Autor Thema: Chemnitz soll ans S-Bahnnetz angeschlossen werden - Elektrifizierung soll kommen  (Gelesen 71055 mal)

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Offline Thomas L.E.

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Klingt einleuchtend. Ich hätte mir allerdings jeweils einen zusätzlichen Halt der RB in Sellerhausen und Volkmarsdorf (gab es schonmal) gewünscht. Aber das wird wohl reine Utopie bleiben.
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Lonestarr

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Die Halte wären mit dieser Zweigleisigkeit durchaus möglich. Daß es die bisher nicht gab, hatte in erster Linie Fahrzeitgründe. Die RB musste nach der Kurzwende im Hauptbahnhof rechtzeitig zur nächsten Kreuzung wieder in Wolks ankommen. Mit dieser Zweigleisigkeit könnte sie dort stadtwärts eher abfahren und landwärts später ankommen. Damit gäbe es ausreichend Fahrzeitreserve für die zusätzlichen Halte.

Offline Kai-Uwe Arnold

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Die Zweigleisigkeit vom Hbf. bis Engelsdorf gab es ja bereits bis zum Umbau der Strecke vor einigen Jahren.
Nach den bisher bekannten Plänen soll wohl u.a. Liebertwolkwitz-Engelsdorf (wieder) zweigleisig werden.
Von dort bis Hbf. ist m. E. nichts geplant.
Durch den Umbau vom Hp. Sellerhausen und dem Neubau der Brücke über die Wurzner Straße dürfte das ohnehin
verbaut sein...

Offline Thomas L.E.

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Durch den Umbau vom Hp. Sellerhausen und dem Neubau der Brücke über die Wurzner Straße dürfte das ohnehin verbaut sein...

Man könnte aber zumindest aus dem jetzigen Zustand das Beste machen und wo genügend Platz da ist, also zwischen Hbf und Sellerhausen sowie Wurzner Straße und Paunsdorf, ebenfalls die Zweigleisigkeit wiederherstellen, um so viele Begegnungsabschnitte wie möglich zu haben und somit zusätzliche Halte bzw. eine dichtere Zugfolge zu ermöglichen.
« Letzte Änderung: 22.07.2016, 07:25:01 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Lutz G.

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Die Zweigleisigkeit vom Hbf. bis Engelsdorf gab es ja bereits bis zum Umbau der Strecke vor einigen Jahren.
Nach den bisher bekannten Plänen soll wohl u.a. Liebertwolkwitz-Engelsdorf (wieder) zweigleisig werden.
Von dort bis Hbf. ist m. E. nichts geplant.
Durch den Umbau vom Hp. Sellerhausen und dem Neubau der Brücke über die Wurzner Straße dürfte das ohnehin
verbaut sein...

Nun ja, eigentlich leben ja unser System und die Bauindustrie davon, einmal in Beton gegossene "Baudenkmäler" möglichst rasch wieder zu devastieren und morgen den gestern verworfenen Bauzustand von vorgestern wieder herzustellen. Keine Betonbrücke (die gegenüber den alten Flußstahlbrücken eh nur noch eine überschaubare Halbwertzeit hat ...), die einem Abriß und abgeänderten Neuaufbau wirklich trotzen würde (alles nur eine Geldfrage), und auch der Schlängelgarten in Sellerhausen ließe sich mit leicht geänderter Geometrie und ein geringes Verrücken auf das Grundstück der ehemaligen GLSt/LVB-Endstelle Sellerhausen, Portitzer Straße sicherlich ebenso effektiv neu errichten. Auch hier die Frage, wem das Grundstück, derzeit eher Brachland, heute gehört und ob der derzeitige Besitzer mit einer goldenen Nase schon zufrieden ist oder auch noch die Platinspitze auf der Nase haben möchte.

Schon der Rückbau war m.E. dazumal leicht hirnverbrannt, aber irgendwer wird wohl auch damals an die goldene Nasenspitze gedacht haben - denn ein wirklich nennenswertes Einsparpotential läßt sich bei von Anfang an zweigleisig geplanten und errichteten Brücken gegenüber dem eingleisigen Istzustand kaum erkennen, selbst wenn dann vorerst nur ein Streckengleis verlegt worden wäre. Unsere Vorväter waren da irgendwie weitsichtiger ...

Offline Lonestarr

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Man könnte aber zumindest aus dem jetzigen Zustand das Beste machen und wo genügend Platz da ist, also zwischen Hbf und Sellerhausen sowie Wurzner Straße und Paunsdorf, ebenfalls die Zweigleisigkeit wiederherstellen, um so viele Begegnungsabschnitte wie möglich zu haben und somit zusätzliche Halte bzw. eine dichtere Zugfolge zu ermöglichen.

Aus meiner Sicht allenfalls sinnvoll in diesem Zusammenhang wäre ein Verschieben der Überleitweiche in Volkmarsdorf so nahe wie möglich an den Hp Sellerhausen und deren Befahrbarkeit im abzweigenden Strang mit mindestens 80 km/h. Daneben sollte noch der Fahrstraßenkonflikt am anderen Ende dieses Begegnungsabschnittes aufgelöst werden (Kreuzungsweiche 50W38). Das würde als Kapazitätsverbesserung völlig ausreichen. Wenn nämlich bei dem zugrunde liegenden Betriebsprogramm der RE in Leipzig ankommt, hat es keinen Sinn, wenn ein Gegenzug wesentlich lange vor dessen Ankunft abfährt, weil der ansonsten in Liebertwolkwitz auch nur wieder auf die entgegenkommende RB warten müsste. Die brauchen für einmal Liebertwolkwitz - Belgershain und zurück mindestens 17 Minuten. Selbst die jetzigen RE schaffen die Strecke Hbf - Liebertwolkwitz bei freier Fahrt in knapp 10 Minuten. Die Überleitweiche in Paunsdorf soll laut Planung sogar hinter die Rbf- Unterführung verschoben werden, weil der Querschnitt der Unterführung für den Neigetechnikbetrieb bei zwei Gleisen zu schmal ist. Es stellt sich zwar die Frage, ob das NT- Problem in Zukunft noch relevant sein wird, aber eventuell ist der Tunnel auch im Normalbetrieb nach aktuellem Regelwerk zu schmal.
« Letzte Änderung: 22.07.2016, 14:54:27 von Lonestarr »

Offline schienenbruch

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Da ist schon vieles mit vernünftigen Fahrzeugen zu schaffen. Der ersatzweise Einsatz der Lint auf dem Express vor einiger Zeit, hat eigentlich gezeigt was selbt mit konventionellen Fahrzeugen möglich ist. Dass der Hercules mit seinen Wägelchen ne 140 schafft ist in dem Moment hinfällig wenn man sieht, wie man in der Beschleunigungsphase mit den OLA-Linten dem Schnellzug sinnbildlich aber mal so richtig davon fährt. Das Beschleunigungsvermögen der Lint war mitnichten mit dem der Desiros der Bahn zu vergleichen als viel mehr mit dem der RS1. Bis Bad Lausick bestand keine Verspätungsgefahr. Und wenn man sich die vielen Geschwindigkeitwechsel auf dem Abschnitt südlich von Geithain anschaut, da wird einen klar dass es es hier nur auf ordentlich Körner in den Powerpacks ankommt. Der Fahrplan konnte auf den Ersatzfahrten ausgesprochen gemütlich eingehalten werden, sodass dem ein oder anderen eine Rückkehr zum alten bewährten Fahrplangefüge in den Sinn kam....hätte hätte Fahrradkette

Offline Thomas L.E.

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Schon der Rückbau war m.E. dazumal leicht hirnverbrannt, aber irgendwer wird wohl auch damals an die goldene Nasenspitze gedacht haben - denn ein wirklich nennenswertes Einsparpotential läßt sich bei von Anfang an zweigleisig geplanten und errichteten Brücken gegenüber dem eingleisigen Istzustand kaum erkennen, selbst wenn dann vorerst nur ein Streckengleis verlegt worden wäre. Unsere Vorväter waren da irgendwie weitsichtiger ...

Was war denn der wirkliche Grund für den Rückbau? Ist man tatsächlich so kurzsichtig gewesen und hat auf Grund des massiven Rückgangs des Personenverkehrs in dieser Zeit niemals mit dem Gedanken eines Ausbaus der Strecke gespielt? Oder war es etwa wieder mal eine der berühmten EU-Vorgaben bezüglich Barrierefreiheit? Warum wurde denn der Bahnhof Sellerhausen überhaupt so aufwendig saniert, da er mit Inbetriebnahme des CTL, der zu dem Zeitpunkt schon in aller Munde war, nahezu bedeutungslos wurde? Durch einen zusätzlichen Halt an der Chemnitzer Schiene würde der Bahnhof Sellerhausen wieder aufgewertet. Wenn wirklich das Budget begrenzt war, dann wäre es doch wie oben geschrieben wesentlich sinnvoller gewesen zunächst jeweils eine Brücke und ein Streckengleis wiederherzustellen. Durch den Umbau des Bahnhof Sellerhausen wurde dieser Zustand nun leider zementiert oder besser gesagt betoniert. Auch zwischen Brandenburger- und Hermann-Liebmann-Straße ist das zweite Streckengleis Geschichte: Es wurde mit den neuen Fahrleitungsmasten perforiert.
« Letzte Änderung: 23.07.2016, 18:18:00 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Radler

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saniert wurde die Strecke damals mit Bundesmitteln aus dem Altlastensanierungsfond, warum auch immer. Grundlage für die Planung war  das Betriebskonzept aus dem schnellen RE und der halbherzig nicht völlig aufgegebenen RB. Deren Fahrgastzahlen zeitnahe vor der Sanierung waren auch alles andere als füllend.

Die Strecke bis Wolks ist blöde verbaut, mal sind die Bahnsteige bahnrechts, mal bahnlinks, das Trasse liegt nun schiefmittig auf dem alten zweigleisigen Planum.

Sonst wäre günstigenfalls ein Gleis RB, ein Gleis RE möglich, ab und zu Gleisverbinder....

Bf. Sellerhausen wäre echt ein Gewinn, es gibt dort einen Höhenversprung, doch nichts unlösbares.

Gruß
der Radler

Offline Lonestarr

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Sonst wäre günstigenfalls ein Gleis RB, ein Gleis RE möglich, ab und zu Gleisverbinder....

Genau so ist es zwischen Paunsdorf und Liebertwolkwitz vorgesehen und das hat hier im Forum schon zu heftigen Diskussionen um die Sinnhaftigkeit geführt. Ich finde diese Lösung gut. Zusätzlicher Aufwand wäre nur der Holzhausener Bahnsteig. Der Mölkauer ist schon auf der richtigen Seite und der in Werkstätten müsste wegen Gleisbogenaufweitung ohnehin neu gebaut werden.

P.S.: wobei mir gerade in den Sinn kommt, daß bei klassischem Rechtsfahrbetrieb sowieso jeder Haltepunkt zwei Bahnsteige bekommen müsste. Also bedeutet die hier angestrebte Lösung unterm Strich weniger Aufwand.
« Letzte Änderung: 24.07.2016, 20:40:18 von Lonestarr »

Offline Passagier

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Zitat
Die Mitteldeutsche Regiobahn kann nur noch neun ihrer 29 Elektro-Triebwagen einsetzen. Deshalb kommt es heute zu weiteren Zugausfällen auf den Linien Dresden - Hof, Dresden - Zwickau und Elsterwerda - Chemnitz. Das Bahnunternehmen teilte mit, erneut seien am gestrigen Dienstag Züge wegen "Ausbröckelung an den Radsätzen" außer Betrieb genommen worden. Der Hersteller Alstom habe noch kein Fahrzeug reparieren können. Seit Montag fallen etliche Züge in Südwestsachsen aus. Ersatzzüge sind nach Angaben der MRB kaum anzumieten, da es derzeit in der Branche nur wenig ungenutzte Kapazitäten gebe.
http://www.mdr.de/sachsen/mdr-sachsen-ticker-462.html

Offline ralfix

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Offline Radler

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sehr verwunderlich...   Immerhin weiß noch kein Bundesministerium oder EBA davon.


Offline Lonestarr

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Jetzt gibt es vom sächsischen Wirtschaftsministerium eine offizielle Verlautbarung zum Thema. Mal sehen, wohin der Hase nun läuft.

Offline Lonestarr

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Staub wegwisch ...

Bei der LVZ gibt es einen Artikel zum Ausbau Leipzig - Chemnitz, leider wie neuerdings die meisten Artikel hinter der Bezahlschranke.
Der wesentliche Inhalt kurz zusammengefasst: Vor ein paar Tagen gab es von der DB eine Informationaveranstaltun g exklusiv für die Geithainer und Bad Lausicker Stadträte. Der öffentliche Bürgerdialog soll ab Frühjahr 2020 beginnen. Der Stundentakt der RE soll auf einen Halbstundentakt verdichtet werden, zusätzlich soll zweistündlich ein Fernzug verkehren (meine Vermutung: dieser dann anstelle eines RE). Die RB und S-Bahnen sollen unverändert verkehren. Dazu soll von Leipzig bis Bad Lausick durchgängig zweigleisig ausgebaut werden. Ob das auch den Abschnitt Volkmarsdorf - Paunsdorf betrifft, wird man sehen. Bad Lausick - Geithain soll eingleisig bleiben, statt dessen wird Hopfgarten wieder Bahnhof mit Kreuzungsgleis. Für den südlichen Abschnitt gibt es diesbezüglich keine eindeutigen Aussagen. Es wird lediglich geschrieben, daß neben den eingleisigen Haltepunkt Narsdorf wieder ein zweites Gleis komme. Was auch immer das heißen soll. Und die Wiederanbindung von dort nach Rochlitz wird auch geplant. Nebenbei gibt es noch ein paar Zahlen: 22 von 75 EÜ sind neu zu bauen oder zu erweitern, ebenso 22 von 30 BÜ und 3 von 13 SÜ.

Gruß Thomas