Autor Thema: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena  (Gelesen 425702 mal)

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Offline Tino

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #465 am: 20.04.2014, 19:46:30 »
Mal ein kurzer Blick auf den Aufwand, welcher betrieben wird, allerdings vom letzten Jahr.
LVB Verkehrsaufsicht Polizei Fanbus

Ein Bus lässt sich bei Problemen leichter von der Strecke räumen, die Straßenbahn blockiert die Strecke.
Was letzteres natürlich mehr zum Ärger unbeteiligter Fahrgäste führt, welche überhaupt nichts mit Fußball im Sinn haben.
Selbst zu DDR-Zeiten gab es solche Buseinsätze für Fans von und zum Hauptbahnhof, teils begleitet von der damaligen VP-Bereitschaft Essener Str., heutige Bereitschaftspolizei.

Auf die Umweltzone hier anzuspielen ist völliger Unsinn, das Problem liegt sicher am wenigsten bei den LVB. Die Sicherheit dürfte wohl Vorrang haben, auch für unbeteiligte Fahrgäste.



Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #466 am: 20.04.2014, 19:53:34 »
Es wird definitiv keine Gäste-Straßenbahnen geben! Stellt euch mal vor, vom Hbf-Westseite fährt eine Bahn um die Schleife und dann über Goerdelerring zum Mückenschlösschen, direkt an den zum Stadion pilgernden Fans vorbei. Natürlich auch mit Zwangshalt an Haltestellen bzw. vor allem Ampeln.
Noch schlimmer: Eine Bahn bleibt liegen. Oder es gibt im Ranstädter Steinweg Straßenbahnstau. Oder oder.

Die Busse fahren im Polizei-Konvoi über die Kreuzungen, über rote Ampeln etc. Warum? Damit diese Fans schnellstmöglich von A nach B kommen und keine Situationen entstehen, die nur leisen Unmut bei den Gästen hervorrufen: Schnell vom Hbf weg, um sie schnell im sicheren Stadion zu haben. Und schnell vom Stadion weg zum Hbf, damit sie möglichst schnell die Züge erreichen. Es ist wie gesagt völlig unrealistisch. Und den Umweltaspekt kann man immer bringen - hier aber nicht. Busse sind ja immerhin auch umweltfreundlich.

Ob die Kapazitäten der Straßenbahnfahrzeuge ausreichen, auch Gästefans zu befördern lasse ich mal ganz außen vor.

Und zum konkreten Spiel gestern: Auch wenn die Darmstädter nun keine Problemfans sind: Sie hätten also von der Westseite auch über Westplatz/ Fr. Ebert-Str. zum Mückenschlösschen gekarrt werden sollen? Oder am besten zum "Sportforum", um vorbei an B und ganz C zu ihrem Block zu gelangen?

Das wäre grob fahrlässig.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #467 am: 20.04.2014, 20:28:47 »
Früher... wenn ich das schon wieder höre... Es ist nun mal strikte Fantrennung. Und selbst bei Darmstadt-Fans kann man nicht 100% sicher sein.

Wo ist der Unterschied zwischen Fanrangeleien in den 80ern zu heute?? Haben RB-Sympathisanten schon aus Prinzip Angst vor Gästefans?? Und wie wird die Fantrennung bei individuell oder mit Bussen anreisenden Fans praktiziert??

Dort ist es unmöglich, Gästefans mit Fantrennung sicher von der Waldstraße zum Block zu führen.

Auch nicht über die Leutzscher Allee??

Das Verkehrskonzept wird nicht von den LVB sondern von der Stadt vorgestellt.

Zitat von: LVZ vom 16.4.2014
Wenn RB in die zweite Bundesliga aufsteigt, wollen die LVB deutlich mehr Aufwand betreiben. [...] Was genau geplant ist, will er aber erst verraten, wenn der Aufstieg geschafft ist. Die Stadtverwaltung hat ihr Verkehrskonzept für Großveranstaltungen im Sportforum so gut wie fertig.

Klingt jetzt nicht nach einer dringend notwendigen Zusammenarbeit von Stadt, LVB, Polizei, Stadionbetreiber und Fußballveranstalter.

Diese erledigt damit ihre Hausaufgaben, die sie mangels potentem Mieter bisher vor sich her geschoben hat.

Immerhin gab es mal ein Verkehrskonzept zur Fußball-WM 2006. Da gab es drei Spiele im vollbesetzten Zentralstadion innerhalb von zwei Wochen. Jeweils mit Fans beider Lager, die beide innerhalb der Stadt genächtigt haben. Ein Chaos ist mir nicht erinnerlich. Muss dieses Konzept jetzt neu erfunden werden??

Da werden sich alle freuen und alle haben was davon. [...] Taxifahrer, Kneipenbesitzer... jaja.

Da Auswärtsfan zur sofortigen Rückfahrt gedrängt werden, haben Taxichauffeure und Kneipiers kaum was von denen. Und RB-Sympathisanten hab ich in den hiesigen Kneipen auch noch nicht entdecken können...

Auf die Umweltzone hier anzuspielen ist völliger Unsinn, das Problem liegt sicher am wenigsten bei den LVB.

... schon gar nicht an deren Bussen, die nur mit Ausnahmegenehmigungen in der Stadt fahren dürfen. Während jeder Kleinkrauter sich ein neues Firmenfahrzeug kaufen musste, dürfen LVB-Busse (und auch die Busse anderer VU) munter durch die Stadt stinkern...

Stellt euch mal vor, vom Hbf-Westseite fährt eine Bahn um die Schleife und dann über Goerdelerring zum Mückenschlösschen

Deswegen ist ja die Idee mit dem Messebahnhof auch nicht so verkehrt.

direkt an den zum Stadion pilgernden Fans vorbei.

Da ja RB-Sympathisanten die pflegeleichtesten von allen sind, hat ja keiner was zu befürchten. Oder habt Ihr so viel Angst vor Euren Gästen??

Schnell vom Hbf weg, um sie schnell im sicheren Stadion zu haben. Und schnell vom Stadion weg zum Hbf, damit sie möglichst schnell die Züge erreichen.

Genau, schnell weg mit Ihnen. Es sind ja nur Eure Gäste. Ja nicht mit denen in Berührung kommen, die tragen ja den gefährlichen Fan-Virus mit sich rum.

Wie war das doch gleich mit Kneipiers und Taxichaffeuren, für die die zweite Liga Gold wert wäre??

Busse sind ja immerhin auch umweltfreundlich.

Vor allem die mit der Ausnahmegenehmigung. Eben jener, die zahlreichen Mittelstandsunternehmen versagt worden ist...

Ob die Kapazitäten der Straßenbahnfahrzeuge ausreichen, auch Gästefans zu befördern lasse ich mal ganz außen vor.

Vier Großzüge für 800 Gästefans, das ist noch nicht einmal die halbe Messereserve. Und wir hatten Samstag ohne HVZ-Verkehr...

Gruß Peter
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DD_VIWler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #468 am: 20.04.2014, 20:41:12 »
Also ich hatte gestern auch einige ältere Ehepaare aus Darmstadt getroffen die zumindest behauptet haben hier in Leipzig zu übernachten. Es dürfte sicherlich ein Bruchteil aller angereisten Fans gewesen sein - wollts nur erwähnt haben an dieser Stelle.

Offline Marcel Dreiling

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #469 am: 20.04.2014, 23:00:33 »
Zum Thema Gästestraßenbahn:
Da empfehle ich einen Blick in die letzte Blickpunkt Straßenbahn. In Darmstadt fährt man die Gäste auch mit der Bahn vom Hbf zum Stadion. Gezeigt wird ein ST13+SB9-Gespann. Ich kenn die Situation in Darmstadt nicht. Doch das es auch per Bahn ginge ist unbestreitbar; so man denn wollte.

Viele Grüße
Marcel

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #470 am: 21.04.2014, 10:04:12 »
MD: Kannst du deinen polemischen Unterton bitte lassen?

Es hat nichts damit zu tun, ob RB-Fans pflegeleichter sind. Es hat vor allem erstmal was mit Gästefans zu tun. Und damit, dass es immer und überalle Problemfans geben kann und gibt. Und nur weil mal das pflegeleichte Darmstadt hier aufschlägt wird nicht das Sicherheitskonzept (was NIX mit dem Verkehrskonzept Sportforum zu tun hat) über den Haufen geworfen.

Ob RB oder eine andere Mannschaft: Es gibt von Polizeiseite her gewisse Mindestanforderungen zur Sicherheit.

Und zur WM: Da war sowieso alles ganz anders. Auch was das Verkehrskonzept und die Wagen-Politik der LVB angeht, abgesperrte Straßen etc. Und da gab es auch kaum irgendwelche Sicherheitsbedenken bei den versch. Fanlagern. Also hör auf mit Polemik!

Und ob und wie Stadt und LVB und zusammen gearbeitet haben weiß ich doch nicht. Dafür kann übrigens, ich sag es vorbeugend, RB nichts.

Also MD: Hör auf mit deiner Anti-RB-Polemik. Objektiv kannst du nicht mal in Sachen ÖPNV drumrum sein. Schade.

Kaktus

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #471 am: 21.04.2014, 11:39:25 »
Vorab: Entschuldige bitte, wenn ich immer nur ein Satzzeichen ohne Doppelung verwende.

Wo ist der Unterschied zwischen Fanrangeleien in den 80ern zu heute?? Haben RB-Sympathisanten schon aus Prinzip Angst vor Gästefans?? Und wie wird die Fantrennung bei individuell oder mit Bussen anreisenden Fans praktiziert??

Wann immer das Thema Gewalt im Fußball etwas intensiver betrachtet wird, wird auch auf die zunehmende Gewaltbereitschaft und sinkenden Hemmschwellen eingegangen - nicht nur im Fußball, sondern allgemein, gerade bei Menschen in meinem Alter.

Deswegen ist ja die Idee mit dem Messebahnhof auch nicht so verkehrt.

Und daran wäre genau was anders? Maximal könnte über den Zoo gefahren werden, aber Jahnallee und Waldstraße blieben im Programm. Toller Vorschlag!

Da ja RB-Sympathisanten die pflegeleichtesten von allen sind, hat ja keiner was zu befürchten. Oder habt Ihr so viel Angst vor Euren Gästen??

Als überzeugter Traditionsfan warst Du sicherlich gegen Lotte und gegen Rostock im Stadion und davor, um den heiligen Gral vor den österreichischen Invasoren zu schützen. Kannst Du Dich noch dunkel (nicht nur wegen der vorherrschenden Kleidungsart dort) daran erinnern, von wem dort die Aggressionen ausgingen?
Auch ist mir nicht bekannt, dass RB-Fans (für Dich: Sympathisanten, Anhänger, Söldner etc.) Lok-Fans (für Dich: einzig wahre Art von Fans) in Massen (für Dich: natürlich kann und wird es auch im RB-Lager (für Dich: Konzern, Gesamtheit der gekauften Jubler etc.) schwarze Schafe geben) auf dem Parkplatz angegriffen hätten.

Genau, schnell weg mit Ihnen. Es sind ja nur Eure Gäste. Ja nicht mit denen in Berührung kommen, die tragen ja den gefährlichen Fan-Virus mit sich rum.

Dagegen sind wir doch aber immun! Wir Söldner könnten doch nie zu Fans mutieren!

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #472 am: 21.04.2014, 13:19:52 »
MD: Kannst du deinen polemischen Unterton bitte lassen?

Kannst Du das bitte das auch @Kaktus empfehlen?? Nur der Gleichbehandlung wegen...

Es hat nichts damit zu tun, ob RB-Fans pflegeleichter sind. Es hat vor allem erstmal was mit Gästefans zu tun.

Genau das meine ich, aus Eurer Sicht müssen die braven RB-Sympathisanten vor den bösen Gästefans beschützt werden. Warum eigentlich??

Ob RB oder eine andere Mannschaft: Es gibt von Polizeiseite her gewisse Mindestanforderungen zur Sicherheit.

Und die sind aus meiner Sicht, nicht nur im Fall RB, deutlich übertrieben.

Und zur WM: Da war sowieso alles ganz anders.

Genau, die Sicherheitsanforderungen waren noch höher. Warum aber kann man das Verkehrskonzept von damals nicht auch heute anwenden?? Es hat doch halbwegs funktioniert, warum muss dann ein neues Konzept erfunden werden?? Was soll heute anders sein?? Es müssen in Maximalfall 45.000 Menschen ins Stadion und nach dem Spiel auch wieder raus. Das war zur WM so, das war bei den zwischenzeitlichen Länderspielen so und das wird auch so sein, wenn RB in der zweiten Liga spielt. Was hat sich also geändert, dass ein neues Konzept her muss, anstatt das bewährte fortzuschreiben??

Dafür kann übrigens, ich sag es vorbeugend, RB nichts.

Hatte ich das behauptet?? Aber sie gehören mit an den Tisch, wenn ein gemeinsames Verkehrs- (und Sicherheits-)konzept erarbeitet wird. Unter Umständen kann man ja auch mal gemeinsam drüber nachdenken (um nur mal ein Beispiel zu bringen), ob die heutige Lage des Gästefanblocks im Stadion wirklich die optimalste ist.

Maximal könnte über den Zoo gefahren werden, aber Jahnallee und Waldstraße blieben im Programm. Toller Vorschlag!

Was wäre daran so schlimm, wenn in der Jahnallee ein Straßenbahnzug mit Gästefans hinter einem Straßenbahnzug mit Einheimischen steht?? Warum müssen Gästefans (die Betonung liegt auf Gäste-) ausgegrenzt werden?? Auf der Straße sind doch die Autos von Gästefans auch nicht von denen Einheimischer getrennt.

Kannst Du Dich noch dunkel (nicht nur wegen der vorherrschenden Kleidungsart dort) daran erinnern, von wem dort die Aggressionen ausgingen?

Agressionen?? Nenn es Fanrangeleien, damit kommen wir der Wahrheit deutlich näher. Früher gehörte sowas zum Fußball dazu, nannte sich dritte Halbzeit. Aber sowas passt natürlich nicht zum Image des Familienzirkus RB. Da gehört nur heile Welt hin, alles andere wird sofort als extreme Gewaltbereitschaft hochgespielt. In dem Zusammenhang erinnern wir uns natürlich auch an diverse Zeugenaussagen (u.a. auch von RB-Spielern) über die angeblich von Gästefans ausgehende Gewalt, die sich im Nachhinein als glatte Lüge herausgestellt haben...

Gruß Peter
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Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #473 am: 21.04.2014, 15:42:55 »
Agressionen?? Nenn es Fanrangeleien, damit kommen wir der Wahrheit deutlich näher. Früher gehörte sowas zum Fußball dazu, nannte sich dritte Halbzeit. Aber sowas passt natürlich nicht zum Image des Familienzirkus RB. Da gehört nur heile Welt hin, alles andere wird sofort als extreme Gewaltbereitschaft hochgespielt. In dem Zusammenhang erinnern wir uns natürlich auch an diverse Zeugenaussagen (u.a. auch von RB-Spielern) über die angeblich von Gästefans ausgehende Gewalt, die sich im Nachhinein als glatte Lüge herausgestellt haben...

Gruß Peter

Hallo Peter,

Nenne es wie du willst. Es bleibt dabei, dass sowas heute nicht mehr zum Fußball gehören sollte. Wer unbedingt jemand eins in die Fresse geben will, weil der Gegenüber ein Schal oder T-Shirt eines anderen Verein trägt, der ist ASOZIAL und da bleibe ich bei meinem Hinweis - Dumm wie 1qm Linoleum!

Ich bin aber durchaus deiner Meinung, dass an vielen Stellen im Fußball übertrieben wird - auch hier mit diesem komischen Shuttle. Die 800 Fans von Darmstadt hätte man auch ganz normal vom Hbf laufen lassen können oder in die nächsten Straßenbahnen in einzelnen Gruppen mitgegeben. Ich glaube nicht, dass unter den angereisten Fans gewaltbereite dabei gewesen sind.

Die Vereine von Rostock und Dresden haben da schon ganz andere Sorgen...

Grüße
Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #474 am: 21.04.2014, 16:03:01 »
MD: Warum das WM-Verkehrskonzept nicht auch bei RB-Spielen angewandt wird weiß ich doch nicht. Frage das die Stadt, die aber wohl kaum ständig die Jahnallee/ Ranstädter Steinweg voll sperren möchte, um ohne Ampelhalt die Bahnen durchzulassen.

Und egal wer wie wo und wann gewalttätig wird: Grundsätzlich gibt es vor und nach Fußballspielen immer Gefahr von irgendwelchen Übergriffen. Bei der einen (Gast-)mannschaft mehr, bei der anderen weniger. Gästetram in der Jahnallee, am besten wartend an einer Haltestelle/ Ampel. Weder für Gäste- noch RB-Fans kann garantiert werden, dass es keine Provokationen gibt. Warum man die heraufbeschwören muss, nur um ein paar Busse im Depot zu lassen?

Eigentlich auch Quark: Ob zusätzliche Fahrer einen zusätzliche Gästestraßenbahn oder einen Gästebus kutschieren dürfte betriebswirtschaftlich kaum einen Unterschied machen. Die Ökobilanz ist da zu vernachlässigen. Welche Variante die LVB bevorzugen wissen wir überhaupt nicht. Und welche Variante die Polizei bevorzugt können wir uns vorstellen.

Mehr müssen wir dazu nicht verlieren.

Ach und mir wäre es auch ganz lieb, wenn das WM-Konzept angewandt würde. Aber mal gucken, was Stadt und LVB so aus dem Hut zaubern. Und übrigens habe ich auch nach dem Darmstadt-Spiel mit knapp 40 000 Zuschauern (kaum Probleme trotz! vieler Baustellen im Stadionumfeld, gesperrter Tram-Strecke) das Gefühl, dass sowohl LVB als auch Stadionbesucher sich so langsam wieder an das An- und Abreiseprozedere bei sehr gut besuchten Stadion-Veranstaltungen gewöhnen, arrangieren... Die letzte Veranstaltung mit dieser Besuchermasse dürfte ein Konzert im Sommer sowie das Relegationsspiel gegen Lotte gewesen sein. Die nächste Bewährungsprobe wartet gleich 2x hintereinander: Udo in Concert im Stadion.

Freilich sähe das anders aus, wenn es in Strömen regnet, wobei dann wohl notgedrungen trotzdem der ein oder andere laufen wird: Ob man an der  /HS nass wird oder beim Laufen ist auch egal.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #475 am: 21.04.2014, 16:12:35 »
Warum das WM-Verkehrskonzept nicht auch bei RB-Spielen angewandt wird weiß ich doch nicht.

Sorry, wenn's so rüberkam, aber die Frage war natürlich nicht direkt an Dich gerichtet.

die aber wohl kaum ständig die Jahnallee/ Ranstädter Steinweg voll sperren möchte, um ohne Ampelhalt die Bahnen durchzulassen.

Das wäre aber vielleicht die beste Variante, um möglichst einen reibungslosen An- und Abtransport aller Stadionbesucher mit dem ÖPNV zu gewährleisten. Das wurde ja auch in älteren Diskussionen hier von mehreren Usern befürwortet.

Ob zusätzliche Fahrer einen zusätzliche Gästestraßenbahn oder einen Gästebus kutschieren dürfte betriebswirtschaftlich kaum einen Unterschied machen.

Elf (laut LVZ sogar dreizehn) Busfahrer vs. vier Straßenbahnfahrer (bei 800 Auswärtsfan wie im Falle Darmstadt) machen schon einen betriebswirtschaftlichen Unterschied.

Gruß Peter
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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #476 am: 21.04.2014, 16:17:08 »
Es geht aber darum, die Gästefans (wohl gemerkt die, die halbwegs organisiert reisen per Zug) schnell von A nach B zu bringen, bevor sie mglw. Unsinn anrichten. Ob man statt 11 auch 6 Busse fahren lässt, die dann zweimal fahren - wie gesagt, müssen LVB und Polizei wissen. Ich gehe mal davon aus, dass die Busse auch durch den Veranstalter bezahlt und bestellt werden?

Und ja, ich fände es sau geil, wenn die Jahnallee gesperrt würde. Oder wenigstens in der inneren Jahnallee die Straßenbahngleise für den MIV gesperrt würden und vor allem die Ampelanlage Waldplatz neu geschaltet oder gar abgeschaltet würde. Da wäre schon verdammt viel geholfen! Insbesondere bei der Abfahrt. U.U. könnte eine derartige Beschleunigung bedeuten, dass die ein oder andere  /E-Wagen mehrmals fahren könnte, da sie mehr Umläufe schafft => bedeutet: gleiche Leistung bei weniger Fahrzeugeinsatz.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #477 am: 21.04.2014, 16:37:26 »
Ob man statt 11 auch 6 Busse fahren lässt, die dann zweimal fahren

6 Busse reichen nicht bei 800 Gästefans. Wenn man mal eine Fahrzeit von 20 min für eine Richtung veranschlagt, müsste die Hälfte der Gästefans rund 50 min am Messebahnhof bzw. nach Spielende am Stadion warten. Die würden dann aber sehr unruhig werden, oder sie benutzen unkontrolliert (was Du ja ausschließen willst) die Straßenbahn...

Ich gehe mal davon aus, dass die Busse auch durch den Veranstalter bezahlt und bestellt werden?

Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es mal.

Gruß Peter
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Offline Jörg.L.E.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #478 am: 28.04.2014, 19:51:14 »
Habe mir vor schon vor Jahren als es RB noch net gab mal Gedanken gemacht wie man das Gästeproblem in der Schüssel lösen könnte.

Perspektivisch könnte ich mir auch einen (temporären) Extrahaltepunkte entlang der Leutzscher Bahnstrecke vorstellen für die Gästefans. Von dort gehts zum Hbf. Wären vom Gästeblock knapp 1,8km.

Wenn RB etwas Geld in die Hand nimmt könnte man auch ne Stichstrecke (mit 3-4 Stumpfgleisen) bauen bis zur Landauer Brücke. Langfristig kommen im Schnitt mind. 2.000-3.000 Gästefans (nicht Mainz, Sandahusen oder ähnliche Gebilde) nach Leipzig.
Da kommste mit Bussen alleine nicht mehr weiter.

Alternativ die  /SL.004 von Gohlis Ldsbg. Str nach Wiederitzsch verlängern und den Gästeverkehr ab Mückenschlösschen herausbefördern. Hätte zudem den Vorteil, dass die Siedlung Martinshöhe endlich mal  /TRAM-Anschluss bekommt. :-)

Meiner Meinung nach ist es immer wichtig, egal wo, die Gästefans von den Heimfans zu trennen da es immer zu Problemen kommen kann. Zudem wird die bestehende, überlastete Infrastruktur durch die Vielzahl von Gästefans weiter belastet.
Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.

Offline LeipzigSO

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #479 am: 29.04.2014, 00:19:36 »
Ich muss hier auch mal wieder meine Meinung zum Thema Stadion äußern. Egal wie man es sieht - RB ist ein Glücksfall für die Stadt. Und ich denke, mittlerweile kann man wohl wirklich davon ausgehen, dass die 1. Bundesliga in Leipzig keine Utopie mehr ist. Eh es jetzt hier Kritik hagelt: 2019 läuft der Solidarpakt II aus. Dann gibt´s kein Geld mehr aus dem Westen und in Leipzig wird´s finanziell düster, wenn man nicht bis dahin wirtschaftlich einiges auf die Beine stellt. Bundesligafußball ist so ein wirtschaftlicher Faktor. Tradition hin oder her.

Aber zum Thema: So wie ich es ab und an gelesen habe, hat RB wohl schon durchblicken lassen, dass das Stadion mittelfristig sogar zu klein sein könnte. Könnte es sinnvoll sein, wenn die Stadt sich mit RB zusammensetzt um über ein neues Stadion nachzudenken? Am Geld dafür wird es bei RB sicher nicht scheitern. Die große Frage wäre nur, wo man das baut. Messegelände wäre sicher das naheliegenste. In dem Fall hätte man zwar eine top Anbindung. Vor allem der Autoverkehr und die Gästefans würden die Innenstadt nicht mehr belasten. Aber könnte es die  /S-Bahn eigentlich leisten, innerhalb von zwei drei Stunden da meinetwegen 20.000 oder 30.000 Leipziger Fans rauszubefördern? Okay, es gibt noch die  /SL.016 . Aber nach hause laufen käme wohl für alle Nicht-Wiederitzscher eher nicht in Frage. Mit Messeverkehr kann man das ja nicht vergleiche, da der sich über den ganzen Tag hinkleckert. Aber wenn ein Fußballspiel zu Ende ist, hat man ja von jetzt auf gleich eine wahnsinnig große Menschenmasse. Ich denke, alle hier kennen die Kapazitätsprobleme die es jetzt schon zwischen Leipzig und Halle gibt...

Es wurde auch mal von einem Ausbau des jetzigen Stadions gesprochen. Auf welche Kapazität, weiß ich nicht. Aber vermutlich wird man wohl über 50.000 nachdenken. Was natürlich die Situation vor Ort nochmal verschärfen würde. So oder so wird die Stadt sicher noch sehr viel Geld in die Hand nehmen. Und Straßenbahninfrastruktur wird RB sicher nicht bezahlen. Und da frage ich mich, ob es nicht für die Stadt - und somit auch für alle Einwohner - unter dem Strich nicht günstiger käme, wenn RB gleich neu baut. Und zwar dort, wo die enstprechende Infrastruktur schon existiert.

Ich denke, der jetzige Standort ist auf Dauer konfliktbeladen und definitiv auch ein teurer Spaß für die Stadt.