Autor Thema: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"  (Gelesen 78362 mal)

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #345 am: 24.04.2018, 16:53:07 »
Habe ich etwas verpasst?

Die weiße "40" auf blauem Grund ist doch weg. Auch wenn ich nur noch sehr selten mit dem Auto in die Innenstadt fahre, kann ich mich zumindest aus Richtung Brandenburger Str. nicht an eine vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit erinnern.

Was die Benutzungspflicht von Radwegen angeht, gilt die m.E. nach wie vor, soweit der Radweg sich in benutzungsfähigem Zustand befindet.
Radwege sind aber nur solche, die mit dem blauen Schild mit dem weißen Fahrrad drauf ausgewiesen sind.
Ein Fußweg, der unter Beachtung besonderer Sorgfaltspflichten auch von Radfahrern benutzt werden darf ("Radfahrer frei"), ist kein benutzungspflichtiger Radweg.
So sinngemäß war das doch auch bezüglich der Jahnalle stadteinwärts zwischen "ex kleiner Funkenburg" und "Blechbüchse" entschieden worden. Auch dort kann sich der Radfahrer (nun) zwischen zwei unbefriedigenden Fahrmöglichkeiten entscheiden.

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Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #346 am: 24.04.2018, 17:46:29 »
Wenn es denn Radwege wären. Vor den Eingängen befinden sich Gehwege, die per Zusatzschild "Rad frei" von Radfahrern in Schrittgeschwindigkeit(!) befahren werden dürfen unter Berücksichtigung der Fußgänger. Ein Metallband oder eine anthrazitfarbene bzw. rote Pflasterung sagen nichts aus. Entscheidend ist die Beschilderung.
Das Zusatzschild erlaubt die Benutzung des Fußweges durch Radfahrer, Schrittgeschwindigkeit schreibt es aber nicht vor. Es gilt vielmehr der §1 der StVO, Stichworte Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme, und zwar von beiden Seiten. Wobei für Fußgänger natürlich kaum zu erkennen ist, dass die Fußwege für Radfahrer frei sind, insbesondere wenn sie aus dem Hbf oder über die Straße kommen.

Radwege gibt es im Bereich Mittelbau (im Bereich der Taxihaltestelle, hier sogar ohne Fußwegausschilderung!!) sowie vor der Regio-Bushaltestelle Ostseite und vor dem Kurzparkplatz Westseite. Allerdings ist die Radweg(nicht)führung im gesamten Bereich vor dem Hbf. völlig beknackt. Wie andernorts auch merkt man auch hier klar und deutlich, dass die Verkehrsplaner (insbesondere die für den Radverkehr zuständigen) selbst offensichtlich keine Radfahrer sind, sondern ihre Planung am PC nur an den gesetzlichen Mindestvorausssetzungen orientieren. Gesetz eingehalten, Haken dran, fertsch... Ob es praktikabel für alle Verkehrsteilnehmer ist, interessiert sie nicht die Bohne. Stichwort Radwegende regelmäßig vor einer Ampel, wo der Radverkehr dann unmittelbar in die rechte Abbiegespur gelenkt wird. Oder Radwegende unmittelbar vor einem Haltestellencup, wo der Radfahrer über die Strabschiene in den fließenden Autoverkehr geleitet wird. Oder Radweg hinter dem Wartehäuschen eines Haltestellencups entlang, wo dann für den Fußweg keine 1,5m bleiben... >:

Ich plädiere deswegen weiterhin dafür, den gesamten Bereich vor dem Hbf in Fortführung der Radwegführung in der Brandenburger Str. durchgehend als getrennten Fuß- und Radweg auszuweisen, und zwar zwischen Schuhmacherstr. und Ampel Ostknoten in beiden Richtungen. Dazu auffällig roten Belag inklusive Fahrradsymbole (ja, auch Fahrbahnmarkierungen und Radverkehrsführungsmarkierungen sind gültige Verkehrszeichen, die auch ohne Schilder zu beachten sind, §39 Abs.5 StVO), um den Radweg deutlich abzugrenzen und vor Ost- und Westhalle Radlerampeln in beiden Richtungen, die den Radverkehr anhalten, wenn die Fußgängerquerung frei ist.

Eigentlich gehören Radfahrer auch hier am Hauptbahnhof auf die Straße. (!)
Geht's eigentlich noch?? Wir würden Dir ja gerne mal zuschauen, wie Du mit Deinem Fahrrad den Ring vor dem Hbf ungefährdet nutzt. Wann können wir uns als Zuschauer hinstellen?? Vielleicht änderst Du dann Deine Meinung...

Und ja, vor dem Hbf (auch vor Ost- und Westhalle) ist genügend Platz für getrennte Fuß- und Radwege, sie müssen nur deutlich gekennzeichnet sein, und das auch für querende Fußgänger. Rote Farbe und große Radsymbole helfen da weiter, selbst der Generation WischfonApp.

Das Leipziger Kraftverkehrsamt verstößt schon seit Jahren gegen die längst geänderte Regelung zur Benutzung von Radwegen, nämlich dass es keine Benutzungspflicht von Radwegen mehr gibt, so und auch wenn sie vorhanden sind.
Die Benutzungspflicht ist nur dann aufgehoben, wenn die Nutzung der Radwege wegen ihres baulich-technischen Zustandes nicht zumutbar bzw. möglich ist. Und Mindesttempo 40 ist m.W. schon seit Jahren auf dem Ring nicht mehr ausgeschildert. Im Übrigen kann eine Straße auch ohne Mindestgeschwindigkeit für den Radverkehr gesperrt werden, dafür gibt es extra das Zeichen 254 in der StVO.

Gruß Peter
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Offline TLpz

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #347 am: 24.04.2018, 19:33:29 »
Geht's eigentlich noch?? Wir würden Dir ja gerne mal zuschauen, wie Du mit Deinem Fahrrad den Ring vor dem Hbf ungefährdet nutzt. Wann können wir uns als Zuschauer hinstellen?? Vielleicht änderst Du dann Deine Meinung...

Dann schau zu und sehe das nix passieren wird. sfn hat hier recht, der Radler hat es auch schon mehrfach erklärt: Die rechte Spur ist doch die Rechtsabbieger-Spur in die Kurt - Schumacher.

Radfahrer abseits der Fahrbahn sind ebenso passe. Egal wie farbig die Markierung dort ist!

Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #348 am: 24.04.2018, 19:56:10 »
Dann schau zu und sehe das nix passieren wird.
Wissen das die Autofahrer schon, die von hinten auf die Radler draufzimmern?? Wir reden hier schließlich nicht von einer stinknormalen Hauptstraße, sondern von einem der am stärksten befahrenen Straßenabschnitte von Leipzig. Und da sollen Radler zwischendurchfahren?? Wie weltfremd seid ihr eigentlich?? Setzt Euch erstmal selbst auf den Drahtesel und radelt täglich eine zweistellige Kilometerzahl durch Leipzig, bevor Ihr Euch ein Urteil über möglich oder unmöglich bildet!!

Die rechte Spur ist doch die Rechtsabbieger-Spur in die Kurt - Schumacher.
Und wo bleibt der Radler, der geradeaus Richtung Tröndlinring weiter fahren will?? Mitten zwischen zwei Autospuren?? Und wo bleibt der Radler, der heute völlig legal Richtung Osten vorm Hbf radelt?? Auch auf die Fahrbahn?? Na Dankeschön, solche weltfremden Vorschläge fördern den Radverkehr in Leipzig bestimmt...

Radfahrer abseits der Fahrbahn sind ebenso passe. Egal wie farbig die Markierung dort ist!
Aus welchem Grund?? Wie geschrieben, Platz ist für beide Nutzergruppen auf dem heutigen Fußweg, auch auf getrennten Wegen.

Gruß Peter
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Offline Fabi

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #349 am: 24.04.2018, 20:28:45 »
Eigentlich gehören Radfahrer auch hier am Hauptbahnhof auf die Straße. (!)
Das Leipziger Kraftverkehrsamt verstößt schon seit Jahren gegen die längst geänderte Regelung zur Benutzung von Radwegen, nämlich dass es keine Benutzungspflicht von Radwegen mehr gibt, so und auch wenn sie vorhanden sind.

Ich bin normalerweise weniger direkt, aber der zitierte Beitrag ist frei von Fach- und Ortskenntnis.
Zur Info: Die Bilder von Streetview sind massiv veraltet (Aufnahmejahr 2008) und sollten nicht als Argumentationsgrundlage verwendet werden.

Wie schon von meinen Vorgängern geschrieben, ist ein Radweg benutzungspflichtig, wenn er mit Schild 237, 240 oder 241 gekennzeichnet ist.

Wenn ein Radweg mit Schild 239 und Zusatzschild "Radfahrer frei" gekennzeichnet ist, liegt keine Benutzungspflicht vor.

Um es bildlich zu beschreiben:
- blaues Schild mit weißem Fahrrad = Nutzungspflicht
- blaues Schild mit weißem Fahrrad, weißem Fußgänger, horizontal geteilt = Nutzungspflicht
- blaues Schild mit weißem Fahrrad, weißem Fußgänger, vertikal geteilt = Nutzungspflicht
- blaues Schild mit weißem Fußgänger und Zusatz "Radfahrer frei" = Nutzung optional

Die Ausnahmen, bei denen die Nutzungspflicht trotz vorhandener Beschilderung aufgehoben werden kann, wurden in den vorherigen Beiträgen schon erwähnt.

Wenn der Weg oder die Straße mit Schild 254 (Fahrrad auf weißem Grund mit roter Umrandung) versehen ist, darf ich mit dem Rad NICHT dort fahren.

Es ist auch schon lange verboten, eine Straße, die keine Autobahn ist, nur für Fahrzeuge auszuweisen, die eine bestimmte Geschwindigkeit technisch erreichen können (sog. "Mindestgeschwindigkeit" - was von Leipziger Autofahrern in der Regel als striktes Minimum-Tacho ausgelegt wird  :P ).

Also besteht weiterhin der Unfug mit Ring-Mindestgeschwindigkeit und dem damit verbundenen Ringradfahrverbot.

Mindestgeschwindigkeiten sind auch auf Kraftfahrstraßen und Bundesstraßen zulässig. Vor dem Hauptbahnhof verläuft die B87 - wofür das "B" steht, sollte bekannt sein.
Allerdings sind die blauen Schilder mit weißer 40 schon seit geraumer Zeit verschwunden. Wenn die Straße also nicht auch noch mit Schild 254 gekennzeichnet ist, dürftest du auch auf dem Ring mit dem Rad fahren - viel Spaß dabei und beim anschließenden Krankenhausaufenthalt!

Offline sfn

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #350 am: 24.04.2018, 20:30:56 »
Wie andernorts auch merkt man auch hier klar und deutlich, dass die Verkehrsplaner (insbesondere die für den Radverkehr zuständigen) selbst offensichtlich keine Radfahrer sind,
Das Übliche halt: Es sind immer Autofahrer, die den gesamten Stadtverkehr planen. Es sind Autofahrer, die - postmodernes Ärgernis - immer noch Einkaufscenter ohne gescheite Fußwege planen. Es sind Autofahrer, die als Politiker beständig dem öffentlichen Verkehr zur Last fallen. Autofahrergesellschaft halt. Und hier mit dem örtlichen Käseblatt ist sie besonders ausgeprägt. In gebrauchten deutschen Großstädten denkt man viel partnerschaftlicher mit Radfahrern und Fußgängern - so meine Beobachtung aus vielen Cityreisen.

Zitat
Geht's eigentlich noch??
Du weißt nichts von mir, was Radfahren angeht.

Zitat
Wir
Warum "wir"? Wenn schon, dann erstmal nur: Du.

Zitat
würden Dir ja gerne mal zuschauen, wie Du mit Deinem Fahrrad den Ring vor dem Hbf ungefährdet nutzt.
Mir fallen nur wieder mal "Zahnbürste" und "Herabwürdigung" ein.

Zitat
Wann können wir uns als Zuschauer hinstellen??
So splattermoviemäßig?

Außerdem laufen immer mal sogar Fußgänger fett in den fließenden Verkehr rein. Sind aber fast immer solche, die erkennbar etwas neben die Kapp' sind. Verrückte haben neun Leben. Jedenfalls auch hier bislang kein Splattermovie erlebt. Zum Glück.

Zitat
Vielleicht änderst Du dann Deine Meinung...
Neben sachlich hast Du auch diese Art, zu argumentieren... Durchaus erstaunlich.

Warum eigentlich diese Polemik?  ???

Und, was den Rest angeht, wäre mal ein Update in Sachen Benutzungspflicht von Radwegen sehr zu empfehlen.

Zitat
Im Übrigen kann eine Straße auch ohne Mindestgeschwindigkeit für den Radverkehr gesperrt werden, dafür gibt es extra das Zeichen 254 in der StVO.
Gibts auch mit Auto drauf (Zeichen 251). Und jetzt?

Im LVB-Netz gibt es nur Große oder Keine Anschlüsse.

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28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline sfn

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #351 am: 24.04.2018, 20:37:35 »
Ach herrlich, diese "Aufmerksamkeit". Brauche ich aber nicht, danke.

Sachvorträge wären interessanter, wären sie frei von personenbezogenen Angriffen. Letztere sind mutmaßlich für eine übergroße Mehrheit der Leser schlicht unwichtig und verleiten lediglich zum Diagonallesen.

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Offline sfn

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #352 am: 24.04.2018, 20:56:46 »
Zur Schilderkunde und damit verbunden zur komplizierten Ausschilderung der notorischen Nicht-Oder-Doch-Radwege vor den beiden notorischen Ausgängen:

Verkehrspolitisch, auch in Leipzig, geht es darum, welche Schilder unter welchen Umständen aufgestellt werden oder sogar aufgestellt werden müssen. Nicht, was sie bedeuten.

Auch dazu gibt es Richtlinien. Die Verkehrsbehörden sind nicht frei darin, Radwege anzuordnen, weil der Amtsleiter der Meinung ist, dass ein blaues Schild da im Straßenbegleitgrün ganz dekorativ wäre und als angenehmen Nebeneffekt die Autofahrer vor den Radlern schützt.

Wer mag, kann sich mal damit beschäftigen, warum das VTA zu Leipzig partout kein Einbahnstraßensystem z.B. in Schleußig oder  - ähnlich entschlossen - in Wohngebieten so gut wie nie ein "Nur für Anlieger" anordnet (Nähe Lassallestraße rostet aber so ein Schild vor sich hin. Auch gab's plötzlich Tempo 30. Ein Schelm...)

Beides (Einbahnstraßensystem und "Nur für Anlieger") sind in zivilisierten Großstädten äußerst gängig. Tempo-30-Zonen sind auch nur sehr mühsam eingerichtet worden. Gibt noch mehr Unfug.

Einer der Gründe ist, dass ein betroffener Bewohner oder ein Autofahrer dagegen klagen könnte - da meint das VTA irgendwie tierisch Angst davor haben zu müssen. Also dann lieber "Autofahrer frei!". (Diese Strategie ging an der Harkortstraße plötzlich in d...en Auspuff.)

Naja, jetzt fahre ich erstmal ganz gemütlich in einer Weißwurst.



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Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #353 am: 24.04.2018, 21:16:39 »
Das Übliche halt: Es sind immer Autofahrer, die den gesamten Stadtverkehr planen.
Wenn sie selbst die von ihnen geplanten Radwege nutzen würden, würden sie nicht solch unsinnige Lösungen planen wie von mir geschrieben, inklusive dem Chaos vor dem Hbf.. Dann würden sie Lösungen planen, die von allen Nutzern als vorteilhaft empfunden würden. Von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern.

In gebrauchten deutschen Großstädten denkt man viel partnerschaftlicher mit Radfahrern und Fußgängern
Eben. Nur am Leipziger Hbf. ist solch eine Planung, die ein partnerschaftliches Nebeneinander der verschiedenen Nutzergruppen zulässt, eindeutig Fehlanzeige. Eine eindeutige rote Radwegmarkierung mit Radsymbolen drauf, und eine Sperrlinie zwischen Rad- und Fußweg, beides nebeneinander auf dem jetzigen Fuß-/Rad-/Durcheinandermischmaschweg würde ein solche partnerschaftliches Miteinander vor dem Hbf. ermöglichen. Ohne dass Radfahrer ständig den Fußgängern ausweichen müssen (die ja oft gar nichts von der vorgesehenen Mischnutzung wissen), ohne dass Fußgänger in panischer Angst vor Radlern stehen, ohne dass sich Autofahrer, Radler und Fußgänger gegenseitig in die Quere kommen. Hast Du 'ne bessere Lösung?? Die Radler einfach auf den stark befahrenen Ring zu schicken ist jedenfalls keine.

Und, was den Rest angeht, wäre mal ein Update in Sachen Benutzungspflicht von Radwegen sehr zu empfehlen.
Genau das würde ich Dir mal empfehlen!!

Ansonsten wissen wir (ja wir alle hier) ja längst, dass Du der gottgegebene allwissende einzig des Denkens fähige Forumaner hier bist, deshalb erspare ich mir jeden weiteren Kommentar auf Deine oberschlau arroganten Sprüche...
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Offline Radler

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #354 am: 24.04.2018, 21:42:10 »
oh, eine Debatte!   ;-)

ein paar Stichworte dazu

- auch in der Straßenverkehrsbehörde (die nur organisatorisch im VTA eingegliedert ist, rechtlich ist sie eine Behörde und weist das VTA an) sitzen passionierte Rad-Nutzer. Deshalb rate ich von Vorurteilen ab.
- der moralische Druck, möglichst wenig dem MIV abzuknapsen, steht in den Verwaltungsvorschriften:.... zügige und sichere Verkehrsabwicklung ist zu gewährleisten... Tja, halt beim MIV.
- Die Aussage, dass die Benutzungspflicht quasi abgeschafft wurde ist so falsch nicht. Denn die Kommunen dürfen benutzungspflichtige Radverkehrsanlagen nur noch ausweisen, wenn eine Straßenmitbenutzung unter gar keinen Umständen vertreten werden kann. Diese Einschätzung ist subjektiv. Bsp: Richard-Lehmann-Str., mit ca. 20k KfZ DTV war lange jahre die Anordnung von Radstreifen nicht möglich. Seit einigen Jahren gibt es diese dennoch, mit Erfolg (mehr Radverkehr als vorher). Blaue Schilder würden vor Gericht nicht lange Bestand haben...
- Die Mindestgeschwindigkeit 40 hat nichts mit dem B-Status zu tun, sondern diese Anordnungen sind nur auf anbaufreien Straßen zulässig (also wie die Hochstraße B2 im Süden oder Norden)
- das Anordnen muss rechts- und regelgültig sein. Die Praktikabilität (Stückelung) vor dem Hbf ist da grenzwertig. Die Sorgfaltspflicht wird komplett auf den Radverkehr abgewälzt. Das schürt nicht nur Unverständnis, sondern auch Konflikte.
- MD612 hat Recht, der Gegenverkehr West-Ost kann nicht mal eben auf die eher schwach genutzte Rechtsabbiegerfahrbahn verlagert werden.
- die größere Schwachstelle am Ring ist der Bereich zwischen InterCity Hotel und Fürstenhof
- der Ring ist kein Heiligtum für den MIV
- Wäre denn - völlig spinnert, ich weiß - eine Maximalgeschwindigkeit 40 (oder 30?) nicht besser? Leiser, stetiger, unfallärmer?

Der aktuelle Stadtrat hat in den letzten Zeiten immer wieder erstaunlich fragwürdige Entscheidungen getroffen. Doch so wurde halt gewählt...

Gruß
der Radler

Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #355 am: 24.04.2018, 22:00:10 »
auch in der Straßenverkehrsbehörde (die nur organisatorisch im VTA eingegliedert ist, rechtlich ist sie eine Behörde und weist das VTA an) sitzen passionierte Rad-Nutzer.
Sorry, wenn ich es so hart formuliere, aber davon merkt man als Vielradler in der Stadt nicht allzu viel...

der Gegenverkehr West-Ost kann nicht mal eben auf die eher schwach genutzte Rechtsabbiegerfahrbahn verlagert werden.
Ich würde die Aussage "schwach genutzte Rechtsabbiegespur" für die rechte Fahrspur vor dem Hbf nicht teilen wollen. Die wird genauso stark genutzt wie die übrigen drei Spuren, da sie ja hinter der Schuhmacherstraße zur Rechtsabbiegespur Richtung Gerberstraße wird. Die eigentliche Rechtsabbiegespur Richtung Schuhmacherstraße zweigt ja erst nach der Westhalle von der rechten Spur ab.

der Ring ist kein Heiligtum für den MIV
... aber im derzeitigen Verkehrskonzept der Stadt für selbigen unverzichtbar. Man kann ihn nicht zugunsten anderer Verkehrsträger minimieren, ohne Alternativen für den MIV zu schaffen.

Wäre denn - völlig spinnert, ich weiß - eine Maximalgeschwindigkeit 40 (oder 30?) nicht besser? Leiser, stetiger, unfallärmer?

Da wäre wieder das Thema Bundesstraße und Rechtsvorschriften zur Einrichtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, an die Verkehrsplaner gebunden sind. Wobei ich zur Behauptung neige, dass der Ring im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen vergleichsweise nicht besonders unfallträchtig ist.

Gruß Peter
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Kin Hubbard (1868–1930), US-amerikanischer Humorist

Offline Sven

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #356 am: 14.06.2018, 19:32:07 »
Dem einen oder anderen ist es vielleicht aufgefallen - mir erst heute:

Gleis 3 hat ein „erweitertes“ A bekommen: Es werden jetzt die Sekunden bis zur nächsten Freigabe heruntergezählt durch ein zusätzliches Signal. Kenne ich ähnlich von Ampeln im Ausland.

Soll wohl bei der Abfertigung unterstützen, das man rechtzeitig die Türen zu macht.

Grüße
Sven

Offline sfn

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #357 am: 15.06.2018, 10:08:13 »
Ansonsten wissen wir (ja wir alle hier) ja längst, dass Du der gottgegebene allwissende einzig des Denkens fähige Forumaner hier bist, deshalb erspare ich mir jeden weiteren Kommentar auf Deine oberschlau arroganten Sprüche...
Viel zuviel der Ehre!  :D

Ich, oberschlau wie immer, halte es immer noch für besser, jedes polemische Wort durch ein Sachargument zu ersetzen. Persönliche Angriffe in Forumsbeiträgen sind unsagbar öde zu lesen.

Für den ganz großén Rest desselben Posts (den ich hier der Übersichtlichkeit halber nicht zitiere) hast Du meinen herzlichen Dank.  :)
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Offline Tilman

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #358 am: 15.06.2018, 10:15:55 »
Genau das würde ich Dir mal empfehlen!!
Ansonsten wissen wir (ja wir alle hier) ja längst, dass Du der gottgegebene allwissende einzig des Denkens fähige Forumaner hier bist, deshalb erspare ich mir jeden weiteren Kommentar auf Deine oberschlau arroganten Sprüche...

Ich schlage vor, dass die Moderatoren hier irgendwo so eine "Kindergartenecke" einrichten, in die solche Posts dann konsequent abgeschoben werden. Dort darf dann gerne nach Herzenslust weitergetrollt werden...

Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #359 am: 15.06.2018, 17:47:17 »
Ich, oberschlau wie immer, halte es immer noch für besser, jedes polemische Wort durch ein Sachargument zu ersetzen.
Warum tust Du es dann nicht?? Deine Beiträge sind doch oft nicht viel besser wie Deine Signatur...

Gruß Peter
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