Autor Thema: ÖPNV-Nachrichten aus der Region  (Gelesen 32484 mal)

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Offline elnbb

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #120 am: 19.06.2017, 01:16:05 »
Insgesamt jedoch ein Klacks im Vergleich zur alternativ im Raum stehenden S-Bahn-Stichstrecke nach Bad Düben.
Das hat meines Wissens nach auch niemand angezweifelt. Es ginge aber auch ganz ohne bauliche Veränderung (mal abgesehen von der Einrichtung neuer Haltestellen).

Dass die LVB im gegenwärtigen Finanzierungsmodus die 87/88 nicht anfassen mag, ist verständlich. Steht jedoch absolut konträer zu Zielen und Vorgaben. Insgesamt muss davon ausgegangen werden, dass das Stadtwachstum eine Neubewertung des finanziellen Rahmens ergibt, mithin auch Neukonzeptionen im Bussektor.
[...]
wieviel sind es heute? 60? 300? oder doch 600? 1% Marktanteil zeigen doch deutlich, dass sowohl Ambiente beim Umsteigen, Fahrplan, Vernetzung und Taktdichte alles andere als brauchbar sind.
Das ist (m. E.) ebenfalls unstrittig. Ich wollte dir lediglich den aktuellen Grund der LVB nennen, warum sie es nicht tut.

- Seehausen, Mühle  --> Umstieg zu den Bussen gen BMW usw.
- Büropaläste Walter-Köhn-Straße  (Arbeitsplätze, wenn voll vermietet, ca. 2.000)
- Sachsenpark neben Baumarkt und Globus --> zusammen über 20.000 Kunden/Tag
- Büropark Pelzgasse, bald auch mit weiterem Hotel, wenn voll, ca. 1.000 Arbeitsplätze, ca. 200 Gäste)
- Lagerhalle (vermutlich in Bälde von einem schweizer Möbelhersteller genutzt, ca. 200 Arbeitsplätze
- Tramstation (Umstieg)
- Messeverwaltung (ca 400 Arbeitsplätze, + 2.000 im näheren Umfeld)
- S-Bahn-Umstieg, S-Bahn Station wird derzeit (also mit bescheidener Busverknüpfung) von ca. 3.000 Reisenden/Tag genutzt
- P+R Parkplatz, Wohngebiet nahe Herweghstr.
Und was davon lässt sich nicht (mit günstig gelegenen /HS) von der Seehausener Allee und der Messeschleife aus abdecken? Die 300- bis 400-Meter-Radien decken fast alles ab. Busse, die im Sachsenpark enden (/BL.085, /BL.087, /BL.088,...), können gerne eine große Runde durch das Gebiet fahren, aber muss die /BL.196 das auch tun? Weiterhin würde ich Hotelgäste (peripher in Autobahnnähe)(generell jegliche Art von Busverkehr), den Baumarkt und den Wiederitzscher diska (nachdem man bereits durch den Sachsenpark gefahren ist), nicht unbedingt als Ziele von Regionalbusfahrgästen aus TDO benennen.
Und wenn 300 Meter zu viel sind und man unbedingt alles direkt vor der Haustür mitnehmen will, empfehlen sich noch BMW, der Logistikpark (ex Quelle) und die Potientialfläche Mockauer Flughafen...

Hier einen Marktanteil von 10% als Ziel zu setzen, ist definitiv nicht zu niedrig angesetzt. Da keine Wohnnutzung erfolgt, das Auto schneller und komfortabler ist, ... halte ich das schon für optimistisch genug. Wenn ich mir vorstelle, dass jeder zwanzigste (5%) in den Bus steigt, wäre das schon ein enormer Erfolg im Vergleich zu heute, 10% umso mehr. Die ÖPNV-% sind halt ein Mittelwert für die gesamte Stadt - und das Sachsenparkareal schätze ich als einen der Orte am untersten Ende ein. Der Fuß- und Radverkehr in diesem Gebiet ist auch im Tabellenkeller. Dieses durch und durch für das Auto geschaffene Gebiet umzuprägen, ist schwer.

Das gegenwärtige Schleifen durch die Messemulde ist nicht so irre toll. Es kostet Zeit, die Wege dort sind zerrammelt, bei Veranstaltungen ist alles übervoll, die Orientierung welche Station die Richtige ist, nötigt Kenntnisse und ÖPNV Studium ab und die Taktangebote verdienen den Namen kaum.
Entschuldigung, aber sollen das ernsthafte Gründe dagegen sein? Grünflächen kann man erneuern, die Beschilderung verbessern und der Takt muss sowieso dichter werden. Ein neue Haltestelle an der Messe-Allee bedeutet, dass man sich zusätzlich dort intensiver um das Umfeld kümmern müsste. Was davon ist ein wirklicher Hinderungsgrund? Und wenn du die Orientierung so betonst, warum soll dann der Bus nicht bei der Straßenbahn, sondern parallel etliche Meter entfernt in der Autohöhle halten? Und was wird mit der /BL.086? Die einen Busse halten hier, die anderen dort?

Bündelt man dort sämtliche notwendigen Buslinien, um im Leipziger Norden die Wohngebiete mit S-Bahn und wichtigen Arbeitsplätzen sowie Einkaufsmöglichkeiten zu verbinden, ensteht dort eine sehr oft befahrene Busstrecke, Wartezeiten liegen im vernachlässigbaren Bereich.
Nur zu meiner Information: was ist für dich vernachlässigbar kurz? 5-Minuten-Takt, 10-Minuten-Takt? Kommt dann der 10-Minuten-Takt nach Gottscheina, Breitenfeld oder Kletzen? Sollen die Busse Richtung BMW erst nochmal eine Ehrenrunde durch den Sachsenpark drehen?
Ja, für den Sachsenpark könnten sich wirklich kurze Wartezeiten ergeben, wenn es analog zu S-Bahn 4-5 Fahrten in der Stunde gäbe, aber es ging hier ursprünglich um die TDO´ler (genau so erginge es auch "Westwiederitzschern", diversen Dorfbewohnern, ...) - für die sind weiterhin 10 bis 20 min warten angesagt, und das halte ich an dieser Stelle für zu lang.

Die Delitzscher Str. hat ihre grüne Welle, programmiert ist sie auf ca. 45 km/h, da fährt die sich auch nicht anders als ampelintensive weitere Straßen in der Stadt. Wichtig ist doch, dass auf dem - sofern weiterhin praktizierten Weg gen Hbf - entlang des Weges liegenden Zielen möglichen Ziele und Quellen im Nordraum angebunden sind, es ist ja eine sowieso-Strecke.
So weit die Theorie, jetzt bitte die Praxis. Die grüne Welle in der Delitzscher verdient ihren Namen nicht, selbst wenn sie eine ist. Die Anzahl der roten Ampeln ist sehr stark schwankend und ein wahres Glücksspiel. Selbst wenn die von dir genannten 45 km/h einigermaßen flüssig gefahren werden könnten, ist man über die Maximilianallee einen Tacken schneller, auch wenn man an der Thünen- und Theresienstraße und Am Gothischen Bad auf die nächste Grünphase warten muss. Mit der Rundfahrt durch Seehausen und den Sachsenpark und die Delitzscher braucht man mit dem Bus >30 Minuten ab der Kreuzung B2/S9 bis in die Stadt, mit dem Auto schafft man das in der Hälfte der Zeit.

Die genaue Verknüpfung mit dem Nordraum ist vor allem eines: große Spekulation. Es gibt an der Messe die /S-Bahn und die /SL.016, die wiederum gut mit /BL.080 und /BL.090 sowie zig anderen Linien verknüpft sind (bzw. sein werden) - was will man da mit einer Direktfahrt noch zusätzlich holen? Ich vermute, dass eine Abwägung negativ ausfällt.
Und wieder meine Frage: Wie sind die Erfahrungen mit den Linien /BL.100 und /BL.197? Wie haben sich die Fahrgastzahlen verändert, seit sie umgebogen/eingekürzt wurden? Warum nutzt man die Verkürzung nicht, um ab den /S-Bahn häufiger zu fahren? Ich denke es entstünden keine unverhältnismäßigen Fahrgasteinbußen, wenn man die /BL.196 an der Messe enden lässt - wenn man nach TDO entsprechend verdichtet eher das Gegenteil. Auch für Zwenkau wäre dadurch eine bessere Anbindung möglich.
« Letzte Änderung: 19.06.2017, 02:42:14 von elnbb »

Offline Radler

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #121 am: 19.06.2017, 09:46:41 »
@ elnbb

gut, ich merke sehr positiv, dass unsere Zielstellungen gar nicht weit auseinander liegen. Kurz war ich mir unsicher...  ;-)

Dass die LVB derzeit nicht können, ist bekannt. Ab und zu wollen sie auch nicht, wie die Diskussion um Plagwitz zeigt. Oder andere Stellen... (H  Baaderstraße) Egal, das wird die Zeit richten, der Druck wird massiv zunehmen.

Dass das Areal massiv versaut ist, alles nur auf MIV ausgerichtet ist und das nicht mal toll gelöst, ist auch klar. Dennoch muss der ÖPNV nicht aufgeben. Einziges Erfolgskriterium ist meiner Meinung nach ein dichter Takt. Weil die anderen Aspekte lassen sich nicht mit wenig Aufwand anpassen. Dichte Takte entstehen durch Bündelung/ Überlagerung. Dazu dienen die vorhandenen Linien als Grundlage:  87 und 88 jeweils halbstündlich, 85 auf neuem Laufweg halbstündlich statt stündlich halte ich nicht für zu utopisch, sondern der Besiedlungsdichte im Norden für zumutbar (klar, besser geht immer). Dazu die 86 stündlich bis halbstündlich, ggf. Schichtwechsel-Verdichter. Gern die Regionalbusse (gibt ja noch mehr da im Norden) Das sind schon 4 Linien im 30er Takt. Nötig ist auch eine Anbindung von Mockau, dazu Straßenbau Friedrichshafner Str.,gern kann die 70 verlängert werden. Immerhin ist der Sachsenpark genau auf diesen Einzugsbereich ausgelegt. DB Schenker mit > 1.000 Arbeitsplätzen wird nebenbei auch bedient, dito die Siedlung Mockau West, Damit wird es eine richtig dicht befahrene Achse. Die Hotelgäste werden gern via S-Bahn ins Zentrum fahren, wenn es attraktiv genug ist. Andernfalls möchte deren Personal gern von und zur Arbeit kommen. usw.   Sprich: Das Potenzial dieser Busachse liegt bei 50.000 bis 60.000 Fahrten / Tag. Als Bus sind 10% sehr ambitioniert, da kann allenfalls die S-Bahn helfen. Doch schon 5% statt gegenwärtig 1% Marktanteil sind eine Hausnummer, von der andere Linien mit profitieren.

Mit zerrammelten Wegen meine ich die Bus-untauglichen Gehwegplatten usw. Das ist keine Lösung auf Dauer. Auch nicht die Schleichtfahrt durch die Messemulde. Bus 86 steuert diese dann nicht mehr an. Die Achse gemäß meiner Skizze hätte den Vorzug, dass rechts und links jede Menge Anrainer liegen, alle Buslinien alle Ziele bedienen. Und durch die verbauten Missstände sind die Kompromisse tauglich, diskutiert zu werden. Die Straßenmulde habe ich mir oft prüfend angesehen, alle möglichen Winkel durchstreift. Das ist nicht so schlimm, wie du es darstellst. Der Krach an der Tramstation ist auch nicht ohne, das nimmt sich nichts.

Alternativ: Jede im Vorschlag durchgebundene Linie könnte die Messemulde und Tram/S-Bf Messe bedienen, dort als Endstelle wenden. Nur halte ich die Zeitverluste für zu groß, als das dies für alle westlich der Eisenbahn eine MIV-Alternative zum Einkaufen usw. werden kann.

Skizziere mal bitte deine Gedanken, wie das Areal optimiert werden kann. Dann ergeben sich bestimmt neue Ideenansätze.

Gruß
der Radler

Offline Sven

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #122 am: 19.06.2017, 21:19:07 »
Mit zerrammelten Wegen meine ich die Bus-untauglichen Gehwegplatten usw. Das ist keine Lösung auf Dauer. Auch nicht die Schleichtfahrt durch die Messemulde. Bus 86 steuert diese dann nicht mehr an. Die Achse gemäß meiner Skizze hätte den Vorzug, dass rechts und links jede Menge Anrainer liegen, alle Buslinien alle Ziele bedienen. Und durch die verbauten Missstände sind die Kompromisse tauglich, diskutiert zu werden. Die Straßenmulde habe ich mir oft prüfend angesehen, alle möglichen Winkel durchstreift. Das ist nicht so schlimm, wie du es darstellst. Der Krach an der Tramstation ist auch nicht ohne, das nimmt sich nichts.

Alternativ: Jede im Vorschlag durchgebundene Linie könnte die Messemulde und Tram/S-Bf Messe bedienen, dort als Endstelle wenden. Nur halte ich die Zeitverluste für zu groß, als das dies für alle westlich der Eisenbahn eine MIV-Alternative zum Einkaufen usw. werden kann.

Hallo Radler,

das Auslassen des Bahnhofs Messe halte ich für fatal. Gerade im ÖPNV sollten kurze Umsteigewege geschaffen werden, um ein schnelles Umsteigen zu gewährleisten. Damit ist auch bei Verspätungsfällen (was ja quasi nie vorkommt  ;D) eine höhere Fehlertoleranz gegenüber Anschlussverlusten möglich. Kurze Wege verzeiht sowas mehr.

Die aktuelle Strecke zwischen G.-Herwegh-Str. und Messe ist aber Mist. Das Rasengleis sollte aufgelöst werden und durch eine Kombispur für Bus und Strassenbahn hergerichtet werden.

Damit wären folgende Lösungen möglich:

 /BL.087 - Durchbindung zur Messe und Sachsenpark. Möglich wäre auch eine Führung durch den Stadtteil nördlich der  /SL.016 zur Erschliessung (Umsteigemöglichkeit zur  /S-Bahn)
 /BL.086 - Durchbindung über Wiederitzsch - Südtangente - Möckernscher Weg bis zur Hermann-Liebmann-Str. Eine Durchbindung mit der  /BL.082 sollte weiterhin gegeben sein, aber die Kopplung mit der  /BL.080 muss aufhören.

Fahgäste könnten dann immer unter der Brücke jeweils in Bus und Bahn umsteigen. Nachteil ist aber, dass nicht mehr gewartet werden kann, wenn die S-Bahn massive Verspätung hat.

Grundsätzlich fehlen im Netz Busendpunkte, wo in viele andere Linien mit kurzen Übergängen umgestiegen werden kann - ähnlich kleiner ZOB. Idealerweise sollten das S-Bahnhöfe sein. Mir fallen folgende Ideem ein:

- Mockau, Post (Verlagerung von Thekla, nach Verlegung der  /SL.009 und Errichtung  /S-Bahn Bahnhof)
- Slevogtstr. (Brechpunkt für die 80, Aufteilung in zwei Linien, dauerhafter Endpunkt der  /BL.090, Lindenthal - Wahren durch neue Linie in Bezug auf S-Bahnanschluss)
- Plagwitz (Verlängerung  /BL.080 bis hier,  /BL.060 kann bis Bushof zurückgezogen werden, Fahrten ins Dunckerviertel über die  /BL.080)

Im Süden wird es schwierig, da gibt es ausser Connewitz Kreuz und Probstheida keine sinnvollen Alternativen.

Eigentlich müssten wir für das Busnetz 2020 mal einen eigenen Thread starten  :D

Grüße
Sven

Offline Felix Dunkel

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #123 am: 19.06.2017, 21:37:47 »
Eigentlich müssten wir für das Busnetz 2020 mal einen eigenen Thread starten  :D

Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.

Offline Sven

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #124 am: 19.06.2017, 22:14:03 »
Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.

Es geht eigentlich um die Weiterentwicklung des Busnetzes. Seit der Jahrtausendrevolution 2010 ist wieder der Dornröschenschlaf am Augustusplatz eingekehrt. Sprüche über einen MIV-Anteil von 25% sind reinste Lachnummern. Wer glaubt an so einen Scheiss? Wenn ja, wo gibts die Drogen dafür?

Es passiert einfach nichts in diese Richtung.

Das einzige was mich freut ist eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Mal schauen ob es hier die gleichen Worthülsen werden wie zum ÖPNV  :P

Grüße
Sven

Offline Radler

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #125 am: 19.06.2017, 23:29:04 »
@Sven

den Bf Messe möchte ich keineswegs auslassen! Die Busse halten nur nicht neben der Bimmel, sondern am Südende der Bahnsteige. Heutzutage wird der S Bf ausgelassen, von der Linie 85 zum Beispiel.

Gruß
der Radler

Offline elnbb

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #126 am: 20.06.2017, 01:17:32 »
Es geht eigentlich um die Weiterentwicklung des Busnetzes. Seit der Jahrtausendrevolution 2010 ist wieder der Dornröschenschlaf am Augustusplatz eingekehrt. Sprüche über einen MIV-Anteil von 25% sind reinste Lachnummern. Wer glaubt an so einen Scheiss? Wenn ja, wo gibts die Drogen dafür?

Es passiert einfach nichts in diese Richtung.

Das einzige was mich freut ist eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Mal schauen ob es hier die gleichen Worthülsen werden wie zum ÖPNV  :P
Es gibt Verbesserungen, aber ich glaube der ADFC kann dir tagelang Vorträge über Anliegen halten, wo sie (selbst bei Kleinigkeiten) auf Granit beißen.

Ich hab bis jetzt nix zu einem Busnetz 2020 gehört also muss man hier auch nicht spekulieren, was man irgendwann mal verändern könnte. Meistens werden bei Baumaßnahmen nützliche Infrastrukturen wie eine Kombispur in der Messemulde oder ZOB's als kleine Wendestellen zum besseren Umsteigen eh nicht so umgesetzt wie es gebraucht wird.
Ja, leider. Auch beim PlusBus wäre eine Weiterentwicklung gut. Es gab da mal vor vielen, vielen Jahren eine Netzreform mit dem Slogan "Einfach mehr Bus" - den könnte man gern mal wieder ausgraben und Wirklichkeit werden lassen.
Und nein, es war nicht unbedingt mein Anliegen, eine allumfassende Grundsatzdiskussion zu starten.

Offline André Loh-Kliesch

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #127 am: 20.06.2017, 13:45:45 »
Zitat
/BL.060 kann bis Bushof zurückgezogen werden, Fahrten ins Dunckerviertel über die  /BL.080

Die  /BL.060 soll (nach meinem letzten Stand) zum Hafen verlängert werden, was die  /BL.080 sicher nicht übernehmen kann.

Allerdings könnte ich mir für die Feinerschließung des Dunckerviertels und Hafens eine eigene, kleine Linie vorstellen (analog /BL.067 in Leutzsch).

Die Verlängerung der  /BL.080 nach Plagwitz gab es schon einmal eine Zeit lang (Kann sich noch jemand erinnern, wie das genutzt wurde?).

Offline Radler

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #128 am: 20.06.2017, 13:53:53 »
Die 80 wurde zum S-Bahnhof (alter Eingang neben dem Empfangsgebäude) verlängert und fuhr nahezu zeitgleich mit Bus 60. Damals ohne S-Bahn und dem räumlichen Wirrwarr aller Stationen rollten die Busse sehr leer.

Eine Extra-Mini-Linie bringt nichts. Zum einen meistens zu selten, zum anderen gehen die Zeitvorteile beim Umsteigen drauf, da ist Bus 60 schon die bessere Alternative.

Bus 80 sollte so geführt werden, dass z.B. das zukünftige Naturkundemuseum erreichbar wird. Außerdem gehört die Haltestelle schleunigst unter die S-Bahn Brücke, auf diese der großstädtische und nutzbare 15er Takt der S1.

Gruß
der Radler

Offline thomas15e

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #129 am: 20.06.2017, 16:29:44 »
die beste Version wäre  Linie 60 von der Dunkerstrasse zum Hafen -nach Lindennau Bushof als ring fahren zulassen .
Später bei weiteren ausbau des Hafengelände würde ich ne Tram zur Plautstrasse fahren zulassen un d die 60 wider zum Bushof rücknehmen
15E        PROBSTHEIDA
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Offline Radler

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #130 am: 20.06.2017, 16:36:39 »
warum zurück nehmen? Die Bewohner nutzen die Durchbindung gen Adler rege, das wäre eine Verschlechterung! Die Straßenbahn Plautstraße erfordert gänzlich neue Wegeführung, denn die Hafenanbindung ist bereits gebaut. Man muss nur fahren, alle Haltestellen sind fertig.

Gruß
der Radler

Offline thomas15e

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #131 am: 20.06.2017, 18:17:48 »
die vorhandene Tramtrasse ist ja vorhanden   eine Verlängerung der 14 nach der Veränderung der Plagwitzer Brücke und den gleisslügenschluss wäre gut  die 14 dann über Plagwitz  bis Lindenau Plautstrasse zu verlängern und den Bus 60 zum Bus Depot zurückzunehmen
15E        PROBSTHEIDA
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Offline TLpz

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #132 am: 21.06.2017, 06:45:38 »
@Sven

den Bf Messe möchte ich keineswegs auslassen! Die Busse halten nur nicht neben der Bimmel, sondern am Südende der Bahnsteige.


Das ist aber keine wirkliche Verbesserung, zumindest nicht wenn ich von der  /S-Bahn auf den  /BUS umsteigen muss. Dann muss ich ja wieder schauen an welcher  /HS der nächste Bus fährt.

Ich arbeite in einem der Bürotürme im Sachsenpark. Ein Grund warum ich den ÖPNV nicht nutze: Es gäbe von mir zu Hause eine Verbindung von 35min. Wäre akzeptabel. Aber eben nur 1x die Stunde. Und wenn die  /S-Bahn Verspätung hat und die  /BL.086 nicht wartet hat man den Zonk. Dann kommen ca. 15-20 min Fußweg dazu.

Problem ist m.E. die Prestige- Endstelle Messegelände der  /SL.016. Statt dort zu versauern müsste eigentlich die  /SL.016 den Sachsenpark anbinden. Und am  /S-Bahn- Bhf. Messe müsste ein wirklicher Umsteigepunkt entstehen. Dann aber mit mehreren Buslinien am gleichen Bahnsteig...

Offline TLpz

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #133 am: 21.06.2017, 06:48:55 »
die vorhandene Tramtrasse ist ja vorhanden   eine Verlängerung der 14 nach der Veränderung der Plagwitzer Brücke und den gleisslügenschluss wäre gut  die 14 dann über Plagwitz  bis Lindenau Plautstrasse zu verlängern und den Bus 60 zum Bus Depot zurückzunehmen

Mit einer Linie die an der Plautstr. endet bindet man aber den Lindenauer Hafen nicht an! Und unter der Plagwitzer Brücke werden die nächsten 30 Jahre keine Gleise liegen. Der Zug ist abgefahren, dass sollte man endlich mal zur Kenntnis nehmen...

Offline André Loh-Kliesch

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Re: Nachrichten aus`m Leipziger Umland
« Antwort #134 am: 21.06.2017, 08:03:02 »
Zitat
unter der Plagwitzer Brücke werden die nächsten 30 Jahre keine Gleise liegen

Da behaupte ich mal: 1.000 Jahre! Die "Plagwitzer Brücke" verbindet die Karl-Heine- mit der Käthe-Kollwitz-Straße und führt über die Weiße Elster. Für eine Schwebebahn à la Wuppertal ist dort kein Platz.

Gemeint war sicher die "Eisenbahnüberführung Karl-Heine-Straße". Aber die Naturgesetze, die dort Gleise verhindern, habe ich immer noch nicht verstanden. Die wenige Meter entfernte Gleisbrücke über den Kanal hat ein wesentlich größeren Abstand zur Wasseroberfläche, und wurde vor über 100 Jahren mit weitaus bescheideren technischen Mittel errichtet. Es liegt allein am Wollen!!! Als die Eisenbahnüberführung neu gebaut wurde, wollte man die Straßenbahn komplett stilllegen!

Aber das Wollen könnte sich vielleicht ändern, nur dass es nun viel teurer wird...