Autor Thema: S-Bahn Mitteldeutschland  (Gelesen 1523175 mal)

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Offline André Loh-Kliesch

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5475 am: 15.05.2019, 10:48:03 »
Zitat
Der Eilenburger Bahnhof ist ebenso tot wie der Kaiser.

(Fast) niemand will den Kaiser wieder. Aber es gibt einige in der aktuellen Politik, die einen Ost-West-Tunnel wollen, und da wäre auf der Relation Anger-Crottendorf – Markt durchaus Platz für einen (dann sicher unterirdischen) Haltepunkt „Eilenburger Bahnhof“ (oder „Gerichtsweg“ oder „Reudnitz-West“ oder wie auch immer). Dass die LVB den Täubchenweg ganz und die Zweinaundorfer Straße elektrisch aufgegeben haben, ist für mich kein Beweis, dass dafür kein Bedarf besteht.

Ein solcher Tunnel hätte zumindest den Vorteil, dass er güterzugfrei wäre und das aktuelle Mischnetz etwas PV-freundlicher würde.

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5476 am: 15.05.2019, 18:13:27 »
Diese Option bietet nur eine Linie an (Tram 7) und der Fußweg von der Endstation Sommerfeld ist weniger attraktiv als ein kompakter Umsteigeknoten.
Nichts steht einer Wiederverlängerung der /SL.008 bis Sommerfeld entgegen...

Der Unterschied beträgt hundert Meter mehr Fußweg Schleife Sommerfeld <-> Hp. Engelsdorf als Bahnbrücke Riesaer Str. <-> Bahnbrücke Watzdorfstr., dafür geschätzt zehn Höhenmeter weniger in Engelsdorf ggü. der Watzdorfstraße. Beides nicht allzu attraktiv, gesamthaft betrachtet aber auch nicht allzu unterschiedlich attraktiv. Bei einem voll nach Deinen Wünschen ausgebauten Stünzer Kreuz käme noch die offene Frage dazu, zu welchem Bahnsteig ich rennen muss und ob das dann am Ende nicht doch umsonst war.

Ich hatte mal mehrere Termine in besagtem Plattenbaugebiet - gruselig, mit dem ÖPNV spontan in den Süden zu kommen.
Schonmal mit dem 79er oder dem 70er Bus versucht?? Oder mit der S-Bahn ab Engelsdorf?? Der INSA-Routenplaner kommt in allen Fällen mit rund 45 Minuten hin. Mit der S-Bahn übrigens bis Völkerschlachtdenkmal, weiter mit dem 70er (weil etwas schneller als über MDR bzw. Bayer.Bf.), den Du auch in Reudnitz besteigen kannst. Mit Umsteige- und Wartezeiten wärest Du über ein Stünzer Kreuz nicht schneller.
 
Und genau diese Destination ist die Ursache für den KfZ-Bedarf, welcher im unsäglichen Mittleren Ring Südost gipfelt.
Sicher, nahezu fast alle Autos, die durch Mölkau fahren, wollen von Paunsdorf nach Connewitz...

Hier plauzt du nur dein Bauchgefühl heraus. Ohne Fakten, ohne Zahlen!
Mehr hast Du doch auch nicht zu bieten.

Ich verbitte mir, das Stünzer Kreuz mit der unnötigen Ringbahn gleichzusetzen!
Du kannst Dir viel verbeten, ich schreibe hier trotzdem meine Meinung auf. Auch wenn die Dir nicht passt.

Ein Krebsschaden des Leipziger Netzes bleibt der Mischverkehr auf HGV Trassen (bis Gröbers), ABS bis 200km/h (Wittenberg / Oschatz) und die Zugdichte auf anderen Abschnitten. Entweder lauter Zwänge und Zwangspunkte oder die Verkehrsarten müssen allesamt zurück stecken.
Den Mischverkehr gibt es selbst in den dicht vertakteten Netzen wie München, Stuttgart und Frankfurt. Nur liegen dort die Fahrgastzahlen um ein Vielfaches höher, was es rechtfertigt, die Verkehre großzügiger zu entmischen als im MDSB-Netz. Wegen einem Drei- oder Fünfteiler alle 30 Minuten wird kein Mensch ein zusätzliches Gleispaar nach Wurzen oder Bitterfeld bauen. Andererseits kannst Du bei den zu erwartenden Fahrgastzahlen Stötteritz - Taucha doch nicht ernsthaft verlangen wollen, dass durchfahrende Güterzüge in Schönefeld von kaum genutzten S-Bahnen ausgebremst werden.

unabhängig ob dann nördlich von Stötteritz mehr S-Bahnen fahren (welche dann immerhin nicht durchgehende Gleise während der Wendezeit blockieren)...
Nur um mal bei den Realitäten zu bleiben, da wird ein Gleis zwei Mal stündlich für neun Minuten blockiert, an dem während dieser Zeit keine anderen Züge fahren. Vor allem aber hält dieser wendende Zug keinen Güterzug auf, weil der währenddessen andere Gleise benutzt, nämlich die für ihn vorgesehenen durchgehenden Hauptgleise Connewitz <-> Abzw.Anger.

DB Netz ist angesichts der geplanten halbstündigen Führung der S4 von Leipzig via Taucha bis Eileburg froh, die dritte Bahnsteigkante in Taucha irgendwie rechtfertigen zu können...
Planung und Bau der dritten Bahnsteigkante in Taucha rechtfertigt DB Netz mit den entsprechenden Anforderungen des ZVNL. Der müsste sich rechtfertigen, nicht DB Netz. Der wird aber keine neue S-Bahn-Linie bestellen und dafür weitere Infrastrukturmaßnahen finanzieren, nur um eine dritte Kante in Taucha zu rechtfertigen. Aber unabhängig davon wird der dritte Bahnsteig mit Sicherheit in Schwachlastzeiten genutzt werden, wenn wie zu erwarten der 30er Takt nach Wurzen länger gefahren wird als nach Eilenburg.

Gleisbau sollte vorerst nicht nötig sein.
Sicher nicht, Dein Stünzer Kreuz basiert ja nur auf der Entflechtung Nah- und Fernverkehr zwischen Hbf und Paunsdorf. Da sind natürlich keine Weichen und kein zweite Gleis an der heutigen Chemnitzer Schiene nötig...

Aber es gibt einige in der aktuellen Politik, die einen Ost-West-Tunnel wollen
Die "aktuelle Politik" in Form der Stadtverwaltung hat sich unlängst erst von der Idee eines Ost-West-Tunnels verabschiedet. Denn dessen Baukosten, die infolge der Länge dieses Tunnels und dessen notwendiger Tiefe unter dem Stadtzentrum und den zu kreuzenden Wasserläufen ein Vielfaches des Nord-Süd-Tunnels betragen dürften, wären mit den zu erwartenden Nutzerzahlen (abzüglich denen, die durch die gleichzeitige Kannabilisierung des Nord-Süd-Tunnels dort weg fallen würden) nicht zu rechtfertigen.

Ein solcher Tunnel hätte zumindest den Vorteil, dass er güterzugfrei wäre und das aktuelle Mischnetz etwas PV-freundlicher würde.
Auch hier wäre nur die Stammstrecke reine S-Bahn-Strecke, die angrenzenden Strecken hätten trotzdem Mischverkehr.

Gruß Peter
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Offline Sven

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5477 am: 15.05.2019, 20:36:07 »
Wirklich?  Die ganzen Gebiete wie Paunsdorf (v.a. das DDR-Neubaugebiet) und den Bereich Sellerhausen willst du a) - vom schnellen ÖPNV abgekoppelt belassen   und b) - insbesondere von schnellen Fahrbeziehungen in den Süden und Südosten?  Bei allem Für und Wider ist das ein seltsames Verständnis, wie es mit der Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel in Leipzig voran gehen soll.

Gruß
der Radler

Hat doch überhaupt keiner behauptet. Eine Verlängerung der  /TRAM von Sommerfeld Richtung Süden ist zielführender und schneller realisierbar. Weiterhin sind die Nutzer damit schneller an S-Bahn und RE und damit insgesamt schneller unterwegs. Das zukünftige Neubaugebiet "Am Vorwerk" hat damit guten Zugang zum SPNV - auch Richtung Osten!

Zur Strecke Hbf. - Sellerhausen: hier hat man die Chance der Entflechtung. ICE/IC + RE50 über die nördlichen Gleise. Die südlichen Gleise für RB110+RB113 und Halt in Sellerhausen und Paunsdorf (dort mit der S-Bahn an einem Bahnsteig). Damit hätte man vier Gleise auf der Verbindung und kann auch noch den RE6 eintakten, wenn die Strecke Richtung Chemnitz ausgebaut wird.

Wie du siehst, wollte ich niemanden abhängen. Ich hab mir aber Gedanken gemacht, was realistisch auch im Rahmen eines D-Taktes umsetzbar ist.

Viele Ideen scheitern immer an der Realität.

Grüße
Sven

Offline Jörg.L.E.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5478 am: 15.05.2019, 21:04:15 »
So kann man sich auch um die Beantwortung konkreter Fragen drücken... ::)

Gruß Peter

1998 gab es den ersten HGV-Neubau in China. 13.000km waren es bereits 2017, 38.000km-HGV-Netz gesamt geplant für das Jahr 2025. Für das Jahr 2018 sind neue 3.500km geplant. Wieviele HGV-Neubaukilometer schafft denn dein Arbeitgeber dieses Jahr. Bekommt man den wenigstens einen Anstandskilometer voll?

MfG
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Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5479 am: 15.05.2019, 21:13:48 »
Wieviele HGV-Neubaukilometer schafft denn dein Arbeitgeber dieses Jahr. Bekommt man den wenigstens einen Anstandskilometer voll?
Die Sache mit den Äpfeln und den Birnen kennst Du?? Diese Frage bringt uns beim Thema Stünzer Kreuz und Hp. Permoserstraße weiter?? Vor allem beantwortet sie meine Frage an Dich immer noch nicht...
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Offline Radler

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5480 am: 16.05.2019, 11:25:26 »
Zitat
Zitat von: Radler am 14.05.2019, 19:29:00
Diese Option bietet nur eine Linie an (Tram 7) und der Fußweg von der Endstation Sommerfeld ist weniger attraktiv als ein kompakter Umsteigeknoten.
Nichts steht einer Wiederverlängerung der /SL.008 bis Sommerfeld entgegen...

Der Unterschied beträgt hundert Meter mehr Fußweg Schleife Sommerfeld <-> Hp. Engelsdorf als Bahnbrücke Riesaer Str. <-> Bahnbrücke Watzdorfstr., dafür geschätzt zehn Höhenmeter weniger in Engelsdorf ggü. der Watzdorfstraße. Beides nicht allzu attraktiv, gesamthaft betrachtet aber auch nicht allzu unterschiedlich attraktiv. Bei einem voll nach Deinen Wünschen ausgebauten Stünzer Kreuz käme noch die offene Frage dazu, zu welchem Bahnsteig ich rennen muss und ob das dann am Ende nicht doch umsonst war.

Na na, mach mal aus 100 m mehr ca.200 m mehr, dann stimmt es halbwegs. Die konkreten Werte:

Fußwege:
Sommerfeld – S Engelsdorf = 350 m Brücke rauf + Treppe runter
Sommerfeld – S Engelsdorf = 420 m ohne Brücke (Fußweg neben Rampe), dafür Ampelfurt mehr
S-Engelsdorf – Sommerfeld = 330 m Treppe rauf + Brücke runter

Tram Stünzer Kreuz – S Stünz Ri. Taucha = 60 m Treppe rauf
S Stünz Ri. Ri Stötteritz - Tram Stünzer Kreuz = 100 m Treppe runter + Zuwegung Straße (interim)
Tram Stünzer Kreuz – S Stünz Ri. Wurzen = 170 m + Treppe rauf
S Stünz Ri. Stötteritz - Tram Stünzer Kreuz = 150 m + Treppe / Zuwegung
Tram Stünzer Kreuz – RB-Bahnsteig Ri. Hbf. = 80 m + Zugang (Neutrassierung Gleise nötig)
RB-Bahnsteig Ri. Landwärts - Tram Stünzer Kreuz = 90 m + Zugang/Rampe (Gleisneubau nötig)
RB-Bahnsteig Ri. Landwärts - S Stünz Ri. Ri Stötteritz oder Taucha = Treppe rauf,
RB-Bahnsteig Ri. stadtwärts - S Stünz Ri. Ri Stötteritz oder Taucha = Treppe rauf,
RB-Bahnsteig Ri. Landwärts oder stadtwärts – S Stünz (Wurzener Strecke) Ri. Stötteritz = Treppe rauf (zum Bahnsteig Ri. Taucha), dann Querverbindung zum Bahnsteig (Neubaubedarf) = 160 m
S Stünz Ri. Wurzen – RB Bahnsteige (beide Richtungen) = 210 m via Watzdorfstr.
Sinnvollerweise sollten Buslinien heran geführt werden, die Busstopps wären in der Watzdorfstr. So dass alle SPNV-Bahnsteige maximal in ca. 100 m Entfernung liegen

Eine zeitgemäße dynmische Zeit / Linien / Bahnsteiganzeige, entlang der Wegeführungen sind genauso Voraussetzung wie eine nach Sommerfeld verlängerte Tram 8. Nur dass am Stünzer Kreuz ungleich mehr Richtungen angebunden sind.

Am Bf. Paunsdorf sind die Wegelängen auch sehr groß, ein hypothetischer S-Bahnhalt oben auf der Güterebene bedeutet eine bahnsteigverbindende Fußgängerbrücke (etwa Höhe Lenzstr.) zum Umsteigen, was erstaunlich lange Wege produziert. Zur Tram ist es unbrauchbar weit.

Zitat
Schonmal mit dem 79er oder dem 70er Bus versucht?? Oder mit der S-Bahn ab Engelsdorf?? Der INSA-Routenplaner kommt in allen Fällen mit rund 45 Minuten hin. Mit der S-Bahn übrigens bis Völkerschlachtdenkmal, weiter mit dem 70er (weil etwas schneller als über MDR bzw. Bayer.Bf.), den Du auch in Reudnitz besteigen kannst. Mit Umsteige- und Wartezeiten wärest Du über ein Stünzer Kreuz nicht schneller.

Wenn dies so attraktiv wäre, wären diese stärker ausgelastet (für diese Destination) und der Straßenverkehr geringer. Auch sind deine Zeiten im Bestand schon arg lang im Vergleich zu einer Kreuz-Lösung:
Am Vorwerk - S Stünzer Kreuz = 8 Minuten Tram
S Stünzer Kreuz - S Völkerschlachtdenkmal = 6 Minuten S-Bahn
Bus Naunhofer Str. - Connewitz Kreuz = 9 Minuten
macht 22 Minuten für dieses Beispiel, Busführung 70 gemäß Bestand

dank kurzer Umsteigewege sind ca. 5 - 6 Minuten Umsteigezeit bei 10er Takt S-Bahn ab Stünzer Kreuz  dito beim Bus plausibel = 12 Minuten dazu mach sehr viel weniger als 45 Minuten heutzutage aus. Von den Ersparnissen für die Strecke nach Bad Lausick ganz zu schweigen. Ob Taucha - Stünz - Liebertwolkwitz sich bei 30er Taktung zufällig als zeitgünstig ergibt, hängt von den konkreten Zeiten ab, das ist jetzt spekulativ. Dito gen Borsdorf / Grimma usw.

Zitat
Zitat von: Radler am 14.05.2019, 23:27:40
Gleisbau sollte vorerst nicht nötig sein.
Sicher nicht, Dein Stünzer Kreuz basiert ja nur auf der Entflechtung Nah- und Fernverkehr zwischen Hbf und Paunsdorf. Da sind natürlich keine Weichen und kein zweite Gleis an der heutigen Chemnitzer Schiene nötig...

Suche das Wort "vorerst", unterstreiche es und schlage die Bedeutung nach  ;-)   Wie vor geschildert ist es ratsam, schrittweise dort das Zu- und Umsteigen baulich zu ermöglichen. Im Zuge ohnehin stattfindender Ausbauten kann dann ergänzt werden. Nur anfangen ist wichtig.

btw.: Beim S-Bahn-Tunnel konnte sich in den 90ern auch niemand vorstellen, welche konkrete Destination nun warum so oder so schneller werden sollte, warum Umsteigen und Vernetzen toll sein soll. Jetzt, im Betrieb, erklärt sich das wie von selbst. Bloß gut, dass man damals angefangen hat!


Gruß
der Radler

Offline elnbb

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5481 am: 16.05.2019, 17:23:12 »
An der Diskussion über Sinn und Unsinn eines Stünzer Kreuzes will ich mich eigentlich nicht beteiligen. Nur zwei kleine Einwürfe:

Am Vorwerk - S Stünzer Kreuz = 8 Minuten Tram
S Stünzer Kreuz - S Völkerschlachtdenkmal = 6 Minuten S-Bahn
Bus Naunhofer Str. - Connewitz Kreuz = 9 Minuten
macht 22 Minuten für dieses Beispiel, Busführung 70 gemäß Bestand
8+6+9=22?  8-)

Zitat
bei 10er Takt S-Bahn ab Stünzer Kreuz
... den es so nicht geben wird, wenn die /S1 im 15-Minuten-Takt fährt und eine zusätzliche S-Bahn-Linie aus Markranstädt durch den Tunnel geführt werden soll (siehe D-Takt mit 8/8/14-min-Takt) bzw. wenn wie von dir vorgeschlagen eine zusätzliche Linie (S34?) nach Schkeuditz fahren soll.
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5482 am: 16.05.2019, 17:41:32 »
Na na, mach mal aus 100 m mehr ca.200 m mehr, dann stimmt es halbwegs.
Keine Ahnung, wo Du Deine Werte her hast, aber GoogleMaps spuckt folgende Fußwegstrecken aus:

Abfahrts-/Endstelle Sommerfeld - Bahnsteigzugang Hp. Engelsdorf auf der Brücke 280 bzw. 350 Meter
Fiktive Haltestelle unter der Brücke Wurzner Str. - Fiktiver Zugang zum Bahnsteig in der Watzdorfstraße: 150 Meter

Im günstigen Falle also 130 Meter, nur im ungünstigeren Fall 200 Meter Unterschied. Die mindestens doppelte Höhe der Bahnsteige an der Watzdorfstraße im Vergleich zum Hp. Engelsdorf unterschlägst Du natürlich rein zufällig. Das macht dann sicher Spass, wenn der Aufzug ausfällt...

Bahnsteige auf der Brücke Wurzner Straße in den Vergleich einzubeziehen, erübrigt sich eigentlich, sie wären wie das ganze Kreuz reine Utopie...

Wenn dies so attraktiv wäre, wären diese stärker ausgelastet (für diese Destination) und der Straßenverkehr geringer.
Ich habe nicht geschrieben, dass die Zeiten attraktiv wären. Allerdings ist diese Verbindung auch nicht das Nonplusultra in Leipzig...

Auch sind deine Zeiten im Bestand schon arg lang im Vergleich zu einer Kreuz-Lösung:
Dann machen wir doch mal den reellen Ist-Vergleich:

Am Vorwerk 14:58 -> /SL.008 15:23 Leuschnerplatz 15:30 -> /SL.011 Kreuz an 15:39 = 41min
Am Vorwerk 15:01 -> /SL.007 15:16 Köhlerstraße 15:18 -> /BL.070 Kreuz an 15:38 = 37 min
Am Vorwerk 15:01 -> /SL.007 15:06 Th.-Heuss-Str. 15:11 -> /BL.079 15:35 Raschwitzer Str. 15:38 -> /SL.011 Kreuz an 15:45 = 44min
Am Vorwerk 15:15 -> /SL.007 15:24 Sommerfeld/Engelsdorf 15:38 -> /S4 15:47 Völki 15:58 -> /BL.070 Kreuz an 16:08 = 53min
Am Vorwerk 15:21 -> /SL.007 15:28 Stünzer Kreuz 15:40 -> /S4 15:47 Völki 15:58 -> /BL.070 Kreuz an 16:08 = 47min

Fast am schnellsten und am zuverlässigsten ist demzufolge (man glaubt es kaum) die Verbindung durch die Stadt, da kann die S-Bahn in beiden Varianten nicht mithalten. Daran ändert auch ein 10-Minutentakt der S-Bahn in Stünz nichts. Und daran ändert auch nichts, wenn man die Umsteigezeiten auf der fiktiven Wunschverbindung jenseits des Fahrplans auf ein absolutes ideales Minimum beschränkt.

Ob Taucha - Stünz - Liebertwolkwitz sich bei 30er Taktung zufällig als zeitgünstig ergibt, hängt von den konkreten Zeiten ab, das ist jetzt spekulativ. Dito gen Borsdorf / Grimma usw.
Das sind ja nun auch die wichtigsten Relationen des hiesigen Nahverkehrs, da muss man natürlich für zwanzig Leute Millionen ausgeben...

Wie vor geschildert ist es ratsam, schrittweise dort das Zu- und Umsteigen baulich zu ermöglichen. Im Zuge ohnehin stattfindender Ausbauten kann dann ergänzt werden. Nur anfangen ist wichtig.
Bauen bis in alle Ewigkeit, das ist das was wir jetzt schon haben und auf alle Fälle auch in den nächsten Jahrzehnten brauchen. Im Übrigen wird dort nichts "ohnehin ausgebaut", an was die Arbeiten für das Kreuz angedockt werden könnten.

Gruß Peter
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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5483 am: 17.05.2019, 13:11:46 »
@elnbb

oja, ich sollte mehr maschinell als im Kopf rechnen, klar sind es 23 statt 22 Fahrminuten. Danke für die Korrektur.

Die Taktung dort (und anderswo) scheint momentan gänzlich offen zu sein, so rege wie bestehende und neue S-Bahn-Linien von allerlei Seiten gefordert oder gewünscht werden. Eine 5/15/10 Lösung wäre nicht so pralle, ginge zur Not auch. Wie gut eine 10er Lösung klappt, zeigt Leipzig-Nord. Im "Nirgendwo" neu entstanden hat es sich vom Aufkommen her von rund 700 auf über 2.100 Ein- und Aussteiger hochgearbeitet. Verdreifacht. Bei bescheidener Ausschilderung und Tram-Anbindung!


@ MD612
Deine Fahrbeispiele haben kurioserweise die maximalen Umsteigezeiten für die Kreuz-Lösung drin... alles klar.

Geringschätzen würde ich den Bedarf entlang der Lausicker Bahn nicht. Guck mal in den Stadtplan und auf die Straßenauslastung... Tipp: Das P.C. allein lockt täglich ca. 60.000 Nutzer an. Kreuzungen und Verknüpfungspunkte sorgen landauf landab für deutliche Attraktivitätssteigerungen. Hier soll es plötzlich nicht so sein. Sehr komisch!

Gruß
der Radler

Offline frank_le

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5484 am: 17.05.2019, 17:52:43 »

Geringschätzen würde ich den Bedarf entlang der Lausicker Bahn nicht. Guck mal in den Stadtplan und auf die Straßenauslastung... Tipp: Das P.C. allein lockt täglich ca. 60.000 Nutzer an. Kreuzungen und Verknüpfungspunkte sorgen landauf landab für deutliche Attraktivitätssteigerungen. Hier soll es plötzlich nicht so sein. Sehr komisch!


Ist nicht vor Jahren der Eingang ins PC von der Endstelle Sommerfeld geschlossen worden? Soooooo groß scheint der Betreiber den Bedarf nicht zu schätzen.

Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5485 am: 17.05.2019, 21:14:08 »
Deine Fahrbeispiele haben kurioserweise die maximalen Umsteigezeiten für die Kreuz-Lösung drin... alles klar.
Sie orientieren sich am aktuellen Fahrplan von Straßen- und S-Bahn, sie sind somit nachprüfbar. Alles klar?? Es bringt ja auch nichts, nur mit Minimalwerten zu rechnen, die praktisch nicht einzuhalten sind.

Gruß Peter
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Offline Jörg.L.E.

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5486 am: 17.05.2019, 21:26:22 »
Vor allem beantwortet sie meine Frage an Dich immer noch nicht...

Welche Frage hättest du denn gerne beantwortet? Dass dein Arbeitgeber nicht in der Lage ist, die notwendigen infrastrukturellen Kapazitäten bereitszustellen (egal wo und in einer akzeptablen Zeit)? Tja, von außen siehts nach Unfähigkeit aus aber intern gibts sicher plausible Gründe. An der Kohle dürfte es aber jedenfalls nicht liegen. Denn Kohle ist derzeit in D genug da.
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Offline MD 612

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5487 am: 17.05.2019, 21:40:00 »
Welche Frage hättest du denn gerne beantwortet?
Die Frage, wozu es an der Permoserstraße einen fiktiven S-Bahn-Haltepunkt an einer Utopie-S-Bahn-Linie braucht und vor allem wie der dort verwirklicht werden soll. Da helfen Deine dollen China-Vergleiche nicht weiter, mit denen Du Dich erfolglos um eine Antwort zu drücken versuchst. Oder sollen künftig die für Streckenausbauten benötigten Grundstücke wie in China ohne Rücksicht auf Verluste enteignet werden??

Im Übrigen baut mein Arbeitgeber überhaupt keine Strecken, das ist auch nicht sein Unternehmenszweck...

Aber Hauptsache dumm gelabert...

Gruß Peter
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Offline elnbb

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5488 am: Gestern um 21:59:06 »
Oberleitung auf S-Bahn in Leipzig gefallen
https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/oberleitung-auf-s-bahn-in-leipzig-gefallen-100.html

Zitat
Nach einem Oberleitungsschaden ist das mitteldeutsche S-Bahn-Netz massiv gestört. In Leipzig-Connewitz war eine 15.000-Volt-Leitung auf eine S-Bahn gefallen. 150 Menschen saßen in dem Zug fest.
Zitat
Nachdem zunächst die Linien S1 bis S6 betroffen weren, galten die Einschränkungen am späten Abend nur noch für die Linien S3 S5/S5X sowie S6.

Aktuell kein Halt in Markkleeberg Nord, Markkleeberg und Markkleeberg-Großstädteln.
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag

Offline elnbb

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Re: S-Bahn Mitteldeutschland
« Antwort #5489 am: Gestern um 22:10:28 »
Milliarden für Strukturwandel in Sachsens Kohlerevieren
https://www.mdr.de/sachsen/bundeskabinett-eckpunktepapier-kohlereviere-100.html

Zitat
S-Bahn Leipzig Südkreuz-Zeitz-Gera
Leipzig Südkreuz ??
Was und wo soll das sein?
3. Mai 2019 – Deutscher Erdüberlastungstag