schreibt seit mehreren Jahren einen sehr hohen Komfortzustand vor. Die Fahrzeuge gehören den Unternehmen selbst. Diese stellen sich nicht ganze Flotten auf den Hof.

Die Rottürer sind eine Notlösung, da diese eine nicht so großstadttaugliche Innenraum-Aufteilung haben und zu wenig Türen.

Gruß
der Radler

Offline opi

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5515 am: 03.06.2019, 15:55:47 »
Aber vertragskonform ist es schon, die Rottürer sind für des 2. Netz und das hat nun mal nur die S2 im Tunnel. Obwohl ich durchaus auch der Meinung bin, dass man einige Rot-Talente für die anderen Tunnellinien (z.B. S5X) abziehen sollte, ...

Am Wochenende fuhr wieder regelmäßig ein Rottürer (oder auch zwei) auf der S1, also passiert schon.

Offline Sven

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5516 am: 03.06.2019, 21:16:54 »
Am Wochenende fuhr wieder regelmäßig ein Rottürer (oder auch zwei) auf der S1, also passiert schon.

Am Sonntag war ein Rottürer auf der  /S1 1442 177 (wenn ich es mir richtig gemerkt habe)

Um die Mittagszeit gestürmt von den Chemiefans. Da stiegen Leutzsch locker 100 Leute aus + Fahrräder.

Ich gebe Radler Recht. Die Bestuhlung ist nicht großstadttauglich. Zu viele Sitzplätze, zu wenig Mehrzweckabteile.

Man braucht einfach mehr Fahrzeuge. Entweder Talent 3 oder Flirts bestellen. Für eine S-Bahn Richtung Naumburg braucht man ja Fahrzeuge.

Könnte man ja aufteilen:

- stadtnah: Fokus Mehrzweck, schneller Fahrgastwechsel
- "dorfnah": Fokus Sitzplätze

Grüße
Sven



Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5517 am: 03.06.2019, 21:32:20 »
Zitat
- stadtnah: Fokus Mehrzweck, schneller Fahrgastwechsel
- "dorfnah": Fokus Sitzplätze

ganz genau! Nachbestellungen für Innenstadtlinien, gern im Talgo-Konzept (kurze und breitere Waggons), so wie die DB AG die neuen Euro-Citys bestellt.

die "dorfnahen" Bahnen können die bestehenden bleiben, sollte der Gewinner einer Ausschreibung wieder DB Regio werden.

Gruß
der Radler

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5518 am: 03.06.2019, 22:05:23 »
Das ist ja das Problem, dass die NASA über die Leipziger Fahrzeuge anderweitig verfügt, während sie ihre eigenen Züge nach Baden-Württemberg verkauft.
Weder hat die NASA irgendwelche Doppelstockzüge verkauft, die ihr nie gehörten, noch sind die Talente (egal ob rote oder grüne Türen) "Leipziger Fahrzeuge". Die beiden MDSB-Netze wurden von sechs (MDSB1, hier ZVNL, NASA, VBB, ZVMS, Z-VOE, NVS) bzw. zwei SPNV-Aufgabenträgern (MDSB2, hier NASA und ZVNL, letzterer hier mit dem deutlich geringeren Anteil) gemeinsam ausgeschrieben, der Betreiber (DB Regio) hat die dafür erforderlichen Fahrzeuge beschafft und bekommt von den genannten Aufgabeträgern die kompletten Betriebskosten inklusive der Fahrzeugfinanzierungskos ten in der im Verkehrsvertrag vereinbarten Höhe über die Jahres des Betriebs erstattet.

Die Doppelstockzüge, die als Ersatzkonzept für noch nicht ausgelieferte Rottürer für rund acht Monate auf der S2 fuhren, gehören DB Regio und stammten aus dem E-Netz Sa.-Anhalt Nord, wo sie in der genannten Zeit durch andere nicht tunneltaugliche Züge ersetzt wurden und wohin sie nach Auslieferung der Rottürer wieder zurückkehrten.

Wenn man in Magdeburg pleite ist, sollte man sich nicht in Leipzig bedienen dürfen. Dann müssen eben die Züge zwischen Magdeburg und Dessau oder Dessau und Wittenberg entfallen, wenn die NASA keine passenden Fahrzeuge hat.
Die NASA bezahlt die Zugleistungen zwischen Magdeburg, Dessau und Lu.-Wittenberg genauso wie die Zugleistungen auf der S2/S8 auf sa.-anhaltinischem Gebiet und auf gleiche Weise wie der ZVNL die S2 zwischen Delitzsch und L.-Stötteritz finanziert. Dein Geschreibe betreffs der "Leipziger Fahrzeuge" ist dementsprechend völliger Quatsch. Ich bin mir sogar relativ sicher, dass ich Dir das vor einigen Wochen schon einmal geschrieben hatte...

Könnte man nicht auch einzelne Umläufe der S4 auf dem Abschnitt Leipzig Hbf - Eilenburg vorübergehend streichen? Es gibt zumindest Fahrten, die kurz vor bzw. kurz nach dem RE 10 auf diesem Abschnitt verkehren, aber ebenso wie dieser nicht in Heiterblick, Thekla und Nord(?) halten.
Die Fahrten dienen dem Anschluss aus der City an den RE10 Richtung Torgau, um so einen durchgehenden Halbstundentakt L.-City - Eilenburg - Torgau herzustellen, auch wenn einmal in zwei Stunden umgestiegen werden muss. Ursprünglich endeten die Fahrten in Thekla, im Endzustand ist dafür Taucha geplant (gewesen). Die Verlängerung nach Eilenburg Ost findet ja nur aus einem Grund statt, es gibt im derzeitigen Bauzustand keinen andere Möglichkeit diese Züge zu wenden... Im Übrigen würde die Streichung dieser Fahrten zu keiner Einsparung von Umläufen führen, da die betreffenden Züge zwei Minuten vor der ungeraden vollen Stunde in Hbf (tief) von Wurzen kommend ankommen und in der Gegenrichtung vier Minuten nach der vollen ungeraden Stunde Richtung Wurzen abfahren. Innnerhalb von sechs Minuten kann man aber nicht im Tunnel von Gleis 2 nach Gleis 1 wenden, d.h. die Umläufe würden dann auch nur jeweils knapp zwei Stunden lang im Gleisvorfeld parken.

Gruß Peter
Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter

Offline AntenneKL

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5519 am: 04.06.2019, 06:42:34 »
Was heißt geplant (gewesen). Ist ein Wenden der S4 in Taucha nach dem Bahnhofsumbau nicht mehr vorgesehen?
Und was die Rottürer betrifft, sind doch eigentlich nur die 5Teiler das Problem mit den zu wenigen Türen. Die 3Teiler sind den grünen 3Teilern eher sehr ähnlich ...
Beste Grüße