Autor Thema: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena  (Gelesen 510418 mal)

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Offline Thomas L.E.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1455 am: 16.01.2020, 20:45:43 »
zufällig veröffentlichte heute jemand ein Vergleichsbild
Ein sehr schönes interessantes Bild. Wie war eigentlich der damalige Verlauf der Elster? Sieht ja fast so aus, als verlief sie im Bereich der heutigen Friedrich-Ebert-Straße.
« Letzte Änderung: 16.01.2020, 21:01:25 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1456 am: 16.01.2020, 22:12:28 »
Genau, Vom Schreberbad aus ist der Verlauf als Grünstreifen sichtbar, dann siehe Bild und danach ging es geradlinig dort als Fluss weiter wo heute die Baumallee mit Flanier-Weg ist.

Es gibt jede Menge alte Karten auch mit den Fließen und Teichen anstelle der heutigen Wohnviertel. Vor Ort sind (nicht an der Alten Elster) oft noch Spuren sichrbar, wie Geländerreste, Aufwölbungen von Brückenfragmenten oder Gebäudefluchten.

Gruß
der Radler

Offline André Loh-Kliesch

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1457 am: 17.01.2020, 08:07:36 »
Zum alten Verlauf des Flusses gibt es in meinem Artikel

https://www.leipzig-lexikon.de/FLUSSSEE/AlteElster.htm

drei Kartenausschnitte von vor der Regulierung (1828), nach der Begradigung (1850) und während der Verfüllung (1925, der mittlere Abschnitt ist schon weg). Leider ist es mir nicht ganz gelungen, die Pläne so zu drehen und zu schneiden, dass sie exakt den gleichen Ausschnitt zeigen; aber die Entwicklung vom Naturfluss zum Kanal und der letzte Verlauf ist doch ganz gut erkennbar.

Die Graphik oben zeigt (gelb) noch einen weiteren Bypass, der (schon in den 1870ern) verschüttet wurde: den Ochsengraben.

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1458 am: 17.01.2020, 08:41:20 »
@Minol-Pirol: Keine schlechte Idee, aber zwei Anmerkungen von meiner Seite:

- die Rückführung zur Waldstr. sollte gerade führen. Dieser "rosa" Schnörkel ist fahrdynamisch nicht machbar und überflüssig.
- die Fahrtrichtung in der Schleife sollte nur in Verbindung mit der  /HS Feuerbachstr. geändert werden. Die beiden  /HS auf der Waldstr. muss auch bei Schleifenbenutzung nutzbar bleiben.
- das Haltestellenpaar an der Endstelle gehört etwas weiter weg vom Eingang zum Stadion. Die Menschen können sich sonst nicht verteilen und der Stauraum ist nicht ausreichend. Sowas ist nicht genehmigungsfähig.


Der markierte Halbsatz stimmt überhaupt nicht. Wenn du die Entlastung der /HS Sportforum-Süd meinst, dann schreibe es bitte hin und dann ist das auch inhaltlich nachvollziehbar.

Grüße
Sven
Hallo Sven, vielen Dank für deine Anmerkungen. Ich bin mir sicher, dass Minol Pirol seinen Entwurf vor der Einreichung in den Stadtrat ünerarbeitet.  ::)

Folgende Anmerkungen seien erlaubt:
Ob der (überflüssige? Warum?) Schnörkel in die eine oder andere Richtung befahren wird, sollte egal sein? Ich denke, dass dieser Schnörkel deshalb eingebaut wurde in diese Skizze, weil ja Brücken gebaut werden müssten. Und da steht die Frage: Eine breite oder zwei schmale. Stichwort Kosteneffizienz.
Warum sollte er "fahrdynamisch" nicht machbar sein? Ist das jetzt eine Vermutung? Um den Radius aufzuweiten wäre vielleicht auch denkbar, die Schleife im Uhrzeigersinn zu befahren und bei der Ausfahrt das Richtungsgleis zu kreuzen.

Zweitens: Müssen die Haltestellen Feuerbachstraße während des Veranstaltungsverkehrs tatsächlich (durch Sonderlinien) bedient werden? Warum? Weil es immer schon so war? Und falls ja: Wäre es ggf. denkbar, den Standort der Haltestellen dem Umbau der Schleife anzupassen?

Drittens: Standort der Doppelhaltestelle, ggf. mit vier Bahnen gleichzeitig bestückt: Welche Idee hättest du bei dieser Skizze, als das lediglich abzubügeln? Mir kommt es so vor, als wäre deine Meinung: Hübsche Idee, geht aber alles nicht. Verbesserungsvorschläge?
Zu dicht am Eingang? Wat? Ziel des Vorschlags ist es übrigens, einen schnellen Abtransport zu ermöglichen. Das dürfte aber bei den LVB nicht so im Fokus zu stehen, sonst könnte man noch auf die Idee kommen, den Abreiseverkehr an "Sportfoum Süd" effizienter zu gestalten, ggf. auch durch Umbaumaßnahmen.
Der Platz für die Fahgäste bei diesem Entwurf ist eher größer, als es bei der derzeitigen "Sportforum Süd" ist. Außerdem ist ja mehrmals deutlich geworden, dass sich durch diese Idee der Besucherstrom gleichmäßiger auf "Sportforum Süd", "Waldplatz / Arena" sowie "Sportforum Ost" verteilen soll.
Weiterhin stelle ich fest, dass der Platzbedarf für die Besucher, ebenfalls für die Straßenbahnen" bei dem Vorhaben der LVB, die Schleife Feuerbachstraße lediglich zu sanieren und keinerlei Aufstellgleise zu bauen, deutlich geringer sein dürfte und so keine Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand darstellt.
Die Entfernung zwischen dem Entwurf der Haltestelle zum künftigen Haupteingang des Stadions beträgt 350 Meter. Wer aus diesem Haupteingang kommt hat die Wahl: Läuft er geradeaus oder biegt direkt nach links ab. Alle, die aus Richtung Norden (Sektor D, nördlicher Sektor A) kommen, haben es natürlich weiter.


Viertens: Bin ich der Meinung, dass die reguläre  /SL.004 genauso wie die  /SO.051 während des Veranstaltungsverkehrs, mindestens aber im Abreiseverkehr, ebenfalls die Schleife befahren sollten. Alles andere macht keinen Sinn.

Fünftens: Der markierte Halbsatz stimmt, weil, wie du dann tatsächlich haarscharf kombinierst, tatsächlich die Haltestellen Sportforum Süd und Waldplatz/Arena gemeint sind. Dass ich nicht die Innere Jahnallee meine, dürfte auf der Hand liegen.
« Letzte Änderung: 17.01.2020, 09:25:38 von Passagier »

Offline Minol-Pirol

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1459 am: 17.01.2020, 17:37:15 »
@Minol-Pirol: Keine schlechte Idee, aber zwei Anmerkungen von meiner Seite:

- die Rückführung zur Waldstr. sollte gerade führen. Dieser "rosa" Schnörkel ist fahrdynamisch nicht machbar und überflüssig.

Ich weiß zwar nun auch nicht, warum das fahrdynamisch nicht machbar sein soll, aber den Schnörkel gäbe es nur, wenn man keine zwei Brücken bauen will. Das Kreuzen der Gleise an der Ausfahrt würde auch funktionieren. Die Variante mit zwei Brücken wäre allerdings mein Favorit. Man benötigt ja generell Brücken für die Fußgänger aus dem Bereich Waldstraße. Und ja, die Brücken mit Straßenbahn sind natürlich teurer und auch "wuchtiger". Das ist mir bewusst.

Zitat
- die Fahrtrichtung in der Schleife sollte nur in Verbindung mit der  /HS Feuerbachstr. geändert werden. Die beiden  /HS auf der Waldstr. muss auch bei Schleifenbenutzung nutzbar bleiben.

Die HS in der Waldstraße kann man ja nach Bedarf anpassen. Da muss ja generell was passieren. Und man sollte das ganze als großes Projekt sehen.

Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1460 am: 17.01.2020, 17:44:45 »
Ich weiß zwar nun auch nicht, warum das fahrdynamisch nicht machbar sein soll, aber den Schnörkel gäbe es nur, wenn man keine zwei Brücken bauen will. Das Kreuzen der Gleise an der Ausfahrt würde auch funktionieren. Die Variante mit zwei Brücken wäre allerdings mein Favorit. Man benötigt ja generell Brücken für die Fußgänger aus dem Bereich Waldstraße. Und ja, die Brücken mit Straßenbahn sind natürlich teurer und auch "wuchtiger". Das ist mir bewusst.

Ich bezog mich viel mehr auf die gemalte Variante von Dir, dass die Radien eben nicht den Vorgaben entsprechen. Mindestradius in Leipzig für alle Fahrzeuge sollte 18m sein, bei Neubauten würde ich die 25m nicht unterschreiten. Je enger der Radius desto größer der Bedarf an Schmierungen. Das Quietschen in Kurven ist das Ärgernis für Anwohner schlechthin.

Grüße
Sven

Offline Sven

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1461 am: 17.01.2020, 18:16:53 »
Folgende Anmerkungen seien erlaubt:
Ob der (überflüssige? Warum?) Schnörkel in die eine oder andere Richtung befahren wird, sollte egal sein? Ich denke, dass dieser Schnörkel deshalb eingebaut wurde in diese Skizze, weil ja Brücken gebaut werden müssten. Und da steht die Frage: Eine breite oder zwei schmale. Stichwort Kosteneffizienz.
Warum sollte er "fahrdynamisch" nicht machbar sein? Ist das jetzt eine Vermutung? Um den Radius aufzuweiten wäre vielleicht auch denkbar, die Schleife im Uhrzeigersinn zu befahren und bei der Ausfahrt das Richtungsgleis zu kreuzen.

Anmerkungen sind doch immer erlaubt. Davon lebt doch das Forum, dass sich ausgetauscht wird und mit Worten und Argumenten die Klingen gekreuzt werden  ;D

Das mit der Fahrdynamik habe ich auf die Kurven bezogen. Ein Mindestradius sollte nicht unterschritten werden und in der Zeichnung sah die Rosa-Linie zur Vermeidung einer zweiten Brücke arg konstruiert aus. Jede Kurve bedeutet mehr Verschleiss und eben auch Ärger für die Anwohner (Lärm). Daher der Einwand, dass eine solche Kurve nur Kosten und Ärger verursacht, aber überhaupt keinen Nutzen.


Zweitens: Müssen die Haltestellen Feuerbachstraße während des Veranstaltungsverkehrs tatsächlich (durch Sonderlinien) bedient werden? Warum? Weil es immer schon so war? Und falls ja: Wäre es ggf. denkbar, den Standort der Haltestellen dem Umbau der Schleife anzupassen?

Die Schleife liegt aktuell auf keinem Laufweg einer Regellinie. Wenn die Schleife in Uhrzeigersinn befahren werden soll, dann muss zwingend in die Schleife eine weitere  /HS eingebaut werden, da ansonsten die an der Waldstr. gelegene  /HS Feuerbachs. nicht nutzbar ist. Damit ergibt sich aber für Nutzer das Problem, dass Abfahrten an zwei verschiedenen Haltestellen erfolgen. Das macht keinen Sinn. Daher der Einwand. Ausserdem spart man sich ein Bord mit Häuschen.


Drittens: Standort der Doppelhaltestelle, ggf. mit vier Bahnen gleichzeitig bestückt: Welche Idee hättest du bei dieser Skizze, als das lediglich abzubügeln? Mir kommt es so vor, als wäre deine Meinung: Hübsche Idee, geht aber alles nicht. Verbesserungsvorschläge?
Zu dicht am Eingang? Wat? Ziel des Vorschlags ist es übrigens, einen schnellen Abtransport zu ermöglichen. Das dürfte aber bei den LVB nicht so im Fokus zu stehen, sonst könnte man noch auf die Idee kommen, den Abreiseverkehr an "Sportfoum Süd" effizienter zu gestalten, ggf. auch durch Umbaumaßnahmen.

Es geht hier nicht um das Abbügeln sondern um gegebene Gefahren im Veranstaltungsbereich. Du scheinst wirklich keinen Einblick zu solche Massenveranstaltungen zu haben. Gerade hier sind Fluchtwege und Bewegungsräume das A und O im Konzept. Die Loveparade in Duisburg sollte Mahnmal genug sein.

Eine Haltestelle in unmittelbarer Nähe führt eben genau zu den Überfüllungen und Menschenmassen. Wenn sich die Menschen über einen größeren Platz bzw. Wege verteilen können, ist das ausgeschlossen und mehrere Haltestellen sind immer besser als eine.

Ein schnellerer Abtransport kann nur über mehr Fahrzeuge erfolgen. Diese hat die LVB aber nicht - geschweige denn Fahrer. Mögliche Studenten als Aushilfe hat die Schmutzpostille hier vertrieben.


Der Platz für die Fahgäste bei diesem Entwurf ist eher größer, als es bei der derzeitigen "Sportforum Süd" ist. Außerdem ist ja mehrmals deutlich geworden, dass sich durch diese Idee der Besucherstrom gleichmäßiger auf "Sportforum Süd", "Waldplatz / Arena" sowie "Sportforum Ost" verteilen soll.

Es geht nicht um den Platz an der Haltestelle sondern um den Bereich darum. Wenn RB den Eingang vom Ring herunternimmt, dann ist der Platz davor noch voller. Was nützt da eine Haltestelle direkt vor der Tür? Nicht, die Leute stehen sich im Weg.

Beim Abtransport wird aktuell die Haltestelle Ost kaum genutzt. Aktuell würde es auch wenig bringen, da die Waldstr. immer komplett zugetraut ist. Sobald die Veranstaltung vorbei ist, sieht man auch keine Verkehrspolizisten mehr.


Die Entfernung zwischen dem Entwurf der Haltestelle zum künftigen Haupteingang des Stadions beträgt 350 Meter. Wer aus diesem Haupteingang kommt hat die Wahl: Läuft er geradeaus oder biegt direkt nach links ab. Alle, die aus Richtung Norden (Sektor D, nördlicher Sektor A) kommen, haben es natürlich weiter.

Wenn das zu dicht ist, dann werden sich dort die Massen stauen und es passiert eben auch dort nichts. Die Verteilung über mehrere Stationen ist eben sinnvoll. Ich empfehle hierzu die Überlegungen zur Erweiterung der U5 in Hamburg. Man hat sich dort bewusst(!) gegen eine Station in unmittelbarer Nähe des Volksparkstadions entschieden, damit eine Entzerrung und Verteilung der Fahrgäste stattfindet.

Absolutes Negativbeispiel ist München: Fröttmyaning ist der Horror und für Fahrgäste der U6 bei Spielen überhaupt nicht schön. Gerade daher plant man auch für die Landeier des FC Bayern die U9.


Viertens: Bin ich der Meinung, dass die reguläre  /SL.004 genauso wie die  /SO.051 während des Veranstaltungsverkehrs, mindestens aber im Abreiseverkehr, ebenfalls die Schleife befahren sollten. Alles andere macht keinen Sinn.

Das finde ich eine sehr gute Idee. Gerade im Abreiseverkehr fehlt dort die Transparenz, dass tatsächlich auch was fährt.


Fünftens: Der markierte Halbsatz stimmt, weil, wie du dann tatsächlich haarscharf kombinierst, tatsächlich die Haltestellen Sportforum Süd und Waldplatz/Arena gemeint sind. Dass ich nicht die Innere Jahnallee meine, dürfte auf der Hand liegen.

Es ist für den Leser aber immer einfacher, das zu Lesen, was auch gemeint ist. Wir sind ja nicht im Deutschunterricht und müssen uns überlegen, was Goethe vor 200 Jahren meinte bzw. was Deutschlehrer meinen, was Goethe damals gemeint hatte. Gelle?  ;)

Grüße
Sven

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1462 am: 18.01.2020, 09:49:53 »
@Sven:

Richtig, derzeit spielt die Schleife Feuerbachstraße kaum eine Rolle. Warum wohl? Die LVB wollen offensichtlich diesen Zustand beibehalten und eben nicht den Zuschauerstrom auf mehrere Haltestellen verteilen. Genau das soll ja aber eine Schleife, die näher am Geschehen ist, bewirken. Die Festwiese sollte mE auch genug "Aufstellfläche" für die Zuschauermassen bieten. Und nein, ich bin kein Experte für Fluchtwege bei Massenveranstaltungen.  ;) Aber wenn ich mir so anschaue, wie sich direkt nach Verlassen des Stadions die Massen in alle Richtungen verteilen... Ein Teil geht direkt gen Waldstraße, ein Teil über Festwiese gen Angerbrücke, ein Teil läuft zu Sportforum Süd, ein Teil gen Marschnerstraße, ein großer Teil läuft in die Stadt... Würde jetzt bei der verlegten und leistungsfähigeren Feuerbachschleife auch nicht so viel anders werden.

Es soll mE ja auch nicht zwingend mehr Fahrzeuge geben, sie sollen eben nur effizienter eingesetzt werden. Die von mir angedachten wartenden Fahrzeuge auf der neuen Schleife sollen ja nicht zusätzlich dort stehen. Sie sollen nur eben den Fahrgaststrom so lenken, dass es eine gleichmäßigere Verteilung gibt.
Aber abgesehen davon muss man sich auch was einfallen lassen, wenn in absehbarer! Zeit 6000 Menschen mehr ins Stadion passen.

Offline Thomas L.E.

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1463 am: 19.01.2020, 16:02:00 »
Ich war nicht dabei; aber alles, was ich bisher dazu las: Der Flusslauf wurde einfach mit HAUSMÜLL zugeschüttet.
Hausmüll ist kein Baumaterial in eigentlichen Sinne. Also dürfte der rechtliche Status ähnlich dem des Elstermühlgrabens sein. Es wäre vermutlich etwas anderes, wenn der Flußlauf mit Kieß verfüllt oder gar zubetoniert wurde. Städtebaulich wäre es natürlich ein absolutes Highlight, den Flußlauf wiederherzustellen und die "Hohe Brücke" zu sanieren oder in Anlehnung an das Original neu aufzubauen. Sie müßte dann wahrscheinlich breiter werden, aber das hat man bei der Brücke "Am Gotischen Bad" ja auch bestens hinbekommen.
« Letzte Änderung: 19.01.2020, 16:15:59 von Thomas L.E. »
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Zugereister

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1464 am: 19.01.2020, 17:11:14 »
Zitat von Passagier, 15.01.2020, 08:22:33
"Übrigens habe ich neulich festgestellt, dass der Parkplatz auf dem Stadionvorplatz geteilt ist. Die eine Hälfte mit Parkuhr, die andere (durch Poller getrennt) ohne. Weiß jemand, warum?"

Das gehört zum neuen Verkehrskonzept. Der nördliche Teil des Parkplatzes mit Parkuhr gehört zum Anwohnerparken. Das heißt: entweder Anwohnerparkausweis oder teures Ticket für max. 3 Stunden. Der südliche Teil des Parkplatzes gehört jetzt scheinbar RB. Das heißt: abseits von Spieltage kann dort jeder parken. An Spieltage hat man eine Einfahrberechtigung von RB oder wird gnadenlos abgeschleppt. Wurde die letzten drei Heimspieltage bereits so praktiziert.
« Letzte Änderung: 19.01.2020, 17:24:36 von Zugereister »

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1465 am: 19.01.2020, 17:16:09 »
Städtebaulich wäre es natürlich ein absolutes Highlight, den Flußlauf wiederherzustellen und die "Hohe Brücke" zu sanieren oder in Anlehnung an das Original neu aufzubauen. Sie müßte dann wahrscheinlich breiter werden, aber das hat man bei der Brücke "Am Gotischen Bad" ja auch bestens hinbekommen.
Die Sache ist nur die: Als dort ein Fluss war, war dort noch kein Stadion (der Hunderttausend). That's a problem.

Offline MD 612

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1466 am: 19.01.2020, 18:10:01 »
Die Sache ist nur die: Als dort ein Fluss war, war dort noch kein Stadion (der Hunderttausend). That's a problem.
Aber als das Hochwasserschutzkonzept mit Freilegung der Alten Elster geplant wurde, da gab es das Stadion der Hunderttausend noch (wenn auch nicht mehr mit vollem Fassungsvermögen), und das neue Stadion an dessen Stelle war längst geplant und auch schon im Bau. Wenn man diese besondere Situation bei der Planung der Freilegung beachtet und die Alte Elster am Stadionvorplatz großzügig abdeckt, kann man den Rest auch freilegen.

Problem gelöst...

Gruß Peter
Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1467 am: 19.01.2020, 21:38:32 »
Aber MD: Man hat vor... Aber was ist denn konkret geplant? Ist konkret etwas geplant? Außer dass man dem Fluss freilegen will?
Das ist die große Unbekannte. Wenn ich es richtig sehe.

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1468 am: 21.01.2020, 10:22:07 »
Konkret geplant waren vor 15 Jahren mindestens die nötigen Durchflussmengen, also damit auch der Querschnitt der Gewässer. Stadtweit wird ansonsten eine Freibord von 1,50 m bei Brücken geplant um Paddeltauglichkeit zu haben. Die anderen Abschnitte der Mühlgräben zeigten, dass die konkrete Planung wo wie Böschungen und Mauern sind erst mit Ausführung erfolgt. (Ist ja logisch, das kostet ja ne Stange Geld!). Die grundsätzliche Machbarkeit wurde natürlich geprüft.

Gruß
der Radler

Offline Passagier

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1469 am: 01.02.2020, 10:39:16 »
Mal sehen, was die Stadtverwaltung in den nächsten Monaten so treibt, je nachdem, wie morgen bzw. in vier Wochen Entwicklungen eintreten.
Fakt ist: Die Stadtverwaltung ist bei der Gesamtkonzeption Stadionvorplatz, Geschäftsstelle RB, Sportmuseum, Wendeschleife ... arg in Verzug. 2014 wurde sie beauftragt, dahingehend zu planen. Nun wurde ihr durch den Stadtrat auferlegt, bis Ende Juni 2020 aus dem Quark zu kommen.

Die Stadtratsausschüsse Kultur, Sport und Stadtentwicklung / Bau haben im Januar eine entsprechende Beschlussvorlage für den Stadtrat erarbeitet, die auf Verabschiedung in der Ratsversammlung wartet, aber wohl durchgehen sollte, wenn schon drei Ausschüsse zugestimmt haben:

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1014943#searchword
Für die Entwicklung des Sportmuseums soll offenbar eine städtische Gesellschaft beauftragt werden.

Zitat
Unter Einbeziehung des Evaluationsergebnisses erarbeitet die Stadtverwaltung für den Bereich zwischen der Arena Leipzig, der Friedrich-Ebert-Straße, der Eitingonstraße, der Goyastraße sowie der Straße Am Sportforum in einem transparenten und mit dem Stadtrat abgestimmten Verfahren bis Ende 2020 einen Masterplan unter folgender Zielstellung:
-          die erforderliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung an der Ostseite der Veranstaltungsstätten RedBull Arena und Arena Leipzig unter Realisierung der vom Stadtrat 2014 beschlossenen Wendeschleife der LVB (Feuerbachschleife), die geeignet ist, bei Großveranstaltungen entsprechend notwendigen Abstellkapazitäten vorzuhalten,

-          Reduzierung der aktuell vorhandenen Pkw-Stellplätze bei Großveranstaltungen im Stadionumfeld (inkl. Cottaweg), Steigerung der Attraktivität der vorhandenen P&R-Angebote gemäß RBV-2101/14 und deutlicher Verweis auf ausschließliche Nutzung der Mobilitätsangebote des Umweltverbundes,

-          eine angemessene Gestaltung des Stadionvorplatzes unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, des Fußverkehrs sowie des ruhenden Verkehrs (Fahrradabstellanlagen und Bewohnerparken),

-          die Unterstützung bei der Entwicklung notwendiger Infrastrukturen für eine sachgerechte Betreibung der RedBull Arena,

-          der nachhaltige Ausbau der Kita- und ggf. Grundschulstandorte im näheren Umfeld,

-          die Möglichkeit der Unterbringung von Teilen der Stadtverwaltung,

-          die Möglichkeit der Errichtung des Sportmuseums im Kontext einer denkmalgerechten Nutzung vorhandener Bausubstanz und eines zeitlich ambitionierten Realisierungsrahmens.
 

Für den Bereich der Flächen östlich und westlich des Cottaweges sind folgende Entwicklungen zu prüfen und dem Stadtrat im Rahmen des Masterplanprozesses transparent darzulegen:
-          bauliche Realisierung weiterer Entwicklungsnotwendigkei ten wie einer dauerhaften Geschäftszentrale für RB Leipzig,

-          Ausschluss der Schaffung weiterer Stellplätze unter Einbeziehung eines ganzheitlichen Verkehrskonzeptes für den Veranstaltungsbetrieb des Stadions wie auch des Cottaweges.

-          Vervollständigung des Grünzuges westlich des Cottaweges durch Renaturierung bislang versiegelter und für o.g. Entwicklungen nicht benötigter Flächen.

Der Beschluss 2014 bzgl. Feuerbachschleife:
Zitat
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, für die Konkretisierung einzelner Maßnahmenpakete Bürgerbeteiligungen/Bürgerforen durchzuführen (z.B. bei den Maßnahmen Anwohnerschutzkonzept während Veranstaltungen, Bewohnerparken, temporäre Sperrmaßnahmen in der Jahnallee und in der Waldstraße, Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Stadionvorplatz/Max-Planck- Straße einschließlich Straßenbahnschleife Feuerbachstraße).

Ich gehe mal davon aus, dass die Stadträte eine bloße Sanierung der bestehenden Schleife nicht als Ausbau verstehen.