Autor Thema: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost  (Gelesen 22317 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2736
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #45 am: 11.10.2018, 21:20:10 »
Ja, ich finde es gut wenn Nur-Mitleser auch die Möglichkeit bekommen den Diskussionen beizuwohnen und letztlich sich entscheiden Mitglieder zu werden und mitdiskutieren.
Wenn Du so argumentierst, wäre ja die Unterteilung in mehrere Unterforen hinfällig. Das Hauptforum ist doch interessant genug, um neue Mitglieder zu begeistern. Und mein Link ist vielleicht ein Anreiz sich zu registrieren.

Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline Linie 22

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 219
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #46 am: 11.10.2018, 21:42:33 »
@MD 612: Das habe ich als Ergänzung geschrieben zu deinem Hinweis. Eine Verlinkung die auf Barrieren trifft kann auch frusten.
« Letzte Änderung: 11.10.2018, 22:12:25 von Linie 22 »

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2736
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #47 am: 20.10.2018, 22:20:47 »
Wer mehr wissen will (nicht nur zur Zukunft des Projektes) folge einfach dieser Einladung:

Zitat von: bv-sellerhausen.de
Parkbogen Ost – TALK WALK auf dem Sellerhäuser Bogen
Wer nicht dabei war, hat was verpasst. Überraschend für mich war die Teilnehmerzahl von immerhin mehr als 60 Leuten...

Kurz ein paar Stichpunkte zum Stand der Dinge:

- Stadt und Bahn stehen kurz vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages für die Bahngrundstücke des Abschnittes zwischen schon bestehender Bahnschneise Anger-Crottendorf und Volksgarten / Brücke Kohlweg.
- Der benannte Abschnitt ist vor etwa einen Monat auf Antrag der Stadt amtlich "von Zwecken des Eisenbahnbetriebes freigestellt" worden, ist also als Bahnstrecke entwidmet.
- Für den als Sellerhäuser Bogen bezeichneten Abschnitt Bahnschneise A.-C. - Eisenbahnstraße soll unmittelbar nach Unterzeichnung des Kaufvertrages die landschaftsgestalteriche Gesamtplanung (ich hoffe, ich hab das richtig behalten) ausgeschrieben werden. Also Planung des Gesamtprojektes im benannten Abschnitt inklusive Wegeleitung, Wegweisung, Infotafeln, Zugänge und Vermarktung.
- Baubeginn soll bis Ende 2019 erfolgen, man rechnet höchstens mit 5 Jahren bis der Sellerhäuser Bogen für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein könnte. Weitere Gestaltungsleistungen (weitere Ausstattung, Gestaltungen der Dammböschungen) erfolgen eventuell erst danach.
- Ein Gutachten im Auftrag der Stadt hat ergeben, dass alle Brücken inklusive des Sellerhäuser Viaduktes für die beabsichtigte Nutzung als Rad- und Fußweg ohne Eingriffe in wesentliche, vor allem tragender Bauteile geeignet sind. Lediglich "kosmetische Eingriffe" sind nötig. Den Belastungen einer dauerhafter Nutzung im Bahnverkehr sind sie allerdings nach dem Gutachten nicht mehr gewachsen.
- Die Brücke über die Eisenbahnstraße will / muss die Stadt allerdings abreißen.
- Unmittelbar an der Bahnschneise A.-C. sowie zwischen Wurzner und Eisenbahnstraße soll je eine Zugangsrampe zum Damm entstehen, sodass Damm und Viadukt in voller Länge für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein werden. Zusätzlich sollen auch zwischendurch Zugangsmöglichkeiten entstehen, abhängig von der Gesamtplanung.
- Für den weiteren Abschnitt ab Eisenbahnstraße Richtung Stadt bestehen noch keine konkreten Planungen. Es bestehen mehrere Trassenvarianten, deren konkrete Umsetzung u.a. von weiteren Bautätigkeiten im Bereich ex. Dresdner Güterbahnhof, alter Postbahnhof sowie westlich des Hbf abhängen. Bei konkreten Planungen in den benannten Gebieten soll auf die Freihaltung möglicher Radwegtrassen hingewirkt werden.

Hier noch ein paar Bilder von heute. Leider nur mit Handy, der Fotoapparat lag zu Hause auf dem Küchentisch...:

1) Brücke über die Zweinaundorfer Straße mit Blick nach Süden


2) früherer Haltepunkt Anger-Crottendorf


3) Der Damm vom südlichen Ende des Sellerhäuser Viadukts aus gesehen.


Gleise, Fahrleitungen, Masten und Signale sind auf ganzer Strecke entfernt worden. Lediglich zwischen der Brücke über die Th.-Neubauer-Straße und südlichem Viaduktende liegen noch die Schwellen ohne Kleineisen und Schienen. Auffällig auf der ganzen Strecke war, dass sich die Vegetation im Wesentlichen nur in den Randbereichen sowie zwischen den beiden Gleisen entwickelt hat. Das eigentliche Planum beider Gleise ist weitgehend frei von Vegetation.

4) Von gleicher Stelle nach Norden gesehen der Sellerhäuser Viadukt


5) An der Wurzener Straße Blickrichtung Süden auf den Sellerhäuser Viadukt


6) ehemaliger Haltepunkt Sellerhausen


Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline elnbb

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 227
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #48 am: 12.08.2019, 10:59:15 »
VI-DS-08080 - Bau- und Finanzierungsbeschluss zum Vorhaben Parkbogen Ost - Instandsetzung des Sellerhäuser Viaduktes (I/41)

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013332

Zitat
Die Gesamtkosten betragen 3.534.900,00 €. Der städtische Anteil beträgt 1.173.400,00 €.
Zitat
Die Baumaßnahme soll Ende 2019 beginnen. Die Bauzeit beträgt 14 Monate.
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline Thomas L.E.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 762
  • Geschlecht: Männlich
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #49 am: 13.08.2019, 19:23:39 »
Was soll eigentlich aus dem ehemaligen Abzweig Püchauer Straße und dem Bereich zwischen Sellerhausen und Kohlweg-Brücke werden? An dem Kleingartenverein wäre doch ein idealer, nahezu ebenerdiger, Zugang zum Parkbogen möglich. Weshalb soll die Brücke über die Eisenbahnstraße weg? Läßt sich diese nicht Fußgänger- und Fahrradtauglich umrüsten?
« Letzte Änderung: 13.08.2019, 19:28:59 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2736
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #50 am: 13.08.2019, 20:00:09 »
Was soll eigentlich aus dem ehemaligen Abzweig Püchauer Straße und dem Bereich zwischen Sellerhausen und Kohlweg-Brücke werden?
Der befindet sich m.W. ebenfalls schon im Besitz der Stadt und soll zu einem späteren Zeitpunkt Bestandteil des Parkbogens Ost werden. Man sinniert ja im Weiteren über eine Radwegverbindung über das Gelände des Bahnpostamtes bzw. alternativ durch das Schönefelder Wohngebiet und Mariannenpark zur Parthe und möglicherweise zum geplanten Neubaugebiet an der Westseite des Hbf.

Weshalb soll die Brücke über die Eisenbahnstraße weg? Läßt sich diese nicht Fußgänger- und Fahrradtauglich umrüsten?
Die Brücke über die Eisenbahnstraße sollte nicht das Problem sein, aber es fehlt ja v.a. die Brücke über die Strecken nach Chemnitz und Dresden. Bevor dort kein Ersatzbau steht, hat auch die Weiterführung des Parkbogens keinen Sinn.

Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2736
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #51 am: 14.08.2019, 20:30:33 »
lvz.de: Vorbild New York: Stadt will Sellerhäuser Viadukt sanieren

Zitat von: lvz.de
Die Sanierung des stillgelegten Sellerhäuser Viadukts soll noch 2019 beginnen. Nach dem Vorbild des High Line Parks in New York will die Stadt das Bauwerk zum Rad- und Gehweg ausbauen. Damit nimmt auch das Gesamtprojekt „Parkbogen Ost“ weiter Fahrt auf. Ein Blick in die Pläne eines einzigartigen Projekts.

Das Sellerhäuser Viadukt soll für gut 3,53 Millionen Euro saniert werden. Das etwa 200 Meter lange und über zwölf Meter hohe Viadukt ist Teil des künftigen Parkbogens Ost.
[...]
Die Stadt hatte Bahndämme und Brücken auf der 1,5 Kilometer langen Trasse zwischen den nicht mehr genutzten Bahnhöfen Sellerhausen (am Ende der Eisenbahnstraße) sowie Anger-Crottendorf (an der Zweinaundorfer Straße) erworben. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde im Frühjahr 2019 unterschrieben.
[...]
Die Sanierung des 1875 erbauten Viaduktes, die der Stadtrat allerdings noch bestätigen muss, soll Ende 2019 starten und bis 2021 erfolgen. Das stark sanierungsbedürftige Bauwerk steht unter Denkmalschutz. So sind beispielsweise die Gründungsbereiche teilweise stark vernässt, die Dichtungen der Fahrbahn schadhaft, Fugendichtungen fehlen oder sind verschlissen. Geplant ist auch, dass das Bauwerk ein Geländer von 1,30 Metern Höhe auf beiden Seiten sowie barrierefreie Auf- und Abgänge bekommt. Wie das aussieht, ist Teil eines freiraumplanerischen Wettbewerbes, den die Stadt für die Bahntrasse gerade initiiert. Ergebnisse sollen bis November 2019 vorliegen, heißt es im Rathaus. Das Viadukt wird zu einem besonderen Höhenrad- und Gehweg entwickelt, der einen einzigartigen Panoramablick bieten soll. Vorbild dafür: der High Line Park in New York.

Gruß Peter
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Offline Thomas L.E.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 762
  • Geschlecht: Männlich
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #52 am: 17.08.2019, 09:50:21 »
@MD612: Vielen Dank für den Beitrag. Leider ist das Onlineportal der LVZ seit einigen Tagen nahezu komplett kostenpflichtig. In der "Bild" gab es jedoch auch einen Beitrag zum Parkbogen Ost.

https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/3-5-millionen-sanierung-von-stillgelegter-bahnstrecke-viadukt-kommt-wieder-in-fa-63948344.bild.html
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Halleipzig

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 462

Offline jan.h

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 34
Re: Vom Eisenbahn-Ostring zum Parkbogen Ost
« Antwort #54 am: 18.08.2019, 13:47:54 »
ich bin gespannt aber glaube nicht, dass man mit 3,5 Millionen hinkommt.
Grüße