Autor Thema: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena  (Gelesen 384887 mal)

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Offline firefox

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1320 am: 04.01.2019, 12:24:33 »
Dann bin ich aber für die Anlieferung per Güter-Straßenbahn vor den Geschäften.
Gruß Foxi

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1321 am: 04.01.2019, 12:49:49 »
Güterstraßenbahn gab es schon bis in die 50er Jahre. Sie verkehrten zwischen Großmarkthalle und hielten erst direkt vor den Lebensmittelgeschäften, oft nur ein bis fünf Stiegen, später mussten die Händler ihre Ware an den Haltestellen abholen.

Passt aber nicht zu den heutigen Bimmel- Fahrplanzeiten!
Gruß Günter

Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1322 am: 04.01.2019, 12:53:28 »
wenn schon skurile Ideen, dann bitte konsequent: die Anliefergüterbimmel sollte in der Feuerbachstraße wenden, dort kann entladen werden und der letzte Weg in die Umgebung geht eben per Hand auf ner Karre. Das würde nahe der Hauptstraße nicht mal PKW-Parkplätze kosten  ;-)

Gruß
der Radler

Offline 2198

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1323 am: 04.01.2019, 15:28:47 »
Theoretisch könnten die Lieferfahrzeuge bzw. sogar die Güterbimmel auch auf einem der Gleise stehen bleiben, wenn in einem Zeitfenster der Dauer X der Linienverkehr in der einen Richtung über den Westplatz geleitet würde. Dann bräuchte man nicht mal vier zusätzliche Weichen (zwei Gleiswechsel), wenn man zeitweilig die Nichtbedienung der einen Haltestelle in einer Fahrtrichtung samt geringfügiger Fahrzeitverlängerung in Kauf nimmt.

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Offline Radler

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1324 am: 04.01.2019, 15:40:51 »
Was sind denn das für krude Gedanken??  Die StVO verbietet grundsätzlich das Behindern von Schienenfahrzeugen, dagegen verstoßen z.b. Linksabbieger, die den Gegenverkehr abwarten und dabei auf den Schienen stehen.

Im Fall Jahnallee muss der MIV auch irgendwie da lang.

Das Anliefern ist Sache der Geschäfte, was und wie das organisiert wird. Dabei sind die geltenden Regeln und Gesetze einzuhalten. Bedeutet das einen Fußweg von 100m , dann ist das so.

Gruß
der Radler

Offline 2198

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1325 am: 04.01.2019, 16:12:30 »
Der Vorschlag bezog sich auf Tony Lakes Idee / Verweis mit dem / auf den zeitweise eingleisigen Betrieb zwecks Parkmöglichkeit für Lieferfahrzeuge.
Dort, wo das so gemacht wird, steht das Lieferfahrzeug im betreffenden Zeitraum nicht verkehrswidrig auf dem Gleis. Der zitierte StVO-Auszug wäre in diesem Falle nicht einschlägig.

Da man in Leipzig über eine Umleitungsstrecke über den Westplatz verfügt, könnte man sich den Einbau von Gleiswechseln einschließlich Signalanlage sparen.

Dass das alles weit hergeholt ist, weiß ich auch.

Auch wenn es sich zum xten Male wiederholt: M.M. nach war man zu DDR-Zeiten mit der Verkehrsführung Richtung Westen über Gustav-Adolf-Str. schon einmal weiter.

Aber wenn man der Meinung ist, dass jeder Ladeninhaber einen Parkplatz vor seinem Geschäft haben muss und noch nach Möglichkeit große Teile des Gehwegs auch ohne Sondernutzungsberechtigu ng für sich in Anspruch nehmen kann, bleibt eben der Durchgangsverkehr auf der Strecke.

Vielleicht sollte man auch dort einmal darüber nachdenken, ob das eine gerechte Interessenabwägung mit den bekannten Folgen ist.

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Offline TLpz

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Re: Leipziger Verkehrskonzept: Zoo und Red Bull-Arena
« Antwort #1326 am: 04.01.2019, 17:46:15 »
Da man in Leipzig über eine Umleitungsstrecke über den Westplatz verfügt, könnte man sich den Einbau von Gleiswechseln einschließlich Signalanlage sparen.

Dass das alles weit hergeholt ist, weiß ich auch.

Wirklich sehr weit hergeholt. Der heutige Lieferverkehr kommt nicht zu zu festen Zeiten. Und selbst wenn doch: Wie sollte das gehen? Von 9-11 Uhr und von 16-18 Uhr fährt die Bahn über den Westplatz? Inklusive Straßenbahnstau vom Goerdelerring bis zum Westplatz? Blödsinn!!!

Auch wenn es sich zum xten Male wiederholt: M.M. nach war man zu DDR-Zeiten mit der Verkehrsführung Richtung Westen über Gustav-Adolf-Str. schon einmal weiter.

Nein, nicht wirklich. Die MIV- Dichte war damals sehr viel geringer. Bei der Menge an Autos heutzutage hätte man 2 Straßen mit hoher Belastung für die Anwohner. Und was würde diese Verkehrsführung heutzutage bringen? Gesamt gesehen nichts. In der Jahnallee gibt es deswegen nicht mehr Platz für andere Verkehrsteilnehmer, wer die Parkplätze dort ansteuern möchte fährt durch noch mehr Anliegerstraßen und der Durchgangsverkehr ist durch die enge kurvige Führung auch nicht schneller.

Aber wenn man der Meinung ist, dass jeder Ladeninhaber einen Parkplatz vor seinem Geschäft haben muss und noch nach Möglichkeit große Teile des Gehwegs auch ohne Sondernutzungsberechtigu ng für sich in Anspruch nehmen kann, bleibt eben der Durchgangsverkehr auf der Strecke.

Diese Denkweise ist der Knackpunkt. Die Ladenbesitzer jammern wenn keine Parkplätze vor dem Geschäft verfügbar sind, scheinbar kommen alle Kunden mit dem Auto. Sie jammern aber auch wenn der Liefer- LKW nicht direkt vor dem Laden halten kann. Lösungsansätze werden leider nicht gesucht.

Bis auf den Konsum gibt es eher kleinere Läden in diesem Bereich. Die Anliefermenge dürfte sich also in Grenzen halten. Haltezonen für Lieferfahrzeuge an den jeweiligen Seitenstraßen und der Rest des Weges lässt sich mit Sackkarre oder Wagen bewältigen. Dauert nur unwesentlich länger.

Wenn man etwas radikaler denkt: Parkplätze weg und eine zusätzliche  /HS in Höhe der Tschaikowskistr. Und wenn man ganz viel Geld hat einen Autotunnel für den Durchgangsverkehr von der Leibnitzstr. bis hinter den Waldplatz. Analog Bramschtunnel in Dresden, kommt sogar in etwa von der Länge her hin. Wahrscheinlich wären die Händler da aber auch dagegen, da die potentielle Kundschaft dann nicht mehr vor dem Laden vorbei fährt...