Autor Thema: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken  (Gelesen 82367 mal)

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Offline Tatra-Fan

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #75 am: 29.05.2014, 13:30:13 »
Die Linie 7 und 8 sowie 1 und 2 haben längst keine ordentliche Taktfolge mehr, dass bei der 7 und 8 auf dem Paunsdorfer Ast derzeit ein 5/5-Takt besteht ist einfach nur der Baustelle in der Wurzner Straße geschuldet, an Baustellenfreien Wochen ist das ein 2/8-Takt bzw. am Wochenende war es sogar ein 3/12-Takt ... der toll, wenn alles gleichzeitig abfährt, wozu dann überhaupt anpassen?
Achja, 2004 war es auf dem Paunsdorfer Ast ein planmäßiger 5/5-Takt, 2005 wurde das zu einem 4/6-Takt geändert und nun sind wir bei 2/8 ... das gleiche ist auch auf dem Grünauer Zweig der Linie 1 und 2 zu erkennen, bis 2006 5/5, ab 2007 4/6 und dann wurde die Linie 2 weggekürzt.

Auf Grund von Feuchtigkeit im Gleisbereich, ist eine Weiterfahrt nicht möglich. Wir bitten um etwas Geduld.
LVB-Ansagen von 1994 "Andere" LVB-Ansagen von 2012
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Offline Tino

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #76 am: 23.06.2014, 05:41:56 »
Offensichtlich befindet sich die FDP gerade im Sommerloch und startet mal wieder einen Angriff auf die Schiene.
Kurios dabei, nach Vorkommnissen mit Bussen wurde nicht gefragt, wobei es da auch Unfälle mit tödlichen Ausgang gab.

"FDP-Stadtrat René Hobusch spricht von „beunruhigenden Zahlen"

Meldepflichtige Vorkommnisse im Straßenbahnverkehr der Leipziger Verkehrsbetriebe
(Im Anhang)

Offline Jörg.L.E.

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #77 am: 09.09.2014, 21:05:55 »
Frische Zahlen aus dem SQB 02-2014 der Stadt Leipzig (http://statistik.leipzig.de/statpubl/index.aspx?cat=1&rub=2):

Öffentlicher Personennahverkehr
(Quelle: Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH)

Beförderte Personen (in Mio.)
2013 - 2014
Q1 36,291 - 34,594
Q2 37,092  - 34,044

davon: Straßenbahn (in Mio.)
2013 - 2014
Q1 29,206 - 28,212
Q2 30,188 - 28,842

davon: Bus (in Mio.)
2013 - 2014
Q1 7,102 - 6,401
Q2 6,919 - 6,217

Die LVB  haben für die Verluste (bei gleichzeitig gestiegener Bevölkerungszahl) folgende Gründe:
-milder Winter
-der weggefallene Ersatzverkehr ( /S-Bahn 1)

Zitat:  „Uns war klar, dass wir ein paar Jahre brauchen, um die guten Zahlen aus 2013 wieder zu erreichen. "

Quelle: http://www.bild.de/regional/leipzig/city-tunnel/fahrgastzahlen-zurueckgegangen-37586228.bild.html

Fazit: Die LVB haben die langersehnte Konkurrenz um sich zu strecken.

MfG
dor Jörsch
Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.

Offline Tino

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #78 am: 10.09.2014, 04:07:13 »
Natürlich war der Rückgang zu erwarten, vor allem im Busverkehr.
Die Fahrgäste der damals eingestellten /S-Bahn 1 nach Miltitz sind nur vorübergehend auf Bus(deswegen verlängerte /BL.080)und Bahn umgestiegen. Auch wenn das sicher nicht die große Masse ausmacht.
Die Bild verschweigt allerdings, dass zum letzten Fahrplanwechsel ein Teil des Regionalverkehres von den LVB an den Landkreis Leipzig abgegeben wurde, mit Aufgabe des Standortes Zwenkau.
Das Minus von 5,62 % im Straßenbahnbereich dürfte allerdings auch kein Ruhmeszeichen für die /S-Bahn sein.

Offline Radler

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #79 am: 10.09.2014, 08:53:56 »
Vielleicht wäre es ratsamer für ein Ruhmeszeichen, nicht auf die zwei, drei Pauschalgründe herein zu fallen, welche "offiziell" angegeben werden.  :-)

Seit Jahresbeginn leidet die Straßenbahn unter Baustellenverkehren.
- Lützner Straße, Schleichfahrt der 15, längerfristige Einstellung / Streichung der Linie 8
- Karl Liebknecht Straße, Schleichfahrt Tram 10 und 11
- Schleichfahrt / Umleitung Linie 7
- Sperrungen stadtweit durch Bauarbeiten etc.

Das allein dürfte Massen an Fahrgäste gekostet haben. Nicht zu vergessen ist, dass Straßenbahnen weitaus stärker frequentiert werden als Buslinien, hier der impact umso schwerer wiegt.

Das eine S-Bahn hier und da komplett die Fahrgäste absaugt mag ja aein, doch i.d.R. verkürzt sich die Zubringerfahrt lediglich. Als Fahrgastzahl dürfte das keine Auswirkung haben, im Gegenteil.

Seitens der LVB wird mit spürbarer Unlust an das Thema S-Bahn Zulauf heran gegangen. Falls nicht, dann ist man zu trödelig oder zaghaft. Denn selbst an Umsteigepunkten passiert nichts:
- keine dynamischen Anzeiger (gut, das hängt am RBL, doch das Fehlen über ein Jahr hinweg bleibt ein Fehlen
- keine Fahrplanabstimmungen (Connewitz als Beispiel kann als unbenutzbar eingestuft werden)
- Spärlichkeit (MDR, ein Dauerthema!)
- kein wirklich nutzbarer Zulauf (Str. d.18.10., die eine Tramstation liegt so ungünstig, da kann gleich zu Fuß gelaufen werden = Fahrgastpotenzial entfällt
- keine Linienanpassungen (Vorschläge gibt, ganz Marienbrunn lässt sich per Bus 70 anbinden)
- keine Ausschilderungen
- Der Irrsinn Bus 190 und Bus 190E, die verschiedene S-Bahnstationen ansteuern, ist doch Murks!
- keine Haltestellenverlegungen (Stötteritz, Plagwitz)

u.v.a.m.

Dann gibt es weiche Faktoren, die unabhängig vom Verlagerungspotenzial zur S-Bahn, greifen. SO muss unbedingt ein Rauchverbot an den Ring- und Umsteigehaltestellen her, besonders am Hbf ist es nicht auszuhalten. Wer kann, meidet die LVB dort. Das kostet natürlich Potenzial.

Auch die Lärm- und Dröhnigkeit der Fahrzeuge bekommt das Unternehmen nicht in den Griff, teilweise unaushaltbare Zustände

So gesehen sind die 5% Rückgang erstaunlich wenig!!

Gruß
der Radler

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #80 am: 10.09.2014, 10:17:22 »
Der Einfluss der angesprochenen Baustellen dürfte netzweit im ersten Halbjahr kaum nennenswert ins Gewicht fallen, da sie jedes Jahr mehr oder weniger gleich stark jeweils unterschiedliche Bereiche des Netzes beeinflussen, sich die Auswirkungen also halbwegs herausmitteln, auch wenn 2014 hier möglicherweise etwas überdurchschnittlich ausfallen sollte. Und selbst lokal dürften sich die Effekte dank des überwiegend eingleisigen Betriebs gerade bei den Großbaustellen (anstelle eines unbeliebten SEV mit Umsteigezwang) weitgehend in Grenzen halten. In der Karli kommt man seit Beginn der Bauarbeiten gefühlt sogar schneller voran, als mit dem zweigleisigen Geschleiche in den Vorjahren. Die Einstellung der  /SL.008 in den Sommerferien wird sich dagegen ganz sicher auf die Fahrgastzahlen ausgewirkt haben, kann aber in den aktuellen Zahlen noch gar nicht als Grund auftauchen. Bestenfalls die längere, atypische Sperrung der Eisenbahnstraße infolge des Hauseinsturzes würde ich im zweiten Quartal als Erklärung für einen kleinen Teil der Rückgänge gelten lassen.

Ansonsten sind die Hauptgründe für den Rückgang bzw. für die allgemein eher mäßige Nutzung von Bus&Bahn sicher weniger im Wetter, bei der S-Bahn oder bei Baustellen zu suchen, als vielmehr in der Unattraktivität (hinsichtlich Erschließungswirkung, Durchschnittsgeschwindig keit und Taktfolge) des gesamten Leipziger ÖPNVs als Folge einer verfehlten städtischen Verkehrspolitik.

Offline Radler

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #81 am: 10.09.2014, 12:12:17 »
Unterschätze mal nicht die Auswirkung von drei massiven Großbaustellen (neben dem üblichen kurzzeitigem Kleinkram) - Als 2010 zur Busnetzanpassung die Linien 8 und 2 in Grünau zurück gestutzt wurden, bedeutete das kleine Stück vor den Endstellen im Jahr einen Verlust von weit über 1.000.000 Fahrgästen.

Die Baustellen betreffen hingegen die wichtigsten Stadtbahnlinien in bestausgelasteten Bereichen. Selbst die 20 statt 5 km/h in der Karli sind mit Warterei durch Eingleisigkeit kein Angebot. Die Fahrradanzahl spricht für sich.

Die Linie 8 wurde langfristig takthalbiert, ausfallen gelassen usw.

Die damit verbundene Netzinstabilität und fehlende Zuverlässigkeit kostet massiv Zuspruch. Die S-Bahn ändert daran nichts, die muss die gleichen Hausaufgaben selbst erst mal erledigen. Das ist meines Erachtens eine faule Ausrede zur Nachdenkverweigerung.

Gruß
der Radler

WTL

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #82 am: 10.09.2014, 12:35:47 »
Wenn ich die gestiegenen Einnahmen bedenke, hätte man somit den Erlös pro Fahrgast sogar erhöht, Respekt!

Wichtiger als die Fahrgastzahlen der LVB wären in jedem Falle jedoch die Zahlen zur gesamthaften Nutzung des ÖPNV in der Stadt Leipzig inkl. S-Bahn! Und da dürfte es vermutlich eine Steigerung gegeben haben bzw. dürfte das in den nächsten Jahren so richtig einschlagen, wenn die LVB auch endlich mal ihre kleinen Hausaufgaben machen.
Allein schon durch die Zunahme Touristenzahlen sowie der Einwohnerzahlen in den inneren Stadtteilen und weiterer neuer Arbeitsplätze, insbesondere im Norden der Stadt, stehen die Zeichen auf Wachstum, man muss nur die Weichen richtig stellen.

Die LVB fahren teilweise an potenziellen Fahrgästen vorbei...und scheinen das selber nicht zu merken.
Vorhandene Kapazitäten werden teils nicht richtig verteilt, stattdessen werden manche Trassen fast schon überbedient und die Anwohnerschaft beschwert sich über zu viel Lärm.

Die Zeit der Zentralität ist vorbei. Es bedarf wieder etwas mehr Dezentralität mit vielen kleineren Knotenpunkten,
insbesondere in S-Bahn-Nähe!

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #83 am: 10.09.2014, 14:18:33 »
Damit die Baustellenauswirkungen nennenswert in der Statistik durchschlagen, sind doch die Einschränkungen gerade bei den Großbaustellen zu gering. Gut, dass die  /SL.008 am Vormittag nur aller 20 Minuten nach Grünau fuhr, hat ein paar Nutzer gekostet, andere nehmen die Fahrzeitverlängerung durch die Umleitung der  /SL.007 über Torgauer Platz übel, usw. Aber das macht das Kraut doch nicht fett und ist mir als Begründung für die erheblichen Rückgänge zu kurz gegriffen, zumal die Pünktlichkeit und Netzstabilität schon seit Jahren mit und ohne Baustellen zu wünschen übrig lassen. Diese Unzuverlässigkeit insgesamt, an der allerdings das gesamte System krankt, dürfte jedoch in der Tat ein Grund für die unterdurchschnittliche Nutzung hierzulande sein. Baustelle hin, Baustelle her.

Wenn die Abwanderung bei den LVB wenigstens durch die S-Bahn aufgefangen würde, wäre dies ja alles halb so wild, aber ich vermute, dass selbst bei Berücksichtigung der "neuen" innerstädtischen S-Bahn-Fahrgäste, also nicht die, die auch 2013 schon mit MRB/RB/RE unterwegs waren, trotz Bevölkerungswachstums insgesamt ein Minus steht. Das kann nicht gut sein und ist sicher nicht nur mit fehlender Verknüpfung der Systeme untereinander zu erklären, sondern zeigt das insgesamt etwas falsch läuft im Staate Dänemark.

Offline Radler

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #84 am: 10.09.2014, 14:31:43 »
Genau! Es fehlt grundsätzlich an positiver und proaktiver Entwicklung. Teils den Finanzzwängen geschuldet, teils der unternehmenseigenen Trägheit.

Die S-Bahn sollte vom Einfluss auf die FahrgastZAHLEN eher förderlich wirken:
- wer bislang zum Hbf gefahren ist, wird nun per S-Bahn dorthin fahren
- wer neue Wegeketten entlang der neuen Stationen sieht, fährt dann ein anderes Stück von oder zum S-Bf
- Die S-Bahn generierte auch früher-nie-ÖV-Nutzer, diese können genauso gut, im Vor- und Nachlauf per LVB weiterkommen.

Vor + Nachlauf müsste eher steigernd als senkend wirken. Wenn es das nicht macht, bedeutet es, dass die LVB nicht als Zu- / Abbringer wahrgenommen wird. Und genau DAS ist mein Eindruck. Ich werde zwar schon für verrückt erklärt, wenn ich auf die Station MDR verweise, doch dort wuseln zwischen 2.000 bis 3.000 Ein-/Aussteiger täglich herum. Die 74 profitiert jedoch völlig unzureichend, weil das seltene Stückchen Bus taugt nicht. Da bin ich zu Fuß schneller. SO gehen Fahrgastzahlen verloren (nimmt man lediglich 2.000 entgangene täglich, sind das über 600.000 im Jahr! Eine Station!)

Entweder will man dieses Potenzial nicht oder kann nicht Potenziale abschöpfen. Dann muss man Akquise lernen.

Gruß
der Radler

WTL

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #85 am: 10.09.2014, 16:41:51 »
Aber das macht das Kraut doch nicht fett und ist mir als Begründung für die erheblichen Rückgänge zu kurz gegriffen, zumal die Pünktlichkeit und Netzstabilität schon seit Jahren mit und ohne Baustellen zu wünschen übrig lassen. Diese Unzuverlässigkeit insgesamt, an der allerdings das gesamte System krankt, dürfte jedoch in der Tat ein Grund für die unterdurchschnittliche Nutzung hierzulande sein. Baustelle hin, Baustelle her.

Die gesamthafte Unzuverlässigkeit in Kombination mit nicht nachfragerechten Angeboten dürften entscheidend sein.
Man hat im Großen und Ganzen immer den Eindruck die LVB wollten einem Basisleistungen als etwas völlig Besonderes verkaufen, können aber selbst diese nicht konstant sicherstellen.
Die Marketingschiene ist ja teilweise ganz pfiffig, aber im Gegensatz zur blumigen Theorie fehlen letztlich für bestimmte Zielgruppen einfach auch die passenden Leistungen in der Realität.

Der Gedanke, mit einem einwöchigen Gratisfahrzeitraum Autofahrer zum großen Test einzuladen, war ja an sich ganz nett und hat auch überregional Schlagzeilen gemacht. Nur was nützt der ganze Aufwand, wenn unterm Strich das aktuelle Netz für Berufstätige mangels bestimmter Relationen und Umsteigeknoten sowie Takten vor allem auch in der Nebenverkehrszeit im Vergleich zum bequemen Auto auf längeren Strecken einfach nicht den heutigen Lebenswirklichkeiten und Ansprüchen entspricht und eigentlich nur für ganz kurze oder mittlere Direktdistanzen zu gebrauchen ist, wo Wohnort und Arbeitsort zufälligerweise attraktiv angebunden sind?

Wer überzeugter ÖPNV-Nutzer ist und jahrelange Erfahrungen gemacht hat und es sich zudem in seinem Beruf leisten kann, der wird über die ein oder andere Unzuverlässigkeit hinwegsehen. Aber alle anderen belohnen sowas mit dem Fernbleiben.

Offline Tatra-Fan

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #86 am: 10.09.2014, 22:06:12 »
Die S-Bahn sollte vom Einfluss auf die FahrgastZAHLEN eher förderlich wirken:
- wer bislang zum Hbf gefahren ist, wird nun per S-Bahn dorthin fahren
- wer neue Wegeketten entlang der neuen Stationen sieht, fährt dann ein anderes Stück von oder zum S-Bf

Also wenn ich mir mal meine Situation angucke, bringts die S-Bahn erst ab 22 Uhr, ansonsten bin ich mit der ewig langsamen Linie 7 (und die war auch ohne Baustelle und Umleitung über Torgauer Platz schon so lahm!!!) oder mit dem Fahrrad genauso schnell, teilweise sogar schneller als die S-Bahn. Einen Zubringer zu einer S-Bahn-Station habe ich natürlich auch nicht, also bleibt als alternative für mich nur Fahrrad und Linie 7.
Mit der S-Bahn selbst habe ich bisher ganz gute Erfahrungen gemacht und bin immer pünktlich ans Ziel gekommen - kann man von der Linie 7 natürlich nicht behaupten...

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Aufstrebendes Grünau

Offline Fabi

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #87 am: 10.09.2014, 22:28:55 »
Also wenn ich mir mal meine Situation angucke, bringts die S-Bahn erst ab 22 Uhr, ansonsten bin ich mit der ewig langsamen Linie 7 (und die war auch ohne Baustelle und Umleitung über Torgauer Platz schon so lahm!!!) oder mit dem Fahrrad genauso schnell, teilweise sogar schneller als die S-Bahn.

Man muss allerdings dazu sagen, dass die S1 im "Westabschnitt" nach 22:00 Uhr in Richtung Grünau nur noch 2x fährt. Gerade am Wochenende ist das eher bescheiden. Aus Richtung Grünau zum Hauptbahnhof fährt sie nach 22:00 Uhr sogar nur ein Mal. Ich denke, hier geht nicht gerade wenig Fahrgastpotenzial verloren. Gerade am Abend geht es ja vielen Fahrgästen darum, besonders schnell nach Hause und ins Bett zu kommen und da hat die S-Bahn im Vergleich zur TRAM noch etwas mehr Vorsprung.

coppy

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #88 am: 10.09.2014, 23:23:05 »
Die gesamthafte Unzuverlässigkeit in Kombination mit nicht nachfragerechten Angeboten dürften entscheidend sein.
Man hat im Großen und Ganzen immer den Eindruck die LVB wollten einem Basisleistungen als etwas völlig Besonderes verkaufen, können aber selbst diese nicht konstant sicherstellen.
Die Marketingschiene ist ja teilweise ganz pfiffig, aber im Gegensatz zur blumigen Theorie fehlen letztlich für bestimmte Zielgruppen einfach auch die passenden Leistungen in der Realität....
Hier muss ich WTL mal recht geben. Mich grinst auf dem Hauptbahnhof jede Woche ein Plakat an, das vermitteln soll, die LVB seien Servicechampions. Wahrscheinlich sind solche Kriterien, wie Fahrgasttransport, Vernetzung, Verfügbarkeit von Fahrkartenautomaten und und und nicht allzu stark in die Wertung eingegangen. Gepunktet hat man sicher mit kotzenden Spatzen (war ja auch ganz nett) und der Geschwindigkeit der Antwort von Deppen-Anfragen an die Service-Hotline und ähnlich völlig nachrangigen Themen.
Aber das gehört wahrscheinlich zu einem guten Marketing, die schlechten Produkteigenschaften und Probleme komplett auszublenden und dafür ersatzweise die vermeintlichen (Schein-)Erfolge feiern. Ein Stück weit ähnelt diese Haltung der, die die DDR-Führung in denn letzten Jahre vor dem Ende kultivierte.

Offline Tino

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Re: Leipziger ÖPNV - Rekorde und Statistiken
« Antwort #89 am: 17.10.2014, 18:54:17 »
Mich grinst auf dem Hauptbahnhof jede Woche ein Plakat an, das vermitteln soll, die LVB seien Servicechampions.

Die LVB sind Service Champion 2014.
 Wie DIE WELT am Donnerstag, dem 16. Oktober bekannt gab, wurden die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH nun bereits zum zweiten Mal nach 2013 die Nr. 1 in der Branche »Öffentlicher Personennahverkehr«.