Autor Thema: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena  (Gelesen 462232 mal)

AG501, Torgauer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1500 am: 11.02.2020, 20:36:52 »
@frank_le:

Genau das war der Gedanke dahinter. Die Aufstellfläche braucht man ja nicht über Stunden sondern nur beim Start des Abtransportes. Eine Ringrunde über die Feuerbachschleife sollte in 25 Minuten machbar sein. Mit 5 Minuten Reserve (Wartezeit Feuerbachstr.) würde man bei einem 3'min-Takt 10 Züge benötigen. In der Schleife wären dann maximal zwei Züge (einer "belädt", dahinter wartet einer). Für eine betriebliche Flexibilität wäre aber ein Überholgleis wichtig.

Damit würde man Massen Richtung S-Bahn schaufeln und die anderen Haltestellen entlasten.


Ich verstehe all das unter einem Plan, in unterschiedlich weit entwickelten Stadien. Was verstehst du unter einem Plan?

Ein Plan hat für mich Kosten, Zeitrahmen und Verantwortlichkeiten beinhaltet. Davor gibt es Ideen und Konzepte, aber nichts für eine Umsetzung. Genau da ist das Missverständnis.


Es steht allerdings außer Frage, dass das schleunigst passieren muss. Abgesehen davon gibt es Fördermittel im ZUge der EM für die ÖPNV-Erschließung. Wenn also in diesem Zusammenhang keine Schleife für die nächsten 30 Jahre gebaut wird, dann nie. Und dann liegt die Schleife, so wie sie ist, auch in 30 Jahren noch, selbst wenn das Stadion noch weiter ausgebaut werden sollte. Es gibt ja die Vorstellung, auf über 50 000 zu gehen, sofern Bedarf ist.

Doch, es steht eben im Raum, ob und wie die Schleife ausgebaut wird. Das Verbraten von Fördergeldern hat man bereits zur WM gesehen. Die meisten Themen waren danach ein Sanierungsfall.

Bevor man wieder sinnlos Beton verbaut und Flächen versiegelt, sollte man mal ein Fahrplankonzept haben. Das sehe ich weit und breit nicht von der LVB. Was nützen Dir Spotverkehre an vielleicht 20 Tagen im Jahr, wenn die anderen 345 Tage immer noch nichts passiert. Es fehlt ein Gesamtplan für den ÖPNV in dieser Stadt.


- Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Monaten zügig Pläne erarbeitet werden (müssen) und der amtierende OBM die Dringlichkeit verstanden hat. Die Grünen wollen eine bessere! Anbindung. Und angesichts der Verkehrspolitik der Linken werden sie sicher dem nicht entgegen stehen.

Glaube ich gerade nicht. Es gibt dringendere Themen als ein Neubau einer Schleife im Netz für Spotverkehre. Erst die dringenden Themen, dann die wichtigen.


(Viel) mehr Fahrzeuge wird es nicht geben. Insofern ist ein effizienterer Abtransport geboten. So, wie es derzeit abläuft, sehe ich das nicht. Abgesehen davon werden sich in den nächsten 2 Jahren die Besucherströme verändern. (Und das Fassungsvermögen wird um 6000 Personen steigen.)

Ich habe ein Netz vorgestellt, was mit 200 Niederflurfahrzeugen (NGT6 - NGT12) funktioniert. Da bleiben einige Fahrzeuge für Spotverkehre übrig - ohne Verlust für Normalfahrgäste. Wenn man die Tatras bis zum NGT12.2. behält, sollte also auch Mehrverkehr für alle machbar sein.

Wie stellst du Dir denn den Abtransport vor? Ausser dem Buzzword lese ich nichts.


Deine Kausalkette ist nicht ganz stimmig. Eine bessere Leistungsfähigkeit der Stadionanbindung kann in erster Linie nur durch den Ausbau der Infrastruktur passieren. Wenn das nicht passiert, nutzen auch mehr Bahnen nichts, weil die Aufstellmöglichkeiten nicht größer werden und der Abreiseverkehr trotz mehr Fahrzeugen nicht verbessert wird.

Ich habe einfache kleine Maßnahmen skizziert und habe ein einfaches Linienkonzept vorgestellt. Das ist schnell umsetzbar. Infrastrukturausbau dauert über Jahre, wenn man sich überhaupt einigt. Es geht darum, zügig Effekte zu erzielen. Wer immer auf die 100%-Lösung wartet, erreicht nie etwas.

Strassenbahnen sollten Menschen befördern und nicht sinnlos herumstehen. Eine riesige Aufstellfläche ist Blödsinn, da damit auch nicht mehr Leute besser transportiert werden können. Der konstante Abfluss muss gewährleistet sein. Mit nur 10 Bahnen kann man mit der aufegührten Ringschleife eine Menge erreichen. Dafür braucht man kein Beton!

Grüße
Sven

Offline T4D-Fan

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1501 am: 12.02.2020, 09:04:04 »
Eine Optimierung der Haltestelle Arena wäre sicher auch geboten, nutzt allerdings für "Sportforum Süd" nichts. Aber auch hier ist seitens der LVB keine Verbesserung geplant.

Hast du dir auch überlegt, dass es vielleicht noch eine Fördermittelbindung von der WM 2006 geben könnte ?
Eine Änderung würde zur Folge haben, dass man erhaltene Fördermittel zurückzahlen müsste. Bei einer Förderquote von 90% kann das schnell ins Geld gehen, welches dann für andere Maßnahmen fehlt.

Grüße T4D-Fan

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1502 am: 12.02.2020, 10:20:25 »
die Fördermittel werden / wurden auf 25 Jahre begrenzt, da sind immerhin schon 15 Jahre vorbei, bei der jährlichen Absenkung der Höhe über diese 25 Jahre wäre nur der Restbetrag und auch nur im förderschädlichen Fall also nach negativ verlaufener Diskussion fällig.

Gruß
der Radler

Offline Tino

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1503 am: 12.02.2020, 10:55:12 »
Diese Haltestelle wurde nach 2006 glaube schon mal vergrößert. Dürfte also nicht mehr der Originalzustand von damals sein.
Ähnlich der Lindenauer Markt, wurde auch schon angepasst innerhalb der 25 Jahre. Natürlich zum Vorteil der Fahrgäste, also kein Rückbau.

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1504 am: 12.02.2020, 15:53:06 »
Diese Haltestelle wurde nach 2006 glaube schon mal vergrößert.
Echt?

Ich beschreibe mal den Ist-Zustand nach dem Spiel:

Die Besucherströme an der Ostseite gehen entweder Richtung Waldstraße oder die Stadionallee Richtung Arena.
Die Feuerbachschleife nehmen viele gar nicht wahr, zumal mit unter die 5 Bahnen schon abgefahren sind. Man kann sich noch überlegen, einer der Bahnen in der Waldstraße zu erwischen.
An der Arena kommen die bereits 120% vollen Bahnen an, so dass die Chance, in die Bahn zu kommen, recht gering sind. Trotzdem versuchen es welche, blockieren den Türbereich und die Abfahrt verzögert sich.

Zuvor an "Sportforum Süd" platzt der Bahnsteig aus allen Nähten, vor allem dann, wenn nicht gleich die nächste Bahn kommt. Dann betreten auch Fahrgäste die Fahrbahn stadteinwärts, auf der eh Stau ist. Meist aber dauert der Einsteigeprozess (gefühlte) 5 Minuten, da die Bahn ewig nicht abfährt, u.a. weil "Waldplatz/Arena" noch blockiert ist. Und weil dem so ist, versuchen immer wieder, trotz Anwesenheit oranger Westen, Leute in die Bahn zu kommen. Sie blockieren den Türbereich und damit die Weiterfahrt.
Infolge dessen stauen sich alle weiteren Bahnen mitunter bis fast an den Strbf. Angerbrücke. Sie stehen sich die Beine in den Bauch, statt zu fahren (und befüllt zu werden).

Eine Linienführung der  /SL.004  /SO.051 über die Feuerbachschleife ist jetzt mit dieser Kapazität der Schleife nicht möglich und sie wird auch künftig nicht möglich sein. Die paar Bahnen, die dort die Feuerbachstraße komplett zustellen, sind zum Teil NGT8, weil Großzüge dort gar keinen Platz haben.

@Sven: Ich sehe den Stadionverkehr losgelöst von all den anderen Dingen, weil man das so zusammenhängend gar nicht betrachten kann. Ich sehe nur, dass es in Berlin zum Beispiel einen S-Bf. Olympiastadion gibt, im Pott bspw. Kehranlagen für Stadtbahnen gibt usw. usf.. Fördermittel, die zur besseren ÖPNV-Anbindung des Stadions im Zuge der EM da sind, sollten auch dafür genutzt werden.

Zum Verkehr unabhängig vom Neubau einer Schleife: Wenn den LVB langsam dämmert, dass der Hbf entlastet werden sollte, dann kann man ohnehin diverse Bahnen im Abreiseverkehr lieber über WLP zum Hbf (und zurück zum Stadion) verkehren lassen. Dann gibt es auch keinen (Straßenbahn)stau in der Jahnallee. Alle, die gen Süden wollen, auch zur  /S-Bahn, müssen ja nicht erst zum Hbf.

Und zu deinem Thema "Flächenversieglung": Es gibt kaum eine Fläche, die noch nicht ohnehin schon versiegelt wäre. Wie schon gesagt, aber wenn du das nicht sehen willst, dann bitte, drängt die Zeit, endlich das Stadionvorfeld umzugestalten. Und in dem Zusammenhang bitte an den ÖPNV denken. (Und lieber 5 Jahre mit der Schleife warten und dann richtig bauen, als den Ist-Zustand zu konservieren.)
Und noch einmal für dich, Sven: In den derzeitigen Plänen ist kein, kein, Überholgleis vorgesehen. Es ist vorgesehen, den Ist-Zustand zu konservieren, also defacto gar keine Aufstellflächen für Bahnen vorzuhalten. Es würde maximal für eine Doppelhaltestelle reichen. Dass die aber im Stadionverkehr keine Rolle spielt, merkt man an den Spielen an "Sportforum Süd", wo diese Haltestelle im Abreiseverkehr eben nicht als Doppelhaltestelle genutzt wird. So, wie die Feuerbachschleife jetzt ist und laut VTA und LVB künftig sein wird, ist sie nichts anderes als eine Schleife, wie man sie an der Märchenwiese findet, zum Beispiel. So ziemlich jede Endhaltestellen-Schleife hat mehr Kapazität, als die Feuerbachschleife. Und übrigens wollen die LVB dort auch künftig wohl eine reguläre Linie enden lassen.

Was wäre der Vorteil mindestens zweier (Doppel-)Bahnsteige einer großen Sportforum-Schleife, inkl. Aufstellfläche für weitere Bahnen?
Die Bahnen stünden Gewähr bei Fuß, mindestens zwei Bahnen, von mir aus der eine Bahnsteig gen Norden, der andere gen Süden bzw. Osten (Hbf) könnten gleichzeitig befüllt werden. Je eher zumindest eine  /E-Wagen abfährt, desto eher kann sie auch noch ein zweites mal eingesetzt werden. Je schneller die Bahnen befüllt sind, desto schneller können sie losfahren und desto schneller haben sie ihre Fahrgäste auch ans Ziel gebracht. Statt 10-15 Minuten auf freier Strecke zu stehen, bis sie mal Einfahrt in die  /HS bekommen.

Und wenn sich die Besucherströme, künftig überwiegend über die Treppe auf der Festwiese bewegend, weil das Hauptein- und Ausgang des Stadions werden wird, gleichmäßig verteilen: Ein Teil gen Jahnallee, ein Teil gen Stadionschleife, ein Teil per Pedes, ist alles noch etwas mehr entzerrt, gleichmäßiger verteilt.
« Letzte Änderung: 12.02.2020, 16:12:12 von Passagier »

Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1505 am: 13.02.2020, 20:23:03 »
Die Besucherströme an der Ostseite gehen entweder Richtung Waldstraße oder die Stadionallee Richtung Arena.
Die Feuerbachschleife nehmen viele gar nicht wahr, zumal mit unter die 5 Bahnen schon abgefahren sind. Man kann sich noch überlegen, einer der Bahnen in der Waldstraße zu erwischen.

Wird die Schleife im Abreiseverkehr tatsächlich von Zügen genutzt? Ich verlasse das Stadion im Regelfall als einer der letzten. Daher ist mir das noch nie aufgefallen.


An der Arena kommen die bereits 120% vollen Bahnen an, so dass die Chance, in die Bahn zu kommen, recht gering sind. Trotzdem versuchen es welche, blockieren den Türbereich und die Abfahrt verzögert sich.

Ich habe bereits sehr häufig beobachtet, dass Sonderbahnen leer Richtung Arena geschickt werden, damit eben dieser Effekt nicht eintritt. Was aber auch feststellbar ist, dass es weniger Hilfskräfte für den Zustieg gibt. Richtung Westen fehlen diese dort sogar komplett.


Zuvor an "Sportforum Süd" platzt der Bahnsteig aus allen Nähten, vor allem dann, wenn nicht gleich die nächste Bahn kommt. Dann betreten auch Fahrgäste die Fahrbahn stadteinwärts, auf der eh Stau ist. Meist aber dauert der Einsteigeprozess (gefühlte) 5 Minuten, da die Bahn ewig nicht abfährt, u.a. weil "Waldplatz/Arena" noch blockiert ist.

Mir ist bis jetzt immer eine Warteschlange zwischen Angerbrücke und Sportforum-Süd aufgefallen. Es gibt keinen anderen Zustand dort während der Abreise. Am Sportforum-Süd hängt es lediglich an der Abfertigung! Eine Blockade an der Arena kann ich auch nicht feststellen, da vom Sportforum die Bahnen einzeln kommen.

Eine Entspannung der Lage ist eine wechselseitige Abfahrt am Waldplatz. Dafür müssten aber an der Angerbrücke die Linien sortiert werden.


Infolge dessen stauen sich alle weiteren Bahnen mitunter bis fast an den Strbf. Angerbrücke. Sie stehen sich die Beine in den Bauch, statt zu fahren (und befüllt zu werden).

Stau ist immer bis zur Angerbrücke. Das hat einfach etwas mit der Auslastung zu tun. Mit  /SL.003 /SL.007 /SL.008 /SL.014 /SL.015 fahren dort bereits 9 Bahnen in 20 Minuten (alle 133 Sekunden). Wenn die Sonderbahnen noch hinzukommen, dass sind wir schnell bei 90 Sekunden. Da geht rein rechnerisch nicht mehr viel nach unten.



@Sven: Ich sehe den Stadionverkehr losgelöst von all den anderen Dingen, weil man das so zusammenhängend gar nicht betrachten kann. Ich sehe nur, dass es in Berlin zum Beispiel einen S-Bf. Olympiastadion gibt, im Pott bspw. Kehranlagen für Stadtbahnen gibt usw. usf.. Fördermittel, die zur besseren ÖPNV-Anbindung des Stadions im Zuge der EM da sind, sollten auch dafür genutzt werden.

Wenn man es bis dahin auch umgesetzt kriegt und es eben keine weiteren Eigenmittel kostet, dann sollen sie es machen. Ich sehe das aber nicht mit dieser Verwaltung.


Zum Verkehr unabhängig vom Neubau einer Schleife: Wenn den LVB langsam dämmert, dass der Hbf entlastet werden sollte, dann kann man ohnehin diverse Bahnen im Abreiseverkehr lieber über WLP zum Hbf (und zurück zum Stadion) verkehren lassen. Dann gibt es auch keinen (Straßenbahn)stau in der Jahnallee. Alle, die gen Süden wollen, auch zur  /S-Bahn, müssen ja nicht erst zum Hbf.

Ich sehe die Fahrt Waldplatz - WLP - HBF - Waldplatz als einzige Alternative zur Entlastung an. Der Abschnitt Angerbrücke - Hbf ist der am stärksten belasteten Abschnitt im Netz, der dann noch auf das Festprogramm Ring im 90 Sekunden Takt trifft. Das kann nicht gutgehen. Daher müssen die Sonderbahnen diese Runde drehen. Ob das die LVB jemals kapieren? Die  /SO.056 fährt ja deswegen auch so herum.


Und zu deinem Thema "Flächenversieglung": Es gibt kaum eine Fläche, die noch nicht ohnehin schon versiegelt wäre. Wie schon gesagt, aber wenn du das nicht sehen willst, dann bitte, drängt die Zeit, endlich das Stadionvorfeld umzugestalten. Und in dem Zusammenhang bitte an den ÖPNV denken. (Und lieber 5 Jahre mit der Schleife warten und dann richtig bauen, als den Ist-Zustand zu konservieren.)

Mir ging es nicht unbedingt um Flächenversiegelung. Der Vorplatz ist eh nicht schön. Wenn man dafür anderer Stelle Natur wiederherstellt, dann umso besser. Im Vordergrund stand für mich die Frage des FAHRkonzeptes: Was nützt eine in Beton gegossene Monströsität, wenn man sie nicht nutzen kann.


Es würde maximal für eine Doppelhaltestelle reichen. Dass die aber im Stadionverkehr keine Rolle spielt, merkt man an den Spielen an "Sportforum Süd", wo diese Haltestelle im Abreiseverkehr eben nicht als Doppelhaltestelle genutzt wird.

Die Nutzung als Einzelhaltestelle ist bewusst gewählt und ist aus meiner Sicht der richtige Weg, die Bahnen abzufertigen.

Grüße
Sven

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1506 am: 13.02.2020, 21:25:17 »
Na dann hast du ja eindrucksvoll mit beschrieben, warum es eine extra Schleife braucht.
Ja, in der Feuerbachschleife stehen auch Bahnen. Aber nicht viel mehr als ca. 5. Mehr passen da nicht hin. Sie haben sogar unterschiedliche Liniennummern. Sie sind aber eben schnell weg, weil kaum Bahnen hin passen. Ob das immer so ist, weiß ich allerdings auch nicht, da ich meist auch später das Stadion verlasse.
Summasumarum: Die Feuerbachschleife hat so, wie sie derzeit ist, nur begrenzten Nutzen.

Zur  /SO.056 nach dem Spiel: ich finde es gut, wenn Bahnen andersrum fahren. Aber die Lösung bei dieser Linie raus zur Messe ist eine Zumutung für die die so blöd sind und wirkllch ihr auto in Wiederitzsch abstellen.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1507 am: 13.02.2020, 21:50:14 »
Ja, in der Feuerbachschleife stehen auch Bahnen. Aber nicht viel mehr als ca. 5. Mehr passen da nicht hin.
Warum müssen denn da mehr als fünf Bahnen stehen?? Man kann weitere Bahnen woanders parken und nach Veranstaltungsende hinschicken, damit die genau dann an der Schleife ankommen, wenn die ersten drei oder vier Bahnen weg sind. Genau das meinte @Sven mit seinem Vorschlag einer Ringlinie. Fünf Bahnen warten in der Stadionschleife, zwei drei weitere in der Messekehre. Wenn die erste Bahn in der Stadionschleife nach Veranstaltungsende voll ist, fährt die ebenso wie die erste Bahn in der Messekehre los. Und schon rollt der Verkehr im Ring. Das ginge übrigens auch bei der Anreise. Dazu braucht es keinen üppigen Neubau, der nur an 20 Tagen im Jahr nützlich ist. Noch dazu, wo die meisten Ballsportveranstaltungen im Zentralstadion gar nicht ausverkauft sind. Insofern wäre auch der Stadionausbau selbst kritisch zu hinterfragen.

Gruß Peter
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Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Offline SES

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1508 am: 13.02.2020, 22:39:32 »
Ich Frage mich gerade, wann wurde die HST. DHfK in ihrer alten Länge (Doppel Haltestelle, Fußgängerüberweg, operative Doppel Haltestelle) jemals so genutzt? Warum nutzt man die jetzige Möglichkeit als Operative Doppel Haltestelle nicht?
1898-05-26 Behördliche Probefahrten.
1898-05-27 Eröffnungsfahrten und -feier.
1898-05-28 Aufnahme des Fahrplanmäßigen Betriebes.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1509 am: 14.02.2020, 10:01:51 »
Warum müssen denn da mehr als fünf Bahnen stehen?? Man kann weitere Bahnen woanders parken und nach Veranstaltungsende hinschicken, damit die genau dann an der Schleife ankommen, wenn die ersten drei oder vier Bahnen weg sind.
Das findet ja schon statt. Die (Einsatz-)Bahnen gen Westen warten entweder am WLP oder der Ebert-Str. und tauchen dann am Waldplatz/Arena auf. In der Gegenrichtung stehen sich die Linien- und Einsatzbahnen aus der nicht so fernen Angerbrücke auf offener Strecke die Beine in den Bauch. Und mitunter kehren irgendwann auch die Einsatzbahnen zurück, um noch einmal eingesetzt zu werden. Nur dauert der Abfertigungsprozess halt viel zu lange und nicht effektiv.

Ich habe ja nichts dagegen, wenn bereits eingesetzte Bahnen an ihren Einsatzort zurück kehren. Im Gegenteil.  ;) Durch eine verbesserte Haltestellensituation wäre genau das besser möglich.

Und ob du, MD, den Ausbau des Stadions kritisch hinterfragst ist Wurscht. RB tut es jedenfalls. Und unabhängig davon, ob es stets ausverkauft ist oder nicht, sollte die Infrastruktur, wenn sie denn gerade mal neu gebaut wird, dem auch angepasst werden.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1510 am: 14.02.2020, 17:11:55 »
Das findet ja schon statt. Die (Einsatz-)Bahnen gen Westen warten entweder am WLP oder der Ebert-Str. und tauchen dann am Waldplatz/Arena auf. [...]
Und welchen Vorteil bringt dann eine teuer aus- und neugebaute Stadionschleife??

Und ob du, MD, den Ausbau des Stadions kritisch hinterfragst ist Wurscht. RB tut es jedenfalls.
Natürlich ist denen das Wurscht, aber hinterfragen kann man es ja trotzdem. Den LVB sind Deine Vorschläge hier ja auch Wurscht, und trotzdem hinterfragst Du den anscheinend nicht geplanten Neubau der Stadionschleife.

Und unabhängig davon, ob es stets ausverkauft ist oder nicht, sollte die Infrastruktur, wenn sie denn gerade mal neu gebaut wird, dem auch angepasst werden.
Es ist egal, ob das Stadion 43.000 oder 55.000 Zuschauer fasst. Wenn regelmäßig keine 40.000 Zuschauer kommen, reicht auch eine Infrastruktur für 40.000 Leute.

Gruß Peter
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Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1511 am: 14.02.2020, 18:23:24 »
Ich Frage mich gerade, wann wurde die HST. DHfK in ihrer alten Länge (Doppel Haltestelle, Fußgängerüberweg, operative Doppel Haltestelle) jemals so genutzt? Warum nutzt man die jetzige Möglichkeit als Operative Doppel Haltestelle nicht?

Es bringt keine Effekte, wenn man Züge an der zweiten Haltestelle zum Einstieg freigibt. Vielmehr ist das Wandern auf dem Bahnsteig für den Abtransport nur hinderlich. Für die Passagiere ist damit klar, wo sie sich hinstellen müssen.

Grüße
Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1512 am: 14.02.2020, 19:10:00 »
Den LVB sind Deine Vorschläge hier ja auch Wurscht, und trotzdem hinterfragst Du den anscheinend nicht geplanten Neubau der Stadionschleife.
Es ist egal, ob das Stadion 43.000 oder 55.000 Zuschauer fasst. Wenn regelmäßig keine 40.000 Zuschauer kommen, reicht auch eine Infrastruktur für 40.000 Leute.

Gruß Peter
Erstens haben die Grünen das Thema erkannt. Und zweitens: Wenn ein Stadion 48 - 50 000 Zuschauer fasst, muss auch die Infrastruktur darauf ausgerichtet sein. So ist es bspw. auch beim Bau eines Gewerbegebietes: Infrastruktur so ausbauen, dass im Endausbau alle versorgt werden können.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1513 am: 14.02.2020, 19:54:40 »
Das Stadion fasst keine 50.000 und ist, wie bereits schon geschrieben, selten ausverkauft. Die bestehende Schleife reicht vollkommen aus. Man sollte auch mal zurückdenken, dass da mal ein Stadion für 100.000 Menschen stand. Da war auch nicht mehr Infrastruktur da. Und es hat auch geklappt. Zumal eh viele Leute gelaufen sind, was bei der zentralen Lage des Zentralstadions auch kein wirkliches Problem darstellen sollte. Und vom Hbf. kommt man ganz gut weg.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1514 am: 14.02.2020, 20:11:09 »
Erstens haben die Grünen das Thema erkannt.
Das sagt uns genau was??

Wenn ein Stadion 48 - 50 000 Zuschauer fasst, muss auch die Infrastruktur darauf ausgerichtet sein.
Wie @2101 schon schrieb, diese Infrastruktur passte schon bei einem Stadion für 100.000 Zuschauer an gleicher Stelle, und das sogar ohne drittes Gleis am Waldplatz. Und bisher hast Du uns auch noch nicht erläutert, wo der Vorteil einer erweiterten Schleife liegt, wenn wie beschrieben die Bahnen bis zum Veranstaltungsende an anderen Stellen im Netz geparkt werden können.

Gruß Peter
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