Autor Thema: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße  (Gelesen 4532 mal)

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Offline Fabi

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #15 am: 18.04.2018, 20:59:26 »
Das liegt mE daran, dass bei bestimmten Neubauprojekten gesetzliche Vorschriften existieren, die die Installation einer LSA fordern.

Nicht mal nur bei Neubauprojekten, wie uns dieses Beispiel aus unserer geliebten Hauptstadt zeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=RlVPM0ZjWB4

Offline Sven

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #16 am: 18.04.2018, 22:48:42 »
Die zusätzlichen Ampeln auf der Karli sehe ich nicht so als großes Problem an. Das fehlende Bevorrechtigungen die Straßenbahn ausbremsen liegt alleine an der Blödheit ... äh, Borniertheit des VTA. Nach eigenen Erfahrungen von Arbeit muss ich wirklich sagen, dort arbeiten die dümmsten Angestellten Deutschlands.

Die Probleme auf der  /SL.010 und  /SL.011 liegen auch am Passagieraufkommen. Die Züge sind einfach zu klein, der Takt zu lang. Dazu kommen dann noch die generellen Probleme am Hauptbahnhof.

Alles wieder auf die Radler schieben ist zu einfach und nicht die Ursache.

Grüße
Sven

Offline Passagier

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #17 am: 19.04.2018, 05:07:26 »
Alles wieder auf die Radler schieben ist zu einfach und nicht die Ursache.

Grüße
Sven
Diesen Schluss zu ziehen ist aber auch zu einfach. Nicht auf die Ralder wird's geschoben, sondern auf die Verkehrsführung: ÖPNV und Radler werden so gegeneinander ausgespielt. Das ist der Punkt. Zugunsten des MIV. Ich glaube es wurde auch unterschätzt, wie viele Autos nach dem Umbau durch die Karli fahren.

Offline Radler

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #18 am: 19.04.2018, 08:08:26 »
das gegenseitige Ausspielen ist ja nicht ein physikalisch unabdingbarer Grundsatz, sondern entsteht durch das oberflächige bauchgefühlige Glauben anstatt Analysieren. Es ist eine Fiktion!

In der KarLi gibt es keinen überbordenden PKW-Verkehr, der Radverkehr ist ähnlich hoch wie vor dem Umbau (ca. 10.000 Räder am Tag). Entgegen anderer Straßen wird von allen Verkehrsteilnehmern recht entspannt durch den erneuerten Abschnitt gefahren.

Das VTA muss übrigens so "borniert" handeln, denn die Fördermittel Straßenbau gibt es nur, wenn die Kreuzungssignalisierung bestimmte "Qualitätsparameter" für den MIV erfüllt. Die sind in Buchstabenkategorien eingeteilt und nur A bis D sind förderfähig. Waldplatz zum Beispiel war wohl eine Ausnahmelösung (D-E)

Gruß
der Radler

Offline firefox

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #19 am: 19.04.2018, 08:16:59 »
Die Behinderung der Straßenbahn in der Karl-Liebknecht-Straße, zwischen Peterssteinweg und  /HS Hohe Straße durch Lieferverkehre und andere Verkehrsteilnehmer ist keine Fiktion, sondern tägliche Realität.
Gruß Foxi

Offline Radler

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #20 am: 19.04.2018, 08:59:26 »
Die ist so selten dass die mir als nahezu täglicher Nutzer entgeht! Und ansonsten spiegelt das Liefern, Halten oder illegale Abbiegen die Gesamtsituation in Leipzig wider, unabhängig vom Bautypus der Strecke.  Das ist eben der erwähnte Unterschied von Bauchgefühl und Analyse

Offline DrZott

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #21 am: 19.04.2018, 12:49:17 »
Das liegt mE daran, dass bei bestimmten Neubauprojekten gesetzliche Vorschriften existieren, die die Installation einer LSA fordern. Die Folge kann sein, dass man sie zwar baut, ggf. auch mit der Ahnung, dass sie nicht gebraucht würden, um sie dann abzuschalten und auch abgeschaltet zu lassen. Die Stadt baut gerade bei Neubaustrecken Ampeln nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil sie muss. Sofern es keine Lösung á la Kreisverkehr gibt. Wobei es auch dort Bestimmungen gibt, die für oder gegen einen Kreisverkehr sprechen.
Wenn bei einer Neubautrasse neben dem MIV und Fußgängerverkehr auch noch Straßenbahn hinzu kommt, wird dir keine Behörde das Projekt genehmigen und Gelder frei geben, wenn nicht entsprechend eine LSA installiert wird. Schon gar nicht, wenn noch eine  /HS hinzu kommt.

Zum LVZ-Artikel: Gut finde ich daran, dass ggf. auch in diesem Blatt darauf sensibilisiert wird, dass sich Rad und ÖPNV nicht kanibalisieren darf.

Da Du mich eingangs zitierst: die Ampeln sehe ich, wie geschrieben, nicht als Problem, sondern deren Programmierung, vulgo: die fehlende Bevorrechtigung für den ÖPNV. Diese scheint inzwischen Usus zu sein. Selbst in der Arthur-Hoffmann-Straße hat die Kreuzung zur Shakespearestraße eine neue Ampel bekommen, die  /SL.009 und  /BL.070 regelmäßige Pausen "gönnen".
Wenn es nicht komplette Blödheit ist, kann nur Absicht dahinter stecken. Es ist zum Haareausraufen!!!  >:( >:( >:(

Offline derNeue

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Offline Tino

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #23 am: 22.04.2018, 09:32:41 »
Vielleicht sollten auch die Fahrzeiten besser den tatsächlichen Bedingungen angepasst werden. Wie deutlich am “Wärmebild” der LVZ zu erkennen ist, rutschen die Bahnen fast durchgängig an der HTWK Richtung Connewitz in die Verspätung. Auf einem völlig behinderungsfreien Streckenabschnitt. Das ist doch eigentlich ein Zeichen die Fahrzeit, oder besser Standzeit, wurde dort zu knapp berechnet.

Offline T4D-Fan

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #24 am: 22.04.2018, 11:04:11 »
...rutschen die Bahnen fast durchgängig an der HTWK Richtung Connewitz in die Verspätung. Auf einem völlig behinderungsfreien Streckenabschnitt. Das ist doch eigentlich ein Zeichen die Fahrzeit, oder besser Standzeit, wurde dort zu knapp berechnet.

Wer kann den auch damit rechnen, dass die Studenten der HTWK (~ 6000 insgesamt) auch ihr Semesterticket so sehr nutzen ?
Und trotzdem spart man in den Schulferien (!!!) jeden zweiten Kurs der  /SL.010 ein, obwohl die vorlesungsfreie Zeit der Uni's in Leipzig nie mit den Schulferien in Sachsen übereinstimmen...

Grüße T4D-Fan

Offline Radler

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Re: Stadtbahnausbau Karl-Liebknecht-Straße
« Antwort #25 am: 22.04.2018, 19:07:11 »
die Behinderungen im Süden liegen an der fehlenden Vorrangschaltung dort, es kreuzt die B2, MIV wird eben höherwertig eingestuft.

Gruß
der Radler