Autor Thema: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena  (Gelesen 412019 mal)

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #810 am: 11.05.2016, 12:22:41 »
gelöscht

Offline sfn

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #811 am: 11.05.2016, 13:52:09 »
Werter Radler,

Du rechnest gleich mit einer falschen Zahl los:

Der Abtransport verteilt sich locker auf 1,5 Stunden,
Nein. Die Lastspitze wird innerhalb der ersten halben Stunde erreicht, eher noch in den ersten 20 Minuten nach dem Abpfiff. Ich war schon so oft an großen Veranstaltungen rund um Arena und Zentralstadion. Nach 30 Minuten gibts nur noch die verteilten und sich festquatschenden Grüppchen allüberall - und die Menschenmasse aber noch an den Haltestellen, die immer noch nicht weggeschafft wurden. Am Stadion ist nach 30 Minuten kaum noch jemand.

Deshalb ist die Rechnung
Zitat
das sind also 10.000 / 6 = 1.666 rund 1.700 Leute aller Viertelstunde, verteilt auf Zentrum, Verweilen an Cafés und Ebertstraße und Marschnerstraße und Rest in andere Himmelsrichtungen. 1.000 Leute in 15 Minuten = 400 Leute in 5 Minuten ist kein Ding.
bereits ohne Inhalt.  Sorry.

Die Frage, wie Waldplatz/Jahnallee die Lastspitze abfangen sollen, wird wegbeschwichtigt.

In der Waldstraße sind übrigens die wenigsten Getränkeausgabestellen so geschäftstüchtig und machen bei Stadionspielen extra auf. Nur die Bäckereien (selbst der alteingesessene neben dem D.... B..... [falls den noch gibt]) machen nochmals auf, da kann man n schönes Käffchen trinken und die nicht gegebenen Tore diskutieren.  :D

Naja, ist auch hier nicht mein Problem. Ich gehöre eh zu denen, die sich ganz viel Zeit mit dem Verlassen des Stadions lassen.

Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #812 am: 11.05.2016, 14:18:16 »
Fußball ist sicher aufgrund der Häufigkeit etwas anderes... Wo auch immer die Fans rotbeschalt waren, es waren mehrere 100 in der nördlichen Waldstraße.

Beim letzten Großkonzert brauchte ich selbst eine knappe Stunde, um allein die Station Sportforum zu queren. Wenn du den Ansatz enger führst, dann sind es halt rund 800 binnen 5 Minuten, die auf einer Hauptstraße laufen müssten, sind 160 pro Minute, bei 2 Personen je qm "Dichte = knapp 100 m lange Menschenschlange, die in einer Minute durch muss. bei 4 km/h ist das zu schaffen (100 m dauern dann 55 s.), angenommen wurde 2 m Breitenausnutzung auf den Fußwegen.

Zu Zeiten der Olympiabewerbung wurde vom NOK/IOC vorgeschrieben, dass der An-/Abtransport ausschließlich motorisiert zu berechnen ist und mehrere Totalräumungen und Füllungen binnen weniger Stunden bewerkstelligt werden mussten. In Folge wurden Traumwelten nötig, die schlichtweg nicht zu stemmen waren oder sind (Ost-West-Tunnel....) Sinn ergab das keinen!

Wichtig ist bei Auftreten von Fußgängergruppen, dass diese ohne Zwischenfälle (=angenehm) und ohne Auswirkungen auf andere (weg von Gleisanlagen) geführt werden. DAS ist die Herausforderung.

Gruß
der Radler

Offline Jörg.L.E.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #813 am: 11.05.2016, 16:53:12 »
...so finde ich den von Dir so abwertend bezeichneten Dosenfußball allemal besser, als dass, was da die sogenannten Traditionsvereine, ala "Traktor Dösen", oder die gerade heißen, abliefern.

Du beschwerst dich schlägst aber die selben Töne an.

Bzgl. der Bezahlerei meine ich in der LVZ gelesen zu haben, dass die WGT-Tickets gestiegen sind (120€ ???) und der Donnerstag von der ÖPNV-Nutzung ausgenommen wurde. Das muss in den letzten Jahren anscheinend anders gewesen zu sein (die Preise sowieso).

Bzgl. dem Stadionverkehr können sich mal die "Alten" dazu äußern wie das früher zu den Großkampftagen in/an der Schüssel wirklich ablief und was man aktuell besser machen kann.  Ein nicht unerhebliches Problem im Gegensatz zu früher dürfte der MIV darstellen. Vielleicht macht ja RB den (deutschen) Traum wahr und baut ein Drive-In-Stadion/Arena am Rande der Stadt für 80.000 PKW. Hüpfende Autos sind ja seit den 90zigern auch nix mehr neues.

Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #814 am: 11.05.2016, 17:30:29 »
Vielleicht sollten die Verfechter des Zufußgehens mal erläutern, wie sie die Leute dazu zwingen wollen, das Auto/die Staßenbahn links liegen zu lassen.

Ich glaube, da muss ich mal mit einem Missverständnis aufräumen. Zumindest mir ging es nie darum, die Leute zu einem Fußmarsch von/zum Stadion zu zwingen. Hier war die Rede davon, dass Manchereiner meint, der Stadionverkehr wäre schlecht organisiert, was zu langen Wartezeiten und anderen unhaltbaren Zuständen insbesondere beim Abtransport nach dem Spiel sorgt. Meine Anregung war es, sich Alternativen zu suchen. Und die wäre zuvorderst ein Fußmarsch zum nächsten ÖPNV-Knoten, von dem man schneller und bequemer wegkommt. Mit anderen Worten, besser gut gelaufen als schlecht gefahren. Dass mancher Autofahrer einen Fußweg für unzumutbar hält, der länger als sein Auto ist, sollte dabei m.E. nicht als Maßstab gelten.

Wie soll der gigantische Fußverkehr gelenkt werden?

Wie gesagt, es wäre eine Alternative insbesondere für Besucher direkt aus Leipzig. Da würde sich der Strom dann schnell teilen, Richtung Westen (Lindenauer Markt - Grünau/Leutzsch), Südwesten (Dieskaustraße), Norden (durchs Rosental), und eben auch Richtung Innenstadt, Hbf sowie Leuschnerplatz - Süden. Was meinst Du, wie schnell sich solche Ströme angesichts unterschiedlichster Ziele pulverisieren.

Ich halte es für eine spinnerte Idee, die auswärtigen Fußballfans zu Fuß durch die westliche Vorstadt laufen zu lassen.

Da wären Fanbusse durchaus eine Alternative. Nur haben die den Nachteil, dass die Fans der Gastmannschaft weder die Stadt kennen lernen noch die eine oder andere Mark hier lassen können. Was dann wiederum dem vom im rotweißen Jubel taumelnden Oberguru der Stadt herbeigeredeten angeblichen Wirtschaftsaufschwung zuwider laufen würde...

Beim zweiten oder dritten Mal kommen die Fans halt direkt und nur noch mit dem Auto.

Und finden keinen Parkplatz...

Keine Ahnung, was du immer mit dem Laufen hast! Fakt ist: Das Stadion ist in Innenstadtnähe. Fakt ist: Viele laufen.

Na das ist doch fein. Warum stellst Du Dich dann an die Haltestelle und moserst rum, dass Du zu lange warten musst??

ÖPNV ist eine öffentliche Aufgabe, mit der Leute ohne Autos von A nach B kommen sollen und zuviel MIV aus diversen Gründen eingeschränkt werden soll.

Die Grundversorgung mit ÖPNV ist eine öffentliche Aufgabe, dazu gehört aber nicht der Verkehr zu Großveranstaltungen. Hier sehe ich schon den Veranstalter (mit) in der Pflicht. Nur mal ein Beispiel, was gerade aktuell bei uns auf dem Tisch liegt. Im nächsten Jahr findet der evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg statt. Zum Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel auf einem Feld bei Wittenberg müssen 300.000 Besucher an- und wieder abgefahren werden. Was meinst Du wer das bezahlt?? Die öffentliche Hand in Form der für den SPNV zuständigen Bundesländer jedenfalls nicht.

Gruß Peter
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Indianische Weisheit

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #815 am: 11.05.2016, 18:07:39 »
Na das ist doch fein. Warum stellst Du Dich dann an die Haltestelle und moserst rum, dass Du zu lange warten musst??
...
 Zum Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel auf einem Feld bei Wittenberg müssen 300.000 Besucher an- und wieder abgefahren werden. Was meinst Du wer das bezahlt?? Die öffentliche Hand in Form der für den SPNV zuständigen Bundesländer jedenfalls nicht.

Gruß Peter

Zum Ersten: Ich moser nicht rum, weil ICH zu lange warten muss. Ich beobachte und sehe, was klappt und auch nicht klappt. Es klappt nicht immer nicht, aber manchmal. ICH richte mich auf längere Wartezeiten ein. Aber beim Verkehrskonzept geht es auch nicht um MICH.

Und zum Zweiten: Die öffentliche Hand wird es letztlich bezahlen, allerdings mit Umweg. Zumindest wenn ich den kommenden kathl. Kirchentag zum Maßstab nehme, der Unterstützung in Millionenhöhe von der Stadt erschnorrt hat.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #816 am: 11.05.2016, 18:43:32 »
Und zum Zweiten: Die öffentliche Hand wird es letztlich bezahlen, allerdings mit Umweg.

Weder die Million von der Stadt für den Katholikentag noch die Millionen vom Bund für den ev. Kirchentag reichen, um die Kosten der gesamten Veranstaltung auch nur annähernd zu decken. Da müssen die Kirchen schon einiges zubuttern. Und das ist richtig so.

Gruß Peter
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Offline AG501

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #817 am: 11.05.2016, 20:48:36 »
Um nochmal auf die Verhältnisse zu Zeiten der "großen" Schüssel zurückzukommen. Nach Veranstaltungsende stauten sich die Bahnen in der Jahnallee teilweise zurück bis Höhe Kleinmesse. Die Abfertigung an der DHfK und am Waldplatz ging recht zügig voran. Das hatte meiner Meinung auch einen Grund darin, das die Türen in Gegensatz zu heute keine Lichtschranken hatten. An den Kreuzungen in Stadionnähe waren die Ampeln ausgeschaltet und der Verkehr wurde durch Polizei geregelt. Der MIV war zu dieser Zeit unterentwickelt und mit heutigen Bedingungen nicht zu vergleichen. Landwärts kamen die zusätzlichen Bahnen von der Westseite des Hbf, teilweise (so glaube ich mich zu erinnern) auch aus der Wittenberger Str. Von Nachteil war der Einsatz der E-Wagen für diejenigen, welche die Bahn nicht von vorn gesehen haben, da die Richtung nur vorn angezeigt wurde.

Beachtenswert ist auch der Fakt, das es damals nur einige wenige Veranstaltungen gab, ab und zu mal ein Länderspiel, wenige Europapokalspiele und 2x in Jahr das Lokalderby. Die Leichtathletikveranstalt ungen waren nur sporadisch, zumal es dort auch kein volles Stadion  gab. Lediglich das alle 6 Jahre stattfindende Turn- und Sportfest brachte an ein paar Tagen hintereinander ein volles Stadion. Ansonsten war das Zentralstadion meist verwaist.

Offline eivorbibbsch

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #818 am: 11.05.2016, 21:04:55 »
Gibt es eine westdeutsche Bundesligastadt, in der die Zuwegung ähnlich lang ist? Ich kann mir das angesichts des deutlich besseren Ansehens, den der ÖPNV im Westen genießt, nicht vorstellen.
Die fußläufige Entfernung der aktuellen Bundesligastadien zur jeweils nächsten S-, U- oder RB-Station im Vergleich zu Leipzig:
Berlin0,3 km
Dortmund0,6 km
Frankfurt1,0 km
Stuttgart1,1 km
Hannover1,3 km
München1,4 km
Hamburg1,4 km
Wolfsburg1,4 km
Leverkusen1,5 km
Sinsheim2,1 km
Leipzig2,2 km
Mainz2,2 km
Köln2,6 km
Augsburg2,6 km
Bremen2,9 km
Gelsenkirchen3,1 km
Darmstadt3,6 km
Mönchengladbach3,8 km
Ingolstadt4,3 km

Offline ralfix

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #819 am: 11.05.2016, 21:18:54 »
Wo stammen die Zahlen her?
In Leipzig komme ich mit Fußgänger-Routing auf 2,6 km (eagl ob WLP oder HBf).
München Allianz Area nur etwa 900 m.

Offline 2101

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #820 am: 11.05.2016, 21:19:34 »
Also Köln stimmt nicht mit den angegebenen 2,6 km. Das sind nicht mal 500m bis zur nä. Haltestelle.

Offline eivorbibbsch

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #821 am: 11.05.2016, 22:02:51 »
Wo stammen die Zahlen her?
In Leipzig komme ich mit Fußgänger-Routing auf 2,6 km (eagl ob WLP oder HBf).
München Allianz Area nur etwa 900 m.

Quelle ist Fußgänger-Routing Google Maps von Stadion-Mittelpunkt bis Haltepunkt-Symbol (In Berlin hab ich das Routing durch das Marathontor korrigiert)

In Leipzig gibt es noch eine Station am Markt. (Dieser Weg kommt im Übrigen auch der Wirtschaftsförderung in Gottschedstraße und Drallewatsch entgegen ;-))

München routet unnötigerweise 1/4 Runde um das Stadion, ok, aber 900m ist sehr knapp bemessen. Außerdem kommt es auf die paar Meter nicht an. Wichtig ist, dass Leipzig eben nicht nach oben herausragt, sondern im Mittelfeld liegt.

Also Köln stimmt nicht mit den angegebenen 2,6 km. Das sind nicht mal 500m bis zur nä. Haltestelle.

Es geht um Eisenbahn-Anbindung, nicht die mit "U" beschriftete Straßenbahn. Letztere hält nämlich in Leipzig auch direkt am Stadion.
« Letzte Änderung: 11.05.2016, 22:09:11 von eivorbibbsch »

WTL

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #822 am: 12.05.2016, 08:44:01 »
^ Willkommen im Forum! Ich find deine Anmerkungen hilfreich.
Schon in dem Verkehrsgutachten vor einigen Monaten wurden die Fußwege zur kapazitätsstärkeren S-Bahn bzw. zum Zug mit thematisiert.

Was in Leipzig meines Erachtens generell sträflich vernachlässigt bzw. unterlassen wird ist die Ausschilderung zu den nächstgelegenen konkreten Haltestellen von stark frequentierten Orten aus bzw. auch andersrum.

Ich denke da z.B. auch an den Johannapark, Clara-Park, oder eben Stadion.
Ein Fußgänger-Symbol + Richtungspfeil und Entfernungsangabe würden ja grob schon reichen. Für den Rest haben die meisten ja heutzutage ohnehin Handys mit GPS.

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #823 am: 12.05.2016, 09:08:09 »
du wirst lachen:  Am P+R Naunhofer Straße gibt es derlei Schilder im Park, direkt vor der sichtbaren Haltestelle!  ;-)

Gruß
der Radler

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #824 am: 12.05.2016, 15:07:33 »
Um nochmal auf die Verhältnisse zu Zeiten der "großen" Schüssel zurückzukommen. Nach Veranstaltungsende stauten sich die Bahnen in der Jahnallee teilweise zurück bis Höhe Kleinmesse.
...
An den Kreuzungen in Stadionnähe waren die Ampeln ausgeschaltet und der Verkehr wurde durch Polizei geregelt. Der MIV war zu dieser Zeit unterentwickelt und mit heutigen Bedingungen nicht zu vergleichen. Landwärts kamen die zusätzlichen Bahnen von der Westseite des Hbf, teilweise (so glaube ich mich zu erinnern) auch aus der Wittenberger Str. Von Nachteil war der Einsatz der E-Wagen für diejenigen, welche die Bahn nicht von vorn gesehen haben, da die Richtung nur vorn angezeigt wurde.

Beachtenswert ist auch der Fakt, das es damals nur einige wenige Veranstaltungen gab, ab und zu mal ein Länderspiel, wenige Europapokalspiele und 2x in Jahr das Lokalderby. Die Leichtathletikveranstalt ungen waren nur sporadisch, zumal es dort auch kein volles Stadion  gab. Lediglich das alle 6 Jahre stattfindende Turn- und Sportfest brachte an ein paar Tagen hintereinander ein volles Stadion. Ansonsten war das Zentralstadion meist verwaist.
Danke.
Was folgere ich daraus:

Ampel war trotz unterentwickeltem MIV am Waldplatz ausgeschaltet!
(Die Bahnen kommen auch jetzt noch aus der Wittenberger/ Hbf-Westseite gen Westen und gen Osten stauen sie sich auch jetzt noch teilw. bis zur Kleinmesse)
Für "ein paar" Veranstaltungen lohnte es sich auch nicht, großartig in mehr Bahnanlagen zu investieren, abgesehen vom stets fehlenden Geld. (Das fehlt zwar heute auch noch, aber in einer anderen Art.)

Was nun kommt bedeutet:

17 Ligaspiele plus Spiele in anderen Wettbewerben (Pokal, viell. mal Europacup) sowie Testspiele, Länderspiel. Sage ich mal, dass es realistisch ist: Es ist von bis zu 25 Spielen pro Jahr auszugehen, bei denen das Stadion mind. 30 000 Zuschauern Gastgeber ist.
Zusätzlich gehe ich mal von 3 Konzerten im Jahr aus.

Macht eine Summe von bis zu (aufgerundet) 30 Veranstaltungen im Jahr, bei denen mehr als 30 000, bzw. mehr als 40 000 Zuschauer kommen. In den nächsten zwei Jahren sind es vielleicht auch nur 26. Die Dimension bleibt aber dieselbe.

Das ist dann schon mehr als maximal 10 Veranstaltungen.

Es sollte aber auch klar sein: Wenn RB ernsthaft (!) ein Stadion am Außenrand in Erwägung zieht, dann würde ich als Stadt wiederum abwarten, wie groß die Investitionen ins Verkehrskonzept sein werden. Aber: Bevor man sagt, was gemacht wird (und was nicht), muss man auch die Möglichkeiten prüfen, was gemacht werden kann.
Und wenn ein Stadionausbau von bis zu 57/ 59 000 Zuschauern kommt, dann muss man auch das in die Planung des Verkehrskonzepts mit einpreisen.
« Letzte Änderung: 12.05.2016, 15:13:01 von Passagier »