Autor Thema: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"  (Gelesen 111171 mal)

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Offline Passagier

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #390 am: 22.02.2019, 11:32:18 »
Zum Mittleren Haltestellenbereich: Wenn viele Menschen dort auf die Bahnen warten um nach vorn oder hinten sprinten zu müssen, mindert das die Vorteile der mittleren Furt. Daher denke ich, wenn der Fahrgast sich sicher sein kann, das vorne (Position 1) unbedingt nochmals gehalten wird ( ,kann man ggf. beim Fahrgast mit Hinweisschildern bewerben,) ,staut es sich auch nicht vor der Ampel.
Warum mindert es die Vorteile der mittleren Furt, wenn ohnehin am besten in der Mitte gewartet werden soll (laut LVB), um eben nicht nach vorn oder hinten sprinten zu müssen? Abgesehen davon wird die Hst. u.a. deshalb umgebaut, weil die Zahl der FG sich stark nach oben entwickelt hat. Die LVB werden nie mehr die Bahn zwangsweise an der 1. Position halten lassen, weil sonst der Durchlauf der Bahnen verlängert wird. Und genau durch diesen Umbau wird dieser Wunsch noch unwahrscheinlicher werden.
Ich bin aufgrund meines eigenen Verhaltens beim Gang in und aus dem Bahnhof auch eher skeptisch, dass der Mittelzugang so gut angenommen werden wird wie erhofft. Aber wir werden es sehen - oder eben auch nicht. Bei der Debatte fehlt mir jedoch bislang der Hinweis daraus, dass der Betreiber ECE umfangreiche Umstrukturierungen und Umbauten am Hauptbahnhof plant bzw. schon mit der Umsetzung begonnen hat. An anderer Stelle wurden die bereits diskutiert. Sie werden aber vermutlich auch Auswirkungen auf die Verkehrsströme und die Zugangsmöglichkeiten im Bereich vor dem Hbf. haben: geplante Gastro-Freisitze, "neue Food-Konzepte" "aus dem Bereich Fast Casual" wie z.B. Vapiano im Verbindungsgang zwischen West- und Osthalle, der ehem. Gepäckannahmefläche, u.a.m. Der Hauptbahnhof ist mittlerweile ein Einkaufs- und Fresstempel mit Gleisanschluss, so dass die schnelle Erreichbarkeit der Gleise (außer Tiefbahnhof) durch West- und Osthalle nicht für alle Besucher_innen relevant ist.

Klar wird es veränderte Ströme geben. Ich komme bspw. auf direkterem Weg zu "Hansen Obst" oder andere Geschäfte mittig und zur mittleren Rolltreppe. Ob links Vapiano und rechts BK ist ist doch egal.

Ich versuche die Einwände zu verstehen.
An alle: Geht das nächste mal, wenn ihr am Hbf seid, einfach mal durch die Mitte ein und aus und beobachtet.

Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #391 am: 22.02.2019, 16:13:07 »
Ich nehme den Mittelüberweg, gehe durch die mittlere Eingangshalle, treffe direkt auf die mittlere Rolltreppe und sollte da sein.
Schön für Dich, aber Du bist auch nicht das Maß der Dinge. ::) Die meisten Leute werden weiterhin geradeaus durch Ost- und Westhalle gehen als über drei Ecken durch die Promenaden.

Taxis dürften mich weniger behindern als der Fußgängerstrom insbesondere an den Eingangstüren der Westhalle, die alle durch eine (die einzige, die offen steht) wollen.
Das Argument fällt spätestens dann weg, wenn die anderen Leute Deiner Empfehlung folgen würden. Dann drängelt Ihr Euch an der einzig offenen Tür am Mitteleingang. Im Übrigen kann man auch an Ost- und Westhalle die beiden anderen Türen nutzen, wenn sich die Masse an einer drängelt...

Und irgendwie ist bei den vielen Zeichen nicht so ganz rüber gekommen, warum die Mittelfurth nun doof ist, außer wegen der fehlenden Radweglösung.
Die Mittelfurt an sich ist nicht doof, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben wären. Aber das sind sie durch die fehlende Lösung für den Radverkehr und die fehlende Freihaltung der Passage am Taxistand eben nicht.

Gerade weil empfohlen wird, im Mittelbereich zu warten, ist die Mittelampel absolut sinnvoll.
Erstens ist es ohnehin der größte Fehlgriff bei der Gestaltung der Haltestelle den Fahrgästen zu empfehlen ausgerechnet dort zu warten, wo es kein schützendes Dach gibt. Wozu sind denn sonst die Dächer da?? Zweitens würde es mich nicht wundern, wenn die Traube der wartenden Fahrgäste im Mittelbereich den Zu- und Abgang zur Mittelfurt erst behindert anstatt zu fördern.

Weil ich bei der bisherigen Lösung sowohl von der einen, als auch der anderen Ampel bis zur Hälfte des Doppelbahnsteigs diesen entlang laufen muss. Inkl. FG-Wechsel und Gewuhle bei ankommenden und abfahrenden Bahnen.
Deswegen sollen ja endlich die überflüssigen Möbel weggeräumt werden, dann käme man auch besser durch. Aus meiner Sicht die einzige sinnvolle Maßnahme, die jetzt umgesetzt werden soll, aber eben auch seit zehn Jahren überfällig.

Anlieferung für die Geschäfte läuft doch an der Ostseite, zwischen Nebeneingang und Zufahrt zum Parkhaus.
Im Prinzip richtig, darüberhinaus in gleicher Weise auch an der Westseite. Trotzdem nutzen einige Lieferanten warum auch immer den Mitteleingang zur Anlieferung. Ist aber zugegebenermaßen nicht die große Masse.

Die LVB werden nie mehr die Bahn zwangsweise an der 1. Position halten lassen, weil sonst der Durchlauf der Bahnen verlängert wird.
Das muss nicht sein, wenn die Freiphasen der Ampeln für die Strab wie auch von @Radler schon mehrfach gefordert verdoppelt würden, also an jedem Gleis alle 45 statt wie derzeit alle 90 Sekunden eine Bahn abfahren könnte. Dazu hatte ich ja hier schon was geschrieben, 80 möglichen Abfahrten pro Stunde je Gleis stünden dann derzeit planmäßig maximal 36 Abfahrten gegenüber. Da wäre immer noch genug Reserve. Dazu könnte man ja noch zulassen, dass Bahnen die am Hbf bzw. im Zentrumsbereich ihre Endstelle haben auch weiterhin an zweiter Position halten könnten, weil bei denen ja der Einstieg nicht wichtig ist. Damit hätte man schonmal einen Großteil des Abbringerverkehrs bei Großveranstaltungen abgefangen.

Und genau durch diesen Umbau wird dieser Wunsch noch unwahrscheinlicher werden.
Was hätte denn der jetzt geplante Umbau mit der Möglichkeit zu tun die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bahnen immer an der vorderen Position halten müssen?? Auch das würde schließlich zu einer Entspannung der Situation auf den Haltestellenbahnsteigen führen, weil dann die Rennerei zwischen erster und zweiter Halteposition wegfallen würde. Das ist doch sowieso alles andere als fahrgastfreundlich.

Gruß Peter
Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Offline 2198

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #392 am: 22.02.2019, 18:22:05 »
Zugegeben, der mittlere Überweg ist jetzt nicht die ganz große Lösung, aber sie bringt Entlastung für die beiden anderen Überwege.
Zudem besteht ja in dem Sinne keine Benutzungspflicht für den mittleren Überweg, wer den Weg über Ost- oder Westhalle als für ihn günstiger einschätzt, kann ja weiterhin einen der äußeren Überwege nutzen.
Hoffentlich bleiben aber die Massen nicht unmittelbar haltestellenseitig im Bereich des mittleren Überwegs stehen, um sich nach beiden Halteplätzen des betreffenden Bahnsteigs orientieren zu können. Dann könnte eine "Verstopfung" in Längs- und Querrichtung drohen.
Das Theater mit den Radwegen verstehe ich auch nicht. Was hindert die Stadt daran, vor dem gesamten Hbf einen ordentlichen Radweg zu markieren und auch als solchen auszuweisen? Platz ist vor dem Hbf genug und eine Notwendigkeit für Fußgänger, während des Wartens auf die Grünphase unmittelbar an der Bordkante zu stehen, sehe ich nicht. Aber das wurde alles schon mal durchgekaut.

2198

Offline Radler

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #393 am: 22.02.2019, 20:54:01 »
Das Problem mit der Radführung besteht in der Notwendigkeit, beide Fahrtrichtungen anzubieten. Da ist es mit den Ampeln und deren Rot schwierig. Ich weiß aus dem Kopf nicht, ob es zulässig ist, die andere Richtung so wie es erforderlich wäre, auch mit Rot auszuleuchten.

Insgesamt sind die Bedenken nicht so, dass sie komplett ignoriert werden können. Doch in Leipzig gelingen auf Jahrzehnte keine großen Lösungen. Nimm den CTL. Hätte man mit der Eröffnung gewartet, bis alle Konflikte im Stadtgebiet auch gelöst wären, würden in 100 Jahren noch keine Züge rollen. Genauso ist es dort, zu warten, bis alles rundherum ideal ist, hieße noch 50 Jahre Gedränge auszuhalten.

Deshalb gilt die Abwägung: Sollen 100.000 Ein-und-Aussteiger eine Verbesserung der Zustände bekommen oder nicht, weil es mit 1000 Radfahrenden eventuell unter denkbarer Ignoranz zum §1 zu neuen Konflikten führt (die streng genommen an den jetzigen Überwegen auch bestehen). Mir fällt die Abwägung leicht.

Gruß
der Radler

Offline Thomas L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #394 am: 23.02.2019, 16:51:31 »
Den Trubel auf den Haltestellenbahnsteigen könnte man auch mildern, indem endlich die unsinnige Doppelhaltestellenlösung abgeschafft würde, der Zustieg immer an der vorderen Position garantiert wird. Hinten wäre aussteigen möglich, aber die Leute müssten nicht zwanghaft nach hinten rennen, weil sie befürchten müssen, dass die Bahn vorne nicht nochmal hält.
Das sehe ich genau so, zumindest so lange es keine richtig funktioniernde Anzeige an den Doppelhaltestellen gibt, welche konkret anzeigt, wo welche Bahn hält. Technich ist dies machbar und wurde auch hier bereits diskutiert. Die Ansage "Bitte warten Sie im Zweifelsfall in der (nicht überdachten) Mitte der Haltestelle" finde ich absolut witzig, vor allem bei Regenwetter. Mir ist auch schon öfters aufgefallen, dass die vorn haltenden Bahnen nicht die gesamte Länge des Bahnsteigs ausnutzen, sondern mit der Fahrerkabine etwa in der Mitte halten. Wenn sich dann noch der /BL.072 dazwischenmogelt, kann kein zweiter Wagenzug in den hinteren Bereich der Doppelhaltestelle einfahren. Die jetzige Lösung entspricht meiner Meinung nach auch nicht den Anforderungen der Barrierefreiheit. Einen Rollstuhlfahrer, einer Mutter mit Kinderwagen oder gar einen Sehbehinderten kann man nicht zumuten, sich auf den Bahnsteig durch die Menschentraube zu quälen, nur weil nicht klar ist, ob die gewünschte Bahn nun vorn oder hinten hält.
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Offline Jörg.L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #395 am: 23.02.2019, 18:26:14 »
Die geplanten Umbauten lt. LVZ sind gut. Weg mit den Platzhaltern (Sitzwürfel und Verkaufsstände). Auch die Umglasungen bei den Würfel gehören entsorgt.

Den neuen Mittelweg würde ich prioritär nutzen, schon alleine um den Wegelageren an der Ost- und Westseite zu entkommen. Zudem ist es der kürzeste Weg zu den FV-Bahnsteigen.  Das es für den Umbau jedoch solange gedauert hat bis die Umsetzung schlussendlich kommt spricht auch Bände.

Durch die Anpassungen können die Fahrgastströme aus meiner Sicht etwas optimiert werden und damit die Fahrgastwechselzeiten. Für den ganzen großen Wurf braucht es aber einen kompletten Umbau. Aber für die nächsten 5 Jahre könnte der vorliegende Umbau ersteinmal reichen.
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Offline TLpz

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #396 am: 23.02.2019, 22:16:43 »
Mir ist auch schon öfters aufgefallen, dass die vorn haltenden Bahnen nicht die gesamte Länge des Bahnsteigs ausnutzen, sondern mit der Fahrerkabine etwa in der Mitte halten.

Kürzere Bahnen halten so dass das Ende des ersten Zuges in der Mitte des Bahnsteiges endet...

Offline André Loh-Kliesch

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #397 am: 25.02.2019, 08:46:42 »
Zitat
Kürzere Bahnen halten so dass das Ende des ersten Zuges in der Mitte des Bahnsteiges endet...

Macht ja auch Sinn, wenn die Sehbehinderten/Blinden mit ihrem Stock den geriffelten Spuren gefolgt sind und vorn im Quadrat stehen, wo sich normalerweise die Fahrertür befinden würde, nun aber nicht...

Offline Tino

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #398 am: 25.02.2019, 09:02:19 »
In dem Fall sollte schon an das Blindenfeld herangefahren, bzw. ein zweites mal gehalten werden.
Sonst wird üblicherweise dicht am Mittelüberweg der Fahrgastwechsel durchgeführt, um ein umsteigen nach vorn, hinten oder in die Gegenrichtung zu erleichtern. Das gilt übrigens nicht nur für den Hauptbahnhof.

Offline Benedikt

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #399 am: 25.02.2019, 09:28:12 »
In dem Fall sollte schon an das Blindenfeld herangefahren, bzw. ein zweites mal gehalten werden.
Sonst wird üblicherweise dicht am Mittelüberweg der Fahrgastwechsel durchgeführt, um ein umsteigen nach vorn, hinten oder in die Gegenrichtung zu erleichtern. Das gilt übrigens nicht nur für den Hauptbahnhof.
Sollte, hätte, könnte. Faktisch bleibt es dem Fahrer überlassen, wie und wo er hält. Als Fahrgast kannst du dich hinstellen, wo du willst, am Ende musst du doch rennen und drängeln.

Für Ortskundige mag das noch ok sein, für Ortsfremde kann es dazu führen, dass man seine Bahn nicht erreicht, vgl. die Schilderung des Bloggers Felix von Leitner:
Heute wollte ich eigentlich mit Microtargeting eröffnen, aber da hat mir der ÖPNV in Leipzig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die erste Tram fuhr mir vor der Nase weg. 10 Minuten warten. Die andere hielt 100m weiter hinten neben einem anderen Zug, und als die Leute da hineilten, machte der spontan die Türen zu und fuhr weg. 10 Minuten warten. Den nächsten Zug bekamen ich und die anderen verdutzten Fahrgäste dann, aber da war der Vortrag schon halb vorbei. Schade.

Offline Tilman

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #400 am: 25.02.2019, 09:55:36 »
die Schilderung des Bloggers Felix von Leitner:

Halte ich für sehr tendenziös. Dass ihm die erste Bahn vor der Nase weggefahren ist, passiert halt mal. Aber dass sich in dem Moment, wo sich die Leute in Richtung einer gerade angehaltenen Bahn in Bewegung setzen, deren Fahrer "urplötzlich" alle Türen zwangsschließt und davon braust, habe ich noch nie erlebt! Ich erlebe eher, dass gerade "hinten" (also an der 2. Position) haltende Bahnen dort extra lange stehen müssen, weil sich alle zur vordersten Tür reinzudrängen versuchen. Meistens habe ich in so einer Situation noch genug Zeit, mehr oder weniger gemütlich 40 Meter nach hinten zu laufen und mich über jede Menge freie Sitzplätze zu freuen  ;D Viele Fahrer versuchen daher, dieses "hinten halten" zu vermeiden, indem sie langsam in die Haltestele schleichen, um dann der vorn ausfahrenden Bahn hinterher bis ganz nach vorn fahren zu können und erst da zu halten.

Der verehrte Blogger wird halt die ganze Zeit auf sein Smartphone gestarrt haben und sich dann viel zu spät auf den Weg gemacht haben.

Offline Alph

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #401 am: 25.02.2019, 11:22:09 »
Viele Fahrer versuchen daher, dieses "hinten halten" zu vermeiden, indem sie langsam in die Haltestele schleichen, um dann der vorn ausfahrenden Bahn hinterher bis ganz nach vorn fahren zu können und erst da zu halten.

Das ist eine Unsitte die so schnell wie möglich abgestellt gehört. Beim Umsteigen am Hauptbahnhof (ob nun auf andere Tram oder S-Bahn/Zug) ist das unglaublich ärgerlich und Stress verursachend.

Ich hatte zweimal den Fall dass ich meine Anschluss-S-Bahn verpasst habe, weil meine (sowieso schon verspätete) Straßenbahn erst sehr lange an dritter Position vor dem Bahnsteig warten musste (passiert mal), und dann sehr langsam vorgeruckelt ist (am Ende mit gefühlten 0,1km/h) um ja nicht an zweiter Position halten zu müssen, nur um dann doch an dieser Position stehen zu bleiben und widerwillig die Türen aufzumachen. Natürlich fuhr genau in dem Moment die erste Bahn weg... So wie meine S-Bahn vor meiner Nase auch wegfuhr.

Frustrierend und stressig für alle Beteiligten. Die, die so schnell wie möglich raus und bspw. umsteigen wollen, die, die mitfahren wollen (hält die Bahn nun vorne oder hinten) und für den Fahrer selbst, der es allen Recht machen will und sicher auch die Bahn hinter ihm in Betracht zieht, die soll ja schließlich nicht unnötig an dritter Position halten müssen.

Offline Laany Toke

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #402 am: 25.02.2019, 11:24:06 »
Hallo

Wenn sichtlich eine blinde Person am Blindenfeld steht soll nochmals angehalten oder eben in vorderster Position gehalten werden. Sonst gilt das Halteregime, dass nach Fahrzeuggröße an der jeweiligen Haltemarke gehalten wird. Ebenso soll nach Möglichkeit, wenn als 2. Zug eingefahren wird und absehbar ist, dass der vordere Zug abfährt, so eingefahren werden, dass an erster Position gehalten wird. Sieht man besonders gut bei einfahrender Linie 3, wenn eine "Blaue" noch davor steht. Hier gibt auch die Ampelschaltung keine sinnvolle Umsteigezeit her. Dass das bei zwei Bahnen gleichzeitig aus der Goethestraße nicht geht, sollte klar sein.
So die Theorie.
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

Offline Benedikt

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #403 am: 25.02.2019, 12:47:18 »
Halte ich für sehr tendenziös. Dass ihm die erste Bahn vor der Nase weggefahren ist, passiert halt mal. Aber dass sich in dem Moment, wo sich die Leute in Richtung einer gerade angehaltenen Bahn in Bewegung setzen, deren Fahrer "urplötzlich" alle Türen zwangsschließt und davon braust, habe ich noch nie erlebt! Ich erlebe eher, dass gerade "hinten" (also an der 2. Position) haltende Bahnen dort extra lange stehen müssen, weil sich alle zur vordersten Tür reinzudrängen versuchen. Meistens habe ich in so einer Situation noch genug Zeit, mehr oder weniger gemütlich 40 Meter nach hinten zu laufen und mich über jede Menge freie Sitzplätze zu freuen  ;D Viele Fahrer versuchen daher, dieses "hinten halten" zu vermeiden, indem sie langsam in die Haltestele schleichen, um dann der vorn ausfahrenden Bahn hinterher bis ganz nach vorn fahren zu können und erst da zu halten.

Der verehrte Blogger wird halt die ganze Zeit auf sein Smartphone gestarrt haben und sich dann viel zu spät auf den Weg gemacht haben.
Es sind sowieso immer die doofen Fahrgäste. Am besten wir schaffen sie ab und lassen die Bahnen leer durch die Gegend gondeln.

Offline Jörg.L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #404 am: 25.02.2019, 18:53:45 »
Es sind sowieso immer die doofen Fahrgäste. Am besten wir schaffen sie ab und lassen die Bahnen leer durch die Gegend gondeln.

Ist auch keine Lösung, da sonst die Werbung innerhalb der Fahrzeuge keiner mehr sieht und den LVB eine weitere Einnahmequelle wegbricht. Ein Teufelskreis. :-)

MfG
dor Jörsch
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