Autor Thema: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"  (Gelesen 114769 mal)

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Offline 1131

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #510 am: 21.03.2019, 15:04:20 »
Das ist sicherlich nicht die eierlegende Wollmilchsau, die hier von einigen gefordert wird, aber mMn ein wichtiger Schritt. Die (gefühlte) Durchschnittsgeschwindig keit im Innenstadtbereich ist elendig langsam. Dein Beispiel trifft zB die /SL.011 nordwärts, zwischen Münzgasse und Chausseehaus steht die gefühlt mehr als sie fährt - Halt an jeder Ampel, auch wenn das gar nicht nötig wäre. Ich wünsche mir schon lange ein Ampelsystem, das halbwegs intelligent auf den aktuellen Verkehr reagiert.

dazu ist das VTA zuständig und die arbeiten schon lange gegen die L .Jede neue Ampel geht 24 Stunden Nachts einrücken von Meusdorf ist man zu Spät da alle Ampelanlagen an sind und ein Umlauf 90 sek lang ist
Mfg.

Offline Thomas L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #511 am: 21.03.2019, 19:19:11 »
Ein absoluter "Fahrplankiller" ist auch die Ampel am Listplatz. Die Bahn steht dort manchmal eine gefühlte Ewigkeit. Fast so lange, wie man früher mit der S-Bahn von Leipzig-Ost bis zum Hauptbahnhof brauchte. Kann mir endlich mal jemand das Geheimnis der Schlüsselschalter an verschiedenen Ampelkreuzungen erklären? Kann der Fahrer durch Betätigung des selben etwa die oben erwähnten 90sec umgehen?
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Sven

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #512 am: 21.03.2019, 19:26:32 »
Im VTA regiert schon seit Ewigkeiten der Mob. Das wird erst durch natürliche Auslese oder Wegloben oder Auflösen besser.

Radler hat den Verein hier verteidigt. Wer mit offenen Augen durch Leipzig geht oder fährt findet jeden Tag mindestens einen Grund, mit Mistgabelen und Fackeln zur Prager Str. zu ziehen.

Grüße
Sven

Offline 1131

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #513 am: 21.03.2019, 19:32:37 »
Ein absoluter "Fahrplankiller" ist auch die Ampel am Listplatz. Die Bahn steht dort manchmal eine gefühlte Ewigkeit. Fast so lange, wie man früher mit der S-Bahn von Leipzig-Ost bis zum Hauptbahnhof brauchte. Kann mir endlich mal jemand das Geheimnis der Schlüsselschalter an verschiedenen Ampelkreuzungen erklären? Kann der Fahrer durch Betätigung des selben etwa die oben erwähnten 90sec umgehen?

Die Schlüsselschalter haben nur eine Aufgabe wen die Anforderung ( A ) nicht über RBL kommt gehen wir zu den Schlüsselschalter und und schalten nur die Anforderung ( A ) ein
Mfg.

Offline Thomas L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #514 am: 21.03.2019, 21:12:02 »
Das bedeutet also, wenn die Anforderung über das RBL nicht kommt, steht man da bis man schwarz wird? Oder schaltet die Ampel bzw. das Signal auch von selbst irgendwann auf Grün?
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Offline Radler

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #515 am: 21.03.2019, 21:13:10 »
soso, die Maschinenstürmerei wieder...  ;-)

Zum Pech gehören meistens zwei Seiten. Das VTA (namentlich die Straßenverkehrsbehörde, das ist nicht die Straßenplanung!, sondern eine dem Rathaus zugeordnete Anordnungsbehörde) plant nach Vorgabe Verwaltungsvorschriften. Da steht drin, dass die "Leichtigkeit des Verkehrs" Priorität hat. Der Rest wird ausgelegt. Welcher Verkehr? Was ist leicht?

Allerdings, das darf nicht verschwiegen werden, kann die L nicht gut verhandeln. In den Vorplanungen wirft sie sich schon bildlich geschrieben untertänig auf den Rücken und gibt sich geschlagen. Sprich, es wird gar nicht versucht, die behinderungsfreie ÖPNV-Fahrt zu bekommen. Stattdessen liefert man frei Haus die Gegenargumente, was wäre, wenn sich zwei ÖPNV Strecken kreuzen usw...

Hier ist offenbar nicht bewusst, wie immens groß die Resourcenverschwendung durch Ampelstopps (Störhalte) ist. Macht mal den Spaß und stoppt mal die Sekunden bei einer längeren Fahrt mit. Da sind rasch 5 Minuten zusammen. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das Schäden von über 10 Millionen Euro. Busse sind noch gar nicht eingerechnet.

Und nun prüft die Diskussionen hier: Wie oft war zu lesen, dass das mit dem MIV nicht gehen würde usw... logisch, wenn nicht gefordert wird, verschenkt die Stadt auch nichts. Die wirkliche Kunst dabei ist, die behinderungsfreie Fahrt zu schalten, OHNE dass das übrige Leben zusammen bricht. Knifflig, doch dafür gibts workstations.

Gruß
der Radler

Offline opi

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #516 am: 22.03.2019, 10:27:39 »
Das bedeutet also, wenn die Anforderung über das RBL nicht kommt, steht man da bis man schwarz wird? Oder schaltet die Ampel bzw. das Signal auch von selbst irgendwann auf Grün?

Nur an Ampeln, die erst nach Anmeldung die Fahrt frei geben. Die meisten Ampeln haben aber anscheinend eine feste Umlaufreihenfolge.

Offline Thomas L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #517 am: 23.03.2019, 10:42:20 »
Ich dachte eigentlich immer, dass die Signale für die Straßenbahn zusammen mit den Ampeln für den Straßenverkehr geschaltet werden. Dass der Fahrer aussteigt und den Schlüsselschalter betätigt habe ich z.B. an der Wintergartenstraße und der Breite Straße gesehen.
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Offline Jörg.L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #518 am: 23.03.2019, 20:54:14 »
Ein absoluter "Fahrplankiller" ist auch die Ampel am Listplatz. Die Bahn steht dort manchmal eine gefühlte Ewigkeit.

Manchmal ist gut. :-)

Gegen ReDesignte ICE`s !!!

Příští stanice: Jídelní a lůžkové vozy.

Offline sfn

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #519 am: 24.03.2019, 14:39:11 »
soso, die Maschinenstürmerei wieder...  ;-)
Weiß nicht, warum Du die hier durchaus mit Ernst und Genauigkeit geführte Diskussion gleich diskreditierst.

Hier bitte:
Zitat
Das VTA (...) plant nach Vorgabe Verwaltungsvorschriften. Da steht drin, dass die "Leichtigkeit des Verkehrs" Priorität hat. Der Rest wird ausgelegt. Welcher Verkehr? Was ist leicht?
Diese "Leichtigkeit des Verkehrs" steht in Kommentartexten zum Verkehrsrecht. Dass in den eigentlichen Normen dann plötzlich offengelassen wird, wer dieser Verkehr ist und wie leicht/schwer er ist, glaube ich nicht. Da kannst Du gerne mal was nachreichen...

Zitat
Allerdings, das darf nicht verschwiegen werden, kann die L nicht gut verhandeln. (...)
Dass beim L und insbesondere bei LVB großes Desinteresse an irgendwas herrscht, ist eine andere Baustelle. Wenn eine Ampelkommission es nur zu dieser einen Countdown-Ampel geschafft hat (eine fabelhafte Einrichtung! - sollte man auch auf Gl. 4 installieren), die für den MIV keinerlei Gefahr, hingegen aber in der Tat ein sich auf den Rücken Legen und ein sich maximal in die axiomatisch gegebene Dominanz des MIVs Ergeben darstellt, dann kann man sich ausmalen, dass eigentlich rein gar nichts bewegt werden wird.

Außer: die Führungselite der LVB geht zusammen mit dem Fahrgastpöbel zum VTA, mit Mistgabeln und Fackeln bewehrt.


Zitat
Sprich, es wird gar nicht versucht, die behinderungsfreie ÖPNV-Fahrt zu bekommen. Stattdessen liefert man frei Haus die Gegenargumente, was wäre, wenn sich zwei ÖPNV Strecken kreuzen usw...
Dass hier im Forum Argumente geliefert werden dafür, die behinderungsfreie ÖPNV-Fahrt zu bekommen,
stört Dich jetzt aber - "Maschinenstürmerei".

Und dann kommt - ja, das ist, tut mir leid, das hier zu schreiben... wohl die neueste fixe Idee bei Dir nach der zum Glück abgelehnten Kurzstreckenabschaffung - die Geschichte mit der Energieverschwendung durch Ampelhalte:

Zitat
Hier ist offenbar nicht bewusst, wie immens groß die Resourcenverschwendung durch Ampelstopps (Störhalte) ist. (...) Schäden von über 10 Millionen Euro.
(Waren es mal nicht noch mehr?  ::) )

Da gibt es noch mit Sicherheit andere Missstände in Millionenhöhe als ausgerechnet die Störhalte hochzujazzen. Mir kann z.B. keiner erzählen, dass das Unterhalten von gefühlt einem halben Dutzend Fahrzeugtypen (Tatra,...,XL) so sehr viel kostengünstiger ist, dass man nicht komplett auf z.B. zwei Gefäßgrößen (klein und groß) oder gar nur einen Fahrzeugtyp mit Traktionsfähigkeit (soviel ich je gesehen habe, ist das der Standard in fortschrittlichen Großstädten) umstellen brauchte. Oder diese linienweise Typenreinheit wie XXL eisern auch abends auf  /SL.016 statt auf  /SL.007 oder  /SL.004. Von Lafas selbst auf frisch erneuerten Streckenabschnitten (wie derzeit Höhe Salomonstraße) noch gar nicht gesprochen.

Zitat
Und nun prüft die Diskussionen hier: Wie oft war zu lesen, dass das mit dem MIV nicht gehen würde usw... logisch, wenn nicht gefordert wird, verschenkt die Stadt auch nichts. Die wirkliche Kunst dabei ist, die behinderungsfreie Fahrt zu schalten, OHNE dass das übrige Leben zusammen bricht. Knifflig, doch dafür gibts workstations.
Und es gibt auch dieses respektable Forum.  :D

Was genau gefällt Dir an der Diskussion hier eigentlich nicht?

Dass wir versuchen - und das auch weitgehend nur in Gedanken -, unseren ÖPNV auf Kosten des MIVs durchsetzen zu wollen? Dürfen es pro Umlauf nicht einmal 2 Autos (mit vielleicht insgesamt 3 Personen) sein, die es nicht mehr über die Kreuzung schaffen und wofür dann aber für 30 Personen die Verspätung reduziert wird? Sollen die 25% möglichst ausschließlich MIV-kostenneutral erreicht werden? (Ist das dann auch der Grund, warum die Fußgängerphasen so kurz sind und es Zebrastreifen nur im Zoo gibt, damit der Pöbel nicht den MIVlern im Weg steht?)

Würde es der MIV überhaupt spüren, wenn man am Listplatz oder am Hauptbahnhof oder, ja, auch am Bayrischen Platz, den Umlauf eine Sekunde (von 90) schneller weiterdrehte? Außerdem...Listplatz: Was soll das überhaupt, wenn zwei Trams und ein Bus an der landwärtigen Haltestelle fast schon ein Drittel des stadtseitigen (=westlichen) Abschnitts der Rosa-Luxemburg-Straße blockieren? Da hat der MIV aber ganz bestimmt Verluste, auf die er gerne verzichten möchte. Hier wäre ein Win-Win drin.

Aber wir sollen anscheinend hier nicht diskutieren, oder wie ist das jetzt?
 ???
« Letzte Änderung: 25.03.2019, 14:00:20 von sfn »
Im LVB-Netz gibt es nur Große oder keine Anschlüsse.

Sinnlosaktionen: zweistündiger Betriebsausfall und tote FKA zur Jahreswende, Hst.-Umbenennungen in plumpe Namen, Werbeansagen, gekaufte Haltestellennamen, Vorneinstieg (gelbe Flecken schon weg), Sitztest (mit vorgeplantem "Ergebnis"),...
Sinnlosmarketing: Fahrzeugtaufen
Dümmliches aus Antwortmails: DFI+IBIS können um Minuten voneinander abweichen; Lösen von mehr als 3 Zonen an den mobilen FKA softwareseitig nicht möglich,...

28. Oktober 2009: Schwarzer Tag für den öffentlichen Stadtverkehr in Leipzig

Offline Radler

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #520 am: 24.03.2019, 21:01:04 »
@sfn

ich vermute, du hast einiges anders aufgefasst als ich es meinte.

Die Maschinenstürmerei ist in meinen Augen das alleinige Fokussieren auf das VTA als das "Böse". Welches mit Mistgabeln aufgesucht werden müsste usw... Kann man machen, doch die Probleme werden dadurch weder gelöst noch verringert.

Die Störhalte verursachen mindestens 10 Mio. Euro Kosten im Jahr. Die "Resourcenverschwendung" bezog sich nicht auf Energie sondern auf die Kosten durch mehr Fahrzeuge in den Umläufen je Linie als bei störhaltfreier Fahrt nötigt wären.

Die Countdownampel wurde ca. 25 Jahre lang innert des Ls selbst abelehnt.

Und ja, es soll bitte diskutiert werden, abgeschätzt, berechnet, überschlägig kalkuliert und alle möglichen Für und Wider gefunden werden. Wichtig ist auch, dass das L es schafft, im Interesse des ÖPNVs zu argumentieren, sich damit durchzusetzen. Leider funktioniert das noch nicht so. Die geplanten Georg-Schwarz-Brücken werden es zeigen. Das VTA braucht gar nicht gegen den ÖPNV anzuordnen oder abzuwägen, das braucht nur die zugearbeiteten freiwillig zurück geschraubten Erwartungen mit einflechten.

Für ein anderes Handeln muss zusätzlich das Gesellschaftsbild verändert werden, was uns wie wichtig sein sollte. Behinderungsfreier ÖPNV gehört auch dazu.

Gruß
der Radler

Offline Thomas L.E.

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #521 am: 20.04.2019, 16:42:30 »
Busse sind Straßenfahrzeuge, da gelten wieder andere Vorschriften.
Weshalb dürfen sich dann die Busse an Ampelkreuzungen nach dem Straßenbahnsignal richten, welches meist etwas eher die Fahrt frei gibt?
Die (Service-) Wüste lebt!

Offline Mitleser

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #522 am: 20.04.2019, 22:10:56 »
siehe StVO §37 Abs. 2(4)

Für jeden von mehreren markierten Fahrstreifen (Zeichen 295, 296 oder 340) kann ein eigenes Lichtzeichen gegeben werden. Für Schienenbahnen können besondere Zeichen, auch in abweichenden Phasen, gegeben werden; das gilt auch für Omnibusse des Linienverkehrs und nach dem Personenbeförderungsrecht mit dem Schulbus-Zeichen zu kennzeichnende Fahrzeuge des Schüler- und Behindertenverkehrs, wenn diese einen vom übrigen Verkehr freigehaltenen Verkehrsraum benutzen...

(Anm.: Hier sind Busspuren, Haltestellenbuchten, Fußgängerzonen und Fahrspuren, welche von den Bussen in abweichender Fahrtrichtung vom übrigen Verkehrbefahren werden dürfen. Z.B. Geradeausfahrt aus der Rechtsabbiegerspur im Schleußiger Weg an der Ampel Schnorrstraße)

Offline 2101

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Re: LVB Haltestelle "Hauptbahnhof"
« Antwort #523 am: 11.05.2019, 20:50:51 »
Also wenn die Windfänge während des Umbaus wegkommen, wird es sicher sehr nass für einige Fahrgäste. Heute gesehen. Auf dem Gleis der 1. Ein Bus fährt hinter der Haltestelle lang, durchfährt die Pfütze und das ganze Wasser über den Windfang auf die Fahrgäste. Das wird lustig, wenn nur noch das kleine Geländer da ist.