Autor Thema: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"  (Gelesen 85268 mal)

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NVer

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #15 am: 09.06.2013, 14:04:44 »
Erstens: Wenn ich den Eindruck habe, dass die Bahn an 2. Position hält, dann gehe ich auch dorthin. Auf einmal fährt Bahn an Position 1 weg und während die Masse sich zu Position 2 begibt, rollt jene Bahn weiter. Es handelt sich um Großzüge und es ist glaube ich nicht sinnvoll, wenn die ganzen Massen in der ersten oder letzten Tür einsteigen. Durch verzögertes Rollen, offenbar unentschlossenes Handeln des Fahrers werden so die Leute gescheucht, inkl. Hindernislauf um die weiteren Wartenden. Die Fahrer entscheiden sich oft nicht sofort und sichtbar, wo sie halten. Ja ich weiß, Stau von Bahnen dahinter. Ändert nix an der stets scheiß Situation, bei der du auch immer ein Raunen hörst...

Um das Thema endgültig abzuschließen (es wurde auch bereits dankenswerterweise ausgegliedert und gehört vom Thema her sowieso nicht in diesen Thread hier!):
Hauptursache für das o.g. Zögern ist sicherlich die Unkenntnis des Fahrpersonales der einfahrenden Bahnen, ob die in vorderer Position noch wartende Bahn oder der Bus bzw. deren Fahrpersonal:
-noch ein gesperrtes Signal hat (hier scheint seit einiger Zeit eine geringfügig zeitlich flexible Ampelschaltung vorzuliegen ???)
-Schicht-Ablösung hat
-noch Auskünfte zu erteilen hat
-die Rollstuhlrampe aus- & und wieder einzuklappen hat
-noch angerannt kommende Fahrgäste zusteigen lässt (bei manchen Fahrzeugtypen scheint das Tüschließen länger zu dauern ???)
-oder im schlimmsten aber gottseidank bisher seltensten Fall noch ein fahrzeugtechnisches Problem hat

(Diese Aufzählung hier erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; aber wenigstens zählt bei der Straßenbahn seit 1.8.2012 ein entscheidender Punkt nicht mehr dazu:
-der Verkauf von Fahrscheinen an einer Zentralhaltestelle mit m.E. acht Fahrkartenautomaten und noch anderen Möglichkeiten zum rechtzeitigem Fahrscheinerwerb...)

Offline WTL

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #16 am: 09.06.2013, 14:27:49 »
@Lutz G.: Danke für das Wiederaufgreifen der Diskussion, beschäftigt mich schon länger! Wenn die  /SL.010 und  /SL.011 heilige Kühe sind, was hieltest du dann von dem Gedanken die  /SL.016 über den Westring zu führen, sobald das neue MDSB in Betrieb ist?

Allein netztechnisch schiene mir das irgendwie sinnvoll, auch wenn ich natürlich um die Bedenken weiß.

Vorteile:

-Bessere Verteilung der Kapazitäten (bezugnehmend auf die hier festgesellte Überfüllung der /HS Hbf) und Auslastung (der Ostring ist bereits übermäßig gut ausgelastet, die Bahnen stauen sich oft; der Westring hingegen verhungert mit nur einer einzigen Linie, der  /SL.009, obwohl sie ebenfalls durch das Herz der Stadt läuft)
-Wesentlich kürzeres Umsteigen an der  /HS/S-Bahn Wilhelm-Leuschner-Platz zu den Linien  /SL.010/SL.011 in Richtung Süden bzw. /SL.014 nach Plagwitz sowie dem neuen bedeutsamen unterirdischen Haltepunkt.
-Der Bedeutungsverlust und die Fahrgastverlagerung durch die neuen Nord-Süd-S-Bahn-Linien (mit eigenem Messehaltepunkt) wird mit neuen (touristischen) Zielen wie Thomaskirche, Kneipenmeile Gottschedstraße/Barfußgässchen, Neues Rathaus, Runde Ecke, Richard-Wagner-Platz, Klingertreppe samt Wagner-Denkmal ausgeglichen und verbessert insbesondere auch die allgemeine Anbindung und Wahrnehmung des Westviertels.

Nachteile:
-Führung am Hbf. über die Westseite, damit auf den ersten Blick "erheblicher" Nachteil für die Fahrgäste durch längeren Umsteigeweg.
-Entfall des Abzweiges Roßplatz <-> Augustusplatz und damit auch der Relation Augustusplatz <-> Bayerischer Bahnhof, wirklich zwingend notwendig? Die südöstliche Innenstadt, hier bedeutsam vor allem die Uni, ist jedoch auch von der  /HS Wilhelm-Leuschner-Platz flott und komfortabel erreichbar, zumal die Augustusplatz-Haltestelle der  /SL.016 durch die äußere Lage am Straßenring statt direkt auf dem Platz wie bei der  /SL.007 ohnehin unattraktiver ist und den Weg zur Uni verlängert.

Fazit:
Vermeintlich wesentlichster Hinderungsgrund dürfte somit die Verlagerung am Hbf. sein.
Da es sich ja um DIE Messelinie mit einer gewissen Tradition handelt, ist man hier sehr schnell darauf festgelegt die Linie müsse auf jeden Fall an der Zentralhaltestelle vorbeigeführt werden, alles andere wäre ein riesiger Fehler und brächte nur Nachteile; alte Zöpfe werden bekanntlich ungern abgeschnitten. Aber das neue MDSB wird ab Dezember ohnehin über kurz oder lang veränderte Tatsachen schaffen und Änderungen erzwingen!

Aber ist denn dem tatsächlich so? Wer wäre betroffen?

Aus der Sicht von Messebesuchern ergäben sich m.M.n. sogar Vorteile.

Überregionale Messebesucher könnten noch direkt im Bahnhofsgebäude vom Querbahnsteig zur (intern bezeichneten) "Messehaltestelle" (Hbf. / Westseite) geführt werden. Dort ist genug Platz für großen Messebesucherandrang (so es den dann noch gibt, wenn der Großteil der Messebesucher auf die S-Bahnen ausweicht) und brächte den Vorteil, dass die ohnehin stark belastete Zentralhaltestelle Hauptbahnhof von diesen zusätzlichen Messebesuchern entlastet würde.

Das regionale Besucheraufkommen verlagert sich zukünftig aufgrund der Fahrgeschwindigkeit und vor allem des Wegfalls des nervigen Fußweges vom Querbahnsteig zur Straßenbahnhaltestelle ohnehin auf die S-Bahnen in Richtung /S-Bahn Messegelände, was somit die Bedeutung der Zentralhaltestelle Hauptbahnhof als Knotenpunkt für Messebesucher zukünftig ohnehin stark reduziert.

Wäre noch die Frage zu klären, inwiefern der hießige ÖPNV-Fahrgast direkt aus Leipzig betroffen wäre.
Grundsätzlich wird auch hier das neue MDSB stellenweise für eine erhebliche Verlagerung der ÖPNV-Nutzer zur S-Bahn sorgen, da die Fahrzeitersparnis teilweise doch erheblich ist.
Nicht im Einzugskreis der S-Bahn wohnende ÖPNV-Nutzer sowie ÖPNV-Nutzer mit S-Bahn-Phobie bzw. Hardcore-Straßenbahnfans würden wahrscheinlich vor oder nach der  /HS Hbf versuchen umzusteigen, um sich den Fußweg von der Zentralhaltestelle zur Westseite zu ersparen. Dies würde im nördlichen Bereich der Innenstadt eine Verlagerung der Umsteigevorgänge zur /HS Goerdelerring oder aber zu den /HS Chausseehaus /  bzw. /HS Wilhelm-Liebknecht-Platz bedeuten, im Süden beträfe dies die /HS Leuschnerplatz.
« Letzte Änderung: 09.06.2013, 14:41:16 von WTL »

Offline Passagier

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #17 am: 09.06.2013, 14:31:39 »
Ein klein wenig Aufklärung verschafft sicher der Film.

Danke, für das Lachen war mir dein Eintrag nicht witzig genug. Erstens: Es fehlt an der Haltestelle eine Projektionsfläche, um den blöden Fahrgast über das Ansinnen der Planer mittels Video aufzuklären.
Zweitens habe ich hier schon mehrmals versucht zu erklären, was das Problem ist. Wenn die Bahnen sich eindeutig und schnell für einen Haltepunkt entscheiden, kann ich auch dem Wunsch der Planer folgen. Wenn eine Bahn aber ruckelnd gefühlte 5 Minuten durch Position 2 manövriert und niemand weiß, wo die Bahn nun hält... Jedenfalls scheinen die Fahrer kein Verständnis für den Unmut der Fahrgäste zu haben.

Ich glaube, eine Aufwertung des Leuschnerplatzes auch am Abend wird durch den Citytunnel eigentlich unumgänglich. Aber was uns als selbstverständlich erscheint, muss es ja nicht für die LVB sein.

Offline Tino

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #18 am: 09.06.2013, 15:58:32 »
Wenn eine einfahrende Bahn tatsächlich so langsam durch die hintere Halteposition schleicht und Abstand hält ist das eigentlich Zeichen genug, dass jeden Moment die vordere Position frei wird und das Fahrzeug bis vorzieht.
Es wäre im dem Fall Unsinn an der hinteren Position zu halten und die Einfahrt nachfolgender Bahnen zu blockieren, vor allem aus der Goethe- oder Kurt-Schumacher-Str.
Diese können deswegen die folgende Freiphase nicht nutzen und müssen warten, bis die Bahn von hinten nach vorn zieht und wahrscheinlich ein zweites mal die /HS bedient.

Offline Passagier

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #19 am: 09.06.2013, 16:50:43 »
Danke für die Erklärung. Ich habe vollstes Verständnis für die Fahrer. Aber offenbar hast du/ haben die LVB KEIN Verständnis für die Fahrgäste.

Manchmal kommt es übrigens vor, dass die Bahn dann doch an Position 2 hält.

Ich begreife dich nicht, Tino. Offenbar bist du von der Richtigkeit des Handelns vollkommen überzeugt. Stell du dich doch mal 15 Minuten mitten auf den Mittelbahnsteig in der Rush Hour.

Offline Tino

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #20 am: 09.06.2013, 17:16:11 »
Manchmal kommt es übrigens vor, dass die Bahn dann doch an Position 2 hält.

Die Gründe wurden schon unter Antwort #16 bzw. in dem Film ab etwa Minute 2:30 genannt.

Offline MD 612

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #21 am: 09.06.2013, 17:40:08 »
Doppelhaltestellen sind aus meiner Sicht mit die fahrgastfeindlichste Einrichtung der LVB, die es überhaupt gibt. Und dann noch in Gestalt der Zentralhaltestelle Hbf, die in Platz und Möblierung dem Fahrgastaufkommen überhaupt nicht gewachsen ist. An den Gleisen 2+3 halten fünf Bahnen, an den Gleisen 1+4 vier Bahnen innerhalb von zehn Minuten. Das heißt, alle zwei Minuten eine Bahn. Das sollte doch auch ohne Doppelhaltestelle machbar sein. Bahnen an zweiter Position können ja zum Aussteigen die Türen freigeben, sollten auf alle Fälle aber noch mal vorne halten. Wenn dann noch die Möblierung dieser Neuregelung angeglichen werden würde, wären wir schon ein ganzes Stück weiter. Voraussetzung dafür wäre aber auch endlich eine flexible und bedarfsgerechte Ampelschaltung, bei der die 1 westwärts nicht immer drei Minuten warten muss, bis sie vom Fleck kommt.

Warum aber bspw. an der Köhlerstr eine Doppelhaltestelle sein muss, erschließt sich mir gleich gar nicht. Dann doch lieber eine einfache Strabhaltestelle und dahinter eine einfache Bushaltestelle. Dann wäre hier endlich die gefährliche Unsitte vorbei, dass die Straßenbahn neben dem in der Haltestelle stehenden Bus hält und die Fahrgäste um selbigen herum laufen müssen.

wenn möglich, sich in die Mitte zwischen beide Doppelhaltestelle stellen!

Macht vor allem Sinn bei Mistwetter. Immerhin ist der Bereich zwischen den beiden Haltestellenhälften der einzige ohne Dach und Sitzgelegenheit...

Die 3 zum Beispiel steht immer an letzter Stelle außerhalb der Bahnsteige.

Auch so eine sinnfreie Regelung. Einerseits außerhalb der barrierefreien Bahnsteige, andererseits in der Enge neben den künftigen Tunneltreppen...

Anderer Vorschlag: Die 3 fährt in beiden Richtungen im Zulauf auf den Hbf zwei Minuten früher und nimmt den Umweg über die Westseite und die Schleife K.-Schumacher-Str. Von K'berg kommend können umsteigewillige Fahrgäste am Goerdelerring in die nachfolgenden 4+7+15 zur Zentralhaltestelle umsteigen, der Zustieg Richtung Taucha erfolgt nach Abfahrt von 1+11+16 planmäßig an Gleis 2. In der Gegenrichtung lässt die 3 die umsteigewilligen Leute am Gleis 1 raus und fährt sofort durch die Schleife zur Westseite. Fahrgäste Richtung K'berg fahren mit 4+7+15 zum Goerdelerring vor und steigen hier barrierefrei in die nachfolgende 3 um. Klingt vielleicht unkonventionell, wäre aber mal des Nachdenkens wert.

Die Haltestelle ist im Grunde nicht für die Sammelanschlüsse ausgelegt

Sehe ich nicht so. In der Westhälfte der Haltestelle passt ein 45-m-Zug, in die Osthälfte mit ein bißchen Mühe selbst bei frei bleibender Mittelfurt ein 45-m-Zug und ein 30-m-Zug, Google.maps rechnet für die Osthälfte 77m nutzbarer Bahnsteiglänge aus. Lässt man wie in obigem Vorschlag die 3 außen vor ergibt das

- für Gleis 1+2 jeweils eine große 11 sowie je eine kleine 1 und 16 (wobei eine von beiden sogar noch groß sein kann)
- für Gleis 3+4 jeweils eine kleine 4 sowie je eine große 7 und 15.

Passt also, wenn es durchdacht durchgeführt wird.

Gruß Peter
Die Welt ist nicht schlechter geworden. Wir haben nur ein besseres Kommunikationsnetz.
Kin Hubbard (1868–1930), US-amerikanischer Humorist

Offline Passagier

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #22 am: 09.06.2013, 17:59:54 »
Die Gründe wurden schon unter Antwort #16 bzw. in dem Film ab etwa Minute 2:30 genannt.

Mir fällt es schwer, ruhig zu bleiben. Kannst du auch mehr hier zum Besten geben, als offenbar vom Schreibtisch aus technokratisch auf die Gedanken zu verweisen, die sich die Entwickler des Murkses ausgedacht haben? Gründe hier Gründe da. Das ist dem Fahrgast, also dem Kunden der LVB, schnurz piep egal. Und um ihn sollte es doch gehen?


Zum Neubau der Hst. Hbf. mal etwas aus dem Rückspann: Gegenüber der Lösung vor dem Umbau war eigentlich ALLES eine Verbesserung. Das sollten wir auch nicht vergessen. Heißt aber nicht, dass die jetzige Situation optimal ist.

Offline RudiTram

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #23 am: 09.06.2013, 18:16:42 »
Der Film vermittelte mir auch nichts Neues.
Wenn sich alle Fahrgäste in die Mitte des Bahnsteiges stellen würden, dann gäbe es keinen Platz mehr für die Leute, die die Gleise zu einem anderen Bahnsteig hin überqueren wollen (Übergang). Unschön finde ich, dass wenn der Fahrer des 2. Zuges sieht, dass sich alle Fahrgäste zu ihm hinbewegen, er doch noch nachzieht, weil plötzlich der 1. Zug abfährt. Das gibt ein heilloses durcheinander. Aber immerhin sind die heutigen Bahnsteige sicherer als die Situation vor dem Umbau. Da war es nämlich kreuzgefährlich.
Bitteschön, gern gescheh'n.
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Offline Tino

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #24 am: 09.06.2013, 18:17:18 »
Die Situation ist schwierig und sicher auch oft unschön in dieser /HS, deswegen kann man aber dem Fahrpersonal keinen Vorwurf machen.
Noch unübersichtlicher und komplizierter wird die /HS, wenn die Zugänge zum Tunnel geöffnet werden und falls noch in der Planung, ein dritter Überweg in Höhe Taxistand über die Straße, wobei der wahrscheinlich mehr als Abgang dienen würde.
« Letzte Änderung: 09.06.2013, 18:27:59 von Tino »

Offline xXx

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #25 am: 09.06.2013, 18:40:17 »
Auch so eine sinnfreie Regelung. Einerseits außerhalb der barrierefreien Bahnsteige, andererseits in der Enge neben den künftigen Tunneltreppen...

Anderer Vorschlag: Die 3 fährt in beiden Richtungen im Zulauf auf den Hbf zwei Minuten früher und nimmt den Umweg über die Westseite und die Schleife K.-Schumacher-Str. Von K'berg kommend können umsteigewillige Fahrgäste am Goerdelerring in die nachfolgenden 4+7+15 zur Zentralhaltestelle umsteigen, der Zustieg Richtung Taucha erfolgt nach Abfahrt von 1+11+16 planmäßig an Gleis 2. In der Gegenrichtung lässt die 3 die umsteigewilligen Leute am Gleis 1 raus und fährt sofort durch die Schleife zur Westseite. Fahrgäste Richtung K'berg fahren mit 4+7+15 zum Goerdelerring vor und steigen hier barrierefrei in die nachfolgende 3 um. Klingt vielleicht unkonventionell, wäre aber mal des Nachdenkens wert.

Klingt so zwar ganz gut, aber eine Abfahrt zwei Minuten früher reicht bei weitem nicht aus. Aus Richtung Knautkleeberg muss sichergestellt werden, dass mindestens eine Bahn der Linie 1, 4, 7 oder 15 nach der 3 am Goerdelerring ankommt. Das ließe sich sicher noch mehr oder weniger problemlos durchführen, auch wenn man bei einer verspäteten 3 zwei "Sammel"anschlüsse garantieren müsste. Aus Richtung Taucha hingegen muss garantiert sein, dass die Linie 3 die erste Bahn am Hauptbahnhof ist, denn sobald dies nicht klappt, bricht das schöne System zusammen und man steht sich gegenseitig im Weg rum. Demnach muss die 3 mindestens fünf Minuten (wahrscheinlich noch mehr) eher am Bahnhof sein, um halbwegs verlässlich auch die erste Bahn zu sein. Das führt unweigerlich zu einem weiteren Kurs auf der 3.
Auch dürfte dieses System bei den meisten Fahrgästen nicht unbedingt auf allzu große Akzeptanz stoßen, da meist ein weiterer Umsteigezwang hinzu kommt. Wenn z. B. ein Rollstuhlfahrer auf den barrierefreien Bahnsteig angewiesen sein sollte, dann kann die anwesende Aufsicht oder im Zweifelsfall der Fahrer es sicher so organisieren, dass die gewünschte Bahn solange wartet, bis die 3 an den Bahnsteig vorgerückt ist und barrierefrei umgestiegen werden kann.

Der völlige Verzicht auf Doppelhaltestellen lässt sich in der Praxis sicher auch nicht durchhalten, selbst wenn man am Hauptbahnhof wieder das teilweise Fahren auf Sicht einführt. Es wird immer Situationen geben (und seien es nur Veranstaltungen), die Doppelhaltestellen an den Knotenpunkten erfordern. Es macht auch wenig Sinn, wenn dies nur in besonderen Situationen angewandt wird, da die meisten Fahrgäste dann erst recht nicht mit dem Ablauf vertraut sind.
Es würde sicher auch am Hauptbahnhof besser klappen, wären die Bahnsteige nicht so furchtbar "zugerümpelt". Durch den Zwang der Mitbenutzung der Haltestelle durch die Busse, müssen die Fahrbahnen auch relativ breit sein, was wiederum auf Kosten der Bahnsteige geht. Meiner Meinung nach sollten die Bahnsteige in einem ersten Schritt so weit wie möglich von unnötigem, zu groß dimensionierten Aufbauten befreit werden.

Offline Tino

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #26 am: 09.06.2013, 19:01:05 »
Zitat
Es würde sicher auch am Hauptbahnhof besser klappen, wären die Bahnsteige nicht so furchtbar "zugerümpelt"

Deswegen wäre auch ein zusätzlicher Überweg in der Mitte für aussteigende Fahrgäste zum Bahnhof gar nicht so verkehrt.
Das Gewandere mit Sack und Pack durch die gesamte /HS zwischen wartenden Fahrgästen hindurch bis zu den Überwegen an der Ost- oder Westseite könnte etwas eingedämmt werden und "Luft" schaffen.

Offline Passagier

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #27 am: 09.06.2013, 19:02:52 »


Der völlige Verzicht auf Doppelhaltestellen lässt sich in der Praxis sicher auch nicht durchhalten, selbst wenn man am Hauptbahnhof wieder das teilweise Fahren auf Sicht einführt. Es wird immer Situationen geben (und seien es nur Veranstaltungen), die Doppelhaltestellen an den Knotenpunkten erfordern. Es macht auch wenig Sinn, wenn dies nur in besonderen Situationen angewandt wird, da die meisten Fahrgäste dann erst recht nicht mit dem Ablauf vertraut sind.

In der LVB-Logik heißt das: Bei publikumsstarken Veranstaltungen, bei denen sich hunderte Menschen auf dem Bahnsteig tummeln und alle in dieselbe Richtung wollen wird die Funktion einer Doppelhaltestelle außer Kraft gesetzt, weil "sonst alle Menschen zur hinteren Bahn rennen". (Aussage Ansagerin  /HS Sportforum vergangener Mittwoch).

Viell. sollte man sich grundsätzlich bei den LVB überlegen, wie und wann Doppelhaltestellen genutzt werden sollen und mit welchem Ziel.

@ Tino: Ob den Fahrern ein Vorwurf gemacht werden kann weiß ich nicht. Wenn sie Anweisung haben, die Fahrgäste zu verarschen, dann nein. Wenn nicht, dann ja!

Offline Tatra-Fan

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #28 am: 09.06.2013, 20:38:22 »
Ich wäre schon glücklich, wenn die Fahrer nicht mit den Fahrgästen ein Ratespiel veranstalten: Na, ratet mal, wo ich jetzt halten werde? A) An Position 1? B) An Position 2?
Muss doch für den Fahrer schön aussehen, wenn die Meute zur Position 2 teilw. rennt und dann ääätsch wieder an Position 1 sprintet.

Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn die Tür aufgeht.

Genau das beobachte ich jeden Tag ... die Linie 3 Ri. Knautkleeberg hält nämlich generell NICHT in der zweiten Position, sondern lässt sich schön langsam reinkullern, dass die Fahrgäste in dieser 3 sich jede verpasste Anschlussbahn haargenau anschauen können. Was soll denn der Scheiß? Dafür gibts ja nichtmal schlechte Ausreden!

Optimal wäre es, die Linie 72/73 Ri. Hbf generell am Fahrbahnrand bzw. Ostseite ankommen, aber weiterhin am Vorplatz abfahren zu lassen. Als zweites muss die Linie 3 Ri. Knautkleeberg zwingend auf Gleis 1, um Gleis 3 zu entlasten.

Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
LVB-Ansagen von 1994 "Andere" LVB-Ansagen von 2012
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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #29 am: 09.06.2013, 20:53:25 »
Eigentlich müßte man sämtlichen "Ramsch" von den Bahnsteigen entfernen und eine Art Bahnsteigsperre einführen, damit ein Bereich von zwei Metern neben dem Gleis von herumstehenden, nicht mit der einfahrenden/ eingefahrenen Bahn mitwollenden Personen freigehalten wird ... (Illusion)
Dann könnte man sich auch schnell und geradlinig bei Bedarf zur anderen Halteposition begeben.

Eine andere Idee wäre, bestimmten Linien bestimmte, am Fahrplan orientierte Haltepositionen zuzuweisen, auch um den Preis, dass es einen kleinen Rückstau durch die vorübergehend frei gebliebene erste Halteposition gibt.
Es kommt oft genug vor, dass der Bus 72/73 unmittelbar hinter der 10/11/16 auf Gleis 2 einfährt und dann die zweite Halteposition für die nachfolgende 1/3 blockiert. Dort hält man aber an der festen Zuordnung der Halteposition fest.

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