Autor Thema: Wie weiter mit Tram-Linie 14?  (Gelesen 265082 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #30 am: 23.11.2009, 23:34:38 »
^ Eine direkte fußläufige Verbindung zwischer Alter Salzstraße und Naumburger Straße ist laut dem Konzeptionellen Stadtteilplan Leipziger Westen (http://www.leipzig.de/imperia/md/content/61_stadtplanungsamt/ksp_west_aktionsfelder.pdf) auf jedenfall angedacht und eingezeichnet (gelb gestrichelte Linie)!
Der konkrete Umsetzungtermin dagegen unbekannt. Ich vermute mal, dass man hier frühestens gleichzeitig mit bzw. nach den Umbaumaßnahmen im Rahmen des CTL am Bahnhof Plagwitz beginnen wird.

Offline DAvE LE

  • Team
  • *****
  • Beiträge: 4863
  • Geschlecht: Männlich
    • Leipziger Stadtverkehr
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #31 am: 24.11.2009, 07:39:03 »
Was mir grad noch auffällt, ich weiß nicht genau, wie der S-Bahn HP dann liegen soll > Der Hp. Plagwitz wird nach Norden an die Brücke der Saalfelder Straße/Liebfrauenkirche vorgezogen. In der Mitte des Bahnhofs werden somit dann keine Züge mehr halten, eher zwischen Brücke und Bahnhof Plagwitz, siehe >> http://citytunnelleipzig.info/netzergaenzende_massnahmen/hp_plagwitz.php

Ich rechne mal mit einer Bahnsteiglänge von 140 Metern, wird überall wo anders wie Semmelweisstraße und Leutzsch auch genutzt.

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #32 am: 24.11.2009, 08:46:08 »
Dann wird die heutige fußläufige Unterführung zum nördlichen Ende des heutigen Bahnsteigs wohl zukünfig das südliche Ende des neuen Bahnsteigs darstellen und zugleich gen Alte Salzstraße verlängert werden. Gute Idee.

Interessant ist vor allem folgender Satz: "Es werden dort [an der Karl-Heine-Straße] zwei Treppenzugänge sowie Aufzüge zu den zwei Bahnsteigen die in Fahrtrichtung rechts entstehen."

Das westliche der drei heutigen drei Gleise wird dann wohl vermutlich entfallen und zurückgebaut.

Mal noch 'ne Frage an euch:
An welcher Stelle genau denkt ihr, würde die Tram-Haltestelle der 14 eigentlich errichtet werden, sollte die 14 tatsächlich irgendwann einmal verlängert werden?
Östlich vor der S-Bahn-Brücke in Höhe der Liebfrauenkirche? Unter der Brücke?
Oder gar westlich der Brücke in der Saalfelder Straße direkt vor dem Gelände der KFZ-Lackiererei?
« Letzte Änderung: 24.11.2009, 08:58:24 von WTL »

Offline GK

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1352
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #33 am: 24.11.2009, 16:04:46 »
Wieder die Sache mit den Seitenbahnsteigen. Denn gerade in Plagwitz hätte man an der derzeit viergleisigen Brücke bei zwei Gleisen doch genug Platz für einen Inselbahnsteig, der spart nicht nur Kosten (z.B. nur ein Aufzug und eine Treppe), sondern erleichtert es evtl. Umsteigern von den RBs/REs aus/nach Richtung Gera, von/zur S-Bahn zu kommen.

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #34 am: 24.11.2009, 16:55:12 »
^ Ich vermute mal, dass die Kosten unterm Strich aber bei der geplanten Lösung deshalb geringer sind, weil die neu zu bauende Brücke so schmaler ausfallen kann und wird. Die heutige breitere Brücke wird ja laut Textangaben von Frank Eritt zurückgebaut.

Bzgl. des Umsteigens bleibt zu sagen, dass man dafür ja mal in mittlerer Zukunft eben an der Antonienbrücke einen zusätzlichen Haltepunkt errichten kann. Zumindest gäbe es dafür dann so gesehen bessere Argumente.  ;D Und überfällig wäre das meiner Meinung nach ohnehin.

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2513
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #35 am: 24.11.2009, 18:17:03 »
^ Ich vermute mal, dass die Kosten unterm Strich aber bei der geplanten Lösung deshalb geringer sind, weil die neu zu bauende Brücke so schmaler ausfallen kann und wird. Die heutige breitere Brücke wird ja laut Textangaben von Frank Eritt zurückgebaut.

Da ja beabsichtigt ist, den Damm zu erhöhen, würden bei einem Inselbahnsteig auch hier massiv zusätzliche Kosten anfallen.

Bzgl. des Umsteigens bleibt zu sagen, dass man dafür ja mal in mittlerer Zukunft eben an der Antonienbrücke einen zusätzlichen Haltepunkt errichten kann. Zumindest gäbe es dafür dann so gesehen bessere Argumente.  ;D Und überfällig wäre das meiner Meinung nach ohnehin.

Und was würde das bringen??

- eine verlängerte Fahrzeit der Züge von und nach Gera, die ja erst durch die Streichung einiger kaum bis fast gar nicht genutzter Halte ab 2011 beschleunigt werden sollen.
- einen noch längeren Umsteigeweg zur S-Bahn, da deren Bahnsteig dann bedeutend weiter vom Bahnsteig der Geraer Züge weg wäre als bei einem Umstieg am neuen Plagwitzer Haltepunkt.
- und nicht zuletzt einen hohen Aufwand für sehr wenige Fahrgäste, da der Haltepunkt unter der Antonienbrücke praktisch in der Pampa liegt.

Gruß Peter

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265–1321), italienischer Dichter und Philosoph

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #36 am: 24.11.2009, 18:45:38 »
^ Dafür wäre, wie schon öfters erwähnt, ein vorzüglicher Umstieg zur Tram möglich.

Zudem wird der westliche Teil der Antonienbrücke in den nächsten Jahren ohnehin saniert bzw. neu gebaut. Wenn man gleich dabei ist, kann man auch einen Treppenabgang integrieren und unter der Brücke einen Inselbahnsteig errichten.
« Letzte Änderung: 24.11.2009, 19:12:42 von WTL »

Offline Laany Toke

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1706
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #37 am: 24.11.2009, 19:49:52 »
Hallo

Ich denke auch, dass ein HP an der Antonienbrücke quark ist, der Umstieg ist dort nicht nötig, da dort ein Umstieg von/zu Linien mit ähnlicher Herkunft und Ziel besteht. und wie gesagt, Pampa...
Das Schönste an Dresden: Das Ortsausgangsschild.

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #38 am: 24.11.2009, 20:06:19 »
^ Muss man das verstehen? Wir jammern über den MIV und die zu wenigen Fahrgäste aufgrund mangelnder Attraktivität des ÖPNV, wollen aber zugleich die offensichtlichen Lücken im Netz nicht zur Kenntnis nehmen und schließen. Nehmen wir nur mal den völlig abwegigen Fall an, dass Einwohner aus Richtung Grünau mit der 1 oder 2 bzw. aus Richtung Schleußig von Osten her kommend in Richtung Zeitz oder zur S-Bahn-Endstelle nach Miltitz möchten. Da wäre solch eine HS doch für diejenigen Gold wert. Oder gibts da so viele Alternativen, die ich gerade übersehen habe?

Offline Lutz G.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 637
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #39 am: 24.11.2009, 20:17:23 »
Zitat
^ Dafür wäre, wie schon öfters erwähnt, ein vorzüglicher Umstieg zur Tram möglich.

Durch häufige Erwähnung wird ein Argument nicht unbedingt besser.

So wichtig und unverzichtbar vernünftige Schnittstellen zwischen SPNV und ÖPNV auch sind, es reichen einige wenige, dafür aber optimal angelegte und praktikabel nutzbare Schnittstellen. Es muß nicht an jeder zweiten Haltestelle oder an jeder nur möglichen Berührungsstelle der verschiedenen Systeme eine teure und aufwendige Schnittstelle aus dem Boden gestampft werden. Hier ist weniger oftmals mehr. Das schon viel zitierte Problem der "Pampa" sollte ebenfalls unbedingt beachtet werden, am besten funktionieren nämlich jene Schnittstellen, die auch schon ohne diese Funktion ein ordentliches Aufkommen eruieren können, also auch als Zugangsstelle in der Fläche attraktiv sind und/oder selbst Quell- und Zielpunkt sind. Aus dieser Sicht ist der Hbf mit seinem eingebauten Kaufhaus nun mal nicht zu toppen.

Es gibt übrigens genügend Beispiele für baulich und verkehrlich wirklich optimal (teilweise richtig "schön") gelöste Schnittstellen, die trotzdem floppen. Trauriges Beispiel ist für mich immer Gera-Zwötzen, wo RE/RB und Tram/Bus optimal gegenüber am gleichen Bahnsteig halten und alles sogar noch gefällig gebaut ist (die Tramschleife umrundet das sanierte ehemalige Empfangsgebäude wie auf einer Modellanlage), trotzdem steigt kaum jemand ein/aus/um und in der Tram sitzen, wenn überhaupt, meist gerade mal zwei, drei Leute ... Hier rächt sich, daß gleich nebenan mit Gera-Süd (und inzwischen auch am Geraer Hbf) weitere optimale Schnittstellen zwischen den gleichen oder gleichwertigen Linien, jedoch bedeutend höheren Taktfrequenzen und Verkehrsdichten sowie einem weitaus urbaneren Umfeld errichtet wurden, die Zwötzen leider richtig provinziell erscheinen lassen. Schade um das Geld ...

MfG Lutz

WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #40 am: 24.11.2009, 20:29:08 »
^ Schön und gut. Aber das erklärt jetzt trotzdem nicht, warum ein Halt an der Antonienbrücke so unsinnig sein soll für Fahrgäste gen Zeitz und von Zeitz! Zumal es (meines Wissens nach) KEINE Alternative gibt. Oder kannst du mir eine nennen?

Offline MD 612

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2513
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #41 am: 24.11.2009, 20:41:23 »
^ Schön und gut. Aber das erklärt jetzt trotzdem nicht, warum ein Halt an der Antonienbrücke so unsinnig sein soll für Fahrgäste gen Zeitz und von Zeitz! Zumal es (meines Wissens nach) KEINE Alternative gibt. Oder kannst du mir eine nennen?

Ich sagte es schon, man muss nicht für jede gewünschte Haltestelle einen nicht vorhandenen Bedarf herbeireden. Vielleicht solltest Du Dich künftig ein wenig mehr an Fakten orientieren als an Deinen fiktiven "Netzlücken", die oft gar nicht vorhanden sind.

Um für Deine "Umsteigezwänge Alternativen aufzuzeigen:

Zeitz - Grünau Süd: Umstieg zur S1 in Plagwitz, der Fußweg von den S-Bahn-Hp zur Ratzelstr. beträgt keine fünf Minuten. Ist das zuviel??
Zeitz - Schleußig: Umstieg in Plagwitz zur 60.

Im Übrigen steigen in Plagwitz normalerweise max 10 Leute aus dem bzw. in den Zug. Wieviele davon Richtung Schleißig weiterreisen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle Fälle rechtfertigt das keinesfalls die Errichtung eines teuren Bahnsteiges, von den Fahrzeitverlusten der Zeitzer Züge ganz zu schweigen.

Gruß Peter
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265–1321), italienischer Dichter und Philosoph

Andreas M

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #42 am: 24.11.2009, 20:51:25 »
^ Schön und gut. Aber das erklärt jetzt trotzdem nicht, warum ein Halt an der Antonienbrücke so unsinnig sein soll für Fahrgäste gen Zeitz und von Zeitz! Zumal es (meines Wissens nach) KEINE Alternative gibt. Oder kannst du mir eine nennen?

Großzschocher:

Zeitz - Grünau Alleecenter
Umstieg in BL 65

Offline Lutz G.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 637
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #43 am: 24.11.2009, 21:30:12 »
Zitat
Nehmen wir nur mal den völlig abwegigen Fall an, dass Einwohner aus Richtung Grünau mit der 1 oder 2 bzw. aus Richtung Schleußig von Osten her kommend in Richtung Zeitz oder zur S-Bahn-Endstelle nach Miltitz möchten. Da wäre solch eine HS doch für diejenigen Gold wert. Oder gibts da so viele Alternativen, die ich gerade übersehen habe?

Aus Richtung Grünau: S1 (oder späteres Nachfolgemodell) bis Plagwitz, Umstieg Richtung Zeitz. Bedingung ist, das Plagwitz für beide Richtung (d.h. Zeitz/Grünau) naheliegende/gleiche Bahnsteige behält. Die Entfernungen zwischen den SL 1 und 2 und den S-Bahn-Hp liegen meist noch im fußläufig zumutbaren Bereich, sofern man nicht gerade direkt an der Tram-Hst wohnt.

Aus Richtung Schleußig von Osten her kommend in Richtung Zeitz oder zur S-Bahn-Endstelle nach Miltitz: BL 60 bis Plagwitz, Umstieg Richtung Zeitz oder Miltitzer Allee ("Miltitz" als Eisenbahnzugangsstelle liegt an der Strecke nach Weißenfels - dort soll die bisherige Umsteigestelle Leutzsch für die Eckverbindung aber nun gerade devastiert werden ...).

Gerade das Vorhandensein und räumlich enge Aufeinandertreffen von RE/RB/S/Tram/Bus (an Obus wage ich gar nicht mehr zu denken) in Plagwitz macht diesen Halt so interessant. Bei zielstrebigem Ausbau mit noch besseren Übergangsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Systemen (und einer Aufwertung der Linie 14!!) wäre Plagwitz als südwestliche Schnittstelle nicht zu toppen. Entsprechende Gastronomieangebote und Verkaufsstellen (für den Anfang reichen doch erstmal schon Kleinhandel und ein paar Filialen bekannter Ketten) im alten Empfangsgebäude und den heute noch brachliegenden Altbauten unmittelbar im Bahnhofsumfeld würden die Aufwertung komplett machen. Für viele Pendler ist es äußerst attraktiv, wichtige alltägliche Einkäufe (Bäcker, Drogerie, Obst ...) quasi im Vorbeigehen - oder man läßt zugunsten des Einkaufs einen Takt aus - erledigen zu können. Genau das kann die "Pampa" nicht und erfordert eine zusätzliche zielgerichtete Einkaufsfahrt.
Um nicht mißverstanden zu werden, es geht nicht um den wöchentlichen Großeinkauf im Pupsimarkt oder um den BigMac oder den Döner auf die Hand (die freilich bei Ernährungsnotstand auch nicht zu verachten sind), sondern um die attraktive und trotzdem preiswerte (!) Tagesversorgung. Soll funktionieren und macht u.a. auch den Hbf so attraktiv.

Um noch mal auf die SL 14 zurückzukommen: Um in der Karl-Heine-Straße einen attraktiven 10-min-Takt zu rechtfertigen, braucht diese Linie natürlich auch eine gleichwertig attraktive Gegenendstelle. Eine amputierte Stichstrecke in die Karl-Heine-Straße ist m.E. allein nicht überzeugend lebensfähig, weil durch andere "stärkere" Linien trotz einiger Entfernung noch zu dicht umgeben. Diese saugen bei Beibehaltung des 20-min-Taktes und fehlender Durchmesseranbindung der 14 zuviel eigentlich dieser Linie zuzuordnendes Potential ab. Ist der Süd/Ost/Nord-Gegenpol zu Plagwitz (ich halte bewußt alle Möglichkeiten auch neuer Eckverkehre offen) attraktiv genug und kann die 14 stark machen, wird diese neue Stärke auch positiv in die Karl-Heine-Straße ausstrahlen. Diese profitiert in ihrer rechnerischen Auslastung dann auch von Fahrgästen, welche gar nicht bis Plagwitz wollen und die hoffentlich irgendwann "neue" 14 aus ganz anderen Gründen und Streckenteilen attraktiv finden. Das wäre doch das Beste, was einer Straßenbahnlinie passieren könnte! Plagwitz darf nicht "im eigenen Saft" schmoren!

Ich persönlich fände auch einen neuen Obus (selbst wenn dieser gegenüber der jetzigen Linie 60 keinerlei zusätzliches Einzugsgebiet erreichen kann) in einer Schnittstelle Plagwitz äußerst attraktiv. Überzeugte bis fanatische Obusgegner werden kaum zu überzeugen sein und sind in ihrer Einstellung zu respektieren, sollten dann aber auch akzeptieren, daß es einen Gegenpol gibt, der den Obus als mögliche Attraktivitätssteigerung wahrnimmt. Gerade dessen derzeitige Seltenheit in deutschen Gefilden (mit den Folgen Neugier, Beschäftigung mit der Materie - also dem ÖPNV, Alleinstellungsmerkmal mit ökologisch anspruchsvollen Möglichkeiten etc. etc.) könnte Aufmerksamkeit und neuen Schwung in diese Verbindung bringen, da sich m.E. der Obus durchaus als höhere Stufe des ÖPNV (gegenüber dem Istzustand) bewerben und verkaufen ließe und vor allem alle Voraussetzingen mitbringt, vom ersten Tag an auch reibungslos zu funktionieren. Das man für die Errichtung einer ersten (mit der 60 zudem recht kurzen) Pilotstrecke in Deutschland angeblich Jahre oder gar Jahrzehnte braucht (wo man doch nicht mal zwingend mit störenden Langzeitbaustellen in das Straßennetz einzugreifen braucht), während das in der "Dritten Welt" für völlig neue Netze mit völlig neuer Infrastruktur in Monaten zu stemmen geht, will sich mir nicht ganz erschließen. Wenn natürlich deutsche Bedenkenträger einen komplexen Bericht zu jedem einzelnen neuen Mast und jedem neuen Stück Kupferdraht am Himmel erwarten, der den Umfang der Dokumentation einer Autobahnbaustelle weit übertrifft, braucht man über das Ergebnis freilich nicht mehr nachzudenken ...

MfG Lutz


WTL

  • Gast
Re: Wie weiter mit Tram-Linie 14?
« Antwort #44 am: 25.11.2009, 23:39:39 »
Gut, jeder hat so seine Meinung. Mag ja sein, dass derzeit aufgrund des mickrigen Angebots und der damit verbundenen wenigen Fahrgäste ein Halt an der Antonienbrücke sich finanziell (noch) nicht lohnen würde. Aber ich denke es wäre eine sinnvolle Ergänzung irgendwann mal in der Zukunft. Wenn der ÖPNV und vor allem auch die S-Bahn in Leipzig in breiteren Bevölkerungsschichten wieder eine Akzeptanz findet. Mir gehts nur darum, dass man nix verbaut und Optionen offen hält, um nicht später teuer umbauen zu müssen.

Zur 14:

Nehmen wir mal an, es gäbe heute schon die Verlängerung durch die Saalfelder Straße! Wären dann Straßenbahnen auf der Trasse der 14, beginnend an der HS Lützner Straße/Saalfelder Straße bis zur HS Goerdelerring schneller, als auf der Trasse der 8/15?
« Letzte Änderung: 26.11.2009, 01:05:21 von WTL »